JW.Org – Gewaltbilder als Lernhilfen

Welcome, Welcome, Welcome… so begrüßt Stephen Lett in seiner peinlich

überschwänglichen Art auf JW Broadcasting vom Mai 2020 seine Zuhörer. Mit dieser Broadcasting – Sendung hat sich die WTG wiedermal etwas Besonderes geleistet… obwohl ich sonst eher zu den ruhigeren Menschen zähle, war ich nach dieser Episode so aufgebracht wie schon lang nicht mehr.

Link zum Video: https://youtu.be/1725NAl3y4w

Die Wachtturmorganisation setzt immer mehr auf Visuelle Belehrung, oder sollte man besser sagen, auf visuelle Beeinflussung. Der vermehrte Einsatz von Videos und Bildern ist für sie ein wichtiger Bestandteil ihrer Beeinflussungsstrategie geworden und deshalb fordert sie ihre Anhänger auf, ihre visuellen Darstellungen und Videos als wichtige Lernhilfen zu betrachten. Zitat Wachtturm Juli 2013 Juli 2013 :

„Bestimmt hast du beim Durchblättern einer neuen Wachtturm-Ausgabe schon oft gedacht: Was wird durch die ansprechenden, mit großer Sorgfalt hergestellten Bilder und Fotos bewirkt? Sie sind Lernhilfen, die das Denken anregen und Gefühle wecken. Besonders beim Wachtturm-Studium und bei der Vorbereitung darauf sind sie von Nutzen. Warum wurde es ausgewählt? Was stellt es dar? In welchem Zusammenhang steht es zur Überschrift und zum Leittext? Auch bei den anderen Bildern sollten wir überlegen, was sie mit dem Thema und unserem Leben zu tun haben.“

Stephen Lett verweist in dieser JW Broadcasting vom Mai 2020 auf die Anstrengungen die nötig sind, um ein Video, wie das letzte Kongressdrama „Josia“ zu produzieren. Dieses „biblische Drama“ wurde auch vor Kinder vorgeführt. Kinder haben auf dem Kongress keine andere Wahl als sich solche Videos anzusehen. Aber mittlerweile werden solche Videos von Zeugeneltern kritisch gesehen und hinterfragt. Sind diese Videos für Kinder überhaupt geeignet, weil einige Szenen offensichtlich Gewalt zeigen oder mindestens andeuten. Eltern haben auch jeden Grund dafür, sich um ihre Kinder zu sorgen, denn, nur weil man offensichtlich kein Blut und keinen Mord zeigt, ist es nicht weniger fragwürdig Kinder solchen Videos auszusetzen.

Aber Stephen Lett, der selbst keine Kinder hat, macht in seiner Ansprache deutlich wie er über die Befürchtungen dieser Eltern denkt, alles nicht so schlimm, es muss eben sein, Jehova will das, wir dürfen nichts weglassen. Wie wir oben lesen konnten, legt die WTG sehr großen Wert darauf, dass sich auch Kinder mit den visuellen Darstellungen in der Literatur befassen, es sind „Lernhilfen“. Kritischen Beobachtern fällt jedoch auf, dass die Macher dieser JW.Org-Filme keine Skrupel haben, auch gewalttätige Darstellungen als sogenannte „Lernhilfe“ einzusetzen, obwohl ihnen die Gefahr, gewalttätiger Darstellungen für Kinder bekannt sind.

Sie weiß, durch solche Gewaltszenen können Kinder geistigen und emotionellen Schaden erleiden. Auf JW.Org warnte sie wiederholt davor, Zitat aus dem Erwachet Sept. 1988, S. 29,30

Eltern, denen etwas an der geistigen und emotionellen Gesundheit ihrer Kinderliegt, sollten sie vor schädigenden Fernsehprogrammen schützen. Diese Warnung stammt von Dr. Gerard Lesser, einem weltweit anerkannten Kinderpsychologen. …. Die tägliche Ration an Gewalttaten im Fernsehen könne, wie er sagt, genauso gefährlich sein wie ein Spaziergang mit den Kindern durch die Straßen von Belfast oder Beirut“.

Sicherlich ein gutgemeinter Hinweis. Umso mehr ist es für viele Zeugeneltern unverständlich, dass sie ihre Kinder durch die von JW.Org produzierten Videofilme dieser Gefahr aussetzen sollen und haben sich offensichtlich bei der „leitenden Körperschaft“ beschert. Aber der wahre Hintergrund warum Stephen Lett dieses Thema hier aufgreift ist vermutlich ein anderer.  

Gemäß der Stockholmer Printzeitung Metro, könnten Jehovas Zeugen durch die öffentliche Vorführung ihrer Filme im Zusammenhang mit ihrem jährlichen Kongress auf den Stockholmer Messen, eine Straftat begangen haben. Im März 2019 wurde ein 64-jähriger Zeuge Jehovas beschuldigt, als Verantwortlicher der jährlichen Kongressserie von Jehovas Zeugen „Seid mutig“ Filme gezeigt zu haben, die gegen das Schwedische Gesetz zur Altersfreigabe verstoßen hätten.

Tatsächlich hat das oberste schwedischen Gericht entschieden, dass viele der Propaganda-Videos von Zeugen Jehovas ab sofort für das Vorspielen vor Kinder aufgrund des Inhaltes verboten sind. Die Inhalte dieser Filme seien zum Teil Angstschürend, und würden bewusst Feindbilder aufbauen, so das Gericht. Die oft gewalttätigen Inhalte seien für Kinder ungeeignet und deshalb verboten. Diese Art von Videos dürfen öffentlich nicht mehr gezeigt werden. Das scheint der wirkliche Hintergrund zu sein, das Lett dieses Thema hier anspricht. 

Doch Entgegen dem guten Rat in ihren Veröffentlichungen und entgegen den staatlichen Verordnungen, versucht Stephen Lett von der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas auf der JW Broadcasting Mai 2020 ab Min. 9:00 – die Sorgen einiger Eltern um die emotionelle Gesundheit ihrer Kinder runterzuspielen und ihr Vorgehen als Gottgewollt zu verteidigen. Zitat:

„Wir können euch gut verstehen, aber, wenn wir Bibelberichte darstellen dürfen wir nichts weglassen, was Jehova offensichtlich Wichtig war“

Na toll, Lett erklärt den liebe Eltern also, ja wir verstehen euch, aber bitte denkt daran, Jehova will das so. Wir dürfen bei biblischen Darstellungen nichts weglassen. Und da es im Alten Testament nun mal Gewaltszenen gibt, müssen wir sie auch zeigen. Wir wollen und dürfen nichts weglassen. Eine typische WTG-Argumentation. Alles was sie tut ist der Wille Jehovas. Will Jehova wirklich das sich Kinder ängstigen. Ängste zu erzeugen ist eher für die WTG eine beliebte Strategie, um Menschen in ihrem Sinne gefügig zu machen, und hat bestimmt nichts mit Gottes Willen zu tun.

Natürlich, wenn man biblische Berichte dokumentarisch verfilmen möchte, kommt man nicht umhin auch Gewaltszenen zu zeigen, besonders wenn es sich um Filmberichte aus dem Alte Testament handelt. Doch die Frage sei erlaubt, wer hat den die WTG beauftragt solche biblischen Filme zu produzieren um sie dann als sogenannte Lernhilfen einzusetzen? War es Jehova Gott? Gott hat es nicht nötig durch angstmachende Filmszenen Kinder zu belehren. Und weder die Apostel noch Jesus haben diese Methode angewendet. Dies ist die alleinige Entscheidung der Wachtturmorganisation, die glaubt in regelmäßigen Abständen angstmachende Filmszenen als Lernhilfen einsetzen zu müssen.

Zu ihrer Verteidigung behaupten die Zeugen Jehovas, ihre gezeigten Videos und Filme seien Teil ihres religiösen Glaubens und Erziehungsprogramms. Die Inhalte seien lehrreich, und da junge Menschen Tag für Tag dem Druck der Welt ausgeliefert sind und gewissen Verhaltenstendenzen der Welt übernommen werden könnten, müssten sie auch durch solche biblischen Filme belehrt werden. In diese Richtung geht dann auch die Argumentation von Stephen Lett weiter, Zitat:

„Jehova hat die Bibel zu unserem Nutzenaufschreiben lassen und wir haben nicht das Recht sie zu verwässern“

Ja, die Bibel ist zu unserem Nutzen, und ja, wir haben nicht das Recht, die Bibel zu verwässern. An dieser Stelle möchte ich darauf verzichten auf die vielen Beispiele zu verweisen, die zeigen, dass die WTG die Bibel Stellenweise nicht nur verwässert, sondern bewusst in ihrem Sinn verfälscht hat. Die Frage um die es mir heute hier geht ist doch, ob es wirklich im Sinne Jehovas ist Kinder mit „Gewaltszenen“ aus der Bibel zu erziehen. Welchen Sinn soll das haben?

Das Problem ist, viele der WTG-Filmproduktionen sind für Erwachsene gedacht und daher kaum kindgerecht aufbereitet. Auf den Kongressen und in den Zusammenkünften der Zeugen Jehovas werden Kinder mehr oder weniger wie Erwachsenen gesehen und gezwungen Filme anzuschauen, die bestenfalls nur für Erwachsenen geeignet sind. Doch Erwachsene reagieren ganz anders auf Gewaltszenen, wie Kinder.

Die differenzierte Wahrnehmung von Gewaltszenen ist vom Alter der Kinder abhängig. Die Fähigkeit, verschiedene Formen der Gewaltdarstellung zu differenzieren und zu bewerten, nimmt mit erst mit dem Alter zu. Dieser Tatsache sind sich die WTG-Verantwortlichen sehr wohl bewusst. Und trotzdem erwarten sie das auch Kinder zusammen mit Erwachsenen ihre Angstmachenden Filme gemeinsam anschauen. Und Stephen Lett liefert auch gleich eine angebliche biblische Begründung, 2. Chronika 20:12 u. 13

“O unser Gott, wirst du nicht das Urteil an ihnen vollstrecken? Wir sind gegen das riesige Heer, das auf uns zumarschiert, machtlos. Wir wissen nicht mehr weiter, doch unsere Augen sind auf dich gerichtet.“ Währenddessen stand ganz Juda vor Jehova, zusammen mit den Frauen und den Kindern, auch den kleinen”.

Auch kleine Kinder mussten diesen Bericht hören, so Lett. Auffällig ist, dass nur die NW Übersetzung von Jehovas Zeugen meint in diesem Text die „kleinen Kinder“ noch mal besonders betonen zu müssen. Alle anderen Bibelübersetzungen sagen an dieser Stelle lediglich: „Und ganz Juda stand vor dem HERRN, samt ihren Kindern, Frauen und Söhnen“.

Erstaunlich, wie schnell die WTG immer einen scheinbaren biblischen Beleg für ihre Handlungsweise aus dem Hut zaubert. Mit diesem Text will man also belegen das Jehova von Kinder erwarte sich Gewaltszenen der WTG-Produktionen anzuschauen? Wie krank im Denken muss man sein um solche Argumente anzuführen, und wie krank im Denken muss man sein, solche Argumente ernst zu nehmen? Jeder klardenkende Mensch wird sich an dieser Stelle fragen, was hat dieser Text mit diesem Problem zu tun?  Es geht in diesem zitierten Bibelvers nicht um visuelle Darstellungen von Gewaltszenen, welche sich die Kinder damals hätten anschauen müssen. Und ich glaube auch nicht, dass dieser Bericht als Rechtfertigung benutzt werden kann um Gewaltszenen zur Erziehung der Kinder benutzen kann. Es ist doch ein Unterschied ob ein drohendes Ereignis, auch vor Kinder, angekündigt wird, oder ob dieses Ereignis visuell aufgearbeitet, Kindern vorgeführt wird. Zitat Lett:

„Jehova wollte das alle auch die Kinder wissen was auf sie zukommt …..Auch heute sollten Eltern ihren Kinder ein realistisches Bild vermitteln von dem was auf sie zukommt“.

Wirklich? Was ist das für ein Gott den die WTG hier aufzeichnet? Noch einmal die Frage, wo finden wir Hinweise darauf, dass Jesus seine Nachfolger aufgefordert hat Kindern auf diese Art und Weise Gottes Botschaft zu vermitteln? Hat er nicht vielmehr gemahnt auf die Gefühle von Kindern Rücksicht zu nehmen? Zitat Lett:

„Eltern von Jehovas Zeugen verwenden gerne diese Filme als Hilfsmittel um ihren Kinder zu helfen Jehova zu vertrauen“.

Die Behauptungen von Stephen Lett werden immer skurriler: „Eltern verwenden gerne diese Filme, auch wenn sie Gewaltszenen enthalten, um ihren Kindern zu helfen auf Jehova zu vertrauen“. Dem kann ich aus eigener Erfahrung nur widersprechen. Viele Eltern tun sich schwer damit, diese von Gewalt und Hass geprägten Bilder und Filme mit ihren Kindern anzuschauen, und das aus gutem Grund. Durch diese visuellen Gewaltdarstellungen sind besonders Kinder von Zeugen Jehovas in Gefahr ernste psychische Schäden zu erleiden, wie viele Erfahrungen zeigen. Zitat Lett:  

„Bestimmt ist euch aufgefallen das wir sehr genau überlegen was wir wie darstellen. Wir zeigen keinen brutalen Szenen oder Menschen wie sie getötet werden“.

Das mag stimmen, aber das ist auch das mindeste was man von einer christlichen Gemeinde erwarten darf. Ich denke, das ist kein Grund dies besonders zu betonen, denn, auch wenn Gewalttaten nur ansatzweise angedeutet werden hinterlassen sie bei Kinder negative Gefühle. Auch viele sogenannte „weltliche Filmemacher“ achten darauf brutale Szenen oder das Abschlachten von Menschen nicht direkt und detailliert zu zeigen. Auch sie beschränken sich darauf, Gewaltszenen nur anzudeuten. Also, von daher keine beruhigende Information, zumal die folgende Ankündigung von Stephen Lett uns wirklich beunruhigen sollte, Zitat Lett, sinngemäß:

„Wir werden auch weiterhin Berichte aus der Bibel als Lernhilfen einsetzen und plastisch darstellen …. zum Beispiel aus der Offenbarung“.

Das was Lett hier ankündigt kann nur Angst machen, so erzeugt man Konditionierte Angst. Die Drohung, wer Jehova nicht gehorcht wird spätestens in Armageddon sterben, ist schon bei den Kleinsten allgegenwärtig. Stephen Lett verteidigt hier im Namen der WTG eine Vorgehensweise, der sie schon immer folgte. Als Beispiel dieses Zitat aus einem Wachtturm vom 1. Mai 1968, S.275

 “Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass das gegenwärtige System der Dinge mit Riesenschritten seiner letzten Begegnung mit dem Gott der Gerechtigkeit in Harmagedon entgegengeht. Eltern und Kinder, die nicht bereit sind, ‘das Zeichen an der Stirn’ anzunehmen, das heißt Gottes Sittenmaßstab gebührend anzuerkennen, werden den Tod erleiden. ….. Kinder werden wegen des Versäumnisses ihrer Eltern sterben. Der Prophet Hesekiel hörte die Anweisung, die den als Urteilsvollstrecker amtenden Engeln gegeben wurde: „Erbarmet euch nicht. Mordet bis zur Vertilgung Greise, Jünglinge und Jungfrauen und Kinder und Weiber! . . . ihren Weg will ich auf ihren Kopf bringen.“ — Hes. 9:4-6, 10.”

 

Das ist die Botschaft, die Jehovas Zeugen nicht nur erwachsenen Menschen, sondern auch ihren Kindern vermitteln.  Vor dieser Tatsache sind die Beteuerungen von Lett wirklich nicht ernst zu nehmen. „… ihr könnt euch sicher sein wir werden eure Bedenken ernst nehmen“.

Ist “sterben, hinrichten und vernichten” für jemanden, der in der “Erwartung, der Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres Retters Jesus Christus” lebt, wie es Paulus in Titus 2:13 ausdrückt, dass alles beherrschende Thema? Solch eine Botschaft richtet nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen große psychische Schäden an. Die andauernden Warnungen vor Untergang und Tod vergiften die Kindheit von vielen Zeugenkindern. Depressionen und Verhaltensauffälligkeiten bis hin zum Selbstmord sind nicht selten die Folge dieser gefährlichen allzu frühen Indoktrinierung.

Ein Großteil der von JW.Org produzierten Videos beweist einmal mehr den zutiefst unchristlichen Geist einer fundamentalistischen und dem Todes- und Vernichtungswahn durchseuchten Theologie.

[Gesamt: 39   Durchschnitt:  5/5]
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www.Christusbekenner.de
22 Tage zuvor

Amen. Besorgte Eltern, die ihre Bedenken oder sogar ihre Beschwerde an die Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas gerichtet haben, werden mit fadenscheinigen Erklärungen von dieser durch ihren Vertreter Stephen Lett abgespeist. Die LK meint, auf Angst einflößende und Gewalt zeigende Darstellungen nicht verzichten zu können. Es ist aber doch ein Unterschied, ob ein Kind lesen kann oder noch nicht. Und es ist auch ein weiterer Unterschied, ob ein Kind, das bereits lesen kann, einen kurzen biblischen Bericht mit unschönen Beschreibungen nur liest und dabei seine eigene Phantasie gebraucht oder auch nicht, weil es einfach darüber hinweg liest, oder ob ihm… Weiterlesen »

Stachelbeere
22 Tage zuvor

Lieben Dank Erni für deine Ausführungen. Ich kann sehr gut verstehen, dass Du nach diesem Broadcasting innerlich aufgebracht warst, das bin ich auch und mich ärgern die Ausreden von Lett extrem. Als wir noch in die Versammlung gegangen sind, sind wir bei den Kongressen zum Schutz unserer 2 kleinen Jungs rausgegangen, wenn die Dramen- Videos kamen. Dabei entstanden zwei Probleme: 1. haben die Jungs gebrüllt, weil sie die Videos sehen wollten und 2. hat man dann Unverständnis von einigen Brüdern aushalten müssen, weil wir rausgegangen sind. Das ist ein enormer Druck der da während des Programmes für die Eltern entsteht.… Weiterlesen »

Peter
22 Tage zuvor

Der Brotkasten entwickelt sich immer mehr zum Debakel. Je mehr die LK den direkten Kontakt zum einzelnen Verkündiger intensiviert, umso mehr wird diesem bewusst, mit welch lächerlichen Figuren er es eigentlich zu tun hat.

Früher konnte man durch die Unnahbarkeit hinter dicken Stofftüren noch eine Aura der „geistigen Riesen“ vorgaukeln. Diese Vorstellung haben sie durch den Brotkasten selbst zerstört.

Wildblume
21 Tage zuvor

Die WTG mit ihrem Drohgehabe… Ich beneide die Eltern von heute nicht. Ich habe das Gefühl, wenn Eltern mit ihren Kindern rausgehen um sie vor diesen Darstellungen zu schützen, sind sie schon einen winzigen Schritt in Richtung Aufwachen gegangen. Sie lassen sich nicht ohne Hinterfragen alles aufdrücken bzw. ihren Kindern. Nun kann ich aber auch die Jungs von Stachelbeere verstehen. Da sitzt Kind in so einer langweiligen Veranstaltung stundenlang in der Hitze. Dann kommt ein Film….endlich mal was “spannendes” und dann? Dann muss Kind raus, wo doch andere Altersgenossen bleiben dürfen. Ich erinnere mich an früher, das Drama war aus… Weiterlesen »

Tommy
21 Tage zuvor

Hab mal einen Film gesehen in dem Robert de Niro einen Sohn hatte der Kontakt zur Mafia bekam und deren Capo sich dann um Ihn kümmerte. Der Junge fragte den Capo mal ob er lieber Respekt wolle oder geliebt werden wolle oder, dass die leute Angst vor ihm haben. Er waegte seine Antwort ab und sagte “…..nach allem was es da zu bedenken gibt hätte ichlieber, dass die Leute Angst haben……..” Diktaturen sind so und versuchen die Angst zu schueren nicht Vertrauen zu schaffen. Jesus ist da, denke ich, anders. Aber, jeder eben wie er meint.
Tommy

Lars
21 Tage zuvor

Vielen Dank für den interessanten und treffenden Beitrag. Wie kann sich eigentlich diese Org. über die FSK Freigabe hinwegsetzen? Gibt es dazu keine rechtlichen Richtlinien, an welche Sie sich halten müsste? Schweden hat zum Glück interveniert. Aber wie ist das denn in den restlichen Ländern der Welt? Ein Kongress gilt doch als öffentliche Veranstaltung, somit gelten doch auch die örtlichen Gesetzgebungen… In der Bibel wird kein Mensch dazu aufgefordert Bibelerklärende Hilfsmittel in irgendeiner Form herzustellen. Niemand hat diesen Auftrag dazu erhalten. Und das hat ganz bestimmt auch seinen Grund. Weder gibt es heute noch von Gott inspirierte Menschen und schon… Weiterlesen »

Silver
21 Tage zuvor

Leider hat diese LK, wie immer, eine Trumpfkarte im Ärmel, nämlich der Vergleich mit der “Welt”.

Das Unterhaltungsmaterial, das Film und Fernsehen uns und unseren Kindern täglich anbietet, ist “bei weitem Gewalt verherrlichender” als die verfilmten biblischen Geschichten. Zwar wird bei den WTS-Verfilmungen, akustisch und visuell, ebenfalls Gewalt angedeutet, aber es wird auf “Ketchup” verzichtet.

Natürlich reimt sich die kindliche Vorstellungskraft den nicht gezeigten Teil sowieso zusammen; allein schon durch die akustischen und visuellen Spezialeffekte der ORG-Produktionen. Das Ziel ist Furcht zu erzeugen, um das Volk bei der Stange zu halten.

Silver

M.N.
21 Tage zuvor

Ihr Lieben,

hier in meinem Umfeld kann ich auf mehrere Fälle verweisen, in denen ZJ-Eltern berichteten, ihre Kinder seien nach der Vorführung des “schwarz vermummtes Black-Ops-Team jagt ZJ im Wald”-WTGflix-Machwerks (das – so weit ich beobachten konnte – von ALLEN als außerordentlich dubious empfunden wurde) von Angstzuständen und Albträumen geplagt worden, trotz der abschließenden gloriosen Christus-mit-dem-Pfeilebogen-Grimms-Märchenepiphanie. So etwas nennt man “eine Kindheit aufwerten”. Zum K…n. Gut, dass da mal jetzt dagegen vorgegangen wird.

Gruß,
M.N.

Silver
21 Tage zuvor

Hallo Lars, was du schreibst ist richtig: “Nicht jedes z.B. 6 Jähriges Kind kann mit dargestellten Szenen gleich gut umgehen, auch wenn es FSK 6 ist.” Ich wollte meinem Enkelkind, als er noch 5 Jahre alt war, die beiden DVDs von den Kinder-Animationsfilmen “Findet Nemo” , Teil 1 und Teil 2 schenken. FSK 0! Resultat? Statt sich zu freuen, fing er fast zu Weinen an! Er wollte diese DVDs nicht geschenkt haben! Später erfuhr ich von seinen Eltern den Grund. Die Geschichte: In Teil 1 verlieren sich der kleine Clownfisch “Nemo” und sein Vater aus den Augen und der Vater… Weiterlesen »

Johnny
20 Tage zuvor

Unterdrückung beginnt zuerst in der Sprache. Es gibt z.B. Politiker, die einfache Bürger in der Fußgängerzone mit „Halten sie bitte die Fresse“ anbrüllen. Das ist natürlich unterstes Niveau.
Auch wenn sich die WTG wesentlich gewählter ausdrückt, so versucht sie, wie rüpelhafte Politiker,
dem einfachen Volk den Mund zu verbieten. Wer „murrt“, dem wird das ganze Arsenal des Knüppels Jehovas angedroht. Und das schüchtert auch Erwachsene ein, wenn sie das von klein auf so eingetrichtert bekommen. Letztlich sind aber die Eltern schuld, die ihre eigenen Kinder dazu zwingen, sich solche gewaltverherrlichenden Videos bei Kongressen und neuerdings auch online anzusehen.

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