Gottverbundenheit oder Gottergebenheit?

Selbstzweifel

Es kam manchmal vor, dass in einem Gespräch, das von gegenseitigem Vertrauen bestimmt war, die Frage auftauchte, woran man Gottes Nähe erkennen könne. Das fragten meist ältere Menschen, die mit der Versammlung der Zeugen Jehovas schon lange verbunden waren. Und dann fiel mir auf, wie oft ich diese leisen Zweifel gehört hatte, die ungefähr so lauteten: „Wenn ich in Gottes Augen gut genug bin, um die neue Ordnung zu erleben, … “. Oder: „Wenn ich nur würdig bin, um Harmagedon zu überleben“.

Diese Zweifel haben mich immer gewundert. Warum sagen Menschen das? Halten sie sich für so schlecht, dass die Barmherzigkeit Gottes für sie fraglich ist? Haben sie so wenig Vertrauen zu Gott und seinem Sohn, dass sie immer meinen, es nicht ganz geschafft zu haben? Fragen so Kinder Gottes? Wahrscheinlich haben sie sich nie als wirkliche Kinder Gottes gefühlt und sahen sich eher in der Rolle eines Stiefkindes, das seinem Vater nachläuft und ständig um seine Anerkennung und Liebe betteln muss. Ich muss noch einmal betonen, dass ich diese Äußerungen des Selbstzweifels von Zeugen Jehovas gehört habe, die lange als solche gelebt hatten. Tatsächlich sollen sich die große Zahl der Zeugen auch als „Freunde Gottes“ nicht als „Kinder Gottes“ begreifen.

Wie kann man die Selbstzweifel erklären?

Ich möchte eine Erklärung versuchen: Es ist uns ja vielleicht schon aufgefallen, dass die WTG uns ein Gottesbild vermittelt, das in vielen Punkten fatal an ein Vaterbild erinnert, das vielen von uns vertraut sein dürfte. Vor Jahren schilderte ein Bruder, wie er zu seinem Vater gestanden hatte. In den Augen des Kindes war der Vater stark, alleswissend, tatfreudig und positiv. Er hatte für jedes Problem eine Lösung. Der Vater sorgte für alles in der Familie, war ihr unumstrittenes Haupt und sehr erfolgreich im Beruf, kurz: ein Übervater. Und er stellte hohe Anforderungen an seinen Sohn.

Auf den Jungen wirkte der Vater stets unzufrieden, kritisierte zu oft, nörgelte herum und versuchte, durch Druck etwas zu erzwingen, was der Junge nicht geben konnte. Nie hatte er ein wirkliches Lob und zu selten ließ er Nähe zu. Der prüfende Blick des Vaters lastete auf dem Sohn wie ein ewig stummer Vorwurf. Das hat den Sohn stark verunsichert und ihn in schlimme Selbstzweifel getrieben. Wenn der Vater seinen Sohn nur stumm ansah, erwachten im Sohn sofort Schuldgefühle.

Der Sohn ahnte, was der Vater von ihm erwartete, aber seine Konstitution und seine psychische Struktur ließen es nicht zu, dass er so werden konnte, wie der Vater war. Die unausbleibliche Folge für den Sohn war eine tiefe Verunsicherung, die zu Schuldgefühlen und letztlich zur Lebensuntüchtigkeit führte. Der Sohn hatte es nie gelernt,  sich dem Vater nahe und vertraut zu fühlen und mit seinem Beistand zu wachsen.

Da fällt mir noch ein Vergleich ein, der das Verhältnis so mancher Zeugen Jehovas zu Gott beleuchten kann: Gott wird als Arbeitgeber gesehen, der hohe Anforderungen an seine Arbeiter stellt. Die Arbeiter wissen sich von ihrem Chef abhängig und gehorchen ihm, weil er mächtig ist. Sie kennen ihn nicht wirklich, weil er sich kaum zeigt und alles durch seine Abteilungsleiter anordnen lässt. So tun alle ihre Pflicht und haben doch das Gefühl, dass ihr Chef nie zufrieden ist, weil die Abteilungsleiter im Namen des Chefs immer mehr fordern.

Die Erfüllung der persönlichen Bedürfnisse wird in die Zukunft verschoben, weil der Chef allen eine Beteiligung an der Firma versprochen hat.  Man dient ihm, weil man ihn nicht verärgern möchte. Aber man dient ihm nicht aus Liebe und Überzeugung, sondern aus kaltem Pflichtgefühl, weil man auf die Belohnung wartet. So mögen manche Zeugen Jehovas empfinden, wenn sie einmal über ihre Verbindung zu Gott nachdenken.

Das Gottesbild der WTG

Wie oft hat man das Wort Gottes missbraucht, um das Äusserste von uns zu fordern, und das ohne jeden Untertschied, der sich natürlicherweise aus dem Menschsein ergibt.

Du musst es nur wirklich wollen, dann geht das schon!“, so die unterschwellige Forderung der WTG.  Redner verwenden mitunter die Formulierung „Wenn du Jehova liebst …“, und dann knüpfen sie irgendeine Forderung daran wie z. B. das Dienen als Pionier.

Es liegt auf der Hand, dass für viele Schuldgefühle und ein schlechtes Gewissen die Folgen sind. Ja, man führt uns einen strengen, unzufriedenen Gott vor Augen, der die Menschen behandelt, wie ein Steuerbeamter den Steuerzahler: Alles geht nach klaren Regeln und ohne Ausnahmen zu machen. Und gerade hier stößt man auf eine perfide Doppelzüngigkeit, wenn andererseits gesagt wird, dass man nur tun solle, was man aus Liebe zu Gott tun will!

Das Ganze wird noch verstärkt, wenn immer wieder Beispiele aus dem Gesetzesbund verwendet werden und vieles aus dieser Zeit vor Christus so behandelt wird, als gälte es noch heute!  Wie ist es denn mit dem Wort, dass das Gesetz durch Moses kam, aber die Gnade durch Jesus Christus? War die Gnade Gottes nicht deshalb vonnöten, weil das Gesetz uns nicht vollkommen machen kann, sondern nur aufzeigt, dass wir Sünder sind und bleiben, wenn nicht die Gnade Gottes uns davon befreit?  Aber mit Gnade hat die WTG nur nebenbei zu tun. Was die Gnade Gottes betrifft, so ist man nicht besonders weit über  das Gesetz Mose hinausgelangt.

Wundert es da noch, wenn das Gefühl oder die Gewissheit der Nähe zu Gott gar nicht erst aufkommen kann? Ja, nicht einmal als Vater wurde der Höchste dem Fußvolk der Zeugen Jehovas vorgestellt. Man muss sich seine Zuwendung und Liebe erarbeiten und  verdienen. Immer wieder muss man sich als würdig erweisen und durch Einsatz zeigen, wie sehr man Gott liebt!  Erinnert uns das nicht an den dumpfen, Gott und Menschen verachtenden Puritanismus calvinistischen Formats, der das Leben auf die Formel „ora et labora“ reduzierte? Und wo bleibt das Opfer Jesu, das uns in Gottes Nähe gebracht hat? Ach ja, es wird später auf uns angewandt. Bis dahin müssen wir uns ständig Glauben erarbeiten und ständig Pluspunkte im Himmel sammeln.

Statt Vater-Kind-Verhältnis nur Freundschaft 

Anstatt Gott als den himmlischen Vater aller Jünger Jesu zu sehen, wurde den Zeugen Jehovas nur eine Freundschaft zu Gott gestattet. Die WTG-Theologie sagt: „Nur für die 144000 ist Gott der Vater! Und nur für sie hat Jesus den neuen Bund eingeführt. Nur für sie ist er in erster Linie Mittler und Fürsprecher.“ Man hat durch diese verlogene Theologie den allgemeinen Zeugen Jehovas aus der göttlichen Familie ausgeschlossen! Und dann wundert es nicht, dass relativ viele Zeugen Jehovas die Nähe Gottes, die Gottverbundenheit, nicht erfahren haben, denn sie sind sich ja niemals sicher, ob sie wirklich Gottes geliebte Kinder sind.

Sprache entlarvt!

Es ist interessant, einmal nachzusehen, wie oft bestimmte Begriffe von der WTG in ihren Schriften zwischen 1970 und 2016 verwendet werden. Das Wort „Gottverbundenheit“ kommt nicht vor, verwandte Formulierungen schon: Zum Beispiel „persönliches Verhältnis zu Gott“ (78 mal), „Nähe zu Gott“ (5 mal), „Gott näher kommen“ (18 mal), „Gottvertrauen“ (103 mal).

Wir sehen, dass dieses Thema fast ausgespart wird, wenn man bemerkt, dass im Gegensatz dazu „Gottergebenheit“ über 1900 mal verwendet worden ist! Liest man sich einige Artikel dazu durch, dann fällt auf, dass es in der Regel um die üblichen Forderungen der WTG geht: Gründlich (die Literatur) studieren, in der Bibel lesen, beten, Zusammenkünfte besuchen und predigen. „Gottergebenheit“ wird fast nur auf den kalten, gefühlsarmen Gehorsam bezogen. Und doch findet man auch die fast richtige Bedeutungserklärung für „Gottergebenheit“:

Laut einem Bibelwörterbuch beinhaltet das griechische Wort für „Gottergebenheit“ den Gedanken von „echter Gottesfurcht“ und beschreibt „die Herzenshaltung, die Gott den Platz einräumt, der ihm in unserem Leben zukommt.“ (w08 15.6. S. 13, Abs.7)

(In modernen Bibelübersetzungen wird das griechische eusebeias mit „Ehrfurcht vor Gott“, „liebevolle Ehrerbietung“ und „Gottesfurcht“ wiedergegeben.)

Nun ist aber Gottergebenheit kein Synonym für Gottverbundenheit! Denn Gottverbundenheit ist eine Umschreibung für das persönliche, innige, von völligem Vertrauen getragene Vater-Kind-Verhältnis zu Gott. Und darum soll es hier gehen. In dieses Vater-Kind-Verhältnis spielt natürlich auch die Ehrfurcht vor Gott mit hinein. Aber neben der Ehrfurcht ist auch das Vertrauen, die Liebe, die Treue – kurz: die innige, herzliche Bindung an Gott wesentlich.

Gottverbundenheit – Grundlage des Glaubens und Lebens mit Gott

Liest man Römer, Kapitel 8 aufmerksam durch, dann steht fest, dass wir durch das Bekenntnis zu Christus Gottes Kinder geworden sind. Das ist ein Gedanke, der auch vom Apostel Johannes betont wird (1. Joh. 2:28, 29; 3:1, 9; 4:3; 5:1-4) Kann man an dieser klaren Aussage zweifeln? Eigentlich nicht, es sei denn, man hat uns eingeredet, dass dies nicht auf alle Nachfolger Jesu zuträfe.

(Dazu gibt es z. B.  Beiträge auf dieser Seite:

https://www.bruderinfo-aktuell.org/index.php/kinder-gottes/

https://www.bruderinfo-aktuell.org/index.php/kann-ich-ein-freund-gottes-werden/

https://www.bruderinfo-aktuell.org/index.php/das-evangelium-und-gottes-gnade/  )

Die Behauptung, dass nur eine bestimmte, kleine Gruppe von Jüngern Jesu Gottes Kinder sein dürfen, erinnert an die Bestrebungen des „Antichristen“, der ja immer bemüht ist, von Chritus zu trennen. Das geht durch eine falsche Lehre über Christus ebenso wie durch das Hinausdrängen aus der Familie Gottes. Die WTG hat sich hier schuldig gemacht! Es ist empörend, wenn man Gott in die schäbige Rolle eines unzufriedenen „Freundes“ drängen will! Es ist gut, sich der Wahrheit des Wortes Gottes zu vergewissern:

„Denn diejenigen, die von Gottes Geist gelenkt werden, sind Kinder Gottes. Der Geist, den ihr empfangen habt, macht euch ja nicht wieder zu Sklaven, dass ihr wie früher in Furcht leben müsstet. Nein, ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Kindern Gottes macht, den Geist, in dem wir „Abba!“, Vater, zu Gott sagen. So macht sein Geist uns im Innern gewiss, dass wir Kinder Gottes sind.“ (Rö. 8:14-16)

Und um jede Unsicherheit, welche die WTG erzeugt, zu beseitigen, seien die Worte aus Johannes 1:12 zitiert: „Doch allen, die ihn [Jesus] aufnahmen, die an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.“

Dieses Recht hat nichts damit zu tun, dass sich jemand zu den „144000“ zählt; es gehört allen, die sich zu Christus bekennen, indem sie „an seinen Namen glauben“. An den Namen zu glauben heißt an Jesus Christus zu glauben! Und die Bestätigung für dieses Recht auf Gotteskindschaft ist der heilige Geist, auf den kein glaubender Mensch, verzichten kann! So sind wir durch das Bekenntnis zu Christus zu Kindern Gottes geworden und gehören somit zur Familie Gottes. Wie stark diese Familienbindung ist, wird aus Römer 8:38, 39 deutlich:

„Denn ich bin überzeugt: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Teufel, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder hohe Kräfte noch tiefe Gewalten – nichts von der ganzen Schöpfung kann uns von der Liebe Gottes trennen, die uns verbürgt ist in Jesus Christus, unserem Herrn.“

So leben wir in einer Gottverbundenheit, die uns wissen lässt, dass Gott in unserem Leben die Hauptrolle spielt. Und wie kann das in unserem Leben aussehen? Eins scheint sicher zu sein: Eine standardisierte Beschreibung der Gottverbundenheit, die für alle Menschen gilt, kann es nicht geben, denn jeder Mensch hat sein ihm eigenes Verhältnis zum Vater. Aber es gibt in der Bibel dieses schöne Bild, das unsere Beziehung zu Gott gut beschreibt: 

„Schau nicht ängstlich nach Hilfe aus, denn ich, dein Gott, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich mache dich stark und ich helfe dir! Ich halte dich mit meiner rechten und gerechten Hand.“ (Jes. 41:10)

So gesehen gehen wir als Gottes Kinder an seiner Hand durch unser Leben! Wir dürfen voller Vertrauen zu Gott aufschauen! Und dann verschwinden Angst und Sorgen, weil uns ein tiefes Vertrauen in die Liebe und die Gerechtigkeit Gottes erfüllt. Wir fühlen uns bei Jehowah geborgen! Wir fühlen uns beschützt, weil wir durch das Opfer Jesu mit Gott versöhnt worden sind,  weil wir zu seiner Familie gehören. Wir haben die Gewissheit, dicht vor dem Ziel zu sein, ein Heimatrecht im Neuen Jerusalem zu haben. Wir dürfen uns jetzt schon zu Hause fühlen, angekommen in der Liebe Gottes!

Wie fühlt wohl ein Mensch, der sich in der Lage des verlorenen Sohnes befand, und dem jetzt der Vater beide Arme weit geöffnet hat, um ihn nach einer langen Irrfahrt willkommen zu heißen? Was fühlt ein Mensch, der nun weiß, dass er einen mächtigen und mitfühlenden Bruder im Himmel hat, der speziell für seine Rettumg und für seinen Glauben verantwortlich ist? Er kann sich nur geborgen und zu Hause fühlen! Er ist jedenfalls für dieses kleine Leben am Ziel!

Dieses Verhältnis verändert sich im Leben, es kann wachsen oder sich lockern, es wird manchmal mehr vom Gefühl bestimmt, dann wieder mehr vom Verstand. Aber dies bleibt: Wir sind Mitglieder der Familie Gottes! Der erste Brief des Johannes macht uns die Familiengemeinschaft deutlich:

„Dadurch sollt ihr auch mit uns verbunden sein. Und mit uns verbunden zu sein, heißt zugleich: Mit dem Vater und seinem Sohn Jesus Christus verbunden zu sein.“ (1. Joh. 1:3)

Und dann heißt es bei Johannes noch: 

„Wer den Sohn ablehnt, kann auch nicht zum Vater gehören. Wer sich zum Sohn bekennt, gehört auch zum Vater.“ (1. Joh. 2:23)

Diese beiden Texte weisen uns auch auf die Tatsache hin, dass Gottverbundenheit Jesus Christus mit einschließt. Im ganzen Brief des Johannes ist die große, unabdingbare Bedeutung der Liebe zu spüren, die unserem Leben erst Sinn und Inhalt gibt, die uns allein mit Jehowah und Jesus verbindet! Ein Zitat aus dem 1. Brief des Johannes soll die Tiefe und das Ausmaß der Gottverbundenheit deutlich machen: 

„Ihr Lieben, wenn Gott uns so geliebt hat, dann müssen auch wir einander lieben“.

Niemand hat Gott jemals gesehen. Aber wenn wir einander lieben, ist Gott in uns gegenwärtig. Dann hat seine Liebe in uns ihr Ziel erreicht. Gott hat uns Anteil gegeben an seinem Geist. Daran merken wir, dass wir in seiner Gegenwart leben und er in uns gegenwärtig bleibt. Wenn jemand bekennt: „Jesus ist Gottes Sohn!“, ist Gott in ihm gegenwärtig und er lebt in Gottes Gegenwart [oder: Gottverbundenheit]. 

Und wir haben die Liebe, die Gott uns schenkt, kennengelernt und im Glauben angenommen. Gott ist Liebe. Und wer in seiner Liebe lebt, lebt in Gottes Gegenwart [oder: Gottverbundenheit] und Gott ist in ihm gegenwärtig. Darin ist Gottes Liebe in uns ans Ziel gelangt: Am Tag des Gerichts werden wir voller Zuversicht sein. Denn wie Christus untrennbar eins mit dem Vater ist, so sind es auch wir – schon hier in dieser Welt.“ (1. Joh. 4:12-17)

Mit diesen ernsten und wahren Worten Gottes möchte ich schließen. Es gibt noch sehr viel zum Thema „Gottverbundenheit“ zu sagen. Aber ich wollte nur eine Spur legen, der man folgen kann. Und nun ist jeder eingeladen, über Fragen nachzudenken, die ich aus meinem Notizbuch abschreibe oder selbst andere Fragen zu stellen und einen Kommentar zu schreiben:

Kann es für uns eine tragfähige Verantwortung ohne Gottverbundenheit geben?

Wie wird mein sittliches Verhalten und mein Umgang mit der Schöpfung davon berührt?

Kann der Mensch ohne Gottverbundenheit wahrhaftig leben? Was bedeutet es für mich, wahrhaftig zu leben?

Welchen Einfluss hat Gottverbundenheit auf meine christliche Selbständigkeit, auf meine Mündigkeit und Freiheit als Christ?

Wie weit kann Gottverbundenheit gehen und was hat der Psalm 139 damit zu tun?

Die Spur ist gelegt!

 

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M.N.

Dieser Artikel von Tilo erinnerte mich sofort an die JW.Org-Eisegese des “Vielleicht” aus Zeph 2,3: “VIELLEICHT werdet ihr geborgen am Tage des Zornes JHWHs.” Dieses anscheinend so ambivalent/vage “Vielleicht” kommt der JW.Org selbstredend wie gerufen, um ihre “Eine Rettungsgarantie gibt es keine”-Bedrohungstheologie scheinbar “biblisch” zu untermauern. Zitat aus dem Glossar, Eintrag “Rettung”: Aber selbst absolut “gehorsame”, “eifrige”, “ergebene”, “fleißige”, “loyale”, “treue”, “unterwürfige” und “vorbildliche ‘Zeugen Jehovas’ ” haben keine Garantie auf “Rettung”, da sie z. B. durch “nicht ‘Genug tun’ ” “Blutschuld auf sich laden” könnten, siehe jeweils daselbst. Deshalb bietet die von Jesus Christus erbrachte Erlösung laut WTG lediglich… Weiterlesen »

Mowani

Lieber Tilo
vielen Dank für die guten Gedanken. Was für uns inzwischen so klar erkennbar ist, ist gleichzeitig so schwer zu vermitteln. Wer diese Sicherheit der Erlösung und bedingungslosen Akzeptanz des Vaters begriffen hat, ist tatsächlich befreit. “Die Wahrheit wird euch frei machen”. Frag mal einen Zeugen wovon er denn befreit wurde, er weiss es nicht. Wie schön es ist, dies erfahren zu haben.
Grüsse Mowani

Hupsi

Eine, in diesem Zusammenhang in Ansprachen auf Kongressen oder in Dienstwochen oft gebrauchte suggestive Drohung, die mich sehr in Nöte gebracht hat, war:

“Viele Verkündiger meinen, der Dienst im Wohlfühl- Limit sei für Jehova annehmbar…”

und dann kam der Druck, noch mehr als bisher in den Dienst zu gehen.

Kennt ihr das auch???  Man fühlt sich dann immer, egal wie fleißig man war, immer so weit weg von Gott…

 

Wohlfühllimit, ein freches Wort!
???? ????

 

Markus

Mensch Leute, habt ihr es immer noch nicht verstanden? Die WTG gehört zu den größten Wirtschaftsunternehmen der USA. In einer Firma, die als Profitgesellschaft arbeitet, wird es keine Gottergebenheit geben! Es geht hier um Leistung, bzw. ausgeklügelte Ausbeutung; und damit um Gewinnmaximierung. Das Lehrbuch zur Theokratischen Predigtdienst Schule hat den selben Inhalt wie die Verkaufsseminare bei Vorwerk (nur bei Vorwerk fehlen die Bibeltexte). Staubsauger von Vorwerk sind wirklich sehr gute Geräte und ein Wechsel zu einer anderen Marke fällt sicherlich schwer …, weil man ja selbst denkt das teuerste und damit das beste gekauft zu haben! So fällt auch die… Weiterlesen »

Ulla

Lieber Tilo, Zeugen Jehovas tun gut daran, sich zu überlegen, WER nun Jesus Christus in den Mittelpunkt stellte? Menschen? Nein! Der allmächtige Vater JHWH tat dies: ZB  bei Jesu Taufe: Mat. 3:5 zeigt, dass viele Menschen zu Johannes dem Täufer kamen und als auch Jesus sich von ihm taufen ließ, kam der Geist Gottes auf ihn und eine Stimme vom Himmel sagte: “Dies ist mein geliebter Sohn, der meine ganze Freude ist. Hört auf ihn!” Während der unzähligen Wundertaten Jesu war er Mittelpunkt in der Öffentlichkeit und der Vater wurde dadurch gelobt und geehrt! Ist Jesus Christus nun Mittelpunkt in… Weiterlesen »

Bernhard Schüler

Hallo,

es ist kaum zu fassen. Eigentlich müssten die Leute von Bruderinfo in der Wachtturm-Zentrale sitzen.

Es stellen sich immer wieder die Fragen:
1. Wer wählt die “Leitende Körperschaft”?
2. Sind die Wähler und die Zentralversammlung der Leitenden Körperschaft genauso böse wie sie selbst?
3. Profitiert nur die “Leitende Körperschaft” so richtig und ohne Widerspruch von dem System?
4. Oder profitieren auch die Wähler und die Zentralversammlung von dem System?

Liebe Grüße von Bernhard Schüler

Lichtspender

Ein Satz aus einem Flugzeug-Reisejournal passt hier auch: “Freiheit bedeutet für mich, immer weniger zu müssen, nur noch zu wollen.” Wer sich eng mit Christus und seinem ihm so ähnlichen Vater verbunden weiß, kann das nur bestätigen. Die Liebe des Christus drängt uns, und zwar innerlich heraus. Die WTG macht nur äußerlich Druck. Tilo schreibt ganz richtig: Das Ganze wird noch verstärkt, wenn immer wieder Beispiele aus dem Gesetzesbund verwendet werden und vieles aus dieser Zeit vor Christus so behandelt wird, als gälte es noch heute!  Wie ist es denn mit dem Wort, dass das Gesetz durch Moses kam, aber… Weiterlesen »

runde.Kante

Lieber Tilo, Dein Artikel stimmt schon in der Tendenz. Der Vergleich mit der Arbeitswelt hinkt allerdings etwas weil er die Arbeitswelt von ‘früher’ oder den Dienst der Israelien in Ägypten zum Vorbild hat. In der modernen Arbeitswelt sind die Hierarchien flacher und Arbeitgeber haben eine Vielzahl gesetzlicher Vorschriften, inklusive Schutzvorschriften, einzuhalten. Auch Fürsorgepflichten. Ganz abgesehen von Lohnzahlungspflichten, sozialer Absicherung, Mindestlöhnen, Abfindungsplänen und -verpflichtungen. Die Liste lange weiter geführt werden. In einem Punkt jedoch, trifft Dein Vergleich genau ins Schwarze. So können sich Arbeitnehmer, die sich der Korruption, des Betruges (nicht des Arbeitgebers, sondern Dritten gegenüber) schuldig machen NICHT freisprechen, und auf “Weisungen”… Weiterlesen »

Dimitri

Hi Zusammen, Beim Thema “Kind Gottes Sein oder nicht sein” kommt mir immer wieder eine Stelle aus dem Buch “Was lehrt die Bibel wirklich” der Zeugen Jehovas in den Sinn. Auf Seite 104, Kapitel 10, Absatz 16 wird 1. Johannes 5,5 angegührt um zu zeigen, wer die Welt, als Sinnbild für die bösen Geister, besiegen kann. Dies seien nämlich diejenigen, welche glauben, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist. So weit so gut, doch liest man den Kontext, sprich 1. Johannes 5,1 „Wer glaubt, dass Jesus der Messias, der Christus, ist, der wurde aus Gott geboren. Und jeder, der Gott als… Weiterlesen »

Boas

Liebe Geschwister, vor wenigen Stunden bin ich aus dem Krankenhaus entlassen worden und es dauert noch Monate bis zur Genesung. Doch möchte ich mich positiv zu diesem Artikel äußern. Nicht nur sein Wahrheitsgehalt, sondern auch seine Wortwahl hat mir sehr gefallen. Zum Thema möchte ich folgendes anmerken. Jeder von uns kennt das Vater unser.  “Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt.” Die LK hat es tatsächlich geschafft, dass fast alle Zeugen beten: “Unser FREUND im Himmel, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme”. Mehr ist von meiner Seite dazu nicht zu sagen. Und nun habe ich auch keine weitere… Weiterlesen »

Dominikus Klein

Gedanken eines Atheisten… Die armen Zeugen Jehovas,stehen stundenlang an Straßenecken, gehen von Tür zur Tür…! Daneben sollen sie auch noch spenden, nicht nachdenken und auf “helleres Licht” warten. Und warum all dieses? Um Armageddon zu überleben, die Endschlacht die jetzt baaaald kommen muss! Nicht zu vergessen, bei “falschen Verhalten”, Ausschluss und Ächtung, der soziale Tod. So weit so schlecht! Und was sagen jetzt “echte Christen?” Gönnen sie, denn nach ihrer Ansicht nach irrgegeführten Brüdern und Schwestern wenigstens das Paradies…? Ob irdisch oder himmlisch? Also so lange sie glauben das Jesus der Erzengel Michael ist, Jesus nicht anbeten und…und…naja, so gerade… Weiterlesen »

Anna

Lieber Tilo, liebe Schwestern und Brüder, ich möchte mich sehr herzlich für deinen Artikel bedanken. Ich kann ebenfalls die Aussagen bestätigen “wenn ich es schaffe in die neue Welt” und ähnlich. Also nur wenn ich brav bin bekomme ich auch eine Belohnung. Liebe zum Schöpfer wird den Brüdern genommen und durch Leistung ersetzt. @Boas, dem ich alles Gute wünsche hat deinen Artikel wunderbar auf den Punkt gebracht mit dem Vater Unser. Bei den Zeugen Jehovas müsste es doch tatsächlich heißen “Unser Freund” im Himmel… Wenn ich mich mit Gott verbunden fühle, dann halte ich seine Gebote. Die Bibel sagt, die… Weiterlesen »

Lichtspender

Jesus versuchte oft, mit den Religionsführern seiner Tage zu argumentieren. Doch sich waren leider überheblich. Ihnen ging es nicht um die Wahrheit, sondern um ihr Ansehen. Wenn Jesus sah, dass es nicht fruchtete oder sogar für ihn gefährlich wurde, was tat er da? ER GING WEG. Zeugen Jehovas, die heute ganz aufrichtig versuchen, mir ihren Führern oder anderen in der Versammlung über biblische Lehren und Zweifel zu sprechen, werden die Erfahrung machen: null Toleranz. Nach der Devise: Was der “Sklave” sagt ist wahr. Wer das aber mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, wird weiter sprechen wollen und auch andere auf… Weiterlesen »

Noomi

  Lieber Dominikus Es macht mich sehr nachdenklich was und wie du hier schreibst. Was ist Schlimmes geschehen, dass du zum Atheisten wurdest?? Oder warst du es immer schon??? Bist du ein Atheist, weil du niemanden Rechenschaft ablegen möchtest?? Ich möchte dich nicht mit Bibelstellen bombardieren. Wahrscheinlich kennst du sie ja sowieso, auch z.B. Römer 1,18-32. Es geht nicht darum, ob du die Existenz Gottes anerkennst. Das Problem ist vielmehr, dass du IHN nicht als Gott verherrlichen und ihm danken möchtest und deshalb auch keine persönliche Beziehung, eine GOTTVERBUNDENHEIT zu ihm haben willst. Bedenke: Wenn Gott erst einmal nicht mehr… Weiterlesen »

stoertebeker

  Ich wünsche mir so sehr, dass Kommentare hier kürzer und mehr zur Sache (Essens) geposted werden. Manche ellenlange Ausführungen sind nicht notwendigerweise  schlecht, oder falsch. Sie sind einfach nur ermüdend, weil sie nichts wirklich Neues bringen.   Ich habe manchmal den Eindruck, es wird geschrieben, damit der Schreiber (oder die Schreiberin) sich selbst irgendwie beschäftigt hält. Was ja auch legitim ist. Vielleicht komme ich ja auch selbst mal in die Situation, dann kann es sein, dass ich es genauso mache.   Ich habe schon mal daran gedacht, wenn ich im Rollstuhl sitzen müsste, oder im Gefängnis, was würde ich… Weiterlesen »

Ulla

Hallo lieber Bruder Boas, es ehrt dich sehr, dass du dich entschuldigt hast. Ich bin sicher, kleine Schreib- oder Lesefehler sind uns allen hier schon passiert. Gut, dass wir als Einzelne nicht auf “Unfehlbarkeit” pochen, sondern im Lese-oder Schreibfieber auch mal was übersehen können. Deine Sanftmut und Demut kommen auch durch das Telefonieren sehr schön rüber! Danke für die Zeit, die Du Dir nimmst. Ein *Drückerli aus Nürnberg ! Schade, dass wir nicht in einem “Hauskreis” zusammen sein können. Saarland ist halt weit weg.. Möge unser Vater Dich weiterhin stützen und kräftigen, damit Du wieder völlig auf die Beine kommen… Weiterlesen »

Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ

Lieber Ede, ich fand nichts widersprüchliches in deinem letzten Beitrag, wir kommen uns doch immer näher 😉 Es gibt doch nichts Neues unter dem Himmel, hat sich etwas geändert? Joh. 1: 10 Er war in der Welt, und die Welt ward durch ihn, und die Welt kannte ihn nicht. 11 Er kam in das Seinige, und die Seinigen nahmen ihn nicht an; 12 so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, 13 welche n i c h t aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus… Weiterlesen »

Ulla

Lieber Tilo, heute hab ich mir nochmal deinen Artikel durchgelesen. Dabei dachte ich an das Thema “Verfolgung, Verspottung”, an Jesu Worte, dass, wenn sie ihn verfolgt haben, sie auch seine Nachfolger verfolgen würden… Mir ist die Bedeutung aus Eph. 6:12 noch klarer geworden, wo ich lese, dass unser Kampf nicht gegen Menschen, gegen Fleisch und Blut geht, sondern gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern. Darin eingeschlossen sind alle Religionsführer, die sich vom Teufel benutzen lassen. Da ist eine ganz große Parallele zwischen Jesu (sichtbaren und unsichtbaren) Gegnern, die ihm seine… Weiterlesen »