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Die Wahrheit wird euch frei machen ...  

(@tobias-betesda)
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Über 27 Jahre war ich ein Zeuge Jehovas, das volle Programm: Pionier, Bethelmitarbeiter und

Ältester. Warum? Aus Überzeugung und aus Liebe zur Wahrheit. Ich hätte nie Jemandem zugehört,

der Unwahrheiten, Halbwahrheiten und Hass verbreiten will. Leider ist das der Fall bei vielen

ehemaligen Zeugen Jehovas. Leider sind viele Ehemalige nicht objektiv und reden eher ihren Frust

von der Seele. „Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten ...“ (ELB), heißt es in 2. Tim 2,24.

Viele, ja ich glaube sogar die meisten, sind Zeugen Jehovas geworden, weil sie Liebe zur Bibel,

zum lebendigen Wort Gottes entwickelt haben. Nichts ist schöner, mehr zufriedenstellend und

wirksamer als die inspirierte Schrift selbst. (Heb 4,12) Wenn du Gottes Wort genauso liebst wie

ich, hältst du es in Ehren und lässt nichts an Argumenten und Ideen zu, die nicht mit der Schrift

übereinstimmen.

Im Laufe der Zeit habe ich wie viele Zeugen Jehovas Zweifel und Fragen gehabt, die einfach

immer wieder auftauchten. Nicht Zweifel zu glauben, nicht Zweifel an der Wahrheit des Wortes,

aber Zweifel an der ein oder anderen Lehre. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches. Ja, selbst der

Apostel Thomas zweifelte an der Auferstehung Jesu. Was würdest du tun, wenn du Zweifel hast?

Wohin würdest du dich als verlässliche Quelle wenden? Welche Antwort würde dich wirklich

zufriedenstellen?

Natürlich kannst du dich auch an einen Glaubensbruder oder Ältesten wenden und du kannst

die Publikationen der Wachtturmgesellschaft studieren. Was aber, wenn diese dir keine zufrieden

stellenden Antworten geben und dein Herz immer noch unzufrieden ist? Ich gebe dir ein Beispiel:

Du stehst vor einer weißen Wand und jemand sagt dir, diese Wand ist grün. Du sagst: „Das kann

ich nicht glauben, die Wand ist eindeutig weiß“. Dein Gegenüber aber sagt, du betrachtest das

aus dem falschen Winkel und die Wand ist grün. Verwirrend, oder? Und genau dieses Gefühl hatte

ich bei meinen Zweifeln. Alle Argumente, die ich in den Publikationen gelesen habe und was mir

Glaubensbrüder sagten hörte sich so an wie: „Du musst vertrauen, du musst glauben, dass die

Wand grün ist“.

In so einer Situation kannst du nur einer Quelle trauen: der Bibel selbst. Mehr als viele andere

Menschen, legen Zeugen Jehovas Wert auf eine feste Gründung von Argumenten in der Bibel. „Wo

steht das in der Bibel?“, ist ein guter Reflex. Und das ist ein guter Anfang, wenn das Herz unruhig

wird, zweifelt oder verwirrt ist. Aber noch etwas anderes ist wichtig, um Zweifel aufzulösen und

der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Es ist Gott selbst. Wir können nichts aus uns selbst heraus

verstehen, begreifen und schon gar nicht glauben ohne den Heiligen Geist Gottes. Und genau das

ist es: Lesen in der Bibel und Beten. Ganz ehrlich muss ich zugeben, dass ich das Gebet in dieser

Sache ziemlich unterschätzt habe, aber dazu später mehr.

Und was hätte ich mir nun gewünscht? Was hätte mir jemand sagen sollen? Na, genau das:

Vertraue der Bibel und dem Gebet. Vielleicht sagst du dir: „Genau das mache ich. Ich lese in der

Bibel und ich bete. Alles gut.“

Dann möchte ich nun gern auf das eingehen, was mich am Ende dazu gebracht hat schweren

Herzens und mit allen Konsequenzen, Jehovas Zeugen zu verlassen. In allem was ich nun ausführe,

darfst du mich gern beim Wort nehmen und zwar bei DEM WORT. Was ich hier schreibe muss mit

der Bibel übereinstimmen. Es erinnert mich an Luther vor dem Reichstag in Worms, wo man ihn

der Gotteslästerung überführen wollte und er die berühmten Worte sprach: „Sola Scriptura“, also:

„Nur die Schrift“. Nun bin ich nicht Luther, aber ich berufe mich auf die gleiche Grundlage meines

Glaubens und vor allem der Wahrheit, nämlich Gottes Wort. Johannes 8,32 sagt schließlich: „und

ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (ELB). Ich liebe diesen

Text so sehr, weil er das Zeugnis unseres Glaubens die Bibel als das Mittel zu wahrer christlicher

Freiheit darstellt. Die Bibel bringt einfach Licht ins Dunkel.

Hin- und hergerissen

Die Überschrift könnte auch lauten: „Vor und Zurück“ oder „Was soll ich bloß glauben“. Was ich hier

beschreiben möchte, ist die innere Zerrissenheit, die ich über Jahre gespürt habe. Auf der einen

Seite wollte ich Gott gefallen, aber auch Menschen, Mitbrüdern, Freunden und der Familie. Dazu

kam dieses Gefühl, nie genug zu sein, nie genug zu tun und die Traurigkeit es selbst Gott nie Recht

machen zu können und am Ende ein schlechter Christ zu sein.

Ich habe mich sehr viel mit der Geschichte der Zeugen Jehovas auseinandergesetzt. Ich wollte

wissen wie die Lehre und das Glaubenssystem entstanden sind. Ich habe mir alle Bücher,

angefangen bei den sogenannten Schriftstudien vom Gründer Charles T. Russel bis in die heutige

Zeit besorgt. Ich habe sie lange nicht alle gelesen. Wenn es um die Geschichte der Zeugen

Jehovas geht, fand ich aber eines besonders spannend, das Buch „Jehovas Zeugen Verkündiger

des Königreiches Gottes“ (1996). Dieses Buch enthält so viele Details, die den meisten Zeugen

Jehovas nicht bekannt sind. Bei all dem Forschen viel mir immer wieder auf, dass es in der

Geschichte der Zeugen Jehovas einen ziemlichen Bruch mit dem Tod des Gründers Russel gab.

Wenn man die Zeit Russels mit der Zeit danach vergleicht könnte man meinen, es handele sich um

zwei komplett verschiedene Religionen. Die meisten Lehren, die Jehovas Zeugen von den vielen

anderen christlichen Religionen unterscheiden, sind erst nach 1919 entstanden. Zum Beispiel

die Ablehnung vieler christlicher Feste wie Weihnachten und Ostern oder die Anbetung Jesu

und die Unterteilung der „anderen Schafe“ und „der großen Volksmenge“. Und nicht zuletzt die

völlige Neustrukturierung weg von den unabhängigen Ortsversammlungen hin zu einer zentral

gesteuerten Religionsgemeinschaft. Seit 1919 ist eines ganz klar zu erkennen: Eine bewusste und

deutliche Abgrenzung von allen anderen christlichen Religionsgemeinschaften um jeden Preis. Es

wird deutlich, dass es mehr um die Abgrenzung ging als um eine klar biblisch begründbare Lehre.

Das „um jeden Preis“ wird besonders deutlich im sogenannten „Offenbarungsbuch“.

So sind viele Lehren entstanden, bei denen es mir wie den meisten meiner Glaubensbrüder ging

und ich Schwierigkeiten hatte diese biblisch begründet zu verstehen oder gar zu erklären. Ein

Beispiel aus neuerer Zeit ist die „Lehre der Generation“, die gemäß Matt 24,34, nicht vergehen wird

bevor das Ende kommt. Dabei wurde diese Aussage immer wieder mit dem Jahr 1914 verknüpft.

Schon als ich selbst 1992 getauft wurde hieß es, dass noch ein Überrest der Gesalbten Brüder,

die vor 1914 getauft waren, noch leben wird, bevor Armagedon, also das Ende, kommt. Da ja seit

dem schon 107 Jahre vergangen sind, versucht man es heute ziemlich umständlich mit einer sich

überlappenden Generation zu erklären.

Und diese Lehre zeigt eine zweite Auffälligkeit, wenn man sich die Geschichte der Zeugen

Jehovas anschaut. Immer wieder wird auf die äußerst knappe Zeit bis zum Ende dieses Systems

hingewiesen. Die Dringlichkeit ist der Treibstoff der Organisation. Immer wieder wird betont, es

ist fünf vor Zwölf und die Welt steht am Abgrund. Dass sich die Organisation schon mehrfach mit

ihrer Dringlichkeit geirrt hat, wird einfach heruntergespielt.

Bei all den Lehren, die Jehovas Zeugen so sehr von anderen christlichen Religionsgemeinschaften

unterscheiden war ich mehr als beunruhigt. Der Reflex eines Zeugen Jehovas ist dabei: „Aber es

kann doch nur eine Wahrheit geben. Von all den Religionen kann nur eine richtig sein.“ Das klingt

doch ziemlich logisch, oder? Für mich war das immer einleuchtend. Und dazu kam der feste

Glaube, dass Jehova Gott sich ja immer einer Organisation bedient hat und das logischerweise

auch nur eine einzige sein kann.

Wann immer mir also Zweifel kamen beruhigte ich mich mit den Worten des Petrus: „Herr, zu wem

sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens ...“(Joh 6,68). Im Wachtturm vom November 2018

wurde diese Bibelstelle zuletzt auf solche angewendet die Zweifel haben. Ich habe mich immer

selbst mit dem Satz beruhigt: „Es gibt zwar einige Dinge, die ich nicht verstehe oder auch anders

verstehe als die Organisation Jehovas, aber wir sind am dichtesten dran. Keiner ist so nah an der

biblischen Wahrheit wie wir als Zeugen Jehovas.“

Am Ende musste ich feststellen, dass mein falsches Verständnis dieser Bibelstelle einer der Gründe

meiner inneren Zerrissenheit war. In Johannes 6,68 ging es darum Jesus zu folgen und nicht einer

Organisation.

Was ist Wahrheit

Diese Überschrift, den Ausspruch des Pilatus zu Jesus kurz vor seinem Tod, habe ich gewählt,

weil der Begriff „Wahrheit“ ja ein so zentraler bei den Zeugen Jehovas ist. Es ist das Synonym

für die Religionsgemeinschaft, die Lehre der Organisation, ja des ganzen Lebenswegs als Zeuge.

Schließlich sagt man ja auch man wäre so und so lange „in der Wahrheit“ und meint damit Teil der

Organisation.

Und nun kommen wir zu einem sehr wichtigen Punkt meiner Ausführung. Es geht um Wahrheit

und Autorität. Die Begriffe Wahrheit und Organisation werden oft als Synonyme gebraucht, als

wäre die biblische Wahrheit und die Organisation ein und dasselbe (z. B. „Königreichsdienst 5/97, S.

3). Sehr häufig lesen wir auch Sätze wie: „Durch die Organisation lernen wir die Wahrheit kennen“.

Schwierig wird es, wenn die Organisation die absolute Deutungshoheit über das Verständnis der

Bibel einnimmt. Und genau das tut sie. Wenn es um biblische Lehren geht, „...duldet der „treue

und verständige Sklave“ keinerlei Literatur, keine Websites und keine Treffen, die nicht unter seiner

Leitung hergestellt oder organisiert werden.“ Nicht meine Worte, sondern 1:1 entnommen aus

dem Königreichsdienst 09/2007 S. 3.

Wenn du ein treuer Zeuge Jehovas bist, wird dich das alles nicht aus der Bahn werfen. Und zwar

aus nur einem einzigen Grund: du glaubst, dass „der treue und verständige Sklave“ aus Matt

24:45 die direkt von Gott geleitete „Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas“ darstellt. Und

ganz ehrlich: wenn das so wäre, wären alle meine Ausführungen hier umsonst, denn wenn diese

Körperschaft direkt von Gott geleitet wird, wäre sie unangreifbar und theologisch unantastbar. Es

wäre auch ziemlich einfach, denn wenn ich das glaube und dieser Organisation vertraue, brauche

ich mir selbst nicht so viel Gedanken machen. „Das wird schon richtig sein was die machen und

sagen. Ist ja schließlich Gottes Organisation“. Wenn mal etwas nicht so rund läuft, man sich irrt

und das alte „Licht“ in „neues Licht“ geändert werden muss, kann man ja immer noch sagen: die

Organisation besteht ja aus unvollkommenen Menschen.

Die ganze Sache hat nur einen Haken: wenn es wirklich Gottes Organisation ist und die Leitende

Körperschaft die irdische Organisation Gottes darstellt, braucht es eine Legitimation, einen ganz

klaren Beweis, dass es wirklich der einzige Kanal ist, mit dem Gott kommuniziert. Im alten Israel

war die Legitimation ziemlich deutlich. Sichtbar zum Beispiel durch die Rauchsäule inmitten des

Volkes Israel.

Forscht man in den Publikationen der Zeugen Jehovas nach, versucht man das Ganze mit der

Bibel herzuleiten. Und tatsächlich findet man viele Hinweise auf Organisation in Israel und auch

bei den ersten Christen. Selbst Jesus hatte ja 12 Apostel und hatte eine Form von Organisation.

Und Organisation an sich ist auch nötig und biblisch. Aber, dass es einen einzigen Kanal gibt,

eine Körperschaft, die weltweite Befugnis hat, bis in die privatesten Bereiche des Lebens der

Gläubigen ist nicht biblisch. Es werden genau zwei Bibelstellen als Legitimation einer solchen

zentral steuernden Körperschaft herangezogen. Zum einen ist es Matt 24:45, wo der Begriff „treuer

und verständiger Sklave“ auf die Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas angewendet wird. Das

gibt die Stelle allerdings nicht her. Es geht lediglich darum bereit zu sein, wenn Jesus kommt und

das gilt für jeden Christen. Es geht hier nirgends um eine spezielle Gruppe innerhalb der Christen.

Der Begriff kommt auch nur in Matthäus vor und nicht in den Parallelberichten in Markus und

Lukas. Die zweite Schriftstelle, die gern zu Rate gezogen wird, ist Apostelgeschichte Kapitel 15.

Fälschlicherweise wird in den Publikationen der Wachtturmgesellschaft (z. B. „Gott anbeten“- Buch

wt S. 131) gesagt, es handle sich hier um die erste leitende Körperschaft im ersten Jahrhundert.

Liest man das ganze Kapitel 15 der Apostelgeschichte kommt man zu einem ganz anderen Schluss.

Es waren Christen aus Jerusalem, die mit der Streitfrage der Beschneidung nach Antiochia kamen.

Das Problem, dass es zu lösen galt, kam also aus Jerusalem, also da wo die angebliche leitende

Körperschaft sein sollte. Es gab also kein Problem in Antiochia, dass zentral in Jerusalem geklärt

werden sollte. Also ging eine Abordnung mit Paulus und Barnabas nach Jerusalem, um diese

Frage zu klären. Paulus und Barnabas erschienen dann nicht vor einer leitenden Körperschaft,

sondern vor den Aposteln und Ältesten der Jerusalemer Gemeinde und auch Pharisäer nahmen

an der Sitzung teil. Paulus und Barnabas berichteten dann von den großen Taten Gottes mit den

Heidenchristen. So wurde die Jerusalemer Gemeinde davon überzeugt, dass die Beschneidung

nicht mehr notwendig war. Keine Spur von leitenden Körperschaft, die hier den richtigen Weg

vorgibt.

Übrigens begann die Organisation, wie ich weiter oben schon ausgeführt habe, mit voneinander

unabhängigen Ortsgemeinden, eine Struktur, wie sie im ersten Jahrhundert üblich war. Nur Jesus

selbst war das Haupt der Versammlungen. Es gab keine Vorgaben einer Jerusalemer leitenden

Körperschaft. Und doch waren sie verbunden durch den heiligen Geist.

Übrigens teilte die erste Versammlung in Jerusalem gemäß Apostelgeschichte Kapitel zwei ihre

ganze materielle Habe. Es gibt keinen einzigen Hinweis, dass diese Praxis als ein Muss von der

Jerusalemer Gemeinde für andere Gemeinden vorgegeben wurde.

Die Möglichkeit, dass die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas keine biblisch zu beweisende

Legitimation hat, hat mir letztlich geholfen einen Schritt zurückzutreten und das Wort Gottes

ohne eine vorgefärbte Brille zu sehen. Es hat mir geholfen das wirkliche Mittel zur Rettung aller

Menschen klar und deutlich zu sehen. Keine Mitgliedschaft in einer Organisation kann dir helfen

gerettet zu werden. Selbst die Taufe, die ja nur ein Symbol unserer inneren Hingabe sein soll, rettet

nicht. Die Bibel weist eindeutig darauf hin, dass nur unser GLAUBE uns retten kann. Epheser 2,8-9:

„Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht

aus Werken, damit niemand sich rühme.“ (ELB)

Wer sich als Zeuge Jehovas taufen lässt, tut dies nicht in Übereinstimmung mit Matt 28,19 „... im

Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ sondern in eine Organisation. Die zweite

Frage der beiden Tauffragen lautet schließlich: „Bist du dir bewusst, dass deine Hingabe und Taufe

dich als Zeugen Jehovas kennzeichnen und du zu der Organisation gehörst, die von Gottes Geist

geleitet wird?“. Diese Frage entbehrt jeder biblischen Grundlage und macht einmal mehr deutlich,

worum es geht, wenn man Zeuge Jehovas wird.

Wenn du so tickst wie ich, würdest du jetzt vielleicht einwenden, dass wir doch aber eine

Organisation brauchen um als Christen zusammenzukommen. Dazu gibt es eine ganze Menge zu

sagen, aber es würde den Rahmen dieses Briefes sprengen, ins Detail darauf einzugehen. Nur so

viel: Jesus sprach in Matthäus 18,20:“Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen,

da bin ich in ihrer Mitte.“ Es bedarf also keiner weltweiten leitenden Körperschaft und doch ist ein

gewisser Grad an Organisation nötig wo Menschen zusammenkommen. Selbst wenn wir beide

uns zum Essen verabreden würden, bedarf es ein wenig Organisation, damit wir eine schöne Zeit

zusammen haben.

Kann man sich die „unverdiente Güte“

verdienen?

Die Frage in der Überschrift beantwortet sich ja von selbst. Und doch spiegelt sich darin ein großer

Widerspruch in der praktischen Lehre der Zeugen Jehovas wider.

Wer Gott liebt, möchte ihm gefallen. So wie alle Kinder Ihren Eltern gefallen möchten, möchten

alle Kinder Gottes ihm gefallen. Wir alle können Kinder Gottes sein durch unseren Herrn Jesus. Das

ist der Kern der guten Botschaft. Jesus ist für uns gestorben. Johannes 3,16 sagt schließlich: „Denn

so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt,

nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ (ELB)

Die alles entscheidende Frage lautet nun: Was müssen wir dafür tun? Was müssen wir tun,

um ewig zu leben? Im Wachtturm vom 1.12.1982 heißt es auf Seite 21 „Erquickende Arbeit,

die zur Rettung führt“ und behandelt die Wichtigkeit des Predigtwerks für die eigene Rettung.

Außerdem wird immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig es ist die Organisation zu

unterstützen, sei es beim Bau von Königreichssälen, bei Freiwilligendiensten bei Kongressen,

bei Versammlungstätigkeiten und vielem mehr. Rettung wird auch mit dem Besuch der

Zusammenkünfte und dem fleißigen Studieren der Publikationen verknüpft.

All das, aber vor allem der verpflichtende Predigtdienst setzt den einzelnen Zeugen unter Druck

und vermittelt das Gefühl, dass es nie genug ist. Persönlich hatte ich immer das Gefühl nie genug

zu machen. Selbst als Vollzeitprediger hatte ich das Gefühl nie zu genügen. Bei jedem Kinobesuch

und jeder Freizeitbeschäftigung hatte ich das schlechte Gewissen im Nacken, Blutschuld auf mich

zu laden, weil ich gerade nicht predige. Fuhr ich samstags Vormittag durch den Ort und sah meine

Glaubensbrüder predigen, fuhr ich schnell beschämt vorbei, damit sie mich nicht ohne Krawatte

und Predigtdiensttasche sehen. Den meisten Zeugen Jehovas fällt es unheimlich schwer diesen

Predigtdienst durchzuführen. Die eigenen Kinder zwingt man dann mit der Aussicht auf etwas

Schönes, wie einen Kinobesuch am Nachmittag, durchzuhalten.

Aber steht es nicht in der Bibel, dass Christen predigen müssen? Nein! Jesus hat uns natürlich

angewiesen das Licht der Welt zu sein und auch Jünger zu machen, was er aber nie gemacht hat,

unsere Rettung mit einer Tätigkeit verknüpft. Auch spricht die Bibel nicht von der Notwendigkeit,

dass jeder Christ von Haus zu Haus predigen muss. Übrigens gibt es mindestens neun

verschiedene Möglichkeiten Jünger zu machen, aber das ist ein anderes Thema.

Wie bereits erwähnt, kann uns nur unser Glaube an Jesus und die Kraft seines Sühneopfers retten.

Wenn wir versuchen würden uns selbst zu erretten durch noch so viele und gut gemeinte Taten,

würden wir das Opfer Jesu mit Fü.en treten, denn er hat alles bereits auf sich genommen. Er ist

bereits für uns gestorben. Die Galater verstanden das im ersten Jahrhundert auch falsch und

wollten durch Werke gerecht werden. Lies mal den Brief an die Galater. In Kapitel 2 Vers 21 heißt es

schließlich: „Ich mache die Gnade Gottes nicht ungültig; denn wenn Gerechtigkeit durch Gesetz

kommt, dann ist Christus umsonst gestorben.“

Die Gnade, die übrigens in der „Neuen Welt Übersetzung“ mit unverdienter Güte übersetzt wird,

ist so unbeschreiblich schön, so großartig und spiegelt so sehr die Besonderheit der Liebe Gottes zu

den Menschen wider, dass es mir schwer fällt sie in Worte zu kleiden. Ganz aus der Gnade Gottes

zu leben ist das totale Gegenteil des Leistungschristentums eines Zeugen Jehovas.

Als Christ kannst du dir vor Gott nichts verdienen, gar nichts! Ist das nicht ein großartiger

Gott? Bevor du und ich geboren wurden ist Jesus schon für uns gestorben. Gott hat keine

Erwartungshaltung uns gegenüber. Wenn er das hätte, wäre er wahrscheinlich enttäuscht von

seinen Menschenkindern.

Die Gnade Gottes schließt aber nicht nur Werke der Rettung aus, sondern löscht vor allem unsere

vielen Sünden aus. Wir sind durch das Blut Jesu reingewaschen. Nimmst du ein weißes Hemd

oder eine weiße Bluse aus dem Schrank und wäscht sie erneut? Nein, das macht keinen Sinn,

sauberer wird sie nicht mehr. Und so ist es auch mit uns. Vor Gott können wir bestehen und als

rein dastehen obwohl wir Sünder sind. Wir müssen nur unsere Sünden bekennen und an Jesus

glauben. (Apg 2,38)

Als langjähriger Ältester der Zeugen Jehovas hatte ich immer wieder ein Problem über meine

Glaubensbrüder den Richter zu spielen. Jeder einzelne bemüht sich sehr, ein gottgefälliges Leben

zu führen und Sünde zu vermeiden. Aber keinem einzigen gelingt es. Auch mir als Ältesten gelang

das nie. Oft fühlte ich mich unwürdig überhaupt Ältester zu sein. Den hohen Ansprüchen konnte

ich nie genügen. Und ich muss offen zugeben, dass ich wie so viele meiner Ältesten-Kollegen, eine

Fassade der Frömmigkeit aufgebaut habe. Und genau an diesem Punkt könnten wir doch dankbar

sein für die Gnade Gottes. Als Zeuge Jehovas lernst du aber, dass Rettung daraus entsteht, dass wir

keine Sünde tun. Das ist eine Falschlehre. die viel Leid verursacht. Das sogenannte „Ältestenbuch“

ist voll von Regeln und Vorschriften und wie welche Sünde zu behandeln ist. Mit dem Ältestenbuch

hat man ein eigenes Gesetzbuch erschaffen. Peinlich genau wird jede Art von Sünde und

Verfehlung hier beschrieben. Auch die Strafen von Zurechtweisung über jemand bezeichnet halten

bis hin zum Gemeinschaftsentzug wird hier alles im Detail vorgeschrieben. Und 80 Prozent von

Ältestenschulungen behandelt alle möglichen Eventualitäten von Sünde. Das war übrigens der

Grund warum ich am Ende mein Ältestenamt abgegeben habe: ein äußerst schlechtes Gewissen.

Ich konnte mich meistens vor diesem Richter sein drücken, aber ich war auch Teil des Systems

und es tut mir so unendlich leid, dass auch ich Glaubensbrüdern dadurch Unrecht getan habe.

Am unbarmherzigsten empfinde ich immer noch die Ausschlusspraxis der Zeugen Jehovas und

welches Leid die soziale und familiäre Ächtung der Ausgeschlossenen bedeutet. Sogar Eltern

verstoßen ihre eigenen Kinder! Von der leitenden Körperschaft wird das als Akt der Liebe verkauft.

In Wirklichkeit ist es einfach herzlos, unbarmherzig und im wahrsten Sinne des Wortes gnadenlos.

Gottes Gnade sieht ganz anders aus.

Auch wenn Sünde schlecht ist und ein Christ auf jeden Fall darum kämpfen soll Sünde zu meiden,

ist es doch genau das wofür unser Herr Jesus gestorben ist. In den ersten 11 Versen von Johannes

8 lesen wir die Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin. Hier machte Jesus den berühmten

Ausspruch: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.“. Keiner richtete die

Frau danach und das Erstaunlichste: nicht mal Jesus, der vollkommen ist, richtete die Sünderin.

Er sagte in Vers 10 und 11: „Jesus aber richtete sich auf und sprach zu ihr: Frau, wo sind sie?

Hat niemand dich verurteilt? Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach zu ihr: Auch ich

verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr!“ (ELB) - Das ist die Gnade

Gottes!

Die Gnade Gottes zu verstehen und in mein Herz zu lassen war ein so starkes Erlebnis für mich. Es

hat mich zu Tränen berührt, dass Gott mich so annimmt wie ich bin. Mit meinen Fehlern, Macken

und Schwächen. Es macht mein Herz dankbar und froh. So einem Gott möchte ich gern gehören.

Wenn du mit einem offenen Geist und unvoreingenommen die Kapitel 3-5 im Römerbrief liest,

wird es dich hoffentlich umhauen, wie es mich umgehauen hat. So groß ist Gott und so groß ist

seine Gnade. In Römer 3,27 heißt es schließlich: „Bleibt uns denn nichts, womit wir uns vor Gott

rühmen können? – Nein, gar nichts! Woher kommt das? Weil wir nicht aufgrund irgendeines

Gesetzes, das unsere eigene Leistung verlangt, von Gott angenommen werden, sondern allein auf

der Grundlage unseres Glaubens.“ (HFA)

Liebe und Gnade sollten unter Christen spürbar sein und nicht Werke, Gesetzlichkeit und Leistung.

Und auch wenn der ein oder andere hier gern Jak 2,17 anführt: „So ist auch der Glaube, wenn er

keine Werke hat, in sich selbst tot.“ (ELB) Liest du den Kontext in Jakobus, wirst du lesen, dass der

Glaube durch Werke vervollkommnet wird. das heißt erst kommt der Glaube und aus dem Glauben

heraus tut der Christ, der von Gottes Liebe und Gnade berührt ist, entsprechende Werke. Aber

niemals umgekehrt. Werke sind kein Maßstab für Glauben!

Jesus spielt die Hauptrolle

Ein wichtiger Grund für meinen Fortgang bei den Zeugen Jehovas ist das Verständnis über die Rolle

von Jesus dem Sohn Gottes. Ich muss zugeben, es ist das schwierigste Thema für einen Zeugen

Jehovas. Zumindest für mich war es das Thema mit den meisten Fragezeichen. Eines kann ich

vorwegnehmen: die Rolle von Jesus Christus und wer Jesus wirklich ist, wird von Jehovas Zeugen

völlig falsch gelehrt. Über die Jahre hat sich eine unbiblische und unchristliche Doktrin über

unseren Herrn Jesus entwickelt.

Was mich als erstes überrascht hat ist die Tatsache, dass die Bibel davon spricht zu Jesus zu beten.

Ja, du hast richtig gehört: die Bibel spricht davon, dass Christen zu Ihrem Herrn Jesus beten. Es wird

dich wahrscheinlich auch überraschen, dass Jehovas Zeugen bis 1952 ebenfalls zu Jesus gebetet

haben.

Und hier ein paar Beispiele aus der Bibel wo Jesus angebetet wurde:

Matt 2,11: „Und als sie in das Haus gekommen waren, sahen sie das Kind mit Maria, seiner Mutter,

und sie fielen nieder und huldigten ihm“ (ELB)

Heb 1,6: „Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis einführt, spricht er: „Und alle

Engel Gottes sollen ihn anbeten!“ (ELB)

Apg 7,59: „Und sie steinigten den Stephanus, der betete und sprach: Herr Jesus, nimm meinen

Geist auf!“ (ELB)

Off 5,12-14: „die mit lauter Stimme sprachen: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist,

zu empfangen die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und

Lobpreis. Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde und auf dem

Meer ist, und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm

den Lobpreis und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit Und die vier

lebendigen Wesen sprachen: Amen! Und die Ältesten fielen nieder und beteten an.“

Um nur einige zu nennen. Es gibt noch einige Schriftstellen mehr die bezeugen, dass Jesus würdig

ist angebetet zu werden.

Aber gebührt nicht Gott allein die Ehre und ausschließliche Anbetung? Oh ja, völlig richtig. Die

Bibel spricht davon. Und jetzt musst du ganz stark sein: die Bibel spricht aber auch von einem

dreieinigen Gott. Jesus, der Vater und der Heilige Geist sind Gott. Drei Personen aber ein Gott.

Das ist harter Tobak für einen eingefleischten Zeugen Jehovas. Als Zeuge Jehovas hat man

verbittert gegen die Dreieinigkeit gekämpft. Und wieder ein deutliches Abgrenzungsmerkmal zu

allen anderen Christen. Nun könnte man sagen: die Zeugen Jehovas sind halt die einzigen, die

die Dreieinigkeit als falsche Lehre durchschaut haben und deshalb zu Recht ablehnen. Nein! Die

Dreieinigkeit ist eine biblische Lehre. Schwer zu verstehen, wir als fleischliche Menschen können

uns einen Gott in drei Personen nicht vorstellen. Aber nur weil wir es uns nicht vorstellen können,

muss es nicht falsch sein. Glaube mir bitte, ich habe mich sehr, sehr intensiv mit diesem Thema

beschäftigt und herausgefunden, dass kein einziges Argument der Zeugen Jehovas der biblisch

begründeten Lehre der Dreieinigkeit standhalten kann. Es sprengt natürlich den Rahmen auf all

diese hier einzugehen, aber ich lade dich ein das Thema mit mir zu vertiefen.

Aber es geht mir hier in diesem Abschnitt vor allem um die Rolle Jesu. Wer ist Jesus? Und die

Antwort wer Jesus ist gibt zum Beispiel der Apostel Thomas. Du erinnerst dich, Thomas war

nach Jesu Auferstehung ungläubig ob er wirklich den auferstandenen Jesus vor sich hatte. In Joh

20,27-28 heißt es: „Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände,

und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!

Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“ (ELB) Selbst in der „Neuen Welt

Übersetzung“ steht das so: Jesus wird von Thomas als Gott, griechisch Theos genannt.

Jesus spielt die Hauptrolle! Rettung kommt nur durch Jesus. Es ist nicht der Name Jehova der

Rettung bringt, es ist der Name Jesus. Rö 10,9 sagt: „dass, wenn du mit deinem Mund Jesus als

Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt

hat, du gerettet werden wirst.“ Ein paar Verse weiter, nämlich in Vers 13 heißt es dann: „“denn

jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird gerettet werden“. Die Verse sind wiederum

aus der Elberfelder Übersetzung entnommen, eine der genauesten und wortgetreuesten

Bibelübersetzungen. An dieser Stelle wird die Schwäche der sogenannten „Neuen Welt

Übersetzung“ der Zeugen Jehovas deutlich. In der NWT (Neue Welt Übersetzung) wird Vers 13

nämlich wie folgt wiedergegeben: „Denn „jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet

werden“„. Der Name Jehova wurde hier statt „HERR“ eingesetzt. Im griechischen Grundtext

steht hier „Kyrios“, also HERR. Wie wir aber im Vers 9 gelesen haben bezieht sich Paulus hier

eindeutig auf Jesus. Vers 13 ist eine Wiedergabe der Prophezeiung aus Joel 2:32, die hier auf Jesus

angewendet wird. Tatsächlich kommt der Gottesname Jehovah oder Jahwe kein einziges Mal im

Neuen Testament, also in den griechischen Schriften der Bibel vor. Kein einziges Mal im Grundtext!

Ein Grund mehr, warum die Rolle von Jesus Christus bei Jehovas Zeugen so anders verstanden wird.

Wenn du mir das nicht glaubst, dann gehe in der JW Library App mal bei Sprachen auf die Kingdom

Interlinear Übersetzung. Die wurde von Jehovas Zeugen herausgegeben und enthält eine Wort-für-

Wort-Übersetzung des griechischen Grundtexts ins Englische. Bei jeder einzelnen Bibelstelle, bei

der im neuen Testament in der NWT „Jehova“ steht, steht im Grundtext „Kyrios“ oder Herr.

Im hebräischen Grundtext der Bibel finden wir natürlich das Tetragramaton, dass für den

Gottesnamen steht. Wobei man eher von der Form Jahwe ausgehen muss. Gute Bibelforscher

wissen, dass der Name im Grundtext nur aus den Konsonanten JHWH bestand. Eine genaue

Aussprache ist deshalb nicht mehr nachzuvollziehen. Die Juden haben den Namen schon

Jahrhunderte nicht mehr gebraucht. Die Form Jehova geht aus einem Übersetzungsfehler der

Massorethen, die den Konsonanten Vokale aus den hebräischen Worten Elohim (bed. Gott) und

Adonaj (bed. Herr) hinzugefügt haben. Für die ersten Christen war Gott in Form von Jesus auf die

Erde gekommen und fortan war der Name Jesus der wichtigste Name für sie.

Ich weiß, ich mute dir mit diesen Ausführungen sehr viel und vielleicht auch sehr viel auf einmal

zu. Aber die Rolle Jesu zu erkennen, war für mich ein weiteres Schlüsselerlebnis. Und wie du siehst,

war mir die Antwort aus der Schrift selbst sehr wichtig. Nichts habe ich für mich annehmen

können außer es ist in der Bibel begründbar. Und Jesus selbst lässt uns nicht im Dunkeln stehen, er

offenbart sich uns, wenn wir ihn wirklich finden wollen.

Die Rolle Jesu hängt eng mit der Frage zusammen, wie ein Christ zu einem Christen wird. Oder wie

kann ein Mensch die Rettung durch das Blut Jesu erfahren? Die ersten Christen wussten sehr wohl

was zu tun ist. Lies mal Apostelgeschichte Kapitel 2. Im Vers 37-38 heißt es schließlich: „Als sie aber

das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln:

Was sollen wir tun, ihr Brüder? Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse

sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des

Heiligen Geistes empfangen.“ (ELB)

Sobald Menschen erkennen wie sehr sie Jesus brauchen, Buße tun für Ihre Sünden und ihr Leben

Jesus als ihrem Herrn übergeben, sind sie Kinder Gottes, sind sie Christen und sind sie gerettet,

denn Jesus ist für solche schon vor langer Zeit gestorben. Hallelujah, ist das nicht wunderbar. So

etwas nennt man Bekehrung und genau eine solche erlebte auch der äthiopische Hofbeamte, als

Philippus ihm die Schrift erklärte. Apg 8, 35-37 sagt: „Philippus aber tat seinen Mund auf und fing

mit dieser Schrift an und verkündigte ihm das Evangelium von Jesus.

Als sie aber auf dem Weg fortzogen, kamen sie an ein Wasser. Und der Kämmerer spricht: Siehe, da

ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden?“ Er erkannte wer Jesus ist, wurde bekehrt und

lies sich taufen. Ist das nicht eine wunderbare Geschichte? Auch eine wunderbare Geschichte über

die Kraft der Botschaft unseres Herrn Jesus.

Meine Bekehrung

Was würde passieren, wenn du ohne die Brille der leistenden Körperschaft die Bibel gebetsvoll

liest? Das heißt einfach nur die Bibel lesen und um Verständnis beten? Stell dir vor du würdest

die Bibel lesen, als würdest du die Worte das erste Mal lesen. Im Zusammenhang und ohne eine

Doktrin im Kopf.

Genau das habe ich getan. Ich habe mir eine „Gute Nachricht Übersetzung“ genommen und

einfach beim Johannes-Evangelium angefangen. Ich hatte schon oft regelmäßig in der Bibel

gelesen. Aber diesmal war es anders. Ich benutzte eine Bibel, die neutral ist und habe so getan als

würde ich die Worte das erste Mal lesen.

Es war eine ganz neue Erfahrung. Ich las viel mehr als sonst in der Bibel. Oft in der Nacht und ich

wurde überhaupt nicht müde. Das Johannes-Evangelium ist auch so wunderbar geschrieben. Es

gefällt mir von den vier Evangelien eigentlich am besten. Das Johannes-Evangelium hat mir so gut

gefallen, dass ich es gleich mehrfach hintereinander gelesen habe.

Als ich in den Briefen weiterlas wurde mir so sehr deutlich, wie wichtig Jesus ist. Mir wurde

plötzlich klar, dass ich mein Leben Jesus hingeben muss. Er ist der Herr. In 2. Kor 5,15 heißt es

schließlich: „Und für alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben,

sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist.“ (ELB)

Mein Leben gehört Jesus. Jesus! Nicht einer Organisation oder einer Religionsgemeinschaft.

Schließlich ist Jesus für mich gestorben und nicht eine Organisation.

Als ich das verstanden habe, las ich nochmal in Joh 1,41: „Dieser findet zuerst seinen eigenen

Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden - was übersetzt ist: Christus.“

- und in diesem Augenblick hatte ich das Gefühl das erste Mal in meinem Leben Jesus gefunden

zu haben. Dieses Gefühl ist mit Worten nicht zu beschreiben. Ich betete in dieser Nacht das erste

Mal zu unserem Herrn Jesus. Mir liefen ein paar Tränen herunter und ich spürte mich mit Jesus

verbunden, tief verbunden. Es war als würde eine jahrelange Last von meinem Herzen genommen.

Ich fühlte mich plötzlich frei, so wie es in Joh 8,32 steht: „und ihr werdet die Wahrheit erkennen,

und die Wahrheit wird euch frei machen.“ Es war mir unmöglich in dieser Nacht zu schlafen. Ich

zog mir ein paar Sachen an und ging nach draußen. Die halbe Nacht bin ich herumgelaufen. Dabei

hatte ich immer wieder das Bild von Andreas, der seinem Bruder sagte er habe Jesus den Messias

gefunden, vor Augen. Für mich war klar ich habe meinen Herrn Jesus gefunden.

Ich wünsche mir so sehr, du könntest verstehen, was in jener Nacht passiert ist und ich wünsche

mir von ganzem Herzen, du könntest ebenfalls Jesus so nahekommen.

Es war nicht nur ein Gefühl in jener Nacht. Es war wie das zusammenfallen von 1000 Puzzleteilen.

Von da an fügte sich alles Stück für Stück zusammen. Vieles in der Bibel machte plötzlich viel mehr

Sinn. All die Lehren der Zeugen Jehovas, die ich nicht verstand und die mich ins Zweifeln gebracht

haben klärten sich nach und nach. Ich durfte spüren, was es bedeutet wenn Hebr 4,12 sagt: „Denn

das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und

durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes,

und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens;“ (ELB), ja die „Wahrheit macht frei“.

„Herr wohin sollen wir gehen?“

Erinnerst du dich an die Worte des Petrus in der Überschrift? Mit diesen Worten habe ich mich

immer beruhigt, ja über Jahre beruhigt, wenn ich Zweifel an der Organisation und an den Lehren

hatte. Mein Mantra: „Wir sind als Zeugen Jehovas am dichtesten dran an der Wahrheit“ hat sich in

mir gedreht zu: „Jehovas Zeugen sind sehr weit weg von der Wahrheit“. Die Wahrheit aus Gottes

Wort selbst und die Wahrheit über Jesus unseren Erlöser.

Nun würde man sich als Zeuge Jehovas vielleicht fragen: Wenn Jehovas Zeugen nicht die wahre

Religion haben, wer denn dann? Wer sind denn dann die wahren Christen?

Nun wahre Christen sind alle, die sich zu Christus bekennen und Glauben an sein Loskaufsopfer

bekunden. Ferner sehen sie die ganze Schrift als verbindliche Grundlage ihres Glaubens an.

Apostelgeschichte Kapitel zwei beschreibt sehr gut, woran Christen glauben und was sie tun

sollten. Dabei ist ein Christ nicht ein Christ, weil er zu einer bestimmten Kirche gehört, sondern

weil er bereut und an Jesus als seinen Retter glaubt. Joh 14,16-17 sagt, dass der Heilige Geist in

jedem Gläubigen wohnt und nicht in einer menschlichen Organisation.

Und natürlich ist der Vers, den jeder Zeuge Jehovas aus Heb 10,24-25 kennt richtig, wenn es da

heißt wir sollen unser Zusammenkommen nicht versäumen. Ja, Christen sollen Gemeinschaft

pflegen, Christen sollen zusammen anbeten und Gott preisen. Und aus diesem Grund macht es

Sinn sich in Gottesdiensten zu versammeln. Aber ein Christ wird nicht gerettet, weil er zu einer

bestimmten Kirche gehört. Es gibt eine weltweite Gemeinde Christi, die sich aus all den Gläubigen

zusammensetzt, die Jesus als Retter anerkennen. Somit ist es nicht entscheidend, zu welcher

Denomination jemand gehört.

Was ich dir wünsche

Mein größter Wunsch ist, dass dich diese Zeilen Gott näherbringen, dass sie dich Jesus näher

bringen. Ich wünsche mir auch, dass du die Kraft der Wahrheit des Wortes Gottes so sehr spürst

wie ich. Das du einen Weg zum Glauben findest, der frei ist von menschlichen Vorschriften, der

sich authentisch und echt anfühlt. Einen Glauben, zu dem du wirklich Amen sagen kannst, weil du

Gott selbst gefällst und nicht einer Organisation. Ja ich wünsche mir so sehr, dass du zur Freiheit

findest, die nur Christus geben kann.

Vielleicht empfindest du diese Worte aber als einen Angriff auf deinen Glauben. Vielleicht denkst

du, dass meine Worte nicht der Wahrheit entsprechen. Ich kann das verstehen, schließlich hätte ich

über solche Zeilen vor ein paar Jahren auch so gedacht. Aber wahrscheinlicher wäre gewesen, dass

ich froh gewesen wäre, wenn mir jemand solche Zeilen geschrieben hätte. Wenn mir jemand mit

dem Wort Gottes in der Hand einen Weg, weg von meinen Zweifeln gezeigt hätte.

Ich möchte dich einladen, der Wahrheit aus der Bibel zu vertrauen und dein Herz zu öffnen. Lass

es zu, dass Gott durch sein Wort zu dir spricht. Ich habe dir alles, was ich hier dargelegt habe mit

dem unverfälschten Wort Gottes bezeugt. Es sind nicht meine Gedanken, es sind Gottes Gedanken.

Natürlich sind viele Dinge, die wir über Jahre geglaubt haben und gegenüber anderen verteidigt

haben nicht so einfach aufzugeben. Es braucht Zeit und vor allem ein persönliches Bibelstudium

verbunden mit Gebet. Wenn du den Eindruck hast, ich habe in irgendeiner Sache hier die

Unwahrheit gesagt oder einen Punkt nicht ausreichend biblisch belegt, so sprich mich bitte an.

Denn am Ende ist nicht wichtig, was ich sage, sondern Gott durch sein Wort. Hallelijah!

 

Besuche auch gern meinen Youtube-Kanal. Hier spreche ich über meine Erfahrungen bei den Zeugen und außerdem (meist Mittwoch 19:00 Uhr) mache ich einen Live-Stream mit Fragen und Antworten zum Thema Zeugen Jehovas:

Hier gehts zum Youtube-Kanal

Zitat
Themenstarter Veröffentlicht : 18. November 2020 16:02
Michael, pit, Iris und 1 weiteren Personen gefällt das
Schlagwörter für Thema
José
(@aljanah)

Hallo 

Frage: willst Du hier Propaganda/Werbung machen für Deinen Youtube Kanal machen?

Kein Interesse, Danke.

Offb. 22:7 Jesus sagt: ›Macht euch bereit! Ich komme bald. Glücklich ist, wer sich nach den prophetischen Worten dieses Buches richtet!‹

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. November 2020 0:16
RoKo
 RoKo
(@roko)

José, was ist*n los?

Du sollst Deinen Nächsten lieben. Nicht den Nächsten anmotzen. Jetzt ist Tobi wohl dran? Ich weiß warum. Andere auch?

 

M.N. das geht nicht, siehst doch was hier los ist.

 

Ich rufe die BI Moderatoren mal auf, einen Schlussstrich unter dem Schnulli zu machen. 

Mit so einer Tröte kann man sich nicht qualitativ austauschen. Ihr sehr doch wie Euer Forum missbraucht wird. 

Geht doch so nicht. Bei aller Liebe jetzt. 

Euer RoKo

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. November 2020 0:34
José
(@aljanah)

An Alle ich verlasse diese Plattform für immer. So geht es nicht mehr weiter!

Ich musste viele Male schlechtes Benehmen seitens RoKo ertragen. Ist es Neid, oder Besserwisserei keine Ahnung. Ich finde in ihm kein bisschen Christsein eher ein Querulant und Heuchler wie im Buche steht!

Denn so wie sich RoKo und M.N. sich hier benehmen ist unchristlich. Nur schon Ihre beiden Antworten zu meinem Friedensvorschlag, zeugen von Falschheit und Überheblichkeit in seinen Kommentaren. Sie spielen sich hier wie die Herren über andere auf, als wüssten sie alles besser. Womöglich hat RoKo diesen Tobi hier eingeladen, damit er hier Werbung machen kann für seinen Youtube Kanal. Und Verbreitet die dogmatische Trinitätslehre!

Ich dachte hier würde ich vernünftige Gleichgesinnte in der Sache des HERRN finden. Fehlanzeige! Ich meine aber nicht alle, aber diese Beiden Genannten sind Intriganten und so aggressiv in Ihren Argumenten. Sie beleidigen ständig und unterstellen Falsches. Sie sind gefährlich. Dies hilft einigen Neulingen und Ex-ZJ überhaupt nicht. Darum sind Viele hier weggangen oder wurden rausgemobbt durch ihre Kommentaren. Passt auf und lasst Euch nicht täuschen und alles vorsagen von ihnen.

Also ADIEU zusammen!

Shalom José

Offb. 22:7 Jesus sagt: ›Macht euch bereit! Ich komme bald. Glücklich ist, wer sich nach den prophetischen Worten dieses Buches richtet!‹

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. November 2020 1:56
Iris
 Iris
(@iris)

Lieber Tobias ,

gut , daß du dich so gründlich mit der Geschichte der Zeugen Jehovas und letztendlich mit dem Studium einer heiligen Schrift und nicht der NWÜ auseinandergesetzt hast . Diesen Weg , wie du ihn beschreibst ,oder ähnlich, sind viele von uns auch gegangen . Die Erleichterung und Dankbarkeit , die ich immer wieder gespürt habe , wenn ich erkennen durfte, daß ich auf dem richtigen Weg bin , ist unbeschreiblich gewesen . Manchmal habe ich geweint über die verlorenen Jahre , aber auch aus Zorn , so hinters Licht geführt worden zu sein und durch die Repressalien der WTG auch noch fast alle Familienmitglieder verloren zu haben .

Ich bin aber auch unendlich dankbar , daß ich erkannt habe so wie du auch , daß nur unser Herr und Retter Jesus Christus der Weg ist , den wir gehen sollen und niemand sonst . 

Liebe Grüße

Iris

 

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. November 2020 9:40
Michael gefällt das
(@admin1)
Admin

Lieber Tobias. Willkommen im Forum.

Eine Erinnerung an Alle die hier im Forum schreiben / sich engagieren: Jeder hat das Recht seine Meinung zu äussern, solange dies anständig und mit Respekt geschieht. 

Ein Austausch ist auch ohne missionarischen Eifer möglich. Richten wir uns nach dem Grundsatz aus 1. Thess. 5,21 "Prüft alles und behaltet das Gute!". Was für mich "das Gute" ist, darf ich selber entscheiden. Das ist christliche Freiheit.

Einen Link zu einem interessanten Youtube-Kanal zu posten ist erlaubt und erwünscht.

Wer mit einer Argumentation nicht einverstanden ist hat zwei Möglichkeiten:
1. Gegenpositionen posten
2. Sich an der Diskussion nicht mehr beteiligen

Ausfällig werden und andere beleidigen ist gemäss Foren-Regeln nicht erlaubt.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. November 2020 13:02
Ragnar gefällt das
Gerd
 Gerd
(@gerd)
Veröffentlicht von: @admin1

Wer mit einer Argumentation nicht einverstanden ist hat zwei Möglichkeiten:
1. Gegenpositionen posten
2. Sich an der Diskussion nicht mehr beteiligen

😀😎😉 eh klar...

Die Zeiten und Meinungen ändern sich, ich habe immer noch diese Zeitung abonniert 😀 😎 🤔 

"Unterscheidungsvermögen anwenden" 🤫 , hama das nit glernt? 

Quelle: Nationalbibliothek Wien, digital herausgesucht: Gerd

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. November 2020 20:11
Michael und Wildblume gefällt das
Wildblume
(@wildblume)

@gerd

Du Witzbold 😅

Das Wort HULDIGT fällt mit hier gleich ins Auge.....🧐

🌺🌺🌺

Schwarzes Schaf, aber Schaf....

AntwortZitat
Veröffentlicht : 20. November 2020 9:14
Gerd
 Gerd
(@gerd)
Veröffentlicht von: @wildblume

Das Wort HULDIGT fällt mit hier gleich ins Auge.

Ede wird es freuen, dass seine Erzeuger schon wussten, wem sie am 20. April "proskyneo" darbringen müssen 😉 

By the way... ich klopfte die alten Zeitungen durch und kam drauf was mit "Kind Gerd" vor heute genau 80 Jahren geschah (20. Nov. 1940):

Der Führer hieß die Aktion gut! Die Reise dauerte 3 Tage und 2 Nächte, ich schlief in der Gepäcksablage. So wird man Wiener, die waren gleich sehr freundlich zu mir. "Ja wie heißt du denn, schmeckt dir das Essen hier ...?" Wenn ich meine Antwort vorbrachte, klar mit "spitzen Stein..." und so, dann kam: "hört mal wie süß der spricht...".

20 Jahre später wurde ich adoptiert, nun "raunze" ich oft wie die Wiener, ja gelernt ist gelernt 😋 

Diese r Beitrag wurde geändert Vor 2 Monaten von Gerd
AntwortZitat
Veröffentlicht : 20. November 2020 9:48
Edelmuth
(@edelmuth)
Aktiver Gast
Veröffentlicht von: @admin1

Lieber Tobias. Willkommen im Forum.

Eine Erinnerung an Alle die hier im Forum schreiben / sich engagieren: Jeder hat das Recht seine Meinung zu äussern, solange dies anständig und mit Respekt geschieht. 

Ein Austausch ist auch ohne missionarischen Eifer möglich. Richten wir uns nach dem Grundsatz aus 1. Thess. 5,21 "Prüft alles und behaltet das Gute!". Was für mich "das Gute" ist, darf ich selber entscheiden. Das ist christliche Freiheit.

Einen Link zu einem interessanten Youtube-Kanal zu posten ist erlaubt und erwünscht.

Wer mit einer Argumentation nicht einverstanden ist hat zwei Möglichkeiten:
1. Gegenpositionen posten
2. Sich an der Diskussion nicht mehr beteiligen

Ausfällig werden und andere beleidigen ist gemäss Foren-Regeln nicht erlaubt.

Guten Abend Admin

Vielen Dank für deinen Hinweis. Ich werde mich gerne daran halten.

Darauf bezogen ist es nun unnötig, meine Beiträge, die zu sehr wtk-like sind, zu löschen oder sie vor ihrer Freischaltung zu zensieren. Ich werde sehen, wie viel Wert deine Worte haben.

Ede

AntwortZitat
Veröffentlicht : 16. Dezember 2020 22:48
Opa Klaus
(@opa-klaus)

Die Wahrheit wird euch frei machen
- ein schönes Thema, das  Jesus besonders drauf hatte. 
In Eden gab es den ersten Affront gegen die Wahrheit ganz ohne Gewalt.
Da begann der Selbstbetrug auf Erden, als dem Betrug geglaubt wurde. 
Selbst die Gewalt einer Sintflut hat daran dauerhaft nichts geändert, das Böse/Betrug erblühte wieder. 
Der Betrug Satans(>Schlange) ab Eden zielte hauptsächlich auf eine Verleumdung und Rufmord gegen den Schöpfer ab, indem am Menschen eine Art 'Sabotage' verübt wurde um daraus dem Schöpfer einen Schöpfungsfehler anzulasten.
Der Saboteur und Ankläger Satan hat dem Menschen einfach nur ein Rezept zur Selbstherstellung der Droge des Selbstbetrugs gegeben - das bis heute gern angewendet wird. 

Die Wahrheit wird euch frei machen
>> das kann niemals durch Gewalt geschehen,
sondern nur durch Beendigung des Selbstbetruges und Beseitigung der allerkleinsten Lügenreste im Kopf. 
Viel Fahrlässigkeit hat der Unwahrheit über 6.000 Jahre zum Erfolg verholfen. Das war kalter Krieg! 
Ein "Reich Gottes" ist undenkbar mit Resten von Lug+Trug / Selbstbetrug. 
Der Begriff "Selbstbetrug" und "selbst betrügen" kommt in einigen Bibelübersetzungen vor.

Wie wird Der Schöpfer und sein Sohn in Zukunft mit den Selbstbetrügern/Falschinterpreten umgehen? 
Ganz einfach und ziemlich gewaltlos. Es werden die Wahrheitsliebenden, separiert und miteinander verbunden und von den Selbstbetrügern geistig getrennt. Die Selbstbetrüger vereinigen sich ja bereits heftig miteinander. 
>> so wird es durch das virtuelle "Neue Jerusalem" auf Erden angekündigt. 
Die neueste digitale Kommunikation in jedermanns Tasche ist ja der Wegbereiter und das Mittel dazu. 
Die Bibel einfach nur lesen genügt nicht. Sie ist vielfach verschlüsselt, wie Jesus selbst sagte. 
Man muss die Bibel mit des Schöpfers bereitwilliger Hilfe dechiffrieren, entschlüsseln. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. Dezember 2020 14:25
José
(@aljanah)
Veröffentlicht von: @opa-klaus

Die Wahrheit wird euch frei machen
>> das kann niemals durch Gewalt geschehen,
sondern nur durch Beendigung des Selbstbetruges und Beseitigung der allerkleinsten Lügenreste im Kopf. 

Oh ja, das stimmt. Da sagst Du weise Worte. Im Kopf fängt alles an, und genau da sollte man zuerst prüfen, sonst verankert sich das im Herzen und man ist verloren. Selbsterkenntnis ist die Devise um alles Negative und gegen Gottes Gebote dagegen zu halten und ausradieren. 

Somit....die Weissagung verachtet nicht; prüfet aber alles, und das Gute behaltet. Meidet allen bösen Schein. 1. Thess. 5:20-22

Ein sehr guter Rat aus der Bibel! Das beherzige ich!

Gruss José

Offb. 22:7 Jesus sagt: ›Macht euch bereit! Ich komme bald. Glücklich ist, wer sich nach den prophetischen Worten dieses Buches richtet!‹

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. Dezember 2020 15:46
Opa Klaus
(@opa-klaus)
Veröffentlicht von: @aljanah

Somit....die Weissagung verachtet nicht; prüfet aber alles, und das Gute behaltet. Meidet allen bösen Schein. 1. Thess. 5:20-22

Ein sehr guter Rat aus der Bibel! Das beherzige ich!

Dieser Rat "das Gute zu behalten ..." läßt offen, in wessen Augen es Gut befunden wird. 
Israel wurde oft getadelt, weil es Tat was in ihren eigenen Augen gut/recht war.

Ich bevorzuge Maleachi 3:15ff
Und nun, wir preisen die Frechen glücklich: Sie kamen sogar noch voran[14], als sie gottlos handelten; ja, sie versuchten Gott und kamen davon. (Ps 73,3; Pred 8,14; Mal 2,17)
16 Da redeten die miteinander, die den HERRN fürchteten, und der HERR merkte auf und hörte. Und ein Buch der Erinnerung wurde vor ihm geschrieben für die, die den HERRN fürchten und seinen Namen achten[15]. (Neh 1,11; Ps 56,9; Ps 147,11; Jes 50,10; Offb 11,18)
17 Und sie werden mir, spricht der HERR der Heerscharen, zum Eigentum sein an dem Tag, den ich machen werde. Und ich werde sie schonen, wie ein Mann seinen Sohn schont, der ihm dient. (Ps 103,13; Ps 115,13)
18 Und ihr werdet wieder den Unterschied sehen zwischen dem Gerechten und dem Ungerechten[16], zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient. (2Mo 11,7)
19 Denn siehe, der Tag kommt, der wie ein Ofen brennt. Da werden alle Frechen und alle, die gottlos handeln, Strohstoppeln sein. Und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht der HERR der Heerscharen, so dass er ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig lässt. (Hi 18,16; Jes 1,31; Jes 5,24; Jes 26,11; Hes 28,18; Joe 3,4; Zef 1,7; Mt 3,10; Mt 24,21; Offb 16,8)
20 Aber euch, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung ist unter[17] ihren Flügeln. Und ihr werdet hinausgehen und umherspringen wie Mastkälber[18]. (2Sam 23,4; Pred 8,12; Jes 30,26; Jes 32,1; Jes 60,2; Jer 23,6; Jer 33,6; Lk 1,78)
21 Und ihr werdet die Gottlosen zertreten. Denn sie werden Staub sein unter euren Fußsohlen an dem Tag, den ich machen werde, spricht der HERR der Heerscharen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. Dezember 2020 16:22
José gefällt das
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