Wurden die vielen K...
 

Wurden die vielen Kirchen zum Grab Gottes?  

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Gerd
 Gerd
(@gerd)

Ich weiß die Frage ist sehr provokant, manche werden sie für überheblich halten. Warum diese Frage, die ja an Nietzsche erinnert?

Heute bei uns im TV, eine christliche Religionsexpertin sagte:

"Die Kirche ist die Braut Christi!"

Bei solchen Äußerungen wird mir immer flau im Magen und denke: "Diese Kirchen als Sekte fingen schon von Anbeginn an und verbreitete sich wie eine Infektionskrankheit".

Ist das nur meine verbliebene Wachtturm-Denke?

Ist Kirche, oder wie ZJ "Organisation" sagen, grundsätzlich etwas schlechtes? Keineswegs! Jeder physische Körper ist doch ein Organismus und das ist auch Organisation. Wirken Organe harmonisch zusammen, dann arbeiten sie zusammen, bricht ein Organ aus, dann beginnt das Chaos, wie im Fall einer Krebserkrankung. Auch eine Gemeinschaft braucht organisatorische Strukturen. Wird sie jedoch zu viel von einer Einzelperson oder Führerschaft beherrscht, dann mutiert sie zur Diktatur, in der das kirchliche Individuum verkümmert und das nährt sich von Katechismen oder Königreichsdiensten. Das zeigen viele Beispiele aus der Geschichte der Religion und der Völker bis hin zu den Wachtturmleuten.

Russells Initiativen vor 130 Jahren waren überhaupt nicht neu. Jahrhunderte zuvor spielte sich ähnliches ab. Schon im 2. Und 3. Jh. gab es phantasiebegabte Männer, die ihren Schutzbefohlenen verschiedenste Ansichten und „christliches“ Brauchtum überstülpten. Um nur ein Beispiel zu nennen: „Kompendium der Kirchengeschichte“ von Karl Heussi, § 18:

      Der Ausbau der frühkatholischen Kirche [2. u. 3. Jh.]:

„In dieser Zeit gelangte die Entwicklung des Gottesdienstes zu einem relativen Abschluß. An die Stelle der urchristlichen, völlig freien und regellosen Gemeindeversammlungen ist nun ein kompliziertes Gefüge heiliger Handlungen getreten, die in feststehender Ordnung feierlich vollzogen werden. Mit dem Aufkommen des Opferbegriffs ist als sein notwendiges Korrelat der Priesterbegriff in die Kirche eingedrungen. Die Leitung der gottesdienstlichen Versammlung, einst ein „Dienst“ an der Gemeinde, ist schon längst das ausschließliche Vorrecht des Klerus geworden. Die magisch-sakramentalen Vorstellungen haben im Laufe der Zeit immer größere Bedeutung gewonnen; zu Abendmahl und Taufe haben sich noch weitere heilige Zeremonien gesellt. Mit dieser Wandlung des Gottesdienstes aber hat sich eine spezifisch kultische Frömmigkeit ausgebildet, die sich immer ausschießlicher in dunkeln, mystischen Gefühlen bewegt. Was die Theologie lehrt, die Erlösung aus dem Todesverhängnis und die Vergottung des Menschengeschlechts, das läßt der Kultus den Christen  e r l e b e n:  in der Eucharistie fühlt der Gläubige in mystischen Schauern göttliche Kräfte in sich einströmen. Diese Entwicklung des Kultus hat sich unter starker Einwirkung der heidnischen Mysterien vollzogen.“

Obwohl Russell und seine Umgebung keine Gelegenheit ausließen, die lästige Konkurrenz – d.h. Kirchen und Gemeinschaften - scharf zu kritisieren, hatten sie selbst in kürzester Zeit vieles von dem Kritisierten in Wort und Tat nachvollzogen. Dazu benötigten ihre Vorläufer Jahrhunderte.

Das scheinbar bessere Verstehen und Interpretieren des Bibelinhalts vermittelte dieser Gruppe das Gefühl, ein besonderes Maß des Heiligen Geistes - exklusiv – erhalten zu haben. Die Wurzeln für das Elitedenken waren gelegt. Waren aber die Wurzeln nicht schon gelegt, als Paulus warnend in Apg. 20 sagte:

29  [Denn] ich weiß [dieses], daß nach meinem Abschiede verderbliche Wölfe zu euch hereinkommen werden, die der Herde nicht schonen.
30  Und aus euch selbst werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen hinter sich her.
31  Darum wachet...

Die genannten Männer standen auf und ihre "Infektion Kirche" setzte sich in all den Jahrhunderten in vielen Kirche fort, unterbrochen durch die Reformation, wo mir ein evangelische Pastor einmal gestand: die Protestantische Kirche ist die Ursache für die vielen Kleinkirchen danach,  auch Sekten genannt...

Ich will meine heutigen Bedenken hier nicht zu lang werden lassen, schreibt ruhig, wenn ihr das Gefühl habt, ich neige dazu  Babylon & Co, über die Maßen zu diskreditieren  ̄へ ̄👹

Dieses Thema wurde geändert 1 Monat zuvor von Gerd
Zitat
Veröffentlicht : 20. Oktober 2019 18:37
 Fox
(@fox)

Guten Abend Gerd,

zum Glück lässt sich weder unser himmlischer Vater noch sein Sohn und Erbe Jesus Christus von irgendeiner Kirche begraben.

Meiner Meinung nach erforderte die Beständigkeit der Lüge Satans durch Kirchen die Vervielfältigung dieser und anderer Religionen. Gibt es ein "besseres Machtverlangen zur alleinigen Erklärung Gottes", dass sich irgendeine Kirche rechtfertigen könnte? Wohl kaum.

Soweit du ausführst, auch unser Körper benötige eine Ordnung zum Lebenserhalt ist dies sehr begrenzt zu betrachten. Die beste Ordnung ist die Zustimmung zu einer bestimmten Unordnung, weil sich Wohlbefinden nicht nach Tag und Stunde ausrichten, sondern kommen und gehen. Und wenn es geht muss man halt auch mal ausspannen oder etwas anders ausrichten. Das fängt schon beim Speiseplan an - jeden Tag das gleiche, das muss einem ja auf den Magen schlagen - und damit auf weitere Organe, auf Neurotransmitter und damit wiederum auf das Wohlbefinden, welches dann fehlt.

Mikrokosmos gleich Makrokosmos bedeutet in diesem Fall  die Zuversicht, dass auch die himmlischen Geschöpfe bereit und in der Lage sind, sich auf stets ändernde Situationen einzustellen und diese nötigenfalls aufzufangen. Ob dafür 185.000 Angreifer platt gemacht werden mussten oder ein Engel klarstellen musste, dass Maria nicht fremdgegangen ist, ob ein Menschlein mit himmlischer Hilfe vor Ungerechtigkeit durch solche, die Recht sprechen sollen, bewahrt werden muss oder ein anderer in seiner Überheblichkeit ausgebremst - ganz sicher ist, dass die Kirchen, welche sich christlich nennen, aber hauptsächlich an ihrem Namen, an ihrer Würde, an ihrer Lehre interessiert ist, auf jeden Fall begraben werden. Spätestens, wenn unser Herr und uns liebender Bruder wiederkommt um uns nach Hause zu holen.

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Veröffentlicht : 20. Oktober 2019 19:30
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(@watchtower_ns)
Neues Mitglied

@fox

"Spätestens, wenn....."

Was nicht heißt, dass unser Verhalten bis dahin egal wäre. Und übertriebene Werkgerechtigkei genau so das Missfallen "unseres Herrn" erntet wie gnostischer Fatalismus.

Und wie sehr muss er erst abgestoßen sein, und mit einem "ich habe euch nie gekannt" beantworten, wenn beides kumulativ angetroffen wird? Eifriges in den Straßen stehen, bauen, und textzeilenproduzieren und nichts tun a la Buddha Hände in den Schoß legen wenn "diese Kleinen" geschändet werden?

Ich denke da kann es nicht den leisesten Restzweifel geben.

Lg

Ps: in amerikanischen Verlagshäusern, Fantasy-Science-Fiction- und Comicgeschichten wurde schon immer nach der Anzahl der Zeilen oder Worte bezahlt. Das ist die WTG nichts ungewöhnliches. 

Diese r Beitrag wurde geändert 1 Monat zuvor von Watchtower_NS
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Veröffentlicht : 20. Oktober 2019 20:14
 Fox
(@fox)
Veröffentlicht von: @watchtower_ns

"Spätestens, wenn....."

Was nicht heißt, dass unser Verhalten bis dahin egal wäre. Und übertriebene Werkgerechtigkei genau so das Missfallen "unseres Herrn" erntet wie gnostischer Fatalismus.

Guten Abend watchtower_ns,

mein "spätestens wenn" bezog sich rein auf den zeitlichen Faktor. Manche selbsternannten Heilsbringer hat es schon in den Knast oder in den Tod getrieben. Ich gestehe, mir fehlt bei manchem die Trauer. Nicht aber bei den von ihnen verblendeten Opfern.

Das "spätestens wenn" ist ein Trost für mich, in den ich gern alle LeserInnen eingebunden habe, denn wir müssen uns nicht für alle Zeit damit herumplagen. Für mich zählen alle Religionsorganisationen zu Satan, sie lenken weg von Gottes Heilsplan durch Christus Jesus. Jede Kirche will ihre eigene Ehre, möchte, dass wir in dem Spiegel, in dem uns die Herrlichkeit des Wortes Gottes durch Jesus entgegenleuchten soll (1. Kor. 13:12), ein wenig so verdrehen, dass wir die jeweilige Kirche darin sehen, die uns dann zu verklickern versucht, SIE selbst sei der einzige Weg zu Christus/Gott. Es ist derzeit sehr mühsam, all diese Versuche so zu identifizieren, deshalb sind so viele Menschen Proselyten einer Kirche geworden. Fast alle Aussteiger können ihr gutes Gefühl bestätigen, welches sie hatten wenn es ihnen gelungen war, als Teil der Kirche/Organisation deren Anforderungen wenigstens teilweise unterstützt haben zu können. Ob ein Katholik eine Kerze kauft und anzündet um für die verstorbenen Seinen zu bitten oder ob wieder eine Stunde auf den Berichtszettel der Org kommt, das spielt dabei gar keine Rolle. Das ist nicht unbedingt auf ein schlechtes Herz, schlechte Beweggründe zurückzuführen. Ich durfte die Liebe erleben, welche unbeschreiblich und wunderbar ist von aktiv Tätigen in der Kirche und in der Org und ich weiß, dass Jesus deren Fehler genauso vergibt wie unsere, weil sie wirklich Liebe ausüben. Die mag falsch organisiert sein, aber sie ist da und Jesus kann Irrtümer gerade stellen in einem liebenden Herz, wohingehend ein kaltes Herz mit weniger Fehler behaftet sein mag aber trotzdem unnütz. Darüber möchte ich mir gar keine Gedanken machen, der Herr Jesus weiß das viel besser, sein Gericht ist gerecht und ich habe genug zu tun, nicht selbst in diesem zu landen.

Bevor Babylon vernichtet wird, ergeht der Ruf, aus ihr hinauszugehen. Es geht also um das Konstrukt, nicht in erster Linie um die Vernichtung von Menschen wie uns die Harmagedontreiber immer nahelegten. Aber sicher, ja garantiert, lässt Gott sich nicht verspotten und wird die Religionen mit als seine Feinde unter Jesu Füße legen. Das ist meine Gewissheit.

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Veröffentlicht : 21. Oktober 2019 18:40
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Gerd
 Gerd
(@gerd)

Ein kritischer ZJ aus dem Jurekforum, er kommt zu diesem Vorschlag und Haltung bezüglich der WTG-Kirche:

...Und vielleicht hat meine Standhaftigkeit auch mit zu diesem Umdenken geführt! Ich kann durchaus in der Gemeinschaft der ZJ nach meinem Gewissen leben. Ist natürlich und das gebe ich gerne zu, nicht so einfach. Man muß aufpassen, was man öffentlich und besonders in der Versammlung sagt und darf "den Bogen nicht überspannen".

Und dieses Dissidententum mag durchaus hier und da eine Änderung bewirken. ich erinnere nur daran, daß tatsächlich bei den Tauffragen eine "Entschärfung" statt gefunden hat , "die vom Geist geleitete Organisation" wurde weggelassen....

Ist d a s die einfache Lösung innerhalb dieser Kirche/Organisation, um sooo vor Christus erscheinen zu können?

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Veröffentlicht : 21. Oktober 2019 20:10
 Fox
(@fox)

@gerd

Guten Abend Gerd,

meines Erachtens gibt es einen Unterschied zwischen wissentlich etwas verkehrt machen oder unwissentlich. Ein Pfarrer, welcher seine Kirche immer als das richtige Mittel, das Mittel der Wahl zur Hinführung von Menschen zu Christus sieht - wer mag ihn verurteilen? Jemand, der seine Verwandten in der Organisation hat und deswegen drin bleibt, wird ganz sicher irgendwann vor der Wahl stehen, ob er sich zu Christus bekennt oder zur Verwandtschaft. Ich bin sehr froh, dass das nichts ist, was ich entscheiden muss. Ich weiß, dass kein einziges Schaf unseres Herrn verloren geht. Was bleibt, ist (für mich), unsere Höchsten so oft wie möglich zu erinnern, dass ich kleines dummes Schaf auch mitkommen möchte. Und nicht nur ich, da gibt es ganz viele auf die er teilweise noch mehr aufpassen muss, trösten, tragen, Wasser geben, ans Heu setzen......

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Veröffentlicht : 21. Oktober 2019 21:19
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Gerd
 Gerd
(@gerd)

Wenn man es so tolerant betrachtet, wie du liebe Fox, dann hätten wir alle gleich katholisch bleiben können, denn die Auswahl trifft ja Gott persönlich und nicht seine angebliche Bodenstation.

Nur weiß, im gegenständlichen Fall, Jehova allzuoft nicht so recht, wie seine Mitläufer die Taufformel artikulieren sollen, aber egal,  wir spenden weiterhin eine Kerze für die "Mutter Gottes", oder rennen für Gott in den Predigtdienst. Sollte das alles nicht korrekt sein, wem schadet es weiterhin ein Mormone, Adventist, Neuapostole, oder ein Zeuge Jehovas zu sein?

Soll man sich weiter selber belügen, denn wichtig sei nur die Gemeinschaft der Heiligen, unterschiedlichsten Couleurs, ein eifriger getaufter Gottgläubiger guten Willens, der nur unsicher ist, ob er mit seinem Erlöser sprechen darf, denn seine Geistlichen verbieten ihm das. Soll er tun oder lassen, wie es ihm gefällt, aber mit der Kirche verbunden bleiben, weil man das Zusammenkommen niemals versäumen sollte...🥱

Diese r Beitrag wurde geändert 1 Monat zuvor von Gerd
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Veröffentlicht : 22. Oktober 2019 3:18
Gerd
 Gerd
(@gerd)
Veröffentlicht von: @fox

Für mich zählen alle Religionsorganisationen zu Satan, sie lenken weg von Gottes Heilsplan durch Christus Jesus. Jede Kirche will ihre eigene Ehre, möchte, dass wir in dem Spiegel, in dem uns die Herrlichkeit des Wortes Gottes durch Jesus entgegenleuchten soll (1. Kor. 13:12), ein wenig so verdrehen, dass wir die jeweilige Kirche darin sehen, die uns dann zu verklickern versucht, SIE selbst sei der einzige Weg zu Christus/Gott.

Wie recht du hast, liebe Fox!

Das war in meinem Beitrag über die Kirchen genau die ausgehende Empfindung.

Leicht hat es Satan, er muss sich nicht mit einzelnen Gläubigen abplagen, wenn er gleich ein ganzes Potential vom rechten Glaubensweg abbringen kann. Hat er mit "Kirche" doch gleich ein Gros von Kandidaten, dann ist sein Erfolg zumindest ökonomisch 😉 

Nachfolgend gleich ein Irrtum der Großkirche, deren Gedanken auch die Kleinkirchen folgten, auch ZJ gehören (ab Rutherford) dazu!

Als Augustinus irrte …

Einflussreiche Denker wie Augustin haben die Kirche geprägt – im Guten wie im Schlechten. Zu den fragwürdigen Traditionen gehört die Ersatztheologie. Ein lesenswertes Buch geht diesem Phänomen auf den Grund. 

Eine Rezension von Egmond Prill

Der Theologe Rolf Wiesenhütter befasst sich in seinem Buch „Als Augustinus irrte ...“ mit dem Verhältnis zwischen der Kirche und Israel. Die Ausgangsfrage des Buches findet sich im vorletzten Kapitel: „Man fragt sich immer wieder erstaunt, warum die Christenheit nicht geschlossen auf der Seite Israels steht. Die Antwort lautet: die Alte Kirche hat durch die Kirchenväter die Ersatztheologie geschaffen. Die Ersatztheologie besagt, dass durch die Kreuzigung Jesu Israel seinen Status als auserwähltes Volk Gottes verloren habe und ein Volk wie jedes andere geworden sei. An die Stelle Israels sei jetzt die Kirche getreten, sie sei jetzt Gottes Volk“ (375).

Der Autor liefert ein Kompendium, eine thematische Bibliothek zum Themenkomplex Israel, die Kirche und die Substitutionstheorie – damit ist die Behauptung gemeint, die Christenheit habe Israel als Gottes auserwähltes Volk abgelöst. Auf den weit über 400 Seiten erhält der Leser gleich zwei Bücher. Neben der Entstehung und Fortentwicklung der Enterbungslehre durch die Kirchengeschichte, eben „Als Augustinus irrte…“, wird eine Geschichte Israels als Heilsgeschichte präsentiert. Nehmen wir den Buchtitel ernst, wird mit den letzten Kapiteln ein drittes Thema dargestellt: Der Antisemitismus von Augustinus bis heute. Sachkundig beschreibt Wiesenhütter die heilsgeschichtliche Ablehnung Israels im Katholizismus, im Protestantismus und den Freikirchen.

Philosophischer Übermut gegen biblische Demut

Ausführlich wird die Theologie der frühen Kirche seziert. Augustin entwickelte sein Kirchenverständnis unter den Einflüssen platonischer Schriften. Heidnische Philosophien bildeten den Wurzelgrund für jene dualistische Weltsicht mit den Gegensätzen von Licht und Finsternis, von Gut und Böse, von Heil und Unheil und schließlich Kirche und Israel. So sieht Augustin die Erlösungsfähigkeit als Alleinstellungsmerkmal der Kirche. Demnach kann allein die „Mutter Kirche“ das Heil verwalten. „Damit ist der Eckpfeiler gesetzt, der schließlich im Jahre 420n.Chr. zur Dogmatisierung der Substitution führt, die das Heil von den Juden hin zur katholischen Kirche manifestiert“ (39). In einem ersten Fazit beschreibt Wiesenhütter den Sündenfall der Kirche, da ihre frühen Lehrer durchaus in sich logische Philosophien über das Wort Gottes stellten, dem sie nicht in Demut, sondern eher in Übermut eine neue Deutung gaben. „Die Kirchenväter haben die innerjüdische Kritik, die sich schon bei den Propheten als Ermahnung und Ruf zu Gott findet, an sich gerissen und von außen gegen Israel gerichtet. Dies haben sie noch verdreht zu einem endgültigen Verworfensein Israels (welches sich nicht mit dem biblischen Zeugnis deckt). Sie haben Israel das Gericht gelassen und zu einem endgültigen pervertiert, die Verheißungen jedoch der Kirche einverleibt“ (60)....

u.v.a.m.

https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2017/10/06/als-augustinus-irrte/

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. Oktober 2019 10:07
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 Fox
(@fox)
Veröffentlicht von: @gerd

Wenn man es so tolerant betrachtet, wie du liebe Fox, dann hätten wir alle gleich katholisch bleiben können, denn die Auswahl trifft ja Gott persönlich und nicht seine angebliche Bodenstation.

Guten Abend Gerd,

tja, wenn du das gewusst hättest, was? Katholisch hätte gereicht! 🤣 😉 

Wir lesen oft, dass unsere Höchsten Menschen aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen herausruft. Wir lesen ferner, der Ruf "Geht aus ihr (Babylon die Große) hinaus...." Bedenken wir denn auch, dass Menschen aus "Nationen" u. U. an eine gewisse Religion gebunden sind? Bis Ende des 19. Jhr. war das vielfach so. In Mitteleuropa herrschte über ein Jahrtausend die Katholische Kirche und wer sich wagte, anders oder intensiver zu denken, der wurde verbrannt. In vielen Staaten Afrikas sind die Menschen Muslime, diese Religion abzulehnen kann tödlich sein. Auch in Pakistan steht auf Christentum das Todesurteil. Wenn unsere Höchsten also aus "allen Nationen" Menschen herausrufen, dann rufen sie logischerweise auch aus allen Religionen Menschen heraus.

Wichtig ist m. E., diesem Ruf zu trauen und ihm zu folgen. Das sagt sich so leicht, wenn man religionsgemeinschaftlich nix ist. Doch haben wir als Zeugen erfahren - und teilweise mit größter Bitterkeit erleben müssen - dass auch von dort der Ruf des Christus alles andere als einfach ist. Wie einfach wir Menschen oft gestrickt sind: Ja, wir lesen von den ersten Christen, wieviel sie erdulden mussten und ermordet wurden. Es liest sich halt auch viel einfacher als es sich erlebt. Beim Lesen kann ich auch ganz standhaft sein. Aber hätte ich mit Petrus am Feuer gesessen, fast platzend vor Neugier, was hinter den Mauern vor sich geht, darauf wartend, dass die Tore gleich aufgehen und mein Herr Jesus mit hochgekrempelten Ärmeln und einem breiten Lächeln im Gesicht herauskommt - nix tut sich, statt dessen kommt andauernd jemand und erklärt, man sei mit dem Verbrecher zusammen gesehen worden. Also ich hätte bestimmt versucht, die Alte hinter dem nächsten Holzstapel verschwinden zu lassen für den Rest der Nacht.

Wir wissen, dass sich das Wort Gottes erfüllen muss und das wussten auch die Apostel. Aber das Wissen ist eine Sache, es zu verinnerlichen und anzunehmen ist eine ganz andere. Aus dieser Perspektive hoffe ich sehr, dass noch ganz, ganz viele Menschen dem Ruf unserer Höchsten folgen werden und ich weiß (das anzunehmen ist eine Freude) dass es viele sein werden, dass sich die beiden höchsten Leben im Universum über jeden Einzelnen freuen. Am liebsten gießen würden wie einen kleinen Keimling. Wenn unser Herr Jesus kommt und die Seinen nach Hause holt werden wir bestimmt so manches mal staunen, was wir alles gelesen haben und gar nicht wissen, was eigentlich dahintersteht. Trotzdem dürfen wir ohne jede Furcht, sondern voll Vertrauen das Kommen Jesu erwarten.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. Oktober 2019 18:54
 Fox
(@fox)
Veröffentlicht von: @gerd

Heidnische Philosophien bildeten den Wurzelgrund für jene dualistische Weltsicht mit den Gegensätzen von Licht und Finsternis, von Gut und Böse, von Heil und Unheil und schließlich Kirche und Israel. So sieht Augustin die Erlösungsfähigkeit als Alleinstellungsmerkmal der Kirche. Demnach kann allein die „Mutter Kirche“ das Heil verwalten.

Hallo Gerd,

es ist für Menschen wirklich schwer zu verstehen, dass es einen Bereich gibt, der nur Licht ist, wo es keine Schatten gibt und erst recht keine Finsternis. Menschen, die Glaube als notwendigen Bestandteil eines organisatorischen Regelwerks sehen und nicht eine ganz einfache Struktur als zweckdienlich zum Glaube - Gerd, woher sollen sie es nehmen? Jesus hat keine Menschen geheilt die heil waren, sondern Behinderte. Er beschützte nicht eine vorbildliche Jüdin vor der Steinigung, sondern eine Sünderin. Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse hätte seinen Schatten in ganz Eden spenden können wenn die beiden sich nicht zum Egotrip entschlossen hätten - es hätte kein Böse in ihrem Bereich gegeben. Denn das Böse trat nicht durch das Wachsen des Baumes hervor sondern wegen ihrer Sünde.

Gerade das ist es aber, was das Licht von oben ausmacht. Die Finsternis wird nicht integriert sondern beseitigt. Genau dafür kam das Licht in die Finsternis, aber die Seinen waren nicht bereit, ihn als das Licht anzunehmen. Das hat sich mit der Gründung von Kirchen nicht zum positiven geändert. Jesus sagte ganz klar, "das Heil kommt aus den Juden". Sein Opfertod ist somit dem göttlichen Versprechen Abraham gegenüber geschuldet, der göttliche Heilsplan hätte nicht daran gebunden sein müssen, doch hat ER es bei sich selbst als der höchsten Instanz des gesamten Universums geschworen, dass es genau so sein würde. Sein einziggezeugter Sohn ist das Heil für alle Gläubigen.

Ergo bedeutet es, wenn der Heilsplan nachträglich geändert worden wäre, dann gäbe es auch keine Heilsgewissheit für uns und dann sähe ein Augustinus auch ziemlich doof aus. Mich erstaunt, dass die Kirchenväter, welche auch bestimmten, welche Bibelbücher als inspiriert gelten sollen, welche in den Bibelkanon aufgenommen werden, etc. solche einfachen Grundbegriffe nicht erkennen. Hat Paulus nicht klar nach Röm 11 erläutert, dass Gott sein Volk nicht verstoßen wird sondern wie zur Zeit Elias einen Überrest erwählt, damit Gnade heraussticht. Weil aber ein Großteil der Israeliten tatsächlich zu Fall kam konnte den Nationen Heil gewährt werden durch Christus Jesus. Weshalb dieser sagt, dass er zwei Hürden hat in denen seine Schafe sind und er diese zwei vereinigt. Jesus vereinigt alle Menschen auf sich um durch sein Opfer alles mit dem Vater zu versöhnen. Bedenken wir auch, dass Jakob zu Israel umbenannt wurde, bevor es das GESETZ gab - und damit keine Opfer erforderlich waren, aber von Gott mit Wohlwollen entgegen genommen wenn es aufrichtig war. Die Umbenennung erfolgte auf den Kampf Jakobs um Segen. Wie also könnte das Heil nicht aus dieser Linie kommen?

Die "Erlösungsfähigkeit" der Kirchen resultiert auch weniger aus der Erkenntnis über den Christus, die ist besser bekannt und anerkannt als bei den Zeugen Jehovas, sondern aus dem selbst zugsprochenen "Grundrecht", Beichte und Buße entgegenzunehmen durch Kirchenvertreter und den Glauben sowie den Gehorsam auf die Kirchenvertreter (oder Älteste, das ist ein und dasselbe) zu vereinigen. Früher durften nicht einmal Personen ohne Kirchenzugehörigkeit auf bestimmten Friedhöfen begraben werden und waren demzufolge wie Aussätzige.

Hier aber entsteht ein Problem für die Kirchen. Ist Glaube auch ohne Beichte lebensrettend? Warum hat dann Jesus keine Beichte abgenommen - wiewohl er Menschen zuhörte, welche ihr Herz ihm ausschütteten. Wenn aber nur Glaube entscheidend ist, wozu bedarf es dann kirchlicher Regeln?

War es der Wunsch Jesu, Kirchen, Gemeinden oder Organisationen zu gründen wie sie heute existieren? Also nicht nur Kirche als Oberbegriff, sondern Kirchengemeinschaften bzw. Versammlungen? Was sagt denn die Bibel über "die Gemeinden"? Waren das 100 oder mehr sich fremde Personen, die da zusammenkommen sollten? Diese "Omma-Fragen" (danke für das Gespräch, gute Besserung) sind es wert, hinterfragt zu werden. Augustinus war wohl ein helles Kerlchen, aber in puncto Glaube ist die Leitung durch Heiligen Geist tatsächlich erhellender.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. Oktober 2019 19:42
Gerd
 Gerd
(@gerd)
Veröffentlicht von: @fox

Augustinus war wohl ein helles Kerlchen, aber in puncto Glaube ist die Leitung durch Heiligen Geist tatsächlich erhellender.

Er war mit seiner Institution "Kirche" bereits ein Erfüller göttlicher Prophezeiungen - das ist doch was!

Paulus interpretierte sie in 1Tim 4

ZJ sollte vergleichsweise direkt der Neid fressen, denn alle Voraussagen die sie äußerten, erfüllten sich nie.

Was Paulus der damaligen Großkirche voraussagte, erfüllte sich aber fast wörtlich. Also "Kirche" erfüllte Voraussagen des Geistes Gottes ಠಿ_ಠ !

Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeiten etliche von dem Glauben abfallen werden, indem sie achten auf betrügerische Geister und Lehren von Dämonen,
die in Heuchelei Lügen reden und betreffs des eigenen Gewissens wie mit einem Brenneisen gehärtet sind,

verbieten zu heiraten, und gebieten, sich von Speisen zu enthalten...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. Oktober 2019 21:23
 Fox
(@fox)

@gerd

Lieber Gerd,

was erwartest du! Gerade die Katholiken haben auch 7 Todsünden - Jesus nur eine. Das allein ist schon ein Grund zur Flucht aus der Kirche oder nicht?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. Oktober 2019 23:09
Gerd
 Gerd
(@gerd)
Veröffentlicht von: @fox

Gerade die Katholiken haben auch 7 Todsünden - Jesus nur eine. Das allein ist schon ein Grund zur Flucht aus der Kirche oder nicht?

Ja Fox, wir sollten eigentlich den Kirchens dankbar sein, wer vergibt uns auf Erden schon all die Sünden, ich denke nur an die Klimasünden, auf die uns das hl. Gretchen mit Zöpfen hinweist. Kann man solche Vergehen, wie: Vater, Mutter, Tochter bei uns, haben alle ein eigenes Auto - sollten wir wieder beichten gehen? Was uns intensive Vergebung garantiert: keines der 3 Blechernen, ist mit Diesel bestückt, Nachlasspotential von ca. 12 %, Greta sei Dank!

Was haben wir sonst noch kirchlicherseits von dieser Institution erworben?

Z.B. die Sonntagsruhe ist wohl das älteste Sozialgesetz für uns Ex-ZJ, aber nicht für "Kirche STA", denn da muss Ruhen ab Freitag Abend beginnen, Gott wacht mittels Stoppuhr auf pünktliche Einhaltung, Ellen White sei Dank!

Nächste Woche ein Feiertag "Allerheiligen", geh ich schaffen, wär's um meinen Heiligenschein geschehen, so leuchte ich munter weiter, der Zeitumstellung am Sonntag sei Dank!

Habt ihr schon Weihnachtsgeschenke parat? Vanillekipferln erhöhen die Adventstimmung und reduzieren Jesus immer wieder in Säuglingsgröße, dem Katechismus sei Dank!

Ich höre eh schon auf, der Löschkeule sei Dank...

Das sind wir, die BI-Forumsheiligen: ٩(͡๏̯͡๏)۶ ٩͡[๏̯͡๏]۶ ͡๏_͡๏ ٩(●̮̮̃•̃)۶ 😗🙄😏

Diese r Beitrag wurde geändert 4 Wochen zuvor 2 times von Gerd
AntwortZitat
Veröffentlicht : 25. Oktober 2019 10:55
 Fox
(@fox)
Veröffentlicht von: @gerd

Nächste Woche ein Feiertag "Allerheiligen", geh ich schaffen, wär's um meinen Heiligenschein geschehen, so leuchte ich munter weiter, der Zeitumstellung am Sonntag sei Dank!

Lieber Gerd,

unsere Schöpfer gaben uns Menschen genug Intelligenz zur Entwicklung von LED-Beleuchtung und sparsamen Backöfen, so dass wir ganz hingebungsvoll Kekschen mit Vanille backen können, einer super Orchidee, eine Heilpflanze, die Achtung verdient (Ein Auszug: Äußerlich aufgetragen wirkt Vanille keimtötend. ... Außerdem hat Vanille eine entzündungshemmende Eigenschaft. Bei Ausschlägen und Neurodermitis sowie bei Pilzerkrankungen der Haut soll Vanille besonders gut helfen. Nicht nur auf den Körper, auch auf die Psyche hat das Gewürz einen positiven Einfluss." - https://praxistipps.focus.de/vanille-wirkung-auf-gesundheit-und-psyche_98517). Ebenso leckere Sternanisgebäck. Also danken wir der Kirche, uns mit so wertvollem Zeitaufwand zu beschäftigen. Das hat sie dem Predigtdienst jedenfalls voraus. Würde er wenigstens im Grünen stattfinden! Aber da heulen schon die Wölfe den Mond an und Ps. 96:12 lässt uns wissen: "Es jauchze das Feld und alles, was darauf ist! Dann sollen alle Bäume des Waldes jubeln." Für Waldbaden gibt es heute Kuren - dort ist man in einer echten Versammlung.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 25. Oktober 2019 15:07
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