Wer ist der Antichr...
 
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Wer ist der Antichrist ?  

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Gerd
 Gerd
(@gerd)
Veröffentlicht von: @ulla

Aber bitte, lieber Gerd, mache dir keine Sorgen um mich. Die GNADE Gottes hat mich soweit gebracht, wie ich heute bin. Mein innerer Leitspruch, mein ganzes Denken und Fühlen ist in Gal. 2:20 gut wiedergegeben:

"Darum lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir! Mein vergängliches Leben auf dieser Erde lebe ich im Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der mich geliebt und sein Leben für mich gegeben hat."

Liebe Ulla, ich mache mir doch überhaupt keine Sorgen um dich, wie kommst du darauf?

Dass du konventionelle Auslegung über d e n Antichristen widergibst, ist doch nicht Ursache meiner Eingaben. Ich halte mich nur an das THEMA, das Iris fragend im ersten Beitrag, und genau in diesem thread, als Thema vorgab, ich wiederhole:

Veröffentlicht von: @iris

In 1 Johannes 2:18 heißt es : ,, Kinder , es ist die letzte Stunde ! Und wie ihr gehört habt , daß der Antichrist kommt , so sind jetzt viele Antichristen aufgetreten ; daran erkennen wir , daß es die letzte Stunde ist .

Was denkt ihr , wer ist dieser Antichrist und was ist sein Kennzeichen ?

Ich habe nur das dazu geschrieben, welche Religionsgruppe m.M.n. ganz typisch für "anti" (Begriffsursprung:

von griechisch ἀντί‎ „gegen, gegenüber, entgegen“; (altgriechisch „anstelle“)...
...infrage kommt. Ich erfuhr als Reaktion an mich u.a. das:

Veröffentlicht von: @iris

doch der Antichrist kommt aus den Juden , wie Ulla schon geschrieben hat ( Dan 11:37 ).

Meine Reaktion  zeigte, dass ich diese Auslegung schon seit 50 Jahren kenne, als ich damals die FEG (Mennoniten) besuchte und aus dem Kontext von der angeführten Stelle nicht ersehen konnte (und kann), dass "...der Antichrist kommt aus den Juden , wie Ulla schon geschrieben hat", kommt. In Dan. 11, in den Versen vor deinem angeführten Vers 37, ist doch klar der "König des Nordens" genannt und du meinst der: kommt aus den Juden?

Gibt diese von dir genannte Ansicht der Kontext wider, ich kopiere aus der Elberf.:

11, 36 Und der König wird nach seinem Gutdünken handeln, und er wird sich erheben und groß machen über jeden Gott, und wider den Gott der Götter wird er Erstaunliches reden; und er wird Gelingen haben, bis der Zorn vollendet ist, denn das Festbeschlossene wird vollzogen.
37 Und auf den Gott seiner Väter wird er nicht achten, und weder auf die Sehnsucht der Weiber noch auf irgend einen Gott wird er achten, sondern er wird sich über alles erheben.
38 Und an dessen Statt wird er den Gott der Festungen ehren: den Gott, den seine Väter nicht gekannt haben, wird er ehren mit Gold und mit Silber und mit Edelsteinen und mit Kleinodien.
39 Und er wird gegen die starken Festungen so verfahren mit dem fremden Gott: wer ihm Anerkennung zollt, dem wird er viel Ehre erweisen, und er wird ihm Herrschaft verleihen über die Vielen und das Land austeilen zum Lohne.

Jetzt bist du dran, liebe Ulla mir (uns) zu erklären: wieso du annimmst der ↑ genannte König des Nordens sei:

1. der Antichrist; 2. einer von den Juden ??

Meine vermutete "Sorge" um dich, auf die du Bezug nimmst, ist nicht, dass du wieder die Auslegung: "König des Nordens" der WTG - die ich dir nannte - aufnimmst, sondern, dass du nun einer anderen fragwürdigen Auslegung folgst.

Vertreibe meine Sorge, indem du (zu diesem THEMA passend) zeigst, w o zeigt diese Danielstelle, dass dort der "Antichrist" genannt sei, und wo zeigt sie, dass es ein Jude ist? 

Vielleicht kommen wir dadurch der Frage dieses Themas: "Wer ist der Antichrist?" noch besser auf den GRUND, als es meine genannten Ansichten waren!

Danke und sonnige Grüße nordwärts, von deinem Bruder -

Ⓖ---

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 30. Juli 2020 14:27
 Ulla
(@ulla)

@gerd

Hallo Gerd,

du bringst da was durcheinander: Ich habe in meinem ersten längeren Kommentar zur Iris Thema NICHT geschrieben, der Antichrist "sei der König des Nordens".

Dass der Antichrist ein Jude sein wird, habe ich persönlich aus Dan. 11:37 geschlussfolgert. Hab ich ebenfalls im o.g. längeren Kommentar erklärt, will das nicht wiederholen. 

Musst du ja nicht ebenso sehen. Diese Freiheit haben wir ja hier auf diesem Forum.

LG Ulla

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 30. Juli 2020 14:42
 Ulla
(@ulla)

PS: Möchte da noch hinzufügen: Im Buch Daniel ist immer explizit erklärt, ob es sich nun um den 1. "König des Südens" oder 2. um den "König des Nordens" oder ab Dan. 11:36-39 um 3. "den König" (Antichrist) handelt. Diese drei Begriffe muss man auseinander halten.

Während sich die Verse 1-35 von Daniel 11 bereits in der Weltgeschichte erfüllt haben, steht die Erfüllung der Verse 36-39 noch aus: Der Antichrist ("der König") würde sich über alles und jeden Gott erheben. (Dh auch über Jesus Christus und seine Gottheit würde er sich erheben und ihn nicht anerkennen).

Paulus erzählt in 2. Thess. 2:3, 4, dass sich dieser Antichrist, hier auch "Mensch der Gesetzlosigkeit" und "Sohn des Verderbens" genannt, sich "widersetzt und sich überhebt über alles, was Gott heißt..." und sich in den Tempel setzen würde (da kommt kein Muslim rein, das wird nicht erlaubt werden).

Da der zweite Tempel 70 uZ zerstört wurde von den Römern, geht es also um den geplanten 3. Tempel, für den schon der 7armige Leuchter, der Schaubrottisch und der Altar bereitstehen, ebenso speziell geschulte Juden, die dann dort Priesterdienste darbringen werden. --- 

Weiter heißts in Dan. 11:38, dass der Antichrist, dieser "König", stattdessen den "Gott der Festungen" ehren würde. In der Römerzeit war "Jupiter, der Göttervater", dem die Festungen des Kapitols in Rom damals geweiht war. "Jupiter Capitolinus".

Der Antichrist wird sich in Israel in Zukunft mit dem "Tier" (Off. 13) verbünden, mit dem kommenden Diktator von Europa. Das ist dann die Endphase! Jesus sagte in Mat. 24:15, dass dann die große Drangsal beginnen würde, weil dann das "Gräuel der Verwüstung, von dem durch Daniel, dem Propheten, geredet ist, an heiliger Stätte" stehen und gesehen würde. --- Dieses Gräuel der Verwüstung wird das Bild des Diktators Europas sein, das sogar sprechen kann. Der Antichrist sitzt dann IM 3. Tempel und das andere Gräuel wird er auf dem Tempelplatz (also davor, wo jeder es sehen kann),  aufstellen lassen.

Doch wir haben die Zusicherung aus 2. Tess. 2:8, dass dieser Antichrist "offenbar gemacht" werden wird (er sitzt ja IM Tempel und nicht jeder kann ihn sehen, aber das BILD, das er außerhalb aufstellt, können alle sehen); und zwar durch den "Herrn Jesus, der ihn dann beseitigen wird mit dem Hauch seines Mundes und ihn vernichten wird durch seine Erscheinung"!

Deshalb ist es für uns als Christen heute wichtig zu wissen, dass dies alles so kommen wird, wie Daniel, Paulus und Johannes es aufgeschrieben haben. Denn wenn erst mal der Antichrist (kurz nach der Entrückung der Gemeinde) im Tempel drin sitzt, wird er die meisten Menschen irreführen und täuschen, so dass sie die "Liebe zur Wahrheit NICHT mehr annehmen" können. 2. Thess. 2:10

Wer läßt dies dann zu? Unser Vater im Himmel, denn es heißt abschließend in 2. Thess. 2:11, 12: "Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft des Irrtums, dass sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit."

LG ULLA

 

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 30. Juli 2020 16:39
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Gerd
 Gerd
(@gerd)
Veröffentlicht von: @ulla

PS: Möchte da noch hinzufügen: Im Buch Daniel ist immer explizit erklärt, ob es sich nun um den 1. "König des Südens" oder 2. um den "König des Nordens" oder ab Dan. 11:36-39 um 3. "den König" (Antichrist) handelt. Diese drei Begriffe muss man auseinander halten...

Der Antichrist ("der König") würde sich über alles und jeden Gott erheben. (Dh auch über Jesus Christus und seine Gottheit würde er sich erheben und ihn nicht anerkennen).

Mein Kommentar: Aha!

Wer der rot ist, habe ich ausführlich mittels LEBENDEN Personen erklärt, die genau das oben Genannte erfüllen. Mit nebulös ersonnenen Personen, die in der Bibel nicht deutlich genannt sind, sondern von Sehern erdacht wurden... allein m i r fehlt der Glaube.

Wer die oben genannte "Auslegungen" für wahr hält, zeigt viel Glaubensbereitschaft, vielleicht ist das eine Tugend an der es mir (aus gewisser Erfahrung) mangelt, daher gebe ich dieses Thema auf... bzw. weiter an →Mitleser, die bereit sind den Komplex Dan. 11 zu analysieren und ihre Schlussfolgerungen kundtun.

LG Ⓖ---

PS: und Ergänzung zu meinem gestrigen Schrieb über Mohammed und seine Väter, Quelle "Wiki", die zeigt die Herkunft von "meinem" Antichristen, sind alles historisch bekannte Personen. Namensänderungen von Bibel → Koran; es wurde von den "antis" einfach islamisiert...

 

  • Sohn von Ibrahim(biblisch: Abraham; Stammvater der Juden und Araber)
  • Sohn von Tarih(biblisch: Terach)
  • Sohn von Nahur(biblisch: Nahor)
  • Sohn von Sarugh(biblisch: Serug)
  • Sohn von Ra'u(biblisch: Regu)
  • Sohn von Fahlik(biblisch: Peleg)
  • Sohn von Aibar(biblisch: Eber)

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 30. Juli 2020 18:03
Iris
 Iris
(@iris)

@ulla

Ja liebe Ulla , wenn erst der Antichrist im Tempel sitzt , und das Bild des wilden Tieres , das ,, Abscheuliche Ding „ an Heiliger Stätte steht , kann es zu spät sein , um zu fliehen .

Jesus sagte in Matt 24:15-20 : ,, Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurden, an Heiliger Stätte stehen seht , (wer liest , der achte darauf !)dann fliehe auf die Berge , wer in Judea ist , usw.

Jesus forderte die Menschen auf zu fliehen , sobald das Gräuel der Verwüstung im Tempel aufgestellt wird . Die Wut des Antichristen wird so groß sein , daß die Menschen keine Zeit mehr haben werden , um ihre Habseligkeiten mitzunehmen oder erst zu holen . 

Darum ist es in der Jetzigen Gnadenzeit wichtig , unbedingt noch die Ölbehälter zu füllen , um rechtzeitig am Hochzeitsfest dabeizusein und nicht vor geschlossener Tür zu stehen .

Liebe Grüße

Iris

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 30. Juli 2020 18:20
 Ulla
(@ulla)

Liebe Iris,

ja, das wird eine krasse Zeit sein, diese letzten 3,5 Jahre, wenn der Antichrist den Tempel entweiht! Die große Drangsal wird beginnen!

Paulus´2. Brief an die Thessalonicher ist für unsere Zeit hochprophetisch, auch wenn er damals im 1. Jahrhundert schrieb, dass die Gläubigen schon damals spürten, wie sich die "Mächte des Bösen regen", bis "der, welcher jetzt zurückhält, aus dem Weg ist." -

Wer ist dieser, der zurückhält? Es ist der Heilige Geist, der Pfingsten 32 uZ ausgegossen wurde, als die Gemeinden gegründet wurden...der Heilige Geist geht dann mit der Entrückung der Gemeinde zurück in den Himmel (aus dem Weg).

Deshalb können sich diese "Mächte des Bösen" (HFA) in den letzten 3,5 Jahren voll entfalten!

Denn Satan und seine Dämonen, die sich heute noch in den "himmlischen Örtern" aufhalten (Eph. 6:12) und und die Gläubigen Tag und Nacht vor Gott anklagen (Off. 12:10), werden dann von "Michael, einem der höchsten Engelsfürsten" (Dan. 10:13), aus diesen himmlischen Örtern hinausgeworfen. Hinab zur Erde!

Die weltweite Gemeinde (=die Erlösten,= der Leib Christi,= die Braut Christi) ist dann weg, der Heilige Geist ist dann weg und Satan wird sich in diesen 3,5 Jahren völlig austoben auf der Erde. Er hat dann nur noch eine "kurze Frist", um größtmöglichen Schaden anzurichten, deshalb seine große Wut.

Doch die Evakuierung der Gemeinde wird eine große Freude darstellen: "Darum freut euch nun, ihr Himmel und ihr alle, die ihr darin wohnt." (Off. 12:12)

Deshalb ist es ja so wichtig, dass wir über die "Kuschel-Theologie" hinausgehen und uns diesen Themen aus Thessalonicher ua. widmen. Das ist keine Angstmache aus Gottes Wort, sondern hochbrisant und wichtig, um sich noch in der jetzigen Gnadenzeit zu Christus zu bekennen. Es geht hier um unsere unmittelbare ZUKUNFT !

Man kann nur hoffen und beten, dass noch viele wach werden und - auch bleiben, denn ohne Öl sind die Lampen aus.   ; )

LG ULLA

 

 

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 30. Juli 2020 20:03
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Gerd
 Gerd
(@gerd)

Ich hoffe, nachfolgendes Interview im heutigen "Kurier" und die Tatsachen die ich dort hervorhebe, sind Lesern, die seit Jahren auf einen vermeintlichen 3. Tempel Gottes in Jerusalem warten, zumutbar:

02.08.2020

"Demokratisierung der muslimischen Gesellschaften ist gescheitert"

Islamwissenschaftler Ednan Aslan über die Chancen der neuen Dokumentationsstelle Politischer Islam und die Umwidmung der Hagia Sophia.

von Rudolf Mitlöhner

KURIER: Herr Professor Aslan, seit kurzem gibt es in Österreich eine „Dokumentationsstelle Politischer Islam“: Was ist der „politische Islam“ eigentlich?

Ednan Aslan: Diese Debatte ist sehr interessant. Diejenigen, die diese Dokumentationsstelle kritisieren, sind jene, die den politischen Islam erfunden haben. Das macht diese Leute natürlich nicht sehr glaubwürdig. Der Begriff ist seit den zwanziger Jahren bekannt in der islamischen Community. Wenn sie die Publikationen von Millî Görüş, der Muslimbruderschaft und weitere muslimischen Organisationen ansehen, dann finden Sie dort den politischen Islam sehr ausführlich beschrieben. Es ist auch nicht selten, dass einige klassisch-islamische Fakultäten den politischen Islam als Unterrichtsfach anbieten. Das ist deren Produkt. Es gibt unterschiedliche Ausprägungen des politischen Islam, aber der Kern ist, dass man verpflichtet ist, einen islamischen Staat auf dieser Erde zu etablieren. Das ist das Endziel. Zwischen IS, Taliban, Al Kaida und Vertretern des politischen Islam in Europa gibt es unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie man dieses Ziel erreicht – durch Gewalt, oder durch Instrumentalisierung der demokratischen Institutionen. In der Zielsetzung aber gibt es zwischen IS und politischem Islam keinen großen Unterschied.

Ist nicht der Islam per se politisch – im Unterschied zu anderen Religionen, die eine klare Abgrenzung zwischen den Sphären der Religion und der Politik kennen?

Seit dem Tode Mohammeds wird das breit diskutiert in der islamischen Welt: Was ist die Stellung der Politik im Islam? Ich glaube, man kann Religion nie ganz von Politik trennen. Jede Religion trägt bestimmte gesellschaftliche, moralische Vorstellungen in sich, die auch „politisch“ sind.

Aber gibt es da Unterschiede zwischen den Religionen – oder ist das überall gleich?

Christentum und Islam trennen sechs Jahrhunderte. Der Islam kennt keinen Aufklärungsprozess. Er hat auch die Erfahrungen der Kirche nicht gemacht – leider haben die Muslime von der Kirche sehr wenig gelernt, obwohl sie sehr viel lernen könnten. Die Muslime mögen die Begriffe Reform, Renaissance überhaupt nicht, aber aus meiner Sicht bräuchten sie genau darüber eine Debatte. Wenn es keine Reform des Islam gibt, dann wird er auch keine Zukunft haben. In vielen islamischen Ländern spricht die Religion die jungen Menschen nicht mehr an. Wenn Erdogan jetzt die Umwidmung der Hagia Sophia durchgesetzt hat, so liegt das auch daran, dass er die Jungen nicht mehr durch Inhalte erreicht. Wenn man die Menschen nicht mehr mit Inhalten, mit Ideen überzeugen kann, dann versucht man es mit Symbolen – mit Steinen, wie Olivier Roy (frz. Politikwissenschaftler; Anm.) gesagt hat.

Was genau könnte der Islam von der katholischen Kirche lernen?

Es bräuchte eine Debatte über den Säkularismus. Was dürfen die Muslime vom Koran erwarten? Die Muslime überfordern gewissermaßen den Koran bzw. den Propheten. Der Koran kann und will die Fragen der Muslime in der Gegenwart nicht beantworten. Die Muslime versuchen, ihren Verstand durch den Koran zu ersetzen – aber das will der Koran nicht. Die Kirche hat den Prozess der Aufklärung durchgemacht – mit bitteren Erfahrungen, aus denen wir sehr viel lernen könnten. Die Kirche hat ihre Stellung in einer demokratisch-pluralen Gesellschaft definiert und festigen können. Das fehlt für den Islam. Wenn aber einige Vertreter des Islam diese Debatte führen wollen, dann fühlen sich die Muslime beleidigt, unverstanden etc. Leider sind wir nicht in der Lage, ohne Druck von außen lebendige innerislamische Debatten zu führen. Da bin ich wieder bei der neuen Dokumentationsstelle: Die wird uns sicher kurzfristig weh tun, aber langfristig wird sie uns helfen – wenn sie wirklich wissenschaftlich fundiert arbeitet... [...]

...Man kann natürlich sagen, die Regierung ist gut beraten, sich an ihr eigenes Programm zu halten. Auf der anderen Seite: ein wesentliches Element des politischen Islam ist die Judenfeindlichkeit. Das bedeutet aber, dass die Bekämpfung des politischen Islam auch eine Bekämpfung des Antisemitismus ist. Die Kernaufgabe des politischen Islam besteht darin, die Existenz Israels zu bekämpfen. Das ist kein Geheimnis – Sie brauchen nur an einem Freitag in den Moscheen etwa in Ägypten zuhören. 

[...]

Wenn wir von einem „europäischen Islam“ sprechen, sind wir bei der Frage, inwieweit der Islam mit Demokratie, Rechtsstaat, Pluralismus überhaupt kompatibel ist …

Die Frage ist berechtigt. Der Islam tut sich damit sehr schwer. Wir haben in keinem islamischen Land eine funktionierende Demokratie. Es hat auch keinen Sinn, in einer Opferrolle zu verharren und die Schuld dafür bei anderen zu suchen: den USA, dem Mossad … Nein, die Muslime waren bis jetzt, seit dem Ableben des Propheten Mohammed, nicht fähig,eine gerechte Gesellschaftzu etablieren. Unsere letzte Hoffnung war die Türkei – die wir jetzt auch aufgeben müssen, die wurde durch die AKP-Regierung zunichtegemacht. Die Türkei war auch die letzte Hoffnung im Blick auf den interreligiösen Dialog – auch das ist jetzt mit der Umwandlung der Hagia Sophia vorbei. DieDemokratisierung der muslimischen Gesellschaftenist gescheitert. 

Wenn in der Hagia Sophia mit einem Schwert in der Hand gepredigt wird, dann können wir nicht vom Islam als Religion des Friedens sprechen. Da höre ich gerade von jenen nichts, welche lautstark gegen die Dokumentationsstelle protestieren. Ich habe auch nichts zur Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee gehört – obwohl hier ganz eindeutig islamische Prinzipien verletzt werden: Dafür gibt es im Koran keine Grundlage! Da würde ich mir wünschen, dass Vertreter der IGGÖ dagegen aufstehen. Sie können die Bilder von Jesus und Maria nicht einfach mit Vorhängen abdecken, das geht nicht! Die Hagia Sophia ist viel älter als der Islam. Stellen Sie sich vor, das passiert in Jerusalem: dass man aus einer Moschee eine Kirche oder eine Synagoge macht. Israel könnte auch sagen: Wir haben das Land erobert, wir können hier machen, was wir wollen. Was glauben Sie, was da in der islamischen Welt los wäre, wenn aus der Al-Aksa-Moschee eine Synagoge würde! Warum schweigen wir zu diesen Dingen?

https://kurier.at/politik/inland/ednan-aslan-demokratisierung-der-muslimischen-gesellschaften-ist-gescheitert/400988051

Aber auf einen "Antichristen", gemäß Kleinkirchen- und Mitschreiber-Auslegung, sollen wir noch weiter warten?

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. August 2020 7:21
pit
 pit
(@pit)

Liebe Ulla.

Zur Kuschel-Theologie.

Wenn du die Bibel in dieser Art liest, wie verstehst du dann die Folgetexte?

Z.B. Offb. 13, 9: Es gibt für mich nur eine Art meine Liebe zu meinem Herrn zu beweisen: Mein Leben zu geben.

Es verfolgt mich aber Niemand um meines Glaubens Willen. Muss ich jetzt zum IS fahren, um mich umbringen zu lassen?

Begründung: Blöd reden kann ja wohl jeder. Aber wo ist der Beweis?

Und du meinst, dass Gott so denkt?

Friede pit

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. August 2020 8:53
(@michael)

@gerd

Ich kenne mich gerade nicht aus. Wenn du die Jahre bis zu Jesu Wiederkehr in chronologischer Folge beschreiben müsstest, was würdest du sagen?

Liebe Grüße

AntwortZitat
Veröffentlicht : 3. August 2020 13:50
Gerd
 Gerd
(@gerd)
Veröffentlicht von: @michael

Wenn du die Jahre bis zu Jesu Wiederkehr in chronologischer Folge beschreiben müsstest, was würdest du sagen?

Nicht mehr als geschrieben steht. Zufällig las ich heute diesen Artikel aus dem neuen Heft von "Gnade & Herrlichkeit", ich scanne 2 Seiten:

Mehr weiß ich auch nicht, lieber Michael...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 3. August 2020 14:33
pit
 pit
(@pit)

Lieber Bruder Gerd.

Du wolltest einen klaren Text.

Ich zitieren den 24er schon lange nicht mehr.

Begründung:

Der Dialog hat, meiner primitiven Meinung nach, so nie und nimmer stattgefunden.

Kann gar nicht sein.

Mit dem Tod des Herrn hat keiner seiner Jünger gerechnet.

Wo waren sie am Kreuz?

Nicht vorhanden. Weggelaufen. Einzig die Frauen blieben.

Sie dachten, Er werde im gelobten Land sein Königreich wieder aufbauen.

Was war mit Petrus los?

Erst jemand das Ohr abschneiden und dann feige davonrennen?

Hat er wohl sein Schwert daheim vergessen.

So kann man doch die Bibel nicht lesen!

Die Bibel kann man doch nur mit dem Geist erfassen. Da kann man doch nicht am Buchstaben hängen.

Ich weis, das wird jetzt allen nicht gefallen, aber ihr tut euch selbst keinen Gefallen damit. Klar ausgedrückt halte ich das für einen Missbrauch der Schrift.

Friede pit, dieses Mal mit gezücktem Schwert.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 3. August 2020 16:08
Iris
 Iris
(@iris)

@michael

Lieber Michael ,

das kann man nicht chronologisch beschreiben , da verschiedene Bibelbücher dabei eine Rolle spielen . Ich versuche es mal so zu beschreiben , wie ich es sehe .

Als Jesus in den Himmel zurückkehrte , sagte er zu seinen Jüngern :,, Euer Herz erschrecke nicht ! Glaubt an Gott und glaubt an mich!

Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt . Ich gehe hin , um euch eine Stätte zu bereiten . Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite , so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen , damit auch ihr seid , wo ich bin .“( Joh 14:1-3 Sch2000)

Jesus würde also wiederkommen , um sie zu sich zu holen , damit sie für immer bei ihm sind . 

Jesus wollte , daß wir auf ihn warten und uns in der Zwischenzeit durch Nichts und Niemand davon abbewegen lassen . Wir sollten bereit sein , ihn zu erwarten und ihm entgegeneilen . Wir erwarten nicht den Tod , sondern unseren Herrn . ( 1 Kor 15:51-54+1 Tess 4:16 „Denn der Herr selbst wird , wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt , vom Himmel herabkommen , und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen . Danach werden wir , die wir leben und übrigbleiben , zusammen mit Ihnen entrückt werden in Wolken , zur Begegnung mit dem Herrn , in die Luft , und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit .“

,, Dieser Tag kommt aber nicht , es sei denn , der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Sünde , der Sohn des Verderbens .“ So in 2 Tess 2:1-8 .

In Offenbarung 19+20 bis Vers 6 können wir die Reihenfolge dieser Ereignisse lesen . Man erkennt , daß Jesus Christus ein zweites Mal den Himmel verläßt , um alle seine Feinde aus seinem Reich zu entfernen und dann sein 1000- jähriges Reich aufzurichten .

In Matt 25:31 wird Jesus Christus auf seinem Thron der Herrlichkeit alle Lebenden auf der Erde trennen . Daß heißt ,  die Schafe von den Böcken trennen und alle seine Feinde entfernen ( Ps 110). Nach dem Gericht über seine Feinde , wird Satan für 1000 Jahre im Abgrund gebunden . Dann kann das 1000-jährige Reich beginnen .

Nach den 1000 Jahren wird Satan nochmal losgelassen und mit den abtrünnigen Völkern auf der Erde endgültig gerichtet .

Dann folgt das Endgericht vor dem großen weißen Thron , bei dem alle Toten gerichtet werden .

Liebe Grüße

Iris

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 3. August 2020 17:21
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Gerd
 Gerd
(@gerd)
Veröffentlicht von: @pit

Ich zitieren den 24er schon lange nicht mehr.

Es ist immer wieder zu beachten: WER fragte, und WEM wurde geantwortet!

Die Jünger erfuhren durch Jesus das was ihre Vorväter schon erhofften: Leben im paradiesischen LAND Israels. Verbreiterung bis zum Erdende wenn sie so leben wie ihnen Jesus z.B. in der Bergpredigt erzählte.

In den --> Synoptikern gab es keine Himmelsverheissung, die war für die Autoren noch nicht enthüllt.

Erst mit dem Evangelium des Johannes wird klar, dass Gott seine himmlische Familie erweitern möchte. Ins Detail ging dann Paulus, nachdem ihm Jesus vom Himmel dieses vermittelte. Somit sind die Endzeitmerkmale in den"24"-ern, wie du sie nennst, nicht für "Berufene und Erwählte" bestimmt. Diese nehmen z.Z. die Merkmale wahr, sie können.... und nun beziehe ich mich auf den Autor "Holger Stoye" (habe vorher nie was von ihm gelesen) und lese die Unterscheidung die auch er vornimmt, ab Seite 105 mit Beginn des Satzes: "In zweiter Linie..."

Die Herauswahl durch den Gott-Vater begann erst mit Pfingsten und dauert noch immer an. Die "neue Erde" mit Israel im Mittelpunkt, hat, wie das Wort schon zeigt, mit keinem Ziel: "Himmel" etwas gemein, aber Jesus ist dort wie da, der König!

Mit der Zweiklassen-Lehre a la ZJ, hob man 1935 die Himmelshoffnung einfach auf (Himmel ist schon voll!) und ließ nur die Erdhoffnung zu, mit kleinen Ausnahmen im Führungsgremium. Nun müssen sie situationsbedingt allmählich zurückrudern, die nächste Zeit wird zeigen, was deren Fantasie für neues Licht hervorbringen wird.

Diese r Beitrag wurde geändert 4 Tagen zuvor von Gerd
AntwortZitat
Veröffentlicht : 3. August 2020 19:50
 Fox
(@fox)

@pit

Guten Abend pit,

Dialoge werden selbst innerhalb unseres Staates von Menschen ganz verschieden aufgefasst. Geschweige denn über einen derart langen Zeitraum aus einer völlig anderen Kultur. Für mich bemerkenswert ist, dass Jesus nicht auf die Frage der Wiederherstellung direkt eingegangen ist, sondern seine Antwort mit der Warnung über die Verführungsbemühungen selbsternannter Christusse. Und das, mein lieber pit, haben wir doch hin und zurück erlebt, oder nicht? Wie sich jemand als Christus tarnen möchte spielt dabei keine Rolle. Fakt ist, dass jede Religion zuerst auf sich Bezug nimmt, auf ihre Großartigkeit und dann (vielleicht) auf Jesus. Das verstellt den Spiegel, mit dem wir die Herrlichkeit Gottes wahrnehmen könnten (2. Kor. 3:18: "Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.". Da drängelt sich einfach jemand ins Spiegelbild und das ist pfui, denn wir legen damit dem Heiligen Geist Handschellen an, wir hindern ihn freiwillig, für uns tätig zu werden! Warum sollten wir das tun?

Du hast einige sehr ernste Fragen gestellt, z. B. Petrus betreffend. Bei den Indianern gibt es eine Redenart: "Rede nicht über jemand, in dessen Mokassins du nicht eine Meile gelaufen bist". Eine Meile? Kann man dann wirklich jemanden einschätzen? Wem seine Schuhe zu klein, zu eng sind oder sonstwie drücken, den betrifft dies vielleicht viele Tage, viele Nächte, in dessen Mokassins sind viele Löcher der Verzweiflung und Einsamkeit, auch wenn "nach außen hin" alles nicht so schlimm scheint, dasjenige nicht vor anderen weint und sich vielleicht sogar selbst um Herzlichkeit und Mitgefühl bemüht. Petrus, Sprücheklopfer mit ganzem Herzen - was muss er Panik gehabt haben am Feuer der Befürworter von Jesu Verhaftung. Wäre ich mutiger gewesen? Vielleicht, mein Leben ist gelaufen, ich bin niemandem mehr etwas schuldig. Und das ist ein Unterschied zu Petrus, der Familie hatte und dieser verpflichtet war trotz aller aufrichtigen Nachfolge Jesu. Es redet sich leicht, wenn man nicht selbst betroffen ist. Du hast die Versammlungen noch im Kopf? Wo sind sie denn, wenn jemand wirklich Hilfe braucht und kein Geld von irgendeiner Versicherung dafür bekommt? Ist es denn wirklich "helfen", wenn man auf die Pflegeversicherung hofft, auf die Berufsunfähigkeits- oder Krankenversicherung, etc.? Zeugens haben auf Körperschaftsrechte geklagt und genießen gute staatliche Vorteile, Vorteile von jenen, die sie in ihrem Herzen verfluchen! Ist es besser, lieber einmal mehr Unrecht zu tun um (tatsächlich oder eingebildet) noch mehr das Rechte tun zu können oder ist es besser, lieber einmal mehr vor etwas zu flüchten, das nicht gleich als das richtige zu identifizieren ist? Mein müder Geist sagt: Nichts von all dem! Es ist nicht nur schön zu lesen, dass Jesus dem Petrus wissend ob dessen Schwäche den Auftrag gab, bei seiner Rückkehr die Schafe Jesu zu weiden. Die Frauen, die am Kreuz blieben. Ja, weil sie Frauen waren nahm sie keiner wirklich ernst. Das war so mit Frauen zu dieser Zeit. Männer hatten etwas zu verlieren, die Weiber beachtete keiner ernsthaft. Außer Jesus. Was für eine Liebe! Dies ist eine so unfassbar große Gewissheit der Gnade unseres Herrn und Bruders Jesu! Er kennt uns besser als wir selbst. Jeder Flecken auf unserem Persönlichkeitskleid nimmt er als Farbtupfer, als Arbeitsauftrag für seine hohepriesterliche Tätigkeit. Egal, wie viele Flecken unser Selbstbild tatsächlich hat im Gegensatz zu unserer Einschätzung, im Glauben daran, Teil von ihm sein zu dürfen, durch ihn Erben am Eigentum des Allerhöchsten zu sein, mit ihm in der Ewigkeit an der Seite unseres geliebten himmlischen Vaters sein zu dürfen - pit, wir sind ihm immer genug. JEDER, der an ihn glaubt, ist ihm genug, wichtig, liebenswert.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 3. August 2020 21:17
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Wildblume
(@wildblume)

@fox

Amen!

Schwarzes Schaf, aber Schaf....

AntwortZitat
Veröffentlicht : 3. August 2020 21:49
RoKo gefällt das
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