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Verschiedenes und Aktuelles

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Jacky und Meli
(@jaqueline)

Jacky und Meli:

 

Hallo,

wir eröffnen einen neuen Thread. In Ihm wollen wir verschiedene und aktuelle Themen ansprechen und behandeln. Steffi wird mitlesen und über uns Fragen (die evtl. an sie gestellt wird) und Beiträge beantworten. Sie will aber definitiv kein eigenes Profil und bittet daher dies nicht anzusprechen oder zu fragen. Dies hier ist übrigens keiner unserer Dialoge, sondern wir wechseln uns beim Schreiben einfach nur ab.

 

Jacky:

Wir wollen und werden Themen hier mal rein stellen wie etwa ob ein starker Glaube überhaupt möglich ist oder (wird Thema in der Schule sein) Schwangerschaftsabbrüche und der biblische Standpunkt dazu.

 

Meli:

Hier und jetzt aber wird Steffi (in Absprache mit ihr, momentan Ferien und wir sind bei meinen Eltern in S) Thema sein. Sie, und auch wir beide, haben nämlich festgestellt daß oft „um den heißen Brei“ herum geredet wird. Daß weder in der ZJ-Literatur noch auch hier ansatzweise die Problematik und die Wortauswahl dem entspricht womit sich ZJ und Ex-ZJ herumschlagen müssen.

 

J:

Man könnte auch so sagen: Keine Ahnung was die Töchter/Söhne und Enkel/in in der Schule für Probleme und die Art und Weise des Spots in Wirklichkeit sich anhören müssen. Steffi will daß hier ein lebendiger Eindruck entsteht was sie jetzt im neuen Schuljahr sich von einem neuen Schüler anhören musste und wie sie sich zur Wehr setzte.

 

M:

Und das steht definitiv nicht in den Büchern und Wachtürmer. Auch die Videos für Jugendliche auf JW.org spricht diese Problematik überhaupt nicht an. Als ob Gespräche / Fertigmachen so ablaufen würden wie dort dargestellt – stimmt überhaupt nicht!!!! Steffi will den „Finger in die Wunde legen“ und hier vermitteln wie es wirklich abgeht. Und das, muss erwähnt werden, daß an unserer Privatschule das Gesprächsniveau deutlich höher liegt. Aus Stuttgart kenne ich wie es richtig fies abgehen kann.

 

J:

Okay, wir haben gerade Redensarten im Unterricht. Das vielleicht mal als kleine Info. Jedenfalls kamen ja neue Schüler. Es kamen neu: 3 Jungs und ein Mädchen. So sind wir (3 Schüler/in sind gegangen) insgesamt jetzt 22 – 14 Mädchen und 8 Jungs. Die Jungs waren letztes Jahr extrem in Unterzahl. Egal, letztes Schuljahr wurde Steffi eine sehr gute Freundin von uns und wir sind als Trio anerkannt. Bekam einen Spitznamen: Die wilde Amazone. Spitznamen/Rufnamen sind eine Ehre und Anerkennung. Man gehört einfach dazu. Meli und ich sind ein Paar, wichtig an dieser Stelle. Auch daß Meli von Anfang an (d.h. seit 5. Klasse mit kurzer Unterbrechung in S) zusammen mit mir an unserer Schule ist. Es ist deshalb bekannt daß wir zusammen sind. Jetzt hat dann ein Mitschüler Steffi richtig fett auf die Palme gebracht indem er fragte ob wir einen 3er hatten.

 

M:

Ich verbitte mir diese unwahren Unterstellungen“. So antwortete Steffi. Was Blöderes kann man nicht erwidern. Auch wenn es so in der ZJ-Literatur steht. Jacky gab ihr den Tipp daß sie entweder die wildeste Szenen schildern soll oder ihn fragen ob er gerne in Wahrheit dabei sein würde. Irgendwas antworten, bloß nicht mit so einem Mist.

 

J:

Sie antwortete dann: „Du wirst ja schon Gelb vor Neid, oder?“ Darauf lachten dann die 2 und mit einem Schlag war die Situation entschärft.

 

M:

Es entwickelte sich sogar ein Runing-Gag daraus. Mindestens jeden Montag, nach dem WE, wurde sie von ihm das gefragt. Beide überlegten sie sogar was sie denn für Unsinn darauf antworteten bzw. auf die Antwort reagieren. Manchmal geht auch so ein Gag/Antwort auf unsere Kosten, mal auf den Fragesteller, mal stellt sich Steffi selbst „ein Bein“. Egal, wir sind eine tolle Klasse und sie gehört dazu. Darum geht es.

 

J:

Aber jetzt kamen die Neuen. Und schon nach kurzer Zeit fragt so ein Frischling unsere Steffi ob sie einen 3er mit uns hatte. Daß ist eine direkte Beleidigung und Herausforderung. Wenn Steffi jetzt da nachgibt oder wieder so lehrbuchmäßig antwortet, dann steht sie ganz oben auf seiner Liste (Schüler die man fertig machen kann). Aber wir hatten auch Angst daß Steffi ihn körperlich angreift. Hat sie doch gegen Ende vom letzten Schuljahr eine deutliche Tendenz dazu gezeigt. Sie trainiert ja auch mit meinem Bruder Kampfsport. Steffi ist da schon mit Ermahnungen und Einträge vorbelastet.

 

M:

Aber nein, sie hat den Neuen richtig fett fertig gemacht. Mit Worten. Ich zitiere sie wörtlich. Auch wenn diese Worte deutlich unter der Gürtellinie liegen. Man möge uns verzeihen. Aber dies meinen wir Drei tatsächlich. Wie man ganz konkret heutzutage angemacht wird in der Schule und wie man das verhindert. „Du siehst schon so notgeil und sabbernd aus, holst dir immer einen runter wenn du dich das fragst? Voll der Loser bist du ja, dich will so Keine haben.“ Natürlich sind wir, fast die halbe Klasse, gleich dazugekommen und haben ihn ausgelacht. So spürte Steffi daß sie ein Teil der Klasse ist und der Neue daß man so sich nicht ungefragt verhält. Aber natürlich auch daß beide nicht aufeinander losgehen.

 

J:

Nicht ganz, wir hätten alle Steffi verteidigt und beschützt. Auf keinen Fall nicht andersrum. Wichtig ist daß unbedingt die 2 Streithähne dies untereinander ausmachten. Wir haben aber dann sofort gezeigt daß, wenn der Neue weiter gestänkert hätte, er es mit der ganzen Klasse zu tun bekommen hätte. Meli und ich hatten dann die nächsten Tage etwas Angst daß die beiden sich nach der Schule übelst schlägern. Steffi wäre nur zu gerne bereit dafür. Aber da hätte sie sich vermutlich übernommen. Es war aber daraufhin nichts mehr. Der Neue wurde zum Außenseiter der zwar in Ruhe gelassen wird, aber eine gewisse Bringschuld hat falls er in unsere Gemeinschaft will. Steffi ist voll drin, akzeptiert und beliebt aufgrund ihrer ansonsten netten und hilfsbereiten Art.

 

J und M:

Das ist der Knackpunkt. Wir haben ein kleines Beispiel gebracht was eure (vielleicht) Enkel, Kinder, Neffen, usw sich in der Schule anhören müssen. Ich, Meli, erlebte in meinem halben Jahr in Stuttgart wie in meiner Para-Klasse ein Typ der Neuapostolisch ist richtig fertig gemacht wurde. Da war das harmlos. Wir haben überlegt und sind überzeugt daß man mit Argumente wie sie im WT oder in den Videos für Kinder und Jugendliche zu sehen und lesen sind alles nur noch viel schlimmer gemacht hätten. Ein Gedanke dazu noch: Steffi ist keine Außenseiterin und weiß sich körperlich und neuerdings mit Worten zu wehren. Wir wissen nicht ob das auf (ex-)ZJ Schüler zutrifft. Wir vermuten eher nicht im Regelfall.

So unser erster Punkt. Wir freuen uns auf zahlreiche Kommentare. Auch was man von unseren Zitaten hält (unangebracht, obszön / richtig zu erwähnen, usw.)

 

 

Ganz viele liebe Grüße

Yvonne-Jaqueline (Jacky) und Melanie Grauma (2.Vorname / Meli)

Es ist nicht tot was ewig liegt,
bis dass die Zeit den Tod besiegt!

Zitat
Themenstarter Veröffentlicht : 18. Oktober 2021 11:36
Gerd
 Gerd
(@gerd)
Veröffentlicht von: @jaqueline

Wir freuen uns auf zahlreiche Kommentare.

Eure Zitate: sind im jugendlichen Alter akzeptabel, es kommt auf den Gesprächspartner an. Mein Grundsatz: ich möchte durch mein Reden und Verhalten meinen Nächsten nicht verletzen!

Dazu gleich mein "Senf", Stichwort "Lüge".

Ist diese in manchen Situationen nicht besser, als die volle Wahrheit zu sagen?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18. Oktober 2021 13:46
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RoKo
 RoKo
(@roko)

Hä???

Naja, die Österreicher haben gerade andere Sorgen, Kurz da, Kurz Weg 😎 

Mein Kumpel Gerd hat Euch nicht richtig verstanden was Ihr uns mitteilen wollt, nämlich die aktuelle Lage an Schulen und Konfliktmanagement.

Ich überlege, ob ich Gerd antworte oder Euch? Ich versuche mal den Mittelweg.

Ich weiß was Ihr meint und beschreibe es mal so. Es geht nicht um sexuelle Dinge. Das war nur ein Beispiel. Es geht um was anderes. Um Schlagfertigkeit. Eine Provokation umzudrehen und für sich zu nutzen. Den Ball geschickt zurück zu werfen. Irgendwie so. Um cool dazustehen. Um nicht die abgefackte zu sein. Um den Lacher bei sich zu haben. "He, produzierst du misch? Du brauchst Windeln, keine Frommser." Die Schamesröte dem anderen in den Kopf steigt und er sich schämt und blamiert, überhaupt gefragt zu haben. Darum gehts Gerd. Sticheleien auf dem Schulhof. Total normal.

Mir fallen zwei uralte Werbeclips ein, die suche ich mal heraus... Moment...

Gefunden:

https://youtu.be/3CGBOU-02sM

https://youtu.be/h33F7YDqXM4

So meinen es die Girls. Ich nenne es nicht lügen. Ich nenne es flunkern. Gerade im Alter wie die Girls sind will man nicht abseits stehen sondern in der Gruppe akzeptiert. Man braucht in paar Freunde. Vielleicht auch nur eine/n. Ich sage einfach mal soziale Kontakte. Mit einem jungen Hunde geht man in die Hundeschule, oder auf die Hundewiese mit vielen anderen. Dort lernt man ihnen, sich zu sozialisieren. Sozialisierte Hunde sind einfacher zu handhaben als Hunde, die bei jedem Pipifax ein riesen Aufstand machen. Sie haben nicht gelernt in ihrer sozialen Gemeinschaft (Rudel) nebeneinander zu leben. Einzelhunde. Wie Einzelkinder. Verwöhnt und verzogen wachsen sie einem über den Kopf. Man tut den Hunden nichts gutes sie zu verhohnepiepeln (kennt ihr das Wort?). Ebenso mit Menschen. ZJ schirmen meist ihre Kinder so sehr von der Welt ab, die Kinder lernen nicht sich in der Welt und mit der Welt zu sozialisieren. Sie als Mensch mit und in der Welt klar kommen. In der Schule, später Job und Beruf. ZJ lernen, sie müssen sich getrennt halten. Sie haben nicht gelernt, mit den anderen zusammenzuleben, nur getrennt und ausgegrenzt zu leben. Solche Wortwechsel sind normal. Machen sogar Erwachsene. Es gibt lustige Typen die das geschickt versteckt einbauen und andere, die total vulgär rüber kommen. Es ist ein Lernprozess.

Am besten geht es, etwas witziges zu erwidern und dabei mit einem Finger ein Augenlied herunter zu ziehen und eine Geste zu machen, merkst du (Gegenüber) ich veralbere dich gerade... Ist kein lügen Gerd. 

LG

RoKo

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18. Oktober 2021 23:24
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Jacky und Meli
(@jaqueline)

@gerd 

Jacky:

 

Hallo Gerd / Roko,

ich muss ehrlich gesagt auch etwas über den Sinn von Gerd´s Kommentar nachdenken. Habe das nicht ganz verstanden.

Wir Drei wollten den Slang, den Wortlaut, wiedergeben der in der Schule herrscht. Weil wir dies so noch nirgends gelesen haben. Wir, auch / insbesondere Steffi, wollen damit einfach zeigen was für Worte, welche Beleidigungen, Schüler ausgesetzt sind. Und daß die Literatur, die Ratgeber gar nicht darauf eingehen oder erwähnen. Insbesondere das Buch „Fragen junger Leute – praktische Antworten“ betrachten wir sogar als stark kontraproduktiv. Sicher, alle Schüler/innen sind diesem Slang ausgesetzt, nicht nur ZJ. Aber sie sind mehr oder weniger völlig hilflos dem ausgeliefert. Zumindest dann wenn man diese Problematik mit Hilfe der WTG und/oder linientreue Eltern zu lösen versucht. Steffi sagt dazu daß alle Tips und weißen Ratschläge von Ältesten, Kreisdiener, Literatur völlig nutzlos sind.

Deshalb wollten wir einen Einblick geben was Steffi sich anhören musste und damit umging. Und Alle die hier mitlesen und ihre Lieben in die Schule gehen dies garantiert auch so, oder so ähnlich, erleben werden. Dies war und ist unser Ziel / Anliegen.

 

Liebe Grüße

Jacky

 

 

P.S.: die Werbespots sind voll witzig und clever, wären heute aber (nicht meine Meinung) sexistisch.

Es ist nicht tot was ewig liegt,
bis dass die Zeit den Tod besiegt!

AntwortZitat
Themenstarter Veröffentlicht : 19. Oktober 2021 9:15
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Gerd
 Gerd
(@gerd)
Veröffentlicht von: @jaqueline

Wir, auch / insbesondere Steffi, wollen damit einfach zeigen was für Worte, welche Beleidigungen, Schüler ausgesetzt sind.

Habe vielleicht zu übersinnlich gedacht, das kam durch die geistliche Beratung. Der täubliche Geist (siehe Foto) flüsterte mir nämlich ins Ohr, ich solle fragen, ob man bei Beurteilungen oder Gesprächen zu Mitschülern, Freunden u.dgl., immer nur die reine Wahrheit zu sagen hat?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. Oktober 2021 10:10
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Jacky und Meli
(@jaqueline)

@gerd 

Jacky:

Danke Gerd. Voll süß und lustig das Bild. Top!!

 

Liebe Grüße 

Jacky und i.V. Meli 

Es ist nicht tot was ewig liegt,
bis dass die Zeit den Tod besiegt!

AntwortZitat
Themenstarter Veröffentlicht : 19. Oktober 2021 10:18
Gerd
 Gerd
(@gerd)
Veröffentlicht von: @roko

Naja, die Österreicher haben gerade andere Sorgen, Kurz da, Kurz Weg 😎 

Bundeskanzler Kurz war zu erfolgreich, daher machen ihn die Politkumpeln von der Konkurrenz, so richtig runter. Nun zu den von mir genannte Lügen, das den Politikern doch oft zugeschrieben wird. Und dann beschweren sie sich über einen Mitbewerber, heutiges Beispiel aus der "Krone", bekannter Journalist nimmt einen solchen "Basti Kurz"-Kritiker auf's Korn:

Die Lüge ist meist auch mit Heuchelei verbunden!

So wie es auch Steffis Ex-Organisation immer wieder kundtut:

„Diejenigen, die Jehova als Glieder seiner irdischen Organisation lobpreisen, sind reine, moralisch einwandfreie, gottergebene Menschen - in der Tat sehr begehrenswert“ (WT, 15.5.1988, S. 16).

Welche Bürde bildet diese hehre Behauptung! WER ist schon "einwandfrei"?

Stichwort Lüge, hatte auch bei meinem Ausschluss zu tun, ich verstärke die betreffenden Wörter:

...An einem kalten Februarabend war es so weit. Nach langer Abwesenheit kam ich wieder in meinen zuständigen Versammlungssaal. Das Gericht konnte beginnen. Den Vorsitz führte überraschenderweise A. vom Bethel, mein zuständiger Versammlungsaufseher war nicht anwesend. Das entspricht nicht der Norm. Anscheinend ist das heute „oberste Kommandosache“, dachte ich mir. Ein sehr verlegen wirkender Bruder S., auf dessen Anwesenheit ich bestanden hatte, nahm ebenfalls Platz. Insgesamt waren wir fünf Personen. Dann wurden die Anklagegründe genannt: „Warum hast du Bruder S. Schriften gezeigt?“ Zuerst verlangte ich eine Klarstellung und fragte S., ob ich ihn, oder er mich besucht habe. S. erzählte, wie es war. Dann stellt ich die Frage: „Habe ich dir denn unaufgefordert etwas gezeigt?“ S. beantwortete alles den Tatsachen entsprechend. Jetzt wandte ich mich an A. und fragte, was man eigentlich von mir wolle. Dies wurde so beantwortet: „Du hast S. total verwirrt und im Glauben geschwächt“. Ziemlich erstaunt erwähnte ich nur, daß ich S. doch nur Teile der WT-Literatur gezeigt habe. Nun kam die altbekannte Antwort: „Diese Zitate waren sicherlich aus dem Zusammenhang gerissen“. Eine kuriose Entwicklung des Gesprächs begann. A. fragte, wie ich eigentlich dazu käme S. solche Zitate zu zeigen. Da wandte ich mich an S., dieser bestätigte seine an mich gestellte Frage wegen meines Fernbleibens von den Versammlungen. Da meinte A. zu mir: „Du bist doch ein reifer Bruder, im Gegensatz zu S., der ist ja noch ein Neuling, warum mußtest du ihn so verunsichern!“. Wieder fragte ich S., ob er denn regelmäßig die Zusammenkünfte besuche. Nachdem er zögernd bejaht hatte, sagte ich zu A.: „Also S. besucht regelmäßig die Zusammenkünfte, ich bin aber schon viele Monate nicht mehr in diesem Saal gewesen, jetzt frage ich euch: Wer von uns beiden ist wirklich der ´Reifere´?“. Nun war ich richtig in Fahrt.

Den Höhepunkt lieferte A. mit der Feststellung, ich müsse doch nicht jede Frage – etwa wie S. sie mir im Büro stellte – beantworten. Auf diese Argumentation war ich vorbereitet. Ich holte aus meiner Tasche einen „Redeplan“ für Vortragsredner, der in Brooklyn verfaßt wird. Das Thema meines Vortrags hatte gelautet: „Immer die Wahrheit sprechen“. Aus dem Redeplan las ich folgende Passage:

Wir müssen der Wahrheit gemäß reden, keine Tatsachen vor denjenigen, die es wissen sollten, zurückhalten.

Unsere Brüder verdienen es, die Wahrheit zu hören, und sollten niemals irregeführt werden. (Lies Sacharja 8:16)

Selbst wenn man Tatsachen verheimlicht, kann man Dingen eine andere Bedeutung geben: könnte zu Streit und Kummer unter Brüdern führen. Mag Zeit und Übung erfordern, zu lernen, in dem was wir sagen, ehrlich und freimütig zu sein; ist der Welt gegenüber ein Kontrast.

Die Kernaussagen solcher Stichwörter sind für Vortragende verbindlich. Meine Ankläger saßen mir jetzt ziemlich ratlos gegenüber. Sie durften doch nicht dem aus Brooklyn stammenden Rat widersprechen.

Schnell zogen sie sich dann zur Beratung zurück...

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. Oktober 2021 11:18
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Jacky und Meli
(@jaqueline)

@gerd 

Jacky:

wie ging es dann weiter? Bestimmt mit einem Rausschmiss, hast ja oben geschrieben. Aber wie haben die denn den begründet? Vielleicht mit den wenigen Versammlungsbesuchen?

Ich habe jetzt schon so einige Berichte von solchen Komitees gelesen. Kann es sein dass der Rausschmiss schon von vornherein feststeht und lediglich ein Grund in der Verhandlung genannt wird? So kommt es mir in den meisten Fällen zumindest vor. Bloß einmal war die Frage wie weit der Angeklagte sich selbst erniedrigt und "bereut" um drin zu bleiben. Mich würden echt die Zahlen von freiwilligen Austritten interessieren wenn es kein Kontaktverbot geben würde.

 

Ich will der Korrektheit und Vollständigkeit erwähnen dass jetzt hier ein Textblock von Steffi stehen sollte. Hat sie mir vorhin per mail gesendet. Wir (Meli + ich) haben ihr versprochen alles was sie will zu veröffentlichen. Ohne Änderungen. Der ist mir aber etwas zuuuu, sagen wir mal, schmeichelhaft für mich. Müssen darüber persönlich nochmals reden. Wir fahren morgen heim und von Do auf Fr hat Steffi "sturmfreie Bude" (sagte man doch so früher, oder?) und wir machen eine tolle Horror-Film-Nacht. Darauf freuen wir uns alle Drei schon. Vielleicht auch wieder ein Punkt den sie als Zeugin nicht hätte dürfen?!

 

Liebe Grüße

Jacky

Es ist nicht tot was ewig liegt,
bis dass die Zeit den Tod besiegt!

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Themenstarter Veröffentlicht : 19. Oktober 2021 12:44
Gerd
 Gerd
(@gerd)
Veröffentlicht von: @jaqueline

wie ging es dann weiter? Bestimmt mit einem Rausschmiss, hast ja oben geschrieben. Aber wie haben die denn den begründet?

Begründung wie genannt, weil ich den Bruder A... verunsicherte.

Es ging dann so, aus meinem Buch:

Unterstützung durch Leidensgenossen

Nun begann für meine Familie und andere Aussteiger, die Zeit der Neuorientierung. Mit der naheliegenden Überlegung einer Rückkehr zur Kirche oder irgend einer der zahlreichen Freikirchen und Gemeinschaften hatten wir große Mühe. Zu lange wurden wir vor solchen gewarnt, manche wurden auch regelrecht verteufelt. Dieses Denkschema ist bei Aussteigern fest verwurzelt. Daher blieben wir allen kleinen und großen „Übeln“ fern. Nur keine neue feste Bindung eingehen, redeten wir uns ständig ein. Diese Einstellung verursacht aber auch Probleme. Die Schlußfolgerung „ich muß wo dabei sein“, geschieht häufig aus der heutigen Sicht. Was haben denn Christen vor 1000 Jahren gemacht? Die zahlreichen evangelischen Kirchen und Freikirchen existierten noch nicht. Viele Neuzeitchristen schaudern bei dem Gedanken, sie hätten vor mehr als 500 Jahren eigentlich nur die Möglichkeit gehabt, Gemeinschaft in Verbindung mit der katholischen Kirche zu pflegen. War es anders möglich? Vielleicht trafen sich die Gläubigen in kleinen Zirkeln. Einen „Hauskreis“ im heutigen Sinn, kann man sich schwer vorstellen. Immer wieder gingen uns alle diese Überlegungen durch den Sinn. Hatte Jesus nicht gesagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters“ (Matth.28,20). War er vor 1000 Jahren also auch bei den Gläubigen der katholischen Kirche? Das würde eine Zeuge verneinen, um sich anschließend in Hypothesen zu verlieren.

Nach unserem endgültigen Bruch mit der WTG, besuchte uns ein ZJ-Ehepaar aus Tübingen. Auch sie wollten nicht länger die Märchen des Sklaven schlucken. Bei dieser Gelegenheit brachten sie Schriften vom „Bruderdienst“ mit, in denen besonders die ZJ und ihre Organisation kritisch beleuchtet werden. Als ich die Artikel durchlas, fand ich die Antwort auf die Fragen, die auch uns bewegten. Deshalb nahm ich Kontakt mit dem Herausgeber auf.

Aus diesem Briefwechsel entstand dann für mich eine enge Zusammenarbeit mit diesem gläubigen Bruder.

Die anfänglichen Gefühle der Vereinsamung fanden ein schnelles Ende....

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. Oktober 2021 13:48
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RoKo
 RoKo
(@roko)

Ich trete ja auch für Ehrlichkeit ein. Lügen haben kurze Beine... 

ZJ lügen aber auch das sich die Balken biegen. Über das was die Bibel sagt bauen sich ZJ einiges zurecht* und auch privat in Geschäftsangelegenheiten usw. Also frei von Lügen sind die auch nicht... Ich mich in meiner Versammlung beim Oberältesten beschwert, der eine Älteste mich veralbert und nicht die Wahrheit sagt. Da hat der mich runderneuert, wenn ich meine Brüder als Lügner bezeichne, sei mit mir etwas nicht in Ordnung und ich bräuchte mal einen Hirtenbesuch...  Ähnlich wie ZJ in der Vergangenheit mit Missbrauchsvorwürfen umgingen, nur in einer anderen Sache. Ne, den Hirtenbesuch braucht mal der Älteste der da herumlügt... 

Verstehe Dich. Ging mehr um Probleme von Jugendlichen. 

* Gestern erfahren. Hochinteressant, muss ich berichten. Ich habe ja Kontakte zu ZJ. Ein ZJ hat mir gestern erzählt, er war impfen. Er war bei der Bundeswehr dort im eingerichteten Impfzentrum. Das hat er nun anderen gesagt, weil es doch aktuelle um die Impferei in der Versammlung geht. So, nun hat er Probleme bekommen, er sei kein ordentlicher Christ. Denn ZJ (also ordentliche Christen, alle anderen sind ja nur Scheinchristen) gehen nicht zur Bundeswehr und lassen sich nicht von uniformierten Bundeswehrpersonal impfen. Wo gibts denn sowas?!?!?!?! Er soll jetzt eine Sanktion bekommen. Keine Ahnung was genau, vielleicht als Bezeichneter, er nun in der Versammlung als "schlechter Umgang" gilt. Ausschluss denke ich nicht. So, ging weiter... Da hat er gesagt, ja die Soldaten waren im Tarnanzug. Aber das ist ihm doch egal. Er war dort weil es anderswo kein Termine gab (war im Frühjahr) und die Soldaten waren alle so freundlich und exakt. Ein sehr hilfsbereites Auftreten. Alle waren sehr nett, alle Männer und Frauen. Man hat ihn im Stuhl die Treppe hoch und runter getragen weil er schlecht laufen kann und in ihrem ganzen Auftreten gegenüber Zivilisten war es für ihn als ZJ ein Aha-Erlebnis. Er hätte nie gedacht, wie zuvorkommend er dort in der Kaserne behandelt wird. Er sagte, das würde ich mir in der Versammlung mal wünschen... Hat der Älteste aufgelegt und Gespräch beendet. 

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Veröffentlicht : 19. Oktober 2021 14:49
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Jacky und Meli
(@jaqueline)

@roko 

Jacky:

Hallo Roko,

mit Bundeswehr sprichst du was ganz Interessantes an. Ich wuchs ja bis zum 6.Lebensjahr bei meinen Großeltern auf. Mein Opa war Jahrgang 1934. Erlebte also als Kind den Krieg mit. Sprach mit mir sehr viel und oft darüber. Sein Vater war ein überzeugter Nazi. Redete ganz stolz vom Krieg und von der Front. Wurde dann tatsächlich dann an der Ostfront (Infanterie) eingesetzt. Kam dann von der Front zurück, Urlaub und Erholung, bevor es wieder zurück ging. Ganz streng betonte er die Wichtigkeit und daß es eine Pflicht für alle echten deutschen Männer sei im Krieg für das Vaterland zu dienen. Voller Abscheu sprach er, mein Ur-Opa, von allen „Weicheier“ die sich drücken. Nachts hörte dann mein Opa aus dem Schlafzimmer der Eltern ein Schluchzen und Jammern. Ein Heulen wie von einem Kind. Er dachte daß sein Vater seine Mutter schlägt. Er schaute heimlich nach. Es entsetzte ihn was er sah. Sein Vater lag heulend und weinend wie ein Kleinkind in den Armen seiner Frau. Was der Krieg aus anständigen Männern macht, wie die Hölle sei der Krieg. Dies erzählte mir mein Opa. Er ist seitdem ein Pazifist. Interessant dabei ist daß er von der Wehrpflicht sehr überzeugt war. Wichtig sei eine Armee aus Bürgern! Und sie muß gut geschult und ausgerüstet sein damit sowas wie der 2. Weltkrieg nicht nochmal passieren kann. Für ihn war es absolute Bürgerpflicht sein Land und die Freiheit (Religions-, Meinungsfreiheit, usw.) im Rahmen der Wehrpflicht zu dienen und zu verteidigen. Wer dies nicht macht, war in seinen Augen ein Feigling und Schmarotzer. Ähnlich argumentiert mein Vater. Er war bis zur Verletzung Berufssoldat. Er bezog sich damals auf die Zeugen Jehovas: „Groß nach Religionsfreiheit rufen und fordern - das tun sie. Aber verteidigen sollen natürlich Andere!“ Ein interessanter Gedanke, oder?

 

Liebe Grüße

Jacky

Es ist nicht tot was ewig liegt,
bis dass die Zeit den Tod besiegt!

AntwortZitat
Themenstarter Veröffentlicht : 19. Oktober 2021 15:34
(@ottonio)

Ich kehre kurz zu eurer Ursprungsfrage zurück, wieso so 'um den heissen Brei geredet wird" und so, auch im Hinblick auf die "Jugend"-Bücher der WTG, oder wie sich die Jugendlichen realitätsnah zur Wehr setzen können.

Zuallererst müsst ihr erkennen, dass die WTG gar nicht will, dass sich die Jugendlichen von der Klasse akzeptiert fühlen sollen, daher hat die WTG auch keine "funktionierenden" Strategien und Antworten parat (selbst wenn sie sie wüsste, würde sie diese nicht verraten). Die Hilflosigkeit der Jugendlichen ist Programm. Je weniger sie mit der Welt draussen zurechtkommen, desto mehr halten sie sich an die Org. "Die anderen mögen uns nicht, wir gegen die anderen", ist das Motto.

 

Die schlagfertigsten Antworten nehmen sich selbst auf die Schippe, während sie den anderen etwas mehr auf die Schippe nehmen. Sie müssen daher auch ein bisschen witzig sein.

Da wären zum einen die "ernsthaften" Antworten, aber derart theatralisch vorgetragen, dass jeder weiss, der andere wird gerade veräppelt.

"Huch! Wie kannst du so etwas nur behaupten! Das ist ja allerschlimmst! Ich brauche Luft, hach!" (sich selbst Luft zuwedelnd).

Oder ganz knapp und trocken: "Nein.", und dann ihn anschauen, als ob man weitere dumme Fragen erwartet.

Ich erzähl mal aus meiner Schulzeit, muss so in eurem Alter gewesen sein, vielleicht ein oder zwei Jahre jünger.

Es war um die Zeit als wir Evolution in Biologie hatten, und da waren wohl die verschiedenen Hominiden dran, darunter Neanderthaler usw.

Kurz zu mir: Ich hatte zu der Zeit ein bisschen Überbiss, das ich im Erwachsenenalter korrigierte, indem ich meine 4 Backenzähne (Weisheitszähne? Weiß ich nicht.) ziehen ließ und dann Zahnspange trug.

Durch diesen Überbiss also hatte ich von der Seite ein Profil, das mich etwas einem Neanderthaler ähneln ließ. Ich war nicht glücklich damit, könnt ihr mir glauben.

Zu dieser Zeit also, während ich mit meinen Freunden im Treppenhaus in der Pause war, rief mir plötzlich laut jemand aus der Parallelklasse "Servus, du Neanderthaler!" zu.

Ich, ohne lange zu überlegen, und wie aus der Pistole geschossen, rief zurück: "Servus, du Vorfahre!"

Er hat mir nie wieder was zugerufen. (was, da bin ich sicher, er getan hätte, wenn ich da keine schlagfertige Antwort gegeben, oder beleidigt reagiert hätte).

 

 

 

 

Weise nicht den Spötter zurecht, damit er dich nicht haßt; weise den Weisen zurecht, und er wird dich lieben! (Sprüche 9:8).
Antworte dem Narren nicht nach seiner Narrheit, damit nicht auch du ihm gleich wirst; antworte aber dem Narren nach seiner Narrheit, damit er sich nicht für weise hält. (Sprüche 26:4-5).

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. Oktober 2021 19:17
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RoKo
 RoKo
(@roko)
Veröffentlicht von: @ottonio

"Servus, du Vorfahre!" 

Herrlich!

ich war mit einem Bekannten und einer großen Schulklasse (bestimmt mehrere Klassen, waren 40 Schüler) auf einem Solarpark und haben den Schülern (war gleich eine Exkursion) das alles erklärt. Wollte der Bürgermeister so, das Projekt als Öffentlichkeitsarbeit genutzt wird. Zeitungsfrau war auch da. Fragte ein Schüler der die ganze Zeit teilnahmslos dabei war und nicht die Bohne Interesse hatte sondern nur stören wollte auf einmal so ganz laut in die Runde, warum sind die Dinger überhaupt aus Metall? Mein Bekannter: Damit die Würmer das nicht durchbeißen. 39 Schüler haben gelacht.

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. Oktober 2021 21:37
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Gerd
 Gerd
(@gerd)
Veröffentlicht von: @gerd

Die Lüge ist meist auch mit Heuchelei verbunden!

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, Rihannas Fetzenjeans verschönern ihre Erscheinung.

Es ist wie bei den Schüttbildern vom Hermann Nitsch, die als Kunst verkauft werden. Auch die Mode lügt - und die Erfinder lachen womöglich über die Frauen die das teuer erwerben:

AntwortZitat
Veröffentlicht : 20. Oktober 2021 11:59
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Jacky und Meli
(@jaqueline)

@gerd 

Jacky:

 

Hallo Gerd, 

kleine (Gegen)frage: Sind Schulterpolster eine Lüge? 

 

Liebe Grüße 

Jacky 

Es ist nicht tot was ewig liegt,
bis dass die Zeit den Tod besiegt!

AntwortZitat
Themenstarter Veröffentlicht : 20. Oktober 2021 14:28
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