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"AUSLEGUNGSSACHE": Bibel | Einstellung | Erklärung  

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stoertebeker
(@stoertebeker)

@wildblume

Liebe Wildblume,🌸

 

du fragst mich: „Was ist der Unterschied zwischen einem Gleichnis und einer Parabel?“

Gibt es da wirklich einen gravierenden, so das es sich mich für lohnt wenn ich mich da lange mit beschäftige? Hilft mir das in meinem biblischen Verständnis wirklich weiter. Kann ich dadurch anderen etwas Fundamentales vermitteln?

Die bisherigen Antworten sind für mich nicht dahingehend überzeugend, so das ich zu der Meinung gelangt wäre, ein intensiver Zeiteinsatz diesbezüglich wäre für mich sinnvoll.

Wenn ich zu neuen Schlüssen gelangen sollte steige ich wieder ein.

 

Liebe Grüße an dich, und an alle die sich durch das Wort „Euer“

angesprochen fühlen

Euer Störti

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 16:57
stoertebeker
(@stoertebeker)

@opa-klaus

"...bedenke - ich schreibe seit 23 Jahren in Foren über mein Bibelverständnis. Noch NIE hat mir jemand zugestimmt, was ich zur angeblichen "Strafe" in Form der Flut geschrieben habe."

Ja, wenn das so ist, dann ist das doch etwas was du bedenken müßtest, und nicht ich.

Gruß

Störtebeker

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 17:03
ATHALJA
(@athalja)
Veröffentlicht von: @opa-klaus
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 10:38

Gleichnis Wiki:

Oft wird der Unterschied zwischen Gleichnis und Parabel betont: das Gleichnis sei kurz, ohne selbständige Handlung, mit Deutung; die Parabel sei lang, mit selbständiger Handlung, ohne Deutung. Die Sinnhaftigkeit dieser Unterscheidung wird bestritten. Sie ließe sich nicht konsequent durchführen und solle aufgegeben werden, da die Übergänge fließend seien und in der Literatur der Begriff Gleichnis oft synonym für Parabel, Abbild, Bild, Beispielerzählung und sogar für Fabel und Metapher benutzt werde. Die Differenzierung zwinge dem Textbefund eine „sachfremde Logik“ auf. Ruben Zimmermann plädiert deshalb dafür, als Gattungsbegriff nur noch „Parabel“ zu benutzen.[4]

Zu deiner obigen Aussage gibt es auch eine Gegendarstellung.

Unterschiedliches Verhältnis zur Wirklichkeit

Die Parabel teilt das Merkmal der relativen Kürze des Texts mit dem Gleichnis. Beide sind kurze Erzähltexte (epische Prosa). Allerdings ist das Verhältnis des Erzählten zur Wirklichkeit ein anderes.

  • Die Parabel ist im Gegensatz zum Gleichnis ein episch-fiktionaler Text. Das bedeutet, etwas vereinfacht ausgedrückt, dass die Geschichte, die in einer Parabel erzählt wird, so erzählt ist, als ob sie in Wirklichkeit stattgefunden hat (Als-ob-Wirklichkeit). Dabei wird die Geschichte im üblichen Erzähltempus des Präteritums erzählt.

  • Das Gleichnis kann man dagegen als "hypothetisch-fiktional" bezeichnen, weil seine Geschichte "immer Signale des bloß Erdachten, Vorgestellten auf(weist)" (Zymner 2006, S.306). Der hypothetische Charakter zeigt sich dabei

    • mit ganz expliziten Formulierungen wie "Nehmen wir mal an ...", "Angenommen, ...", "Stellen wir uns also einmal vor".

    • häufigem Gebrauch des Konjunktivs

    • dem Präsens als "Basistempus" des Erzählens

Der nachfolgende Beitrag beschreibt eine Lektüresequenz, die im L2-Unterricht einer 10. Klasse an einem bayerischen Gymnasium durchgeführt wurde.

Das griechische Wort Parabole, das in den alttestamentlichen Texten stets Äquivalent für das hebräische Maschal ist, das für alle Arten bildlicher Rede stehen kann, kann auch in der neutestamentlichen Terminologie den weiten Sinn dieses Begriffs haben. Eine Abgrenzung der parabolischen Redeformen nach der Vorgehensweise der Literaturwissenschaft kann im Sinne einer Klärung aller terminologischen Widersprüche, die sich in der Literatur zu dieser Thematik finden, nicht Ziel einer Lektüresequenz im Unterricht sein. Vielmehr sollen eingängige Unterscheidungskriterien geschaffen werden, die auch dem Schüler eine Klassifizierung ermöglichen. Dies waren in Anlehnung an die quintilianische Definition die Frage nach der Existenz von Bild- und Sachbereich, darüber hinaus die Frage nach der Art des sprachlichen Bildes und das mit dem Text verbundene Erzählziel. Die Definitionen der verschiedenen Redeformen der Sequenz wurden aus den Texten selbst gewonnen.

Folgende (vereinfachende) Unterscheidung wurde getroffen:

Nur dann, wenn sich im Text ein "räumliches Nebeneinander" von Bildhälfte und Sachhälfte findet, kann man von einem echten Gleichnis sprechen. Das Bild schildert einen typischen Vorgang oder Zustand aus dem alltäglichen Leben der Adressaten (z.B. Verlust einer Drachme in Lk 15, 8-10). Es gibt nur einen Vergleichspunkt (In Mt 13, 31-32 wird das Himmelreich mit einem Senfkorn verglichen.). Unabhängig vom Inhalt erkennt der Schüler solche Texte auch relativ leicht an den vorhandenen Vergleichspartikeln. In den meisten Fällen grenzt sich das Gleichnis von den anderen Formen parabolischer Rede zudem dadurch ab, dass die Erzählung im Präsens abgefasst ist. Während also beim "echten" Gleichnis Grundbereich und Vergleichsbereich im Text selbst vorhanden sind, findet sich in der Beispielerzählung, in der Parabel und der Fabel nur das sprachliche Bild, also die erzählte Geschichte. In allen drei Fällen ist sie frei erfunden.
Die Beispielerzählung führt einen Musterfall, eine exemplarische Situation vor Augen, die vom Rezipienten verallgemeinert werden soll. Sie ruft bisweilen sogar im Wortlaut des Textes zur Nachahmung der vorgeführten Verhaltensweise auf, hat also appellativen Charakter.
In der Parabel liegt der Lehrgedanke wie beim Gleichnis auch auf einem anderen inhaltlichen Gebiet als die Handlung der bildhaften Rede. Im Gegensatz zum Gleichnis haben die Texte oft außergewöhnliche bzw.
konstruierte Ereignisse zum Inhalt. Dithmar spricht auch von einem "interessanten Einzelfall". Außerdem stellt diese Erzählform an den Adressaten höhere Anforderungen, da die Übertragung auf den Grundbereich von diesem selbst geleistet werden muss.
Während sich die in Beispielerzählung und Parabel erfundenen Geschichten einmal so hätten ereignen können, gehört der Inhalt der Fabel meist nicht dem Wirklichkeitsbereich an. Oft wird die Botschaft an den Rezipienten in Form einer "Moral" konkretisiert. Bisweilen liegt auch nur das sprachliche Bild vor.

Interessant, wie Quellen-Material sich unterscheiden kann, nicht wahr. Jeder hat seine eigenen und vertritt damit seinen Standpunkt. Das macht es ja aus - die Auseinandersetzung mit unterschiedlicher Betrachtung. 

ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 17:38
RoKo gefällt das
Opa Klaus
(@opa-klaus)
Aktiver Gast
Veröffentlicht von: @stoertebeker

Ja, wenn das so ist, dann ist das doch etwas was du bedenken müßtest, und nicht ich.

Gruß

Störtebeker

Mach es wie Du willst. Genau der von Dir empfohlene "breite Weg" der Mehrheit wird von Jesus als verderblich nicht empfohlen. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 18:30
Opa Klaus
(@opa-klaus)
Aktiver Gast

Nun mal "Butter bei de Fische". Sind folgende Worte Jesu eine Parabel oder ein Gleichnis? >>
37 Aber gleichwie die Tage Noahs waren, also wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein. (1. Mose 6.11-13) (Lukas 17.26-27) 38 Denn gleichwie sie in den Tagen vor der Flut waren: sie aßen und tranken, sie heirateten und verheirateten, bis zu dem Tage, da Noah in die Arche ging, 39 und sie es nicht erkannten, bis die Flut kam und alle wegraffte, also wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein.
Hier spricht Jesus übrigens NUR alleine vom Verhalten der Menschen!

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 18:38
RoKo
 RoKo
(@roko)

@Athalja. Wow.  Von mir gibts die goldene Eins.

LG RoKo

Diese r Beitrag wurde geändert 1 Monat zuvor 2 times von RoKo
AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 19:48
ATHALJA gefällt das
ATHALJA
(@athalja)
Veröffentlicht von: @opa-klaus
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 18:38

Nun mal "Butter bei de Fische". Sind folgende Worte Jesu eine Parabel oder ein Gleichnis? >>
37 Aber gleichwie die Tage Noahs waren, also wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein. (1. Mose 6.11-13) (Lukas 17.26-27) 38 Denn gleichwie sie in den Tagen vor der Flut waren: sie aßen und tranken, sie heirateten und verheirateten, bis zu dem Tage, da Noah in die Arche ging, 39 und sie es nicht erkannten, bis die Flut kam und alle wegraffte, also wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein.

"Sind folgende Worte Jesu eine Parabel oder ein Gleichnis?"

NEIN!!! Sehe ich nicht so....

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AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 20:14
Wildblume
(@wildblume)

Lieber Athalia,

ist doch eine Prophezeiung, die auf einem direkten Vergleich zu einem realen Ereignis beruht.

Ich habe leider keine höhere Schulbildung genossen, daher kenne ich die genauen Fachbegriffe nicht. Weiß also nicht, ob ich wirklich richtig liege.

LG

Wildblume 🌸🌸🌸

Schwarzes Schaf, aber Schaf....

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 21:21
stoertebeker
(@stoertebeker)

@wildblume

Liebe Wildblume,

natürlich hast du recht. Aber sieh doch mal welche absurden Ausmaße das hier annimmt. Ist das alles noch mit einem gesunden Sinn zu ertragen?

Fragt Störti

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Januar 2020 21:32
Opa Klaus
(@opa-klaus)
Aktiver Gast

Welches von den beiden "Gleichnissen" Jesu wäre Parabel bzw. Gleichnis?: 
1. der arme Lazarus im Schoße Abrahams und der reiche Mann; 
2. die Arbeiter im Weinberg.
?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 13. Januar 2020 9:59
ATHALJA
(@athalja)

@opa-klaus

Deine Frage wird unter nachfolgender URL gut beantwortet.

https://www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/themenkapitel-nt/gleichnisse/gleichnisse-und-parabeln/

Damit ist diese Frage fertig!

ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ

AntwortZitat
Veröffentlicht : 13. Januar 2020 18:37
(@noname)
Aktives Mitglied

Wie ist das denn jetzt mit Joh. 1:1 und diesen Grammatikregeln worüber debattiert wird? Heißt es nun "Das Wort war Gott" oder "Das Wort war ein Gott"? 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 13. Januar 2020 19:10
ATHALJA
(@athalja)
Veröffentlicht von: @noname

Wie ist das denn jetzt mit Joh. 1:1 und diesen Grammatikregeln worüber debattiert wird? Heißt es nun "Das Wort war Gott" oder "Das Wort war ein Gott"? 

Nehmen wir mal folgendes an: Der Nachname wäre Gott. Es gibt den Herrn "Vater Gott" (der den Namen JHWH hat)  und den Herrn "Sohn Gott" (der den Namen Jesus hat). Eine "kleine Familie Gott" in etwa, nicht wahr? Somit wäre Jesus eben auch ein Gott. 

Das WiBiLex gibt hierzu folgende Erklärung.

Der in Joh 1 erwähnte Logos wurde Fleisch und wohnte unter den Menschen und die Verfasser des Textes bezeugen, dass sie seine Herrlichkeit als die des einziggeborenen Sohnes des Vaters gesehen haben, die voller Gnade und Wahrheit ist (Joh 1,14-17). Der Logos ist deshalb der Exeget des Vaters, da er den Vater gesehen hat, an dessen Brust er lag (Joh 1,18; vgl. dieselbe Beschreibung findet sich beim → Lieblingsjünger, der an der Brust Jesu liegt; Joh 13,23). Der Prolog zielt darauf, dass der Logos als Fleisch bzw. Mensch gewordenes Wort Gottes verstanden wird, das Gott offenbart, Leben und Erleuchtung bringt und die Menschen zu Kindern Gottes macht.

Dies entspricht der Darstellung Jesu im gesamten Johannesevangelium, insbesondere der Botenchristologie, auch wenn die absolute Bezeichnung Logos für Jesus Christus selbst im weiteren Verlauf des Evangeliums nicht mehr verwendet wird. Immer wieder betont Jesus, dass er gekommen ist, um das Wort Gottes zu verkündigen (Joh 5,24; Joh 12,28; Joh 14,23f; Joh 17,6), aber auch um die Werke Gottes zu wirken (v.a. Joh 5,19-26; Joh 5,37f; Joh 7,16; Joh 10,37f; Joh 12,44-50; Joh 14,9-11; Joh 17,6-10). Das Verhältnis von Gott und Jesus lässt sich als Einheit im Wirken beschreiben.

Bedenken sollten wir immer, dass Jesus sich selber immer als Sohn Gottes kenntlich machte. 

Die Frage sollte damit endgültig beantwortet sein!

ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ

AntwortZitat
Veröffentlicht : 13. Januar 2020 20:21
Wildblume gefällt das
(@noname)
Aktives Mitglied
Veröffentlicht von: @athalja

Eine "kleine Familie Gott" in etwa, nicht wahr? Somit wäre Jesus eben auch ein Gott. 

Wie in der griechischen Mythologie mit Zeus, Herkules und co.? Das wäre glatt Polytheismus und somit unbiblisch. Also, ich glaube die frage ist nicht beantwortet. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 13. Januar 2020 20:42
Jurek
(@jurek)

Natürlich ist JESUS Gott, und Ewigvater (Jes 9:6) ja auch ein starker/mächtiger Gott (eingesetzt von JEHOVA über die ganze Schöpfung, und nicht immer schon gewesen), aber nicht DER GOTT, der Allmächtiger, welchen doch JESUS als der SOHN untersteht.

Gott und GOTT das ist doch nicht dasselbe!

Enge Gemeinschaft/Einheit ist deswegen nicht der EINE GOTT (wie IHN die Trinis meinen) in mehreren Personen! => vgl. Joh 10:30 mit 17:11, im welchem Sinn das EINS zu verstehen ist.
Ähnlich eben wie auch 1.Mose 2:24b.

Eigentlich alles sehr einfache und klare Sache, bis die Theologen auf den Plan treten und anfangen aus einfachsten Sätzen das „ich bin“ „auszudeuten“ und Aussagen aus dem Gesamtzusammenhang zu deuten, obwohl nachweisbar in biblischer Zeit keiner davon sprach!

Wenn die Trinität sooo bedeutend wäre wie manche heute das dogmatisch mit Nachdruck tun und deswegen mir das Christsein absprechen (!), dann ist es unvorstellbar, warum diese angeblich sooo wichtige und fundamentale Lehre nicht klar und deutlich in gesamter biblischer Zeit von Dienern GOTTES klar und deutlich gelehrt wurde? …

AntwortZitat
Veröffentlicht : 14. Januar 2020 5:01
Seite 2 / 7
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