Fälscher am Werk – Teil 1

Wie in der NWÜ die fundamentale Bedeutung Jesu für unsere Rettung runtergespielt wird.

Stand der Gottesname im Neuen Testament?

Die Übersetzer der  „Neue-Welt-Übersetzung“ (NWÜ) haben in den Christlich-Griechischen Schriften, – dem Neuen Testament der Bibel an 237 Stellen den Gottesnamen „Jehova“ eingefügt. Der unbedarfte Leser könnte denken, dass es deshalb geschehen ist, weil die frühen Manuskripte diesen Namen enthalten würden.

Das ist aber nicht so! Unter den über 5000 Schriftdokumenten, die bis heute gefunden worden sind, ist in keinem (!) das  Tetragramm  zu finden. Das wissen auch die Herausgeber der NWÜ. Sie „lösen“ dieses Problem damit, dass sie behaupten, der Gottesname sei aus den frühesten Schriften entfernt worden, weil die ersten Christen von den Juden die abergläubische Furcht vor dem Aussprechen des Gottesnamens übernommen hätten! Die ältesten Manuskripte der Schriften des NT Papyrus Bodmer II  stammen aus der Zeit um 200 n. Chr. Es sind hier neun Paulusbriefe in Fragmenten oder ganz vorhanden, und in keinem kommt das Tetragramm (JHWH) vor. Und es ist festzustellen, dass die Behauptung, man habe den Namen daraus entfernt, nicht bewiesen werden kann! Man müsste sich bei einer so dreisten Verfälschung der Bibel durch „abtrünnige Christen“ dann auch fragen, wie das vor sich gegangen sein soll und warum von so einem eklatanten Betrug in der frühkirchlichen Literatur, die ja ziemlich umfangreich ist, keine einzige Erwähnung dieses Manövers zu finden ist. Man muss sich auch fragen, warum das Tetragramm nur aus den Manuskripten des Neuen Testaments (NT) entfernt worden ist und nicht auch aus denen der Hebräischen Schriften (AT).

Eine fadenscheinige Begründung

Der Übersetzer der NWÜ (Fred Franz) begründete das Einfügen des Gottesnamens ins NT damit, dass die von den ersten Christen gebrauchten Zitate aus der Septuaginta  (eine Übersetzung der Hebräischen Schriften ins Griechische), die im AT den Namen Gottes enthalten, ihn auch im Zitat enthalten müssten. Es besteht kein Zweifel daran, dass der Gottesname zur Zeit der Apostel bekannt war. Sie zitierten aus der Septuaginta, was aber nicht beweist, dass sie den Gottesnamen in ihre Schriften übernahmen. Da aber die Beweise für das Vorkommen des Gottesnamens in frühen Manuskripten des NT fehlen, ist man auf Vermutungen angewiesen und man schreibt im Anhang A5 zur Ausgabe der NWÜ von 2018: „MancheFachleute halten es für durchaus wahrscheinlich, dass der Name Gottes in den Christlich Griechischen Schriften in Zitaten aus den hebräischen Schriften vorkam.“ (Einer dieser Fachleute hat sich dagegen gewehrt, von der WTG in diesem Zusammenhang zitiert zu werden!)

Fred Franz berief sich auf andere Übersetzer, die den Gottesnamen auch in das NT eingefügt hatten. In der Liste, die dazu angeführt wird (Kingdom Interlienar Translation of the Greek Skriptures1985, S. 13-15), fällt auf, dass es alles hebräische Übersetzungen sind, die seit dem 14. jahrhundert bis in die Neuzeit erschienen sind. Diese Übersetzungen waren Jahrhunderte nach den überlieferten Manuskripten angefertigt worden! Und es sei die Frage erlaubt, auf welche Quellen sich diese Übersetzer dabei gestützt haben. Sie hatten keine Quellen! Sie übten ebenso wie Fred Franz Willkür und setzten im Hinblick auf hebräische Leser (Juden) das Tetragramm ein.  Wenn man die Haltung der meisten Juden zu Christus kennt, dann ahnt man sofort, warum dies geschehen ist.

Es soll nicht der Versuch gemacht werden, die Frage zu entscheiden, ob die Übernahme von Zitaten aus dem AT mit oder ohne Gottesnamen berechtigt wäre. Wichtiger  und wesentlicher scheint die Frage zu sein, ob man durch das Einfügen des Gottesnamens in das NT dem Kontext gemäß gehandelt hat. Es sind einige Stellen aufgefallen, an denen es nicht hätte sein dürfen, es sei denn, der Übersetzer der NWÜ hatte eine bestimmte Absicht.

Apostelgeschichte 2:20, 21, 36:

Hier zitiert der Apostel Petrus aus Joel (2:28-32). Im Vers 21 heißt es in der NWÜ:

„Und jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet werden.“

Im griechischen Grundtext steht jedoch: „Und jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.“  Wer ist hier gemeint? Diese Frage ist leicht zu beantworten, denn Petrus spricht hier zu Juden über Jesus Christus. Er erklärt ihnen, welche Bedeutung der Christus für die Rettung hat:

„Deshalb soll das ganze Haus Israel mit Gewissheit erkennen, dass Gott ihn zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr am Pfahl hingerichtet habt.“

Das ist der Herr, den man anrufen muss, um gerettet zu werden! Es ging hier nicht um Gott, um Jehova, sondern um den, den die Juden als von Gott gesandten Retter nicht annehmen wollten. Auch Paulus zitierte aus Joel 2 in Römer 10:13. Auch er wendet diesen Text auf Jesus an, wenn er ausführt:

„Denn wenn du mit deinem Mund öffentlich erklärst, dass Jesus Herr ist, und mit deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden. … In einer Schriftstelle heißt es ja: „Keiner, der seinen Glauben auf ihn stützt, wird enttäuscht werden.“ Es gibt nämlich keinen Unterschied zwischen Juden und Griechen. Alle haben denselben Herrn über sich, der großzügig ist zu allen, die ihn anrufen. Denn jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet werden“. Doch wie sollen sie ihn anrufen, wenn sie nicht an ihn glauben? Und wie sollen sie an ihn glauben, wenn sie nicht von ihm gehört haben? Wie aber sollen sie hören, wenn nicht jemand predigt?“. (NWÜ)

Dort, wo die NWÜ Jehova eingefügt hat, steht im Grundtext „Herr“. Aber steht der Gottesname in der NWÜ hier zu Recht? Petrus sprach zu Juden und Paulus von den Juden, denen gepredigt werden müsse, damit sie an Jesus glauben könnten. Beide Gruppen kannten den Gott des alten Bundes. Sie wussten bestimmt noch, dass sein Name Jehova oder Jahwe ist. Den Namen Gottes hatten und haben sie schon angerufen. Und wenn im Joel-Zitat von Petrus und Paulus tatsächlich Jehova gemeint worden wäre, hätte das Ganze keinen Sinn mehr gemacht! Die Ansprache des Apostels wäre überflüssig gewesen, denn die in Jerusalem versammelten Juden und Proselyten waren ja in den Tempel gekommen, um „den Namen Jehovas anzurufen“! Über diesen Punkt gab es keine Unklarheit.

Den Namen Gottes musste man ihnen nicht verkünden, aber die Bedeutung des Namens Jesu für die eigene Rettung musste man ihnen deutlich machen. Und deswegen wendeten beide Apostel das Joel-Zitat eindeutig auf Jesus an.

War es richtig, die Worte Joels auf Jesus anzuwenden?

Angesichts der überragenden Bedeutung Jesu ist diese Frage leicht zu beantworten. Man muss sich nur einmal klar machen, was dies bedeutet:

„Er hat die Augen eures Herzens geöffnet, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung er euch berufen hat, welchen herrlichen Reichtum er als Erbe für die Heiligen bereithält und wie überragend groß seine Macht gegenüber uns, den Gläubigen, ist. Ihre Größe zeigt sich durch die Wirksamkeit der gewaltigen Kraft, die er einsetzte, als er Christus von den Toten auferweckte und ihn in den himmlischen Bereichen an seine rechte Seite setzte, hoch über jede Regierung und Autorität und Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht nur in diesem Weltsystem, sondern auch im kommenden.Auch hat er alles unter seine Füße gelegt und ihn zum Haupt von allem gemacht, was die Versammlung betrifft. Sie ist sein Körper und ist mit ihm erfüllt – mit ihm, der alles in allem erfüllt.“ (Eph. 1:18-23, NWÜ)

Diese fundamentale Bedeutung Jesu für die Rettung wird immer wieder betont, wenn Petrus und Johannes erklärten:

„Außerdem kommt durch keinen anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der den Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen.“ (Apg. 4:12, NWÜ)

Um zu verdeutlichen, um wessen Namen es hier geht, muss man den Kontext lesen. Im Vers 10 erklären Petrus und Johannes, durch wessen Namen die Wunderheilung geschehen war, deretwegen man sie vor Gericht stellte:

„Deshalb sollt ihr alle und das Volk Israel wissen: Im Namen von Jesus Christus, dem Nazarener, den ihr an einem Pfahl hingerichtet habt, den Gott aber von den Toten auferweckt hat, ja durch ihn steht dieser Mann gesund vor euch.“ (Apg. 4:10, NWÜ)

Die überragende Stellung Jesu

Jesus steht nicht in Konkurrenz zum Vater, sondern ist vom Vater zum Herrn für alle erklärt worden! Und jeder, der ewig leben will, muss Jesus als seinen Herrn anerkennen! Das ist der „Name“, der angerufen werden muss, um gerettet zu werden. Und „Name“ steht nicht für sich allein, sondern für die Person, die ihn trägt, für Jesus Christus. Aber wie soll man Jesus anrufen, wenn die Führung von Jehovas Zeugen verboten hat, zu Jesus zu beten? Stur und fest wird behauptet, dass im NT nie jemand zu Jesus gebetet hätte! Die Beweislage in der Bibel ist eindeutig: Jesus wurde angerufen, man betete zu ihm, man dankte ihm und rief ihn um Hilfe an.

Jesus hat seine Bedeutung für die Rettung seiner Jünger hervorgehoben. Zum Beispiel in seinem letzten Gebet am Ende des Passahmahls:

„Du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, sodass er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben geben kann.“ (Joh. 17:2, NWÜ)

Diese überragende Bedeutung, nämlich für die Rettung seiner Jünger verantwortlich zu sein, wurde Jesus von Gott übertragen. Dazu hat er alle Macht erhalten, dazu ist er zum Herrn und König gemacht worden. Diese Bedeutung Jesu leugnet die NWÜ zwar nicht, aber warum setzt sie anstelle Jesus seinen Vater ein?  Und warum tut sie das auch an Stellen, in denen nicht aus dem AT zitiert worden war? Warum z. B. fügt sie in Rö. 14:6-9 sechs mal den Gottesnamen ein, obwohl hier nur „Herr“ steht und es keinen Grund im Kontext gibt, es anders zu verstehen, zumal der Vers 9 eindeutig Jesus als den Herrn bezeichnet?

Es kommt der Verdacht auf, dass es Absicht ist, um Jesus in den Hintergrund zu drängen.

Noch zwei Beispiele: Apg. 16:14, 15 und 18:24-26

Von dieser Art der Verfälschung gibt es in der Apostelgeschichte noch zwei Beispiele, die zeigen, dass es nicht um die „Wiedereinführung des Namens Gottes in die Christlich Griechischen Schriften“ geht, denn in beiden Stellen wurde nicht aus dem AT zitiert. Das erste Beispiel ist in Apg. 16:14, 15 zu finden:

„Eine Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, die Gott anbetete, hörte zu und Jehova öffnete ihr das Herz weit, sodass sie dem, was Paulus sagte, Aufmerksamkeit schenkte. Als sie und ihre Hausgenossen sich taufen ließen, bat sie uns eindringlich: „Wenn ich eurer Meinung nach Jehovatreu bin, dann kommt und bleibt in meinem Haus. Sie drängte uns regelrecht dazu.“ (NWÜ)

Steht hier der Gottesname zu Recht? Als Lydia sagte: „Wenn ich eurer Meinung nach dem Herrn treu bin, dann ….“ Sie war bereits eine Anbeterin Gottes und durch die Taufe wurde sie eine Jüngerin Jesu. Die Treue zu Gott stand  nicht zur Diskussion, sondern die Treue zu Jesus, den sie durch die Predigt von Paulus kennen gelernt hatte.  Darum ließ sie sich taufen. Ähnlich sieht es in Apg. 18:24-26 aus:

„Nun traf ein Jude, namens Apollos in Ephesus ein. Er stammte aus Alexandria und war ein redegewandter Mann, der sich gut in den Schriften auskannte. Dieser Mann war über den Weg Jehovasunterrichtet worden. Glühend im Geiste redete und lehrte er korrekt, was Jesus betraf. Allerdings war er nur mit der Taufe des Johannes bekannt.“ (NWÜ)

Dieser Mann kannte sich also gut im AT aus und sprach glühend im Geist über Jesus Christus. Im Grundtext steht, dass er „im Weg des Herrn unterrichtet worden war“. Damit war nicht der Weg oder die Lehre über Gott, sondern der Weg oder die Lehre über Jesus gemeint. Denn dieser Weg, diese Lehre, war neu für den Juden Apollos!

Ungereimtheiten: 1. Kor. 10:9 und 1. Kor. 10:21

So ergibt die willkürliche Einfügung des Gottesnamens ins NT immer wieder Ungereimtheiten und verstörende Einblicke in die Rolle Jesu, wenn es um die Bekehrung von Menschen geht. So ist es in 1. Kor. 10:9, wo es heißt:

„Auch dürfen wir nicht Jehova auf die Probe stellen, wie einige es von ihnen taten und durch die Schlangen umkamen.“ (NWÜ)

Es ist klar, dass man Gott nicht auf die Probe stellen darf. Aber was will Paulus hier sagen? In seinem Text steht anstelle von Jehova einfach nur Herr. Wen meinte er? Der Kontext hilft uns weiter, in dem Paulus zeigt, was die Juden gemäß 2. Mose 23:20-23 erlebt hatten:

„Ich möchte nun, dass ihr wisst, Brüder, dass unsere Vorfahren alle unter der Wolke waren und alle durchs Meer gingen und alle durch die Wolke und das Meer in Moses getauft wurden. Sie aßen dieselbe geistige Nahrung tranken alle dasselbe geistige Wasser. Denn sie pflegten aus dem geistigen Felsen zu trinken, der ihnen folgte, und dieser Fels stand für den Christus. Trotzdem war Gott über die meisten von ihnen nicht erfreut, denn sie kamen in der Wildnis um.“ (1. Kor. 1:1-5; NWÜ)

Wen haben denn nun die Juden auf die Probe gestellt? Zuerst natürlich Gott und dann auch Jesus Christus, der sie führte.  Das geht aus dem Bericht im 2. Buch Moses klar hervor:

„Pass auf! Ich werde einen Boten vor dir her schicken, der dich unterwegs behütet und dich an den Ort bringt, den ich für dich bestimmt habe. Hüte dich vor ihm und höre auf das, was er sagt! Lehne dich nicht gegen ihn auf! Er würde euch das nicht vergeben, denn mein Name ist in ihm.“ (2. Mo. 23:20, 21)

Darauf bezog sich Paulus, als er davor warnte, Christus auf die Probe zu stellen. Im griechischen Grundtext steht dort, wo „Jehova“ eingefügt wurde „Herr“. Im Kontext mit 2. Mo. 23:20, 21 und 1. Kor. 10:1-5 hat hier der „Herr Jesus“ zu stehen. Und es geht weiter. In 1. Kor. 10:21 steht in der NWÜ:

„Ihr könnt nicht den Becher Jehovas und den Becher der Dämonen trinken.“

Wessen Becher meint hier der Apostel? Ein Blick in den Kontext löst das Rätsel, denn hier bezieht sich der Apostel auf das Gedächtnismahl, wenn er sagt:

„Bedeutet der Becher der Segnung, den wir segnen, nicht Teilhaberschaft am Blut des Christus? Bedeutet das Brot, das wir brechen, nicht Teilhaberschaft am Körper des Christus?“ (1. Kor. 10:16, 17; NWÜ)

Es geht also nicht um „den Becher Jehovas“, sondern um den des Christus! Es geht um die „Teilhaberschaft am Christus“ und damit um die Gemeinschaft mit ihm beim Gedächtnismahl. Bei den Zeugen Jehovas ist nur den „Geistgesalbten“, den „144000“, erlaubt, Gemeinschaft mit Jesus zu pflegen indem sie von den Symbolen nehmen. Und an diesem Beispiel der Fälschung sehen wir, wie die Worte des Apostels verdunkelt werden, wenn vom „Becher Jehovas“ die Rede ist!

Eine Verfälschung: 2. Kor. 3:12-18

Hier beschreibt der Apostel das Grundproblem seiner damaligen jüdischen Stammesgenossen. Sie konnten den Sinn und die Bedeutung des Gesetzesbundes nicht begreifen, weil „ihre Sinne abgestumpft waren“. Sie konnten den tiefen Sinn des Gesetzes Moses nicht erfassen, weil „ein Schleier auf ihrem Herzen lag“. Und weil sie nicht begreifen konnten, dass das Gesetz zum Messias führte, nahmen sie ihn auch nicht wahr und brachten ihn um. Dieses Problem, so beschreibt es Paulus, konnte nur dadurch gelöst werden, dass die Juden zu Christus umkehrten, ihn also annahmen. Die NWÜ schreibt:

„Doch ihre Sinne wurden abgestumpft. Denn bis zum heutigen Tag bleibt derselbe Schleier beim Lesen des alten Bundes ungelüftet, weil er nur durch Christus beseitigt wird. … Aber wenn sich jemand Jehova zuwendet, wird der Schleier weggenommen. Jehova nun ist der Geist, und wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit. Und während wir mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit Jehovas wie Spiegel widerstrahlen, werden wir alle in dasselbe Bild umgewandelt, von einem Grad der Herrlichkeit zum anderen, genauso wie es durch Jehova, den Geist, geschieht.“ (2. Kor. 3:14-18; NWÜ)

Hier haben wir es mit einer Verfälschung der eigentlichen Aussage des Apostels zu tun. Anstelle des Herrn Jesus Christus wird in der NWÜ Jehova eingesetzt. Dadurch kommt es zu einem Problem: Die NWÜ sagt, dass der Schleier nur durch Jesus Christus beseitigt wird, um dann die Aufmerksamkeit auf Gott zu lenken und davon zu sprechen, dass man sich Gott zuwenden muss, damit der Schleier verschwindet. Waren die Juden mit Gott vertraut oder nicht? Haben sie ihn im Tempel verehrt oder nicht? Aber wen missachteten sie? Sie haben nicht Gott missachtet, sondern seinen Sohn Jesus Christus! Sie mussten sich dem Sohn zuwenden, um geistig sehend zu werden. So aber wird die eigentliche und wichtige Rolle Jesu heruntergespielt; er wird zum Assistenten degradiert, zur Nebenfigur.

Durch das willkürliche Einfügen des Gottesnamens in das NT wird insgesamt die Stellung und die Bedeutung Jesu für die Erlösung der Menschen herabgewürdigt. Vieles von dem, wofür Jesus von Gott eingesetzt worden ist, wird einfach auf den Vater bezogen. Der Sohn steht als Assistent daneben oder wird ganz beiseite gedrängt. Das ist Methode und nicht etwa auf ein philologisches Missverständnis zurückzuführen. Dahinter steckt die Ideologie der Wachtturm-Gesellschaft! Diese Ideologie verträgt sich nicht mit der Rolle Christi, die er im NT spielt. In dieser Rolle ist er der Organisation“ höchst unbequem.

 

(Fortsetzung Teil 2)

[Gesamt: 59   Durchschnitt:  4.9/5]

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Omma

Lieber Tilo, danke für deine gut durchdachten Worte, die ich mit großem Interesse gelesen habe. Vor Jahren habe ich auch schon einmal über ein ähnliches Thema nachgedacht. Meine damaligen Nachforschungen hatten ebenfalls ergeben, dass die WTO, ohne es beweisen zu können, behauptet, die Schreiber der Christlichen Schriften, hätten ursprünglich den Namen Gottes benutzt, und er erst später entfernt worden sei. Sie behaupteten weiter, so wie auch du es erwähnst, sie hätten den Namen nur wieder an seinem ursprünglichen Platz eingeführt. Würde diese Behauptung nicht bedeuten, einerseits zu sagen, Gott hätte die Macht sein Wort über Jahrhunderte zu bewahren, hätte aber… Weiterlesen »

M.N.

Sehr gute Aufdröselung diverser “Jehova”-verfälschter NWÜ-NT-Verse – besten Dank, lieber Tilo. Angesichts des Titels “Fälscher am Werk” fühle ich mich 37 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt: “Die Falschspieler Gottes”, Artikel im “Stern” im Frühjahr 1983, damals auch von mir – einem indoktrinierten Orgbot und “begeisterten” WTG-Hochleistungsträger mit wt-Symbol in den leuchtenden Augen (so wie Dagobert Duck mit seinen $$$-Äuglein) – lautstark als “alles nur Lüge schmutziger Abgefallener” verurteilt. Eine der absurdesten Hirnflatulenzen betreffs des “Jehova im NT”-Themas ist das Märchen, im 2. und 3. Jahrhundert sei von “Abtrünnigen” ein “Verbrechen” verübt worden, und zwar ein “Diebstahl” in Form des “Raubes… Weiterlesen »

Tony

Danke Tilo für die ausgezeichnete Arbeit. Eindeutig wird sichtbar, wie nach und nach unser Herr Jesus Christus die Machenschaften dieser Organisation ans Tageslicht bringt. Die JW.Org verfälscht das Wort Gottes im großen Styl. Sie zeigt keinen Respekt für den Heiligen Geist, wodurch die Heilige Schrift inspiriert und geschrieben worden ist (Offenbarung 22: 18-19). Ein weiteres Beweis dazu ist es, dass diese Organisation Menschen auf ihren Namen tauft (siehe Wachtturm März 2020, Seite 12), und die Taufe auf den Namen des Heiligen Geistes völlig ignoriert. Das Gebot unseres Herrn war unmissverständlich klar: “Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen… Weiterlesen »

Nase

Die Septuaginta war die Bibel der ersten Christen (in Israel und in Europa) und auch Paulus zitierte oft aus der Septuaginta (ich habe die Septuaginta) und da wurde JHWH mit “HERR” (Kyrios) übersetzt. Paulus hätte bestimmt nicht die Septuaginta zum zitieren genommen wenn er diese nicht akzeptiert hätte. Er konnte auch aus den Hebräischen Text zitieren , aber das tat er nicht. Wenn man es genau nimmt dann wurde in der Septuaginta das Tetragramm auch entfernt und mit Kyrios ersetzt. Deswegen ist der Codex Leningradensis (Masoretische Text mit Punktuation) die zuverlässigste Kopie des Alten Testaments, denn die Juden waren sehr… Weiterlesen »

Jockel

Danke für den schönen beitrag
Nur wer ist eigendlich dieser Jehova

Wachtturm 1950
ist dieser Name seit dem vierzehnten Jahrhundert als „Jehova“ gelesen und in dieser Form in der Christenheit volkstümlich geworden. Genau wie der Name ausgesprochen wurde, ist jetzt nicht bekannt. Doch während wir das Beachtenswerte an der Aussprache „Jah-we’“ anerkennen, hat doch das Übersetzungskomitee im Englischen die Form „Jehovah“ beibehalten, weil man damit vertraut war und weil es die vier ursprünglichen Buchstaben des hebräischen Namens beibehält.Zu Gottes eigener Zeit werden wir, wenn er die richtige Aussprache seines heiligen Namens offenbart, die genaue Korrektur gerne vornehmen.

https://wol.jw.org/en/wol/dsync/r1/lp-e/r10/lp-x/1950681#h=18

Peter

Lieber Tilo,
herzlichen Dank für den schönen Artikel und die detaillierte Aufarbeitung. Aufgrund der Christusfeindlichkeit der jw-org hat leider kaum ein Sektenmitglied eine persönliche liebevolle Beziehung zu Jesus. Woher auch?
Schließlich wird alles erdenkliche unternommen, um genau das zu verhindern.
Alles Liebe und ich freue mich schon auf Teil 2
Peter

Tommy

Absolut klasse erster Teil. Man koennte nun einwenden, dass Gott und Jesus gemaess jesu eigener Worte eins sind und es so gesehen egal ist, wuerde dann aber vergessen, dass genau dieser Name, der Gotte inne ist gemaess 2. Mose uns zur Rettung gegeben wurde und es garantiert einen Grund hat warum im neuen Testament kein JHWH mehr zu finden war. Sage ich jetzt als jeman der versucht der Schrift zu glauben. Absolut richtig, es sollte nicht versucht werden den Namen und die Person Jesus herabzuwuerdigen!!!!
Bin gespannt auf Teil 2
Tommy

Josef Moosbrugger

An Alle Der Vater Jehova ist im AT und NT immer der selbe. Sein Sohn ebenfalls, nie ein u. die selbe Person. Jesus ist sein erster Sohn, den er selbst gemacht hat und durch ihn hat er alles andere gemacht oder ihn dazu beauftragt. Wir sind alle immer nach Vaters Name genannt nicht nach unseres Bruders. So ist es auch bei Gott. Somit sind wir in erster Linie Jehovas Zeugen, so wie auch Jesus ein Zeuge seines Vaters Jehova war. Jedoch sind wir auch Zeugen von Jesus, weil wir auch bezeugen was er für uns getan hat. Das ist auch… Weiterlesen »

Löschblattlaus

Vielen Dank für den Artikel und die Recherche! An dieser Stelle möchte ich gerne zwei weitere Bibelstellen anführen, welche mir beim Studium aufgefallen und die in der NWÜ offensichtlich falsch übersetzt sind – mit meiner Ansicht nach inakzeptablen Konsequenzen für das Bild, welches diese Übersetzung von Jesus zeichnet. Ich bin noch nicht allzu lange hier dabei, vielleicht ist dies ja schon hinlänglich bekannt – in diesem Fall bitte ich um Nachsicht. a) Kol 1:16: “Denn durch ihn ist alles ANDERE im Himmel und auf der Erde erschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare – ob Throne oder Herrschaften oder Regierungen… Weiterlesen »

Ulla

Lieber Bruder Tilo, ich umärmel dich herzlich! Fantastisch, dass du das hier noch einmal so einleuchtend erklärt hast und auch 2. Mose 23: 20, 21 mit angegeben hast: “…denn mein Name ist in ihm” Denken wir nur an die 4 hebräischen Worte, die am Kreuz/Pfahl über Jesus angebracht wurden: J – Jeschuah (Jesus) H – Hanozri (von Nazareth) W – Wemelech (und König) H – Hajehudim (der Juden). Phil. 2:9-11 gibt Aufschluss, wie der VATER geehrt werden wird: “Darum hat ihn Gott erhöht und ihm den Namen gegeben, der über allen Namen steht. Vor Jesus werden einmal alle auf die… Weiterlesen »

Nase

Als ich letztes Jahr dem Ältesten meiner Ex-Versammlung geschrieben habe das ich aus dieser Sekte der Zeugen Jehovas austrete, habe ich ihm auch geschrieben das er sich mal die Urtexte besorgen soll und überprüfen soll ob die Neue Welt Übersetzung , was das Neue Testament angeht, ein Fake-Übersetzung ist oder nicht.

Codex Leningradensis und Septuaginta für das Alte Testamtent und Nestle-Aland und Textus Receptus für das Neue Testament.

Ich glaube er wusste nicht wovon ich sprach, denn die Zeugen glauben ja tatsächlich das die Neue Welt Übersetzung die Originalbibel ist.

Corrie Kaspers

Moin Moin an alle!
In der Niederlande hat das Gericht ein Urteil gefällt bzgl Hausdurchsuchung im Hauptbüro Emmen und 2 Versammlungen und im privat Haushalte bei ältesten. Die zj haben sich auf Klerus geheim berufen; das wurde aber NICHT statt gegeben!
Näheres bei Twitter reclaimed voices.org
Kann ins deutsche übersetzt werden 😉
LG aus dem Elbe Weser Dreieck, Corrie

Lars

Vielen Dank für den wunderbaren und gut recherchierten Bericht. Ich kann das nur bestätigen. Ich bin bei den ZJ aufgewachsen, habe mich aber “zum Glück” nie taufen lassen. Als ich volljährig war, habe ich mich dann komplett den ZJ abgewendet. Erst heute, 22 Jahre später, beschäftige ich mich wieder intensiv mit der Bibel und somit der wahren Wahrheit. Es fällt mir dabei zusehends auf, das Jesus bei den ZJ wirklich eine reine Nebenrolle inne hat. Ich kann mich nicht erinnern, dass Jesus eine hohe Präsenz haben durfte. Ich musste diesbezüglich wirklich vieles neu lernen. Und ich bin soooo dankbar über… Weiterlesen »

peetha

@ Tilo… bevor der 2. Teil erscheint, ein Kompliment auch von mir, zum ersten. Der hat mich jetzt nicht vom Hocker gehauen, ABER …! Ick bin begeistert mich bestätigt zu wissen, wenn Ick im NT lesend … Ick auch „NT technisch“ richtig „ticke“. (😉) Will darüberhinaus wagen zu sagen … die Vielfalt und Vielschichtigkeit der Kommentare zu deinem Aufsatz zeigen dir, als Postulierenden und mir als Lesenden … alles richtig. Tilo … ach was, … lieber Tilo… Ick bewundere immer wieder bei deiner Bibelarbeit dein Thema fokussiertes, konzentriertes „abarbeiten“ von zu lesenden biblischen Fakten. Auch Ick bin neugierig auf Teil… Weiterlesen »

www.Christusbekenner.de

In dem Artikel von Tilo wurde die offenkundige Intention der Neuen-Welt-Übersetzung anhand von Beispielen erhärtet, die Stellung und Bedeutung Jesu durch die Einfügung des Gottesnamens im NT herabzuwürdigen. Die NW-Übersetzung ist eine Ablenkungs-Übersetzung. Noch vor wenigen Generationen, als es üblich war, dass man nach erledigtem Tagewerk im Familienkreis zusammensaß und aus der Bibel vorgelesen wurde oder man persönlich im NT las, gelangten viele wie von selbst zu einer Beziehung mit Jesus, die sich auch im Alltag niederschlug. Christus war für sie ihr “Führer” im Leben (Mat. 23:10). Für sie war Jesus wirklich ihr “Herr” und Heiland. In dieser Zeit waren… Weiterlesen »

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