EINE SICHTBARE KÖRPERSCHAFT UNTER EINEM UNSICHTBAREN FÜHRER?

Gedanken zum heutigen WT-Studium “Wer führt Gottes Volk heute”

Aber ihr sollt euch nicht ›ehrwürdiger Lehrer‹ nennen lassen; denn ihr seid untereinander alle Brüder, nur einer ist euer Lehrer. Ihr sollt euch auch nicht ›Lehrmeister‹ nennen lassen, denn auch Lehrmeister ist bei euch nur einer: Christus, der versprochene Retter.

lk-3-001Gemäß der Lehre von Jehovas Zeugen benötigt die Versammlung Gottes eine „leitende Körperschaft“, um Anbetung und Glaube der Christenversammlung mit festgesetzten Regeln zu fördern. Die Versammlung Gottes soll geleitet und geführt werden von einer auserwählten Gruppe Gesalbter, welche direkt von Jesus Christus beauftragt wurde, um als „treuer Sklave“ für die geistige Speise der Versammlung zu sorgen.

 

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Der “leitenden Körperschaft“ (kurz „LK“) von Jehovas Zeugen scheint es zurzeit das wichtigste Anliegen zu sein, ihre Stellung und Machtposition vor ihren Schäfchen zu begründen und zu verteidigen. In fast jedem Wachtturmartikel betont sie, dass sie, die leitenden Körperschaft, der „treue und verständige Sklave“, die alleinige Lehr und Richtlinienkompetenz über die Christenversammlung habe. So auch im Studienwachtturm Februar 2017, unter dem Thema: „Wer führt Gottes Volk heute?“ 

Jener Artikel beginnt mit einem Hinweis auf die Himmelfahrt Jesu. Zitat aus Absatz 1 und 2: „JESU Apostel starrten in den Himmel und sahen, wie ihr Herr Jesus hinter einer Wolke verschwand. … Wie sollten sie das bloß schaffen? Jesus hatte ihnen versichert, sie würden bald heiligen Geist empfangen (Apg. 1:5). Doch ein internationaler Predigtfeldzug erforderte Führung und Organisation. In alter Zeit gebrauchte Jehova sichtbare Vertreter, um sein Volk zu führen und zu organisieren. Vielleicht haben sich die Apostel daher gefragt: „Wird Jehova jetzt einen neuen Führer ernennen?“ [Hervorhebungen in den Zitaten generell durch mich]

Ich glaube nicht, dass sich die Jünger Jesu auch nur ansatzweise diese Frage gestellt haben. Warum? Weil Jesus diese Frage schon mehr als deutlich beantwortet hatte, denn er hatte seinen Jüngern versprochen: Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt, daher lehrt die Menschen alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.“ (Matth. 28:20)

Es ist mehr als abwegig, dass die Apostel sich gefragt haben, wer von ihnen wohl als Organisator oder Führer eingesetzt würde, um ein Predigtwerk zu leiten und zu beaufsichtigen. Doch unbeeindruckt von dieser Tatsache spinnt der Autor des Artikels seinen Gedanken weiter, indem er so tut, als ob die Apostel nichts Eiligeres zu tun hatten, als ein Leitungsgremium zu installieren. Die Tatsache, dass die Jünger Jesu unter Gebet Matthias als Ersatz für Judas Iskariot auswählten, wird in diesem Zusammenhang als eine wichtige organisatorische Handlung präsentiert, um, wie man im Zeugenjargon sagt, einem wichtigen organisatorischen Bedarf abzuhelfen. Man impliziert den Gedanken, ohne diese Entscheidung wäre der Auftrag Jesu nicht durchführbar gewesen. Bemerkenswert ist die Wortwahl, die man gebraucht, um den Eindruck zu erwecken, auch die heutige LK gehe ähnlich vor, um organisatorische Belange zu regeln.

Zitat aus Absatz 3: „Weniger als zwei Wochen später zogen Jesu Jünger die Schriften zurate, beteten um Anleitung und wählten Matthias aus, der Judas Iskariot als 12. Apostel ersetzen sollte (Apg. 1:15-26). Warum war es ihnen und Jehova so wichtig, für Ersatz zu sorgen? Matthias konnte einem wichtigen organisatorischen Bedarf abhelfen.“

Die benutzte Sprache und Aneinanderreihung von Gedanken legt so nahe, dass eine dringende Notwendigkeit zwecks Organisation bestand, dass dies Jehova ebenso wichtig und dringend gewesen sei und dass die LK angeblich auch heute noch genau diesen Bedarf stillen würde.

Im Absatz 3 folgt dann auch gleich der nächste Schachzug in der Argumentationskette der Wachtturmgesellschaft (WTG): Jesus hatte seine Apostel nicht lediglich ausgewählt, damit sie ihn in seinem Dienst begleiteten. Sie sollten in Gottes Volk eine entscheidende Führungsrolle übernehmen. Was war das für eine Rolle, und wie bereitete Jehova die Apostel durch Jesus darauf vor?“

Und schon wird Matthäus 24: 45 angeführt, wo Jesus angeblich von der Einsetzung eines Gremiums spricht, welches als „treuer und verständiger Sklave“ fungieren soll.

Ja, die Bibel spricht davon, dass der Christenversammlung „ältere Männer“ vorstanden, welche Ehre und Respekt verdienten. Doch diese Männer standen der jeweiligen Ortsversammlung vor, jedoch nicht als Zentralkomitee, welches von Jerusalem aus allen Versammlungen Anweisungen erteilen sollte. Warum kann man das mit Bestimmtheit sagen?

Es gibt zahlreiche Belegstellen in den Briefen der Apostel und der Apostelgeschichte, welche zeigen, dass die Apostel in Jerusalem keine Anweisungen erteilten, weder in organisatorischer Hinsicht, noch in der Lehre.

1. Korinther 7:25: „Nun zu eurer Anfrage im Hinblick auf die, die noch unverheiratet sind. Ich habe diesbezüglich keine ausdrückliche Anweisung vom Herrn; aber weil der Herr mich in seinen Dienst gestellt hat, könnt ihr meinem Urteil vertrauen.“ 

1. Korinther 8:1: „Und nun zu einem anderen Punkt, den ihr angesprochen habt: Darf man Fleisch essen, das den Götzen geopfert wurde?“

Was zeigen diese Texte? Offenbar richtete die Gemeinde in Korinth ihre Anfragen an Paulus, nicht an eine leitende Körperschaft in Jerusalem. Es ist offensichtlich, dass die einzelnen Versammlungen autark waren und nicht von einer Zentralen Gruppe geführt wurden. Selbst die Apostel wirkten autark und unabhängig voneinander, alleine der Führung Jesu Christi verpflichtet.

Man kann die Christenversammlungen, wie z. B. die 7 Versammlungen, welche in der Offenbarung erwähnt werden, nicht als Teil einer Organisation bezeichnen. Schon die Tatsache, dass Johannes an jeder Versammlung ganz andere Beanstandungen hatte, beweist, dass sie von keiner gemeinsamen Führung oder einer „leitenden Körperschaft“ geführt wurden. Auch wurden teilweise verschiedene Lehren gelehrt, was im Falle einer zentral geführten Organisation nicht der Fall sein konnte. 

Aber ist die Christenversammlung nicht eine Organisation?

Eine einzelne Christenversammlung als Organisation zu bezeichnen ist sehr gewagt. Natürlich gab es Älteste, natürlich hat man sich über notwendige Dinge abgesprochen. Aber Absprachen über notwendige Dinge des Zusammenlebens trifft man auch mit seinen nächsten Angehörigen. Es handelt sich deshalb noch immer nicht um Organisationen in dem Sinne, wie es die WT-Organisation ist.

In Absatz 4 wird man zu der Frage gebracht, welche Aufgaben der sichtbaren Körperschaft von ihrem unsichtbaren Führer Jesus Christus übertragen wurden. Zitat: „Zu Pfingsten 33 u. Z. übernahmen die Apostel die Führung der Christenversammlung.“

Nun, es ist richtig, dass die Apostel nach der Ausgießung des Heiligen Geistes führend vorrangingen, was das Evangelisieren anbelangt, jedoch taten sie dies voneinander unabhängig und autark. Es ist nicht so, dass sie zu Pfingsten 33 durch die Ausgießung des Heiligen Geistes als sichtbare Körperschaft eine Machtposition erhielten, um über die Geschicke der Versammlung zu wachen und zu entscheiden.

Weiter heißt es in Absatz 4: „Die Apostel verwalteten die Geldmittel der Versammlung“ Mit dieser Äußerung möchte man belegen, dass auch die heutige sichtbare Führung das alleinige Recht hat, die Geldmittel zu verwalten, und man verweist auf Apostelgeschichte 4:34 und 35, wo wir lesen: „In der Tat, nicht einer unter ihnen litt Not; denn alle, die Besitzer von Feldern oder Häusern waren, verkauften sie gewöhnlich und brachten den Wert der verkauften Dinge, und sie legten ihn jeweils zu den Füßen der Apostel nieder. Darauf wurde einem jeden zugeteilt, so wie er bedürftig war.“

Einem neutralen Leser sticht beim Lesen dieser Verse eigentlich eine andere Aussage ins Auge und zwar jene, dass niemand unter ihnen Not litt, weil die, welche Felder und Häuser hatten, sie verkauften und den Erlös den Aposteln überließ. Diese teilten einem jeden zu so, wie er bedürftig war. Die Kernaussage dieses Verses ist also: Die Apostel sorgten dafür, dass keiner Not litt, indem sie die Spenden je nach Bedarf an die notleidenden Glieder verteilte. Wir lesen nichts davon, dass die Apostel zu Spenden aufriefen und veranschlagten, welche Summe für welches Vorhaben der Apostel benötigt würden, welche dann die Gemeinde aufzubringen sich verpflichten musste.

Wir lesen auch nichts davon, dass die Apostel zur Förderung des Predigtwerkes große Geldsummen einsammelten, um Bauprojekte zu verwirklichen, ihren eigenen Transport zu finanzieren oder viele Schriftrollen zu produzieren, zu beschriften und diese in der ganzen damals bekannten Welt zu verteilen. Und das nicht deshalb, weil es – wenn man es mit den selbstauferlegten Bedürfnissen der WTG vergleicht – damals weder Buchdruckkunst und Offsetanlagen, noch Medien wie Videos und das Internet, noch Autos für Fahrzeugflotten gab, sondern weil es nicht notwendig war, unter der Leitung des von Jesus Christus versprochenen Helfers, des Heiligen Geistes, mit materiellen Mitteln zu arbeiten.

Im Vordergrund der Verwendung finanzieller Mittel stand für die Apostel die Not der Armen. Das ist die Botschaft von Apostelgeschichte 4:34-35: Nicht die Macht über Geld, sondern das Verteilen finanzieller Mittel zur Linderung von individueller Not war das Anliegen der Apostel.

Das Zitat aus Absatz 4 geht weiter: Sie kümmerten sich um die geistigen Bedürfnisse des Volkes Gottes …“   Ja, die Apostel lehrten die Versammlungen, aber nicht nur die Apostel, sondern jeder, wie er durch den Geist getrieben wurde, wie in 1. Kor. 14:26-32 steht: Wenn ihr zusammenkommt, trägt jeder etwas bei: einer einen Psalm, ein anderer eine Lehre, der dritte eine Offenbarung; einer redet in Zungen und ein anderer deutet es … Wenn aber niemand es auslegen kann, soll auch keiner vor der Gemeinde so reden. Er soll es für sich selber tun und vor Gott … So lernen alle etwas und alle werden ermutigt … Die Äußerung prophetischer Eingebungen ist dem Willen der Propheten unterworfen“, und man ist geneigt, hinzuzufügen: „Nicht einem Sklaven, der die Speise austeilt“.

Es gab keine „Arbeitshefte“ oder „Vortrags-Disposition‎en“. Auch keine feste Programmstruktur. Jeder Christ hat direkt durch den Geist Gottes Gaben erhalten, unabhängig von einer Sklavenklasse, so der Apostel Paulus in Römer 12:7: „Gott hat jedem von uns unterschiedliche Gaben geschenkt. Hat jemand die Gabe, in Gottes Auftrag prophetisch zu reden, dann muss dies mit der Lehre unseres Glaubens übereinstimmen“.

Die Bibel liefert keinen Hinweis darauf, dass ein Gremium entscheidet, was „Speise zur rechten Zeit“ oder was „geistige Bedürfnisse“ sind. Der Begriff „geistige Bedürfnisse“ ist in den Evangelien nirgends zu finden, außer in der Neue Welt Übersetzung (NWÜ), herausgegeben durch die WTG. Es ist eine Worthülse der WTG ,welche sich auf die von ihr selbst erfundene Wendung zu Mat. 5:3 stützen soll. (Siehe Glossar, unter Geistige Bedürfnisse)

Bei der „geistigen Speise“ geht es lediglich um die von der WTG vermittelte Belehrung. Das was die Apostel den Gliedern der Versammlung vermittelten, war der Glaube an Jesus Christus. Und es war der Glaube an Christus, der dazu führte, dass die Gemeinden an Zahl wuchsen. Apostelgeschichte 6: 4-6: „Vor allem in Jerusalem wuchs die Zahl der Gläubigen ständig. Unter ihnen waren viele jüdische Priester, die zum Glauben an Jesus gefunden hatten.“

Ein weiteres Zitat aus Absatz 4: „Und sie (die Apostel) beauftragten erfahrene Christen, das Predigtwerk in neuen Gebieten zu fördern. Im Lauf der Zeit unterstützten andere gesalbte Älteste die Apostel in Angelegenheiten der einzelnen Versammlungen.“

Dadurch, dass die WTG an dieser Stelle auf einen Bibelvers verweist: „(Apg. 8:14, 15)“, versucht die WTG den Eindruck zu erwecken, die Apostel hätten das Predigtwerk in der Tat organisiert; der Begriff „Gebiet“ wird aufgebracht und mit dem vermeintlichen Handeln der Apostel verwoben. Tatsächlich handelte es sich in Apostelgeschichte 8: 14 und 15 um ein einmaliges Ereignis. Es wird nichts darüber gesagt, dass Gebiete mit passenden Aufsehern eingeteilt wurden. Die Anführung des Bibelverses dient nur dazu, beide Konzepte geschickt miteinander zu verweben und dazu den Vers als vermeintlichen Beweis für eine vermeintlich zentralistisch geführte Organisationsstruktur der ersten Christenversammlungen zu missbrauchen.

Lesen wir einmal den angegebenen Bibeltext, der im Absatz selber ja nicht ausgeschrieben steht: Wenn wir den angeführten Text lesen, ergibt sich ein anderes Bild.

„Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Petrus und Johannes. Die kamen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen.“

Ja, die Ältesten in Jerusalem schickten Petrus und Johannes nach Samaria, aber nicht als leitende Körperschaft, die das Predigtwerk organisierte. In Samaria gab es schon Versammlungen, welche ohne Zutun der Apostel in Jerusalem den Glauben an Christus angenommen hatten, sondern allein durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Die gesamte Apostelgeschichte ist ein Beleg dafür, wie die Christenversammlung alleine durch die Kraft des Geistes Gottes wuchs. Die Apostel wurden so gut wie nie gefragt oder hatten auch nur ansatzweise etwas organisiert, damit die Botschaft sich verbreitete.

Alle Apostel wurden direkt von und durch den Geist Gottes geführt und geleitet, so wie z. B. Philippus oder Paulus. Weiter mit einem Zitat aus dem folgenden Absatz 5 des Studienartikels: Christen im 1. Jahrhundert erkannten, dass Jehova die leitende Körperschaft durch Jesus führte. Wie konnten sie sich da so sicher sein?“

Ja, wo ist der Beweis, dass die ersten Christen erkannten, dass Jehova „die leitende Körperschaft“ durch Christus führt? Man beachte den Aufbau der angeblichen Organisationsstruktur, wie er im Absatz 5 erklärt wird: JEHOVA führt die leitende Körperschaft durch JESUS (der aber nach diesem Satz nicht mehr erwähnt wird), und die Christenversammlung wiederrum wird durch die LEITENDE KÖRPERSCHAFT geführt, welche speziell von JEHOVA durch den HEILIEGN GEIST befähigt wird. Was für ein organisatorisches Monster! Und im Absatz 6 kommen dann noch die ENGEL dazu, wenn gesagt wird: „Engel unterstützten die leitende Körperschaft.“

Also im Klartext: „die leitende Körperschaft“ ist der Hauptakteur hier auf der Erde im Werk Gottes, und selbst die Engel haben nur eine unterstützende Funktion, um das Evangeliumswerk voranzubringen.

Weiter wird im Absatz 5 behauptet: „Heiliger Geist befähigte die leitende Körperschaft (Joh. 16:13)“. Der angeführte Belegtext für diese Behauptung, Joh. 16:13, zeigt zwar, dass der Heilige Geist über alle Jünger und Apostel ausgegossen wurde, was man auch selbst in diesem Artikel zugibt, doch es wird im selben Satz frisch und frei behauptet, besonders die Apostel und andere Älteste in Jerusalem seien durch eine besonderen Portion des Heiligen Geist befähigt worden, als „leitende Körperschaft“ von Jerusalem aus das Werk zu leiten.

Als Beweis dafür, dass damals eine sogenannte „leitenden Körperschaft“ (in der Bibel selber kommt der Begriff nicht vor!) durch den Heiligen Geist geleitet wurde, werden nachfolgend einige Begebenheiten angeführt:

Zum Beispiel soll 49 u. Z die „leitende Körperschaft“ in Jerusalem eine Entscheidung zum Thema Beschneidung getroffen haben. Die Entscheidung und Anweisung der „leitenden Körperschaft“ in dieser Frage sollen dann die Versammlungen umgesetzt haben, was dazu führte, dass die Versammlungen „im Glauben weiterhin befestigt wurden und von Tag zu Tag an Zahl zunahmen.“

Doch die Tatsache, dass bei einer einzigen Gelegenheit in Jerusalem sozusagen ein Konzil abgehalten wurde, beweist noch lange nicht, dass dort eine „leitende Körperschaft“ tätig war. In Wirklichkeit gingen Paulus und Barnabas nach Jerusalem, weil dort der Streit bzw. das Problem um die Beschneidung aufgekommen war. Die Initiative ging nicht von einer „leitenden Körperschaft in Jerusalem“ aus sondern von Paulus und der Versammlung von Antiochia. Es gab einen nicht geringen Streit um die Frage, ob Heidenchristen verpflichtet werden sollten, sich gemäß jüdischem Brauch beschneiden zu lassen, wie einige Pharisäer in Jerusalem, die Christen geworden waren, durchsetzen wollten.

Die Gemeinde von Antiochia ordnete an, dass Paulus und Barnabas und einige andere nach Jerusalem hinaufziehen sollten, um diese Frage zu klären. Als sie nach Jerusalem kamen, wurden sie von der gesamten Gemeinde empfangen und die gesamte Gemeinde traf die Entscheidung, nicht nur eine „leitende Körperschaft“ bestehend aus den Aposteln.

Auch als Paulus bekehrt wurde, wurde er nicht nach Jerusalem zitiert, er wurde nach Damaskus gesandt. Die Anweisungen, die er bekam, kamen nicht durch ein Glied irgendeiner „leitenden Körperschaft“ in Jerusalem, sondern durch einen Christen aus der Gemeinde in Damaskus mit Namen Ananias, Apg. 9:1-17.

Weiter zu einem Zitat aus Absatz 6: Engel unterstützten die leitende Körperschaft. Bevor Kornelius als erster unbeschnittener Nichtjude ein getaufter Christ wurde, wies ihn ein Engel an, den Apostel Petrus holen zu lassen.“

Frage: In welcher Beziehung stehen die Themen „Die Engel unterstützten die ‚leitende Körperschaft‘“ und „die Bekehrung von Kornelius“? Auch hier wird versucht, durch das Aufbringen zweier Themen stillschweigend den Begriff „leitende Körperschaft“ für die damalige Zeit zu untermauern. Ein Engel sagte Kornelius, er solle Petrus herbeiholen lassen, wodurch Petrus erkannte, dass der Nichtjude Kornelius als Christ getauft werden durfte. Der Engel fungierte als Übermittler einer Botschaft Gottes, so wie es in der Bibel häufig berichtet wird. Die Begebenheit beweist jedoch nicht, dass es damals eine „leitende Körperschaft“ gegeben hätte.

Die Apostel in Judäa und Jerusalem hörten, dass auch Leute aus den Nationen das Wort Gottes angenommen hatten. Petrus berichtete, wie er durch einen Engel (nicht durch eine „leitende Körperschaft“!) nach Jọppe, geschickt wurde. Der Engel führte Petrus, nicht eine „leitende Körperschaft“, nach Joppe. Auch das Wort „unterstützen“ ist nicht durch Bibelstellen zu belegen oder herzuleiten. Die Engel unterstützten nicht die Apostel in Jerusalem, sie wirkten vollständig unabhängig von den Aposteln.

Auch die Tatsache, dass Paulus unabhängig von den Aposteln für einen bestimmten Auftrag direkt von Christus erwählt und eingesetzt wurde, ist ein Beleg dafür, dass es in Jerusalem keine „leitende Körperschaft“ gab. Diese menschliche Körperschaft hätte wohl nie einen ehemaligen Pharisäer und Christenverfolger wie Paulus eingesetzt.

Aus Gal. 1:1, 10,11,16,17 geht deutlich hervor, dass Paulus weder sein Apostelamt noch seine geistige Führung von oder durch Menschen oder durch die Apostel oder durch eine „leitende Körperschaft“ in Jerusalem erhielt. Er reiste erst drei Jahre nach seiner Taufe nach Jerusalem. Dabei sah er während seines 15-tägigen Aufenthalts nur Petrus und Jakobus, aber sonst keine weiteren Apostel, Gal. 1:18-20. Danach hielt sich Paulus in der Versammlung Antiochia und nicht in Jerusalem auf. Es war die Versammlung Antiochia, nicht Jerusalem, die ihn zu seinen Missionsreisen aussandte.

Erst nach 14 Jahren ging er wieder nach Jerusalem, Gal 2:1,2. Das mag vielleicht die Zeit gewesen sein, als besagtes Konzil wegen der Beschneidung abgehalten wurde. Wenn er sagt, dass er „zufolge einer Offenbarung“ nach Jerusalem ging, zeigt dies auch, dass Christen nicht in der Regel oder ständig nach Jerusalem gingen, um alle möglichen Fragen dort entscheiden zu lassen.

Bei dem Konzil zur Streitfrage der Beschneidung waren Faktoren im Spiel, die einmalig waren und die keine Legitimation für eine sogenannte „leitende Körperschaft“ der Zeugen Jehovas in unserer Zeit darstellen.

Auch war es so, dass die ganze Versammlung in Jerusalem beteiligt war und nicht nur eine so genannte „leitende Körperschaft“ Apg. 15:22. Es war auch nicht eine „leitende Körperschaft“, welche die Entscheidung in dieser Streifrage traf und Anweisungen an allen Versammlungen senden lies, sondern wiederum die gesamte Versammlung: „Da befanden es die Apostel und die älteren Männer zusammen mit der ganzen Versammlung für gut, Männer aus ihrer Mitte auszuwählen und sie mit Paulus und Bạrnabas nach Antiọchia zu senden …“

Alleine diese Fakten belegen, dass Jesus Christus niemals eine „leitende Körperschaft“ oder einen „treuen und verständigen Sklaven“ eingesetzt hat, um sein Werk zu vollenden. Er gebrauchte alleine den Heilige Geist, um Menschen zu befähigen, für eine bestimmte Aufgabe zu wirken. Außerdem benutzte er Engel, um die Apostel zu führen. Wozu dann noch ein Gremium von Männern, die Macht über die Christenversammlungen ausüben?

Von daher erübrigt es sich, nach Beweisen ihrer Legitimation zu suchen, wie es der Artikel im Studienwachtturm Februar 2017 unter dem Thema „Wer führt Gottes Volk heute?“ versucht. Diese Beweise gibt es einfach nicht.

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FredBocüs@Autor

Die Argumente des Artikels entgegen dem Lieblingsthema der WTG sind sehr präzis und auch biblisch untermauert. Die Erfindung dieser Leitenden Körperschaft legitimiert den treuen und verständigen Sklaven, der sich als einziger Kanal zwischen Gott und den Gläubigen darstellt.
Noch vor einem Jahr hätten mich im Wachtturm-Studium die Aussagen der einzelnen Abschnitte nicht gestört, ist man doch noch in der ORG und sieht darin die Wahrheit. Jetzt von aussen betrachtet muss ich mich fragen, wie konnte ich nur so naiv sein?
Solche Artikel überzeugen mich immer wieder und bestätigen den richtigen Weg gegangen zu sein.  Vielen Dank dafür.

Fanny

Fanny@O.W.S Lieber O.W.S. ich habe jetzt erst deinen Kommentar an mich gelesen.Vielen Dank für deine Mühe das schöne Lied umzukrempeln. TJA,nun bin ich 52 Jahre alt und bin erst seit Guten 3Jahren von der Org. weg. Die Lehre der WTG bildet eine Mauer um die Gläubigen. Sehr gut beschrieben! Ein Steinchen aus dieser Mauer zu entfernen hilft noch nicht zur Flucht.Um eine ganze Mauer einzureißen braucht es mehr als Mut. Wenn man es genau nimmt,so habe ich mich zwar von den Lehren der WTG getrennt aber wenn man von klein an dabei war ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit… Weiterlesen »

M.N.

Ihr Lieben, gemäß dem “Speise ZUR RECHTEN (!) ZEIT”-Dogma gilt, dass alles, was die oberste JW.Org-Oligarchenrunde in den wt-“Studien”-Artikeln tagesaktuell auf ihre Schäfchen loslässt, auf ein gerade herrschendes “pressing need”, also, ein “dringendes Bedürfnis” Bezug nimmt, d. h. auf eine “dringliche NOT-Situation” der JW.Org selbst bzw. ihrer Oberbosse – das, wo es eben gerade BRENNT, wo den JW.Org-Oberen soeben gerade das Bettlaken abfackelt. Anders gesagt: I. V. mit welcher Angelegenheit auch immer die 7er-Herrenrunde Gefahr im Verzug sieht (und zwar Gefahr FÜR SICH SELBST) – GENAU DIESE ANGELEGENHEIT thematisiert sie als “Geistiges Bedürfnis” ihrer Befehlsempfänger “zur RECHTEN Zeit”, also genau… Weiterlesen »

Horst

Liebe Brüder, könnt Ihr diesen Artikel nicht bitte unter “Körperschaft” archivieren ? Da ist m.E. noch keine Eintragung drin .Er enthält aber so viele stichhaltige biblische Gegenargumente zur Verbreitung der “Wachtturm-Gesellschaft”bezüglich ihres Führungsgremiums, dass man diese ab und zu gerne mal nachliest. Besonders gehe ich auch mit der Aussage konform, dass es ein Anachronismus an sich ist, wenn die Hauptaufgabe dieser Organisation nur noch darin besteht, sich selbst zu legitimieren und ihre Mitglieder damit unter Druck zu setzen. Was hat das noch mit der Verkündigung einer guten Botschaft zu tun, ihr Täter des Wortes, treue Zeugen, Magdas und wie ihr… Weiterlesen »

Dominikus Klein

Möchte ja nicht rechthaberisch erscheinen, aber wie das sprichwörtliche “Blinde Huhn dass auch manchmal ein Korn finded”, hat der “treue und verständige Sklave” doch etwas wichtiges erkannt und veröffentlichet-daher hebe ich diese wahre Aussage, dieses “Körnchen” hervor: Die leitende Körperschaft ist weder von Gott inspiriert noch unfehlbar. Aus diesem Grund kann sie sich in Lehrfragen oder in organisatorischen Anweisungen irren. Also warum soll sich der Leser die Mühe unterziehen, “auf diese drei Hilfen einzugehen, durch die sich die leitende Körperschaft im 1.Jahrhundert anleiten ließ”?? Warum nicht einfach abwarten, der nächste Index der Wachtturm Publikationen “Glaubenansichten klargestellt” wird sicherlich bald veröffentlichet!… Weiterlesen »

Fanny

Fanny@Flitz Lieber Flitz,danke daß du uns deine Gefühle und Erfahrungen so offen schilderst! Als mein Mann und ich uns von der Versammlung langsam entfernt hatten  mußten wir die selben Erfahrungen machen wie ihr.Am Anfang der Aufwachphase ist es ein Feuerwerk der Gefühle, man  muss viele Dinge auch geistige,neu ordnen. Bewußt mit seinen Partner auszusprechen,daß man dieser menschlichen Organisation nicht mehr sein Ohr leihen will hat etwas sehr befreiendes. Den Versammlungen fern zu bleiben oder die Org. ganz zu verlassen bedeutet nicht gleichzeitig seinen Glauben aufzugeben. Im Gegenteil! Der heilige Geist wirkt und wirkt bei jedem der darum bittet.In diesen Sinne wünsche… Weiterlesen »

Fanny

Fanny@O.W.Schön Da kann ich nur sagen INMAGINE Alles nur INMAGINE in der Org. Stell dir vor, es gibt den Himmel nicht, Es ist ganz einfach,wenn du’s nur versuchst. Keine Hölle unter uns, über uns nur das Firmament. Stell dir all die Menschen vor,Leben nur für den Tag. Stell dir vor es gäbe keine Länder,dass ist nicht so schwer. NICHTS wofür es sich zu töten oder sterben lohnte. Und auch keine Religionen. Stell dir vor all die Leute lebten ihr Leben in Frieden. Du wirst vielleicht sagen, ich sei ein Träumer. Aber ich bin nicht der Einzige! Und ich hoffe,eines Tages… Weiterlesen »

Petrus111

Liebe Freunde, lieber Autor “Bruder”, vielen Dank für den Artikel. Du zeigst auf, dass JZ ihre “Organisation” und die “leitende Körperschaft” als biblisch begründete Instrumente darstellen – als gottgewollt und existent in Erfüllung und Anwendung von biblischen Grundsätzen, Prophezeiungen etc. Und Du zeigst auf, dass genau das eben nicht so ist. Nun, ABER – so mag man einwenden: ohne Organisation geht es doch nicht. Und eine große Gruppe muss doch sowohl geleitet als auch geführt werden – und man braucht einen organisatorischen Rahmen. Es ist doch klar, dass es sowas geben muss. Meine Frage, die dahinter steht, ist: braucht ein… Weiterlesen »

Fanny

Fanny@Manfred F

Lieber Manfred,grundsätzlich sehe ich das genauso wie du! Das Lied beschreibt Wunschträume. Träume die viele Menschen haben.Zeugen Jehovas haben auch ihre Träume.

SIE glauben nicht an den Himmel und nicht an die Hölle.Es war auch mehr so ein hin und her zwischen O.W.S. und mir.

Auch für mich ist eine Traumblase zerplatzt als ich aus meinen Winterschlaf erwacht bin.Lassen wir unseren Blick zum unseren Herrn gerichtet damit sich nicht wieder Traumblase bilden.

Danke Manfred und ganz liebe Grüße an Dich!

Fanny

Grosso

Hallo,

Ich habe schon lange nicht mehr hier geschrieben .

Meine Frau und ich sind jetzt seid über einen Jahr nicht mehr zu Versammlung gegangen und gelten als Abtrünnig:-).Mit allen Konsequenzen(Familie , Freunde,usw.)

Wir wohnen in Berlin.

Falls jemand Hilfe braucht oder uns mal kennen lernen möchte, kann er/sie uns gerne anschreiben.

Lg Grosso

endlichausdersekte@gmail.com

 

 

 

Ulla

Liebe Freunde, ja das Abnabeln tut weh, auch, seinen eigenen Weg als Christ zu gehen. Wie ich gelesen habe, ist es auch Euch eine Hilfe gewesen, “einen Schritt zurückzutreten, um das GANZE Bild” besser betrachten zu können. Ich freue mich, dass es soviele hier gibt, die ihren Glauben an Gott nicht verloren haben! Ich bete weiterhin für euch! Es stärkt auch mich immer wieder zu lesen, dass Gottvertrauen wichtiger ist als Menschenhörigkeit oder Menschenangst. Was ich auch gelernt habe ist, dass der Geist (das logische Denken) oft viel weiter ist als die Seele. Die Seele hinkt dem Verstand oft hinterher,… Weiterlesen »

Treuer Zeuge

Warum schmerzt das Abnabeln so sehr? Weil es doch die Wahrheit ist mit vielen netten Brüdern und Schwestern, ich bete jeden Tag dass Ihr wieder zurückkommt, keiner ist fehlerfrei aber die Wahrheit ist jetzt schon Prima! ——– Wir beten jeden Tag, dass Zeugen, die noch “eingeschlossen” sind die Augen geöffnet werden für die Wahrheit hinter der Wahrheit. An vielen Beispielen sieht man hier, dass Jehova unsere Gebete erhört. Der Erfolg von Bruderinfo wäre ohne Gottes Segen und hl. Geist undenkbar, wenn man die Anfeindungen und technischen Angriff z. B. Aus Selters berücksichtigt. Nur Verleumder würden behaupten wollen es sei Menschenwerk.… Weiterlesen »

Fanny

Fanny Sehr geehrter Herr der mit dem Wolf tanzt! Ich finde es sehr eigenartig, dass Sie sich durch Zufall auf diesen Forum befinden denn nach ihrer Aussage sind sie mit Ihrer Familienzusammenstellung im geteilten Haus sehr glücklich.Man müßte Sie doch eher auf jw.org. finden wo Sie nachlesen können warum Ihre Ehe so glücklich ist,da ja in Ihren Augen bei Zeugen Jehovas Alles so toll ist. SIE sagen, dass Sie nicht an das Paradies und nicht an Harmagedon glauben. Nun muss man aber bedenken,dass Ihre Frau sehr wohl daran glaubt und damit rechnen muss, Sie und Ihr Kind in Harmagedon zu… Weiterlesen »

Agabus

An den Autor des Artikels ein dickes Lob. Biblisch argumentiert und dann eine Gegenüberstellung mit den Aussagen im WT. Sehr genau und gut. Somit ist logisch ersichtlich das Jesus und die Apostel an eine Organisation wie sie heute aufgebaut wurde keinen Gedanken verschwendet haben. Ich versuche immer wieder zu verstehen dass meine Brüder und Schwestern im Glauben sich derart beeinflussen lassen, aber es gelingt mir nicht. Ein Satz in der Versammlung hat mir vor kurzem echt Schrecken eingejagt. Man habe damals, in den frühen 1900er Jahren erkannt bei den Bibelforschern das man Jesus zu sehr in den Vordergrund gestellt habe.… Weiterlesen »

Dominikus Klein

Natürlich wäre es historisch nicht richtig die Zeugen Jehovas als Arianer zu bezeichnen da die Zeugen vieles ablehnen was die orginalen  Arianer glaubten und schätzten. Nun das soll auch keine Abhandlung, “Zeugen Jehovas und was haben sie mit den Arianismus gemeinsam”, sein – sondern …aber lassen wir den christlichen Kirchenhistoriker Socrates  auch Socrates of Constantinople oder Socrates Scholasticus zu Wort kommen… Beim Gottesdienst zur Einweihung der, ersten der Heiligen Sophia gewidmeten Kirche in Konstantinopel, am 15 Februar 360 schockierte der arianische Patriarch von Konstantinoplel Eucloxios, (360-370 Patriarch von Konstantinopel), die versammelten Gläubigen mit den Anfangsworten seiner Widmungspredigt: “Der Vater ist… Weiterlesen »

Fanny

Fanny@Omma Guten Morgen Omma!Solche Aussagen wie von dieser Schwester kenne ich auch und zwar von meiner Mutter.Als mein leiblicher Bruder mit 18 Jahren umgetauft die Zeugen verließ, sagte meine Mutter, dass mein Bruder wenn er nicht zu den Zeugen zurück kommen würde nur eine Chance hätte wenn er vor Harmagedon stirbt.Liebe Omma,dass muss man sich aus heutiger Sicht mal auf der Zunge zergehen lassen. Es ist der Gedanke,dass jeder der nicht vor Harmagedon bekehrt ist,sterben muss.Dies wird sicher auch diese Schwester gedacht haben die du getroffen hast.Ich persönlich kann mich manchmal nur noch schwer in diese frühere Zeugen Ideologie  hineinversetzen.Was… Weiterlesen »

Sylvia Geiser

Liebe Schneeflocke

Dr. Rüdiger Dahlke hat vor 30 Jahren mit Thorwald Dethlefsen in München sehr gute Kurse durchgeführt. Ich war damals öfters in München. Ich empfehle Dir noch ein sehr gutes Buch von ihm:

Lebenskrisen als Entwicklungs-Chancen, Zeiten des Umbruchs und ihre Krankheitsbilder.

Ich wünsche Dir alles Gute

Sylvia

 

 

noomi an Markus.

  Lieber Markus Ja, du hast recht, die Trauer wurde uns abtrainiert und das schon sehr lange. Ich erinnere mich als ich noch ein Kind war (bin jetzt bin ich alt) ging ich mit meinen Eltern zur einer Beerdigung von JZ. Die Trauergäste waren mit auffällig bunten Sommerkleidern bekleidet. Und ich erinnere mich nur noch dass ich mich geschämt habe und es war mir alles sooo… peinlich. In der Neuzeit hat irgendjemand damit angefangen die Beerdigung im Königreichsaal zu machen. Heute nun gehört es bereits zum Standart und ist fast schon Pflicht. Dann ist es aber fast wie an einem… Weiterlesen »

Edelmuth

Der Sklave Die Versammlung Gottes soll geleitet und geführt werden von einer auserwählten Gruppe Gesalbter, welche direkt von Jesus Christus beauftragt wurde, um als “treuer Sklave” für die geistige Speise der Versammlung zu sorgen. Bezieht sich die Aussage aus Matthäus 24:45, auf die sich der Sklave stützt, ausschließlich auf geistige Speise. (Matthäus 24:45) . . .Wer ist in Wirklichkeit der treue und verständige Sklave, den sein Herr über seine Hausknechte gesetzt hat, um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben? Man stell sich vor, dieser Sklave hätte, wie er von sich behauptet, von seinem Herrn einen Auftrag erhalten. Zur… Weiterlesen »

noomi an Ömmelchen

 
An Ömmelchen
Danke für deine gefühlsvollen Zeilen. Ja, liebes Ömmelchen gerade hier zeigst du uns, dass du sehr wohl viele Gefühle für andere hast. Ich kenne mich mit Autismus nicht gut aus, aber deine Kommentare sind doch immer sehr gefühlsvoll. Deshalb bist du hier am richtigen Platz.
LG Noomi
 

Edelmuth

Guten Abend “JESU Apostel starrten in den Himmel und sahen, wie ihr Herr Jesus hinter einer Wolke verschwand. … Wie sollten sie das bloß schaffen? Jesus hatte ihnen versichert, sie würden bald heiligen Geist empfangen (Apg. 1:5). Doch ein internationaler Predigtfeldzug erforderte Führung und Organisation. In alter Zeit gebrauchte Jehova sichtbare Vertreter, um sein Volk zu führen und zu organisieren. Vielleicht haben sich die Apostel daher gefragt: “Wird Jehova jetzt einen neuen Führer ernennen?” Sollten sie tatsächlich dies Frage gestellt haben, was zu bezweifeln ist, hätten sie mangelndes Vertrauen bewiesen. Hatte Jesus ihnen zuviel versprochen, das er nicht hätte halten… Weiterlesen »

Edelmuth

Guten Abend “Weniger als zwei Wochen später zogen Jesu Jünger die Schriften zurate, beteten um Anleitung und wählten Matthias aus, der Judas Iskariot als 12. Apostel ersetzen sollte (Apg. 1:15-26). Warum war es ihnen und Jehova so wichtig, für Ersatz zu sorgen? Matthias konnte einem wichtigen organisatorischen Bedarf abhelfen.” Die benutzte Sprache und Aneinanderreihung von Gedanken legt so nahe, dass eine dringende Notwendigkeit zwecks Organisation bestand, dass dies Jehova ebenso wichtig und dringend gewesen sei und dass die LK angeblich auch heute noch genau diesen Bedarf stillen würde. Das ist reines Wunschdenken des Sklaven ohne jeglichen kausalen Zusammenhang. In der… Weiterlesen »

turtle

Es gibt ein neues Amtsblatt 02/2016: (jehovaszeugen.de/Recht)

…..”Das Zweigkomitee hat mit Beschluss vom 30.11.2016 das Verwaltungsamt „Vermögensverwaltung Jehovas Zeugen“ (VVJZ) mit der Genehmigung der Leitenden Körperschaft errichtet, um die dauerhafte Finanzierung des religiösen Wirkens von Jehovas Zeugen weltweit und in Deutschland zu gewährleisten……”

und eine ganze Reihe von Versammlungszusammenlegungen.

Winfried Mertens

Hallo, Deine Argumente überzeugen mich, dass es damals keine Organisation im Sinne der Zeugen Jehovas gab….auch nicht annähernd. Schon allein die Tatsache, dass das Wort “Organisation” überhaupt nicht in der Bibel vorkommt, reicht aus meiner Sicht schon, dies als eine menschliche Erfindung zu betrachten. Jehovas Zeugen sind sehr geschickt darin, ihren Mitgliedern eigene Vokabeln beizubringen. Erst wird ein Autoritäts-Status aufgebaut und dann werden Begriffe, die in der Bibel überhaupt nicht vorkommen, als quasi-bilblisch verkauft. Weitere Beispiele wären: “Grundsatz”. Dieser Begriff kommt in der Bibel nicht vor und bedeutet letztlich “Grundgesetz”, ist also auch ein Gesetz. Aber dieser Begriff wird von… Weiterlesen »

Koni Iesch

Das ist aber viel Text, aber trotdem ist die Leistung der JZ sehr beachlich.

Ich habe viel von Ihnen gelernt und habe endlich die gleiche große Hoffnung

auf jenes gute neue Zeitalter !!!  Mir ist neulich Jesus im Traum begegnet,

da habe ich mich für alles bedankt.

Michaela

Guten Tag liebe Brüder und Schwestern, …… diese LK, das kann doch gar nicht sein, dass unser Gott gerade diese sieben als die einzig richtigen Menschen ausgewählt hat, um uns zu unterrichten und alle sollen machen was die sagen? Das war vor gut zwei Jahren mein persönlicher Schlüsselgedanke zum Zweifeln und Nachforschen. Aber viell. sollte ich mich für heute erst einmal vorstellen, da ich das erste Mal hier schreibe:    Seit fast zwei Jahre bin ich hier bei BruderInfo stille Mitleserin und bin so dankbar für die guten Artikel und die viele Hilfestellung. Seit 40 Jahren bin/ war ich ZJ… Weiterlesen »

O.W.Schön@LK in Warwick

Lieber Konzern-Vorstand der WTG, ich habe Eure ständigen Fake-News auf jw.org endgültig satt und das wollte ich Euch Top-Manager einfach kurz wissen lassen! “Schutz für die Tier- und Pflanzenwelt in Chelmsford”, derzeit eingestellt auf Eurer firmeneigenen Propaganda-Seite, bildet den erneuten Auftakt zu einem Hunderte von Millionen Euro teurem Bauprojekt in England, in Chelmsford. Kaum wurde Warwick vollendet, ohne Beteiligung der Milliarden schweren Spendeneinnahmen aus dem Erlös von Brooklyn, schon startet Ihr den nächsten Run auf das Geld einer ausgebluteten Bruderschaft namens Zeugen Jehovas. Eure Geldgier kennt offenbar keine Grenzen mehr und Eure dummdreisten alternativen Wahrheiten sind leicht zu durchschauen. Somit… Weiterlesen »

Ulla

Liebe Michaela, ach, säßest du jetzt neben mir, ich würde dich drücken, dich trösten und dich beruhigen, soweit es ginge! Ich habe deinen Bericht vorhin gelesen und da stellten sich alle Nackenhaare von mir auf! Vermutlich siehts in deinem Herzen und in deinem Kopf aus wie in einer grade eben geschüttelten SCHNEEKUGEL !!!! Alles wirbelt erst mal durcheinander!!! Das gehört mit zum Prozess des “Aufwachens”…ich bin soo dankbar, auf diese BI Seite gestossen zu sein, denn 2005, als ich erwachte und ging, gabs das noch nicht! Ich wünsche dir viel Kraft und Ruhe die nächste Zeit! Wie schön, du hast… Weiterlesen »

Michaela

ganz lieben Dank für Eure so zu Herzen gehenden Antworten.  Ihr habt mich hier Willkommen geheißen, aufgebaut und mir gezeigt, dass ich nicht alleine bin. Ich weiß wieviel Zeit es kostet, zu Schreiben, ihr habt Euch diese Mühe gemacht, für mich…..Danke, Danke. Ich möchte im Einzelnen  noch auf Eure Antworten und Ratschläge eingehen, es ist so viel zum Nachdenken, Daher so nach und nach. Ich muss es vorerst noch einige Male und mit Nachsinnen genau durchlesen. Für den Moment jetzt war es mir wichtig, mich erst einmal zu bedanken für so schnelle Anteilnahme und Aufnahme hier im Kreis  bei BI… Weiterlesen »

noomi an Regenbogen

 
Hallo Regenbogen
Danke für den Link. Der Bericht von W. J. Schnell hat mich sehr interessiert. Habe es erstmal nur überflogen, dann abgespeichert und werde es dann in Ruhe durchlesen. Mein Vater war ebenfalls etwa um die gleiche Zeit im Bethel Magdeburg. Also mussten sie sich gekannt haben. Er verlies Magdeburg 1929 aus gesundheitlichen Gründen. Von meiner Mutter erfuhr ich, dass er nach seinem Weggang ein totales Nervenbündel war. Das verwundert mich nun gar nicht mehr, nachdem was ich bis jetzt gelesen habe.
LG Noomi
 

Für Dich

Nur so nebenbei bemerkt: Der antike Hotspot des Götzenkults unter Jerobeam nannte sich (rein zufällig) Bethel….

Tilo

Kommentar zu S. Lett: “Ihr jungen Leute …” Normal 0 21 Lieber S. Lett, ich muss dich loben! Du hast dir wieder einmal große Mühe gegeben, als du im März den jungen Leuten mit all deinen Möglichkeiten vor Augen führen wolltest, wie großartig es ist, sich “voll und ganz” für die Organisation einzusetzen!   Wenn ich dich so über den Schirm segeln sehe, mit deiner ausdrucksstarken Mimik und Gestik, dann gewinne ich den Eindruck, dass du selbst ganz, ganz fest an deine Worte glaubst. Es ist schön, wenn man von sich selbst so überzeugt ist, dass man weinen könnte vor… Weiterlesen »

Anna

Liebe Schwestern und Brüder, es war sehr angenehm in den letzten Tagen die vielen Kommentare zu lesen. Viele wie @Michaela, um nur ein Beispiel zu nennen wurden gestärkt. Es ist wie ich auch empfinde, man war ein Rädchen im Getriebe und hatte zu funktionieren. Vor ein paar Jahren dachte ich noch ich bin die einzige, die die sogenannte Liebe unter der Bruderschaft nicht empfinden kann. Inzwischen weiß ich ja, dass es vielen von uns so geht. Nur, was ist mit denen, die sich wirklich im geistigen Paradies wähnen? Wenn ich mir die Antworten meiner Brüder im WT-Studium vom letzten Wochenende… Weiterlesen »

Janus

Hallo Michaela, auch ein herzliches “Hallo” von mir – wenn auch etwas später als die anderen. Schön das du hierher gefunden hast, jetzt den Mut hast hier zu schreiben und viel bleibt mir bei den ganzen Kommentaren sicher nicht zu sagen. Aber doch ein paar Worte: Du sprichst von einer Leere, ja, die gibt es. Diese Leere hängt aber nicht mit irgendeinem Erfordernis zusammen, welches du vernachlässigst. Es kommt einem zwar so vor und wird einem eingeredet, aber die Leere ist noch nicht genutzter Frieden – ein Vakuum was gefüllt werden will. Jahrelang wurde man “motiviert” (freiwillig gezwungen) ein riesiges… Weiterlesen »

Ulla

Liebe Michaela,

 

WER SICH NICHT WEHRT – LEBT VERKEHRT !    ; )

FDS

Also ich muss sagen die LK hat immer tolle Ideen.

Die Gilead Talk Show. ,,The Inside Story”

Und das ist doch wirklich noch ausbaufähig. Zb mit einem Gewinnspiel.

1.Preis : 1Woche Warwick, Zimmer mit Seeblick. ( Ohne Verpflegung natürlich)

2.Preis: Der ,,Spezial Trolley”. Extra laufruhige Räder, LED Rundumbeleuchtung, eingebautes 12Zoll Tablet, komplett Leder.

3.Preis: Ein Monat nach Wahl, wo kein PD Bericht abgegeben werden muss.

https://m.youtube.com/watch?v=uKCmUYkabB0

Herrlich

 

 

Ulla

Hallo ihr Lieben alle, ich danke euch so für eure Worte an Michaela, Kathrin u.a…..Jedesmal, wenn jemand anderes getröstet und ermuntert wird, lass auch ICH mich trösten und ermuntern! M.N. deine Ausführungen haben mich wieder richtig gestärkt! Wunderbar, wenn wir auf die beiden Richtigen setzen, auf das einzig Heilsrelevante: Unseren Glauben an den Vater und seinen Sohn! Gestern war ein interessanter Artikel in unserer Tageszeitung, es ging um Luther (wieder mal). Der Publizist Christian Nürnberger schrieb einige Sätze über die RKK, die wir auch heute so umsetzen könnten auf die Organisation: Er beschrieb, wie weit die Sprache der Kirchen von… Weiterlesen »

Ulla

§§Liebe Kathrin, als ich 2005 schriftlich die Gemeinschaft verließ, schrieb ich sinngemäß, dass ich psychisch nicht mehr in der Lage bin, allen Erfordernissen nachzukommen (PD, Versammlungsbesuch)…diese Krise war jedoch im Nachhinein ein Geschenk des Himmels, sonst hätt ich nie in die Freiheit gefunden! Damals suchte ich (am Anfang meines Weges) noch die Schuld bei mir, so nach dem Motto: ” Paragraph 1: Die WTG hat immer Recht! Paragraph 2: Sollte sie hier und da nicht Recht haben, tritt sofort Paragraph 1 in Kraft!”? Also WOHIN mit all meinen “Schuldgefühlen”? — Viele fühlen und denken anfangs genauso… Erst nach JAHREN !!!… Weiterlesen »