Die Wachtturm-Organisation – der Leib Christi?

Auf JW Broadcasting spricht Izak Marais, als Beauftragter der WTG über 1. Korinther 12. Dort vergleicht der Apostel Paulus die Christenversammlung mit einem Leib, den Leib Christi, und erwähnt die unterschiedlichen Gaben der Gemeindemitglieder. Doch so verschieden die Gaben auch sind, alle Gaben werden durch den einen Geist Gottes vermittelt, sie stammen alle von ein und demselben Geist. Damit möchte Paulus verdeutlichen, das es in der Christenversammlung, dem Leib Christi, keine Hierarchien gibt, in der Einer über den Anderen Macht ausübt. Alle Glieder werden durch den selben Geist geführt. Alle sind Glieder, alle sind Brüder, alle sind gleich.

Der Redner Izak Marais  spricht in seinem Vortrag aber nicht vom Leib Christi. Nein, er kommt in Verbindung mit den Worten aus 1. Kor. 12 sofort und ohne Umschweife auf die „wunderbare und großartige Organisation Gottes“, der Wachtturm-Organisation, zu sprechen.

Er behauptet, Paulus spreche hier von der „Wachtturm-Organisation“ und vergleiche diese mit einem menschlichen Körper. Gegen Ende des Vortrags betont er, dass alle, die zu dieser Organisation gehören auch ‘zu diesem Leib gehören’ und deshalb harmonisch einander dienen sollen. Man muss aber sofort und mit Nachdruck darauf hinweisen, dass Paulus hier nicht von der Wachtturm-Organisation spricht, sondern von der Gemeinde aller Nachfolger Christi, die als sein Leib bezeichnet wird.

„Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten. Er gab Evangelisten, Hirten und Lehrer, damit sie die, die Gott geheiligt hat, zum Dienst ausrüsten und so der Leib des Christusaufgebaut wird.“ (Eph. 4:11, 12)

Der Redner scheint der Ansicht zu sein, dass die Versammlung Christi nur sinnbildlich als Leib bezeichnet wird, um das Zusammenwirken zu veranschaulichen. Aber das stimmt nicht! Im NT wird eindeutig gesagt, dass alle Nachfolger Jesu seinen Leib bilden:

„Denn so, wie wir in e i n e m Leib viele Glieder haben, die Glieder aber nicht alle dieselbe Funktion haben,  so sind wir (die Christengemeinde), obwohl viele, ein Leib in Gemeinschaft mit Christus, doch Glieder, die als einzelne zueinander gehören.“ (Rö. 12:4, 5)

„Auch hat er alle Dinge seinen Füßen unterworfen und hat ihn zum Haupt über alle Dinge für die Versammlung gemacht,  welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.“ (Eph. 1: 22, 23)

In diesen Texten wird nicht verglichen, sondern gesagt, dass die „Versammlung“ der Leib Christi ist! Sie ist nicht wie ein Leib, sondern sie ist sein Leib! Diese Formulierung soll die enge Verbundenheit der Versammlung mit Christus ausdrücken.

Neues Licht?

Izak Marais wendet die Worte des Apostel Paulus über den Leib Christi auf „die Organisation“ an, und meint, sie sei der Leib Christi! Das scheint ein „neues Licht“ zu sein, denn bislang wurde der „gesalbte Überrest der 14400“ als Leib Christi bezeichnet. Im Vortrag wird also gewollt oder ungewollt eine Gleichsetzung gewagt, die es so noch nicht gab.

Bisher wurde der Ausdruck „Christenversammlung“ oder „Leib Christi“ von der WTG  auf die “144 000 geistgesalbte Nachfolger Christi” angewendet.

(ms S. 500 Versammlung Gottes w85 1. 12. S. 10 Abs. 8-9 und yb80 S. 6 Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1980)

Und nun sagt Izak Marais oder die WTG: „Wir alle, die wir zu dieser Organisation gehören und mitwirken sind Teil des „Leibes Christi“?  Was den nun?

Religionsorganisation oder familiengleiche Gemeinschaft?

Wer oder was bildet den Leib Christi? Was verstanden die Apostel und ersten Christen unter dieser Bezeichnung? Wer eine persönliche Beziehung zu Gott durch seinen Glauben an den Sohn und dessen Opfer eingeht, wird Teil des „Leibes Christi“, dessen „Gesetz“ das der Liebe ist.

Unser Körper besteht aus vielen Teilen, die ganz unterschiedliche Aufgaben haben.  Ebenso ist es mit uns Christen. Gemeinsam bilden wir alle den Leib von Christus. … Zu dessen unterschiedlichen Aufgaben gehört es auch, Bedürftige zu unterstützen und sich um Menschen in Not in Liebe kümmern. (Römer 12:4-8)

Alle, die im Glauben an Christus dem „Gesetz der Liebe“ gehorchen, gehören zum Leib Christi, egal wo sie leben und woher sie kommen. Sie alle  bilden den „Leib Christi“ .

Die Verbindung mit irgendeiner religiösen Organisation, Religionsgemeinschaft oder Kirche hat ganz und gar nichts mit dem Zugang zu diesem Leib zu tun. Wir werden nur auf eine einzige Art Glieder dieses großen Leibes Christi, durch unseren Glauben und dem Gehorsam dem „Gesetz der Liebe“. Jeder, der Gottes Sohn als sein Haupt anerkannt hat, wird ein Teil des Leibes Christi (1.Korinther 10:16, 17).

Es ist der persönliche Glaube eines jeden Christen, der ihn an dieses Haupt bindet, und jeder kann ständig als Einzelner durch Christus als Haupt geleitet werden. Aufgrund des gemeinsamen Glaubens sind sie zwar Teil eines kollektiven Leibes, doch niemand erhält die Wirkungen des Geistes oder die Führung Christi durch Vermittlung eines anderen Menschen oder einer Gruppe, die sich “Leitende Körperschaft” nennt. Denn „jeder Mann ist unmittelbar dem Christus unterstellt“, und durch Christus gibt Gott „jedem [jedem Mann und jeder Frau] die Offenbarung des Geistes zum Nutzen der Gemeinde“. Er  teilt seine Gaben „jedem für sich zu”.

Es gibt „verschiedene Gaben“, „verschiedene Dienste“ und „verschiedene Fähigkeiten“, aber es ist „derselbe Geist“, „derselbe Herr“ und „derselbe Gott“, der „jedem […] seinen bestimmten Platz zugewiesen hat.“

Die Wachtturmlehre von den zwei Klassen von Christen schafft für die nicht zur Klasse der „Gesalbten“ zählenden eine unmögliche Situation. Wenn sie nicht zu dieser Klasse gehören, dann gehören sie auch nicht zum „Leib Christi“!

Doch nun sollen alle, die zur „Organisation Gottes“ gehören und in dieser irgendeine Aufgabe erfüllen, auch zum Leib Christi gehören?

Was sagt der Kontext

Zusammengefasst sagt Paulus hier: An jedem von uns will sich der Geist zum Nutzen der Gemeinde offenbaren. denn wir alle sind durch den einen Geist in einen einzigen Leib eingegliedert und mit dem einen Geist getränkt worden, Juden und Nichtjuden, Sklaven und freie Bürger. Zusammen seid ihr, sind wir, der Leib Christi.

An keiner Stelle ist zu erkennen, dass der Geist Gottes nur in Verbindung mit einer Organisation und durch die Wachtturm-Organisation wirken wird. Wir bemerken, dass der Geist Gottes für alle Nachfolger Jesu da ist. Kein Mensch wird irgendwie bevorzugt. Liest man dazu die Parallele in Epheser 4:7-13, dann ist hier davon die Rede, dass Christen sich gegenseitig mit und durch ihre Gaben dienen. Diese Gaben haben sie von Gott geschenkt bekommen. Keine dieser Gaben berechtigt sie dazu, sich über andere zu erheben. Christen sind, wie es Petrus ausdrückt, „treue Verwalter“ ihrer Gaben (1. Petr. 4:10).

Und das geschah, wie wir aus den Briefen der Apostel wissen, in Gemeinden, die sich selbst „organisierten“, indem sie Männer für bestimmte Aufgaben auswählten. Und selbst dann, wenn es keine Gruppe von Gemeindemitgliedern gab, oder nur zwei oder drei sich im Namen Christi versammelten, so gehörte dennoch jeder Einzelne zum Leib Christi.

Dieses Zusammenhalten, dieses gegenseitige Dienen und diese gegenseitige Verantwortung von der Paulus hier in 1. Kor. 12 spricht, wird von dem Redner Izak Marais unberechtigter Weise nur auf die Interessen der Organisation bezogen.

Typisch in diesem Zusammenhang ist, dass in ihrer hauseigenen Bibel, der NWÜ, in 1. Kor. 12:4 von„Dienstämtern“ die Rede ist. Es muss darauf hingewiesen werden, dass im Grundtext nicht von „Ämtern“ die Rede ist! Ämter gibt es nur in Kirchen und Organisationen, aber nicht in der Christenversammlung. Hier geht es nie um Amt und Würde, sondern – wie es im Vortrag ja auch ausgeführt wird, um“ Füße waschen“, d. h. um den Dienst am Bruder oder an der Schwester.

Ämter werden verliehen; in der Organisation wird ein Ältester von einer Institution ernannt, im Christentum aber von der örtlichen Versammlung durch Handaufheben gewählt. Das ist Fakt, auch wenn es Hinweise gibt, dass Paulus und Timotheus Männer „einsetzten“, die vorher von der Versammlung aufgrund ihrer christlichen Eigenschaften ausgesucht worden waren. (Apg. 6:3-6; 14:23; Tit. 1:5)

Gab es eine leitende Körperschaft in der Urkirche

Wurden die Christenversammlungen im ersten Jahrhundert durch eine leitende Körperschaft organisiert und geführt?

Es ist für die Wachtturm-Organisation nie möglich gewesen, diesen Nachweis einwandfrei zu führen. Was wir bisher erfahren haben, waren unbewiesene Behauptungen. Das ganze Neue Testament kennt keine „Leitende Körperschaft“ (im Englischen „Governing Body“), die von Jerusalem aus alle Versammlungen beaufsichtigt hätte! Es gab kein Gremium einer Organisation, das sich als Leib Christi sah und verbindlich für alle Versammlungen Richtlinien und Gesetze aufgestellt hätte. Es gab zwar einmal ein einziges Zusammentreffen der Apostel, um die Frage der Beschneidung zu klären. Doch dieses Zusammentreffen kam einzig auf die Initiative von Paulus zu Stande, er war die treibende Kraft, nicht die Zentrale in Jerusalem.

Die Entscheidung der ganzen Versammlung wurde dann durch Briefe bekannt gegeben. Sieht man die Briefe des Apostels Paulus durch, dann fällt auf, wie wenig Bedeutung er der Versammlung in Jerusalem – die ja angeblich die damalige „Leitende Körperschaft“ gewesen sein soll – beimisst. Im Brief an die Galater bemerkt er, dass er seinen Auftrag direkt von Jesus Christus erhalten hatte und von keinem Menschen in dieser Hinsicht abhängig war. Er schrieb:

„Ich reiste nicht einmal zu denen nach Jerusalem, die schon vor mir Apostel waren, sondern ging nach Arabien und kehrte wieder nach Damaskus zurück.“ (Gal. 1:17)

Die Versammlung in Jerusalem war zu keiner Zeit die Zentrale für den christlichen Glauben, sozusagen das Haupt der Christenversammlung. Zu keiner Zeit hat sie Gesetze erlassen und den Versammlungen aufgezwungen, wie es die Wachturm-Organisation tut. Sie hat keine Verwaltung aufgebaut und Schreib- oder Übersetzungsbüros betrieben. Und trotzdem ist die gute Botschaft in alle Teile der damaligen Welt getragen worden, weil der Geist Christi mächtig ist. Sie hat nie den Anspruch erhoben, die alleinige Deutungshoheit über die Heilige Schrift zu besitzen! Niemals haben die Apostel anderen Christen das Recht oder die Fähigkeit abgesprochen die Schrift ohne ihr Zutun zu verstehen. Doch was sagt die Wachtturm-Organisation von sich?

Im Gegensatz zu dem was wir in 1. Kor. 12 lesen behauptet die WTG der Geist Gottes wirke nicht mit einzelnen Personen. Zitat aus dem wx 11. 2016

„Es gibt Personen, die denken, sie könnten die Bibel selbst auslegen (und damit verstehen). Doch Jesus hat einzig und allein den treuen Sklaven [gemeint ist die leitende Körperschaft der Organisation] zur Austeilung der geistigen Speise eingesetzt. Seit 1919 gebraucht der verherrlichte Jesus Christus diesen Sklaven, um seinen Nachfolgern zu helfen, die Bibel zu verstehen und ihre Anweisungen zu beachten. Gehorchen wir biblischen Anweisungen, tragen wir zu Reinheit, Frieden und Einheit in der Versammlung bei. Fragen wir uns: Stehe ich loyal zu dem treuen Sklaven, den Jesus als Mitteilungskanal gebraucht?“ (wx 11. 2016 „Was bedeutet dir Gottes Wort?“)

Muss man dazu noch etwas sagen? Diese Art von anmaßender Überheblichkeit findet man nur bei Scharlatanen. Diese Behauptungen widersprechen den ausdrücklichen Worten des Apostel Paulus aus 1. Kor. 12. Würde man diese Behauptungen ernst nehmen dann hieß das, dass all die Jahrhunderte hindurch bis 1919, als der angebliche Sklave in Erscheinung trat, es keine Möglichkeit gab die Bibel zu verstehen.

Im Jahre 70 u. Z. wurde Jerusalem, der angeblichen Sitz der Leitenden Körperschaft des ersten Jahrhunderts, völlig zerstört. Es gab danach keinen Ort den man als geistiges Zentrum, von dem aus die Versammlungen der Christen oder der Leib Christi geleitet wurde, bezeichnen könnte.

Aber es gab genau die Bestrebungen, die zur Übernahme von freien Versammlungen durch machthungrige Menschen führten, vor denen Jesus und die Apostel eindringlich warnten. Es entstanden die vielen zerstrittenen regionalen Kirchen und schließlich die Machtkonzentration auf den Bischof von Rom.

Nun frage ich mich, mit welcher Organisation hat Jesus seine Nachfolger nach dem Jahre 70 geleitet? Ich kann beim besten Willen so eine Organisation nicht erkennen. Das müsste ja bedeuten, dass Christus seine Nachfolger gar nicht geleitet hätte, weil es ja keine Organisation gab. Es ist ein Trugschluss, wenn man behauptet, dass Gott die Organisation der Zeugen Jehovas geformt, gegliedert und ausgerüstet hätte. Diese Organisation gibt es erst seit Ende des 19. Jahrhunderts! Konnte also vorher niemand durch eine Organisation gerettet werden? Im ersten Jahrhundert wirkte Christus, wie er es verheißen hatte, durch seinen mächtigen Geist! Das reichte völlig aus und hat das Evangelium um die Welt getragen. Warum auch sollte der Geist Gottes durch Jesus nicht mehr so wirksam sein, dass man ein menschliches Gebilde, eine Organisation brauchen sollte? Was am Anfang möglich war, ist auch heute noch möglich!

Rettung nur durch die Organisation Gottes?

Auch in diesem Vortrag wird wieder behauptet, dass man nur in und mit der Organisation gerettet werden kann! Gott wird durch seine Organisation seine Diener „in das gerechte neue System der Dinge“ führen! Da ist es auch folgerichtig, uns die Organisation als den Leib Christi zu verkaufen. Aber ist die Mitgliedschaft in der Organisation schon die Rettung? Diese Worte Jesu sind wie in Stein gemeißelt:

„Wenn es um eure Gerechtigkeit nicht viel besser bestellt ist als bei den Gesetzeslehrern und Pharisäern, dann werdet ihr nie in das Reich kommen, das der Himmel regiert.“ (Mat. 5:20)

Daran muss sich jeder messen lassen. Und es wird vergessen, was Jesus zum Tag der Rettung sagte:

„Dann wird er (Jesus) die Engel mit mächtigem Posaunenschall aussenden, um seine Auserwählten aus allen Himmelsrichtungen und von allen Enden der Welt zusammen zu bringen.“ (Mat. 24:31)

Und wieder ist nicht von Menschen die Rede und nicht von einer Organisation, sondern von Jesus und seinen Engeln. Das soll nur so nebenbei bemerkt werden.

Man könnte viele Bibelstellen anführen, die immer nur dies sagen: Gerettet wird man durch Glauben und Gehorsam dem Gesetz der Liebe gegenüber! Und Glaube ist niemals an eine Organisation gebunden oder wird durch sie vermittelt! Glaube ist ein Geschenk Gottes durch den heiligen Geist und nicht durch eine Organisation.

Warum dieser Vortrag?

Ich frage mich: Warum wird dieser Vortrag gehalten. Wenn es um die Grundbedeutung der Worte Pauli aus 1. Kor. 12 geht, dann bietet er nichts, was ein Zeuge Jehovas nicht schon wüsste. Ich habe den Verdacht, dass es wieder einmal nur um die Organisation geht. Mit aller Macht möchte man „beweisen“, dass sie Gottes Werkzeug ist, das Christus sie benutzt, um Menschen zu retten. Auch das ist für einen Zeugen Jehovas nicht neu, das glaubt er blind. Aber wer genau hinsieht, bemerkt, in welchen Schwierigkeiten die Wachtturm-Organisation steckt. Weltweit sind Prozessen zu erwarten, wenn Missbrauchsopfer klagen, nachdem die Vertuschung dieser Verbrechen bei den Zeugen Jehovas aufgedeckt wurde. In Europa, Asien, Australien und Nordamerika bricht die vielgerühmte Mehrung weg. Es gibt dort keine Zuwächse mehr; die Zunahmen bewegen sich um Null %. Trotzt vieler Stunden Predigtdiensteinsatz werden die neuen Mitglieder  zunehmend aus den Kindern der Zeugen Jehovas stammen.

Dieser Stillstand oder Schwund kann zu Unruhe unter den Zeugen führen. Und da ist es dann gut, von liebevoller Zusammenarbeit zu reden und die „wunderbare Organisation“ hoch zu loben. Da ist es angebracht Harmonie zu predigen und von der Rücksichtnahme auf Alte und Schwache zu sprechen. Jetzt wird der Zusammenhalt beschworen und zu erneuter Leistungsbereitschaft aufgefordert.

Nun bin ich gespannt, welche Schlussfolgerungen man aus der Behauptung ziehen wird, dass der Leib Christi die Organisation ist. Ich kann mir vorstellen, dass so manche falsche Lehre der Wachtturm-Organisation noch ins Wanken gerät, neues Licht wird erstrahlen. Denn die Anwendung des Begriffs „Leib Christi“ auf die „Organisation“ lässt sich wohl kaum mit dem Konzept der 144 000 in Einklang bringen. Dann müssten auch Begriffe wie „gesalbter Überrest“, „andere Schafe“, „Geistsalbung“, „Wiedergeburt“, „neuer Bund“ u. a. neu definiert oder abgeschafft werden. Was wird geschehen? Wir warten ab.

Warum stellt Izak Marais, als Beauftragter der WTG, trotz aller Beweise und des Beispiels der Apostel ein Religionssystem, eine Organisation, so in den Vordergrund, statt das familiäre Verhältnis des Leibes Christ zu betonen? Warum verdreht er den Sinn der Worte von Paulus aus 1. Kor. 12 auf diese unverschämte Weise, um die Wachtturm-Organisation auf die Stufe des Leibes Christi zu heben? Der Grund liegt auf der Hand, der Leib Christi bietet keinen Raum für Machtgebaren. In dieser Familie gibt es nur einen Vater, „der im Himmel“, und nur einen “Herrn und Meister”, Jesus Christus, während alle anderen Brüder sind.

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Man kann es fast nicht mehr fassen, welche Bibelverdrehungen sich die JW.Org erlaubt. Es bietet sich einem das Bild, dass sich der unverständige “Sklave” inzwischen einfach alles gestatten kann, an “Speise” vorzusetzen. Und die Hausgenossen scheinen jeden noch so seltsam schmeckenden Happen trotzdem zu schlucken. Der nächste Happen folgt ja bald, also Augen zu und schnell runter damit. Wie lang wird das wohl noch gut gehen? In Epheser 4:14-16 wird gesagt: “Wir sollen nicht mehr unmündige Kinder sein, ein Spiel der Wellen, geschaukelt und getrieben von jedem Widerstreit der Lehrmeinungen, im Würfelspiel der Menschen, in Verschlagenheit, die in die Irre… Weiterlesen »

Bernd N.

Lieber Tilo, danke für deine Gedankenanregungen. Es ist immer wieder gut die eigene Sichtweise mit den eigenen Erfahrungen abzugleichen. Der Druck der durch menschlich organisierte Führung ausgeht, ist deutlich spürbar. Zumindest ab dem Punkt, wo man die Quelle dessen erkennt…. statt sie bei sich selbst zu suchen, dem Gedanken folgend nicht ausreichend geistig gesinnt zu sein. Der aktuelle Papst vertritt die Ansicht dass nur eine arme Kirche im Sinne Christi handlungsfähig sein kann. Das sehe ich von Grundgedanken ähnlich; sobald sich Menschen “reich” fühlen, tritt unmittelbar die Verteidigung des Erworbenen ein. Wobei sich arm, nicht zwingend auf Materielles beziehen muss.… Weiterlesen »

M.N.

Ihr Lieben, zuallererst muss festgestellt werden, dass die JW.Org alias WTG nicht “der Leib Christi” sein KANN, da von demselben im NT klar gesagt wird, er stehe unter “dem Haupt CHRISTUS” – nicht unter der Leitung eines obersten Zentralkomitees einer menschlichen Organisation: “Der das HAUPT (kephalê) ist, CHRISTUS.” (Eph 4,15); “CHRISTUS [ist] das HAUPT der Gemeinde, ER als der Retter des Leibes” (Eph 5,23); “CHRISTUS ist das HAUPT des Leibes, der Enklesia” (Kol 1,18). Diesem “Haupt” – nicht aber einer menschlichen Verlags- und Vertriebsorganisation – streben alle “Glieder” des “Leibes”, jedes einzelne, in geistigem Wachstum entgegen: “Lasst uns… in allem… Weiterlesen »

Klaus D.

Hallo !
Da müssten ja in Zukunft ALLE von den Symbolen nehmen !
Blos das würde auch nicht gehen, da das Fußvolk ihres Leibes ja auf der Erde leben will.
Was nun ? Wie erklären sie ihren Schafen das der Leib Christi beim Vater und Christus im Himmel sein
wird. Na mal abwarten.
Brüderliche Grüße !!

freund-fuer-alle

Ich hatte das folgende Zitat schon mal meinem KdÄ gezeigt, als es um die Unterschriftspflicht DGSVO ging: w18 November Seite 20 Abs. 13 “Gottes Denkweise ist der Denkweise der Welt zweifellos überlegen. So zu leben, wie Gott es möchte, bringt uns größtes Glück und echten Erfolg. Jehova würde uns sein Denken aber nie aufzwingen. Weder „der treue und verständige Sklave“ noch die Ältesten bestimmen, wie wir zu denken haben (Mat. 24:45; 2. Kor. 1:24). Vielmehr ist jeder selbst dafür verantwortlich, sein Denken mit dem Denken Gottes in Einklang zu bringen….” Ich erntete Achselzucken, als ich fragte, warum es freiwillig ist,… Weiterlesen »

Ulla

Hallo Tilo, danke für deinen gut durchdachten Artikel, durch den sich alle, die sich zu Christus bekannt haben, angesprochen fühlen dürfen. Ich musste dabei auch an den alten Urteilsspruch in Garten Eden denken, dass Gott Feindschaft zwischen zwei Lager setzte (1. Mose 3:15): 1. Zwischen der Urschlange, Satan und seiner unsichtbaren und sichtbaren Gefolgschaft und 2. zwischen dem Messias, dh dem Christus und seiner unsichtbaren und sichtbaren Gefolgschaft im Laufe der Weltgeschichte. Diese Feindschaft wurde in allen Jahrhunderten deutlicher und deutlicher. Zur Zeit Jesu auf Erden hat der “Vater der Lüge” alles getan, um Jesu Göttlichkeit herunterzuspielen, zu verschleiern und… Weiterlesen »

O.W.Schön

Prost Mahlzeit! Irgendwie, so scheint mir, wird die JW.Org immer katholischer, denn den Heilsanspruch durch die einzig wahre Kirche hat bereits die katholische Kirche für sich reklamiert! Und diese allein selig machende Organisation gibt es, mitnichten, ein wenig länger als die JW.Org. Verteidigung der wahren katholischen Kirche: http://kath-zdw.ch/maria/245.dogmen.html Die 245 Dogmen Unter einem Dogma versteht man eine fest stehende Definition oder eine grundlegende Lehrmeinung, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich gilt. 140. Die Nachfolger des Petrus im Primat sind die römischen Bischöfe. 141. Der Papst besitzt die volle und oberste Jurisdiktionsgewalt über die gesamte Kirche nicht bloß in Sachen des Glaubens und… Weiterlesen »

Jurek

Zur 1.Kor 12:4 = da soll:
1) der Vers 5 stehen;
2) von „Ämtern“ steht nur in der alten NWÜ was drinnen… (neu: “Dienstaufgaben”) …

Und nebenbei als zusätzlicher Gedanke: Warum gibt es keine überlieferten Briefe und Anweisungen (so wie von Paulus und manchen Aposteln zur nur manchen Versammlungen oder pers. zu Einzelpersonen, wenn es damals eine LK gegeben hat?

Peter

Ich hätte eine Frage zum Datenschutzthema. Bei den Kongressen stehen ja jetzt überall die Kreditkarten- und EC-Spendenautomaten. Ist es möglich, die dabei generierten Spendensummen mit der Verkündiger-ID zu verknüpfen?

O.W.Schön

Satanische Liebesgrüsse auf jw.org!

Der Vater der Lüge lässt erneut grüssen auf jw.org. Dieses Bild wurde bereits vor etwa 2 Jahren auf BI als satanisch entlarvt und als manipulative Montage enttarnt.

Satanische Grüsse auf jw.org:
https://www.jw.org/de/

(Eine dämonische Fratze direkt hinter der rechten Schulter des jungen Mannes, dem gepredigt wird)

Beim Bummel auf einem Nachtmarkt in Taichung begegnen einem sowohl die JW.Org Jünger als auch ihre Dämonen!

Und das unmittelbar nach dem Kongress über die göttliche Liebe – toll!!!

O.W.S.