Die überlappende Generation – Protokoll einer Irrlehre

„Wahrlich, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.“(Mat. 24:34)

Für die Endzeiterwartung der WTG spielen die Worte Jesu aus Mat. 24:34 eine zentrale Rolle. Das ist auch der Grund, weshalb es in ihrer 100jährigen Geschichte ständig neue Erklärungsversuche dieses Verses gab, die sich im Laufe der Zeit jedoch immer als unhaltbar erwiesen haben.

Keine andere Religionsgemeinschaft hat ihre Erwartungen so sehr mit dem Jahr 1914 verbunden, wie die Zeugen Jehovas. Mehr als dreißig Jahre wurde auf das Jahr 1914 als das Enddatum für ihre Endzeiterwartungen hingewiesen. Als sich diese Erwartungen nicht wie erhofft erfüllt hatten, benutzte man das Jahr 1914 als den Anfangspunkt der letzten Tage, als den Anfangspunkt der Generation, die nicht vergehen würde, bis sich alle Endzeitzeichen erfüllt haben würden und das „neue System“, die neue Welt, das irdische Paradies oder die tausendjährige Herrschaft Christi beginnen würde.

Während Jahrzehnten benutzte man daraufhin die Zeit nach 1914 und die folgenden Geschehnisse als Beweis, dass Harmagedon unmittelbar bevorstehe. Die Generation, welche die Ereignisse von 1914 erlebt und verstanden hatte, sollte nicht aussterben bevor Harmagedon käme.

Doch mit der Zeit wurde zunehmend offensichtlicher, dass der von der WTG selbstauferlegte Zeitrahmen unaufhaltsam abläuft. Dies verlangte nach „neuem Licht“ und ab dem Jahr 2008 begann man auch wirklich in eine neue Richtung zu denken. Im Wachtturm vom 15. 2. 2008, Seite 21-25 konnte man nun lesen:

(Der Begriff) … „diese Generation” bezieht sich auf die Apostel des ersten Jahrhunderts und auf die gesalbten Zeugen Jehovas der Neuzeit.

Diese neue Erklärung wird jeder normal denkende Mensch als Nonsens einordnen. Dass Jesus von der Generation seiner Jünger sprach ist wahrscheinlich, aber in wie weit auch „die gesalbten Zeugen Jehovas der Neuzeit“ hier mit eingeschlossen werden können, bleibt wohl ein Geheimnis der WTG.

Ein chronologischer Kunstgriff

Im Wachtturm vom 15. April 2010 wurde dann dieses neue Licht weiter präzisiert. Demnach muss „diese Generation” von der Jesus sprach, sich nicht mehr nur auf eine buchstäbliche Generation beziehen, sondern kann auch aus zwei Generationen bestehen. Ja, du hast richtig gelesen, die WTG-Bibelexegeten machen einfach aus zwei Generationen eine Generation. Die erste „Gruppe“ von dieser sogenannten „überlappenden Generation“ sind diejenigen Personen, die die Ereignisse von 1914 erlebt und verstanden haben. Die zweite Gruppe würde aus Personen bestehen, die geboren wurden, bevor das letzte Individuum aus der ersten Gruppe gestorben wäre, die also sozusagen noch Zeitgenossen dieser ersten Gruppe gewesen sind (deswegen eine „überlappende“ Generation“).

Hier wird der Begriff „Zeitgenosse“ mit dem Begriff „Generation“ vermengt und ganz einfach aus zwei Generationen die eine Generation gebastelt von der Jesus sagte, dass sie nicht vergeht, bis sich alles erfüllt habe. (The Watchtower 15. April 2010, die Seiten 10-11, Absatz 13-14; 15. Januar 2014, Seite 30-13, Absatz 14-16 )

Na, wenn das mal kein neues helles Licht ist! Mit dieser Bibelauslegung haben die WTG-Exegeten nun endgültig den Vogel abgeschossen und sich weit ins Abseits jeglicher Seriosität gestellt. Doch wie wir noch sehen werden greift man mit dieser Erklärung zurück auf eine Idee, die man in Ansätzen schon vor vierzig Jahren hatte, aber damals wieder verwarf.

In dem ganzen halben Jahrhundert, in dem die Organisation die Idee von einer „Generation von 1914″ herausstellte, erwies sich diese als ein Ruhelager, das zu kurz war, um sich darauf wirklich bequem auszuruhen. All die Erklärungen und Begründungen erwiesen sich als eine Decke, die zu dünn war, um die harte, kalte Wirklichkeit abzuhalten.

In ihrer Not griff die Organisation nun auf die Idee eines schon verstorbenen Mitglieds der leitenden Körperschaft, Albert Schroeder, zurück, der den Begriff „Generation“ schon vor vierzig Jahren auf die Klasse der „Gesalbten” anwenden wollte.

Anfangs als zu spekulativ verworfen, sah man, dass diese Auslegung doch gewisse Vorteile bot. Es gibt immer wieder Personen (manche recht jung), die jedes Jahr erstmals zu der Überzeugung gelangen, dass sie zur Klasse der „Gesalbten“ gehören. So ließe sich die Lehre über „diese Generation“ fast endlos weiter beibehalten.

Diese neueste Erklärung ist im Grunde genommen ein dilettantischer Versuch, die bisher vertretene Irrlehre der Generation den sich abzeichnenden Realitäten anzupassen. Wenn man nun so einfach und willkürlich erklärt, dass sich eine Generation auch aus zwei Gruppen zusammensetzen kann, so meine Überlegung, warum dann, bei Bedarf, nicht auch drei Gruppen nehmen, vier, fünf – oder, falls nötig, unendlich viele? Eine niemals endende „Generation“… Der Begriff „Generation“ verliert damit wohl vollends seine Bedeutung.

Empört sich denn keiner?

Ich hatte schon einige Zeit die angepassten neuen Erklärungen der WTG kritisch beobachtet und hinterfragt. Als ich nun diesen neuesten Erklärungsversuch hörte war mein erster Gedanke, die halten dich, ja uns alle, wohl für total dumm. Damit können sie doch nicht wirklich durchkommen. Es muss doch einen Aufschrei der Entrüstung unter dem „Volke Gottes“ geben. Wie kann man uns, die wir so stolz darauf sind Gottes Wort der Wahrheit zu verteidigen, dieses auf so plumpe, um nicht zu sagen dümmliche Art und Weise missbrauchen, um die eigene Irrlehre zu retten? Doch wie sich herausstellen sollte, die Organisation konnte das ohne Probleme, wie schon so oft in der Vergangenheit. Da war ich wohl doch noch zu sehr in meiner Naivität gefangen.

Ich fragte Älteste, denen ich vertraute und die ich als „Freunde“ ansah, offen nach ihrer Meinung zu dieser neuesten Erklärung. Sie sahen dieses neue Licht zwar wie ich auch als fragwürdig an und lehnten diese Erklärung innerlich ab, doch offen wollten sie das nicht so sagen. Sie versuchten mich zu beschwichtigen; abwarten Peter, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die haben schon so viel geändert, Gottes Geist wird für die Wahrheit sorgen. Mache dir da nicht so viele Gedanken. Die wichtigen Grundwahrheiten sind und bleiben die Wahrheit u.s.w.

Diese Einstellung konnte ich nicht teilen. Nur weil die Grundwahrheiten wahr sein sollten musste man auch alle weiteren „neuen Wahrheiten“ vorbehaltlos akzeptieren? Die Wahrheit ist doch nicht relativierbar! Hier ein wenig Wahrheit, da ein wenig Unwahrheit, alles gut vermischt und wir sind „in der Wahrheit“? Das hat nichts mit der Wahrheit zu tun, die uns Christus verheißen hat. Man kann nicht ein wenig Gift untermischen und sagen: „Aber das meiste ist doch wahr, also die Grundwahrheit.“

Für mich begann nun eine Zeit, in der mich starke Zweifel plagten. Sollte das die christliche Wahrheitsliebe meiner Brüder sein? Konnte man ihnen wirklich so schnell und so einfach ein X für ein U vormachen? Durfte man wirklich so entspannt und sorglos mit der Wahrheit umgehen? Konnte es sein, dass es den meisten nicht um „Wahrheit“ im eigentlichen Sinne ging, sondern nur um ihre individuelle Wohlfühlzone, ihre eigene Stellung und ihr persönliches Ansehen? War denn wirklich keiner bereit aufzubegehren und offen Fragen zu stellen? War vielleicht ICH zu extrem in meinem Anspruch nach Wahrheit? Gibt es überhaupt diese eine absolute Wahrheit oder ist sowieso alles nur Lüge?

Wie sieht es denn mit den anderen “Grundwahrheiten” aus?

Deshalb beschloss ich nun genauer hinzusehen und wirklich die Fakten zu prüfen, auch was die sogenannten „Grundwahrheiten“ betrifft. Einer Kirche, die im Namen Gottes solchen offensichtlichen Nonsens, wie eine „überlappende Generation“ verbreitete und dabei der überheblichen Überzeugung war, dass „die da unten“ das schon widerspruchslos schlucken würden, konnte ich nicht mehr vertrauen. Und siehe da, im Laufe der Zeit taten sich für mich wahre Abgründe auf über das, was die WTG ihren Gläubigen als „Wahrheit“ verkaufen wollte.

Nach jahrzehntelangem „Bibelstudium anhand der WTG-Literatur“ begann ich erst jetzt, durch eigenständiges und unabhängiges Lesen der Apostelbriefe, besonders der Briefe des Paulus, die Bedeutung der christlichen Botschaft wirklich zu verstehen. Und die hat nichts, aber auch nicht das Geringste mit dem zu tun, was die WTG lautstark als „Wahrheit“ hinaus posaunte. Plötzlich wurde mir bewusst, worin eigentlich die Kernbotschaft Jesu und der Apostel bestand. Sie verkündete den alles überragenden Reichtum, den Christen durch Jesus geschenkt bekommen haben! Keine zu erbringende Leistung in Form all der berühmt-berüchtigten WTG-Aktivitäten, kein ständig auf Spannung gehaltenes Dringlichkeits-Bewusstsein bezüglich des Endes einer Generation, nichts von all dem ist für einen Christen letztendlich von Bedeutung!

Zweifel werden verdrängt

Ich war damals noch Ältester und in meiner Naivität war ich tatsächlich der Überzeugung, dass diese christliche Botschaft auch für die Brüder meiner Versammlung äußerst wichtig sei. Doch da sah ich mich leider getäuscht, das konnte einfach nicht sehr lange gut gehen. Meine zaghaften Versuche den Christus mehr ins Bewusstsein der Brüder zu bringen brachten mir den Ruf eines Quertreibers oder Besserwissers ein. Einer, der schlauer sein wollte, als der „treue und verständige Sklave“. Ich eckte immer mehr an: „Der mit seinem Christus wieder, was der nur immer damit hat! … Wir glauben ja an Christus, aber wir dienen Jehova, er ist doch unser Retter … Wir sind und bleiben mit der Organisation Jehovas verbunden … Nur in Verbindung mit der Organisation werden wir Harmagedon überleben können!“ So oder so ähnlich zeigten sich die Reaktionen der Brüder. Im Bewusstsein vieler Zeugen Jehovas scheint es tatsächlich das wichtigste Ziel eines Christen zu sein, Harmagedon zu überleben. Die Organisation kann stolz darauf sein, was sie hier im Glaubensleben der Brüder tatsächlich angerichtet hat!

Die Macht der Organisation über ihre Gläubigen ist so groß, dass sie sagen und lehren kann was sie will. Auch noch so Abwegiges wird stillschweigend hingenommen und akzeptiert. Und die Wenigen, die vielleicht doch irgendwo im Hinterkopf Zweifel haben, verdrängen diese und reden sie für sich selber schön. Das Motto lautet ungefähr: „Ist doch alles nur halb so schlimm, man braucht doch nicht unbedingt alles glauben. Man kann ja für sich selbst entscheiden, was man glauben will und was nicht.“

So einfach ist das also mit der Wahrheit: Man stellt sich am großen Buffet der Glaubensvorstellungen einfach so sein eigenes individuelles Glaubensmenü zusammen? Aber wenn das so ist, dann lasst doch auch die anderen Menschen mit ihren Menü-Religionen in Ruhe! Wozu schleichen wir dann eigentlich von Haus zu Haus und belästigen unsere Mitmenschen? Warum stehen wir wie Zinnsoldaten mit unseren Trolleys an den Straßenecken herum? Viele der Menschen, die wir ansprechen, haben ebenfalls ihre Hoffnungen und ihren Glauben. Und wenn sie etwas Falsches glauben, was macht das schon aus? Dürfen sie nicht auch, wie viele Zeugen Jehovas es für sich beanspruchen, für sich persönlich all das aus ihren Religionen herauspicken, was ihnen persönlich am Besten zusagt? Haben sie nicht auch alle irgendwo ihre individuelle Grundwahrheit und wollen sich nicht weiter den Kopf über all die Lügen zerbrechen, die ihnen ihre eigenen religiösen Führer vermitteln?

Ich sah mich schließlich selbst in einer Organisation der Heuchler und Angepassten, zu der ich nicht mehr länger gehören wollte.

Kann das Ende berechnet werden mit Matthäus 24?

Doch zurück zu dem, was bei mir all diese Überlegungen und Zweifel ausgelöst hatte: das „neue Licht“ zu der Länge einer Generation und den kläglichen Versuchen der WTG ihre damit verbundene Irrlehre zu verteidigen.

Die grundlegende Frage lautet: „Gibt Mat. 24:34 Christen heute überhaupt eine Möglichkeit an die Hand, zu berechnen, wie nahe wir dem Ende sind?“

Auf den ersten Blick mag es so aussehen. Alles, was hierzu nötig zu sein scheint, ist die ungefähre Länge einer Generation zu kennen und einen Startzeitpunkt festzulegen. Dann handelt es sich nur noch um einfachste Mathematik. Doch ganz so einfach sollte man es sich damit aber auch nicht machen!

Die sich ständig ändernden Lehransichten und Auslegungen bzgl. der Länge einer Generation erhält angesichts der Tatsache, dass sich die Organisation der Zeugen Jehovas als vom Geist Gottes geleitet versteht, eine besondere Brisanz. Es bleibt der Eindruck, dass sich hier Männer eine Rolle anmaßen, die ihnen einfach nicht zusteht. Wer behauptet im Namen Gottes zu sprechen darf sich nicht wundern als falscher Prophet eingestuft zu werden, wenn seine Vorhersagen nicht eintreten. Besonders an den sich ständig ändernden Auslegungen der Worte Jesu aus Mat. 24:34 ist zu erkennen, dass sich hier Menschen ohne Gottes Geist abmühen, ihre Irrlehre irgendwie zu retten. Betrachten wir einige Erklärungsversuche.

Die Generation wird nach Bedarf gestreckt

In den 1940-er Jahren war man der Ansicht, eine „Generation” erstrecke sich über einen Zeitraum von etwa dreißig bis vierzig Jahren. Damit konnte man mit Nachdruck belegen, dass die verbleibende Zeit bis zum Ende dieses Systems der Dinge und dem Beginn der neuen Welt äußerst kurz sei.

Mit den 1950-er Jahren jedoch war die Zeitspanne, die 1914 begonnen haben sollte, nach der  damals gültigen Definition endgültig verstrichen. Der Zeitraum musste jetzt irgendwie „gestreckt” werden. Daher wurde die Definition bzgl. der Länge einer Generation im Wachtturm vom 1. April 1953, Seiten 222-223, geändert. Zum ersten Mal stellte der Zeitraum einer „Generation” jetzt die ganze Lebensdauer einer Person dar ‒also siebzig, achtzig oder mehr Jahre.

Vorübergehend schien dies ein beruhigender Zeitrahmen für die Erfüllung der veröffentlichten Vorhersagen der WTG zu sein. Auch für mich war diese Erklärung in der Anfangszeit meines Zeugentums eine einleuchtende Erklärung. Alle Endzeitzeichen wie Hunger, Erdbeben und Weltkriege begannen angeblich mit dem Jahr 1914 und sollten innerhalb einer Zeitspanne von 70 bis 80 Jahren in Harmagedon enden.

Doch im Laufe der Jahre machte die Anwendung des Begriffes „Generation von 1914“ weitere Änderungen durch und wurde wieder anders definiert. Man beachte folgendes Zitat aus der Zeitschrift „Erwachet!“ 8. April 1969 (Seiten 13, 14):

„Jesus sprach offensichtlich von Personen, die alt genug waren um das, was sich zu Beginn der letzten Tage ereignen würde mit Verständnis verfolgen zu können.“

Auch Menschen, die das Jahr 1914 als Fünfzehnjährige erlebt hatten wurden in diesem Artikel als Personen definiert, die alt genug gewesen wären, die damaligen Weltereignisse mit Verständnis verfolgt zu haben. Die meisten dieser Personengruppe seien inzwischen schon gestorben, was deutlich zeige, wie nahe man dem Ende bereits gekommen sei …

Nach 1975 verschoben sich die Akzente. Jetzt bemühte man sich zu zeigen, dass die Lebensdauer der Generation von 1914 doch nicht so kurz war, wie man meinte. So kam mit dem Wachtturm vom 1. Januar 1979 „neues Licht“. Innerhalb einiger weniger Jahrzehnte korrigierte Jehova seine angeblich geistgeleiteten Organisationsführer. Nun war nicht mehr die Rede davon, dass das Geschehene im Jahr 1914 „mit Verständnis” erlebt worden sein musste, sondern es genügte, dass die „Glieder der Generation“ die Ereignisse zumindest „beobachten konnten”. Einfaches Sehen ist etwas anders als Verstehen. Zwei Jahre später wurde im Wachtturm vom 15. Januar 1981 angedeutet, dass das Alter von zehn Jahren „das Alter sei, in dem man anfängt, Ereignisse im Gedächtnis zu bewahren”. Demnach lebten um 1980 noch mehr als 13 Millionen Amerikaner, die sich an den Ersten Weltkrieg erinnern konnten.

Durch unterschiedliche Berechnungsansätze versuchte man verzweifelt hier und da noch ein paar Jahre herauszuschinden, doch Tatsache blieb, die Generation von 1914 war im Aussterben begriffen. Und die verbleibende Zeit für die „Irrlehre der Generationsfrage“ wurde immer knapper, dessen war sich auch die leitende Körperschaft bewusst.

Raymond Franz, damals noch ein Mitglied dieses Gremiums, beschreibt, dass besagtes Thema in den Sitzungen der leitenden Körperschaft mehrfach behandelt wurde, um endlich eine befriedigende Lösung für das Generations-Problem zu finden.

Die Generation nach Schröder

So kam der ganze Komplex, nach Aussage von Raymond Franz, in der Sitzung am 7. Juni 1978 zur Sprache. Hintergrund war auch, dass der Zentrale in Brooklyn zu Ohren gekommen war, Albert Schroeder habe als Glied der leitenden Körperschaft während seiner Besuche in mehreren europäischen Ländern die Ansicht vertreten, der Ausdruck „diese Generation” beziehe sich auf die Generation der „Gesalbten”, also der Gruppe der 144000 und sei demnach so lange nicht vergangen, wie noch einige dieser „Gesalbten” am Leben seien.

Hoppla, diese Auslegung kommt uns jetzt doch irgendwie bekannt vor … Klingt das nicht so ähnlich wie die aktuelle Erklärung der überlappenden Generation der Gesalbten? Schon in den achtziger Jahren geisterte also der Gedanke herum, dass es sich bei der Generation um die „gesalbten Glieder der 144000“ handeln müsste.Eine Idee, die fast vierzig Jahre später dann als „neuestes Licht“ präsentiert wurde.

Diese Ansicht stand damals natürlich im Widerspruch zur offiziellen Lehre der Organisation und war nicht von der leitenden Körperschaft gebilligt worden. Als nach Schroeders Rückkehr die Angelegenheit zur Sprache kam, wurde seine Deutung zurückgewiesen und verschwand wieder in der Versenkung.

Doch die Frage über die Länge und Identität der Generation rückte immer mehr in den Brennpunkt und das aus gutem Grund. Mit dieser Frage war nämlich auch die Bedeutung des Jahres 1914 verbunden und damit die gesamte Endzeitrechnung, sowie die Existenzberechtigung des „treuen und verständigen Sklaven“ an sich.

Es gab da die Abhandlung eines Ältesten aus Schweden, Carl Olof Jonsson, „Die-Zeiten-der-Nationen-näher-betrachtet“, worin die Spekulationen zur Chronologie der 2520-Jahr-Berechnung und des Endzeit-Termins 1914 nicht nur in Frage gestellt, sondern auch widerlegt wurde. Doch die Mitglieder der LK hielten es nicht für angebracht, über diese Fakten auch nur einen Gedanken zu verlieren. Carl Olof Jonsson wurde nach einigem Hin und Her ausgeschlossen. Das Basisdatum der Gesellschaft, das Jahr 607 v. u. Z., welches tatsächlich keinerlei historische Grundlage hat, wollte man noch nicht aufgeben. Wie es scheint mehren sich aber die Anzeichen, dass die WTG auch das Ausgangsjahr für 1914, das Jahr 607 v.u.Z. nicht mehr als verbindlich sieht.

Lloyd Barry, damaliges Mitglied der LK zeigte sich bekümmert darüber, dass über dieses Jahr 1914 auch innerhalb des Kollegiums Zweifel bestanden, schließlich ginge es um die „gegenwärtige Wahrheit”. Über das Alter der Generation von 1914 meinte er, in einigen Teilen der Sowjetunion würden die Leute hundertdreißig Jahre alt. Grund genug für ihn am Ausgangsjahr 1914 festzuhalten. Er drängte darauf, gegenüber den Brüdern eine einheitliche Position zu beziehen, damit diese weiterhin die Dringlichkeit der Zeit sahen.

Gegenwärtige Wahrheit

Der Begriff „gegenwärtige Wahrheit” spielt im Glaubensleben eines Zeugen auch heute noch eine bedeutende Rolle. Für mich war dieser Begriff „gegenwärtige Wahrheit” der Moment, wo ich erste Zweifel bekam, überhaupt in der „Wahrheit“ zu sein.

Welchen Sinn soll es haben von einer „gegenwärtigen Wahrheit“ zu sprechen, außer dass das, was heute als „gegenwärtige Wahrheit” gelehrt wird, im Laufe der Zeit als „vergangene Wahrheit” gesehen werden muss und dass die „gegenwärtige Wahrheit” dann deren Platz einnimmt, die ihrerseits wiederum durch „zukünftige Wahrheit” ersetzt werden kann? Wenn man den Begriff der Wahrheit derart inflationär überstrapaziert, dann wird er nach meiner Überzeugung schlicht bedeutungslos.

Doch wenn die damals aktuelle Deutung nicht stimmen konnte, wie sollten Jesu Worte dann zu verstehen sein? Mit dieser Frage hat sich die LK offensichtlich, nach Aussage von Raymond Franz, nicht ernsthaft befassen wollen. Alle Mitglieder des Gremiums, bis auf wenige Ausnahmen, hielten am Jahr 1914 und die damit verbundene Lehre über „diese Generation” weiterhin als die „gegenwärtige Wahrheit” fest, obwohl es von vielen Seiten unterschiedlichste Informationen gab um den Wahrheitsgehalt dieser „Wahrheit“ zumindest einmal zu überprüfen.

Was Raymond Franz nach eigener Aussage am meisten beunruhigte, war die Erkenntnis, dass die Organisation einerseits von den Brüdern nachdrücklich verlangte, felsenfest an die Interpretationen der LK als von Gott gegebene „gegenwärtige Wahrheit” zu glauben, während andererseits zugleich Männer in leitender Stellung bekannten, dass sie selber ihren Voraussagen im Zusammenhang mit dem Jahr 1914 kein volles Vertrauen schenkten.

Die Zweifel nehmen zu

Der damalige Präsident, Nathan Knorr, gab in einer dieser Sitzungen zu verstehen: „In manchen Dingen bin ich mir sicher: Ich weiß das Jehova unser Gott ist, dass Christus Jesus sein Sohn ist, dass Jesus sein Leben als ein Lösegeld für uns gab, dass es eine Auferstehung gibt. Doch in anderen Dingen bin ich mir nicht so sicher. Zum Beispiel das Jahr 1914. Davon reden wir schon sehr lange. Es mag sein, dass wir recht haben. Ich will es hoffen.“ Quelle: „Der Gewissenskonflikt“

Zu jener Zeit traten weltweit überall Zweifel bzgl. des Jahres 1914 und der Generationsfrage auf. Raymond Franz berichtet von einem exemplarischen Vorfall in Nigeria. Im Zusammenhang mit der Besichtigung eines Grundstücks, kurz vor 1975, für den Bau eines neuen Zweigbüros, dessen Bau erst 1983 beginnen sollte, stellte R. Franz die Frage an den damaligen Zweigkoordinator: ,,Stellen die Brüder im Lande eigentlich Fragen wegen der Länge der Zeit, die seit 1914 verstrichen ist?”Der Zweigkoordinator: „Nein, die nigerianischen Brüder stellen solche Fragen selten. Aber WIR tun das.

Und ein lang gedienter Missionar nutzte die Gelegenheit und fragte zaghaft: „Bruder Franz, könnte es sein, dass Jesus mit ,dieser Generation‘ nur die Menschen damals meinte, die die Zerstörung Jerusalems miterlebten? In dem Fall würde alles zusammenpassen.”

Offensichtlich gab es damals weltweit schon Brüder, die in ihrem Verständnis weiter und ehrlicher waren als die Glieder der leitenden Körperschaft. Und auch Raymond Franz, der offensichtlich dem, was dieser einfache Bruder dachte, näherstand als dem, was er als Glied der leitenden Körperschaft vertreten musste, sagte nur „das sei wohl eine Möglichkeit, doch sonst könne man weiter nichts darüber sagen“.

Weitere Spekulationen

In den achtziger Jahren suchte die leitende Körperschaft nach weiteren neuen Erklärungen.

Albert Schroeder, Karl Klein und Grant Suiter erarbeiteten ein Papier und legten es der leitenden Körperschaft vor. Sie schlugen vor, der Ausdruck „diese Generation“ sollte sich nicht auf Menschen beziehen, die 1914 lebten, sondern auf Menschen ab 1957, also dreiundvierzig Jahre später.

Um dieses „neue Licht“ auch biblisch zu begründen wurde als geschichtliches Ereignis der im Jahr 1957 in die Erdumlaufbahn geschossene russische Sputnik herangezogen. Schroeder, Klein und Suiter waren der Meinung, dieses Ereignis könne den Beginn der Erfüllung folgender Worte Jesu sein:

„ … die Sonne wird verfinstert werden, und der Mond wird sein Licht nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.“

Gestützt auf diese Deutung, lautete die Schlussfolgerung: „Dann würde sich ‚diese Generation’ auf heute lebende Menschen beziehen, die 1957 in einem verständigen Alter waren.“

Diese absurde und spekulative Überlegung zeigt, wie verzweifelt die LK damals nach einer vernünftigen Erklärung bzgl. der Länge „der Generation“ suchte. Als „göttliche Führung“ kann diese Art von Überlegungen wohl kaum gesehen werden. Die leitende Körperschaft akzeptierte die von den drei Mitgliedern vorgeschlagene Auslegung jedoch nicht, man hielt sie für zu verstiegen. Doch Tatsache bleibt, dass Schroeder, Klein und Suiter als Glieder der leitenden Körperschaft zum Ausdruck brachten, wie wenig sie selbst von der Unantastbarkeit der bestehenden Lehrmeinung überzeugt waren.

Die Besorgnis über die stark abnehmende Zahl derer, die zur Generation von 1914 gehörten, führte dann dazu, dass man im Wachtturm von 1980 beschwichtigend andeutete, die Altersgrenze für diese Gruppe könne auf ein zehnjähriges Kind herabgesetzt werden, falls das böse System dieser Welt bis zur Jahrhundertwende bestehen bleiben würde, was aber in Anbetracht der Entwicklung der Weltverhältnisse und in Anbetracht der Erfüllung biblischer Prophezeiungen höchst unwahrscheinlich wäre.

Zwanzig Jahre später, zur Jahrhundertwende, waren die Zehnjährigen von 1914 sechsundneunzig Jahre alt. Sollte man tatsächlich annehmen, Jesus habe seine Worte an zehnjährige Kinder gerichtet?

Weitere Jahre vergingen und nun wurden auch die „Zehnjährigen” nicht mehr erwähnt. Stattdessen bezog man sich einfach auf diejenigen, die 1914 am Leben waren. Damit konnten natürlich auch Neugeborene in „die Generation von 1914“ eingeschlossen werden. Die Decke wurde immer kürzer, denn auch dieses „verbesserte Verständnis“ verschaffte dem Problem nur kurzzeitig etwas Luft. Selbst ein Neugeborener von 1914 ging im Jahr 2000 auf die neunzig zu.

Für mich zeigte sich hier immer deutlicher, dass die Argumentation der leitenden Körperschaft unglaublich unehrlich ist. Der ganzen Welt verkündete man eine Zeitprophezeiung, die angeblich so fest gegründet war, dass Menschen ihre Lebensplanung darauf aufbauen sollten, obwohl dieselben Leute, die das veröffentlichten, genau wussten, dass ihre Lehren nicht mehr zu halten waren.

Rückgriff auf die Schrödersche Generation

Die Führung nahm jahrzehntelang laufend Änderungen vor, die sich alle in Luft auflösten. Und heute? Wie schon erwähnt, greifen sie in ihrer Not auf eine Idee von Albert Schroeder zurück, der den Begriff „Generation“ auf die Klasse der „Gesalbten“ anwenden wollte.

Bevor man aber bereit war den Begriff „Generation“ auf die Gesalbten anzuwenden legte man im Wachtturm von 15. Februar 2008, S. 21-25 die Grundlage für eine ganz neue Definition. Demnach beziehe sich der Begriff „diese Generation” auf die Apostel des ersten Jahrhunderts und auf die gesalbten Zeugen Jehovas der Neuzeit.

Diese Lehre wurde dann im Wachtturm vom 15. April 2010 präzisiert. Demnach muss sich der Begriff „diese Generation” nicht nur auf eine Generation beziehen, sondern kann auch aus zwei Generationen bestehen. Die erste „Gruppe“ von „dieser Generation“ würde die Ereignisse von 1914 erfahren und verstehen und die zweite Gruppe würde aus Personen bestehen, die geboren wurden, bevor das letzte Individuum aus der ersten Gruppe gestorben ist (deswegen eine „überlappende“ Generation“). So werden aus zwei Generationen eine Generation. (The Watchtower 15. April 2010, die Seiten 10-11, Absatz 13-14; 15. Januar 2014, Seite 30-13, Absatz 14-16 )

Na, wenn das mal kein helles, neues Licht ist! Man kann nur hoffen, dass diese an den Haaren herbeigezogene „biblische“ Erklärung die Massenflucht aus der „Organisation Gottes“ noch mehr beschleunigt. Diese Interpretation, die zum ersten Mal im Wachtturm vom 15. April 2010 auftauchte, ist nichts anderes, als eine schnell ausgedachte „Befreiungserklärung“ für die fehlerhafte und unerfüllte Generationslehre von 1914. Sie reiht sich nahtlos in die vielen weiteren, misslungenen WTG-Erklärungsversuche der vergangenen hundert Jahre ein. Wen es noch interessiert, hier eine (unvollständige) Aufstellung der Änderungen der Generationslehre, achtzehn an der Zahl:

  1. – 1875: „Diese Generation” begann am 6. April 1875.
    (The Midnight Cry and Herald of the Morning, die Seiten 71-72)
  2. – 1878:„Diese Generation” begann 1878.
    (Herald of the Morning, 1878, Juli Seite 5)
  3. – 1879:„Diese Generation” begann 1840, würde 74 Jahre dauern und 1914 enden.
    (Herald of the Morning, 1879, Februar, Seite 3)
  4. – 1882:Diese Generation” bezieht sich auf die Gegenwart Jesu vor seiner Wiederkunft und begann im Frühjahr 1878.
    (Zion’s Watch Tower, 1882, April Seite 6; Mai, Seite 5)
  5. – 1908:„Diese Generation” wird im Oktober 1914 enden.
    (Zion’s Watch Tower, 1908 Januar, Seite 3)
  6. – 1909:„Diese Generation” begann 1878 und wird 1914 enden.
    (Zion’s Watch Tower, 15. Februar 1909, Seite 57)
  7. – 1909:„Diese Generation” wird möglicherweise nicht 1914 enden aber die “Zeiten der Heiden” werden im Oktober 1914 vorbei sein.
    (Zion’s Watch Tower, 1. Dezember 1909, die Seiten 371-372; Zion’s Watchtower, 15. Juli 1912, die Seiten 221-223)
  8. – 1912:„Diese Generation” wird möglicherweise nicht 1914 enden aber wir glauben immer noch dass die Zeit ziemlich nahe ist.
    (Zion’s Watch Tower,15. Oktober 1912, Seite 327)
  9. – 1916:Eingeständnis, dass 1874, 1878 und 1881 chronologische Fehler waren, womit Jesus die Schuld daran gegeben wurde. Trotzdem soll der 1. Oktober 1914 zweifelsohne das Ende der Heidenzeiten sein.
    (Zion’s Watch Tower 1. Februar 1916, Seite 38)
  10. – 1950:„Diese Generation” begann 1914 und bezieht sich auf die Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts.
    (The Watchtower 15. September 1950, Seite 324)
  11. – 1952:„Diese Generation” begann 1914, enthält überlappende Generationen von Einzelpersonen, jede Generation überspannt jeweils 33 Jahre und wird noch am Leben sein wenn Harmagedon beginnt.
    (The Watchtower 1. September 1952, die Seiten 542-543; 15. Februar 1953, Seite 124, Absatz 35)
  12. – 1953:„Diese Generation” dauert nur noch ein paar Jahre.
    (The Watchtower 15. Oktober 1953, Seiten 615-616)
  13. – 1956:Jesus sagte, dass die Generation die 1914 sah nicht vergehen wird bis alle diese Dinge geschehen sind.
    (The Watchtower 15. Oktober 1956, die Seiten 615-616)
  14. – 1959:Die Weltereignisse seit dem Ersten Weltkrieg, 1914-1918, zeigen, dass sich diese Prophezeiungen erfüllt haben. Die Zeit für Jehova ist endgültig gekommen um die Erde zu säubern und der Menschheit ewigwährenden Frieden zu bringen. Die Generation von 1914 wird es miterleben.
    (The Watchtower 1. September 1959, Seite 519)
  15. – 1961:„Diese Generation” von 1914 die immer noch am Leben ist, ist die Generation von der Jesus sagte, dass Sie alle Dinge geschehen sehen würde, einschließlich dem Ende dieser Welt. Die Errettung der treuen Nachfolger Jesu in Gottes Neue Welt findet innerhalb dieser Generation statt.
    (The Watchtower 1. März 1961, Seite 132)
  16. – 1995:„Diese Generation” bezieht sich einmal auf die ungläubige Generation der Juden im ersten Jahrhunderts und außerdem auf eine Gottlose Generation von Menschen in der Neuzeit. Darüber hinaus ist die Länge einer „Generation“ unwichtig. Zeugen Jehovas müssen Harmagedon als unmittelbar bevorstehend betrachten und müssen von der bösen, zeitgenössischen Generation getrennt bleiben und mit Eifer Gottes Willen tun.”
    (The Watchtower 1. November 1995, die Seiten 10-21)
  17. – 2008:„Diese Generation” bezieht sich auf die Apostel des ersten Jahrhunderts und auf die gesalbten Zeugen Jehovas der Neuzeit. Die Länge einer „Generation“ ist weiterhin unwichtig. Das revidierte Verständnis hilft einem Zeugen Jehovas das Gefühl der Dringlichkeit zu intensivieren.
    (The Watchtower 15. Februar 2008, die Seiten 21-25)
  18. – 2010:„Diese Generation” muss nicht nur eine Generation sein, sondern kann auch aus zwei Generationen bestehen. Die erste „Gruppe“ von „dieser Generation“ würde die Ereignisse von 1914 erfahren und verstehen und die zweite Gruppe würde aus Personen bestehen, die geboren wurden, bevor das letzte Individuum aus der ersten Gruppe gestorben ist (deswegen eine „überlappende“ Generation“).
    (The Watchtower 15. April 2010, die Seiten 10-11, Absatz 13-14; 15. Januar 2014, Seite 30-13, Absatz 14-16 )

 

 

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Rotkehlchen

Lieber Peter, vielen Dank für diesen tollen Aufsatz und deine Mühe! Wie verblendet so viele Menschen in der Organisation bleiben wollen, zeigt auch die Reaktion derer, die wir mit diesen Fakten konfrontiert hatten, bevor wir ausstiegen. Es waren enge Freund und Verwandt. Ihre Aussagen: Wir haben alles genau geprüft! Ihr seid auf dem Irrweg! Selbst wenn sich diese neue Erkenntnis als falsch heraus stellen sollte, müssen wir trotzdem dem t.u.v. Sklaven vertrauen, dass er uns richtig führt. Naja, auch wenn ihr damit recht haben solltet: Glaubt mir, es gibt keine bessere Religion! Weißt, du, manchmal mag uns etwas komisch oder… Weiterlesen »

Ulla

Hallo Bruder, Wahnsinn, diese Forschungen beweisen eindeutig, dass das “Glaubenslaken” zu kurz geworden ist, um auch nur ein kleines Kind zuzudecken damit! Ich frage mich in meinem Ärger (ein “Streiter Christi” darf sich mit Recht ärgern und wundern): WER wenn nicht die WTG bzw. die JWOrg. ist denn da “GOTT VORAUSGEEILT?” WER unterstellt unterschwellig unserem lieben himmlischen Vater eine “DYSKALKULIE” (Rechenschwäche)? WER beleidigt hier den heiligen Geist, den Helfer, den unser Herr Christus sandte, indem sie sich als “vom GEIST geleitete Organisation” bezeichnen? Rotkehlchen hat genau die richtige Reihenfolge, wie sie in der BIBEL gezeigt wird, dargestellt! Sollte es unser… Weiterlesen »

freund-fuer-alle

Moin,
eine Generation ist 48 Jahre lang.

Belegtext: Matthäus 1:17 NWÜ 2018
“Von Abraham bis David gab es insgesamt 14 Generationen, von David bis zur Deportation nach Babylon 14 Generationen und von der Deportation nach Babylon bis zum Christus 14 Generationen.”

Nachrechnen kann jetzt jeder selbst.

So und nicht anders.

Das ist Gottes Wort. Wenigstens haben die Registeraufzeichnungen der Juden so einen Sinn, das zu beweisen.

Jetzt kann jeder was daraus machen.

LG

Petrus111

Liebe Freunde, Mitte der 90-er Jahre (des letzten Jahrhunderts), ich war etwa 30 Jahre alt – plante ich mit meiner Frau, für uns ein Haus zu bauen. Meine Schwiegermutter erklärte uns, dies sei nicht richtig – so nah wie wir dem Ende seien. Ich erklärte ihr, dass die Lehre der JZ bereits seit einiger Zeit so nicht funktionieren könne – das sei sehr leicht auszurechnen. Sie begann zu weinen und fragte, ob wir denn nun Abtrünnige seien. Ich erklärte ihr, wir seien nicht abtünnig; wir reden auch nicht gegen die Lehre – aber wir bezweifeln, dass man nicht für sich… Weiterlesen »

M.N.

Ihr Lieben, ein Aspekt, der in dieser Thematik mit berücksichtigt werden muss, um zu verstehen, weshalb sich die WTG auf Biegen & Brechen an ihre 1914- und die “Generation”-Doktrin klammert, ist der ihrer unsäglichen HYBRIS, ihres STOLZES, ihrer Besessenheit mit sich selbst und ihrem obsessiven Zwang, um jeden Preis ANDERS sein zu müssen als alle anderen “da draußen” – jene verruchten Bibelgelehrten und Theologen der “bösen Christenheit”, die ja alle sowas von keine Ahnung haben. NUR SIE ist die allein Weise und Vollerleuchtete mit direkter Standleitung zum Allmächtigen, der sie bzw. ihre Obergurus permanent über seine aktuelle Befindlichkeit und jede… Weiterlesen »

O.W.Schön

GÖTTLICHE WAHRHEITEN MIT GERINGEM HALTBARKEITSDATUM!

Die von Gott kommenden Wahrheiten bezüglich “der Generation” haben leider nur ein geringes Haltbarkeitsdatum. 18 mal wurde die Lehre über “die Generation” modifiziert, revidiert und annulliert. Fazit:

Neues Licht = Gegenwärtige Wahrheit. Altes Licht = Vergangene Unwahrheit. Zukünftiges neues Licht = zukünftige gegenwärtige Wahrheit. Zukünftiges altes Licht = Zukünftige vergangene Unwahrheit. Seeehhhr verwirrend alles!!!???

Die gegenwärtige Wahrheit macht euch un-frei, liebe Zeugen!
O.W.S.

Chris

Ein toller Artikel, der handfeste Fakten aufzeigt, die viele besonders der Jüngeren ZJ gar nicht kennen. In meiner Kindheit aufgewachsen bei extrem ZJ gab es, wenn ich mich recht erinnere, kaum ein anderes Thema als “Zeit des Endes”, die “Zeit ist nahe”, sehr bald ist die “Zeit, dass Harmagedon kommt”. Sicher haben wir damals im Rahmen eines Bibelleseprogramms die Bibel gelesen, so wie es ZJ auch heute tun. Doch über 40 Jahre später bin ich auf Worte Jesu aufmerksam geworden, als hätte ich sie zum 1. Mal gelesen: “Habt acht, dass ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden unter meinem… Weiterlesen »

Jurek

Könnte ich bitte nähere Infos bekommen zur:

Wie es scheint mehren sich aber die Anzeichen, dass die WTG auch das Ausgangsjahr für 1914, das Jahr 607 v.u.Z. nicht mehr als verbindlich sieht.

D a n k e .

Alternative wäre: “Letzte Tage” / Generation – Beginn: 11.09.01. Da hat sich die Welt verändert und so… 😮

Johnny

Der 1. Mai entwickelte sich nach der Tragödie auf dem Haymarket in Chicago zu einem internationalen Tag der Arbeit. 1886 fanden Anfang Mai in Chicago, wie auch in anderen Städten der USA, Demonstrationen mit der Forderung nach einem 8-Stunden-Arbeitstag statt: Heute scheint dieser selbstverständlich zu sein, aber am Ende des 19. Jahrhunderts wollten viele Wirtschaftsmagnaten den Arbeitern diese Freiheit nicht gewähren. Mit Religion hat das alles nichts zu tun. Warum wird dann der 1. Mai von der Wachtturm-Organisation so sehr verteufelt? Kann mir das mal jemand erklären?

Altor

Ich war nach dem Lesen des Artikel echt überrascht wie oft diese übelgesinnte Sklavenklasse, die Lehre über die Generationen wiederholt änderte. Fünfzehn Jahre war ich Anhänger dieser Menschenverführer und ich habe nur zweimal diese Lehränderungen mitbekommen. Mich drängt es regelrecht dazu, diese „18 Änderungen der Generationenlehre“, an der Eingangstür an unserem Königreichssaal zu kleben (natürlich mit Tixo damit nichts beschädigt wird) und ermuntere dazu alle Gläubigen es ebenfalls in ihrem Gebiet zu tun. Vorschlag Überschrift: 18 Änderungen der Generationenlehre Text: Die 18 Änderungen (einfach kopieren) Abschluss: 18 Änderungen in der Generationenlehre und es wird nicht die Letzte sein! Was kann… Weiterlesen »

Johnny

Was mich ärgert: Wenn man von einer Firma arglistig getäuscht wurde, kann man vor Gericht gehen und sein Geld zurück verlangen. Bei Religionen geht das nicht. Die Spenden sind weg für immer und ewig. Liegen dann in irgendeinem Offshore Hedgefonds und entziehen sich meines Regress-Anspruchs. Das beste ist: Heute bekomme ich in jedem Kaffeehaus einen Beleg, auch wenn der Betrag nur 2,50 ausmacht. Warum bekomme ich für meine Spenden jahrelang keinen Beleg? Bei jedem Wirtschaftsunternehmen würde man das Schwarzgeld nennen. Aber unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit ist offenbar alles erlaubt. ******** Lieber Johnny Das stimmt so nicht. Bei einer namentlich… Weiterlesen »

Django

“Es gibt zu viel Verwirrung” … Ob Bob Dylan seinen Song “All Along The Watchtower” wohl über die WTG geschrieben hat? All Along the Watchtower Songtext Übersetzung Es muss hier irgendeinen Ausweg geben Sagte der Witzbold zum Dieb Es gibt zu viel Verwirrung Ich kann keine Linderung finden Geschäftsleute trinken meinen Wein Pflüger graben meine Erde um Keiner von ihnen kennt den Wert von irgendetwas davon Kein Grund sich aufzuregen, Sagte der Dieb sanft Unter uns sind viele Die meinen, das Leben sei nichts als ein Witz Aber du und ich, wir haben das schon durchgemacht Und das ist nicht… Weiterlesen »

Wildblume

Liebe Brüder,
wie passen eigentlich die Apokalyptischen Reiter noch ins Bild, wenn 1914 nicht mehr haltbar ist,
lappen die auch über? 🤔 😉
Ob da auch schon an einer Erklärung gebastelt wird?
Grüße von einer nachdenklichen
Wildblume 🌼🌼🌼

FDS

Hallo zusammen
In diesem Monat kommen die neuen Tauffragen.

(1) “Hast du deine Sünden bereut, dich Jehova hingegeben und seinen Weg der Erlösung durch Jesus Christus angenommen?” 
(2) “Verstehst du, dass deine Taufe dich als einen Zeugen Jehovas in Verbindung mit der Organisation Jehovas identifiziert? 

Es fällt weg ,,vom Geist geleitete” Organisation.

Lg

www.Christusbekenner.de

Ein prima Artikel. Es wird immer unbequemer und enger für JW.Org-Führer.
“Denn das Bett ist zu kurz, um sich zu strecken, und die Decke zu schmal, sich darin zu wickeln” (JESAJA 28:20, alte Zürcher Bibel).

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Jesus sprach von den Juden/ Zeitgenossen seiner Zeit wiederholt als von einer “ungläubigen Generation”. Man könnte es auch mit “Geschlecht” übersetzen. Tatsächlich schreiben alle mir bekannte Bibelübersetzungen ausser die NWÜ “Geschlecht” anstatt “Generation”. Beides mag richtig sein, aber “Geschlecht” klingt im Zusammenhang mit Matthäus 24 V. 34 jedenfalls logischer, bzw. ist begrifflicher, denn es geht nicht um eine Generation im Sinne einer menschlichen Lebensspanne, sondern einfach um das störrische, ungläubige Judenvolk, von dem Jesus und seine Jünger umgeben waren. Jesus sagte mit seiner Aussage, “das diese Generation/Geschlecht nicht vergehen würde,” dass bis zu seiner Wiederkunft diese störrische, ungläubiges Geschlecht der… Weiterlesen »