Der schwierige Ausstieg aus dem Sekten-Gefängnis

Sehet zu, dass ihr nicht irregeführt werdet; denn es werden viele kommen auf meinen Namen und sagen: ich bin es, laufet ihnen nicht nach. Luk 21:8

Wie wahr doch diese mahnenden Worte Jesu sind. Es gibt kaum einen Namen, mit dem so viele Menschen verführt und in die Irre geleitet wurden, als der Name Jesu Christi. Auch viele Zeugen Jehovas erkennen zunehmend, dass sie trotz der Warnung Jesu von religiösen Führern, die behaupten im Namen Gottes und seines Sohnes zu lehren und zu prophezeien, in die Irre geführt wurden.

Nach dem ersten spirituellen Höhenflug und dem Gefühl – „wir sind in der Wahrheit“- folgt nach und nach die Skepsis – und später die kritische Auseinandersetzung. Sie fallen aus allen Wolken, wenn auch ihre Gemeinschaft oder Organisation als Sekte eingestuft wird: “Ich, ein Sektenanhänger? Das ist völlig absurd”, antworten sie aus tiefster Überzeugung. “Sekten sind alle anderen Bewegungen, aber doch nicht wir!”

Der Überzeugung – “wir sind in der Wahrheit, wir vertreten den einzig wahren Glauben”- folgt oft eine wahre Euphorie. Die vermeintliche Gewissheit, die religiöse Wahrheit zu besitzen und mit dem angeblich von Christus auserwählten „treuen und verständigen Sklaven“ in Gemeinschaft zu sein, lässt bei vielen die Gefühlswelt explodieren.

Ihnen wurde versprochen, „alle eure Sorgen und Nöte könnt ihr überwinden, wenn ihr tut, was wir euch sagen“. Gib Jehova das Beste, setze dich voll für Jehovas Organisation ein und bleibe ihr loyal ergeben, dann wird es dir gut gehen. Und deine Zukunft wird dir von ihnen in rosigen Farben beschrieben und scheint in alle Ewigkeit gesichert zu sein, so glauben sie.

Dieser psychische Ausnahmezustand wird auch in Verbindung mit Glaubensfragen und Erlebnissen durch Ausschüttung von Glückshormonen hervorgerufen. Endorphine können also ein Erweckungs- oder Gotteserlebnis vorgaukeln, und es wird von den Gläubigen gern als Beweis für das Wirken Gottes interpretiert.

Eine gefährliche Sucht

Jeder, der aus einer Sekte aussteigt, macht vergleichbare Entwicklungen durch. Nicht selten fallen Aussteiger wieder auf andere „Verführer“ herein. Warum? Sie vermissen etwas. Sie vermissen das Gefühl der Einzigartigkeit, das Gefühl „ in der Wahrheit“ oder von Gott berufen und auserwählt zu sein. Dieses Fehlen eines sogenannten Erweckungs- oder Gotteserlebnisses kann gefährlich sein und dazu führen, dass man glaubt, keine Nähe mehr zu Gott zu haben.

Man wird ein leichtes Opfer für andere Verführer. Freikirchen und „Christusfreaks“ kommen und sagen frische Sätze wie: „Du musst zu uns kommen, dann hast du Jesus in dein Herz aufgenommen.” Deine Überzeugung, der Sohn Gottes sei nun dein ständiger Wegbegleiter, mag für dich überwältigend sein, und ein Zeuge Jehovas mag von dem „Kult um den Namen Jehova “ in den „Christuskult“ fallen, vom Regen in die Traufe.

Doch das “ewige Glück” hängt nicht von solchen künstlich erzeugten spirituellen Erlebnissen ab. Ein permanent hoher Endorphin-Pegel wird zur Tortur oder zur Qual. Die spirituelle Abkühlung führt bei vielen zur Verunsicherung. Wenn dieses „Glaubensfeuer“ nicht mehr lichterloh brennt, kommen Zweifel auf. Irgendetwas fehlt ihnen, das Gefühl „in der Wahrheit“ zu sein, in Christus zu sein und die Gewissheit, auf alle Glaubensfragen eine Antwort zu erhalten.

Hinzu kommt die Enttäuschung, dass es in den neu ausgewählten Heilsgemeinschaften ebenfalls Unstimmigkeiten, Spannungen oder Streitgespräche über das richtige Verständnis in Glaubens- oder Auslegungsfragen gibt. Diese Ernüchterung führt dazu, dass gläubige Menschen, die sich noch einen Rest an geistiger Autonomie bewahrt haben, weiter auf der Suche sind. 

Alle Hoffnungen fallen in sich zusammen 

Dieser Prozess ist extrem schmerzhaft. Alle Hoffnungen fallen in sich zusammen. Der vermeintlich befreiende Glaube zerbröselt. Viele „Aussteiger“ fallen in ein Loch und rutschen in eine Existenzkrise, besonders dann, wenn sie ihr Leben und ihre sozialen Beziehungen alleine auf die Gemeinschaft ausgerichtet hatten.

Hiervon sind besonders Jehovas Zeugen betroffen, werden doch gerade sie unter Druck gesetzt, alle Kontakte außerhalb der Versammlung zu meiden.

Die soziale Isolation wird für sie im Falle eines Ausstiegs zu einer besonderen Belastung. Es fehlen Beziehungen zur Außenwelt. Diese sogenannten „Abtrünnigen“ müssen in der normalen „bösen Welt“ wieder Fuß fassen, die sie jahrelang als fehlgeleitet und feindlich wahrgenommen haben.

Der Ausstieg gelingt deshalb nicht allen Zeugen Jehovas problemlos. Viele Aussteiger haben psychische Probleme. Manche rutschen in eine Depression oder Psychose ab. Nicht selten verüben Aussteiger aus den Reihen der Zeugen Jehovas in ihrer Verzweiflung Suizid. Was euphorisch begann, endet oft in der Ausweglosigkeit.

Ein Aussteiger berichtet von seinen Schwierigkeiten mit Freikirchen

Freikirchen sind für Aussteiger eine beliebte Alternative. Doch auch hier wird man die Erfahrung machen, wer nicht mehr mitmachen will oder gewisse Lehren ablehnt, riskiert genau wie bei Jehovas Zeugen, seine Freunde und sogar die eigene Familie zu verlieren.

Philipp Höhener, ein ehemaliges Mitglied der Siebten-Tags-Adventisten, berichtet über seine Erfahrung des Ausstiegs. Die Gemeinschaft gründete sich – wie die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas – in den 1860er-Jahren in den USA und hat heute weltweit über 20 Millionen Mitglieder. Im adventistischen Glauben werden die Dreieinigkeit Gottes, die Schöpfung an sieben Tagen, das Halten des biblisch-jüdischen Ruhetags-Sabbat, der Glaube an die prophetische Gabe von Ellen G. White, der Tod und die Auferstehung von Jesus und dessen reale Wiederkunft auf die Erde gelehrt. Erlösung erfährt man allein durch den starken Glauben an Christus und dem Einhalten aller zehn Gebote, inklusive dem Sabbatgebot.

Bei den Höheners waren die Praktiken und Erziehungsmethoden der Adventisten Teil des Alltags. Dazu gehörte das frühe Aufstehen vor der Schule, um Andacht zu halten. Dazu gehörten Zeltversammlungen in Deutschland und Holland, während andere ans Meer fuhren. Dazu gehörte, dass Philipp Höhener in einer Phase seiner Kindheit nicht mit „ungläubigen Kindern“ spielen durfte, weil seine Eltern deren weltliche Einflussnahme befürchteten. Dazu gehörte das ständige schlechte Gewissen, zu wenig für seine Rettung getan zu haben, die Angst, etwas Unartiges gedacht zu haben, die Panik, von Jesus verstoßen zu werden. «Ich war massivem religiösen Druck ausgesetzt», sagt Höhener.

Als Sechsjähriger merkte er zum ersten Mal, dass seine Familie anders ist. „Wir waren isoliert“, sagt er. Außer zu seinen Schulkollegen hatte er keinen Kontakt zu „Ungläubigen“. Er wurde gefoppt als der „seltsame Frömmler“.

Tat Philipp Höhener nicht so, wie von ihm verlangt wurde, sagte der Vater: „Bravo, jetzt klatscht der Teufel in die Hände.“ Wollte er mit anderen Kindern an Sommerabenden am Samstag Fußball spielen, mahnte die Mutter: „Es ist deine Entscheidung, Philipp, aber du weißt selbst, was das Richtige ist.“ Die Drohung mit dem Teufel und dem Verlust des „Ewigen Lebens“ war ein effizientes Mittel, um bei den Kindern Angst zu schüren und sie zu manipulieren.

Einem ehemaligen Zeugen Jehovas wird dies alles irgendwie bekannt vorkommen, dasselbe Strickmuster, mit dem alle Sekten ihre Schäfchen beherrschen möchten. „Lasst euch von ihnen nicht in die Irre führen“, warnte Jesus.

Philipp Höhener war 19 Jahre alt, als er sich in eine „Ungläubige“ verliebte. Nachdem er seinen Eltern von der neuen Freundin erzählt hatte, sei es schlimm gewesen zu Hause, sagt Höhener. „In der Gemeinde beteten sie für mich, dass ich mich von meiner Freundin trennen möge.“

Kritische Fragen und abtrünnige Gedanken werden auch in vielen Freikirchen nicht geduldet. Anstatt verunsicherten Mitgliedern zuzuhören und sich mit ihren Zweifeln zu befassen, wird in evangelikalen Kreisen genauso subtiler Druck ausgeübt, wie man es als Zeuge Jehovas erlebt hat, um dich wieder auf den vermeintlich richtigen Weg zu bringen.

Höhener war innerlich zerrissen. Er recherchierte wie ein Besessener. „Mein Ziel war eigentlich, diese Kritik an den Adventisten zu entkräften“, sagt er. Doch je tiefer er grub, umso mehr veränderte sich sein Bild auf seine Freikirche. Zweieinhalb Wochen später war er völlig schockiert.

Der Gott, den er so liebte und der ihm so nah war, stellte sich ihm als bösartiger, rachsüchtiger Gott heraus, ein Gott der von dir alles verlangt und der nur zufrieden zu stellen ist, wenn du ihm dein „Bestes“ gibst, was immer das auch sein mag. Wie hatte er so blind sein können?

Heute ist Höhener 39 Jahre alt, verheiratet, Vater zweier Kinder, wohnhaft in der Umgebung von Thun und steht wieder mitten im „normalen Leben“. Seine Eltern und die Schwester sieht er ab und zu, spricht mit ihnen aber nicht über Religion. Doch seine damals besten Freunde haben den Kontakt zu ihm abgebrochen.

“Ich bin, was ich bin, und habe erlebt, was ich erlebt habe. Und das ist heute gut so”

So, wie Philipp Höhener, ergeht es vielen Aussteigern, egal aus welcher religiösen Gruppe sie den Ausstieg wagten.

Ein Ausstieg hinterlässt Narben, die zwar verheilen, aber ab und zu immer noch ein wenig schmerzen. Doch denke daran, es war und ist dein Leben. Du bist das, was du bist, auch durch das geworden, was du erlebt hast, und das ist heute gut so. Ziehe die Lehre daraus und denke an die Gefahr von falschen Lehren und Gurus, die dir, wenn oft auch in guter Absicht, sagen wollen, was richtig und falsch ist in deinem Leben als Christ.

Nicht umsonst warnte Christus: „Sehet zu, dass ihr nicht irregeführt werdet; denn es werden viele kommen auf meinen Namen und sagen: ich bin es, laufet ihnen nicht nach.

Wir sind der WTG nachgelaufen, haben uns von ihr verführen lassen und haben uns nun von ihr befreit. Achten wir darauf, dass wir nicht neuen Verführern nachlaufen. Oft beginnt es mit sogenannten „Hauskreisen“, die von einem eifrigen Vertreter der christlichen Botschaft gegründet und geführt werden. Solange diese Hauskreise nicht den Anspruch erheben, die absolute Wahrheit zu vertreten, und sich der Leiter dieser Hauskreise nicht als der Lehrer im Namen Christi positioniert, dem man zu folgen hat, mag es in Ordnung sein.

Doch die Erfahrung zeigt, dass aus solchen Hauskreisen und Bibelgruppen sehr schnell weitere religiöse Sekten mit Absolutheitsanspruch entstehen, die keinen Widerspruch dulden.

Auch wir hier auf BI müssen darauf achten, nicht die Herren über den Glauben des Einzelnen zu werden. Leider kommt in den Kommentaren Einzelner auch hier bei BI diese Tendenz immer wieder zum Vorschein, indem mit Eifer ihr Standpunkt und ihre Sicht der Dinge vehement vertreten werden.

Jeder sollte sich die Warnung des Apostel Paulus zu Herzen nehmen aus Galater 6: 3-6

„Wer sich jedoch einbildet, besser zu sein als die anderen, der betrügt sich selbst. 

Darum soll jeder sein Leben genau prüfen. Dann wird er sich über seine guten Taten freuen können, aber keinen Grund zur Überheblichkeit haben. 

Denn jeder ist für sein eigenes Tun vor Gott verantwortlich. Das ist schon schwer genug! 

 

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Rob

Ich denke Die wahre Herausforderung
ist,wenn man eine Glaubensorganisation verlassen hat,an
Gott festzuhalten.Mir haben „Die
Liebesbriefe von Jesus“geholfen ein Verhältnis zu Jesus
aufzubauen,viele schlechte Gewohnheiten wurden beseitigt,.ich fange
an Jesus zu Verstehen.
Aufzupassen ist vor allem im Herzen und
beim reden, nie verurteilen.wir haben nicht den ganzen Überblick.Bei
der Liebe beteht oft Mangel.Es kann Jahre dauern ein Richtiges
Verständnis zu entwickeln.Grüße von Rob.
 

 

 

 

Susanne

Was für ein schöner Artikel 🙂 Als ich vor 3 Jahren bei der WTG ausgestiegen bin, war für mich von Anfang an klar, meinen Glauben werden sie mir nicht nehmen, auch wenn sie gerne behaupten, dass man mit einem Verlassen der Organisation auch Jehova verlässt. Für mich war das, neben anderen Gründen, besonders aus einem Grund klar: Ich durfte erleben, wie Gott mich aus dem Gefängnis der ZJ herausgeführt und befreit hat. Er gab mir Kraft, Mut, Zuversicht, Vertrauen, bedingungslose Liebe und die richtigen Menschen an meine Seite, die mir z.T. bis heute zur Seite stehen. Die ganz großen Irr-… Weiterlesen »

ProJesus

Lieber Lennard, vielen Dank für deinen Artikel. Du sprichst einige sehr gute Gedanken an. So schreibst du, “ein Zeuge Jehovas mag von dem „Kult um den Namen Jehova “ in den „Christuskult“ fallen, vom Regen in die Traufe.” Das ist sehr, sehr real. Bei vielen Gemeinschaften kann man das beobachten: Statt des Vaters wird nur der von ihm gesandte Sohn angebetet (evangelikale Gemeinden) oder sogar hauptsächlich der heilige Geist, der ja auch Person und Gott sein soll (Pfingstler-Gemeinden). Es ist daher wichtig, Christi Warnungen ernst zu nehmen. Natürlich stimmt auch: Christus und sein Vater konkurrieren nicht miteinander und sind nicht aufeinander… Weiterlesen »

Tilo

Lieber Lennard, ich habe deinen Aufsatz genossen, bestätigt er doch, was ich aus meiner und anderer Erfahrung inzwischen gelernt habe. Heißt es nicht von denen, die im Neuen Bund stehen, dass niemand mehr seinen Bruder belehren und sagen muss: “Erkenne Jehowah!”? Denn alle werden IHN erkennen! Das ist ein großes Wort, und doch wird überall fleißig gestritten und “belehrt”. Es ist nicht Liebe, sondern Rechthaberei und sehr kleinliche Streiterei. Es ist Wichtigtuerei und Aufgeblasenheit. Es geht hauptsächlich um Worte! Selten geht es um den wesentlichen Gedanken, dass jeder Christ auf seine ihm eigene Weise Gott erkennen kann.  Es bleibt dabei:… Weiterlesen »

Omma@Lennard

Lieber Lennard, ich danke dir für deine offenen Worte und für deine deutliche Warnung davor, wieder in die nächste Falle zu tappen. Ja, bei einigen entsteht nach dem Austieg ein Vakuum, ein hilfloses umhertappen, sie sehnen sich nach einer menschlichen Führung, fühlen sich unsicher wie kleine Kinder.  Und doch ist es nach dem Ausstieg so sehr wichtig, endlich erwachsen zu werden, sich aus der kindlichen Abhängigkeit zu befreien. Egal, welche Gruppe von Menschen man betrachtet, ob es kleine Kinder im Kindergarten sind, Schulkinder, Jugendgruppen, oder auch Gruppen von Erwachsenen, man wird immer wieder auf sogenannte “Leittiere” stoßen, die die “Gabe”… Weiterlesen »

Horst

Lieber Autor Lennard, sachlich, nachdrücklich und klar, und dabei einfühlsam und rücksichtsvoll beschreibst Du die Tatsache, dass keine andere religiöse Organisation (lieber Tilo, nachträgliche Hommage an Deinen Artikel, den ich dank Deiner und Max Hilfe jetzt verstanden habe !), eine Alternative bildet. Ebenso wie viele Leser zeigst Du Verständnis für die “Entronnenen”, die sich aufgrund ihrer starken religiösen Gefühle und dem Verlust einer “Gemeinschaft” anderen religiösen Gemeinschaften zuwenden. Leider kann ich diesen lieben Menschen kein Rezept und keine Lebenshilfe anbieten, sonst würde ich es gerne tun. Ich kann ihnen nur sagen, es gibt ein zufriedenstellendes Leben ausserhalb der JW.Org, es… Weiterlesen »

M.N.

Ihr Lieben, wie diejenigen unter Euch, die sich noch die wt-“Studienartikel”-Dröhnung geben feststellen konnten, hat die WTG ihre menschenverachtende “Gemeinschaftsentzug/Kontaktverbot”-Direktive auf einen neuen Level gebracht – Abs. 12 des gestrigen “Studien”-Machwerks – Fettdruck zur Hervorhebung hinzugefügt: “Eine der größten Prüfungen für manche Eltern hat mit dem Verhalten gegenüber einem ausgeschlossenen Kind zu tun. Eine Mutter, deren ausgeschlossene Tochter von zu Hause auszog, gibt zu: „Ich suchte nach Schlupflöchern in unseren Veröffentlichungen, um mit meiner Tochter und mit meiner Enkelin Zeit zu verbringen.“ Dann sagt sie: „Aber mein Mann erklärte mir liebevoll, dass wir es nicht mehr in der Hand haben,… Weiterlesen »

Johann@M.N.

Lieber M.N.
Danke für deinen Kommentar zum gestrigen Studienmachwerk.
Viele aus unserer Versammlung haben sich erst gar nicht diesen perversen Artikel angetan und sind zuhause geblieben. Werde ich jetzt auch vermehrt tun, einfach zuhause bleiben und das schöne Wetter genießen, dann geht es einem besser als nach solchen „Bibelbetrachtungen“.
Nur noch gruselig was uns die WTG da als geistige Speise präsentiert. Der Kontakt mit den Enkelkindern ist für sie scheinbar schon gefährlich, wie schlecht muss es um die Organiation Gottes wirklich bestellt sein.
LG
Johann

Iris

Lieber Lennard , vielen Dank für den schönen Artikel . Ich bin auch der Meinung , daß wir aufpassen müssen , nicht gleich wieder auf andere ,, Verführer ” hereinzufallen. Ja , wir sind aus allen Wolken gefallen , als wir gemerkt haben , welch falsches Spiel mit uns getrieben wurde . Plötzlich steht man ohne die schönen Zukunftsträume wie verloren da . Das ist im ersten Moment schlimm und für viele ist die ganze Lebensplanung zerstört , aber wir erkannten sehr schnell , daß wir jetzt frei waren .  Diese Freiheit nutzten wir durch tägliches Bibellesen und um die… Weiterlesen »

Noomi

  Hallo Horst  – Ich liebe alte knorrige Brüder. Sie haben, wie ich aus deinen Kommentaren entnehme, miterlebt wie es früher war. Wie man mit viel Energie, z.B. ins Ferngebiet fuhr, natürlich mit dem Fahrrad, keiner hatte ein Auto. Die Versammlungsstätte war oft im Freien oder in einem Hinterzimmer in einem Restaurant. Als unser Saal gebaut wurde, übrigens der erste in Deutschland, wurde er von den Brüdern mit viel Energie, Aufwand und Enthusiasmus selbst und gebaut. Finanziert wurde er indem sie ich das Geld dafür vom Mund absparten. Warst du auch in Nürnberg dabei, als wir in grossen Zelten im… Weiterlesen »

ProJesus an Susanne/Iris

Liebe Iris, liebe Susanne, da bin ich ganz bei euch. Ich habe euch das Gesagte wirklich abgenommen und mich gefreut. Ja, das war schon was, als uns bewusst wurde: Schreck, du bist ja die ganzen Jahre über in einer Sekte gewesen! — Aber wir haben gehandelt. Und nein, den Glauben an Gott und die Bibel haben sie uns nicht genommen. Auch wenn sie behaupten, dass man mit dem Verlassen der Org. auch Jehova verlässt. Bei mir wurde es in dem Schlussgebet (bei der Bekanntgabe meines Austritts) tatsächlich genau so von einem Ältesten formuliert, obwohl ich es ihn zuvor wissen ließ,… Weiterlesen »

Jurek

Endlich ein Artikel welcher auch über den Rand von JW.ORG / “ZJ” hinausgeht und auch die allgemeine Wirklichkeit der oft gleicher Probleme anspricht. Bei anderen, zu denen so manche EX gewechselt sind, ist leider auch oft nicht anders mit dem Umgang von Andersdenkenden. Entweder man wird einer ganz und gar von ihnen oder wird auch mal gegangen… Man (etliche EX-“ZJ”) hat da (Evangelikale Freikirchen u. ä.) gewechselt und übernahm die Dogmen von Trinität, Unsterblichkeit der Menschenseele, Hölle u. ä. … Jetzt kommt darauf an, ob diese Lehren dogmatisch durchgesetzt werden und man darf nicht offen und fair darüber vernünftig miteinander… Weiterlesen »

stoertebeker

  Störti an Lennard Lieber Lennard, sehr, sehr gut geschrieben. Spricht mir ganz und gar aus dem Herzen! Ich sehe das alles genauso und bin des öfteren bemüht andere auf die von dir aufgezeigten Gefahren aufmerksam zu machen. Sola Scriptura!!! Das ist das was verbindlich sein sollte! Du hast mit wenigen Worten viel gesagt. Das ist immer besser als mit vielen Worten wenig zu sagen! Zwei Passagen aus deiner Abhandlung möchte ich nochmal hervorheben, einmal diese: „Dieser psychische Ausnahmezustand wird auch in Verbindung mit Glaubensfragen und Erlebnissen durch Ausschüttung von Glückshormonen hervorgerufen. Endorphine können also ein Erweckungs- oder Gotteserlebnis vorgaukeln,… Weiterlesen »

Knut

Hallo Lennard, vielen Dank für Deinen Artikel. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Auch ich habe mich zuerst nach anderen Gemeinschaften erkundigt. Je intensiver ich mich mit den falschen Lehren der JZ beschäftig habe, umso mehr wurde mir klar, dass ähnliche Dogmen auch in anderen kleinen Gemeinschaften gelehrt werden. Vielleicht wären die grösseren Kirchen schon eher wieder ein Thema, aber in Wirklichkeit kann ich mir auch nicht vorstellen, in irgendein Kirchengebäude zu gehen. Also nehme ich die Gelegenheiten wahr, die sich mir bieten. Schon bevor ich inkaktiv wurde, hörte ich gerne die Radiopredigten am Sonntag, nun habe ich… Weiterlesen »

Horst

Hallo Noomi, nette Zeilen von Dir, danke ! Ja, mit dem alten Fahrrad und noch älteren Schuhen gings ins “Gebiet”, und zwar bevorzugt an den kältesten Tagen in die entferntesten Ortschaften-das war der Plan. Bereits beim Hinfahren fror es mich heftig an den Zehen. Ja, und Versammlung und Gedächtnismahl in den Nebenzimmern von Gastwirtschaften – und der erste angemietete Saal hatte ausserhalb ein Holz-Plumpsklo. Und beim ersten Neu- bzw. Ausbau schafften wir voller Stolz, auch wenn die Fliesen aussahen wie das Chaos persönlich, aber die Sammlung von bunten Restposten war halt am billigsten. In Nürnberg war ich erst 1968, aber… Weiterlesen »

Boas

WICHTIG

zumindest wichtig für mich. Dass die Verkündiger ID kommen soll und die Vergabe bis Mitte des Jahres 2018 weltweit abgeschlossen sein soll, wissen viele aus internen Quellen schon seit langem. Ist jemand schon jetzt eine offizielle Mitteilung bekannt? Z. B. aus Ansprachen (z. B. Sonderübertragung vom 12.05.2018) oder Vorträgen innerhalb der letzten 2 Monate?

Bin dankbar für eure Hinweise. Wie gesagt: Es geht um offizielle Aussagen, die jedem ZJ von JW.ORG zugänglich sind. Danke im Voraus.

LG Boas

PS: Geht um was privates

NEWS

                                                                        NEWS !! Es sind Videos geleakt, die zeigen, wie die Haushaltsabteilung (Budgets Department) über den Finanzhaushalt der Org diskuttiert. Besonders bemerkenswert fand ich dabei, dass 3000 Immobilien (siehe verlinktes Video ab 2:45) verkauft wurden und das obwohl man noch 2015 (glaub ich) meinte, es würden ca. 12.000 neue Säle benötigt werden. Das allerkrasseste ist allerdings, dass diese Besprechung schon 2016 stattfand. Wenn man bedenkt,… Weiterlesen »

A.N.

Anna N.@ Birgit

Im JW. Opfer Hilfe Verein sind Personen, die ihre bestmögliche, psychologiesche Hilfe schon jahrelang unentgeltlich zur Verfügung stellen! Du weist es und dennoch schreibst du in herabwürdigender Weise über eine christliche Einrichtung! Ich bin sehr enttäuscht von dir.

Außerdem bin ich entsetzt über das was du über meinen Mann geschrieben hast, das entspricht nicht den Tatsachen! Im Gegenteil, wir sind mehr denn je christusgläubig und hetzen keinesfalls gegen Christus.

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Wir haben den Kommentar von Birgit gelöscht.
Liebe Grüße
BI

Birgit

Der Kommentar hier , vor 10 Stunden, stammt nicht von Birgit S.

Ich habe die Emailadresse geändert.

 

Schneeflocke

Lieber Lennard,vielen Dank für diesen tollen Artikel!!Er enthält viele Gedanken, mit denen ich mich vor einigen Wochen auch schon beschäftigt habe. Auch aus Selbstrefelexion, das ist zugegebenermaßen nicht immer leicht, aber meistens heilsam.Der Ausstieg aus einer psycho manipulierenden Sekte ist sehr vielfältig, aber ähnelt sich auch in einigem.Ich stimme auch voll darin mit Dir überein, dass die Gefahr besteht, zwar aufzuwachen was falsche Lehren der Org. angeht, aber in anderer Form mit dem Urteilen und Verurteilen und auch mit dem Aufstellen  angeblich „lebensrettenden“ oder allein „befreienden Wahrheiten“ fortführt.Das denke ich sogar immer wieder auch mal bei Kommentaren hier. Aus der… Weiterlesen »

Noomi

     Hallo Täter des Wortes Saulus wurde nicht zum Paulus. Es gab keinen Namenswechsel!! Er hatte einen Doppelnamen, wie es bei vielen Juden damals üblich war. Paulus war ein Sohn von jüdischen Eltern. Nach Apostelgeschichte 9:11,  21:39 und 22:3 stammte er aus Tarsus, einer Stadt an der Südostküste der heutigen Türkei.   „Ich bin ein Jude aus Tarsus in Zilizien, Bürger einer bedeutenden Stadt…“ Einmal wird er sogar Saul von Tarsus genannt. Er war also wie viele Juden in seiner Zeit ein Kind der Diaspora, der Zerstreuung. Wenn für  Paulus in seinen Briefen Jerusalem und das Land Israel eine grössere… Weiterlesen »

ProJesus

Wie der Ausstieg aus dem Sekten-“Gefängnis” leichter fällt: Denke selbst, lass nicht andere für dich denken — auch nicht den tuv Sklaven und die LK. Wenn du etwas glaubst (oder glauben sollst), vergewissere dich, warum du es glaubst. Wenn dir jedoch die Argumente nicht einleuchten, warum solltest du dann diesen Standpunkt einnehmen — besonders wenn er unbiblisch ist? Übernimm eine Ansicht nicht einfach deshalb, weil andere (schlaue oder gebildet wirkende) Brüder sie akzeptieren. Vergewissere dich, dass die dargelegten Ansichten tatsächlich der Wahrheit entsprechen und eine feste biblische Grundlage haben. Lass dich nicht durch Druck von anderen zum Einlenken bewegen und kleinkriegen, bis du… Weiterlesen »

Stachelbeere

Das ich einer Sekte angehöre, war auch etwas, was ich trotz der langen Zeit des kritischen Denkens, Nachforschens und Abgleichen mit der Bibel, erst vor ca.einem halben Jahr für mich selbst eingestanden habe. Und das tat weh, diese Erkenntnis. Und tut es noch. Aber es ist genau so. Ich bin ein sehr Harmonie bedürftiger Mensch, ich liebe es unter Menschen zu sein, mit ihnen zu lachen, zu reden, gemeinsame Unternehmungen zu machen, aber auch einfach zuzuhören, mit ihnen zu weinen. Aber das geht alles nur mit Menschen, die einen so nehmen und akzeptieren, wie man ist, ohne sich zu verstellen,… Weiterlesen »

M.N. @ BI

Glückwunsch zum neuen Server! Dies ist mein erster (Test-) Kommentar auf BI.ORG. Mal sehen, ob der durchgeht.

Ab jetzt heißt es: BI.Org kontra JW.Org. Was dem einen recht ist, ist dem anderen billig. David gegen Goliath. Und wer hatte einst gewonnen? BINGO…

Noomi

 
Danke lieber Pit an die Antwort zu TDW. Ich habe lange studiert, wie ich ihm meine Empörung über seine Aussage Jesus sei EIN MEISTER DER REINEN MANIPULATION  zum Ausdruck bringen soll, ohne ihn zu verletzen. Du hast es jetzt mit deinen Worten in Liebe und (meinen Gedanken) sehr gut hingebracht.
 
LG Noomi
 

Noomi

 
Hallo Horst solange wir die JW.org als das sehen, was sie ist, nämlich MITTEL ZUM ZWECK, (so wurde es mir von meinen Eltern beigebracht) gibt es da nichts einzuwenden. Wenn wir aber ihren Zweck entfremden und die ORG an die falsche Stelle, sprich Jehova Gott und Jesus Christus, setzen, dann ist es total daneben. Das schadet unserem Glauben und dem Vertrauen unseren beiden Höchsten gegenüber gewaltig.
 
LG Noomi
 

Aesculap

Man braucht nicht mal als zu steigen‼️ Man braucht nur Wahrheit von irrtum zu unterscheiden und daran fest zu halten und dazu zu stehen❗️ Nicht mehr an sinnlose, sogar schädliche Menschengebote fest zu halten. Dann wird man automatisch als Abtrünnige betrachtet und wirst du als eine Bedrohung der Einheit gesehen und Exkommuniziert. so wie Jahuscha (Jesus) uns vorgewarnt hat. Siehe Joh 16: 1-4 Darin sind ZJ oder der WTG nicht die einzige. Man wird auch bei die meisten andere Konfessionen als eine Bedrohung gesehen wenn man ihre Irrtümer und Irrlehren aufdeckt und sichtbar macht. Nur der weiße wie man ausgegrenzt… Weiterlesen »

paul

liebe brüder und schwestern! gibts unter euch jemanden der mir sagen kann wie heißt die musik die im hintergrund läuft (piano)?

vielleicht kann mir jemand schreiben: norvaan@yahoo.de

vielen dank im voraus und gottessegen an alle seine kinder :-))

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