Der Kampf gegen das Verlassensein

Gedanken zum Psalm 119: 

Sad youg man sitting on the floor cryingEin berühmter Roman von Joseph Roth endet mit dem Satz: “So allein wie er, war niemand auf der Welt.” Der Held dieses Romans steht für den modernen Menschen, der mit dem Verlust Gottes alles verloren hat! Das ist die Tragik des modernen Menschen. Das ist der Mensch, der unter einem leeren Himmel auf sich selbst gestellt leben muss. Das ist der Mensch, der sich selbst überlassen ist. Diese Tragik ist dem Menschen aber schon seit Beginn bekannt. Sie ist nur in der Neuzeit so richtig in das Bewusstsein eingedrungen. Sie ist mit einer Radikalität eingedrungen, die ganze Generationen erlebt haben. Eine Erzählung von Friedrich Sieburg schließt mit der Feststellung des schwedischen Königs: “Ihr lieben Herren! Wir sind am Ziel, wir sind am Ende!”

Was kann man dagegen tun? Wie hält man das Leben aus auf einer treibenden Eisscholle unter einem Himmel, der keinen Trost verheißt, weil er für den modernen Menschen leer (d. h. ohne Gott) ist? In der Geschichte gibt es im Gegensatz dazu viele Menschen, die Gott für sich gefunden haben, aber sie mussten um die Nähe zu Gott kämpfen. Ein berührendes Beispiel ist der Schreiber des 119. Psalms.

Der 119. Psalm ist ein einziges Lob des Wortes Jehovas. Der Schreiber findet verschiedene Ausdrücke für das Wort Gottes: Gebote, Vorschriften, Mahnungen, Satzungen, Zeugnisse, Gesetz und Beurteilungen. Alle diese verschiedenen Ausdrücke zeigen die Bedeutungsfülle des Wortes Gottes. Aber das Lob des Wortes ist nur ein Thema des Psalms. Daneben geht es um das Suchen eines Menschen nach Gott und um das Ringen um göttliche Nähe. Über diesem Wort kann er Gott nahe sein. So empfindet der Schreiber das Wort Gottes, sein Gesetz, nicht als Last! Er sieht es als Geschenk an, das Gott in seiner Güte gibt. Er bittet ausdrücklich um dieses Geschenk, denn es ist in jeder Hinsicht sein Leben und der Weg zu seinem Vater im Himmel.

Viele Bitten des Schreibers sind mit dem Hinweis auf Jehovas Versprechen verbunden. Immer wieder findet man diese Art von “Rückversicherung” auf Verheißungen, göttlichen Entscheidungen, Gesetze und Zusagen: Zum Beispiel im Vers 8: “Ich will deine Gesetze befolgen. Lass mich damit nicht allein!”

01_schmerzenDas ist das Fundament, auf dem der Schreiber steht. Im tiefen Glauben vertraut er auf die Zusagen Gottes. Er will mit seinem Gott leben, er will mit ihm gehen. Durch Gott wird er getröstet und gestärkt. Gottes Wort ist genau das, was er im Vers 105 sagt: Licht auf seinem Weg.

 Hier kämpft ein Mensch um seinen Glauben

Er ringt um festen Boden unter seinen Füßen und kann angesichts der ihn umgebenden Gefahren nur auf seinen Gott vertrauen und auf ihn warten: “Freche Leute hoben Fallgruben für mich aus. Sie sind es, die nicht nach deiner Weisung leben. Alle deine Gebote dienen doch der Wahrheit. Sie aber verfolgen mich mit Lügen. Steh mir bei!” (V. 85, 86) Oder: “Sieh doch mein Elend und reiße mich heraus! Denn ich habe deine Weisungen nicht vergessen. Vertritt mich vor Gericht und rette mich! Erhalte mein Leben deiner Verheißung getreu!” (V. 153, 154) Immer wieder erinnert er seinen Gott an dessen Verheißungen und betont seine eigene Liebe am Gesetz.

Der Schreiber ist also kein unerschütterlicher Glaubensheld, wie ihn sich manche Zeugen Jehovas so gerne vorstellen, sondern ein Mensch, der um Glaubenssicherheit ringen muss, der sich vom Leben bedroht fühlt und ganz bewusst und gewollt seinen Gott sucht. Und er weiß, dass er ein verlorenes Schaf ist, ein Fremdling, ein schutzbedürftiger Mensch:

”Wie ein verlorenes Schaf habe ich mich verirrt. Mache dich auf die Suche nach deinem Knecht! Denn deine Gebote habe ich nicht vergessen.” (Vers 176)

Ein verlorenes Schaf? Ja, so sah sich der Schreiber! Ein durchschnittlicher Zeuge Jehovas würde hier sagen: “Aber wieso denn? Er hat doch alles gemacht, was ein Mensch tun kann! Er hat doch das Gesetz Gottes gelernt und Erkenntnis aufgenommen. Wieso konnte er dann vom Weg abkommen? Er muss etwas falsch gemacht haben. Bestimmt!”

Wer hier etwas falsch macht, ist der Mensch, der alles als eigenen Verdienst oder als ihm zustehende Belohnung betrachtet, der meint, einen Anspruch auf gewisse Erfolge zu haben, weil er ja “alles richtig gemacht hat“. Hat man begriffen, um was es eigentlich geht? Spricht da nicht der amerikanische Selfmademan, der seinen ganzen Erfolg nur sich selbst verdanken will und für den Gott nur noch ein Erfüllungsgehilfe ist? Man liebt die einfachen Rezepte und Bastelanleitungen des Wachtturms und meint, wenn man sie peinlich genau beachtet, dann kann nichts schief gehen! Aber so dachte der Schreiber nicht! Er wollte nicht auf sich selbst vertrauen und dabei Gott vergessen. Das musste er so sehen, weil er seine eigene Begrenztheit kannte.

Dieser letzte Vers des Psalms ist erschütternd und wahr. Jeder Leser kann sich darin wiedererkennen, wenn er selbst die Erfahrung der eigenen Schwäche gemacht hat. Er wird sich wiedererkennen, wenn er “bescheiden mit seinem Gott gewandelt” ist, und wenn er sich erinnert, wie oft er auf Gottes tätige Hilfe angewiesen war, wie oft er Einsichten bekam, und wie oft er mit Hilfe seines Gottes in Erprobungen treu geblieben ist. Er wird sehr weit davon entfernt sein, es der eigenen Leistung zuzuschreiben. Und er wird durch diese Erfahrungen immer bescheidener werden. Seine Abhängigkeit vom Vater im Himmel wird ihm immer stärker bewusst. Der Psalm wirft ein großartiges Licht auf Jehova. Gleichzeitig offenbart er auch unsere eigene Abhängigkeit und Schutzbedürftigkeit.

Auch wenn der Schreiber das Gesetz Gottes verinnerlicht hat und es aufrichtig liebt, brauchte er doch Gottes mächtige Hand, die ihn führte und schützte. Ohne Jehovas Hand, die helfend und schützend eingreift, ist alles eigene Bemühen nutzlos und das Leben leer. Man ist diesem Leben ohne Jehova und Jesus Christus nicht gewachsen!

Und Gott hilft! Er ist zuverlässig und gibt allen großzügig und ohne Vorwürfe zu machen, wie es uns Jakobus versichert (Jak. 1:5). Es ist schön, das mit dem Herzen zu wissen!

Es ist eine schöne Erfahrung, die wir beim Lesen des Psalms machen. Wir sehen wie der Schreiber mit Gott umgeht und bemerken das große Geheimnis, das sich um den einzelnen Menschen und Jehova bildet, denn es geschieht alles im Verborgenen. Hier im Verborgenen wächst der Glaube, die hingebende Liebe, das Vertrauen, das kindliche Verlangen nach Nähe und die hohe Achtung vor dem Höchsten. “So wirkt Gott!” sagt uns auch dieser Psalm. Und wir bemerken jegliches Fehlen von Organisation oder religiöser Bevormundung. Gemeinschaft hat der Schreiber mit seinesgleichen, wenn er schreibt: “Ich bin ein Freund von allen, die dich verehren und deine Anweisungen befolgen.” (V. 63)

Der Psalmist spielt nicht den starken Mann

Er ist nicht der, der alle Probleme lösen kann, nur weil er das Gesetz Gottes kennt oder sagen wir: “Erkenntnis aufgenommen hat“. Nein, er ist überraschend ehrlich und spricht von seiner Schwäche. Es sind Schwächen, wie sie jeder Glaubensmensch kennt – und er steht dazu. Wer sagt schon von sich, dass er “unbedeutend und verächtlich” sei (V. 141)?

Wer sagt von sich, dass er “nur ein Fremdling” ist (V. 19)? Gerade das macht ihn uns sympathisch. So ein Mensch ist eben kein “Macher”, der sich einbildet, dass dort, wo er sei, immer “Vorne” ist. Er bildet sich nicht ein, alle Probleme selbst lösen zu können, weil er ja die Bibel kennt.

Er bildet sich nicht ein, durch Besuch der Zusammenkünfte, durch Gebet, Studium und Predigtdienst alles getan zu haben, um niemals zu Fall zu kommen. Er bildet sich eben nicht ein, durch Beachten von gewissen Punkten, also durch seine eigene Fähigkeit, zum Ziel zu kommen.

Der Schreiber des 119. Psalms steht in einem wohltuenden Gegensatz zu den hektischen Aktivisten unter den Zeugen Jehovas. Er kämpft wirklich! Und er kämpft um das Wesentliche: Um seine Nähe zu Gott! Er sucht immer wieder die Hand seines Gottes. Was er nicht sucht: Den “theokratischen Fortschritt”, der nur in der Ausübung gewisser Tätigkeiten und Funktionen besteht, aber mit Glauben und Liebe nicht unbedingt zu tun haben muss.

Der Schreiber ist auch kein pedantischer Punktesammler

Er hätte am Ende eines WT-Studiums nie gesagt: “Liebe Brüder, wir haben jetzt sechs Punkte kennengelernt, mit denen wir Jehova treu bleiben können.” Liest man den Psalm 119 ganz langsam, laut und ungestört, dann bekommt man einen Eindruck davon, dass Glauben eben keine algebraische Aufgabe ist, die man durch Anwendung von ein paar “Punkten” lösen kann! Nein! Es ist mehr von uns gefordert!

In seinen Bitten kommt immer wieder die Abhängigkeit von Gott zum Ausdruck: “Öffne mir die Augen! So sehe ich die Wunder, die durch deine Weisung geschehen sind.” (v. 18)

Oder: “Und lass mich den Weg verstehen, auf den deine Anweisungen mich führen. Ich will über deine Wunder nachdenken.” (V. 27)

Oder: “Ich laufe den Weg, den deine Gebote weisen. Denn dazu schenkst du mir ein weites Herz. (V. 32)

Oder: “Gut war es für mich, dass ich leiden musste. Das brachte mich dazu, deine Gesetze zu lernen.” (V. 71)

Oder: “Wäre deine Weisung nicht meine größte Freude, dann wäre ich in meinem Elend vergangen.” (V. 92)

In den zitierten Versen wird deutlich, dass es nicht darauf ankommen kann, ständig nur “Erkenntnis aufzunehmen”.

Wir wollen daran denken, dass es Menschen gibt, “die ständig darauf aus sind, zu lernen, und doch zu keiner Erkenntnis der Wahrheit gelangen können.” (2. Tim. 3:7) Warum ist das so? Zuerst einmal liegt es daran, dass sie einen außer Acht lassen, der die wahre Erkenntnis vermittelt: Jesus Christus. Dann lassen sie den außer Acht, der die Augen des Herzens öffnet, Einsicht verleiht, die Freude am Wort schenkt, es wachsen lässt und auch durch Leiden belehrt. Denn darum hatte ja der Psalmist gebeten. Stattdessen sammeln sie Punkte, wie man Briefmarken sammelt – einfach so! Man füllt zuerst den Kopf und nicht das Herz. Der innere Mensch kommt vielfach zu kurz!

 Alles machen diese Menschen selbst!

Toll! Sie nehmen Erkenntnis auf, so wie sie Brot essen – und ausscheiden. Sie machen “ihr Ding”. Sie sind Funktionäre des Glaubens, die Verwalter, die alles kleinlich beäugen. Großartig! Wunderbar!

Doch damit stellen sie sich selbst allem voran und sagen, ohne es auszusprechen: “Haben wir das nicht gut gemacht?” Und dann schauen sie lächelnd in die Runde und wollen Beifall. Ihre Augen werden hoch und höher – und eines Tages bilden sie sich ein, alles zu können, wenn sie es nur wollen. Zu jedem anderen Menschen sagen sie: “Wenn du ein Problem hast, dann musst du in den Predigtdienst gehen, dann musst du “studieren”, dann musst du fleißig beten und die Zusammenkünfte besuchen. Und wenn du nur ganz fest willst, dann klappt das schon. Schau mich an!” Und wenn es nicht “klappt”? Dann hat man eben nicht wirklich gewollt, dann war man eben nicht aufrichtig motiviert. Dann hat man selbst Schuld.

Auf diese Weise wird Gott praktisch überflüssig und wird in Vergessenheit geraten! Das kann das Ende des Glaubens sein! Dann hat man keinen Glauben mehr, der die Welt besiegt, sondern nur noch eine schale Art von Religion. Und damit hatte der Schreiber des 119. Psalm gar nichts zu tun. Er hatte das verinnerlicht, was den Psalm 127 auszeichnet:

Dieser Psalm beginnt so:

“Wenn nicht Jehova das Haus baut, nützt es nichts, wenn die Bauleute sich anstrengen. Wenn Jehova die Stadt nicht bewacht, nützt es nichts, dass der Wächter wachsam bleibt.”

Von einem Mann, der ein Lehrer für Hebräisch war, habe ich einmal erfahren, was im Hebräischen der Ausdruck bedeutet, der im Deutschen mit “umsonst” oder “es nützt nichts” übersetzt wird: dieser Ausdruck bezeichnet nicht nur eine vergebliche Mühe, die keine Frucht trägt; es ist ein Handeln gegen Gott, ohne seine Hilfe, also widergöttlich! Wer meint, auf die Hilfe Gottes verzichten zu können und alles aus eigener Kraft erreichen will, handelt gegen Gott! Er braucht ihn nicht. Er wird sein Ziel nicht erreichen!

Der Schreiber des 119. Psalms sieht sich in der Abhängigkeit von Jehova

Er sah sich realistisch und führte seinen Gott nicht nur aus “politischer Korrektheit” im Munde. Ihm war es wirklich ernst! Er wusste, dass er Gott gehörte, und in diesem Wissen fühlte er sich geborgen. Er sah sich im genauen Kontext mit seinem Schöpfer und wusste um seine Abhängigkeit von ihm. Dadurch hat er Gott geehrt. Er hat ihn geehrt, weil er eine sehr hohe Meinung von ihm hatte, weil er ihn wie ein Kind liebte und ihm anhänglich folgte. Er wusste genau, dass er auf ihn angewiesen war, weil er ihn wirklich brauchte! Das aber war keine Selbstsucht, kein “vorteilhafter Handel”, es war die Liebe eines Menschenkindes zu seinem Vater im Himmel! Es war genau das, was Jesus Christus hier auf der Erde so radikal ausgelebt hat.

Denken wir noch einmal an den letzten Vers des 119. Psalms:

 ”Wie ein verlorenes Schaf habe ich mich verirrt. Mache dich auf die Suche nach deinem Knecht! Denn deine Gebote habe ich nicht vergessen.”

Sind wir nicht alle “verlorene Schafe” gewesen? Und stehen wir nicht ständig in der Gefahr, wieder verloren zu gehen? Jederzeit kann man verloren gehen, denn wir sind sündige, irrende Menschen. Wir benötigen immer die Hand Gottes, die uns zurückführt. Wir brauchen Gott, damit wir vor uns selbst beschützt werden, denn wir neigen tatsächlich dazu, uns zu sehr auf die eigene Kraft zu verlassen, denn das wird uns ja immer wieder von der WTG nahegelegt. Wir brauchen unseren Vater im Himmel, damit wir nicht Opfer unserer Selbstsucht und damit der Habsucht werden. Wir brauchen auch das Opfer Jesu, damit wir ein gutes Gewissen behalten.

Im Lichte des 119. Psalms kann es kein sinnvolles Leben ohne Gott geben. Der Psalmist wusste es. Daher war ihm seine Abhängigkeit von Jehova bewusst und so wichtig. Niemals wollte er allein seinen Weg gehen! Er hat sein Leben und sein Wohlergehen seinem Gott anvertraut. (V. 154) Dieser liebe Vater lässt kein Schaf verloren gehen und führt es immer wieder zurück.

Es ist nicht die Organisation, es ist nicht der “Sklave”, und es sind nicht Menschen, die uns zurückführen. Wir sind im liebevollen Blick Jehovas und Jesu Christi. Auch das kann uns der Psalmist sagen.

Aber wie steht es mit Menschen, die das nicht begreifen können, weil sie sich selbst für großartig halten? Sind sie wirklich so großartig, wie sie es von sich behaupten? Hier auf BI sind schon viele Artikel erschienen, die sich mit den zahlreichen Ungereimtheiten und den falschen Verhaltensweisen des “Sklaven” auseinandersetzen. So ergibt sich mit der Zeit ein Gesamtbild, dass dem der Pharisäer auffallend ähnelt. Ja, in seiner eigenen Meinung steht der “Sklave” großartig da! Es mangelt an Bescheidenheit. Man ist richtig stolz auf sich und fühlt sich als Nabel der Welt. Was schrieb Paulus über Menschen, die unehrliche Apostel waren? “Eines bringen wir allerdings nicht fertig: Uns mit denen zu vergleichen oder auf eine Stufe zu stellen, die sich selbst empfehlen. Das sind Leute ohne Verstand. Sie messen sich nur an sich selbst und vergleichen sich nur untereinander.” (2. Kor. 10:12)

Darf man noch peinliche Zitate bringen? Ich will es versuchen. Es ist eine rein willkürliche kleine Auswahl; es mag noch peinlichere Zitate geben:

Denken wir nur daran, dass der „treue und verständige Sklave“ es geschafft hat, Jehova Gott, seinen Sohn und das Königreich weltweit bekannt zu machen.

Auch als verständig hat sich der „treue Sklave“ erwiesen, denn er ist weder unbescheiden und eilt Jehova voraus, noch hinkt er hinterher, wenn Gott für klare Anleitung in einer Sache gesorgt hat. Statt etwa die egoistischen, gottlosen Verhaltensweisen der Menschen heute stillschweigend zu billigen oder gar offen als normal zu verteidigen, wie es führende Vertreter der falschen Religion oft tun, sorgt der „Sklave“ für kluge und zeitgemäße Warnungen vor den Fallen, die Satan durch sein böses System stellt. Dazu ist der „Sklave“ nur deshalb in der Lage, weil Jehova Gott und Jesus Christus ihn segnen. Der „treue und verständige Sklave“ verdient somit unser uneingeschränktes Vertrauen. Woran zeigt sich aber ganz konkret, dass wir ihm vertrauen?

Jehova hat sein Volk in der Wildnis ernährt und tut es auch heute. Der „treue und verständige Sklave“ versorgt uns mit geistiger Speise (Matthäus 24:45). Wir dürfen Wahrheiten verstehen, die über Jahrhunderte verborgen gehalten wurden. Der Engel forderte Daniel auf: „Halte die Worte geheim, und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden umherstreifen, und die wahre Erkenntnis wird überströmend werden“ (Daniel 12:4).

 Durch die Organisation teilt der „treue und verständige Sklave“ die „Speise zur rechten Zeit“ aus (Matthäus 24:45). Der „Sklave“, der aus den gesalbten Christen besteht, sorgt in geistiger Hinsicht für das Beste vom Besten — für eine genaue, auf die Bibel gestützte Erkenntnis, die zu ewigem Leben führen kann (Johannes 17:3).

 

 

[Gesamt:33    Durchschnitt: 5/5]

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Ron West

Vielen Dank für die wirklich glaubensstärkenden Gedanken.
Wenn möglich würde ich gerne von den peinlichen Zitaten die Quellangaben erfahren.

Gruß
Ron

LordOliver

In Hesses Siddhartha findet man bereits einfache Wege zum Glück und Seeligsein. Manchmal ist es eben doch nur der Fluss auf den man hören sollte, nicht das Rauschen und Toben um einen herum. Reflektion und Ehrlichkeit zu sich selbst sind Tugenden die,ergänzt mit Moral und Ethik sowie Toleranz, eine gute Welt formen können. Leider mangelt es vielen ZJ gerade an diesen, so meiner Meinung nach, wichtigen Werten und Eigenschaften. Vermutlich aus Angst, ihr geformtes Weltbild könnte einstürzen. Und das die damit verbundenen, erlittenen Qualen des Regeln einhalten, ächten, bespitzeln, Kasteien, etc, umsonst gewesen sein könnten.

Leprechaun@Omma

Liebe Omma, tut mir leid, wenn Du meine Ausdrucksweise nicht verstanden hast… sorry dafür. Natürlich bin ich gern bereit die Worte, nach denen Du fragst, zu erläutern. Heureka: Dieser Begriff stammt aus dem Altgriechischem…. und geht wohl auf Archimedes zurück. Archimedes war ein griechischer Forscher [Wissenschaftler] der Antike. Wenn er der Meinung war die Lösung für ein Problem gefunden zu haben, dann rief er laut jubelnd aus: Heureka … was soviel bedeutet wie … „ich habe es gefunden“ Heureka ist also ein Jubelruf den man ausstößt, wenn man meint die „Wahrheit“ gefunden zu haben. Eruieren: „Eruieren“… geht auf ein lateinisches… Weiterlesen »

Anna

Lieber Autor, liebe Schwestern und Brüder, ich möchte herzlich für diese schönen Worte zum Psalm 119 danken. Wie du schreibst ist Gottes Wort Licht auf dem Weg. Das finde ich auch. Wir können uns nun auf Gottes Wort verlassen oder eben nicht. Ich denke da daran, dass ich gerne draußen bin. Immer wieder ins Unbekannte aufbreche. Und dann wird es auch mal dunkel oder neblig. Wenn ich mich nicht auskenne, da ist so ein wenig Unwohlsein in mir. Gibt es eine Wurzel auf dem Weg, einen Stein der mich aus dem Gleichgewicht bringen könnte. Der Überblick ist dahin. Da ist… Weiterlesen »

Horst

An Ordnungszahl 83 und Heiabea,

ersterem vielen Dank für die sachliche Einordnung von Verführern und Verführten
und dem sehr ausgewogenen Kommentar. Damit gehe ich voll einig.

Zweiterem bzw. der emotionalen Reaktion nach Zweiterer:

Sobald es im nach Deinen Worten dunklen Harz wieder etwas heller wird, lies doch bitte
die Kommentare nochmal durch.
Vielleicht wirst Du mich dann nicht mehr derart persönlich angreifen und sogar Jehova Gott bemühen müssen, die “wahren Beweggründe” für mein “Statement” zu ergründen.
Vielleicht war Dein vernichtendes Urteil über mich doch etwas vorschnell. Fair wars nicht.

Soviel dazu aus dem “hellen” Süden….

Horst

An hei-bea: Hallo nochmal, aufgrund Deines Kommentares an mich empfehle ich unter anderem die Lektüre des Buches “Das Reich, das nicht kam” von Joseph Wilting, der nach 40 Jahren seines Lebens bei den ZJ sagt: “Das Phantastische war, dass alle Bitterkeit gegen jene, die mich jahrelang hinters Licht geführt hatten, völlig verschwand. Eine grosse Liebe zu den ZJ als MENSCHEN begann in mir zu wachsen”.- Die differenzierte Sicht auf Verführte und Verführende macht den Wert dieses Buches aus. Und ich darf Dir, die Du so über mich urteilst, ein bisschen etwas über mich erzählen: Wir fuhren bereits in den 50er-… Weiterlesen »

Johann

Lieber Leprechaun Zu deinem Kommentar an Horst möchte ich nur so viel sagen: Es ist äußerst gewagt Offenbarung 18 :4…: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt“, auf die Brüder anzuwenden, die die WTG und ihre Machenschaften zwar durchschaut haben, sich aber noch nicht entschlossen haben diese Organisation offen zu verlassen. Man kann sie auch geistig verlassen. Mir gefällt dieser rechthaberische und verurteilende Ton überhaupt nicht. Wer von unserem Schöpfer wann und wofür zur Rechenschaft gezogen wird sollte bei uns doch… Weiterlesen »

Leprechaun@Horst u. Johann

Lieber Horst, lieber Johann, ich werde hier jetzt mein Schluss- Plädoyer halten und mich hier, an dieser Stelle, dann auch nicht mehr mit euren eingefahrenen, WTG geprägtem Gedankengut auseinandersetzen. Ich muß ehrlich gestehen, dass ich sehr enttäuscht bin. Denn ihr habt es nicht geschafft auch nur eine meine Fragen zu beantworten, nicht eine einzige. Ihr habt nicht einmal den Versuch dazu unternommen. Fragen, die durchaus legitim waren… und die zum Nachdenken anregen sollten. Nun gut… sei es drum… manche Menschen haben halt keine eigenen Argumente. Jedenfalls ist es ein Kampf gegen Windmühlen, ganz nach der Manier von Don Quichotte, und… Weiterlesen »

pit

Liebe Hei-bea, liebe Geschwister, ich verstehe unter dem Wunsch “Friede” dreierlei. (Meine Interpretation) 1. Johannes sagt: Und die IHN aufnahmen, beschenkte der Herr mit dem Recht, Kinder Gottes zu werden. Das ist richtig. Aber um als Nachfolger Chisti zu leben, bedarf es mehr, wie Paulus anfügt. Die Früchte des Geistes müssen höchstes Christengut werden. Nur dadurch kann man auch ein christliches Leben führen. Natürlich schränkt es Paulus ein, denn er kennt die Schwäche des Fleisches und sagt: “Oh, ich Elender. Das Gute, das ich will, vollbringe ich nicht. Stattdessen tu ich das Böse.” Sicherlich nicht aus Absicht, aber dennoch real.… Weiterlesen »

Johann

Lieber Lep, danke für deine versöhnlichen Worte. Wie du vermutest kann ich dem ersten Teil deiner Einlassung voll und ganz zustimmen. Zu dem folgenden allerdings nicht. Möchte das eigentlich auch einfach so stehen lassen. Du sprichst davon das ich auf keinen deiner Argumente eingegangen sei. Nicht auf alle, das ist richtige aber doch auf einige, die du aber nicht akzeptierst. Was ja auch nicht weiter schlimm ist. Werde nun nur noch kurz zu deinen Gedanken meine Antwort hinzufügen um die Sache für mich abzukürzen. ***Und jetzt kommt der Punkt, an dem der „Hammer hängt“… des Pudels Kern… Die Trennung erfolgt… Weiterlesen »

Klaus Karl

Hallo, ich stelle hier einen Text von “Hans-Jürgen Twisselmann”,der mich auch bat alle Brüder und Schwestern der BI von ihm freundlich zu Grüssen.Ohne eigene Wertung,einfach mal als seine Sicht,fiel Freude beim lesen. Auf den Punkt gebracht Hans-Jürgen Twisselmann Was ist es um das Reich Gottes? Darüber kam es in unserer Zeit zu einer heillosen „Sprachen-Verwirrung“: Die einen laufen sich die Hacken ab, um den Leuten an den Haustüren zu verkünden, Gott habe „sein Königreich 1914 im Himmel aufgerichtet“, bei ihnen tendenziell gleichgesetzt mit der eigenen Glaubensgemeinschaft. Auch manche andere, die sich im Übrigen von den Zeugen Jehovas deutlich unterscheiden, identifizieren… Weiterlesen »

Ron West

Lieber autor,
danke für die Quellangaben.

Liebe Grüße
Ron

Klaus Karl

Klaus@Lep, sorry,ich habe erst heute Deine Antwort an mich gelesen,ich kann Vollkommenheit nicht definieren,denke aber sie bei Adam und Eva ausreichend war,um zu erkennen was sie Taten,zugegeben wundert es mich das Eva sich hat betrügen lassen,andererseits hätte sie Gott selbst fragen können,wenn sie es nur von Adam gehört hatte,sie stand ja nicht unter Zeitdruck.Ich denke aber erkannt zu haben worauf Du hinaus willst.Ich war seit ca. 1972 bei den ZJ mit einigen Unterbrechungen,habe ich nach dem ich von den Symbolen genommen habe(was ich nicht aus Spass,sondern aus Überzeugung tat,aufgrund einer Aussage Christie wer nicht von meinem Blut trinkt und meinem… Weiterlesen »

Johann

Hallo Lep, du möchtest von mir wissen welche Fragen sich für mich in Verbindung mit Off. 18:4, Weltreich der falschen Religion, auftun damit du reagieren kannst. Aber genau diese Reaktionen wollte ich eigentlich vermeiden um endlosen Diskussionen aus dem Weg zu gehen, besonders da ich selbst mit diesem Thema noch nicht im Klaren bin. Dennoch werde ich versuchen einige Fragen anzuschneiden. Wenn Babylon d. Weltreich der falschen Religion ist, und alle, die die falsche Religion durchschaut haben und sie nicht verlassen (Kirchenaustritt), umkommen werden, dann überlegen einmal. Der überwiegende Teil der Menschheit, ich würde sagen 80-90%, befindet sich mehr oder… Weiterlesen »

waytodawn

Liebe Geschwister, wie Ihr ja wisst, nutzen einige von uns bereits rege die Möglichkeit der privaten Treffen, um sich in gemütlicher Runde auszutauschen und aufzubauen. Im Südwesten Deutschlands / Nähe Schweiz planen wir wieder ein solches Treffen. Wer sich kurzfristig dazu anmelden möchte – gerne auch aus anderen Gruppen – darf sich bei mir melden. Email Schoening.Uwe[at]gmx.de Das Treffen würde bereits am 28.11 stattfinden, was natürlich sehr kurzfristig ist, vor allem, weil wir bis zum 20.11 spätestens eure Rückmeldung benötigen. Dies wird keine religöse Veranstaltung sein. Die Zusage benötigen wir bis zum 20.11.2015 und wir hoffen, dass euch so ausreichend… Weiterlesen »

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