Das Märchen von der Wiederherstellung des Namens Gottes im NT

Im JW.Broadcast vom Oktober 2018 beschwört Geoffrey Jackson von der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas mal wieder das “Märchen von der ‘Wiederherstellung des Namens Gottes im NT'”. https://tv.jw.org/#de/mediaitems/WebHomeSlider/pub-jwb_201810_1_VIDEO

Wieso kann gesagt werden, es handele sich hierbei um ein “Märchen”?

Der Grund ist der, dass dort, wo nie etwas war, nichts “wiederhergestellt” werden kann. Es ist eine (auch für die WTG) bis heute unveränderliche und unumstößliche Tatsache, dass unter den bisher gefundenen ca. 5400 Manuskripten des Neuen Testaments in Form von Papyri, Pergamenten, Velli, Unzialen, Minuskeln etc.  KEIN EINZIGES auch nur den Hauch einer Anspielung auf den JHWH-Namen enthält (wenn man von den 4 “Hallelujah” in der Offenbarung absieht, wo aber auch nichts “wiederhergestellt” werden muss, denn das “Jah” ist ja dort bereits vorhanden.

Gemäß einhelliger Meinung aller Bibelgelehrten kann angesichts der Masse an gefundenen und ausgewerteten Manuskripten (von denen einige sehr früh, bis zurück um das Jahr 100 A.D. datiert werden, getrost davon ausgegangen werden, dass es zu keinen Funden kommen wird, die den JHWH-Gottesnamen enthalten. Im Gegenteil: In sämtlichen Funden sticht das Fehlen jeglicher Bezugnahmen auf “HaSchem” (“Der Name”) geradezu hervor.

Siehe z. B. https://www.jesus.ch/information/bibel/tipps_zum_bibellesen/112511-sensationelle_schriftfunde_zum_neuen_testament.html)

Wieso also kommt die WTG dennoch dazu, zu behaupten, der JHWH-Gottesname “gehöre ins NT”, und sie habe ihn dort “wiederhergestellt”, so als ob dies dem tatsächlich ursprünglichen Zustand aller NT-Schriften entspräche?

Sie betreibt ein freches Täuschungsmanöver, indem sie auf die Tatsache verweist, dass in EINIGEN SELTENEN, prä-christlichen griechischen AT-Texten der Septuaginta (kurz LXX) das AT-Tetragrammaton überall dort, wo es auch im Hebräischen vorkommt, verwendet wird und sodann behauptet, weil dort das Tetragrammaton steht, sei es ZWINGEND LOGISCH (“Es ist vernünftig, anzunehmen dass…”), dass Jesus, die Apostel etc., den JHWH-Gottesnamen verwendet hätten, weil sie beim Lesen oder Zitieren der entsprechenden AT-Stellen – sei es aus dem ursprünglichen Hebräischen oder aus der LXX – über den JHWH-Gottesnamen gestolpert seien und diesen nicht “verheimlicht”, sondern ” ausgesprochen” hätten.

Als “Beweis” ihrer Theorie präsentierte sie bereits vor langer Zeit in ihren Ausgaben der “Kingdom Interlinear” als auch der “Studienbibel” Photographien einiger LXX-Bruchstücke (z. B. das Papyrus “Fouad 266”), in denen das Tetragrammaton in hebräischen Buchstaben im griechischen AT-Text zu sehen ist. Auf diese Bruchstücke beruft sich auch jetzt Geoffrey Jackson wieder einmal.

Ganz abgesehen von dem Hochspekulativen dieser Behauptungen muss grundsätzlich festgehalten werden:

Das Alte Testament ist nicht das Neue Testament

Somit kann mit AT-Funden GRUNDSÄTZLICH NICHT “bewiesen” werden, dass der JHWH-Gottesname in den NT-Ursprungstexten verwendet wurde.

Wie bereits festgestellt: Es gibt KEIN EINZIGES NT-Schriftzeugnis, das den Gebrauch des Tetragrammatons in welcher Form auch immer im NT belegt. Aus diesem Grund kann bei der eigenmächtigen Einfügung der “Jehova”-Transliteration seitens der WTG in den NT-Text ihrer NWÜ (Neue Weltübersetzung) auf gar keinen Fall von einer “Wiederherstellung” gesprochen werden.

Auch die von der WTG als “zusätzliche Stützen” präsentierten “J”-Quellen (“J” = “Jehova”; NT-Versionen, die das Tetragrammaton bzw. eine JHWH-Transliteration verwenden) verleihen dem “JHWH gehört ins NT-Konzept” keinerlei Rückenstärkung, denn es handelt sich hierbei lediglich um die willkürlichen Entscheidungen anderer, unvollkommener und nicht inspirierter MENSCHEN, dass in ALLEN verfügbaren griechischen NT-“Ur”-Texten verwendete κύριος kýrios, “Herr”  bzw. θεός theós, “Gott” durch den hebr. JHWH-Gottesnamen zu substituieren. Diese Tatsachen werden auch nicht dadurch relativiert oder annulliert, dass einige andere – teils sehr unbekannte und heute nicht mehr verfügbare – Übersetzungen “Jehova” im NT verwenden, wie z. B. die von Dominikus von Brentano (1791), Wilhelm de Wette (1814) oder Petrus Dausch (1932).

Dabei könnte man es eigentlich bereits bewenden lassen – doch wie sind die wenigen, tatsächlich vorhandenen LXX-Texte mit Tetragrammaton hinsichtlich der WTG-Behauptung, diese “bewiesen, dass in der ursprünglichen LXX durchgängig das Tetragrammaton verwendet worden sei, zu beurteilen?

Auch diese Behauptung kann getrost als falsch bewertet werden, denn nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt als diese Theorie.

In ihrem Bemühen, ihrer “Beweisführung” (die sich angesichts der Tatsachen als pseudowissenschaftlich entlarvt) einen “wissenschaftlichen” Anstrich zu verleihen, stützt sich die WTG auf die Aussagen eines Gelehrten George Howard, wie z. B. im Appendix 1D der “Studienbibel” von 1984 wiedergegeben:

“Über die Verwendung des Tetragrammatons in den Christlichen Griechischen Schriften schrieb George Howard von der Universität von Georgia (USA) im Journal of Biblical Literature, Bd. 96, 1977, S. 63: „Neuere Entdeckungen in Ägypten und in der Wüste Juda gewähren uns aus erster Hand einen Einblick in den Gebrauch des Namens Gottes in vorchristlichen Zeiten. Diese Entdeckungen sind für Studien des N[euen] T[estaments] bedeutsam, denn sie stellen eine literarische Analogie zu den frühesten christlichen Dokumenten dar und erklären so vielleicht, wie die NT-Autoren den göttlichen Namen verwendet haben. Auf den folgenden Seiten werden wir eine Theorie unterbreiten, daß nämlich der göttliche Name יהוה (und mögliche Abkürzungen desselben) ursprünglich in NT-Zitaten aus dem A[lten] T[estament] und in Hinweisen auf das AT geschrieben stand und dann im Laufe der Zeit hauptsächlich durch das Surrogat κς [Abkürzung von Kýrios, „Herr“] ersetzt worden ist. Die Entfernung des Tetragramms führte unserer Ansicht nach zu einer Verwirrung im Verständnis der frühen Heidenchristen über das Verhältnis zwischen ‚Gott, dem Herrn‘, und ‚Christus, dem Herrn‘, wie sich dies in der Hss.-Tradition des NT-Textes widerspiegelt.“”

In dieser Aussage  des Prof Howard beachte man folgende Details – Großschreibung hinzugefügt:

  • “… erklären… VIELLEICHT, wie die NT-Autoren den göttlichen Namen verwendet habe.”
  • “Wir werden EINE THEORIE unterbreiten…”
  • “UNSERER ANSICHT nach…”

Der gelehrte Professor hatte also die Ehrlichkeit, zuzugeben, dass es sich bei seinen Darlegungen um “Vielleicht”, um “EINE THEORIE” und um “seine ANSICHT” handelt – also um eine Vermutung, eine Hypothese und mithin um eine (wenn auch interessante) Spekulation – mehr aber auch nicht.

Im Gegensatz herzu schwingt sich die WTG zum Besserwisser auf, wenn sie in unmittelbarer Folge des Howard-Zitats volltönend verkündet:

“Wir betrachten diese Ansicht nicht als eine „Theorie“, sondern als eine Darstellung von historischen Tatsachen in Verbindung mit der Übermittlung der Bibelhandschriften.”

Ah ja? Wieso denn das? Auf welcher Grundlage denn? Hat dies etwa eine göttliche Offenbarung den Urhebern dieser Verkündigung vermittels “Neuen Lichtes” offenbart?

Es mutet mehr als pikant an, dass sich Prof. Howard, ob dieses eigenmächtigen Vorgehens der WTG befragt, klar hiervon distanzierte: Auf eine Anfrage räumte er ein,

die WTG “habe aus seinen Artikeln zu viel gemacht” und “er unterstütze die Theorien der WTG AUSDRÜCKLICH NICHT”, siehe z. B. https://www.allmystery.de/themen/rs4268-1467.

Demgemäß heißt es auf https://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/1011781:

“Diese Theorie [ist] derzeit nicht direkt überprüfbar, da aus dem betrachteten Zeitraum… keine relevanten Manuskriptfunde des Neuen Testaments vorliegen.”

Noch deutlicher formuliert es https://www.spiritwatch.org/jwnwt.htm:

Zitat Übersetzung: (“Howards kontroverse Theorie, dass die Manuskripte des Neuen Testaments ursprünglich das Tetragrammaton (YHWH) enthielten, WURDE – obgleich sie von Zeugen Jehovas begrüßt wurde – VON DER GELEHRTENGEMEINSCHAFT EINHELLIG ALS ZU SPEKULATIV ZURÜCKGEWIESEN. Bis heute ist kein neutestamentliches Manuskript aufgetaucht, das der Theorie Howards Glaubwürdigkeit verleihen würde.”)

Dementsprechend heißt es auf https://de.wikipedia.org/wiki/JHWH – Großschreibung und Anmerkung in eckigen Klammern hinzugefügt:

“Das Urchristentum entstand in einer Zeit, als das Judentum den Gottesnamen schon weitgehend tabuisiert und durch Adonaj („[mein] Herr“) ersetzt hatte. Frank Crüsemann VERMUTET [aber auch er weiß Genaues nicht], dass die Septuaginta-Texte, die die neutestamentlichen Autoren kannten, den Gottesnamen mit hebräischen Buchstaben oder mit Sonderzeichen enthielten. Die Schriften des Neuen Testaments (NT) wurden im damals gebräuchlichen Griechisch abgefasst; nur einige Aussprüche Jesu sind auf Aramäisch überliefert.

DER GOTTESNAME JHWH KOMMT FÜR SICH IM NT NICHT VOR. Seine Kurzformen sind aber auch im NT in hebräischen Personennamen und im „Halleluja“ (Offb 19,1–6) enthalten. ER WIRD IN BIBELZITATEN IMMER ALS KYRIOS („Herr“, „Besitzer“, „Gebieter“) BEZEICHNET. So übersetzte die Septuaginta den Hoheitstitel „Adonaj“ für JHWH. Sie ergänzte diesen Titel oft mit dem Zusatz Pantokrator („Allherrscher“), um diesen unverwechselbaren einzigen Herrn jenen gegenüberzustellen, die sich ebenfalls als „Herr und Gott“ anreden ließen (etwa die römischen Kaiser Augustus, Nero und Domitian). Auch diesen Sprachgebrauch übernahm das NT (etwa in Lk 10,21). Sonst bezeichnet es JHWH als θεός („Gott“).”

Im Gegensatz zur Zurückhaltung des Prof. Howard legt die WTG “einfach so” und willkürlich fest: DIE NT-AUTOREN HABEN DEN GÖTTLICHEN NAMEN VERWENDET – DAS IST FAKT, UND DAS WISSEN WIR GANZ GENAU”, ja noch mehr: Betreffs der LXX tritt sie eine regelrechte Flucht nach vorn an und spinnt das Märchen von einem “Verbrechen, das im 2. und 3. Jhdt n. Chr. verübt wurde, als böse abtrünnige Abschreiber den JHWH-Gottesnamen aus der LXX entfernen und mit “kýrios” bzw. “theós” ersetzten.”

Eine solche Behauptung muss in die Kategorie “phantastische Verschwörungstheorie” einsortiert werden, denn die Fakten betreffs der LXX – insbesondere betreffs des WTG-“Lieblings”-Papyrus Fouad 266 – vermitteln ein anderes Bild – Großschreibung hier und in allen nachfolgenden Zitaten zur Hervorhebung hinzugefügt: https://de.wikipedia.org/wiki/Papyrus_Fouad_266:

“Papyrus Fouad 266 (Nr. 847, 848, 942 nach Rahlfs) ist die Bezeichnung für eine größere Anzahl von Papyrusfragmenten, die paläographisch auf das 2. oder 1. Jahrhundert v. Chr. datiert werden. Sie enthalten TEILE AUS DEM 1. UND 5. BUCH MOSE in griechischer Sprache. Die Papyri gehören zu den ältesten bekannten Fragmenten biblischer Texte in griechischer Sprache (Septuaginta). …

Auffällig ist, dass das Tetragramm »JHWH« in althebräischen Zeichen im griechischen Text wiedergegeben wird. Der Schreiber des griechischen Textes ließ dafür zunächst eine Lücke, die später durch das Tetragramm ausgefüllt wurde. ES IST UMSTRITTEN, OB DIES DIE URSPRÜNGLICHE PRAXIS IN GRIECHISCHEN HANDSCHRIFTEN ODER BEREITS AUSDRUCK EINER „ARCHAISIERENDEN UND HEBRAISIERENDEN REVISION DER ALTEN ÜBERSETZUNG ANSTELLE VON KYRIOS“ IST.”

Man bemerke:

  1. Dieser Papyrus umfasst nicht das gesamte AT, sondern nur “Teile aus dem 1. und 5. Buch Mose”, was nicht gerade viel ist. Hieraus abzuleiten, es sei “Usus” gewesen, im gr. AT den JHWH-Gottesnamen gebraucht zu haben, ist reine, unbewiesene und unbeweisbare Spekulation. Dies gilt auch für den “Oxyrhynchus Papyrus 3522”, auf den die WTG im Appendix C1 ihrer neuesten “Studienausgabe” der NWÜ verweist und der eine Hiobstelle enthält, in der das Tetragrammaton 2 Mal im griechischen Text erscheint.
  2. Es ist völlig ungesichert, ob die in diesem Papyrus gebotene Form des gr. Textes mit JHWH in paläohebräisch/phönizischen Lettern die frühere/ursprüngliche Version war, oder ob die frühesten Versionen OHNE Tetragrammaton geschrieben wurden.

Letzteres stimmt mit folgender Information auf https://www.bibelpraxis.de/index.php?article.1610 überein:

Als im 3.–2. Jahrhundert vor Christus in der ägyptischen Stadt Alexandrien eine Übersetzung des hebräischen Alten Testaments ins Griechische vorgenommen wurde (die Septuaginta), wurde nicht der hebräische Name JHWH, sondern die stattdessen gesprochene hebräische Bezeichnung Adonaj durch das griechische Wort kyrios (κύριος), das heißt „Herr“, wiedergegeben.

[Fußnote 2: In einigen Handschriften der Septuaginta kommt im griechischen Text der Name JHWH mit hebräischen Buchstaben vor. UNGEKLÄRT IST, OB DIES AUF EINE ANFÄNGLICHE GEWOHNHEIT ODER AUF EINE SPÄTERE, KONSERVATIVE „REVISION“ ZURÜCKGEHT. – Einige hebräische Bibelhandschriften, die man in Qumran am Toten Meer fand, weisen eine ähnlich konservative Haltung auf. Im Unterschied zum übrigen Text, der die übliche hebräische Quadratschrift aufweist, ist der Name JHWH mit althebräischen Buchstaben geschrieben….]”

 

Auch betreffs der “Nach Chever-Zwölfprophetenrolle” gibt es unter https://www.bibel.com/jesus-forum/gottes-name-in-der-septuaginta-t10677.html folgenden Kommentar:

“Meine spontane Einschätzung der Fragmente war, dass diese EINE NACHTRÄGLICHE ABSCHRIFT MIT ERSETZUNG DES NAMENS GOTTES IN ALTHEBRÄISCHE SCHRIFT SEIEN, da diese Schrift seit dem Exil nicht mehr gebräuchlich war und eher auf samaritanische Einflüsse hindeutet. Nach dem Aristeasbrief geschah der ursprüngliche Auftrag der Übersetzung der Thora ja mit dem Segen des damaligen Hohepriesters. Die Bücher der Propheten wurden erst später übersetzt. DIE FRAGMENTE SAGEN ALSO NICHTS ÜBER DIE URSPRÜNGLICHE FORM DER LXX AUS, SONDERN BELEGEN NUR, DASS ES DIESE ABSCHRIFTEN AUCH GAB.”

Der Gräzist Johannes Kovar kommentiert auf https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=2ahUKEwiJ_anikfrdAhVHzVMKHe24BmgQFjAAegQICRAC&url=https%3A%2F%2Fwww.bibelschule.info%2Ffiles%2FJohannes-Kovar—JHWH-im-Neuen-Testament_23777.pdf&usg=AOvVaw0K8jp-bf4SPYT1x3R5fA-k wie folgt:

“Obwohl auch die Kirchenväter Origenes und Hieronymus in ihrer Zeit [Septuaginta-] Bibelabschriften mit JHWH im griechischen Text kannten, muss festgehalten werden, dass es sich dabei um seltene Ausnahmen und ausschließlich jüdisch überlieferte Texte handelt…. Wenn… im NT das AT zitiert wird, fügt die Neue-Welt-Übersetzung den Gottesname „Jehova“ sehr willkürlich in den Text des NT ein, um vorgefasste theologische Konzepte zu stützen. Dies ist aber aus mehreren Gründen nicht zulässig: 1) Keines der über 5400 neutestamentlichen Manuskripte und Fragmente hat im griechischen Text das hebräische Tetragramm stehen. Einige dieser Handschriften werden von den Fachleuten auf das 2. Jh. datiert. Dieses hohe Alter beweist, dass es selbst in frühester Zeit üblich war, das griechische Wort kyrios zu verwenden. Es muss daher als sicher gelten, dass die Schreiber des Neuen Testaments immer kyrios schrieben und nie JHWH. 2) Auch die Bibelzitate bei den ältesten Kirchenschriftstellern spiegeln den gleichen Sachverhalt wider. 3) Die Neue-Welt-Übersetzung ist inkonsequent, wenn sie an manchen Stellen des NT die Einfügung von „Jehova“ ablehnt, obwohl es sich um ein Zitat aus dem AT handelt, wo JHWH steht. So wird in Phil 2,10-11 eindeutig Jes 45,23-24 zitiert (so Elberfelder und Luther)… Ebenso findet sich in 1Pt 3,14-15 ein Zitat aus Jes 8,12-13…”

Als Zusammenfassung der o. a. Fakten und die sich hieraus betreffs der NWÜ-Einpfropfungen des JHWH-Gottesnamens ins NT ergebende Bedeutung siehe https://www.bible-only.org/german/handbuch/Jehova-Name.html:

“1. Es muss gar nicht bestritten werden, dass sich das Tetragramm in alten Ausgaben der Septuaginta finden kann und (etwa in den Fouad-Papyri) auch findet – handelt es sich dabei doch um eine Übersetzung der Hebräischen Bibel, welche selbstverständlich das Tetragramm enthält (vgl. TBLNT I/1977, S. 660).

 

  1. Im Unterschied zur Septuaginta existiert für das griechische Neue Testament unter Tausenden von Papyri nicht ein einziger Handschriften-Fund, in dem das Tetragramm erscheinen würde. Anderslautende Behauptungen sind reine Spekulation.

  2. Ein hebräischer oder aramäischer “Urmatthäus” wurde zwar (auch schon bei Kirchenvätern) immer wieder erwähnt, ist aber als Vorstufe zum griechischen Matthäus-Evangelium nie gefunden worden, auch wenn sich seine frühere Existenz nicht mit Sicherheit ausschließen lässt. Die frühe Notiz bei Papias (zitiert bei: Euseb, hist. eccl. III, 39, 16), dass Matthäus sein Evangelium in “hebraidi dialekto” zusammenstellte (diese Notiz hat viele nachfolgende frühchristliche Autoren, etwa Hieronymus, beeinflusst), kann unterschiedlich gedeutet werden: “in hebräischer (oder eher: aramäischer) Sprache”, möglicherweise aber auch: “in hebräisch-semitischem Stil”. In der theologischen Forschung herrscht heute die Meinung vor, dass das Matthäus-Evangelium von Haus aus griechisch geschrieben sei. Angesichts der schwierigen Forschungslage müssen wir diese Frage offen lassen. Eines freilich steht fest:

Selbst falls es einen hebräischen oder aramäischen “Urmatthäus” gegeben haben sollte, ist damit nicht erwiesen, dass das darin möglicherweise enthaltene Tetragramm sich ursprünglich in der griechischen Ausgabe fand und später durch “kýrios” ersetzt worden sei. Solche Behauptungen sind reine Spekulation, welche die Grenze des Verifizierbaren überschreiten.

  1. Verschiedene Forscher gehen davon aus, dass es sich bei einem von Hieronymus erwähnten aramäischen Evangelium um das apokryphe Nazaräer-Evangelium handelt, aus welchem sich bei verschiedenen Kirchenvätern Fragmente finden. Nach Ansicht von Hennecke/Schneemelcher (I/1987, S. 133) etwa erweist sich das aramäisch verfasste Nazaräer-Evangelium (NE) “durch seinen literarischen Charakter dem kanonischen Mt gegenüber als sekundär; es stellt auch unter form- und traditionsgeschichtlichem wie unter sprachlichem Gesichtspunkt keinen Urmatthäus, sondern eine Weiterbildung des griechischen Matthäus-Evangeliums dar … Terminus a quo ist demnach die Abfassung des Mt, terminus ad quem Hegesippus (180), der als erster die Existenz des NE bezeugt. Es wird in der ersten Hälfte des zweiten Jahrhunderts entstanden sein”. Falls die These von Hennecke/Schneemelcher stimmt, stellt also das Nazaräer-Evangelium eine Rückübersetzung des griechischen Mt ins Aramäische dar und besitzt im Hinblick auf die ursprüngliche Gestalt des Mt keinerlei Beweiskraft.
  2. Keinerlei Beweiskraft hinsichtlich der ursprünglichen Gestalt der neutestamentlichen Schriften besitzen die 28 (weiteren) Rückübersetzungen aus dem Griechischen ins Hebräische oder Aramäische, welche die Wachtturm-Gesellschaft in der “Einführung” ihrer NWÜ (S. 11 f.) anführt. Die älteste stammt aus dem Jahre 1385, die jüngste aus dem Jahre 1986. Wenn hier gelegentlich das Tetragramm in das Neue Testament eingesetzt wird, so handelt es sich lediglich um eine nachträgliche Deutung des den entsprechenden Stellen zugrundeliegenden “theós”- oder “kýrios”-Begriffs durch den jeweiligen Autor. Ähnliches gilt für die “rätsel-, ja sogar sagenhaften, umstrittenen jüdisch-judenchristlichen Rezensenten bzw. Übersetzer Theodotion, Aquila und Symmachus”, die “Textrevisionen” als Gegenreaktion auf die Usurpation der Septuaginta durch das frühe Christentum vornahmen (vgl. M. Hengel, in: Hengel/Schwemer, Die Septuaginta zwischen Judentum und Christentum, 1994, 205 ff.).”

Abschließend kann festgestellt werden: Betreffs der Verwendung welcher auch immer gearteten Variante des JHWH-Gottesnamens in NT kann man geteilter Meinung sein; es ist sicherlich nichts per se “Böses” oder Verurteilungswürdiges, dort, wo das NT eindeutig von Gott dem Vater spricht, sich ein JHWH zu denken oder auch einzusetzen; jedoch zu behaupten, man habe den JHWH-Gottesnamen im NT “wiederhergestellt” ist eine krasse Irreführung und ein Täuschungsmanöver, das vor dem Hintergrund der Obsession der WTG mit der von ihr als “alleinseligmachend” akkreditierten “Jehova”-Transliteration zu sehen ist, welche in einen größeren Rahmen der eigenzweckdienlichen Selbstabgrenzung der WTG von den “unwissenden, bösen Bibelübersetzern der Christenheit” und der Eröffnung eines theologischen Nebenkriegsschauplatzes einzuordnen ist: Nur wer “Jehova” sagt, also die WTG-“politisch korrekte” Variante des Göttlichen Namens verwendet und sich dadurch “öffentlich” der WTG zubekennt, kann laut ihr “gerettet” und “mit ewigem Leben belohnt werden”.

Durch ihre sich selbst auferlegte Fixierung auf die “Jehova”-Transliteration verkennt die WTG die wichtige Tatsache, dass laut Jesu Christi eigener Aussage wahre Christen nicht “um des Namens JHWHs”, sondern um “des Namens Jesu Christi” willen gehaßt und verfolgt werden sollten, Mat 10,22; 24,9 et al. (und dies bezieht sich nicht nur auf von Juden initiierte Verfolgungen).

Interessant ist das der Sanhedrin den Aposteln gebot, nicht mehr “im Namen Jesu zu lehren” (nicht ‘JHWHs’), Apg 4,17.18; 5,40. Die WTG folgt hier dem Beispiel des Sanhedrin in dem sie den Namen Jesu klein redet und im Namen Jehovas bei den Menschen vorspricht.

Die urchristliche Evangelisation handelte nicht “vom Namen JHWHs”, sondern “vom Namen Jesu Christi”, Apg. 8,12.

Die urchristliche Taufe geschah, nicht “im Namen JHWHs”, sondern “im Namen Jesu Christi”, Apg 10,48 laut Westcott & Hort, Tischendorf et al.

Die urchristlichen Evangelisten setzten ihr Leben, nicht für “den Namen JHWHs “, sondern “den Namen Jesu Christi” ein, Apg. 15,26. Laut 1Pet 4,14 wurden die Christen nicht aufgrund des “Namens JHWHs “, sondern “Christi” beschimpft. Siehe auch Joh 20,31; Apg 2,38; 3,6; 4,10.30; 9,27; 10,48; 15,26; 16,18; 26,9; 1Kor 1,10; Phil 2,10.

Durch all ihr Starren auf die “Jehova”-Transliteration und die pseudogelehrten Spiegelfechtereien und Haarspaltereien betreffs der JHWH-Einfügungen ins NT (“Streitfragen, Wortgezänke, Wortstreit, Törichte Streitfragen, Zänkereien, Streitigkeiten”, 1Tim 6,4; 2Tim 2,14; Tit 3,9) siehe wird das, was eigentlich wichtig ist verschleiert und beiseitegeschoben:

Ich hielt nicht dafür, etwas unter euch zu wissen, als nur Jesum Christum und ihn als an den Stauros gebracht”. – 1Kor 2,2

Wir schauen hin auf Jesum, den Anfänger und Vollender des Glaubens, welcher, der Schande nicht achtend, für die vor ihm liegende Freude den Stauros erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.  Denn betrachtet den, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, auf daß ihr nicht ermüdet, indem ihr in euren Seelen ermattet.” – Heb 12,2.3

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Man

Bei all Ihren Schriften und Aussagen ist immer wieder zu erkennen das JHWH Jehova Gott ist , aber auch immer wieder festzustellen daß Jehova die Organisation ist und die Organisation ist Jehova. So ist’s zu verstehen und wer daran zweifelt muß mit Ausschluss rechnen.

Sie beten nicht den Gott der Bibel an . Sie beten sich selbst an. Sie verkündigen oder Predigen nicht den Gott der Bibel und seinen Sohn Jesus Christus sondern Sie Predigen sich selbst. Die Organisation ist Ihr Gott!

Schlimm! aber ein echter Zeuge Versuch ihm das mal klar zu machen.

Na denn………….

StillesWasser

Hallo M.N. ein sehr sehr guter und wichtiger Artikel, dem ich auch fast in jedem Punkt zustimmen kann. Gute Fakten hast du zusammengetragen!!! Und insbesondere das Zitat aus Hebräer 12,2 hat auch mir damals sehr geholfen und hat den Blick auf den Sohn fokussiert, der den Vater überhaupt erst offenbarte. Das Starren auf 4 hebräische Buchstaben bringt einen da nicht voran. VG StillesWasser

Stachelbeere

Vielen Dank für deinen sehr gut recherchierten Artikel, lieber M.N. Das wir als Zeugen Jehovas, Gottes Namen im neuen Testament wiederhergestellt und verkündet haben, war lange Zeit für mich ein Beweis oder auch Beruhigung doch zu Gottes auserwähltem Volk zu gehören. Es unterschied uns von den anderen Christen. Naja, auch dieser Beweis löste sich vor einiger Zeit schon in Asche und Rauch auf und es war damals ernüchternd zu lesen das Gottes Name in alten Fundstücken gar nicht vorkommt und das Aussagen von anderen Wissenschaftlern derart verbogen wurden. Aber es geht nicht nur darum zu wissen wie Gottes Name ist,… Weiterlesen »

Petrus111

Liebe Freunde, der Gottesname bot zu allen Zeiten Anlass zu Auseinandersetzungen, Streit, Kontroverse. Richtig ist wohl, dass Gott der Vater zu alttestamentarischer Zeit sich selbst mit einem „Namen“ offenbarte. Sowohl über Bedeutung als auch über Aussprache des mit den Konsonanten JHWH bezeichneten Namens gibt es keine Einigkeit. Richtig ist wohl auch, dass zu neutestamentarischer Zeit die Aussprache des Gottesnamens aus Gründen, die ich hier nicht weiter ausführen will, nicht üblich war. Im NT kommt der Gottesname nicht vor – wurde aber von JZ an diversen Stellen eingefügt. Warum haben sie das gemacht? Es ist vielfach zielführend, über die Motivation nachzudenken,… Weiterlesen »

Wahrheit

vielen Dank für diesen ausgezeichneten Artikel. gut und mit der (wissenschaftlichen) Wahrheit und dem biblischen Text übereinstimmend, stellt der Artikel die -von der Wachtturm-Gesellschaft auf den Kopf gestellte- “Wahrheit” wieder auf die Füße und seriösen Boden. Es ist das immer gleiche Spiel, was die WTG betreibt: Weil sie im Bereich des “Glaubens” ihre Lügen aufstellen, glauben oder meinen sie, die Beweislastregeln auf den Kopf stellen zu können. Indem sie hanebüchene Behauptungen (klare Lügen) aufstellen, für die es nicht nur keine Beweise gibt, sondern deren Gegenteil bewiesen ist, und hartnäckig bleiben, lasten sie denjenigen die Beweislast auf, die die Wahrheit sagen,… Weiterlesen »

Admin

Vielen Dank für diese Übersicht der Faktenlage. Ich bin immer wieder erstaunt wie ZJ, die sonst nicht auf den Kopf gefallen sind, steif und fest behaupten mit eigenen Augen Kopien von Handschriften gesehen zu haben wo das Tetragramm in alten Handschriften vorkommt. Dass dies aber keine Manusktipte des NT sind, scheinen sie nicht bemerkt zu haben. Dies ist die Folge der gezielten Fehlinformation der WTG. Ein schönes Beispiel einer Filterblase, alles was gegen meinen Standpunkt spricht wird systematisch ausgefiltert, bzw. gar nicht wahrgenommen, da man ja keine weltliche Literatur liest.

ATHALJA

Bist du im Besitz eines allgemeinen Führerscheins (auch Fahrerlaubnis genannt)? Dann weisst du auch wie du dich verhalten solltest. Wenn du „schweres Gerät“ fahren möchtest (z.B. Schiffe, Flugzeuge) benötigst du die entsprechende Fahrerlaubnis. Jedes Fahrzeug hat dessen Charakteristik und erfordert spezielles Handling und befähigte (be)Diener. Der Eigner einer Fahrerlaubnis kann durchaus mit einem Christen – besser Christsein – verglichen werden. Beide haben erhebliche Verantwortung und werden bei versagen entsprechend zur Rechenschaft gezogen. Mein Verständnis von Joh. 14:7 (eines meiner Mastersätze) schaut wie folgt aus. Dieser Mastersatz Jesu‘ ist eine echte „Dreieinigkeit“: Der Weg. Die Wahrheit. Das Leben. Zusammen addiert ergibt… Weiterlesen »

Sylvia Geiser

Lieber Athalja

Vielen Dank für Deinen tiefgründigen Kommentar, der mich überaus angesprochen hat, wie auch die Formulierung des ganzen Textes, einfach grossartig.

Ich hoffe, dass es Dir gut geht und sende liebe Grüsse

Sylvia

RoKo

Ihr Lieben, wie ich das Thema und die Kommentare lesen, habe ich Prediger 3:1-11 im Sinn. Sinngemäß gibt es nach diesen Bibeltext “eine Zeit zum streiten, und eine Zeit sich wieder zu versöhnen”. Eine Zeit seinen eigenen Standpunkt zu vertreten, ggf auch mal im “Wortgefecht” wenn man unterschiedliche Ansichten vertritt, und eine Zeit anderen Rednern ohne Widerspruch zuzustimmen, weil man selbst zweifellos aus eigener Erkenntnis damit einig und konform geht. Weil mir das wichtig erscheint einmal zu benennen schließe ich mich heute Sylvias Kommentar #comment-36504 voll und ganz an. Ich achte sie in Person, schätze und würdige ihre guten Seiten. So will… Weiterlesen »

Tinko00

Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:”Normale Tabelle”; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-qformat:yes; mso-style-parent:””; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:10.0pt; mso-para-margin-left:0cm; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:”Calibri”,”sans-serif”; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-fareast-font-family:”Times New Roman”; mso-fareast-theme-font:minor-fareast; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin;} mal ganz unbedarft…,                                                                                                                                                     ich habe einen Artikel gelesen (vor einiger Zeit) wo man in etwa wie folgt Argumentierte: Unabhängig davon ob das Tetragramm in den, ins griechisch Übersetzten, “hebräischen Schriften” drinsteht oder nicht… galt das Aussprechen des Gottesnamen bei den Juden als Lästerei und wurde mit dem Tode bestraft. Somit war es… Weiterlesen »

ATHALJA

Mit einem Gruss von der Medaille (ihre 2-Seiten) gebe ich zum aktuellen Artikel “Wiederherstellung des Gottesnamen” folgendes wieder: Was meinte Jesus, wenn er gemäss Joh. 17:6,26 sagte “»Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir, du hast sie mir gegeben, und sie haben sich nach deinem Wort gerichtet. Ich habe ihnen deinen Namen offenbart und werde es auch weiterhin tun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, auch in ihnen ist, ja damit ich selbst in ihnen bin.«   Ob Jesus den Namen Gottes (JHWH) wirklich nicht aussprach? Weshalb sonst… Weiterlesen »

stoertebeker

  Lieber M. N.,   danke für den hervorragend recherchierten Aufsatz. Ich schätze ihn sehr! Für mich persönlich ist unter anderem auch dieser Part sehr ermunternd: „Auch die von der WTG als “zusätzliche Stützen” präsentierten “J”-Quellen (“J” = “Jehova”; NT-Versionen, die das Tetragrammaton bzw. eine JHWH-Transliteration verwenden) verleihen dem “JHWH gehört ins NT-Konzept” keinerlei Rückenstärkung, denn es handelt sich hierbei lediglich um die willkürlichen Entscheidungen anderer, unvollkommener und nicht inspirierter MENSCHEN, dass in ALLEN verfügbaren griechischen NT-“Ur”-Texten verwendete κύριος kýrios, “Herr”  bzw. θεός theós, “Gott” durch den hebr. JHWH-Gottesnamen zu substituieren. Diese Tatsachen werden auch nicht dadurch relativiert oder annulliert,… Weiterlesen »

Ulla

Hallo M.N. mei o mei hast du fleißig recherchiert! Das muss ich mir ein drittes und viertes Mal durchlesen, wenn nicht noch öfter! Priiiiima! Danke dir! Ja, du hast das wunderbar rübergebracht, dass mit “Namen” nicht nur eine Folge von Lauten gemeint ist, sondern alles, wofür dieser Name steht! Kann man auch so übertragen, wie es sogar ein kleines Kind verstehen kann, wenn es auf die Frage: “Wie heißt dein Papa?” zB mit “Erich” antwortet. Und auf die nächste Frage, “und wie nennst du ihn?” mit “na, PAPA, wie denn sonst?” Beim Lesen deiner Arbeit kam mir wieder ein kürzlich… Weiterlesen »

ATHALJA

Liebst du die Berge? Liebst du das Meer? Oha – möglicherweise sollte ich eher „magst“ sagen… Schon haben wir ein „Neues Problem“. Das erinnert irgendwie an Jesu‘ Frage an Petrus aus Joh.21:15 – 17: „… liebst du mich… habe dich lieb…“ Eine dreimalige Wiederholung dieser Frage wurde durchgeführt. Ob du nun die Berge liebst/magst oder das Meer, ist eine Sache deines Geschmacks. (Evtl. liebst/magst du ja beides!)   Und wie ist das so mit einer DVD/CD? Wird die nur von einer Seite oder von beiden Seiten beschrieben? Wie auch immer, mir geht es um ein ausgeglichenes Betrachten von Themen: Es… Weiterlesen »

RoKo

Zum Namen Gottes JHWH hat einmal der lutherische Theologe R. Teller aus dem Raum Halle – Leipzig – Merseburg die verschiedenen Namensformen und Aussprachen von JHWH zusammengetragen.

Jahe, Jahve, Jao, Jave, Javoh, Javoh, Jawoh, Jehovah, Jehva, Jevo, Jovah

https://de.wikipedia.org/wiki/Romanus_Teller_(Theologe)

https://de.wikipedia.org/wiki/JHWH

Allen für ein Treffen für eine Ermunterung, ich bin in Gedanken dabei und wünsche Euch natürlich regen Gedankenaustausch, viel Spaß, Freude und Vitamine und reichlich Segen. LG RoKo

Edelmuth

Hallo M.N. Bezüglich der Feststellung, dass Gottes Eigenname nie im NT gestanden hat, kann ich deinem Beitrag zustimmen. Die (unberechtigte) Aussprache dieses hochheiligen Namens außerhalb von Gebeten oder beim Vorlesen der Schriftrollen hätte unter den Israeliten der ersten Jahrhunderte den Tod bedeutet. Es ist auch interessant, dass durch den Jerusalemer Beschluss einige Besonderheiten im Umgang zwischen den Heidenchristen und den Judenchristen festgelegt wurden, aber nicht die Aussprache des Eigennamens Gottes. Dies wäre aber erforderlich gewesen, wenn diese Aussprache, an der sich die Juden so störten, üblich gewesen wäre. Die besondere Schreibweise in den griechischen Schriften, den Anfangsbuchstaben von „Herr“ (griechisch:… Weiterlesen »

Noomi

 
Hallo M.N. Danke für die Abhandlung zu JHWH. Sie ist sehr wertvoll für uns. Auch den Link von Roko zeigt, dass schon lange vor es JZ gab, viele Menschen über den Namen geforscht haben. Auch das Buch von Alexander Schick „Tischendorf und die älteste Bibel der Welt“ ist in diesem Zusammenhang interessant. Herr Schick macht übrigens Bibelausstellungen, die bestätigen, dass der Name im NT mit Kyrios steht.
 
Noch eine kleine Ergänzung:
 
In meiner Lutherbibel von 1617 steht in
Psalm 110:1:
Der HERR sprach zu meinem HErrn….
Lukas 20:42:
Der HERR hat gesagt zu meinem HERRN….
LG Noomi
 

Sarah

Sarah   Was wollte Gott denn mit dem Schreiben des NT vor allem festhalten und bewirken? Sollte es uns nicht vor allem die Frage nach Christus beantworten. Wer ist Jesus und warum ist er zu uns gekommen? Gott will, dass wir uns mit dieser zentralen Frage beschäftigen. Wir sollen uns mit seinem Sohn auseinandersetzen. Ihn als Messias erkennen. Wir sollen das Leben und Wirken seines Sohnes studieren. Durch eben diesen, seinen Sohn kommen wir Gott näher. Wir können durch ihn Gott «sehen». Das ist Gottes Wille. Nicht das grenzenlose Theologisieren um seinen Namen Jehova, wo er nun stehen sollte und… Weiterlesen »

ATHALJA

Dear M.N. why don’t you take a look at these URL’S for additional information… I don’t want to argue with you but things can be seen by different angles. (Für diejenigen, die nicht so gut Englisch beherschen: die angeführten URL’s zeigen das hier vorgetragene Argument (Artikel: Name Gottes) auch aus einer anderen Perspektive). Zu bemerken ist: Für EIN Argument gibt es MEHRERE Gegenargumente! Fakten hin-oder-her … https://www.catholic.org/news/hf/faith/story.php?id=49855 https://www.ewtn.com/library/CURIA/cdwtetragram.pdf Es folgt ein kurzer Auszug aus der zuerst genannten URL; der gesamte Extract ist zu lang um ihn hier zu integrieren. “It was already part of the biblical tradition, the later observes,… Weiterlesen »

Silas

Ich habe ein ganz großes logisches Problem mit der „Wiederherstellung des Gottesnamens“. Die Wachtturm-Gesellschaft lobt immer wieder, wie sehr man der Bibel vertrauen könne, weil diese seit Jahrtausenden unverändert sei und wir alle Texte korrekt vorliegen hätten. Dem stimme ich grundsätzlich zu. Ein allmächtiger, liebender Gott würde nicht zulassen, dass wir ohne grobes eigenes Verschulden einen falschen Bibeltext bekommen. Problem ist hier: Gleichzeitig mit der Behauptung, die Bibel sei vollkommen unverfälscht, propagiert die WTG, der Gottesname sei rausgenommen (und somit der Text doch verfälscht worden). Schlussfolgerung darauf wäre, dass unser allmächtiger Gott zu schwach oder nicht willens war, sein heiliges… Weiterlesen »

freel

Zu dem Argument dass Gott wenn er gewollt hätte sein Name im NT steht das auch dann so gemacht hätte bzw sich verteidigt hätte dass er im NT steht. Das hat er doch dadurch gemacht dass bei den ZJ der Name Gottes im NT steht. Durch die ZJ hat er seinen Namen wieder ins NT gebracht

Fox

Guten Tag, WT-Zitat: “Die Entfernung des Tetragramms führte unserer Ansicht nach zu einer Verwirrung im Verständnis der frühen Heidenchristen über das Verhältnis zwischen ‚Gott, dem Herrn‘, und ‚Christus, dem Herrn‘, wie sich dies in der Hss.-Tradition des NT-Textes widerspiegelt.” Die frühen Heidenchristen bekamen gut vermittelt, worin das Evangelium bestand, nämlich darin, dass niemand ewiges Leben erhalten kann, der nicht den Weg über JESUS CHRISTUS geht! Unser himmlischer Vater zieht den Gläubigen zu Jesus hin – nicht umgekehrt (Joh. 6:40: “Denn dies ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und… Weiterlesen »

Fox

Guten Abend Jule, du fragst, ob Jehovas Zeugen noch was in die Bibel eingefügt haben. Antwort: Ja. Du kannst unter dem Punkt “Glossar”  viele Informationen darüber erhalten. Für mich persönlich ist es besonders krass, dass die NWÜ Jesus als “Hauptvermittler” bezeichnet. Eine wirklich herabsetzende Bezeichnung für unseren Retter und Gesandten unseres himmlischen Vaters zum ewigen Wohl von uns Menschen. Denn wo es einen “Hauptvermittler” gibt ist Platz für andere Vermittler, nicht wahr? Wenn es einen Ministerpräsidenten gibt sind die Minister nicht weit und wo ein Kanzler ist treffen sich Abgeordnete. Aber Christus ist NICHT Hauptvermittler zwischen Gott dem Vater und… Weiterlesen »

Ulla

Hallo M.N.

ich bin dank deines Kommentars (an Jule) heute das erstemal auf das Glossar gestoßen und habe stundenlang von A – Z gelesen….* kopfrauch….

Sag, hast DU das alles geschrieben? Wer bist du? Warst du mal ein ZJ?

Ich hätte da einige Fragen an dich zum Thema “Seele”, “Tod”, “Bewußtsein”, “neue Erde”, “neuer Himmel”. Deine Recherchen zu Pred. 9:5, 10 haben mich fasziniert!

Falls du das nicht hier preisgeben möchtest, ich würde mich über ein Mail von dir freuen. Sehr sogar!

megan.moosbach@gmail.com

Vielen Dank im voraus!

ULLA

M.N.

Ihr Lieben, zur Aktualisierung/Vervollständigung dieses Themas gehört auch noch dieses hier: Die 2018-Neu-“Revision” der NWÜ stellt ihrem George Howard-Lieblingszitat (obwohl sich der gelehrte Herr in aller Deutlichkeit von der WTG distanzierte, aber das kratzt sie nicht) auf S. 1931 folgende Behauptung voran: “Manche Fachleute [welche?] halten es für durchaus wahrscheinlich, dass der Name Gottes in den Christlichen Griechischen Schriften in Zitaten aus den Hebräischen Schriften vorkam. Unter der Überschrift „Tetragramm im Neuen Testament“ heißt es in The Anchor Bible Dictionary: „Es gibt Hinweise darauf, dass im Urtext des NT [Neues Testament] etliche Male oder sogar immer das Tetragramm (der Gottesname… Weiterlesen »

Tuttinchen

Ich kritisiere am Video einige demagogische Aussagen. Grundsätzlich aber stimmen die Aussagen zu den Belegen des Gottesnamen auch in der Septuaginta. Diese Infos kann man abrufen. Das Video einfach als Märchenstunde abzutun, ist schlicht nicht seriös und ebenso demagogisch.