Das Evangelium und Gottes Gnade

Eine analytische Betrachtung des Galaterbriefes bibel-im-ueberblick-gal

 Die biblischen Lehren von Rettung, Gerechtsprechung und Heiligung stehen, was ihre Wichtigkeit für das christliche Leben angeht ganz bestimmt an oberster Stelle. Fehlinterpretationen auf diesem Gebiet haben nicht nur zu falschen Lehrmeinungen geführt, sondern sicherlich auch den christlichen Lebensweg in all seinen Facetten negativ beeinflusst. Der Galaterbrief wirkt solchen falschen Lehren entgegen, indem er uns den Weg zu wahrer christlicher Freiheit und Geistiggesinntsein aufzeigt.

Ein Beitrag von Bruder Silvanus. Wenn der Artikel auch etwas länger ist wie sonst, so lohnt es sich diese wertvolle analytische Betrachtung des Galaterbriefes bis zum Ende zu lesen.

 

Der Beitrag von Apostelgeschichte 15 zum Verständnis des Galaterbriefes

Apostelgeschichte 15 gibt uns einen historischen Einblick in die Umstände unter denen sich Apostel Paulus später veranlasst fühlte seinen Brief an die Galater zu schreiben. So sind wir besser in der Lage zu verstehen, welche Beweggründe die Gegner des Evangeliums hatten und wie die ersten Christen mit solch einer Bewegung die unter ihnen Fuß zu fassen suchte, umgingen.

 Die Kontoverse: Ihre Wurzeln und Früchte (15:1-3)

Schon bevor das Konzil in Jerusalem tagte, war die Christenversammlung in ihrer Gestalt schon weit fortgeschritten. Dennoch hatten die Urchristen zu diesem Zeitpunkt den Heiden das Evangelium noch nicht gepredigt. Erst als Petrus aufgrund einer Vision und eines göttlichen Auftrages (Apg. 11:12), Cornelius und seinem Haushalt das Evangelium predigte, regte sich etwas. Apg. 11:1-3 berichtet uns:

„Die Apostel und die Brüder in Judäa hörten, dass auch die Nichtjuden die Botschaft Gottes angenommen hatten. Als nun Petrus nach Jerusalem zurückkehrte, machten sie ihm Vorwürfe: „Du bist zu Leuten gegangen, die nicht zu unserem Volk gehören! Du hast sogar mit ihnen gegessen!“ “(Gute Nachricht Bibel)

Zunächst sei hier angemerkt, dass Petrus nicht von einer leitenden Körperschaft den Auftrag erhielt, Kornelius zu predigen, ja er informierte nicht einmal die Apostel darüber. Überhaupt wird nirgendwo in der Apostelgeschichte von einer leitenden Körperschaft gesprochen – vielmehr hatte der Geist Christi die Leitung inne.

Das was uns hier an diesem Bericht allerdings mehr interessiert, ist die Tatsache, dass sich sofortiger Widerstand formierte. Nachdem Petrus allerdings von seinen Erfahrungen berichtete, konnte keiner mehr leugnen, dass Gott seine Aufmerksamkeit den Heiden zuwandte. Dennoch rangen sich nur eine Handvoll Christen aus Zypern auf eigene Faust dazu durch, den griechisch sprechenden Heiden die gute Botschaft zu verkündigen. Diese Eigeninitiative hatte den Segen des Herrn zur Folge: „Und Gott wirkte so mächtig durch sie, dass eine große Zahl ´Nichtjuden ihrer Botschaft` glaubte und sich dem Herrn zuwandte. Von dieser Entwicklung erfuhr auch die Gemeinde in Jerusalem, und Barnabas reiste in ihrem Auftrag nach Antiochia…. Hier in Antiochia wurden die Jünger ´des Herrn` zum ersten Mal Christen genannt“(Apg. 11:21, 22,26 NGÜ)

Im späteren Verlauf spielte die Versammlung in Antiochia eine immer wichtigere Rolle: „In der Gemeinde von Antiochia gab es eine Reihe von Propheten und Lehrern: Barnabas … und Saulus. Eines Tages, während die Gemeinde dem Herrn mit Gebet und Fasten diente, sagte der Heilige Geist: »Stellt mir Barnabas und Saulus für die Aufgabe frei, zu der ich sie berufen habe! « Da legte man den beiden nach weiterem Fasten und Beten die Hände auf und ließ sie ziehen.“ (Apg. 13:1-3 NGÜ)

Der Widerstand der Judaisten innerhalb der Versammlung in Jerusalem ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Sie kamen nach Antiochia und begannen die Brüder zu lehren: „»Wenn ihr euch nicht beschneiden lasst«, lehrten sie, »könnt ihr nicht gerettet werden«. Damit stießen sie bei Paulus und Barnabas auf entschiedenen Widerstand, und es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung.“                      (Apg. 15:1,2 NGÜ)

Die Wurzel des Konflikts zwischen Paulus und Barnabas auf der einen Seite und den Judaisten auf der Anderen war eine unterschiedliche Ansicht über die Definition des Evangeliums. Paulus und Barnabas predigten, dass der Glaube an das vergossene Blut Christi allein für die Rettung ausschlaggebend war. Die Judaisten protestierten entschieden: Heiden können nur gerettet werden, wenn sie zum Judentum konvertieren, zusätzlich zu ihrem Glauben an Christus.

Das durch die Judaisten verursachte Problem nahm man sehr erst. Sie verfälschten das Evangelium und verursachten Spaltungen in der Christenversammlung. Welche Entscheidung fällte die Antiochia Versammlung?„Schließlich wurden Paulus und Barnabas zusammen mit einigen ´Christen` aus Antiochia beauftragt, nach Jerusalem zu reisen und den Aposteln und den Ältesten der dortigen Gemeinde diesen Streitfall vorzulegen.“ (Apg. 15:2 NGÜ)

Diese Entscheidung zeugte von Weisheit, wussten sie doch, dass dortige Versammlung in Jerusalem aus den Aposteln und anderen jüdischen Gliedern bestand. Wenn also einmal die Versammlung wo das Problem entstand, in der Lage war es zu lösen, wäre es ein für alle Mal aus der Welt geschafft – so glaubte man.

Um also das Problem zu lösen, mussten zwei Fragen eindeutig geklärt werden. Mussten sich Heiden nur zu Christus bekehren oder auch noch zusätzlich das Judentum annehmen? Die wichtigere Frage war aber: Sind Menschen nur aufgrund ihres Glaubens schon gerettet oder müssen sie zusätzlich noch das mosaische Gesetzt beachten?

Nach heftigen Wortwechseln stand schließlich Petrus auf und sagte: “Liebe Brüder! Ihr wisst doch, dass Gott mir schon vor langer Zeit aufgetragen hat, die rettende Botschaft auch denen zu verkünden, die keine Juden sind, denn auch sie sollen Gott vertrauen. Und Gott, der jedem von uns ins Herz sieht, hat sich zu ihnen bekannt, als er den Nichtjuden genauso wie uns den Heiligen Geist gab. Ja, Gott machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen: Er befreite sie von aller Schuld, als sie an ihn glaubten. Warum wollt ihr jetzt Gott herausfordern und diesen Brüdern eine Last aufbürden, die weder wir noch unsere Vorfahren tragen konnten? Wir glauben, dass wir allein durch die Gnade Jesu, des Herrn, gerettet werden. Dasselbe gilt auch für die Nichtjuden.”(Apg. 15:7-11 HFA)

Interessanterweise ging Apostel Petrus noch einen Schritt weiter. Er bezeichnete die Vorgehensweise der Judaisten nicht lediglich als Irrtum sondern als Sünde. Warum? Er stellte die berechtigte Frage: „Warum wollt ihr jetzt Gott herausfordern…?“

Was hat der Ausdruck „Gott herausfordern“ mit dem Bestehen auf Werken zu tun?                                           Eine Antwort gibt uns der Bericht aus 2. Mose 17:2,7: „Da machten die Israeliten Mose Vorwürfe und forderten: „Gib uns Wasser zum Trinken!“ „Warum macht ihr mir Vorwürfe?“, entgegnete Mose, und warum fordert ihr den Herrn heraus?“ Mose nannte den Ort Massa und Meriba, wegen der Vorwürfe der Israeliten. Sie hatten den Herrn herausgefordert, indem sie fragten: „Ist der Herr bei uns oder nicht?“ (Neues Leben. Die Bibel)

Was taten die ungläubigen Israeliten hier? Sie forderten Gott mit der Frage heraus: „Ist der Herr bei uns oder nicht?“ Anders ausgedrückt: Sie waren solange nicht von der Gegenwart Gottes überzeugt, bis er ihnen ein sichtbares Zeichen in Form von Wasser zu trinken gab. Sie forderten den Herrn heraus, indem sie etwas verlangten, was sie bestimmten und wann sie es wollten – nämlich sofort. Nochmals anders ausgedrückt: Sie setzten Gott unter Zugzwang.

Das Jehova sich das nicht gefallen ließ wurde allerspätestens deutlich als er in 5. Mose 6:16 sagte: „Fordert den Herrn, euren Gott, nicht heraus, wie ihr es bei Massa getan habt.“(Neues Leben. Die Bibel)

Warum konnte also Petrus seine Aussage mit solch einer Entschiedenheit auf die Judaisten anwenden? Die Judaisten verhielten sich genauso wie ihre ungläubigen Vorfahren. Sie wollten, dass sich Heidenchristen an das mosaische Gesetz hielten und ihren Glauben an Gott durch ein sichtbares Zeichen bewiesen – die Beschneidung. Nur durch eine sichtbare Evidenz konnten sie Gottes Segen haben.

Heutzutage können wir einen ähnlichen Unglauben und damit das „Gott auf die Probe stellen“ beobachten. Allerdings tritt dieser Unglaube nicht so deutlich zu Tage, wie das bei den Israeliten der Fall war – was nicht heißen soll, dass es weniger gravierend wäre. In unseren Schriften wird manchmal schon der Gedanke erwähnt, dass ein Christ durch unverdiente Güte gerettet ist, aber gleichzeitig wird immer wieder auf ganz subtile Art und Weise darauf hingewiesen, dass man auch unbedingt etwas tun muss um sich seine Rettung zu verdienen.

Es reicht nicht aus, einen Glauben zu besitzen, der auf der Gnade Gottes aufbaut, nein man benötigt sichtbare Beweise für diesen Glauben – der Einsatz im Predigtwerk, der Besuch der Zusammenkünfte, das strikte Einhalten eines Regelwerks, usw.

Gleichzeitig hat man auch kein Vertrauen in die Brüder. Man argumentiert: Ohne Regeln öffnet sich Tür und Tor für ein sündhaftes Verhalten.

Mit genau diesem Argument griffen auch die damaligen Judaisten Paulus an.

„Wer solchen Gedanken nachhängt, könnte genauso gut sagen: »Je mehr wir sündigen, desto besser! «Wer so redet, wird zu Recht verurteilt; und doch verleumden uns manche, indem sie behaupten, dass wir dies lehren würden!“(Römer 3:8 Neues Leben. Die Bibel)

Paulus war allerdings von der Treue und dem Glauben seiner Mitbrüder voll überzeugt, wenn er später schrieb: „Was bedeutet das nun für uns? Sollen wir etwa weitersündigen, damit Gott Gelegenheit hat, uns seine Barmherzigkeit in ihrer ganzen Größe zu zeigen? Natürlich nicht! Als Christen sind wir für die Sünde tot. Wie könnten wir da noch länger mit ihr leben?“(Römer 6:1,2 HFA)

Aus diesem und anderen Gründen schrieb Apostel Paulus seinen Brief an die Galater. Wenden wir uns daher jetzt dem eigentlichen Galaterbrief zu.

In der Einleitung zum Galaterbrief fällt uns sofort etwas auf. Paulus kommt sofort zur Sache – ohne Umschweife und mit sehr direkten, drastischen Worten: „Ich wundere mich, dass ihr euch so schnell abbringen lasst von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft.“(Vers 6)

Irgendetwas lief bei den Galatern komplett verkehrt und der Apostel sah sich aufgrund seiner Autorität (Vers 1) genötigt, sofort einzugreifen. Das Evangelium welches Paulus predigte und von den Galatern angenommen wurde, war auf einmal von einer anderen Lehre abgelöst worden. Deshalb griff er in seinen weiteren Ausführungen auf harte Worte zurück: „ … nur sind da gewisse Leute, die euch Unruhe bereiten und die gute Botschaft über den Christus verdrehen wollen. Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.“ (Verse 7-9)

Paulus war sich sicher, dass diejenigen die Unruhe in die Versammlung brachten dies ganz bewusst und mit voller Absicht taten. Das war auch der Grund warum er gleich zwei Mal einen Fluch über diese Personen aussprach.

Das Verwünschen dieser falschen Lehrer hat weder etwas mit einem Gefühlsausbruch des Paulus zu tun, noch spiegelte es seine persönliche Meinung wieder. Daher ist es auch heute angebracht, erst mal „vor der eigenen Haustür zu kehren“, bevor man anfängt diesen Text auf andere Religionen anzuwenden.

Offensichtlich gingen die Judaisten jetzt dazu über, Paulus direkt anzuklagen, indem sie ihn beschuldigten, „Menschen gefallen zu wollen“: „Versuche ich jetzt tatsächlich, Menschen zu überreden oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, wäre ich nicht Christi Sklave.“(Vers 10)

Der Apostel brauchte nur auf seine ihm von Gott gegebene Autorität verweisen um ihre Argumente zu entkräften: „Denn ich bringe euch zur Kenntnis, Brüder, dass die gute Botschaft, die von mir als gute Botschaft verkündigt worden ist, kein Menschenwerk ist; denn ich habe sie weder von einem Menschen empfangen, noch bin ich [darüber], außer durch Offenbarung Jesu Christi, belehrt worden. Als aber Gott, der mich vom Schoß meiner Mutter an absonderte und [mich] durch seine unverdiente Güte berief, es für gut erachtete, seinen Sohn in Verbindung mit mir zu offenbaren…“(Verse 11,12,15,16)

Warum also die Anschuldigung „Menschen gefallen zu wollen“? Die Judaisten waren weiterhin von ihren irrigen Ansichten überzeugt. Sie glaubten nicht, dass es möglich wäre, die Anerkennung Gottes nur aufgrund von Gnade zu erlangen. Wenn Paulus jetzt dieses „einfache“ Evangelium predigte, waren sie davon überzeugt, er würde dies nur tun, um „Menschen zu gefallen“.

Ab Kapitel 3 geht Paulus wiederum auf das eigentliche Problem der Galater ein: „O unverständige Galater, wer ist es, der euch unter einen üblen Einfluss gebracht hat, [euch,] denen Jesus Christus öffentlich als an den Pfahl gebracht vor Augen gemalt worden ist?“

Im ersten Moment könnte man der Ansicht verfallen, dass Paulus ruhig etwas weniger hart mit den Galatern umgehen sollte. Hier muss man sich allerdings die Frage stellen, warum Paulus sie als „unverständig“ bezeichnete. War es, weil sie sich durch eine geringe Intelligenz auszeichneten, es ihnen an „grauer Materie“ fehlte? Nein. Das griechische Wort „anoētoi“ ist ein Antonym von Weisheit. Es handelte sich also bei diesem „Unverständnis“ um ein bewusstes Leugnen des paulinischen Evangeliums. Deshalb anschließend auch die Frage: „Wer hat euch unter einen üblen Einfluss gebracht?“

Der Begriff „baskainó“ „übler Einfluss“ ist in der Neuen-Welt Übersetzung leider kaum aussagekräftig genug wiedergegeben worden. In der Kingdom Interlinear wird er mit „bewitched“ also „verzaubert“ wiedergegeben. Das trifft den Gedanken Pauli besser. Die Judaisten gebrauchten offensichtlich ganz perfide Lehrmethoden, mit denen sie den gesunden Menschenverstand der Galater ausschalteten und sie sozusagen mit einem „Bann“ belegen konnten. Aufgrund dessen wurde ihnen die Lehre des Paulus „Jesus Christus an den Pfahl gebracht“ einfach viel zu einfach, ja nahezu primitiv.

Auch heute werden viele von hochkomplizierten Wachtturm-Artikeln regelrecht „verzaubert“. Man bezeichnet das als „geistig feste Speise“ und als „ein erweitertes Verständnis“.

In Wirklichkeit wird mit solchen Themen aber der Hausverstand ausgeschaltet; man erkennt einfach nicht, dass diese Artikel der wirklichen biblischen Lehre den Boden entziehen, von den einfachen Wahrheiten über den Christus ablenken oder sie nicht einmal erwähnen.

Genau solche Personen sind dann auch immer die Ersten, die sich von sogenannten „Dienstvorrechten“ magisch angezogen fühlen und sie sofort bereitwillig und mit höchster Einsatzbereitschaft ausführen.

Apostel Paulus hingegen bediente sich nicht solcher Methoden. Er bezeichnete seine Lehren als „öffentlich vor Augen gemalt“, ein Begriff, der in der damaligen Alltagssprache gang und gäbe war und ein öffentliches Bekanntgeben einer wichtigen Angelegenheit beschrieb.

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Paulus predigte „Christus als an den Pfahl gebracht“; nicht als den „größten Menschen, der je lebte“ oder „Jesus, unser Vorbild“. (vergleiche 1. Korinther 1:18; 2:2; 15:3) Das war für die Judaisten der damaligen Zeit ein Stein des Anstoßes und für die Griechen eine Beleidigung.

Auch unseren heutigen „Judaisten“ bereitet es eine ganze Menge Kopfschmerzen, wenn jemand auf einmal anfängt, nur noch über Jesus zu sprechen oder es sogar wagt, Menschen von der Organisation weg – und zu Christus hinzuführen.

Dabei wird gern von unseren „Judaisten“ das Beispiel Abrahams „vergessen“. Genau dieses wird jetzt von Paulus aufgegriffen: „So wie Abraham „Glauben in Jehova setzte, und es wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet“. Sicherlich erkennt ihr, dass die, die am Glauben festhalten, die Söhne Abrahams sind. Somit werden die, die am Glauben festhalten, zusammen mit dem glaubenstreuen Abraham gesegnet. Dass übrigens durch Gesetz niemand bei Gott gerechtgesprochen wird, ist offenkundig, denn „der Gerechte wird zufolge des Glaubens leben“(Verse 6, 7, 9,11)

Abraham wird immer glorifiziert und als Beispiel hergenommen, wenn es darum geht auf subtile Weise Einfluss auf unsere persönlichen Entscheidungen zu nehmen. Wenn aber das eigentliche Thema der Bibel (in Bezug auf unsere Rettung) nämlich die „Rechtfertigung durch Glauben“ angesprochen wird, macht man einen großen Bogen um unseren Vater des Glaubens.

Paulus geht jetzt sogar noch einen Schritt weiter und bindet in diese Thematik auch noch Jesus Christus ein. Vers 16: „Nun wurden die Verheißungen Abraham und seinem Samen zugesagt. Es heißt nicht: „Und den Samen“ wie im Fall vieler solcher, sondern wie im Fall eines einzigen: „Und deinem Samen“, welcher Christus ist.“

Anstatt zu akzeptieren, dass Paulus von „deinem Samen“ sprach und dies explizit und ausschließlich allein auf Christus anwandte, geht man hin und interpretiert in die Bibel einen imaginären „sekundären Samen“ hinein, den man auf seine Mitregenten anwendet. Um diesen Standpunkt zu untermauern, greift man zu einem recht abstrusen Vergleich: „Sollte der ‘Same der Frau’ nur aus einer einzigen bedeutenden Person bestehen? Wie ist es denn bei dem Samen Satans? Die Bibel zeigt, dass Satans Same eine Menge böser Engel und auch Menschen, die Gott entehren, umfasst. Daher sollte es uns nicht überraschen zu erfahren, dass Gott vorhat, aus den Menschen 144 000 Bewahrer der Lauterkeit auszuwählen und sie zu priesterlichen Mitregenten Jesu Christi, des messianischen Samens, zu machen. … Sie werden sekundäre Glieder des Samens, während Christus Jesus das Hauptglied des Samens ist…“ (Offenbarungs – Buch S.12 Abs.13,14)

Anfangend mit Kapitel 4 geht Paulus nun auf einen wichtigen Aspekt der Freiheit ein – nämlich die daraus resultierende Verantwortung: „Nun sage ich, dass der Erbe, solange er unmündig ist, sich überhaupt nicht von einem Sklaven unterscheidet, obwohl er Herr aller Dinge ist, sondern er steht unter dazu Beauftragten und unter Verwaltern bis zu dem Tag, den sein Vater im Voraus bestimmt hat. Ebenso auch wir, als wir Unmündige waren, waren wir den elementaren Dingen, die zur Welt gehören, beständig versklavt.“(Verse 1-3)

Hier greift Paulus auf ein Beispiel zurück, dass den meisten damals aus der römischen Gesetzgebung geläufig war. Bis zu einem Alter von 14 Jahren stand ein heranwachsender Erbe unter einem Erzieher und dann bis zu seinem 25. Lebensjahr befand er sich unter einem Verwalter. Für einen Heranwachsenden mag es sehr frustrierend gewesen sein, zu wissen, dass er zu einem bestimmten Zeitpunkt sein Erbe antreten durfte aber er jetzt keinen Zugriff auf seinen zukünftigen Besitz hatte. Er war seinem Erzieher oder Verwalter sozusagen „versklavt“, weil man ihm jegliche Entscheidungsgewalt abnahm.

Nun zeigt Paulus die Anwendung seines Beispiels: „Doch als die Zeit dafür gekommen war, sandte Gott seinen Sohn. Er wurde ´als Mensch` von einer Frau geboren und war dem Gesetz unterstellt. Auf diese Weise wollte Gott die freikaufen, die dem Gesetz unterstanden; wir sollten in alle Rechte von Söhnen und Töchtern Gottes eingesetzt werden. Weil ihr nun also seine Söhne und Töchter seid, hat Gott den Geist seines Sohnes in eure Herzen gesandt, den Geist, der ´in uns betet und` „Abba, Vater!“ ruft. Daran zeigt sich, dass du kein Sklave mehr bist, sondern ein Sohn. Wenn du aber ein Sohn bist, bist du auch ein Erbe; Gott selbst hat dich dazu bestimmt.“(Verse 4-7; NGÜ)

Eine bessere Freiheit hätte es gar nicht geben können – keine „Versklavung“ mehr durch das Gesetz, sondern die „Sohnschaft“ mit Gott.

Allerdings ging mit diesem geänderten Status auch noch etwas anderes einher – größere Verantwortung. Es gab jetzt auf einmal keinen Erzieher und Verwalter mehr, der für einen die Entscheidungen treffen konnte und dafür auch gerade stand.

Damit hatte man dann doch nicht gerechnet; und dann kamen die Judaisten daher und versprachen ihnen „Erleichterung“. Sie mussten einfach nur wieder in die Barrieren des Gesetzes zurückkehren – schon waren sie von der Last der Verantwortung befreit und konnten sich trotzdem weiterhin eines „sohnschaftlichen Verhältnisses“ mit Gott erfreuen.

Der Apostel begegnet jetzt dieser Problematik: „Jetzt aber, da ihr Gott kennengelernt habt, oder vielmehr jetzt, da ihr von Gott erkannt worden seid, wie kommt es, dass ihr wieder zu den schwachen und armseligen elementaren Dingen zurückkehrt und wieder deren Sklaven sein wollt?  Ihr beobachtet peinlich genau Tage und Monate und Zeitabschnitte und Jahre. Ich fürchte für euch, dass ich mich euretwegen irgendwie zwecklos abgemüht habe.“(Verse 9-11)

Last uns kurz bei den „schwachen und armseligen elementaren Dingen“ bleiben. Elementare Dinge werden in der Bibel immer in einem negativen Zusammenhang gebraucht. Hier zum Beispiel bringt der Apostel sie mit dem Regelwerk des mosaischen Gesetzes in Verbindung. Wenn Paulus heute seinen Galaterbrief geschrieben hätte, würde dieser Vers vielleicht lauten: „Ihr achtet peinlich darauf, euren Predigtdienstbericht genau auszufüllen und macht euch überflüssige Gedanken um die Kleiderordnung.“

Überhaupt scheinen heute die „schwachen und armseligen elementaren Dinge“ zu überwiegen. Das fängt schon damit an, wenn man mit jemandem die „Bibel studiert“. Es wird Wert darauf gelegt, dass solche Menschen zur Organisation und ihrem Regelwerk geführt werden, statt zu Christus. Falls dann doch ein Interessierter auf die Idee kommen sollte, der Bibel zu viel Aufmerksamkeit zu schenken, wird er unmissverständlich darauf aufmerksam gemacht, dass er nur mit der „Muttermilch“ der Organisation die richtigen Fortschritte machen kann. Wie sollen solche Personen jemals in den Genuss der Freiheit des Christus kommen, wenn sie ihre vorherigen „armseligen elementaren Dinge“ lediglich gegen Neue tauschen?

Werden sie jemals in der Lage sein, eigenverantwortlich zu handeln? Nein, wie denn auch. Sie sind so „geschult“ worden, dass man für sie das Denken übernimmt. Genau das ist mittlerweile zu einem regelrechten Muster geworden. Wenn irgendetwas nicht funktioniert sagt man: „Der „Sklave“ wird das schon verantworten.“ Nur das Dumme ist: Der „Sklave“ sieht sich nicht in der Pflicht. Auf einmal gibt es sogar das Gewissen; und das haben unsere lieben Brüder falsch eingesetzt und deswegen müssen sie jetzt leiden.

Um den Unterschied zwischen der christlichen Freiheit und der Werksgerechtigkeit herauszustellen wird Paulus jetzt noch deutlicher: „Sagt mir, ihr, die ihr unter Gesetz sein wollt: Hört ihr das GESETZ nicht? Zum Beispiel steht geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Magd und einen von der Freien; aber der von der Magd wurde in Wirklichkeit nach der Weise des Fleisches geboren, der andere, von der Freien, durch eine Verheißung.“ (Verse 21-23)

Paulus gibt hier einen kurzen Abriss des Berichts aus der Genesis in den Kapiteln 16-21. Wichtig in diesem Kontext ist für uns, zu erkennen, dass Paulus diese Begebenheit unter den Begriff „GESETZ“ einreiht, und zwar deshalb, weil es nicht nur um den Buchstaben des Gesetzes geht sondern die ganze Lebensweise die damit verbunden ist.

Dann kommt er auf die Anwendung zu sprechen: „Diese Dinge sind ein symbolisches Drama; denn diese [Frauen] bedeuten zwei Bündnisse, das eine vom Berg Sịnai, welches Kinder zur Sklaverei hervorbringt, und das ist Hạgar. Diese Hạgar nun bedeutet [den] Sịnai, einen Berg in Arabien, und sie entspricht dem heutigen Jerusalem, denn sie ist mit ihren Kindern in Sklaverei. Das Jerusalem droben dagegen ist frei, und es ist unsere Mutter.“ (Verse 24-26)

Paulus lenkt hier die Aufmerksamkeit seiner Leser auf Ähnlichkeiten in ihren Umständen und denen des biblischen Berichts. Des Weiteren hebt er den großen Kontrast zwischen Sklaverei und Freiheit hervor.

Was uns noch auffällt ist die Tatsache, dass Paulus hier nur in untergeordneter Weise von Abraham sprach – er hob vielmehr die zwei Frauen hervor. Warum?

Die Judaisten der damaligen Zeit waren stolz darauf, sich Söhne Abrahams nennen zu dürfen. Das stellte Paulus auch nie in Frage. Hier in seiner Erörterung geht es aber um eine ganz andere Sachlage: Die Judaisten hatten zwar Abraham zum Vater aber nicht Sara zur Mutter. Sie hatten also den richtigen Vater aber die falsche Mutter. Das bewiesen sie durch ihre Lehr – und Handlungsweise. Sie waren in Wirklichkeit Kinder der Hagar – versklavt in ihrer eigenen Gerechtigkeit durch Werke. Nur diejenigen, die zu Gott durch Glauben an seinen Sohn gelangten, konnten wirklich als Söhne Abrahams durch Sara bezeichnet werden – und damit auch erbberechtigt: „Wir nun, Brüder, sind Kinder, die zu der Verheißung gehören, ebenso wie es Isaak war.“(Vers 28)

Als nächstes stellt der Apostel die Konsequenzen für die „Erben der Verheißung“ heraus: „Aber so, wie damals der nach der Weise des Fleisches Geborene den nach der Weise des Geistes Geborenen zu verfolgen begann, so auch jetzt.“(Vers 29)

Die Judaisten verfolgten die Galaterchristen dadurch, dass sie von ihnen verlangten nach den Regeln des Gesetztes zu leben und das als eine Priorität und Vorrecht anzusehen.

Aber Paulus präsentiert uns auch das Endergebnis: „Doch was sagt die Schrift? „Treib die Magd und ihren Sohn hinaus, denn der Sohn der Magd soll keinesfalls Erbe sein mit dem Sohn der Freien.“ Deshalb, Brüder, sind wir nicht Kinder einer Magd, sondern der Freien.“(Verse 30,31)

Auch heute besteht immer noch der schon langanhaltende Konflikt zwischen den „nach der Weise des Fleisches geborenen“ und den „nach der Weise des Geistes geborenen. Man kann sogar ohne zu übertreiben sagen, dass sich diese Spannungen noch verschärft haben.

Lasst uns einmal kurz in die damalige Situation hineinversetzten. Gemäß dem Bericht aus Genesis Kapitel 21 veranstaltete Abraham als Isaak entwöhnt wurde ein großes Festmahl. (Vers 8)

Isaak mag damals wohl so 3 bis 5 Jahre alt gewesen sein. Ismael wäre dann zu dieser Zeit ca. 17-19 Jahre alt gewesen. (vergleiche 1.Mose 16:16 mit 21:5)

„Und Sara bemerkte immer wieder, wie der Sohn Hagars, der Ägypterin, den sie Abraham geboren hatte, spottlachte“(Vers 9)

Das hebräische Wort zacháq welches in der Regel mit „lachen“ wiedergegeben wird kann aber auch einen beleidigenden Beiklang haben. Daher wird es hier in diesem Zusammenhang richtigerweise mit „Scherz treiben“ oder „scherzen“ und „seinen Mutwillen treiben“ wiedergegeben.

Gemäß gewissen Targumen und auch nach der Peschitta sind Ismaels Äußerungen aus 1. Mose 21:9 als „Verspottung“ aufzufassen. Bezüglich zacháq sagte Cook in seinem Commentary: „Wahrscheinlich bedeutet es in diesem Text, wie allgemein angenommen, ‚spottlachen‘. Wie Abraham in Erwartung Isaaks vor Freude lachte und Sara ungläubig lachte, so lachte Ismael höhnisch, wahrscheinlich belästigend und tyrannisch.“ (Einsichtenbuch Band 1 S. 1232)

Sara reagierte auf diesen Spott sehr energisch: „Da begann sie zu Abraham zu sagen: „Treib diese Sklavin und ihren Sohn hinaus, denn der Sohn dieser Sklavin wird nicht Erbe sein mit meinem Sohn, mit Isaak!“ (Vers 10)

Falls damals Isaak wirklich schon 5 Jahre alt gewesen sein sollte, mussten ihm die Anfeindungen des wesentlich älteren Ismael übermächtig vorgekommen sein. Apostel Paulus bezeichnete diese Handlungsweise als „Verfolgung“.

Der heutige „übermächtige Ismael“ verfolgt ebenfalls die wahren Erben Abrahams, nur mit dem Unterschied, dass er sich einer ganzen Organisationsstruktur und eines perfiden, ausgeklügelten Systems bedienen kann um jeglichen Versuch, die christliche Freiheit zu leben, tyrannisch zu unterdrücken.

Bezeichnenderweise wird in den Wachtturm Publikationen meistens nur Galater 4:26 hervorgehoben: „Das Jerusalem droben dagegen ist frei, und es ist unsere Mutter.“

Über viele Jahrzehnte hinweg wird in diesen Text etwas hineininterpretiert, was dort gar nicht steht; nämlich das es sich bei dem „Jerusalem droben“ um „Jehovas Organisation“ handelt. Der Zusammenhang lässt deutlich erkennen, dass es überhaupt nicht Pauli Absicht war, zu erklären, um WEN es sich bei diesem „Jerusalem droben“ handelt. Nein, Paulus wollte damit veranschaulichen, WAS es ist oder wofür es steht: Unsere christliche Freiheit.

Die bewusste Fehlinterpretation dieses und anderer Texte ist nur ein probates Mittel um eine biblisch nicht gestattete Machtposition aufrecht zu erhalten und um ihre Mitglieder weiterhin in ihrem Bann zu halten und zu „verzaubern“.

 

Jetzt kommt Paulus wohl zu einem der Höhepunkte in seinem Galaterbrief. Wir lesen weiter in 5:1:   „So steht nun fest in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasst euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen!“

Bestimmt eine schöne Zusammenfassung der Kapitel 3 und 4, wo Paulus anschaulich den Unterschied zwischen dem mosaischen Gesetz und der Rettung aufgrund von Gnade erklärt. Paulus ermahnt hier die Gläubigen, an ihrer neugewonnenen Freiheit festzuhalten. Sie wurden durch den Tod Christi aus der Sklaverei der Sünde befreit – jetzt sollten sie das eben abgeschüttelte Joch nicht durch ein anderes (das Einhalten des mosaischen Gesetzes) ersetzen. Paulus erteilt hier also eine wichtige Lektion: Das sich Abwenden von der christlichen Freiheit bedeutet immer ein Joch der Sklaverei. Entweder man bleibt in der Freiheit des Christus oder man wird wieder versklavt.

Um diesen Punkt zu betonen, fährt er mit folgenden Worten fort: „Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden lasst, wird euch Christus nichts nützen. 3 Ich bezeuge nochmals jedem Menschen, der sich beschneiden lässt, dass er verpflichtet ist, das ganze Gesetz zu halten. 4 Ihr seid losgetrennt von Christus, die ihr durchs Gesetz gerecht werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen! 5 Wir aber erwarten im Geist aus Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit; 6 denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist.“ (Verse 2-6)

 

 

 

 

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Johannes Wittop

Bin auch ein geschädigter der Wachtturm – Christen.Bin aber auch Dankbar dass ich durch den tiefen Fall einer Liebesbeziehung zum Herrn Jesus gefunden habe.Der Vergleich mit den Galatarchristen ist bestimmt schmerzlich für sie,wenn sie es erkennen.Danke auch für die neuen Erkenntnisse im Betrag vom 7Febr.2014 Gottes Segen wünscht Euch der Johannes.

Das Evangelium und Gottes Gnade |

[…] Teil 1 unter diesen Link: https://www.bruderinfo-aktuell.org/index.php/das-evangelium-und-gottes-gnade/ […]

BenKenobi

Es heißt nicht: „Und den Samen“ wie im Fall vieler solcher, sondern wie im Fall eines einzigen: „Und deinem Samen“, welcher Christus ist.“
Der Segen für alle Nationen kommt nicht durch rituelle Zugehörigkeit zum Volk Israel (Beschneidungsfrage), er kommt auch nicht durch einen “sekundären Samen geistiger Israeliten” und dem einhalten ihrer Riten (Predigtdienstbericht, braver steter Versammlungsbesuch etc.) sondern nur durch Glauben an den einzigen Samen Abrahams! Paulus sagt es im Galaterbrief ganz deutlich.
Danke für diese schöne Erläuterung an Bruder Silvanus! (Freue mich auf den 2. Teil :))

Matthäus

Bin erst jetzt dazu gekommen diesen sehr guten Vortrag zu lesen – danke dafür! Heute habe ich ein Zitat gefunden wo ZJ sich selbst das Zeugnis ausstellen ein Teil von Babylon der Grossen zu sein. Um so mehr ein Grund, auf Distanz zur WTG zu gehen. Zum Gedanken “Zeugen für Jesus” zu sein, hier ein Zitat aus dem bekannten Buch “Was lehrt Gottes Wort wirklich?” Wer oder was ist „Babylon die Große“? DAS Bibelbuch Offenbarung enthält Ausdrücke, die nicht buchstäblich aufzufassen sind … Aber was stellt diese symbolische Hure dar? … Um was für eine Art Reich handelt es sich?… Weiterlesen »