Bist Du noch im Käfig?

Von Alice Cheshire. Übersetzung aus dem englischen von Hubert

Dieser Artikel wurde von einer ehemaligen Zeugin Jehovas geschrieben, die sich von der Organisation langsam entfernt hat, ohne gemieden zu werden. Sie hat das Pseudonym Alice Cheshire für diesen Artikel angenommen, um Auswirkungen mit ihren ZJ-Verwandten zu vermeiden und arbeitet als professionelle Trainerin unter einem anderen Namen.

Aufgewachsen in der Welt der Zeugen Jehovas, hatte ich mich, vor allem als Frau, an Grenzen und Schranken gewöhnt, auch daran, dass einem gesagt wird, was NICHT okay ist. Von vorehelichem Sex, über Freundschaften in der Welt, bis zu höherer Bildung, hat man als Zeuge Jehovas auf eine ständig wachsende Verbotsliste zu achten.

Und für eine Frau schließt diese Liste noch weitere spezielle Einschränkungen ein:

Es ist verpönt, an sich selbst zu denken oder eine eigene Karriere aufzubauen. Frauen werden dabei von der Organisation, in den Möglichkeiten der eigenen persönlichen Entwicklung, extrem eingeschränkt. Im Idealfall würde die Entscheidung, eine so streng kontrollierte Religion oder Sekte zu verlassen, einen neuen Lebensanfang, ein Leben der freien Wahl und Erfüllung von Träumen bedeuten. Doch allzu oft bleibt unsere Psyche nach so einer Entscheidung weiter in Gefangenschaft, obwohl wir selbst physisch frei sind.

Ich habe mich vor über einem Jahrzehnt dazu entschlossen, die Organisation der ZJs zu verlassen, doch muss ich zugeben, dass meine Gedanken noch lange durch die 25-jährige Gedankenkontrolle beeinflusst wurden.

Nach meinem Weggang habe ich mir eine erfolgreiche Karriere aufgebaut, neue Freundschaften geknüpft und mein Leben mit neuen Erfahrungen gefüllt. Und doch verteidigte ich die Organisation jahrelang gegen Kritik und weigerte mich, aus einer deplatzierten historischen Loyalität heraus, das Wort “Sekte” zu benutzen. Viele Jahre machten mich Schuldgefühle, ein geringes Selbstwertgefühl, der Mangel an Zielsetzung, Führung und ein langsam wachsender Zorn, der sich einmal nach einigen Gläsern Wein in einem Wutausbruch entlud, kaputt.

Es fiel mir schwer, jemandem zu vertrauen, denn tief im Inneren glaubte ich, nicht würdig zu sein, geliebt zu werden. Sicherlich würde jeder, den ich mochte, mich sowieso beim ersten Anzeichen von Schwierigkeiten verlassen und sich einfach auf und davon machen. Ich fand es schwer, etwas Neues auszuprobieren, etwas zu wagen und zu riskieren, denn seit vielen Jahren erlaubte ich mir nicht, einen falschen Schritt zu machen oder weniger als perfekt zu sein, aus Angst, alles zu verlieren.

Und vielleicht war das Allerschlimmste, dass es niemanden in meinem Leben gab, der mich wirklich verstand. Die professionellen Therapeuten, die ich konsultierte, waren hochqualifiziert, aber mir fehlten die Worte, ihnen verständlich zu machen, wie leer oder allein ich mich fühlte und wie sehr sich, nach dem Verlassen der Gemeinschaft, das „Gemiedenwerden”  –  gleichermaßen von Freunden und der Familie – auf mich auswirkte.

Meine lieben neuen Freunde haben sich zwar sehr bemüht, mich zu unterstützen, aber was sollten sie sagen, als ich ihnen erklärte, dass meine Eltern mich lieber sterben lassen würden, als eine Bluttransfusion zuzulassen, um die Interpretation eines alten biblischen Gesetzes nicht zu brechen. Wie sollten meine neuen Freunde auf ein so rückständiges Denken und eine so eklatante Verletzung der elterlichen Liebe und Verantwortung reagieren? Sie konnten diese Situation einfach nicht nachvollziehen.

Irgendwann, in einem Sog von Alkohol, Selbstzweifeln und Schuld, haben mich die Folgen der Leugnung schließlich eingeholt. Ich war am Ende. Der Schock, den ein  erzwungener Aufenthalt im Krankenhaus verursacht hatte, ließ mich schließlich mein  ganzes Leben neu bewerten. Ich erkannte, dass ich weit davon entfernt war, von der Organisation frei zu sein. Ich war immer noch gefangen. Aber es war eine von mir selbst produzierte Gefangenschaft, fabriziert in meinem Kopf.

Ich bin keineswegs allein damit. Menschen, die streng reglementierte Religionen, wie die der Zeugen Jehovas verlassen, leiden wegen vieler der folgenden Aspekte:

▪ Geringes Selbstwertgefühl & ein Gefühl der Wertlosigkeit
▪ Lähmende Schuldgefühle
▪ Fehlende Zielsetzung und Unfähigkeit die Zukunft zu planen
▪ Depression & Selbstmordgedanken
▪ Drogen – und Alkoholmissbrauch
▪ Kontrollierte und missbrauchende Beziehungen
▪ Finanzielle Misswirtschaft

Wenn Du aufhörst, das Leben eines typischen ZJs zu betrachten und den Fokus auf die emotionalen Auswirkungen des Befreiungsaktes richtest, ist es tatsächlich leicht zu erkennen, wie sich so etwas entwickeln kann.

Wenn Du, wie die Zeugen Jehovas im allgemeinen, wirklich glaubst, dass die einzige Lösung für die Probleme der Menschheit in Gottes Eingreifen liegt, wird verständlich, wie sehr Aussteiger mit einer mangelnden Zielorientierung, der Schwierigkeit, irgendeine andere Zukunft zu sehen und mit einem Mangel an Glauben, an ihre eigenen Fähigkeiten, Veränderungen zu bewirken, allein gelassen sind.

Wenn du wirklich glaubst, dass Du, wenn Du den Sklaven kritisierst, gegen Gott sündigst und ein feuriges Ende in Harmagedon auf Dich wartet, wird deutlich, wieviel Angst Abgänger haben müssen, Neues zu wagen, Risiken einzugehen, Fehler zu machen und nicht perfekt zu sein.

Und wenn Du weißt, dass diejenigen, die Dir am Nächsten stehen, Deinen Tod erlauben würden, sich beim ersten Anzeichen einer Sünde von Dir abwenden und die Gedanken und Wünsche von 7 selbsternannten „Vertretern Gottes“ in New York oder jetzt in Warwick, über die Gefühle ihres eigenen Kindes setzen, ist es nur nachvollziehbar, dass daraus geringes Selbstwertgefühl und Gefühle von Wertlosigkeit entstehen können.

Wenn Du noch irgendetwas davon in Dir fühlst, ist dies kein Zeichen von Schwäche. Du reagierst lediglich auf die langjährige Gedankenkontrolle, Indoktrination und das Verbot, den eigenen Gefühlen und Gedanken Priorität zu geben oder Angst und Zweifel äußern zu dürfen.

Denk daran, dass Du trauerst. Du trauerst um den Verlust einer früheren Lebensweise, den Verlust einer Glaubensstruktur, den Verlust eines versprochenen zukünftigen Paradieses und oft trauerst Du wegen dem Verlust von Freunden und Familiengliedern gleichermaßen.

Aber Du KANNST das hinter Dir lassen. Egal, in welcher Zeit des Lebens Du der Organisation entkommen bist, Du kannst es schaffen, diese negativen Gedanken und die Selbstzweifel abzuschütteln, und Du kannst es schaffen, ein neues erfülltes, freudiges Leben zu leben.

Das bringt uns zurück zu mir. Ich saß in einem Krankenhausbett, mit der dämmernden Erkenntnis, dass ich die Organisation niemals wirklich verlassen hatte. Aber in diesem Moment hatte ich die Wahl. Ich könnte in meinem Gefängnis gefangen bleiben und ihnen erlauben, mir noch weitere wertvollere Jahre zu stehlen. Oder ich könnte endlich das tun, was ich glaubte, schon seit geraumer Zeit getan zu haben und mich ein für allemal befreien.

Nach einiger Zeit der Suche fand ich eine Therapeutin, die vor mir bereits Menschen geholfen hatte, streng reglementierten Religionen und Kulten zu entkommen. Als ich ihr von dem Ausmaß der Gehirnwäsche, der eingeflößten Angst und der Ausgrenzung erzählte, nickte sie nur, anstatt mich ungläubig anzusehen und bat mich, weiterzuerzählen.

Mit der Zeit konnte ich die wirkliche Wahrheit erkennen. Ich besaß etwas, das nicht viele Menschen bekommen. Eine zweite Chance. Anstatt bei dem zu verweilen, was man mir genommen hatte (eine normale Kindheit, Jahre der Unabhängigkeit und die bedingungslose Liebe meiner Familie), begann ich die Möglichkeit zu erkennen, aus all diesen Erfahrungen etwas Neues zu schaffen. Wie?

Laufen lernen

Der erste Schritt besteht darin, sich professionelle Hilfe bei einem Therapeuten oder einem Coach zu suchen, jemanden, der wirklich den emotionalen Aufruhr, der beim Verlassen einer streng kontrollierten Religion aufkommt, versteht. Noch besser (wenn auch nicht entscheidend) ist, wenn diese Person eine ähnliche Erfahrung gemacht hat. Kosten können vermieden werden, wenn Du Dir eine Gesprächs-Therapie durch Deinen Arzt vermitteln lässt. Über Online-Foren kannst Du mit Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind, in Kontakt treten. Die Erleichterung, mit jemandem zu sprechen, der es einfach versteht, ist nicht zu unterschätzen.

Irgendwann sollte im Heilungsprozess viel Vergebung folgen und das stellt somit den schwierigsten Teil der Entwicklung dar, weil die Mehrheit der Menschen, denen Du vergeben musst, Dir weiterhin die Schuld gibt für das, was passiert ist. Du kannst das, was sie tun nicht ändern. Du kannst nicht ändern, wie sie denken, aber Du kannst es ändern, wie Du darauf reagierst.

Vergib Deinen Freunden und Deiner Familie, vergib der Organisation und vor allem – vergib Dir selbst! Akzeptiere, dass Du die beste Entscheidung getroffen hast, die Du mit den Informationen, die Dir zur Verfügung standen, fällen konntest. Wichtig ist, dass alles in DEINEM persönlichen Zeitplan geschieht, also lass Dir die Zeit, die Du brauchst, denn Heilung passiert nur, wenn Deine Gefühle es zulassen.

(Wenn es Dir völlig unmöglich ist, der Organisation zu vergeben, dann wird Dein Therapeut oder Trainer Dir mit bewährten Methoden helfen, langsam den Zorn loszulassen und Frieden mit der Vergangenheit zu schließen, Schritt für Schritt.)

Mit der Zeit magst Du Dich vielleicht dafür entscheiden, anderen, die noch in dieser Situation gefangen sind, aktiv helfen zu wollen, vielleicht indem Du die Verantwortung der Organisation in den Medien bekanntmachst oder in dem Du, wie ich es gewählt habe, Einzelpersonen im Rahmen einer fachlichen Kompetenz hilfst. Das Wichtigste ist, Entscheidungen zu treffen, die auf DEINEN EIGENEN Beweggründen basieren und zu lernen, Dir selbst wieder zu vertrauen.

Der spannendste Teil dieses Prozesses ist die Zukunft. Denk daran: die Zukunft ist jetzt Deine eigene, und Du hast die Möglichkeit, sie nach Deinen eigenen Wünschen zu gestalten. Du hast es in Deiner Hand – mach was daraus!

Träume große Träume – stell Dir das fantastischste Leben vor. Denk über all die Dinge nach, die Du schon damals, als Du noch in der Organisation warst, immer machen wolltest und die Dir nicht möglich waren, weil Du durch das mosaische Gesetz in den Versammlungen und dem Dienst gefesselt warst. Es öffnen sich völlig neue Horizonte:  Reisen, Beruf, Bildung und neue Hobbys. Wenn Du magst, such Dir Freunde mit unterschiedlichen Glaubensbekenntnissen und Lebenswegen, Hauptsache sie tun Dir gut. Schaffe Dir neue Erlebnisse jeden Tag – die Welt ist jetzt Dein Abenteuerspielplatz!

Was möchtest Du sein und tun? Was möchtest Du bewirken? Was willst Du Dir selbst schaffen? Setze Dich aber nicht unter Druck, entscheide selbst was Dir guttut. Nur wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben.

Du kannst die Jahre der Indoktrination in Motivation verwandeln, die Dich vorwärtstreibt. Und Du musst das nicht alles allein machen, wenn Du es nicht willst. Es gibt viel Unterstützung da draußen – durch Coaching, Therapie oder einfach dadurch, Dich online mit Menschen zu verbinden, die verstehen und die an Dich glauben.

Nach so vielen Jahren in der Organisation, in denen mir gesagt wurde, was zu tun ist und wie ich leben sollte, hätte ich ehrlich gesagt, nie gedacht, wirklich einmal frei sein zu können. Aber die Erkenntnis kam wie ein Schlag ins Gesicht. Die Organisation hatte schon so viele Jahre meines Lebens gestohlen. Ich würde es ihnen nicht erlauben, mir noch mehr zu nehmen. Wie ist das mit dir? – Alice Cheshire

Folge Alice Cheshire auf Twitter unter @thealicechesh

 

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Birgit

Liebste Alice, du sprichst mir aus dem Herzen.Vor 2 Wochen kam bei mir der Zeitpunkt wo ich wusste,raus aus diesem Verein.Da ich nach 30 Jahren immer noch nicht getauft bin,war es einfacher für mich.Nach dem Xten Buch und Wiederholungen war ich es Leid auf dieses Frage Antwortspiel.Nachdem dieses Logo angebracht wurde,wurde mir das schon klar.Da stimmt was überhaupt nicht.Wer wird da angebetet?Zwei Herren?Der Name Jehova ist auch erfunden von der Aktiengesellschaft. Zwei mal war ein Kreisaufseher bei mir und er sagte beim Abschied etwas,was ich bis vor 2 Wochen nicht verstand.Er sagte:”Birgit,wir stehen geistig fast auf einem Level und es… Weiterlesen »

Lichtspender

Diese Erfahrung ist besonders tragisch: Diese Frau hat offensichtlich den Glauben völlig verloren oder aufgegeben. Sie erwähnt mit keinem Wort Gott oder Jesus. Offensichtlich hat sie sich auch von ihnen gelöst — wie traurig! Ein Abgang von der Organisation verläuft normalerweise erträglicher, wenn man sein Verhältnis zu unserem himmlischen Vater aufrechterhält und intensiviert. Und der heilige Geist wirkt manches “Wunder”. Dann heilen Wunden schneller. Das wünsche ich allen Abgängern — auch den zukünftigen von Herzen.

In Liebe

Lichtspender

 

 

 

Birgit

Hallo Lichtspender,

ich sehe das genau so wie du.Gott und Jesus sind das wichtigste um das alles zu schaffen.

Ohne diese ist das gar nicht möglich.Ich weiss nicht wie es anderen erging,doch ich hatte beim Lesen der Lutherbibel ein Schlüsselerlebnis der alles änderte.Mitten im Lesen musste ich aufstehen,fing schrecklich an zu weinen und es war als bekäm ich einen warme Wasserdusche.Ich bekam überall Gänsehaut und ein warmes Gefühl der Geborgenheit.Licht in der Dunkelheit.Jesus Christus ist unser Erlöser,ein Mittler,ein Volk,eine Bruderschaft.Seid diesem Tag ist Jesus für mich der ständige Begleiter.

Alles Liebe und viel Kraft Euch

 

Birgit

Christoph

Wie sollten meine neuen Freunde auf ein so rückständiges Denken und eine so eklatante Verletzung der elterlichen Liebe und Verantwortung reagieren? Ist dieses “Denken”, womit die Verweigerung einer lebensrettenden medizinischen Maßnahme, die erst wenige Jahrzehnt überhaupt erst möglich geworden und bekannt ist, gemeint ist, wirklich als “rückständig” zu bezeichnen??? Oder MUSS ein solches “Denken” nicht als sehr “modern”, zutreffender “neu”, besonders wenn man biblische Zeitmaßstäbe anlegt, bezeichnet werden? Und wenn man die weltweit betrachtete Außergewöhnlichkeit bzw. Seltenheit des Auftretens in einer extrem kleinen Gruppierung berücksichtigt, nicht auch als höchst befremdlich/absonderlich? Und wenn man diese “Eigenwilligkeit” zusätzlich vor dem Hintergrund betrachtet,… Weiterlesen »

Zartbesaitet

“Ihr werdet die Wahrheit erkennen und sie wird euch befreien” – Johannes 8:32 HFA Wie oft haben wir in den über 40 Jahren als ZJ diesen Bibeltext gelesen oder zitiert. Und wie verdreht wurde er stets zu Gunsten dieser menschlichen Organisation angewendet und floß damit auch in unsere Bewusstseinskontrolle ein. Wir sind offiziell erst seit einem knappen Jahr “ausgestiegen” – sanft, wie auch die Autorin dieses Artikels. Nach schwierigen Monaten, wo auch in uns Zorn aufkam über verlorene Jahre, über raffiniert verdrehte Lehren (Christoph – wir sind mit deiner Empörung ganz bei dir), über eine Propagandalawine vor allem zu Gunsten der LK… Weiterlesen »

Schneeflocke

Liebe jw.Org- Verantwortlichen Bitte lest diese hautnahen Berichte und Erfahrungen! Öffnet euer Herz für menschliche Gefühle, so wie Christus es tat. ER ist unser Herr, der Heiler allen Leidens. Er weinte mit Weinenden! Er nahm Leiden weg und trug nicht noch mehr Last auf! Er musste nicht psychisch manipulierend arbeiten.Er unterdrückte nicht. Er tröstete mit seiner reinen Anwesenheit, er strahlte es aus, weil er die Liebe seines Vaters in sich trug und der Geist des Vaters strömte aus ihm zu allen um ihn, die es zuließen! Jw.org trägt diese (leider) nicht in sich, daher müssen wir unbedingt zu Christus allein… Weiterlesen »

Raymond

Gehört zwar nicht zum Artikel, aber interessant ist es trotzdem:

 

https://avoidjw.org/deutsche-briefe/

 

So einen deutschen Leak hab ich bisher nicht gesehen.

 

Kein Witz,  im Brief vom 03.02.2017 geht es um die Einrichtung eines “Koordinators für den Fernfahrer-Predigtdienst”.
Dieser Dienst ist so wichtig, dass (Zitat) “…nur noch Verkündiger, die vom zuständigen Kreisaufseher für diesen Dienst genehmigt wurden, den Fernfahrern auf Autobahnrastplätzen predigen (sollten)…”
Was kommt als nächstes? “Koordinator für das korrekte Reinigen der Sanitätsanlagen”?

Ulla

Liebe Schneeflocke, ich hab mir vor kurzem ebenfalls den Kinofilm “Die Hütte” angesehen und vor Freude geweint! Schon das Buch war der Hammer! Wie groß die Liebe unseres Vaters und seines Sohnes doch zu uns als Menschen sein muss! Ja, du hast Recht: Die beiden haben uns schon innig geliebt, als wir noch nach Bauprogramm wuchsen (Psalm 139). Wenn schon unvollkommene Menschen solche Bücher und Filme zum Thema GOTTES LIEBE herausbringen können, wieviel MEHR ist die reale Liebe Gottes zu uns? Unermesslich! Auf dass noch viele erkennen werden, dass “Gott uns als einzelne GANZ BESONDERS LIEB” hat.  ; ) Achtsam… Weiterlesen »

Omma

Hallo, ihr Lieben,

sicher haben sich schon einige gefragt, wie es unserem lieben Matthäus inzwischen geht, denn wir haben ja lange nicht von ihm gehört (gelesen).  Heute bekamen wir folgende kurze Mail:

Hallo ihr Lieben,
Ja leider gab es wieder einen Rückfall. Bin schon wieder 2 Wo in Innsbruck in der Klinik. Ein Virus macht mir zu schaffen, jetzt muss mit einem neuen Medikament zu Leibe gerückt werden.

Also es heißt Geduld haben
LG ….

Ja, denken und beten wir weiterhin für ihn und seine liebe Frau, aber auch an alle anderen, die unsere Gebete bitter nötig haben.

Ganz liebe Grüße senden Omma und Oppa

Fox

Liebe Geschwister, liebe Freunde,

eine weitere Notwendigkeit der Fürbitte ist von uns allen gefragt: Unsere Ulla ist gestürzt und mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus. DANKE.

Ulla

Liebes Foxlchen, Omma und alle anderen hier auf BI,

ich danke euch für euer Mitgefühl, Eure Gebete aufgrund meines Sturzfluges. Kann da nur eines noch sagen: Paraglyding im Gebirge macht mir mehr Spaß !  Nun wird jeder Tag besser und ich freue mich, wieder von euch zu lesen.

Unser (jetzt noch) physischer Leib ist halt nun mal “allergisch gegen die Schwerkraft”… ; )

Liebe liebe Grüße

ein herzliches SERVUSLI

Ulla

 

Treuer Zeuge

Kongress am 14.7. – 16.7. Nürnberg nicht vergessen

Noomi

 

Hallo Janus
Kann zu deiner Erheiterung noch etwas beitragen. Ich habe noch eine Ansichtskarte vom Kongress 1953 in Nürnberg. (Da war ich noch ein Kind) Die 144 Säulen vom Grössenwahn Hitler standen noch. In der Abschlussansprache sprach Br. Norr wir sehen uns bald wieder in der neuen Welt. Viele zückten ihre Taschentücher und winkten ihm auf die Bühne zu.
LG Noomi
 

E.F.S.

Liebe Alica, und liebe Leute von Bruderinfo, ich lese eigentlich alle Artikel, und die meisten finde ich gut, weil ich mich mit vielen Gedanken identifizieren kann. Bei Lebensberichten wird es schon schwieriger, aber persönliche Darstellungen sind ja auch okay. Aber eines verstehe ich garnicht: Wenn jemand eine Bluttransfusion gleichsetzt mit Lebensrettung oder umgekehrt die Verweigerung einer solchen mit Tod – worin unterscheidet sich dann solch eine Polemik von der der WTG, die man so verurteilt? Das ist wirklich ziemlich platt und wirkt bei mir direkt und vollumfänglich auf die Glaubwürdigkeit und Seriosität der/des Verfassers! Diese Gleichung Bluttransfusion = Leben hat… Weiterlesen »

Ulla

Liebe Fox, ich bin mir sicher, dass deine Ratschläge herzensgut gemeint sind. Fühlte mich aber dennoch etwas bevormundet von dir: Paraglyding ist nicht gefährlicher als ins Auto oder Flugzeug zu steigen…hihi und weder bei dem einen noch dem anderen “sucht” man das Unglück…das ist noch ein Stück weit “Zeugensprech”…in meiner damaligen Versi war ein Bruder, der regelrechte Hetzjagden ausstehen musste, weil er fliegen war am Wochenende… Schwestern als “Brieftauben”, ja das mag es gegeben haben oder noch geben. Aber wir wissen alle sehr wohl, dass auch wir manches in unserer Unvollkommenheit rausgehauen haben, weil es halt menschlich ist… Zudem habe… Weiterlesen »

Treuer Zeuge

Ich dachte Ihr seid Brüder und Ihr freut Euch über den Kongress
********
Mein lieber treuer Zeuge.
Wenn du wüsstest wie viele unserer Brüder froh sind, wenn sie den Kongress endlich erst einmal wieder überstanden haben.

Ulla

Hallo Ömmelchen,

lach……herzhaft lach…..*

Muss mit einem Missverständnis aufräumen: Die Gehirnerschütterung hab ich nicht vom Paraglyden, sondern weil ich mich unglücklich in meine neue Hängematte am Balkon gesetzt habe, nach hinten gekippt und mit dem Kopf auf der Balkonmauer aufgeschlagen bin….

Ja, Fliiiiiegen ist ein Kindheitstraum bei mir. Aber nicht aus der Hängematte……

Servüsli

Ulla

 

 

Schneeflocke

An alle Schwestern und Brüder der jw.org Und an meine liebe Schwester Karin Diese Gedanken entstammen meinem/unserem Erlebnis aus letzter Woche. Es ließ mir keine Ruhe, daher muss es jetzt doch raus:   Ich liebe Euch! Und ich verstehe Euch! Dich auch, liebe Karin!!!   Es tut mir sehr leid, dass Du Dich schämst mich zu treffen. Es tut mir ebenso leid, dass Du Dich genötigt fühlst Dich  wegzudrehen wenn wir uns zufällig begegnen. Meine liebe Schwester, es ist okay. Ich kenne dieses Gefühl in solchen Situationen selbst noch zu gut und weiß, wie unangenehm es für Dich ist.  … Weiterlesen »