Wie dem „geistigen Burnout“ ausweichen?

Vor einer ausgewählten Zuhörerschaft sprach Geoffrey Jackson von der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas anlässlich der Bestimmungsübergabe einer Kongresshalle über das Thema: „Wie dem geistigen Burnout ausweichen“.

„Geistiger Burnout“? was soll man sich darunter vorstellen? Wovon spricht Jackson hier?

Die Antwort ist simpel, und du hast richtig vermutet, es geht um den nachlassenden Eifer. Die Freude am Dienst für Jehova ist bei einem Großteil der Zeugen verloren gegangen. Als Ursache darf auch nicht der Hinweis auf die so schweren Zeiten fehlen, die uns daran hindern, eifrig mit der Organisation zusammen zu arbeiten.

Ausschnitte seiner Ansprache, hier

Nun, es ist sicherlich eine Tatsache, dass die Zeiten schwer sind. Doch lässt sich damit der „geistige Burnout“ unter dem „Volk Gottes“ erklären? Was bedeutet der Begriff „Burnout“?

Das Burnout-Syndrom

(Engl. ausbrennen, ausgebrannt) ist der Oberbegriff einer persönlichen Krise, die mit völliger Leistungsunfähigkeit einhergeht. „Burnout“ ist die Folge emotionaler Erschöpfung und es ist das Gefühl von Überforderung sowie reduzierter Leistungszufriedenheit. „Burnout“ kann seine Ursache auch in einer Diskrepanz zwischen eigener Erwartung und Realität haben. Desillusionierung, Frustration und Apathie sind die Folgen.

Aha, interessant, da frage ich mich schon, wie schlimm muss es da um die Leistungsfähigkeit Einzelner in der Organisation Gottes stehen, wenn Jackson von „geistigem Burnout“ spricht. Jackson macht dieses ausgebrannt sein daran fest, dass viele ihre Freude am Dienst für Jehova verloren haben.

Doch für mich stellt sich die Frage: „wie kommt es, dass Menschen, verbunden mit einer Organisation, die angeblich vom Geist Gotts geleitet wird, einer geistigen Erschöpfung erliegen? Wer oder was ist wirklich verantwortlich für diese „geistige Erschöpfung“?

Jackson beantwortet diese Frage unter anderem mit 2. Tim 3:1 und bezieht sich wieder mal auf die schweren Zeiten in der Zeit des Endes. Der Druck von außen nehme immer mehr zu. Ja, der Druck nimmt immer mehr zu, aber nicht nur von „außen“, sondern auch von „innen“. Sind die Brüder nicht eher ausgebrannt infolge einer Überforderung durch die Organisation? Sind sie eventuell desillusioniert und frustriert, weil eine Diskrepanz besteht zwischen dem, was erwartet wird, und der Realität? Wenn ja, wer ist dafür verantwortlich?

Liegt die Ursache dieser Desillusionierung und Frustration nicht auch in der geistig leeren Belehrung durch den Sklaven? Dreht sich die Belehrung durch den Sklaven nicht immer wieder um dieselben Themen, MEHR Dienst, MEHR Einsatz für theokratische Projekte, den Dienst in und für die Organisation zum Mittelpunkt des Lebens machen, gehorchen und sich unterordnen, loyal zu Jehova und seiner Organisation stehen, egal, was diese an fragwürdigen Entscheidungen trifft. Bald kommt das Ende, alles außerhalb der Organisation ist böse, die böse Welt, die bösen Kirchen, die böse ‘Höhere Bildung’, Jehova das Beste geben!

Das Programm der Zusammenkünfte geht immer in die gleiche Richtung, so gleichförmig und so entsetzlich öde. Angesichts des Wiederkäuens dieser gleichen “alten Kamellen” und  der von der WTG vorgeschriebenen Zusammenkünfte und Kongresse, ist es kein Wunder, dass die Brüder ein „geistiges Burnout“ durchleben. Da helfen auch die vielen produzierten Videoclips nicht, welche letzten Endes doch auch immer wieder die gleichen Themen behandeln.

Jackson bietet in seiner Ansprache 7 Hilfen an, um diesem Druck zu widerstehen. Was sind diese 7 Hilfen? Du vermutest richtig. Es sind 7 Punkte, an denen wir noch arbeiten sollten.

  1. Verstehen, was „geistig gesinnt sein“ bedeutet.
  2. Uns genügend Ruhe gönnen.
  3. Der Leitung des Heiligen Geistes folgen.
  4. Realistische geistige Ziele anstreben.
  5. Die richtige Sichtweise über uns selbst haben.
  6. Die richtige Sichtweise über andere und den treuen und verständigen Sklaven haben.
  7. Immer zu Jehova um Hilfe schauen.

Verstehen, was es heißt, „geistig gesinnt“ zu sein

Wer jetzt eine tiefgehende Erklärung von Jackson über den Begriff „geistig gesinnt sein“ erwartet, wird enttäuscht. Eine „geistig gesinnte“ Person glaubt an einen unsichtbaren Gott und möchte ein Verhältnis zu ihm aufbauen, so Jackson.

Das ist ja mal was Neues, oder? Wer von den Anwesenden glaubt denn nicht schon all die Jahre, die er als Zeuge Jehovas dient, an einen unsichtbaren Gott? Und sind nicht alle bemüht, durch Studium und Einsatz im Predigtdienst ein gutes Verhältnis zu Gott aufzubauen? Warum gelingt es ihnen dennoch nicht, und warum erliegen sie dennoch einem „geistigen Burnout“? Weil ihnen der einzige Weg, der zu Gott und einem annehmbaren Verhältnis zu ihm führt, Jesus Christus, von der WTG versperrt wurde. Weil man ihnen immer wieder erklärte, nur durch Leistung vor Gott bestehen zu können. 

“Geistig gesinnt” ist im WTG Sprachgebrauch jemand, der sich nicht nur mit der Bibel befasst, sondern auch die WTG Literatur studiert. „Geistig gesinnt“ ist eine Person, die sämtliche Lehren und Anweisungen des Sklaven umsetzt, sie sozusagen zum Mittelpunkt seines Lebens macht. Er sieht diese Anweisungen als ein göttliches Gebot an. Auch hier die Frage: Obwohl die Mehrheit der Zeugen weltweit den Vorgaben des Sklaven folgen, spricht Jackson dennoch von einem „geistigen Burnout“ unter dem Volke Gottes?

Könnte es sein, dass sich Jehovas Zeugen eben nicht vom Geist Gottes leiten lassen? Folgen sie nicht vielmehr einer menschlichen Organisation?  Und kann es nicht eher so sein, dass diese für den geistigen Zustand der Zeugen verantwortlich ist? Vor diesem Hintergrund klingt es wie Hohn, wenn Jackson die Anwesenden ermahnt, sich genügend Ruhe zu gönnen, und realistische Ziele anzustreben, um nicht einem „geistigen Burnout“ zu erliegen.

Realistische „geistige Ziele“ anstreben

Was sind „geistige Ziele“? Auch hier handelt es sich um eine leere Worthülse der WTG. „geistige Ziele“ oder “geistige Interessen” stehen ausschließlich mit Interessen und Vorgaben der WTG in Verbindung.  Sich z. B. als Ältester zu qualifizieren, ist ein geistiges Ziel. Wie qualifiziert man sich als Ältester? Allem voran durch eifrigen Einsatz im sogenannten “Haus-zu- Haus-Predigtdienst”; weiter durch lückenlosen Besuch sämtlicher, von der WTG angeordneten Zusammenkünften und Kongressen, Mitwirkung bei Bauprojekten und Tätigkeiten in Zweig und Landesbüros. Gemäß WTG-Direktiven müssen diese Dinge im Leben eines jeden Zeugen Jehovas im Mittelpunkt stehen und absolute Priorität genießen. Das Zurückstellen eigener Interessen wird mit Matth. 6:33 begründet: “Zuerst Gottes Königreich suchen”.

Auch hier ist festzustellen, dass es gerade diese Vorgaben sind, die zu einem „geistigen Burnout“ führen. Nun ist, wie wir gelesen haben, „Burnout“ die Folge emotionaler Erschöpfung und das Gefühl der Überforderung. Ob es von daher sinnvoll ist, einem Burnout-Patienten noch weitere Lasten aufzubürden, ist sehr fraglich.

Die richtige Sichtweise über uns selbst und andere haben. 

Nun, was will er uns hier vermitteln? Du ahnst es schon. Nimm dich nicht so wichtig in der Organisation. Lehne dich nicht auf, auch nicht gegen Entscheidungen, die du nicht verstehen kannst. Sei demütig und gehorsam. Solche Menschen braucht die Organisation. Demut und Bescheidenheit ist sicherlich eine christliche Eigenschafft, besonders vor Gott. Aber Demut und Bescheidenheit bedeutet nicht, seine Persönlichkeit und sein Urteilsvermögen auf andere zu übertragen. Solch ein Verhalten führt zu Desillusionierung, Frustration und Apathie, und dies wiederum zu „geistigem Burnout“.

Immer zu Jehova um Hilfe schauen. 

Hier zitiert er Psalm 123 :1-4 „Wie ein Diener auf ein Handzeichen seines Herrn wartet und eine Magd auf einen Wink ihrer Herrin – so blicken wir auf den HERRN, unseren Gott, bis er uns ein Zeichen seiner Gnade gibt. Hab Erbarmen mit uns, HERR, hilf uns! Schon viel zu lange haben wir Verachtung erlitten!  Wir haben das Gespött dieser Leute satt, die so überheblich und selbstsicher sind! Wir können es nicht länger ertragen, dass uns diese Hochmütigen verachten!

In der NWÜ lesen wir: „unsere Augen sind auf Jehova gerichtet, bis er uns Gunst erweist. Erweise uns Gunst, oh, Jehova, erweise uns Gunst. 

Gnade oder Gunst? 

Einem unbedarften Leser fällt kaum auf, dass die NWÜ der WTG einen kleinen, aber gravierenden Unterschied macht. Sie spricht von Gunst, nicht von Gnade. Du magst fragen: Ist das nicht dasselbe? Nein, es ist nicht dasselbe, und die WTG hat sich dabei etwas gedacht Gnade durch Gunst zu ersetzen.

Gunst kann man sich durch Wohlverhalten erarbeiten. Und so fragen sich viele Zeugen Jehovas angstvoll: „Habe ich genug getan, um die Gunst Gottes zu erhalten?“

Dagegen ist Gnade ein Geschenk. Gnade kann man nicht verdienen oder erwarten. Gottes Gnade erhält man, wenn man sich seiner Unzulänglichkeit bewusst ist und erkennt, dass man ein Sünder ist. Man kann darum bitten, und dies macht hier der Psalmist. Gnade und Gunst werden von vielen christlichen Fundamentalisten häufig miteinander vermischt. So auch bei Jehovas Zeugen. Wer aber erkannt hat, dass er aus Gnade gerettet ist, steht nicht mehr in Gefahr, einem „geistigen Burnout“ zu erliegen. Er hat keine Angst mehr, die Gunst Gottes zu verlieren.

Zum Schluss lasst uns noch auf einen Punkt eingehen, der Jackson ganz besonders am Herzen zu liegen scheint. Unsere Sichtweise auf andere. Um es gleich zu sagen, er spricht in erster Linie von unserer Sichtweise auf die Glieder der LK.

Jackson nimmt Bezug auf Jesu Bitte vor seinem Tod: „Vater, wenn möglich, lasse diesen Becher an mir vorüber gehen“. Was veranlasste Jesus zu dieser Bitte? Nach Ansicht der WTG wollte Jesus angeblich nicht als Gotteslästerer verurteilt und hingerichtet werden. Er, der nur den Namen seines Vaters ehren wollte, als Gotteslästerer verurteilt, dies habe er nicht ertragen können.  Er wollte keine Schmach auf den Namen seines Vaters kommen lassen. Dies habe ihn so sehr belastet, dass er darum bat, dass dieser Becher an ihm vorüber gehen möge.

Mit anderen Worten, bei seinem Tod habe Jesus mehr an Gottes Ehre und Rechtfertigung gedacht, als an die Rettung der Menschheit. Doch hier handelt es sich eher um ein Gedankenkonstrukt der WTG. Dass Jesus als Mensch einfach auch Angst hatte vor dem, was auf ihn zukam, lässt die WTG nicht gelten. Es heißt, Jesus litt vielmehr unter den falschen Anschuldigungen seiner Gegner.

Warum ist dieser fragwürdige Gedankengang für die LK so wichtig? Hören wir weiter. Jackson nimmt Bezug auf Hebr. 12: Jesus nahm alle Leiden auf sich, „DER SCHANDE NICHT ACHTEND“.

Eine fiktive Geschichte

Mit diesem Vers im Sinn erzählt uns Jackson nun ein fiktives Ereignis:  „Stell dir vor, die Glieder der LK würden verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Wie reagiert ihr darauf?“ Zunächst einmal ist es erstaunlich, wie leicht er es schafft, eine Verbindung herzustellen zu einer womöglich zu erwarteten Verhaftung der Glieder der leitenden Körperschaft und dem Opfertod Jesu.

Hier haben wir mal wieder eine unbotmäßige Selbst-Gleichsetzung der WTG – genauer, der leitenden Körperschaft – mit niemand geringerem als dem Sohn Gottes. Nicht nur das, sondern wir werden angewiesen, im Falle einer Einkerkerung der 8 LK Mitglieder auch noch “stolz” darauf zu sein, denn “wahre Christen werden ja verfolgt” und deshalb sind wir DIE “einzigen wahren Christen“. Die hier zugrundeliegende (Un-)”Logik” ist folgende:

  • Wir begehen eine Straftat.
  • Wir kommen dafür vor Gericht.
  • Weil wir gerichtlich “verfolgt” werden, beweist dies, dass wir “wahre Christen” sind, denn Jesus sagte voraus, dass seine Nachfolger verfolgt würden.

Anmaßender und selbstgerechter geht’s wohl nimmer. Es verschlägt uns ob des ungeheuren Anspruches dieser kleinen fehlbaren Menschen schier die Sprache. Nur weil “christlich” draufsteht, muss noch lange nicht “christlich” drin sein, und die Nichtchristlichkeit der WTG und ihrer Ideologie steht mittlerweile außer Frage. Nicht nur ihre zahlreichen Falschprophezeiungen und Irrlehren, sondern auch ihr Beiseiteschieben der zentralen Rolle Jesu Christi zugunsten ihrer eigenen Machtstellung haben nichts mit einem Christen zu tun.

Auch ihre hochmanipulative Indoktrinationstechnik, ihre unchristliche und unmenschliche Behandlung freiwillig Ausgeschiedener, als “Abtrünnige” bezeichnet, und ihre juristischen Vernebelungstaktiken in Verbindung mit Fällen von sexuellem Kindesmissbrauch sprechen dagegen.

Doch es kommt noch toller, denn Jackson spielt mit der “Möglichkeit”, dass er zusammen mit der leitenden Körperschaft wegen “Betrugsvorwürfen” im Gefängnis landet. Soll das etwa angesichts kommender Dinge ein Wink mit dem Zaunpfahl sein? Selbst wenn Jackson sich beeilt zu betonen, es handele sich nur um ein Gedankenspiel rein theoretischer Natur ohne “prophetische” Bedeutung, muss man sich fragen, wieso würde er “einfach so” über ein solches Horrorszenario laut nachdenken, ohne dass es hierfür nicht den geringsten Anlass gäbe?

Da keine Lautäußerung der WTG unbegründet erfolgt und nichts in der WTG rein zufällig geschieht, sondern mit Absicht “zur rechten Zeit” (also: Genau nach Bedarf) wohlkalkuliert ist, muss man davon ausgehen, dass sich gegen sie zunehmend ein Gewitter zusammenballt und sie das Feld schon einmal vorbereiten. Sie flössen ihren Untergebenen schon mal vorab ein: “Was immer gegen uns vorgebracht wird – ES IST ERSTUNKEN UND ERLOGEN, – GLAUBT ES NICHT, ES STIMMT NICHT!

So, wie sie Jesus Christus mit Falschanklagen verurteilten, GENAUSO TUN SIE ES MIT UNS!” Hier wird “Vorab”-Denkinokulation betrieben. Das Ganze mutet recht “panisch” an, denn so redet nur jemand, für den die Luft zu brennen begonnen hat – immer mit dem Ziehen falscher Parallelen zwischen Jesus Christus und sich selbst.

In den USA kann man Jehovas Zeugen nicht so einfach ins Gefängnis stecken wie in Russland, so seine Feststellung. Nun, so neben bei bemerkt, auch in Russland werden Jehovas Zeugen nicht so einfach ins Gefängnis gesteckt, wenn sie sich an die Gesetze des Landes halten, über die man natürlich geteilter Meinung sein kann.

Seine Schlussfolgerung: Die freie Presse in den USA muss daher Lügengeschichten erfinden, um gegen die Glieder der LK vorgehen zu können. Nun, das ist ja eine ganz neue Erklärung, warum die Presse in den USA angeblich so viele „Lügengeschichten“ über die leitende Körperschaft verbreitet, man wolle sie ins Gefängnis stecken.

Welche „Lügengeschichten“ hat Jackson wohl im Sinn? Er zählt einige Falschanklagen auf. Geschickt vermischt er falsche Vorwürfe mit wahren Vorwürfen. Er spricht in seinem Beispiel von Veruntreuung der Spendengelder oder den fragwürdigen Umgang der WTG mit Kindemissbrauchsfällen in ihren Reihen. Unvorstellbar dreist, wie Jackson hier geschickt eine Verbindung mit dem Leidensweg Jesu herstellt. Dinge, welche die leitende Körperschaft auf keinen Fall dulden will, würde Satan ihnen nun vorwerfen, wirklich? Sind all die Missbrauchsfälle und die Vertuschungspraktiken der WTG eine Erfindung Satans?

Wir sollten darauf achten nicht zu sehr auf unseren eigenen Ruf bedacht zu sein, so Jackson. Eine lobenswerte Einstellung. Aber warum hält sich die LK dann selbst nicht an diesen guten Rat? Ist sie selbst nicht auch mehr an ihrem guten Ruf als Organisation Jehovas bedacht, als an Gerechtigkeit für die Missbrauchsopfer?

Was möchte Jackson, ja, was möchte die LK uns hier also  sagen? Satan versucht alles, um negative Dinge über unsere Brüder von der LK zu verbreiten. Glaubt diesen Gerüchten nicht, vertraut uns, denn wir tun alles, um den Namen Jehovas zu rechtfertigen. Ihr kennt nicht immer die ganze Geschichte oder alle Hintergründe.

Ja, das mag stimmen. Doch warum kennen wir nicht alle Hintergründe? Was hindert die LK daran, alle Dinge offen darzulegen, ohne auf juristische Tricks zu achten? Wenn die LK schon Jesus als Bespiel anführt, dann sollten sie auch so handeln wie er.  Er hat seinen Jüngern alle Fakten mitgeteilt. Sie kannten alle Hintergründe. Er verlangte nicht von ihnen, dass sie ihm blind vertrauten.

Jackson verlangt von seinen Zuhörern ihr eigenes persönliches Wohlbefinden zugunsten der WTG zu opfern, denn „wenn ihr dies nicht tut, wenn ihr zu sehr auf euren eigenen guten Ruf bedacht seid und nicht bereit seid, zu uns zu stehen, setzt ihr euer Verhältnis zum Allmächtigen aufs Spiel!“ Man stelle sich vor, Jackson verfügt darüber, dass, wenn man nicht bereit ist, sich wegen des offenkundigen und erwiesenen Fehlverhaltens der leitenden Körperschaft mit besudeln zu lassen, von Gott nicht geliebt wird. ”

Zum Schluss seiner Ansprache wiederholt er wieder die Botschaft, die Zeiten sind schwer, wir leben in der Zeit des Endes, aber BALD werden alle Probleme gelöst, deshalb gebt weiter alle euer Bestes, so wie die leitende Körperschaft. Wir – „die leitende Körperschaft“ – wir lieben euch doch, wir möchten nur, dass ihr errettet werdet. Wir haben große Sorge, dass ihr durch ein „geistiges Burnout“ eure Rettung verwirkt.

Wer glaubt dies denn noch wirklich?

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ProJesus

Was sagt Jesus allen, die “ausgebrannt” sind, ausgenommen werden und sich von einem hohen Pensum völlig erdrückt fühlen in der Organisation der Zeugen Jehovas? Ein Wort zum Einrahmen und Aufhängen:

 
“Kommt alle zu mir, die ihr geplagt und mit Lasten beschwert seid! Bei mir erholt ihr euch.

Unterstellt euch mir und lernt von mir! Denn ich bin freundlich und von Herzen zum Dienen bereit.
Dann kommt Ruhe in euer Leben.
Denn mein Joch trägt sich gut und meine Last ist leicht.”

Matthäus 11:28, NeÜ

Wie wahr und zutreffend!

Nucnuc

Also ich fasse mal zusammen:

Morgen gehe ich in den Laden stehlen anschließend fahr ich bei Rot über die Ampel, dabei verletze ich mehrere mache noch kurz einen Bruch, werde dafür verhaftet und ins Gefängnis geworfen.

Bin ich jetzt ein Märtyrer für jehova🤔

 

 

 

Wahrheit

QUO VADIS ORG???

Der NEBEL , wird immer schlimmer , das Spiel ist nicht mehr Anzusehen , die Spieler auf denn Feld , stehen vor dem Burnout.

Durchhalteparolen , um irgendwin , das SPIEL zu BEENDEN !

Doch die MOTIVATION , der ORG reicht NICHT !!!

Denn die Spieler auf dem FELD können NICHT MEHR !!!!

DER TRAINERSTAB , weiß auch nicht WEITER , und der VERBAND löst SICH AUF!!!

Täter des Wortes

Während das heutige satanische System die Menschen auspresst wie eine Zitrone finden wir in Gottes Organisation Ermunterung und Erquickung.

Timotheus

Die Tröte des Waldes arbeitet bestimmt als Redakteur bei der Titanic. Was er schreibt ist beste Satire.

Cat Stevens

Hallo zusammen, ich hatte hier vor einigen Monaten mal meine Gedanken geäußert und war seitdem nur noch selten auf BI. Ich hatte schon einige Male angefangen einen Kommentar zu schreiben. Aber es fehlen mir einfach die Worte und auch die Kraft dazu. Ich bin extrem wütend auf die Gesellschaft und gleichzeitig tieftraurig. Ich mache gerade eine extrem schwere Phase durch, weil alle „Freunde“ und sogar einige Verwandte den Kontakt zu mir abgebrochen haben. Ich habe lange Zeit über die Missetaten der Religion recherchiert, fast jede Nacht bis 3 oder 4 Uhr morgens. Dass sich das negativ auf meine Gesundheit ausgewirkt… Weiterlesen »

NEWS

Jehovas Zeugen – Vernichtung aller Dokumente über Kindesmissbrauch weil „Satan kommt!“

Laut einem Video, das von einer anonymen Quelle durchsickert und nun vom Philadelphia Inquirer veröffentlicht wurde, gibt es Beweise für einen Mitarbeiter der Zeugen Jehovas, der Älteste auffordert, Informationen zu zerstören, die sie möglicherweise in Skandale um den sexuellen Missbrauch von Kindern bringen könnten. Die Rede wurde während eines Seminars 2017 in Großbritannien an die […]

 

https://www.wahrheitenjetzt.de/jehovas-zeugen/news/

stoertebeker

 
Störti an Alle!

Ich habe mir nun die 26.23 Min. des Videos Wie dem „geistigen Burnout“ ausweichen? angetan.
Der einzige Gedanke der mir immer wieder in den Sinn kam war, immer wenn er das Wort „Jehova“ in den Mund nahm meinte er damit sich selber (o. eben die LK)!

Alles was er brachte war bekannt und zum vergessen. Aber die oben genannte Tatsache ist nicht von der Hand zu weisen.

Ich möchte nicht in seinen Schuhen stecken!!!

Grüße an alle hier, die aufrichtig an der Wahrheit interessiert sind, und die sich bemühen danach zu leben

Euer Störti

Ulla

Hallo Cat Stevens, die Nerven, Kraft und Zeit in die persönliche Entwicklung zu stecken, ist logisch anstrengend! Aber es lohnt sich! Deine Frau und du sind auf einem guten Weg zu christlicher Freiheit… oder wie sang einst Cat Stevens…?   (Morning has broken), hier auf deutsch übersetzt: “Der Morgen ist angebrochen, als wäre es der allererste Morgen. Die Amsel hat gesungen als wäre sie der allererste Vogel…. Herrlich fällt der neue Regen, sonnenbeschienen vom Himmel. Wie der Fall des allerersten Taus auf das allererste Gras…” Ja, SOOO erfrischend ist es, wenn wir uns dem WAHREN QUELL des Lebens, Jesus Christus, zuwenden,… Weiterlesen »

Befreiter einer Idee

Eine biblische “Burnout”-Geschichte?: 1. Könige 19:4-8 berichtet über Elia: “Er selbst aber ging hin in die Wüste, eine Tagereise weit, und er kam und setzte sich unter einen Ginsterstrauch. Und er erbat für sich den Tod und sprach: Es ist genug! So nimm nun, HERR, mein Leben, denn ich bin nicht besser als meine Väter!  Und er legte sich und schlief ein unter dem Ginsterstrauch. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss!  Und als er sich umsah, siehe, da war bei seinem Kopf ein auf heißen Steinen gebackener Brotfladen und ein Krug… Weiterlesen »

Noomi

  Hallo Befreite(r) einer Idee   Du hast völlig Recht mit deinem Aufruf, sich ein wenig Ruhe zu gönnen, im Auge zu behalten. Wer es einmal ein mit einem Burnout erwischt hat, hat grosse Mühe wieder auf die Beine zu kommen.   Im Zusammenhang mit Elija möchte eine Frage anbringen, die mich schon lange beschäftigt.   In 2.Könige 2:9-18 wird erzählt, wie die Kraft Elijas im Doppelten auf Elischa überging und Elija in einem Sturm zum Himmel auffuhr.   8 Elija zog seinen Mantel aus, wickelte ihn zusammen und schlug damit auf das Wasser. Da teilte es sich nach beiden Seiten… Weiterlesen »

Ulla

Hallo O.W.Schön, wer “stalkte” die katholische Kirche, als die Missbrauchsvorwürfe nach und nach in die Öffentlichkeit kamen? – Satan? Ist es nicht vielmehr so wie wir es in Röm. 13:3-4 steht? “Wer gut und richtig handelt, braucht die staatliche Macht ohnehin nicht zu fürchten; das muss nur, wer Böses tut. Wollt ihr also ohne Angst vor Bestrafung leben, dann tut, was richtig und gut ist, und euer Verhalten wird Anerkennung finden.” Beweismaterial vernichten ist Böses tun! Wie unverschämt muss man sein zu denken: Wenn wir die Unterlagen vernichten, sieht “Gottes Dienerin”, der Staat, nichts! Vers 5: “Es sind also zwei… Weiterlesen »

Noomi

  Hallo Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ unser IT-Künstler. (¯`’·.*.·’´¯) Bin immer wieder erstaunt über deine Gestaltung mit den Zeichen.   Danke für die Antwort, kann es einigermassen in mein biblisches Wissen einordnen. ABER, wenn es keine Entrückung war, was war es dann??? Eine Vision?? Und was war dann die Umgestaltungsszene in Wirklichkeit? Auch nur eine Vision?? Wie bringe ich es mit Hebräer 11 auf einen Nenner??   Petrus sagt in 2.Petrus 1:17 Denn wir waren anwesend, als er Ehre und Herrlichkeit von Gott dem Vater empfing; und die Stimme kam zu ihm aus der Hoheit…..19 Wir haben diese Stimme aus dem Himmel gehört,… Weiterlesen »

Ulla

Liebe Fox, deine Worte haben mich echt aufgebaut und ich bin dir dankbar, dass du das so gut formuliert hast. Wahrscheinlich, weil wir beide viel gemeinsame leidvolle Erlebnisse mit der einstigen Politik der WTG hatten. Du hast völlig recht, wir wollen nicht wieder zu Opfern werden! Dieses “Fremdschämen” ist aber auch heilsam. Denn es hilft, die klaren sauberen Linien einzuhalten, die man durch das neue Leben mit Christus in der Mitte ziehen durfte. Täglich das Gut und Böse auseinanderhalten zu können. Auch wenn sich das widersprüchlich anhören mag. Dass man sich da jahrzehntelang hat mit beeinflussen lassen (“nix sagen, Jehooooofa… Weiterlesen »

Noomi

 
Hallo Fox
Danke für deine interessanten Gedanken. Grund genug nochmals über die Bücher zu gehen. Du bestätigst meine Meinung, dass Elija nicht an einem anderen Ort weiterlebte.
 
Es wurde Joram ein Schreiben Elijas überreicht, aber es steht da nicht, dass Elija dieses Schreiben überreicht hätte oder Auftraggeber zur Übermittlung desselben war (2. Chron. 21:12)
 
Hierbei ist noch interessant, das die NeÜ in dieser Stelle schreibt: Damals (also in der Vergangenheit) erhielt er (Joram) ein Schreiben…..
DIE NEUE SCOFIELT BIBEL hat eine Überschrift über dem Vers 12 „Eine Botschaft des Elia, vor seiner Himmelfahrt geschrieben, weissagt Gericht über Joram“
Damit sind deine Gedanken bestätigt!
LG Noomi
 

Ulla

Hallo GERD, danke! Wunderbar! Jetzt bekommt die Umgestaltung Jesu von damals einen logischen, glaubensstärkenden Hintergrund: Mose – das  Gesetz ! Elia –  die Propheten ! Weil Christus das Gesetz erfüllte und auch die Worte der Propheten, sahen drei seiner damaligen Jünger diese Umgestaltung! Also nix von wegen Reinkarnation!   ; ) Ich habe heute für mich Jesaja 60, 61, den Galaterbrief und die Offenbarung durchgelesen. In Off. 12:17 ist doch von der “Frau” die Rede, die (obwohl “Unfruchtbar” lt. Jesaja) Nachkommen hat, “Menschen, die nach Gottes Geboten leben und SICH ZU JESUS BEKENNEN.” Die Parallelstelle zu dieser “Frau” meine ich in… Weiterlesen »

Ulla

Hallo Störti, ich muss aber zugeben, dass ich (bevor ich festbekennende Christin wurde) auch mal so Phasen hatte, in denen ich über Reinkarnation nachdachte…vor allem als ich eine Doku von Gehirnforschern zu sehen bekam, in denen es um die sog. “SAVANTS”, Wissende, ging. Und wegen der Ergebnisse in der CT Röhre. Aber letztlich wurde mir klar, dass 1. niemand das menschliche Gehirn jemals völlig verstehen kann und 2. welchen Sinn macht das Opfer Christi, wenn man angeblich durch ständige Wiedergeburten immer “besser” wird, bis zum Idealzustand? Den Idealzustand gibts nur, wenn wir unser Bekenntnis zum Herrn Jesus Christus nicht aufgeben,… Weiterlesen »

Ulla

Hallo Störti, schön, dass du etwas aus deinem Leben und deiner Suche nach Gott erzählst. Ich denke, das tat nicht nur mir gut, sondern auch alle stillen und aktiven Mitleser und Schreiber berührt es! Ja, so warens, die 70er!!! Ich hielt im zarten Alter von 13 Jahren die erste Bibel in der Hand, denn da kamen 2 Männer in die 8. Klasse und verteilten kleine grüne Gideon Bibeln (NT, Psalmen und Sprüche). Ich wußte sofort, dass ich etwas besonderes in der Hand hielt, das war viiiiel besser, als nur immer die “Jesus Bildchen”, die ich als fleißige kleine Katholikin zur… Weiterlesen »