Über die Pflicht zum Ungehorsam – ein Brief an einen Freund

„Lieber Andre!

Wir haben uns fast aus den Augen verloren in all den Jahren,  in denen wir als Zeugen Jehovas beschäftigt waren.  Nun haben sich unsere Wege wieder gekreuzt und wir stellten fest, dass wir nicht mehr die alten waren. Was hat sich verändert? Alles! Als du mich angerufen hast, wurde mir deutlich, dass du in manchen Dingen ähnlich denkst wie ich. Wir sind älter und reifer geworden und so manche jugendliche Begeisterung ist verschwunden. Ich sagte dir, dass ich als kritischer Bruder gesehen werde. Und ich sagte dir, warum das so ist.  Ich habe nicht erwartet, dass du mir in allen Dingen zustimmst, denn ich weiß, dass jeder seinen Weg allein gehen und verantworten muss.

Inzwischen habe ich mich zurückgezogen und die Versammlung hinter mich gelassen. Das wurde nötig, weil ich mit Misstrauen beäugt worden bin und man mir nachschnüffelte. Man klagte mich an, den Sklaven nicht anzuerkennen und ihn zu kritisieren. Es gab Gespräche mit Ältesten und die Einsicht, dass sie gegen die unbequemen Tatsachen nichts sagen können. Sie haben mir verboten darüber zu sprechen. Sie verlangten Frieden um den Preis der Wahrheit!

Da du mich kennst, weißt du auch, wie ich reagiert habe.  Wie stehst du dazu? Ich meine nicht, wie du zu meiner Haltung stehst, sondern zur Sache. Ich habe mit dir die Bibel studiert und dich mit der Organisation in Verbindung gebracht. Fortan hat die Organisation dich geformt, und ich müsste mich bei dir entschuldigen, dass ich den Weg dahin gewiesen habe.  Und nun hast du deine Zweifel wie so viele andere auch. Du gehst noch in die Zusammenkünfte. Ich habe sie auch noch lange nach meinem Aufwachen besucht, denn ich hatte Menschenfurcht und wollte es vermeiden, bei meinen Angehörigen in Misskredit zu kommen. Vielleicht geht es dir ähnlich und ich will dir daraus keinen Vorwurf machen.

Ich fragte mich:  Wie lange kann ich das aushalten? Wie lange schaffe ich es, der Stimme des Gewissens auszuweichen? Es hat lange gedauert. Daher habe ich Verständnis mit dir und anderen. Trotzdem bleibt die Frage: Wie lange?  Ich bin davon überzeugt, dass wir die Pflicht zum Ungehorsam haben! Ich erinnerte mich an die Worte der Apostel, die sagten:

„Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als Menschen!“  (Apg. 5:29)

Gewöhnlich wenden wir diese Worte auf unser Verhältnis zum Staat an. Aber der Kontext offenbart uns, dass die Apostel diese Worte einer Religionsführung entgegen schleuderten. Ja, sie verweigerten ihren religiösen Führern den Gehorsam! Weil sie innerhalb des Judentums über Christus gesprochen hatten, wollte man ihnen den Mund verbieten.

Als Jesus die Praktiken der Pharisäer und Schriftgelehrten kritisierte, sagte er:

„Die Gesetzeslehrer und die Pharisäer sitzen heute auf dem Lehrstuhl des Mose. Richtet euch deshalb nach dem, was sie sagen, folgt aber nicht ihrem Tun. Denn sie selbst handeln nicht nach dem, was sie sagen.“ (Mat. 23:2, 3)

Die Gesellschaft verlangt von ihren „Schafen“ den absoluten Gehorsam! Sonst könnte sie solche Sätze nicht schreiben:

„Die lebensrettenden Anweisungen, die sie dann von Jehovas Organisation erhalten, mögen vom menschlichen Standpunkt aus unpraktisch erscheinen. Wir alle müssen bereit sein, jede Anweisung zu befolgen, ob sie nun vom strategischen oder menschlichen Standpunkt aus vernünftig erscheint oder nicht.“ (wx 2013, 15. 11.; S. 20)

Als ich das wieder einmal gelesen hatte, kamen mir viele ähnliche Äußerungen in den Sinn, und ich fragte mich, was ich da eigentlich mit mir machen ließ. Warum sollte ich sterblichen Menschen solche gewaltige Macht über mich geben? Das ist doch in höchstem Maße schändlich, so etwas zu fordern.  Mein Gehorsam gehört Gott und seinem Sohn, und sie fordern nichts von mir, was meinem Gewissen widerspricht. Die Apostel haben sich so einem Anspruch also mit Recht widersetzt. Ich finde, dass dies geschickt formuliert wurde, um im Klartext zu sagen, dass alles, was der „Sklave“ anordnet, „lebensrettende Anweisungen“ seien und deshalb für alle verbindlich sei.

Ich finde es bemerkenswert, dass man niemanden gestattet, sich selbst unter dem Einfluss der Bibel, des heiligen Geistes und des Gewissens eine Meinung zu bilden und erst dann, wenn es mit der Bibel konform ist, zu gehorchen. Solche Forderungen sind wie Blancoschecks, und die unterschreibe ich nicht!

Wir haben doch das Christentum anders kennen gelernt, indem wir immer sagten, dass alles geprüft werden muss, ob es sich im Rahmen der Bibel befindet oder nicht. Jedenfalls erinnere ich mich daran, es dir eingeschärft zu haben.  Und genau das habe ich jetzt getan. Die Folgen kennst du. Ich muss aber lobend und anerkennend erwähnen, dass du bei unserem Gespräch nicht sagtest: „Das ist alles von Abtrünnigen!“ Das hätte ich dir auch nicht zugetraut, denn mit diesem Totschlagargument weist man ja alles zurück, was einem unbequem ist, alles, was nicht in das eigene Bild passt. Und indem ich das feststelle, freue ich mich über dich, dass du es nicht so machst, wie so viele andere, die klare Wahrheiten und Tatbestände einfach nicht wahrhaben wollen und deshalb sagen: „Lieber mit dem Sklaven unrecht haben, als eigene Wege gehen.“

Ich musste über Mut nachdenken. Was das ist, weißt du: Er ist das Gegenteil der Feigheit. Diesen Mut, den Bekennermut, finden wir ja bei vielen biblischen Personen. Die Propheten hatten ihn, die Apostel auch. Und ich stieß hier auf Stephanus, der einer der ersten Jünger Jesu war. Du weißt, dass er eine Diskussion mit jüdischen Glaubensgenossen hatte. Die Gesprächspartner waren judaistisch eingestellt und klagten ihn der Gotteslästerung an. Seine Verteidigungsrede vor dem Sanhedrin zeigt, dass er den Mut hatte, offen die Wahrheit zu reden.  (Apg. 7:1-53)

Als ich angeklagt wurde, wollte mich ein Ältester warnen. Er kam nachts zu mir und bat mich, klein beizugeben. Und als ich ihn fragte, was er zu Stephanus gesagt hätte, wäre er sein Freund gewesen, stiegen ihm Tränen in die Augen. Er wusste keine Antwort. Aber woher nahm Stephanus seinen Mut? Die Frage ist einfach zu beantworten: Er sah Gott, er sah Jesus Christus. Und damit passt er in die Reihe der Männer, die aus demselben Grund mutig waren, und die Paulus in Hebräer 11 aufzählt. Alle diese Männer hatten Mut, weil sie den Allmächtigen sahen! (Hebr. 11:27, 34; 13:5, 6)

Ich musste darüber nachdenken, was da eigentlich passiert ist.  Dieser Mut war ja nicht jener tollkühne Mut, der die Gefahr nicht wahrnimmt. Diese Menschen sahen die Gefahr und spürten auch den prüfenden Blick Gottes und seines Sohnes auf sich gerichtet. Und das war es, war mir mit einem Mal deutlich vor Augen stand: Ich bin unter Gottes Aufsicht! Wie kann ich dann seinen Willen verleugnen, nur weil ich Menschenfurcht habe? Wie würde denn mein Glaube aussehen, wenn ich zurückwiche, nur weil Menschen drohen? Würde ich dadurch mein Vertrauen auf Jehowah und seinen Sohn zeigen? Bestimmt nicht! Ich habe also lange um den nötigen Mut gebetet – und ich wurde erhört.

Diesen Mut wünsche ich uns beiden! Dafür bete ich, denn wir sind ja angetreten, diese böse Welt durch unseren Glauben zu besiegen. Wir hatten uns doch vorgenommen, der bösen Welt zu beweisen, dass wir es mit dem Glauben an Gott wirklich ernst nehmen.  Und jetzt stehen wir an einem Scheideweg. Jetzt ahnst du, dass in der Organisation nicht alles redlich zugeht, dass sie sich immer mehr den großen Kirchen annähert und Freundschaft mit der Welt pflegt.  Ich muss gestehen, dass ich anfangs hoffte, es handele sich um menschliche Unzulänglichkeiten, die unter dem Einfluss des heiligen Geistes behoben würden. Aber das geschah eigentlich nicht.

Außerdem ist die Hoffnung, dass Jehowah eine Religionsorganisation daran hindern würde, auf Abwege zu geraten, eine Illusion! Gott hat z. B. nicht verhindert, dass aus dem Urchristentum die Katholische Kirche wurde!

Er hat die Verantwortung für unseren Glauben in unsere Hände gelegt. Nicht umsonst sind wir in der Bibel aufgefordert worden, immer unseren Glauben zu prüfen. Wir dürfen niemals der „Menge folgen zum Unrechttun“ (2. Mo. 23:2). Ich spreche diesen Punkt an, weil wir beide dazu neigen, auf die „Gefühle“ der Versammlung Rücksicht zu nehmen.

Aber ich habe festgestellt, dass dieser Gruppenzwang uns erpressen kann, eben nicht für die Wahrheit einzutreten! Und ich würde mich heute schämen, wenn dies bei mir der Fall wäre. Aber ich will es niemanden übel nehmen, wenn er es doch tut. Ich denke da an Petrus, der ein Leben lang unter dieser Furcht gelitten hat.

Es war Menschenfurcht, die ihn veranlasste, seinen Herrn zu verraten. Später verriet er auch noch seine christliche Haltung (Gal. 2:12). Wir wissen, dass Petrus mit der Zeit diese Menschenfurcht abgelegt hat. Es musste sie ablegen, denn der Herr hatte ihm prophezeit, dass er eines gewaltsamen Todes sterben würde. Mit dieser Prophezeiung vor Augen war er gezwungen, ständig um den nötigen Mut zu beten. Auch er wurde erhört.

Wer ein Gewissen hat, muss auch den Mut haben, ihm zu folgen. Ohne Mut kann das Gewissen nicht wirksam werden. Man muss Mut gegen sich selbst und andere haben, wenn das Gewissen uns alarmiert hat, sonst wäre es nutzlos. Das Gewissen bekommt seine mächtige Unterstützung durch Gottes Wort und seinen Geist, wenn man darum bittet.  Das sind einfache biblische Wahrheiten, aber für mich war es wichtig, sie zu verinnerlichen. Sie mussten tief in mich eindringen und ich durfte nicht mehr zulassen, dass sie verwischt wurden.

Ich weiß, dass mein Brief lang geworden ist. Ich wollte dir erklären, warum ich zu diesem Denken gekommen bin. Als ich anfing, die Bibel täglich so zu lesen, wie sie es fordert (Spr. 2:1-8), da wusste ich noch nicht genau, wohin die Reise gehen würde; ich ahnte es nur. Aber von Monat zu Monat und von Jahr zu Jahr wurde es immer deutlicher, dass ich in meinem Leben etwas ändern musste, wenn ich mich nicht dem Vorwurf aussetzen wollte, vor dem Angesicht Gottes unehrlich zu sein. Ich hoffe, dass du es verstehst.

Es grüßt dich in freundschaftlicher Verbundenheit!“

 

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Lieber Tilo,

vielen Dank für die Veröffentlichung dieses Briefes, er ermutigt mich, mehr Mut zu haben und auch noch mehr anderen die eigene Überzeugung noch mehr zu vermitteln und zu zeigen, dass man sich (endlich) eine eigene Meinung erarbeitet hat und sich mit der wirklichen Wahrheit der Bibel auseinander gesetzt hat. Nochmal herzlichen Dank ????????

Bernd

Gerne werde ich den Inhalt in mein eigenes Glaubensleben einbauen. Danke.

Wahrheit

Lieber Tilo, ich weiß, gar nicht wie ich Dir Danken Soll!!! Dieser Artikel beschreibt, meinen JETZIGEN ZUSTAND! Du hast mir Mut gegeben ! Du hast RECHT , ich FÜRCHTE MICH VOR DEN MENSCHEN, und ich SCHÄME MICH DAFÜR!!! Es ist alles nicht so Einfach, wenn man seine FAMILIE da DRIN HAT!!! Aber dein Artikel, hat mir Persönlich gezeigt, daß der TAG KOMMEN WIRD , AN DEM ICH MEINEN GANZEN MUT AUFNEHMEN WERDE UM MEINEN HERRN , RETTER , ERLÖSER JESUS CHRISTUS ZU BEKENNEN, UND SO AUCH MEINEN HIMMLISCHEN VATER!!! In diesem Schweren Zeiten, seid IHR DIE REDAKTEURE, von BRUDER –… Weiterlesen »

Lili

Danke lieber Tilo,

Du hast die Gabe,auf so liebevoll –  empathiesche Art

und doch in aller Klarheit ,die Beweggründe anzusprechen

die uns zur Loslösung von der ORG bringen.

Allein durch Christus zum Vater.

Dein Mut macht mir auch Mut !

Hab herzlichen Dank für Deinen ” offenen Brief ”

Lili

Birgit

Hallo ihr lieben, auch ich habe einen alten Brief gefunden,den ich meiner letzten” Bibellehrerin” zum Abschied sendete.Ich hoffe,er ist nicht zu lang. 03.03.2017 Liebe Mary, nachdem ich gestern nochmals das Video “100 Jahre Gottes Königreich” angesehen habe und sah,das sich eine junge Frau ein Kreuz mit Krone umhängte und dazu die Schlachthymne der Republik (Glory Halleluja)läuft,kam mir echt alles hoch.Was dazu kommt möchte ich so kurz wie möglich halten. Das Weltliche jw.org Logo an den Königreichssäälen neben Jehovas Namen ist erschreckend. Da gehört Jesus hin.Auf jw.broadcast ist ein Neuer Saal in Kirgistan zu sehen…OHNE seinen Namen,nur noch riesen groß das… Weiterlesen »

Anna

Lieber Tilo, liebe Schwestern und Brüder, hab vielen Dank für die Veröffentlichung dieses Briefes. Da finde ich mich in vielem wieder. Seitens der Organisation wird stets vermittelt Mut im Predigtdienst, im Umgang mit Kollegen, Nachbarn, andersgläubigen Verwandten etc. zu zeigen. So kenne ich viele die mit Herzklopfen an die Türen gehen, hoffen, dass niemand aufmacht. Und Angst vor jeder kleinen harmlosen Geburtstagsfeier in der Schule oder der Arbeit haben. An manchen dieser Tage in Urlaub sind oder krank (ggf. wirklich vor Angst). Mir hat es stets sehr viel Mut abverlangt mich in meiner organisationstreuen Zeit als Zeuge Jehovas zu erkennen… Weiterlesen »

Schneeflocke

Uiiii, schon als ich den Anfang las war ich sehr gespannt auf diesen Brief!! Vielleicht, weil auch ich diese Woche einen Brief an einen wirklich guten alten Freund verfasst habe, der uns vor fast genau drei Jahren (schweren Herzens) die Freundschaft kündigte. Schon ein Satz am Anfang brachte mich zum Überlegen: “Ich habe nicht erwartet, dass du mir in allen Dingen zustimmst, denn ich weiß, dass jeder seinen Weg allein gehen und verantworten muss.” – in dieser Aussage steckt wirklich so einiges drin! Ich möchte allerdings und auch wirklich nur ganz kurz eine andere Facette erwähnen. Das Gewissen eines jeden… Weiterlesen »

Wahrheit

Liebe Brüder und Schwestern, ich habe einen Freund, der von verschiedenen Ältesten einiger Versammlungen ohne ersichtlichen Grund seit Jahren massiv gemobbt wird. Es wurden sogar durch die Ältesten diverse Straftatbestände erfüllt, für die es leider keine Zeugen gibt. Darüber hinaus gaben die Ältesten unter anderen Zeugen bekannt, dass das neue DSGVO-Gesetz sie überhaupt nicht interessiert und sie machen können, was sie wollen – ihr Ältestendasein allein sei bereits eine Berechtigung dafür! Eine Einsicht in die eigenen Daten wurde dem Bruder trotz der neuen Gesetzeslage bis zum heutigen Tag verweigert, denn NUR die Ältesten und das Bethel seien befugt, in seine… Weiterlesen »

Dirk

  Hallo,     die Erklärungen und Beweggründe ( z.B. soziale Ächtung usw. ) derer die weiterhin oder noch in die Versammlungen gehen und weiter in der WTO bleiben sind menschlich gesehen nachvollziehbar, aber die Frage ist doch wie GOTT darüber denkt.   Wenn man erkannt hat, dass diese oder jene Lehre eine Falschlehre ist, dass die Prophezeiungen der LK sich nie erfüllt haben, dass es sich um falsche Propheten handelt, dass so vieles statt Wahrheit einfach nur Lüge ist, dann sollte man auch den Mut haben dies zu bekennen und zu benennen.   Kann man sagen, dass man ein… Weiterlesen »

Dirk

  Hallo,   die LK hat weder Mut noch Demut, denn sonst würden sie sich für das „alte Licht, die alte Wahrheit“ entschuldigen.   Hier ein Beispiel wie man Verfehlungen zugeben und um Vergebung bitten kann.   Ganz im Gegensatz zur WTG/jw.org.   Die ORG wird sich m.E. nie für ihre falschen Prophezeiungen und falschen Lehren entschuldigen, geschweige denn um Vergebung bitten.   ( Fettdruck und Kursiv von mir, Fett= frühere Fehler, Kursiv= neue Erkenntnis )   „Vergeben Sie uns unsere Verfehlungen“ „Die Weltweite Kirche Gottes kurz WKG, englisch Worldwide Church of God (seit 3. April 2009 Grace Communion International),… Weiterlesen »

Dirk

  Hallo,   „Die Heiligung Gottes bei Paulus“ „Es ist eine bemerkenswerte Tatsache, dass der Apostel Paulus, der Apostel der Nationen wohl viel von der Heiligkeit der Gläubigen redet, aber nicht einmal Gott als heilig oder als Jehova bezeichnet. Der Körper Christi ist die herausgerufene Gemeinde Gottes, weil Gott sie geheiligt hat, aber die Beziehung Gottes zu Seiner Gemeine wird weder »Heiligkeit« genannt, noch durch den Namen »Jehova« charakterisiert. Obgleich Er eine Gemeinde hat, ist Er doch ausschließlich der Heilige Israels und hat Sich als Jehova nur diesem Volk verpflichtet. Die Frage ist nun, was Er denn für den Körper… Weiterlesen »

Sylvia Geiser

Lieber Dirk

Vielen Dank für Deinen klaren Kommentar. Er war ausgezeichnet. Ob er verstanden wird ist eine andere Frage.

Liebe Grüsse

Sylvia

 

 

Walter

Walter Nagl  Ich möchte was Christus angeht, folgendes mitteilen:  Mat. 10:26 “….wer mich vor den Menschen bekennt…”   Wenn man sich hinter einem Pseudonym oder einer “Maske” versteckt, erfüllt man sicher nicht diese Worte. Allerdings gibt es berechtigte Gründe für eine bestimmte Zeit aus strategischen Gründen so zu agieren, da Jesus sagte: Mat.10:16, “….erweist euch vorsichtig wie Schlangen….” Auf Sicht gesehen kommt für jeden der Zeitpunkt um klar Stellung zu beziehen. Spr. 29:25 “Vor Menschen zu zittern, ist das was eine Schlinge legt.” Das wie und wann ist jeden selbst überlassen, denn Christus möchte bestimmt nicht, dass jemand aufgrund der… Weiterlesen »

Walter

Walter Nagl an Ede!  Sicher hast du recht, man sollte das begründen. Nun, so wie ich das verstehe, ergibt sich das aus den Worten Jesu in Mat.10:28  “……und werdet nicht furchtsam vor denen die den Leib töten….”.  Wenn jemand inkognito lebt braucht er keine Furcht zu haben, die warnenden Worte Jesu gehen ins Lehre. Auch Mat.26:34,35, und 69-75 zeigen anschaulich, dass man sich letztlich nicht für immer verleugnen kann, wenn es auch, wie im Kommentar erläutert, eine Zeitlang bestimmte Gründe dafür geben mag. Bei den Zeugen waren wir Interpretations -Christen, dass ist meiner Meinung nach der falsche Ansatz.  Besonders die einfachen… Weiterlesen »

Sylvia Geiser

Lieber Walter

Ich bin absolut mit Dir einig. Mit einem Pseudonym kann man viel leichter über die WTG aufs Übelste herfahren. Verzeihen ist eben ein Fremdwort und zudem sind alle gerne freiwillig da drinnen.

Sagt Jehova nicht in der Bibel: Mein ist die Rache? Wie kann man jahrelang motiviert, ja fast süchtig über sie herfallen.

Wer dem Andern eine Grube gräbt, fällt bekanntlich selbst hinein.

Wünsche Dir einen schönen Sommertag

Sylvia

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Dirk

  Lieber Gerd,   mir ist noch nicht ganz klar, wie du, pit und andere, genau die Erwählung verstehen.   Es gibt z.B. die Lehre der einfachen und der doppelten Prädestination.     Prädestination, verkürzt in einem Satz: Gott liebt einige Menschen so sehr, dass er sie vor Grundlegung der Welt dazu erwählt, dass Heil in Christus zu erben und sie heilig zuzubereiten für die Ewigkeit. Doppelte Prädestination bedeutet, dass Gott die anderen Menschen nicht nur übersieht und übergeht, sondern gleichfalls vorherbestimmt, jedoch zum Verderben.     Bei den ganzen Überlegungen über „Prädestination“ ist zu bedenken, dass es hier um… Weiterlesen »

Walter

Liebe Fox Wir lesen seit zwei Jahren regelmäßig BI, viele gute Kommentare von dir, wir haben dich daher liebgewonnen, obwohl wir dich nicht persönlich kennen. Mit Kritik kann ich umgehen, ja wie sagte, Peter Rosegger (Heimatdichter) ” Wenn ich gelobt werde fühle ich mich gar nicht gut, denn da Denke ich mir so gut bin ich ja gar nicht, werde ich aber kritisiert, dann geht es mir schon besser, dann sage ich mir, so schlecht bin ich auch wieder nicht”. In meinen beiden Kommentaren habe ich explizit zum Ausdruck gebracht, dass es für Inkognito sogar Bibl.Gründe gibt, wie zB………seid vorsichtig… Weiterlesen »

Alex

Hallo an Alle ,   Die Frage, warum Gott den einen zur Rettung erwählt und andere nicht, scheint eine Frage zu sein die viele bewegt. Doch ist diese Frage für uns überhaupt zulässig? Die Überzeugung, dass Gott völlig unabhängig ist, zieht sich durch die gesamte Bibel. Das fängt bei Gott selbst an. Er ist schlicht Gott, der Erhabene, über dem niemand sonst steht. Er ist Herr über die Natur, über alle Menschen und Satan. Niemand im gesamten Universum oder darüber hinaus kann ihm das Wasser reichen.   Bei dieser Souveränität Gottes, die in seiner Persönlichkeit und in seiner Eigenschaft als… Weiterlesen »

ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ

Stell dir einmal folgendes vor: Jesus hätte eine „Beitrittserklärung“ von sämtlichen Jüngern gefordert, die ihm nachfolgen wollten. Er hätte ebenfalls SEINE „AGB’s“, (S)ein Widerrufsrecht und die Zustimmung sämtlicher Datenerfassung, abverlangt. Wer wäre ihm wohl nachgefolgt?   Jesus begab sich einmal in das Haus des Zachäus‘ – ein von der Allgemeinheit verpönter/verachteter Mensch, weil er ein Zoll-/Steuereinnehmer war (ein heutiger Finanzbeamter). Die wurden damals gemieden und ausgerechnet Jesus gab ihm die Anweisung: »Zachäus, komm schnell (vom Baum) herunter! Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.« (Luk. 19:5) Das wäre, nach den Leitlinien der heutigen JW.ORG, ein Ausschluss wert! Und… Weiterlesen »

Alex

Liebe Athalja,   gestatte mir ebenfalls noch einmal auf deine Statements zu antworten. Entschuldige, aber mir kommt es jetzt so vor, als würden wir Erbsen zählen.   Macht es Sinn jetzt darüber zu Argumentieren wer im Universum herrscht, der Vater oder der Sohn. Also dieser Diskussion möchte ich mich nicht beteiligen. Wir könnten jetzt gegenseitig auf Bibelstellen hinweisen um unsere jeweiligen Ansichten zu belegen, doch von dieser Art fundamentalistischen Rechthabereien halte ich nichts. Bitte beachte bei dem was in Matth. 28:18 steht, das Jesus sagte: „Mir ist alle Macht gegeben worden. Vom wem wohl?   Du nimmst Bezug auf die Tage… Weiterlesen »

ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ➠Ede

Hallo Ede, dein Statement hat mich schon wieder auf einen Gedanken gebracht, der mal von einer “IST-SITUATION” betrachtet werden muss. Die Zeugen Jehovas (ich habe nichts gegen die einzelnen Individuen), speziell die “WTO-JW.ORG BOSSE” sind es, die gespiegelt werden müssen, nicht wahr? Zunächst ist, meiner Überzeugung nach, dieser Punkt eine Realität: Zeugen Jehovas waren lediglich bis zum Zeitpunkt der Taufe Jesu Christi relevant. Ihre Berechtigung befindet sich wohl im Treibsand.  Weshalb? Weil die Begebenheit aus Jes. 43 (Begründung ihrer Existenz) sich um das Wohl Isreals drehte und JHWH vorher schon über seinem Knecht (Jesus) folgendes sagte: Siehe, mein Knecht, den ich… Weiterlesen »

Maestro@Annika

Hallo Anika, ich muss dich jetzt einfach mal loben für deine Bemühungen, wie du so vieles so differenziert erklärst. Es erwärmt mein Herz, wenn ich sehe, wie auch noch jüngere Menschen (dein Name sagt mir, dass du noch sehr bis ziemlich jung bist) sich so sehr für das Wort Gottes interessieren und sich entsprechend damit auseinandersetzen. Alles was du schreibst, hat Hand und Fuss! Egal, was dir alles noch im Leben passieren mag, verliere bitte nie das Feuer, das du jetzt momentan für deinen christlichen Glauben zeigst. Das Schlimmste, was uns Christen passieren kann, ist, wenn unser Glaube erkaltet oder… Weiterlesen »

Martin

Hallo, Ich möchte hier gerne offenlegen, wie raffiniert die Zeugen Jehovas in 2015 in Kassel eine inoffizielle Kirchensteuer eingeführt haben, obwohl die Glaubensgemeinschaft mit einer freien, nur durch Spenden finanzierten Mitgliedschaft werben. Diese Methodik, die eigenen Grundsätze unbemerkt zu umgehen, ist bei den Zeugen Jehovas geschickt ausgeklügelt und psychologisch gut durchdacht. Kurz nach meinem Eintritt (sog. „Taufe“) Mitte 2015 bei den Zeugen Jehovas – nach 6-jähriger schweren Krankheit – wurde nach einem Gottesdienst offiziell verkündet, dass ab sofort neben dem Spendenkasten Formulare auslägen, auf denen jeder ohne Angabe des Namens eintragen möge, wieviel er oder sie denn jeden Monat normalerweise… Weiterlesen »

Walter

Walter an Dieter Das extremste Beispiel stellt das Kongress-Stadion in Dänemark dar, es wurde zwar 2017 verkauft, es besteht aber immer noch ein Benützungsvertrag.  Wenn man es vom Satelliten aus betrachtet, hat der Grundriss des Areals die Form einer überdimensionalen Pyramide, mit dem Allsehenden Auge. Einfach in Google Maps “Jehovah’s Vidners Staevneplads Silkeborg Dänemark” eingeben. Neben vielen Subliminals, also versteckten Botschaften in Form von Bildern wie, Dämonen, Frazen, Hexen, Teufeln, Böcken, Krallen, Bockfüssen und vielen anderen abartigen Gebilden, gibt es auch in den letzten Jahren noch vereinzelt Freimaurer Symbole wie ein Pentagramm im Paradiesbuch auf Seite 128 in der Sessellehne… Weiterlesen »

Walter

Walter an Markus  Du hast völlig Recht damit, dass jeder glauben kann was er will.  Es geht um die Frage, ob denen, die als ZJ angeworben wurden, bewusst ist, dass sie getäuscht wurden. Das ist großteils nicht der Fall! So stellt diese Täuschung vielleicht juristisch keinen strafbaren Tatbestand dar, dennoch bleibt Betrug immer ein Betrug, wie immer man es auch benennen mag. Wesentlich ist, dass viele von den “Aufgewachten” erkannt haben, dass sie aufs  Übelste betrogen worden sind. Ich kann voller Inbrunst sagen, dass ich mit einer Templer Sekte bei Gott nicht das Geringste zu tun haben wollte und ich… Weiterlesen »

walter

Hallo Dieter, uns sind leider nicht die genauen Umstände bekannt, da wir in den über zwei Stunden ohnehin so viel angesprochen haben, dass für Einzelheiten keine Zeit blieb. Gerade deshalb, weil G. Lösch ein LK Mietglied ist, weiss er darüber Bescheid. Wir haben zum Teil aufgeschrieben, was wir besprochen haben. Alles ist durch drei Personen bestätigt. Ein Fall der uns aus Selters bekannt ist: Erich Brüning musste den Selbstmord seiner Tochter durch Erhängen in der Zentrale Selters Taunus live miterleben, nach dem sie Jahrelang unter dem psychischen Druck der Aufseher der WTG litt und keinen Ausweg mehr wusste. Brüning war… Weiterlesen »

pit

Lieber Tilo, ein wunderschöner Artikel. den du da verfasst hast. Und schön, dass du nochmal darauf hinweisst, dass der Weg eines Christen der Weg des Gewissens ist. Paulus hat das ja in seinen Texten schon anklingen lassen, obwohl er schon einige Kompromisse eingegangen ist. Er konnte sowieso nicht, wie er wollte. Wenn man sich seine Lebensgeschichte so anschaut ist das auch nicht verwunderlich. Er hetzte ja von einer Baustelle zur Nächsten. Kaum hatte er eine Gemeinde auf Vordermann gebracht, musste er gleich weiter, da schon wieder ein paar Wahnsinnige in einer anderen Gemeinde eigedrungen waren und ihre Sonderlehren verbreitet hatten.… Weiterlesen »

Marta

Da ist er wieder, unser lieber Ede.

Jetzt kommt mit dem Weihnachtsmann und den Osterhasen um zu zeigen,die WTG ist nicht so schlecht wie die Kirchen aus Babylon der Großen.

Er verrät sich immer wieder selber.

Marta

 

Walter

Walter an N. M.

Lieben Dank für den Hinweis und die Klarstellung, wir erfuhren von Gerrit Lösch keine Namen, oder Einzelheiten, möglicherweise kannte er selbst nicht alle Umstände, oder wollte sie nicht preisgeben, außerdem war die Zeit sehr bemessen, nachdem wir viele Punkte Ansprachen.

Dieter hat sich über unsere Mail an uns gewandt so konnten wir ihm das Gesprächsprotokoll mit Hr.Lösch übermitteln.

Jedenfalls klappt die Zusammenarbeit sehr gut, was der eine nicht weiss oder versteht, kann der andere ergänzen oder erklären.

Wunderbar wie dies hier klappt, dank deiner und eurer Aufmerksamkeit.

LG Walter

 

 

 

 

Nordlicht

Hallo liebe stille  Mitleser Über die Pflicht zum Ungehorsam-möchte ich euch kleine Einblicke in meine WTG Geschichte erzählen. Es ist die reine Wahrheit! Bin nur ein kleines biblisches Glühwürmchen unter all den Koryphären und der Wortwahl nicht so mächtig wie ihr alle. Ich sah in meinem “Ungehorsam ” immer mein gesundes ,logisches Denken.Da ich gut zuhörte was in der VS gesagt wurde,hinterfragte ich auch alles.Meinen ersten “Einlauf” bekam ich ,als ich nichts ahnend in ein “Komitee” rein rutschte.”Ihre” Wortwahl und Sicht der Dinge waren für mich unlogisch,also stand ich auf mit den Worten “das reicht mir”und ging heim. Ja, so… Weiterlesen »

Nordlicht

Möchte noch mein Gedicht über einen treuen Begleiter mit euch teilen. Sämtliche WTG- Erzeugnisse sind bei mir ausgezogen.   Hacken Porsche Georg Der eine hat nen Koffer im Schrank für den WTG Weltuntergang Der andere die Notfallkiste unterm Bett, auch mal ganz nett. ICH hatte den Hacken Porsche  ” Georg” Er stand 30 Jahre gepackt an seinem Ort. Du standhafter Freund aus alten Tagen,jetzt werde ich dich zum Keller tragen. 30 Jahre warst du  Einsatzbereit, gepackt für kalte u. warme  Kriegstage, Socken- Seife – Schwamm und Kamm- Notfallgroschen Schlüpfer mit Bein kam für Oma rein. 30 Jahre Staub entfernt –… Weiterlesen »