Zusammenarbeit (durch Anweisungen) schafft christliche Einheit

Kommentar zum Videovortrag von “Joel Dellinger“ auf JW Broadcasting https://tv.jw.org/#de/mediaitems/PrgEvtFeatured/pub-jwb_201711_10_VIDEO

„Was führt zur Einheit unter Gottes Volk?“ Diese Frage stellt Joel Dellinger in einem Video auf JW.org. Gemeint ist natürlich die Einheit in der Organisation von Jehovas Zeugen. Die Antwort finden wir bereits im Video-Titel: „Zusammenarbeit schafft Einheit“, gestützt auf Lukas 2:41. Dort lesen wir nach der NWÜ: „Seine (Jesu) Eltern pflegten nun Jahr für Jahr zum Passahfest nach Jerusalem zu gehen. Und als er zwölf Jahre alt geworden war, gingen sie der Festsitte gemäß hinauf.“ 

Nun verstehe ich wirklich nicht, was dieser Text mit dem Thema „Einheit durch Zusammenarbeit“ zu tun hat. Man könnte annehmen, dass es sich um einen Druckfehler handelte, denn dieser Vers wird von Joel Dellinger im gesamten Video nicht wieder erwähnt. Überhaupt zitiert er keinen Vers aus der Bibel, der das Thema direkt unterstützt. Aber das macht nichts, denn es ist eine Binsenweisheit: „Zusammenarbeit führt zur Einheit“. Das muss man nicht unbedingt mit einem Bibeltext begründen.

Einheit – ein Zeichen wahrer Christen?

Einheit ist eine sehr wichtige Sache, für alle Organisationen. Und da die WTG bekanntermaßen die Christenversammlung als eine Art Organisation betrachtet, lehrt sie, dass Zusammenarbeit das Merkmal ist, das eine wahre Christenversammlung ausmacht. Jesus lehrte uns jedoch, dass Liebe die perfekte Verbindung ist, die die Christengemeinde zusammenhält: „Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.“ (Kol 3:14)

Joel Dellinger hingegen sagt: „Ein wesentlicher Faktor für christliche Einheit sind die klaren Anweisungen des treuen und verständigen Sklaven“. 

Da haben wir es! Hier wird unmissverständlich klar, worum es der WTG im Wesentlichen geht. Als Organisation ist sie daran interessiert, dass ihre „Anweisungen“ strikt umgesetzt werden. Doch die Befolgung und Abhandlung von Anweisungen hat nichts mit unserem Handeln aus Glauben, Überzeugung und Liebe zu tun. Wer nur Anordnungen befolgt, muss sich und seine Überzeugungen oft vergewaltigen.

Joel Dellinger verkündet stolz, was uns täglich alles durch Jehovas Organisation zur Verfügung gestellt wird: der Studienwachtturm, das Programm für die Dienst- und Lebenszusammenkunft und das Programm auf JW- Broadcast.

Klare Anweisungen und Befehle, sowie deren Umsetzung, sind für eine funktionierende Organisation, ähnlich wie beim Militär, wichtig und für diese Strukturen lebensnotwendig. So möchten auch die Verantwortlichen in der Organisation Gottes nicht, dass man ihnen widerspricht, sie möchten, dass wir tun, was sie uns sagen. Die leitende Körperschafft verfasst viele Briefe und Anweisungen, damit die verantwortlichen Brüder wissen, was, wie umzusetzen ist. Es sind jährlich 80 Briefe mit „klaren Anweisungen“.

Joel Dellinger zitiert in diesem Zusammenhang den Bibelvers Hebräer 13:7, der hier für die WTG eine Schlüsselrolle einnimmt.

„Gedenkt derer, die unter euch die Führung übernehmen, die das Wort Gottes zu euch geredet haben, und während ihr den Ausgang [ihres] Wandels genau betrachtet, ahmt [ihren] Glauben nach“.

Angeblich behandelt dieser Vers, die Einstellung, die wir idealerweise zu den Aufsehern der Versammlungen der Zeugen Jehovas, den fleißigen Ältesten, haben sollten.

Joel Dellinger interpretiert das erste Verb im Text: „gedenkt“ folgendermaßen: “Dies bedeutet, das Gute, was ein Ältester tut, im Sinn behalten.” Das Wort für “Gedenken“ könne auch mit “Erwähnung” übersetzt werden und er ermuntert die Bruderschaft, die Ältesten in ihren Gebeten zu erwähnen. Nun, dagegen ist auch nichts einzuwenden. Auch Paulus bat darum, dass man für ihn bete. Er forderte Christen sogar dazu auf, für alle Menschen zu beten, auch für die Personen, die in Regierungen eine verantwortliche Position bekleiden.

„Am wichtigsten ist, dass die Gemeinde nicht aufhört zu beten. Betet für alle Menschen; bringt eure Bitten, Wünsche, eure Anliegen und euren Dank für sie vor Gott. Betet besonders für alle, die in Regierung und Staat Verantwortung tragen, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, ehrfürchtig vor Gott und aufrichtig unseren Mitmenschen gegenüber. So soll es sein, und so gefällt es Gott, unserem Retter.” (1. Tim. 2:1-3 Hfa)

Doch Joel Dellinger verfolgt, im Auftrag der leitenden Körperschaft, ein anderes Ziel: Er fordert den absoluten Gehorsam gegenüber Männern ein, die von der leitenden Körperschaft eingesetzt wurden, um ihre Anweisungen umzusetzen. Wer diese Männer in seinen Gebeten erwähnt, wird ihnen dann auch bedingungslos folgen, er wird es nicht wagen, ihnen zu widersprechen, sich über sie beschweren oder auf Konfrontation gehen.

Joel Dellinger bezieht sich dann direkt auf Vers 17 dieses Kapitels, in dem es in der Neue-Welt-Übersetzung heißt: „Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig“

Nach Ansicht der WTG fordert Paulus uns also dazu auf, den ernannten „Ältesten“ – denn nur um diese geht es – zu gehorchen und uns ihnen zu unterwerfen. Doch lasst uns hier keine falschen Schlüsse ziehen, Paulus spricht hier sicherlich nicht von einem blinden Kadavergehorsam.

Gehen wir zurück zu Vers sieben und lasst uns den Teil lesen, den Joel Dellinger übersprungen hat. Zunächst sagt Paulus: „Gedenkt eurer Lehrer, die euch das Wort Gottes gelehrt haben; schaut euch das Ende ihres Glaubens an und folgt ihrem Beispiel“.

Gedenkt eurer Lehrer“! Doch was ist, wenn du feststellst, dass du falschen Lehrern folgst, Lehrern, die dir das Jahr 1914 als den Beginn der unsichtbaren Gegenwart Christi einreden oder vermitteln, dass die „anderen Schafe“ nicht Gottes Kinder sind, sondern nur Gottes Freunde? Was ist, wenn du erkennst, dass diese Lehrer uns eine absurde Interpretation der Generationsfrage schmackhaft machen sollen und offensichtlich nicht durch das Wort Gottes zu uns sprechen?

Ahmt ihren Glauben nach

Paulus sagt: “Ahmt ihren Glauben nach!” Haben wir dann nicht das Recht, ja sogar  die Verpflichtung, das Verhalten der Ältesten in unseren Versammlungen und sogar die Glieder der leitenden Körperschaft zu beurteilen? Wenn sich ihr Verhalten als vorbildlich für den Glauben erweist, dann sollten wir ihnen folgen. Daraus folgt aber auch, dass wir ihnen sicherlich nicht folgen und gehorchen dürfen, wenn ihr Verhalten einen erkennbaren Mangel an Glauben aufweist. Mit dieser Überlegung im Sinn möchten wir mit Vers 17 fortfahren: Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig.“

Doch was meint Paulus, wenn er sagt: „Gehorcht ihnen“?  Tatsächlich spricht Paulus nicht von „gehorchen“ oder “Gehorsamsein”. Es handelt sich hier um eine Fehlübersetzung, die in vielen Bibeln zu finden ist, weil fast jede Übersetzung von einer Organisation oder Gruppe angefertigt wurde, die von ihren Anhängern absoluten Gehorsam – den Priestern oder Klerus gegenüber – verlangen.

Das griechische Wort, welches mit „gehorchen“ übersetzt wird, ist: „peithó“ und es bedeutet: “zu überzeugen, zu drängen”. Also geht es auch hier um deine persönliche Überzeugung – diese ist gefordert. Wir müssen bewerten dürfen, was uns gesagt wird. Aber das ist nicht die Botschaft, die Joel Dellinger zu vermitteln versucht.

Er fragt stattdessen: “Aber was ist, wenn eine theokratische Anweisung, die wir erhalten, keinen Sinn ergibt, uns überrascht oder uns persönlich nicht passt? In solchen Fällen kommt der letzte Teil des Verses 17 ins Spiel, wo wir angewiesen würden, unterwürfig zu sein. Denn auf lange Sicht ist es für uns besser mit theokratischen Anweisungen einig zu gehen.“

Natürlich möchte er uns an dieser Stelle beeinflussen, auch dann Anweisungen zu befolgen, wenn sie für uns offensichtlich keinen Sinn ergeben. Oder einfach gesagt: “Befolge Anweisungen einfach und frage nicht, ob du sie verstehst.”

Während Paulus uns in seinem Brief an die Hebräer auffordert, unserer „Überzeugung“ zu folgen, uns also überzeugen zu lassen, spricht Joel Dellinger von blinden Gehorsam.

“Theokratie” bedeutet “von Gott regiert”. Es bedeutet nicht “von Männern regiert”. In der von Joel Dellinger, als Vertreter der „Organisation Gottes“ geäußerten Ansicht, kann der Begriff jedoch gleichermaßen für Jehova oder die Organisation gelten. “Gehorcht der Organisation und deren Vertretern”, lautet die Botschaft. Paulus hätte, wenn er dies im Sinn gehabt hätte, bestimmt ein anderes Wort verwendet. Er hätte wohl eher das griechische Wort „peitharcheó“ benutzt, welches bedeutet: “einer menschlichen Autorität zu gehorchen und zu folgen”. Die Bibel gebietet uns aber, nicht Menschen zu folgen, denn wenn wir ihnen folgen, werden sie unsere Führer. Und unser einziger Führer ist und sollte doch immer der Christus sein. (Mt 23:10; Ps 146: 3)

Die WTG fordert uns also durch Joel Dellinger zu dem auf, was in direktem Widerspruch zum Befehl unseres Herrn Jesus steht. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum Joel Jesus niemals erwähnt. Wir sollen bereit sein, Menschen – Männern – zu folgen und verschleiert wird dies durch die Aussage, dass es eine theokratische Anweisung von Jehova ist. Gott hingegen gibt uns die theokratische Anweisung auf seinen Sohn zu hören: Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; auf den sollt ihr hören“! (Mt 17: 5)

Jesus hat seine Macht und seine Befugnis keiner Personengruppe übertragen, auch nicht einem „treuen und verständigen Sklaven“. Er alleine leitet seine Gemeinde, so wie er es versprochen hat.

Wenn die Organisation, geführt durch die leitende Körperschaft – den treuen und verständigen Sklaven – wirklich theokratisch, also von Gott eingesetzt und geführt wäre, dann gäbe es keine falschen Lehren, die immer wieder korrigiert werden müssen und Anordnungen, die wir nicht verstehen. Die Vorgaben und Anweisungen, die wir von der Organisation haben, sind alles andere, aber nicht theokratisch.

Jesus Christus, der von seinem Vater eingesetzt wurde, ist unser Führer und Lehrer. Wir sind Brüder und unter Jesus sind wir alle gleich. Es gibt für ein menschliches Verwaltungsorgan keine Basis. (Mt 23: 8, 10)

Das Wesen der theokratischen Anweisungen

Die Anweisungen, die wir von Jesus bekommen haben, decken alle Umstände, denen wir im Leben begegnen, ab. Nimm deine Bibel zur Hand, finde das erste Kapitel von Matthäus und das letzte Kapitel der Offenbarung, kneif die Seiten zwischen deinen Fingern zusammen und lasse die Bibel nach unten baumeln. Da ist es! Die Summe von allem, was wir brauchen, um ein erfolgreiches und glückliches Leben zu führen. Mehr als das: Alles, was wir brauchen, um das wahre Leben, das immerwährend ist, zu finden und zu festigen.

Mit dem neuen Testament halten wir das Wesen der theokratischen Anweisungen in der Hand. Für jeden zugänglich, verständlich und unter Schulung des eigenen Gewissens anwendbar.

Dem entgegen steht die menschliche Organisationsstruktur der WTG. Joel Dellinger rühmt die LK hunderter oder sogar tausender Briefe und Anweisungen, die aus dem Hauptquartier an alle Zweige und an alle Ältesten der ganzen Welt gesandt werden. In einem Jahr stellt die Papierausgabe der Organisation die Bücher und Briefe der christlichen Schriftsteller des ersten Jahrhunderts, die in über 70 Jahre entstanden sind, in den Schatten. Warum so viel?

Einfach deshalb, weil das Gewissen des Einzelnen ausgeschaltet und ersetzt werden soll, durch eine Vielzahl von Regeln und Vorschriften, die die WTG fälschlicherweise als “theokratische Richtlinien” bezeichnet. Wir werden aufgefordert, den Ältesten zu gehorchen und ihren Glauben nachzuahmen. Die Frage aber ist: Haben unsere Ältesten wirklich einen persönlichen Glauben, der es wert ist, dass man ihnen folgt?

Ich war viele Jahre selber Ältester und kann mit Überzeugung sagen, dass die meisten Verantwortlichen in unseren Versammlungen nicht die Spur eines persönlichen Glaubens oder einer persönlichen Überzeugung haben. Wie wollen sie dann andere überzeugen und von was überhaupt? Ihre einzige Überzeugung besteht darin, die Anweisungen der “leitenden Körperschaft”, auch gegen besseres Wissen, rigoros umzusetzen.

Diese Hirten sind nichts anderes, als die Handlanger einer Organisation, von der sie ihre Machtposition erhalten haben und die sie sofort verlieren, sollten sie nach ihrem eigenen Gewissen und ihrer Glaubensüberzeugung handeln. Aber das ist genau das, was Paulus von einem Glied der Christenversammlung erwartet.

Wer führt die Christenversammlung ?

Joel Dellinger greift natürlich eine Begebenheit aus dem Alten Testament auf, um zu belegen, wie eine theokratische Führung funktioniert: Die Israeliten folgten, während ihrer Wanderung durch die Wüste, der Wolke, die ihnen zeigte, wann es weiter ging und wohin.

Joel Dellingers Worten zufolge, führt uns nicht Jesus, sondern Jehova. Und Jehova führt uns auch nicht durch Jesus; er führt uns durch die „leitende Körperschaft“ und die Ältesten einer menschlichen Organisation. Wie seltsam, denn es war Jesus, der sagte, dass er bis zum Abschluss des Systems der Dinge bei uns sein würde. Sollte Joel nicht von der klaren Gegenwart Jesu sprechen? (Mt 28:20; 18:20)

Jesus ist der größere Moses. Wenn die WTG Moses ersetzen und auf seinem Stuhl sitzen will, muss sie Jesus beiseite drängen, denn hier ist kein Platz für mehr als eine Person und erst recht nicht für eine Gruppe von Personen, die als “treuer und verständiger Sklave“ alle Macht und Befugnisse, die Jesus gehören, an sich reißt.

„Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern und sprach: Auf dem Stuhl des Mose sitzen die Schriftgelehrten und die Pharisäer“.  (Mt 23: 2)

Wie kann man zehn Minuten, wie Joel Dellinger, über theokratische Richtlinien sprechen, ohne Jesus, unseren Führer und König, ein einziges Mal zu erwähnen? “Wer den Sohn nicht achtet, ehrt nicht den Vater, der ihn gesandt hat.” (Johannes 5:22)

Zum Schluss bringt er das Ziel seiner Ansprache unverblümt auf den Punkt. Er erzählt von einem Aufseher, einem Ältesten, der vorbildlich in der Umsetzung theokratischer Anweisungen war. Sobald er eine bekam, zückte er sein Notizbuch und schrieb alles auf, was sofort zu erledigen sei. Deshalb konnte Jehovas Organisation ihm auch viel Verantwortung übertragen.

Ja, solche Persönlichkeiten braucht die WTG, nur so funktioniert die Zusammenarbeit in ihren Reihen. Ist dieser Bruder eine Ausnahme? Nein. Viele sind wie er bereit, die Anweisungen der LK sofort umzusetzen, ohne sie zu hinterfragen. Und so kommt es, dass der Geist in unseren Versammlungen von solchen Funktionären geprägt ist, die nur darauf schauen, ob auch alles nach “Anweisung“ erledigt wird. Nur so ist die Einheit einer menschlichen Organisation zu gewährleisten.

Mag ich nicht (58)

27 Kommentare zu “Zusammenarbeit (durch Anweisungen) schafft christliche Einheit

  1. Patricia

    Hallo,

    alles, was ich hier zu lesen bekomme, interessiert mich außerordentlich, da ich selbst Zeugin Jehovas bin. Und seit einiger Zeit, einigen Jahren, habe ich mir schon manches Mal einige dieser Fragen, die auf dieser und auch anderen Seiten beantwortet werden, stirnrunzelnd gestellt und es werden immer mehr.

    Vieles kann ich bestätigen, manches ist mir neu, ich bin überrascht, was ich seit drei Wochen intensiven Nachforschen so alles erfahre. Bin überzeugt, dass die Bibel das Wort Gottes ist, und habe meinen Glauben darauf gegründet, so wurde ich es von meinem Großvater gelehrt. Er stellte mir mal die Frage, wer mich zur "Wahrheit" gebracht hat? Meine Antwort: DIE BIBEL! Er sagte darauf: Richtig geantwortet.

    Alles, was man euch sagt, tut, jedoch tut nicht nach ihren Werken!

    Leider muss ich immer öfters dran denken, dass ich das Gefühl habe, dass unser "Treuer und verständiger Sklave" sehr reich sein muss. Wie passt das zu Jesu Einstellung der totalen Entbehrung und Bescheidenheit?

    Außerdem steht in der Bibel, dass wir alles prüfen und das Gute behalten sollen.

    Das habe ich mir gemerkt und ich würde es jedem Zeugen Jehovas so sagen, dass ich mich bei meiner Hingabe dazu entschlossen habe, Christi Jünger zu sein, und die Liebe zu leben, die er vorgelebt hat. Und dann sollen wir unsere Gerechtigkeit nicht vor den Menschen üben, um von ihnen Anerkennung zu erhalten.

    Das Beispiel mit der Wolke, und der Feuersäule ist ja auch wieder mal typisch von weit her geholt. Die Israeliten haben die Wunder gesehen, die Jehovas Macht verdeutlichte und wie die Leitung Jehovas dadurch sichtbar wurde. Aber wie ist es heute? - Ist der Segen Jehovas nun weg, weil so viele Königreichssäle verkauft wurden und noch werden? Ist vielleicht die heimliche Vernichtung der Dokumente über Kindesmissbräuche daran schuld? -

    Unterordnen ist für mich kein Problem aber Kadavergehorsam wie beim Militär, das ist es, denn das will Jehova nicht und sein Sohn auch nicht. Aus Liebe und eigener Überzeugung gehorchen und auch hinterfragen, damit mein Glaube stark wird.

    Danke für die reichhaltigen Informationen auf dieser Seite. Ich muss noch mehr lesen! DANKE!

    Liebe Grüße

    P
    ????

    1. Iris

      Liebe Patricia ,

      schön , daß du da bist .  Deine Liebe zu Jesus Christus , wird dir dabei helfen , die ,, Wahrheit " herauszufinden . Und sie ist wunderbarer , als die , die du sie bis jetzt kennengelernt hast . Das wirst du merken , wenn du die Aussagen von JWOrg , mit verschiedenen Ausgaben der Bibel vergleichst .

      Viel Erfolg beim Nachforschen und prüfen !

      Liebe Grüße

      Iris

    2. Meereswoge

      Hallo  Patricia, einen lieben Sonntagsgruß an Dich. Sei herzlich willkommen auf diesen Seiten und unter ihren offenen, wahrheitsliebenden Christen. Wie Du schreibst, hast Du die letzten 3 Wochen viel erfahren und angelesen. Es ist soooo vieles erschütternd, unglaublich.Mich hat es auch fast erdrückt, tut es immer noch. Die andere freudige Seite ist, dass ich hier unseren Herrn Jesus mit all seiner Liebe, Größe, Barmherzigkeit kennenlerne, wie vorher als ZJ nicht.Ich bin sehr,sehr dankbar, beide Seiten zu erfahren. Die wachsende Liebe zu unserem Hirten und die Liebe zu meinem Vater Jehova lassen mich all das Erschütternde verarbeiten. Es lehrt mich Geduld, nichts zu über stürzen. Jahrzehnte als ZJ lässt sich nicht mit einem schnellen Austritt wegwische und vergessen. "Wer einen Turm bauen will...." sagte Jesus. Es ist der Turm nicht nur auf Jesus als feste Grundlage, sondern der Turm  MIT JESUS.....Und wieviele Zeugenbausteine müssen untersucht werden, ob brauchbar, verwendbar oder ganz weg. Dies alles kostet viel Gebet, Zeit, auch mit vielen Emotionen verbunden. Es wird auch bei mir noch lange,lange dauern. Aber wir werden unter gesegneten Gedanken und mit der Liebe unserer beiden Höchsten gezogen.Das ist unbegreiflich erhebend. Nimm Dir all die Zeit, die Du brauchst.Wir lernen neu Laufen.

      Ein herzliches Drüki für Dich.  Meereswoge

    3. Stachelbeere @ Patricia

      Auch von mir ein herzliches Willkommen hier bei BI.

      Es ist gut wenn man, wie du, sich die wichtige Eigenschaft bewahrt hat, alles anhand der Bibel zu prüfen.

      Es gibt hier soviele Gedankenanstöße die man in seine eigenen Überlegungen mit einbeziehen kann.

      Jesus und auch die Apostel haben uns so oft vor Irrlehren und falschen Führern gewarnt, deshalb auch die Aufforderung von ihnen immer wieder zu prüfen!

      Ich wünsche dir weiter viel Freude beim Lesen und prüfen.

      GLG von der Stachelbeere

  2. Grey Goose

    Die verzweifelten Versuche mancher Brüder im mehrsprachigen Trolley-Dienst erinnern mich an einen Witz aus Wien: Auf einer Parkbank beim Schloss Schönbrunn sitzen der Karl und der Franz. 2 Touristen kommen vorbei und fragen auf Englisch nach dem Weg zur Gloriette. - Keine Antwort. Sie fragen wieder, diesmal auf Italienisch. Wieder keine Antwort. Dann probieren sie es auf Spanisch, Russisch und Japanisch. - Schweigen. Sie geben auf und gehen weiter. Da sagt der Franz: Ned schlecht, immerhin können‘s 5 Sprachen. - Drauf der Karl: Na und? Hat‘s ihnen was gnutzt?

  3. JkB

    Ja, genau. Und da wir bei Sacharja sind, ist auch Sacharja 12:10 interessant. In der Neuen-Welt-Übersetzung werden die Worte „DEN“ und „IHN“ bedeutsamerweise in Kapitälchen gedruckt. Sacharja 12:10 ist somit eine weitere Belegstelle, um die Göttlichkeit Jesu zu beweisen. Jesus ist kein erschaffener Engel, auch kein Erzengel, sondern göttlich, ja er ist der „Genosse Jehovas“ (Sach. 13:7. Jehova selbst bestätigt damit die Gottheit Jesu - seines Gefährten. Vergl. Joh. 1:1 „war bei GOTT“/“war ein Gott“).

     
    Sacharja 13:3 ist übrigens eine ernste Erinnerung daran, wie Gott über jene, die Falschheit reden, denkt und schließlich mit ihnen verfahren wird.
     
    Wenn Jesus Christ wiederkommt, wird er auch falsche Propheten und ihre dämonischen Religionen zur Rechenschaft ziehen; denn die hinter falschen Propheten stehende Macht ist dämonischen Ursprungs. Die bösen Geister sind unrein, weil sie Gott, den Messias (Jesus Christus) – und auch Heiligkeit hassen und weil sie ihre Opfer zur falschen Religion verführen. (Sacharja 13:2).
     
    Zwar werden falsche Propheten alles abstreiten, was sie gesagt und getan haben, aber letztlich wird man ihnen doch auf die Schliche kommen (siehe Sach. 13:3-6).
     
    Deshalb muss man zur Seite treten und sich von ihnen lossagen, bevor es zu spät ist.
     
    Jeder einzelne von uns hat die Verantwortung, aus diesen Erkenntnissen die nötigen Konsequenzen zu ziehen. Ein wahres Bekenntnis zu Jesus Christus (der bei Jehovas Zeugen auffallend klein gehalten wird) macht es notwendig, dass jeder von uns allein vor Gott rechenschaftspflichtig ist. Man beachte interessanterweise, wie oft der Ausdruck „für sich“ in Sacharja 12:12-14 erscheint.
    JkB

  4. Ulla

    Psalm 146:3 "Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt..." NWÜ

    "Setzt euer Vertrauen nicht auf Männer, die Einfluss haben und Macht ausüben! Sie sind vergängliche Menschen wie ihr und können euch nicht erretten." HFA

    Weder auf Menschen, die "AMERICA FIRST" rufen noch die "ORGANISATION FIRST" schreien, können uns retten.

    Setzen wir unser Vertrauen in unseren Herrn Jesus Christus und seien wir SEINE Zeugen (Apg. 1:8)!

     

    1. ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ➠Ulla

      Liebe Ulla,

      zu deinem schönen, aus Ps. 146:3 zitierten Gedanken, biete ich folgenden passenden Text aus Apg. 5 an.

      Petrus und die anderen Apostel erwiderten: »Gott muss man mehr gehorchen als den Menschen.
      30 Der Gott unserer Väter hat Jesus ´von den Toten`auferweckt  – den Jesus, den ihr umgebracht habt, indem ihr ihn ans Kreuz habt schlagen lassen.
      31 Gott hat ihn erhöht und ihm den Ehrenplatz an seiner rechten Seite gegeben; er hat ihn zum Herrscher und Retter gemacht, um Israel zur Umkehr zu führen und die Sünden des Volkes zu vergeben.
      32 Wir sind Zeugen für das alles – wir und der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.«

      Ein Zeuge Jesu zu sein ist erheblich mehr, als nur ein Zeuge Jehovas zu sein. Warum muss das gesagt werden?

      Weil es eine gesicherte Anweisung hierfür gibt. Sie ist in Joh. 14:6 zu finden.

       »Ich bin der Weg«, antwortete Jesus, »ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben. Zum Vater kommt man nur durch mich.«

      Hier kommt niemand drumherum - auch keine JW.ORG. Sind wir uns hierin 3-Einig?

      Das ist gut gemeint von

      @THALJA

  5. Jesu kleiner Bruder

     
    Lieber aufrichtiger Noch-Zeuge Jehovas! Die Verantwortlichen der Organisation der Zeugen Jehovas haben sich auch diese Woche (18. – 24. Dezember 2017) wieder eines großen Versäumnisses schuldig gemacht!
     
    Vergleiche bitte das, was euch durch JW.org in eurem Arbeitsheft „Unser Leben und Dienst als Christ“ für diese Woche als „Speise“ vorgesetzt wird, mit dem, worum es im angeordneten Bibelleseprogramm (Sacharja 9 – 14, Teil 2) in Wirklichkeit hauptsächlich geht:
     
    Um den Messias – ja, um Prophezeiungen, die Jesus Christus betreffen. Was für eine Chance! – doch die Religionsgemeinschaft der Z.J. ließ sie gänzlich ungenutzt.
     
    Über Jesus Christus wird in eurem Arbeitsheft auch in dieser Woche kein einziges Wort geäußert.
     
    Lieber Noch-Zeuge-Jehovas, beachte bitte folgende Tatsachen: Das Bibelbuch Sacharja ist das „messianischste“ aller Kleinen Propheten.
     
    Diese Betonung des messianischen Aspekts erklärt, warum das Bibelbuch Sacharja in den Christlichen Griechischen Schriften so oft zitiert wird (nämlich über 40 Zitate oder Anspielungen aus Sacharja ).
     
    Und obwohl Sacharja nur 14 Kapitel umfasst, enthält es mehr deutliche Hinweise auf den Messias als irgendein anderes Bibelbuch der Hebräischen Schriften – mit Ausnahme von Jesaja, welches allerdings auch 66 Kapitel stark ist. Somit ist Sacharjas deutlichster Beitrag zum Bibelkanon seine vielen Prophetien über den Messias, welche die NT-Schreiber klar auf Jesus Christus anwenden.
     
    Sacharjas offensichtliche Ausrichtung auf Christus wurde den Zuhörern im Königreichssaal aber wieder verschwiegen. Dabei hätte sich die ganze Zusammenkunft an diesem Abend um Jesus Christus, den Messias, und um das messianische Vokabular Sacharjas drehen können – Stoff dazu hätte die aktuelle Bibellesung aus Sacharja Kapitel 9 – 14 dazu genug hergegeben. Hier der Beweis. Ich lade dich freundlich ein, dich zu mir zu setzen; wir wollen gemeinsam in die Bibel blicken.
     
    Rollen, die Jesus Christus (dem Messias) gemäß Sacharja zugeschrieben werden:
     
    Der Messias als …
     
    „Knecht“ (Sach. 3:8, vergleiche mit Matthäus 12:18; Mark. 10:45)
     
    „Spross“ (Sach. 3:8 und 6:12, vergleiche mit Jesaja 53:2)
     
    „Stein“ mit „sieben Augen“ (Sach. 3:9, vergleiche mit Jesaja 28:16; Offb. 5:6)
     
    „ein Priester auf seinem Thron“ (Sach. 6:13, vergleiche mit Hebräer 6:20 bis 7:3)
     
    „gerechter, demütiger König … auf einem Esel reitend“ (Sach. 9:9, vergl. mit Matth. 21:5)
     
    Frieden bringender, großer Herrscher (Sach. 9:10, vergleiche mit Jesaja 9:6)
     
    „Eckstein“ (Elberfelder) (Sach. 10:4, vergleiche mit Psalm 118:22, Epheser 2:20)
     
    „Pflock“ (Zürcher 2007) (Sach. 10:4, vergleiche mit Jesaja 22:23)
     
    „Kriegsbogen“ (Sach. 10:4, vergleiche mit 1. Mose 49:24)
     
    wahrer Hirte, der schlecht entlohnt wird (Sach. 11:4-14, vergl. mit Joh. 10:11, Matth. 27:3-10)
     
    der Durchstochene, über den man klagt (Sach. 12:10, vergleiche mit Offb. 1:7)
     
    „Genosse Jehovas“, der von ihm geschlagen wird (Sach. 13:7, vergl. mit Jesaja 53:10, Joh. 1:1)
     
    seine Herde wird zerstreut (Sach. 13:7 vergleiche mit Matth. 26:31)
     
    … … …                                                                      (Fortsetzung des Kommentars folgt als Antwort)
     

    1. Lichtspender

      In Lukas 24:27 wird davon berichtet, dass Jesus mit 2 Jüngern, die nach Emmaus unterwegs waren, alle Bibelstellen aus den Hebräischen Schriften (also auch aus dem Bibelbuch Sacharja) einzeln durchging, die prophetisch auf ihn hinwiesen. Demnach hat sich Jesus Christus wahrscheinlich längere Zeit beim Bibelbuch Sacharja aufgehalten.
      Wie Jesus bin ich etwas „zornig“, aber auch sehr „traurig“ (Markus 3:5 NeÜ)) darüber, wenn ich mir den abgedruckten Stoff für diese Woche im Arbeitsheft „Unser Leben und Dienst als Christ“ ansehe. Dort heißt es unter der Hauptüberschrift „Schätze aus Gottes Wort“: „Bleib im „Tal der Berge“. Zu Sacharja 14:3-15 werden folgende Behauptungen von der JW.org aufgestellt: „Das „sehr große Tal“ steht für göttlichen Schutz. Wer in dieses Tal flieht und dort bleibt, wird beschützt. Wer sich außerhalb des schützendes Tals befindet, wird vernichtet.“
      Weiter wird zu Sacharja 14:3-5 und 14:12, 15 von ihnen behauptet: „Jehovas Souveränität wird durch einen großen „Berg“ dargestellt. 1914 errichtete er mit dem messianischen Königreich eine untergeordnete Herrschaft, einen zweiten Berg. Seit 1919 finden Gottes Diener im „Tal der Berge“ Schutz. Nur wer in diesem symbolischen Tal ist, kann Armageddon überleben.“ Ende des Zitats.
      Verstehen wir die raffiniert verpackte Botschaft, die sie vermitteln wollen?: „Bleib in der Organisation der Z.J., sonst kannst du nicht überleben.“
      Doch es ist genau umgekehrt: Gott wird alle Religionsgemeinschaften, die Irrlehren über ihn und seinen Sohn verbreiten samt ihren Unterstützern vernichten. Die Religionszugehörigkeit rettet nicht (siehe Apg. 4:12).  Gehören denn Jehovas Zeugen einer Religionsgemeinschaft an, die Irrlehren verbreitet? Nun, das, was Jehovas Zeugen z. B. über 1914 und 1919 behaupten, hat keine biblische Grundlage. Alles, was Jehovas Zeugen mit 1914 und 1919 in Verbindung bringen, sind leere Behauptungen. In Bezug auf Prophezeiungen muss man sich vor einer „privaten Auslegung“ hüten (2. Petrus 1:20). (Buchempfehlung: Don Cameron: Gefangene einer Idee – Die Anatomie einer Illusion).
      Ihre überaus irreführende Ansicht“ macht Jehovas Zeugen zu einer wahrhaft „Unheil anrichtenden Organisation“. Zu diesem Schluss kommt Arno C. Gaebelein in seinem 2003 erschienenen "Kommentar zum Alten Testament" auf Seite 1303, 1309 (Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg). Er hatte sich mit einer „schriftwidrigen Theorie“ Charles T. Russels zum Bibelbuch Sacharja beschäftigt.
      Doch auch nach Russel wurde es nicht besser.
      Keinesfalls sollte man so weit gehen, wie es seinerzeit die WT-Organisation mit ihrer Vers-für-Vers-Betrachtung des Propheten Sacharja in ihrem Buch „Das Paradies für die Menschheit durch die Theokratie wiederhergestellt“ getan hat. Viele damals von Jehovas Zeugen in diesem Buch gemachte Behauptungen werden von ihnen heute tunlichst unter den Tisch gekehrt – so, als ob sie nie gemacht worden wären, so peinlich sind diese damaligen Auslegungen; die jüngere, nachfolgende Generation soll ja nichts davon erfahren.
      Doch ihre in dem aktuellen Arbeitsheft gemachten Behauptungen (1914/1919) mit den zugrundeliegenden Quellen sind keinesfalls besser!
      ????

    2. Weiterdenker

      @ Jesu kleiner Bruder:

      Also in meinem Arbeitsheft sehe ich einen ganzen Programmteil, bei dem es ausschließlich um Jesus geht... Im Vs-Bibelstudium dreht sich es sich ab sofort um niemand anderen als ihn.

      😉 guckst du

      1. JkB

        Lieber Weiterdenker, das scheint erst mal erfreulich, wenngleich ich schrieb: "Über Jesus Christus wird in eurem Arbeitsheft auch in dieser Woche kein einziges Wort geäußert." Und das stimmt ja.

        Man kann natürlich nun jede Woche eine halbe Stunde über Jesus im Versammlungsbuchstudium sprechen (oder die Antworten ablesen) und dennoch nichts begreifen und keine Beziehung zu Jesus haben.

        Ich hatte seinerzeit folgendes Experiment gemacht: Vor und nach den Zusammenkünften mit den Brüdern und Schwestern zu versuchen, über ihr Verhältnis zu Jesus zu sprechen und wer er für sie ist. Die meisten werden nach 2 Sätzen das Thema wechseln. Probier es bitte selbst aus, da wirst du gucken! Wer  bekennt sich offen zu Jesus? (Matthäus 10:32; Lukas 12:8).

        Liebe Grüße

        Jesu kleiner Bruder

      2. M.N.

        Stimmt. Hin und wieder (einschließlich i. V. mit dem sog. "Gedächtnismahl") wird Jesus Christus von der JW.Org alibimäßig bemüht, um sagen zu können "Seht her: Wir haben doch auch Jesus Christus, und sprechen von ihm." Das ändert NICHTS daran, dass die JW.Org/ZJ keine der nachfolgend aufgeführten Tatsachen verstehen und völlig an ihnen vorleileben:

        Für jeden Menschen, der sich als Christ versteht und zum "Leib Christi" zugehörig fühlt, ist Jesus Christus DIE zentrale Gestalt nicht nur des NT, sondern der gesamten Bibel (bereits im AT, siehe Dan 7,13.14; 9,25; Mat 13,17; Joh 8,56; Apg 10,43; 1Pet 1,10-12) sowie der einzige Weg zum Vatergott, zur Rettung und Erlösung von Sünde und Tod – Apg 4,12; Großschreibung hier und in allen nachfolgenden Zitaten zur Hervorhebung hinzugefügt: "Es ist IN KEINEM ANDEREN das Heil; denn auch KEIN ANDERER NAME unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen"; 10,43 "Diesem geben alle Propheten Zeugnis, dass jeder, der AN IHN glaubt, Vergebung der Sünden empfängt durch SEINEN (Jesu Christi ) NAMEN"; 1Kor 2,1.2 "Ich nahm mir vor, NICHTS ANDERES unter euch zu wissen ALS NUR JESUS CHRISTUS – das Geheimnis Gottes"; Gal 6,14 "Mir aber sei es fern, mich zu rühmen ALS NUR DES STAUROS/CRUX UNSERES HERRN JESUS CHRISTUS"; 1Joh 3,23 "Dies ist [Gottes] Gebot: DASS WIR AN DEN NAMEN SEINES SOHNES JESUS CHRISTUS GLAUBEN".

        Jesus Christus ALLEIN steht im Zentrum der christlichen, echt NT-biblischen Verkündigung – Mar 1,1 "Anfang des EVANGELIUMS JESU CHRISTI, des Sohnes Gottes";  Apg 1,8 "Ihr werdet MEINE Zeugen sein"; 2,42 "[Sie verkündigten] JESUS ALS DEN CHRISTUS (εὐαγγελιζόμενοι τὸν Χριστὸν Ἰησοῦν euaggelizómenoi tòn Christòn Iēsoūv)"; ELB Fußnote: "o. Christus als Evangelium zu verkündigen"); 10,36 "… indem er Frieden verkündigte durch JESUS CHRISTUS – DIESER IST ALLER HERR – "; Apg 10,43 "DIESEM geben alle Propheten Zeugnis, dass jeder, der AN IHN glaubt, Vergebung der Sünden empfängt DURCH SEINEN NAMEN."; Röm 8,35a,39 "Wer wird uns scheiden von DER LIEBE CHRISTI? ...[Nichts vermag] uns zu scheiden... von der Liebe Gottes, DIE IN CHRISTO JESU IST, UNSEREM HERRN."; Tit 3,4-6 "[Gott] rettete uns… durch unsere Erneuerung durch heiligen Geist. Diesen [Geist] goß er DURCH JESUS CHRISTUS, UNSEREN RETTER, reichlich über uns aus..."; Offb 17,6 "… [die] Heiligen und… [die] ZEUGEN JESU"; 19,10 "…deiner Brüder, die DAS ZEUGNIS JESU haben. Bete Gott an! Denn DAS ZEUGNIS JESU ist der Geist der Weissagung"; 20,4: "…Seelen derer, die um DES ZEUGNISSES JESU… willen enthauptet worden waren". (Betreffs der Verfälschung des Inhaltes der echt christlichen Verkündigung seitens der WTG und ihrer Behauptung, nicht Jesus Christus, sondern "Jehova Gott" habe im Zentrum der christlichen Botschaft gestanden, weshalb die ersten Christen "Zeugen Jehovas" gewesen seien und "für Jehova Zeugnis abgelegt" hätten siehe "Ihr seid meine Zeugen".)

        Gemäß Mat 28,18 ("Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden") und Phil 2,9 ("Name, der über jedem Namen ist") wurde dem auferstandenen Jesus Christus vom Vatergott die höchste Stellung verliehen, siehe auch Eph 1,20-22; laut 1Kor 15,45 ist er der "letzte Adam, ein lebendig machender Geist"; d.h. der neue "Vorvater" oder "Lebengeber" aller von ihm und durch ihn erlösten und geretteten Menschen, den "Gliedern seines Leibes". Hierzu gehört laut Joh 3,16 "jeder, der an ihn glaubt" – Christus wird also ohne weitere Vorbedingungen zum "Letzten Adam" für jeden gläubigen Menschen; dies muss sich nicht durch das fortwährende Erbringen eigener Werke zur Selbsterrettung ("Glauben AUSÜBEN") (v)erdient werden. So, wie ein Baby von seinem Vater gezeugt wird, ohne danach gefragt oder darum gebeten oder gar gekämpft zu haben, in genau derselben Weise erstreckt sich die "Adam-Vaterschaft" Jesu Christi auf gläubige "Glieder seines Leibes" automatisch und ohne Vorbedingungen, ohne dass dieselben durch eine Werkheiligung eigene Zusatzleistungen erbringen müssten.

        Laut Christi Selbstzeugnis in Joh 14,6 ist ER – keine menschliche Organisation oder deren oberstes Direktorium – der "Weg" zum Vater, die einzige Möglichkeit, zum Vater zu gelangen. Gemäß Eph 4,15; 5,23 und Kol 1,18 ist Jesus Christus – kein oberstes Leitungskomitee einer menschlichen Organisation – das Oberhaupt der Gemeinschaft echter Christen und das Ziel, dem ein jeder Christ in seinem geistlichen Wachstum entgegenstrebt. Laut Heb 12,2.3 ist Jesus Christus – keine unvollkommene, menschliche Organisation oder deren oberstes Führungsgremium – der Dreh- und Fixpunkt im Leben eines jeden wahren Christen: "WIR SCHAUEN HIN AUF JESUS, den ANFÜHRER (ἀρχηγός archēgós) und Vollender DES GLAUBENS, der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und den Stauros erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. BETRACHTET DEN, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet und in euren Seelen ermattet!"

        Gemäß 1Pet 2,25 ist Christus – kein Mensch, oder eine Gruppe von Menschen – der "Hirte und Aufseher (ἐπίσκοπος epískopos) eurer Seelen" und laut 1Pet 5,4 der "oberste Hirte (ἀρχιποίμην archipoímēn)". Bereits in Joh 6,68 spielte Petrus auf die Einzigartigkeit Jesu Christi als alleinige Möglichkeit, Rettung und ewiges Leben zu erlangen, an ("Herr, ZU WEM [nicht 'zu welcher Organisation'] sollten wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens.") Demgemäß fühlten sich die ersten Christen "IN Jesus Christus" (1Kor 1,30a; mehr hierzu s. u. unter "WTG-Verständnis"), nicht "in" einer Kirche oder menschlichen Organisation; nirgends heißt es im NT, die Christen seien "in" der Enklesia. Für Christen ist CHRISTUS – keine Kirche, Organisation oder deren oberstes Führungsgremium – "Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung" geworden (1Kor 1,30b). In IHM – nicht in den "Geistige Speise"- Direktiven und "Neues Licht"-Offenbarungen eines menschlichen Zentralkomitees von eigenen Gnaden – "sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen" (Kol 2,3). CHRISTUS – nicht ein sich selbst erhöhendes Komitee unvollkommener Menschen, die sich selbst als "Vorbild" hinstellen – ist das ultimative Beispiel, das es nachzuahmen und dem es nachzufolgen gilt (1Pet 2,21). CHRISTUS – nicht ein menschliches, sich ständig änderndes "Neues Licht" generierendes Komitee fehlbarer Menschen – ist der "Lichtbringer (φωσφόρος phōsphóros → Phosphor, übersetzt als 'Morgen-' oder 'Tagesstern') in euren Herzen" (2Pet 1,19), der "helle Morgenstern (ὁ ἀστὴρ ὁ λαμπρός ὁ πρωϊνός ho astēr hó lampròs hó prōïnós)" (Offb 22,16). Bei CHRISTUS fühlen sich die "Glieder seines Leibes" geborgen; er gibt ihnen "Ruhe für ihre Seelen" und "erleichtert ihre Last" (Mat 11,28-30).

        Mehr hierzu siehe im Glossar, Eintrag "Jesus Christus".

        Gruß,

        M.N.

  6. Noomi an Nada

     
    Liebe Nada
    Aber ich finde keinen, glühend im Geiste, mitreissend im Glauben an den Herrn Jesus. Ich folge dem Herrn, mit einem beständigen stillen Widerstand gegen das ZJ Establishment Ich bete, dass noch viele erkennen, dass nur Jesus unser Führer ist, niemals ein Mensch. 
     
    Das hat mir sehr gut gefallen, wie du es machst und sagst. Ich mache es genauso, wenn ich mit meinen Brüdern zu sprechen komme.
    Ich bin in einer Zeit gross geworden, als es noch viele Brüder inklusiv meines Vaters, die glühend im Geiste waren und Jesus als ihren Herrn priesen.
    Wenn ich im NT lese fühle ich mich oft in das erste Jahrhundert versetzt, wo die Jünger Jesu von ihren jüdischen Brüdern gemieden, ja sogar aus der Synagoge ausgeschlossen wurden. Auch heute von Jesus zu reden braucht Mut und ist fast wie eine Sünde. Aber wie du es festgestellt hast, gibt es einige die im Herzen wie wir denken, aber noch nicht den Mut haben dazu zu stehen. Geben wir ihnen Zeit und durch unser Verhalten ein Beispiel. Gottes Geist wird es bewirken, denn es ist des Vaters Wille sie zu Jesus zu führen. Jesaja hat mal hier im BI so schön gesagt: „ Wir werden vom Vater dem Christus übergeben“ oder so ähnlich. So seht es auch in Johannes 6:37: „Jeden, den der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer immer zu mir kommt, von dem will ich mich gewisslich nicht abwenden“.
     
    Beten wir darum, dass der Geist in die Herzen unserer Brüder weht und ihnen die Richtung weist.
     
    LG Noomi
     

  7. Petrus111

    Liebe Freunde,

    wenn Gläubige, deren Glaubensauffassungen sich in weiten Teilen decken, sich zu einer Gemeinschaft zusammenschließen und ihren Glauben einheitlich und gemeinsam bekennen, so nennt man das Religionsgemeinschaft - deren gibt es tausende und dagegen ist nichts einzuwenden.

    Solche Gemeinschaften bauen sich Anbetungshäuser (Kirche, Moschee, Königreichssaal, Tempel) als Treffpunkte - dort findet ihre religiöse Belehrung statt. Sind die Gemeinschaften größer, so gibt es eine Leitung - oft hierarchisch aufgebaut. Solche Gemeinschaften haben auch Schulen, in denen sie ihr theologisches Wissen weitergeben. Soweit auch alles normal.

    Bei JZ ist es jedoch ein bisschen anders!

    Schon das gewöhnliche Mitglied wird dazu angehalten, in religiöser Hinsicht "sein Äußerstes" zu tun. Die Gemeinschaft ist darauf ausgerichtet, durch Missionierung von Andersgläubigen das Mitgliederpotential zu erhöhen. So hat Russel angefangen - durch Gründung der WTG - und so ist es bis heute.

    Die Methode ist wie folgt:

    mit religiösen Sonderlehren wird eine komplexe Theologie aufgebaut, die für theologisch unwissende Personen schwer durchschaubar, faszinierend, einerseits kompliziert, in ihrer Botschaft aber wiederum einfach sind. Kernpunkt ist u.a. die Aussage aus Matth. 24.14 - die als Predigtauftrag für alle wahren Christen interpretiert wird. Dem bekehrten JZ wird also gesagt:
    Voraussetzung für die Zugehörigkeit zur Religionsgemeinschaft und für eine Taufe ist die Teilnahme am Missionswerk. Gott erwartet Dein Äußerstes von  Dir. Das "Äußerste" ist eine Kombination aus Zeiteinsatz, Einsatz der dafür erforderlichen finanziellen Mittel sowie Zeiteinsatz, um das dazu erforderliche Wissen zu erlangen.

    Und so tut der JZ sein Äußerstes: er besucht die wöchentlichen Zusammenkünfte (6 Std.), bereitet sich darauf vor (2 Std), studiert mit seinen 3 Kindern (3 Std.), geht in den Predigtdienst (4 Std) - womit schon mal die ersten 15 Std. pro Woche verbraucht sind. Der Zeiteinsatz von Ältesten und anderweitig Engagierten (Bauregion etc.) geht weit darüber hinaus.
    Der JZ wird vom Sozialraum neben ihm isoliert, weil alle gesellschaftlichen Anlässe, zu denen man sich mit Nicht-JZ treffen würde, verpönt oder verboten sind - auch der Kontakt zu andersgläubigen Familienmitgliedern wird auf diese Weise eingeschränkt oder zerstört: Geburtstage sind der Dreh- und Angelpunkt privater Kontakte. Vereinsaktivitäten sind der Dreh- und Angelpunkt weiterer sozialer Kontakte. Familienfeiern im Rahmen von Weihnachten, Ostern, Silvester sind weitere Eckpfeiler von Ritualen und Traditionen; hinzu kommen Erntefeste und Schützenfeste. Da trifft man sich - da ist man fröhlich - genauso wie bei Betriebsfeiern, Klassenfahrten, Klassenfesten etc.

    So werden diese "Zeiträuber" eliminiert, gleichzeitig wird der JZ in seiner Gemeinschaft eingebettet und vom übrigen Sozialraum getrennt. Teilweise merkwürdig anmutende Vorstellungen über "schickliche Kleidung", Mode, Bart oder nicht Bart, die Länge der Haare etc etc. machen schon Kinder zu Außenseitern - die sie - so stolz wie Märtyrer im Todeskampf - dann auch sein wollen. Im Sinne von sich selbst erfüllenden Prophezeiungen erklären JZ die ganze Welt als feindlich, satanisch, schlecht, dem Untergang geweiht - um sich dann darüber zu beschweren, dass kein Kind mit ihnen auf dem Schulhof spielen will - sie um ihres Glaubens willen verfolgt werden. (Wer verfolgt hier wen?!)

    Aber selbst der Kontakt der Mitglieder in der Organisation unterliegt - wellenförmig - immer wieder bestimmten Regeln. Wird auf einem Kongress erklärt, dass Feiern mit mehr als 40 Personen nicht überblickt werden können und kein Ältester dafür die Verantwortung übernehmen würde, so wird es solche Versammlungsfeste ab sofort - für einige Jahre - nicht mehr geben. Solche Beispiele kann man auch massenhaft aufzählen.

    Also: was da passiert, ist nicht "christliche Einheit", sondern ein Hamsterrad aus Regeln, dass die Leute blind in der Runde laufen lässt - in dem Glauben, sie tun es für Gott. Die selbst gewählte soziale Isolation wird auch tatsächlich als solche empfunden, jedoch als Feindlichkeit der Anderen uminterpretiert. Beklagt sich jemand, dass das, was ihm die Versammlung bietet, ihn weder wärmt noch überhaupt spirituell befriedigt, so wird ihm der Rat gegeben, von dem, was ihm nichts nützt, noch mehr zu tun. Wer sich im System nicht zurechtfindet, wird vom System ausgespuckt und verbrannt zurückgelassen. Nicht alle schaffen es, sich in der normalen Welt dann neu zurechtzufinden.

    Austausch auf Foren wie diesem erhöhen aber die Chancen.

    beste Grüße

    Petrus111
    ????

  8. Nada

    "Ahmt ihren glauben nach."

    Ja, welchen glauben denn?

    Wenn ich mich in unserer Versammlung so umsehe, dann finde ich unter den ältesten sicher einige nette Männer, Menschen, mit denen man gut auskommen kann, die niemand etwas zu leide tun.. (Im Gegensatz zu bösartigen Exemplaren, die sich auch in der ältestenschaft tummeln).

    Aber ich finden keinen, glühend im Geiste, mitreissend im glauben an den Herrn Jesus. Jemand, der seine taten an dem Vorbild des Herrn Jesus ausrichtet.

    Ich sehe Männer, die entweder nicht nachdenken oder aus blindem gehorsam dem Sklaven folgen.

    Also welchen glauben sollen wir nach ahmen?

    Den glauben an den Sklaven?

    Oder den glauben an den Herrn Jesus?

    Man kann nicht an beides glauben, man kann nicht beiden folgen..

    Ich Folge dem Herrn, mit einem beständigen stillen widerstand gegen das ZJ establishment..

    Mit Lobpreis für den Herrn Jesus in der Versammlung derer, die es hn fast vergessen haben.

    Ich Ernte oft erstaunte blicke, aber so manch einer denkt nach.

    Eine Schwester, der ich sagte, wenn ich mich zwischen Jesus und dem Sklaven entscheiden müsste, würde ich Jesus wählen, antwortete mir sehr ernsthaft, sie würde das auch tun..

    Ich bete, das noch viele erkennen, das nur Jesus unser Führer ist, niemals ein Mensch .. Auch keine 7Menschen... Die über Menschen zum schaden herrschen..

    L.G.

    Nada
    ????

    1. Nada@alle

      Es gehört nicht zu diesem Artikel, aber ich habe das hin und her wegen der "blutfrage" hier auf BI verfolgt.

      Ich kann mich noch gut erinnern, dass vor einiger Zeit jedes, wirklich jedes Jahr darauf hingewiesen wurde, die "blutkarte" und die Vollmachten auf aktuellen stand zu bringen. Mit Beglaubigung ect.

      Seit ca 4-5 Jahren ist das wohl nicht mehr so.. Oder ist da was an mir vorbei gegangen.

      Kann das jemand, der auch noch die Versammlung besucht bestätigen?

      Ich Frage mich da gerade, wohin die Reise bei diesem Thema wohl geht..

      Ich kenne einen Fall, da ist eine Mutter von 2 Kindern mit ihrem neugeborenen wegen der blutgeschichte gestorben..

      Das ist schon viele Jahre her.

      Ich Frage mich, wie wollen sie das umschwenken, wenn es denn dahin gehen sollte, den angehörigen erklären..

      Nada

      1. RoKo24

        An Alle - ich habe einen interessanten Artikel wiedergefunden, wo es um ZJ und die Blutfrage geht, wusste aber nicht wohin den Link posten. Also dann mal hier (BI - bitte verschieben wenn es anderswo besser passt). Ich hatte es einem BI-Mitglied versprochen, noch einmal zu suchen. Verzeih mir bitte - ich bin etwas im Stress und nun rein zufällig wieder darauf gestoßen und mich an die Frage erinnert. Darum hier nun der Link:

        https://sozialversicherung-kompetent.de/krankenversicherung/leistungsrecht/96-fahrkosten-krankenhausverlegung-wunschleistung.html

        Eine Fahrt für eine Verlegung (hier im betreffenden Fall sogar ein Intensivtransport mit dem Rettungshubschrauber im Sekundäreinsatz) mit entsprechend großem intensivmedizinischen Aufwand, weil das örtliche Krankenhaus eine Behandlung ohne Blut nicht billigt und der Zeuge Jehovas als Patient es vorzog, in ein anderes kooperatives KH verlegt zu werden ohne mit dem Kostenträger Rücksprache zu nehmen, ggf mit Unterstützung oder auf Drängen des KVK, stellt keine Kassenleistung dar und ist vom Initiator selbst privat Gebührenpflichtig. Wenn jemand anderes behauptet - Bundessozialgericht BSG B 1 KR 11/07 R, vollständiges Urteil mit Begründung https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/293140/

        Mich würde persönlich interessieren, ob hier im Fall die Gemeinschaft der ZJ groß genug war die strittige Summe gemeinschaftlich zu bestreiten was mit ca. 0,03 Euro pro deutschem Verkündiger errechenbar ist. Hat jemand eine Info für mich? (Adresse: roko24 beim Anbieter von Web.de)

        Der Preis für den Einsatz kommt hin, eine Flugminute kostet je nach Einsatz 40 - 60 Euro. Das ist bei allen Dienstleistern gleich und ist ein Durchschnittspreis aus Anschaffung des Heli (ca. 8 Mio Euro!) Wartung & Unterhaltung, Materialverbrauch, Personal, Aus- und Weiterbildungen, Wache und einiges mehr im Verhältnis zu dem jährlichem Einsatzaufkommen der jeweiligen Flugwacht, die regional sehr variieren kann, darum der Preisunterschied. Kerosin ist dabei am billigsten. Die Strecke München-Fulda ist ca. 302 km (Luftlinie!). Flugzeit plus Start und Landung = 128 Flugminuten bei effizienter Reisegeschwindigkeit rund 245 km/h. Hier im Fall ~ 40 Euro/Minute mit etwas Rückenwind und verkürzter Flugzeit 😉 Alles korrekt.

        LG RoKo

        1. Edelmuth an RoKo24

          Guten Morgen RoKo24

          Eine Fahrt für eine Verlegung (hier im betreffenden Fall sogar ein Intensivtransport mit dem Rettungshubschrauber im Sekundäreinsatz) mit entsprechend großem intensivmedizinischen Aufwand, weil das örtliche Krankenhaus eine Behandlung ohne Blut nicht billigt und der Zeuge Jehovas als Patient es vorzog, in ein anderes kooperatives KH verlegt zu werden ohne mit dem Kostenträger Rücksprache zu nehmen, ggf mit Unterstützung oder auf Drängen des KVK, stellt keine Kassenleistung dar und ist vom Initiator selbst privat Gebührenpflichtig.

          Leitsatz
          Begehrt ein in ein Krankenhaus aufgenommener Versicherter die Verlegung in ein anderes Krankenhaus, obwohl er im Aufnahmekrankenhaus die erforderliche Krankenhausbehandlung erhalten kann, hat seine Krankenkasse die Fahrtkosten für die Verlegung nicht zu tragen. Dies gilt auch dann, wenn sich der Versicherte auf seine religiösen Bedürfnisse beruft, die Verlegung erfolgt und die Krankenkasse die anschließende Krankenhausbehandlung übernimmt.

          https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/293140/

          Wenn jemand anderes behauptet -

          Ja! Ich behaupte etwas anderes, denn ich habe es persönlich ausprobiert.

          Der Unterschied bestand bei mir darin, dass nicht ich den Wunsch in ein anderes Krankenhaus verlegt zu werden geäußert habe, sondern das Krankenhaus selber, als ich mich aufgrund meines Selbstbestimmungsrechtes geweigert habe, an mir eine Bluttransfusion vornehmen zu lassen. Das Krankenhaus wollte mich ohne Bluttransfusion nicht operieren und konnte mich auch nicht in diesem Zustand nach Hause schicken.

          Was konnten sie anderes tun als mich im Krankenwagen in ein anderes Krankenhaus zu verlegen

          Ede

        2. RoKo24

          Lieber Edelmuth, genau das ist hier im Fall der springende Punkt. Die Klinik in München Großhadern wollte den Patienten operieren. Sie lehnte die OP nicht ab! Die OP lehnte der Patient ab. Wie ich die Sache lediglich nach Aktenlage interpretiere ohne Einblick in alle Unterlagen, tat dies auch mehr oder weniger das KVK. Sie sagten dann dem Arzt ungefähr so, wenn wir hier nicht gut behandelt werden, insbesondere der Wille unseres Glaubensmitglied keine Wertung findt, da haben wir schon mal im Vorfeld einige Anrufe getätigt und wir haben für diesen medizinischen Notfall das KH Fulda gefunden. Dort behandeln Sie nach dem Wille des Verkündigers. (Ich bin nicht im Bilde dem Umfangs und Ausmaßes des med. Notfalles!) Man muss genau auf die Wortwahl aufpassen! Und wer einige Brüder kennt, kann sich vorstellen, dass sie sich manchmal im Ton vergreifen. Viele Brüder machen die Sache auch gut. Der Ton macht die Musik. Und wenn die Brüder gestresst sind und die Arbeitsweise der Ärzteschaft nicht gut kennen, und ein Arzt mit einem lockeren Spruch gut kontert - rutscht da schon mal was raus... Warum, wieso, weshalb dazu gibt das urteil wenig Aufschluss. Das Gericht hatte nun zu beurteilen, wie die Angelegenheit wie sie sich hier im Fall darstellte für den gesetzlich Versicherten zu werten ist und ob die Verlegung mehr oder weniger nicht doch eine Wahlleistung darstellt. Man bedenke! Nicht der Patient hat telefoniert... Das Gericht stellte fest, wer Zeit hat so viele Telefonate zu machen, kann auch beim Kostenträger nachfragen. Das unterblieb! Darum wurde der Kostenträger vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Klägerin erstritt sich ein Urteil bis in die höchste Instanz. Aus dem Bauch heraus denke ich (rechtlich ungeprüft), dass der Patient hierbei gar zivilrechtliche Ansprüche gegen das KVK ableiten kann, die diesen Transport verordnet haben, deren Sitz wahrscheinlich Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas in Deutschland - Berlin ist. Ob er dieses Recht verfolgt, Fragezeichen. Darum meine Rechnung, 3 Cent aller Verkündiger wäre die Sache beglichen. Dem Verkündiger die Sache nun aufzubürden ist schamlos.

          Dass bei Dir alles gut ausging liegt vielleicht in der Sache selbst. Vor allem in der Art und Wortwahl in der Kommunikation. Wenn Du Dich als Zeuge Jehovas zu erkennen gegeben hast und das Krankenhaus bereits einen ähnlich gelagerten Fall hatte, gelingt das vergleichweise besser. Das KVK arbeitet ja auch vor. Ich denke auch, dass viele Brüder diese Arbeit sehr aufopferungsvoll machen - keine Frage. Mit kleinen Einrichtungen kann man manchmal besser reden als mir großen. Hier im Fall war der Patient in Groghadern, ein riesen Klinikkomplex der Uni München und kein Vorortkrankenhaus für die Erstversorgung mit 80 Betten oder so. Wie er dahin kam steht nicht in den Akten. Vielleicht wurde er bereits dahin verlegt, weil ein kleines Krankenhaus für den med. Eingriff gar nicht ausgestattet war. Nun stellte sich das Problem mit der Blutfrage. Es wird mir nicht eindeutig ersichtlich, ob der med. Eingriff generell ohne Blutgabe ablaufen hätte können. Vorsorglich sahen die Brüder ein Verlegen ihres Bruders als wichtige Vorkehrung an. Mit fundierten med. Kenntnissen gelingt ein genaues Abbild des Falls vielleicht besser. Letztlich muss nicht nur der Operateur, der Chirurg oder Spezialist seine Arbeit sauber und ohne Blut machen können, sondern auch der Anästhesist die Bereitschaft erklären, bei Komplikationen und Absacken der Vitalwerte auf Blutgabe zu verzichten. Das ganze Team muss bereit sein. In wie weit das Team kooperativ war wissen wir nicht. Und hierbei macht der Ton die Musik. Ich kenne einen Bruder in ltd. Funktion, der verbaut sich schon beim Betreten eines Zimmers mit seiner Art der Begrüßung alle weiteren Möglichkeiten eines gutes Gespräches. Ein Polterjochen. Der dort - da ahne ich schreckliches.

          Weiter wissen wir gar nicht, ob der Verkündiger einen Cell-Saver akzeptieren wollte oder auch dies verweigerte. Oder was auch immer. Ich habe vor kurzem zum Sachverhalt Blut ein Video hoch geladen: https://vimeo.com/246015088

          Die Situation stellt sich also komplizierter dar. Dass bei Dir Ede alles gut verlief - Danken wir dem Schöpfer, dem Sohn und den Engeln dass es so war. Vielleicht hätte ich Dich auch selbst transportiert, da hätten wir auf der Fahrt viel Gesprächsstoff gehabt 😉 ich hatte einige Glaubensgeschwister auf der Trage. 120 km errechneten sich bei Dir vielleicht auf rund 1000 Euro landgebundene Transportkosten. Hierbei fällt die RTW Pauschale an, plus begleitenden Arzt (möglicherweise ein Notarzt, bei Sekundärtransporte fährt aber oft auch ein Krankenhausarzt mit) und die Mehrkilometer nach Krankentransportrichtlinien des jeweiligen Rettungsbereiches (meist ein Rettungszweckverband). Im Rettungsbereich liegt ein RTW Einsatz bei ca. 500-600 Euro. Meist sind 1o km inklusive. Über das Gebiet hinaus wird dann eine Kilometerpausche zusätzlich fällig, meist 2,50 Euro/km. Dabei gibt es noch km-Staffelungen. Je weiter, desto geringer das km-Entgelt. So ungefähr. Wochentag, Wochenende und Nacht haben weiteren Einfluss auf den Preis. Kreuzte der Arzt auf dem Transportschein medizinisch Notwendig an, ist auch alles gut. Das liegt noch im Rahmen, ohne große Prüfung. 5000 Eurowie hier im Fall, da prüft die Krankenkasse dann schon mal, ob alles ordnungsgemäß verlief, wie sie auch prüft, ob ein Pflegeheim gegen die Obhutspflicht verstoßen hat, weil ein Patient gestützt ist und diese Kosten gern vom Heim erstattet haben will. Die AOK ist da sehr streitsam. In meiner Zeit war das die Kasse die am stärksten med. Fälle im Nachgang juristisch überprüfen wollte. Andere Kassen waren da kulanter. Ein wichtiges Merkmal! Die Kasse! All das fehlte wahrscheinlich hier im Fall. Den Rechtsanspruch der hier vor Gericht erörtert wurde, dieser ist so nicht gegeben, wenn man das Für und Wider aller Beteiligten auf die Waage legt. Justizia hat es klar formuliert. Damit ist Rechtsfrieden geschaffen. LG RoKo

        3. Edelmuth an RoKo24

          Guten Abend RoKo24

          Du hast recht! Der Fall mag anders gelegen haben.

          Stell dir vor, das Klinikum München-Hadern würde ohne Blut operieren, dann stünde dieser Klinik die OP und der Verdienst daraus zu. Der Sklave hingegen rät allen Brüdern und Schwestern sich möglichst in den Krankhäusern operieren zu lassen, die mit dem KVK zusammen arbeiten. Der Grund sich nicht in München-Hadern operieren zu lassen mag für den Bruder/die Schwester ein anderer als die Verweigerung von Fremdblut gewesen sein. Dann hat er/sie natürlich die Transportkosten selber zu tragen.

          Ede

  9. Anna

    Liebe Schwestern und Brüder,

    da habe ich mir doch gleich jetzt das Morgenpramm im broadcasting angesehen. Ach ja, ANWEISUNGEN per Brief, das ist wichtig. Man stellt sich auf eine Stufe mit dem Allerhöchsten bezüglich der Wolkensäule die anzeigte zu bleiben oder eben weiterzugehen. Für mich ist das Blasphemie.

    40 Jahre Wüstenwanderung, das ist eine sehr lange Zeit. Und viele der unter 20jährigen mußten ja auch wandern. Und der Rest wußte, nach 40 Jahren ist Exitus.
    Ich war vor ein paar Jahren mit Kamel und zu Fuß und Zelt in der Wüste Sinai. Es gab genug zu essen und zu trinken und ich wußte, es geht wieder nach Hause incl. Realexzeit am Roten Meer.

    Die Zeit hat genügt um mir das Umherirren der Israeliten einigermaßen vorstellen zu können. Weil Bequemlichkeit ist da ja nicht. Tagsüber ist es heiß und nachts kann es sehr kalt werden. Und duschen etc. geht nunmal nicht. So im Laufe von 40 Jahren könnte schon ein gewisser Lagerkoller aufkommen.

    Es muß im menschlichen Zusammenleben gewisse Regeln geben. Nur Anweisungen von einer Organisation, die behauptet diese wären göttlichen Ursprungs... Und dann eine Liste zum Abarbeiten.

    Bleibt alle tapfer, für unsere beiden Höchsten.

    Herzliche Grüße Anna

     

  10. Tilo

    Tilo

    Ich musste schmunzeln, als ich diese Sätze las: "Zum Schluss bringt er das Ziel seiner Ansprache unverblümt auf den Punkt. Er erzählt von einem Aufseher, einem Ältesten, der vorbildlich in der Umsetzung theokratischer Anweisungen war. Sobald er eine bekam, zückte er sein Notizbuch und schrieb alles auf, was sofort zu erledigen sei. Deshalb konnte Jehovas Organisation ihm auch viel Verantwortung übertragen."

    Da habe ich Pressebilder von Kim Yong Un vor Augen, wo er mit seinen uniformierten Befehlsempfängern abgebildet ist. Immer haben diese devoten Herren ein Notizbuch in der Hand, in das sie eilfertig alles schreiben, was der große Führer von sich gibt!

    So ist es richtig! So müssen Apparatschiks sein!

    Wer macht so etwas? Es können nur Marionetten sein! Und die haben gewöhnlich Holzwolle im Kopf und Kapok in der Brust.

    Es grüßt alle: Der belustigte Tilo

     

  11. Ingolf Mann

    Solche Artikel bestärken mich, dass ich richtig lag, als ich in meiner Austrittserklärung schrieb, das der tuvS der Beschreibung von Abtrünnigen in 2. Petrus 2:-13 entspricht, wo es u.a heißt, sie haben ihren Erlöser (Jesus) verleugnet. Danke für diese Bestärkung meiner Gewissensentscheidung. Beten wir für unsere Brüder, damit sie erkennen, dass sie von Jesus durch die LK weggeführt werden.

    Mögen diese Brüder erkennen, dass dies Seite  (BI) nicht die von  Abtrünnigen ist.

    Daher danke  für die Objektivität beim Verfassen des Artikels. an der wir uns alle, auch beim Kommentieren ein Beispiel nehmen wollen.

    Übrigens wird jetzt die revidierte Version des Jesu Leben -Buches studiert. Ob Jesus endlich die ihm zustehende Ehre als Führer bekommt?

  12. Manfred Spanien

    eine tolle, treffende zusammenfassung. es ist doch immer wieder schön den unterschied zwischen wahrem christentum und dogmatischen irrlehren zu sehen.

    vielen dank für die vielen auferbauenden beiträge

    Manfred Spanien

     

     

     

  13. Lichtspender

    Ausgezeichneter Artikel! Der Autor fragt u.a. rhetorisch: "Wie kann man zehn Minuten, wie Joel Dellinger, über theokratische Richtlinien sprechen, ohne Jesus, unseren Führer und König, ein einziges Mal zu erwähnen?" Richtig erkannt: ohne Jesus kann es keine wahre Einheit geben. Nur eine Schein-Einheit, die auf Kadavergehorsam beruht -- wie bei Jehovas Zeugen.

    Hingegen lesen wir in Epheser 4:11-16 (rev. Einheitsüb. 2017) über Jesus, den Stifter der Einheit unter echten Christen:

    "Und er [Christus] setzte die einen als Apostel ein, andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zuzurüsten, für den Aufbau des Leibes Christi,  bis wir alle zur Einheit im Glauben und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollkommenen Menschen, zur vollen Größe, die der Fülle Christi entspricht. Wir sollen nicht mehr unmündige Kinder sein, ein Spiel der Wellen, geschaukelt und getrieben von jedem Widerstreit der Lehrmeinungen, im Würfelspiel der Menschen, in Verschlagenheit, die in die Irre führt. Wir aber wollen, von der Liebe geleitet, die Wahrheit bezeugen und in allem auf ihn hin wachsen. Er, Christus, ist das Haupt. Von ihm her wird der ganze Leib zusammengefügt und gefestigt durch jedes Gelenk. Jedes versorgt ihn mit der Kraft, die ihm zugemessen ist. So wächst der Leib und baut sich selbst in Liebe auf."

    In brüderlicher Liebe

    Lichtspender

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