„Wundert euch nicht“

– Die Auferstehung der Toten –      

Über das Thema  „Auferstehung“ ist schon zu allen Zeiten diskutiert worden, auch hier auf Bruderinfo. Bereits zurzeit Jesu waren die religiösen Führer in dieser Frage zerstritten. In diesen Streit wollten sie auch Jesus verwickeln, mit dem Ziel, ihn als inkompetenten Lehrer erscheinen zu lassen und die Auferstehung der Toten in Frage zu stellen.

Gemäß Lukas 20:27 konstruierten sie einen theoretischen Fall. Es ging um eine Witwe, die viele Ehemänner hatte, die sie alle überlebte.

 

Die Frage der religiösen Führer, mit der sie  die Lehre der Auferstehung als Unsinn und mit dem Gesetz Mose als nicht vereinbar hinstellen wollten, war: „Wessen Frau wird sie nun nach der Auferstehung sein? Schließlich waren ja alle sieben Brüder mit ihr verheiratet.“ 

Jesus antwortete: „Heiraten ist etwas für Menschen in dieser gegenwärtigen Welt. Die Menschen aber, die von den Toten auferstehen und in die zukünftige Welt kommen dürfen, werden nicht mehr wie hier auf der Erde heiraten. Sie werden ja auch nicht mehr sterben und müssen deshalb nicht für Nachkommen sorgen. Als Menschen, die vom Tod auferstanden sind, gleichen sie den Engeln“. 

In dieser Antwort sind einige wichtige Anhaltspunkte enthalten, auf die wir später noch eingehen werden. 

Zunächst befassen wir uns mit zwei Fragen.

  1. Gibt es unterschiedliche Arten der Auferstehung, und wenn ja, wie unterscheiden sie sich?
  2. In welcher Körperlichkeit findet die Auferstehung statt, fleischlich oder geistig?

Ja, die Bibel lässt den Schluss zu, dass es mindestens zwei Arten der Auferstehung geben wird. So spricht sie z.B. von der 1. Auferstehung. Dieser Ausdruck, „die erste Auferstehung“, kommt aber nur einmal vor, in Offenbarung 20:5,6.  Das macht die Erklärung dieses Begriffes nicht leichter. Es kommt erschwerend hinzu, dass wir ähnliche Ausdrücke, wie „zweite Auferstehung“ oder „letzte Auferstehung“, nicht finden.

Im Zusammenhang von Offenbarung 20 wird lediglich von den „Übrigen der Toten“ gesprochen, die „nicht lebendig wurden, bis die tausend Jahre vollendet waren.“ Von diesen Toten wird später in Vers 13 gesagt: „Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie (die Auferstandenen) wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. …. Und alle, deren Namen nicht im Buch des Lebens aufgeschrieben waren, wurden in den Feuersee geworfen, dies ist der zweite Tod.

Es ist sehr bemerkenswert, dass hier gesagt wird, dass der Tod die Toten hergibt, und alle, deren Namen nicht im Buch des Lebens aufgeschrieben waren, werden den 2. Tod erfahren.

Im Gegensatz dazu werden die, welche die 1. Auferstehung erhalten, gerecht gesprochen,  um „mit Christus zu herrschen“. Wahrscheinlich handelt es sich hier um Menschen, die für Christus gestorben sind oder bereit waren, für Christus zu sterben und damit „des Christus sind“ (Vers 6). Zum Zeitpunkt der ersten Auferstehung wird es noch Tote geben, die im Tod zurückbleiben.

Auferstehung der Gerechten

Diese Lehre über die „Auferstehung der Gerechten“ und die „Auferstehung zum Gericht“ wird in Johannes 5:28 auch von Jesus angesprochen: „Wundert euch darüber nicht. Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und es werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts“. 
Ob Jesus Christus hier nur von der allgemeinen Auferstehung spricht, also der zweiten, und mit der Auferstehung derer, die Gutes getan haben, die erste Auferstehung meint, kann man nicht mit Sicherheit sagen. Wie wir jedoch gesehen haben, werden in Offenbarung 20:12-13 die Auferstandenen der zweiten Auferstehung von Gott gerichtet werden nach ihren Taten. Dies korrespondiert mit der Lehre von Jesus über die „Auferstehung des Gerichts“. „Die, die Gutes getan haben, werden auferstehen, um ewig zu leben, die aber, die Böses getan haben zur Auferstehung des Gerichts (Johannes 5,29).

Die „Ordnung“ in der Auferstehung

Auch der Apostel Paulus spricht in 1. Kor. 15:20-24 von einer „Ordnung“ oder Reihenfolge in der Auferstehung den Toten: … Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner Ordnung: als Erstling Christus; danach, wenn er kommen wird, die, die Christus angehören; danach das Ende (die Übrigen), wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt vernichtet hat.“

Diese Aussage Pauli stimmt mit Offenbarung 20 überein. Das Ereignis, welches die erste und die zweite Auferstehung trennt, scheint das tausendjährige Reich zu sein. „Die gerecht Gesprochenen werden auferweckt und regieren mit Christus tausend Jahre.“ (Offenbarung 20,4), „die anderen Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis tausend Jahre vollendet waren.” (Offenbarung 20,5).

Jeder Nachkomme Adams wird auferstehen, aber jeder in seiner Ordnung. Wenn Christus kommt, werden die auferstehen, die Christus angehören. Danach, am Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, die Übrigen, die, die Gutes getan haben, um ewig zu leben, die, die Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts (Johannes 5,29).

Paulus spricht von drei wesentlichen Aspekten:

  • Zuerst ist Christus auferstanden, er ist der Erstling derer, die auferstehen. Jegliche Hoffnung auf Auferstehung der Toten gründet sich auf die Auferstehung Jesu Christi.
  • Die Auferstehung „danach“ ist denjenigen verheißen, die Christus angehören, wenn er kommt: Im Zusammenhang mit Christi Kommen mit Kraft und Herrlichkeit ist den Märtyrern aus der großen Trübsal die Auferstehung verheißen. Diese beiden Ereignisse umfasst die erste Auferstehung. All denen, die daran teilhaben, gilt: „Sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre“ (Offb. 20,6).
  • Das „Ende“, von dem der Apostel Paulus in 1. Korinther 15,24 spricht, meint wahrscheinlich das Endgericht nach den 1000 Jahren. (Off. 20:13). Vor diesem findet die allgemeine Auferstehung der Toten statt.

Auf welche Auferstehung werde ich hoffen können?

Nun zu der Frage, wer sind diejenigen, welche Christus angehören und damit an der ersten Auferstehung teilhaben werden? Wer wird mit Christus als König und Priester herrschen?

Diese Frage werden wir im Einzelnen hier nicht beantworten können. Zu vermuten ist aber, dass nicht jeder, der für sich das Gefühl hat, zu den Berufenen zu gehören, auch tatsächlich dazugehört.

Es ist richtig, alle, die an Christus glauben, sind nicht verloren, sie haben das ewige Leben und das Zeugnis, dass sie Gottes Kinder sind, unabhängig davon, ob sie zur Zeit der Wiederkunft Jesu oder während der 1000 Jahre auferstehen.

Aber dem „Christus angehören“, muss eine Sache sein, die mehr beinhaltet, als nur an Christus zu glauben. Es gibt Millionen Menschen, die aufrichtig an Christus als ihren Erlöser glauben und in ihrem christlichen Leben ihren Umständen entsprechend „Gutes tun“. Wenn diese Menschen alle dem „Christus angehören“, um mit ihm als Könige und Priester zu herrschen, dann stellt sich schon die Frage: „ist es realistisch anzunehmen, dass Millionen Könige und Priester mit Christus regieren werden?

Ein Beispiel, welches diese Vermutung stützen könnte, finden wir in Markus 5:18.

Ein Geheilter bat Jesus, mit ihm gehen zu dürfen. Aber Jesus erlaubte es ihm nicht. Er sagte: Geh nach Hause zu deiner Familie und erzähle ihnen, welches große Wunder der Herr an dir getan hat und wie barmherzig er mit dir gewesen ist!“  Was dieser dann auch tat, obwohl er nicht zu Jesus gehört haben mag.

Es ist doch eher wahrscheinlich, dass es sich bei denen, die dem Christus angehören, um eine kleine Zahl von „Auserwählten“ handelt, die mit Christus herrschen. Diese Überlegung legt auch die Vermutung nahe, dass es sich bei der Zahl 144000 eher um eine symbolische Zahl handelt.

Von denen, die „dem Christus gehören“, wird in Offenbarung 20 gesagt: „Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet waren um des Zeugnisses für Jesus …. die nicht angebetet hatten das Tier und sein Bild und sein Zeichen nicht an ihrer Stirn hatten; …. diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre. Dies ist die 1. Auferstehung. Die andern Toten wurden nicht lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden.“

Von der Auferstehung der Toten

In 1. Thessalonicher 4:13-17 erfahren wir weitere Einzelheiten zum Thema „Auferstehung“ „Wir wollen euch …. nicht im Ungewissen lassen über die, die da schlafen, …. Denn der Herr selbst wird, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und „die Toten in Christus“ werden zuerst auferstehen.  Danach werden wir, die wir leben (am Tage des Herrn), zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken, dem Herrn entgegen in die Luft. Und so werden wir beim Herrn sein allezeit.

Menschen, die wie die auserwählten Apostel im Glauben den stellvertretenden Tod Jesu angenommen haben und ihm bedingungslos bis in den Tod nachgefolgt sind, werden bei der Wiederkunft Jesu auferstehen, die erste Auferstehung. Damit markiert dieses weltumspannende Ereignis den Beginn des tausendjährigen Reichs. Für diese gilt: sie sind für Ihren Glauben gestorben oder wären bereit, dies zu tun, bzw. haben nicht das Malzeichen des Tieres angenommen. Der zweite Tod hat über diese keine Macht.

Die zweite Auferstehung findet am Ende dieser Zeitperiode der 1000 Jahre statt, wenn die “anderen Toten” (Offenbarung 20,4-6) auferstehen werden.

Wenn alle, die an Christus geglaubt haben, bei der Wiederkunft Jesu auferstehen würden, dann müssten die “anderen Toten” die ungerechten Menschen sein, die das Gnadenangebot Gottes abgelehnt haben. Doch diese Ansicht lässt Offenbarung 20 nicht zu, denn diese Auferstandenen werden ein jeder nach ihren Werken gerichtet. Nur wer nicht im Buche des Lebens steht, wird in den Feuersee geworfen, den zweiten Tod. Der zweite Tod hat noch Macht über die Auferstandenen.

Man kann in der 2. Auferstehung zu ewigem Leben gelangen oder in die ewige Auslöschung gehen. Bei der 1. Auferstehung ist dies nicht der Fall.

Wie werden die Menschen auferstehen?

Das ist eine umstrittene Frage. Es werden die unterschiedlichsten Meinungen vertreten, und es ist zu erwarten, dass auch diese Erklärung  zu Diskussionen führt.

Ist eine himmlische Hoffnung biblisch begründet? Werden alle Menschen nach der Bibel mit einer himmlischen Auferstehung belohnt? Nach Prüfung unterschiedlicher biblischer Aussagen kann man auch zu der ernüchternden Erkenntnis gelangen, dass sich die „himmlische Hoffnung“ (im Sinne von, bei Gott zu sein) auf ungenaue Übersetzungen, Fehlinterpretationen einiger Bibeltexte und nicht zuletzt auf die Vorstellung stützt, beim Tod in den Himmel zu kommen.

Ein Beispiel, wie sich im Laufe der Zeit Aussagen veränderten, finden wir in Johannes 3:13. Fast alle gängigen Übersetzungen geben diesen Vers wie folgt wieder: „Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer der, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn.“ 

Tatsächlich hat Luther zu recht diesen Vers ursprünglich anders übersetzt: „Es gibt nur einen, der zum Himmel hinaufsteigt: der Menschensohn, der vom Himmel herabgekommen ist“. 

Hfa, u. alte Lutherübersetzung.  Johannes 3:13 stellt damit klar fest: „Es gibt nur einen, der zum Himmel hinaufsteigen wird, (bei Gott sein wird) der Menschensohn, der vom Himmel herabgekommen ist“.

Fleischliche oder geistige Körper?

Aber beschreibt der Apostel Paulus nicht die körperliche Beschaffenheit derjenigen, die bei der „Auferstehung der Gerechten“ wieder zum Leben erweckt werden, als geistige Körper?

Offensichtlich war diese Frage schon zu Zeiten der ersten Christen ein Thema. Paulus sagte deshalb: „Es könnte aber jemand fragen: Wie werden die Toten auferstehen und mit was für einem Leib werden sie kommen? . . . Es gibt himmlische Körper und irdische Körper; aber eine andere Herrlichkeit haben die himmlischen und eine andere die irdischen. Einen anderen Glanz hat die Sonne, einen andern Glanz hat der Mond, …. .

Was Paulus hier verdeutlichen will, es gibt ganz unterschiedliche Körper und Lebensformen. Er fährt fort: „So auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. … Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Das Verwesliche muss die Unverweslichkeit anziehen, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit“ (Verse 35-53).

Viele sehen diese Erklärung von Paulus als einen Beleg für eine Auferstehung im Himmel, wobei der Begriff „Himmel“ vieles umfassen kann. Doch eindeutig ist, die Auferstandenen werden einen unverweslichen, verherrlichten Körper aus Geist erhalten. Das Bild des „Himmlischen“ ist ein Hinweis auf einen Körper, der zu vergleichen ist mit dem von Engeln.

An dieser Stelle möchten wir zurückgehen auf die Frage der Gesetzesgelehrten, als sie Jesus fragten: „Wessen Frau wird sie nun nach der Auferstehung sein?  Jesus antwortete: »Ehen zu schließen ist etwas für Menschen in dieser gegenwärtigen Welt. Die Menschen aber, die von den Toten auferstehen und in die zukünftige Welt kommen dürfen, werden nicht mehr wie hier auf der Erde heiraten. Denn sie können ja auch nicht mehr sterben und müssen deshalb nicht für Nachkommen sorgen.

Die Auferstanden, gleichen demnach Engeln. So wie Engel nicht sterben, (was nicht bedeutet, dass sie nicht mehr vom Leben abgeschnitten werden könnten), haben die Auferstandenen demnach einen „geistigen Körper“. In der zukünftigen Welt, (muss nicht im Himmel sein) kann man nur mit einem geistigen Körper leben.

Die neue Geburt

In diesem Zusammenhang ist auch der Bericht aus Johannes 3:1-20 aufschlussreich. Nikodemus kam nachts heimlich zu Jesus und sprach ihn an: Meister, wir wissen, dass Gott dich als Lehrer zu uns gesandt hat. Jesus sprach daraufhin von einer „neuen Geburt“, was Nikodemus buchstäblich verstanden haben musste, denn er fragte: „Wie kann ein Erwachsener neu geboren werden? Er kann doch nicht noch einmal auf die Welt kommen?”

Jesus erklärte ihm nun das Geheimnis der „neuen Geburt“: „Ich will dir das Geheimnis verraten, was hier geschehen muss. Nur wer durch Wasser und durch Gottes Geist neu geboren wird, kann in Gottes neue Welt kommen, oder das Reich Gottes sehen! Ein Mensch kann immer nur menschliches Leben zur Welt bringen. Wer aber durch Gottes Geist geboren wird, bekommt neues Leben“.

Jesus spricht hier nicht von einem Leben im Himmel bei Gott. Er spricht von einem „neuen Leben“, um in Gottes neuer Welt leben zu können. Wie dieses „Geheimnis“ nun umgesetzt wird, und dieser neue Leib beschaffen sein wird, darauf geht Jesus hier nicht näher ein, sondern sagt nur, dass der jetzige menschliche Leib umgewandelt werden müsse.

Wie sollte man einem Menschen auch erklären, welche außergewöhnlichen Mittel der Macht dem Schöpfer des Universums zur Verfügung stehen? – Jesus antwortet ihm daher nur in diesen einfachen Worten: Wundere dich deshalb nicht, wenn ich dir gesagt habe: Ihr müsst neu geboren werden. Es ist damit wie beim Wind: Er weht, wie er will. Du hörst ihn, aber du kannst nicht erklären, woher er kommt und wohin er geht. So ist es auch mit der Geburt aus Gottes Geist.” 

 Nikodemus, offenbar nicht zufrieden, bohrte weiter und fragt: Aber wie soll das nur vor sich gehen?” Jesus erwiderte: „Ihr glaubt mir ja nicht einmal, wenn ich von ganz alltäglichen Dingen rede! Wie also werdet ihr mir dann glauben, wenn ich von himmlischen Dingen rede?“

Wahrscheinlich wird ein rein materieller Leib nicht ewig, im Sinne von immerdar, auf dem Planeten leben könnte, so wie es Jehovas Zeugen gelehrt bekommen, ohne sich dabei nicht wie ein Gefangener zu fühlen. Die Kombination aus beiden Möglichkeiten, also die Fähigkeit auf Erden mit dem Fleischeskörper zu sein, sich aber in die Unendlichkeit des Raumes in den Körper als Geist zu begeben (verwandeln), erst diese Kombination scheint das Höchste der Erfüllung zu sein.

Die Bibel ist voll von Begebenheiten, wo Engel sich von einem geistigen Leib in einen materiellen Leib verwandelten. Auch Jesus erschien nach der Auferstehung seinen Jüngern in einen fleischlichen Körper, aß und trank mit ihnen.

Es mag sein, dass diese Sichtweise vielen zu spekulativ erscheinen mag. Doch ist die Auferstehung insgesamt nicht ein Ereignis, welches unsere Vorstellungskraft übersteigt?

Nicht umsonst sagte Jesus: „Wundert euch nicht“

 

Mag ich nicht (23)

39 Kommentare zu “„Wundert euch nicht“

  1. Zartbesaitet

    Lieber Artikelautor,

    danke für deine Mühe.

    Wir haben jetzt den einen oder anderen Artikel "nachgelesen"; wir haben uns in letzter Zeit sehr dem Weiterentwickeln unseres Glaubens gewidmet, daher auch uns weniger Zeit genommen, alles wieder hier zu verfolgen. (kann und wird sich aber wieder ändern).  Und uns sind dabei viele Erkenntnisse gekommen, die einem als noch tätiger Zeuge Jehovas niemals in den Sinn gekommen wären. Wir haben auch an den Kommentaren gesehen, dass es hier einige gab, die deinen Standpunkt nicht teilten - aber das ist auch gut so - wir sind nicht mehr unter der Informationskontrolle der Zeugen und auch nicht mehr unter dem Diktat des Königreichsdienstes von September 2007, wo ja den Zeugen mehr oder weniger das eigenständige Bibellesen untersagt worden war. Wir tun es selbst jedoch eifrig und kamen zu einigen Schlüssen.

    Einer davon war der Gedanke, dass du als Zeuge Jehovas immer wieder auf die Bereiche "Rettung" "Überleben" "Neue Welt" und vor allem mit dem Begriff "klare Hoffnung" auf irdisches Paradies und materielle Hoffnung für eine erlesene organisationstreue Gruppe fixiert warst. Ich - also der "Er" von uns beiden fühlten sich für eine Überleben immer zu schlecht, was immer ich auch tat - ich empfand mich nicht als "würdig".

    Aber stellen wir uns doch mal die Frage: Wie viel und wie genau erwähnt das Wort Gottes eigentlich die Hoffnung für Christen? Was sagen uns die immer gelesenen Texte wie aus dem Psalm 37 oder Offenbarung 21 genau aus? Bei näherer Betrachtung nicht viel. Wie viel erwähnte unser größter Lehrer und jetziger König Jesus? "Du wirst mit mir im Paradies sein" - oder ähnlich gab es wenige Male. Im Gegenteil: Es gab inneren Widerstand z.B. von uns als glücklichem Paar, als Jesus sagte, dass nach der Auferstehung niemand mehr mit jemandem früher verheiratet wäre. Entsprach nicht unseren persönlichen Wünschen! Erst langsam beginnen wir Jesu Aussage besser zu verstehen...

    In welchem Verhältnis steht jedoch unser Verhalten, unser Leben, unsere Einstellung zu dem Gedanken "Rettung" und "Neuer Welt"?

    Wie oft wird die Liebe und deren Notwendigkeit für einen Nachfolger Christi erwähnt? Nun -würden wir hier die Bibel zitieren - wir würden noch viele Stunden mit Belegtexten hier sitzen und schreiben.

    Wie oft wird der Glaube an Jesus als das Mittel für Rettung und Leben erwähnt?

    Nun - bei näherem Nachdenken wir die Prioritäten-Reihenfolge klar und deutlich. Unsere Liebe, unser Glauben bleibt im Vordergrund, die Hoffnung ist nur ein Gedanke, der weit aus später folgt. Und eine konkrete Information über das wie und was kann nur wie ein kleines Puzzlespiel zusammengefügt werden und es bleibt wiederum der "trübe Blick" auf ein unvollständiges Bild wie in einem Spiegel - wie es Paulus in 1. Kor 13 am Ende erwähnt und wie es du als Autor dieses Artikels versucht hast - um dann wieder zu sagen, dass die "Liebe das Größte ist".

    Was haben wir daraus geschlossen?

    Nun - Spekulationen über Auferstehung und neue Welt sind interessant. Aber solang wir die Vorstufen dazu - das Leben in der Liebe und einen wirklichen Glauben an Christus  - noch nicht ausgebaut haben, rühren wir im Trüben und sind nicht "reif" für Größeres. Daher arbeiten wir mit Freuden an diesen Vorstufen und schätzen trotzdem deine Gedanken im Artikel, weil sie geistiges Beschäftigen in dem Sinne sind, von einem angeblich "klaren Bild" loszukommen, das uns auch nach längerer Zeit außerhalb dieser Gedankenwelt immer wieder einzuholen versucht. Denn die Bibel ist zu einem sehr großen Teil für das "Jetzt" geschrieben, für Christen, die ein Leben nach ihren großen Vorbildern im Himmel führen sollten. Und das Niveau, das die Bibel - was die Liebe betrifft - denken wir noch lange nicht erreicht zu haben. Aber wenn wir einen gelebten Fortschritt fest stellen, so führt dieser zu freudigen Erfahrungen. Zu Erlebnissen, zu Momenten, die wir uns zuvor nicht hätten vorstellen können. Zu Menschen, die uns dafür lieben, dass wir sie im Voraus geliebt haben - ganz nach dem Vorbild unseres Vaters. Aber die Schwierigen Stufen folgen noch: "Unsere Feinde zu lieben", "die zu lieben die uns verfolgen". So weit sind wir vielleicht noch nicht. Aber wir hoffen es irgendwann zu sein. Und dann könnte auch alles weitere klarer werden und das Bild nicht mehr so trüb.

    Mit besten Wünschen, die mit uns auf diesem Weg unterwegs sind

    Eure Zartbesaiteten

     

  2. Manfred K

    Danke für eure Antworten..

    Mit der WTG habe ich nichts zu tun.

    Gott sehe ich auch nicht als Chef. Wollte damit nur aufzeigen das eine solche Solch Betitelung die ich gestern aufzeigte in unserem Sprachgebrauch nicht Üblich ist. Das ist alles.

    Wünsch euch alles gute.

     

  3. RoKo

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    Ihr Lieben,
    mit Sicherheit ist es ein brennendes Thema. Die Auferstehung.
    Letztlich ist es wie Paulus sprach 1. Kor 15:19 , wir wären die bemitleitswertesten Menschen, wenn das nicht stimmt, woran wir glauben.
    Ich erinnere mich noch an meine Anatomiestunde bei Oberstudienrat Herrn Xxxxx…. Wir behandelten gerade das Immunsystem des Menschen, Gedächtniszellen, T-Helferzellen, angeborene Immunität, erworbene Immunität usw. Er stand vorn an der großen Tafel und sprach zu uns, wie das (Immunsystem) im Körper eines Menschen funktioniert, das ist für die Medizin ein großes Wunder! Er hielt lange inne.
    Wundert Euch nicht, sagte Jesus. Er meinte sicher, dass es Dinge und Abfolgen im Himmel und auf Erden gibt, die wir mit unserem Verstand (derzeit) einfach nicht verstehen können. Trotz der hohen Wissenschaft, Studium und Kenntnisse die wir heute haben verstehen wir dies immer noch nicht.
    Ich denke dann immer so. Die Bibel ist nicht dafür geschrieben, 100%ig zu wissen, was danach passiert. Dazu sagt die Bibel, dann werden neue Buchrollen aufgetan werden. Trotz unseres Wissensdursts sind wir eben wie kleine Kindlein. Und Kindern kann man auch nicht alles erklären, was wir als Erwachsene verstehen oder nur schwer verstehen. Kinder können dieses oder jenes (noch) nicht begreifen.
    Heiraten sollen Männer und Frauen m. E. nicht, damit sie zusammenleben und Sex haben dürfen, sondern vielmehr, damit Säuglinge und Kinder beide Elternteile haben die sie zum Heranwachsen brauchen. Gezeugte Kinder, die aus Sex entstehen.. Denn Gott liebt die Kinder! Das ist der Vorsatz bezüglich der Erde, füllt sie. Ein Füllen funktioniert nur mit Nachkommen und Mehrung, also Fortpflanzung.
    Wenn sie nicht mehr heiraten werden, ist das m. E. vielleicht in Bezug auf die Fortpflanzungsfähigkeit zu verstehen. Eine weibliches Baby, das sich zum Mädchen und zur Frau entwickelt, hat eine bestimmte Anzahl von Eizellen in den Eierstöcken. Nach und nach im Zyklus von jeweils rund 28 Tagen reift immer ein Ei heran (manchmal auch zwei, selten drei). Aber irgendwann ist dieser Vorrat an Eizellen der Frau erschöpft. Männer hingegen produzieren fortführend Samen.
    Auferweckte Frauen können sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr fortpflanzen. Bei Männern weiß man das auch nicht genau. Somit wäre m.E. dann ein Heiraten ohne Nutzen. Dennoch wird Gott jede Träne von ihren Augen abwischen. Daran glaube ich fest. Inbegriffen sind sicher auch die menschlichen Bedürfnisse nach Zuneigung und Erotik. Wie viele Single gibt es, die den Lebenspartner noch nicht gefunden haben und sich nach Liebe und Zärtlichkeit sehnen? Ihre Tränen wird Gott abwischen.
    Für uns ist so vieles schwer zu verstehen.
    Euer RoKo

    1. Argentum@RoKo

      Lieber RoKo,

      ich möchte noch mal freundlich darauf hinweisen, daß die Sache mit den neuen Buchrollen eine Erfindung der WTG ist. 😉

      Es gibt keine Schriftstelle, die belegt, daß dann neue Anweisungen kommen. Das wird gerne erzählt, damit das Gerüst "Organisation" plausibel bleibt.

      Liebe Grüße

      Argentum

       

    2. Omma@RoKo

      Lieber RoKo,

      dein letzter Satz: "Für uns ist so vieles schwer zu verstehen.", kam bei mir, wie ein tiefer Seufzer rüber, und du hast Recht.

      Ich habe mich dann immer gefragt: "Muss ich alles (oder fast alles) verstehen?"

      Ein kleines Kind versteht auch noch nicht alles, aber wenn es spürt, Mama und Papa haben mich von Herzen lieb, fühlt es sich geborgen und vertraut darauf, alles wird gut.

      Unser lieber himmlischer Vater hat uns seine große Liebe auf eine Weise gezeigt, die wir manchmal noch gar nicht erfassen können. Ich stelle mir oft vor, was es für unsere Beiden Höchsten gekostet haben muss, diese außergewöhnlich große Liebe uns zu schenken.

      Wie weh muss es unserem lieben Vater im Himmel getan haben, sein geliebtes "Kind" so leiden und qualvoll sterben zu sehen, und was für unsagbar große Qualen hat unser lieber Herr Jesus auf sich genommen.

      SIE HABEN ES AUS LIEBE ZU UNS UNVOLLKOMMENEN MENSCHEN ERTRAGEN!!!

      Römer 8:32   (NGÜ)
      32 Er hat ja nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern hat ihn für uns alle hergegeben. Wird uns dann zusammen mit seinem Sohn nicht auch alles andere geschenkt werden?

      Johannes 3:16   (Hoffnung für alle)

      16 Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.

      Ja, lieber RoKo, sie haben jeden Einzelnen von uns so sehr lieb, und es ist ihr Herzenswunsch, dass wir glücklich sind. Wie sie das machen werden (?), lassen wir uns überraschen und vertrauen wir ihnen, wie kleine Kinder ihren liebenden Eltern.

      Es grüßen dich ganz herzlich  Omma und Oppa

  4. Manfred K

    Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, das diese Gedanken die ich gestern hier mitteilte, keines Wegs etwas mit der Wachturm Gesellschaft Jw.org zu tun haben.
    Das ist allein meine Überzeugung die ich mitteilte.

    Ich möchte nur noch auf einen Punkt hinweisen.  Der Gottes Name wurde in den Bibelübersetzungen vor der Ausgabe von Jahre 1835 sowohl von Katholiken und Evangelischen Christen gebraucht. Selbst Martin Luther gebrauchte diesen Namen. Außerdem habe ich darauf hingewiesen was Wortwörtlich in der Bibel steht. Ich danke euch für eure Konstruktiven Gedanken und der Bekundungen eurer Sicht dieser Dinge. Ich für mich werde den Namen Gottes Weiter im Gebet, in meinem Herzen sowie zur Preisung wegen seiner Werke verwenden. Für mich haben alle Götter einen Namen. Die Griechischen, Die Babylonischen. Die Germanischen, die Römischen usw. Aber der Wahre Gott hat dann keinen Namen? Das erscheint mir mir abwegig. Herr ist kein Name , außerdem sagte Jesus nicht , die Allmacht, Kraft, die Mannigfaltigkeit werde Geheiligt, er sagte Gottes Name werde Geheiligt. Herrn gibt es fiele und Götter auch. Ich möchte hier ein Beispiel einfacher Art anführen.

    Ganz einfach gesehen,nenen wir in einem Kleineren Unternehmen unsern Boss Chef. Ist dieser mänlich reden wir ihn mit Herr an. Aber wir sagen nicht Herr Cehf.  Aber bei Gott ist das Kein Problem zu unserem Schöpfer sagen wir dann Halt Herr Gott. Ist für mich unlogisch. Ich bin der Überzeugung der Wahre Gott hat einen Heiligen Namen damit er sich von Anderen Göttern unterscheidet und wenn ich  Ihn Namentlich im Gebet Anrede das er dieses dann auch erhört.

     

    Abschließend möchte ich Prediger 12:13,14 zietiren.

    Das Endergebnis des Ganzen Last uns hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das soll jeder Mensch tun.

    Ich werde nach meinem selbstvermögen danach handeln.

    Habe bei meiner letzten Mitteilung eine Bibelstelle nur Halb Angegeben.

    Die Zehn Gebote stehen in 2.Mose2 ab dem Vers 20.

    Ich möchte nochmals darauf hinweisen das ich mit der WTG nichts zu tun habe. Ich würde gerne weiter mit euch Anregungen Argumente austauschen. Ich habe aber nur Wenig Zeit Da ich Berufstätig bin. Wenn ihr wollt würde ich mich über kurze Gedanke n freuen, da ich diese schneller beantworten kann.

     

    1. Freiheit

      Ja, eh. Kannst Du gerne machen. Aber wer schreibt Dir vor, nicht auch manchmal lieber Gott, Herr oder etwas anderes zu sagen? Glaubst Du allen Ernstes, dass Du dann nicht erhört wirst?

    2. Schneeflocke@Manfred K

      Lieber Manfred K.

      Der Vergleich mit der Firma ist gut. Und wir können natürlich Gott als Chef einer Firma betrachten, exakt so macht es im Prinzip die jw.firma mit 7 leitenden Vorgesetzten in Leder-Chefsesseln und durch ihr glanzvolles Fernsehstudio erteilen sie den vielen vielen kleinen Arbeitern ihre Aufgaben und erklären ihnen gleichzeitig ihre Entlohnung, nämlich ein gutes Gefühl heute und wenn du treu bist und für immer in der Firma arbeitest auch mal ewiges Leben nach endlosen sich noch überlappenden Generationen. Gleichzeitig haben sich die 7 herrschenden Vorgesetzten ein sehr kluges Geschäftsmodell gewählt, es beinhaltet eine Erfolgsbeteiligung, die mit dem jeweiligen Um(Ein)satz eines Arbeiters steigt.

      Beispiel: Bist Du Pionier hast Du ein besseres Gefühl als wenn Du keiner wärst, weil Du mehr tust, alles gibst. Hast du es sogar bis in die Vorstandsebene der 7 Mächtigen geschafft, hast Du ein meeeeeega gutes Gefühl, das siehst Du übrigens prima im jw.tv, wie guuuut, lässig und erhaben sie sich fühlen. Nein, Probleme haben DIE nicht mehr.

      Natürlich schmeißt die jw.firma auch unbrauchbare und verbrauchte Arbeiter raus, die bringen nichts ein und stören die anderen, die guten, die fleißigen, die das Überleben der Firma in die nächsten (überlappenden) Generationen sichern.

      Zum Chef Herrn Jehova, kommst du nur schwer, da die 7 Türsteher den Weg versperren.

      Ich habe die jw.firma verlassen, ich funktionierte einfach nicht mehr. Ein paar Mal kamen Abgesandte der Geschäftsleitung und versuchten mich zu reparieren, damit ich bleiben könnte, aber der Fehler war wohl einfach schon zu groß....warum bin ich bloß kaputt gegangen?? Ich hatte großes Glück, mein Mann war auch irreparabel beschädigt und so verließ mit mir die Firma.

      Es war das erste Mal, dass wir Boden außerhalb des Firmengeländes betraten. Es war plötzlich soooo viel Weite und Freiheit in der Welt, dass ich mich sehr verloren fühlte. In welche Richtung soll ich gehen (wohin? zu wem?) und wo komme ich wie an?

      Auf dem Weg draussen sah ich nun überall Firmen, vielleicht könnte ich woanders anfangen zu arbeiten? Aber ob die auch so gut bezahlen? Ich hatte Heimweh nach meiner Firma, alles war vertraut dort, mir fehlen meine alten Mitarbeiter. Nun kann ich sie nur noch beobachten durch eine gläserne Scheibe, die uns so sehr trennt, dass wir uns gegenseitig noch nicht mal mehr verstehen können. Sie sehen wie meine Lippen sich bewegen, aber können keine Worte daraus erkennen. Irgendwann sehen sie auch mich nicht mehr, denn um weiterhin das best-life-ever - Gefühl zu haben müssen sie ARBEITEN!!

      Ich wollte nun zum obersten Chef, ihm sagen wie schlecht er seine kranken Arbeiter behandelt und ihm einmal um die Ohren hauen wie ungerecht er ist!

      Wie ich anfing zu überlegen wie und wo ich ihn finden könnte, ich hatte ihn übrigens noch nie gesehen, er lies sich ja ständig durch seine 7 Vorgesetzten vertreten, kam mir ein Mann entgegen.

      Ich wollte erst an ihm vorbei, stets mein Ziel im Kopf den Chef zu finden. Aber er liess mich nicht. Je näher er mir kam desto mehr spürte ich seine Energie. Ein bisschen machte es mir Angst, aber auch das spürte er sofort. Ich traute nicht meinen Kopf zu ihm zu heben und ihn anzusehen. Dann nahm er nicht nur meinen Kopf, meinen Verstand, sondern mich, mein Herz und meine Seele. Seine Sprache war das wohltuendste was ich je hörte, auch wenn ich nicht jedes Wort verstand. Er sprach Liebe, Gnade und Güte. Er erklärte mir nicht nur, dass Er der Weg zu meinem Ziel (dem Chef) wäre, sondern auch, dass der Chef nicht “der Chef“ sein möchte. Ich war erstaunt. Was wollte er denn sein? Je mehr ich den Mann fragte und er mir von sich und “dem Chef“ und ihrer gegenseitigen Verbindung erzählte, desto mehr spürte ich mein Herz. Es schlug schneller wenn er in meine Nähe kam und ich die Worte des Mannes hören, lesen und erleben durfte. Ich fühlte jeden Tag wie ich mich ein Stückchen mehr in Ihn verliebte.

      Und während er mir liebend und geduldig immer wieder zuhört, wenn Zweifel und Ängste in mir aufsteigen, verlässt er mich nie, er hält mich mit seinen  heilenden Händen, dem Geist der Liebe und zeigt mir, durch IHN BIN ich beim Chef. Es ist unser aller Vater, unser eigener Ursprung, die Quelle aller Energie, aus dem auch der Christus erscheint. Er liebt uns ohne Arbeitsleistung weil er uns aus seinem  reinen und heiligen Geist erschuf. (Erst jetzt wird mir klar, ich war/bin gar nicht kaputt!!) Ebenso möchte er von uns geliebt werden einfach weil er ist, nicht weil er gibt, sondern weil ES IHN gibt! Der freie Wille und wahre Liebe kann nur frei geschenkt werden, das hat uns Gott selbst durch seinen Sohn gezeigt.

      Mir wird immer klarer, in die alte Arbeits-/ Leistungs-/ Wegwerf - Firma will ich nicht mehr zurück. NO ORG - Never ever!!

      Ich möchte keine Chefs, die ich mit Namen anzureden habe und die ich nur im Fernsehen zu Gesicht bekomme. Auch keinen, bei dem ich lange Termine im Voraus machen muss um überhaupt eine Audienz zu bekommen und der mich mit einer inneren Hölle bestraft wenn ich nicht arbeite und leiste, die stärker brennt als jedes buchstäbliche Feuer.

      Ich möchte einen, zu dem ich Papa, Vater, Daddy sagen darf und der mir jeden Tag Seine Liebe und Güte in die Seele haucht.

      Der Mensch sucht das Perpetuum mobile, dabei gibt es das schon...

      Lieber Manfred K., nochmals danke für den Vergleich mit der Firma!!

      Liebste Grüße

      Schneeflocke
      ???? ????

      1. Argentum@Schneeflocke

        Liebes Flöckchen,

        ach, Du bist ein Schatz. Und Du hast eine große Gabe. 🙂

         

        Fühl Dich umarmt

        Argentum

      2. pit an Schneeflocke

        Wow!

        Ich bin beeindruckt, liebe Schneeflocke.

        Wissen allein ist nicht genug. Wie man aber dieses "Wissen" weitergeben kann, das ist eine wunderbare Gabe.

        In Liebe pit

      3. Störtebeker

         

         

         
        Störti @ Flöckchen,
         
        hallo Flöckchen, das hast du aber sehr schön geschrieben.
         
        Liebe Grüße an deinen Mann und an meinen anderen Ganov...-Kumpel und seine Frau. Eigentlich Grüße an den ganzen Clan.
         
        Von Störti
         

         

      4. Omma@Schneeflocke

        Liebstes Flöckchen,

        Sprüche 16:23+24   (Hoffnung für alle)
        23 Ein weiser Mensch spricht weise Worte und kann andere damit überzeugen.
        24 Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper.

        D.A.N.K.E!!!   🙂

        Ganz lieben Dank für deine lieben und warmen Worte (du besitzt eine außergewöhnliche Gabe, und gebrauchst sie!), das  sagen dir von Herzen mit einer liebevollen Umarmung

        Omma und Oppa

  5. ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ

    Ihr lieben "Gedanken- und Kommentarleser",

    einige Nachdenkens Werte Punkte möchte ich zu einigen Argumenten der hier vorgetragenen Kommentare in punkto Auferstehung und Leben im Himmel/Erde anbringen.
     
    Zunächst zu Paulus und "mein Evangelium":
    Dieses "Paulinische Evangelium" dürfte im Zeitraum ca. 50 – 60 n.Chr. entstanden sein. Inhalte sämtlicher Briefe des Paulus stammen somit aus der Zeit, als einige von Jesu „herkömmlichen Aposteln“ noch lebten. Einige sollen davon erwähnt werden.

    ·         Das Lukas Evangelium wird auf ca. 70 – 90 n.Chr. datiert.
    ·         Das Matthäus Evangelium wird auf ca. 80 – 90 n.Chr. datiert.
    ·         Das Johannes Evangelium wird auf ca. 96 – 110 n.Chr. datiert.

    Jetzt zu einem geposteten Kommentar dazu:
     
    Zitat: „Wir müssen einfach zur Kenntnis nehmen, dass die Erkenntnisse VOR Pfingsten und danach, für Einige eine ÄNDERUNG der Zukunftshoffnungen brachte. Wenn alles immer schon nur EIN Ziel hatte, warum nennt Paulus denn das, was ihn CHRISTUS mitteilte: "mein Evangelium"? Weil es eine Ergänzung war, das alte Evangelium der Synoptiker und davor, wurde dabei  n i c h t abgeschafft!“

    Soll/kann hier jetzt angenommen werden, dass sämtliche Inhalte der anderen Evangelien (die Synoptischen) einiges an Authenzität verloren haben? Jesus hat also dem Paulus etwas mitgeteilt, was den anderen Evangelisten erst später mitgeteilt wurde?
    Paulus wäre – nach den Zeitinhalten der Evangelisten – sehr früh dran gewesen…

    Eine Frage aus o.g. Gesamt-Zitat liess lesen:

    „Merkt ihr nicht die Veränderung ab Evangelium des Johannes sowie die Botschaft, die ab Pfingsten eintrat?“

    Damit wäre „die Veränderung ab Evangelium des Johannes“ erst ab dem Zeitraum 96 n.Chr. effektiv. Was ich hier für mich feststelle ist: Das „Paulinische Evangelium“ war viel früher als die der „Synoptischen Evangelien“ auf die Bildfläche „projiziert“ worden. Müsste da nicht das „Mein Evangelium“ (also das Paulinische) nicht viel eher als Ergänzung zu den 3 Anderen gelten?

    Ein weiterer Gedanke. Jesus hatte zu Lebzeiten (ca. 33 n.Chr.) - lt. Joh. 5:25,28,29 - gesagt:

    »Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, dass die Stunde kommt und jetzt da ist, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie gehört haben, werden leben. Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und hervorkommen werden; die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben zur Auferstehung des Gerichts.«

    Wie ist das zu deuten: „…die Stunde ist jetzt da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden…“? Die Stunde, die Jesus hier - ca. 33 n.Chr. - meint, ist demnach bereits da!

     

    Diese Stunde… Das Bürgerrecht… Abraham…

    Das muss, bitte sehr, ins Verhältnis der Argumentationen mit Heb.11:16 gebracht werden, wo wir von einem Bürgerrecht* lesen:

    „Jetzt aber trachten sie nach einem besseren, das ist nach einem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt bereitet.“

    (*Hiervon wurde bereits vor einiger Zeit gesprochen und es soll keine neue Diskussion deshalb gestartet werden.) Einige Disputanten beharren nur auf „den wörtlichen Inhalt der Hl. Schrift“.

    Da der Hebräerbrief  (verfasst ca. 80 – 90 n.Chr. von einem nicht genau bekannten Verfasser) von vielen nicht akzeptiert wird, stellt sich sein Inhalt ebenfalls als "ungenau" da. Die Anlehnung an Clement ist nicht ganz von der Hand zu weisen und diese Briefe werden ebenfalls nicht als biblisch gewertet.

    Deshalb ist eben „Beröerverhalten“ angesagt.

    Ein Sentiment von

    @THALJA

     

    1. Empfehlung

      Auszug aus einem Artikel von "Bruderinfo.de", Fetthervorhebungen von mir!:

      Veröffentlicht am 12. September 2013 vob  Bruderinfo 287 Kommentare

      Der Apostel Paulus und seine Botschaft?

      Das Evangelium Jesu Christi hat durch den Apostel Paulus eine entscheidende Weiterentwicklung erfahren hat.

      Die Verkündigung der guten Botschaft oder das Evangelium über die Auferstehung Jesu Christi und seine Erhöhung, wie sie vor allem dem Apostel Paulus geoffenbart wurde, ist in gewisser Weise vom Evangelium zu unterscheiden, das Jesus während seines irdischen Aufenthalts verkündigte und den 12 Aposteln anvertraute. Es handelt sich gleichsam um eine weitere Offenbarungsstufe des Evangeliums Jesu Christi.

      Hier muss man aber gleich einigen Missverständnissen entgegen treten. Wer zwischen diesen beiden Botschaften unterscheidet, muss sich gelegentlich den Vorwurf gefallen lassen: Jesus Christus und seine Verkündigung auf Erden würden zugunsten der Botschaft des Paulus in den Hintergrund gerückt, da ihr ein größeres theologisches Gewicht beigemessen würde. Man beschäftige sich mehr mit den Paulusbriefen als mit den Worten und Lehren Jesu in den Evangelien.

      Hier muss festgestellt werden, dass Paulus keinesfalls gegen Jesus ausgespielt werden kann, da seine Worte den Worten Jesu Christi niemals zuwiderlaufen. Jesus hat in seiner erniedrigten menschlichen Stellung direkt zum Volk Israel gesprochen, und derselbe Jesus wandte sich in seiner Eigenschaft als zum König Gesalbter unmittelbar vor dessen Bekehrung direkt an den Apostel Paulus. Es gibt auch keine zwei unterscheidbare Personen „Jesus Christus“! Es ist nur ein Herr. Aber es gibt zweierlei Offenbarungsstufen. Wir kennen Jesus in seiner Niedrigkeit als Messias für Israel, und wir wissen um den erhöhten Christus als Haupt der Gemeinde, die nicht nur aus den Juden sondern auch aus Menschen der Nationen bestehen soll.

      Auch war Paulus nicht 40 Tage in der Wüste, um von Satan versucht zu werden; ferner hat nicht er im Garten Gethsemane gelegen und dort für alle Schöpfung das entscheidende „Ja, Vater“ gesprochen, des Weiteren ist Paulus auch nicht hingerichtet worden, um die Sünde der ganzen Welt zu tragen, noch ist er am dritten Tage von den Toten auferstanden und dann gen Himmel aufgefahren. Das alles kann nur von Jesus gesagt werden. In den Briefen des Paulus geht es immer und überall um den Hauptvermittler des Lebens, Jesus Christus.

      Christus ist das Ziel, die zentrale Mitte und der Inhalt seiner Botschaft. Paulus kannte nur einen einzigen Ruhm, nämlich den Opfertod unseres Herrn Jesus Christus.

      Ich aber kenne nur einen Grund zum Rühmen: den Tod unseres Herrn Jesus Christus. Weil er starb, starb auch diese Welt für mich, und ich bin tot für ihre Ansprüche und Forderungen“
      Gal. 6:14

      Es ist ferner eine Tatsache, dass das Evangelium Jesu Christi durch den Apostel Paulus eine entscheidende Weiterentwicklung erfahren hat. Mit Paulus ist ein neuer Haushalt Gottes eröffnet worden, die „Verwaltung der Gnade Gottes“ bzw. die „Haushaltung“ oder die „Verwaltung des Geheimnisses“ (Elbf. Übs.).

      „ihr habt ja gehört, welches Amt die Gnade Gottes mir für euch gegeben hat. Durch Offenbarung ist mir das Geheimnis kundgemacht worden, wie ich eben aufs kürzeste geschrieben habe. Daran könnt ihr, wenn ihr’s lest, meine Einsicht in das Geheimnis Christi erkennen.

      Dies war in früheren Zeiten den Menschenkindern nicht kundgemacht, wie es jetzt offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist; nämlich dass die Heiden Miterben sind und mit zu seinem Leib gehören und Mitgenossen der Verheißung in Christus Jesus sind durch das Evangelium, dessen Diener ich geworden bin durch die Gabe der Gnade Gottes, die mir nach seiner mächtigen Kraft gegeben ist. Diesen ewigen Vorsatz hat Gott ausgeführt in Christus Jesus, unserm Herrn, durch den wir Freimut und Zugang haben in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn“. Eph. 3: 2-9

      Worin hebt sich das von Paulus verkündigte Evangelium besonders ab?

      Zunächst bleibt festzustellen, dass es kein Menschenwerk ist, dass es nichts mit einem besonderen menschlichen Verdienst oder einer menschlichen Leistung zu tun hat, sondern ausschließlich der göttlichen Gnade zuzuschreiben ist. Auch hatte Paulus das Evangelium weder von Menschen empfangen, wie etwa Petrus, Johannes oder Jakobus, noch durch eine Leitende Körperschaft, wie es bei uns Zeugen Jehovas gelehrt wird, sondern durch eine direkte Offenbarung des erhöhten Christus. 

      „Denn ich tue euch kund, liebe Brüder, dass das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht von menschlicher Art ist. Denn ich habe es nicht von einem Menschen empfangen oder gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.

      Als es Gott wohlgefiel, der mich von meiner Mutter Leib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat dass er seinen Sohn offenbarte in mir, damit ich ihn durchs Evangelium verkündigen sollte unter den Heiden, da besprach ich mich nicht erst mit Fleisch und Blut. Ich ging auch nicht hinauf nach Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog nach Arabien und kehrte wieder zurück nach Damaskus“. Galater. 1: 11-12

      Paulus eröffnet damit eine Weite göttlichen Denkens und gibt einen tiefen Einblick in die Erlösungsbotschaft Gottes, wie man sie in dieser Form nirgendwo sonst antrifft. Ausmaß und Fülle seines Evangeliums sind einzigartig und zuvor in dieser Weise nicht bekannt geworden. Wenn er sagt, er habe das von ihm verkündigte Evangelium durch eine Offenbarung Jesu Christi empfangen, dann schließt das jede menschliche Einflussnahme und das Resultat eigener Überlegungen aus, obwohl Paulus selbst als Träger der Botschaft bekanntermaßen ein brillanter Denker war. Damit ist sein Evangelium ein reines göttliches Gnadengeschenk. Noch einmal muss betont werden: Der Inhalt des Evangeliums, das er im Besonderen zu verkündigen hatte, befasst sich nicht mit Paulus sondern ausschließlich mit Jesus Christus in seiner ganzen Fülle.

      Wie anders klingt da die Botschaft, die wir vermehrt in den letzten Jahren vom selbsternannten „Sklaven“ erhalten. In fast allen Studienartikeln macht sich der „Sklave“ selbst zum Inhalt der Botschaft.

      Tatsache ist, dass dem Evangelium nach Paulus von Anfang an von verschiedenen Seiten her widersprochen wurde. Der schärfste Widerspruch begegnete ihm wohl von Seiten der Juden, da Paulus hier das mosaische Gesetz als Heilsweg völlig ausgeschaltet hatte. Damit war die Überlieferung des Rabbinats außer Kraft gesetzt. Lehre und Leben werden ab da in der Gesinnung Jesu Christi begründet und nicht mehr im Buchstaben des Gesetzes oder in den Vorgaben der Ältesten.

      Mit dem neuen Verständnis von Opfer und Tempel wurde der Kult Israels um den Opferdienst im Tempel beendet und abgeschlossen. Zudem wurde Paulus durch eine besondere Offenbarung gezeigt, dass nicht Israel als Ganzes errettet wird, sondern dass sich Gott zunächst der Aufgabe zuwendet, aus allen Nationen und aus einem Überrest Israels eine Gemeinde heraus zu sammeln. Erst nach Abschluss dieser Aufgabe sollte das Volk Israel wieder seine prophezeite Heilsbedeutung erfahren dürfen.

      Die Juden lehnten dieses Evangelium auch deswegen ab, weil die Nachricht vom Tod und der Auferstehung Jesu jeder religiösen Vorstellung einer Erlösung durch die eigene Handlungspraxis ein Ende setzte. Und ausgerechnet der verfluchte, ausgestoßene und an einem Schandpfahl sterbende Jesus Christus sollte zum Heil der ganzen Welt werden? Dieses Bild wollte so gar nicht in die Vorstellung religiöser und auf ihre Leistung stolzer Menschen passen, da es gerade für verloren geglaubte Sünder einen unerwarteten neuen Heilsplan bedeutete....

      Mehr: http://www.bruderinfo.de/allgemein/der-apostel-paulus-und-seine-botschaft/

    2. Lieber Bodenseeanreiner ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ ,

      kleine Bemerkung zu deiner Ansicht:

      Damit wäre „die Veränderung ab Evangelium des Johannes“ erst ab dem Zeitraum 96 n.Chr. effektiv. Was ich hier für mich feststelle ist: Das „Paulinische Evangelium“ war viel früher als die der „Synoptischen Evangelien“ auf die Bildfläche „projiziert“ worden. Müsste da nicht das „Mein Evangelium“ (also das Paulinische) nicht viel eher als Ergänzung zu den 3 Anderen gelten?

      Darf ich daran erinnern, dass der Bericht eines Ereignisses und der Zeitpunkt als dieser stattfand, meist nicht  zeitgleich erfolgt! Als ich bspw. das Buch "Ich war ein ZJ" schrieb, war ich schon 20 Jahre von meinen Erlebnissen im Bericht weg. Daher läßt sich das Ereignis selbst nicht davon ableiten wann der Bericht verfasst wurde.

      Wenn Paulus in Gal. 1 berichtet: "...und ging auch nicht hinauf nach Jerusalem zu denen, die v o r mir Apostel waren..."

      ...gibt einen zeitlichen Hinweis. Als die genannten Apostel zu Jerusalem längst schon das "Blutverbot" 😉 ausgehandelt hatten, stand ein Saulus noch nicht als Paulus auf der christlichen Bühne.

      Synoptiker, wie ich schon bei ZJ lernte, sind es nur die: "Matthäus, Markus und Lukas werden als Synoptiker bezeichnet, da ihre Erzählungen meist parallel verlaufen." (www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde)

      Das Evangelium des Johannes, wird von seinen erweiterten Berichten über das Leben und der Aussagen Jesu, doch nicht von mir allein von den Synoptikern  unterschieden, manche gestern von mir genannten Inhalte sind Fakt genug.

      Einen kanadisch-boarischen Gruß sende ich nun westwärts, hier ist noch kalter Nordost 🙂

      Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ

  6. Ron West

    Lieber Boas,

    Deinen Gedanken: "Das bedeutet aber nicht, nach meinem jetzigen Verständnis, dass sie fleischlich tot sind. In den Augen Gottes sind sie Tod wie Adam am Tag seiner Sünde starb, aber physisch weiterhin fast 1000 Jahre am Leben war."

    kann ich gerne unterstützen. Denn wenn wir die Bibel lesen, sollten wir das ganze aus Gottes und Jesu Sichtweise betrachten. Tod kann vieles bedeuten, geistig Tod, von Gottes Standpunkt aus Tod, buchstäblich Tod usw.

    Genauso ist es mit dem letzten Tag. Für die Apostel begann der letzte Tag (die Endzeit) nach Jesu Tod. Wenn von dem letzten Tag gesprochen wird kann dies sich auch auf einen längeren Zeitabschnitt beziehen. Denn Gottes Zeitabschnitte oder Zeitdenken ist wieder anders wie der von uns Menschen.

    Worauf ich hinaus will ist, das sobald man versucht Zeitabschnitte und zukünftige Ereignisse miteinander zu verbinden, oft sehr unterschiedliche Auslegungen zum Vorschein kommen. Das erinnert mich immer an den Auspruch Gottes aus der Bibel Jesaja 55:8 ,9: "Meine Gedanken sind nicht Eure Gedanken."

    Gruß

    Ron

    1. Boas an Ron West

      Lieber Ron,

      der Gedanke, dass die Apostel bereits ihre Zeit als Endzeit wahrgenommen haben, geht mir sehr oft durch den Sinn. Gottes Zeitabschnitte oder Zeitdenken ist wirklich anders, als die der Menschen. Oder sollte ich schreiben, von uns Menschen erhofft und ersehnt wird.

      In der Offenbarung wird auch die Frage gestellt, wie lange noch? Wie lange müssen wir noch warten? Und die Antwort, aus dem Sinn zitiert lautet, bis die Anzahl unserer Brüder voll ist. Dieser Text zeigt mir, dass wir Geduld haben sollten. Da oben tickt die Uhr eben ganz anders als bei uns, die wir nur ein paar Jahrzehnte leben.

      Liebe Grüße
      Boas

  7. M.N.

    Liebe Mitgenossen,

    zum Thema "Millennium/1000jähriges Reich" sollte auch eine Präzisierung/Klärung erfolgen (ohne jemandes "Hoffnung" auf die Pelle rücken zu wollen):

    Es ist das Postulat des sog. "Dispensationalismus" (eines von mindestens 5 verschiedenen "eschatologischen Modellen"), dass es sich beim in Offb 20,1-7 visionär IN SYMBOLSPRACHE (!) beschriebenen Millennium um eine mehr oder weniger buchstäbliche (1000-Jahr-) Periode handelt, die einem geschichtlichen Eingreifen Gottes in die Geschicke der Menschheit folgt (laut fundamentalistisch/literalistischer Deutung der Offb das in 16,14.16 erwähnte "Harmagedon").

    Man beachte, dass auch diese Annahme eben nur auf einer ANNAHME beruht, und nicht zwingend "so" auf biblischer Grundlage als feststehende Wahrheit dogmatisch festgezurrt werden kann.

    Zuerst:

    Angesichts der offenkundigen symbolischen Verwendung von Zahlen in der Offb (sieben Geister Gottes; sieben Augen & Hörner des Lammes) gibt es keinerlei Grundlage, die Zahlenangabe "1000" buchstäblich aufzufassen; wie bei allen anderen in apokalyptischer Sprache verwendeten Zahlen handelt es sich hierbei um eine "Sinnzahl". Betreffs der Bedeutung von Zahlenangaben in der Offb erklärt der hier bereits des Öfteren angeführte Theologe Roland Hardmeier in seinem Buch "Zukunft. Hoffnung. Bibel. Endzeitmodelle im biblischen Vergleich" (ein wirklich empfehlenswertes Werk) – Großschreibung zur Betonung hinzugefügt:

    "Zahlen [in der Offenbarung] sind als SINNZAHLEN zu verstehen und NICHT ALS WIRKLICHE ANGABEN VON LÄNGE, GRÖSSE ODER DAUER."

    So ist z. B. der "Sinn" der Zahl 7 "Allumfassend": "Sieben Gemeinden" = ALLE Gemeinden, die GESAMTHEIT ALLER Gemeinden. "Sieben Augen" = vollkommene, totale Wahrnehmungsfähigkeit. "Sieben Hörner" = totale, unumschränkte Macht. Niemand käme auf die Idee, zu sagen, Gott habe buchstäblich "sieben Geister", obgleich es so in Offb 4,5 steht.

    Da die "1000" unter Bibelgelehrten als "Zahl der Fülle" gilt (10 x 10 x 10 oder 10 hoch 3), weist die Angabe "Tausend Jahre" sehr wahrscheinlich auf die "Totalität" der "Ära" oder "Epoche" hin, die nötig ist, um die in Offb 20 beschriebenen Entwicklungsprozesse betreffs verherrlichter Menschenseelen (ob im geistigen oder physischen Bereich) zum Abschluss zu bringen.

    Nun zum Begriff "Millennium" selbst - für den Umfang des nun folgenden Zitats entschuldige ich mich; ich möchte nicht immer einfach nur auf das Glossar verweisen.

    Das o. a. Buch von Roland Hardmeier enthält auf S. 439-40; 462; 468-9; 485; 493-6; 501-2; 534-540; 543 folgende relevante Erklärungen, deren "Kritik" und "Warnungen" vollumfänglich auf die WTG/auf "Jehovas Zeugen" und die von ihnen propagierte, auf "Rösselsprung"-Eisegese beruhende, zum Teil dispensationalistisch/prämillenialistische Millenniumslehre zutreffen – Großschreibung zur Betonung, sowie zusätzliche Anmerkungen in Normaldruck und Klammern hinzugefügt:

    "Der Hauptgrund für die verschiedenen Interpretationen des Tausendjährigen Reiches hat damit zu tun, dass JEDER BIBELLESER [Anm.: Die WTG bzw. ihr oberstes lehrfestlegendes Leitungsgremium] MIT EINEM BESTIMMTEN THEOLOGISCHEN VORVERSTÄNDNIS AN OFFENBARUNG 20 HERANTRITT.... Das theologische Vorverständnis, das der Bibelleser mitbringt, wenn er Offenbarung 20 liest, hat bewussten oder unbewussten Einfluss auf seine Auslegung.

    ...Bei der Frage nach dem Tausendjährigen Reich ist die GEFAHR gross, DASS MAN SEIN EIGENES THEOLOGISCHES VORVERSTÄNDNIS IN DEN BIBELTEXT HINEINLIEST....

    Die einzige Bibelstelle, die ausdrücklich vom Tausendjährigen Reich spricht, ist Offenbarung 20,1-10. Es ist natürlich möglich, dass andere Bibelstellen, insbesondere alttestamentliche Prophezeiungen [Anm.: Die WTG bemüht hier insbesondere die Psalmen sowie Jesaja], vom Tausendjährigen Reich handeln. Aber DIESE MÖGLICHKEIT DARF NICHT VORSCHNELL ZUR GEWISSHEIT ERHOBEN WERDEN, sonst verschliesst man sich den Aussagen von Offenbarung 20, und der Text kann nicht mehr zu uns sprechen. VIEL ZU OFT WERDEN EINE VIELZAHL BIBLISCHER PROPHETIEN OHNE AUSREICHENDE BEGRÜNDUNG MIT DEM TAUSENDJÄHRIGEN REICH IN VERBINDUNG GEBRACHT. Das führt nicht selten zu einem theologischen Puzzlespiel, das damit endet, dass DER TEXT DER EIGENEN ESCHATOLOGISCHEN SCHAU GEFÜGIG GEMACHT wird.

    ...Die Geschichte beweist, dass das Tausendjährige Reich oft einem vorgegebenen Verständnis, das in den Text hineingelegt wurde, zum Opfer fiel. MANCHE VERTEIDIGEN MIT NACHDRUCK IHRE SICHT DES TAUSENDJÄHRIGEN REICHES UND MERKEN NICHT, DASS SIE NICHT DEN BIBELTEXT VERTEIDIGEN, SONDERN IHRE EIGENE ESCHATOLOGISCHE AUFFASSUNG.

    Der Chiliasmus, der Glaube an eine irdisches Tausendjähriges Reich, war die vorherrschende Eschatologie der frühen Kirche. Die wörtliche Interpretation von Offenbarung 20 und damit die Erwartung eines zukünftigen, irdischen Tausendjährigen Reiches beherrschte die gesamte frühe Kirche, im Osten bis ins dritte Jahrhundert und im Westen bis ins vierte Jahrhundert. DER CHILIASMUS IST ALLERDINGS NICHT DURCHGÄNGIG ZU FINDEN. SO FEHLT ER IN DEN FRÜHCHRISTLICHEN KIRCHENORDNUNGEN VOLLSTÄNDIG, ebenso in den beiden Clemensbriefen (ca. 90-130 n. Chr.) und im Barnabasbrief (erste Hälfte 2. Jahrhundert n. Chr.). Die Wurzel der chiliastischen Eschatologie der frühen Kirche war die wörtliche Auslegung des Alten und des Neuen Testamentes. Wenn der urchristliche Chiliasmus auch als Frucht einer zumeist konsequenten Auslegung betrachtet werden kann, so kann nicht übersehen werden, dass sich schon früh PHANTASIEVOLLE VORSTELLUNGEN in die Eschatologie einschlichen, DIE IN EINEM OFFENSICHTLICHEN GEGENSATZ ZUR ZURÜCKHALTENDEN SPRACHE DER JOHANNESOFFENBARUNG UND DER ENDZEITLEHRE JESU STEHEN. Manche Chiliasten gaben sich schwärmerischen Auslegungen hin, was ein Grund dafür war, dass sich schon früh Stimmen gegen diese Auffassung erhoben.

    ...DER CHILIASMUS DER FRÜHEN KIRCHE KANN... NICHT UNGEBROCHEN AUF JESUS UND DIE APOSTEL ZURÜCKGEFÜHRT WERDEN. ES GIBT... KEINEN KIRCHENGESCHICHTLICHEN BEWEIS FÜR DIE RICHTIGKEIT DER DISPENSATIONALISTISCHEN BZW. PRÄMILLENNIALISTISCHEN ESCHATOLOGIE.

    ...Die Eschatologie der frühen Kirchenväter enthält mitunter phantastische Vorstellungen, DIE SICH NICHT MIT DER BIBLISCHEN ZUKUNFTSHOFFNUNG IN EINKLANG BRINGEN LASSEN....

    Die Vertreter aller eschatologischen Modelle sind sich einig, dass WEDER DIE EVANGELIEN, NOCH DIE BRIEFE EINE FORMELLE THEOLOGIE DES TAUSENDJÄHRIGEN REICHES ENTHALTEN....

    Man hat Dispensationalisten und Prämillennialisten deshalb vorgehalten, sie glaubten an etwas, das nur in einem einzigen Bibeltext vorkomme und dies erst noch in einem höchst symbolischen Buch. Diese Anfrage muss ernst genommen werden. Wenn die Bibel das Tausendjährige Reich als gesonderte geschichtliche Epoche im Anschluss an die Wiederkunft lehrt, weshalb FEHLT EINE ENTSPRECHENDE FORMELLE THEOLOGIE IN DEN EVANGELIEN UND BRIEFEN?...

    ...WEDER JESUS NOCH DIE APOSTEL HABEN EINE VERBINDUNG ZWISCHEN DER BERGPREDIGT UND DEM TAUSENDJÄHRIGEN REICH HERGESTELLT.... WENN MAN NICHT ÜBER DEN TEXT HINAUSGEHEN WILL, KANN MAN DIE BERGPREDIGT NICHT ZUR UNTERSTÜTZUNG EINER ESCHATOLOGISCHEN POSITION HERANZIEHEN.

    [Betreffs Mat 25,31-46:] Es gibt weder eine direkte noch eine indirekte Verbindung zwischen dem Völkergericht und dem Tausendjährigen Reich. Die Behauptung, dieses Gericht finde vor dem Tausendjährigen Reich statt, HAT KEINE GRUNDLAGE IM TEXT.

    ...Wenn man das Prinzip der fortschreitenden Offenbarung für die eigene eschatologische Auffassung geltend macht, ist damit die GEFAHR verbunden, DASS MAN DIE EIGENE AUFFASSUNG... RÜCKWIRKEND IN DIE ESCHATOLOGISCHEN AUSSAGEN JESU HINEINLIEST. DAS IST EIN GEFÄHRLICHES UNTERFANGEN...

    Weder Jesus noch die Apostel haben ein Tausendjähriges Reich gelehrt, obschon sie ausführlich von der Zukunft sprachen. Wir finden das Tausendjährige Reich bei Jesus nicht, dessen Aussagen die Wurzeln der neutestamentlichen Zukunftserwartung bilden. Wir finden es bei Paulus nicht, bei dessen hohen Offenbarungen, die ihm geschenkt wurden, es nicht zu übersehen ist, dass das Tausendjährige Reich völlig fehlt. Und wir finden es bei Petrus nicht, der in seinen Briefen wiederholt über die Zukunft und das Wiederkommen Jesu spricht. ...es sollte hellhörig machen, dass aus dem Mund des Judenapostels Petrus kein Wort über das Tausendjährige Reich zu finden ist. Weder er noch die anderen Apostel erwarteten eine Tausendjähriges Reich...

    Offenbarung 20 ist ein knapper Text und schwierig zu interpretieren, vor allem aber FEHLT IHM DER BEZUG ZUR ALTTESTAMENTLICHEN ZUKUNFTSERWARTUNG.... DIE ANBINDUNG AN DIE VERHEISSUNGSSTRÄNGE DES ALTEN TESTAMENTES FEHLT... FAST VÖLLIG.... Offenbarung 21-22 ist die letzte und klarste neutestamentliche Deutung der alttestamentlichen Endzeithoffnung. Das macht diese Kapitel zu einem noch wichtigeren eschatologischen Text als Kapitel 20.

    ...Problematisch ist die inhaltliche Füllung (mit auf Auslegung von AT-Prophezeiungen beruhenden "Paradies"-Vorstellungen) des Tausendjährigen Reiches.... Das grosse Problem (mit solchen Vorstellungen) ist, dass OFFENBARUNG 20 [SOLCHE] VERBINDUNG[EN] NICHT HERSTELLT. Der Text handelt von der Fesselung Satans und der Rehabilitierung der Märtyrer durch ihre Herrschaft mit Christus. Das sind Themen, die innerhalb des Neuen Testamentes und der Johannesoffenbarung eine Rolle spielen. Vom neuen Jerusalem, dem neuen Tempel und der Völkerwallfahrt nach Zion ist nicht die Rede. IN OFFENBARUNG 20 IST DIE VERBINDUNG ZU DEN VERHEISSUNGSSTRÄNGEN DES ALTEN TESTAMENTS NICHT GEGEBEN, in 21,1ff hingegen ist sie klar vorhanden.

    ...Nach dem Zeugnis der Johannesoffenbarung... findet die Erhöhung (des neuen) Jerusalems und die Völkerwallfahrt nicht im Tausendjährigen Reich statt, sondern erst (nach dem Tausendjährigen Reich) IN DER ERNEUERTEN SCHÖPFUNG.... [Offenbarung] 20,1-10 wird mit dem eigenen eschatologischen Vorverständnis überfremdet... Offenbarung 20 [wird] als [der ] Ort betrachte[t], wo sich die alttestamentliche Hoffnung erfüllt, [obwohl] Johannes die Verbindung zu dieser Hoffnung erst in Kapitel 21 herstellt[.]

    ...DIE SCHLICHTHEIT VON OFFENBARUNG 20 VERLANGT GERADEZU DANACH, DIE EIGENE ESCHATOLOGISCHE SCHAU NICHT AN DIESEM TEXT FESTZUMACHEN. [Eine solche] Zurückhaltung entspricht... dem Wesen der biblischen Eschatologie insgesamt. WEDER DIE PROPHETEN NOCH JESUS NOCH DIE APOSTEL HATTEN EIN GESCHLOSSENES ESCHATOLOGISCHES SYSTEM. Sie verkündeten eine Hoffnung, die sich auf Gottes eschatologische Verheissungen und seine Treue gegenüber diesen Verheissungen stützte. DIE EINFÜGUNG KOMMENDER EREIGNISSE IN EINEM ENDZEITLICHEN ABLAUF FEHLT IN DER BIBEL ABER ÜBER WEITE STRECKEN.

    ...DER TEXT VON OFFENBARUNG 20 GIBT ZU WENIG HER, UM ALS GRUNDLAGE FÜR DIE RECHTFERTIGUNG EINES (PARADIESISCHEN) GOLDENEN ZEITALTERS ZU DIENEN. Die Propheten haben zwar von einer Welt des Friedens und der Gerechtigkeit und der Belehrung der Völker gesprochen, aber OFFENBARUNG 20 STELLT DIE VERBINDUNG ZU DIESER SCHAU NICHT HER. Das ist die Schwäche (jeglicher Vorstellungen eines 'tausendjährigen Paradieses'). Es sind erst die Kapitel 21 und 22 der Johannesoffenbarung, die wesentliche Aspekte [solcher] Erwartungen aufnehmen...

    ...Die Lehre von der tausendjährigen Herrschaft Christi ist ein Trostwort an die Märtyrer der christlichen Gemeinde aller Zeiten. (Diese Auffassung) verbindet Offenbarung 20... nicht mit der alttestamentlichen Prophetie. Erst Offenbarung 21 und 22 werden mit dem eschatologischen Ausblick des Alten und des Neuen Testaments verknüpft. Die eschatologische Hoffnung von Frieden und Gerechtigkeit erfüllt sich (gemäß dieser) Auffassung... [nicht] in einem (tausendjährigen) Zwischenreich zwischen (einer vor dem Millenium erfolgenden) Wiederkunft und (danach vollzogenen) Vollendung, sondern erst in der Neuschöpfung. Das ist im Einklang mit der Art und Weise, wie Johannes die von ihm geschaute Vision des erneuerten Kosmos mit der alttestamentlichen Prophetie verknüpft... Es bleibt eine offene Frage, ob etwa die Vision Jesajas vom Wolf und vom Lamm, die zusammen weiden, sich buchstäblich erfüllt. (Die Auffassung), solche Worte als bildhafte Beschreibung der Zustände in der Vollendung zu deuten... kann... nicht (als) Vergeistigung biblischer Verheissungen (abgetan werden)...

    (Diese Auffassung) entspricht dem Wesen der biblischen Eschatologie am ehesten. Sie zeichne[t] sich durch Realismus und Ausgewogenheit aus....

    ...Der rigide Literalismus, mit dem die Prophetie des Alten Testamentes (wie z. B. von der WTG) gedeutet wird, führt zu einer EINSEITIGEN ENDZEITERWARTUNG, DIE ÜBER WEITE STRECKEN IM WIDERSPRUCH ZU DEN HEILSLINIEN DES NEUEN TESTAMENTES STEHT. (Vorstellungen von einem 'tausendjährigen Paradies', so wie von der WTG gelehrt), EIGNE[N] SICH... NICHT ALS ZUGANG ZUR ESCHATOLOGIE. [SIE] SCHLIESS[EN] WENIGER DIE ESCHATOLOGISCHE HOFFNUNG DER BIBEL AUF, SONDERN FÜHREN MEHR IN EIN ENDZEITLICHES SYSTEM HINEIN, DAS DIE TENDENZ HAT, SICH DURCH ZUWEILEN WILLKÜRLICHE AUSLEGUNG SELBST ZU VERABSOLUTIEREN."

    Wir müssen uns also u. U. von der Vorstellung, das NT - namentlich die Offb - biete einen "logisch" genau festgelegten, "endzeitlich/eschatologischen Fahrplan" mit einer historisch/zeitlichen Abfolge bestimmter Ereignisse bzw. Perioden (erst die Weltgeschichte - dann die "Endzeit" - dann die "Große Drangsal" - dann das "Kommen Christi" - dann "Harmagedon" - dann die 1000 Jahre - dann das Endgericht - dann die grenzenlose Ewigkeit ...) frei machen; eine solche Schau verkennt das Wesen biblischer Apokalyptik, bei der es in erster Linie eben NICHT um "physikalisch/raumzeitliche Konkretheiten", sondern um WESENHEITEN, und BEDEUTUNGEN - um "Sinninhalte" - geht. Genausowenig wie Daniel in Kap. 2 eine buchstäbliche Metallstatue verausgesagt hat, sondern durch dieselbe und ihre unterschiedlichen Metalle  SYMBOLISIERTEN WESENHEITEN BZW.ENTITÄTEN, genausowenig bedeuten die Symbole der Offb sich selbst - hier ist a nicht gleich a, sondern a = b; das Symbol bedeutet nicht sich selbst, sondern das, was durch es symbolisiert werden soll, den "Sinn-Gegenwert" (das Bild ist nicht das Bild, sondern das, was es abbildet). Ich halte (gemäß meinem derzeitigen Entwicklungsstand) dafür, diesen Grundsatz auch auch das Symbol des Millenniums anzuwenden, womit wir uns dieses JW.Org-/JZ-typischen "Starrens in die Zukunft/auf das Millennium" als einer "buchstäblichen Zeitepoche" freimachen. Doch, wie gesagt und wie üblich: Dies ist lediglich meine derzeitige bescheidene Meinung hierzu.

    Gruß,
    M.N.

  8. Manfred Kunzer

    Das Vater unser in Matthäus 6:9-13 sagt uns doch schon alles über Gottes Königreich. Und wo dieses Herrschen wird. Und wie man als Christ sich Richtig verhält.
    Jesus sagte:,, Ihr sollt daher auf folgende Weise beten.
    Vater unser in den Himmeln, dein Name werde geheiligt. Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde. Gib uns unser Brot für diesen Tag und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern Vergeben haben. Und Bringe und nicht in Versuchung, sondern befreie uns von dem der Böse ist. Wenn wir nun das Loskaufsopfer unseres Herrn Jesus Christus auf uns an wenden zu können müssen wir einfachen Christen uns bemühen, uns nach diesem Muster zu Formen.
    1. Die Heiligung des Namen Gottes.
    Ist es erlaubt, den Namen Gottes, zu Gebrauchen und auszusprechen oder ist dieser zu Heilig um Ihn zu gebrauchen . Wie Juden und Die Meisten Christen heute denken.
    Was die Bibel dazu sagt:
    2:20:7 Hier in den Zehn Geboten ermahnt Gott seine Anbeter seinen Namen nicht in unwürdiger  Weise zu gebrauchen. Demnach ist der Gebrauch des Namens Gottes durchaus erlaubt.
    In Joel 2:32 werden wir auf Folgendes hingewiesen.
    Und es soll geschehen, das jeder, der den Namen Jehovas anruft sicher davon kommen wird, denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem werden die Entronnen sein, so wie Jehova gesprochen hat, und unter den Überlebenden, die Jehova Beruft.
    Nun könnte man sagen, das ist dass Alte Testament das hat sich ja schon erfüllt. Es gilt doch nur noch das neue. Dem entgegen steht in Johannes 17:6 die Aussage von Jesus.
    Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein und du hast sie mir gegeben. Und sie haben dein Wort gehalten.
    Jesus tat dies sicher nicht damit wir Gottes Namen verwerfen. Auch geht hieraus hervor , das nur Menschen den Namen Gottes gebrauchen die sein Wort halten und das dies Menschen sind die Gott beruft.
    Dann werden wir in Apg 2:21 darauf hingewiesen Das jeder der den Namen (Gottes ) Jehovas anruft gerettet werden wird.
    Somit ist ersichtlich. Ohne den Gebrauch des Gottes Namen keine Anerkennung durch Gott. Und keine Rettung möglich.
    2. Der Glaube an Gottes Königreich oder Gottes Reich. Und an Die Auferstehungs Hoffnung und an das ewige Leben. Wie im Glaubensbekenntnis der Kirche verankert.

    Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

    Wasser ist der Wille Gottes, worin besteht er? Das und die anderen Punkte die noch fehlen, werde ich in den Nächsten Tagen Posten.

    Wie man sieht ist ohne den Gebrauch des Namen Gottes Keine Rettung möglich. Wenn wir den Namen Gottes nicht gebrauchen kann das Loskaufs Opfer Jesus Christus nicht auf uns angwan t werden da wir den Waren Gott missachten.

    Dies ist meine Persönliche Meinung.

    Jeder bilde sich seine eigene Meinung.

    Ohne Gebrauch des Namen Jehovas, keine Auferstehungshoffnung und keine Ewiges Leben.

    1. Ron West

      Hallo Manfred Kunzer,

      Deine Darlegung mag aus Deiner Sicht richtig sein, doch möchte ich auf folgendes Hinweisen. "Namen" bedeutete nicht immer buchstäblich Namen.

      Du sagst:

      In Joel 2:32 werden wir auf Folgendes hingewiesen.Und es soll geschehen, das jeder, der den Namen Jehovas anruft sicher davon kommen wird, denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem werden die Entronnen sein, so wie Jehova gesprochen hat, und unter den Überlebenden, die Jehova Beruft.

      Wenn hier wirklich unter dem Wort "Namen" der buchstäbliche Name (JHWH) gemeint ist, wäre dieser Text nicht stimmig. Es müsste dann heißen: Jeder der den Namen Gottes anruft...

      "Namen", diese Wort hat mehr Inhalt. In unsere Sprache sagen wir auch "im Namen des Gesetzes", was bedeutet "mit der Macht des Gesetzes".

      Wenn wir diesen Unterschied machen und dann die Bibeltexte lesen ergeben sie auch einen Sinn.

      1. Beispiel:

      - Johannes 17:6: Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht,....

      Man könnte auch sagen: Ich habe deine Macht den Menschen offenbar gemacht,...

      2. Beispiel:

      - Apg 2:2:  Das jeder der den Namen (Gottes ) Jehovas anruft...

      Man könnte auch sagen: Das jeder der um die Macht Gottes bittet....

      3. Beispiel:

      Du sagst: Hier in den Zehn Geboten ermahnt Gott seine Anbeter seinen Namen nicht in unwürdiger  Weise zu gebrauchen. 

      Den Namen Gottes nicht in unwürdiger Weise zu gebrauchen also unnütz zu verwenden kann man natürlich buchstäblich sehen und das sollte man auch. Doch auch hier kann man tiefer gehen. Denn wenn ich das Wort "Namen" mit "Macht" lese, dann würde das bedeuten, die Macht Gottes nicht in unwürdiger Weise zu gebrauchen oder zu erbitten.

      Ich bin der Ansicht, wenn man die Bibel liest, sollte man darin tief forschen und nicht an der Oberfläche bleiben. Denn unsere heutige moderne Sprache, bringt oft den Inhalt eines Wortes oder den Sinn eines Textes nicht so an uns heran, wie es von den damaligen Schreibern gedacht war.

      Gruß

      Ron

    2. Petrus111

      Hallo Manfred K.,

      ich schließe mich den höflichen Ausführungen von Ron an und sage nur eins:

      "Hausfrauen-Theologie".

      Als Christ sollte man doch wissen und erfahren haben, dass vieles nicht so ist, wie es sich zeigt oder scheint...

      beste Grüße

      Petrus111

    3. M.N.

      Ein nur ganz klitzekleines bischen Nachdenken lässt erkennen, was Christus mit "Geheiligt werde DEIN NAME" und "Ich habe ihnen DEINEN NAMEN kundgetan" (Joh 17,26) meinte, und was nicht.

      Kannten die Juden "HASCHSCHEM - den Namen", d. h., das Tetragramm, JHWH? Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Sie waren "Die Hüter des Buches", des Tanach, welches wir heute als das AT bezeichnen, und da kommt, wie wir alle wissen, das JHWH mehr als 6000 Mal vor. Gewisse jüdische Schriftgelehrte kannten den gesamten Tanach Wort für Wort auswending, und es soll sogar welche gegeben haben, die ihn rückwärts rezitieren konnten. Sie kannten die genaue Anzahl an Buchstaben, sie markierten die Mitte eines jeden "Säphär" (Schriftrolle; "Buch") sowie des gesamten Tanach; er war ihnen in Fleisch und Blut übergegangen (Jesus selbst bezeichnete sie als "Erforscher der Schriften", siehe Joh 5,39), und damit waren sie auch mit den 6000+ Stellen, in denen das Tetragramm steht, bestens vertraut und KANNTEN "DEN NAMEN".

      Musste Jesus ihnen also "Den Namen" JHWH "kundtun", "bekanntmachen" oder verkünden? Fehlanzeige. Die Juden kannten ihn, waren bestens damit vertraut. Es war ja sie selbst, die den Fachausdruck "HaSchSchem" - "Der Name" - zur exklusiven Bezeichnung des Tetragramms prägten. Jesus musste ihnen also nicht sagen, dass Gottes "Name" JHWH lautet. Deshalb ist das JW.Org-Postulat "Jesus verkündete, dass Gott JHWH heisst" blanker Unsinn, völliger Nonsense, falsch, irrig, abwegig - völlig unlogisch.

      Die Aussage "Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan" macht deshalb nur Sinn, wenn man sich von diesem Starren auf die eingeengte Begriffsdefinition von "Name" = "Buchstaben- und Lautfolge", "Sequenz von in der physischen Welt aufgrund von Luftschwingungen hörbaren Lauten" freimacht. Es geht nicht um "Bernd, Karl, Werner, Anna, Else, ...", genausowenig wie es um "Jawe", "Yahweh", "Jeehoofaa" etc. geht. Es geht um das, auf das auch wir in heutigem Sprachgebrach anspielen wenn wir z. B. die Wendung "IM NAMEN DES GESETZES" verwenden. Ja, was bitteschön ist denn "DER NAME DES GESETZES" - wie "heisst" denn das Gesetz? Karl-Otto vielleicht? Oder "Großer Manitou"? "Im Namen der Menschlichkeit", "Im Namen der Kunst" ... wie "heissen" die denn alle?

      Betreffs der Bedeutung des Begriffes "Name" in diversen Kulturen gilt, dass es bei einem "Namen" weniger um eine phonetische Folge von Lauten, als um einen "Gehalt" geht. Der "Name" steht – wie auch in diversen Kulturen üblich – für "Charakter", "Wesen" oder "Wesenheit"; Beispiele "Sitting Bull", "Thunderbird", "Little Crow" usw.

      Aus Ex 33,12.17 (wo JHWH zu Moses sagt: „Ich kenne dich mit Namen, ja, du hast Gunst gefunden in meinen Augen“) geht klar hervor, was in der Bibel mit „Name“ gemeint ist. Wollte JHWH hier etwa sagen, er wüsste, daß Moses „Moses“ heißt? Nein, sondern zweimal – in V. 12 und 17 – wird das „dich mit Namen kennen“ mit „Gunst in Gottes Augen gefunden“ verbunden. Oder in Jes 45,4, an Cyrus gerichtet: „Wegen meines Knechtes Jakob und Israels, meines Auserwählten, habe ich dich bei deinem Namen (בִּשְׁמֶ֔ךׇ bischmächā, Form von „schem“, Name) gerufen.“ „Name“ = „Ruf, Wesen, Charakter, Gehalt, Status, Ansehen“, siehe Spr 22,1; Eccl 7,1; Jes 56,5 („Einen ewigen Namen werde ich ihnen geben, der nicht ausgelöscht werden soll“), und – nicht zuletzt – die „Namen“ im Buch des Lebens. Aus all diesen Stellen wird deutlich, daß es bei „Name“ um mehr als nur um ein bloße, auf einer Buchstabenkombination beruhende Lautfolge geht. Vgl. auch Spr 10,7b; Pred 7,1; Luk 10,20; Phil 4,3; Offb 3,4 ("Du hast einige wenige Namen [Fußnote REB: o. Personen] in Sardes, die ihre Kleider nicht besudelt haben.") "Name" steht für den Träger bzw. das Wesen desselben; jemandes "Namen" kennen, oder ihn "bei seinem Namen kennen" heißt, dessen Existenz anzuerkennen (siehe Jes 43,1; 45,3.4), denn etwas Nichtexistentes kann nicht benannt oder benamt werden. In diesem Sinne soll Gottes Name "geheiligt" werden (Hes 36,23; Mat 6,9), d.h. das Wesen Gottes, sein "wahres Wesen" oder "wahres Sein", das, was er wirklich ist und die Wahrheit über ihn – nicht eine bloße Folge von in der physischen Welt aufgrund von Schallschwingungen wahrnehmbaren Lauten – soll hoch erhoben werden. Wenn es in Joh 17,6.26 heißt, Christus habe "den Namen Gottes den Menschen offenbart" oder "kundgetan", so bezieht sich das nicht auf eine Folge von Lauten als Bezeichnung für eine Person, denn obgleich seitens der damaligen Juden eine "heilige Scheu" bestand, das Tetragrammaton auszusprechen, so muss davon ausgegangen werden, dass die Aussprache immer noch – selbst wenn nur näherungsweise – bekannt war. Vielmehr offenbarte Christus das von der jüdischen Geistlichkeit seiner Tage missrepräsentierte Wesen Gottes und die Wahrheit über ihn, siehe Mat 11,27; Luk 10,22; Joh 8,27; 10,15.32; 16,25; 1Joh 5,20. Darum – und nicht um eine Lautfolge – geht es beim christlichen Evangelium, weshalb weder im gesamten NT, noch in der römischen Geschichtsschreibung oder archäologischen Funden des Mittelmeerraumes kein einziger Hinweis darauf zu finden ist, dass die ersten Christen in irgendeiner Weise auf den AT-Gottesnamen fokussiert waren. Auch die zukunftsweisende Offb sagt nichts in dieser Richtung; die einzige Anspielung auf das AT-Tetragrammaton findet sich in den 4 "Hallelujah" in 19,1.3.4.6.

      Die Wendungen "ein Volk für seinen Namen" (Apg 15,14) und "Nationen, über die mein Name angerufen ist" (V. 17) bedeuten daher: Menschen, die mit dem Wesen des wahren Gottes in Verbindung gebracht werden bzw. dieses repräsentieren; das "Gottesvolk"; Menschen, die durch das, was und wie sie sind, wie sie in der Nachfolge des Gottessohnes stehen (1Pet 2,21), der ein vollkommenes Abbild des Vaters ist (Kol 1,15; Heb 1,3), selbst "Abbilder" Gottes sind und seinen "Namen" – das, was Er ist – verkörpern, Eph 5,1. "An Gottes Namen denken" (Mal 3,16 laut NWÜ. Andere sagen "Seinen Namen achten" oder "nicht in den Schmutz ziehen") bezieht sich nicht auf das bloße "Denken an", oder das Sagen/Aussprechen einer Lautfolge als Etikettierung einer Person, sondern auf ein "Sein", eine Lebensweise, die mit dem Wesen des wahren Gottes in Einklang steht. Bloße Wörter – Etiketten, Kombinationen von Vokalen und Konsonanten – sind Schall und Rauch. Gerade die von ihr so vielzitierte Geschichte des jüdischen Volkes als "Träger des göttlichen Namens JHWH" sollte die WTG lehren, dass der "Tanz" um eine bloße Lautfolge "es nicht bringt", siehe Ps 18,42(41); Spr 1,28; Jes 1,15; 59,2; Klg 3,44; Mi 3,4.

      Letztendlich wird aus Christi an die Evangelisten der Urchristen ergangenem Auftrag "Tauft sie auf den Namen des Vaters und [den Namen] des Sohnes und [den Namen] des Heiligen Geistes" (Mat 28,19) deutlich, dass die Wendung "Name Gottes" nicht so kleinlich begrenzt eng und fundamentalistisch eingeengt gefasst werden kann, wie es die WTG betreffs ihrer "Heiligung des Namens Gottes"-Doktrin durchzusetzen versucht, denn welches ist der "Name" des Heiligen Geistes? Die gesamte Bibel enthält keinen "Namen des Heiligen Geistes", doch würde man die gleiche absolute, eiserne "Logik" und die haarspalterische "Akribie" der WTG, die sie betreffs der laut ihr "unbedingt zu verrichtenden Verwendung des Namens Jehova" aufbringt ("Nur wer 'Jehova' sagt, kann gerettet werden") auf die Injunktion aus Mat 28,19 betreffs des "Heiligen Geistes" anwenden, so würde sich die Frage stellen, wie das ohne Kenntnis des "genauen Namens des Heiligen Geistes" bewerkstelligt werden könnte. Ein "Hier so, aber dort anders", wie es die WTG nach Belieben praktiziert, um unbequeme, nicht in ihr Dogmengebäude passende Schriftstellen nach Bedarf hinzubiegen oder wegzuerklären, muss von jedem ernsthaften Erforscher des Wortes Gottes als sektiererische Schriftverdrehung zurückgewiesen werden.

      Interessanterweise gibt die WTG in "Einsichten in die heiligen Schriften" Band 1 unter dem Eintrag "Geist" folgendes zu, und schlägt sich hier mit ihren eigenen Waffen:

      "Ein „Name“ kann auch etwas anderes sein als ein Eigenname. Wenn wir im Deutschen „im Namen des Gesetzes“ oder „im Namen der Wahrheit“ sagen, reden wir nicht von einer Person. Mit der ersten Redewendung meinen wir das, wofür das Gesetz steht, oder seine Autorität. Die andere hat den Sinn von „was die Wahrheit erfordert“. Das griechische Wort für „Name“ (ónoma) kann ebenfalls in diesem Sinne gebraucht werden. Während zum Beispiel einige Übersetzungen (EB; KJ) den griechischen Text in Matthäus 10:41 wörtlich wiedergeben und sagen: „Wer einen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen, wird eines Propheten Lohn empfangen; und wer einen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, wird eines Gerechten Lohn empfangen“, heißt es in neueren Übersetzungen: „...einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist“ und: „...einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist“ oder ähnlich (NW; EÜ; JB; Lu). So heißt es in dem Werk Word Pictures in the New Testament von A. T. Robertson (Bd. I, 1930, S. 245) über Matthäus 28:19: „Name (onoma) wird in der Septuaginta und in den Papyri allgemein für Macht oder Autorität gebraucht.“ Siehe auch "Der Wachtturm" vom 15.10.1992 "Taufe „hinein in den Namen“ " S. 19.

      Diese durchaus zutreffende Erklärung erhellt Joh 17,12 "Ich bewahrte sie in deinem Namen, den du mir gegeben (δέδωκάς, dédōkás, 2. Person Perfekt von δίδωμι dídōmi, geben, gewähren – nicht 'enthüllt/geoffenbart') hast". Wie hätte der Allmächtige – gemäß strikt fundamentalistischer WTG-Doktrin vom "Einzig wahren göttlichen Namen Jehova" – seinem Sohn seinen "Eigennamen Jehova 'GEBEN'", oder diesen an ihn "übertragen" können? Hätte er ihn "umbenannt", ihn ebenfalls "JHWH" genannt? Diese Problematik ist gegenstandslos, wird das Verständnis der Wendung "Gottes Name" gemäß der korrekten Aussage "Ein „Name“ kann auch etwas anderes sein als ein Eigenname" über den (trotz richtiger WTG-Erklärung aus dem "Einsichten"-Buch) generell extrem kleinlich/dogmatischen, das Eigentliche verkennenden Tunnelblick der WTG hinaus weiter gefasst.

      Also: "Ohne den Gebrauch des Namen Gottes Keine Rettung möglich." Jein - nicht indem man in jedem Satz und in jedem Gebet 1000 Mal "Jeehoofaa" sagt; dies bewirkt gar nichts; dadurch wird HASCHSCHEM JHWH lediglich in den Rang einer magischen Zauberformel, eines gesprochenen Schutz-Amuletts degradiert, ganz abgesehen davon, dass "Jeehoofaa" eine von vielen möglichen Transkriptionen des Tetragramms bildet, von denen keine besser oder schlechter ist als die andere, da sie alle "schlecht" sind. U. U. ist das Firmen-Markenzeichen "Jeehoofaa" mittlerweile schlechter als andere Versionen, aufgrund der schlechten Presse der JW.Org: "Denn der Name Gottes wird euretwegen unter den Nationen gelästert", Röm 2,24.

      Den Höchsten "BEI NAMEN" kennen bedeutet daher: Sich des Wesens Gottes eingedenk zu sein, zu wissen, "Wer und Was Er ist", was er "verkörpert", wofür er steht, ... und das geschieht am besten durch ein Vertrautsein mit dem, "Durch und in dem man den Vater sieht", der ihn uns als Spiegelbild und "genauen Abdruck seines Wesens" vollkommen geoffenbart hat, Joh 12,45. Nur so kann man "gerettet werden", siehe Apg 4,12: "Es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen (außer dem Namen Jesu Christi)".

      Und wieder mal entschuldige ich mich für den Umfang dieses Postings, doch manchmal ist dies unvermeidlich.

      Gruß,
      M.N.

      1. Winfried

        Winfried an M.N.

        Lieber M.N., Du bekommst von mir für diese Ausführung über den "Namen" eine Eins mit Sternchen....aber so was von..!!
        Eigentlich ist dem nichts hinzuzufügen......ich wage es trotzdem:

        War den Juden zur Zeit Jesu eigentlich Gott als "Vater" so bekannt, wie es Jesus herüberbrachte?
        Wie haben sie Gott in ihren Gebeten tituliert?
        Haben sie ihn vornehmlich mit "Vater" angesprochen?
        Bei den Muslimen unserer Zeit, die den damaligen Juden ähnlicher sind als die heutigen Juden selbst jedenfalls ist der Begriff "Vater" für Gott eine Blasphemie!
        Wenn ich in meinen 20 Jahren "Türkisches Gebiet" aus der Bibel vom Vater gelesen habe, gab es meist einen Aufschrei der Empörung: Gott ist doch kein Vater, sonst hätte er auch eine Frau....!!
        EIN ABSOLUTES NO GO FÜR MOSLEMS!
        Ich denke, dass dies bei den Juden ähnlich war.
        Jesus hat also etwas verkündet, was für sie neu und besonders war: Gott ist unser Vater und er hat einen Sohn und Gott schickt uns den Heiligen Geist.
        Weder den "Vater" noch den Sohn"....den schon gar nicht....und auch nicht den "Heiligen Geist" hatten die Juden wirklich auf dem Zettel.
        Also hat ihnen Jesus den Namen Gottes bekanntgemacht: VATER.
        Natürlich kommt jetzt von den Zeugen ein Aufschrei: "Vater" ist doch kein Name!
        Wenn allerdings Jesus uns auffordert, "niemanden auf der Erde Vater zu nennen", dann ist doch DER NAME VATER etwas einzigartiges....oder?
        (Man hat ja auch den einzigen Müller im Dorf "Müller" genannt und jeder wusste, wer gemeint war. Und dies ist wohl der häufigste Name in Deutschland.)
        Wenn wir von unserem "Vater" sprechen, wissen wir doch sofort, wer gemeint ist......natürlich außer unserem "leiblichen" Vater, welchen Ausdruck Jesus ja auch guthieß.
        Also ist "Vater" der NAME GOTTES, weil er seine Einzigartigkeit und sein Verhältnis zu uns nicht besser ausdrücken könnte!!
        Aus der Tatsache, dass Jesus und die Apostel den Namen Jehova NIEMALS benutzten, schließe ich unter Einbeziehung derjenigen Texte im NT die Zitate von Jehova sind sich aber auf Jesus beziehen, dass "Jehova" für den Vater UND den Sohn steht. Seitdem wir aber den Vater anbeten und den Sohn als den Weg zu ihm kennengelernt haben, brauche wir den Namen Jehova nicht mehr!
        Der Namens-Kult, den Jehovas Zeugen veranstalten, ist archaisch, rückständig und völlig verblendet....so zumindest meine derzeitige Überzeugung.
        Viele liebe Grüße, Winfried

  9. Man

    Es ist ja alles schön und gut und es ist auch gut sich Gedanken zu machen dazu werden wir auch in der Bibel aufgefordert.Dennoch bei allem hin und her wissen wir eigentlich garnichts. Alles Theorie  ob hier oder auch bei derWTG, und eigentlich ist das auch egal macht uns schließlich nicht zu besseren Christen. Es kommt so wie es von unserem Schöpfer vorgesehen ist und damit Basta. Auch diese ewigen Weissagungen seitens der WTG eigentlich Überflüssig es gibt auch nicht das Volk Gottes auf Erden jedenfalls nicht so wie Sie uns das alle immer ins Hirn einbrennen wollen. Alles Religion! vom Menschen gemacht und was kommt dabei heraus? Kriege im großen und im kleinen wie man auch gestern wieder gesehen  hat

    Wer hat denn nun den  besseren Gott Allah,Jehova oder Herr wenn mir das einer Erklären  kann dann ist er gut.

    Ich meine alles jämmerlich halt Menschlich da kann nichts bei rauskommen

    Jesus sagte ja wir verstehen nicht mal die Dinge auf der Erde geschweige die im Himmel. Recht hat er!

    Ich habe mich mal vor 10 Jahren Taufen lassen nach 35 Jahren Intressierter war nach meiner heutigen Überzeugung ein Fehler würde e ich so nicht nochmal machen.

    Den Glauben hat man im Herzen wie auch seine Beziehung  zu seinen Schöpfer.

    Religionsorganisationen oder Änliches auf dieser Erde nur Lug und Trug. Aber ich werde weiter immer mitlesen die Meinung anderer zu hören auch nicht schlecht .

  10. StillesWasser

    Als Gott am Berg Sinai mit dem Volk Israel seinen Bund schloss gebot er Mose folgendes zu sagen:

    Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Söhnen Israel reden sollst. 2Mo 19,6

    Dass das buchstäbliche Königtum durch den Stamm Juda und das buchstäbliche Priesteramt nur durch den Stamm Levi ausgeübt wurde, ist denke ich jedem klar. Somit stellt sich doch die Frage inwiefern dann das ganze Volk ein Königreich von Priestern bildete?

    Ich denke hier wird die durch den Bund zwischen Gott und seinem auserwählten Volk, hervorragende Position und unvergleichliche Ehre hingewiesen.

    Wenn also im NT ähliche Metaphern gebraucht werden, warum denken wir dann, dass diese buchstäblich gemeint sind? Dass diese Worte speziell auf 144.000 Personen angewandt wird sagt doch nichts darüber aus, dass der "Himmel" nicht mehr Platz für andere hätte.

    Mit welcher Hoffnung sollten sich die um ihre Verstorbenen sorgenden Thessalonischer trösten? Mit dieser:

    ...mit ihnen zusammen unserem Herrn auf Wolken entgegengeführt, um ihm zu begegnen. So werden wir für immer BEI IHM SEIN. Tröstet euch also gegenseitig mit dieser Hoffnung. 1Thes 4,17f

    Oder im Brief an die Kolosser 1,12:

    Zusammen mit allen, die zu ihm (Christus) gehören, dürft ihr einmal BEI IHM SEIN, in seinem Reich des Lichts.

    Dort wo Christus ist, dorthin gehen die, die zu ihm gehören und folgenden dem Lamm wohin es get. Dort ist ihr Platz, das ist der Ort unserer Hoffnung:

    Wir dagegen haben unsere Heimat im Himmel. Von dort erwarten wir auch Jesus Christus, unseren Herrn und Retter. Dann wird er unseren hinfälligen, sterblichen Leib verwandeln und ihn dem herrlichen, unvergänglichen Leib gleich werden lassen, den er selbst nach seiner Auferstehung empfangen hat. Phil 3,20f

    ...nur auf die Schnelle ein paar Gedanken.

    VG StillesWasser

  11. M.N.

    Ihr Lieben,

    es gibt 2 fundamentale Aussagen im NT, die bei einer Betrachtung dieses Themas ZUALLERERST auf den Tisch gehören, als Ausgangsbasis sozusagen - Großschreibung jeweils hinzugefügt:

    (1)

    Joh 10,16:

    "Ich habe andere Schafe (Nichtjuden), die nicht aus diesem (rein jüdischen) Hof sind; auch diese muss ich bringen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird EINE Herde, ein Hirte sein."

    Das "Hinzufügen" der "anderen, nichtjüdischen Schafe" zum Hofe des israelitischen Bundesvolks wird von Paulus in seinem Ölbaumgleichnis in Röm 11 deutlich dargelegt. Man bemerke: Die Gesamtheit der "Schafe" - alle Nachfolger Christi, alle Glieder seines "Leibes", UNGEACHTET IHRER PROVENIENZ - bilden EINE EINZIGE "Herde". Nichts wird hier hinsichtlich unterschiedlicher Endbestimmungen für beide Gruppen angedeutet.

    (2)

    Eph 4,4-6:

    "Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden seid in EINER HOFFNUNG eurer Berufung! Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller..."

    So, wie es nur "EINEN Gott", "EINEN Glauben", "EINE Taufe" ... gibt, so gibt es auch nur EINE Hoffnung aka "Zukunftsaussicht" oder wie auch immer man das nennen möchte. EINE = 1 - nicht 2, 3, 4, .... nein: NUR EINS, 1, one, une, una, adin ... so wie es NUR EINE ("sola") Bibel gibt.

    Wenn also Jesus selbst davon redet, dass es "im Hause seines Vaters viele Wohnungen gibt", wo er seinen Nachfolgern "eine Stätte bereiten" wird, wo er sie "hinnehmen - zu sich nehmen"wird, damit sie "DA SEIEN, WO AUCH ER IST" (Joh 14,2.3); wenn er sagt "Ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, auch BEI MIR SEIEN, WO ICH BIN, DAMIT SIE MEINE HERRLICHKEIT SCHAUEN" (Joh 17,24); wenn in 1Joh 3,2.3 gesagt wird "Wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und JEDER, DER DIESE HOFFNUNG AUF IHN HAT, reinigt sich selbst, wie auch jener rein ist" - wovon sollten wir dann AUF ALLEIN BIBLISCHER GRUNDLAGE ausgehen?

    Dass es eben nur DIESE EINE HOFFNUNG - Leben im "Himmel" (was auch immer dieses konkret bedeuten mag), in der Gegenwart Gottes und Christi ("BEI ihnen")- gibt. Die Fülle an relevanten NT-Versen belegt dies deutlich: Luk 16,9; 1Kor 15,42.44.49.51.53; 1Thess 4,17; Heb 3,1; 10,19.20; 12,22-24; 1Pet 1,3.4; 5,4. Wahrscheinlich habe ich einige ausgelassen.

    Sodann eine Begriffsklärung:

    Betreffs des Begriffes "als König regieren" bzw. "herrschen" muss man sich angesichts des ursprünglichen Gehalts desselben von der kindlich/naiven Vorstellung von einem König mit Goldkrone und Zepter, der "über Untertanen herrscht" freimachen; eine solche Idee ist irreführend. Ich zitiere aus dem Glossar, Eintrag "Himmlische Hoffnung":

    Es stellt sich die Frage, was genau mit "werden herrschen/werden Könige sein (basileúsousin)" gemeint ist. In [Offb 5,9.10; 20,6 und 22,5] wird das gleiche, mit "βασιλεύς basileús" (König) verwandte Verb gebraucht. WTG-"Logik" besagt: "Wo es Priester und Könige gibt, muss es auch Untertanen bzw. solche geben, für die diese Priester amten". Jedoch ist eine solche Sichtweise nicht nur menschlich verkürzt, sondern zusätzlich auf ein HEUTIGES Verständnis der Begriffe gegründet und verfehlt u. U. den "generischen" Gehalt derselben im Sinne einer Beschreibung des unsagbar glorreichen, heiligen und verherrlichten Zustandes der Erlösten bzw. der himmlischen Wesenheiten, auf die sich bezogen wird. Dieser Zustand ist so erhaben und bar jeder menschlichen Begriffe, dass stellvertretende Begriffe verwendet werden, die sich auf für Menschen höchste nur denkbare, auf von menschlicher Sicht Höchst-Heilige Dinge und erhabene Daseinszustände beziehen. Priester und König waren in der Antike die für damalige Menschen höchsten und erhabensten denkbaren "Positionen", weit über allen "alltäglichen" Beschäftigungen. Diese Begriffe werden nun als Metaphern gebraucht, um auf in menschlicher Sprache nicht näher präzisierbare Tatsachen anzuspielen. Betreffs eines solchen Verständnisses i. V. mit der Auslegung von AT-Prophezeiungen schreibt der Theologe Roland Hardmeier in seinem Buch "Zukunft. Hoffnung. Bibel. Endzeitmodelle im biblischen Vergleich" (©Betanien Verlag e. K. Oerlingshausen) auf S. 543 (Ausgabe von 2010) folgendes – Großschreibung zur Betonung hinzugefügt:

    "...Die... Deutung der eschatologischen Hoffnung des Alten Testamentes [seitens der] inspirierten Schreiber des Neuen Bundes... lehrt uns, dass manche Verheissungen des Alten Testamentes in Begriffen gegeben wurden, die den Menschen der damaligen Zeit zugänglich waren, so dass sie die Zukunft, die Gott schafft, innerhalb ihres Erfahrungshorizonts überhaupt erfassen konnten. DOCH BEABSICHTIGT WAR OFT MEHR, ALS AUS EINER WÖRTLICHEN DEUTUNG ZU ENTNEHMEN IST, DENN DIE VERHEISSUNGEN WAREN VON ANFANG AN AUF EINE HÖHERE FORM DER ERFÜLLUNG ANGELEGT."

    "Als Priester und König herrschen" könnte sich in diesem Licht auf ein nicht näher spezifizierbares himmlisch/geistiges "Walten und Wirken" auf höchstem Niveau beziehen. Robertson zitiert Swete in folgendem Kommentar: "No hint is given as to where this service is to be rendered and this royalty to be exercised". John Gill erklärt: "They will be wholly devoted to and employed in the service of God and of Christ, and will be continually offering up the sacrifices of praise, or singing the song of the Lamb, adoring the grace and goodness of God and Christ unto them, shown them both in providence and in grace". Thayer's Greek Lexicon sagt betreffs des Begriffes "Krone" (στέφανος stéphanos): "metaphorically, α. THE ETERNAL BLESSEDNESS which will be given as a prize to the genuine servants of God and Christ."

    (Zitatende)

    Genauso, wie die JW.Org den biblischen Begriff "Land" (hebr. אֶרֶץ äräz) als "Erd-PLANET" umdefiniert, obgleich das nicht die korrekte Bedeutung ist, und darauf ihre "ewige paradiesische Schlaraffenland-ERDE"-Phantasie begründet, genauso besetzt sie das Verb "basileúō" in ihrem rein "diesseitig"/menschlich gedachten "REGIERUNGS"-Sinne neu: "Über andere HERRSCHEN - über UNTERTANEN herrschen - anderen sagen wo es lang geht udn wo der Hammer hängt". Möglicherweise werden hier unterschwellige Macht- und Herrscherphantasien der obersten JW.Org-Zentralkomiteedirektoren bedient, wer weiß das schon? Für mich persönlich weist "basileúō" auf die unsagbare, in menschlicher Sprache nicht auszudrückende Herrlichkeit des ewigen Daseins der in den "himmlischen Wohnungen" bei Gott und Christus existierenden, auferstandenen Menschen hin. Mit "über andere herrschen" hat dies für mich nicht das Geringste zu tun.

    Gruß,
    M.N.

    1. Ron West

      Lieber M.N.,

      vielen Dank für Deinen aufschlußreichen Kommentar. Ich kann diesem ausdrücklich und von ganzem Herzen zustimmen.

      Gruß Ron

    2. Wir müssen einfach zur Kenntnis nehmen, dass die Erkenntnisse VOR Pfingsten und danach, für Einige eine ÄNDERUNG der Zukunftshoffnungen brachte. Wenn alles immer schon nur EIN Ziel hatte, warum nennt Paulus denn das, was ihn CHRISTUS mitteilte: "mein Evangelium"? Weil es ein Ergänzung war, das alte Evangelium der Synoptiker und davor, wurde dabei  n i c h t abgeschafft!

      WO gibt es denn irgend einen Hinweis im AT, oder bei den Synoptikern, dass das "Reich der Himmel" zeigen würde, dass alle in den Himmel kommen? ManfredF nenne diese Stellen, wenn es sie gibt!

      Auch Jesus musste lernen. Joh. 7:

      39 Dies aber sagte er von dem Geiste, welchen die an ihn Glaubenden empfangen sollten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.

      Merkt ihr nicht die Veränderung ab Evangelium des Johannes sowie die Botschaft, die ab Pfingsten eintrat? Wenn ich auch in Verdacht gerate ein Handlanger der WTG zu sein: Lest doch mal wie korrekt diese ORG 1Kor. 15, mit der himmlischen Auferstehung, erklärt! (Sie bei "Söhne Gottes"). Wer nur eine irdische Sehnsucht hat und sie behalten will - behalte sie doch und nehme nicht der Herauswahl, die der Vater selbst vornimmt, seinen Kindern die Hoffnung einmal in s e i n e m Bereich zu sein, weg! Röm. 8: 28

      WIE soll denn das funktionieren? Off. 2:

      26 Und wer überwindet und meine Werke bewahrt bis ans Ende, dem werde ich Gewalt über die Nationen geben; 27 und er wird sie weiden mit eiserner Rute, wie Töpfergefäße zerschmettert werden, wie auch ich von meinem Vater empfangen habe; 28 und ich werde ihm den Morgenstern geben.

      Bitte alle irdischen "Hoffer", erklärt das mal, danke

      und Guten Abend!

       

      1. ManfredF

        Römer 8
        14 Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes5.
        15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!
        16 Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind.
        17 Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus; wenn wir wirklich mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm verherrlicht werden.

        Aber wir hatten darüber ja schon mal diskutiert. Hier steht nun mal, dass ALLE, die den Geist haben KINDER sind und ERBEN und MIT JESUS VERHERRLICHT WERDEN.

        1. Korinther 15

        50 Das sage ich aber, liebe Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit.
        51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden;
        52 und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.

        WIR werden ALLE verwandelt werden. ZU HIMMLSICHEN LEBEN.
        Ich sehe auch hier keine Ausnahmen.

        Mt 22,30 Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel.

        Lk 10,20 Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.

        2Kor 5,1 Denn wir wissen: wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel.

        2Kor 5,2 Denn darum seufzen wir auch und sehnen uns danach, dass wir mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet werden,

        Eph 2,6 und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus,

        Phil 3,20 Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus,

        Wenn ich davon ausgehe, das die Bibel für JEDEN gilt dann sehe ich keinen Grund anzunehmen, dass die Schreiber nur für eine bestimmte Gruppe von Christen diese Aussagen gemacht haben.

        1. ManfredF - Unterscheide!

          Was Israel verheissen ist - unzählige Stellen! - das wurde doch nicht von Christus abgeschafft, wie d u selbst bestätigst.

          DANACH kam etwas DAZU, wo es nicht auf den Willen des Menschen ankommt (Röm. 9). Scheinbar war sogar Christus von der Entwicklung überrascht  - Gal. 1.

          Es geht nicht um u n s e r e n Willen! Wer nicht "berufen und erwählt" wurde, was ist mit dem, ein Verlorener? Nein, einer der nur das Paradies auf ERDEN will - er/sie soll es auch bekommen.

          Es gibt das EINE wie das ANDERE - das aber ist doch nicht WTG-Lehre, das zeigt die Bibel - und wer es genau lesen will, zeigt sogar die WTG in ihrer Literatur und Historie (Bibelforscher). Sie irrte oft, aber doch nicht immer!

      2. Störtebeker

        Lieber Gerd,

        ich habe aus zeitlichen Gründen nicht immer die Möglichkeit auf alles hier näher einzugehen.Darüber bin ich in Wirklichkeit sogar froh.

        Aber manchmal muß ich mich doch, wenn auch nur kurz äußern.

        Zu: "Wir müssen einfach zur Kenntnis nehmen, dass die Erkenntnisse VOR Pfingsten und danach, für Einige eine ÄNDERUNG der Zukunftshoffnungen brachte. Wenn alles immer schon nur EIN Ziel hatte, warum nennt Paulus denn das, was ihn CHRISTUS mitteilte: "mein Evangelium"? Weil es ein Ergänzung war, das alte Evangelium der Synoptiker und davor, wurde dabei  n i c h t abgeschafft!

        Das können aber "Einige" offenbar nicht zur "Kenntnis" nehmen, weil sie in "ihren" Ansichten gefangen sind, wie die Zeugens in dene der WTG. Das sind zwar verschiedenen "Ansichten", nur das Ergebnis des "Gefangenseins" scheint offenbar das Gleiche zu sein.

        Liebe Grüße an dich Störti

         

      3. M.N.

        O là là - wenigstens ein Einspruch Euer Ehren:

        "Auch Jesus musste lernen. Joh. 7: ... denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war."

        Dies hat m. E. nichts mit Jesu "Wissensstand" zu dieser Zeit zu tun. Der Geist, der "noch nicht da war" bezieht sich präzise auf den in Joh 14,26; 15,26; 16,13 verheißenen, zu dieser Zeit noch zukünftigen "Parakletos" für Christi Nachfolger, die Enklesia, die Glieder seines "Leibes" - was Christus betrifft, hatte er bereits den Geist anläßlich seiner Taufe rund 3 Jahre zuvor erhalten, Stichwort "Taube vom Himmel". Wir gehen i.d. R davon aus, dass mit Christi "Geist-Salbung" (in SEINEM Fall ist dieser Begriff korrekt, siehe Apg 10,38) eine "totale Erleuchtung" einherging; das einzige, von dem wir MIT SICHERHEIT wissen, dass Christus es während seines Erdenlebens nicht wusste ist "Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, ...auch nicht der Sohn...".

        Von einer "Veränderung der Botschaft ab Pfingsten" kann ich in meiner Bibel nichts erkennen; selbst wenn das Joh-EV rund 70 Jahre nach Christi irdischem Wirken niedergeschrieben wurde, so berichtet es dennoch von Dingen, die Christus bereits VOR Pfingsten 33 äußerte - andernfalls würde es sich um apokryphe Hinzudichtungen handeln und man könnte dieses EV in die Tonne treten. Und präzise in Joh finden wir alle diese Aussagen betreffs der "himmlischen Wohnungen", der "Stätte" bei Gott und Christus, des "euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin", des "bei mir sein, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen". Diese Verheißung wurde ab Pfingsten nicht VERÄNDERT - höchstens noch mit zusätzlichen Einzelheiten angereichert wie z. B. den Modus (1Kor 15) oder Zeitpunkt (1Thess 4).

        Du fragst "Wo gibt es denn irgend einen Hinweis... bei den Synoptikern, ...dass alle in den Himmel kommen?"

        Mat 25,34:
        "Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, Gesegnete meines Vaters, erbt DAS REICH, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an!" ("DAS REICH" - Singular; es gibt nur eines. Auch nicht "erbt EINEN TEIL des Reiches", oder "erbt DEN IRDISCHEN BEREICH..." - das sind alles nur gedanklich/inhaltliche JW.Org-Zusatzbefrachtungen, Annahmen, Theorien, Hypothesen, Mutmaßungen ..., von denen in "sola scriptura" selbst nichts steht.)

        Luk 16,9:
        "Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, man euch aufnehme in DIE EWIGEN ZELTE" (Stichwort "Das Zelt" - der "Wohnort" Gottes", Offb 21,3)

        Luk 23,43:
        "Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein."

        "Paradies" bezieht sich - es grause sich die JW.Org und ihre Vasallen - in NT-Kontext AUSSCHIESSLICH auf den Himmel, siehe 2Kor 12,4 und Offb 2,7. Zitat aus dem Glossar, Eintrag "Paradies":

        Zum ersten "beweist" Luk 23,43 in puncto "irdisches Paradies" rein gar nichts, denn es wird dort explizit nicht gesagt "Du wirst mit mir im IRDISCHEN Paradies sein", oder "Du wirst mit mir im Paradies AUF DER ERDE sein". Im Gegenteil: Da Christus als Geistgeschöpf ("in Geist; hinsichtlich des Geistes"; ζῳοποιηθεὶς πνεύματι zōiopoiētheìs pneūmati, 1Pet 3,18) auferweckt wurde, kann er – ohne Luk 23,43 durch Befrachtung mit Zusatzgedanken bzw. "Kommaverschiebetricks" Gewalt anzutun – nur so mit dem Übeltäter zusammen sein, indem dieser ebenfalls (gemäß Christi Verheißung aus Joh 14,2; vgl. auch Kol 1,5 und 1Pet 1,4) als Geistgeschöpf "bei Christus" existiert. Das "heute" in diesem Vers bildet hierbei kein Problem, egal ob vor oder nach dem Komma, da Christus es ganz offensichtlich nicht als "noch an diesem 24-Stunden-Kalendertag" gemeint verwendet hat, genauso wie das "an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben" in Gen 2,17 nicht "innerhalb des gleichen 24-Stundentages" bedeutet.

        (Zitatende)

        Diverse Kommentatoren glauben, die in Heb 11,10 betreffs Abraham enthaltene Aussage "er erwartete die Stadt, die Grundlagen hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist" so deuten zu müssen, dass selbst Abraham eine "himmlische Hoffnung" hatte, denn das NT redet präzise von nur einer "himmlischen Stadt", das "Neue Jerusalem", und das ist nun mal keine physische Entität, sondern eine himmlische; alle Versuche, dies zu relativieren im Sinne von "Ja, er erwartete, AUF DER ERDE, UNTER DER HERRSCHAFT dieser Stadt zu leben" sind und bleiben nun mal Mutmaßungen, von denen nichts in der Bibel steht. Erwartet jemand ein tolles Dinner, dann will er auch davon essen - nicht, es nur zu bestaunen. Erwartet jemand ein neues Auto, dann erwartet er nicht, wenn es da ist, nur davorzustehen und es aus einer Distanz anzuschauen. Nein, er will DRINSITZEN. Genauso erwartete Abraham, IN DIESER STADT zu sein, selbst ein Teil davon zu sein - so scheint mir jedenfalls.

        Selbstredend will ich niemandem "seine Hoffnung nehmen", wenn ihm/ihr denn so daran gelegen ist, "auf der Erde zu leben". Hier gilt "Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt!" - Röm 14,5. Wir können das so halten wie mit der 3Einigkeit: Was ist der kleinste gemeinsame Nenner? Welche "Zukunftshoffnung" auch immer jemand hegt; wie und wo genau auch immer das zukünftige Sein der von Christus Erlösten sein wird: Es wird so unsagbar wunderbar sein, so die derzeitigen Grenzen menschlicher Vorstellungskraft sprengend, dass uns hierfür adäquate Vorstellungen und Begriffe fehlen, weshalb Paulus unter dem Eindruck seiner Paradiesvision von "unaussprechlichen (unsagbaren) Worten" redete.

        Gruß,
        M.N.

        1. Dem nachfolgenden Satz, würden auch die JW.org widersprechen. Sind sie dann im Irrtum?

          Von einer "Veränderung der Botschaft ab Pfingsten" kann ich in meiner Bibel nichts erkennen...

          Nun nehme ich meine Bibel, nicht die NWÜ und finde u.a. diese Meinung, die auch an anderen Stellen bestätigt wird, Gal. 1:

          1 Paulus, Apostel, nicht von Menschen, noch durch einen Menschen, sondern durch Jesum Christum und Gott, den Vater, der ihn auferweckt hat aus den Toten...
          11 Ich tue euch aber kund, Brüder, daß das Evangelium, welches von mir verkündigt worden, nicht nach dem Menschen ist. 12 Denn ich habe es weder von einem Menschen empfangen, noch erlernt, sondern durch Offenbarung Jesu Christi.
          15 Als es aber Gott, der mich von meiner Mutter Leibe an abgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefiel, 16 seinen Sohn in mir zu offenbaren, auf daß ich ihn unter den Nationen verkündigte, ging ich alsbald nicht mit Fleisch und Blut zu Rate 17 und ging auch nicht hinauf nach Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren...

          Nun könnte man aus der Apostelgeschichte, bis hin zu den Paulus- und Johannesbriefen, eine Menge Stellen zitieren, die z.Z. als die Synoptiker das Wirken Jesu erzählten, noch nicht bekannt waren. Mit dem Joh.-Evangelium kamen "neue Wahrheiten" 😉 hinzu, ein Beispiel, 1. Kapitel:

          11 Er kam in das Seinige, und die Seinigen nahmen ihn nicht an; 12 so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, 13 welche nicht aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.

          Die "Seinigen" glaubten bis dahin nur an die LANDverheissungen in Israel, die Jesus auch in der Bergpredigt bestätigte, aber von einem Leben i m Himmel finde ich in meiner Bibel bei den Synoptikern, nichts konkretes. Anders schon in Joh. 14 ganz vorne, oder der Wunsch Jesu im Gebet im Kapitel 17, dass seine Freunde bei ihm sein mögen - ja w o ist denn das? Wo steht der Thron Gottes, rechts davon ist Jesus, die Erde ist weiterhin der Schemel!

          Nur noch eine Stelle von vielen, über das NEUE, ab Pfingsten, 2Kor 5:

          1 Denn wir wissen, daß, wenn unser irdisches Haus, die Hütte, zerstört wird, wir einen Bau von Gott haben, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, ein ewiges, i n den Himmeln. 2 Denn in diesem freilich seufzen wir, uns sehnend, mit unserer Behausung, die aus dem Himmel ist, überkleidet zu werden; 3 so wir anders, wenn wir auch bekleidet sind, nicht nackt erfunden werden. 4 Denn wir freilich, die in der Hütte sind, seufzen beschwert, wiewohl wir nicht entkleidet, sondern überkleidet werden möchten, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem Leben. 5 Der uns aber eben hierzu bereitet hat, ist Gott, der uns [auch] das Unterpfand des Geistes gegeben hat. 6 So sind wir nun allezeit gutes Mutes und wissen, daß, während einheimisch in dem Leibe, wir von dem Herrn ausheimisch sind.

          Erweckte Paulus an vielen Stellen den Wunsch, dass Gottes Geistgesalbte (<- das Wort kann man ruhig so gebrauchen) bildlich gesprochen, nur von Buxtehude zu den Malediven versetzt werden?

          Der allmächtige Gott, soll von den Himmeln, die ihn nicht zu fassen vermögen, auf ein Zelt auf Erden zum Tränentrocknen kommen und die Stadt wird viele Kilometer in den Himmel reichen? Die Dimension zeigte einmal unser Matthäus, den ich bei dieser Gelegenheit die besten Wünsche übermittle!

          Ich bekenne, dass ich die Sicht der himmlischen Hoffnung bei Zeugens teile (ohne deren Exklusivanspruch!), und die Unterscheidung zum irdischen Leben, auch akzeptiere. Ist das nun pfui?

          Ich wünsche allen ein frohes Schaffen in dieser leiblichen Hütte, die uns immer größere Sorgen bereitet, aber nicht wegen Menschen mit anderer Hautfarbe oder Rasse, sondern wegen der verkorksten und mörderischen RELIGION 🙁

      4. Boas an Gerd

        Lieber Artikelschreiber,

        ich wollte mich lobend über Deinen Artikel äußern da ich ihn sehr gut finde. Es ist nicht Dogmatisch und lässt Möglichkeiten offen. Vielen Dank.

        Lieber Gerd,

        ein Satz von Dir hat mir besonders gefallen:

        "Wer nur eine irdische Sehnsucht hat und sie behalten will - behalte sie doch und nehme nicht der Herauswahl, die der Vater selbst vornimmt, seinen Kindern die Hoffnung einmal in s e i n e m Bereich zu sein, weg!"

        So sehe ich das auch. Ein Lieblingsbibelvers von mir ist diesbezüglich, "dass es noch nicht offenbar gemacht wurde, was wir sein werden." Eines ist gewiss, dass Jehova und Jesus unsere harte Arbeit und Liebe nicht vergessen oder unbelohnt lassen werden. In 1. Thes. 4 und Korinther gibt mir Pauls die Antwort, warum er über die Auferstehungshoffnung sprach: Um uns zu trösten. Und nicht um uns über jede Kleinigkeit aufzuklären.

        Nun weis ich nicht genau, ob dieser Gedanke hier schon erwähnt wurde, weil ich nicht alle Artikel und Kommentare lesen kann. Ein vermeintlicher Widerspruch vom AT zum NT, der zu hitzigen Debatten geführt hat, ist doch die berechtigte Aussicht des AT, dass man unter seinem eigenen Weinstock sitzen wird. Wo hingegen im NT berechtigt eine himmlische Hoffnung erwähnt wird.

        Für alle, die  eine himmlische  Hoffnung aus dem NT wahrnehmen: Warum verbindet man diese beiden Aussagen nicht miteinander? Wird die Arbeit der Könige und Priester etwa ewig dauern? Ewig über die Nationen herrschen? Wird in der Offenbarung nicht gesagt, dass die Stadt nach den 1000 Jahren vom Himmel herabkommt und somit das Zelt Gottes bei den Menschen weilt. Auch wenn ich von der von M.N. erwähnten erhabenen Zustand / Stellung ausgehe, begibt sich diese Zustand nach den 1000 Jahren von Oben nach Unten. Es findet ein Standortwechsel statt. Die gereinigten Nationen, die bereits unter ihrem Weinstock sitzen, wird es auch noch nach den 1000 Jahren geben, denn die Blätter der Bäume des Lebens werden für alle Zeiten ihnen zur Heilung dienen. Warum nicht davon ausgehen, dass die Könige und Priester beides haben werden. Aber nacheinander. Erst machen sie ihre Arbeit im "Himmel". Und ihr Rentnerdasein führen sie danach im Irdischen. Oder sie dürfen sich nach ihrem Arbeitsleben frei entscheiden, wo ihre Wahlheimat sein soll. Und schon haben wir beide Hoffnungen unter einen Hut gebracht.

        War nur so mal ein Gedanke. Muss ja nicht stimmen. Spricht biblisch etwas dagegen?.

        Ganz liebe Abendgrüße
        Boas

    3. Argentum@M.N.

      Lieber M.N.,

      danke für den guten Kommentar, besonders diese Gedanken sind mir erst jetzt richtig bewußt geworden:

      WTG-"Logik" besagt: "Wo es Priester und Könige gibt, muss es auch Untertanen bzw. solche geben, für die diese Priester amten". Jedoch ist eine solche Sichtweise nicht nur menschlich verkürzt, sondern zusätzlich auf ein HEUTIGES Verständnis der Begriffe gegründet und verfehlt u. U. den "generischen" Gehalt derselben im Sinne einer Beschreibung des unsagbar glorreichen, heiligen und verherrlichten Zustandes der Erlösten bzw. der himmlischen Wesenheiten, auf die sich bezogen wird. Dieser Zustand ist so erhaben und bar jeder menschlichen Begriffe, dass stellvertretende Begriffe verwendet werden, die sich auf für Menschen höchste nur denkbare, auf von menschlicher Sicht Höchst-Heilige Dinge und erhabene Daseinszustände beziehen. Priester und König waren in der Antike die für damalige Menschen höchsten und erhabensten denkbaren "Positionen", weit über allen "alltäglichen" Beschäftigungen. Diese Begriffe werden nun als Metaphern gebraucht, um auf in menschlicher Sprache nicht näher präzisierbare Tatsachen anzuspielen.

       

      Liebe Grüße

      Argentum

  12. derEhrliche

    Mann KANN Bibel so auslegen, muss es aber nicht. Wie der Verfasser ja selbst meint.

    Meist möglich - aber keinesfalls zwingend.

    Auffälligstes Beispiel ist nach meiner Lesart, dass man aus der Begebenheit mit dem Heim zur Familie geschickten Geheilten sicher nicht zwingend zu dem Punkt kommen muss zu erörtern "wer zum Christus gehört". Im Gegenteil, das passt sicher zu Joh. 17:15. Und dort spricht Jesus von "seinen die (zu) ihm gehören".

    Auch kann man fragen, was denn überhaupt mit dem ganzen "regieren" gemeint sein soll - unter dann vollkomenen Menschen und Zuständen??? Wir alle wissen warum "Regierungsgewalt" heute und in diesen Umständen unabdingbar und gleichzeitig auch zu unser aller Nutzen ist.

    Was m.E. zuwenig heraus gearbeitet wurde, ist das, was von den Zeugen Jehovas (Irr-) Lehren unter gar keinen Umständen mit der Bibel vereinbar ist. Und bei aller weite möglicher Deutungen, so gibt es doch glasklar auszuschließende (von ZJ propagierte) "Vorstellungen" und Lehren, viel mehr aber noch Praktiken, die unmöglich mit dem Kern der biblischen Aussagen und dem Evangelium vereinbar sind.

    IMHO

     

  13. Ron West

    Lieber Schreiber des Artikels,

    vielen Dank für Deine Bemühungen. Doch was bleibt am Ende Deines Artikels übrig? Was ist nun die klare Aussage aus der man glaubensvoll Kraft schöpfen kann? Du hast mehrere Vermutungen in Deinem Artikel. Warum?

    Die Bibel spricht und erklärt alles eindeutig, doch in Deinem Artikel der gut gemeint sein mag wird plötzlich verunsichert. Nach lesen Deines Artikels hat man den Eindruck das einiges einfach in Zweifel gezogen wird.

    Schon die Aussage das am Ende der 1000 jährigen Herrschaft Jesu Menschen dann auferstehen werden um die Todesstrafe zu erhalten ist nicht vereinbar mit einem Gott der Liebe.

    Gemäß der Bibel wird gezeigt das Jesus einmal die Auferstehung der Toten veranlassen wird und nicht das dies einmal am Anfang seines Kommens und am Ende seiner 1000 Jahrherrschaft nochmals geschieht.

    Auch wenn jetzt viele aufschreien werden und sagen, was fällt den Dir ein du Besserwisser. Ich kann nur eines darauf sagen: "Wer sich von Gottes Geist leiten läßt, erkennt das dieser Artikel  im Hauptsächlichen nicht im Einklang mit der Bibel ist."

    Deine zum Schluß gestellte Frage über die Auferstehung ist eine Frage, die so einem Gläubigen nie gestellt werden darf und sollte. Denn die Auferstehung von den Toten mit Beginn der Auferstehung Jesu ist für Christen die Grundlage des Glaubens und der Hoffnung. Wer versucht dies mit Fragen in Zweifel zu ziehen, bewegt sich auf einem gefährlichen Weg.

    Dieser Artikel erinnert mich sehr an die Lehren der Adventisten.

    Gruß

    Ron West

     

    1. Boas an Ron West

      Lieber Ron,

      ich möchte gerne auf einen guten Gedanken in Deinem Kommentar eingehen. Der Zeitpunkt der Auferstehung.

      "Schon die Aussage, dass am Ende der 1000 jährigen Herrschaft Jesu Menschen dann auferstehen werden um die Todesstrafe zu erhalten ist nicht vereinbar mit einem Gott der Liebe.

      Gemäß der Bibel wird gezeigt das Jesus einmal die Auferstehung der Toten veranlassen wird und nicht das dies einmal am Anfang seines Kommens und am Ende seiner 1000 Jahrherrschaft nochmals geschieht."

      Von Lazarus steht fest, dass er am LETZTEN Tag zur Auferstehung kommt. Nach den 1000 Jahren, und so steht es geschrieben, gibt es nur noch den ERSTEN Tag der Herrschaft des Vaters. Weiter geht die Skala nicht. Aus den Worten Jesu schließe ich daraus, dass Jesus damit den letzten Tag des hiesigen Systems der Dinge meinte. Der letzte Tag der 1000 Jahre ist auszuschließen, weil definitiv davon gesprochen wird, dass die Toten erst NACH den 1000 Jahren gerichtet werden.

      Wenn zuvor davon gesprochen wird, dass die übrigen der Toten nicht zum Leben kamen (in der Buchrolle des Lebens eingeschrieben sind), bedeutet noch lange nicht, dass sie nicht lebendig sind (wörtlich gemeint).

      Wer gibt die Toten heraus? Wir haben drei Quellen. Das Meer, der Tod und der Hades. Der Krux an der Sache ist folgender: Wir haben alles: Das Wasser wird in der Offenbarung bei Babylon geklärt. Es sind Völker, Nationen Zungen und Sprachen. Also Menschen, die nach den 1000 Jahren leben. Wir haben den Tod. Also Menschen die irgendwann verstorben waren und am letzten Tag dieses Systems der Dinge von Jesus zur Auferstehung gebracht wurden. Und, die vielleicht innerhalb der 1000 Jahre an Altersschwäche gestorben, bzw. aus gewichtigen Gründen das Leben genommen bekommen haben. "Der Hundertjährige wird als Jüngling sterben." Denn der Tod wird erst nach den 1000 Jahren vernichtet werden. Da gebe ich Manfred F. nach langem Grübeln Recht. Müssen wir einen Hitler wirklich 1000 Jahre ertragen, der vielleicht nicht bereit ist, sich zu ändern?

      Zudem haben wir das Gericht am Teufel. Nach den 1000 Jahren. Aber Moment, da fehlt doch was? Der Hades! Wer ist der Hades? Ein Name für den Hades ist "der Unsichtbare". Und der Hades hat den Tartarus unter sich. Und wer befindet sich im Tartarus, laut Bibel? Die Dämonen.

      Erst jetzt ist das Gericht Komplett. Denn die Dämonen müssen auch gerichtet werden. Vielleicht steht der Eine oder Andere sogar danach im Buch des Lebens. Das kann ich nicht beurteilen, da ich nicht ihr Richter bin.

      Wir haben also den Teufel, der nach den 1000 Jahren gerichtet wird. Wir haben 1. die Menschen, die nach den 1000 Jahren noch am Leben sind und das Lager der Heiligen umstellen. Wir haben 2. die Personen, die in den 1000 Jahren verstorben sind. Und wir haben 3. die Dämonen, die im Tartarus, der dem Hades untersteht, gefangen sind.

      Müssen die Dämonen buchstäblich auferweckt werden, um gerichtet zu werden? Sie sind doch nur gefangen und nicht tot. Wenn das nicht der Fall ist, so müssen die Personen, die der Tod herausgab auch nicht auferweckt werden, um gerichtet zu werden. Also kein Sadismus Gottes. Nach meinem jetzigen Verständnis wird somit nach den 1000 Jahren die Erinnerung an gewisse,  in den 1000 Jahren verstorbene Menschen einfach ausgelöscht, ohne, dass sie dafür für einen Augenblick wieder zum Bewusstsein zu kommen brauchen (1 Tod), dann lebende Menschen, die sich  Satan angeschlossen haben (2 das Meer) und eine Anzahl von Dämonen inkl. Teufel (3 Hades) getötet werden, die alle samt nicht im Buch des Lebens stehen,.

      Das ist im übrigen auch die Erklärung, warum nur der Tod und der Hades in den Feuersee geworfen werden. Aber nicht das Meer.

      Und die Übrigen kamen am letzten Tag des Systems der Dinge nicht zum Leben. Das bedeutet aber nicht, nach meinem jetzigen Verständnis, dass sie fleischlich tot sind. In den Augen Gottes sind sie Tod wie Adam am Tag seiner Sünde starb, aber physisch weiterhin fast 1000 Jahre am Leben war.

      Das ist meine private Meinung.

      Dieser Artikel als Gesamtheit zielt nach meinem Gefühl darauf ab, für mehr Verständnis für den gegenseitigen Zukunftsort eines Lebens zu werben. Statt sich um den Platz unserer Hoffnung zu streiten, könnte man sich fragen, ob ein gewisser Ort, den wir aus der Bibel als unsere zukünftige Bleibe erhoffen, uns als Kind Gottes wirklich disqualifiziert? Und das glaube ich nicht.

      Dieser Artikel kann für mehr Ruhe und Frieden untereinander beitragen. Und das ist in meinen Augen, trotz kleinerer Fehler in der Beweiskette, ein sehr guter Gedanke, der die Liebe untereinander fördert.

      Lieber Ron, ich grüße Dich von Herzen
      Boas

  14. ManfredF

    Guter Artikel leider mit unlogischen Aussagen. Hier eine:

    Wenn alle, die an Christus geglaubt haben, bei der Wiederkunft Jesu auferstehen würden, dann müssten die „anderen Toten“ die ungerechten Menschen sein, die das Gnadenangebot Gottes abgelehnt haben. Doch diese Ansicht lässt Offenbarung 20 nicht zu, denn diese Auferstandenen werden ein jeder nach ihren Werken gerichtet. Nur wer nicht im Buche des Lebens steht, wird in den Feuersee geworfen, den zweiten Tod. Der zweite Tod hat noch Macht über die Auferstandenen.

    Paulus sagt ganz deutlich, dass die Heiden, die ja das Gesetz nicht kennen, ein inneres Gesetz haben. Und es ist auch nachvollziehbar, dass die Menschen, die keine Christen sind, gerichtet werden und zwar nach ihren Taten. Das bedeutet aber doch nicht, dass alle zum Tode verurteilt werden, dann braucht man kein Gericht. Es bedeutet, viele Menschen werden aufgrund ihrer Taten in das Buch des Lebens eingeschrieben und dürfen leben.

    Es ist so, bei der Wiederkehr werden ALLE Christen auferstehen und entrückt. Daran lässt die bibel keinen Zweifel. Das bedeutet auch, die Auferstehung der Gerechten und Ungerechten findet nach den 1.000 Jahren statt. Und nicht nur die Auferstehung der Ungerechten.

    Eine weitere Unlogig ist die Frage, ob wirklich alle Christen  im Himmel mitregieren werden. Zum einen ist der Himmel unendlich zumindest wissen wir nicht wie groß er ist aber warum sollte er zu klein für alle Christen sein. Dann sagt Römer 8 wir sind Kinder und damit Miterben. Und letztlich sagt Jesus mein Königreich ist nicht von dieser Welt. Wir werden alle Mitglieder des Königreichs sein. Mit regieren hat das erstmal nichts zu tun.

    Jesus hat IMMER von dem himmlischen Reich gesprochen. Insofern verstehe ich auch nicht warum man das in Frage stellt und glaubt, mit neuem Leben ist nicht himmlisches Leben gemeint.

    Ich habe den Eindruck, es spielt ein wenig die Angst mit wie bei den ZJ die behaupten wenn alle in den Himmel kommen haben wir ja niemand mehr auf der Erde den wir regieren können....

    Erstmal steht nirgends, dass nach Harmagedon keine Menschen mehr auf der Erde sind. Es wird gesagt die Nationen ziehen am Ende der 1.000 Jahre gegen die Heilige Stadt also Jerusalem. Daraus ist zu folgern, dass nach Harmagedon weiterhin Nationen existieren und Israel mit seiner Hauptstadt

    Und nach den 1.000 Jahren wird eine neue Erde entstehen und all die gerechten aus der zweiten Auferstehung werden dort als Menschen leben denn es nicht die Rede davon dass diese in den Himmel kommen sondern Gott kommt auf die Erde.

    Das sind so meine Anmerkungen, wie ich das sehe und was ich anders sehe.

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