„Wohin sollen wir gehen?“

In den Gesprächen, in denen ich auf das Verhalten der WTG anspielte, tauchte mitunter die Frage auf: „Und wohin sollen wir gehen? Das ist doch die Wahrheit!“ Und dann merkte ich, wie fest diese Menschen in ihrem Denken gefangen waren, denn sie kamen nicht auf den Gedanken, dieselbe Antwort zu geben, die Petrus gab, weil er keine andere Adresse hatte, als die von Jesus Christus. Er sagte ja: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast doch die Worte des ewigen Lebens!“. (Joh. 6:68)

Anstatt zu Jesus zu gehen, meinen diese Menschen, dass sie schon deshalb bei ihm sind, weil sie in der Organisation der WTG sind. Ich gebe zu, dass ich sie durch meine Kritik an den unsittlichen Zuständen in der WTG in Verwirrung gestürzt habe. Einerseits konnten sie gegen die Kritik nichts sagen, andererseits merkten sie, dass diese Kritik aber die Grundlagen ihrer Glaubensüberzeugung erschütterte. Der Ausweg aus diesem Konflikt war dann in der Frage: „Wohin sollen wir gehen?“. Ein Verlassen der Gemeinschaft, die in ihren Augen das Volk Gottes ist, kam für sie nicht in Frage!

Was ist das Volk Gottes?

Die Zeugen Jehovas sehen sich als das „neuzeitliche Volk Gottes“, und sie verweisen gern auf einen Text der Apostelgeschichte, wo es heißt: „Simon hat gerade berichtet, wie Gott selbst die Initiative ergriffen hat, um aus den Nichtjuden ein Volk zu gewinnen, das seinen Namen trägt“ (Apg. 15:14). Und sie fragen weiter: „Wer trägt den Namen Gottes?“ Sie geben die Antwort: „Natürlich wir! Wir sind Jehovas Zeugen, denn wir tragen seinen Namen!“. 

Ist die Sache aber so einfach?

Grundsätzlich bezeichnet die Wendung „für seinen Namen“ auf keinen Fall, dass jemand den Namen Gottes tragen soll. Diese Wendung bezeichnet Menschen, die Gott gehören, die sein Eigentum sind, die zu seiner Hausgemeinschaft gehören (Eph. 2:19).  Damit sind alle, die zur Hausgemeinschaft Gottes gehören, seine Familie, sein Volk, sein Eigentum.  Wohlgemerkt: Die Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft sagt nichts, auch gar nichts, über den Glauben des Einzelnen aus! Ob ein Mensch glaubt, wirklich glaubt, können nur Gott und Christus beurteilen. Und nur wer glaubt, darf in Gottes Nähe kommen.

Jeder, der sich zu Christus bekennt, der sein Jünger ist, darf sich zur Familie Gottes rechnen. So jedenfalls schreibt es der Apostel Paulus in seinen Briefen, besonders im Brief an die Epheser. Man kann ruhig an dieser Stelle auf das Alte Testament zurückgreifen: In den Psalmen 15 und 24 wird die Frage gestellt, wer in Gottes Haus wohnen darf.  Es dürfen nur Menschen in Gottes Nähe kommen, die gerecht leben wollen und über innere Wahrhaftigkeit verfügen.  Und im Buch Maleachi wird diese Szene geschildert:

„Jahwe hörte aufmerksam zu, als die Menschen, die ihn fürchten und seinen Namen achteten, miteinander redeten. Für sie wurde ein Gedenkbuch vor ihm geschrieben. „Sie werden mein persönliches Eigentum sein. An dem Tag, an dem ich eingreife, werde ich sie verschonen, wie ein Mann seinen gehorsamen Sohn verschont.““ (NeÜ)

Im selben Sinn äusserte sich Paulus im Brief an Titus:

„Denn die Gnade Gottes ist jetzt sichtbar geworden, um allen Menschen die Rettung zu bringen. Sie erzieht uns dazu, die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden zu verleugnen und besonnen, gerecht und mit Ehrfurcht vor Gott in der heutigen Welt zu leben, als Menschen, die auf die beglückende Erfüllung ihrer Hoffnung warten  und auf das Erscheinen der Herrlichkeit unseres großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus. Er hat sich für uns ausgeliefert, damit er uns von aller Gesetzlosigkeit loskaufen und sich ein reines Volk schaffen könne, das darauf brennt, Gutes zu tun.“ (Tit. 2:11-14)

Das Volk, das sich Christus geschaffen hat, gibt es!

Aber wo ist es zu finden? Gibt es oder gab es eine „organisierte“ Gruppe, die diesem Volk entsprach? Gab es im ersten Jahrhundert so ein „organisiertes“ Volk, das sich Christus geschaffen hatte? Ich denke zunächst einmal an Israel. Gewiss, es war das Bundesvolk Gottes und wurde als sein Eigentum bezeichnet. Aber war damit jeder Israelit schon ein Eigentum Gottes? Diese Frage kann ganz ruhig mit „Nein!“ beantwortet werden. Maleachi hat es schon gesagt und die Geschichte Israels beweist es, denn es waren immer nur Einzelne, die Zutritt zu Gott erhalten hatten, die sein Eigentum waren. Das Volk Gottes lässt sich niemals in einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort und auch nicht an einer Kultusgemeinschaft festmachen. Über die Jahrtausende gab es immer Menschen, die dazu gehört haben. Und alle diese Menschen waren dem Himmel bekannt, auch wenn sie zu unterschiedlichen Zeiten gelebt haben und an den unterschiedlichsten Orten wohnten.

„Ich habe siebentausend in Israel übrig gelassen!“

Als der Prophet Elia nach der Verfolgung durch Isebel klagte, dass er allein in Israel übrig geblieben wäre, sagte ihm Gottes Engel, dass Jehowah 7000 in Israel übrig gelassen hätte, die ihre Knie nicht vor dem Götzen gebeugt hatten.  Also, siebentausend! Und die anderen? Es ist erschreckend, was so ein Text aussagt, wenn es um die Anbetung Gottes in seinem eigenen Volk geht. Wie mögen sich die 7000 in einer Umgebung gefühlt haben, die dem Götzenkult verfallen war?

Gehen wir zur Offenbarung, und beachten wir, wie die Versammlungen von Jesus beurteilt werden. Vorweg möchte ich noch bemerken, dass die Briefe an die sieben Versammlungen in Kleinasien stellvertretend für alle Versammlungen stehen.  In welchem Zustand befinden sie sich? Es gibt viele Probleme, es gibt Götzendienst, falsche Apostel und Lügner, die Synagoge Satans, die Lehre Bileams und der Nikolaiten, den Einfluß einer „Isebel“ und das Erkalten der Liebe. (Isebel könnte für das Zusammengehen zwischen staatlicher Macht und Religion stehen, denn Isebel als Frau eines Königs, nutzte die Macht ihres Mannes für ihren Baalskult, während Bileam den Götzendienst und die sexuelle Unmoral als Mittel der Verführung empfahl. Die Nikolaiten tendierten dahin, Okkultismus und sexuelle Freizüggkeit mit dem chrsitlichen Gauben zu verschmelzen.)  Das war also die erschreckende Situation, die Jesus am Ende des ersten Jahrhunderts bereits vorfand und die er auch für die Zukunft sah!

Wie haben sich die Treuen, die von Jesus auch gesehen und erwähnt wurden, in dieser Umgebung gefühlt? Ja, was hat Jesus von ihnen erwartet? Dazu gibt es in seinen Briefen Hinweise: Den Treuen in Ephesus bescheinigt er, dass sie falsche Apostel und Lügner entlarvt haben. Die Versammlung Thyatira bietet ein gemischtes Bild. Einerseits bescheinigt ihnen Jesus, dass sie „heute noch mehr tun, als früher“, aber er tadelt sie auch dafür, dass sie „nichts gegen Isebel unternimmt, die sich als Prophetin ausgibt“.  Jesus wirft der Versammlung gerade diese Untätigkeit vor, und er erwartet, dass etwas gegen diese Isebel und ihre „Kinder“  unternommen wird. Andererseit lobt Jesus die Treuen, die von ‚den tiefen Dingen Satans nichts wissen wollten’, und er ermutigt sie, den Kampf zu bestehen. Ähnliches finden wir in der Gemeinde Sardes. Hier stellt Jesus den geistigen Tod fest. Die Mehrheit gefiel sich darin, ein erstarrtes, lebloses Christentum zu pflegen. Aber Jesus sieht auch hier wieder die einzelnen Jünger und er sagt zu ihnen: „Doch einige bei euch in Sardes haben sich nicht besudelt. Sie werden einmal in weißen Festgewändern neben mir hergehen, denn sie sind es wert.“

Wir bemerken in den sieben Briefen an die Versammlungen der Offenbarung, dass es so ernste Probleme gegeben hat, und immer wieder gibt, dass Jesus  Strafe androht. Immer wieder betont er, dass nur derjenige seine Anerkennung findet,  der seinen Kampf um den unverfälschten Glauben besteht. Jesus gibt sich alle Mühe, um auf Missstände aufmerksam zu machen, und er ist bereit, konsequent zu handeln, wenn man sich auf seine Ermahnungen nicht einlässt (Offb. 2:5; 2:16; 2:22; 3:16). 

Was aber geschieht, wenn seine Zucht nicht angenommen wird?

Was ist, wenn man gegen die Bibel lebt, wenn das Wort Gottes verfälscht und falsch erklärt wird, wenn man sich als „falscher Prophet“ erweist und durch Menschengebote daran hindert, zu Christus zu kommen? Und was ist, wenn jede ehrliche und begründete Kritik unterdrückt und Kritiker geächtet werden? Ist das nur „allzu Menschliches“? Was ist, wenn man keine ehrliche Änderung des Verhaltens zuläßt und den von Rutherford eingeschlagenen Weg der Menschenherrschaft und des Organisationskults nicht verlassen will? Kann man da noch von einer Versammlung Jesu sprechen?

Jesus sieht den einzelnen Menschen

Jeder Christ wird von Jesus als Einzelner gesehen, auch wenn er in einer Versammlung u. U. in schlechter Gesellschaft ist. Und so war es in jeder Zeit. Denke ich nur an die in Hebräer 11 erwähnten Menschen, dann muss ich sagen, dass sie Einzelkämpfer waren!  Als Einzelne lebten sie ihren Glauben treu aus und waren von Gott gekannt! In welcher „Kirche“ war Abraham? In welcher „Kultusgemeinde“ war Abel?  Und alle anderen? Sie brauchten so etwas nicht!  Und das beweist, dass der Glaube ein Geschenk Gottes ist und eben nicht durch eine Religionsgemeinschaft verliehen oder vermittelt wird.

Aber wie geht es Menschen, die in so einer Umgebung nach ihrem Gewissen und der Bibel leben wollen? Müssen sie in einer Versammlung bleiben, die das Christentum größtenteils hinter sich geworfen hat, auch wenn sie nicht ganz allein sind und sie die anderen kennen und schätzen gelernt haben, die nicht mit dem allgemeinen Strom schwimmen? In Offenbarung 18:4 heißt es:

„Verlass die Stadt [Babylon], mein Volk! Komm heraus, damit du nicht in ihre Sünden verstrickt wirst und ihre Plagen dich nicht treffen!“

„Babylon die Große“ ist für die Zeugen Jehovas das „Weltreich der falschen Religion“. Diese Definition passt so gut in ihr Weltbild, dass man nicht mehr darüber nachdenkt, wie die ganze Bibel den Begriff definiert. Fasse ich die Schilderungen der Propheten und der Offenbarung zusammen, dann finde ich in dieser „Stadt“ alle Elemente dieser Weltzeit. Es ist nicht nur die falsche Religion die sie kennzeichnet, es ist auch die menschenverachtende  Machtpolitk und das durch und durch auf Habgier fokussierte Wirtschaftsleben, das diese „Stadt“ zu dem macht, was sie ist und was zu Recht den Zorn Gottes herausfordert.  Diese „Stadt“  ist für mich der Gegenentwurf Satans zur Stadt Gottes.  Ich bin aufgrund meiner Erfahrungen und meines Wissens davon überzeugt, dass auch die WTG zu „Babylon“ gehört.

Wie kann ein Christ „Babylon“ verlassen, wenn er durch seine bloße Existenz ja in dieser Welt leben muss?  Jesus sagte, dass seine Nachfolger kein Teil der Welt seien. Damit wollte er sagen, dass ein Christ das gottentehrende Denken, Fühlen und Handeln dieser Welt nicht pflegt! Ein Christ gehört dem Christus und wird darum alles vermeiden, was ihn im Sinne dieser Welt korrumpieren könnte. Er kann diese Welt nicht verlassen, aber er kann verhindern, dass sie von ihm Besitz ergreift, indem sie ihre Ideen in sein Bewusstsein pflanzt und dadurch zu einem Handeln veranlasst, das Gott lästert. Ein Christ ist also in seinem eigenen Interesse gewungen, innerlich zu emigrieren. Er muss ein Fremder in dieser Welt sein und nach der Stadt Gottes streben. Und so habe ich auch anfangs mein Verbleiben in einer Versammlung der Zeugen Jehovas gesehen.

Ich bin zuerst innerlich emigriert

Ich war mit meinem Christsein, das ich  ernst nahm, in einer Religionsgemeinschaft, die der Versammlung Thyatira glich.  In der Versammlung konnte ich nichts gegen die falschen Lehren und Bräuche unternehmen, denn die Mehrheit und die realen Verhältnisse ließen es nicht zu. Wie oft saß ich in einer Zusammenkunft oder war auf einem Kongress und merkte fast jedes Mal, dass nicht die Bibel galt, sondern die Doktrin, das Dogma, dass also falsche Lehren vertreten wurden.  Und immer wieder bemerkte ich, dass die Versammlung eigentlich geistig tot war, dass die Freundlichkeit, die mich umgab, ein Art „love bombing“ war, das gewollt und gekünstelt war und fast sofort erlosch, wenn das Licht im Saal gelöscht wurde. (Daran änderte auch nichts die Tatsache, dass wir uns um viele geistig und materiell gekümmert haben. Das wurde schnell vergessen und führte nur in erschreckend wenigen Fällen zu einer menschlichen Beziehung!) Ich fuhr nachdenklich nach Hause und dachte an jene, die vielleicht so fühlten und dachten wie ich.  „Warum bin ich nicht erfrischt? Warum bin ich so traurig? Warum fühle ich mich so leer? Bin ich denn nur für den Predigtdienst auf der Welt? Warum sehe ich so viele Unerquickte?“  Wenn man mit diesen Fragen allein ist, wird man schnell merken, dass man nur einem Wunschbild nachgelaufen ist. Und hier muss ich aus meiner Erfahrung leider sagen, dass man jedes Mal stärker in diese Gedankenspirale hinein geriet.

Was tut man sich damit an, dass man immer wieder in solche Zusammenkünfte geht? Sagte der Apostel Paulus nicht ausdrücklich, wozu die Zusammenkünfte da sind? Doch! Sie sollen die brüderliche Liebe stärken und den Glauben aufbauen. Sie sollen mit Kraft erfüllen und die Freude wecken. Was ich aber erlebt habe, hat ganze Notizbücher mit enttäuschenden Beobachtungen gefüllt! Nein, dort war ich nicht zu Hause!

Und wohin sollte ich gehen, nachdem ich über fünfzig Jahre „dabei“ war? 

In den Jahren vor meinem Ausstieg hatte ich die Vorstellung, mich von der Versammlung zurückzuziehen und in der WTG zu bleiben. Ich sah darin kein Problem, bis ich merkte, dass es gar nicht geht, weil die WTG das nicht duldet. Ja, es scheint, dass sie keinen stillen Rückzug duldet. Denn wer sich nur zurückzieht, stellt immer eine Gefahr dar, denn er könnte mit den anderen Mitgliedern der Versammlung sprechen und sie zum Nachdenken bringen. Da ist es besser, wenn man klare Verhältnisse durch einen Gemeinschaftsentzug schafft, denn dann sind die Kontakte automatisch unterbunden. Und die WTG darf auf die Wirksamkeit dieser Maßnahme rechnen. Im Vorfeld musste ich beobachten, dass man sich zunehmend von mir zurückzog; man isolierte mich, man beäugte mich argwöhnisch und gab peinlich genau auf meine Worte acht.

Schließlich ich musste mich fragen: Reicht es für das Bleiben aus, wenn man sieht, dass nicht alles verkehrt ist, was in der Gemeinschaft geschieht? Man könnte sich ja sagen, dass Gott zu seiner Zeit das Problem lösen wird. Aber könnte es sein, dass man sich mit dieser Hoffnung selbst betrügt?

Die Apostel haben im ersten Jahrhundert darauf hingewiesen, dass sich in die Gemeinden christusfeindliche Personen einschleichen werden. Johannes, Petrus und Judas bestätigen dann, dass es geschehen war.  Hat Gott das Problem der antichristlichen Bestrebungen gelöst? Er hat es nicht gelöst, denn im 4. Jahrhundert war der Abfall vollzogen!  Und bis heute haben wir in den christlichen Religionen das Problem immer noch. Jesus und die Apostel haben auch nie davon geredet, dass Gott so etwas nicht zulassen würde. Statt dessen sollte jeder einzelne Christ selbst dafür kämpfen, dass sein Glaube rein und fest bleibt! Dahin zielen nämlich die vielen ermahnenden Gleichnisse Jesu, wenn er dazu auffordert, im Glauben wach zu bleiben. Und das will Jesus durch sein Wirken am einzelnen Menschen erreichen: Er soll nur den Worten seines Meisters mit einem guten Gewissen treu bleiben.

Was hat Christus mit Belial zu tun (2. Kor. 6:1-18)?

Diese Frage stellte Paulus den Korinthern, und er betonte, dass es ein Unding sei, sich mit Menschen zu verbinden, die gottlos leben. Es gibt für einen Christen keine Gemeinschaft zwischen Licht und Finsternis! Das ist grundsätzlich wahr und muss in seiner Deutlichkeit nicht durch lange Diskussionen verwässert werden. Ich habe diese Worte des Apostels Paulus verinnernlicht. Demnach gab es für mich keinen Grund, mich an Veranstaltungen zu beteiligen, die hauptsächlich dazu dienen, die Mitglieder durch psychologischen Druck in der Organisation festzuhalten. Nein, es gab für mich keinen triftigen Grund mehr, durch meine Mitgliedschaft diese Organisation und ihre Taten zu billigen! Die ganze Argumentation in 2. Kor.6 traf auf mich zu. Wenn ich vor mir selbst und vor Gottes und Christi Augen bestehen wollte, dann musste ich aus „Babylon“ hinaus gehen. Es musste sein, es musste ebenso sein, wie das Verlassen einer politischen Partei, in der ich auch nicht bleiben kann, obwohl ich ihr Parteiprogramm ablehne. Denn solange ich in ihr bleibe, zeige ich durch meine Mitgliedschaft, dass ich ihre Ziele vertrete.

Mein persönlicher Entschluss

Als ich mich entschlossen hatte, die Organisation der Zeugen Jehovas zu verlassen, war  es nur meine Entscheidung. Ich habe kein Recht dazu, meine Entscheidung für andere als Maßstab zu sehen und von ihnen dasselbe zu fordern. Als Menschen sind wir alle unterschiedlich, aber diese Binsenweisheit wird gar zu gern vergessen. Jeder ist eine Welt für sich, und er hat ein Recht es zu sein. Jeder hat sein eigenes Gewissen und jeder steht für sich allein vor Christus. Wenn man das berücksichtigt, dann kann man nicht davon ausgehen, dass alle gleich handeln. Jeder wird für seine Entscheidungen viele andere Gründe haben, die ich nicht alle kenne. Jeder braucht, wenn es um Gewissensentscheidungen geht, bestimmte Einsichten, die nur der Himmel geben kann. Was kann ich denn dort ausrichten, wo ich nichts, auch gar nichts, zu sagen oder vorzuschreiben habe?

Mir fallen zwei Männer ein, der eine war ein Pharisäer, und beide waren Mitglieder des Hohen Rates der Juden in Jerusalem: Joseph von Arimathia und Nikodemus. Beide waren aber auch Jünger Jesu, allerdings im geheimen. Hatten sie Menschenfurcht? Hatten sie Rücksichten zu nehmen? Oder hatten sie noch andere Gründe, die sie hinderten, sich ganz offen zu Jesus zu bekennen, als er noch lebte? Ich weiß es nicht. Jedenfalls blieben sie nicht für immer Jünger im geheimen, sondern hatten eines Tages den Mut, sich öffentlich zu Jesus zu bekennen. Und das war zu einer Zeit, als die meisten Apostel aus Menschenfurcht geflohen waren. Wenn ich das weiß, dann muss ich doch annehmen, dass Gott ihnen schließlich den Mut gegeben hatte, sich zu Jesus zu bekennen. Und ich bin sicher, dass damit auch Nikodemus seine Mitgliedschaft  bei den Pharisäern beendete.

Was ich empfehlen möchte

Und so möchte ich immer empfehlen, nicht so absolut daher zu kommen und irgendeinen Menschen unter Druck zu setzen, um ihn „anzuspornen“, die ORG  zu verlassen.  Man muss davon ausgehen, dass Jesus Christus seine Schafe kennt und ihnen beisteht. Sieht man das nicht ein, dann vertraut man sehr, allzu sehr, auf Menschenweisheit. Und was dann geschieht, ist uns ja bekannt. Wäre Jesus Christus nicht für alle da, dann könnten wir zwar bis zum Ende unserer Tage den Zeugen Jehovas angehören, aber wir wären niemals Christen geworden, die durch Jesus befreit und die zu den Wurzeln des Christentums zurück gefunden hätten.

Jetzt, da wir es endlich mit aller Deutlichkeit geworden sind, erfreuen wir uns einer nie gekannten Freiheit im Glauben! Alle Hindernisse sind uns aus dem Weg geräumt worden. Wir sind mit Freude und Zuversicht und Stärke erfüllt, die wir vorher kaum bemerkt haben. Die Augen unserer Herzen sind erleuchtet worden und wir sehen endlich den, nach dem wir uns immer gesehnt haben: Gott in seiner Majestät und Jesus Christus! Und damit haben wir zusammen mit anderen eine neue Familie gefunden. Wir sind endlich zu Hause!

Mag ich nicht (17)

79 Kommentare zu “„Wohin sollen wir gehen?“

  1. Noomi

     
    Liebe Nada   Nein – deine Kommentare gehen nicht unter. Ich lese sie auf jeden Fall immer sehr gerne! Habe mich die letzte Zeit gefragt, wo bleibt bloss unsere Nada?? Und du hast sooo was von Recht mit dem, was du jetzt geschrieben hast.
    LG Noomi
     

  2. Omma@alle

    Hallo, ihr lieben alle,

    jetzt lese ich schon eine ganze Zeit eure Kommentare, und mache mir so meine Gedanken. Ja, die Omma ist nicht die Schnellste, und ich hoffe, dass mein Kommentar nicht zu spät kommt und noch freigeschaltet wird.

    Ich sehe hinter sehr vielen Kommentaren eine aufrichtige Sorge der Schreiber, um ihre Glaubensgeschwister, und dafür können wir doch alle dankbar sein, oder?

    Aber aufrichtige Sorge allein reicht nicht, sie muss auch auf einer festen Grundlage gegründet sein, auf einen festen Glauben, und auf den Willen unserer Höchsten, den wir in der Bibel finden, mit Hilfe des Heiligen Geistes.

    Nun sind die Aussagen der Bibel nicht immer eindeutig und lassen in einigen Dingen einen gewissen Spielraum, aber wir können Grundsätze erkennen, so auch in dem Brief des Judas.

    Judas 1-2   (Hoffnung für alle)
    1 Judas, der Jesus Christus dient, ein Bruder von Jakobus, schreibt diesen Brief an alle, die Gott zum Glauben berufen hat. Gott, der Vater, liebt euch, und Jesus Christus wird euch sicher ans Ziel bringen.
    2 Ich wünsche euch, dass Gottes Barmherzigkeit, sein Friede und seine Liebe euch immer mehr erfüllen.
    Ja, Jesus Christus wird die Gläubigen sicher ans Ziel bringen.  Wir brauchen uns also keine Sorgen machen. Dennoch warnt Judas seine Brüder vor Dingen, die ihren Glauben zerstören können, mit folgenden Worten:

    Vers 8: 
    8 Genauso lassen sich in euren Gemeinden Leute von falschen Visionen leiten und vergehen sich am eigenen Körper. Sie leugnen Gott als ihren Herrn und Richter und lästern alle höheren Mächte.

    Es lohnt sich, auch die folgenden Verse zu lesen!

    hier weiter mit dem Vers 17:

    17 Ihr aber, meine lieben Freunde, sollt daran denken, was die Apostel unseres Herrn Jesus Christus vorhergesagt haben.
    18 Sie warnten euch davor, dass in dieser letzten Zeit Menschen auftreten werden, denen nichts heilig ist. Sie wollen nichts von Gott wissen und lassen sich nur von ihren selbstsüchtigen Begierden leiten.
    19 Sie spalten die Gemeinde. Ihr ganzes Tun und Denken ist auf diese Welt ausgerichtet; Gottes Geist ist nicht in ihnen.
    20 Doch für euch, meine lieben Freunde, ist der Glaube, den Gott euch selbst geschenkt hat, wie ein festes Fundament: Baut euer Leben darauf! Betet und lasst euch dabei vom Heiligen Geist leiten!
    21 Bleibt fest in der Liebe Gottes und wartet geduldig auf den Tag, an dem euch unser Herr Jesus Christus in seiner Barmherzigkeit zum ewigen Leben führen wird.
    22 Kümmert euch liebevoll um alle, die im Glauben unsicher geworden sind.

    Wichtig ist also der Glaube, den Gott uns schenkt.  Lassen wir ihn durch nichts und Niemand zerstören!!!  Er ist wie ein festes Fundament!  Wie lesen wir im Vers 20?  Baut euer Leben darauf! Betet und lasst euch dabei vom Heiligen Geist leiten!

    Der Vers 22 gibt uns noch den liebevollen Rat: 22 Kümmert euch liebevoll um alle, die im Glauben unsicher geworden sind.

    Aber wer wird uns zum ewigen Leben führen?   21 Bleibt fest in der Liebe Gottes und wartet geduldig auf den Tag, an dem euch unser Herr Jesus Christus in seiner Barmherzigkeit zum ewigen Leben führen wird.

    Wo wir uns auch immer befinden, hören wir in uns rein (gebetsvoll), ob unser Glaube in Gefahr ist.  So kann es auch geschehen, dass wir JW.ORG. erfolgreich den Rücken gekehrt haben, und unser Glaube dennoch verloren geht.  Unser Widersachen schläft nicht, daher müssen auch wir wachsam bleiben.

    Ganz liebe Grüße von Omma und Oppa

    1. Boas

      Liebe Omma,

      vielen Dank für Deinen tiefsinnigen Kommentar. Was ich unter anderem für mich daraus mitgenommen habe, ich darf nicht den Beweggrund vergessen. Es ist die Sorge um unsere Brüder. Sorge, sollte wahrlich der Beweggrund sein für unser aller Reden, Schreiben und Handeln.

      Du schenkst jedem den Trost: "Gott, der Vater, liebt euch, und Jesus Christus wird euch sicher ans Ziel bringen."

      Und Du gibst jedem den Rat aus Judas 21 mit auf den Weg: "Bleibt fest in der Liebe Gottes und wartet geduldig auf den Tag, an dem euch unser Herr Jesus Christus in seiner Barmherzigkeit zum ewigen Leben führen wird."

      Liebe Omma, ich neige in Demut mein Haupt vor Dir und Deiner Weißheit.

      Mit ganz herzlichen Grüßen
      Boas

      1. sola scriptura

        Lieber Boas, verstehe ich dich richtig? Du betrachtest Zeugen Jehovas als deine Brüder?
        ********

        Lieber Sola scripture,
        was soll diese Frage? Sie ist deplatziert hier, auch wenn du sie jetzt zum 3. oder 4. mal stellst. Und ich möchte Boas bitten nicht darauf zu antworten, da diese Frage zu sinnlosen Diskussionen führt. Frage dich lieber ob du dich zu recht als ein Bruder Christi sehen kannst.

        Wer ein Bruder Christi ist haben wir nicht zu beurteilen. Und "die Zeugen Jehovas" gibt es auch nicht. Es gibt auch unter ihnen Menschen die Glauben wollen auch wenn sie zur Zeit noch einem Irrtum folgen.

      2. Nada

        Jeder Mensch ist jedes Menschen Bruder oder Schwester, weil wir alle von dem stammen, der von Gott geschaffen wurde, weil wir alle Staub sind, weil wir alle in Unvollkommenheit leben und sterben.

        Es ist egal, wo wir leben, wie wir aussehen und was wir glauben. Der Hindu, der Buddhist, der Moslem, der Christ, jeder Christ..

        Und wir, die wir Christus anhängen, wer sind wir, uns über andere zustellen?

        Sollten wir denn nicht zumindest in Betracht ziehen, dass unsere aus der heiligen Schrift gewonnenen Erkenntnisse unvollkommen, vielleicht fehlerhaft sein könnten?

        Sollten wir nicht demütig anerkennen, dass auch wir nur die "Rocksäume" der Höchsten kennen? Dass wir nur teilweise sehen, dass niemand von uns die Vollendung kennt?

        Sollten wir nicht Liebe haben in unseren Herzen für alle Menschen?

        Und die, die der Rechthaberei der LK bereits entkommen sind, sollten sie nicht dankbar sein, ohne diese Art von Rechthaberei nun an anderen weiter auszuleben?

        Unser Herr gab nur 2 Gebote, Gott zu lieben über alles und den Nächsten wie sich selbst.

        Er sagte, diese Gebote seien nicht schwer.

        Wenn man sich selbst und die eigenen Ansichten nicht als das non plus ultra ansieht, dann ist es wirklich nicht schwer, diese Gebote zu halten.

        Ich schreibe hier kaum noch, weil es meist so scheint, dass meine Kommentare untergehen.

        Ich hoffe, dieser wird frei geschaltet, obwohl ihr lieben von Bruderinfo darüber keine Diskussion wolltet.

        Danke und allen ei en schönen, segensreichen Tag.

        Liebe Grüße

        Nada

        1. Schneeflocke@Nada

          Liebe Nada,

          ich schließe mich den Worten Noomis an und freue mich sehr über deine Gedanken.

          Wir kennen uns leider persönlich nicht, aber du musst für die Menschen, die dir begegnen dürfen und die mir dir leben ein großer Segen sein.

          Ich mag deine unglaubliche Großherzigkeit in Verbindung mit deinem Gerechtigkeitsempfinden und der Liebe, die dich ergriffen hat.

          Sei ganz lieb gegrüßt, meine treue Schwester und Du auch, liebe Noomi.

          Eurer Schneeflöckchen

  3. Noomi

     
    Hallo Befreiter und sola scriptura  
     
    JA,es wäre wirklich wünschenswert, wenn ihr Beide dieses Thema endgültig beenden würden. Auch ich würde es mir wünschen, dass alle JZ’s sich mal ernsthaft das ganze NEUE TESTAMENT mit dem Fokus auf Jesus Christus durchlesen.
     
    Alles Andere sollten wir gebetsvoll dem Heilig Geist überlassen. Unsere beiden Höchsten wissen, was sie tun – da müssen wir nicht hineinfunken – und versuchen auf die eine oder andere Seite zu zerren.
     
    In schwesterlicher Liebe grüsse ich Euch beide Noomi
     

  4. Befreiter an ALLE

    Eine Bitte an ALLE   /   Statt eines langen erklärenden Kommentars darf ich vielleicht eine kurze Bitte an alle äußern:

    "Lest euch bitte gebetsvoll den 1. Johannes-Brief durch."

    Ein vom Heiligen Geist Geleiteter, ein wiedergeborener Christ, ja ein Kind Gottes wird nach dem sorgfältigen Studieren des 1. Johannes-Briefes zweifelsfrei und eindeutig WISSEN, was Abba-Vater und der Herr Jesus Christus in dieser Angelegenheit (Thema: Verbleib in der JW.Org) denken und sich wünschen.

    Keinesfalls muss ich bei irgendjemandem etwas erzwingen oder Druck ausüben. Sehr gerne überlasse ich es dem heiligen Geist, das Nötige bei dem Einzelnen zu bewirken, z. B. durch das Lesen des 1. Johannes-Briefes. Ich wünsche jedem von euch gottgewollte "Erkenntnisse" (= gekürzte Fassung meines ursprünglichen Kommentars).

    Für mich ist hiermit dieses Thema soweit abgeschlossen.

    LG

    Befreiter

    1. Boas

      Lieber Befreiter, Du meinst bestimmt diese Bibelstellen aus 1. Johannes:

      1. Joh. 2:9-11
      9 Wer sagt, er sei im Licht, und hasst doch seinen Bruder, der ist bis jetzt noch in der Finsternis. 10 Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht, und in seinem Fall gibt es keine Ursache zum Straucheln. 11 Wer aber seinen Bruder hasst, ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis, und er weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen blind gemacht hat.

      1. Joh. 3:10-12
      10 Hieran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels erkennbar: Jeder, der nicht Gerechtigkeit übt, stammt nicht von Gott noch der, der seinen Bruder nicht liebt. 11 Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, daß wir einander lieben sollten, 12 nicht wie Kain, der aus dem stammte, der böse ist, und seinen Bruder hinschlachtete. Und weswegen schlachtete er ihn hin? Weil seine eigenen Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht.

      1. Joh. 3 14, 15
      14 Wir wissen, dass wir vom Tod zum Leben übergegangen sind, weil wir die Brüder lieben. Wer nicht liebt, bleibt im Tod. 15 Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Totschläger, und ihr wisst, dass kein Totschläger ewiges Leben bleibend in sich hat.

      1. Joh. 4:2, 3
      2 Daran erkennt ihr die inspirierte Äußerung von Gott: Jede inspirierte Äußerung, die Jesus Christus als im Fleische gekommen bekennt, stammt von Gott, 3 doch jede inspirierte Äußerung, die Jesus nicht bekennt, stammt nicht von Gott. Und dies ist die [inspirierte Äußerung] des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er komme, und er ist schon in der Welt.

      1. Joh. 4:7, 8
      7 Geliebte, laßt uns einander weiterhin lieben, weil die Liebe aus Gott ist, und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren worden und erkennt Gott. 8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht kennen gelernt, weil Gott Liebe ist.

      1. Joh. 4:11
      11 Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, dann sind wir selbst verpflichtet, einander zu lieben.

      1. Joh. 4:14, 15
      14 Außerdem haben wir selbst gesehen und legen Zeugnis davon ab, daß der Vater seinen Sohn als Retter der Welt ausgesandt hat. 15 Wer immer das Bekenntnis ablegt, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, mit dem bleibt Gott in Gemeinschaft und er in Gemeinschaft mit Gott.

      1. Joh. 4:19, 20
      19 Was uns betrifft, so lieben wir, weil er uns zuerst geliebt hat. 20 Wenn jemand erklärt: „Ich liebe Gott“ und doch seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann Gott nicht lieben, den er nicht gesehen hat. 21 Und wir haben dieses Gebot von ihm, dass der, der Gott liebt, auch seinen Bruder liebe.

      1. Joh. 5:5
      5 Wer ist es, der die Welt besiegt, wenn nicht der, der glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes ist?

      1. Joh. 5:13
      13 Ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, ihr, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.

      Lieber Befreiter, da sind wir uns wirklich einig.

      Ganz liebe Grüße
      Boas

  5. M.N.

    Ihr Lieben,

    der gestern anstehende wt-"Studienartikel", mit dem die WTG mal wieder damit glänzt, vermittels eisegetischen und krass irreführenden Missbrauchs der Bibel ihren unmäßigen Machtanspruch pseudo-"biblisch" zu forcieren, bietet ein außerordentlich pikantes Beispiel an hirnrissig/widersprüchlicher "Belehrung, und zwar auf S. 16 Abs. 18:

    "Halten wir uns gewissenhaft an aktuelle Anweisungen. Wie sollten wir auf veränderte Anweisungen Jehovas [der WTG] reagieren? Zögern wir erst einmal? Denken wir: „Wir haben das aber immer so gemacht!“? Nein, wir setzen Anweisungen, die Jehova [das oberste menschliche WTG-ZK] uns durch seine Organisation gibt, so schnell wie möglich um (Heb. 13:17)." (Wobei sich Heb 13,17 auf die von Gott INSPIRIERTEN (!) "Führer" der Urgemeinde bezieht - in höchster Instanz auf Gott und Jesus Christus selbst - und nichts mit den obersten WTG-Bonzen noch den von ihr gemäß ihren unvollkommenen menschlichen Kriterien approbierten Hierarchiefunktionären zu tun hat.)

    Aha - die "Neues Licht"/"mit der Org/dem 'himmlischen Wagen' Schritt halten"-Doktrin, gemäß welcher JHWH sich ständig ändert bzw. den Gehalt seiner "Wahrheiten" und Offenbarungen an das oberste menschliche ZK der WTG fortlaufend rasend/rasch und hektisch/zuckend abändert und/oder "berichtigt". Nur tagesaktuell gültige WTG-Offenbarungen sind "Die Wahrheit" - nichts ist so alt wie WTG-"Wahrheit" von gestern. Nun gilt aber betreffs der Vokabel "Neu": Etwas, das "Neu" (oder auch nur "verändert") ist, war vorher nicht, oder nicht in der aktuellen Form  da. Etwas "Neues", eine "neue (oder auch geänderte) Anweisung" erweitert den Korpus bisher existierender Direktiven durch eine "Neuversion".

    Jetzt aber kommt's echt dicke, und ich konnte beim Lesen des nun Folgenden nur noch (oder: Wieder mal) über die unsägliche Chuzpe und Dreistigkeit der WTG-Apologeten beim Missbrauchen echt biblischer Aussagen, die ihrem "Neues Licht"-Konstrukt diametral entgegenstehen und diesen ad absurdum führen, staunen, schreiben sie nun doch in aller-aller-ALLER-unschuldigster runder Kulleraugenmanier:

    "Dabei denken wir auch an den Grundsatz: „Geht nicht über das hinaus, was geschrieben steht“ (1. Kor. 4:6)."

    WIE BITTE ??? GERADE DIESE Aussage des NT erteilt doch dem o.a. vollmundig hinausposaunten "Haltet euch unbedingt und absolut an unserer neuesten Direktiven!"-Befehl eine Riesenabfuhr und befördert ihn mit einem gewaltigen Tritt in den Orkus! Alles, was "neu/aktualisiert/berichtigt" etc. ist, ist nicht Teil eines existierenden Korpus von Anweisungen, sondern steht JENSEITS davon - "darüber hinaus" eben. Entweder haben diejenigen, die diesem Schmuddel fabriziert haben, überhaupt kein Verständnis betreffs der Bedeutung von Begriffen - sie starren auf Wörter, verstehen sie aber nicht -, ODER aber sie wissen sehr genau, was Sache ist und fabrizieren auf obige Weise absichtlich einen gordischen "Logik"-Knoten nach der Devise "Jawohl: Nur die Bibel zählt (und somit braucht ihr uns erst gar nicht mit 1Kor 4,6 zu kommen), aber dennoch habt ihr euch an jede unserer neuesten/geänderten Direktiven zu halten, an alles, was auch immer wir gerade tagesaktuell in die Welt hinausposaunen - GERADESO, kritik- und klaglos, ohne Widerspruch, ohne zu murren."

    Andere Deutung: Aufgrund ihrer Selbstgleichsetzung mit Gott ist für die WTG alles, was von ihr kommt, jedes "Neue Licht", jede "veränderte Anweisung" Teil des Wortes Gottes - "Anweisungen JEHOVAS" - und ist damit Teil "dessen, was geschrieben steht, über das nicht hinausgegangen" werden darf.

    Für ECHTE Christen, die sich von "sola scriptura" leiten lassen, gilt: Der allmächtige, ewige Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christen VERÄNDERT SICH NICHT, er ist UNVERÄNDERLICH, UNWANDELBAR: "Ich, JHWH, ich verändere mich nicht" (Mal 3,6): "Der Vater der Lichter, bei welchem keine Veränderung ist, noch ein Schatten von Wechsel" (Jak 1,17). Gerade das macht ihn ja zu Gott - nicht aber der "Jehova" der WTG, der offensichtlich nie weiß, was genau er will, was Sache ist und wo er sein Ei hinlegen soll - heute hü, morgen hott, mal links, dann rechts, später beides, noch später ganz was anderes ...

    Im Lichte der derzeit innerhalb der WTG vonstatten gehenden Wandlungen, Wechsel, Mutationen, Metamorphosen, Veränderungen etc. darf davon ausgegangen werden, dass o. a. Direktive im Rahmen der "Speise ZUR RECHTEN ZEIT" ("RECHT", d. h. "DRINGEND NOTWENDIG" für die WTG)-Doktrin gesehen werden muss, die dem Ziel dient, die Masse der WTG-Orgdrohnen klein- und auf Spur zu halten, damit auch ja keiner auf die Idee kommt, angesichts des sich hektisch drehenden Orgkaleidoskops mit seinem immer neuen Farbenspiel für die Org ungemütlich und aufmüpfig zu werden. So erscheint auch der Rest dieses Artikelmachwerks als ganz offensichtlicher Versuch, die Herde vermittels Selbstgleichsetzung der WTG mit dem Allmächtigen (§2 "Wir müssen uns täglich in Gottes Wort [im WTG-Dogmen und-Direktivenkorpus] vergewissern, was Jehova [i. e. die WTG] von uns wünscht, und entsprechend handeln."; §3 "Wie können wir unseren Blick auf Jehova [auf die WTG] gerichtet halten?"; §16 "Wir müssen unseren Blick fest auf Jehova [die WTG] gerichtet halten und uns immer fragen, was er [das oberste WTG-ZK] sich von uns wünscht"; §18 "Wir setzen Anweisungen, die Jehova [das oberste WTG-ZK] uns durch seine Organisation gibt, so schnell wie möglich um. ... So halten wir unseren Blick auf Jehova [auf die WTG] gerichtet"; §19 "...Freundschaft zu Jehova [WTG-Hörigkeit]... Wenn wir unseren Blick auf Jehova [auf die WTG] gerichtet halten...") auf 100%ig striktem Gehorsamskurs zu halten. Widerwärtig - einfach nur noch widerlich, strotzend an blasphemischer Anmaßung und arroganter Selbstüberhebung.

    Am meisten stört mich bei solch einer Betrachtung das WTG-typische, völlige Fehlen Jesu Christi ("Jesus" findet nur 2 Mal "so nebenbei" im Abs. 3 Erwähnung; "Christus" fehlt ganz). Besonders krass tritt das bei einer Übersicht der Fragen zu den Absätzen hervor:

    1,2. Wie können wir unseren Blick auf JEHOVA richten?
    3. Wie kann es dazu kommen, dass wir unseren Blick von JEHOVA abwenden?
    10. Wie reagierte JEHOVA auf Moses’ Verhalten?
    11. Wie könnte Moses die Ehre JEHOVAS geschmälert haben?
    12. Aus welchem weiteren Grund war JEHOVA vielleicht zornig auf Moses und Aaron?
    13. Warum war JEHOVAS Urteil über Moses gerecht?
    19. Wie bleibt unsere Freundschaft zu JEHOVA trotz der Fehler anderer eng?

    "Jehova Jehova Jehova ...", und das bei einem Thema namens "Worauf richtest du deinen Blick?"

    Ja, liebe Freunde - WORAUF sollten ECHTE Christen, sollten WIR unseren Blick gerichtet halten? Nicht auf den "Jehova" der WTG sondern ...

    Heb 12,2 (hier schon sehr oft angeführt):

    "Hinschauend auf Jesum, den Anführer und Vollender des Glaubens..."

    Denn DURCH ihn und HINTER ihm erblicken wie den Vater - den WAHREN Gott:

    "Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen" - "Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich."

    Gruß,
    M.N.

    1. Horst

      Lieber M.N.,

      danke für die Erwähnung des "Studienartikels". sowie Deine Ausführungen dazu.

      "Veränderte Anweisungen Jehovas, die er uns durch seine Organisation gibt...."

      Alternative Wahrheiten, alternative Fakten quasi..

      Ein Gott des Anachronismus. Ein Gott, der sich berichtigen muss.

      Mehr als diesen Satz benötigt es doch eigentlich nicht, um zum Einen den Unsinn der Wachtturm-Anweisungen zu belegen, und zum Anderen sich zu wundern, durch welchen perfiden Sprachgebrauch weltweit 8 Millionen Menschen unter der Fuchtel von Grössenwahnsinnigen gehalten werden.

      Eine Beleidigung des Schöpfers in meinen Augen.

      Gruss Horst

    2. Anna

      Lieber M.N., liebe Schwestern und Brüder,

      vielen lieben Dank für die Aufbereitung des WT-Studienartikels. Man nimmt jede Begebenheit im AT um hieraus Anweisungen, natürlich via Jehova an die LK, für unsere Zeit abzuleiten.

      Sollten die Schreiberlinge im Schreibkomitee mal in Hebräer nachlesen, hier Hebräer 1:1ff (Luther 2017)

      Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, 2 hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welten gemacht hat.
      3 Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe
      4 und ist so viel höher geworden als die Engel, wie der Name, den er ererbt hat, höher ist als ihr Name.

      Was ja für mich ohnehin bedeutet, dass es "Anweisungen" Jehovas ohnehin an niemanden mehr gibt. Hierfür ist nun Jesus zuständig und der LK bedient er sich sicher nicht.

      Aufgefallen bei dem Studienartikel ist mir auch noch das Herumreiten auf dem Wort "rede zu dem Felsen". Weil doch Moses mit dem Stab 2 mal draufgetippt hat. Von Schlagen kann ja nicht die Rede sein. Es ist ja unmöglich Wasser für ein Millionenvolk so ausversehen durch draufhaun mit einem Steckerl hervorzuzaubern. War ja kein kleines Rinnsal.

      Herzliche Grüße aus den letzten Spätsommertagen wünscht Anna

  6. Lupo@Alle

    Hallo ihr Lieben,
    es ist einmal wieder soweit, es wird hier über Aussagen diskutiert die keiner in den Raum gestellt. Keiner vertritt hier den Standpunkt unter allen Umständen in der Organisation der Zeugen zu bleiben um sie weiter zu unterstützen.
    Wer den Kommentar von Boas aufmerksam durchliest wird keinen Hinweis finden, dass er ermunterte zur ORG zurückzukehren oder in dieser zu bleiben.
    Es gibt zahlreiche biblische und persönliche Gründe die er angeführt, um in der Org. zu bleiben bis das eigene Gewissen sagt, jetzt muss ich gehen. 
    BI hat sich die Aufgaben gestellt den Zeugen zu HELFEN aufzuwachen, aber nicht den Ehrgeiz Zeugen zu drängen die Org. zu verlassen oder gar die zu verurteilen welche es nicht schaffen oder für sich noch keine Notwendigkeit erkennen.
    Diese als bewusste Sünder zu bezeichnen und ihnen verurteilende Bibelstellen um die Ohren zu werfen ist nicht unsere Aufgabe.
    Wir alle sind Sünder auf dem einen oder anderen Gebiet, keiner hat daher das Recht andere als Sünder zu beschimpfen oder ihm sein Gewissen zu belasten. Wir alle haben einen persönlichen Weg zu gehen. 
    Bitte unterlassen wir es daher Bibeltexte anzuführen, um unserer persönlichen Sicht in dieser Frage mehr Autorität zu verleihen oder unseren Mitbruder hier zu verurteilen. 
    Hier spreche ich besonders sola scriptura an. 
    Es handelt sich hier um persönliche Entscheidung die wir zu respektieren haben, und nicht zu beurteilen. Auch ich habe meine Zeit gebraucht um die Org. zu verlassen und hätte mir jeden Rat dazu verbeten. 
    Sorry, das wollte ich mal sagen. Ich bin mir im Klaren darüber das auch in meiner Stellungnahme hierzu wieder etwas hineingelesen werden kann was ich nicht gesagt habe oder sagen wollte, das ist nicht schwer, daran sollten wir immer denken. Bevor wir also den Kommentar eines anderen zerreißen und etwas kritisieren wäre es sinnvoll sich zu fragen was er WIRKLICH gesagt hat, und nicht irgendwelche Äußerungen hineinlesen. 
    Liebe Grüße
    Lupo

    1. sola scriptura an Lupo

      Lieber Lupo: "Bevor wir also den Kommentar eines anderen zerreißen und etwas kritisieren wäre es sinnvoll sich zu fragen was er WIRKLICH gesagt hat, und nicht irgendwelche Äußerungen hineinlesen."

      Wie WAHR!!

      LG sola scriptura

    2. Nachdenker an Lupo

      Hallo Lupo,

      danke für deinen Kommentar, dem ich mich voll anschließe. Noch einmal und das hatte ich bereits mehrfach kommentiert. Jeder hat seine eigenen Gründe noch in der Organisation zu bleiben, noch bleiben zu müssen oder sie zu verlassen. Es gibt tausende von Gründen warum das so sein mag und es ist jedem seine eigene Entscheidung wie er damit umgeht. Solange er nicht anderen seine Auffassung aufdrücken will mag er verfahren wie er es in seiner persönlichen Situation für richtig hält. Das ist die Freiheit die wir gewonnen haben und hören wir auf andere wegen ihrer Auffassung zu kritisieren oder jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Gibt es denn nichts Wichtigeres??

      Dir lieber Boas in diesem Sinne Gelassenheit und keep cool.

      Grüße

      Nachdenker

  7. ULLA

    Lieber Boas,

    jeder der hier schon deine wunderbaren Kommentare mit verfolgt hat, weiß, dass du die JW.Org. durchschaut und sie niemals jemandem “empfohlen“ hast!

    Bitte nimm dir diese EINE Kritik nicht allzusehr zu Herzen. Du bist darüber erhaben. Von deiner Demut und Zartheit den Schreibern gegenüber, deinem christlichen Benehmen, hab ich persönlich schon sehr viel mitgenommen.

    Danke dir, mögen unsere Höchsten dich segnen und dir Ruhe und inneren Frieden schenken!

    Deine Schwester Ulla

    1. Boas

      Liebe Ulla,

      ich schreibe Dir stellvertretend für Viele. Vielen Dank für den gespendeten Trost. Mach Dir aber keine Sorgen. Ich habe kein Problem. Weder mit denen, die einen höflichen Ton treffen, noch mit denen, die da ab und zu ein wenig daneben liegen. Niemand ist perfekt.

      Wünsche Dir und allen hier eine geruhsame Nacht
      Boas

      1. Kerstin und Helmut Walter

        hallo Boas wir verfolgen schon einige Zeit deine Gespräche hier in bi und wir sind begeistert wie gut du damit umgehst und sind auch dankbar das wir dich hier kennenlernen konnten bitte bleibe so wie du bist und der Segen den du durch Jesus und seinen Vater bekommst ist dir gewiss, ... alles was du dir wünschst geschehe das sei dir gewiss und darum beten wir zwei auch , liebe Grüße von Kerstin und Helmut

        1. Boas

          Liebe Kerstin und Helmut,

          zuerst einmal ein herzliches Willkommen auf der anderen Seite. Also nicht nur als Leser, sondern auch Schreiber.

          Eure Worte tun mir im Innern sehr gut. Wenn ihr meint, dass meine Art und Schreiben etwas mit Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glaube, Milde und Selbstbeherrschung zu tun hat, also den Früchten des Geistes, so möchte ich euer Lob gerne an Oben weitergeben. Und es nicht für mich behalten. Denn es ist nicht mein Verdienst so zu sein. Und dass ihr für mich betet, ist so was von ermunternd und stärkend für mich...

          Wenn ihr wollt, könnt ihr euch hier auch einbringen und auch zu den Themen etwas schreiben. Das würde mich sehr freuen.

          Mit ganz herzlichen Begrüßungswünschen
          Boas

        2. sola scriptura an Ede

          "Entscheidend ist die Herzenseinstellung, die zu dieser Entscheidung führt. Deshalb muss sie freiwillig und ohne Druck gefällt werden.", schreibst du lieber Ede.

          Da hast du sicher recht: Die rechte Herzenseinstellung ist maßgeblich. Und auch richtig: die Willigkeit. Die Organisation aus dem falschen Beweggrund zu verlassen führt ja ins Nichts. Wer indes für die Führung des heiligen Geistes wirklich offen ist, wird auf ihn hören, ihn nicht ignorieren, ihn nicht betrüben, denn das würde zu seinem Verstummen führen. Der heilige Geist zeigt jedem Aufrichtigen und Erwachten an, wann der Zeitpunkt zum Ausstieg gekommen ist. Das tägliche Lesen des Neuen Testaments und intensive Gebete waren mir eine große Hilfe, die Winke des heiligen Geistes zu verstehen und umgehend umzusetzen.

          Lieber Ede, du schreibst, "wenn eine Organisation nicht retten kann, dann kann sie auch nicht schaden." -- Das sehe ich anders. Es kann mir sehr schaden, mich Woche für Woche dem vergifteten und falschen Gedankengut der Zeugen-Jehovas-Lehre aussetzen zu müssen. Gift ist schädlich.

          Ferner denke ich, dass es nicht passend ist, die jüdischen Synagogen und auch nicht die 7 Versammlungen der Offenbarung -- die ihre Probleme hatten -- mit menschengestifteten Religionen wie Jehovas Zeugen (Rutherford), Katholische Kirche (Konstantin), Evang. Kirche (Luther), Heiligen der letzt. Tage (Mormon), Adventisten etc. etc. zu vergleichen. Hier würde man Äpfel mit Birnen vergleichen, Feigen mit Disteln.

          Judentum und Christentum waren heilig und gottgestiftet. Doch die jüdische Ära  ging zu Ende, weil Gott es so geplant hatte. Der Alte Bund endete. Und Gott machte durch die Ausgießung des heiligen Geistes deutlich, dass sein Segen nun auf der Christenversammlung ruhen würde. Doch auch das Christentum blieb nicht rein und treu. Schon der Apostel Paulus kündigte den Abfall an, der auch schon in seinen Tage begann. Der Abfall besteht bis in unsere Tage. Wahre Christen haben in all den Jahrhunderten nichts mit dogmatisierenden Religionsgemeinschaften zu tun haben wollen. Sie waren kein Teil von ihnen. Sie waren "Einzelgänger", obwohl sie nicht unbedingt wenige waren. Das Volk Christi ist ein freies Volk: es braucht nur den heiligen Geist und Gottes Wort. Selbst wo 2 oder 3 von ihnen sich zusammenfinden, kann schon Ermunterung und Austausch stattfinden. Heilige können nicht in der Verunreinigung bleiben. Gott ist heilig und sein Segen ruht nicht auf der WT-Organisation oder anderen Religionsgemeinschaften.

          LG sola scriptura

        3. Boas

          Zuerst möchte ich mich für den höflichen Umgangston bedanken, der hier wieder Einzug gehalten hat.

          Lieber sola scriptura zu Ede´s Kommentar,

          ich habe Deinen Kommentar gelesen. Dann habe ich mich zurückgelehnt und habe darüber nachgedacht.

          Zitat Anfang:
          Ferner denke ich, dass es nicht passend ist, die jüdischen Synagogen und auch nicht die 7 Versammlungen der Offenbarung -- die ihre Probleme hatten -- mit menschengestifteten Religionen wie Jehovas Zeugen (Rutherford), Katholische Kirche (Konstantin), Evang. Kirche (Luther), Heiligen der letzt. Tage (Mormon), Adventisten etc. etc. zu vergleichen. Hier würde man Äpfel mit Birnen vergleichen, Feigen mit Disteln.

          Doch auch das Christentum blieb nicht rein und treu. Schon der Apostel Paulus kündigte den Abfall an, der auch schon in seinen Tagen begann. Der Abfall besteht bis in unsere Tage. Wahre Christen haben in all den Jahrhunderten nichts mit dogmatisierenden Religionsgemeinschaften zu tun haben wollen. Sie waren kein Teil von ihnen. Sie waren "Einzelgänger", obwohl sie nicht unbedingt wenige waren... Heilige können nicht in der Verunreinigung bleiben.
          Zitat Ende

          Wenn ich Dich richtig verstanden habe, bist Du der Überzeugung, dass man die 7 Versammlungen aus der Offenbarung nicht mit menschengestifteten Religionen gleichsetzen darf. Da diese Prophezeiung aus der Offenbarung m. E. für die Zukunft geschrieben wurde, und bereits 30 Jahre vorher der Abfall der Versammlungen eingesetzt hat, bin ich zu einem erstaunlichen Gedanken gekommen.

          Ich gehe jetzt einmal von der These aus, dass diese Aussage richtig ist. Für die Zukunft werden 7 Versammlungen erwähnt, die zu keiner "menschengestifteten Religion" gehören. Da bekommt die Frage, die Ede schon seit Jahren durch den Kopf geht, wirklich Sinn. Denn wenn solche Versammlungen vorausgesagt wurden, dann muss es sie heute auch geben! Also, wo sind denn diese Gemeinden nun? Die einzige, mir bekannte logische Lösung wäre, dass die Prophezeiung der 7 Versammlungen für uns keine Bedeutung hat. Oder aber, dass die oben genannte These nicht logisch ist. Jeder denke selbst darüber nach.

          Nun zu einer weiteren These: "Heilige können nicht in der Verunreinigung bleiben."

          Wenn die erste These unlogisch erscheint, muss ich die Aussagen Jesu mit dieser zweiten These vergleichen.

          Off. 2 "Indes sage ich den übrigen von euch, die IN Thyatịra sind, all denen, die diese Lehre nicht haben, denen nämlich, die nicht die „tiefen Dinge des Satans“, wie sie sagen, kennen gelernt haben: Ich lege euch keine andere Bürde auf... Und dem, der siegt und meine Taten bis zum Ende hin bewahrt, will ich Gewalt über die Nationen geben..."

          Off 3 " Und dem Engel der Versammlung in Sạrdes schreibe: Werde wachsam, und stärke die übrigen Dinge, die am Sterben waren... Dessen ungeachtet hast du einige wenige Namen IN Sạrdes, die ihre äußeren Kleider nicht befleckt haben, und sie werden mit mir in weißen [Kleidern] wandeln, weil sie würdig sind."

          Ich meine, gerade dieser letzte Text ist ein ganz starker Gegenbeweis der These: "Heilige können nicht in der Verunreinigung bleiben." (ohne sich selbst zu verunreinigen). Auch wenn man davon ausgehen würde, diese Verse finden nur auf damalige Versammlungen Anwendung, so bleibt doch der Grundsatz m. E. für alle Zeiten bestehen. Diese Menschen in der Versammlung in Sardes, die ihre weißen Kleider trotz gleicher Versammlung nicht befleckt haben, werden sogar von Jesus aufgefordert, die Sterbenden in dieser Versammlung zu stärken. Auch hier, jeder denke selbst darüber nach.

          Liebe Grüße an alle Beröer
          Boas

        4. Boas

          Auch hier muss ich noch was nachschieben, weil einige meine Worte vielleicht falsch verstehen könnten.

          Bei meinem letzen Kommentar ging es nur um 2 Thesen die aufgestellt wurden. Ich möchte niemanden ermutigen in der ORG oder einer anderen christlichen Kirche zu verbleiben.

          Aber ich möchte im Gegenzug auch niemanden dazu drängen diese Kirche zu verlassen. Ihm ein schlechtes Gewissen zu machen, "Aber irgendwann musst du es tun, sonst..." Und für die, die schon recht alt sind, möchte ich meine Meinung kundtun: Auch wenn sie als ZJ sterben, treu bis in den Tod geblieben, und ihre Kleider nicht in einer Versammlung wie Sardes befleckt haben, stellt das meines Wissens kein Grund für mich dar, an ihrer Rettung zu zweifeln. Oder sie gar zu verurteilen. Es mag sogar der Weg sein, der Jesus für denjenigen speziell bestimmt hat.

          Ich könnte noch vieles schreiben, z. B. wie ich den Unterschied zwischen göttlichen Dogmen und menschlichen Dogmen ausmache. Aber muss das zu diesem Thema wirklich sein? Es geht z. Z. hier in der Diskusion nicht darum, wo sollen wir hingehen, sondern, MUSS ein aufgewachter ZJ irgendwann einmal die WTG physisch mit Unterschrift oder mit Ausschluss verlassen? Und die Meinung, ohne diesen Schritt (irgend wann) zu machen, hätte er seine Rettung nach Meinung Gottes verwirkt.

          Boas

  8. Noomi

     
    DANKE lieber Horst für deine Zeilen ihnen ist nichts hinzuzufügen. Bin auch deiner Meinung. Wenn wir uns Christen nennen, sollten wir uns auch als solche benehmen!!
    LG Noomi
     

  9. Lena

    Normalerweise bin ich nur Stille mit Leserin aber ich möchte auch kurz etwas sagen. Ich kann es verstehen, dass einige sich wünschen gesagt zu bekommen wo es jetzt lang geht, schließlich war man das ja Jahre wenn nicht Jahrzehnte gewöhnt das zu tun was jemand anderes vor gibt. Wenn man draußen ist, kann man dieses Verhalten nicht gleich ablegen manchen fällt es leichter anderen nicht. Ich kann mir vorstellen, dass viele verunsichert sind und erstmal ratlos wie es jetzt weiter gehen soll. Jeder wird seinen Weg zu Gott und Jesus für die einen schneller, die anderen brauchen etwas mehr Zeit. Solange wir Gott vertrauen und an Jesus glauben sind wir nie alleine und nie verloren. Wir haben jemanden der uns auf ein festes Fundament stellt, der uns hilft wieder hoch zu kommen. Ich persönlich finde man sollte nicht den Fehler machen und sich wieder von Menschen versklaven lassen und anfangen ein eigenständiges Leben zu führen und auch selbst entscheiden was das beste in der Situation ist und sich von seinem Gewissen leiten zu lassen.

    1. Omma@Lena

      Liebe Lena,

      das hast du wunderschön gesagt, genauso haben wir es auch gemacht.

      Ja, diese Verunsicherung und Ratlosigkeit am Anfang kennen wir auch.  Wichtig ist doch unser Vertrauen, unser Glauben, zu unseren Beiden Höchsten, und wie du es so treffend sagst, wir sollten nicht wieder den Fehler machen, uns von Menschen versklaven lassen.

      Ach, liebe Lena, es ist so wunderbar, endlich ein eigenständiges Leben zu führen, unter dem Schutz der Höchsten. Für uns ist es der Höhepunkt eines jeden Tages, in der Bibel zu lesen, da wir ihnen so immer näher kommen können.

      Psalm 91:1-4, 14-16   (NGÜ)
      1 Wer unter dem Schutz des Höchsten wohnt, darf bleiben im Schatten des Allmächtigen.
      Darum sage ich zum Herrn: »Du bist meine Zuflucht und meine sichere Festung, du bist mein Gott, auf den ich vertraue.«
      3 Ja, er rettet dich ´wie einen Vogel` aus dem Netz des Vogelfängers, er bewahrt dich vor der tödlichen Pest.
      4 Er deckt dich schützend mit seinen Schwingen, unter seinen Flügeln findest du Geborgenheit. Seine Treue gibt dir Deckung, sie ist dein Schild, der dich schützt.

      14´So sagt nun der Herr:`»Weil er mit ganzer Liebe an mir hängt, will ich ihn befreien; ich hole ihn heraus aus der Gefahr, denn er kennt meinen Namen.
      15Wenn er zu mir ruft, werde ich ihm antworten. In Zeiten der Not stehe ich ihm bei, ja, ich reiße ihn heraus und bringe ihn zu Ehren.
      16Ich schenke ihm ein erfülltes und langes Leben und zeige ihm, wie ich Rettung schaffe.«

      Wir möchten dich hier auf dieser Seite HERZLICH WILLKOMMEN heißen, und hoffen weiter von dir zu hören (lesen).

      Ganz liebe Grüße von Omma und Oppa

    2. Peter

      Liebe Lena, das seh ich genauso. Ich bete jeden Tag und Gott erhört mich immer. Manchmal lese ich mit meiner Frau die Bibel. Natürlich nicht nach einem starren Plan, sondern nach Lust und Laune. Wir sind sehr glücklich, frei und haben durchaus auch unterschiedliche Sichtweisen zu einzelnen Texten. Das macht es interessant. In Glaubensfragen lassen wir uns von niemandem etwas vorschreiben. Wir leben in Harmonie mit Gott und er ist stets mit uns. Liebe Grüße, Peter

    3. Hallo Lena,

      ich denke, dass das nur die Hälfte der Angelegenheit ist, welche du anschneidest.

      Die andere Hälfte wäre die Frage danach, welche primäre Aufgabe haben CHRISTEN von JESUS (gemäß der BIBEL) erhalten gegenüber anderen Menschen, auch denen gegenüber, die von wo auch immer enttäuscht weggingen oder weggegangen wurden.

      Es ist nach meinem Verständnis des Christseins nicht christlich, andere sich quasi geistlich selbst zu überlassen ...

      Gruß!

      1. sola scriptura an BenKenobi und G.E.R.D

        Ja genau, BenKenobi, du sagst es. Richtig, lieber G.E.R.D.

        Jeder Aufgewachte, der während seiner Verbleibzeit bei den Zeugen Jehovas wirklich unerschrocken versucht hatte, über die biblische Lehre und den CHRISTUS zu sprechen, konnte das feststellen, lieber BenKenobi. Die Zeugen Jehovas sind Christus-resistent.

        Welche Konsequenzen zog Paulus, als er eine ähnliche Erfahrung machte? Welches Beispiel gibt er uns?

        Apostelgeschichte 18:4-7, Schlachter:

        " Er hatte aber jeden Sabbat Unterredungen in der Synagoge und überzeugte Juden und Griechen. Als aber Silas und Timotheus aus Mazedonien ankamen, wurde Paulus durch den Geist gedrängt, den Juden zu bezeugen, dass Jesus der Christus ist. Als sie aber widerstrebten und lästerten, schüttelte er die Kleider aus und sprach zu ihnen: Euer Blut sei auf eurem Haupt! Ich bin rein davon; von nun an gehe ich zu den Heiden!

        Und er ging von dort weg und begab sich in das Haus eines gottesfürchtigen Mannes mit Namen Justus, dessen Haus an die Synagoge stieß."

        Ebenso in einer anderen Stadt.

        Apostelgeschichte 19:8, 9, Schlachter: "Und er ging in die Synagoge und trat öffentlich auf, indem er drei Monate lang Gespräche führte und sie zu überzeugen versuchte von dem, was das Reich Gottes betrifft. Da aber etliche sich verstockten und sich weigerten zu glauben, sondern den Weg vor der Menge verleumdeten,

        trennte er sich von ihnen und sonderte die Jünger ab und hielt täglich Lehrgespräche in der Schule eines gewissen Tyrannus." -- Das bereits nach 3 Monaten.

        LG sola scriptura

        1. Ede an sola scriptura

          Verehrter sola scriptura

          Wenn die bloße Mitgliedschaft in einer Organisation nicht rettet, dann schadet sie auch nicht. Entscheidend ist die persönliche Einstellung zu den Zielen und den Lehren bzw. Gewohnheiten dieser Organisation.

          Welche biblischen Beweise gibt es dafür?

          (Apostelgeschichte 10:1-4) 10?Nun war in Cäsarea ein gewisser Mann namens Kornelius, ein Offizier der sogenannten italischen Abteilung,?2 ein [gott]ergebener Mann, der mit allen seinen Hausgenossen Gott fürchtete, und er gab dem Volk viele Gaben der Barmherzigkeit und flehte unablässig zu Gott.?3 Etwa um die neunte Stunde des Tages sah er in einer Vision deutlich einen Engel Gottes bei sich eintreten, der zu ihm sprach: „Kornelius!“?4 Der Mann schaute ihn unverwandt an und sagte, von Furcht ergriffen: „Was ist es, Herr?“ Er sprach zu ihm: „Deine Gebete und Gaben der Barmherzigkeit sind zur Erinnerung vor Gott emporgestiegen.?

          (Apostelgeschichte 10:44-48) . . .Während Petrus noch von diesen Dingen redete, fiel der heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.?45 Und die Treuen, die mit Petrus gekommen waren, die zu den Beschnittenen gehörten, staunten, weil die freie Gabe des heiligen Geistes auch auf Leute aus den Nationen ausgegossen wurde.?46 Denn sie hörten sie in Zungen reden und Gott verherrlichen. Da ergriff Petrus das Wort:?47 „Kann jemand das Wasser verwehren, so daß diese nicht getauft würden, die den heiligen Geist ebenso empfangen haben wie wir?“?48 Hierauf gebot er, daß sie im Namen Jesu Christi getauft würden. . . .

          Vielleicht könnte man erwarten, dass Kornelius, als ihm die Bedeutung seiner Mitgliedschaft in einer militärischen Organisation bewusst wurde, diese so schnell wie möglich verlassen hat.

          (Johannes 4:9) . . .Darum sagte die samar?tische Frau zu ihm: „Wie kommt es, daß du, obwohl du ein Jude bist, mich um einen Trunk bittest, da ich [doch] eine samar?tische Frau bin?“ . . .

          Jesus war Zeit seines Lebens ein Jude und hat, obwohl er die Fehler der Pharisäer kannte, die Synagoge (Glaubensgemeinschaft) nie verlassen, denn nur als Jude konnte er mit Juden reden

          (1. Korinther 9:19-23) . . .Denn obwohl ich von allen frei bin, habe ich mich zum Sklaven aller gemacht, damit ich die meisten gewinne.?20 Und so bin ich den Juden wie ein Jude geworden, um Juden zu gewinnen; denen unter Gesetz bin ich wie [einer,] der unter Gesetz ist, geworden, obwohl ich selbst nicht unter Gesetz bin, um die zu gewinnen, welche unter Gesetz sind.?21 Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich wie [einer] ohne Gesetz geworden, obwohl ich nicht ohne Gesetz gegenüber Gott, sondern unter Gesetz gegenüber Christus bin, um die zu gewinnen, die ohne Gesetz sind.?22 Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin Menschen von allen Arten alles geworden, damit ich auf jeden Fall einige rette.?23 Alles aber tue ich um der guten Botschaft willen, damit ich mit [anderen] Teilhaber an ihr werde.

          Jeder hat seinen persönlichen Grund in einer Organisation zu bleiben oder sie zu verlassen. Es ist seine persönliche Sache. Entscheidend ist die Herzenseinstellung, die zu dieser Entscheidung führt. Deshalb muss sie freiwillig und ohne Druck gefällt werden.

          Ede

        2. M.N.

          Lieber Ede,

          Du schreibst: "Wenn die bloße Mitgliedschaft in einer Organisation nicht rettet, dann schadet sie auch nicht."

          Ach ja? Noch nie was von "Gemeinschaftsverantwortung/mitgegangen mitgehangen" gehört? Wie steht es mit der "Gehet aus ihr hinaus, mein Volk"-Aussage aus Offb 18,4 mit dem expliziten Hinweis auf DEN AUS EINEM VERLEIB IN "GROSS-BABYLON" ERWACHSENDEN SCHADEN "daß ihr nicht ihrer Sünden mitteilhaftig werdet, und auf daß ihr nicht empfanget von ihren Plagen"? Ist DAS etwa kein "Schaden"?

          Zu Deinen "biblischen Beweisen":

          (1) Kornelius. "Vielleicht könnte man erwarten, dass...". Vielleicht - es könnte sein - es wäre naheliegend - vermutlich... ja, was denn nun: Hat er, oder hat er nicht? Deine wachsweiche Formulierung erinnert sehr an WTG-"Bild war dabei"-Märchenstunden, doch muss man hier zur "Ehrenrettung" der Org bekennen, dass sie IN DIESEM FALLE wesentlich bessere "Beweise" als Euer Ehren ins Felde führt, denn ... (Großschreibung zur Betonung jeweils von mir hinzugefügt)

          *** w13 1. 7. S. 5 Kann man den Religionen vertrauen? Stichwort Krieg ***
          In der Encyclopedia of Religion heißt es: „Die ältesten Kirchenväter, darunter Tertullian und Origenes, bestätigen, dass Christen keine Menschen töten durften, und WEGEN DIESES GRUNDSATZES DIENTEN SIE NICHT IM RÖMISCHEN HEER.“

          *** w12 1. 3. S. 5 „Kein Teil der Welt“ ***
          Der Publizist Jonathan Dymond bescheinigte den Urchristen, dass sie die Teilnahme an Kriegen „verweigerten, ganz gleich, welche Folgen es für sie hatte, ob Schande, Gefängnis oder Tod“. Sie nahmen lieber Härten in Kauf, als in puncto Neutralität Abstriche zu machen.

          *** g 11/09 S. 11 Kann man seine Feinde lieben? ***
          In der Encyclopedia of Religion and War heißt es dazu: „Die ersten Nachfolger Jesu lehnten Krieg und Militärdienst ab.“ [Fußnote] „Vor Konstantin [römischer Kaiser, 306—337] verurteilten Kirchenschriftsteller ohne Ausnahme das Töten im Krieg“, heißt es in der Encyclopedia of Religion and War.

          (Ich lasse diese Quellenzitate der WTG mal so stehen; im Lichte ihrer fragwürdigen Quellenbezugspraxis müsste man all diese im Lichte ihrer tatsächlich von den Urhebern beabsichtigen Aussage im Lichte ihres Kontextes untersuchen, um zu wissen, ob diese die Lehraussage der WTG auch tatsächlich stützten.)

          (Sprung zu 1986)

          *** w86 1. 9. S. 19 Abs. 11 Neutrale Christen in einer blutbefleckten Welt ***
          Manche mögen fragen: „Wie stand es aber mit Kornelius, dem Zenturio, und mit Sergius Paulus, dem vom Heer unterstützten Prokonsul auf Zypern? Waren diese Männer nicht mit dem Militär verbunden?“ Ja, zu dem Zeitpunkt, wo sie die christliche Botschaft annahmen. Die Bibel sagt uns jedoch nicht, was Kornelius und andere nach ihrer Bekehrung taten. Sergius Paulus, der ein intelligenter Mann war und ‘erstaunt war über die Lehre Jehovas’, überprüfte zweifellos bald seine weltliche Stellung im Lichte seines neuerlangten Glaubens und traf eine richtige Entscheidung. ÄHNLICHES WIRD KORNELIUS GETAN HABEN(Apostelgeschichte 10:1, 2, 44-48; 13:7, 12). Es heißt nirgendwo, daß die Jünger ihnen sagten, welche Schritte sie unternehmen müßten. Sie konnten das aus ihrem eigenen Studium des Wortes Gottes erkennen (Jesaja 2:2-4; Micha 4:3).

          Also: "Wir wissen nichts darüber aus der Bibel, ABER ES LIEGT NAHE, DASS ..."

          (2)

          "Jesus war Zeit seines Lebens ein Jude und hat, obwohl er die Fehler der Pharisäer kannte, die Synagoge (Glaubensgemeinschaft) nie verlassen ..."

          Natürlich nicht, denn - wie Du richtig bemerkst - ER WAR JUDE. Er konnte sich nicht "nichtjüdisch" machen und wollte das auch nicht, denn "Wähnet nicht, daß ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen" (Mat 5,17). Es war ja auch nicht die "Organisation" des "Alten Israel" als Ganzes per se, welche auf den falschen Dampfer geraten war, sondern eine "Abtrünnigen"-Fraktion derselben, die von der Thora abwich, siehe Pauli Ausführungen in Röm (nur eine Auswahl) "Denn Beschneidung ist wohl nütze, wenn du das Gesetz tust" (2,25); "Was ist nun der Vorteil des Juden? oder was der Nutzen der Beschneidung? Viel, in jeder Hinsicht" (3.1,2); "Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit aus dem Samen Abrahams, vom Stamme Benjamin. Gott hat sein Volk nicht verstoßen..." (11,1.2). Eine Parallele kann gezogen werden zw. dem echt biblischen Christentum und der WTG: Das Christentum (so wie auch das von Gott geschaffene Gemeinwesen des "Alten Israel") ist "the real deal" - die WTG (entsprechend der jüdischen Sekte der Pharisäer) ist die davon abtrünnig gewordene Fraktion oder Sekte (-> Sektor, Abschnitt), von dem man sich distanzieren muss.

          Also ist Jesus kein Beispiel für jemanden der "eine 'falsche Org' nicht verlassen" hätte, denn er war in keiner "falschen Org", die er hätte verlassen müssen, aber er bot der "falschen Org." der Pharisäer, der Sadduzäer, der Herodianer etc. die Stirn und brandmarkte sie als das, was sie waren: Als von "göttlicher Wahrheit" abtrünnig gewordene Chimären.

          (3)

          1. Korinther 9:19-23 bietet keinerlei "biblischen Beweis" dafür, eine "falsche Org" nicht verlassen zu müssen, denn wenn Paulus schreibt "Ich bin den Römern/Heiden/Schwachen ein Römer/Heide/Schwacher geworden", dann meint er hier selbstredend nicht "Ich bin mit den Heiden in ihren Artemistempel gegangen und habe mich dort mit ihnen mit Tempelprostituierten vergnügt und mir bei Götzenmählern den Ranzen vollgeschlagen und es so richtig krachen lassen, und dann, als so richtig gute Stimmung war, so nebenbei auch etwas vom Evangelium zum Besten gegeben." Was ist denn das für eine abstruse Logik? Laut Gal 3,28 wollte Paulus hier andeuten, dass er alle Menschen OHNE ANSEHEN DER PERSON behandelte und sich nicht durch eine seiner Ursprungskultur typischen Überheblichkeit von ihnen distanzierte. Mit Paulus hast Du Dir sogar in Deiner "biblischen Beweisführung" ins Knie geschossen, denn gerade Paulus ist ein Musterbeispiel dafür, eine als falsch erkannte "Org" - die Pharisäersekte (nicht "Das jüdische Volk"! Das ist ein Unterschied) verlassen zu haben, siehe seine berühmte "Kehricht"-Aussage aus Phil 3,8. Hier gilt also auch mal wieder, Äpfel nicht mit Orangen zu verwechseln.

          Dein zutreffender Schlusssatz "Jeder hat seinen persönlichen Grund..." (dem nicht widersprochen werden kann) steht aufgrund seiner Schlüssigkeit von Deinen o. a., sog. "biblischen Beweisen" losgelöst. Niemand kann und sollte von anderen Menschen unter Druck gesetzt werden, sich von der WTG oder von welcher sich selbst als "wahre Kirche" preisenden Org wann und wie auch immer zu trennen. Nichtsdestotrotz muss Deiner Intro nachdrücklich widersprochen werden, denn in der von Dir vorgebrachten Form ist ihre Aussage schlicht und ergreifend falsch.

          Gruß,
          M.N.

  10. Horst

    Liebe Leser und Kommentatoren,

    wieder einmal ist der Punkt erreicht, dass offensichtlich Kommentare gelöscht werden müssen, dass die Meinung Anderer als "Quark" bezeichnet wird, dass versucht wird, das Dogma, dem wir entronnen sind  durch andere Dogmen zu ersetzen.

    Natürlich ist diese Vorgehensweise menschlich, aber selbst in dieser Hinsicht geläutert, bitte ich einige Betreffenden 1. auf dieser Seite bei "Über uns" das Ziel und den Zweck im Auge zu behalten, den uns "bruderinfo" auf dieser Seite bietet, und 2.  die Worte aus Philipper 2:1-5 zu bedenken:

    Selbst in dieser Hinsicht geläutert, erlaube ich mir ein auszugsweises Zitat:

    " Rechthaberei und Überheblichkeit dürfen keinen Platz bei Euch haben...Das ist die Haltung, die Euren Umgang miteinander bestimmen soll, es ist die Haltung, die Jesus Christus uns vorgelebt hat."...!!!!

    Hätte Jesus so mit seinem Bruder gesprochen ? Nun, das mag jeder anhand seines Kommentares selbst überprüfen oder beantworten......

    Danke für Eure Kenntnisnahme und herzliche Grüsse, in der Hoffnung auf weitere erbauliche Gedanken.

    Horst

  11. Lieber Tilo,

    vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel , der genau mein DILEMMA, und von vielen noch AKTIVEN ZJ , aufzeigt.

    Du hast es auf den Punkt , gebracht dem ist nichts MEHR HINZU ZU FÜGEN !

  12. A.N.

    A.N.

    Lieber Jurek, ich versteh dich schon und du hast ja recht, ich wollte dich nicht kritisieren oder widersprechen. Ich wollte nur grundsätzlich sagen, dass Menschen, die Gott und die Wahrheit suchen, durch den HEILIGEN GEIST angeleitet werden. Joh. 4:23,24

    Christus, als liebevoller Hirte, wird jeden individuell  betreuen. Und wir dürfen und sollen uns austauschen über Lehrpunkte und deren Anwendung. Wo zwei oder drei in seinen Namen beisammen sind, ist Christus in deren Mitte. Das ist doch wunderbar!

    LG  A.N.

  13. A.N.

    A. N. an Jurek

    Das was richtig u. hilfreich im christlichen Sein ist, das hatte Christus uns in den vier Evangelien mit Hilfe des hl. Geistes niederschreiben lassen. Das kann jeder der guten Willens ist lesen und mit Hilfe des hl. Geistes verstehen.

    Die LK treibt jedoch ein falsches Spiel mit dem hl. Geist und sie sind arglistige Täuscher!

    Wer das erkannt hat, hat auch die Kraft diese zu verlassen!

    LG  A. N.

     

     

    1.  
      Hallo  A. N.,

       
      ich meine folgendes (korrigiere mich bitte wenn das nicht stimmt):
       
      abgesehen von der Lehre als solche, bei der viele auch hier unterschiedlicher Meinungen sind, reicht es m. E. nicht nur dazu zu schreiben, dass was richtig und hilfreich ist, steht eh alles in der Bibel.  Also erübrigt sich die primäre Diskussion dazu. =?
       
      Mir ging es auch um Aussichten und praktische Hilfen für „danach“ im christlichen Sinn.
       
      Es ist leichter wem zu kritisieren, aber schwerer selber wem was Besseres anzubieten, ohne daran wie kritisiert zu werden.
       
      Das GUTE muss sich jeder dann bitterschön selber suchen, aber das SCHLECHTE wird reichlich wem bis zum abwinken angeboten?
       
      Denn man könnte genauso umgekehrt schreiben – und wieso nicht?:

       
      „Das was falsch u. irreführend im christlichen Sein (auch) der WTG ist, das steht eh in WT-Publikationen alles drinnen und jeder der guten Willens ist kann das SELBER lesen und mit Hilfe des hl. Geistes verstehen, weshalb die Aufklärungen hierfür erübrigen sich.

       
      WIESO ist meine Meinung dazu denn falsch?
       

  14. Norbert

    Lieber Boas,

    sollte es in den Versammlungen von Jehvas Zeugen Menschen geben die christlich eingestellt sind, und die mag es tatsächlich geben, werden diese jedoch nicht lange in der Versammlungen bleiben können.

    Ich denke da an das Kontaktverbot. Sollte ein Zeuge sich weigern dieses Kontakverbot gegenüber Freunden und Familienmitgliedern zu beachten, wird er es schwer haben. Die Zeit wird kommen das er rausgemoppt wird, entweder er passt sich an, oder er geht von alleine.

    Also, christliche Werte zu verteidigen und in der Gemeinde zu bleiben ist in der Gemeinde der Zeugen kaum möglich .

    so jedenfalls meine Erfahrung

    1. Boas

      Lieber Norbert,

      bei jedem ist es anders. Ich habe es geschafft, mich fast 10 Jahre frei unter Wölfen zu bewegen, bis ich mich still zurückgezogen habe. In diesen Jahren habe ich viele schöne biblische Gespräche geführt. Ich sah das Leuchten der Augen, wenn mich einzelne herzlich willkommen hießen. Die Dankbarkeit, wenn ich ihnen etwas Neues aus der Bibel erzählen konnte. Ich sah diese Menschen zum teil bei den Zeugen weggehen. Andere von ihnen sah ich als ZJ sterben. Diese Zeit hat sich gelohnt.

      10 weitere Jahre verbrachte ich zurückgezogen und hatte so immer noch die Möglichkeit ab und an mit ZJ zu reden. Auch mit meiner Verwandtschaft. Auch diese Zeit war nicht vergeudet.

      Vor 10 Jahren bin ich offiziell ausgestiegen. Und es vergingen Jahre, in denen ich mich fragte, ob ich denn alleine bin. Dann lernte ich Andere kennen. Wie hier auch Bi. Und nun erfreue ich mich hier, mit Gleichgesinnten auszutauschen.

      Es kommt, wie es kommt. Ich nehme es bereitwillig an. Aber es kommt bei jedem anders. Es gibt kein Ausstiegsfahrplan aus dem Denken, der für alle Gültigkeit hat. Natürlich arbeitet die WTG fleißig daran, die guten Schafe von den Organisationstreuen abzusondern. Und dieses Ziel nimmt von Jahr zu Jahr mehr Gestalt an. Z. B. durch das von Dir erwähnte strickte Kontaktverbot, das immer krasser wird. Und die Untätigen werden auch schon ins Visier genommen. Im Management kann man sinkende Mitgliederzahlen nicht Tatenlos entgegenstehen. Sondern muss etwas gegen schwindende Zahlen unternehmen. Macht jede Firma so.

      Wenn die Zeit gekommen ist, geht man von selbst, wie es auch bei mir war. Und findet was Neues. Unsere beiden Höchsten machen das schon. Sie wachen über uns.

      Ich wünsche Dir einen schönen Abend und ganz liebe Grüße
      Boas

      1. Lusan

        Lieber Boas,

        deine Gedanken sind für mich sehr wertvoll.

        Eine Ermunterung zur richtigen Zeit. Danke dafür.

    2. Samuel

      Meine Meinung zu dem ganzen ist folgende. Vorweg ich sehe weder durch die WTG Brille noch durch irgend eine andere.

      Ich glaube an Jehova an Jesus Christus und das kommende Königreich bzw. Paradies auf Erden. Also genau das was in der Bibel steht. Die Bibelforscher haben meiner Meinung schon mit  vielen Irrlehren aaufgeräumt. Höllenlehre, Dreifaltigkeit, unsterbliche Seele, Name Gottes zu gebrauchen (wie JHWH auch immer ausgesprochen wird) etc. Was die LK sprich die WTG Bosse seit Jahren machen gefällt mir auch gar nicht. Auf Kongressen oder in den Zeitschriften wird nur mehr auf Leistung bzw. mit schlechten Geowissen gearbeitet. Vertuschung und Indoktrierung in weitere Folge auch der Umgang mit ausgeschlossen (bin selber ausgeschlossen so nebenbei). Nun zum eigentlichen: Haben nicht die Könige im alten Israel einmal gut und vielfach Böse gehandelt? Was tat Jehova? jedesmal gleich sofort durchgegriffen? Nein!! Teilweise vergingen Hunderte von Jahren bis was geschehen ist. Waren manche treu zu Jehova? Ja! Schaut Jehova bei der selbst ernannten inspirierten LK zu? Ja so schauts aus. Welche Möglichkeiten hat ein Gläubiger jetzt? Diese Frage lass ich im Raum stehen. Propheten wurden von denen verfolgt die eigentlich an den gleichen Gott wie die Könige und das abtrünnige Volk glaubten. Sie waren treu und blieben im Land. Einige wurden sogar hingerichtet. Was sagte ein Jünger zu Jesus? Wohin sollten wir gehen? Wohin sollen wir wirklich gehen? Ich weiß es nicht. Ich glaube nicht alles was sie LK mir auftischt bzw. die Zeitschriften Erwachet und Wachturm lese ich schon jahrelang nicht mehr. Ab und zu ist ein Vortrag dabei der anspruchsvoll ist. Finde mich als Beröer Christ der abwartet und nicht alles hinnimmt wie es vorgekaut wird. Was ich Privat tue und denke geht im Prinzip e keinen was an. Aber wohin soll man gehen?

       

      gruss Samuel

      1. Onkel Fridde

        Hallo Samuel ich lese schon sehr lange hier mit und bin machmal erstaunt über Antworten und Fragen die hier gegeben werden. Möchte nicht viel dazu schreiben sondern die Schrift (Gottes Wort) reden lassen. Die Bibelstellen die ich anführe sind aus der NeÜ von Karl Heinz van Heiden. Matth. 11,28  / 10,32-33 Luk. 14,26-27 Matth. 10,22 / 24,9-11

        Wo wir hingehen sollen sehen wir doch sehr genau aus diesen Bibelstellen. Es gibt genug Gemeinden die sich am Wort Gottes halten und danach streben es zu befolgen. Wenn man aber meint es müsste eine perfekte Gemeinde/Versammlung geben wird sie nie finden und wird immer auf der Suche sein.

        Es ist immer wichtig dass Jesus Christus immer die Mitte der Gemeinde ist und das man sich zu Ihm versammelt und durch Jesus Christus den Vater ehrt.

        LG

        Onkel Fridde

    3. Befreiter an Jurek, Norbert und A.N.

      Statt eines langen Kommentars nur ein kleiner Hinweis auf ein kurzes Video /

      Lieber Jurek, Norbert und A.N.:  AMEN !

      Ich verzichte auf einen Antwort-Papierkorb-Kommentar an Boas; vielleicht gestattet mir ja BI statt dessen den Hinweis auf ein kurzes Youtube-Video.

      Ihr Lieben, die ihr gerne auf Dauer in der JW.Org bleiben möchtet, um - wie ihr sagt - euren "Mitbrüdern" in der JW.Org zu helfen, geht wahrscheinlich mit euren "Mitbrüdern" zusammen in den Predigtdienst, wobei sie ihre Smartphones und Tablets dabei haben, um JW.Org-Videos den Menschen vorzuspielen.

      Seit doch bitte so hilfsbereit und zeigt statt dessen mal euren "Mitbrüdern"  zwischen 2 Haustüren folgendes Youtube-Video:

      Ich dachte ich wäre ein guter Christ! Das Zeugnis von Simon Grob

      Ihr könnt euren Mitbrüdern versichern, dass sie sich das Video anschauen dürfen, denn der Sprecher war niemals ein Zeuge Jehovas, er ist als kein "Abrünniger". Er stellt u. a. einige wirklich nachdenklich machende Fragen.

      (Sollte dir der lange Titel im PD nicht einfallen: Das Video kommt auch (gleich an erster Stelle), wenn du in Youtube Zeugnis für Jesus eingibst (ein junger Christ im schwarzen T-Shirt spricht vor schweizer Alpenpanorama).

      Mich haben seine Ausführungen wirklich sehr beeindruckt!

      LG

       

       

  15. Noomi

     
    Hallo Ede, Wo ist die wahre Religion?? Weißt du es nicht selbst schon??? Brauchst du eine Religion oder Glauben??? Wieso wurde uns Gottes Wort bis auf den heutigen Tag erhalten? Ich nehme an, dass du die Bibel gut kennst. Du kennst all die glaubenstreuen Männer, die in Hebräer 11 beschrieben sind. Hatten sie eine Religion??? Alle Verse von 1-39 sagen dasselbe. Sie glaubten und vertrauten ihrem Vater im Himmel und sie kamen zum Ziel. Was war das Ziel???  
    Hebr.  12:23 Ihr seid zur Gemeinde der erstgeborenen Kinder Gottes gekommen, deren Namen im Himmel aufgeschrieben sind. Ihr seid zu Gott selbst gekommen, dem Richter von allen, und zu den Gerechten, die schon am Ziel sind, denn ihr Geist ist bei Gott. (und).
    24 Ihr seid zu Jesus gekommen, dem Vermittler eines neuen Bundes, und zu dem Reinigungsblut, das viel besser redet als das Blut Abels.
     
    Dazu noch Hebräer 5:9; 7:28; 10:1,14;  11:40;  12:10
     
    Für mich ist Religion GLAUBEN so wie es Tilo schreibt!!  
    Die Augen unserer Herzen sind erleuchtet worden und wir sehen endlich den, nach dem wir uns immer gesehnt haben: Gott in seiner Majestät und Jesus Christus! Und damit haben wir zusammen mit anderen eine neue Familie gefunden. Wir sind endlich zu Hause!
     
    Das bedeutet nicht, dass ich meine Brüder nicht weiterhin liebe, auch wenn ich die Versammlung nicht mehr besuche. Aber ich kann ihnen, solange sie es zu lassen, von diesem tiefgründigem Glauben erzählen, immer in der Hoffnung, dass es in ihren Herzen etwas bewegt. In wenigen Fällen ist das schon geschehen. Alles andere überlasse ich getrost unseren beiden Höchsten.
     
    LG Noomi
     

    1. RoKo an Noomi

      Wie Noomi formuliert "brauchst du eine Religion?", fiel mir sofort ein Lied aus den 90er Jahren ein. > It's my love religion... Text

      Darin geht es um die Sehnsucht der Liebe, aber im übertragenen Sinn könnte man auch die vorgelebte Liebe von Jesus Christus hineininterpretieren. LG RoKo

       

    2. Ede an Noomi

      Guten Abend Noomi

      Wer den Ausdruck „Weltreich der falschen Religion“ kritisiert, wird vermutlich aus seiner Sicht die richtige Religion kennen. Mich interessiert welche das ist und welche Grundlagen es für seine Einschätzung es gibt.

      Ede

      1. Boas

        Lieber Ede,

        bitte entschuldige, wenn ich etwas zu Deiner Frage an Noomi beitrage. Wenn Du davon überzeugt bist, dass es EINE richtige christliche Religion/Kirche gibt, wie es auch VIELE falsche christliche Religionen/Kirchen gibt, dann musst Du eben suchen gehen. Die Arbeit kann Dir in diesem Fall keiner abnehmen. Und die Grundlagen für die Einschätzung musst Du dir selbst erarbeiten.

        Ganz liebe Grüße
        Boas

        1. Horst

          Lieber Boas,

          dieser Satz von Dir hat mir sehr viel gegeben - und ich hoffe vielen anderen Mitlesern auch.

          Das ist aber so etwas von zutreffend !

          Danke und Gruss Horst

        2. Ich meine, dass es besser ist zu zeigen das was richtig und hilfreich im christlichem Sein ist, als zu zeigen, was alles an bestimmten anderen falsch ist.

          Das einem alles und sich selber zu überlassen, ist keine Hilfe.

          Denn weiß ich was richtig ist, weiß ich dann auch was falsch ist, ohne dass mir das wer erklären muss.   Aber weiß ich was alles bei den anderen falsch ist, dann weiß ich immer noch nicht, was alles wo richtig wäre.

          Wieso also so viel Potenzial daran verschwendet wird um zu zeigen, was bei anderen alles falsch ist, ohne hilfreich aufzuklären, was und wo und warum alles richtig wäre?  Darum sollte man sich bitte vermehrter kümmern.

  16. Noomi

    Lieber Boas

    Von mir bekommst du Zehn Daumen hoch, nicht nur Einer

    LG Noomi

  17. sola scriptura

    Auch mir hat der Artikel recht gut gefallen. Richtig wurde herausgestellt, dass "Babylon die Große" nicht -- wie fälschlicherweise Jehovas Zeugen behaupten -- ein sogenanntes "Weltreich aller falschen Religionen" ist. Der Autor schrieb biblisch völlig korrekt: "Diese "Stadt" ist für mich der Gegenentwurf Satans zur Stadt Gottes."

    In Offenbarung 21 wird diese "Stadt" Gottes -- das neue Jerusalem, die Braut Christi -- anschaulich beschrieben. Sie stellte die heilige Gemeinde, bestehend aus wahren Christen, dar.

    Als "Gegenentwurf", wie der Autor es treffend nennt, kommt daher nur die abtrünnige Christenheit in Frage. Es kann sich also nicht um alle falschen Religionen handeln.

    Das auch noch aus einem anderen Grund. In Offenbarung 16:19 wird die "große Stadt" Babylon die Große NEBEN anderen Städten erwähnt -- den "Städten der Heidenvölker".

    Es heißt: "Die große Stadt wurde in drei Teile [zerrissen], und die Städte der Heidenvölker fielen, und Babylon, der Großen, wurde vor Gott gedacht, damit er ihr den Becher des Glutweines seines Zornes gebe."

    Diese "Städte der Heidenvölker" stehen also offensichtlich für alle nichtchristlichen Religionsgemeinschaften. Sie werden gesondert genannt, neben der abtrünnigen Christenheit. Babylon ist also nicht ein Weltreich aller falschen Religionen.

    Der Autor fragt: "Wie kann ein Christ "Babylon" verlassen, wenn er durch seine bloße Existenz ja in dieser Welt leben muss?"

    Die Antwort ist denkbar einfach: Das eine hat mit dem anderen nämlich gar nichts zu tun. Du kannst aus einem Gebäude oder einem Verein gehen, ohne den Planeten Erde verlassen zu müssen.

    Aber wohin? Der Autor hat es prima herausgestellt. Die Frage sollte nicht lauten "Wohin?", sondern:

    "Zu wem?" Hier hilft uns die Schrift weiter: Zu Christus, denn er hat Worte ewigen Lebens und er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Haben wir keine Angst, zu Christus zu gehen; er kümmert sich um sein Volk.

    Danke für den Artikel und die Mühe

    1. Ede an sola scriptura

      Hallo sola scriptura

      Richtig wurde herausgestellt, dass "Babylon die Große" nicht -- wie fälschlicherweise Jehovas Zeugen behaupten -- ein sogenanntes "Weltreich aller falschen Religionen" ist.

      Wo ist denn die richtige Religion?

      Ede

      1. Horst

        Hallo Ede,

        Du suchst die "richtige" Religion ? Dann erlaube mir zu den hervorragenden Worten von Boas noch etwas hinzuzufügen:

        Ich zitiere aus Quellen, die meinem Wissen weit überlegen sind:

        "Religiosität und Spiritualität sind geistig-geistliche Weltanschauungen ohne Erklärungsbedarf" (Wikipedia). Es gibt eine individuelle Religiosität, und eine kollektive Religiosität.

        Allen Religionen gemeinsam ist ein kollektiver Glaube an übernatürliche Mächte.

        Für eine individuelle Religiosität mag uns Christen das Wort Jesu genügen (Joh. 11:25) "ICH bin die Auferstehung und das Leben...."

        Falls du eine Kollektive Religiosität suchst, also einen Ersatz für Deine ZJ-Zugehörigkeit, und dazu noch die einzig wahre ...... viel Glück.

        Gruss Horst

    2. M.N.

      Ihr Lieben,

      betreffs eines nichtsektiererischen, auf Betrachtung historischer Fakten beruhenden Verständnisses betreffs des Begriffes "Babylon die Große", gepaart mit einer sog. "idealistischen" Betrachtungsweise der Offb schreibt der Theologe Roland Hardmeier in seinem "Endzeitmodelle"-Buch auf S. 414-415 folgendes – Großschreibung zur Betonung hinzugefügt:

      "Babylon (Offb 14,8; 16,19; 17,5; 18,2.10.21) bezeichnet DIE GOTTLOSE WIRTSCHAFTS- UND KULTURMACHT, wie sie sich in der GRIECHISCH-RÖMISCHEN GESELLSCHAFT DES ERSTEN JAHRHUNDERTS manifestierte und WIE SIE IM LAUFE DER GESCHICHTE IMMER WIEDER VORKOMMT. Das historische Babylon ist im Alten Testament DAS URBILD FÜR DIE WIDERGÖTTLICHEN UND SELBSTHERRLICHEN KULTUREN und der Riesentempels Babylons AUSDRUCK DER MENSCHLICHEN ÜBERHEBLICHKEIT. In der Offenbarung wird Babylon als Gegenbild zur göttlichen Stadt, dem himmlischen Jerusalem (Offb 21,2) die »grosse Stadt« genannt (Offb 14,8; 16,19; 18,10ff). Derselbe Gegensatz wird aufgezeigt, indem sowohl die Gemeinde (Offb 12,1ff) als auch Babylon (Offb 17,3ff) als »Frau« bezeichnet werden. Babylon wird ausführlich dargestellt, weil dadurch die Gemeinde DAS VERFÜHRERISCHE JEDER KULTUR durchschauen und nichts mit ihr gemeinsam haben soll (Offb 18,4)."

      Wenn man davon ausgeht, dass die Bilder der Apokalypse geistige Wesenheiten - Essenzen - schildern und in menschlich fassbare Ideen "übersetzen" (erinnern wir uns an Pauli zu seiner Zeit noch "unsagbare" Dinge, die er in seiner "Himmelsvision" erschaute, wobei er natürlich nicht "Babylon die Große", sondern "das Paradies", d. h. den Bereich der unmittelbaren Gegenwart Gottes "sah"), dann bezieht sich der Begriff - besser ausgedrückt: die IDEE -  "Babylon" auf "etwas menschlich/gottfeindliches"; ein von Menschen unter der Leitung des Widersachers geschaffenes Konglomerat, einen Koloss oder "Popanz", der das "Wesentliche" dessen, was auch im Ur-Babylon Nimrods verkörpert war und zum Ausdruck kam. Denken wir daran, dass laut Gen 10,10-12 "Babel" aka "Babylon" mehr war als nur eine Stadt; es war ein Konglomerat dieverser Städte: Babel, Erech, Akkad und Kalne in Schinar; Ninive, Rehobot-Ir und Kelach in Assur, also 7 Städte in 2 Regionen, wobei all diese Städte am Ende von V. 12 mit "das ist die große Stadt" zusammengefasst werden und man sagen kann: "Bab-el/-ylon" war der Sammel- oder Überbegriff, um all diese Einzelstädte zusammenfassend zu beschreiben. Dieses "Monster"-Konglomerat wurde gegründet von einem erklärten Feind JHWHs, der nicht nur eine "Gegen-" oder "Scheinreligion" (die Vergottung des Selbst und menschlicher Ideale) begründete (dies steht bei traditionellen Betrachtungen wie auch in WTG-Ideologie viel zu sehr im Vordergrund), sondern - und hier nähert man sich dem "Wesentlichen" - vermittels Technologie (Städtebau; Verkehrsnetz; Handel; Wissenschaft (Astronomie); Irrigationssysteme; man denke an die Tonnen von akkadischen Keilschrifttafeln mit technisch/wissenschaftlichen Texten, Handelslisten, Chronologien etc. - um Religion geht es darin eher weniger) - seine persönlich/menschlichen Ziele und seinen Ehrgeiz forcierte und ihnen zum Durchbruch verhalf. Vieles von dem, was für uns heute immer noch selbstverständlich ist - der Kalender, die 24-Stundeneinteilung des Tages, Tierkreiszeichen etc. - stammt direkt  "aus der großen Stadt Babel". Starrt man nur auf den religiösen Aspekt, verkennt man "das Wesentliche", ganz abgesehen davon, dass es sich bei der sog. "nimrodischen Religion" mit ihrer Nimrod alias Marduk- sowie der Mutter"göttinnen"-Verehrung (Semiramis) im Grunde nicht um "echt Spirituelles" handelt  - das, was man als "Religion" in einem tieferen Sinne betrachten würde -, sondern um politisch zweckdienliche, in ihrem Wesenskern atheistische Ideologie, die die Existenz einer außer- oder übermenschlichen Gottheit - einens "echten Gottes" - entweder beiseiteschiebt oder sogar leugnet, da sie menschliche Führer zu "Gott" oder "Göttern" erhebt.

      Des Weiteren steht "Babylon" für menschliche Hybris und deren Sturz, wenn man das das Schicksal des Ur-Babylons Nimrods (vereitelter Turmbau) und das Verfallen dieser damals großartigen Städte dieses "große Stadt"-Städteverbundes denkt: Sie liegen samt und sonders in Ruinen, "über Gräber weht der Wind".

      Technologie, Handel, Technik, Wissenschaft, großmäulige, menschlich/politische Führer, pseudoreligiöser "Star"-Kult - an was erinnert uns das wohl? Nur bzw. auch an "Religion" oder an Religiöses"? Eher nicht. Mir persönlich erscheint eine solche Eingrenzung als nicht dem "Babylon"-Begriff wesensgemäß. Es geht heir vielmehr um das GEGENTEIL von Spirituell/Religiösem.

      Gott der Schöpfer aller Dinge - UNSER Gott, der Gott der Bibel und der Vater Jesu Christi - ist "pneuma - Geist" (Joh 4,24), also nichtphysisch, überraumzeitlich. Das "Neue/himmlische Jerusalem droben" ist ebenfalls "pneumatischer - geistlicher", nichtphysisch/überraumzeitlicher Natur. Die Auferstehungsleiber der Bewohner dieser himmlischen Stadt sidn es ebenfalls, siehe 1Kor 15,35-54.

      Die "babylonische Idee" ist all dem, was "echte, geistliche Religion" ausmacht, genau entgegengerichtet. Es handelt sich hierbei gerade NICHT um "Religion", sondern um greifbar Materielles, um Menschliches, die Menschenwelt mit ihrem Fokus auf "diesseitig Materielles" mit ihrer Technik, Wissenschaft, Politik, ihrer Arroganz, ihrer Vergötzung von Menschen (1Joh 2,16: "Alles in der Welt ... die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und die Hybris des Lebens" - babylonischer Geist also) - und jetzt wird's pikant: Wie schneidet denn die Org-"Mutter" WTG im Rahmen einer solchen Betrachtungsweise ab, mit all ihrem Fokus auf "Handel und Vertrieb" (aka "Haus-zu-Haus-Predigtdienst" im Stile von Versicherungsagenten-Werbedienst-Klinkenputz-Drückerkolonnen) ihrer rein menschlichen Verlagsprodukte, ihrer zunehmenden Technikverliebtheit (zunehmende Internetlastigkeit; Brotkastenindoktrination; de facto Tablet-Zwang für ihre "verkündiger"-Drohnen, um WTG-Videos zu präsentieren), ihrer Org-Vergötzung und Vergottung eines obersten menschlichen Zentralkomitees, ihres auf menschlichen Businessprinzipien beruhenden, machiavellischen  Streamlinens ihrer Befehlsempfängerherde zwecks deren besserer Gängelung uvm.? Ist das nicht alles krass "babylonisch"; finden wir hier nicht "babylonische Hybris" ("WIR sind Gottes Werkzeug, nur wer zu UNS gehört wird gerettet"), die "babylonische Idee" ("WIR müssen schaffen, WIR müssen machen, ohne uns kann Gott nicht, er BRAUCHT und und BENUTZT uns, UNSERE Zweigbüros, UNSERE Säle, UNSERE Webseite" - alles stofflich/physisch/materieller Plunder, ungeistig, ungöttlich, nicht spirituell)? Befindet sich die WTG hier nicht in allerbester Gesellschaft des sie umgebenden, auf rein menschlicher Technologie und menschlichen Ideologien begründeten "babylonischen" Verkehrs- und Handelssystems mit all dessen Technologie, Strategien und dem Selbsterhalt dienenden politischen Winkelzügigkeit, die "dem Volk" zu dessen Befriedigung und Befriedung ("Stillhaltepolitik"; panes et circensis) pseudo-"religiöse" Konstrukte ("Geistige Speise") verabreicht, um sie in einer Illusion der "Befriedigung geistiger Bedürfnisse" einzulullen?

      Bingo. "Geht aus ihr hinaus, mein Volk..."
      M.N.

      1. Boas

        Lieber M.N.

        bestimmt darf ich Dich zitieren:

        "Die "babylonische Idee" ist all dem, was "echte, geistliche Religion" ausmacht, genau entgegengerichtet. Es handelt sich hierbei gerade NICHT um "Religion", sondern um greifbar Materielles, um Menschliches, die Menschenwelt mit ihrem Fokus auf "diesseitig Materielles" mit ihrer Technik, Wissenschaft, Politik, ihrer Arroganz, ihrer Vergötzung von Menschen (1Joh 2,16: "Alles in der Welt ... die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und die Hybris des Lebens" - babylonischer Geist also) - und jetzt wird's pikant: Wie schneidet denn die Org-"Mutter" WTG im Rahmen einer solchen Betrachtungsweise ab...

        Hier beende ich Dein Zitat mitten im Satz, da der Satz sich noch über 7 weitere Zeilen erstreckt, wo wir uns auch einig sind.

        Ich möchte nicht die Frage stellen, WOHIN oder zu WEM sollen wir gehen. Man muss auch die Frage stellen, WIE soll das Volk Gottes Babylon die Große verlassen, wenn wir davon umringt sind. "Die ganze Welt liegt in den Händen dessen, der böse ist."

        Physisch ist wohl nicht die richtige Antwort. Das würde ich z. Z. sehr ungern tun. (Siehe z. B. Daniel Küblböck oder Robinson Crusoe.)

        1. Kor. 5:9, 10
        "9 In meinem Brief schrieb ich euch, keinen Umgang mehr mit Hurern zu haben, 10 [natürlich] nicht [in dem Sinne] gänzlich mit den Hurern dieser Welt oder den Habgierigen und Erpressern oder Götzendienern [etwas zu tun zu haben]. Sonst müsstet ihr ja aus der Welt hinausgehen."

        Dieser Auszug oder Absonderung aus Babylon der Großen kann dann nur auf mentaler Ebene erfolgen. Mehr Möglichkeiten gibt es m. E. nicht. Also im Kopf. Im Herz. In eigenen Taten und Verhalten. Wenn ein solcher Mensch Bruder genannt wird, also als Christ bekannt ist, so muss ich ihn aus der MITTE meiner Liste von Liebsten entfernen und an den Rand der Herde von Brüdern stellen (1. Kor. 5:11-13).

        Von ihm geht die Gefahr eines Sauerteiges aus, der auch mich befallen kann (1. Kor. 5:6). Das ist natürlich bei Kontakt nicht zu unterschätzen. Besonders dann, wenn ich sein Verhalten als harmlos angesehen habe ("[Die Ursache] eures RÜHMENS ist nicht schön..."). Man muss sich ständig der Gefahr bewusst sein, welche von solchen "Brüdern" ausgeht.

        Auf der einen Seite regen wir uns berechtigt über das Ächtungs-, Kontakt- und Sprechverbot gegenüber einzelnen ehemaligen Mitgliedern der WTG auf. Und sehen es als unmenschlich, unbiblisch und unsozial an. Auf der anderen Seite Erwarten einige der WTG-Aufgewachten ...
        Punkt Punkt Punkt

        Für was die drei Punkte stehen, kann sich jeder denken. Sind wir dann einen Deut besser als die WTG?

        LG Boas

        1. Boas

          Das muss ich einfach noch nachschieben. Meine Kommentare sollen keinesfalls die JW.ORG decken oder stützen. Nicht ihre Verweltlichung, ihre falschen Lehren und ihr falsches Handeln. Bitte nicht missverstehen. Sie sind und bleiben gefährlich!

          Boas

        2. Argentum@M.N. Boas

          Lieber M.N., lieber Boas,

          sehr interessante Gedanken. Danke. Das würde einfach eine geistige Absonderung von einer Welt ohne christliche, geistige Werte bedeuten. Dazu würden auch diese Verse passen: "
           Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen.
          16 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.
          17 Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit.
          18 Wie du mich gesandt hast in die Welt, so habe auch ich sie in die Welt gesandt.
          19 Ich heilige mich selbst für sie, auf dass auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.
          20 Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden,
          21 dass sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.
          22 Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, auf dass sie eins seien, wie wir eins sind,
          23 ich in ihnen und du in mir, auf dass sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.
          24 Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe die Welt gegründet war.
          25 Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht; ich aber kenne dich, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast.
          26 Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen." Johannes 17:15-26
          Liebe Grüße
          Argentum

      2. Störtebeker

         

        Störti an M.N.

        Lieber M.N. ,

        danke auch für diesen Kommentar. Ich bin froh darüber, dass wir dich hier als Kommentar Schreiber haben! So wie ich auch für viele andere hier sehr, sehr dankbar bin!

        Ich kann jetzt diese alle nicht mit Namen aufzählen. Viele von ihnen habe ich in der Vergangenheit persönlich kennengelernt. Das ist sehr gut!

        Und da sind auch eine ganze Reihe, die ich gerne noch persönlich kennenlernen würde.

        Na ja, wird bestimmt noch!

        Grüße Störti

         

  18. Boas

    www.bruderinfo-aktuell.org/index.php/das-gewissen-in-der-wachtturm-organisation/#comment-36092

    Lieber Befreiter und Gleichgesinnte.

    Puh, das wird ausführlich. Du sprichst mich persönlich an? Deshalb möchte ich Dir auch persönlich Antworten.

    Schaf im Wolfspelz: Ist das eine KLUGE Entscheidung (Mat. 10:16), wenn man von Jesus unter ein Rudel Wölfe ausgesandt wird? Wenn man als Schaf im Wolfpelz nicht beginnt mit den Wölfen zu heulen, Schafe zu reißen und sie zu fressen, meines Erachtens sehr wohl!

    Ich verstehe Deinen Gerechtigkeitssinn. Wir wurden hier wiederholt gebeten, mit dem Thema mit Bedacht umzugehen, ob man sich vor Jehova schuldig macht, wenn man nicht stehenden Fußes aus dieser Kirche austritt, wenn man erkannt hat, dass der Kopf von JW.ORG vom Teufel gelenkt wird. Und dass sich momentan viele in den Versammlungen vom Teufel verführen lassen. Der Artikel von Tilo spricht bereits für sich.

    Ich bitte hiermit Bruderinfo-Aktuell meine Stellungsnahme von meiner Seite zuzulassen, auch wenn  sie etwas ausführlicher ausfällt. Wie wir alle vielleicht gesehen habt, (nicht nur im Interesse der Kommentatoren, sondern auch im Interesse der still Mitlesenden und von Bruderinfo-Aktuell), bedarf dieses spezielle Thema einer eindeutigen biblischen Antwort, die ich hiermit zu geben versuche.

    Abgesehen von Deiner guten kompromisslosen Entscheidung die Du, lieber "Befreiter" und Andere, wie auch ich, für sich getroffen haben, ist es doch nicht Deine oder meine Sache über meinen Bruder zu Urteilen. Oder ihn zu verurteilen. Oder an der Zeit, sein Gewissen zu bearbeiten.

    1. Kor. 4:3-5
    3 Für mich nun ist es etwas sehr Geringfügiges, daß ich von euch oder von einem menschlichen Gerichtshof beurteilt werde. Ja, ich beurteile mich auch selbst nicht. 4 Denn mir ist nichts bewußt, was gegen mich [spräche]. Doch dadurch werde ich nicht als gerecht befunden, der mich aber beurteilt, ist Jehova. 5 Richtet somit nichts vor der gegebenen Zeit, bis der Herr kommt, der sowohl die verborgenen Dinge der Finsternis ans Licht bringen als auch die Ratschläge der Herzen offenbar machen wird, und dann wird jedem sein Lob von Gott zukommen.

    1. Kor. 2:14-16
    14 Ein physischer Mensch aber nimmt die Dinge des Geistes Gottes nicht an, denn sie sind ihm Torheit; und er kann [sie] nicht erkennen, weil sie geistig beurteilt werden. 15 Der Geistesmensch dagegen beurteilt tatsächlich alle Dinge, er selbst aber wird von keinem Menschen beurteilt. 16 Denn „wer hat den Sinn Jehovas kennengelernt, daß er ihn unterweise“? Wir aber haben Christi Sinn.

    Und ja, ich war derjenige der dieses Zitat geschrieben hat. Ein Zitat, was Deiner Meinung nach ein Widerspruch zum heiligen Geist kundtut. Die Antwort die Dir Bruderinfo-Aktuell darunter geschrieben hat, mag für Viele, die momentan in dieser Situation sind, definitiv nicht ausreichend sein. Und es bedarf vielleicht auch für Dich einer gewissen Verschiebung von Vorurteilen gegen andere Kinder Gottes.

    Wir wurden von Jesus ausgesandt, um INMITTEN von Wölfen zu überleben (Mat. 10:16). Weil unter den Wölfen auch Schafe sein können. Wir sollten das klug anfangen. Mit Schlauheit, wie Jesus uns geraten hat. Uns unsichtbar durch das Gras bei den Wölfen winden wie eine Schlange, um nicht entdeckt zu werden. Und doch dabei keine Schuld auf uns laden. Niemandem schaden. Unschuldig sein, wie Tauben. (Was ein direktes Lügen jedoch ausschließt.) Unsere Aufgabe als Christ kann darin bestehen mitten unter den Wölfen zu wandeln und nicht abzuhauen in Wolfsfreies Gebiet.

    Wir haben uns unser Einsatzgebiet nicht ausgesucht. Jesus hat uns dahin geschickt. Und egal wo man hinblickt und wo wir sind, Wölfe finden sich überall. Das ist Prophetie. Deshalb sagte Jesus auch, dass er nicht darum bat, seine Jünger aus der Welt wegzunehmen. Sondern über Sie zu wachen.

    Nehmen wir den Apostel Paulus, und sehen, wie er es mit den Wölfen gehandhabt hat.

    2. Kor. 11:24-27
    24 Von Juden erhielt ich fünfmal vierzig Streiche weniger einen,
    25 dreimal wurde ich mit Ruten geschlagen, einmal wurde ich gesteinigt, dreimal erlitt ich Schiffbruch, eine Nacht und einen Tag habe ich in der Tiefe [des Meeres] zugebracht;
    26 oft auf Reisen,
    in Gefahren von Flüssen,
    in Gefahren von Wegelagerern,
    in Gefahren von [meiner eigenen] Rasse,
    in Gefahren von seiten der Nationen,
    in Gefahren in der Stadt,
    in Gefahren in der Wildnis,
    in Gefahren auf dem Meer,
    in Gefahren unter falschen Brüdern,
    27 in anstrengender Arbeit und Mühsal, oft in schlaflosen Nächten, in Hunger und Durst, oftmals der Nahrung entbehrend, in Kälte und Nacktheit.

    Ganz genau, Paulus bewegte sich inmitten von falschen Brüdern, also unter den Wölfen. Er bewegte sich genau dort, wo sich so mancher aufgewachter ZJ in diesem Augenblick bewegt. Vielleicht getarnt als Schaf im Wolfspelz. Schlau wie eine Schlange, die sich getarnt im Gestrüpp versteckt. Oder wie mein Vater, der offen Kritik an den Lehren der ORG übt und deshalb gemieden wird. Und nicht, das man meint, die falschen Brüder aus 2. Kor. 11 wären lediglich Juden, bzw. Menschen aus dem Volk Israel gewesen, aber keine Christen. Diesen Gefahrenpunkt hatte er bereits vorher erwähnt: "in Gefahren von [meiner eigenen] Rasse". Paulus schmälert keines Wegs die Gefahr, die von diesen "Brüdern" ausging.

    "Ich bin einem Griechen ein Grieche geworden und einem Römer ein Römer." Warum nicht einem Wolf ein Wolf???

    Gehen wir Deine Bibelstellen mal der Reihe durch. Das ist nicht mehr als Richtig. Und schauen wir, ob diese Bibelstellen der Handlungsweise des Paulus, unter falschen Brüdern Zeit verbracht zu haben, widersprechen.

    Mat. 7:15 handelt vom Verhalten der Wölfe und nicht von den Schafen. Deshalb irrelevant als Vergleich mit der Handlungsweise der Schafe

    Mat. 10:16 sagt aus, dass Jesus genau das von uns verlangt, was Du als falsch ansiehst. Listig wie eine Schlange zu sein, die sich unbemerkt durch das Gras schlängelt. Oder wie ein kluges Schaf, dass einen Wolfspelz übergezogen hat, um von den Wölfen nicht erkannt und zerrissen zu werden. Somit ist dieser Text genau das Gegenteil, als was du ihn momentan siehst.

    2. Kor. 11:13-15 handelt vom Verhalten der Wölfe und nicht von den Schafen. Deshalb irrelevant als Vergleich mit der Handlungsweise der Schafe.

    Psalm 28:3 "Zieh mich nicht mit den Bösen fort und mit denen, die Schädliches treiben, Denen, die mit ihren Gefährten Frieden reden, in deren Herzen aber Böses ist." Treibst du Schädliches oder Gutes? Auch hier der Hinweis auf schlechte Taten. Bist Du ein Böser im Schafspelz oder ein Schaf im Wolfspelz? Dieser Vers handelt von Menschen, die in ihrem Herzen böse sind. Und mit welchem Trick sie arbeiten. Deshalb irrelevant als Vergleich mit der Handlungsweise der Schafe. Siehst Du übrigens die einzelnen ZJ in der Versammlung als Deine Feinde an? Oder sind es immer noch deine Brüder, in deren Mitte Männer aufgestanden sind, die vertrete Dinge reden und verführen? "Schädliches Handeln und ein böses Herz mögen nicht auf mich abfärben." Das ist hier der Wunsch des Psalmisten.

    Mat. 5:29, 30. Es wäre sinnvoller die Verse 27 und 28 mit diesem Bibeltext zu erwähnen, weil sie von der Sünde des Ehebruches sprechen. Wenn es hier um allgemeine Sünden ginge, ist der freundliche Kontakt zu ZJ in der Versammlung eine Sünde? Wenn es dem so wäre, dann lieber ein Auge und einen Arm verlieren. Dazu unten weiteres.

    Mat. 10:37,38 Hier würde ich die gesamten Verse 32 - 39 anführen. Wie aber von den vorherigen Versen 24 - 31 zu ersehen ist, gibt Jesus hier den Vorgeschmack, was es bedeuten KANN, sein Nachfolger zu sein. Wohlgemerkt sein KANN. Denn in Off. 3:10 wird über die Personen in Philadelphia gesagt, "dass Jesus sie von der Zeit der Stunde der Erprobung bewahren wird." Also läuft auch bei denen alles nach dem Willen Jesu ab.

    1. Joh. 1:5:5 spricht von: "und doch in der Finsternis WANDELN". Nicht nur unser Denken macht den Unterschied zwischen Finsternis und Licht aus. Sondern unser WANDEL = HANDELN = WERKE. Praktisches Beispiel: Wenn es also in der Versammlung heist, Herr XY ist kein ZJ mehr, werde ich trotzdem mit ihm reden. Er mag ja eine echte Sünde begangen haben. Und so rede ich ihm trotz des Ausschlusses ins Gewissen. Sollte er aber keine Sünde begangen haben, so werde ich ihn unterstützen statt zu ächten. Muss ich ja nicht öffentlich in der Versammlung machen. Schlau wie eine Schlange. Unser Wandel soll auch unter Wölfen vortrefflich sein.

    Eph. 5:6-14 spricht wieder von leeren Worten der Wölfe, die uns evtl. täuschen könnten. Wir sollen es ihnen mit den leeren Worten nicht gleichtun, wenn wir den Mund aufmachen. Wir sollten das nicht gemein haben mit diesen Wölfen. Sondern unser Licht mit der Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit leuchten lassen. Güte und Gerechtigkeit in eine Waagschale zu bringen ist schwierig. Aber wenn wir eine echte Gelegenheit sehen als aufgewachte ZJ, werden wir die Wahrheit frei heraus sagen. Auch hier der Hinweis auf WERKE. "... habt nichts gemein mit den WERKEN der Finsternis, die keine Frucht bringen..." Als Aufgewachte dürfen wir keine WERKE / TATEN vorweisen, die unserem momentanen Verständnis des Willens Jehovas widersprechen. Ich muss zu einem heiklen Thema in der Versammlung ja keine Antwort geben. Es gibt andere Antworten, die ich mit gutem Gewissen geben kann.

    2.Korinther 6:11-18 spricht von dem Joch zwischen gläubigen Christen und Heiden. Ein Joch bedeutet eine gemeinsame vollbrachte Arbeit in die gleiche Richtung. Ein Joch in zwei unterschiedliche Richtungen kann nicht gelingen. Hier wird definitiv von der Richtung zu Gott und der entgegen gesetzten Richtung zu Götzen gesprochen. Das funktioniert nicht. JW.ORG ist zweifelsohne ein solcher Götze. Aber nicht alle in einer Versammlung beten diesen Götzen an. Ein Christ muss sich natürlich für einen Weg in seinem Herzen entscheiden. Er kann nicht auf der Seite zu Gott stehen und auf der anderen Seite öffentlich sagen, dass JW.ORG sein Götze sei. Aber hier wird wieder auf das Joch hingewiesen. Auf die Werke, Pflugarbeit. Auf die Taten. Nicht auf das eigentliche Denken der Person. Ist das nicht in Übereinstimmung zu bringen wird sich dieser Mensch entscheiden müssen. Jedem seine Zeit. Mancher aufgewachter ZJ manövriert sein Schiff mit Erfolg durch diese heiße Zone der Taten und Redens. Anderen bleibt da nur der Austritt.

    Nun möchte ich noch auf die von Tilo erwähnten Männer hinweisen: Joseph von Arimathia und Nikodemus. Tilo schreibt wahrheitsgemäß: "Beide waren auch Jünger Jesu, allerdings im geheimen." Haben sie ihre RETTUNG durch ihre HEIMLICHKEIT verloren?

    Und nun kommt etwas ganz wichtiges. Jesus hat etwas prophezeit. Und ich will Jesus nicht zum Lügner machen. Es sind seine Briefe an die 7 Versammlungen aus der Offenbarung. Tilo hat es in seinem neuen Artikel erwähnt. Jesus sagt in seinen Briefen an die 7 Versammlungen voraus, dass sich Schafe inmitten von Wölfen bewegen werden. Das die Menschen in der Gemeinde INMITTEN von Isebell und Götzenanbetern ihren Glauben nicht verraten sollen. Welche von den Versammlungen hatte als Gesamtheit das Wohlwollen Jehovas? Nur eine einzige. Aber bei den Anderen ging es um ein Leben inmitten von Wölfen zu führen. Tilo hat das angedeutet.

    Wer behauptet, man müsse immer einen kompletten Schlussstrich unter das Leben in einer schlechten Versammlung setzen, und das noch sofort und gleich,
    MACHT JESUS ZUM LÜGNER!!!
    Der kann auch gleich sofort die Kapitel 2 und 3 aus der Offenbarung als Mumpitz abtun!

    Den Artikel von Tilo finde ich übrigens genial. Und auch die Essenz seiner Worte: "Lass das Gewissen deines Bruders in Ruhe! Erkläre ihn nicht zu einer schlechten Person, die keine Rettung erfahren wird, weil seine Geschwindigkeit nicht mit deiner Geschwindigkeit mithält." Oder habe ich Tilo da missverstanden.

    Ich muss hier so in aller Deutlichkeit antworten, um Christus zu verteidigen!

    Wer denkt, dass alle aufgewachten ZJ sofort die ORG mittels Austritt verlassen müssen, um gerettet zu sein, bezeichnen Jesus genau genommen als Lügner! Ich hoffe, diese Worte waren jetzt nicht zu hart. Aber diese Angelegenheit bedarf einer klaren Aussage aus der Bibel. Kein Wischi Waschi. Die Schwestern und Brüder warten auf eine klare Aussage aus der Bibel zu diesem Thema. Und Jesus gibt sie uns.

    Nehmen wir mal Jesus als Beispiel. Meistens wandelte er als standhaftes Schaf INMITTEN der Wölfe. Manchmal gab er sich aber auch als etwas anderes aus und kritzelte sinnfreies in den Sand, wenn ihn die Wölfe umringten. "Habt ihr es mit mir? Ich höre nicht zu. Ich gebe euch keine Antwort. Macht, was ihr wollt. Kritzeln, kritzeln." Sehe ich im Verhalten Jesu bei dieser Situation etwa Feigheit oder Schläue. Oder irgendein rügenswertes Zusammenarbeiten von Licht mit Finsternis?

    "Glaubst Du an den treuen und verständigen Sklaven?"
    "Habt ihr es mit mir? Ich höre nicht zu. Ich gebe euch keine Antwort. Macht, was ihr wollt. Kritzeln, kritzeln."

    "Glaubst du an die vom heiligen Geist geleitete Organisation Jehovas?"
    "Habt ihr es mit mir? Ich höre nicht zu. Ich gebe euch keine Antwort. Macht, was ihr wollt. Kritzeln, kritzeln."

    Nehmen wir zum Schluss Deine letzten Worte deines Kommentars:

    "Vertraue Abba-Vater kompromisslos in seiner Einschätzung der Finsternis."
    Dieser Satz ist richtig. Unser Vater entscheidet, was zu Finsternis gehört. Die Finsternis zu erkennen und richtig einzuschätzen ist die Voraussetzung, ein Kind Gottes zu sein. Aber wir bewegen uns in der Finsternis. Und wir sind das Licht in der Finsternis (mitunter auch IN der JW.ORG).

    "Treibe nicht das Spiel "Erwachtes Schaf im JW.Org-Wolfspelz" weiter!"
    Ganz schlechter Ratschlag! Wenn der eine oder Andere sich nicht so schlau verhält, wie eine Schlange die sich im Untergehölz tarnt, wird er von den Wölfen zerrissen. Einen solchen Ratschlag haben bereits einige beherzigt mit unterschiedlichem Ausgang. Sie verloren alles. Und zum Schluss ist einer von einer Brücke bei Stuttgart in den Tot gesprungen, oder haben sich vor einen Zug geworfen.

    Zu so etwas kann dein Rat führen. Mit Deinem Statement versuchst Du Einfluss auf das Gewissen Einzelner zu nehmen, ohne zu wissen, was Vater und Sohn für denjenigen noch vorgesehen haben.

    Wäre ich so rigoros vorgegangen, wie Du es momentan für Richtig siehst, hätte ich meinen Vater bereits vor 30 Jahren zu den Wölfen gezählt und hätte mich von diesem linientreuen ZJ verabschiedet. Aber da Oben hatte man andere Pläne mit meinem Vater. Gut, dass ich Deinem Ratschlag nicht gekannt, und nicht gefolgt bin, indem ich mich von allem getrennt hätte, was zum Wolfrudel gehört.

    Nicht alle Zeugen oder ganze Versammlungen sind die Feinde Gottes. Es ist der Leitwolf! Die Kirche. Die ORG. Die WTG. Das Konstrukt einer Religion. Mich auf die Bühne zu stellen und ein Loblied auf die LK zu singen überzieht den Rahmen der Klugheit und lässt mich zum Lügner werden. Antworten auf Fragen zu geben, die meinem jetzigen biblischen Wissensstand widersprechen, sprengt meine Gewissensfreiheit. Von Haus zu Haus zu gehen, und Menschen etwas zu erzählen, was nicht mit der Lehre des Christus vereinbar ist, ist ein Tabu. Das sehe ich als eine Sünde gegen den heiligen Geist an. Alles andere ist erlaubt.

    Ich brauche keinen Schild des Glaubens, wenn ich mich nicht in gefährlichem Gelände unter Wölfen bewege. Ich brauche auch keinen Helm der Rettung, wenn keine brennenden Geschosse aus der Versammlung auf mich herabregnen. Wir sind im Krieg. Wir sind im Kampf. Und manche von uns sollen nach dem Willen unseres Herrn Mann gegen Mann kämpfen. Auge in Auge.

    Aber zum Abschluss noch liebevolle Worte an Dich. Sie mögen Dir Kraft geben Deinen Weg der "Wahrheit" weiter zu gehen, wie es Dir von Oben bestimmt wird. Wir haben nicht alle den gleichen Erkenntnisstand. Nicht alle von uns sind gleich stark. Da gibt es eine kleine Pflanze, die die Leitstrahlen aus der der Bibel zum ersten Mal richtig versteht. Und es bedarf Zeit um zu wachsen. Zum vollkommenen Wuchse eines Christen heranzureifen. Ich verlange weder von Dir noch von Anderen, dass sie einen Zeitsprung machen. Gebe ihnen geduldig Zeit zum wachsen. Und gehe nicht davon aus, dass jeder von den Lesenden den gleichen Wissensstand hat wie Du oder ich.

    Auf der anderen Seite bitte ich die, die viel weiter im Verstehen des Willens Gottes sind, geduld mit MIR zu haben. Geduld, bis ich Weiteres kennen lerne und verstehe. Bis ich es begreife und umsetzen kann.

    Wenn Dir, lieber Befreiter, diese Antwort gefällt, oder sonst jemanden, so antworte mit einem stillen Amen!

    In inniger Umarmung für Dich, mein befreiter Bruder,
    Boas

    PS: Bitte verzeihe meine zum Teil harte Wortwahl. Sie sind aus Liebe entsprungen und beschützen auch die kleinen Pflänzchen, die sich gerade erst bilden. Immer auf die Einheit der Gemeinde (Iglesias) bedacht.
    👍

    1. Befreiter

      Lieber Boas, da es mir von BI nicht gestattet wird, so ausführliche Kommentare wie du und andere "Säulen" zu posten (ich habe schon unzählige Antwort-Kommentare für den Papierkorb geschrieben), nur ganz kurz:

      Von einem Sofort-Austritt aus der JW.Org. habe ich NIE, NIEMALS gesprochen! Auch nicht von "Hau-ruck-Methoden". Du kannst gerne alle meine Kommentare durchgehen. Mir ging es immer nur darum:

      Der Verbleib in der falschen RGM der Zeugen Jehovas darf kein Dauerzustand bleiben -- und das ist biblisch. Fertig.

      Liebe Grüße

      Befreiter

      1. Boas

        Lieber Befreiter,

        vielen Dank, dass Du mir geschrieben hast. Du schreibst:

        "Von einem Sofort-Austritt aus der JW.Org. habe ich NIE, NIEMALS gesprochen! Auch nicht von "Hau-ruck-Methoden". Du kannst gerne alle meine Kommentare durchgehen."

        Es ist erfreulich und gleichzeitig beschämend für mich diese Worte zu lesen. Ich habe Dich wirklich missverstanden und möchte mich für mein falsches Denken über Dich öffentlich entschuldigen. Das dir der Gedanke an das Sofort und Jetzt nicht im Kopf sitzt, ist gut. Trotzdem beeinflusst momentan der Gedanke Deinen Sinn, doch irgend wann sich von den ZJ verabschieden zu müssen:

        "Der Verbleib in der falschen RGM der Zeugen Jehovas darf kein Dauerzustand bleiben -- und das ist biblisch."

        Dieser Gedanke ist aber leider biblisch falsch. Wir sind hier durch den Artikel von Tilo und den Gedanken von Petrus111 innerhalb weniger Stunden zu erstaunlichen Erkenntnissen gekommen. Petrus111 erklärt biblisch, dass man überall eine Iglesias finden kann. Auch bei den Katholiken und bei den Evangelischen u.s.w.

        Nur eines fehlt noch. Die Aussage, dass man auch in den Versammlungen der ZJ geistgesinnte Christen finden kann. Es ist nichts Falsches daran, weiterhin in die Versammlung zu gehen. Und zwar Zeitlich unbegrenzt.

        Warum bestehe ich nach meinem jetzigen Wissenstand genau auf dieser AUSSAGE? Weil Jesus es in der Offenbarung vorhergesagt hat, dass es fast keine reine Gemeinde gibt. Und das sich seine gelobten Nachfolger in diesen teils sehr verdorbenen christlichen Gemeinden aufhalten werden.

        Das bedeutet aber nicht, dass sie sich beschmutzen, wenn sie in einer solchen verderbten christlichen Gemeinde Kontakte pflegen. Nirgends in der Offenbarung in Kapitel 2 und 3 wird dazu aufgefordert diese Gemeinde physisch zu verlassen. Sondern sich im Denken und Handeln in dieser Gemeinde rein zu halten. Auch sieht Jesu selbst noch Hoffnung für einzelne Gemeinden und Gemeindenmitglieder. "Kaufe Augensalbe..."

        Wie kann man Babylon verlassen? Nicht indem man aus der Welt weggeht. Sondern sich von falschem Denken, Handeln und Glauben in Kopf, Herz und Hand distanziert. Ja! In der Versammlung der ZJ und auch in anderen Religionsgemeinschaften werden Götzen angebetet, denen manche blind folgen. Na und? Paulus schrieb doch in 1. Korinther 8: Was ist ein Götze. Was ist ein Stück Fleisch, das einem Götzen geopfert wurde. Nichts! Es ist Nahrung, für das wir dankbar sein können, und Gott für dieses Essen im Gebet danken dürfen. Nicht das Stück Fleisch macht's. Sonder, wie meine innere Einstellung zu diesem Fleischstück ist.

        Eine letzte logische Möglichkeit diese Fakten zu widerlegen ist, wenn man davon ausgeht, dass sich die prophetischen Worte Jesu in der Offenbarung wirklich nur auf damalige 7 Versammlungen beschränkte, und seine Weißsagung heute nicht mehr zutreffend sind.

        Was ist Deine Meinung dazu? Ist das Schnee von Gestern, was in Offenbarung 2 und 3 steht? Oder sind es Dinge, "die in kurzem geschehen sollen?" Nur frei heraus. Ich bin Kritikfähig und auch dankbar, wenn mich jemand mit der Bibel in den Senkel stellt. Das brauche ich, um geistig zu wachsen.

        Bis ich aus der Bibel gegenteiliges erfahre bleibt meine Aussage wie folgt bestehen:

        Die Bibel macht für mich die Aussage, dass man auch in den Versammlungen der ZJ, wie auch in anderen Kirchen und christlichen Glaubensgemeinschaften geistgesinnte Christen finden kann. Auch hier auf Bi-Aktuell, der Schwesterseite Bi und weiteren Blogs und Foren. Oder beim Einkaufen. Genau so, wie es in der Offenbarung vorhergesagt wurde. Es ist nichts Falsches daran, weiterhin in die Versammlung der ZJ zu gehen. Und zwar Zeitlich unbegrenzt.

        Ob man bein den ZJ viel lernen kann, steht auf einem anderen Blatt. Der Unterschied macht unser Denken, Handeln und Herz aus. Weder der Ort der Versammlung noch der Kontakt zu den Menschen, die sich dort versammeln, seien sie Gottesanbeter oder Götzenanbeter, verhindern unsere Rettung. Die Entscheidung aus Babylon hinauszugehen, oder kein Teil dieser Welt zu sein, findet in unserem Kopf statt und nicht unbedingt auf physischer Ebene.

        Ganz liebe Grüße an Alle, die im Kopf befreit wurden
        Boas

        1. sola scriptura an Boas

          Lieber Boas, ich hatte ja stets hohe Achtung vor dir und deinem Vater.

          Aber ganz ehrlich: Was du in in diesem und dem anderen Kommentar geschrieben hast, ist einfach nur Quark. Außerdem windest du dich wie eine Schlange und springst von der einen Ecke in die andere - von links oben nach rechts unten und von links außen nach innen rechts. Und biblisch eindeutige Aussagen wurden von dir rhetorisch Stück um Stück mit Hilfe von vielen Worten verdreht. Ich glaube, ich bin "im falschen Film"!

          Die JW.Org muss sich ja die Hände reiben, dass jetzt sogar von den "Abtrünnigen" dazu aufgefordert wird, in der JW.Org zu bleiben. Eigentlich müsste ich in dem Fall sogar die Gänsefüßlein weglassen.

          Jeder wird für sich selbst Rechenschaft ablegen für jedes Wort und jede Anschauung, die er proklamiert, wofür er sich entscheidet und was er tut oder nicht tut.

          Wie heißt es klipp und klar in Gottes verbindlichem Wort gemäß Jakobus 4:17 (bibel.heute 2018): "Wer also weiß, was richtig ist, und tut es nicht, für den ist es Sünde."

           

        2. Dreinmisch

          zu sola scriptura, plus Ergänzung. Luk 21:

           

          8 Er aber sprach: Sehet zu, daß ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin's und die Zeit ist nahe gekommen! 

          Endet hier der Vers? Nein, JESUS ergänzt:

          Gehet ihnen n i c h t nach!

          👍

           

        3. Boas

          Lieber sola scriptura,

          vielen Dank für Deine Ehrlichkeit. Ich versuch´s mal mit mehr Bibelstellen.

          Mat. 10:40-42
          40 Wer euch aufnimmt, nimmt [auch] mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt [auch] den auf, der mich ausgesandt hat. 41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, wird eines Propheten Lohn erhalten, und wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, wird eines Gerechten Lohn erhalten. 42 Und wer immer einem von diesen Kleinen nur einen Becher kaltes Wasser zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch: Er wird seines Lohnes keinesfalls verlustig gehen.

          Bei diesen geringen Anforderungen, doch noch eine Belohnung zu erhalten, besteht m. E. noch viel Rettungspotenzial auch bei einzelnen ZJ.

          Lukas 19:45, 46
          45 Und er ging in den Tempel hinein und fing an, die Verkäufer hinauszutreiben, 46 indem er zu ihnen sprach: „Es steht geschrieben: ‚Und mein Haus wird ein Haus des Gebets sein‘, ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht.“

          Jesus und später auch die Apostel lehrten in diesem Tempel. Als was bezeichnete Jesus diesen Ort? Als "Räuberhöhle". Aufrufe zu Spenden aller Art (auch das Leistungsevangelium) sind in den Versammlungsstätten der WTG zu finden. Luk. 21:8 "Er aber sprach: Sehet zu, daß ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin's und die Zeit ist nahe gekommen! Gehet ihnen nicht nach!" Sind die Apostel den Pharisäern nachgegangen (auf den Leim gegangen) als sie dieses Gebäude betreten haben, mit den Menschen dort gesprochen haben und Zeugnis für Christus abgelegt haben?

          Selbst Jesu hielt fest, dass man von einer "Otternbrut" (Mat. 23:33) etwas lernen kann.
          Vers 3 "Alles daher, was sie euch sagen, tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten, denn sie sagen [es] wohl, aber handeln nicht entsprechend."

          Apo. 17:16, 17, 23
          16 Während nun Paulus in Athen auf sie wartete, wurde sein Geist in ihm erregt, als er sah, dass die Stadt voll Götzen war. 17 Infolgedessen begann er sich in der Synagoge mit den Juden und den anderen Leuten, die [Gott] anbeteten, und jeden Tag auf dem Marktplatz mit denen zu unterreden, die gerade da waren.

          23 Als ich zum Beispiel umherging und eure Gegenstände der Verehrung aufmerksam betrachtete, fand ich auch einen Altar, auf dem die Inschrift steht: ‚Einem unbekannten Gott‘. Das nun, dem ihr unwissentlich Gottergebenheit erweist, dies verkündige ich euch.

          Paulus hielt sich "jeden Tag" mitten unter den Götzenanbetern auf. Sprach regelmäßig zu ihnen. Sah sich die Götzen in aller Ruhe an. Machte sich so seine Gedanken. (Ging mal in eine katholische Kirche. Die Neuapostolischen, Adventisten, Muslime und die ZJ hat er sich auch angeschaut...) Aber Spaß bei Seite.

          1. Kor 8:7-12
          7 Dessen ungeachtet haben nicht alle diese Erkenntnis; sondern einige, die bis jetzt an den Götzen (JW.ORG) gewöhnt sind, essen (GEISTIGE) Speise (von JW.ORG) als etwas einem Götzen Geopfertes, und ihr Gewissen, das schwach ist, wird befleckt. 8 Aber Speise wird uns bei Gott nicht empfehlen; wenn wir nicht essen, haben wir keinen Nachteil, und wenn wir essen, ist dies für uns kein Verdienst. 9 Doch wacht beständig darüber, dass diese eure Befugnis (das euer gutes Recht ist) nicht irgendwie eine Ursache zum Straucheln für die werde, die schwach sind.

          10 Denn wenn jemand dich, der du Erkenntnis hast, in einem Götzentempel (der JW.ORG) bei einem (geistigen Fest-) Mahl liegen sieht, wird nicht das Gewissen des Schwachen so weit erbaut (oder BEEINFLUSST), dass er (GEISTIGE) Speisen isst, die (dem) Götzen (JW.ORG) dargebracht worden sind? 11 Tatsächlich geht durch deine Erkenntnis der Schwache zugrunde, [dein] Bruder, um dessentwillen Christus gestorben ist. 12 Doch wenn ihr so gegen eure Brüder sündigt und ihr Gewissen, das schwach ist, verletzt, sündigt ihr gegen Christus.

          Jetzt kommt der Krux an der Geschichte. Als ich Norbert schrieb, wie meine Gewissensentscheidungen so verlaufen sind, wäre es möglich, dass er und Andere mein Verhalten und meine Entscheidungen übernehmen, ohne selbst davon überzeugt zu sein. Das könnte ein Fehler gewesen sein. Dieses Problem sehe ich bei Dir jedoch nicht gegeben.

          Der eigentliche Punkt ist aber, darf man über das Thema dann überhaupt noch sprechen. Biblisch versuchen es zu erklären, zu überzeugen und zu einem Resultat zu kommen? Natürlich. Sonst hätte Paulus in seinem Brief die Korinther nicht über diese Tatsache aufklären dürfen. Er hätte nicht die Festen Aussagen machen dürfen: "Was nun das Essen von Speisen betrifft, die Götzen dargebracht worden sind, so wissen wir, dass ein Götze nichts ist in der Welt und dass es keinen GOTT gibt außer einem." (Vers 4)

          1. Kor. 10:25, 26, 28-30
          25 Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, esst weiterhin, ohne um eures Gewissens willen nachzuforschen. 26 denn „Jehova gehört die Erde und das, was sie erfüllt“.

          28Wenn aber jemand zu euch sagen sollte: „Dies ist etwas, was als Opfer dargebracht worden ist“, so esst nicht um dessentwillen, der es enthüllt hat, und um des Gewissens willen. 29 „Gewissen“, sage ich [und meine] nicht dein eigenes, sondern das des anderen. Denn warum sollte meine Freiheit von dem Gewissen eines anderen gerichtet (also schlecht beurteilt) werden? 30 Wenn ich mit Danksagung teilhabe, warum soll bezüglich dessen, wofür ich (im Gebet) Dank sage, über mich lästerlich geredet werden? (Ich muss es doch nicht soweit kommen lassen.)

          (Im Übrigen widerspricht hier Paulus nicht dem Gebot aus Apo.15. Er erklärt den tieferen Sinn der Forderung/Gesetzes. Man sollte sich von Götzen oder Götzengeopferten nicht fernhalten, weil das etwas Schlechtes in den Augen Gottes ist. Sondern, um einzelne Christen mit schwachem Gewissen nicht dazu zu verleiten, gegen sein momentanes Gewissen zu handeln. Ihm als mit einem Beispiel voranzugehen, das er nachahmt, aber in seinem Innern nicht völlig von der Richtigkeit überzeugt ist. Das ist das Problem)

          Deshalb hast Du das Recht gemäß Vers 30 über mich zu lästern, weil ich meine Handlungsweise, die meine Gewissensahngelegenheit ist, offen gelegt habe. Das betrifft aber nicht die Argumentation zum Thema selbst!

          Du hast DEINE Entscheidung getroffen. Folge ihr und sei völlig von der Richtigkeit überzeugt.

          Ganz herzliche Grüße
          Boas

        4. Ede an sola scriptura

          Guten Abend sola scriptura

          Aber ganz ehrlich: Was du in in diesem und dem anderen Kommentar geschrieben hast, ist einfach nur Quark. Außerdem windest du dich wie eine Schlange und springst von der einen Ecke in die andere - von links oben nach rechts unten und von links außen nach innen rechts. Und biblisch eindeutige Aussagen wurden von dir rhetorisch Stück um Stück mit Hilfe von vielen Worten verdreht. Ich glaube, ich bin "im falschen Film"!

          Deine Meinung, wie immer sie auch sein mag, hier zu äußern ist sicherlich OK. Den Beitrag eines anderen Autors derart zu kritisieren und ihn in seinen Gefühlen zu verletzen, geht kilometerweit an christlichen, guten Verhalten vorbei.

          Was das rhetorische Winden um Fakten betrifft, so habe ich bereits schlimmere Beiträge von dir gelesen. Die passende Antwort von mir darauf wurde wieder einmal von BI gelöscht.

          Ede

        5. BenKenobi

          "Petrus111 erklärt biblisch, dass man überall eine Iglesias finden kann. Auch bei den Katholiken und bei dem Evangelischen..."

          Das Problem bei der Wt-Firma ist leider nur, dass ihre Auffassung wer Christus eigentlich ist die genau genommen nicht zu Christen macht. Im Grunde genommen ist ein Zeuge Jehovas "christlich" weil Jesus vorkommt in seinem Denken aber kein Christ weil er ihn nicht angenommen hat als das was er wirklich ist. Dafür glauben sie an die Wt-Firma.

    2. RoKo

      Danke für Deine Ausarbeitung und Mühe.

      Mir fiel eine Passage auf, den ZJ als Predigtdienst kennen. Anderen von der Guten Nachricht des Evangeliums zu erzählen ist nichts falsches. Gewiss nicht! Das tue ich selbst heute noch, als Ausgeschlossener und wie sie behaupten, Abtrünniger. Ich mache insofern wenn man es so interpretiert immer noch Dienst [gleichwohl mir das von den Ältesten verboten wurde]! Nur differenzierter.

      Anderen Mitmenschen eine andere Gute Botschaft zu überbringen, dass wäre Sünde gegen den heiligen Geist. Ihnen also zu vermitteln, sie müssten bei den ZJ eintreten um Rettung zu erlangen. Der Sinn des Dienstes der ZJ. Ich glaube aber, wenn man erkannt hat was falsch läuft innerhalb der Gemeinschaft, würde man keinen Mitmenschen dazu bekehren wollen. Diesen Fakt kann man wohl ausschließen. Dies teilen bestimmt viele Leser. Aber getätigten Dienst abzurechnen [weil dieser erwartet wird], indem man anderen vom Evangelium und über den Christus erzählt, das kann man schon [noch]. Tat ich selbst länger wie 10 Jahre. Wenn ich zurückdenke, wow. So lange... Ich wünsche allen Lesern, die noch drin hängen, bei Euch geht es hoffentlich schneller. LG RoKo

    3. Befreiter

      Thema: Was mich traurig macht  /

      Was mich wirklich traurig macht, ist, dass durch Boas Botschaft der letzten Tage, in der JW.Org bleiben zu können, die Arbeit und Hilfeleistung von vielen hier um Wochen, Monate und Jahre zurückgeworfen wird. So mancher stiller Leser, der schon gut auf seinem Ablöse-Prozess von der JW.Org voran gekommen war, wird nun nach den Kommentaren von Boas, wieder wie ein "Hund zu dem umkehren, was er erbrochen hat". So mancher, der schon gut in seiner Reinigung von der JW.Org voran geschritten war, wir nun wieder "wie die gewaschene Sau zum Wälzen im Schlamm" zurückkehren (2. Petr. 2:22). Diese Personen werden nun vielleicht sogar meinen, die """"biblische"""" Legitimation dazu präsentiert bekommen zu haben. Ich möchte nicht in der Haut desjenigen stecken, der diesen Rat geäußert hat, wenn er vor dem Richterstuhl Jesu treten muss - denn gut möglich, dass etliche der nun wieder in den Abschaum der JW.Org "zurückkehrenden" und verbleibenden, es in einem zweiten Anlauf nicht mehr schaffen werden, ihr zu entkommen. Traurig.

      LG

      1. Zartbesaitet

        Danke vorerst mal unserem lieben Tilo für diesen ausgeglichenen Artikel. Man entnimmt aus diesem Artikel, dass auch bei dir die Zeit reifen musste, die ORG zu verlassen. Das geschieht hier bei vielen und vom Moment an, wo Sie aus dem Wort Gottes und durch den heiligen Geist erkennen, wird dann - wenn es an der Zeit ist - dieser Schritt vollzogen. Von einigen hier wissen meine Frau und ich, dass dies über viele Jahre ging, aber irgendwann war es soweit.

        Was uns in Gedanken glücklich macht, ist der Umstand, dass wir zwei z.B.nachdem wir hier vor etwas mehr als zwei Jahren unsere ersten Kommentare hier schrieben, von vielen so viel liebevollen Zuspruch erhielten. Wir sind einigen unserer Wegbegleiter wie Schneeflocke, Omma&Oppa, O.W.Schön(-Schade), Mowani, Horst und vielen anderen hier noch immer so sehr dankbar. Nun - wir schrieben unsere Erfahrungen hier aber auch wie sich unser Denken veränderte - und zwar ganz orientiert an Christus als unserem Ziel. Weg im Geiste von allen Strukturen der JW.Org und unsere Weiterentwicklung machte uns glücklich.

        Was uns aber auch traurig machte...(um Überschrift des vorausgehenden Kommentators zu zitieren): Als wir nach einigen Monaten damals geschrieben haben, das wir noch immer "drin" sind, obwohl wir keine Zusammenkunft mehr besuchten, "bezeichnet" wurden und sich auch unsere Kinder damals von uns zurückzuziehen begannen, da wurde von einigen damals heftige Kritik laut, dass wir die ORG auch offiziell verlassen sollten. Danach gaben wir ab und zu noch Kommentare ab, wie sich unser geistiger Weg weiterentwickelt hatte und auch für diese Äußerungen gab es manchmal herbe Kritik, aber einige - vor allem die anfangs angeführten Freunde, die wir hier kennen lernten standen uns auch in schwierigen Zeiten bei - nicht über die Kommentare hier sondern privat, durch innige Freundschaften, die sich bildeten oder zumindest durch E-Mail Kontakt.

        Und dann gab es hier ganz wertvolle Kommentatoren, die uns vieles zum Nachdenken servierten - aus ihrem eigenen Forschungs- und Wissensschatz, aber auch durch die Liebe, die sie ausstrahlten. Wir wussten, dass es jeweils persönliche Meinungen und Erfahrungen waren, die wir nicht unbedingt 1:1 übernehmen mussten - es war deren Weg, unserer verlief wie in vielen Fällen anders. Wir danken hier namentlich besonders Kommentatoren wie Petrus111, M.N. und im Besonderen auch Boas, der hier aus unserer Sicht völlig zu Unrecht heftig von einigen kritisiert wird. Es gibt hier bereits Untergriffe, Beleidigungen und vor allem, wenn jemand wie gerade hier kürzlich sich anmaßt "den Richterstuhl Jesu" zu zitieren, dann ist gerade das allerschlimmste JW.ORG Methode - ja genau dem wovor wie geistig in den meisten Fällen ja entronnen sind.

        Ich habe alle letzten Kommentare von Boas durchgelesen und keinen Hinweis gefunden, dass er irgendjemanden biblisch ermuntert hat, zur ORG zurückzukehren. Er hat lediglich zahlreiche biblische Gründe angeführt, dass sie in unserem Leben, wenn wir "aufgewacht" sind, im Laufe der Zeit keinerlei Macht mehr über uns ausübt. Einige werden sowieso ausgeschlossen, aber einige - wie z.B. wir - verhalten uns ruhig, provozieren nicht und haben dadurch Kontakt zu einem ganzen Heer von Familienangehörigen, die alle noch darin eingeschlossen sind.

        Tatsache ist, dass nach dem zwei Jahren Absenz in Zusammenkünften und Kongressen die meisten ehemaligen "Freunde" aus der Versammlung uns wie Ausgeschlossene behandeln. Wir sind "Luft" für sie, obwohl uns auch einige, denen wir irgendwo begegnen uns freundlich grüßen. Und - was besonders schön ist: Ein Großteil unserer Familienangehörige macht vorsichtige Schritte auf uns zu - besonders unser Kinder - und auch alle Angehörigen meiner Frau und ein paar wenige "Brüder", die in unmittelbarer Nähe von uns wohnen.

        In meinem Fall haben wir jetzt keinerlei Kontakt mehr zu meinen Eltern, und auch nicht zu meinem Schwester und meinem Bruder. Als meine Nichte - die Tochter meiner Schwester - heiratete, waren wir natürlich nicht eingeladen - aus ihrer Sicht. Und meine Eltern, die nie Liebe kannten (obwohl 50 Jahre JZ), laufen regelrecht davon, wenn wir uns zufällig begegnen.

        Aber bei jedem Hochzeitstag der Eltern meiner Frau sind wir - obwohl alle anderen JZ sind - eingeladen. Und wir bekommen sogar tageweise unsere Enkel zur Betreuung übergeben, ohne Angst unseres Sohnes und der Schwiegertochter, dass wir sie "verführen" - tun wir auch nicht, weil wir es nach biblischer Erkenntnis nicht als unsere Aufgabe betrachten.

        Aber wozu hat das "in der ORG bleiben" (der Papierform nach) geführt?

        Nun - dass alle Angehörigen sehen, wie gut es uns beiden geht. Wie glücklich uns die Freiheit macht. Ich hatte Burnout, als wir aufhörten, Versammlungen zu besuchen; alle sahen, wie kaputt ich war; warum ich mein Ältestenamt aufgeben musste. Alle sehen, dass es mir inzwischen blendend geht - und das könnten alle nicht sehen, wenn wir damals in einer spontanen und emotionalen Entscheidung die ORG verlassen hätten (obwohl wir es geistig ja getan haben). Es gab schon sehr vernünftige Gespräche mit einigen Angehörigen und mein Schwiegervater - obwohl 80 und noch Ältester - gibt uns in den meisten Punkten recht. Er wußte schon lange vom Vertuschen von Kindesmissbrauch - aber er "entschuldigt" sich ja geradezu markant auf eine Weise, die wir früher von Älteren Personen im Predigtdienst kannte mit den Worten: "Ihr habt recht - aber ich kann mich auf meine alten Tage nun nicht einfach gegen die ORG stellen, ich würde es auch nicht so wie ihr durchstehen....!

        Wir sind sicher - und da begehen wir keine Anmaßung - unser Herr und König Jesus ist ein gerechter Machthaber und wird ihn sicher mit gutem Augenmaß beurteilen. Ein Urteil in direktem Sinne maße ich mir hier nicht an.

        Wir bitten daher im Sinne einer guten Gesprächskultur wirklich "zeugenhaftes Urteilen" "Bewerten" und vor allem "faule Wörter" zu unterlassen. Eine Aussage einfach als "Quark" zu bezeichnen, fällt auf den Kommentator selbst zurück.

        Darüber zu streiten, ob man nur in irgendeiner Form von ORG (ob Kirche, Freikirche, JWOrg oder sonstiges) gerettet werden kann, ist so weit weg von Gottes Wort und der gesamten biblischen Geschichte, dass es müßig ist darüber überhaupt Worte zu verlieren.

        Und bitte - liebe Mitleser und auch Mitschreiber:

        Bitte anerkennt, dass wir uns alle auf einem Weg befinden (nicht umsonst wurde er auch bei den ersten Christen so bezeichnet). Ich unterlasse es hier Bibeltexte anzuführen, denn das ist Sache jedes einzelnen, die entsprechenden durch Bitten um den Geist und sinnesfassendem Lesen zu begreifen. Wir verstehen so vieles nicht und wenn sogar der Apostel Paulus von einem trüben Blick, von einem nicht klaren Bild sprach, finden wir sollte uns die Liebe verbieten, hier über andere zu urteilen. Und zwar über niemanden. Wir tun es auch nicht über jene, die hier über Boas so harsch losgezogen sind. Die ihm schon wie anfangs erwähnt unterstellten, dass er sogar aufforderte zur ORG zurückzukehren. Sorry, aber so eine Aussage fanden wir nicht; aber jeder kann alles in irgendwelche Äußerungen hineinlesen.

        Bitte geht liebevoll miteinander um. Wir wissen, die meisten können es hier und die es noch im Begriff sind zu lernen, werden auch Fortschritte machen - auf ihrem Weg zu Christus, egal wie weit sie auf diesem Weg noch zurückgeblieben sind und noch immer den Geruch der JW.ORG vernehmen...

        So - jetzt wurde mein Kommentar auch lang, und ich müsste auch akzeptieren, wenn er wegen dieser Überlänge gelöscht werden sollte. Aber vielleicht habe ich den Bonus, dass ich einiges aufholen musste, da wir ja schon lange keinen Kommentar mehr hinterlassen haben. Aber wir lieben euch und sind im Geiste auf euren unterschiedlichen Wegen mit euch. Mit unseren Gebeten und unseren Gedanken!
        👍

         

        1. das Urmel@Zartbesaitet

          Hallo ihr lieben Zartbesaiteten,

          oh..., wie wunderschön wieder von Euch zu hören und ich hoffe es geht Euch gut. Lieber Zartbesaitet, Du hast mit Deinem Kommentar meine volle Unterstützung. Ich sehe es wie Du,  die Kommentare die Boas gepostet hat, fordern niemanden auf in der ORG, oder in eine andere Religionsgemeinschaft zu gehen und wenn, ist es einzig und allein, eine ganz persönliche Sache. Es steht uns auch absolut nicht zu, die Entscheidungen anderer zu bemäkeln. Ich habe von den vielen Schreiber, wie M.N., Boas, Gerd, Störti, Omma u. Oppa, Petrus 111, Horst, mein Schneeflöckchen, RoKo und Einige, die noch vor etwa zwei Jahren hier geschrieben haben;;;konnte ich meinen bibl. Horizont , durch sie sehr bereichern. Lieber Zartbeseitet Deine Kommentare, waren auch immer sehr lehrreich und bewegend geschrieben. Und ich gehe mal davon aus, das ganz viele, nach dem Ausstieg bei den Zeugen, ihren Weg zu unseren Höchsten gefunden und gefestigt haben. Das wünsche ich allen, die noch nicht genau wissen, „Wohin soll ich gehen“

          Euch allen noch einen schönen Abend und einen sonnigen Sonntag

          Euer Urmel

           

      2. Stachelbeere

        Was mich glücklich macht:

        Das ich, unseren beiden Höchsten sei Dank, erkennen durfte was christliche Freiheit wirklich bedeutet- die Liebe, die uns durch Jesus geschenkt wurde, allen Menschen weiterzugeben. Das schießt auch Menschen ein, die eine andere Meinung/ Überzeugung haben wie ich. Ich möchte ihnen immer wieder mit Liebe und Verständnis entgegen zu kommen. Das ist ein Prozess, in dem ich besser werden möchte, weil mir das mein großer Herr vorgelebt hat. Und das habe ich zu einem großen Teil hier auf BI erlebt, soviel Verständnis, gerade auch bei Meinungsverschiedenheiten.

        Was mich traurig macht:

        Wenn u.a. lieben Menschen, die schon so viel Ungerechtigkeit und Härte in ihrem Leben ertragen mussten, ihre Meinung, ihre biblischen Gedanken nicht zugestanden wird. Das macht mich traurig und das würde mich, auf meinem Weg aus der ORG viel eher zurückwerfen, als unterschiedliche Meinungen.

        Ich denke BI ist nicht dazu da  bzw. hat nicht das Ziel alle noch "Eingeschlossenen" unbedingt heraus führen zu müssen. Sondern es ist eher ein: "an der Hand führen", ein: "du bist nicht alleine mit deinen Gedanken/ Ängsten",  auf einem Weg den jeder einzelne geht und gehen darf. Hier kann jeder und soll doch bitte auch jeder Ermunterung finden,egal wie er seinen persönlichen Weg mit Christus geht. Um so mehr unterschiedliche (biblische) Meinungen und Gedanken hier vertreten sind, desto mehr Menschen spricht diese Seite doch an. Aber es sollte immer mit Liebe und Verständnis sein, nicht das wir am Ende einer "schallenden Zimbel" gleichen, weil uns die Liebe fehlt.

        Das Herausführen übernimmt sowieso unser Herr Jesus und Rechenschaft muss auch jeder einzelne für sich ablegen.

        In Geschwisterlicher Liebe und ein wunderschönes Wochenende euch allen.

        Stachelbeere
        👍

         

        1. Ist Kirchenaustritt ein Fehlverhalten? Nachfolgendes Beispiel aus w72 1. 9. S. 519 nicht vom Gesichtspunkt der Eingliederung in die eigene Kirche/Org verstehen, sondern die Frage was würden w i r z.B. Katholiken raten, die das ethische Verhalten, den Marienkult, Ablasspenden u.dgl. kritisieren, Auszug:

          Sie treten aus der Kirche aus
          ZU DEN Menschen, die heute aus den Kirchen der Christenheit austreten, gehören viele, die wirklich Gerechtigkeit lieben. Sie sind nicht nur wegen der Heuchelei verwirrt, die sie in den Kirchen erlebt haben, sondern sie sind auch sehr daran interessiert, die Bibel kennenzulernen. Viele dieser aufrichtigen Menschen freuen sich jetzt, mit Jehovas Zeugen die Heilige Schrift zu studieren. Sie sind auch eifrig darauf bedacht, anderen von den guten Dingen zu berichten, die sie gelernt haben.

          ● [...] Aus ihren vielen Fragen ging hervor, daß sie sehr an der Bibel interessiert waren. Zwölf von ihnen hatten schon ihre Verbindungen mit der lutherischen Kirche gelöst. Zu dieser Gruppe gehörte ein siebzigjähriger Mann, der sechzehn Jahre lang ein Prediger der lutherischen Kirche gewesen war. Sein Austritt aus der Kirche bedeutete, daß er seinen Lebensunterhalt verlor. Aber er rief freudig aus: „Ich bin aus Babylon der Großen herausgekommen und befinde mich nun in Gottes Organisation.“

          ● In einem anderen Dorf in Indien, in dem eine neue Kirche errichtet wurde, begannen Jehovas Zeugen einen bescheidenen Königreichssaal zu bauen. Schließlich nahm der Kirchenbesuch immer mehr ab, und die Besucherzahl im Königreichssaal stieg. Die Zahl derer, die sich daran beteiligten, die Botschaft der Bibel mit anderen im Dorf zu teilen, stieg auf achtundzwanzig. Als kürzlich ein reisender Prediger von Jehovas Zeugen einen öffentlichen Vortrag am Sonntag im Königreichssaal hielt, waren 149 Personen anwesend. Aber nur fünf Menschen waren an jenem Sonntag in der Kirche zu sehen. [...]

          Nach der letzten Mitteilung ist der Sekretär der Kirche aus dieser Kirche ausgetreten, und der Kassierer erwägt ernsthaft, das gleiche zu tun. Die Leute, die noch Kirchenmitglieder sind, glauben, daß Jehovas Zeugen bald das Kirchengebäude als Königreichssaal benutzen werden.

          Hätten die Gläubigen in ihren Kirchen bleiben sollen, oder anders gefragt: w a s wäre richtiges christliches Verhalten, wenn w i r als freie Christen gefragt würden?

        2. Zartbesaitet

          Liebe Stachelbeere,

          „Liebe ist ein Band der Einheit“

          Das sieht man an unseren im Abstand von nur 9 Minuten geschriebenen Kommentaren und sie sagen sinngemäß das Gleiche aus. Deiner ist die Kurzversion, meiner hat etwas weiter ausgeholt! Würden uns freuen, dich mal kennen zu lernen!

          Eine herzliche Umarmung von zwei Südländern❤️

  19. Petrus111

    Lieber Tilo,
    liebe Freunde,

    vielen Dank für den Artikel.

    Die Überschrift ist verheißungsvoll - aber die Frage, die JZ sich tatsächlich stellen, wenn sie über ein Verlassen der WTG / ORG /JZ nachdenken, wird im Kern nicht beantwortet.  Es wird zwar der Weg aus der WTG hinaus angedeutet - das heißt: "von wo sollen wir weggehen" - aber es wird nicht aufgezeigt, wo man statt dessen seine christliche Heimat finden könnte.

    Ich konnte 2 Aussagen in dem Artikel herausfiltern:

    - das "Volk Gottes" ist die Gesamtheit aufrichtig gläubiger Christen weltweit - zu jeder Zeit nach Christus.
    - "Babylon die Große" ist nicht "das Weltreich der falschen Religionen", sondern die Summe dessen, was in der heutigen Welt anti-christlich ist; der Gegenentwurf Satans zur Stadt Gottes.

    Diese Aussagen bedeuteten: jeder einzelne kann sich zum Volk Gottes zählen, ohne einer Religionsgemeinschaft angehören zu müssen, wenn er ein bekennender Christ ist; man kann solche Christen auch als Angehörige irgendwelcher christlichen Religionsgemeinschaften finden - sowohl bei JZ als auch bei den Protestanten, Katholiken etc.

    Ich teile diese Auffassung.

    Damit ist aber immer noch nicht die Frage beantwortet: wohin kann ich gehen, wenn ich den JZ den Rücken gekehrt habe, alle meine "Freunde", sozialen Kontakte, Familienbande verloren habe und nun ohne 4 Stunden indoktrinierendem Dauerfeuer pro Woche selbst meinen christlichen Glauben gestalten soll.

    In diesem Forum werden in den Artikeln selten konkrete Antworten gegeben - und das ist auch gut und richtig - jeder muss selbst seinen Weg finden. Ebenso, wie "kalt" und "warm" für jeden eine andere Spannweite haben, so stellt sich für jeden Menschen Gott, die Wahrnehmung von Gott und die "Wahrheit" anders da. Das liegt daran, dass jeder Mensch ein anderes Empfinden, andere Bedürfnisse, andere Fähigkeiten, Schwächen, Neigungen hat - und daher auch eine unterschiedliche Spiritualität.

    Die Frage, WOHIN man gehen soll, wenn man sich entschließt, JZ zu verlassen, ist aber dennoch von Bedeutung - ich möchte dazu meine persönliche Auffassung äußern:

    Zunächst möchte ich eine Tatsache feststellen:
    JZ unterrichten ihre Mitglieder darüber, dass in den "Kirchen der Christenheit" nicht die Bibel im Vordergrund steht, sondern heidnische Lehren, Traditionen, Kirchenlehren ohne Fundament in der Bibel. Das JZ ihre Mitglieder so unterrichten, ist eine Tatsache.
    Es ist aber auch eine Tatsache, dass dies definitiv nicht stimmt.

    Richtig ist vielmehr folgendes:
    in den christlichen Kirchen wird die Bibel ungefiltert und unkommentiert vorgelesen. Es gibt in den Gottesdiensten Bibellesungen.
    Außerdem gibt es Predigten von Geistlichen. Grundlage ist vielfach ein Bibeltext, der sodann interpretiert, auf die heutige Lebenssituation angewendet wird.
    Außerdem wird viel gesungen und gebetet. Weder in der kath. Kirche noch in der ev. Kirche habe ich INNERHALB DER GOTTESDIENSTE elementare Widersprüche zu dem erkennen können, was ich als Gottes Lehre aus der Bibel kenne. Das heißt nicht, dass es da nicht jede Menge zu kritisieren gäbe - ich rede nur von dem, was die Gläubigen am Sonntag zu hören bekommen.
    Richtig ist, dass "darum herum" auch eine Menge Traditionen, Kirchenkunst vergangener Jahrhunderte und Bräuche, Rituale sind, die nicht biblisch herleitbar, jedoch auch nicht im Widerspruch zur Bibel stehen.

    Soweit meine Wahrnehmung dessen, was ich bei mehreren Besuchen dieser Kirchen erfahren habe.

    Wer also christliche Gemeinschaft sucht, wer mit Menschen zusammenkommen möchte, die die Bibel als ihre Richtschnur ansehen, die christlich orientiert sind, die an Gott und Jesus Christus glauben, die ihre Motivation, Gutes zu tun, aus ihrem Glauben und ihrer Verantwortung vor Gott ziehen, der findet solche Menschen in den verschiedenen christlichen Glaubensgemeinschaften.

    Man kann sich in die Gesellschaft solcher Menschen begeben, indem man solche Gottesdienste aufsucht. Um jedoch mit Christen ins Gespräch zu kommen über den Glauben und die Bibel; um sich auszutauschen und "im Glauben zu ermuntern", muss man Gesprächs/Bibelkreise aufsuchen. Auch solche werden von allen christlichen Gemeinden angeboten.

    Es empfiehlt sich allerdings, sich von dem Gedanken zu lösen, dass es die absolute Wahrheit gibt - die man also weiterhin sucht und zu finden hofft... Stück für Stück, Element für Element.

    Gott offenbart sich jedem Menschen anders!

    Das muss man einmal verstehen und akzeptieren. Man kann dann seine eigene Wahrnehmung erspüren, hinterfragen, möglicherweise im Laufe seines Lebens auch verändern.

    Dazu noch ein Hinweis:

    Schon kleinen Kindern möchte man Orientierung im Glauben geben. Diese kleinen Kinder nehmen das auch dankbar an - sie finden Nähe, Wärme, Zuversicht in Gott. In der Phase der Jugend kommen zahlreiche Einflüsse und es ist dann die Frage, wie sich der Glaube entwickelt.
    Wird ein Mensch erwachsen, so findet er für sich einen Platz im Leben - statt Werte vermittelt zu bekommen, entwickelt ein erwachsener Mensch für sich selbst Vorstellungen und Werte, Überzeugungen und Ideale - die er seinerseits gestaltend umzusetzen versucht, auch, indem er andere von seinen Vorstellungen zu überzeugen versucht. Aber was bedeutet das? Es bedeutet, dass jeder Mensch sich entwickelt - nicht stehen bleibt, sondern sich verändert. Sich zu verändern heißt aber: nicht derselbe zu bleiben. Ist das, was man vor 20 Jahren empfunden hat, heute nicht mehr wahr, gut und richtig?
    Damals war es gut, so wie es war. Heute wäre es nicht mehr gut - aber deshalb war es damals doch nicht falsch oder schlecht.

    Ich möchte erklären, dass es eben die absolute Wahrheit nicht gibt - aber JZ glauben das - sie sind davon überzeugt. Dies kommt, weil sie sich nicht selbst entwickeln - sie "werden entwickelt". Sie geben es auf, sich selber als Menschen fort zu entwickeln; dies überlassen sie der WTG/Org; was von dort kommt, wird uniformiert übernommen; Eigenentwicklung ist daher entbehrlich/überflüssig/gefährlich/schädlich.

    Wohin sollen wir gehen? Wir sollen zu Jesus gehen - und uns von seinem Wort anleiten und inspirieren lassen. Die Bibel soll uns helfen, uns SELBST im Sinne und im Geiste Gottes zu entwickeln.

    Dies tun viele Menschen, die christliche orientiert sind - und wenn jemand meint, dass er sich mit solchen Menschen besser zusammenfinden kann, indem er eine christliche Kirche - mit all ihren zu kritisierenden Fehlern und institutionellen Mängeln durch seinen Beitritt unterstützen möchte: dann ist auch das legitim - denn die Kirchen als Institution sind nicht "Babylon die Große" - und sich als Christen zusammenzuschließen und zu organisieren, sich Gotteshäuser zu bauen, in denen man sich trifft, das ist nicht falsch. Problematisch ist, dass in einem 500 Jahre alten Gotteshaus sowohl die Kunst als auch die Liturgie von 500 Jahren Theologie versammelt sind... als ehemaliger JZ muss man verstehen, dass man Kunst nicht deshalb verbrennt, weil man sie heute so nicht mehr gestalten würde. Man ist auch vergangenen / früheren Generationen von Gläubigen gegenüber tolerant - denn man hat sich selber weiterentwickelt und erkennt an, dass alle und alles in einem fortdauernden Entwicklungsprozess sind.

    Wohin sollen wir gehen? Es gibt Wege aus der WTG/ORG und es gibt auch Orte und Gemeinschaften, zu denen man gehen kann - diesen Weg DARF jeder finden, und wer dies will, der MUSS seinen Weg auch selber finden.

    Meine Aussage ist: das darf man - das ist legitim. Nichts und niemand ist fehlerfrei. Wer das makellose und fehlerfreie sucht, der wird alleine bleiben - und hat dann nicht mal sich selbst, denn jeder krankt an seiner eigenen Unvollkommenheit.

    beste Grüße

    Petrus111
    👍

    1. Markus

      Hallo Petrus

      Genau so wie Du es in Deinem Kommentar formuliert hast ist es,Menschen die sich der WTG anschließen werden weiterentwickelt  durch die Indoktrinierung der WTg und zwar so wie die WTG sie haben möchte.

      Der Mensch ist geboren worden und muss sich laufend weiterentwickeln um sein Leben  zu gestalten

  20. Noomi

     
    Lieber Tilo
     
    Danke für diesen grossartigen Artikel. Er spricht auch aus meinem Herzen.
     
    Die Augen unserer Herzen sind erleuchtet worden und wir sehen endlich den, nach dem wir uns immer gesehnt haben: Gott in seiner Majestät und Jesus Christus! Und damit haben wir zusammen mit anderen eine neue Familie gefunden. Wir sind endlich zu Hause!
     
    Lange habe ich gejammert, dass ich meine Heimat verloren habe. Aber jetzt fühle auch ich mich endlich zu Hause!
     
    LG Noomi
     
     
     

  21. Meereswoge

    Lieber Tilo, danke für für Deinen realistischen Artikel. Für mich war es " Speise zur rechten Zeit". Kurz zuvor fühlte ich mich wieder unter Druck gesetzt in meinem Gewissen,durch einen Kommentar mit Beispielen, die gut und richtig sein k ö n n t e n, auch motivierend......

    Nun hat ja JEDER seinen eigenen Glauben und Gewissen vor Gott und unserem Herrn, dem wir gehören, nicht mehr in Abhängigkeit meiner Mitbrüder und Schwestern und vor allem nicht abhängig von der Org. Und in so eine Abhängigkeit möchte ich nie wieder. Aber wir waren, bzw sind zum größten Teil ZJ und kennen diese Art, Druck zu erzeugen auf Andere, die nicht so denken. Es fiel uns nicht mal auf.

    Für alle Aussteiger ist Dein Artikel hilfreich,der uns den UMWEG durch andere Gemeinden erspart und wir gleich zu Jesus gehen können...." Kommt zu mir...ich will euch erquiken"

    Danke für Deine Mühe

    Und Danke an Horst für Deine kurze Zusammenfassung beider Möglichkeiten, den eigenen Weg zu gehen.....Gott ist es, der es wachsen lässt..

    Einen schönen Mittwoch wünsche ich....Meereswoge

  22. Arno

    Sehr schöne Ausführung,

    ich denke jedoch den Meisten geht es einfach darum, wie lebe ich meinen Glauben.

    In der Bibel steht der Glaube kann nur in der Gemeinachaft gelebt werden!

    Welche Gemeinschaft soll das denn nach dem Austieg sein?

    Gruß Arno

    1. Susanne

      Lieber Arno,
      Auf deine Frage, welche Gemeinde es denn nun sein soll, gibt es meiner Ansicht nach keine allgemein gültige Antwort, eben weil es die perfekte Glaubensgemeinschaft oder Kirche nicht gibt.
      Deshalb kann ich auch nur für mich schreiben. Ich bin in einer Freien evangelischen Gemeinde heimisch geworden. Bei der Auswahl war für mich wichtig: Ist Jesus das Zentrum in der Gemeinde? Besteht KEIN Ausschließlichkeitsanspruch? Stimmen wichtige Lehren mit meiner Auffassung, mit meinem Bibelverständnis, überein? Kann ich abweichende Lehren mit meinem Gewissen vereinbaren? Habe ich die Möglichkeit, mit Geschwistern oder dem Pastor über Lehren zu diskutieren? Lässt man meine Erkenntnis stehen, wenn sie in nicht heilsnotwendigen Lehren nicht mit denen meiner Gemeinde übereinstimmen?
      Bisher habe ich das gefunden. Aber ich habe auch meine Grenzen, was ich nicht mehr mit tragen könnte, wenn es in der Gemeinde auftritt oder Einzug hält.
      Auch nicht besonders hilfreich, meine Antwort, wenn ich es genau bedenke. Aber vielleicht hilft es doch, Fragen und Antworten zu finden, was man in seiner Kirche oder Glaubensgemeinschaft finden möchte.

      1. Pezrus111

        Hallo Susanne,

        Ich teile deine Auffassung.

        Beste Grüße

        Petrus111

  23. Horst

    Lieber Autor Tilo,

    unter anderem Danke für Deine Ablehnung eines "Absolutismus" im Sinne eines unter-Druck-Setzens von Noch-Mitgliedern der ZJ-Gemeinschaft, die damit von einem Zwang unter den anderen geraten würden. Das beweist m.E. Deine christliche Feinfühligkeit: Den Wink des Palmzweiges nicht durch einen anderen drohenden Zeigefinger zu ersetzen.

    Gruss Horst

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