Welche Art von Liebe bringt wahres Glück?

Kommentar zum Studienartikel: „Welche Liebe macht wirklich glücklich?”  WT Januar 2018  “Glücklich ist das Volk, dessen Gott Jehova ist.”Psalm 144:15

Schon im Abs. 1 wird der Gedanke suggeriert, Glückliche Menschen gibt es nur unter dem Volk Gottes“ – gemeint sind Jehovas Zeugen, die sich Tag und Nacht für “Gottes Organisation” einsetzen. Diese Aussage kann man getrost unter die Kategorie „Eigenlob stinkt“ einordnen:

Zitat: „Wie in der Bibel vorausgesagt, sammelt Jehova „eine große Volksmenge . . . aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen“ ein. Sie bildet „eine mächtige Nation“ von mehr als acht Millionen glücklichen Menschen, die Gott „Tag und Nacht“ heiligen Dienst darbringen.“ 

Dieser Satz ist ein weiterer Beweis dafür, wie die Organisation der Zeugen Jehovas impliziert, dass man nicht wirklich glücklich sein kann, wenn man nicht dazugehört oder es unterlässt, ihren Anweisungen vollständig nachzukommen.

Der Artikel ist bemüht, uns jeden Versuch, ein normales Leben zu führen, als schädlich und nicht gottgewollt zu verteufeln. Wer nicht Selbstverleugnung praktiziert und nicht bereit ist, die Lehren der Organisation durch Pionierarbeit und Einsatz zu propagieren, hat keine Liebe zu Gott und kann kein wahres Glück finden.

Der Anspruch, Gottes Volk zu sein, basiert auf einen Zirkelschluss. Es läuft so: Wir sind Gottes Volk, weil Gott vorausgesagt hat, dass er eine große Menschenmenge zusammensammeln würde. Wir, als Organisation, sind eine Menge Menschen, daher erfüllen wir diese Prophezeiung. Weil wir als Organisation diese Prophezeiung erfüllen, müssen wir daher Gottes Volk sein.

Hast du den logischen Fehler entdeckt? Welchen Beweis gibt es dafür? Die Organisation der Zeugen Jehovas ist die Gruppe (große Menge), die Gott als Erfüllung der Prophezeiung ansieht. Wie bereits in früheren Artikeln erwähnt, gibt es auch andere Religionen, die zur gleichen Zeit, wie die Organisation der Zeugen Jehovas, entstanden sind und die sich jedoch heute zu einer noch größeren “großen Menschenmenge” entwickelt haben.

Könnten diese nicht auch für sich den Anspruch erheben, dass sich diese Prophezeiung an ihnen erfüllt hat?

“Halt!” wird der geschulte Zeuge sofort einwenden, “In Psalm 144:15 wird doch extra darauf verwiesen: „Glücklich ist das Volk, dessen Gott Jehova ist!“

Welche andere Religionsgruppe hat Jehova noch als Gott? Nur Jehovas Zeugen!” Doch ist der Umstand, dass sich eine Religionsorganisation den Namen „Jehova“ auf die Fahnen geschrieben hat, schon ein Beweis, dass sie als Gottes Volk auserwählt wurden?

Woran sollte man, gemäß der Bibel, erkennen ob jemand im Namen Gottes Jehova spricht? 

  1. Mose 18:22 „Wenn der Prophet etwas im Namen Jahwes sagt, das sich nicht erfüllt und nicht eintrifft, dann hat Jahwe nicht durch ihn gesprochen. Der Prophet hat es sich angemaßt. Du brauchst dich vor ihm nicht zu fürchten.”

Die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas hat schon mehrmals im Namen Jehovas Dinge vorhergesagt, die sich jedes Mal als falsch erwiesen. Sie lehrten auch nachweislich, im Laufe ihrer Geschichte, viele Irrlehren, die sie dann revidieren mussten. Dabei handelt es sich nicht um Kleinigkeiten, sondern um grundlegende Wahrheiten des Wortes Gottes. Zeugen Jehovas treten mit Eifer für die jeweilig gültige Wahrheit ein, aber mit Unverstand.

Vor diesem Hintergrund zu behaupten, nur weil sie Tag und Nacht, im Namen „Jehovas“ prophezeien, sind sie das Volk Gottes, ist, angesichts der vielen falschen Vorhersagen, Gotteslästerung. Doch zurück zum eigentlichen Thema. Im Absatz 5 wird von selbstverliebten Menschen gesagt:

„Die Selbstliebe, die in 2. Timotheus 3:2erwähnt wird, ist keine natürliche, gesunde Liebe. Sie ist eine verdrehte, selbstsüchtige Liebe. Personen, die sich übermäßig lieben, denken höher von sich als nötig. (Lies Römer 12:3.) Ihr Leben dreht sich hauptsächlich um sie selbst. Andere sind ihnen ziemlich gleichgültig“.

Selbstliebe wird hier also so beschrieben: Menschen, die sich selbst lieben, denken höher von sich, als es notwendig wäre. Ihr Hauptinteresse am Leben gilt ihnen selbst. Sie kümmern sich wenig um andere.

Weiter wird von solchen selbstverliebten Menschen gesagt, Zitat:

„Misslingt etwas, suchen sie die Schuld meist bei anderen, statt selbst die Verantwortung dafür zu übernehmen. Ein Bibelkommentar vergleicht eigenliebige Menschen mit einem Igel, der sich zu einem Ball zusammenrollt, sein weiches, warmes Fell für sich behält und anderen die scharfen Stacheln zeigt. Solche ichbezogenen Menschen sind nicht wirklich glücklich“.

Wenn also etwas schief geht, tendieren sie dazu, andere dafür verantwortlich zu machen, anstatt Verantwortung zu übernehmen. Es gibt, innerhalb der Organisation Jehovas, tatsächlich eine Gruppe von Männern, auf die diese Worte zutreffen.

Wie reagiert die Leitende Körperschaft, wenn sie Lehrpunkte geändert hat? Hat die Führung der Organisation jemals die Verantwortung, für die Auswirkungen der fehlerhaften Inhalte, übernommen? Einige der inzwischen aufgegebenen Lehren hatten schwerwiegende negative Konsequenzen auf das Leben anderer – Lehren wie unser altes Verbot bez. Organtransplantation oder das Verbot bestimmter Blutbehandlungen oder die Verurteilung von Impfungen. Wie viele Brüder haben auf Grund dieser falschen Lehren ihr Leben verloren!

Hinzu kommt der große Schaden, der durch gescheiterte prophetische Interpretationen, wie die für 1925, 1975 und die Berechnung “dieser Generation”, verursacht wurde. Der Glaube sehr vieler Zeugen wurde dadurch beschädigt, sogar zerstört.

Wenn du deinen Brüdern und Schwestern großen Schaden zugefügt hast, wird dich die Liebe zu ihnen dazu zwingen, dich zu entschuldigen. Du möchtest Verantwortung für deine Fehler übernehmen, bereuen und wenn möglich, Wiedergutmachung leisten? Hat die leitende Körperschaft dies, in ihrer Historie, jemals getan? NEIN! Im Gegenteil – die Schuld lag immer bei “einigen, die etwas falsch verstanden hatten” oder sogar bei Jehova, er hat es erst jetzt heller werden lassen.

Im Absatz 6 wird gesagt, dass ” … Bibelgelehrte Selbstliebe, als die Wurzel aller negativen Eigenschaften, die in den letzten Tagen vorherrschen würde,” sehen. “Im Gegensatz dazu produzieren Menschen, die Gott lieben, eine ganz andere Art Frucht. Die Bibel verbindet göttliche Liebe mit Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Glauben, Milde und Selbstbeherrschung”. Unterschwellige Botschaft dieser Aussage ist: Diese Art der Liebe wird nur unter dem Volk Gottes zu finden sein.

Doch schau dich in der Versammlung um. Gibt es viel Freude? Fühlst du dich frei von Verurteilungen oder bist du gezwungen, dich ständig zu erklären? Warum hast du die letzte Zusammenkunft verpasst? Warum hat sich dein Zeiteinsatz im Predigtdienst reduziert?

Kann Freude in solch einer kontrollierenden Atmosphäre wirklich existieren?

Was ist mit Freundlichkeit und Güte? Wir hören von so vielen Klagen, gegen die Organisation, wegen des nachlässigen Umgangs in Missbrauchsfällen. Sehen wir Mitgefühl, mit Kindern die sexuell missbraucht wurden oder müssen wir feststellen, dass es der Organisation wichtiger ist, rein und untadelig nach außen zu erscheinen? Nur keine Schmach auf den Namen Jehovas bringen und damit auch keine Schmach auf die “Organisation Jehovas”.

Dem Inhalt der Absätze 6 bis 8 werden wahrscheinlich alle zustimmen können, aber was ist mit der Anwendung?

Absatz 7 sagt, Zitat: In Philipper 2: 3 und 4 werden wir sinngemäß aufgefordert: ….  „Habt nicht nur eure eigenen Interessen im Auge, sondern auch die der anderen.“ 

„Beherzige ich diesen Rat? Versuche ich wirklich zu tun, was Jehova von mir möchte? Bemühe ich mich, anderen zu helfen, sei es in der Versammlung oder im Dienst?“ Von sich selbst zu geben ist nicht immer leicht. Es erfordert Anstrengung und Opfer. Doch wenn wir es tun, gefallen wir dem Souverän von Himmel und Erde. Was könnte uns glücklicher machen?”

Aber folgt die Organisation, die Gottes Namen trägt, auch diesem Grundsatz?

Wir beobachten, wie zunehmend Königreichssäle verkauft werden, ohne dass die örtlichen Gemeindemitglieder gefragt werden oder die Erlaubnis erteilt haben.  Warum auch, sie sind ja alle enteignet worden. Die Säle sind selbstgebaut und bezahlt, aber die Versammlungen haben kein Mitspracherecht.

Die LDCs (Local Design Committees) wurden angewiesen, Versammlungen zu konsolidieren, damit Königreichssäle und Kongresshallen für den Verkauf freigegeben werden können. Das ganze Geld geht in das Hauptquartier. Dies hat zu großen Unannehmlichkeiten und Kosten für die Brüder zur Folge. Sie müssen jetzt größere Entfernungen in Kauf nehmen, um zu ihren Versammlungen zu kommen. Das bedeutet höhere Benzinkosten und mehr Zeitaufwand. Verträgt sich dies mit einer liebevollen Einstellung, die “immer nach dem Besten für Andere Ausschau hält?”

Dem, was im Absatz 7 gesagt wird, stimmen wir gerne zu. Wir sind uns doch einig, dass ein Christ nichts aus Streitsucht oder Egoismus tun sollte, sondern immer nach dem Besten, im Interesse anderer, Ausschau halten sollte.

Aber nach dieser guten Aussage, folgt sofort wieder Manipulation in eigener Sache, wenn es heißt, Zitat:

„Wir könnten uns fragen:„Beherzige ich diesen Rat? Versuche ich wirklich zu tun, was Jehova (seine Organisation)von mir möchte? Bemühe ich mich, anderen zu helfen, sei es in der Versammlung oder im Dienst?“ …. Es erfordert Anstrengung und Opfer.“

Im folgenden Absatz werden uns nun, wie üblich, eifrige Vorbildzeugen, als gute Beispiele präsentiert. Die Liebe zu Gott hat sie dazu bewogen, lukrative Karrieren aufzugeben, um Jehova und “seiner Organisation” vollständig dienen zu können. Ericka, eine Ärztin, die in den Vereinigten Staaten lebt, hat ihre angesehene Position in der Medizin aufgegeben und nahm den Pionierdienst auf. Na, was denn sonst? Von jedem vorbildlichen Verkündiger wird dies doch erwartet – nur die wenigsten tun dies.

Die Wachtturmorganisation möchte, dass wir akzeptieren, dass Geben aus Liebe lobenswert ist, wer will dem widersprechen? Aber dann müssen wir diese Wahrheit auch auf die Organisation anwenden. “Jehova” und “Organisation” sind für Jehovas Zeugen austauschbare Begriffe.

Die WTG müsste z. B. eine angemessene Entschädigung für alle sexuell missbrauchten Kinder leisten, weil sie es versäumt hat, die Schwächsten zu schützen und mehr auf ihren guten Ruf bedacht war.

Absatz 10 vermittelt uns dann die Ansicht der Organisation zu Reichtümern, Zitat:

Natürlich brauchen wir alle Geld. Es gibt uns einen gewissen Schutz (Pred. 7:12). Aber kann man wirklich glücklich sein, wenn man nur das Lebensnotwendige hat? Auf jeden Fall!”

Nun, auch dieser Aussage möchten wir nicht widersprechen. Glück hängt nicht nur von äußeren Umständen, wie Reichtum ab. Passend zu dieser Frage ist auch das, was in Sprüche 30 Vers 8 u. 9. zu lesen ist:

„Gib mir weder Armut noch Reichtum. Laß mich die mir beschiedene Speise verzehren, damit ich nicht satt werde und ich [dich] tatsächlich verleugne und sage: „Wer ist Jehova?“ und damit ich nicht verarme und ich tatsächlich stehle und mich am Namen meines Gottes vergreife“.

Versuchen wir den Sinn dieses Verses zu verstehen. Agur, dem Sohn von Jake,ging es darum, die Extreme von Armut und Reichtum zu vermeiden, weil sie dazu führen könnten, sein Verhältnis zu Gott zu zerstören. Die Botschaft aber, die der “Sklave” vermitteln möchte und die von den meisten Zeugen auch so verstanden wird, lautet: Alles, was man braucht ist ein Dach über dem Kopf und gerade genug Essen, damit man Pionierarbeit leisten kann. Das ist nicht im Geiste dessen, was Agur im Sinn hatte. Außerdem haben die meisten, wenn nicht alle, mehr zum Leben, als nur das, was die Grundbedürfnisse befriedigt.

Wer so extrem bescheiden lebt, kann schnell in die Armut abstürzen, in den Zustand, in dem keiner von uns sein möchte, so wie es Agur in seinem Gebet ausdrückt. Nach dieser verzerrten Sicht auf wirtschaftliche Bedürfnisse, werden wir fälschlicherweise gebeten, die Menschen zu richten, wenn der letzte Satz suggeriert: “Wahrscheinlich fallen jedem von uns Menschen ein, die auf ihren Reichtum vertrauen, statt auf Gott.

Diese Art von Schwarzweiß-Denken führt dazu, dass Zeugen automatisch jemanden, der materiell besser gestellt ist, als materialistisch zu beurteilen; als jemanden der mehr auf seinen Reichtum, als auf Gott vertraut.

Dann wird gesagt: “Diejenigen, die Geld lieben, können Gott nicht gefallen.” Das ist natürlich richtig. Doch siehst du die subtile Verbindung, die die Organisation hier macht? Zuerst wird uns geraten, in unseren Köpfen diejenigen zu identifizieren, von denen wir glauben, dass sie auf ihren Reichtum vertrauen und dann wird uns suggeriert, dass diese “Gott nicht gefallen” können.

Der durchschnittliche Zeuge entnimmt daraus: “Die Armen lieben Gott, aber die Bessergestellten können Gott nicht lieben”. Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt, als diese Schlussfolgerung. Beispiele in der Bibel zeigen deutlich, dass wohlhabendere Individuen (wie Abraham, Hiob und David) Gott lieben können, während arme Menschen dies nicht tun müssen. Der Rest dieses Absatzes zitiert Matthäus 6:19-24,  wo es um unsere Schätze im Himmel geht. Was versteht aber die Organisation unter “Schätze im Himmel”? Nun, in der Literatur der Organisation werden Schätze im Himmel immer gleichgesetzt mit dem Dienst für die Organisation.

Dann präsentiert uns der Autor dieses Artikels noch eine andere, wie fast immer, nicht überprüfbare Erfahrung, Zitat Abs. 12:

„Jack, der in den Vereinigten Staaten lebt, verkaufte sein großes Haus und Geschäft, um mit seiner Frau im Pionierdienst stehen zu können. Er erzählt: „Es war nicht leicht, unser schönes Haus und Grundstück auf dem Land aufzugeben. Aber aufgrund meiner Arbeitssituation bin ich jahrelang frustriert nach Hause gekommen. Meine Frau war als Pionier so glücklich. Sie sagte immer: ‚Ich habe den allerbesten Chef!‘ Jetzt bin ich auch Pionier und wir arbeiten beide für Jehova.“

Erkennen wir hier die subtile Botschaft, die uns die Organisation unterschwellig vermittelt?

Jack hatte nicht nur ein Haus, nein er hatte ein großes Haus im Grünen und ein eigenes Geschäft, war also selbstständig. Schon haben wir den Personenkreis eingegrenzt, der doch nur unglücklich sein kann. Doch angeblich sind alle seine Probleme verschwunden. Sicher, seine geschäftlichen Probleme mögen sich reduziert haben, aber hat ein Arbeitnehmer nicht auch Ängste und Probleme? Und sollen Christen etwa ein Leben ohne Probleme erwarten? Ist das die Botschaft, die Jesus in Markus 10:30 vermittelte?

“Unheil wächst nicht auf dem Acker, und Mühsal schießt nicht aus der Erde empor. Nein, von Geburt an gehört zum Menschsein die Mühe, so wie zum Feuer die Funken gehören.” Hiob 5:6 ,7

Wenn wir den Bedürftigen geben können, ist es lobenswert, aber das ist nicht das, was uns der Artikel sagen möchte. Beachten wir: Der Text unter dieser Abbildung suggeriert uns sehr anschaulich, was gemeint ist und wie wir zeigen könnten, dass wir nicht geldliebend sind.

Zitat Abs. 19, 20: “Die Erde ist voller Menschen, die sich selbst, das Geld oder das Vergnügen mehr lieben als alles andere. Sie wollen nur nehmen. ….. Im Gegensatz dazu schrieb der Psalmist: „Glücklich ist der, der den Gott Jakobs zu seiner Hilfe hat, dessen Hoffnung auf Jehova, seinen Gott, gerichtet ist“ (Ps. 146:5). … Die Liebe zu Gott nimmt unter Jehovas Volk immer mehr zu und jedes Jahr schließen sich viele unseren Reihen an. Das beweist, dass Gottes Königreich regiert und auf der Erde bald für unvorstellbare Segnungen sorgen wird“.

Die Liebe Gottes gedeiht also nur unter Jehovas Volk und jedes Jahr schließen sich viele an. Dies soll ein Beweis dafür sein, dass Gottes Königreich regiert? Millionen Menschen, in vielen christlichen Religionen, haben eine Liebe zu Gott. Es gibt viele christlichen Gemeinschaften, die jedes Jahr wachsen. Ist das wirklich ein Beweis, dass Gottes Königreich regiert und bald eine paradiesische Erde hervorbringen wird?

Zeugen würden mit einem deutlichen “Nein” antworten. So muss aber sicher die gleiche Schlussfolgerung auch für die Organisation gelten, besonders wenn diese mit einer geringeren Rate wächst, als die Weltbevölkerung und die Liebe Gottes scheint eher zu schwinden, als zu blühen, aufgrund bisher verborgener Probleme, die jetzt in den Medien ans Licht kommen.

Zusammenfassend lautet die eigentliche Frage: Dienen wir Jehova und Jesus Christus oder dienen wir nur einer, vom Menschen geschaffenen, Organisation, die von unserem Vater missbilligt wird? Wir müssen die Antwort auf diese Frage auf individueller Basis finden und dann die geeigneten Maßnahmen ergreifen, wenn wir Gottes Gunst wollen.

Welche Art von Liebe bringt wahres Glück? So lautet die Eingangsfrage dieses Artikels. Wenn wir die Quintessenz seines Inhaltes betrachten, dann müsste die Antwort sein: Alles, was wir für die „Organisation Jehovas“ geben und tun, ist ein Ausdruck wahrer Liebe zu Gott und der Weg zu wahrem Glück.

 

 

Mag ich nicht (89)

25 Kommentare zu “Welche Art von Liebe bringt wahres Glück?

  1. Fox

    Guten Abend Erni,

    vielen Dank für die Aufarbeitung des Artikels.

    Wir erfahren von Ericka, einer Ärztin, welche irgendwann ihren Beruf aufgab um im Pionierdienst zu stehen. Hat Ericka Medizin studiert bevor sie Zeugin wurde oder hat sie die "liebevollen Ratschläge" der Organisation ignoriert um was werden zu können im WELTLICHEN Leben? Wie musste sie in dieser Zeit mit der Erwartungshaltung ihrer Versammlung zum geistig gesinnt sein leben? Das sind Informationen, mit denen man das arme Zeugenschaf in der Hammelherde hält. Gleiches auch bei Jack. Konnte der Typ nicht an seiner Selbstbeherrschung arbeiten und dankbar sein, dass er Erfolg in der Selbständigkeit hatte? Nein, da muss er das Haus verkaufen. Und was ist in 10 Jahren, wenn Jack, Ericka und andere blinde Schafe mehr Lebensunterhalt benötigen weil Krankheit und Alter bei jedem Spuren hinterlassen?

    In Deutschland kann bei selbstverschuldeter Hilfsbedürftigkeit der Staat verschenktes Vermögen noch 10 Jahre nach der Schenkung zurückfordern. Aber zeigt die Organisation Liebe in Form von Einsicht gegenüber einem nun von wirtschaftlicher Not bedrängtem Schaf? Ist es nicht vielmehr so, dass in unserem Land etliche Zeugen einen Teilzeitjob annehmen, mit dem man freilich nicht genug für den Lebensunterhalt verdient, geschweige denn, eine Familie vernünftig zu versorgen wie es Christenpflicht sein soll. Diesen mickrigen Lohn lässt man dann aufstocken nach dem SGB II, welches auch die Sozialversicherungen trägt. Bitte nicht falsch verstehen, es gibt durchaus Situationen, wo Arbeit nicht zu bekommen ist. Aber in Übereinstimmung mit dem biblischen Grundsatz: "wer nicht arbeiten WILL soll auch nicht essen" wäre es doch höchste christliche Pflicht, alles zu tun um Arbeitslosigkeit zu vermeiden, also auch eine höhere Bildung anzustreben um damit gute Voraussetzungen für eine Arbeit zu schaffen. Und wenn dann etwas übrig ist vom Monatsgehalt, dann soll das laut biblischer Anregung genutzt werden um Bedürftige zu unterstützen. Wo soll denn das christliche Vorbild liegen, wenn dieser Part der Nächstenliebe nicht geübt wird? Haben die Ältesten darüber mit Ericka und Jack gesprochen? Und ihnen den Gemeinschaftsentzug angedroht wenn sie lieber Pionier sein wollen anstatt Abs. 7 des WT zu beherzigen?

    Es ist aber schon eine besondere Form der Verhöhnung, dass in der Weltzentrale der Zeugen sogar die Gullydeckel eine eigene WT-Prägung haben müssen (da kennt die Ausscheidung wenigstens gleich den Absender), aber einfache Mitchristen zu noch mehr Verzicht aufgefordert werden.

  2. Johann

    Da Amerika hat wesentlich "laxere" Datenschutzgesetze hat,  muss jeder ZJ, der dieses Formular unterschreibt daran denken das er WTG erlaubt, seine gesamten Daten nach Amerika zu transferieren. Was dort dann damit geschieht wird er nie erfahren.Interessant auch die Anweisungen für die Ältesten - wie mit Verkündiger zu verfahren ist, die das Formular nicht unterzeichnen wollen. Die Ältestenschaft stuft dich als illoyal ein und als "Untätiger" angesehen - man wird von hardcore ZJ gemieden.Hier auszugsweise §12 vom Formular S-291-E:

    "Wenn ein Verkündiger irgendwann den Ältesten mitteilt, dass er seine Einwilligung zur Verwendung seiner personenbezogenen Daten widerrufen möchte, sollten sich zwei Älteste unverzüglich an das Service-Department (des Zweigbüros) wenden. Der Sekretär sollte das Datum des Widerrufs auf dem Formular "Mitteilung und Einwilligung zur Verwendung personenbezogener Daten" vermerken."

    Wer ein bisschen mehr darüber im englischen Forum lesen möchte:https://www.jehovahs-witness.com/top...tion-form-elsehttps://www.jehovahs-witness.com/top...rmission-spainhttps://www.jehovahs-witness.com/top...man-standpoint

    1. M.N.

      Der Passus betreffs "Verkündigern, die das Formular nicht unterzeichnen wollen" geht ja noch weiter. Ich zitiere aus dem Abschnitt 10 des S-291:

      "Wenn der Betreffende in die Verwendung seiner personenbezogenen Daten nicht einwilligt, darf er ein Verkündiger (getauft oder ungetauft) bleiben und die Versammlung seine personenbezogenen Daten hinsichtlich seiner Tätigkeit als Verkündiger aufbewahren, einschließlich der auf der Verkündigerberichtskarte der Versammlung (S-21) vorhandenen Informationen. (Oh wie gnädig: Er "darf". Sollen wir uns jetzt alle vor Rührung und Dankbarkeit im Staub wälzen und der JW.Org  Huldigungen darbringen?) Allerdings sollte der Betreffende darüber informiert werden, dass die Versammlung oder das Zweigbüro nicht in der Lage sein mag, seine Eignung für gewisse Funktionen in der Versammlung oder zur Teilnahme an vielen Versammlungsaktivitäten zu beurteilen, wie zum Beispiel als allgemeiner Pionier, Dienstamtgehilfe oder Ältester zu dienen."

      Aaah ja. DA liegt also der berühmte Hund begraben.

      In anderen Worten: Füllst du diesen Wisch nicht aus, ist's nix mit Pio/DAG/Ä-Ernennung - keine "Vorrechte", kein "Status", kein "Ansehen", kein "guter Ruf" und kein Aufstieg zu Amt und Würden als "ernannter" WTG-Hierarchiefunktionär. M. E. liegt hier der Tatbestand der Erpressung vor. Als Druckmittel funktioniert dies allerdings nur bei jenen, die sich vor lauter Sehnsucht nach solchen menschengemachten "Privilegien" verzehren. Gut für die ZJ, denen dieser Rummel um "Vorrechte" nichts bedeutet, die sich ihren Frieden auch ohne diesen rein menschlichen "Vorrechte"-Statusquatsch bewahren und sich aus der JW.Org-verordneten "Theokratieolympiade"-Tretmühle/dem Hamsterrad verabschiedet haben.

  3. Für ist jeder der UNSEREN HERRN JESUS, BEKENNT UND AN IHN , GLAUBT EIN CHRIST!

    Und nicht die FIRMEN GESETZE , EINER EINGETRAGENEN AKTIENGESELLSCHAFT, VERLAGSGESELKSCHAFT , können UNS NICHT DENN WEG ZUM VATER EBNEN , sondern nur unser HERR , JESUS CHRISTUS, DER WEG , DIE WAHRHEIT UND DAS LEBEN!!!

    Ich Danke unseren Himmlischen Vater in den Himmeln das ES EUCH GIBT , IHR ALLE SEID BRÜDER UND SCHWESTERN, JESU CHRISTI!

    1. Meereswoge

      .......und ich danke Euch Allen, liebe Schreiber, daß Ihr Euch die Mühe macht, uns mit soviel INFORMATIONEN zu versorgen, das wir leichte, begründete Entscheidungen treffen können, die uns sonst verwehrt geblieben wären.....Herzlichen Dank liebe Brüder und Schwestern, verbunden mit der Bitte, uns weiter zuversorgen.

      Eure dankbare Meereswoge

      1. Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ >Meereswoge

        Auch dir, liebe Meereswoge, sei Dank gesagt, dass du deine Wertschätzung für die Informationen kundtust. Dabei ist noch viel Material vorhanden, welches vielleicht in einer Schublade fristet. Nachfolgend Genannter sandte mir vor einiger Zeit diesen Inhalt, als PDF:

        E i n  A u f s a t z  v o n
        F r a n k  B r u d e r
        S T U D E N T  F Ü R  M A G I S T E R  T H E O L O G I A E
        A N  D E R  R U H R - U N I V E R S I T Ä T  B O C H U M
        Inhaltsverzeichnis

        I. Vorwort ............... 3

        II. Einleitung (kurze Erklärung der verwendeten Begriffe) ... 4

        III. Der Unterschied zwischen Exkommunikation und Gemeinschaftsentzug ........ 5

        IV. Der Gemeinschaftsentzug bei den Zeugen Jehovas - Einige Fallbeispiele ................................. 7

        V. Der Gemeinschaftsentzug bei Minderjährigen und Jugendlichen ............. 11

        VI. Nachhaltige soziale Auswirkungen des Gemeinschaftsentzugs aufgrund unkorrekter Bibelauslegung ... 12

        VII. Der Gemeinschaftsentzug als Teil der Gemeinderegel ..... 14

        VIII. Hebt 2Thess 3,15 das Gruß- und Kontaktverbot auf? ...... 16

        IX. Das Kontaktverbot ‒ nur in Bezug auf das Gemeinde- oder auch Privatleben? ....................... 20

        X. Gemeinschaftsentzug wegen porneía ............ 21

        XI. Kann der Gemeinschaftsentzug überhaupt als biblisch gelten? ....... 23

        XII. Gemeinschaftsentzug auf der Grundlage der Binde- und Lösegewalt?....... 25

        XIII. Der Gemeinschaftsentzug beruht auf ein falsches Kirchenverständnis der Zeugen Jehovas .... 27

        XIV. „Dem Satan übergeben“ (1Tim 1,20) ................... 31

        XV. „Gleich und Gleich gesellt sich gern“ ............ 32

        XVI. Ehemaligen Zeugen Jehovas werden unlautere Motive unterstellt und verunglimpft............... 33

        XVII. „…sie sind nicht von unserer Art gewesen…“ (1Joh 2,19) .... 37

        XVIII. Unverhältnismäßigkeiten in der Gemeindedisziplin und beim Gemeinschaftsentzug .............. 39

        XIX. Argwohn und Bespitzelungen als Folge des „ neurotischen Reinheitswahns“ ...... 41

        XX. Die mittelalterliche und spätantike Leibfeindlichkeit als Ursache für den sittlichen Reinheitswahn .............. 45

        XXI. Das Grußverbot als wirkungsvolle Kontaktsperre.......... 52

        XXII. Resümee .... 59

        Literaturverzeichnis ...... 64

        --------------------------------------------

        Auszug vom Kapitel VI. :

        VI. Nachhaltige soziale Auswirkungen des Gemeinschaftsentzugs aufgrund unkorrekter Bibelauslegung

        Damit die Kontaktsperre wirkt, hat die WTG Verhaltensregeln entwickelt und in ihren Schriften den ZJ eingeschärft, jegliche kontakteröffnende Grußformel39 zu unterlassen. Warum?

        Weil es sich dabei um „Handlungen und Sprachformeln zur Regelung des sozialen Kontaktes [handelt], besonders beim Zusammentreffen und beim Abschied. […] eine Grußverweigerung kann als Ablehnung angesehen werden“.40 ZJ argumentieren jedoch, es handle sich nicht um eine ablehnende oder menschenverachtende Haltung, sondern eher um eine Maßregelung „aus Liebe“, um den Gebannten „zur Reue zu bewegen“. Bei vielen ZJ geht sie dennoch mit Ablehnung und Verachtung gegenüber der Person einher. Das lässt sich auch nicht vermeiden, denn eine Grußverweigerung verletzt. Sie offenbart grundsätzlich, dass man jemanden geringschätzt oder sogar verachtet. Und damit erweist es sich als paradox, diesen Liebesentzug als „eine Maßnahme aus Liebe“ hinzustellen. Sie entspricht schon gar nicht dem Geist Jesu Christi.

        Einigen ZJ fällt die Grußverweigerung allerdings sehr schwer, und zwar sicherlich deswegen, weil sie darin einen Verstoß gegen Anstand und gute Sitte sehen. Manche vermeiden den Gruß nur mit großer Verlegenheit bzw. setzen sich sogar über das Grußverbot hinweg. Ich habe selber oft beobachten können, wie ZJ Ausgeschlossene gegrüßt haben. Es handelt sich hierbei allerdings um eine Minderheit, die trotz der Organisation ihre Menschlichkeit bewahrt haben.

        Der Gemeinschaftsentzug als Teil der „Kirchenzucht“ und das sich daraus ergebende Gruß- und Kontaktverbot ist das Ergebnis falscher Bibelauslegung...

        (Der Inhalt darf ohne Genehmigung weitergegeben oder verteilt werden. Das Zitieren aus diesem Werk oder das teilweise oder vollständige Übertragen auf oder Senden an elektronische Medien und Datenträgern ist jedoch nur mit genauer Quellenangabe oder bzw. genaue Bezeichnung der Fundstelle gestattet.)

        Ich werde versuchen, Frank per E-mail zu ermuntern, hier bei BI-aktuell  Beiträge zu posten...

        1. M.N.

          Wie/wo kommt man an dieses PDF heran?

        2. M.N.

          "...dass man jemanden geringschätzt oder sogar verachtet."

          Wen überrascht's?

          Genau dies ist doch bereits gang und gäbe, und gängige Praxis gegenüber Org-"treuen" und "lieben" ZJ im "Geistigen Sonne Wonne Freudenparadies", wenn diese nicht den strengen, auf einer abgehoben/überheblich/versnobbten "Holier than Thou/Ich bin ja sooo viel besser als du"-Attitüde ihrer hochgeschätzten "Glaubensgeschwister" beruhenden Leistungsmaßstäben entsprechen. "Ich bin 'Pionier' UND gehe arbeiten - die Bapsi hat keinen Job und keine Kinder und ist trotzdem nur 'Versammlungsverkündiger'; so ein faules Stück, könnte die nicht 'mehr tun'? Aber tolles Haus und dickes Auto fahren, na was soll man da anderes erwarten. Richtige Materialisten sind das." - "Mein Mann ist schon 'Ältester', aber der Jupp noch nicht mal 'DAG', obwohl er viel älter ist; so ein Drückeberger, der will sich bloooß nicht übernehmen. Aber Abteilungsleiter sein - in der 'Welt', da kann er, aber theokratisch eine Niete." - "Unser Kind ist erst 6, und schon getauft - die da sind schon Teenager, und noch nicht mal 'ungetaufte Verkündiger'" - "Jetzt studiert die Hella schon seit über 10 Jahren und ist immer noch nicht getauft - warum kommt die einfach nicht zu Potte?" - "Wie die sich schon wieder angezogen hat, wie die rumläuft, so ein Fummel käme bei mir nicht ins Haus - jetzt hat der Karl-Otto ja auch einen Bart, und dem Franz seine Haare, wie lang die sind, könnte der nicht mal zum Frisör gehen? Und dem Fritz sein Anzug - immer mit der neuesten Mode. Na, DAS ist ja typisch, was soll man auch von denen manderes erwarten, die bringen ja eh nichts ..."

          Unter orgloyalen ZJ wird sich ohne Unterlass gegenseitig abgeschätzt, beurteilt, eingeschätzt, verglichen, AB-geurteilt, VER-urteilt, und zwar nicht nur hinsichtlich strikter WTG-Konformität und "Vorbildlichkeit" (als ob das bereits nicht ausreichte), sondern es wird - in übereifrig/zelotischer "päpstlicher als der Papst sein wollen"-Manier - oftmals noch weit darüber hinausgegangen, nach der Devise "lieber 150% als nur 99". Die "Anerkennung und Gunst Jeehoofaas", "Rettung und Überleben in Harmagedon"  und der Erhalt "ewigen Lebens" muss sich ja auch auf Biegen und Brechen ERARBEITET, ERKÄMPFT und UNBEDINGT GESICHERT werden ("VIELLEICHT werdet ihr gerettet werden"), und da geht man lieber 100 Meilen als nur 1. Und so beäugt man sich innerhalb der "herzlichen Bruderschaft" stets misstrauisch ("Aufeinander achten") in puncto WTG-"Gehorsam", "geistiger Reinheit", "Vorbildlichkeit" - wer ist ein NOCH besserer ZJ, wer ist NOCH lieber, wer tut NOCH mehr, wer hält das Banner der WTG am ALLERhöchsten etc. Und wehe, jemand funktioniert nicht exakt 100 (110, 120, ...) % gemäß WTG-Vorgaben - dann wird er sofort als "geistig schwach" und "nicht vorbildlich" "bezeichnet" und als "am Rand der Org befindlich" angesehen, hoch suspekte Individuen, von denen man sich besser fern hält. Und so weht in "Gottes eigener Organisation" - unter sog. "Glaubensbrüdern"! - genau dieser Eishauch des pharisäischen Ungeistes, der in Luk 18,9-14 so trefflich beschrieben wird: "Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die Übrigen der Menschen: Ich predige eifrig und fleißig, mache Stunden, bin Pionier, gehe in ALLE Zusammenkünfte und Kongresse, bin bei jedem Freiwilligeneinsatz präsent, gebe Spenden an die WTG... nicht wie diese faulen Drückeberger, die sich als ZJ ausgeben, aber noch 'viiiiel mehr tun' könnten..."

          So sieht es aus im "eiskalten Paradies" der ZJ, unter ach so liebevollen "Glaubensgeschwistern", im "Volk Gottes", unter Menschen, die "als einzige 'wahre Liebe' praktizieren". Genau dies bewirkt bei Hunderttausenden ZJ massive kognitive Dissonanzen, lässt sie an der Org und an ihren ach so frommen Super-"Glaubensgeschwistern" leiden, verzweifeln, in die innere Emigration gehen, und oftmals zerbrechen sie daran.

          Wie soll es da wohl gegenüber Personen zugehen, die von ihrem fundamentalen Menschenrecht auf Meinungs- und Entscheidungsfreiheit (Artikel 18 der "Universellen Erklärung der Menschenrechte") Gebrauch machen und sich entscheiden, offen von WTG-Kadavergehorsamskurs abzuweichen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen? Nicht auszudenken ... "Igitt und Pfui Teufel - eklige, widerliche 'Abtrünnige', rebellische 'Korahs', 'geistig gefährliche' Unholde, genauso teuflisch und 'geistig unrein' wie Hurer und Ehebrecher, in Harmagedon werden die ihre Quittung bekommen, rette sich wer kann..."

          Doch wie warnte unser Herr Jesus Christus im o. a. Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner?

          "Jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; wer aber sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden."

          Dies geht frontal an die Adresse der sich pausenlos penetrant selbsterhöhenden JW.Org und jedes selbstgerechten, abgehoben/versnobbten "Ich bin ja soooo viel besser als du"-"Vorbild"-ZJ, denn "Wer bist du, der du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt dem eigenen Herrn. Er wird aber aufrecht gehalten werden, denn der Herr vermag ihn aufrecht zu halten" (Röm 14,4).

        3. Hupsi

          Herrlich.

          Wenn ich was zu sagen hätte in der Org.,  dann wäre das ein herrliches "after Predigtdienst Kabarett"

          Bittere genauso erlebte Realität.. ..oder sollte ich "Wahrheit"  sagen 🙂

        4. Horst

          Stimmt alles, lieber M.N.

          Was noch dazukommt, ist die Formulierung (Ältestenbuch), dass Du "keinem aus der Versammlung Anlass zum ANSTOSS bieten sollst" - damit ist diesem kleingeistigen Denunziantentum Tür und Tor geöffnet, ja es ist ein Bestandteil der "waaahren Anbeetung".

          Wie Du sagst, dem Einen gefällt Deine Frisur nicht, dem anderen Dein Auto, Dein Haus, die Kleider Deiner Frau, egal was, anstatt sich auf christliche Werte zu konzentrieren, fördert die JW.Org das "Richten der Hausknechte". Mißgunst und Neid kennzeichnen das "einträchtig beieinander Wohnen" in diesem Verein.

          Die Ältestenschaft, bevorzugt aus eher einfachen Gemütern berufen, dafür "geistig reif", nimmt solche Informationen gerne auf, um von "Hemmnissen für die Wirkung des  Geistes Gottes in der Versammlung" zu berichten. In diesem Moment haben sie dann schon einen auf dem Kieker.

          Das ist quasi die Ouvertüre, um jemand in die bekannte Mangel zu nehmen. Und sei es nur wegen einem Schnauzbärtchen. Es funktioniert aber auch, wenn der "Anstossnehmer" aussieht wie ein Sauerampfer und der Wackelkandidat ein ebenmäßiges Gesicht und ein freundliches Wesen hat -da spielen nicht mal mehr seine geleisteten Stunden eine Rolle.

          Kein Zeuge Jehovas wird behaupten können, dass es in seiner "liebevollen Christenversammlung" dem "Hort der wahren Anbetung", dem "geistigen Paradies", NICHT so ist.

          Gruss Horst

        5. M.N.

          Worauf du einen lassen kannst. Genau so isses.

        6. Fox

          Guten Tag Gerd,

          die Funktion des Unterbewussten wird den meisten Zeugen überhaupt nicht klar sein. Es ist Lehraufgabe dieser Organisation, unterbewusste Mechanismen ins Reich des Bösen zu schieben und so zu tun, als sei der Mensch allezeit nur von vollstem Bewusstsein gesteuert. Was medizinisch schlicht unmöglich ist und für den Betreffenden tödlich in kürzester Zeit. Deshalb wird ein jeder Zeuge eine Herabwürdigung allein wegen des Grußverbotes verneinen sondern vielmehr auf den weiteren Lehrblödsinn verweisen, im alten Israel hätten Übeltäter getötet werden müssen und schließlich kann man mit Toten auch nicht reden und sie nicht grüßen. Diese Auslegung ist in den Schriften der ZJ so verankert.

          Was damit selbstverständlich übergangen wird: 1. Das GESETZ wurde durch Christus abgelöst. Jeder, der sich weiterhin ans GESETZ halten will, tötet Christus täglich aufs Neue und dessen eigenes Urteil wird entsprechend ausfallen. 2. Auch unter dem GESETZ gab es die Möglichkeit der Vergebung durch Anerkennung eines Sünden sühnenden Opfers. 3. Hätten die Israeliten den Strafkatalog der Zeugen zur Steinigung herangezogen würden wir heute in den Geschichtsbüchern lesen, dass man in Israel Steine importieren musste und sich die beiden letzten Israeliten vor einigen tausend Jahren gegenseitig gesteinigt haben, weil sie sich als letzte Verbliebene gegenseitig beschuldigt haben. 4. Es gab auch das Recht UND DIE PFLICHT, Gleiches mit Gleichem zu vergelten! Wurde jemand wegen einer falschen Anklage verurteilt musste er ebenfalls sterben. Auf die WTG übertragen: Es gibt keine rechtmäßigen Religionsführer dieser Gemeinschaft allein aufgrund ihrer Überlegungen, welche im Ältestenlehrbuch als Handlungsebene verlangt wird!

          Paulus führte aus, dass ein krasser, willentlicher Übertreter des Gesetzes Christi "aus der Mitte" seiner Brüder entfernt werden solle. Liest man den 1. Brief an die Korinther zu dieser Angelegenheit genau durch, kommt man unweigerlich zu der Erkenntnis, dass dieser Mensch einen Status in der Christenversammlung innehatte, die ihm Ansehen trotz seiner Handlung einbrachte. Ob durch reichliche Spenden oder der Fähigkeit, gute Vorträge zu halten, ob er einige seiner Weiber mit in die Christengemeinde gebracht hat - das wird nicht genannt. Aber er badete offenkundig im Ansehen und man rühmte sich seiner. Wer hat bei den Zeugen eine solche Erfahrung?

          Die Gemeinde in Korinth war den Worten des Paulus gegenüber offen, aber Paulus mahnte nicht, diesen aus der Gemeinschaft zu entfernen, sondern aus ihrer Mitte. Und einen solchen Unterschied zu begreifen erlaubt ein Zeugenhirn nach dem Lehrenbrei leider noch immer sehr selten. In einer Herde Schafe wird jedes Tier gelegentlich in die Mitte genommen. Dort intensiviert sich nicht nur die Wärme, sondern auch der Herdengeruch. Das wird aber nur den Tieren zuteil, die den Geruch der eigenen Herde haben, neu zur Herde gekaufte Tiere müssen erst einmal sehr sorgsam integriert werden, vorzugsweise indem es einige Tage im Stall zubringt. Der Hirte sieht genau, wann das Schaf in der Herde angenommen ist. Aber es gibt in einer solchen Herde keine "Anführer", wenn der Hirte ruft sind sie allesamt auf schnellstem Weg zu ihm. Schafe, die sich dem nicht anschließen sind benachteiligte Tiere. Der korrekte Weg eines "Gemeinschaftsentzugs" geht also genau anders herum als bei den Zeugen gepflegt und behauptet: Ein Schaf das nicht das Gesetz des Christus als seinen "Herdengeruch" annehmen möchte findet keinen Zugang zur Mitte der Herde. Aber nach christlichem Verständnis soll darum gekämpft werden (Jud.23), dass ein Schaf diesen Herdengeruch behält, den unverwechselbaren Geruch unseres Herrn Jesus. Daher wies Paulus an, dem bekehrten Sünder  wieder die volle Liebe teilhaftig werden zu lassen. Seine "Stallzeit" war vorbei - zu keinem Zeitpunkt war er irgendwie tot!

        7. Liebe Fox,

           

          Schon längere Zeit lese ich nun nur noch still mit. Zu sehr ist man beansprucht mit seinen persönlichen Problemen. Doch Dein Kommentar hat mich jetzt gerade zum schmunzeln gebracht.  Der trifft den Nagel auf den Kopf.  Die Indoktrination ist dermaßen perfekt gemacht, alles soooo rein und wahr. Niemand könnte der LK schlechte Beweggründe unterstellen. Nein, niemals.  Wer das tut, der kann nur ein böser Abtrünniger sein, der den anderen Schafen schlechtes möchte.

          Bei Punkt 3 musste ich laut lachen. ????????????

          Auch deine Erklärung zum Gemeinschaftsentzug, einfach sehr gut. Da könnte man Bücher füllen.

          Ein Hallo  und herzliches willkommen an dieser Stelle an die vielen neuen Mitleser und schreiber.

           

          Von Dorkas aus der schönen Pfalz

        8. Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ

          Guten Nachmittag, liebe Fox,

          deine lebendigen Schilderungen sind es wieder, die froh machen, wenn du nun hier wieder als Beitragsschaf, in unserer Mitte blökst. So wird unser Stallgeruch gleich vertrauter und die Fantasie angeregter. Du, und andere hier, würden sofort verstehen,  wenn ich dich fragen würde: "Warst du bei Zeugens ein 'anderes Schaf'?" Und du antwortest: "Stimmt, ich war ein Jonadab, das stand auch in meiner Kartei". Solche Rätsel könnte ein Aussenstehender niemals lösen, er müsst meinen, wir seien materialisierte Aliens. Aber die neuen Datenregulierungen machen es offenbar, wenn das nach dem 25. Mai an die Öffentlichkeit gelangen wird.  Nur wird es noch geheimnisvoller, wenn manches ehemalige "andere Schaf" der insultierenden Behörde aufklärend mitteilt: "Inzwischen bin ich Gesalbter geworden und nehme daher von den Symbolen". Bei Nachfrage käme die Erläuterung: "Ich essen nun vom Brot und nehme dazu roten Wein". Das zeigt, Zeugen sollten ihre Daten belassen, die Geheimdienste würden resignieren, denn diese Codes löst kein gemeiner Weltmensch, die erst durch Harmagedon erfahren werden, dass sie einfach nur stinkende Böcke sind. Määäh!

          Das Geschäft "Steine-Import GmbH" wäre für Europas Zeugen, speziell in Holland, sehr lukrativ, denn dieses Land besitzt keine Steinbrüche, wie ich aus Berufszeiten weiß. Der Schotter für den Bahnoberbau muss tatsächlich importiert werden. Es wird als Ersatz auch Kiesel aus dem Rhein gebaggert, daher heißt es auch dort, neu übersetzt: "Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Kiesel"... Kommt auch billiger, als der Steine-import. Nun Franks typische Erlebnisse aus seinem Büchlein, diese Kostprobe zeigt, solche Dinge gibt es wahrscheinlich bei anderen "christlichen" Kulten kaum:

          XIX. Argwohn und Bespitzelungen als Folge des „neurotischen Reinheitswahns“

          Nichts wird unter ZJ so sehr geahndet wie sexuelle Verfehlungen. Die meisten Gemeinschaftsentzüge sind tatsächlich auf ein solches Verhalten zurückzuführen. Im Laufe der Jahrzehnte konnte ich mich aber auch nicht des Eindrucks erwehren, dass die Ältesten regelrecht darauf aus sind, einen Komiteefall heraufzubeschwören oder zumindest zu erhoffen.

          Komiteefälle geben Ältesten die Möglichkeit, sich zu profilieren und ihr Selbstbewusstsein zu steigern. Zudem bringt dies etwas Abwechslung in ihr monotones Leben, wodurch sie auch einmal aus ihrer Tretmühle herauskommen können: Den immer wiederkehrenden gleichen Inhalten in ihren Zusammenkünften, den so genannten „Gottesdiensten“, dem erfolglosen und zermürbenden Predigtdient „von Haus zu Haus“ und dem Straßendienst, bei dem sie von den vorbeiziehenden Leuten kaum Beachtung finden, allenfalls ein müdes Lächeln ernten. So wurde mir z. B. aus zuverlässiger Quelle berichtet, dass zwei Älteste ein Pärchen bespitzelt haben, von dem sie annahmen, dass es nicht verheiratet ist. Wie mir berichtet wurde, verfolgten sie es mit dem Auto bis zur Wohnung und haben beobachtet, wie sie zusammen dort hineingingen und nicht wieder herauskamen. Für die Ältesten war damit der Tatbestand der „Hurerei“ bereits erfüllt. Wie peinlich es doch war, als sie es zur Rede stellen wollten, ihnen aber eröffneten, dass es bereits verheiratet war. Es hatte ihre Eheschließung nicht bekanntgegeben.

          Aber selbst wenn es nicht verheiratet gewesen wäre, hätten sie kein Recht auf diese Hexenjagd gehabt.

          Ein anderer Fall betraf mich selber. Ich wohnte zur Miete in einer kleinen Wohnung im zweiten Stockwerk, das ein Architekten-Ehepaar, welches ebenfalls zur Gemeinschaft der ZJ gehörte (der Ehemann ist inzwischen verstorben), an mich vermietet hatte. Diese Vermieter wohnten im angrenzenden Gebäude, wo sie auch ihre Architektenbüros und die Hausverwaltung hatten. An ihre bungalowähnliche Wohnung grenzte außerdem noch eine Praxis eines Internisten und Chiropraktikers. Über mir im Dachgeschoss wohnte ein junges Pärchen, mit dem ich befreundet war, ebenfalls ZJ. Der Ehemann war der Sohn der Vermieter. In den etwa zehn Jahren währenden Hausgemeinschaft hatte ich anfangs ein herzliches Verhältnis auch zu den Vermietern, die vor allen Dingen Wert auf äußere Religiosität legten. Als ich jedoch merkte, dass sie gegen ihre spanische Schwiegertochter intrigierten und sie wie eine Aschenputtel behandelten und ihr Mann seine Eltern nie zur Rede stellte, stellte ich mich auf ihre Seite. Sie fiel vor allen Dingen in den  Zusammenkünften und auf Kongressen der ZJ besonders extrem auf: Durch ihre außerordentliche Schönheit, ihr sehr exotisches Aussehen und ihre äußerst grazile, zierliche Figur, figurbetonte, geschmackvolle Kleidung, ästhetischen femininen Gebärden und eleganten Laufstil, und zwar so ästhetisch, wie man sie sonst nur beim Ballett beobachten kann. Sie war daher auch besonders bei Kindern und Jugendlichen, die nun einmal völlig arglos und unvoreingenommen Augen für Schönheit haben, beliebt. Trotzdem war sie für mich einfach nur wie eine Schwester, mit der ich ein sehr herzliches und vertrautes Verhältnis hatte. Ein älteres Ehepaar mit dem wir eng befreundet waren, hielt unsere Freundschaft für sehr wertvoll und rein, ohne Hintergedanken. Sie war zudem bei einigen Gemeindemitgliedern wegen ihres vornehmen und niveauvollen Charakters besonders beliebt.

          Die Ältesten wollten jedoch mehr als nur ein geschwisterähnliches Verhältnis in unserer Beziehung sehen.

          42

          Sobald sie den Königreichssaal betrat, fielen die Blicke sofort auf sie. Man hatte bei ihr das Gefühl: Sie kam nicht in den Saal, sondern sie „erschien“. Dabei wurde sie vor allen Dingen von den Männern und insbesondere den Ältesten von oben bis unten gemustert. Selbstverständlich fiel sie auch Unbeteiligten auf: Einmal stand ich mit ihr im so genannten „Straßendienst“, einem Missionszweig, bei dem ZJ am Rande eines Gehweges oder Marktplatzes stehen und den Leuten die Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! präsentieren. Ein LKW-Fahrer, der an der roten Ampel hielt, rief zu ihr herüber, in etwa: „Wenn alle Mädchen bei euch so toll aussehen, trete ich eurem Verein bei“. Es war schon eine amüsante Situation.

          Andere wiederum begegneten ihr mit Argwohn, vor allen Dingen die weiblichen Glaubensgenossen, die meistens mit der überall auffallenden Schönheit der Spanierin nicht konkurrieren konnten und sich wohl um ihre Ehemänner „sorgten“. Damit die Beschreibung ihrer Person nicht übertrieben anmutet, sei noch erwähnt, dass sie damals in einem Schönheitswettbewerb eine Reise nach Monaco (oder Côte d'Azur, welche von beiden Orten weiß ich nicht mehr genau) gewonnen hatte.

          Die Charakterisierung und Beschreibung ihrer Person sollen keine Schwärmerei meinerseits darstellen. Ich habe diese Glaubensschwester ganz bewusst so ausführlich geschildert und beschrieben, da ich damit verdeutlichen möchte, dass die Leibfeindlichkeit, von der wir schon auf S. 21f. gesprochen haben, sich gerade dort manifestiert, wo sie auf diese „Paradiesvögel“ mit all ihren leiblichen Vorzügen trifft. Sie ist daher eine von vielen Ursachen, dass solche Schönheiten häufig mit Argwohn betrachtet werden. Und so auch hier: Es gab oft abfällige Äußerungen ihr gegenüber, und sie wurde zu Unrecht als „leichtes Mädchen“ betrachtet.

          Bis auf wenige Ausnahmen konnte sich daher niemand vorstellen, dass wir „nur“ befreundet waren, es sich also um eine ‒ wenn auch seltene ‒, so aber doch saubere und deshalb wertvolle Freundschaft handelte. Und dennoch: Immer wieder hat man uns beobachtet, wenn wir das Haus verließen oder zusammen in das Haus gingen. Immer wieder gab es Gerede und Tuscheleien, wenn wir zusammen im Auto gesehen wurden. Oft haben wir auch einen geheimen Treffpunkt ausgemacht, wo man uns nicht vermuten würde, damit man uns möglicherweise nicht zufällig zusammen aus dem Haus gehen sieht. Dies führte schließlich so weit, dass wir von zwei älteren Glaubensschwestern ‒ es waren gerade solche (und wie sollte es auch anders sein), die weder durch Persönlichkeit noch durch physische Erscheinung auffielen, also ein eher schwaches Auftreten hatten ‒ bespitzelt wurden, als ich mich in der Wohnung der Glaubensschwester befand, wo wir zusammen frühstückten und uns regelmäßig auf der Terrasse aufhielten. So kam es, dass ich von zwei Ältesten und einem Kreisaufseher aufgesucht wurde. Der Kreisaufseher stellte mir buchstäblich die Frage: „Habt Ihr beide was zusammen gehabt?“ Ich erwiderte, dass dies nicht der Fall gewesen sei. Darauf sagte mir der Kreisaufseher: „Wenn Du uns das so sagst, dann müssen wir dir ja glauben“. Mit anderen Worten: sie glaubten mir nicht! Auch die spanische Schwester wurde verhört und empfand dabei die Fragen der Inquisitoren als unerhört. Ihr Ehemann (ich wuchs zusammen mit ihm auf) hatte nie an meine Arglosigkeit gezweifelt. Es kam zu einer Komiteeverhandlung, bei der mir zur Auflage gemacht wurde, den Kontakt zur Glaubensschwester auf ein Mindestmaß zu beschränken, da es sonst zu einer öffentlichen Zurechtweisung kommen könne. Bei der Annahme von Paketsendungen im Auftrag der Schwester sei es auch nicht nötig bzw. dies zum Anlass zu nehmen, ihre Wohnung zu betreten. Es reiche aus, wenn ich die Postsendung vor ihrer Tür überreiche und dann wieder in meine Wohnung zurückginge. Die Schwester und ich waren übereingekommen, dass wir es uns nicht bieten lassen, eine saubere Freundschaft zerstören zu lassen: „Diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung“ (Apg 2,5)...

          Als ehemaliger "Richter im Komitee", sind mir einige Komiteefälle in Erinnerung, die mit Ehebruch (sogar im Hinterzimmer des Kö-saales) zu tun hatten. Da drängt sich mir immer wieder der Verdacht auf, dass dieser moralische Reinheitswahn, sogar die Sucht nach Mißbrauch  fördert, denn normalerweise sollte man annehmen, dass die Belehrung über pornéo u.dgl. doch von solch Missetaten eher abhält. Vielleicht ziehen diese Verbot noch mehr an, besonders die "moralgedrillten" Schafe, die manchmal dann gar so "anders" werden...?

          Also,  liebe Füchsin und die anderen Tiere dieses Stalles, behaltet euren BI-aktuellen Stallgeruch weiterhin bei  😉

           

           

        9. Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ

          Ich wage noch eine nachträgliche Ergänzung zu Frank's Bericht:

          Also a Buitl (boarisch), Bütl (ösisch), Foto (germanisch), von der spanischen Schwester hätte er zu seinem Bericht ruhig dazupacken können.

          Vielleicht ist die Ärmste inzwischen zu einer Org-abtrünnigen geworden und gehört entsprechend wiederbelebt!

          Man ist ja gleich Tag und Nacht voller Sorge um die Schafe des Herrn...

          ε(●̮̮̃•̃)з

        10. RoKo24

          Lieber Gerd, kennst Du das Sprichwort:

          Was ich selbst würd' machen tu',
          das trau' ich auch dem ander'n zu.

          Diese menschliche Denkweise pflegen viele Älteste und sind m.E. geistig wirklich armseelig. Sind sie Geistesmenschen? Wohl kaum; /#comment-33209

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          Fox hat es gut vorgetragen. Sie ergötzen sich nicht nur selbst an den Anklagepunkten, welche sie den Missetäter vorwerfen, sie jagen dem voller Inbrunst nach, suchen und erfragen Erklärungen bis in alle Einzelheiten weil sie sich dabei erregen können. Wahrscheinlich die einige Möglichkeit, unter der Indoktrin der WTG über Sexualität reden zu können, indem man es anderen vorwirft. Oder wie Teenager heute sagen: "Was schiebst du denn für Filme?" Kopfkino.

          Liebe Schwestern, es gibt auch Männer ohne Wampe mit stämmischem adonischen Körperbau und viel durchsickerndes Testosteron in den Hautporen. Somit ist wieder Gleichheit hergestellt. 🙂

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          LG RoKo

  4. Kilian

     
    Die Org-Hörigkeit spiegelt sich auch in folgendem erlebten wieder.
     

     
    Am Sonntag waren wir in der Versammlung ( ja ich weiß, warum überhaupt?).
     

     
    Es ging um den großen Glauben Noahs. Da kam doch tatsächlich die Antwort einer ganz schlauen Schwester:
     
    Und Noah musste ohne die JW.ORG und Broadcasting auskommen und hatte Glauben.
     

     
    Ja wie jetzt – ich dachte ich fall gleich vom Stuhl. Da musste der arme Kerl doch tatsächlich nur mit Jehova oder vielleicht einem Engel auskommen um Glauben zu haben. Keine dazwischengeschaltete Org.
     

     
    Herr schmeiß Hirn vom Himmel jagte mir so durch den Kopf.
     

     
    Aber das ist genau die Denke vieler. Sie sind gar nicht mehr in der Lage die Bibel zu gebrauchen. Im Dienst sollen Filmchen gezeigt werden, kein Gebrauch der Bibel.
     

     
    „Geliebt“ wird nur noch der, der auch die Org „liebt“.
     

     
    Traurig, aber wahr.
     

    1. O.W.Schön@Kilian

      Organisierte Verdummung

      Lieber Kilian,

      der Kommentar der Schwester lässt tief blicken. Der Kult um JW.Org trägt perfide Früchte und verdummt die Menschen, die dem Kult zum Opfer gefallen sind. Vielleicht könnte man die Antwort der Schwester ja auch ins Positive umdeuten:

      Noah hatte Glauben trotz den Zeugen Jehovas! Und hätte es JW.Org und Broadcasting schon zu Noahs Zeiten gegeben, dann hätte Noah Glauben gehabt trotz der JW.Org und trotz des Verdummungs-TV von JW.Org! Und obwohl es JW.Org und JW.Org broadcasting gibt, kommen Menschen zum Glauben an Jesus Christus!

      Ganz liebe Grüße

      O.W.S.

       

       

  5. Bernd

    Wieder ein Artikel, wie ich ihn mag. Weiter so!

  6. Der Aussteiger

    Glück und Liebe bei der JW.Org WTG. Ha, ha, ha, das ich nicht lache. Eine Org. die dich mit Vorschriften für dein Leben zuschüttet, wo du aufhörst zu Leben und nur noch Funktionierst. Regeln Gebote und Verbote und viel Heuchelei, so sieht es in den meisten Versammlungen aus. Wehe du machst zu wenig Dienst und begleitest Dienstämter? Du wirst unter Druck gesetzt mehr zu tun, andernfalls stehen deine Dienstämter zur Disposition. Oder Schwestern die wegen ihrer Familie überfordert sind und Pionier Dienst machen, kein Verständnis für ihre Sorgen. Macht gefälligst Dienst nach Vorschrift, seit schließlich im geistigen Paradies, was jammert ihr? Wie kann da Freude aufkommen?

    Wie sagte der Herr Jesus, daran werden sie erkennen das sie meine Jünger sind, das sie Liebe unter ein an der haben. Was für eine Liebe meinter er?

    Zum Beispiel solche wie diese,

    Aus Englisch "He Ain`t Heavy, he`s my Brother(The Hollys)

    Deutsche Übersetzung

    Die Straße ist lang und kurvenreich,

    Sie führt uns wer weiß wo hin,

    Aber ich bin stark,

    stark genug, um ihn zu tragen:

    Er ist überhaupt nicht schwer- er ist nämlich mein Bruder.

     

    Und so machen wir uns auf auf dem Weg.

    Sein Wohlergehen geht mich etwas an,

    er ist keine Last, mit der ich mich abschleppen muss,

    wir schaffen das schon,

    weil ich weiß, dass er für mich keine Bürde dar stellt.

    Er ist gar nicht schwer- er ist mein Bruder.

     

    Wenn mich überhaupt etwas belastet,

    dann die Traurigkeit darüber,

    dass nicht jedermanns Herz,

    mit der Freude gegenseitiger Liebe erfüllt ist.

     

    Es ist ein langer, langer Weg ohne Wiederkehr.

    Warum sollten wir ihn nicht gemeinsam gehen?

    Und die Last drückt mich überhaupt nicht nieder:

    Er ist nicht schwer- er ist mein Bruder.

    Sprach Jesus nicht von dieser oder ähnlicher Liebe, immer wieder, nicht aus Zwang, freiwillig, aus  Liebe zueinander , das kennzeichnet doch wahre Diener Jesu oder habe ich was falsch verstanden, korrigiert mich wenn nötig. Ansonsten wünsche ich euch allen einen Herrlichen Sonntag.

    Liebe Grüsse

    Der Aussteiger.

  7. Boas

    Philipper 2: 3 und 4 "Habt nicht nur eure eigenen Interessen im Auge, sondern auch die der anderen."

    Wie wäre es denn im Wachtturm mit dem Beispiel eines Vorbildzeugen, der seinen Pionierdienst aufgegeben hat, um Ärztin zu werden, um anderen Menschen zu helfen?

    Sorry, hatte doch glatt überlesen, wie der Wachtturm den obigen Text auslegt:
    "Bemühe ich mich, anderen zu helfen, sei es in der Versammlung oder im Dienst?"

  8. Meereswoge

    Miterlebt in meiner Versammlung: Eine Schwester, 4 Kinder saßen um sie herum und lauschten dem Vortragsredner, welcher die Liebe der ZJ von allen Seiten hervorhob, das wir die Einzigen sind.....Eines ihrer Kinder (1. Od 2.Klasse) sagte lautstark: "Stimmts Mutti, Eigenlob stinkt.." Die arme Mutti versank fast in ihrem Sitz mit rotem Kopf, Bewegung vor und hinter ihnen.....Der Junge hat es begriffen, dachte ich. Die Mutti meinte dann, das sie den Kindern vor kurzem erklärt hatte, was das Sprichwort bedeutete....

    Zum Anderen haben die Bemühungen von ' Open doors' meine große Anerkennung. Ich sehe mir ihre Berichte, ihre Arbeit an und denke, es gibt wirklich liebe, treue Geschwister, die freudig um des Namens JESU willen verfolgt werden, getötet werden.....,Sie alle bitten füreinander, stark und treu zu sein und ich darf mich diesen Gebeten anschließen....Oft habe ich dann meinen ZJ Geschwistern von den Berichten erzählt....leider ohne Widerhall. Nichts begriffen,leider, sind ja keine ZJ. Es schmerzt mich, aber bin dankbar, das mein Horizont dadurch erweitert wird. ZeugeJesu zu sein  bedeutet mir immer mehr....und meinen Gott Jehova mit mein Vater anreden zu dürfen...

    Einen sonnigen Frühlingsgruß an Euch Alle.........Eure Meereswoge

  9. Bernd

    Meine Frau war als Pionier so glücklich. Sie sagte immer: ‚Ich habe den allerbesten Chef!‘ Jetzt bin ich auch Pionier und wir arbeiten beide für Jehova.“

     

    Das haben die Brüder auch gesagt als ihnen der Stuhl in Selters vor die Tür gesetzt wurde.

    Danke Jehova für diese Handlung.

  10. Ulla

    Hallo an alle!

    Welche Art von Liebe bringt wahres Glück?

    Was für ein wunderbarer Artikel!

    Ich habe 30 Jahre lang gedacht, Gott freue sich über mich, wenn ich für die WTG geistig "anschaffen" gehe und Mitglieder werbe! Wie oft, ja wie oft, habe ich in glückliche Gesichter von "Wohnungsinhabern"  gesehen. Ein Teil von ihnen bekannte sich ganz offen zu Christus und schwärmte von ihren Tätigkeiten in ihrer Gemeinde oder ihrem Glaubensumfeld. ELITÄRES Denken und STOLZ ("nur in der ORG. sind wir von Gott anerkannt") haben mich damals (noch) nicht erkennen lassen, was Christus sagte in Joh. 18:20, wo er zu seinem und unserem Vater betete: "Ich bitte aber nicht nur für sie, sondern für alle, die durch ihre Worte von mir hören werden und an mich glauben."

    "Open doors" alleine berichtet aktuell von 200 Mio. verfolgten CHRISTEN weltweit!

    Ich danke dem Vater dafür, dass er mir die Augen geöffnet hat, mir half,  vom "Tunnelblick" der WTG wegzukommen und jetzt erkennen zu dürfen, dass der "LEIB CHRISTI", ein lebendiger Organismus, auf der GANZEN ERDE vorhanden ist!

    Dass ich hier auf BI Menschen kennenlernen durfte, die Gott ebenfalls auf den Weg zu seinem Christus gebracht hat! Jesu wahre Nachfolger kommen tatsächlich aus ALLEN Religionen und Sekten heraus, um sich nur noch Jesus anzubefehlen. DAS ist der Wille des Vaters, der sich wie ein roter Faden durch die Evangelien und das übrige "NT" zieht!

    In unserer modernen Zeit gibt es nicht nur Haus- und Bibelkreise, sondern auch im Netz die Möglichkeit, sein Bekenntnis zu Christus abzulegen.

    Sprechen wir nicht länger Christen auf der ganzen Welt, vor allem denen, die in Nordkorea, im Sudan o.a. muslimisch geprägten Ländern aufs grausamste verfolgt werden, das CHRISTSEIN ab!

    Jesus sagte doch: "Wo zwei oder drei in MEINEM NAMEN zusammenkommen, bin ich in ihrer Mitte!"

    Wir wissen nicht, wer am Ende alles mitgenommen und anerkannt wird von Jesus, der das Gericht innehat. Aber auf keinen Fall dürfen wir über andere urteilen. Sonst trifft uns ebenfalls ein schlimmes Urteil!

    Dieses schwere Gericht hat der Vater in die Hände des Sohnes gelegt. Es liegt nicht an uns, einzelne zu verurteilen. Als Christen können wir lediglich auf MISSSTÄNDE und UNGERECHTIGKEITEN in Religionen oder Sekten aufmerksam machen, um Gläubige zu unterstützen.

    Mir gefällt besonders der Text aus Mat. 18:10, wo Jesus sagte: "Hütet euch davor, hochmütig auf die herabzusehen, die euch GERING erscheinen. Denn ich sage euch: Ihre Engel haben immer Zugang zu meinem Vater im Himmel." HFA

    Ich wünsche allen einen gesegneten Sonntag!

    Servusli

    Ulla

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