Religiöse Verfolgung durch Ächtung und Hass

Zeugen Jehovas glauben, dass sie von allen Seiten verfolgt werden. Jede Kritik und Ablehnung ihrer Lehren oder die Verbote ihrer Schriften werden als eine Art der Verfolgung gewertet. In seiner neuesten Ansprache: „Sie werden verfolgt werden“, nimmt Mark Sanderson, von der LK der Zeugen Jehovas, auf Jesu Worte aus Math. 10:22 Bezug. Er behauptet: „Wahre Christen müssen mit Verfolgung rechnen“ und verweist auf das aktuelle Verbot der Zeugen Jehovas in Russland.

Hier haben wir wieder einen Beleg dafür, wie Zeugen Jehovas, durch sublime Botschaftent zu den gewünschten Schlussfolgerungen geführt werden. Beachten wir die Wortwahl Sandersons: „Wahre Christen müssen mit Verfolgung rechnen.“  Die Botschaft, die hier unterschwellig vermittelt wird, ist diese: „Wer nicht verfolgt wird, ist kein wahrer Christ“. Somit ist die Schlussfolgerung: Jehovas Zeugen sind “wahre Christen”, weil sie verfolgt werden.

Aber Jesus sprach nicht von “wahren Christen”. Er sprach davon, dass seine Nachfolger um SEINES Namens willen verfolgt werden. (Math. 10:22)  Dies trifft auf Zeugen Jehovas wohl kaum zu.

Ja, jeder der sich zu Christus bekennt, muss mit Verfolgung rechnen, nur das Prädikat „wahrer Christ“ spielt dabei erst mal keine Rolle.

Auch Websites wie diese, die in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Gefahren durch Organisationen, wie die der Zeugen Jehovas, schaffen wollen, werden ihrerseits als Verfolgung eingestuft. Liebe Zeugen Jehovas: Es hat nichts mit religiöser Verfolgung zu tun, wenn man Fakten über eine religiöse Gruppe publiziert, solange dies sachlich, ehrlich und ohne Polemik geschieht.

Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen

Jehovas Zeugen bezeichnen, seit über hundert Jahren, andere Religionen und Glaubensrichtungen als “falsche Religionen” und ermuntern deren Anhänger, ihre Kirchen zu verlassen.

Diese Website “Bruderinfo-aktuell” wurde aus Liebe zu Millionen von Zeugen Jehovas und Nichtgläubigen gegründet, die durch die zerstörerischen Wachtturmlehren geschädigt wurden und noch werden.

Die WTG war in ihrer Literatur, mit Kritik an anderen Religionen, selbst nie zimperlich und betrachtet diese auch heute als legitim und als einen “öffentlichen Dienst” für Gott. Halten wir fest: Kritik an den ZJ wird als religiöse Verfolgung empfunden, die Abwertung anderer Glaubensgemeinschaften ihrerseits aber hat damit nichts zu tun. Im Wachtturm vom 15. 11.1963, im Artikel: “Vollzug des göttlichen Urteils über die falsche Religion“, wird behauptet: “Eine öffentliche Aufdeckung der falschen Religion ist … ein Dienst für die Öffentlichkeit“.

Nun, wir von Bruderinfo betrachten unsere Arbeit ebenfalls als einen Dienst für die Öffentlichkeit und einen Akt der Liebe. Menschen haben das Recht, die Wahrheit über die Organisation der Zeugen Jehovas zu erfahren. Viele Jahrzehnte konnte sich die WTG den Nimbus der Heiligkeit und Unfehlbarkeit erhalten, wobei sich mit der alltäglichen Nutzung des Internets das Blatt gewendet hat. So hat heute jedermann die Möglichkeit, Sachverhalte zu prüfen und umfassend Recherche zu betreiben. Dadurch erlebt die Organisation selbst harte Kritik und beklagt es, wenn ehemalige Mitglieder ehrliche Informationen an die Öffentlichkeit weitergeben, die die WTG lieber geheimhalten würde. 

Religiöse Verfolgung durch Ächtung

Um dem entgegenzuwirken, verfolgt die WTG eine äußerst fragwürdige Strategie:  Ein Zeuge Jehovas, der es wagt „die Organisation“ zu kritisieren und auf Missstände hinweist oder die Gemeinschaft verlässt, wird seit 1952, auf Anordnung der geistigen Führung, gehasst, gemieden, diskriminiert und geächtet. 

Nachfolgend einige Zitate aus den Publikationen, die deutlich belegen, dass der Hass sich gegen die bezeichnete Person richten soll.

Wt, 1. Okt. 1952, Seite 599: „Wir müssen [den Ausgeschlossenen] im wahrsten Sinne hassen, das heißt, ihm mit äußerster Abneigung begegnen, ihn als abstoßend, ekelhaft, schmutzig, verachtungswürdig ansehen.“ 

Wt, 15. Juli 1961, Seite 420: Um zu hassen, was böse ist, muss ein Christ [den Ausgeschlossenen] hassen“.

Wt, 15. Januar 1975, Seite 442: … Weißt du aber auch, wie man hasst? (Was für eine Frage!) Solltest du es noch nicht wissen, die WTG wird es dir beibringen.) Diese harten Worte bringen den gottgefälligen Hass zum Ausdruck, den auch du empfinden musst, wenn du Gott gefallen möchtest. Hass ruft in uns Abscheu hervor. Etwas, was man hasst, ist einem zuwider, man ekelt sich davor, man kann es nicht ausstehen.“ 

Wt, 1. November 1980, Seite 19: Wer also mit seinen Zweifeln so weit geht, daß er abtrünnig wird, schwingt sich zum Richter auf. Er denkt, er wisse es besser als seine Mitchristen und auch besser als der „treue und verständige Sklave“, durch den er das meiste, wenn nicht sogar alles, gelernt hat, was er über Jehova Gott und seine Vorsätze weiß“.

Fragen wir uns: Ist diese Sprache, die “wahrer Christen” oder eher verbale Hetze sogenannter Hassprediger? Ein Zeuge Jehovas ist zwar “frei” zu gehen, aber die Abkehr aus der Gemeinschaft bezahlen alle mit einem hohen Preis. Seit 1952 muss jeder Zeuge Jehovas diese Ächtungsanweisungen befolgen, heute noch mehr als in der Vergangenheit, ansonsten darf er damit rechnen, selbst geächtet zu werden.

Es wird erwartet, dass Zeugen Jehovas den Kontakt zu ihren Familienmitgliedern und engen Freunden abbrechen, wenn diese sich von der Organisation abwenden. Selbst eine einfache Begrüßung wie: “Hallo, wie geht es dir?” ist nicht erwünscht. Es könnte sich daraus ja ein längeres Gespräch anbahnen.

Wt, 15. Januar 1953, S. 63: Das Gesetz des Landes und das durch Christus kommende Gesetz Gottes verbieten es uns, Abtrünnige zu töten, selbst wenn es eigene Familienangehörige nach dem Fleische wären. Indes verlangt Gottes Gesetz von uns, dass wir die Tatsache, dass ihnen die Gemeinschaft seiner Versammlung entzogen wurde, anerkennen. Dies sollte geschehen ungeachtet des Umstandes, dass das Gesetz des Landes, in dem wir leben, von uns fordert, zufolge einer gewissen natürlichen Verpflichtung mit solch Abtrünnigen unter demselben Dache zu wohnen und Umgang mit ihnen zu haben.“ 

Wenn es das Gesetz des Christus und das Gesetz des Landes nicht gäbe, so würde man „Abtrünnige“ sogar töten. Nichts anderes bedeutet die Aussage. Solche Worte hört man nur von Hasspredigern.

Wenn DAS keine Aufforderung zur Verfolgung ist, was dann? Jede Kritik oder Ablehnung einer Lehre der WTG wird als Hass gegenüber Gott und seinem Volk ausgelegt und Hasser Gottes sind zu hassen. So einfach ist das.

Zeugen Jehovas werden von dem sogenannten „treuen und verständigen Sklaven“ offen aufgefordert, diese Personen, auch wenn sie zur Familie gehören, im wahrsten Sinne des Wortes zu hassen, wenn sie sie schon nicht töten dürfen. Sie müssen diesen Menschen mit äußerster und aktiver Abneigung begegnen und als abscheulich, schmutzig und geisteskrank verabscheuen.

Jehovas Zeugen, – Extremistisch?

Wer so argumentiert, darf sich nicht wundern, als extremistisch eingestuft zu werden. Eine Untersuchung christlicher Gruppierungen auf radikale Ansichten und  Aktivitäten findet in der deutschen Extremismusforschung leider kaum Beachtung, weil man davon ausgeht, dass diese in der Regel auf Gewalt und Hassbotschaften verzichten. Zu Unrecht: Auch von „christlichen Extremisten“ geht eine Gefahr für den demokratischen Verfassungsstaat aus, etwa, wenn diese eine gesellschaftliche Ausgrenzung von Homosexuellen als „Seuchenkranke“ fordern, eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit zum Schutz religiöser Gefühle propagieren oder ihre Mitglieder auffordern, Aussteiger der Ächtung durch Familie und Freunde preiszugeben.

In seinem Buch: „Christlicher Extremismus in Deutschland“ untersucht Alexander Kuhn das Verhältnis der “Partei Bibeltreuer Christen”, “Christliche Mitte”, “Priesterbruderschaft St. Pius” und “Zeugen Jehovas” zum demokratischen Verfassungsstaat. Dieses Buch widmet sich diesem verkannten Phänomen und möchte verdeutlichen, dass die Demokratie von jeder religiösen Ideologie bedroht ist, die einen absoluten Anspruch auf Wahrheit und Macht erhebt.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, wenn die russische Regierung die Literatur der Zeugen Jehovas und ihrer Organisation als „Extremistisch“ einstuft und verbietet. Leider beurteilen viele Außenstehende und Uninformierte, auch Politiker, diese Einstufung als überzogen, und Mark Sanderson zitiert genüsslich unsere Bundeskanzlerin A. Merkel, die den russischen Präsidenten Putin öffentlich ermahnte, die Minderheitenrechte von Jehovas Zeugen zu respektieren.

Leider scheint ihr nicht bewusst zu sein, dass auch Jehovas Zeugen die Rechte Andersdenkender mit Füssen treten und verletzen, wenn Aussteiger aus ihren Reihen einer psychischen Verfolgung ausgesetzt werden.

Durch sublime Botschaften zu extremem Handeln animiert

Zeugen Jehovas werden in der Regel durch sublime, das heißt durch versteckte Botschaften, zu extremem Handeln animiert. Die Anordnung erfolgt in der Sprache der ZJ in der Regel nicht direkt, vielmehr erzeugt der Konformitätsdruck die gewünschte Schlussfolgerung. Durch die Manipulation des Einzelnen generiert die WTG gruppendynamische Prozesse, in der der Einzelne immer noch glaubt, frei zu handeln. Wer der Überzeugung ist, seine Entscheidung gehe vom eigenen freien Willen aus, dem fällt es schwerer, einen Irrglauben einzuräumen.

Im Unterschied zu einer konkreten Anweisung, die der Einzelne ablehnen oder verachten kann, setzt die Korrektur der eigenen Entscheidung die Einsicht voraus, im Unrecht gewesen zu sein. Das Gleiche gilt für die häufig verwendeten Suggestivfragen, wobei uns die Antworten bereits vorgegeben werden.

Auch wenn die Führung keine körperliche Gewalt propagiert, so übt sie mittels der Sprache enormen Druck aus. Durch sublime Botschaften oder Suggestivfragen werden wir als Zeugen Jehovas zu bestimmten Denk- und Handlungsweisen geführt. Beispiele für sublime Mitteilungen existieren in den Texten der ZJ an zahlreichen Stellen.

Hat Jesus seinen Nachfolgern geboten zu hassen?

Vergleiche diese Vorgehensweise mit dem, was Jesus lehrte,

Lukas 6:35 – 37: Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen. So wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt.”

Was sagt der Wachtturm zu diesem Gebot Jesu?

Wt 15. Juli 1961, Seite 420: “Wenn ein Mensch in einem schlechten Zustand bleibt, nachdem er erkannt hat, was richtig ist, wenn das Böse so tief verwurzelt ist, dass es ein untrennbarer Teil seiner Person ist, dann muss der Christ, um das Böse zu hassen, auch die Person hassen. Jesus meinte nicht, dass wir die verhärteten Feinde Jehovas lieben sollten.”

Halten wir fest: Der Sklave relativiert die Worte Jesu, wenn er behauptet, dass der, der sich als Feind Jehovas erweist, von Nachfolgern Christi keine Liebe erfahren sollte, wobei die Definition eines Feindes Jehovas wiederum durch seine Organisation erfolgt: Somit ist jeder, der die Organisation ablehnt, ein Feind Gottes.

Sagte Paulus in Römer Kapitel 3:23 nicht:  “Alle Menschen sind Sünder und damit Feinde Gottes und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen? Und dennoch hasst er sie nicht, sondern in seiner Liebe hat er dafür gesorgt, dass sie ohne Verdienst, allein auf Grund seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist, errettet werden?” 

Wenn also Jehova uns Liebe erweist, obwohl wir alle Feinde Gottes waren und bleiben, solange wir das Opfer Jesu verwerfen, wieviel mehr haben wir allen Grund auch unsere Feinde zu lieben, selbst wenn sie in ihrer Feindschaft zu Gott verharren? Wir hassen das Böse, aber nicht die Menschen. 

Krisenresistentes Weltbild der Zeugen Jehovas

Wie alle extremistisch christliche Gruppierungen bieten auch Jehovas Zeugen eine gewisse Form an Sicherheit und haben einfache Antworten auf komplexe Fragestellungen. Diese Gruppen bieten ein krisenresistentes Weltbild, eine klare Unterscheidung zwischen innen und außen, gut und schlecht und eine Unbedingtheit im Glauben.

Daraus resultiert Stabilität und Gewissheit, in Zeiten, die durch eine starke Unsicherheit und Unverbindlichkeit gekennzeichnet sind. Jehovas Zeugen wird ein Lebensentwurf vermittelt, der sich über die Abgrenzung zur liberalen Gesellschaft definiert.

In der öffentlichen Wahrnehmung findet Extremismus oft untrennbar mit der Anwendung von Gewalt statt. Dies wird seinen vielfältigen Facetten und seinem Gefahrenpotential jedoch nicht gerecht. Extremistisch sind, nach wissenschaftlicher Lesart, alle Ziele, Haltungen, Handlungen, Personen und Institutionen, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung, aber auch gegen die christliche Freiheit richten.

Die Ideologie bildet den Ausgangspunkt, vom dem aus eine Radikalisierung erfolgen kann, beispielsweise mit Blick auf die hasserfüllten Positionen zu Andersdenkenden oder Aussteigern und zu Anhängern der „falschen Religion“. Die rigorose Abgrenzung zu allem Fremdem und dessen Bewertung als Sünde, schafft Raum, der leicht instrumentalisiert werden kann.

Die Anwendung von Gewalt steht am Ende eines Prozesses, der einer Ideologie bedarf, aus der die Gläubigen dieses Mittel legitimieren können. Das zweigeteilte Weltbild der Zeugen Jehovas und deren Anspruch, die absolute Wahrheit zu vertreten, liefert die Basis, um Feindbilder zu etablieren.

Wer die Organisation verlässt ist kein Christ

Zitat aus dem Wachtturm vom 15.  9. 1981, S 14-16:

“Derjenige, der ein wahrer Christ gewesen ist, könnte auf den Weg der Wahrheit verzichten und sagen, dass er sich nicht mehr als Zeuge Jehovas betrachtet oder als einer der Zeugen Jehovas bekannt sein will. Wenn dieses seltene Ereignis eintritt, verzichtet der Mensch auf seine Stellung als Christ, der sich absichtlich von der Gemeinde distanziert. Der Apostel Johannes schrieb: “Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von unserer Art; denn wenn sie unserer Art nach gewesen wären, wären sie bei uns geblieben.” (1. Johannes 2:19)

Halten wir fest: Ein Mensch, der die Organisation der Zeugen Jehovas verlässt, weil er diese als falsch erkannt hat, hat seine Stellung als Christ aufgegeben.

Was für eine Anmaßung, Selbstgerechtigkeit und Verurteilung.

Diese Aufforderung zum Hass, gegenüber allen Andersdenkenden, könnte auch aus der Feder islamistischer Extremisten hervorgehen. Hier handelt es sich um einen offenen Aufruf zu religiöser Verfolgung und es ist nicht verwunderlich, wenn Regierungen Jehovas Zeugen als extremistisch einstufen und ihre Literatur verbieten, wie jüngst in Russland geschehen.

Doch dann ist die Empörung innerhalb der Organisation groß und es werden Briefaktionen an die Regierungen, als Verfolgte im Namen Christi, gestartet. Aber: Die russische Regierung hat Zeugen Jehovas nicht wegen ihres Christus-Glaubens, sondern wegen ihrer unchristlichen Aufrufe zum Hass verboten.

Jehovas Zeugen begreifen sich zwar als friedliebende Menschen, die anderen Menschen mit Liebe begegnen. Doch diese Liebe ist eine bedingte Liebe und nicht zu vergleichen mit der Liebe, die Jesus Christus uns lehrte und vorlebte. Die WTG bemüht Gerichte – selbst den Europäischen Gerichtshof – um für sich Religionsfreiheit und Menschenrechte einzuklagen. Doch ihren ehemaligen Mitgliedern erschweren sie es, ihre elementarsten Menschenrechte wahrzunehmen.

Wer das Recht des Menschen, auf die Geborgenheit in seiner Familie und deren Anerkennung, unabhängig von seiner religiösen Überzeugung, beschneidet und verwehrt, sollte nicht mit dem Finger auf andere zeigen.

Ja, Jehovas Zeugen wurden in der Vergangenheit massiv verfolgt, wenn sie für ihre religiöse Überzeugung einstanden, so wie andere ehrliche Christen, in all den voran gegangenen Jahrhunderten auch, eine Tatsache ist aber auch, dass die Geschichte der Zeugen Jehovas eine Geschichte der Intoleranz gegenüber Andersdenkenden ist. Es gibt kaum eine andere religiöse Gruppe, die mehr Häme und Hass anderen Religionen oder Andersdenkenden gegenüber verbreitet hat, als sie.

Wer die eigenen Aussteiger so verleumdet, mit Hass überschüttet und verteufelt, wie Jehovas Zeugen, sollte mit dem Begriff „religiöse Verfolgung“ vorsichtig umgehen. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

 

Mag ich nicht (48)

137 Kommentare zu “Religiöse Verfolgung durch Ächtung und Hass

  1. Noomi an Nada

     
    Hallo liebe Nada
    Schön dass du dich wieder mal meldest. Ich spüre, dass du im Moment sehr am Leiden bist. Aber leider sind deine Gedanken während dem momentanen Hick – Hack und der gegenseitigen Lieblosigkeit, wie ich sie hier im BI momentan empfinde, untergegangen.
    Deshalb möchte ich dir mein Mitgefühl aussprechen. Ich kann deine Gefühle nachempfinden, denn ich habe sie alle auch durchlebt, und habe gerade deshalb grosses Verständnis für dich.
    Ob du dich von der Versammlung trennst oder nicht, hat mit deinem Gottvertrauen nichts zu tun. Seit ich hier mitlese, habe ich deine Kommentare mit verfolgt, und ich habe den Eindruck, dass du dich sehr im Glauben an unseren Vater und unseren Herrn Jesus Christus verfestigt hast. Nur das zählt!
    Wenn du mit dieser Einstellung (noch) in die Versammlung gehst, strahlt das aus, auch ohne grosse Worte. Dieses spezielle Gottvertrauen kannst du hineintragen. Es sind kleine Lichtlein, die in einige Herzen leuchten, auch wenn es du nicht merkst. Ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen, dass es die wertvollsten Schwestern und Brüder sind, die es nie leicht hatten. Es sind vielleicht gerade die, welche deine stille Art sehr schätzen und wer weiss vielleicht springt ja ein Funke über, der auch ihnen hilft etwas nachdenklicher zu werden und sich wieder auf die wertvollen Dinge im Gauben zu konzentrieren und merken, dass ein Umdenken stattfinden sollte. Ich weiss auch aus eigener Erfahrung, dass man sich sehr einsam fühlt, wenn man nicht mit der Masse mitschwimmt und so zur Randerscheinung wird. Lies einmal die sieben Versammlungen in Offb 2 + 3 durch. Du wirst sehen, ausser Philadelphia wurden alle gerügt. Aber in jeder hat es solche, die den Sieg erringen und belohnt werden. Warum erhielt Philadelphia keine Rüge? „Weil du meiner Botschaft über das Ausharren gehorcht hast, werde ich dich von der grossen Drangsal bewahren“, heisst es in 3:10. Dein Ausharren besteht vielleicht in deiner jetzigen Situation. Und dazu hoffe ich, dass sich Philipper 4:13 an dir erfüllt: „Durch den, der mich stark macht (Jesus Christus) kann ich in allem bestehen!
    LG Noomi
     

    1. Nada

      Danke liebe noomi, das hat grad gut getan!!

      Nada

  2. Hallo,

    Gerade lese ich ein Buch von Werner Bartensmit dem Titel "Wenn Berürung hilft".  Darin habe ich etwas interessantes zum Thema  Ausgrenzung  gelesen. Ich möchte euch gerne daran teilhabn lassen,  weil es viele Ausgeschlossene betrifft.

    Auszug:

    DER SCHMERZ DER AUSGRENZUNG

    Nicht berührt zu werden, nicht mitmachen zu dürfenund von einer Gruppe ausgeschlossen zu werden,  tut weh. Es kann wie ein plötzlicher Schlag in die Magengrube wirken,wenn das unmissverständliche Signal kommt: Hier hast du nichts zu suchen,  du musst leider draußen bleiben. Der Schmerz über den jähes Ausschluss aus der Gemeinschaft  und die fehlende Bindung ist sogar ganz wörtlich zu verstehen, sagt Naomi Eisenberger von der Universität of California in Los Angeles. Fühlt sich jemand ungeliebt, einsam und nicht gewollt,  tut das auch körperlich weh, so die Neuroforscherin und Sozialpsychologin. Soziales und Leid überlappen sich........

    Soziale Ablehnung hat aber auch weitere körperliche Folgen. Sie geht mit einem Anstieg diverser Entzündungswerte einher,....

    Proinflammatorische Zytokine - das sind Botenstoffe, die eine Entzündung regelrecht anfeuern  - zirkulieren vermehrt im Blut  und tragen dazu bei, das Schmerzgrenze als noch schmerzhafter wahrgenommenwerden und unangenehme Berührungen lästiger sind. Soziale Nähe, Bindungen  und das Gefühl  der Sicherheit lindertendiere hingegen den Schmerz. ..........

    Sozialer und psychischer Schmerz teilen sich offenbar gemeinsame Nervenbahnen und Signalwege, sagt Eisenberger. Vermutlich werden Ablehnung und der Verlust von etwas Geliebtem als elemtare Bedrohung wahrgenommen und sind deshalb im Gehirn ähnlich "verschaltet". In früheren Stammesgesellschaften und großen Familienverbände  konnte es lebensgefährlich sein, nicht mehr Teil der Gemeinschaft  zu sein. ......

    "Viele unserer Patienten reagieren auf belastende Lebensereignisse und soziale Ausgrenzung durch Jobverlust oder Trennung mit vermehrten  körperlichen Schmerzen" sagt der Chef der Klinik für Psychosomatik an der Technischen Universität München. Ob Rückenschmerzen, VerdauungsProbleme oder Herz Rasen - alle diese Symptome treten vermehrt nach ...Bei psychischen  Problemen auf. .....". Ende Zitat.

    Das ganze Buch ist einfach klasse, doch dieses Kapitel erinnerte mich so stark an das was mit vielen passiert,  wenn sie aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden. Geistig sind wir frei, doch körperlich haben viele mit den Folgen zu kämpfen. Deshalb ist es so wichtig,  dass wir füreinander da sind,  immer ein offenes Ohr  haben. Wirkliches Mitgefühl bekunden. Eben wahre Liebe offenbaren.

    Seid gegrüßt,

    Dorkas

    1. Nada@dorkas@alle

      Liebe dorkas,

      deine Zitate aus dem Buch erinnern mich an meine Kindheit. Ausgegrenzt, geschlagen, getreten, eben weil ich das zeugen jehovas Kind war.

      In der Versammlung Angst, den Ansprüchen Jehovas und der Brüder nicht gerecht zu werden.

      Ein leben lang etwas "leben", dessen Unsinn sich mir schon vor langer Zeit offenbarte.

      Es ertragen, aus Angst, ganz allein zu sein, ohne soziales Umfeld.

      Was für ein am leben vorbei gelebtes, fremdbestimmtes leben.

      Meine Eltern gingen mit einem Kleinkind freiwillig in dieses Gefängnis und ich hatte keine Chance, bis heute nicht.

      Ich weiss, dass einige hier denken, warum geht die nicht, hat sie kein Gott vertrauen?

      Manche wunden sind so tief, die heilen nur an der Oberfläche. Man hat sich selbst zusammen geflickt, gerade so, dass es zum existieren reicht. Aber man lebt nicht wirklich.

      Mein Trost ist, dass unserer Herr Jesus und sein Vater, die Dinge wieder ins mit bringen werden, wann auch immer das sein mag.

      Liebe grüsse an dich und alle, die ähnliches erlitten wie ich.

      Nada

    2. Grey Goose

      Liebe Dorkas, ich kann Dich gut verstehen. Das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe erhöht auch nachweislich die endogene Dopaminproduktion. Dabei ist es unwesentlich, ob es sich um eine böse Gruppe, wie z.B. eine Sekte handelt, oder um eine gute, wie echte Freunde. Wichtig ist hier das Gefühl der Stärke und des (scheinbaren) Schutzes. Dennoch ist es langfristig wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, wie ehrlich die gefühlte Schutzfunktion tatsächlich ist. Jetzt die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten, die Dopamine im Körper zu aktivieren. Hier spielt das Thema Berührung eine wichtige Rolle: Massagen, positiv erlebte Sexualität, gutes Essen, Umarmung eines geliebten Menschen, sanfte Rituale usw. Ein echter Freund ist mehr wert, als 8 Millionen falsche. Liebe Grüße von Grey Goose

  3. ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ➠Boas & Edelmuth

    Lieber Boas,
    lieber Edelmuth,
     
    zu euren Gedanken möchte ich weitere biblische Aussagen beitragen. Dazu habe ich folgende Bibeltexte aufgeboten, die ich für aussagekräftig genug halte.
     
    Jes. 42:1 (ELB)
    „Siehe, mein Knecht, den ich halte, mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat: Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er wird das Recht zu den Nationen hinausbringen.“
     
    Joh. 1:1
    „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“
     
    Joh. 1:14
    „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
     
    Luk. 24:36 – 39
    „Während sie aber dies redeten, stand er selbst in ihrer Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch! Sie aber erschraken und wurden von Furcht erfüllt und meinten, sie sähen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr bestürzt, und warum steigen Gedanken auf in euren Herzen? Seht meine Hände und meine Füße, dass ich es selbst bin; betastet mich und seht! Denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr seht, dass ich habe.“
     
    Mar. 9:2,3
    „Und nach sechs Tagen nimmt Jesus Petrus und Jakobus und Johannes mit und führt sie für sich allein auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen umgestaltet; und seine Kleider wurden glänzend, sehr weiß, so wie kein Walker auf der Erde weiß machen kann.“
     
    Phil. 2:5 - 11
    „Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein. Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz. Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.“
     
    De facto muss folgendes festgehalten werden:
    Mit Jesus kann niemand verglichen werden!
    Jesus war „ein Gott“ und wurde ein Mensch, der dann wieder zu einem Gott wurde!
    Jesus liess sein „Mensch“ - nach Erfüllung seiner Mission - auf der Erde zurück! (Das beinhaltet die menschlichen Attribute.)
    Jesus hatte Fähigkeiten, die kein Mensch jemals erlangen kann!
    Mit „Seele“ sollte der rechtmässige Begriff verstanden werden, nämlich „Lebenskraft“! Dazu gehören Gefühle, wie JHWH sie auch besitzt. Und da die s.g. Lebenskraft sich im Blut befindet, ist diese auch vergänglich = sterblich!
     
    Quizfrage: Was bedeutet der Begriff „Bundestag“? Ist er a) ein Tag  oder b) eine Bezeichnung  oder c) eine Sache?
     
    Servus
    @THALJA
     
     
     

  4. Edelmuth an alle

    Künstliche Intelligenz - Neue Kirche will KI-Gott selbst erschaffen

    Allwissend und überall = Gott

    Eine KI, die das Internet als Nervensystem nutzt, alle damit verbundenen Geräte als Sensoren und Rechenzentren als Gehirn, werde alles hören, alles sehen und überall zugleich sein. Das könnte man rational nur mit dem Begriff "Gott" bezeichnen.

    Und der einzige Weg, einen Gott zu beeinflussen, seien Gebete und Verehrung. Levandowski hofft, dass dieser Gott die Menschheit dann als geliebte Älteste ansieht, die respektiert und gut behandelt werden sollten.

    http://www.gamestar.de/artikel/kuenstliche-intelligenz-neue-kirche-will-ki-gott-selbst-erschaffen,3322295.html

    Ede

  5. Lichtspender

    Einer der wichtigsten Aussagen in dem Artikel war für mich:

    "Leider scheint ihr nicht bewusst zu sein, dass auch Jehovas Zeugen die Rechte Andersdenkender mit Füssen treten und verletzen, wenn Aussteiger aus ihren Reihen einer psychischen Verfolgung ausgesetzt werden." Wer diese Erfahrung selbst durchgemacht hat, weiß, wie extremistisch JZ tatsächlich sind und wie raffiniert sie sich einen harmlosen Anschein geben. Fange nur einmal an, bewusst bei jeder Zusammenkunft, wo es grundsätzlich passen würde, einen Kommentar mit "Jesus Christus" im Wortlaut zu geben, da wirst du selbst feststellen können, wie du mehr und mehr diesen Extremismus gegen Christen von Seiten der ZJ zu spüren bekomme wirst.

    Jehovas Zeugen werden nicht verfolgt, weil sie sich zu Christus bekennen. Denn ihre Literatur und Zusammenkünfte beweisen, dass sie es nicht tun. In all den Ländern werden sie verfolgt, weil sie Extremisten sind. 364 Tage im Jahr sind sie Zeugen JEHOVAS. Nur wenn sie verfolgt werden, fühlen sie sich plötzlich als Christen.

  6. FDS

    Hallo zusammen

    Es ist immer wieder schön zu sehen wenn Menschen aus diesen Verein herausfinden.

    Diese Frau hat auch ihre Erfahrungen gemacht. Ein bewegendes Erlebnis  wie ich finde.

    https://m.youtube.com/watch?v=Stc1hvhdzK0

    Gruss Frank

    1. Hupsi

      Du hast recht.

      Ein individueller Weg in die Freiheit, belastet durch das Versprechen an den sterbenden Vater. Traumatisch.

      Danke für den Link.

      Hupsi

  7. Hallo Neu,

    wir haben vom Forum Infolink so eine Aktion schon mal 2002 durchgeführt. Ich habe aus drei Versammlungen die entsprechenden Adressen von Ältesten  genannt.  Die und noch ein paar aus dem persönlichen Bekanntenkreis wurden alle angeschrieben. Dafür wurde auch bei den damaligen Usern Geld gesammelt. Die Reaktion war gleich Null. Du kannst also deine Idee mit den 95 Thesen vergessen.

    Wenn einige Älteste aus der früheren Generation die heutigen Missstände erkennen, wohin sollen sie gehen, wenn sie den Verein verlassen? Um ihr soziales Umfeld nicht zu verlieren, bleiben sie (vielleicht zähneknirschend)  dabei. Und die Jungen kennen den Verein ja nur aus heutiger Sicht und finden alles bestens.

  8. Ordnungszahl 83 (kristallin)

    Ich hatte neulich einen ganz merkwürdigen Traum. Nicht einen wie diesen, in dem ich bankrott gegangener Säbelzahntigerzüchter war, sondern eher einer, der den Wachssiegelstempel einer Offenbarung ins Feuer hielt und drehte.

     

    ...Ich hoffe, es macht Niemanden etwas aus, dass ich ihn hier einstelle. Vielleicht kann ihn mir ja einer deuten...

     

    Ich war in Warwick. Also im Traum. Ich bin durch die Weltzentrale geschlendert; hatte das Gefühl, in einer religiösen Shoppingmall zu spatzieren. Es war nur so still und leer - keine Sonderpionier-Empfangsdamen, keine Zeugenpilger - es war niemand da! Meine Schritte hallten, die Lederschuhe verkündigten meine Anwesenheit, doch die Kunde verbreitete sich nur durch schwingungslose Luft. Alles ruhig. Ich lockerte die Krawatte.

     

    Irgendwann sehe ich ein Leuchtbuchstabenschild: "Neues Licht-Bibliothek" steht da und blinkt stroboskopmäßig. Ich entschließe mich, der Ödnis der verlassenen Gänge zu entfliehn und steuere auf die Flügeltüren zu. Ich öffne sie. Merkwürdiger Weise quietschen sie nicht. ...Eigentlich habe ich mich auf ihr Quietschen gefreut, weil das einfach dazu gehört hätte - aber nein: die Dinger sind geölt wie in Sesamöl gefallene Flugzeugturbinen. Warmgelbes Licht quillt durch den Türschlitz, dann flutet der Geruch von altem Papier und Leder die Schwelle. Was für ein Teil! Ein riesiger Raum in dem vollreife Wälzer aller Zeiten aus den Regalen wachsen zu scheinen, sie sprießen aus allen Ecken und warten auf Bestäubung eines Lesenden.

     

    Und sieh mal an! Mark Sanderson sitzt an einem zwischen den Gängen gestellten Tisch! Aber er hat kein Buch vor sich, sondern sein Smartphone, welches er liebevoll Markphone nennt.

    "Mark!" rufe ich, mit einer neugierigen Selbstverständlichkeit, als ob ich ihn kennen würde. Ich kenne ihn eigentlich nicht, nur eben vom Namen her, und ich mag ihn auch nicht (ich mag niemanden aus der Leitenden Körperschaft). Aber er sieht so ungefährlich aus, und er hat ein ganz entspanntes Lächeln im Gesicht, da kann ich ihm ja nicht gleich böse kommen.

    '"Mark! Liest du den Tagestext? Oder... schreibst du ihn vielleicht sogar???"

    "Besser! Ich habe hier ein spannendes Spiel in meiner Lieblingsapp: "SLOTS: Bible Slots" - das ist ein einarmiger Bandit mit biblischen Geschichten. Total spannend und entspannend!" [gibts wirklich...]

    Ich bin gerade - glaub ich - vom Hocker meiner moralischen Ansprüche gefallen: "Mark, das ist doch ein Glücksspiel?!?"

    "Ja. Ein Spiel, das glücklich macht..."

    Gerade will ich ansetzen, ihn liebevoll beiseite zu nehmen und ihm helfen, eine reifere Einstellung zu entwickeln, da höre ich und sehe von Weitem Gerrit Lösch: "O83! Du bist hier - ich habe Dich erwartet"

     

    "Was heißt hier 'erwartet'?! Ich weiß nicht mal, wie ich hier nach Warwick kam, wie willst du mich erwartet haben?"

     

    "Komm mit. Ich weiß, Du hast Fragen. Stell sie mir - ich stelle mich dir."

     

    Ich folge ihm. ...Wenn ich hier nicht wegkomme, komm ich eben wirklich mit.

     

    Schnitt. In einem Nebenraum.

     

    Wir sitzen jetzt uns gegenüber an einem Tisch.

    Lösch: "Warum hast du eine so krittelnde Einstellung gegenüber uns?"

    ich: "Ihr macht das Leben nicht nur komplizierter, ihr zwackt ihm auch die Qualität ab. Drei Erlebnisse aus meiner Kindheit:

    Beim Weihnachtswichteln hat mir eine Schülerin einen Schleich©-Fuchs schenken wollen - ich lehnte ihn aufgrund der 'heidnischen' Motivation ab und brachte sie dadurch zum weinen - sie musste von fünf Freundinnen getröstet werden.

    Als ich beim Geburtstag eines Schülers nicht zum Ständchen mitsingen wollte, hat mich die Lehrerin für eine Stunde der Klasse verwiesen; ich kam mir vor wie ein Straftäter.

    Und einmal wurde meine Klasse wegen Lehrerausfall auf die ganze Schule verteilt - ich landete in einem Raum, dessen Unterricht mir sehr ungewohnt und seltsam vorkam: Religion. Als ich das zum Ende der Stunde realisierte, hatte ich ein schlechtes Gewissen!

    Drei Schäden... Erst schadete ich dem Mädchen, dann schadete die Lehrerin mir und zuletzt schadete ich mir selbst. Natürlich wurde ich ob der Eigenartigkeit auch oft genug gemobbt. War das nötig?! Ja, ich weiß... in Afrika hungern die Kinder und ich hatte es dagegen gut - aber muss man dem Leben denn unbedingt seine Qualitäten derart schmälern? Tausendfach? Viele kleine Verstrickungen in Komplikationen von religiösem Wahn?!"

    Lösch: "Du glaubst uns, mir und meinen Brüdern unter dem Herrn, nicht mehr. Schon lange nicht mehr."

    ich: "Seit guten 130 Millionen Herzschlägen nicht mehr. Mein Herz gehört nur noch mir allein. Ich verschenke es nicht an euren und von eures Gleichen erfundenen Glauben, ich vermiete es nicht an Ideologien, ich verkaufe es nicht für Seelenfrieden der Selbstgerechtigkeit. Kein Seelenfrieden mehr! Aus Prinzip! Lieber lasse ich meine Seele in der Glut von Unsicherheit einäschern, als dass ich in falscher Sicherheit von einem ach so reinen Glauben gewogen werde und dann in Wellen der Erschütterung und Enttäuschung untergehe. Weltschmerzpatient ohne das Wachtturm-Opium des angeblichen Gottesvolkes. Keine einzige Dosis Wachtumin mehr!" Das sitzt.

    Lösch: "Das ist aber sehr theatralisch... Du bist nur ein winziger Mensch vor Jehova und willst die mächtigen Gebirge der Wahrheit in deiner eigenen kleinen Abstellkammer unterbringen?"

    ich: "Nein, ich habe eure Pappkulisse in Form eines Felsens auf dem ihr thront zusammengefaltet und in die Papiertonne gepresst."

     

    Ede tritt aus der umgebenden Dunkelheit hervor und gießt dem LK-Mitglied eine Tasse Tee ein.

    Lösch: "Darjeeling?"

    Ede, sanft nickend, flüsternd: "Second Flush."

    Lösch: "O83, möchtest Du auch etwas trinken?"

    ich: "Habt ihr Mangonektar?"

    Beide gucken verdutzt.

    ich: "äh... ne. Ich brauch nichts".

    Lösch löscht seinen Durst.

     

    Lösch: "Mein lieber... Bruder. Ja, ich nenne dich noch Bruder, denn ich glaube, da ist noch was in dir. Bruder Bismut, wenn du dein Herz so sehr in Beton eingeschlossen hast, geht es in der Dunkelheit ein und erstickt in der Enge."

    ich: "Na und?!" (und denke mir dabei: "ewig das Gleiche - ermahnen und ermutigen - 'Zuckerbrot und Peitsche'. Wenn ich das wollte, wäre ich Stammgast in einem Café für Sado-Maso-Kuchen")

    Lösch: "Du hast die einmalige Gelegenheit, Jehovas Tag zu sehen und bunkerst dich in deinem Egoismus ein?"

    ich: "Ihr glaubt tatsächlich daran, oder?"

    Lösch: "Wir glauben nicht daran, wir wissen es, wir spüren es. Die Zeichen s..."

    ich (aufstehend und lauter werdend, der Zeigefinger wechselt von meiner Schläfe zu Löschs Richtung und wieder zurück): "Zeichen!? Zeichen?? Du sprichst von Zeichen, ich sehe nur Anzeichen. Anzeichen für Übermut, Größenwahn, Vermessenheit, Kontrollzwang und Spitzeltum, Besserwisserei und Weltfremdheit und Doppelzüngigkeit. Verdammt noch mal! Ihr bedient euch an Menschen, weil sie euch dienen, weil man ihnen sagte, das wäre Gottesdienst!"

    Lösch: "Wir geben ihrem Leben Sinn und sie geben Jehova das ihm Gebührende."

    ich: "Ihr verführt sie mit der Idee des Unsichtbaren, weil man aus dem Unsichtbaren alles heraus sehen kann, was man will."

    Lösch schweigt. Souverän und gelassen schweigt er. Und dann fragt er unvermittelt: "Woran glaubst du noch?"

    Ich schaue auf die Dampfschwaden seiner Teetasse, verliere mich in den vielen feinsten Wassertröpfchen, die sich ins Nichts verwirbeln und antworte: "Ich glaube, dass ich als griesgrämiger Zyniker ende, dass ich irgendwann von der Menschheit spreche wie von einer bösen Diagnose."

    Lösch: "Wir haben genug Glauben für alle. Wir haben ihn in hunderten Sprachen, tausenden Seiten und millionen Bits. Auch für Dich wird etwas dabei sein; verschmähe nicht Jehovas Festmahl - Du hungerst dich hier doch zu tode."

    ich: "Euer sogenannte Glauben ist doch nur ein Lockstoff, ein Hormon, dass den Superorganismus der Zeugen zusammenhält und schaffen und wirken lässt. Blattschneiderameisen mit Trollies. So ein Glaube ist wertlos, er ist ein Mittel zum Zweck."

     

    Gustave Le Bon (französischer Sozialpsychologe, 1841-1931) lehnt an der Wand links von mir und fährt mit seinen Fingern über eine matt schimmernde Pfeife aus dunklem Holz. Er wirkt geistesabwesend, der Blick gesenkt, die Haltung müde.

    Beinahe belanglos gibt er zu Protokoll: "Dem Menschen einen Glauben schenken, heißt, seine Kraft verzehnfachen."

     

    Lösch: "Er hat Recht!"

    ich murmele: "'Verzehnfachen'... Natürlich. Wer wünscht sich nicht, die Kraft seiner Arbeitstiere zu verzehnfachen, damit die Maschine besser läuft?!"

    Lösch: "Sei ehrlich zu mir, zu Dir, zu Jehova: früher hast du ganz anders gedacht..."

    ich: "Jeder wünscht sich, ein bisschen weiter in die Welt zu sehen, als der Rest der Welt durchblickt. Es gibt dem Dasein Tiefenwirkung. Ja. Jaha! Ich ließ mich mit der Wahrheit um den Finger wickeln, hab mich aber auch darin geschnitten. Ich dachte, es wäre Glück, Ehre und höchstes Geschenk, zu wissen, was im Universum passiert und wie es endet. Dass es gut endet. Ja, ich habe mir ein Happy End gewünscht, eines, bei dem nie abgeblendet wird, weil es ewig ist. Zuschauer und guter Akteur eines mythologischen, epischen Kampfes von Recht und Unrecht zu sein, und zu wissen, wie es ausgeht. Das hat mich hingerissen. Ich dachte, wir seien was Besonderes. Bruno Banani Parfum wirbt mit dem Spruch 'not for everybody' und gleichzeitig damit, Deutschlands meistverkaufte Parfum-Marke zu sein. Verstehst'e?! Ich wollte wirklich an etwas Besonderes glauben, ich wollte mich zu dem Besonderen zählen und dazu gehören.

    ...

    Aber man muss aufhören, wenns am schlimmsten ist. Ich sehe mittlerweile in jeder Entscheidung von euch Kalkül des Machtgewinns, ihr habt eure Existenzberechtigung auf Bibelpapier gedruckt und reibt jedem dieses Zertifikat eurer unverhandelbaren Macht unter die Nase. Alles ist durchdrungen von eurem penetranten Überlebenstrieb."

    Lösch: "Wir haben ein Recht auf diese Macht - sie wurde uns gegeben."

    ich: "Von Jesus? Von Jehova? Vom amerikanischen Wachstumsgedanken?"

    Lösch: "Von euch. Auch von dir. Ihr habt uns die Macht gegeben, aus der Bibel zu sprechen, was wir sagen wollten."

    ich: "Wenn Wahrheit draufsteht, zieht man eben nicht in Betracht, dass es Lüge ist. Und der Mensch achtet zu oft auf den äußeren Schein, nicht aufs innere Sein. Man muss erst reingucken, um den Etikettenschwindel zu durchschauen. Man muss sich erst durch die Verpackung wühlen, und die Verpackung ist verschwenderisch großzügig gestaltet. Wenn du 'Wahrheit' sagst, kann es hier nicht um eure Inhalte gehen, die sind unwahr."

     

    Gustave Le Bon meldet sich noch einmal zu Wort, nuschelt in seinen Bart: "Die Menge wird sich immer denen zuwenden, die ihr von absoluten Wahrheiten erzählen, und wird die anderen verachten."

     

    Ich frage harsch: "Le Bon! Auf wessen Seite stehst du eigentlich?" und höre von weiter Ferne, wie Mark Sanderson jubelt: "Jackpot! Jackpot! Ich habe gewonnen!" Das Geräusch funkenartig sprühenden Münzen-Regens ist zu vernehmen.

     

    Le Bon zieht an seiner Pfeife, hält den Rauch noch zurück - "Ich stehe auf niemandes Seite, ich bin nicht da" - atmet den blauen Dunst aus und alles verschwindet in der Wolke. Löschs letzte unverständliche Worte verlöschen.

     

    Und dann wachte ich auf.

     

    Der Badezimmerspiegel konnte mir hinterher nur sagen, dass ich furchtbar aussehe und mit der rechten Wange auf dem Aufladekabel geschlafen habe, der Abdruck bildete eine Schlaufe, ein kleingeschriebenes Schreibschrift-e.

     

    Ist das normal?

     

    I'm just a dreamer

    I dream my life away

     

    ...

     

    Leser, die diesen Text lasen, lesen auch dahinter stehende Grüße

     

    Liebe Grüße

    O83

    1. RoKo24

      Liebe/r polykristalline/r O83. Nebukadnezar hatte auch mal einen Traum. Er rief alle Traumdeuter zusammen...  Den Rest kennst Du ja. Ich möchte Deinen Traum nicht deuten. Nur etwas fachsimpeln.

      Das eigene Gehirn spielt mit uns viel Unfug. Es ist letztlich bioelektrisch mit minimalen kleinen aber messbaren Strömen. Was da übertragen wird wissen wir noch nicht. Insbesondere wie das Gehirn speichert. Nur durch Synapsenverbindungen? Manchmal schaltet sich das Gehirn auch ab und startet neu. Blitzschnell. Wir sehen den Augenblick und denken, mensch hier war ich doch schon einmal... Aber wann? Voriges Jahr oder im früheren Leben? Seltsam, weil wir können uns an den Ort erinnern aber nicht an wann. Unser Gehirn hat sich kurz resetet. Die Dinge sind nicht vollends erforscht. Strom hat die Eigenschaft, zwei Zustände anzunehmen, an und aus, 0 und 1, also binär. Inwieweit Strom andere Dinge übertragen kann als nur an und aus, nähmlich unterschiedliche Frequenzen, Stärke oder Spannung anstatt nur einzelne Impulse ist alles technisch noch in den Kinderschuhen. Bei Licht kann man ähnlich einer Taschenlampe an und aus übertragen, morsen. Dennoch ermöglicht die Technik Licht heute mit Lichtleitkabel 16 Mio unterschiediche Farben übertragen und Mio an Informationen zu übtertragen statt nur 0 und 1. Ich meine, die Computertechnik steht noch in den Kinderschuhen, liest man sich da ein. In wenigen Jahren werden wir lachen, was für Schrott wir damals hatten.

      Beim schlafen finden wir in Tiefschlafphasen wie in blosen schlummern oder Wachphasen. Manchmal könnte man jemanden samt Bett heraustragen, er spürt es nicht... und wiederum junge Eltern, besonders Mütter wachen beim kleinsen Niesen eines Flohs auf um nach dem Baby zu sehen. Es gibt Menschen die benötigen 7 - 8 oder mehr Stunden Schlaf, andere reichen 2 Stunden (ich kenne so eine überaktive Person). So verschieden...

      Man meint, im Traum verarbeitet unser Gehirn oft gewisse Gegebenheiten, die uns im Leben sehr belasten. Das ist mir auch schon oft passiert. Im Gehirn lebt eine blühende Phantasie. Im Alltag kreative Menschen träumen auch besser. Manchmal wird in einem Traum eine besondere Tugend "erkennbar". Vielleicht sind das Deine Ursachen, den Herren die Wahrheit bekannt zu machen. Denn Du weißt aus der Bibel, man soll den vermeintlich Bösen vor seinem Weg warnen.

      Mir gefiel Dein Satz: "Wenn Wahrheit draufsteht, zieht man eben nicht in Betracht, dass es Lüge ist."

      LG RoKo

    2. O.W.Schade@O83

      DIAGNOSE: SCHWERE PSYCHOSE!

      Mein lieber O83,

      diese Form der Träume solltest du nicht auf die leichte JW.Org-Schulter nehmen. Schließlich handelt es sich hierbei nicht um die lächerliche Enteignung von Königreichssälen oder das unbedeutende "An-Sich- Reißen" ganzer Zweigbüros, sondern um einen äußerst bedenklichen nächtlichen Traum.

      Daher meine fachmännische Expertise und Diagnose:

      Der Angsttraum lässt darauf schließen, dass du grundsätzlich die Welt, andere Menschen, das Leben, die Wirklichkeit als JW.Org feindlich ansiehst. Und das wiederum erzeugt ein Angstgefühl.

      Verschiedene Aspekte deines Traumes sprechen für einen Flugtraum und deuten darauf hin, dass du voller theokratischen Ehrgeizes bist. Dein "Hochhinauswollen" verrät, dass Du andere überflügeln möchtest und dich über andere erhebst.

      Außerdem geht es bei dir um einen Falltraum. Es zeigt deine Angst vor Prestigeverlust an. Du hast keinen festen Boden unter den Füßen und solltest dringend mehr studieren: Den Wachtturm am besten!

      Der Traum enthält auch diverse Lähmungsträume-Anteile. Statt im Trolleydienst die Erfüllung zu finden zeigst du Entscheidungsschwäche und Handlungsunfähigkeit.

      Als Prüfungstraum offenbart er deine fehlende Bereitschaft, den 7 Selbsternannten aus Warwick Lobpreis darzubringen und das spricht für deine Versagensängste.

      Zu guter Letzt handelt es sich schlicht und ergreifend um einen Nackttraum, denn er zeigt deine Furcht davor, dir die Blöße zu geben, entdeckt zu werden als jemand, der in Aufrichtigkeit nur Jesus Christus nachfolgt.

      Abschließend ist es also wirklich, wirklich schlecht um dich bestellt!!! Deine Psychose ist eine Form von Erschöpfungspsychose und äußert sich in Kollapsdelirium, Delirium acutum und, ich muss es aus Freundschaft so offen sagen, akute Verwirrtheit!

      Nebenbei konnte ich anhand deiner Fantasien auch noch eine klassische Intoxikationspsychose mit einem hohen Grad an BI-Aktuell-Vergiftung feststellen.

      Fazit: Für die JW.Org bist du so gut wie tot, unbrauchbar und wertlos. Für Jesus Christus jedoch bist DU kostbar, auserwählt und ein JUWEL! Ergo: TRÄUME WEITER!!!

      Dein Freund und Helfer

      O.W.S.

       

       

       

       

       

    3. Schneeflocke@O83

      Lieber O83-Dreamer,

      danke für Die Teilhaberschaft an Deinen Träumen. Mein Träumen wird zur Zeit durch viel “weltliches“ Lernen (BGB, HGB, VVG ...) verdrängt und ich filtere sehr meine momentanen Interessen. Aber Dein Traum war toll!!

      Und so träume ich auch, nachts wenn ich aufwache und teils auch tags wenn meine Gedanken wandern...

      Ich besuchte in einem dieser Gedankenträume mit meiner Familie ein großes Planetarium, einem aus mehreren Teilen bestehenden Gebäudekomplex. Es war ein Feiertag und eine große bunte Besuchermenge schob sich durch die Welt der Wunder.

      In einem Nebentrakt befand sich ein Raumstation-Informationszentrum. Dort konnte man Einblicke erhalten in die Schwerelosigkeit, auch in neurowissenschaftliche Forschung und Tests, die die Raumfahrer absolvieren müssen, ehe sie ins Weltall gelassen werden.

      Die Neurowissenschaft hatte eine magnetische Wirkung  auf mich und so sah ich mich dort genauer um.

      Ich gelang zu einem Raum, der mit genau 15  Liegen ausgestattet war. Die Liegen sahen so aus wie die, auf denen man es sich gemütlich machte, wenn man eine Kosmetikbehandlung mit ausgiebiger Massage genießen konnte. Das hatte natürlich für mich als Frau, die solch einen Wellness erst kürzlich erlebte und umgehend wieder diesen Massageölduft in der Nase hatte, besondere Anziehungskraft.

      Vorne stand ein Schild. “Erlebnisraumwelt 11:10 Uhr“. Oh, da hab ich Glück, das ist ja gleich, da mach ich mit. Ich wählte den Sessel ganz hinten rechts, zog mir die Schuhe aus und machte es mir bequem. Schnell kam eine freundliche Dame, sie duftete ebenfalls und hatte von ihrer Art etwas Ähnlichkeit mit einer Stewardess. Sie begrüßte mich und während sie meinen Kopf mit Saugnäpfen verkabelte, sagte sie mir, ich solle mich einfach entspannen und an “nichts“ denken. Ha, die hat gut Reden!! Habt ihr das schon mal versucht? Je mehr ich versuchte an “nichts“ zu denken, je mehr Gedanken schossen mir durch meinen Kopf. An mein baldiges Versagen denkend wusste ich, ich würde nie eine Raumfahrerin werden können, so schlecht wie ich meine Gedanken beherrschen und kontrollieren konnte!

      Die anderen Plätze hatten sich nun auch langsam gefüllt und das Licht wurde leiser. Als ich erste zarte Musik-Klänge hörte, entspannte sich mein Gehirn und die Reise begann.

      Plötzlich stand ich in einem riesigen Raumschiff. Es war hell beleuchtet und hatte futuristisch geschwungene Gänge. Es sah erhaben aus...

      Da kam plötzlich jemand auf mich zu. Ich dachte erst, es wäre Worf und wollte mich schon vor Schreck durch den schmalen Schlitz der Tür nebenan schieben. Doch als die Gestalt näher kam sah ich, dass sich die braunen Kulleraugen dem mir bekannten Gesicht  Samuel Herds einfügten. Puhhh dachte ich. Endlich Bein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch! Huhuuuu Bruder Herd, haaaaaaallo!

      Ich lief ihm entgegen, strahlend!  Und vor Freude jauchzend. Kurz vor ihm breitete ich meine Arme aus, um ihm voller Begeisterung um den Hals zu fallen. Doch was geschah? Mein Gewicht fand keinen Halt. Er schien mich nicht nur nicht zu sehen, sondern auch keinerlei Notiz meiner bloßen Existenz zu nehmen. Er ging schnurstracks und streng geradeaus blickend weiter, Schritt für Schritt. Klock klock klock... hörte ich seine Schritte langsam leiser werden, während ich mir beim Aufprall auf den harten Raumschiffboden mein Schultergelenk auskugelte. Ahh, das war ein stechender Schmerz. Was war denn bloß los mit ihm?

      Ich kannte ihn doch so gut!! Wo waren wir hier überhaupt, was macht er hier?

      Schmerzverzehrt richtete ich mich auf. Mein Knie blutete. Kurz darauf kamen 6 Weitere. Im Gleichschritt näherten sie sich... ich kannte alle, der eine konnte so lustige Grimassen machen, dass ich jedesmal schmunzeln musste, wenn ich ihn im Org-TV sah. Aber nun hatte ich Angst vor ihnen und versteckte mich. Aber warum versteckte ich mich, ich war für sie ja eh unsichtbar...??

      Eine Kältewelle durchzog mich, als die  anderen sechs an mir vorüber stampften.

      Wo waren denn die ganzen anderen? Meine Freunde, meine Brüder, meine Schwestern, meine Familie? “Hey, wo seid ihr nur?“ hauchte ich leise. Ich beschloss mich umzusehen und ging in die Richtung, aus der die kalten Herren kamen, die ich heute das erste mal “neu“ kennenlernte und die sich das erste mal so fremd anfühlten.

      Am Ende des langen Korridors war eine Tür.

      Sie war nicht verriegelt also schob ich sie vorsichtig auf. Ich hörte das stumpfe Brummen von Motoren, mehr nicht. Als ich eintrat löste der Sensor eines Bewegungsmelders die Lichtschaltung aus. In Sekundenschnelle sprangen 144000 grelle Lämpchen an. Als sich nach kurzer Zeit meine Augen von der Blendung zu erholen begannen, traute ich diesen kaum.

       

      Vor mir war ein riesiges Meer gläserner Särge, wohlgeordnet in Reih und Glied. Ich erschrak und hatte Angst. Wo war ich hier? Warum bin nur ICH hier? Als ich näher trat, sah ich in jedem der Kammern einen Menschen liegen.

      Alle trugen die gleiche ordentliche Bekleidung. Frauen wie Männer, Kinder wie Greise.

      Ich ging den Gang entlang und schaute in jedes der friedlichen Gesichter.

      Plötzlich schossen mir Tränen in die Augen: Ich blickte in die offen stehenden wunderschönen, haselnussbrauen Augen meiner Freundin. Da lag sie, wie Schneewittchen, langes schwarzes Haar wallte über ihre Schulter und bedeckte ihre Brust. Ich sah ihre bleiche zarte Haut und die roten wohlgeformten Lippen, die beinahe wie ein Herz aussahen und hörte den Klang ihres Lachens in meinem Ohr. War sie tot? Im Koma? Schlief sie? Konnte sie mich hören? Meine Hand fuhr auf die kalte Platte, meine Tränen fielen auf das Glas, liefen an der Seite der Kammer hinunter und tropften zu Boden. Auf jede der Kammern stand das Wort “Hibernation“. Was bedeutet dies? Das habe ich noch nie gehört!

       

      Neben der Eingangstür las ich bruchstückhaft ein paar Worte

      “wenig Sauerstoff, Wasser und Nährstoffe...“

      dann kam es, das Wort, das es mich endlich verstehen ließ: “Kälteschlaf“...

      Es fröstelt mich jetzt noch  am ganzen Körper, dennoch war ich froh, dass sie lebte. Wie dann ja auch alle anderen der unzähligen Menschen hier, oder?! Es war gruselig. Warum schliefen sie? Sogar Kinder, Babys...?!

      Beim durch- die- Reihen- gehen blickte ich in jedes ihrer Gesichter. Bei machen spürte ich, dass der Herzschlag schon so verlangsamt war, dass der letzte Schlag es bald von seiner mühevollen Arbeit erlösen würde. Andere sahen kräftig und stark aus. Die Meisten wirkten besorgt, bemüht... Manche Kinder, nein viele, hatten keinen eigenen Ausdruck, sie lagen dort wie Puppen, Spielzeug, wie nicht ausgezeichnete Ware... mir brach das Herz und ich lief weg. Wo sind diese Monster, die diese friedlichen unschuldigen Menschen gefangen hielten?!

      Ich rannte zum Deck. Sie sollen alle wecken und ihnen ihr Leben wieder geben! Kurz bevor ich dort ankam hörte ich Stimmen. Es waren die 7, die ich schon aus dem Jw.Org - TV so gut kannte. Aber es waren noch mehr dort. Die anderen kannte ich nicht. Ich sah, wie sie das neue Kongress Programm vorbereiteten. Die Erde war als feuriger Planet gezeichnet, überall waren große, hässliche, wütende und  angsterregende Gestalten, deren Schlechtigkeit  bis tief in mein Innerstes drang. Was ist mit der Welt passiert? Wo ist der strahlend blaue Planet voller Wunder?!?

      Schmetterlinge... Blumen... Düfte... Farben... muntere Babys, die vergnügt in Papas Augen sehen oder die wohlig warme Herzensnähe an Mamas Brust genießen?! Wo sind spielende Kinder, lachende Menschen und diejenigen, die aus Liebe weinen? Es gab sie nicht. Daneben hing eine sichtbare Gedankenillusion und es lief ein Film. Ein wütender Gott brach durch die Wolken und vernichtete die böse Welt und alle dazugehörigen Menschen. Sie lagen wie aufgeplatze Würstchen am Straßenrand und die Vögel stürzten sich auf ihren stinkenden Kadarvar. Einzig und allein eine große Volksmenge von 8 Millionen Zeugen Jehovas fanden Gnade in den Augen des wütenden Gottes. Gott schaute sich die Leistungen eines jeden Einzelnen genau an: Wie viele Stunden Predigtdienst? Wie viel gespendet? Wie viele Saalbauten unterstützt? Hast du auch genug gemacht? Warst du demütig und bist ohne wenn und aber immer dem treuen und verständigen Sklaven gefolgt? Hast du masturbiert? Warst du mal  Klassensprecher? Oder jemals neidisch? Bereust du aufrichtig diese deine Sünden?

      Hättest du nicht Pionier sein können?... ein ganzer Fragenkatalog....

       

      Nach dem Szenario der bösen Welt ertönt nun die Melodie zu dem Lied 139 und der Text wird eingeblendet:

       

      “Siehst du dich selbst im Paradies und alles Schöne, was Gott uns verhieß?

      Es wird nicht sein nur Träumerei,

      ein Leben friedlich und wirklich frei.

      Vom Bösen keine Spur zu sehn,

      durch Gottes Herrschaft wird dies geschehn....

      Siehst du dich selbst im Paradies,

      wenn alles wahr wird, was Gott uns verhieß?

      Kein Anblick mehr, der uns entsetzt,

      kein lauter Schrei uns in Angst versetzt.

      Gott schützend breitet aus sein Zelt,

      kein Kummer mehr in der neuen Welt.“

       

      Ah, nun verstehe ich!!!

      Dies Raumschiff soll die Kältetiefschlafenden in die “neue Welt“ bringen.... es ist das Org.Schiff, das den Menschen hier schlummernd und betäubend ihre Persönlichkeit formt, ihren Willen nimmt und sie umprogrammiert.

       

      Ich kehre zu meiner Freundin zurück. Sie sieht mich im Schlaf, obwohl wir uns durch die Kälteschlafkammer nicht berühren können. Auch ihr formt sich eine Träne aus ihren Augenwinkeln, die sich aber sofort zu einem zerbrechlich schönem Eiskristall wandelt. Herzensliebe wird niemals vergehen, auch wenn man nie wieder ein Wort austauschen wird..

       

      - HOPPLA -

       

      Huch was ist los?!?

      Wo bin ich?? Was war das??

      Ich öffne meine Augen und befinde mich wieder in meinem Sessel. Die meisten Stühle sind schon leer. Beim Aufstehen wird mir kurz schwarz vor Augen aber ich kann mich noch gerade an der Liege festhalten und nehme ein Schluck Wasser zu mir.

      Etwas benommen schlürfe ich die Stufen runter auf der Suche nach meiner Familie. Da sehe ich meinen Mann. Er schaut besorgt, wie lange war ich denn weg? Ich gehe auf ihn zu und als er mich sah, entweicht seine Sorge und ein Lächeln legt sich in sein Gesicht. Da ich noch immer nicht weiß, was Traum und Wirklichkeit ist, sagte ich zu ihm “bitte kneif mich!“. Er trat näher und nahm meine kalten Finger. Die andere Hand legte er auf meine Wange. Nun kam er noch näher und seine warmen Lippen berührten meine. Ich sah in seine Augen und dann schlossen meine. Nun war ich wieder versunken. Auch diesmal liefen aus meinen Augenwinkeln Tränen meine Wangen hinunter. Ich war da. In der Wirklichkeit. Ich spürte die Liebe des Alphas, meines Lebens und des Omegas. Die Wärme und Geborgenheit, die aus IHM in mich drang. Ich wusste nicht ob es mein Mann ist, der mich berührt und hält oder doch der Christus?! Vielleicht beide in einem...

      Bevor ich ganz in die Unendlichkeit zu gleiten drohte, holte mich das eifersüchtige Bellen unserer kleinen Chihuahua-Lady zurück. Schnell nehme ich sie auf meinen Arm und während mein Herz voller Frieden ruhte, schaute ich mich nach unseren Kindern um.  Auf der Suche nach drei grünen DEVK Cappies, die ich noch schnell aus dem Büro mitnahm, sah ich als erstes unsere Tochter, die bereits ihre Aufmerksamkeit auf den Eiswagen vor der Tür richtete. Die Jungs waren nicht weit weg. Sie hatten sich mittlerweile aus ihren Strohhalmen kleine Wurfgeschosse gebaut und waren nun damit beschäftigt kleine Papierkügelchen auf die Statue eines kleinen Brunnens zu katapultieren. Voller Dankbarkeit einen kleinen Teil der Schönheit des Himmelskleides gesehen zu haben gehen wir mit unseren Kindern dem Eiswagen entgegen. Zwischen Souvenir Ständen und dem Eiswagen befand sich still leidend ein kleiner schwarzer Wagen, vollgeladen mit Büchern und Zeitschriften. Rechts und links daneben standen zwei nett aussehende Menschleins. Ein junges hübsches Mädchen mit langen schwarzen Haaren, haselnussbraun Augen und einem schönen roten Mund, der fast die Form eines Herzens hatte.... Der schwarze Wagen zog mit seinem großen Poster mit der mit der Aufschrift “Wer beherrscht die Welt wirklich?“ müde Blicke auf sich. Ich dachte kurz zurück an mein Erlebnis in dem Raumschiff und daran, dass auch ich einst in einer dieser Kälteschlafkammern lag, von der Außenwelt so unerreichbar fern. Ich sah zu meinen Kindern hinüber, die gerade freudestrahlend ihr Eis in Empfang nahmen und nicht im Entferntesten ahnen, wie es ist gefangen zu sein....

       

      1. Liebe Schneeflocke,

         

        Beim lesen liefen mir die Tränen.  Du hast das so treffend formuliert.

        ????????????

        Danke. Kann jetzt Grad nicht mehr dazu schreiben. ????

        Wenn wir uns alle hier nicht hätten, bin so froh dass ihr alle , auch die noch stillen Mitleser  da seid.

        Danke

        Dorkas

      2. O.W.Schön@Schneeflocke

        "HIBERNATION: KÄLTESCHLAF!"

        Liebe Schneeflocke,

        ich möchte Dir aufrichtig  Danke sagen dafür, dass Du hier auf BI Aktuell Deine Begabung nutzt, die Herzen von Lesern zu berühren. Ein bewegender Traum, dessen Essenz uns nicht kalt lassen darf, wollen wir denn lebendige Christen sein.

        Wie dankbar dürfen wir doch alle sein, dass uns Jesus Christus aus diesem JW.Org-Schiff raus gebeamt hat und uns die gläsernen Sargdeckel öffnete, damit das Umprogrammieren unserer Persönlichkeit auf Eiseskälte ein Ende fand.

        Und wurden nicht auch die Jünger Jesu aus den eisigen Särgen des erkalteten Judentums befreit? So schreibt der Evangelist Lukas zum Beispiel in Lukas 24,32 über das Erlebnis der Jünger mit Jesus nach seiner Auferstehung:

        "Sie sagten zueinander: War es uns nicht seltsam warm ums Herz, als er unterwegs mit uns sprach und uns die Schrift auslegte?" (begegnung fürs leben)

        Liebe wärmende Grüße an Dich und Deine erwärmte Familie

        O.W.S.

         

         

         

        1. M.N.

          Ihr Lieben,

          zum Stichwort "Kälte in der JW.Org" ein typischer, repräsentativer Vorfall:

          Einem mir bekannten Bruder wurde mal während seiner "Bethel"-Einarbeitungszeit (ihm ging es zu dieser Zeit aufgrund der Umstellung und anderer negativer Vorkommnisse gesundheitlich und emotional nicht gut) von einem ihm als "Mentor" zugeteilten "Bethelältesten" folgendes an den Kopf geknallt:

          "Was soll diese Winselei? Unsere Gefühle haben in unserer Gottesanbetung keine Rolle zu spielen. Wir dienen Jehova nicht aufgrund unserer Gefühle, oder nur, wenn wir uns wohlfühlen. Gefühle und unser Wohlbefinden haben in unserem Dienst ÜBERHAUPT KEINE ROLLE zu spielen! Reiß dich gefälligst zusammen und stell dich nicht so an!"

          Soviel zu "Redet bekümmerten Seelen tröstend zu" (1Thess 5,14 laut NWÜ). "Hirten", die mit eisernem Stab hüten.

          Dazu paßt, was ich in M. James Pentons Buch "Apokalypse Delayed: The Story of Jehovah's Witnesses" gefunden habe, durch welches ich mich soeben durchackere. Mit Bezug auf Barbara Harrisons Buch "Visions of Glory: A History and a Memory of Jehovah's Witnesses", welches ich mir als nächstes besorgen werde, heißt es auf S. 480 - Übersetzung von mir:

          "Das Buch vermittelt Einiges von den Gefühlen der Selbstunterdrückung und der emotionalen Kälte, die empfindsamere Personen innerhalb der Zeugen Jehovas-Gemeinschaft häufig durchmachen."

          "Emotionale Kälte" - das paßt wie die Faust aufs Auge. Trefflicher könnten die "Vibes" innerhalb "Gottes eigener Organisation" (das "eiskalte Paradies") nicht beschrieben werden. Was soll man auch anderes erwarten, gemäß dem von Jesus Christus aufgestellten Grundsatz "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen"? Was Anderes sollte man von einer durch und durch unchristlichen und gnadenlos machiavellischen Organisation, in der der Einzelne und sein Wohlbefinden nichts zählen ("Du bist nichts, die Org ist alles!") und die sich durch das VÖLLIGE FEHLEN auch nur eines HAUCHES an Gottes Heiligem Geist auszeichnet, erwarten, eine Entität, die betreffs "der Einstellung derer, die sich am Predigtwerk beteiligen" ihren Schäfchen "geistige Leckerbissen" wie den folgenden vorsetzt:

          "Gottes Königreich [i. e. die JW.Org] muß in ihrem Leben den ersten Platz einnehmen, WÄHREND PHYSISCHE BEDÜRFNISSE ZWEITRANGIG SIND." ("Der Wachtturm" vom 15.12.1985 S. 15 Abs. 18)

          Jawohl: Wie es DIR geht und was DU empfindest - interessiert uns nicht. Du hast im Verbreiten unserer Verlagsdoktrin und -produkte zu MALOCHEN und zu FUNKTIONIEREN, egal, ob du dabei vor die Hunde gehst. und wenn du krepiert bist - so what, es gibt Millionen anderer ZJ-Arbeiterbienen, die BEGEISTERT und EIFRIG über deinen Leichnam hinwegtrampeln.

          Es ist in der Tat unbestreitbarer und unleugbarer Fakt, daß sensible Gemüter innerhalb der ZJ-Org massiv leiden - an der Org, an ihren mit dickerem Fell gesegneten "Geschwistern", an der drakonischen Forderung der Org, seine "Wohlfühlzone" zu verlassen als "Predigt-" und "Zeugnisgebemaschine" unablässig "mutig" seine Haut zu Markte tragen zu müssen und sich "stolz" als ZJ zu outen, zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit, ohne Rücksicht auf persönliche Nachteile und Verluste. Solche Menschen macht die Org buchstäblich, emotional und seelisch KRANK. Was oder wer dahinter steckt, welche dunklen und in höchstem Grade unguten Mächte, dessen bedarf es wohl keiner weiteren Erörterung. Der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, sein Heiliger Geist, sowie Jesus Christus selbst auf jeden Fall nicht!

          Gruß,
          M.N.

        2. Omma@M.N.

          Lieber M.N.,

          bei diesen deinen sehr passenden Worten:

          "Es ist in der Tat unbestreitbarer und unleugbarer Fakt, daß sensible Gemüter innerhalb der ZJ-Org massiv leiden - an der Org, an ihren mit dickerem Fell gesegneten "Geschwistern",

          musste ich an die Worte aus Hesekiel 34 (Hoffnung für alle)  denken:
          17 Ihr Israeliten – ihr seid meine Herde, und ihr sollt wissen: Von nun an will ich selbst, Gott, der HERR, bei euch für Recht sorgen. Ich nehme die Schafe voreinander in Schutz und weise die starken Widder und Böcke zurecht:
          18 Ist es euch noch nicht genug, dass ihr die guten Weideplätze abgrast und als Erste das klare Wasser trinkt? Müsst ihr auch noch den Rest der Wiese zertrampeln und im Wasser mit euren Hufen den Schlamm aufwühlen?
          19 Sollen meine Schafe etwa das Gras fressen, das ihr zertrampelt habt? Sollen sie von dem verschmutzten Wasser trinken?
          20 Ihr werdet sehen: Ich, Gott, der HERR, bin ein gerechter Hirte, ich richte zwischen euch fetten und den mageren Schafen.
          21 Ihr habt die Schwachen mit euren Schultern von der Weide gedrängt, sie mit euren Hörnern gestoßen und von der Herde vertrieben.
          22 Doch ich rette meine Schafe vor euch und eurer rohen Gewalt. Jedem Einzelnen verhelfe ich zu seinem Recht.«

          Ganz liebe Grüße von Omma und Oppa

        3. Rotkehlchen@OmmaDoch ich rette

          Liebe Omma,

          vielen Dank für diesen tollen Bibeltext. Er kommt wirklich im richtigen Moment. Wenn man so viel Ungerechtigkeit und Schmerz beobachten und aushalten muss, tröstet die Worte unseres Herrn sehr:

          ...Doch ich rette meine Schafe vor euch und eurer rohen Gewalt. Jedem Einzelnen verhelfe ich zu seinem Recht...

          Viel Kraft und Liebe an alle, die wegen der ORG so viel aushalten müssen!

          Rotkehlchen ????

        4. Mia

          @ Rotkehlchen  &  Omma

          Ich schließe mich deinem Dank an, liebes Rotkehlchen.
          Habe diesen Text noch nie sooo beachtet.
          Das muss wohl an der „Übersetzung“ gelegen haben,
          in der ich bisher  gelesen habe.

          Aber auch für mich kommt der Text im richtigen Moment.
          Vor allem die letzten 3 Verse.

          Also auch von mir ein herzliches  Danke, liebe Omma!

          Liebe Grüße an alle
          von Mia

           

        5. Omma@Rotkehlchen@Mia

          Liebes Rotkehlchen, liebe Mia,

          ich habe euch nicht vergessen, bin aber ganz überrascht, dass schon wieder 3 Tage vergangen sind, seit ich eure dankbaren Kommentare gelesen habe, dabei wollte ich doch gleich zurückschreiben.

          Zu dem folgenden Bibeltext habe ich eine zu Herzen gehende Geschichte gefunden.  Ich wollte sie euch erzählen.

          Psalm 91:4   (NGÜ)
          4 Er deckt dich schützend mit seinen Schwingen, unter seinen Flügeln findest du Geborgenheit. Seine Treue gibt dir Deckung, sie ist dein Schild, der dich schützt.
          ***********

          Die Scheune steht in Flammen! Mit der Energie der Verzweiflung bekämpft der Bauer den ausgebrochenen Brand. Der Kuhstall, der Hühnerstall und selbst das Haus sind von den Flammen bedroht. Feuerwehrleute und Freiwillige eilen herbei und vereinen ihre Kräfte: Schließlich ist das Feuer unter Kontrolle.

          Besorgt um seine Tiere macht der Bauer die Runde über den Hof: Sie sind nicht zu Schaden gekommen, was für eine Erleichterung! Aber wo ist bloß die Henne mit ihren acht Küken? Ach da!

          Zusammengesunken sitzt sie da, mit hängendem Kopf und geschwärzten Federn: tot. Der Bauer hebt ihre kraftlosen Flügel: Acht Küken kommen piepsend darunter hervor. Er versteht, dass die Henne ihre Brut angesichts der Gefahr unter ihren Flügeln gesammelt hat. Sie selbst hätte weglaufen können, aber ihre Küken hätten nicht die Kraft dazu gehabt. Um sie zu retten, hat sie ihr Leben gelassen.

          Sein Leben geben, um das Leben anderer zu retten, das hat Jesus Christus, der Sohn Gottes, für uns Menschen getan.

          *************

          Wie traurig muss Jesus gewesen sein, als er die folgenden Worte sprach:

          Matthäus 23;37   (Hoffnung für alle)

          37 »Jerusalem! O Jerusalem! Du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die Gott zu dir schickt. Wie oft schon wollte ich deine Bewohner um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt! Aber ihr habt es nicht gewollt.

          Aber wie glücklich muss er sein, wenn wir seine Einladung, zu ihm zu kommen, dankbar annehmen!

          Ganz liebe, von Herzen kommende, Grüße senden euch  Omma und Oppa

        6. Liebe Omma,

          Dein Vergleich mit dem Bauernhof ist super. Jesus unser Hirte,  hat sein Leben für uns alle gegeben.  Wie diese Henne.  Du hast die Gabe, uns alle hier immer wieder zu ermuntern. Ich habe zwar noch eine leibliche Mutter, die leider noch in der Organisation ist, doch du bist für mich meine geistige Mutter. Auch am Telefon  ermunterst du mich jedesmal.

          Nie hätte ich es für möglich gehalten daß sich die Worte Jesu, wer mir nachfolgt, wird Vater , Mutter,  Schwestern. ... erhalten auf diese Weise erfüllt. Das ist so unglaublich.

          DANKE, alle da draußen.

          Auch an alle stillen Mitleser hier. Traut euch!!!!

          Vor einem Jahr war ich noch in der Organisation und dachte niemals würde ich die "Wahrheit" verlassen.  Doch mit der Erkenntnis über diese Organisation vernimmt man erst leise und dann immer lauter den Ruf unseres Hirten.  Und dann kann man nicht anders als ihm zu folgen.

          Dorkas

           

        7. Anna

          Liebe Omma, liebe Schwestern und Brüder,

          vielen lieben Dank für die wunderbare Veranschaulichung vom Brand auf dem Bauernhof und der Henne.

          Herzliche Grüße Anna

        8. Omma@Dorkas

          Liebe Dorkas,

          es ist ein wunderbarer Bibeltext, den du da zitierst.  Ich habe auch schon viele Male daran gedacht. Du glaubst gar nicht, wie viele "Enkelkinder" wir inzwischen haben, und wieviele Kinder. Danke, dass wir dich jetzt auch dazu zählen dürfen.  Unsere Familie wird immer größer!  🙂

          Psalm 142:8   (NGÜ)
          8 Führe mich heraus aus diesem Gefängnis, damit ich deinen Namen preise. Die nach deinem Willen leben, werden sich freudig um mich scharen, wenn du mir Gutes erwiesen hast.

          Ganz liebe Grüße senden Omma und Oppa

    4. Hupsi

      Sensationell geschrieben, Inhalt ganz der  meine. Vielen Dank.

      Literarische Köstlichkeit, schwierige Realität. Toll.

      Hupsi

  9. Rob

    Zum Thema Verfolgung in der Zeit des Antichrist.

    Es gibt eine Mächtige Gruppe die im Untergrund arbeitet,bestens ausgebildet ständig trainiert,

    vielfach vernetzt.Sie gestalten seit Jahrzehnten das geschehen in Politik und Wirtschaft.Diese Gruppe

    dient dem Satan den sie beschwören,nichts Böses ist ihnen fremd. Ihre Zahl geht in die Millionen.

    Wenn diese Macht einmal herrscht dann lernen Christen die schlimmste Diktatur kennen,ähnlich wie

    Hitler. Gefangenschaft und Tod , diese neue Weltordnung die angestrebt wird ist zugelassen.

    Wer kann bestehen ?

  10. NEU

    Hallo,

    ja, die Gesellschaft rudert laaaangsam zurück und implementiert neues Licht still und fast heimlich in ihrer Literatur um später darauf zu verweisen.

    In 10 bis 20 Jahren gibt es keine Stunden zählen oder WT mehr, Siehe Abschaffung des Jahrbuches. Mit dem Jahrbuch werden auch viele andere Zahlenwerke in der Versenkung verschwinden. Keiner wird sich fragen, warum werden die Gesalbten mehr, warum geht das Wachstum trotz JW.ORG zurück, warum so viel Spendengelder, warum ..., warum...

    Was haltet Ihr hier im Forum von 95 Thesen die unseren Brüdern und Schwestern die Augen öffnen und das wir mit diesen 95 Thesen alle Versammlungen und Älteste in Deutschland anschreiben, was so alles nicht biblisch und rein erfunden ist?

    Die Ältesten müssten dann gemäß ihrem biblisch geschulten Gewissen Stellung beziehen.

    Die Adressen sollten wir im Bundesanzeiger finden oder auf JW.ORG.

    Es könnte auch ein Faltblatt sein, welches wir bei unseren Brüdern in die Briefkästen stecken oder als Einstiegswebsite kreieren oder direkt auf JW.ORG in der Bitte um Bibelstudium versanden.

    Also, meldet Euch und konstruktive Kritik..., viele Grüße

     

    1. NEU

      1. These: Ewiges Leben durch Stunden zählen ist unbiblisch ....

      1. Paul.Z21

        2. These: Die lehren Menschenlehre, die behaupten man müsse einer Organisation gegenüber loyal sein, denn Gehorsam kann nur Gott und Jesus Christus zu Recht fordern.

         

        Die Idee ist gut! Nur finde ich, dass hier jeder einzelne gemäß seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten gefordert ist aufzuklären und zu warnen, was sowieso nur geht, wenn jemand dazu bereit ist. Aber eines sollte man in der Tat nicht unterschätzen: Die Feder ist mächtiger als das Schwert!

        Viele Grüße

    2. Omma@Neu

      Lieber Neu,

      gleich nachdem wir aufgewacht waren, schrieb der Oppa alles auf, was bei JW.ORG. unbiblisch ist (da kamen schon etliche Seiten zusammen), und nannte sie seine "95 Thesen".  Das sind jetzt weit über drei Jahre her.  Er hat sie bei sich abgeheftet, denn er sagte JW.ORG. werden wir nicht ändern, genauso, wie die Katholische Kirche auch immer noch existiert, trotz der 95 Thesen.

      Auch dachten wir an die Worte Jesu aus:

      Lukas 5:36-39   (Hoffnung für alle)
      36 Noch mit einem anderen Beispiel ging er auf ihre Frage ein: »Niemand schneidet ein Stück Stoff aus einem neuen Kleid, um damit ein altes zu flicken. Nicht nur, dass es um das neue Kleid zu schade wäre; sondern der neue Flicken passt auch gar nicht zum alten Kleid.
      37 Ebenso füllt niemand jungen, gärenden Wein in alte, brüchige Schläuche. Sonst bringt er sie zum Platzen. Dann läuft der Wein aus, und die Schläuche sind unbrauchbar.
      38 Nein, jungen Wein füllt man in neue Schläuche!
      39 Wer aber alten Wein trinkt, der will vom jungen Wein nichts wissen. ›Der alte ist besser‹, wird er sagen.«

      Du schreibst: "Was haltet Ihr hier im Forum von 95 Thesen die unseren Brüdern und Schwestern die Augen öffnen und das wir mit diesen 95 Thesen alle Versammlungen und Älteste in Deutschland anschreiben, was so alles nicht biblisch und rein erfunden ist?  Die Ältesten müssten dann gemäß ihrem biblisch geschulten Gewissen Stellung beziehen."

      Ja, lieber Neu, hier im Forum magst du auf offene Ohren treffen, denn wer hier liest, hat sich schon einiges getraut, aber glaubst du wirklich, dass indoktrinierte Älteste sich auf ein biblisch geschultes Gewissen beziehen?  Ist es nicht eher so, dass sie eine ORG - Hörigkeit haben?

      Was lasen wir im Vers 39?

      39 Wer aber alten Wein trinkt, der will vom jungen Wein nichts wissen. ›Der alte ist besser‹, wird er sagen.«

      Ja zerreißen wir unser schönes neues Kleid nicht, das uns als Christen kennzeichnet, um ein altes System zu reformieren, denken wir an die Worte Jesu im Vers 36:

      Nicht nur, dass es um das neue Kleid zu schade wäre; sondern der neue Flicken passt auch gar nicht zum alten Kleid.

      Einzelnen wenigen Personen mögen wir helfen können langsam wach zu werden, aber das System JW.ORG. werden wir nicht ändern, da können nur unsere Beiden Höchsten etwas unternehmen.

      Ganz liebe Grüße von Omma und Oppa

      1. NEU

        Hallo Omma und Oppa,

        danke für Euer Feedback ,ich bin der Überzeugung, dass die Ältesten in Deutschland ein Gewissen haben und aufmerken werden, so wie wir es doch auch getan haben und vielleicht Pioniere, DAGs oder Älteste waren.

        Die halten eigentlich nur die Beine still unterm Tisch und warten was geschieht.

        Die machen doch nur was das Zentralkomitee ihnen per Brief zukommen lässt.

        Wir sollten es zumindest versuchen, entweder die 95 Thesen hier in einfacher Sprache in eine neuen Rubrik einzustellen oder als PDF-Traktat unseren bekannten Ältesten in Deutschland per Post zukommen lassen oder bei ihnen in den Briefkasten als unsere persönliche deutschlandweite Aktion einzuwerfen, vorausgesetzt, dass "Keine Werbung am Briefkasten" steht.

        Lasst es uns versuchen und wir werden ganz neue Erfahrungen machen.

        Es wird sich was bewegen, wenn wir uns bewegen.

        Wir sind doch früher und heute auch zu unseren Mitmenschen gegangen und haben Faltblätter eingeworfen?

        Liebe Grüße NEU

         

    3. Lichtspender

      Mit den nachfolgenden 10 FESTSTELLUNGEN (statt 95 Thesen nur an Älteste) habe ich mal angefangen und sie an ALLE mir bekannten ZJ rund um den Globus versandt; viele habe ich auch in ihre Briefkästen gesteckt. Erfolg? Aber sicher! Etwas Geduld ist allerdings nötig, bis die ersten Reaktionen erfolgen.

      Die Zeugen Jehovas irren sich, denn ...
       ** Jesus ist ein Gott und nicht ein Engel. In ihrer Broschüre Höre auf Gott und lebe für immer heißt es jedoch auf Seite 6 im Absatz 2: „Zuerst machte Gott einen besonderen Engel. Dieser Engel kam später auf die Erde und wurde Jesus Christus genannt. Jehova machte auch alle anderen Engel.“ Die Bibel sagt aber, Jesus sei „der einziggezeugte Gott [oder: Sohn], der am Busenplatz beim Vater ist“ (Joh. 1:18). Er wurde „wie mit Wehen hervorgebracht“ (Spr. 8:22-25). Zwar ist Jesus ein Geistwesen, allerdings von derselben Art wie Gott: ein göttliches Wesen, ein wirklicher Gott. Ein Geistgeschöpf – wie ein Engel es ist – ist Jesus aber nicht, denn er wurde von Gott gezeugt. Er ist der „einziggezeugte Sohn“ Gottes (Joh. 3:16, 18). Als Sohn seines Vaters, der Gott ist, ist Jesus logischerweise also selbst ein Gott – ähnlich wie Menschen Menschen hervorbringen und nicht Tiere (Joh. 10:31-36; 20:28). Alle Engel wurden später von Jesus erschaffen (Kol. 1:15, 16; Hebr. 1:1-14). Er selbst hingegen ist kein erschaffener Engel, genauso wenig wie sein Vater ein Engel ist (Luk. 9:26). Jesus ist auch „wahrer Gott“; er ist „ein Gott“ (1. Joh. 5:20; Joh. 1:1; 5:18).
      Fazit: Da Jehovas Zeugen lehren, Jesus sei ein Engel, sind sie Antichristusse, ja Gotteslästerer.
       
      ** Der Erzengel Michael ist nicht Jesus, da Jesus kein Engel ist. Der Erzengel Michael hat nur ein gewisses Kontingent Engel unter sich: „seine Engel“ eben (Off. 12:7). Jesus hingegen unterstehen alle Engel im Himmel (Mat. 28:18); er hat sie von seinem Vater bekommen (Ps. 103:20, 21). So wie Jehova befehligt nun Jesus all diese „Heerscharen“ (Plural!), also verschiedene „Heere“ (Plural!) (Off. 19:14). Es existieren also mehrere „Heere“ guter Engel im Himmel. In ihrem Buch Was lehrt die Bibel wirklich? wird auf Seite 219 die letzte Schriftstelle auch angegeben und dennoch dreist behauptet, es gäbe „im Wort Gottes keinerlei Hinweise auf zwei himmlische Heere treuer Engel“. Um vom Gegenteil dieser falschen Behauptung überzeugt zu werden, muss man die Schriftstelle allerdings erst aufschlagen. Die „Heere“ guter Engel folgen allesamt Jesus. Der Erzengel Michael hat aber nur ein Engelheer von diesen unter sich. Es gibt weitere Erzengel oder Engelfürsten neben Michael, „einem der ersten Fürsten“ (Da. 10:13; Luk. 1:19). Das steht nicht umsonst in der Bibel. Die Engelfürsten unterstehen Jesus. In der unsichtbaren Welt gibt es gut strukturierte Hierarchien. Christus als König bedient sich der Erzengel, um die gewaltigen Engelscharen organisiert zu führen (Eph. 3:10; Kol. 1:16; 1. Pet. 3:22). Der in 1. Thessalonicher 4:16, 17 erwähnte Erzengel ist keinesfalls Jesus. Jesus gebraucht diesen nur; und dieser Erzengel wiederum benutzt seine Stimme und die Posaune wird geblasen (vgl. Off. 8:2; 11:15). Der König Jesus Christus bläst nicht selbst die Posaune oder Trompete; er hat dafür Diener (Mat. 24:31; 1. Kor. 15:51, 52; Off. 8:7, 8, 10, 12; 9:1, 13; 10:7).
      Fazit: Da Jehovas Zeugen lehren, der Erzengel Michael sei Jesus, sind sie Irrlehrer.
       
      ** Die Parusie Christi wird erst noch stattfinden. Jesu wahre Nachfolger wissen, dass Christus schon seit seiner Himmelfahrt nach seiner Aussage gemäß Matthäus 18:20 und 28:20 unsichtbar gegenwärtig ist. Daher erübrigt sich logischerweise eine weitere „unsichtbare Gegenwart“ (angeblich seit 1914). Die Parusie, von der die Bibel spricht, ist etwas völlig Anders- und Einzigartiges. Gemeint ist ein allgemein wahrnehmbares Auftreten Christi als Gottes Urteilsvollstrecker (Mat. 24:30; Off. 1:7). Christi Wiederkunft – also sein Kommen, Eintreffen, Erscheinen, Hervor-/Auftreten und Besuch – steht noch bevor (1. Kor. 11:26). Die Bibel ist hier klar und unmissverständlich. Und Christen werden nicht ohne Grund aufgefordert, wachsam und bereit zu sein, um von ihrem Herrn angenommen zu werden, denn der genaue Zeitpunkt seiner noch zu erfolgenden Parusie ist unbekannt (Mat. 24:3, 42-44; Mar. 8:38; 13:32-37; 1. Joh. 2:28; 1. Thes. 5:23; 2. Thes. 1:7-10; 2. Tim. 4:8).
      Fazit: Da Jehovas Zeugen lehren, die Parusie Christi habe 1914 begonnen, finde also somit schon statt, sind sie Irrlehrer.
       
      ** Die „erste Auferstehung“, von der in Offenbarung 20:5 und 6 die Rede ist, begann nicht 1918 (Der Wachtturm 1.1.07 S. 28 Abs. 12). Sie bezeichnet die große Auferstehung der verstorbenen Auserwählten zu ihrem himmlischen Erbe. Sie geht der allgemeinen Auferstehung der Toten voraus (Apg. 24:15). In 1. Korinther 15:51, 52 sowie 1. Thessalonicher 4:15-17 wird der zeitliche Ablauf der ersten Auferstehung beschrieben: Die verstorbenen Auserwählten werden auferweckt als Geistpersonen („verwandelt“) und begegnen „zusammen“ mit den noch lebenden Auserwählten, die entrückt und ebenfalls verwandelt werden, Christus im Himmel. Da aber die Entrückung erwiesenermaßen noch nicht stattgefunden hat, weil ja Christus noch nicht wiedergekommen ist, hat auch die „erste Auferstehung“ noch nicht begonnen. Denn Auferstandene und Entrückte begegnen ihrem Herrn „zusammen“ als Verwandelte in der Luft. Bis zur Parusie muss daher die Masse der entschlafenen Gesalbten noch ruhen, und die lebenden Gesalbten erwarten weiter ihre Entrückung (Mat. 24:29-31; 1. Kor. 15:22, 23).
      Fazit: Da Jehovas Zeugen lehren, die „erste Auferstehung“ habe um 1918 begonnen, glauben sie an eine Illusion und führen andere irre.
       
      ** Die „anderen Schafe“, von denen Jesus gemäß Johannes 10:16 sprach, sind gemäß Jehovas Zeugen Menschen mit einer irdischen Hoffnung. Gemäß Gottes Wort aber handelt es sich nicht ausdrücklich um ungesalbte Christen, sondern einfach um die vielen Heidenchristen. Mit seinem Gleichnis verglich Jesus zuerst seinen Dienst am jüdischen Volk, an Personen in der „Schafhürde“ Israels, zu der er kam und aus der er die herausrief  (Mat. 10:6; 15:24), die sich als „seine eigenen Schafe“ erwiesen, seine Stimme kannten und ihm nachfolgten. Durch die Verkündigung der Apostel und anderer Jünger wurden später die Heidenchristen ebenfalls seine Schafe. So wurden Christen aus den Juden und den Heiden „eine Herde … unter einem Hirten“ (Joh. 10:1-16). Ja, bekehrte Heiden wurden mit den Judenchristen vereint. Es wäre höchst ungewöhnlich, wenn Jesus kein Gleichnis erzählt hätte, das zeigt, wie Heiden- und Judenchristen vereint werden (Mat. 28:19). Die apostolischen Schriften sprechen diese Zusammenführung und Einheit in ihrer Hoffnung in unzähligen Stellen an; nachfolgend nur eine Auswahl:
      Rö. 1:16; 3:29, 30; 9:24; 11:12, 25; 15:7-11; 16:26; Eph. 2:11-19; 3:6; Gal. 2:9; 3:27-29; Joh. 11:51, 52; 17:20, 21; Apg. 1:8; 10:34-36, 44, 45; 11:1, 18-20; 13:46-48; 14:27; 15:3, 7, 15-19; 26:20, 23; 28:28; 1. Pet. 2:10, 25; 1. Tim. 3:16. Alle diese Schriftstellen widerlegen die Behauptung der Zeugen Jehovas. Es gibt nur eine Klasse wahrer Christen gemäß der Bibel.
      Fazit: Da Jehovas Zeugen lehren, die „anderen Schafe“ seien Menschen mit einer irdischen Bestimmung, gehen sie über das hinaus, was die Schrift lehrt. Sie spalten und werden damit zu Sektierern.
       
      ** Die Zahl 144 000 aus der Offenbarung ist nicht buchstäblich zu verstehen (Off. 7:4-8). Wäre sie wörtlich aufzufassen, dann müssten auch die Zahlen 12 000 und 12 in demselben Textabschnitt konsequenterweise so verstanden werden. Entweder alles oder nichts. Eine buchstäbliche Auffassung würde bedeuten, dass die meisten Menschen – da sie keine gebürtigen Israeliten aus einer der 12 Stämme Israels sind – nicht zu den 144 000 gehören könnten.
      Viele Zahlen in der Bibel beinhalten aber eine Symbolik – umso mehr in der Offenbarung. So werden darin z.B. weder die Zahl 24, 144, 12 000 noch 666 als buchstäblich aufgefasst (Off. 4:4; 21:16, 17; 13:18). Auch die Zahl 144 000 ist symbolisch (Off. 14:1, 3). Sie stellt die Vollzahl der aus allen Völkern stammenden Auserwählten in ihrer Gesamtheit dar, ungeachtet wie viele es schließlich sein werden.
       Die Zahl wird zunächst gehört; anschließend wird „eine große Volksmenge“ vor dem Thron Gottes
      gesehen (Off. 7:4, 9, 15). Die anfänglich „kleine Herde“ der ersten Jünger Jesu sollte ja allmählich deutlich größer werden (Luk. 12:32; Apg. 2:41, 47; 4:4; 5:14; 6:7; 12:24; 19:18, 20; Kol. 1:6, 23). Die Bibel legt sich selbst aus. Der Auslegungsschlüssel für die Offenbarung wird mitgegeben und die Methode umrissen, wie man sie versteht (Off. 1:1-3; 22:6-8).
      Die Methode ist, Gesprochenes/Gezeigtes bzw. Gehörtes/Gesehenes oder Hören/Sehen zu ein und demselben Sachverhalt/Personen einzusetzen. Beispiele hierfür: Off. 1:10-13. Oder: Off. 5:5, 6. Oder: Off. 9:16, 17 (bitte unbedingt nachlesen).
      Dieselbe Methode kommt in Offenbarung, Kapitel 7 mit den „144 000“ und der „großen Volksmenge“ zum Einsatz. Erst etwas hören, dann etwas sehen: Dadurch werden fein differenzierte Wahrheiten über Personen aus ein und derselben Klasse aus verschiedenen Blickwinkeln offenbart. Wer diese Einsicht erlangt [der Leser lasse sich Zeit und prüfe – auch die Gemeinsamkeiten], versteht, dass die Behauptung falsch ist, die „große Volksmenge“ stehe für Untertanen. Sie ist ja selbst der endzeitliche Teil der „144 000“. Ja, die „144 000“ und die „große Volksmenge“ sind zwar nicht identisch, sie gehören aber zu ein und derselben Klasse – einmal als Gesamtheit und einmal als Teil der Klasse aus der endzeitlichen Perspektive gesehen. Die Glieder der „großen Volksmenge“ werden als Versiegelte vor den „vier Winden“ eines großen Weltsturms (!) gerettet – also der „großen Drangsal“. Das zeigt der Kontext (Off. 7:1, 3, 14). Als Versiegelte bilden sie daher nicht etwa, wie Jehovas Zeugen sagen, einen angeblichen Grundstock der irdischen Untertanen der messianischen Königreichsregierung. Nein. In der Offenbarung ist ausdrücklich und gesondert von „Nationen“ die Rede, die diese Untertanen sein werden (Off. 2:26; 15:4; 20:3, 8; 21:24; 22:2).
      Fazit: Da Jehovas Zeugen lehren, die Zahl 144 000 aus der symbolischen Offenbarung sei buchstäblich aufzufassen, und behaupten, die „große Volksmenge“ habe eine irdische Bestimmung, sind sie falsche Lehrer.
       
      ** Jesus wurde nicht erst 1914 König. Dieses Jahr wird in der Bibel nicht genannt. Auch wird darin die Krönung Jesu Christi nicht mit seiner Wiederkunft verknüpft. Zum König zunächst gesalbt und als Hoher Priester eingesetzt wurde Jesus bei seiner Taufe (Mat. 3:15-17; Ps. 2:7; Jes. 42:1).
      Christus ist unleugbar schon seit vielen Jahrhunderten – und zwar seit seiner Himmelfahrt – als Hoher Priester für Gottes Volk tätig, wie Hebräer 3:1; 4:14, 15; 9:11, 12 beweist. Als solcher wurde er „nach der Weise Melchisedeks“ berufen (Hebr. 5:10; 6:20 bis 7:1). Melchisedek war Priester und König. Daher musste Christus gleichzeitig auch als König amten (Hebr. 8:1; Ps. 110:1-4). Also muss er bald nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt gekrönt worden sein (Mat. 26:64; 28:18; Luk. 19:12; Da. 7:13, 14). Seitdem wählt er auch seine Mitkönige aus (Off. 1:5, 6; 3:21).
      Erst das Jahr 1914 als das Krönungsjahr Jesu Christi anzusetzen ist somit absurd. Die frühen Christen verkündeten bereits in den Anfangsjahren der Christenversammlung Jesus als ihren amtierenden König (Apg. 2:31-35; 17:6, 7; Eph. 1:20, 21; Php. 2:9, 10; Kol. 2:8-10; Hebr. 2:9; 1. Tim. 6:15; 1. Pet. 3:22). Jesus wird sich zu seiner Zeit als „König der Könige und Herr der Herren“ auch gegenüber der Welt offenbaren (Off. 19:15, 16). Bis dahin wartet er als schon lange gekrönter König zur Rechten Gottes (Apg. 2:33-36; 1. Kor. 15:25; Hebr. 10:12, 13).
      Fazit: Da Jehovas Zeugen lehren, Jesus sei erst 1914 als König inthronisiert worden, sind sie Betrüger.
       
      ** Es gibt kein kombiniertes Zeichen der letzten Tage. Jehovas Zeugen behaupten, die „letzten Tage“ hätten 1914 begonnen. Aber die „letzten Tage“ begannen gemäß der Bibel bereits im 1. Jahr- hundert (Apg. 2:16, 17; 1. Pet. 1:20; 1. Joh. 2:18; Jud. 4, 17-19). Die ersten Christen waren bereits in Endzeiterwartung! (1. Kor. 10:11; Hebr. 9:26; Jak. 5:3, 8). Jehovas Zeugen haben aber Jesu Worte über verschiedene Merkmale und Ereignisse in einer Weise verstanden, die genau derjenigen entgegengesetzt ist, die Jesus beabsichtigte. Er warnte ja seine Nachfolger gerade davor, sich von solchen Geschehnissen in die Irre führen zu lassen. Ja, ehe Jesus die an ihn gerichteten Fragen beantwortete (Mat. 24:3; Mar. 13:4; Luk. 21:7), begann er deshalb mit einer Aufzählung von Dingen, die seine Nachfolger irritieren könnten. Seine Erklärung lautete im Grunde: „Da Kriege, Hungersnöte, Erdbeben und andere Widrigkeiten die Menschheitsgeschichte ohnehin prägen, sollten sie von euch nicht als „Zeichen“ meines Kommens und des Endes des Zeitalters verstanden werden. Zieht daraus keine falschen Schlüsse!“ Was aber ist stattdessen „das Zeichen“?

      Das „Zeichen“, das Jesus seinen Jüngern zu dem einen Teil ihrer Frage angab, war „das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht“. Als dieses „Zeichen“ erschien – die Römer vor Jerusalem –, reagierten die ersten Christen richtig und wurden gerettet (Mat. 24:15-22). Den anderen Teil ihrer Frage beantwortete er mit der Ankündigung, dass nach den Himmelsphänomenen ein spezielles „Zeichen des Menschensohnes im Himmel erscheinen“ werde (Mat. 24:30; Mar. 13:24-26; Luk. 21:25-28).
      Das wäre „das Zeichen“! Würde einem aber beim Erscheinen des „Zeichens“ noch Zeit bleiben, sich auf das Kommen Jesu vorzubereiten? Nein, denn dem „Zeichen“ würde sein Auftreten selbst so eng folgen, dass es dann zu spät wäre, weitere Vorbereitungen zu treffen. Daher ist tatsächlich das zentrale Thema seiner Endzeitrede die Notwendigkeit, bereit und wachsam zu sein. Warum? Weil Christus plötzlich und unerwartet kommt und man unmöglich etwas über den Zeitpunkt im Voraus wissen kann! (Mar. 13:35-37). Es ist Christen nicht möglich zu berechnen, wann Jesus kommt. Dies kann bald sein oder in 20 Jahren oder noch später. Erst kurz zuvor wird „das Zeichen des Menschensohnes im Himmel erscheinen“ (Mat. 23:30). Es gilt, geistig wach und aktiv zu bleiben. „Das Zeichen“ (Singular) wird erst noch erscheinen!
      Fazit: Da Jehovas Zeugen versuchen, die angeblich zu sehenden „Zeichen der Zeit“ (Plural) zu interpretieren, nehmen sie die Warnungen Jesu nicht zur Kenntnis, schüren sie Ängste, führen sich und andere irre und reihen sich in die falschen Propheten ein (Mat. 24:11).
       
      ** Siebzig Jahre für Babylon. Jehovas Zeugen behaupten, Jerusalem sei 607 v.u.Z. zerstört worden. Historiker hingegen geben das Datum dafür 20 Jahre später an (587 v.u.Z.). Was stimmt?
      Jeremia (Kap. 25) berichtet, dass er im 1. Jahr Nebukadrezars, des Königs von Babylon, beauftragt wurde, ganz Juda und Jerusalem mitzuteilen, dass Jehova Nebukadrezar „gegen dieses Land und gegen seine Bewohner und gegen all diese Nationen ringsum bringen“ und „sie der Vernichtung weihen und sie zu einem Gegenstand des Entsetzens machen“ will (Jer. 25:1, 9; 46:2). Auch andere Nationen würden also durch Babylon befeindet werden. Jeremia 25:11 präzisiert: „Und dieses ganze Land soll ein verwüsteter Ort werden, ein Gegenstand des Entsetzens, und diese Nationen werden dem König von Babylon siebzig Jahre dienen müssen.“ Jeremia 25:12 unterstreicht, dass am Ende der 70 Jahre Babylon „zur Rechenschaft“ gezogen werden soll. Anschließend werden in Kapitel 25 – und ausführlicher in Kapitel 46 bis 49 (si 127) – „all“ die von Babylon zu erobernden Nationen aufgeführt und in Kapitel 27 entsprechend die an sie zu überbringende Ankündigung formuliert. Der Prophezeiung Jeremias entsprechend dehnte die Weltmacht Babylon ihr Herrschaftsgebiet aus (Jer. 27:6; 28:14) (gl 23). Es gab interessanterweise mehrere Wegführungen von Juden. Gemäß Kapitel 29 wurden bereits ins Babylonische Exil deportierte Juden von Jeremia brieflich aus Jerusalem darüber informiert, dass „erst wenn siebzig Jahre für Babel voll sind“, Jehova sie „zurückbringen“ würde (Jer. 29:1, 10; Elberfelder Studienbibel 2009, Textstand Nr. 28). Die 70 Jahre, von denen Jeremia schrieb, hatten also schon zu zählen begonnen! Mit der Eroberung durch Cyrus 539 v.u.Z. endete dann die 70-jährige Herrschaft Babylons als Weltmacht (Jer. 27:7) (ip-1 253). Daniel, der Jeremias Prophezeiung kannte, konnte nun auf eine Rückkehr von Landsleuten nach Juda hoffen (Da. 9:1, 2; Jer. 29:10-14), und hierum betete er auch.
      Jehovas Zeugen entnehmen dem Bibelbericht, dass Juden aus dem Babylonischen Exil 537 v.u.Z. nach Jerusalem zurückkehrten. Dann folgern sie aber fälschlicherweise, der letzte König Judas, Zedekia, sei 70 Jahre zuvor – also im Jahre 607 v.u.Z.  abgesetzt, Jerusalem zerstört und die Juden ins Exil geführt worden. Dies, weil sie die Prophezeiung Jeremias im Hinblick auf die 70 Jahre für Babylon  fälschlicherweise auf das Ende Jerusalems und die Tempelzerstörung anwenden. Ein gravierender, ganz grundsätzlicher Fehler! Jehovas Zeugen bauen dann auf diesem Jahr (607 v.u.Z.) auf und sagen, 2520 Jahre später, nämlich im Jahr 1914, hätten „die bestimmten Zeiten der Nationen“ geendet (Luk. 21:24). Es ist nur zu offensichtlich, dass diese Berechnung von falschen Voraussetzungen ausgeht, wo sich doch die 70 Jahre eindeutig auf Babylon beziehen.
       Dass angesichts des hier zusammengefassten Bibelberichts die endgültige Zerstörung Jerusalems nicht im Jahr 607 v.u.Z. stattgefunden haben kann, deckt sich mit diesbezüglichen Aussagen von Bibelkommentatoren und Historikern (it-2 326), die sich u.a. auf heute noch nachprüfbare astronomische Daten, welche auf neubabylonischen Keilschrifttafeln zusammen mit öffentlichen Ereignissen dokumentiert wurden, berufen. Somit hat das Jahr 607 v.u.Z. (und folglich 1914 u.Z.) für die biblische Prophetie keine Relevanz.
      Es sei hier nur angemerkt, dass Jehovas Zeugen zudem durch Manipulation der geschichtlichen Daten von Regierungszeiten jüdischer und babylonischer Herrscher die Zerstörung Jerusalems und seines Tempels durch Nebukadnezar auf das Jahr 607 v.u.Z. festzulegen versuchen.
      Fazit: Dadurch dass Jehovas Zeugen für die endgültige Zerstörung Jerusalems durch die Babylonier das Jahr 607 v.u.Z. postulieren, vergewaltigen sie den Bibelbericht und setzen sich über die Historie hinweg.
       
      ** Das Gleichnis vom „treuen und verständigen Sklaven“ ist keine Prophezeiung im eigentlichen Sinne, die sich angeblich 1919 erfüllte (Mat. 24:45-51). Es wurde als Allegorie erzählt. Jesus erzählte mehrere Sklaven-Gleichnisse (Mat. 6:24; 10:24, 25; 25:14-30; Mar. 13:33-37; Luk. 17:7-10; 19:11-27). Sie machen allesamt unmissverständlich klar, was und wen Jesus mit dem Gleichnis in Matthäus, Kapitel 24 meinte (Luk. 12:40-48). Keineswegs eine elitäre Gruppe von heute lebenden wenigen Männern! Der „treue und verständige Sklave“ steht für reife Christen, die die christliche Lehre ihres Herrn an andere (Christen) weitergeben und darreichen. Sie sind „Verwalter“ (1. Kor. 4:1, 2). Zunächst kamen die Apostel dieser verantwortungsvollen Aufgabe sorgfältig nach (Apg. 2:42; Eph. 2:20-22). An sie richtete Jesus ja sein Gleichnis primär. Sie unternahmen Missionsreisen und schrieben Bibelbücher. Nach ihrem Tod gaben andere befähigte, treue Christen die Lehre Jesu und der Apostel weiter (2. Tim. 2:2; 3:10). Es wurden Bibel- und Hauskreise (Gemeinden) gebildet. Dort dienten auch ältere Männer (Tit. 1:7). Sie unterstanden keiner leitenden Körperschaft; sie waren autonom. Ihr aller Führer war Jesus allein, und sie stützten sich auf die Schriften (Mat. 23:10; 1. Tim. 4:6). Ihr Helfer zum richtigen Verständnis war der heilige Geist (Joh. 14:15-18; 16:13-15; 1. Joh. 2:26, 27). Und sie halfen sich gegenseitig. Jeder Christ hat Gaben und Fähigkeiten, die er zum Nutzen und zur Ermunterung anderer gebrauchen soll (1. Pet. 4:10, 11). Er darf in der Zeit des Wartens auf die Wiederkehr seines Herrn nicht träge werden oder gar einschlafen. Jeder Christ wird durch das o.g. Gleichnis angespornt, seinen von Christus übertragenen Aufgaben eifrig nachzukommen und mit anderen Mitsklaven liebevoll umzugehen (1. Kor. 12:19-30; Eph. 4:11-16). Die „Leitende Körperschaft“ der Zeugen Jehovas hingegen verhält sich nicht wie ein Sklave, sondern lässt sich gern verherrlichen; sie unterbindet den ausgeprägten Kult um sich nicht (2. Thes. 2:3-12). In den Zusammenkünften der Zeugen Jehovas wird auffällig oft und deutlich mehr vom „treuen und verständigen Sklaven“ gesprochen als von Jesus, dem Herrn (2. Kor. 11:13-15). Außerdem bevormundet, unterdrückt und „schlägt“ nachweislich dieser Sklave aufrichtige Christen in den Versammlungen, die nur treu ihre Aufgabe erfüllen wollen (Da. 12:4). Damit wird er zum „bösen Sklaven“, von dem Jesus sprach. Auch die Proklamation zahlreicher Daten, die sich allesamt als falsch erwiesen haben, und das hartnäckige Festhalten an Irrlehren zeigt, dass die Leitung der Zeugen Jehovas unmöglich der „verständige Sklave“ sein kann (Jer. 23:21, 25, 26, 30-32). Aber jeder einzelne Christ ist aufgefordert, sich als ein treuer und verständiger Sklave zu erweisen (Off. 11:18; 22:12).
      Fazit: Da Jehovas Zeugen das Gleichnis vom „treuen und verständigen Sklaven“ auf ein führendes elitäres Gremium beschränken, sind sie Irrlehrer.
       
      Diese Aufführung von Irrlehren der Zeugen Jehovas ließe sich noch erweitern. Die Leitende Körperschaft von Jehovas Zeugen weiß das alles schon seit Jahrzehnten durch viele, viele andere, die sie angeschrieben haben. Aber vergebens. Dieser Organisation geht es gar nicht wirklich um die Wahrheit (Joh. 8:46, 47). Und das macht es umso schlimmer. Vorsätzlich führt sie Millionen aufrichtiger Personen in die Irre (Mat. 23:33; 2. Pet. 2:1). Ja, würde sie nur ein oder zwei der o.g. Irrlehren berichtigen, würde ihr gesamtes fragiles Glaubensgebäude wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Es gründet sich nicht auf Christus, „den Felsen“, und seine Lehren (Mat. 7:24-27). Daher ist auch ein diesbezügliches weiteres Hoffen und Warten auf grundlegende Revisionen zwecklos, ja sogar lebensgefährlich (Mat. 7:21-23). Wie alle anderen Religionsgemeinschaften mit ihren unbiblischen Lehren so sind auch Jehovas Zeugen Teil von „Babylon der Großen“, dem Weltreich der verkehrten, verführenden Religionen. Gott wird der „Taten der Ungerechtigkeit“ der Organisation von Jehovas Zeugen und ihrer Unterstützer gedenken (Off. 18:5). Es ist eine autoritäre, menschenverachtende Sekte. Wie wichtig ist es doch, „Augensalbe“ von Christus zu „kaufen“, ja Christi „Stimme“ und sein Klopfen „an der Tür“ nicht zu ignorieren (Off. 3:18-20). Auch ist es ebenso erforderlich, Christi dringender Aufforderung gehorsam und konsequent Folge zu leisten: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mir ihr teilhaben wollt an ihren Sünden … Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht“ (Off. 18:4, 5). Aber wohin soll man gehen? Nirgendwohin! Jedenfalls keinesfalls zu anderen Religionsgemeinschaften, die ebenfalls eigene Irrlehren vertreten. Die Frage sollte nicht lauten: „Wohin soll man gehen?“, sondern: „Zu wem soll man gehen?“. Die biblische Antwort lautet: zu Christus und Gott (Joh. 6:68). Und es gibt einen lebendigen Organismus außerhalb von falschen religiösen Organisationen: den „Leib“ Christi, die „Bruderschaft“ wahrer Nachfolger Christi weltweit (1. Kor. 12:27; 1. Pet. 5:9). Man ist nicht allein. Echte freie Christen gibt es tatsächlich überall auf der Erde (Apg. 1:8; 11:26; Mar. 10:28-31). Und viele versammeln sich regelmäßig in Haus- und Bibelkreisen – ganz nach dem urchristlichen Muster (Rö. 16:5; 1. Kor. 16:19; Kol. 4:15).

      1. Iris

        Liebe Lichtspender ,

        Eure ,, 10 Thesen " sollten an jede Königreichsaaltüre genagelt werden !

        Das , was JW über den Sohn Gottes , unseren König , Jesus Christus , geschrieben haben , ist das , was mich bei den ZJ am meisten gestört hat . Was mich aber komplett auf die Palme gebracht hat , und auch einer der Gründe war um entgültig diesem Verein den Rücken zu kehren , war , daß sie im ,, Offenbarungsbuch " bei

        Off 9:11 wo gesagt wird : ,, Sie haben über sich einen König , den Engel des Abgrundes ,. sein Name ist auf Hebräisch Abaddon , und im Griechischen Apollyon .

        Dann behaupten sie , Jesus sei dieser König und stützen diese Aussage noch mit Off 20:1 ,, Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabkommen , der den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in der Hand hat.....

        Dann noch Luk 4:34...der Dämon ..schrie mit lauter Stimme : was haben wir mit dir zu schaffen , Jesus , Nazarener ?

        Und Off 19:14 ....und aus seinem Mund geht ein scharfes langes Schwert hervor ......an seiner Hüfte einen Namen geschrieben : König der Könige und Herr der Herren . .......Das ist der Gipfel der Dreistigkeit .

        Abaddon  bedeutet : ,,Untergang , Vernichtung und Apolleon ,,Verderber ". Gibt man im Internet Abaddon ein , kann man was sehen !!

        Das JZ , unseren himmlischen König , Jesus Christus , der für alle gestorben ist , auch für diese 7 Irrlehrer , die ihn , Gottes Sohn , mit diesen Dämonen gleichsetzen , ist eine Gotteslästerung und kann mit nichts mehr entschuldigt werden .

        viele liebe Grüße

        Iris

        1. Lichtspender

          Liebe Iris, neu unter dem Reiter oben "Wo JZ irren" ein Artikel über Abaddon. Das war ja damals für dich ausschlaggebend; dürfte dich interessieren.

        2. Iris

          Liebe Lichtspender ,

          vielen Dank , für den Hinweis .

          Genauso habe ich das auch gesehen . Leider ist uns damals , beim Studium dieses Buches , nicht aufgefallen , daß wir hier manipuliert werden sollten . Wahrscheinlich deshalb , weil uns die verdrehte Auslegung damals schon so eingetrichterte wurde und unsere eigenen Überlegungen schon im Keim erstickt sind .

          Diese Vorgehenweise ist heute immer noch Methode .

          Liebe Grüße

          Iris

      2. Nada

        Liebe/r lichtspender,

        schöner, treffender Kommentar.

        Leider wird das von denen, die es betrifft, keiner lesen.

        Das geht ungelesen in den Papierkorb.

        Weil, das kommt ja von abtrünnigen.

        Da ist man von der LK wunderbar eingenordet..

        Es ist so schade..

        Das Licht kann nicht hindurch dringen.

        Liebe grüsse an alle

        Nada...

        der es in der Seele grad ziemlich kalt ist

        1. Liebe Nada,

          Ich weiß nicht wo du wohnst, würde dich aber von Herzen gerne zu mir einladen.  Damit du dich bei mir wärmen kannst. Es tut mir von Herzen weh, wenn ich lese" der es in der Seele Grad ziemlich kalt ist"????????

          Was haben sie nur mit ihren Mitmenschen gemacht. Diese Heuchler. Jesus nannte sie Täter der Gesetzlosigkeit,  "ihr Vater sei der Teufel".

          Ja, sie zerstören Menschen, Familien. Und doch ist da etwas in uns, die die Jesus wirklich nachahmen möchten. Liebe.  An Ihr werden doch Jesu wahre Jünger erkannt. Hier kann ich das spüren. Diese Liebe erzeugt eine Herzenswärme. Davon möchte ich Dir gerne geben. Komm, lass dich von uns in den Arm nehmen. Wir möchten dich trösten,  du bist nicht alleine. Mein Angebot steht. Du findest mich in den Kontakten.

          Ja, so einfach machen sie es sich. Sie stempeln uns als Abtrünnige ab. Doch unser Herr und Hirte ist größer und stärker als Ihr geistiger Vater. Es gehört zu unserem Lernprozess, Jesu Fußstapfen nachzufolgen. Er wird für uns kämpfen.

          @LichtSpender

          ????????

           

        2. Nada

          Liebe dorkas,

          vielen lieben dank für deine Einladung.

          Es tut mir gut zu wissen, dass es Menschen gibt, an die ich mich wenden könnte, wenn ich irgendwann den schritt aus der org hinaus machen würde und damit ganz allein stünde.

          Ich habe mit bekommen, dass viele hier auf BI sich regelmäßig treffen und das erfüllt mich mit Freude und Zuversicht; allein das wissen, dass es das gibt...

          Es ist, als würde der Herr Jesus mir sagen: Schau hin, mein Schäfchen, du bist nicht allein.

          Das tut gut.

          Euch allen eine gute Nacht

          Nada

        3. RoKo24

          Liebe Nada. Es tut richtig weh wenn ich lese, wie kalt Du Dich in der Versammlung fühlst. Du hast die Liebe unserer beiden Höchsten im Herzen. Darum empfindest Du Dein Umfeld kalt. Liebe ist jedoch immer warm. Liebe ist herzlich.

          Ich schaue mir manchmal und auch sehr gern Trickfilme an oder auch richtige Märchen. Das Gute wird in Märchen immer niedergetreten und versucht zu töten. Damit das Böse gewinnt. Glückliches Ende eines Märchens ist immer, dass die Liebe gewinnt. Welche Parallelen zur Bibel zu finden sind... Manchmal fühle ich mich wie im Märchen und denke, das kann doch alles nicht wahr sein... Doch. Leider ist das so.

          LG  RoKo

        4. Peter

          Liebe Nada, wie geht es Dir? Habe schon lange nichts mehr von Dir gelesen. Wenn Du Dich von den Mitgliedern  des Wachtturm-Konzerns trennst, die Dich als Person leider  nicht lieben, weil sie Jesus nicht im Herzen haben, dann werden wir für Dich da sein. Auch ich, dein Bruder Peter

      3. Edelmuth an Lichtspender

        Guten Abend Lichtspender

        Zwar ist Jesus ein Geistwesen, allerdings von derselben Art wie Gott: ein göttliches Wesen, ein wirklicher Gott. Ein Geistgeschöpf - wie ein Engel es ist - ist Jesus aber nicht, denn er wurde von Gott gezeugt.

        Das ist leider falsch, denn wäre Jesus die Leibesfrucht Jehovas, hätte er, wie Jehova selber, nicht sterben können. Jesus ist aber gestorben, um das Opfer zu unserer Rettung zu beschaffen. Deshalb ist Jesus ein Geschöpf Jehovas von der Stellung eines Gottes.

        Ede

        ????

        1. Horst

          Mr. Ede,

          bitte hier nicht einen solchen Quark anrühren. Schau doch in Deine WT-Online.Bibliothek, der ich hier sogar zustimme, unter dem Stichwort "Einziggezeugt":

          "Er ist der Erstgeborene und der oberste DER Engel, die in der Bibel als "Gottähnliche" oder "Götter" bezeichnet werden."

          (War selbst überrascht, als ich dies auf einer JW.-Org-Seite so gelesen habe).

          Weiter: "Daher wird der Herr Jesus Christus gemäß einigen der ältesten und besten Handschriften als der "einziggezeugte Gott"  (griechisch monogenes theos) bezeichnet....

          Schriftstellen sind zur Genüge als Beleg angeführt.

          Wenn ich etwas zeuge, dann  ists auch meine "Leibesfrucht". Da gibts ja wohl gar nichts dran zu deuteln.

        2. Edelmuth an Lichtspender

          Guten Morgen Lichtspender

          Ungeachtet jeglicher Diskussion, ob Jesus geboren oder erschaffen wurde, ist Jesus, wie wir alle wissen, für unser Leben gestorben und von Jehova wieder auferweckt worden, von dem wir als Zeugen Jesu alle Zeugnis ablegen können. Nach seinem Tod ist Jesus von Jehova neu erschaffen worden und nicht mehr der, der er vorher war.

          Ede

        3. hei-bea

          Hallo Ede,

          woher nimmst Du die Gewißheit, dass Jehova nicht "sterben"könnte, wenn er das wirk-

          lich wollte, es aber nicht für sich in Erwägung zieht? Ich halte seine Macht für unbe-

          grenzt, in j e d e r Richtung!!!

          Und wieso behauptest Du, dass Jesus nach seinem Tod von Jehova n e u  erschaffen

          wurde und nicht mehr der war,der er vorher war? - Woher nimmst Du d i e s e Er-

          kenntnis? Begibst Du Dich da nicht in eine Sphäre ( im Sinne von Himmel ), über

          die unser menschliches Wissen doch sehr begrenzt ist?! Der persönliche Kontakt in

          Bezug auf Gepräche und Gebete verläuft doch im Moment sehr einseitig...

          Nachdenkliche Grüße aus dem sonnigen Harz                   hei-bea

        4. M.N.

          Hierzu siehe Heb 13,8 - Großschreibung zur Betonung hinzugefügt:

          "Jesus Christus ist DERSELBE GESTERN und HEUTE und IN EWIGKEIT."

          So sieht's aus. Trotz Tod und Auferstehung erfolgte kein Wandel seiner göttlichen Natur; als nicht der Zeitlichkeit und der Vergänglichkeit unterworfenes Wesen war, ist und bleibt Christus unwandelbar und immer derselbe, ganz als "eikōn" (Kol 1,15; Heb 1,3), als Abbild seines Vaters, von dem es heißt: "Ich, JHWH, ich habe mich nicht geändert" (Mal 3,6); "[Beim Vater gibt es] keine Veränderung noch eines Wechsels Schatten", Jak 1,17b; vgl. Ps 102,27.28; Jes 41,4; 46,4. Hieran ändern auch Tod und Auferstehung Christi nichts.

          Dass Christus während seiner 3 "Todes"-Tage nicht "tot", d. h. nichtexistent war geht klar und deutlich aus 1Pet 3,18.19 hervor:

          "Christus ... zwar getötet nach (oder: in) dem Fleisch (d. h. sein menschlicher Körper starb), aber lebendig gemacht nach dem Geist. In diesem ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt...".

          In JW.Org-ferngesteuerter ZJ-Denke haben wir den V. 19 immer auf die Zeit NACH der Auferstehung bezogen. Da aber "ein Gott" - ein Wesen mit göttlicher Natur, bzw. ein "Ab- oder Ebenbild" des ewigen und unvergänglichen Schöpfergottes (des "Vaters aller Dinge") - nicht sterben kann (Hab 1,12 in richtiger - urtümlichster - Lesart: "Bist du nicht von alters her, JHWH, mein Gott, mein Heiliger? DU STIRBST NICHT/WIRST NICHT STERBEN, lō tāmūt"), war Jesus Christus nach Ablegen seines stofflichen Leibes nicht "nichtexistent" - kann es nicht gewesen sein, da sonst in Anbetracht der "Gleichartigkeit seiner Wesenheit mit dem Vatergott" (ich postuliere hier kein Trinitätskonzept! Nur damit das klar ist) ein Widerspruch vorliegen würde.

          Nur so macht 1Pet 3,19 wirklich Sinn; all diese akrobatisch/überdehnten Kontorsionen à la "Als Christus 3 Tage später auferweckt wurde, ERST DANN hat er den 'Geistern im Gefängnis' IN ÜBERTRAGENEM SINN gepredigt, da sie dann erkannten, was die Stunde für sie geschlagen hatte" und derlei Krampf können wir getrost als Nonsense entsorgen. Betreffs Bedeutung der Wendung "Geister im Gefängnis" siehe die Einträge "Dämonen" und "Tartarus" im Glossar. Auch hier muss das kleine 1x1x1 cm denkbegrenzende JW.Org-Kästchen gesprengt und verlassen werden, um zu einem bibelgemäßeren Verständnis zu gelangen. Von wegen "GENAUE Erkenntnis in uns aufnemhen" - das wollen wir doch sicherlich alle hier. 😉

          Gruß,
          M.N.

        5. Edelmuth an M.N.

          Guten Abend M.N.

          "Christus ... zwar getötet nach (oder: in) dem Fleisch (d. h. sein menschlicher Körper starb), aber lebendig gemacht nach dem Geist. In diesem ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt...".

          Ist Jesus wirklich vollständig gestorben oder hat er nur seinen fleischlichen Leib abgelegt. Gab es eine unsichtbare Seele, die bei seiner Geburt durch die Jungfrau Maria besitz von Jesus nahm und bei seinem Tod als Mensch den Fleischesleib wieder verließ.

          Was ist deine Meinung?

          Ede

        6. M.N. @ Eddie

          Eddie - Jesus hat genau das getan, was er tun musste, um die Erlösung zu schaffen, nämlich, SEINE MENSCHLICHE EXISTENZ, sein Recht auf MENSCHLICHES LEBEN abzugeben und zur Verfügung zu stellen. Er ist ALS MENSCH gestorben, er hat SEINE MENSCHLICHE NATUR abgetreten - ein Tod seiner GÖTTLICHEN NATUR, ein "Sterben als Gott", ein Ende seiner Existenz in absolutem Sinn war zur Schaffung der Erlösung weder angezeigt noch notwendig, und davon kann auch keine Rede sein, was  durch die "Jona im Bauch des Fisches"-Allegorie (Mat 12,40) als "prophetisches Vorbild" der Erfahrung  Christi mehr als deutlich wird. War Jona "echt tot", als er als erster Unterseereisender der Geschichte das Mittelmeehr durchkreuzte? Negativ: "Und Jona betete zu JHWH, seinem Gott, aus dem Bauch des Fisches und sprach: ...Aus dem Schoß des Scheol (!) schrie ich um Hilfe." Man bemerke: (1) Er war IN DER SCHEOL ("Scheol" ist weiblich im Hebr.); (2) Er war NICHT "TOT", denn wie sonst hätte er AUS DER SCHEOL zu JHWH rufen, und uns später seine Erfahrung berichten können ???

          Betreffs Deiner "Seele"-Frage verweise ich Dich aufs Glossar, Eintrag "Seele".

          Gruß,
          M.N.

        7. Edelmuth an M.N.

          Guten Abend M.N.

          Dann konkret! War Jesus, als er 3 Tage im Scheol lag, vollständig tot, oder hat er irgendwo als Geist gelebt?

          Ede

        8. Markus

          Gehe mal auf die WEB Site  NDERF

          und lies dort die Erfahrungen,dann vergleich sie mal mit der Bibel,denn in der Bibel sind ähnliche Erfahrungen aufgeführt

        9. pit an Markus

          Lieber Markus,

          ich hatte selbst eine Nahtoderfahrung.

          Aber Fakt bleibt Fakt: Ein Nahtoter ist nicht tot.

          Was wirklich kommt, weiss immer noch Keiner. Denn Keiner, ausser dem Herrn kann Aufschluss darüber geben.

          Friede pit

        10. Furiel

          Das ist jetzt aber wirklich mal interessant ... Bei aller Wesensgleichheit ist doch Jehova ohne Anfang und Jesus mit Anfang. Wenn Jesus geboren werden konnte als Eingeborener Sohn, warum sollte er nicht sterben können aus freiem Willen?Nicht weil er sterben müsste, sondern weil er sterben wollte, um uns zu erlösen?

          Wenn Jesus nicht wirklich absolut gestorben wäre, hätte doch die ganze Zeit seines irdischen Lebens seine " Göttlichkeit" in ihm wohnen müssen ... Aber Jesus war doch wirklich Mensch, er wurde unter die Engel erniedrigt ...

          Wenn Jesus wirklich absolut gestorben ist, musste er von Jehova bei seiner geistigen Auferstehung neu geschaffen werden, egal wann, ob in der Millisekunden seines menschlichen Todes oder 3 Tage später ... Wenn er neu geschaffen wurde, als gleiches, göttliches Wesen, wie vor seiner menschlichen Geburt, dann hätte sich an seiner Wesensgleichheit und Persönlichkeit doch nichts geändert, nur technisch gesehen wäre er kein eingeborener Sohn mehr, sondern ein Geschöpf Gottes. Vielleicht war das das eigentliche Opfer Jesu, das er für uns gebracht hat, seine Stellung als eingeborenen Sohn und nicht das  "unter Engel erniedrigte, vollkommene menschliche" Leben? Das könnte dann doch unsre Wertschätzung für sein Opfer immens steigern ...

           

           

           

           

        11. hei-bea

          Hallo Furiel,

          interessanter Gedanken, den Du da äußerst; aber wo steht in der Bibel, dass Jesus

          2-mal von Gott erschaffen wurde( als Geistwesen) , nämlich am "Anfang" und nach

          seinem Tod als Mensch ( = materialisiertes Geistwesen)?! - Müßte das, wenn so

          wichtig, nicht wenigstens 1-mal in der Bibel erwähnt werden?

          Bin auf Antwort gespannt...

          Liebe Grüße aus dem kalten Harz              hei-bea

        12. Edelmuth an hei-bea

          Hallo hei-bea

          Die Antwort findest du hier:

          (Johannes 2:22) . . .Als er jedoch von den Toten auferweckt worden war, kam es seinen Jüngern in den Sinn, daß er dies wiederholt gesagt hatte; und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte. . .

          (Apostelgeschichte 3:14-18) . . .Ja, ihr habt den Heiligen und Gerechten verleugnet, und ihr habt gebeten, daß man euch einen Mann, einen Mörder, schenke, 15 wogegen ihr den Hauptvermittler des Lebens getötet habt. Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt, von welcher Tatsache wir Zeugen sind. 16 Demzufolge hat sein Name, durch [unseren] Glauben an seinen Namen, diesen Mann, den ihr seht und kennt, stark gemacht, und der Glaube, der durch ihn kommt, hat dem Mann diese vollständige Gesundheit vor euer aller Augen gegeben. 17 Und nun, Brüder, ich weiß, daß ihr aus Unwissenheit gehandelt habt wie auch eure Vorsteher. 18 Doch auf diese Weise hat Gott das erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten zuvor angekündigt hatte, daß sein Christus leiden würde.

          (Apostelgeschichte 5:30-32) . . .Der Gott unserer Vorväter hat Jesus auferweckt, den ihr ums Leben gebracht habt, indem ihr ihn an einen Stamm hängtet. 31 Diesen hat Gott als Hauptvermittler und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel [Gelegenheit zur] Reue und Vergebung der Sünden zu geben. 32 Und wir sind Zeugen dieser Dinge, und desgleichen ist es der heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm als [dem] Herrscher gehorchen."

          (Apostelgeschichte 10:39-41) . . .Und wir sind Zeugen all der Dinge, die er im Land der Juden und auch in Jerusalem tat; aber sie brachten ihn auch um, indem sie ihn an einen Stamm hängten. 40 Diesen hat Gott am dritten Tag auferweckt und ihn offenbar werden lassen, 41 nicht dem ganzen Volk, sondern den von Gott zuvor bestimmten Zeugen, uns, die wir mit ihm aßen und tranken, nachdem er von den Toten auferstanden war.."

          Auferweckt kann nur der werden, der tatsächlich tot ist. Jesus von den Toten auferwecken musste der Vater selber tun, weil Jesus dazu nicht in der Lage war, denn er war ja tot.

          Nach seiner Auferstehung von den Toten hat sich Jesus 40 Tage lang in verschieden menschliche Gestalten seinen Jüngern gezeigt, sodaß sie ihn nicht sofort erkennen konnten. Sein Geesten verrieten ihn. Jesus nutzte die Möglichkeit, die die Dämonen zu Noahs Zeiten nutzten, und materialisierte sich zu einem Menschen. Es war nicht sein ursprünglicher Leib, der an den Pfahl geschlagen wurde, denn der hätte stets gleich ausgesehen und seine Jünger hätten ihn sofort erkannt.

          Ede

        13. hei-bea

          Hallo Ede,

          danke für Deine schnelle Antwort. Das Jesus als "sichtbares" Wesen (= Mensch)

          von den Toten auferweckt wurde - von Jehova-ist mir klar. Nicht klar ist mir,

          ob der "vormenschliche" geistige Jesus während der ganzen Zeit existiert hat,

          eben aber ohne "menschlichen" Körper. Und das Auferwecken des Menschen

          Jesus nur zur "Sichtbarmachung" für die damaligen Zeitgenossen erfolgte...

          Wenn Du schreibst, es war nicht sein ursprünglicher Leib, der getötet wurde,

          sind wir uns eigentlich wieder einig.

          LG aus der Kälte     hei-bea

        14. Edelmuth an hei-bea

          Hallo Hei-bea

          Wenn Du schreibst, es war nicht sein ursprünglicher Leib, der getötet wurde, sind wir uns eigentlich wieder einig.

          Zugegeben, da habe ich mich wohl ein wenig missverständlich ausgedrückt.

          Jesus ist selbstverständlich als der Mensch, der von der Jungfrau Maria geboren wurde, gestorben. Nach seinem Tod am Pfahl und seiner Auferstehung durch den Vater zeigte er sich seinen Jüngern als Mensch, aber nicht als der Mensch, der am Pfahl getötet wurde, sonst hätten ihn seine Jünger sofort erkannt. Jesus gab sich aber besonders dem Thomas zu erkennen.

          Jesus ist als Mensch gestorben und als Geistwesen, der sich zum Menschen materialisieren kann, vom Vater auferweckt worden. Nur ein geistiges Wesen kann in den Himmel auffahren. Ein Mensch würde das nicht überleben.

          Deshalb ist Jesus eine neue Schöpfung des Vaters.

          Ede
          ++++++++++
          Falsch Ede; Jesus wurede nicht neu erschaffen, und starb auch nicht an einem Pfahl sondern am Kreuz.

        15. Edelmuth an alle

          Die Mär von der unsterblichen Seele

          (1. Mose 2:17) . . .Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon ißt, wirst du ganz bestimmt sterben."

          (1. Mose 3:4) . . .Darauf sprach die Schlange zur Frau: "Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben.

          Wir alle wissen, was passiert ist, denn seit dem Adam & Eva von der verbotenen Frucht gegessen haben sterben die Menschen ausnahmslos. Jedem war nun klar, wer die Wahrheit gesagt und wer gelogen hatte.

          Daraufhin ersann sich Satan eine List indem er behauptete, die Menschen würden bei ihrem Tod nicht sterben, sondern lediglich ihren fleischlichen Leib ablegen. Nach ihrem Tod würde eine unsterbliche Seele weiter leben, und wenn wir den Priestern am Grab Glauben schenken würden, könnten wir sie alle im Himmel wieder treffen. Satans Behauptung lässt sich derzeit werden beweisen noch widerlegen.

          Danach hätte Satan die Wahrheit gesagt und Jehova gelogen. Kann das sein?

          Was sagt die Bibel?

          (Hesekiel 18:4) . . .Siehe! Alle Seelen - mir gehören sie. Wie die Seele des Vaters, ebenso die Seele des Sohnes - mir gehören sie. Die Seele, die sündigt - sie selbst wird sterben.

          (Psalm 146:4) . . .Sein Geist geht aus, er kehrt zurück zu seinem Erdboden; An jenem Tag vergehen seine Gedanken tatsächlich.

          (Prediger 9:5, 10) Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen....Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheol, dem Ort, wohin du gehst.

          Jehova sagt stets die absolute Wahrheit.

          Ede

        16. hei-bea

          Hallo Edelmuth,

          die Mär von der unsterblichen Seele...

          Die Bibeltexte, die Du zitierst, beziehen sich allesamt auf Menschen, und zwar

          auf menschliche "Seelen", die n i c h t vor der Geburt als "Geistwesen"( wie Je-

          sus) existierten. Aber Jesus war und ist eine ganz andere Art der Schöpfung,

          eine ganz besondere von Jehova:

          1. erstes "Geistwesen"= einzige Direktschöpfung

          2. materialisiert - zur Zeit als Mensch, damit sichtbar für Zeitgenossen, und

          3. entmaterialisiert zum Zeitpunkt seines "menschlichen" Todes wieder zum

          ursprünglichen Zustand als erstes Geistwesen

          Er ist - meiner Meinung nach- i m m e r derselbe gewesen und war nie ganz

          weg. Können wir uns darauf einigen?

          Morgengrüße aus der Kälte des Harzes            hei-bea

        17. RoKo24

          Vielleicht hilft das Verständnis der Medizin weiter. Ein Mensch ist ein Mensch. Eine Person. Bestehend aus Millionen kleiner Zellen. Angeordnet nach einem Plan, der individuellen DNA. Das macht uns individuell. Aber: Keine Zelle lebt ewig. Sie stirbt ab, wird aus dem Körper ausgestoßen, ausgeschieden und eine neue Zelle nimmt den Platz ein. Das passiert jeden Tag x mal in allen Organen immer und immer wieder. Immer nach dem Bauplan unserer DANN, vollautomatisch. Es gibt Zellen mit kurzer Lebensdauer wenige Tage und welche mit sehr langer Lebensdauer von vielen Jahren. Aber irgendwann hat sich im Körper alles mindestens einmal komplett rundumerneuert. Wir sind eine Kopie. Dennoch ein und derselbe Mensch. Wer spricht denn davon, aller 12 Jahre eine neue Kopie zu sein? Biologisch wäre das aber genau so.

          Ich denke, so wird ein Mensch auch auferweckt, ist dann auch eine Kopie seiner selbst. Wir verstehen das nur mit unserem kleinen Horizont nicht bis ins Detail. Wie es bei einem Geistgeschöpf funktioniert wissen wir noch weniger.

          Es gibt die Aussage, nach einem herrlichen Wellness fühlt man sich wie neu geboren. Dennoch ist man nicht neu geboren…

          Vor einigen Jahren las ich mal in einer Wissenschaftszeitung, in einem Wartezimmer dass ein „Beamen“ wie im Science Fiction Film gezeigt wird, theoretisch möglich wäre. Jede Körperzelle muss dafür gescannt werden, dann quasi demontiert, transportiert und anschließend an genau dieser Position neu montiert werden. Wenn es denn ginge. Aber: Allein für das Scannen und abspeichern aller Körperzellen mit allen Informationen benötigte man gegenwärtig mit neuester hochleistungsfähiger Computertechnologie eine so lange Zeit, länger als ein Menschenleben. Ich meine es stand da 1000 Jahre wie die Computer arbeiten müssten.  Kann es aber nicht mehr gesichert sagen. Nur das scannen würde so lange dauern...

          Da lese ich lieber in der Bibel. Bei Gott sind alle Dinge möglich. 🙂

        18. Edelmuth an hei-bea

          Guten Morgen BI
          Guten Morgen hei-bea

          Es ist absolut richtig, dass Jesus auf sein Recht auf der Erde ewig zu leben, das ihm aus Römer 6:23 zugestanden hätte, zu Gunsten der Menschen verzichtet hat. In diesem Verzicht besteht Jesu Opfer.

          (Römer 6:23) . . .Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist [der] Tod. . .

          Dieser Grundsatz wurde auch bei Adam & Eva angewendet, denn sie starben, weil sie gesündigt hatten.

          Jesus hingegen war sündenlos und hätte ewige auf der Erde leben können. Auf diesen Anspruch hat Jesus verzichtet, indem er in Absprache mit dem Vater die Sünde Adams auf sein Leben anrechnen lies, so als hätten nicht Adam & Eva gesündigt, sondern Jesus. Das hat zur Folge, dass die Nachkommen Adams von de ererbten Sünde (Unvollkommenheit) frei gesprochen werden könnten. Der Vater, der die Herzen prüft, macht diesen Freispruch von der Herzenseinstellung (Glauben) abhängig.

          Hier, hei-bea, wird's für dich interessant.

          Jesus hingegen musste, obwohl unschuldig, nach Römer 6:23 vollständig sterben, da er die Sünde Adams zu unseren Gunsten auf sich genommen hat. Der Vater kannte seinen Sohn und hat ihn natürlich wieder auferweckt.

          Welche Folgen hätte es, wenn Zweifel an dem vollständigen Tod Jesus aufgekommen wären?

          Das Opfer Jesus bis in den Tod hat das Todesurteil Satans besiegelt. Satan wird vom Vater gerichtet. Wäre Jesu nicht vollständig tot gewesen, hätte Satan gegen sein Urteil bei Vater Einsruch eingelegt.

          Eine Auferweckung Jesu von den Toten wäre unsinnig/unnötig gewesen, wenn Jesus nicht wirklich vollständig tot gewesen wäre.

          Welche Folgen hätte es, wenn beim Tod eines Menschen eine unsterbliche Seele den Körper verlassen würde?

          Die Rettung aufgrund Jesus Opfer und der unverdienten Güte wären unnötig und reine Augenwischerei, denn der Mensch lebt in einer anderen Form an einen schöneren Ort weiter. Im Gegenteil, eine Auferweckung zu ewigen Leben auf der Erde wäre dann eine Strafe, weil der Mensch aus der Umgebung Jehovas, dem schönsten Ort im Himmel, zurück auf die verderbte Erde geholt wird.

          Ede

        19. Boas@Edelmuth

          Lieber Edelmuth.

          Mat. 10:28
          Und werdet nicht furchtsam vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können;
          fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib in der Gehenna vernichten kann.

          (Ohne etwas zu interpretieren, macht Jesus einen Unterschied zwischen Seele und Leib.
          Ohne etwas zu interpretieren, kann der Leib auch von Menschen getötet werden.
          Ohne etwas zu interpretieren, kann die Seele jedoch nur von Gott vernichtet werden.)

          Hat das Wort Seele immer nur EINE Bedeutung?

          Mat. 12:18
          18 „Siehe! Mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen gefunden hat! Ich will meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Nationen das Recht erklären.

          (Wer hat seinen Knecht erwählt? Das scheint mir doch Gott zu sein. Und die Seele des Vaters hat Wohlgefallen an Jesus? Deshalb hat er seinen GEIST auf ihn gelegt. Ist Gott nun eine Seele, oder hat er eine Seele? Einen Geist, den er auf oder in Jesus legte?)

          Mat. 6:25
          Deswegen sage ich euch: Hört auf, euch Sorgen zu machen
          um eure Seele über das, was ihr essen oder was ihr trinken werdet,
          oder um euren Leib über das, was ihr anziehen werdet.

          Bedeutet die Seele nicht mehr als die Speise
          und der Leib [mehr] als die Kleidung?

          (Essen und trinken betrifft etwas Innerliches, die Seele
          Kleidung betrifft etwas Äußerliches, der Leib)

          Apo. 2:25-27
          25 David sagt nämlich mit Bezug auf ihn [Jesus]: ‚Ich hatte Jehova beständig vor meinen Augen; denn er steht zu meiner Rechten, damit ich niemals erschüttert werde. 26 Deswegen wurde mein Herz fröhlich, und meine Zunge frohlockte. Und auch mein Fleisch wird in Hoffnung wohnen; 27 denn du wirst meine Seele im Hades nicht verlassen, noch wirst du zugeben, daß dein Loyalgesinnter die Verwesung sehe.

          Mein Fazit:
          Das Wort Seele kann mehrere Bedeutungen haben, wie das Wort Himmel. Die Aussage, dass die Seele unsterblich ist, lehne ich nach den Worten Jesu aus Matthäus 10:28 ab. Ob nun das Wort Seele bezüglich eines Menschen, Jesus oder Gott immer nur die Bedeutung Lebewesen oder auch etwas Spirituellem haben könnte, kann jeder für sich untersuchen.

          Die Frage, ob es eine unzerstörbare Seele gibt und die Frage, ob wir auch evtl. eine zerstörbare Seele in unserem Leib besitzen, sind zweierlei.

          Lieber Edelmuth, Apo. 2:25-27 gibt Dir vielleicht eine Antwort auf die Frage, was bei Jesus gestorben ist, und was nicht. Sein Leib (sein Körper), oder seine Seele (sein Geist).

          Liebe Grüße für die Erforscher der Bibel.
          Boas

        20. Edelmuth an BOAS

          Hallo BOAS

          Sehr gut! Ich mag Menschen, die mitdenken und aufpassen. In der Tat lässt sich das Verständnis für "Seele" nicht aus dem Sprachgebrauch ableiten, denn der ist in der Bibel uneinheitlich (verschieden).

          (Lukas 6:9) . . .Dann sagte Jesus zu ihnen: "Ich frage euch: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Schaden zu stiften, eine Seele zu retten oder zu vernichten?"

          (Offenbarung 16:3) . . .Und der zweite goß seine Schale in das Meer aus. Und es wurde zu Blut wie von einem Toten, und jede lebende Seele starb, ja alles, was im Meer war.

          Lässt sich aus Matthäus 10:28 schlussfolgern, dass Jesus bei seinem Tod als Mensch lediglich den Fleischesleib abgelegt und durch seinen Verzicht auf menschliches Leben das Opfer erbracht hat.

          (Apostelgeschichte 5:30) . . .Der Gott unserer Vorväter hat Jesus auferweckt, ...( vgl. Apg. 3:14-18,  10:39-43)

          Wenn Jesus als Geistperson weitergelebt hätte, sodass er nicht vollständig gestorben wäre, worauf bezieht sich dann Jesu Auferweckung von den Toten? Warum ist dann dafür der Vater erforderlich?

          Die Auferstehung von den Toten kann sich im Falle Jesu nicht auf seinen Fleischesleib beziehen, denn in den 40 Tagen, als sich Jesus seinen Jüngern zeigt, hatte er stets ein anderes Aussehen, sodass sie ihn nicht erkannten und er durchschritt Zimmerwände, was Jesus mit seinem ursprüngliches Fleischesleib nicht hätte tun können

          Ein machtvoller Gott wie Jesus benötigt den Vater nicht, um seinen ursprünglichen Fleischesleib zum Leben zu erwecken.

          Ede

        21. hei-bea

          Hallo Edelmuth,

          nochmal ich. Wir scheinen uns darin einig zu sein, dass Jesus n i c h t mit dem

          gleichen menschlichen Leib, mit dem er verstorben war, wieder auferweckt

          wurde. Es muß ein Körper (Zustand) gewesen sein, der sowohl als Mensch (?)

          seinen Mitmenschen sichtbar war, als auch dann in den Himmel auffahren

          konnte. Also: sowohl, als auch! Heißt das aber nicht wiederum, dass er zu die-

          sem Zeitpunkt als Jesus körperlich oder geistig wieder einen anderen "Zustand"

          hatte, eine ganz andere "Daseinsform" war, einzigartig, die wir als Menschen

          kaum verstehen können?! - Weder davor noch danach gab es ein "Geschöpf"

          wie Jesus, das solche "Metamorphosen" durchgemacht hat - in ganz großem

          Stil... Überschreitet das zu verstehen unseren menschlichen Horizont?-

          Sollten wir lieber bei der Henne und ihren Küken bleiben? - Ich halte jeden-

          falls bei Gott und Jesus nichts für unmöglich.

          In diesem Sinne grüße ich alle aus dem regennassen Harz     hei-bea

        22. Boas@Edelmuth

          Lieber Edelmut,

          kommt drauf an, was man unter einer Seele versteht, die von Gott vernichtet werden kann.

          Als Beispiel könnte ich privat die Seele so sehen wie eine Festplatte. Darauf sind all mein Wissen, meine Gedanken, meine Gefühle und mein Charakter gespeichert. Geht nun mein Computer kaputt, so kann ich zwar den Computerkörper wegwerfen. Aber die Festplatte lege ich nebenan, bis ich einen neuen Computer zusammengebaut habe. Dann schließe ich die alte Festplatte wieder an und er läuft hoch. Er braucht vielleicht noch ein paar Updates, aber er wird wie gewohnt mein alter Computer sein. Das Hintergrundbild wird wieder da sein, und wie gewohnt die alten Programme und Daten an ihren Plätzen, wo ich sie zuvor abgelegt hatte. Die Festplatte ist die Seele eines PC´s. Es kann sich natürlich bei dem Wort Seele auch um etwas anderes handeln.

          Wenn ich an diesen Vergleich bei Lazarus denke, so hat Gott in der Gruft den alten (Computer)körper repariert und ihm die Festplatten(seele) wieder eingesetzt. Bei Jesus, so stelle ich es mir vor, war sein PC tod aber seine Festplatte stand nur still (außer Betrieb).

          Bestimmt gibt es auch verbotene Möglichkeiten an Daten auf Festplatten verstorbener (PC)Körper heranzukommen. Wenn dies nicht möglich wäre, hätte sich das Gesetz Gottes erübrigt, mit Toten zu kommunizieren (Daten abzurufen). Siehe auch die Hexe von Endor: "Was störst du mich in meiner Ruhe", sagte Samuel zu Saul.

          Ich bin für mich der Meinung, dass ich alles, was ich einst bei den IC gelernt habe auf den Prüfstand nehme und mir meine eigene Meinung dazu bilde. Und in meiner Meinung lernfähig bleibe.

          Und vor allem sehe ich die Sache mit der Seele, ganz egal wie man es sich vorstellt, nicht als Kriterium, mit dem man seine Rettung vernachlässigt. Es gibt einen, der auch die Festplatte auf den Müll (Gehenna) werfen kann. Ich schließe mich hier gerne der Meinung von HeiBea an, dass bei Vater und Sohn alles möglich gemacht werden kann. Auch Dinge, die wir uns in keinster Weiße als Mensch vorstellen können.

          Liebe Grüße
          Boas

  11. Rob

    Bekanntlich gibt es 6 Biblische Ausschlussgründe,alle anderen sind Amerikanische Sonderlehren.

    Habt Ihr schon gehört,Wachturm nur mehr Jänner, Februar.Erwachet März April,kein Jahrbuch.

    Die armen Brüder müssen elektronisch aufrüsten um mitzuhalten.Ich wünsche uns Achtsamkeit,

    Glück und den Segen Jesus.

     

    1. Hupsi

      Hallo lieber Rob,

      ja es stimmt. Für die Öffentlichkeit kommt Januar Februar ein Wachtturm, dann März April ein Erwachet, Mai Juni ein Wachtturm, Juli August ein Erwachet usw. Das heißt drei dünne Hefte WT, drei dünne Heffte Erwachet pro Jahr werden noch gefertigt. Die Studienwachttürme werden ja eh nur noch für einige wenige gedruckt, die ihren  bunten Textmarker nicht in eine Downloaddatei rein bekommen.  Und man wird sagen: am Schwinden des Papiers merken wir - Jehova beschleunigt das Werk, nicht mehr lange...

      Es ist die Schlussphase im Endteil des letzten Abschnittes vom Abschluss der allerletzten Endzeitphase der letzten Tage....

      Und keiner wird merken dass es um Geld geht.

      Die Literatur, die an Passanten und Wohnungsinhaber verteilt wird,ist ja bereits jetzt nicht mehr relevant. Aufgeschrieben ja, aber nicht weiter melden. Nur noch Stunden und hast. Abgaben heißt es, wenn man jemanden ein Video zeigt oder ihn mit einer jw Org Publikation verlinkt.

      Klar dass das für die Lk völlig uninteressant ist.

      Das Wesentliche sind Bargeld Kästen und Kartenzahlung, Gebäudepflege und Werterhaltung.

      So isses eben. Nicht mein Ding.

       

      Schönen Tag euch allen. Hupsi

       

  12. Tilo

    Tilo an alle. Ich weiß, es passt jetzt nicht zum Thema. Ich bitte um Entschuldigung!

    Normal
    0
    21

    Bemerkungen zur Broadcast-Sendung für November:
     
     Es beginnt mit einer Ansprache David Splane’s. Es geht um Genauigkeit. Er spricht ausführlich über die Sorgfalt, die das Schreibbüro der WTG aufwendet, um den Lesern der Literatur möglichst genaue Informationen zu liefern. Dagegen kann man nichts sagen, es ist alles richtig. Er führt dann Beispiele an (die alle aus der WTG-Literatur stammen!), und er deckt die Fehler darin auf. Auch das ist gut gemeint und richtig.
     

     
    Die Sendung geht weiter und als nächtes wird ein Video gezeigt, das von einem Konflikt handelt, in den ein kleiner Junge in der Schule geraten kann. Es geht um eine Glückwunschkarte an einen krebskranken Mitschüler. Natürlich unterschreibt der Junge die Karte nicht, weil er ein Zeuge Jehovas ist. Später hat er seine Zweifel. Sein Vater spricht mit ihm und räumt die Zweifel aus. Interessant ist, was der Junge zum Vater sagte: „Ich weiß, dass die Bibel sagt, wir sollen keine Geburtstage feiern.“
     

     
    Aber die Bibel sagt es nicht! Sie schweigt dazu und erwähnt nur zwei Geburtstage von heidnischen Herrschern, die mit Blutvergießen verbunden waren. Historiche Tatsache ist auch, dass die Juden keine Geburtstage feierten und die ersten Christen auch nicht. Man kann sich dieser Haltung ohne Probleme anschließen und gemäß seinem Gewissen ebenso handeln. Aber es stimmt nicht, dass die Bibel sagt, wir sollen keine Geburtstage feiern.
     
     (Juden und Christen sahen damals den heidnischen Hintergrund und nahmen ihn für ihre Entscheidung wahr. Aber wir wissen auch, dass „ein Götze nicht ist in der Welt“ (1. Kr. 8:4), und dass viele Feste (auch Hochzeiten) ursprünglich mit Astrologie und Götzendienst zu tun hatten. Aber heute denkt kaum ein Mensch noch daran.)
     
     Der Vater zitiert seinem Sohn Eph. 5:10, wo es heißt: „Fragt immer danach, was dem Herrn gefällt.“ Aber hier gibt der Herr Jesus keine klare Antwort. Da ist dann das Gewissen gefragt!
     
     Ein anderer Redner setzt das Thema „Genauigkeit“ dann fort und spricht über das „Durchdenken einer Sache“. Er beginnt mit Römer 12:1, wo Paulus erwähnt, dass unser Dienst für Gott mit Vernunft zu tun hat. Er gibt dann ein Beispiel und zitiert 2. Thes. 2:2: „... euch nicht schnell erschüttern und dadurch von eurem vernünftigen Denken abbringen zu lassen noch euch aufregen zu lassen, weder durch eine inspirierte Äußerung noch durch eine mündliche Botschaft, noch durch einen Brief, angeblich von uns, in dem Sine, dass der Tag Jehovas hier sei.“ (NWÜ)
     
     Er führt aus, dass „einige" Thessalonicher erschüttert worden seien, weil sie dieser „inspirierten Botschaft“ geglaubt hätten. Und der Redner meint, dass sie nicht erschüttert worden wären, wenn sie die Sache durchdacht hätten. Das stimmt.
     
     Aber es stimmt nicht, wenn er die bekannte Wendung „einige in der Versammlung hätten geglaubt, ...“ den Thessalonichern zum Vorwurf machte, denn man merkt, dass es irgendwie auf 1975 gemünzt war. Und woher weiß er, dass es „einige“ in Thessalonich waren?
     

     
    Im Vorfeld von 1975 waren es sehr viele (!)  Zeugen Jehovas, die durch die Botschaft der Leitenden Körperschaft erschüttert worden sind. Später sagte man auch „einige hatten gelaubt, dass 1975 Harmagedon käme.“ Und wo kam das her? Über Jahre hat man jede Sorgfalt, Genauigkeit und Verantwortung gegenüber den Lesern der WT-Literatur fallen gelassen und sie dazu gebracht, auf einen Dunst zu vertrauen! Das hat in der Tat viele erschüttert, und die Folge spüren nicht wenige noch heute! Die Sorgfalt sah damals so aus, dass ‚sorgfältige Nachforschungen ergäben hätten, dass 6000 Jahre Menschheitsgeschichte 1975 enden würden.’ Und dann wurden Erwartungen für das Paradies geweckt und das Ende mit Harmagedon gleichgesetzt.
     
     Was wollte der Redner nun bezwecken? 1975 und die falschen Vorhersagen der LK werden nicht erwähnt. Wollte er sagen, dass man sich nicht erschüttern lassen soll, wenn wieder so etwas ähnliches passiert? Sollte man standhaft bleiben, auch wenn etwas Unangenehmes eintritt? Vielleicht ein neuer Skandal oder ein Gerichtsprozess oder eine staatliche Untersuchung? Sollte die Parole heißen: „Egal, was passiert, wir bleiben der Organisation  treu!“? Aber wo bleibt denn in diesem Fall das „Durchdenken einer Sache“? Gerade weil Menschen etwas durchdenken, kommen sie zu guten Schlussfolgerungen und sagen der Organisation „Ade!“
     
     Er spricht danach von der Erschütterung, die es verursachen kann wenn ein Bruder (in diesem Beispiel Judas Iskariot) von der Wahrheit weggeht oder man im Internet sich etwas „Unpassendes“ ansieht. Dachte der Redner an „Abtrünnige“ und ihre Internetauftritte?
     
     Es kann zutreffen, wenn er danach auf die Zwei-Zeugen-Regel“ eingeht und sie als ehernen Maßstab für die Rechtsprechung in der Organsation hinstellt! Niemals wird man davon abrücken! Er hat ganz bestimmt den kläglichen Auftritt eines Mitglieds der Leitenden Körperschaft vor der Royal Commission in Australien mitbekommen. Da wurde Jackson die „Zwei-Zeugen-Regel“ mit biblischen Argumenten aus der Hand geschlagen. Da hilft es auch nicht, Matth. 18:16 zu zitieren und diese Angelegenheit aus dem Privatbereich auf das Verhalten der WTG in der Kindesmissbrauchsaffäre zu beziehen.
     
     „Genauigkeit schaftt Vertrauen“, hat David Splane vorher gesagt. Und er betont, wie wichtig es ist, genau zu sein, wenn es um die Bibel geht. Richtig! Aber wo bleiben die entsprechenden Taten? Nicht einmal innerhalb eines einstündigen Programms ist es möglich, genau zu sein? Statt Genauigkeit spürt man, dass es  darum geht, mit Gedankenkleister beunruhigte Zuschauer zu besänftigen.
     
     Ach so, da fehlt ja noch was: Am Schluss gibt es ein kitschiges Paradiesbonbon, das den Zuschauer daran hindert, über das Gesehene nachzudenken. Und am Ende werden viele sagen: „Schön war’s!“.
     

     

     

     

     

    1. Horst

      Hallo Tilo,

      kein Grund sich zu entschuldigen ! Kommentare zu neuen Broadcast-Ergüssen passen immer.

      Zum Thema "Sorgfalt und Genauigkeit" hat die WTG punktgenau wieder ihre Erkenntnisse erwähnt, bei denen diese Eigenschaften am allerwenigsten zu erkennen waren.

      Zu Zeiten meines Vaters wurden die Wachttürme am Jahresende noch als "gebundener Jahrgang"verkauft und standen dann mit schönem Goldrücken im Wohnzimmerschrank.

      Sie waren so "sorgfältig und genau", dass inzwischen zur Entsorgung derselben aufgerufen wurde. Den Inhalt soll möglichst keiner mehr nachlesen können.

      Ich denke, die WTG setzt darauf, dass die Menschen, die ihre frühere Sorgfalt und Genauigkeit noch "studiert" haben und ihre Aussagen von ihren authorisierten Vertreter noch wörtlich von der Bühne gehört haben, langsam aussterben.

      Bei Mr. Splane, Morris und Co. sind diese schon lange verdrängt und neuen Formulierungen gewichen, die m.E. von Leuten in dieser Organisation getextet werden, die damals noch gar nicht gelebt haben.

      Eines haben sie alle erkannt und praktizieren es:

      "Die Aufnahmefähigkeit  der grossen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür die Vergesslichkeit gross. Aus diesen Tatsachen heraus hat sich jede wirkungsvolle Propaganda nur auf sehr wenige Punkte zu beschränken und diese schlagwortartig so lange zu verwenden, bis auch der Letzte unter ihnen unter einem solchen Wort das Gewollte sich vorzustellen vermag..."

      Ich zitiere dies auf die Gefahr hin, dass es hier wiederholt wurde.

      Ich finde es aber so zutreffend.

      Es ist von Adolf Hitler.

       

      Gruss Horst

       

       

    2. Haraschmi

      Hallo Tilo,

      Hab ich auch gerade gesehen. Was mir noch mehr aufgestoßen ist, ist die Geschichte mit der Hochzeit. Es ist unfassbar, in was sich die Org einmischt... Zitate:

      Wie kann man sich bei der Hochzeitsplanung vor den Verlockungen der Welt schützen?

      "Ich habe schnell gemerkt, dass sich eine ganze Industrie aufs Heiraten spezialisiert hat. Sie versuchen zwar zu helfen aber sie wollen damit auch Geld verdienen!"

      "Und dann der Preis für ein Kleid, was ich nur EINEN TAG anziehen werde. Zu TEUER!!!"

      "Vielleicht sollten wir einmal darüber nachdenken, wie eine Hochzeit aussieht, die JEHOVA gefällt."

      "Unglaublich wie aufwendig und protzig manche Hochzeiten sind. Da geht es mehr ums Party machen als Jehova zu ehren!!! Das hat mich an folgenden Text erinnert: Nun sind die Werke des Fleisches:  Trinkgelage, Schwelgereien (oder wilde Partys) und dergleichen Dinge. DAS wollten wir auf keinen Fall"

      Was soll das? Es geht hier wieder unterschwellig ums Geld.... wieso soviel Geld für einen Tag ausgeben, wenn man das Spenden könnte....

      Hier ist auch neues Licht enthalten. Geschäfte bieten Waren und Dienstleistungen an, um GELD zu verdienen!!! Welch eine Feststellung. Wie ist das nochmal mit Königreichssäalen die verkauft werden? Ach ja sie werden vorher mit kostenlosen Arbeitskräften renoviert um sie teuer zu verkaufen...

      Und alle weltlichen Feiern sind wilde Partys..

      Ach ja und die Hochzeit ist dafür da, um Gott zu ehren, nicht das Brautpaar zu beglückwünschen... nein. Man redet jetzt schon bei den wenig erlaubten Feiern auch noch rein. Wieso soll man Spaß haben. Man soll doch immer an die Anweisungen der Org denken.

      Ach ja Vorschau auf Broadcast Dezember... da kommen Anweisungen über die Hochzeitsnacht und wie man sein tägliches Geschäft verrichten soll....

      Gruß Haraschmi

    3. M.N.

      Lieber Tilo,

      auch ich habe beim Anschauen dieses neuerlichen Brotkastens erst mal Schluckauf bekommen (jawohl: Ich tue mir das IMMER noch an, allerdings mit einer bestimmten Zielsetzung) ob der vollmundigen JW.Org-Selbstlobhudeleien betreffs "Genauigkeit" des Inhalts ihrer Verlagsprodukte.

      Hier der WAHRE Sachverhalt:

      Wieder und wieder rufen JW.Org-Verlagsprodukte EXTREM NEGATIVE Schlagzeilen und WÜTENDE PROTESTE hervor, wenn Wissenschaftler, Altphilologen, Theologen und Experten jedweder Couleur ohne ihre Zustimmung von JW.Org-Schreiberlingen zitiert werden dergestalt, dass der Auffassung dieser Experten GENAU ENTGEGENGESETZTE Konzepte, Theorien, Hypothesen etc. vermittels dieser meist aus dem Zusammenhang gerissenen, oder verstümmelten Zitate "gestützt" werden und die kritiklose JW.Org-Leserschaft bewusst und trickreich in die Irre geführt wird. Beispiele:

      Zur pseudo-"wissenschaftlichen" Stützung ihrer eigenmächtigen und eigenzweckdienlichen Festsetzung des Jahres 607 v. Chr. als angebliches Jahr der Zerstörung Jerusalems durch die Babylonier greift die JW.Org zu außerordentlich unredlichen und krass irreführenden Methoden – de facto Lügen –, um bei unkritischen bzw. ungebildeten Konsumenten ihres Postulats den Anschein zu erwecken, dieses Jahr sei von akkreditierten Archäologen anerkannt, so z. B. im JW.Org-"Jeremia"-Buch von 2010 Kap. 5 S. 55:

      "Die Archäologin Eilat Mazar stieß auf ein kleines Tonsiegel, eine Bulle. Der Siegelabdruck wurde 2005 bei Ausgrabungsarbeiten in einer Schicht entdeckt, die aus der Zeit der Zerstörung Jerusalems (607 v. u. Z.) datiert."

      Daraufhin befragt, distanzierte sich Frau Mazar entschieden von der Vorstellung, sie hege oder unterstütze den Gedanken einer in 607 v.Chr. stattgefundenen Zerstörung Jerusalems, da das von ihr gefundenen Artefakt auf das Jahr 586 v. Chr. datiert wird. Auch betreffs des in 2008 von ihrem Team entdeckten Tunnels, der möglicherweise der in 2Sam 5,6-8 und 1Chron 11,4-9 erwähnte "tsinnōr"-Tunnel ist, erklärte sie, dass dieser "während der babylonischen Belagerung Jerusalems in 586 v. Chr. als Fluchtweg gedient haben mag".

      Auch ein gewisser Dr. John Steele distanzierte sich entschieden von einer JW.Org-Bezugnahme auf ihn im "Wachtturm" vom 1.11.2011 S. 24 mit der Aussage, der Autor des "Wachtturm"-Artikels habe sowohl ihn – Dr. Steele – als auch die Ansichten anderer Gelehrter "vermittels den Kontext ignorierender Teilzitierung vollständig falsch wiedergegeben". Gleiches gilt von dem im gleichen "Wachtturm"-Artikel zitierten Ronald H. Sack, der auf eine Anfrage lapidar antwortete: "Der Wachtturm-Artikel ist eine Lüge. Das korrekte Datum ist 587. Ich wurde NIEMALS betreffs dieses Themas [von der JW.Org] befragt."

      Dies entspricht folgender Feststellung, die in dem Werk "Jehovah's Witnesses and the Third Reich" von M. James Penton betreffs der generellen, faktisch/historischen Genauigkeit und Verlässlichkeit der Angaben in JW.Org-Literatur auf S. 379 getätigt wird – habe das nun "exklusiv" für hier übersetzt, damit es nicht wieder zu Klagen kommt - Großschreibung hinzugefügt:

      "Zitate in Wachtturmpublikationen weisen einen erstaunlichen Mangel an Konsistenz auf; sehr oft fehlt es an Respekt vor historischer Genauigkeit. Nicht nur wird unbekümmert mit Statistiken herumgeworfen, sondern oftmals wird keinerlei Versuch unternommen, Tatsachen voneinander zu unterscheiden. ... Deshalb muss betreffs vieler Wachtturmaussagen festgestellt werden, ... dass sie vielmehr ob ihrer Schockwirkung veröffentlicht werden anstatt aus einem Bestreben genauer Tatsachenberichterstattung. [Auch] dies zeigt, WIE UNVERLÄSSLICH ZJ-PUBLIKATIONEN UND -AUSSAGEN OFTMALS SIND."

      Ein weiteres Themenfeld: Die von der JW.Org über alle Himmel hochgelobte NWÜ.

      In ihrem Bemühen, der NWÜ wissenschaftliche Glaubwürdigkeit zu verleihen, beruft sich die JW.Org in der für sie typischen, fragwürdigen Referenzpraxis auf diverse, laut JW.Org "international anerkannte" Bibelgelehrte, die der NWÜ angeblich Lob und Anerkennung gezollt hätten, so z. B. Prof. Dr. Benjamin Kedar, Alexander Thomson, George Howard und Jason BeDuhn. Als diese von Dritten betreffs ihrer von der JW.Org als Gütebeweise ins Feld geführten NWÜ-Akkreditierung befragt wurden, ergaben sich folgende Sachverhalte:

      - Prof. Dr. Benjamin Kedar: Hatte nur das AT untersucht, und dort nur ausgewählte Passagen. Jedoch erweckt die JW.Org den Anschein, er habe der gesamten NWÜ einen Blankoscheck ausgestellt.

      - Alexander Thomson: War weder ein Spezialist der Ursprachen, sondern ein Bankangestellter, und gehörte einer Religionsgemeinschaft an, die ähnliche Lehren wie die JW.Org vertritt. Die JW.Org bezeichnete ihn jedoch fälschlicherweise als "Hebräisch- und Griechischgelehrten".

      - George Howard: Räumte auf Anfrage ein, die JW.Org "habe aus seinen Artikeln zu viel gemacht" und "er unterstütze die Theorien der JW.ORG AUSDRÜCKLICH NICHT".

      - Jason BeDuhn: Die JW.Org zitiert aus seinem Buch "Truth in Translation", um den Anschein zu erwecken, BeDuhn habe die NWÜ als die beste und genaueste aller Bibelübersetzungen bezeichnet, obgleich er an vielen Stellen seines Buches die NWÜ ausdrücklich kritisiert, insbesondere die Einfügung des Gottesnamens ins NT, was von der JW.Org komplett verschwiegen wird. Im Anhang seines Buches schreibt BeDuhn, die Einfügung des Namens "Jehova" sei "wahllos" erfolgt, und das Übesetzungsteam sei seiner eigenen Regel betreffs Einsetzung des Names oftmals untreu gewesen.

      Weitere von der JW.Org offenkundig vorsätzlich falsch zitierte Fachleute sind William Barclay; Julius Mantey ("Die NWÜ beruht auf vorgefassten Annahmen und ist irreführend"); Bruce Mezger ("Die NWÜ ist eine Perversion einer Bibelübersetzung. Sie ist eine Vorspiegelung nicht vorhandenen Fachwissens. Gottes Namen wurde 237 Mal im NT eingefügt, obwohl er in keinem griechischen Manuskript auftaucht").

      Ähnliche Sachverhalte liegen betreffs vieler "wissenschaftlicher Zitate" von Biologen und Evolutionswissenschaftlern in "Evolutionstheorie"-relevanten JW.Org-Publikationen vor, wo es zu teils grotesken JW.Org-Verdrehungen der Aussagen von Experten kam und geradezu wütende Proteste auf deren Seite triggerte; hierzu findet man Einiges per Goggle.

      Soviel zu "Genauigkeit in JW.Org-Verlagsprodukten". Schwarz ist weiß, X = U, und 3 x 4 macht Neune. Wir spucken euch ins Gesicht und sagen "Es regnet!"

      Gruß,
      M.N.

  13. Hupsi

    Wie recht du hast!!!

    Der Umkehrschluss dazu, dass die Zeugen Jehovas durch ihre extreme Haltung zu Andersdenkenden und vor allem auch zu ihren ehemaligen Mitgliedern selbstdiejenigen sind, welche andere verfolgen und hassen, ist daher nur logisch.

    Weil...

    http://wahrheitstreu.net/news/

    Die Aufklärungsseite Wj,  sie ist jetzt verklagt worden, zunächst wegen einiger Downloads,  u.a. ÄLTESTENBUCH :Hütet... usw.

    Lest selbst, Ziel ist es eigentlich diese gut informieren Journalisten, will ich es mal nennen, zu verfolgen die Leute in Schwierigkeiten zu bringen, die das alles aufdecken.

    Das Imperium zurück.

    1. Horst

      Hallo Hupsi,

      wenn die von Dir erwähnte "Aufklärungsseite" auf Unterlassung verklagt wird, hat sie es sich selbst zuzuschreiben.

      Jedes Buch, jede CD oder anderweitige Veröffentlichungen sind rechtlich insoweit geschützt, als dass eine Weiterverbreitung der Zustimmung des Verfassers bedarf. Das ist nun mal so, und nachdem die Informationen über die kruden ZJ-Erkenntnisse massenhaft anderweitig verfügbar sind, muss ich auf meiner Internetseite keinen Download anbieten und kann diese Auseinandersetzung vermeiden.

      Gruss Horst

  14. Liebe Geschwister,

    dieser Artikel kommt sehr passend zu parallel zu meinen Recherchen in denen ich mich derzeit mit der Freimaurerei befasse. So manche Erwähnungen in schon früheren Kommentaren hier auf BI zeigen mir das auch andere Geschwister dies interessiert, um an das Verständnis näher heran zu kommen was uns in dieser "Wahrheit" viele Jahre gefangen hielt.

    Der intensivste Beitrag den ich kürzlich fand war der eines Herrn Wolfgang Stark
    der selbst bekennender Freimaurer ist.
    Seine Ausführungen zeigen deutlich wie das Weltbild der 7 Herren welche
    sich als TuvS inszenieren, auszusehen scheint und warum sie z.B. kein
    Interesse an charismatischen Aufgaben haben, bzw. es ihnen nicht um den
    einzelnen Menschen geht (so entstehen auch die Anweisungen für Älteste)
    sondern nur um IHRE eigene "Wahrheit" welche sie als die ultimative
    "Wahrheit" durch vorsätzlich getäuschte Menschen verbreiten lassen.

    Da es verschiedene Richtungen der Freimaurerei gibt, ist es in dem
    Zusammenhang spannend zu hinterfragen, warum die JWorg den Christus als
    das Lamm Gottes abwertet und auf das Niveau eines Engels reduziert, wie
    es z.B. im JWorg Brotkasten anzusehen im Beitrag "Warum starb Jesus?"
    (https://tv.jw.org/#de/mediaitems/VODBibleTeachings/docid-502016853_1_VIDEO )

    Mein Eindruck Aufgrund des Beitrages (im Schlussteil des Interviews) ist
    das in der ORG-Lehre eine komplette Umpolung stattgefunden haben muss die aus
    dem Lamm Gottes den Satan machte, was aber für den Insider in den
    Veröffentlichungen zur Studiengrundlage nicht erkennbar ist, da er hier
    noch/nur als "Mittel zum Zweck" auftaucht.
    Aus dieser fehlenden (anerzogenen nach innen) Fähigkeit sich selbst und andere bedingungslos zu lieben, entscheidet das indoktrinierte Opfer genau das Gegenteil zu tun was (nach außen) richtige/echte Liebe (Nächstenliebe) wäre!

    Hier erst einmal der Beitrag des Interviews mit dem Freimaurer.
    https://www.youtube.com/watch?v=3D9-2AG9qak

    Welche Informationen habt Ihr vielleicht dazu schon zusammen getragen?
    Habt eine gesegnete gute Woche.
    Liebe Grüße Tom

    1. Flocki

      Hallo Tom und an alle anderen,

      habe mir gerade den Broadcast angesehen... „ließ Jehova EINEN seiner vollkommenen ENGEL als Mensch auf die Erde kommen - Jesus Christus“... das hätte mal vor ein paar Jahren ein Ältester in einem Vortrag sagen sollen. Der hätte mit Sicherheit hinterher ein Gespräch bekommen, dass Jesus nicht einfach als „einer seiner vollkommenen Engel“ bezeichnet werden darf... jetzt kommt sowas als offizielle Lehre... da kann ich nur noch den Kopf schütteln ????

      1. Ja Flocki und an der Stelle sehe ich auch wieder die parallele zum Interview mit dem Freimaurer der berichtet das so manche Freimaurerlogen eine nicht christliche Weltanschauung vertreten und deshalb auch nicht karitativ am anderen also Nächsten interessiert sind, daß heißt wenn sie die Lehre des Christus (die bedingungslose Nächstenliebe) gar nicht ernst nehmen, was nehmen Sie dann ernst? Die Lehre des Antichristus? Die da lautet, liebe deinen Nächsten nicht, sondern verurteile ihn mithilfe des mosaischen Gesetzes?!

        Das genau tun diese religiösen Heuchler und offenbaren damit die faulen Früchte die sie hervorbringen!

        1. Fox

          Guten Tag Tom,

          wie berechtigt doch die Frage unseres lieben Herrn und Bruders Jesu ist: Wenn wir nur die lieben, welche uns lieben (mit uns im Glauben verwandt sind - nach Auslegung der Zeugen), was tun wir da Besonderes? Wo liegt unsere christlich-moralische Überlegenheit, wenn nicht darin, in der Nachfolge Christi zu versuchen, alle Menschen zu lieben? Das behaupten die Zeugen zwar auch von sich, doch besteht ihre Liebe nur dann, wenn sie ihr Gedankenkorsett anderen überstülpen können. Sogar jene, welche ein "Heimbibelstudium" mit den Zeugen absolvieren, also deren Gesellschaft gern annehmen, werden wie Kehrricht behandelt sollten die "Fortschritte" nicht erwartungsgemäß ausfallen.

        2. Liebe Fox,
          wie sehr Du doch mit Deinen gut formulierten Worten die GRUNDWAHRHEIT unseres gnädigen Herrn hervorhebst. Danke !!!
          Für wahrhaftige Nächstenliebe gibt es keine Ausflüchte und auch keine Entschuldigung. Auch keine andere Bibelinterpretation kann SEINE (die) Wahrheit zerstören.
          Liebe bleibt Liebe, vor allem diese göttliche!

          Souveräner kann ein Mensch nicht sein und leben wenn er IN/MIT und DURCH diese Liebe (er-)leben & SEIN kann. Den Frieden genießen den nur ER schenkt und in SEINE Ewigkeit eintauchen schon im hier und heute!
          Wenn man einem, nein JEDEM religiös Eingeschlossenen diese HERRlichkeit nahe legen könnte?! Wenn er doch nur für einen Moment dieses Geschenkt der ewigen Gnade begreifen würde, dann wäre vielleicht der eine wesentliche Funke entfacht der notwendig ist um das ganze Feuer dieser bedingungslosen, göttlichen Liebe IN ihm zum brennen zu bringen!?
          Unsere Gebete dafür sollen nie aufhören bis es geschieht!
          Amen

        3. Omma@Fox

          Liebe Fox,

          zu deinem Kommentar, hier ein interessanter Bericht:

          http://www.bruderinfo-aktuell.org/index.php/eine-abtruennige-interessierte/

          So, jetzt geht die Omma schlafen.

          Ganz liebe Nacht-Grüße senden Omma und Oppa

  15. Paul.Z21

    Der Wachtturm ist die auflagenstärkste Zeitschrift für die am weitesten verbreitete Bildung, nämlich die Einbildung, allein im Besitz der Wahrheit und im Recht zu sein, was für die WTG kein Grund ist, sich darauf etwas einzubilden!

    1. Matthäus

      Diese Zeilen stammen von einem langjährigen Kreisaufseher den ich persönlich gut kenne, sie treffen die Quintessenz sehr deutlich:

      Zitat:

      Alle Ansichten der Organisation sind richtig und wahr – glauben fast alle ZJ, da es ihnen von oben oft genug gesagt wird. Darum darf sich kein ZJ angesprochen fühlen, wenn er im Wachtturm (obwohl er in aller erster Linie für JZ geschrieben wird) liest: „Entspricht dies auch deiner Ansicht über Wahrheit? Wenn ja, könnte es dann sein, dass du diese Ansicht übernommen hast, ohne sie gründlich zu hinterfragen?“ (1.7.95, S. 4) Wer anfängt, eine der Ansichten, die nur ZJ vertreten, zu hinterfragen, beschwört eine weitere Reihe von Fragen herauf, so dass der Zweifel zu nagen beginnt, bis er unseren Glauben (an die hinter- fragte Ansicht) zerstört.

      Wir werden zwar durch den Wachtturm ermahnt, keine Ansicht zu übernehmen, ohne sie gründlich zu hinterfragen, aber die Schreiber können darauf vertrauen, dass die große Masse der Leser das nicht tut. Denn der regelmäßige Leser ist schon so weit indoktriniert, dass er sich über niemanden, der in der Organisation Autorität ausübt, beklagt und über nichts mehr murrt. Er vertraut uneingeschränkt und folgt rückhaltlos. Er hinterfragt nichts mehr, weil er dann ein schlechtes Gewissen hätte. Wer es dennoch tut und dann zwangsläufig anfängt zu murren und zu klagen, wird im Wachtturm vom 15.6.96 auf Seite 21 bereits zu den „gottlosen Abtrünnigen“ gezählt!

      Unter der Überschrift „Warnung vor dem Murren“ wird auf dieser Seite mit folgenden Worten auf die gefährlichen Folgen dieser missachteten Warnung aufmerksam gemacht: „Das Murren und Klagen kann bei ihnen sogar so weit gehen, dass sie Veröffentlichungen des ‚treuen Sklaven’ kritisieren.“ Was für ein Vergehen, sogar so weit zu gehen! Wir dürfen selbstverständlich alle übrigen sechs Milliarden Menschen incl. der angesehensten Staatsmänner, Wissenschaftler, Bibelexegeten und alle hohen kirchlichen Amtsträger – allen voran den Papst – kritisieren, aber dann ist Schluss. Wenn es dann noch jemand von uns wagt, sogar so weit zu gehen, die LK des ‚treuen Sklaven’ zu kritisieren, dann liegt mehr als eine Majestätsbeleidigung vor. Das ist schon mindestens eine Blasphemie.

      1. Matthäus

        Er fügt dann noch hinzu:

         

        Auch hinter dieser Warnung verbirgt sich die große Angst vor der Kritik denkender Menschen aus den eigenen Reihen. Wer von den ZJ eine Wachtturm-Aussage hinterfragt und dann kritisiert, ist in der Regel noch meilenweit vom Antichristen, von Gottlosigkeit und Abtrünnigkeit entfernt. Und doch wird jeder ZJ mit solchen und anderen Beleidigungen überschüttet, wenn er es wagt, im engsten Freundeskreis die angeblich prophetische Bedeutung der Jahre 1914, 1918 oder 1919 nach einer Überprüfung in Frage stellt. „Doch was wäre“ heißt es im oben zitierten Wachtturm weiter, „wenn wir eine negative Einstellung entwickeln würden, die in kritischen Diskussionen im engsten Freundeskreis zum Ausdruck käme?“ Wer das tut, ohne hinterher Tränen der Reue zu vergießen, wird am häufigsten mit dem Etikett Abtrünniger stigmatisiert. Und vor „Abtrünnigen“ wird mehr gewarnt als vor den außenstehenden Kritikern, an die sich die ZJ schon gewöhnt haben. Ja, die „abtrünnigen“ ZJ sind von der Organisation bereits zum Feindbild Nr. 1 erklärt worden, und sie ist daher sehr darauf bedacht, ihre Glaubwürdigkeit sogar durch Rufmord zu zerstören.

        Wer ist ein Abtrünniger?

        In dem Bibellexikon der ZJ „Einsichten über die Heilige Schrift“ steht unter dem Stichwort „Abfall, Abtrünnigkeit“ folgendes: „In den Christlichen Griechischen Schriften [NT] bezeichnet er jedoch hauptsächlich den religiösen Abfall, das Sich distanzieren von der eigentlichen Sache Gottes, von der Anbetung ... und die vollständige Aufgabe von Grundsätzen und Glaubensansichten. ... Die Lage dessen, der wegen Abtrünnigkeit abgeschnitten [aus- geschlossen] wird, ist hoffnungslos. ... Letzteres bedeutet eine entschiedene und willentliche Abkehr vom Pfad der Gerechtigkeit.... so handelt es sich dabei stets um eine Auflehnung gegen Gott und eine Verwerfung seines Wortes der Wahrheit ...“

        Zitat Ende!

        .... vielen Dank für den ausgezeichneten Artikel der einmal mehr aufzeigt wie krank die Verantwortlichen in ihren Gehirnen sind. Abgesehen davon erziehen sie ihre Brüder, wenn Sie so handeln wie die LK es anordnet, zu Kindern des Teufels (siehe 1.Joh. 3:15)

        Die Argumente sind sachlich, mit Fakten belegt, regen zum nachdenken (SOLLTEN !!!) und werden weiter Licht in diese Finsternis bringen.

        1,Joh. 2:

        9 Wenn nun jemand behauptet, in diesem Licht zu leben, hasst aber seinen Bruder oder seine Schwester, dann lebt er in Wirklichkeit immer noch in der Finsternis.
        10 Nur wer seine Geschwister liebt, der lebt wirklich im Licht. An ihm lässt sich nichts Anstößiges finden.
        11 Wer dagegen seinen Bruder oder seine Schwester hasst, der lebt ganz und gar in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht. Er ist wie ein Blinder und kann nichts sehen, weil die Dunkelheit ihn umgibt.
        LG Matthäus

        1. Paul.Z21

          Die Quintessenz des Christseins besteht für mich in den 4 Solas: Sola scriptura, Sola fidei, Sola gratia, Solus Christus. D.h. der Christ steht mit der Bibel in der Hand, seinem Gewissen und mithilfe des Heiligen Geistes allein vor Gott und Jesus. Doch diese Einsamkeit ist für viele nicht gut zu ertragen! Was "hilft Ihnen? Dogmen, Amtskirchen und Organisationen. Es muss ja ein sichtbares Volk Gottes geben. Und so geben sie die wahre Freiheit eines Christenmenschen Jesu auf um als Menschengefällige durch List und das Trugspiel selbst ernannter Christusse in eine Art ägyptische Sklaverei verstrickt zu werden, sodass sie selbst verschuldet aber unbewusst in die Fänge des Teufels geraten. Ich kann nur darum beten dass sie mithilfe des Geistes Gottes aus diesem Koma (AMIII) Aufwachen! Gelobt sei Gott der Vater und sein Sohn Jesus Christus!

      2. lehabim

        Hallo Matthäus,

        ich hab eine Frage zu Deinem Zitat. Ist dieser Kreisaufseher noch aktiv und, da Du das so ausführlich zitiert hast, hat er das bei einem Vortrag so gesagt?

        Liebe Grüße Lehabim

        1. Matthäus @ Lehabiam

          Hallo Lehabiam,

          nein der KA ist nicht mehr aktiv, er war aber auf den Kongressen immer ein exzellenter „Starredner“. Er ist nicht ausgeschlossen, er wollte ein Buch schreiben, aus dem ersten Kap. ist dieses Zitat entnommen. Er wurde aber sehr bösartig behandelt, er sah sich schon „unter der Brücke“ leben, aber ein Bürgermeister hat sich für ihn und seine Frau stark gemacht sodass sie eine günstige Gemeindewohnung bekamen. Die WTG hat nie in das Rentensystem ein oder nachgezahlt. Durch ein paar Jahre Arbeit als Hausmeister hat er wenigsten eine Minirente.

          Hier noch eine Erfahrung aus diesem ersten Kap.

          Die Verbindung mit der Organisation - ein Erfordernis zur Errettung?

          Auf einem der Bezirkskongresse im vergangenen Jahr fand in der Mittagspause beim Essen an den Stehtischen eine Diskussion statt, an der sich bis zu 13 Brüder und Schwestern beteiligten. Anlass war ein Programmpunkt, in dem der Redner sagte: „Jehovas Organisation ist die einzige Organisation der Welt, die den Menschen ewiges Leben vermittelt. Die Verbundenheit mit dieser Organisation ist ein unbedingtes Erfordernis zur Rettung.“

          Ein mutiger Bruder nahm an diesen Worten Anstoß und machte darauf aufmerksam, dass allein durch Jesus Christus Rettung und ewiges Leben möglich ist. Er zitierte aus dem Kopf einige Bibeltexte; unter anderem die Worte Jesu aus Johannes 17:3, die jeder ZJ auswendig kennt: „Dies bedeutet ewiges Leben, dass sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus.“ Eine Schwester fügte die Worte aus Apostelgeschichte 4:12 hinzu: „Es gibt in keinem anderen (als Jesus Christus) Rettung, denn es gibt keinen anderen... durch den wir gerettet werden sollen.“

          Ein Bruder, der gern dort stehen bleibt, wo diskutiert wird, gab den beiden Recht und wies auf Jesu berühmte Worte in Johannes 14:6 (die in abgewandelter Form das Thema dieses Kapitels bilden) hin und sagte dann noch: „Der Redner hat den Mund ganz schön voll genommen. Ich kenne keine Bibel, in der das geschrieben steht. Das steht noch nicht einmal in der Neuen-Welt-Übersetzung [der ZJ}.“

          Inzwischen hatte eine Schwester einen Kreisaufseher, der einige Tische weiter sein Essen einnahm, zu Hilfe geholt. (Ein Ältester hatte mal die Kreisaufseher die Halbgötter der Organisation genannt, da sie das Ende jeder Diskussion sind.) Gespannt warteten alle auf den Kommentar des Kreisaufsehers, der die letzten Worte des Bruders noch mitgehört hatte. Sich direkt an diesen Bruder wendend sagte er : „Das werden wir gleich klären, wer hier den Mund zu voll genommen hat. Glaubst du wirklich, dass du auch ohne Jehovas hilfreiche Organisation eine Aussicht auf Rettung hast?“

          Das prompte „Ja, selbstverständlich!“ als Antwort verdutzte den Fragesteller etwas. Nachdem er sich nach zwei bis drei Sekunden gefangen hatte, schwenkte er ein: „Gewiss, die Organisation hat noch nie behauptet, sie selbst sei die Rettung und das ewige Leben, aber sie ist zumindest ein Wegweiser zur Rettung.“ „Das hat der Redner aber nicht gesagt,“ erwiderte der Bruder. Und clever warf die Schwester, die Apostelgeschichte 4:12 zitiert hatte, die Frage auf:

          „Was ist denn nun die Organisation: ein Wegweiser oder der einzige Wegweiser zur Rettung?“ Etwas leise stotternd antwortete der Kreisaufseher: „Na... ein... natürlich der einzige Wegweiser, denn wer....“ Der Bruder fiel ihm ins Wort: „Wenn die Organisation nur ein – meinetwegen der einzige – Wegweiser ist, dann könnte ich doch jetzt, nachdem ich den Weg zur Rettung kennen gelernt habe, die Organisation ruhig ignorieren – oder? Wozu noch einen Wegweiser, wenn man den Weg kennt?“ Während der Halbgott nach Luft schnappte und „das geht nicht ...“ hervorstammelte, zupfte eine Schwester, die gefährliche Situation erkennend, dem Bruder am Ärmel und drängte ihn zum Weitergehen. Als sie gingen, rief der Kreisaufseher ihm nach: „Halt ... Wir kennen uns doch ... Aus welcher Versammlung bist du?“ Nach dieser Frage, auf die der Bruder schon gewartet hatte, hatte er es besonders eilig, langsam weiter zu gehen. Der Boden wurde ihm zu heiß. Sie kannten sich tatsächlich. Vor 14 Jahren arbeiteten sie in verantwortlichen Stellungen innerhalb der Kongressorganisation zusammen.

          Solche Diskussionen fürchtet die Organisation wie die Pest, da sie den Keim des „Abfalls“ in sich bergen. „Kritische Diskussionen im engsten Freundeskreis“ werden bereits zu den Aktivitäten oder der Propaganda Abtrünniger gezählt nach dem Motto: „Wehret den Anfängen.“

          Darum erging unter der Überschrift „Falsche Religion und Abtrünnigkeit hassen“ im Wachtturm vom 15.7.92 folgende Aufforderung an alle ZJ: „Unsere Sicherheit hängt davon ab, dass wir uns vor der Propaganda Abtrünniger hüten, als sei sie Gift, was sie auch tatsächlich ist. ... Die Verpflichtung, Gesetzlosigkeit zu hassen, bezieht sich darüber hinaus auf sämtliche Aktivitäten Abtrünniger. Zu Abtrünnigen (also nicht nur zur Abtrünnigkeit, sondern auch zu der Person!) sollten wir so eingestellt sein wie David, der erklärte: „Hasse ich nicht die, die dich, o Jehova, aufs tiefste hassen und empfinde ich nicht Ekel vor denen, die sich gegen dich auflehnen?“

          Wer will bei diesen Erklärungen aus dem einzigen Sprachrohr Gottes noch bestreiten, dass Gottes Sprachrohr nicht nur Nächstenliebe, sondern auch Hass – sogar Bruderhass – predigt? Hat Jesus nicht geboten: „Liebet eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen“? In 1.Johannes 3:15 heißt es sogar: „Wer seinen Bruder hasst, ist ein Mörder. Ihr wisst, dass kein Mörder Anteil am ewigen Leben bekommt.“

        2. Iris

          Lieber Mattheus ,

          kannst du mir sagen , wie der Titel des Buches ist ?

          Iris

        3. Matthäus

          Liebe Iris,

          das Buch ist nie veröffentlicht worden, ich habe es nur als Wortdatei in 8 Kapitel. Gerne sende ich es dir: zeugejesus@gmail.com

          LG

        4. F&F

          Gern würde ich auch ne Kopie haben wollen.

          Meine Mail-Adresse hast du ja.

        5. lehabim

          Hallo Matthäus!

          Danke für die Erklärung, ich interessiert mich auch für diesen Text.

          Melde mich per mail

          gruss Lehabim

    2. Johnny

      Es mag schon sein, dass es früher hohe Auflagen diverser Publikationen gab und zum Teil immer noch gibt. Allerdings landet ein nicht unerheblicher Teil davon im Altpapier oder  verschwindet ungelesen in persönlichen Archiven. Als ehemaliger Zeitschriftendiener weiß ich, wovon ich spreche. Bei uns in der Versammlung gab es die Möglichkeit, nicht abgegebene Zeitschriften an den Literaturdiener zurückzugeben. Ich musste mehrere hundert Zeitschriften entsorgen, weil niemand sie abgeben konnte.

  16. Ulla

    Hallo Antonio,

    danke für die Einstellung des Links...die waren ja nur zu viert und fünft...hmmm...gibt es denn sonst noch kein Material? Oder eine Pressemitteilung, wieviele zu der "Demo" nach Warwick kamen?

    LG

    1. Antonio da Silva Militao

      Hallo Ulla,

      Die vier oder fünf Personen  hatten sich ca. 3 Std. zuvor auf einem Parkplatz getroffen.
      Bei der Demo vor der Zentrale waren es etwa 50 Personen. Die Live-Übertragung wurde leider oft unterbrochen. Aber es soll demnächst wohl bei Youtube veröffentlicht werden.
      Wenn ich näheres in Erfahrung bringe, werde ich es hier posten.

      Viele Grüße
      von Toni

      1. RoKo24

        Warum war der Polizeibeamte vor Ort? Nur weil er Streife fuhr? Dann würde jeder kleine Werbedreh mit einer Polizeikontrolle enden. Oder hat man wegen Ruhestörung prophylaktisch eine Anzeige gemacht und ein Beamter sollte sich drum kümmern. Aber er war nett. Zum Glück war ein Ex-Ältester vor Ort und er hat dem Beamten bestimmt gut offeriert, um was es geht. Nur - man lehrt den Schafen, weltliche Organisationen, die nicht wirklich etwas Gutes im Sinn haben... - aber in der Not ruft selbst die Wachttower jene Kräfte. *kopfschüttel*

        1. Marion

          „- aber in der Not ruft selbst die Wachttower jene Kräfte. „

          Nicht „in der Not“!

          Sie rufen diese Kräfte nicht in der Not, sondern im Vorfeld zwecks Verleumdung.

          Demonstranten sollten VORHER um Schutz bitten!!!

          Und sich vor den  gefährlichen Verleumdungsstrategien der Jehovas Zeugen als massive Angriffe besser schützen!

          Jehovas Zeugen haben absolut nicht das geringste Ehr- und Schamgefühl. Das erlaubt ihnen sich peemanent als Opfer und damit Ankläger zu sehen und gebärden. Diese Grundhaltkng ist für Dritte die unbedarft vertrauensselig und offen sind extrem gefährlich.

          Wer sich Jehovas Zeugen nähert oder nicht vor ihnen flüchtet ist in derselben Situation wie Joseph bei Potiphar!!!

          Wer das nicht erkennt und bedenkt hat schnell große Probleme!

      2. Marion

        „Demos“ zu organisieren und wirksam „Zeugnis darüber geben“ müssen sie noch üben.

        Das jedenfalls wurde wirksam bekannt gemacht.

        Sorry für die deutliche Wahrnehmung.

        Für das nächste Mal wünsche ich mehr Erfolg. Und einen erfolgreichen Einsatz aller heute so leicht zugänglichen Techniken und Medien. Eventuell mit Skype-Lifeschaltungen über die ganze Welt, Facebook, youtube und Fernsehsendern.

        Leider bin ich selbst nicht technisch versiert. Organisatorisch mehr. Aber wenn sich technisch versierte organisieren und in einer Zentrale die Liveschaltungen organisiert werden sowie einige Fernsehsender in den jeweiligen Länder interessiert werden könnten müsste auch die weltweite „Abtrünnigen“-Bruderschaft etwas auf die Beine stellen können.

        Viel Erfolg jedenfalls für die Zukunft!

        Lg

      3. Marion

        Zur Zeit wird Jehovas Zeugen in der Tagesschau oder der „heute“-Sendung im Zusammenhang mit den Paradis Papern erklärt wie Gelder versteckt werden.

        Und, dass die WTG auf den Cayman Islands Gelder hat dürfte inzwischen auch landläufig bekannt sein.

        Natürlich versucht die WTG politischen Druck auf den Einzelnen mittels Ausgrenzung und Hass auszuüben. Gruppenzwang, Mobbing und eine „Politik der Geiselnahme“ sind an der Tagesordnung im „geistigen Paradies“.

        Aber auch Verrat, Denunziation und Verzweiflung.

        Explodieren werden sie nie. Aber implodieren. Wie die Zwillingstürme in New York. Nur ohne jeden Einfluss von außen.

        Der Watch Tower ist bald nur noch Schutt und Asche. Und auf diesem Ground Zero wird nicht mal mehr ein Grashalm aufstehen. Gar nichts bleibt. Nichts. Nur ein schwarzes Loch. Wie jetzt auch schon.

        1. Antonio da Silva

          Zitat von dir:
          Zur Zeit wird Jehovas Zeugen in der Tagesschau oder der „heute“-Sendung im Zusammenhang mit den Paradis Papern erklärt wie Gelder versteckt werden.
           

           

          Hallo Marion,kannst du uns das Bestätigen ????

        2. Antonio da Silva

          Hallo Marion,habe dein Kommentar jetzt richtig gelesen.......Meine Frage hat sich hier somit erübrigt !
           

          MfG Toni

  17. Tilo

    An den Autor: Danke für den Artikel!

    Auch ich habe mit "gefällt mir!" gestimmt. In dem, was Mark Sanderson sagte, liegt ja gar keine Wahrheit. Es ist nur das Gefasel von Leuten, die gerne Bibelworte für ihre eigenen Zwecke missbrauchen.  Es gibt wohl keine Religionsgemeinschaft, die sich nicht schon beklagt hätte, verfolgt worden zu sein. Immer wieder ist es das gleiche Muster: Luther schimpfte über Erasmus v. Rotterdam, weil er nicht seiner Meinung war; Calvin geiferte gegen Castillio und nannte ihn Antichrist; Scientology klagte gegen Hinz und Kunz, weil man sich diskriminiert und verfolgt fühlte. Und in diversen Sektenkartellen finden sich dann alle wieder einträchtig zusammen,  um für Religionsfreiheit zu kämpfen, auch wenn man vorher übereinander hergefallen war. Jeder Sektenführer fühlt sich verfolgt, wenn ihm widersprochen wird und man ihm kriminelles Verhalten vorhält. Und dann soll Feuer vom Himmel fallen um die "Feinde der Wahrheit" zu vernichten!

    Wie armselig und dem Geist der Bergpredigt entgegengesetz das doch alles ist!

    In Russland wird die WTG "verfolgt", weil sie so handelt, wie es im Artikel belegt worden ist. Und ihr Verhalten ist nicht im Sinne von Jesus Christus. Es ist schon befremdlich, wenn sich Sanderson beklagt und von "Verfolgung wahrer Christen" spricht, wenn man weiß, was Petrus diesbezüglich im ersten Brief (2:19-23) geschrieben hat. Sie sind  nicht als Christen, sondern als Gesetzesbrecher verboten worden.  Nach dem Verbot der WTG machten sich viele Religionssprecher daran, das Verbot zu kritisieren. Das geschah wohl mehr aus Furcht davor, selbst einmal unter die Lupe genommen zu werden, als aus Syphatie zur WTG.

  18. Anna

    Liebe Schwestern und Brüder,

    ja, da hängen meine lieben Brüder an den Lippen von Mark Sanderson und alles was in ihrem Leben nicht glatt läuft wird als Verfolgung interpretiert. Und das muß doch so sein, so denken auch viele die ich kenne.

    Dann kommt auch noch die fehlgeleitete Belehrung hinzu, dass jeder von Gott geprüft wird, geläutert, geprüfte Echtheit des Glaubens usw. Hiob muß auch immer herhalten bezüglich Satan eine Antwort geben...

    Vergessen wird dabei, dass doch unser Schöpfer ins Herz sehen kann. Am Wochenende habe ich mich mit meinem Mann darüber unerhalten, warum nun eigentlich Abraham GEPRÜFT wurde obwohl doch Gott auch sein Herz kannte. Wir sind zu keinem Schluß gekommen. Nur in unserer Zeit würde jemand, der bereit ist seinen eigenen Sohn zu opfern, als gefährlicher religiöster Extremist eingestuft werden.

    Bevor nun eine Lawine von Kommentaren erscheint, dass dies doch das Opfer von Jesus vorschatten soll, dies ist mir bekannt. Fragen bleiben dennoch offen.

    Andererseits lerne ich aus dieser Geschichte, dass im Namen von Idealen, Vaterland, Fortschritt und Ersatzgöttern (jw.org) immer wieder Kinder geopfert werden.

    @O.W. Schön hat dies ja kürzlich kommentiert mit dem Lied 65 "dies ist der Weg" und den schnellen Bildernfolgen  auf jw.org. Ein ca. 8 bis 10jähriger Junge predigt, hält Aufgaben und läßt sich selbstverständlich taufen.

    Es passieren schreckliche Dinge auf der Welt, auch Angehörigen anderer Konfessionen, wie das gestrige Beispiel bei einer Baptistenkirche in Texas leider zeigt.

    @Zartbesaiteten: Ihr macht das richtig, es hilft nichts einem organisationstreuen Zeugen die Fehler von jw.org vorzuhalten. Dann fühlt er sich angegriffen und sieht das wiederum als Verfolgung und macht dicht. Freut mich für euch, dass der Familienkontakt wieder besser ist.

    Es wird natürlich auch die kleinste Erfahrung im Predigtdienst als Segen Jehovas hingestellt. Kürzlich durfte ich mir ein paar Ereignisse vom Trolley-Dienst vor Flüchtlingsheimen anhören. Wie froh die Flüchtlinge sind etwas in ihrer Sprache zu erhalten und wie sehr dies von Jehova gesegnet wird.

    Herzliche Grüße Anna

     

    1. pit an Anna

      Liebe Anna,

      ich kann nur auf einen Teilaspekt eingehen, der m.M. nach zu wenig beachtet wird.

      Die WTG hat für alle nur erdenklichen Lebenssituationen immer auch den "passenden Helden" aus dem AT und NT parat.

      Da frage ich mich unweigerlich: "Kann man diese Heldengeschichten auf alle Menschen übertragen, kann man diese ausserordentlichen Charaktere jedem Einzelnen überstülpen?"

      Was ist mit den ungezählten gottesfürchtigen Menschen, die ein stilles und bescheidenes Leben mit Gott geführt haben und es nicht in die Top 10 der Bibel geschafft haben? Waren die in Gottes Augen minderwertig?

      Mit Sicherheit nicht.

      Wie also kommen Menschen auf den Gedanken, nur der, der genau dieses Leben führt, wäre annehmbar für unseren grossen Gott?

      Friede pit

    2. Furiel

      Hallo Anna, vielleicht interessiert es dich, mein Modell zur Abraham-Prüfung lautet folgendermaßen: Es diente hauptsächlich der Psychohygiene Abrahams. In einem Umfeld, indem es üblich war Kinder zu opfern hätte Abraham wohl selber an seinem Glauben gezweifelt,  wenn er nicht dazu bereit gewesen wäre. Jehova hat es ihm dadurch ermöglicht sich im Glauben nicht unterlegen fühlen müssen und gleichzeitig gezeigt, dass er den anderen Göttern überlegen ist, weil er auf das Opfer verzichtete ...

      Vielleicht helfen dir diese Überlegungen zu dieser sonst beunruhigenden Geschichte ...

      Liebe Grüße, Furiel

       

    3. Paul.Z21

      Hallo Anna! Ich hab lange über Deinen Kommentar und meine, dass man zwischen dem Verhalten Gottes und dem einer Organisation unterscheiden muss. Gottes Handeln lässt sich nicht in die uns begreiflichen Kategorien gut und böse oder extremistisch und nicht extremistisch einordnen, sonst könnten und würden wir ja Gott richten. Das aber tun genau die Verfasser und Autoren der WTG indem sie ihren Lesern ständig weiß machen wollten sie wüssten auf jede Situation genau wie Jehova denkt, fühlt und handelt. Das ist Blasphemie und weist sie als Handlanger des Teufels aus, der nach der Devise handelt Herrsche oder Vernichte und das ist m. E. extrem extremistisch!

      Grüße

      Paul

  19. Paul.Z21

    Die WTG unterscheidet sich von der ISIS nur dadurch, dass sie physische Gewalt nicht gutheißt. In punkto psychischer Gewalt stellt sie aber alle anderen extremistischen Organisationen bei weitem in den Schatten!

  20. Zartbesaitet

    @Artikel und alle Kommentargeber zu demselben

    Wahrlich hochinteressant welche Bandbreite eure Kommentare hier erhalten haben.

    Möchten nur auf Gefragtes sowie Meinungen in einigen Kommentaren kurz eingehen.

    a) Ja - auch wir haben die Wahrnehmung, dass wir vom Tag unseres Fernbleibens von den Versammlungen - ohne Ausschluss - gleichermaßen wie Ausgeschlossene behandelt wurden. Sogar anfänglich von unseren Kindern, aber wir müssen betonen, hier durch Eigenverschulden, denn das Muster von Jehovas Zeugen hatten wir anfänglich "predigen zu müssen". Wir glaubten, unseren Kindern und Verwandten unsere neuen Erkenntnisse aus dem Prozess des Aufwachens brühwarm mitteilen zu müssen, um ihnen zu predigen. Das war eindeutig FALSCH! Wir haben dank der Leitung unserer beiden Höchsten die Erkenntnis gewonnen, dass es bedeutet Liebe zu praktizieren und siehe da - all unsere lieben Angehörigen kommen uns wieder entgegen, und vor allem mit unseren Kindern haben wir allesamt wieder ein liebevolles Verhältnis (was nicht alle die hier schreiben haben!) - aber wie gesagt, von allen anderen - speziell von jenen, die nur Gerüchte über uns hörten werden wir tatsächlich "verfolgt"

    b) Wir stimmen dem Artikel und seiner Wichtigkeit voll zu! Wobei jeder seine persönliche Erfahrung und Sicht der Dinge hat - wie auch wir - siehe oben. Aber "Liebe untereinander zu haben" erleben wir seit unserer Distanz - hier auf BI - viele liebe Freunde haben wir kennengelernt - und wir trösten einander und erweisen uns diese Liebe, das ist wunderbar!

    c) Interessant, dass hier in den Kommentaren auch Themen zum Artikel über gleichgeschlechtliche Liebe eingeflossen sind. Wir haben uns dazu bis dato nicht geäußert, doch wir sind glücklich, dass Boas hier das Heft in die Hand genommen hat und in sehr ausgeglichener Weise hier Worte gefunden hat, die passen. Und wir stimmen der Meinung zu, dass das Hineinstellen dieses Themas (und wir sehen es wie Omma und Oppa, dass wir nicht befugt sind dabei zu richten) in diesem Rahmen hier als problematisch, weil tatsächlich einige Mitleser - und das sehen wir als extrem wichtig - dies in den falschen Hals bekommen könnten und meinen, weil jemand nicht mehr mit der ORG verbunden ist, wird er "alltolerant" = für Zeugen Jehovas: "er verliert seine christlichen Werte"  und heißt sogar dies alles gut - was ja längst weder im Artikel als auch durch Kommentargeber hervorgegangen ist, aber so weit kommen diese dann ja gar nicht, allein das Thema "Diskriminierung von Gleichgeschlechtlichkeit" sehen geprägte JZ als Unterstützung dieser heute so stark gewordenen Bewegungen. Aber - wie gesagt, auch nur unsere Meinung, wir wollen BI-Aktuell nur wegen dieses Artikels keinesfalls deren gute Arbeit hier absprechen!

    d) zu guter Letzt O.W.Schön: abgesehen von deinem zuweilen köstlichen satirischen Inhalt in deinen Worten ist auch das Aufdecken dieser subtilen Botschaften ein wertvoller Beitrag, der auch Mitleser zum Nachdenken bringen kann, weil es wirklich rational betrachtet um Inhalte geht, die nichts mit liebevoller Kindererziehung zu tun haben.

    Weil zum Thema von O.W.Schön passt: In Österreich wird ja momentan eine Bewegung gestartet die staatliche Anerkennung von JZ anzufechten. Auch hier kommt zur Sprache, dass manche Inhalte von Videos nicht für Kinder geeignet sind. Wer auf dieses Thema beim "Netzwerk Sektenausstieg e.V." geht, wird dort dazu auch einige Posts finden, die zeigen, wie die ORG hier in ihrer Verfolgungsstrategie bereits Wirkung erzeugt hat. Ein etwas längeres Posting berichtet von einem Aussteiger, der schon mal in seiner Einleitung erwähnte, dass er zwar mit zwei anderen beim zuständigen Dr. Stifter im Kultusamt vorsprach, aber bis dato insgesamt nur 14 (!) Personen bereit waren eine persönliche Aussage zu machen. (und die Möglichkeit dort etwas vorzubringen läuft schon eine geraume Zeit!) Viele hätten Angst, wenn sie was vorbringen mit Klagen von Seiten der ORG konfrontiert würden! Er erwähnte auch, dass - wenn dieses Verfahren eingeleitet werden sollte - eine "Horde von Anwälten" (von Seiten der ORG) dagegen angehen wird. Und dass alles nur eine reale Chance hätte, wenn es einige Therapeuten und Psychologen gäbe, die mit Gutachten belegen können, dass hier realer Schaden am Menschen angerichtet wurde. Ein wenig Möglichkeit gebe es auch durch die Haltung zu demokratischen Wahlen und Statements auf jw.org zu dieser Angelegenheit.

    In Summe kann man gerade durch diese Angelegenheit den vorliegenden Artikel auf BI-Aktuell nur bestätigt sehen - Verfolgung hat viele Gesichter, bei JZ besonders heftige - gefühlt und erlebt bereits aus eigener Erfahrung, obwohl wir noch immer "deren Brüder" sind.

    Wie anders doch die überwiegend liebevollen wenn auch schmerzgeprägten Kommentare vieler hier, die einfach nur glücklich und frei leben möchten. Wir können nur auf die Worte aus Hebräer vertrauen (die wir oft als Zeugen Jehovas hörten aber immer nur als Dienst an der ORG vermittelt bekamen), die aber im Lichte der guten Arbeit von Bruderinfo-Aktuell und vielen, die hier geschundenen Schafen helfen zu betrachten sind:

    HEBRÄER 6:10 NGÜDenn Gott ist nicht ungerecht; er vergisst nicht, was ihr alles getan habt. Ihr habt bewiesen, wie groß eure Liebe zu ihmW zu seinem Namen. ist, indem ihr den anderen GläubigenW Heiligen. tatkräftig zur Seite gestanden habt, wie ihr es ja auch weiterhin tut.

    In diesem Sinne "Danke" euch allen und an Bruderinfo-Aktuell für euren Einsatz zugunsten der christlichen Freiheit!

  21. Horst

    Lieber Autor,

    dieser zeitlose Artikel, von dem ich mir wünschen würde, dass ihn viele Zeugen Jehovas lesen, ist durch seine Tatsachenbelege wieder ein schönes Beispiel für die sachliche Aufklärungs-Funktion des Bruderinfo-Portales.

    Die Verdrehtheit dieser "sublimen Botschaften"  in den mündlichen und schriftlichen Äusserungen der ZJ-Leitung muss doch jedem aufallen gerade am Beispiel der angeblichen "Verfolgung".

    Auf diese Verfolgung wartet die ZJ-Führung zu meiner Lebzeit schon seit Ende der 60iger-Jahre, damit sie es als prophetische Erfüllung darstellen kann - aber nicht einmal diese Vorhersage hat sich als wahr erwiesen! Eine religiöse Verfolgung der ZJ "um meines (Christi) Namens" willen wird so auch nicht stattfinden.

    In Deutschland, in der westlichen Welt, im "christlichen" Abendland, in den untergegangenen Diktaturen, in der staatlich und gesellschaftlich verordneten Glaubens- und Gewissensfreiheit ist es mehr denn je undenkbar. Von der christlichen Seite her sind Jehovas Zeugen für eine Verfolgung absolut uninteressant. Nebenbei bezog sich die diesbezügliche Ankündigung Jesu an seine Jünger auch nur auf die Christenverfolgung unter den Römern (meine persönliche Meinung).

    Der Umkehrschluss dazu, dass die Zeugen Jehovas durch ihre extreme Haltung zu Andersdenkenden und vor allem auch zu ihren ehemaligen Mitgliedern selbst diejenigen sind, welche andere verfolgen und hassen, ist daher nur logisch.

    Die  elitäre Zeugen-Jehovas-Doktrin definiert für eine Welt von über 6 Millarden Menschen, wer gut und böse ist, wer leben darf und wer nicht, lehnt diesbezüglich jede staatliche Ordnung ab und ruft ihre Mitglieder offen zum Hass und zur Ächtung gegenüber Andersdenkenden auf.

    Das ist natürlich Extremismus der ersten Güte, vergleichbar mit der Christenverfolgung des römischen Reiches, der Inquisition im Mittelalter, den Herrenmenschen des Nazi-Regimes bis hin zu den fanatischen, mörderischen Extremisten der Neuzeit, die ebenfalls einen "Gottesstaat" gründen und alle Andersdenkenden umbringen möchten.

    Wir haben es mit sieben Hasspredigern  und ihren radikalisierten Anhängern zu tun. Da gibts überhaupt nix drumrumzureden .....

    Gruss Horst

  22. Petrus111

    Liebe Freunde,

    der Artikel ist gut und richtig.

    Ich möchte aber noch folgendes anmerken:

    JZ verfolgen jeden und alles!

    Frieden – Buch – 1986 – Kap 11 Abs. 26
    Einige mögen einwenden: „Aber viele Organisationen der Welt tun Gutes, arbeiten zum Schutz und für die Gesundheit, die Bildung und die Freiheit des Volkes.“ Es stimmt, daß gewisse Organisationen einige wenige Schwierigkeiten, unter denen das Volk zu leiden hat, vorübergehend beheben. Doch sie sind alle ein Teil der von Gott entfremdeten Welt. Und sie veranlassen die Menschen, ihre Aufmerksamkeit auf den Fortbestand des gegenwärtigen Systems der Dinge zu richten. Keine dieser Organisationen befürwortet Gottes Regierung über die Erde — das durch seinen Sohn regierte Königreich. Übrigens mögen selbst Kriminelle Kinder aufziehen, für sie sorgen und wohltätige Werke für ein Gemeinwesen tun. Würden aber diese Dinge es rechtfertigen, kriminelle Organisationen auf irgendeine Weise zu unterstützen? (Vergleiche 2. Korinther 6:14-16.)
    Also: JZ missbilligen jede andere Religion - sie missbilligen aber auch jede noch so gute Tat/Organisation als Versuch, dieses System am Leben zu erhalten - das wirke gegen Gottes Königreich.

    Ist alles Unsinn - aber sie schreiben es so - und ihre Anhänger verhalten sich entsprechend.

    Die Praxis von Ausschluss und Ächtung hat m.E. wie so vieles bei JZ keinerlei religiöse, sondern nur vorgeschobene religiöse Gründe: jeder, der bei JZ Teil der Gemeinschaft war und nun - warum auch immer - aussteigt, ist ein Insider, der "drinnen" und "draußen" vergleichen kann und somit optimal aufklären kann. Es ist extrem wichtig, solche Menschen mundtot zu machen - zu verhindern, dass die eigenen Anhänger mit solchen Leuten weiterhin Kontakt haben. Es sind lange Abhandlungen geschrieben worden, um die theologische Begründung von JZ in Bezug auf ihre Ächtungspraxis zu entkräften. Das hätte man sich sparen können - denn die Motivation ist eben nicht die, sich theologisch richtig zu verhalten, sondern die Sekte nach außen zu schützen und außerdem den Druck möglichst hoch zu halten, die Sekte nicht zu verlassen.

    Also: wer einmal drin ist, wird in ein Hamsterrad gesteckt (Zeiträuber), massiv indoktriniert und von der Außenwelt abgeschottet. JZ bewegen sich parallel in 2 Welten - wobei sie in der "Welt" sich nur aufhalten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und "Ungläubige" zu bekehren. Sie werden dazu angehalten, der "Welt" stets mitzuteilen, dass sie auf dem falschen Weg ist und umkehren muss, um überleben zu können. Wenn man das also in der "Welt" immer so macht, dann ist es schwierig, bei JZ auszusteigen und dann bei der "Welt" anzuklopfen und plötzlich Teil des "weltlichen" Sozialraumes sein zu wollen.

    Abschotten, isolieren, indoktrinieren - Zeit rauben, wo es nur geht - Hamsterrad! Und: Herr über die Informationen bleiben.

    Das ist das wesentliche Ziel der Ausschlusspraxis: Ausgeschlossene müssen daran gehindert werden, Informationen an JZ heranzutragen, die sie aus einer Welt mitbringen, zu der JZ (selbst-isoliert) grundsätzlich keinen Zugang haben. Die Ächtungspraxis ist gleichzeitig Bedrohung für alle noch Eingeschlossenen.

    beste Grüße

    Petrus111

    1. O.W.Schön@Petrus111

      INFORMATIONSKRIEG!

      Lieber Petrus 111,

      ich schließe mich deiner unmissverständlichen Argumentation an: Es geht der JW.Org ausschließlich darum, die Wissenden mundtot zu machen. Das ist das einzige Motiv! Alles andere an Scheinargumenten ist eine Vergewaltigung der Bibel und eine Verdrehung des christlichen Glaubens.

      Viele Grüße

      O.W.S.

    2. Iris

      Hallo Petrus 111 ,

      wie recht du hast , ZJ mißbilligen jede andere Religion , weil nur sie diejenigen sein wollen , die Harmageddon überleben werden .

      Darum müssen so viele wie möglich noch eingesammelt werden , weil das Ende ja bald kommen soll . Da wird man natürlich nicht mehr an diesem System herumdocktern , weil es eh keinen Sinn mehr hat . Hauptsache , man konzentriert sich aufs predigen . Alles andere , wie Bildung und Kinderkriegen sollte zugunsten des Dienstes , vermieden werden .

      Und alle , die die schützende Gemeinschaft verlassen , sind jetzt in der bösen Welt , mit der man nichts zu tun haben will . Obwohl man froh ist , wenn jemand da ist , wie Polizei , Feuerwehr , Sozialhilfe usw. die in Notfällen zur Stelle sind .

      Diejenigen , die das ganze anzweifeln , werden sofort abgeblockt , damit niemand beeinflußt werden kann . Das Dienstamt wird ihnen weggenommen , damit sie keine Möglichkeit haben , öffentlich etwas zu sagen , das nicht in ihr Schema passt . Letztendlich werden sie gemieden oder sogar Bezeichnet und dann ausgeschlossen , wenn sie weiter ihre Zweifel an den Machenschaften der Org. haben und den Mut haben , falschen Gedanken zu widersprechen . Ps.: 51:8 spricht davon , daß es Gott gefällt , wenn einer die Wahrheit erkennt .

      Damit niemand erfährt , warum sie jetzt nicht mehr kommen , werden alle angehalten , kein Wort mehr mit Ihnen zu reden . Weder am Telefon noch persönlich . Es darf keinerlei Kontakt mehr sein , sonst würden die Brüder erfahren , daß die gesamte Org. eine Lüge ist .

      Doch es läßt sich trotz Vorsichtsmaßnahmen nicht verhindern . Immer mehr erkennen , daß an den Auslegungen der Bibel , bei JWOrg etwas nicht stimmt . Auch wenn es bedeutet , plötzlich alleine , ohne Freunde , dazustehen , ist die Freude doch groß , wenn man merkt , daß andere den gleichen Weg gefunden haben und hier auf Bruderinfo gelandet sind .

      Da kann man wirklich sagen , Gott sei gedankt , daß so viele diesen neuen Weg gehen und erkannt haben , daß sie Jesus Christus unserem König die Ehre geben müssen und nicht irgendeiner irdischen Organisation .

      Iris

      1. RoKo

        ZJ mißbilligen jede andere Religion , weil nur sie diejenigen sein wollen , die Harmagedon überleben werden

        Liebe stille Mitleser. "Nur" die Sanfmütigen werden die Erde besitzen. Die Sanftmütigen müssen keine Angst spüren, dass Jesus ihrer nicht gedenkt. Er gab die Zusicherung, dass sie darauf vertrauen können. Wie man aber (persönlich) erfährt wenn man nur eine kleine andere Meinung hat, ist das sicher nicht Sanftmütig wie mit diesen Christen in den Versammlungen verfahren wird. Eher das blanke Gegenteil, hartherzig, stur,  unbeugsam, beharrlich, unnachgiebig, eigensinnig, hart, herzlos, kompromisslos. War Jesus auch so?

        Wir lesen, dass Unkraut und Weizen zusammen wachsen. An ihren Früchten werdet ihr "sie" erkennen. Das sagt jede Bibel aus. Mit einem kleinen Kniff kann man Textstellen mit einem Blick vergleichen (eine Auswahl): https://www.bibleserver.com/text/LUT.SLT.HFA.EU.Ne%C3%9C/Matth%C3%A4us7,16

        Die Frucht ist hier beschrieben: https://www.bibleserver.com/text/EU.SLT.HFA.LUT.Ne%C3%9C/Galater5%2C22-26

        Gewächse, die keine gute Frucht hervorbringen werden ausgerissen. Darum haben sehr viele ZJ regelrechte Panik und die pure Angst, das Leben zu verlieren. Sie wollen nicht ausgerissen werden und arbeiten um so härter...

        Wie der Bibelleser aber weiß, kann man sein Leben nicht selbst verdienen. Man kann es nicht, arbeitet man noch so hart. Niemand kann das. Wir sind auf die unverdiente Güte angewiesen. Das zeichnet einen Christen aus, dass er tiefes Vertrauen in die Lehre der Bibel hat und innere Ruhe. https://www.bibleserver.com/text/LUT.SLT.HFA.EU.Ne%C3%9C/Jesaja30,15-16 ...

         

        Liebe Iris, Du schriebst schon oft, wie schwierig es ist und Deine Kinder Deine Liebe ausschlagen. Es ergeht vielen Geschwistern ebenso und sie ertragen so viel Schmerz und Leid. Das tut so weh. Die Eltern oder die Kinder oder die Partner sehen oder hören weg und man ist machtlos. Aber man möchte so gern, dass sie die richtige Gute Botschaft ebenso verstehen. Wir können das Leben nicht verdienen, nicht für uns und nicht für unsere Angehörigen. Wir können Gott nur bitten. Immer wieder. Dass er unsere Wege und die unserer Angehörigen gerade macht. Für Gott sind alle Dinge möglich! https://www.bibleserver.com/text/LUT.SLT.HFA.EU.Ne%C3%9C/Matth%C3%A4us19,25-26

        1. Iris

          Lieber ROKo ,

          natürlich stimmt das , wir können das Leben nicht verdienen , sondern darauf vertrauen , daß unsere Gebete erhört werden und daß die im Wachturm jetzt noch Gefangenen erkennen , wer ihre Rettung bewirken kann .

          Wie du sagst , ist es sehr schwer auszuhalten . Ich bin manchmal ungeduldig , dann denke ich , ich könnte etwas unternehmen , damit sie endlich begreifen , das etwas falsch läuft . Doch wie Zartbesaitet auch schon geschrieben hat , ist es besser still zu sein , Geduld haben , und unserem Vater im Himmel das zu überlassen , denn bei ihm ist nichts unmöglich .

          Liebe Grüße

          Iris

        2. Omma@Iris

          Liebe Iris,

          ich muss von Zeit zu Zeit an die Worte von Paulus denken:

          1. Korinther 10:6+7   (NGÜ)
          Was damals mit unseren Vorfahren geschah, ist eine Warnung an uns: Unser Verlangen darf nicht auf das Böse gerichtet sein, wie es bei ihnen der Fall war.
          7 Werdet keine Götzendiener, wie manche von ihnen es waren. .....

          Wenn ich dann Dinge im AT lese, muss ich oft dabei an die heutige Zeit denken.  So  z.B. die Warnung in Hosea. An wen ich dabei gedacht habe, habe ich in Klammern gesetzt.

          Hosea 4:1, 2, 4, 6-8, 11-14,   (Hoffnung für alle)

          1 Ihr Israeliten, hört, was der HERR euch zu sagen hat! Der HERR führt einen Rechtsstreit gegen die Bewohner des Landes. Denn Treue und Liebe sind ihnen fremd, sie wollen den Herrn nicht als ihren Gott anerkennen. (statt dessen schauen sie auf JW.ORG.)

          2 Sie verfluchen und belügen einander, sie morden, stehlen und brechen die Ehe, sie begehen eine Bluttat nach der anderen.  (Offenbarung 16:6)

          4 Der Herr sagt: »Es soll nicht irgendeiner angeklagt, nicht irgendwer verurteilt werden! Euch, ihr Priester, euch klage ich an!
          6 Mein Volk läuft ins Verderben, weil es den richtigen Weg nicht kennt. Denn ihr Priester wollt nichts mehr von der Wahrheit wissen. Deshalb will ich auch nichts mehr von euch wissen! Ihr sollt nicht länger meine Priester sein. ......
          7 ...... Darum werde ich ihnen ihr angesehenes Amt wegnehmen und stattdessen Schimpf und Schande über sie bringen.
          8 Sie hoffen, dass mein Volk viele Sünden begeht, denn dann können sie sich mit dem Fleisch der Sündopfertiere den Bauch vollschlagen. (sie beuten das Volk aus)
          11 Hurerei, Wein und Most vernebeln ihnen den Verstand.
          12 Mein Volk holt sich Rat bei Götzenbildern aus Holz. Sie erwarten Auskunft und Hilfe, indem sie mit Stäben das Orakel*** befragen. Besessen von ihrer Hurerei und Treulosigkeit, sind sie auf Abwege geraten; von mir, ihrem Gott, wollen sie nichts mehr wissen.(statt das Wort Gottes, die Bibel zu erforschen, befragen sie JW.ORG.)
          13 Oben auf den Hügeln bringen sie Räucheropfer dar und halten Opfermahlzeiten, sie feiern im wohltuenden Schatten von Eichen, Pappeln und Terebinthen. .....  (Predigtdienst, als Opfer der Lobpreisung)
          14 Doch ich werde nicht sie für ihre Hurerei und ihren Ehebruch bestrafen. Denn es sind die Priester, die ein schlechtes Beispiel geben: Gerade sie laufen den Huren nach und feiern Opfermahlzeiten mit den Prostituierten am Tempel. So stürzen sie das Volk, das es nicht besser weiß, ins Verderben.
          17 Ephraim hat sich fremden Göttern verschrieben. Sollen sie doch machen, was sie wollen!
          18 ....... Und anstatt sich zu schämen, sind sie auch noch stolz darauf!
          19 Sie treiben umher wie ein Blatt im Wind und rennen mit ihrem Götzendienst ins Verderben.«

          *** Dazu die Fußnote in dem Buch "Auf der Suche nach christlicher Freiheit" Seite 35:

          "9 Wie in dem Buch "Der Gewissenskonflikt" (Seite 89, Fußnote 15) bemerkt, bezeichnete Karl  Klein, Glied der leitenden Körperschaft, in gewissen Sitzungen dieses Gremiums Fred Franz als das „Orakel“ der Organisation."

          Ja, liebe Iris, für mich ist es tröstlich zu lesen, dass Gott einen Unterschied macht, zwischen den Verführern und den Verführten.

          Es grüßen dich ganz lieb  Omma und Oppa

        3. Iris

          Liebe Omma und Oppa ,

          vielen Dank für die lieben , aufmunternden Worte . Unser Vater im Himmel weiß längst was JWOrg getan hat . Er wird sie zur Rechenschaft ziehen , weil sie viele in die Irre geführt haben .

          Viele Grüße an euch zwei Lieben

          Iris

  23. Rob

    Zitat. Geistige Sklaverei ist die schlimmste Form der Sklaverei.Es gibt Dir die Illusion von Freiheit lässt

    Dich vertrauen, lieben und Deine Unterdrücker verteidigen, während jeder zum Feind gemacht wird der

    versucht Dich zu befreien oder Dir die Augen zu öffnen.

    Man sollte die Zeugen nicht zu Ernst nehmen,denn es kommt anders als die Zeugen denken,weiß Rob.

     

  24. Boas

    Zum Thema: Hassen einer Person

    Nun habe ich das NT einer gewissen Interpretations-Religion nach dem Wort "hass" durchforstet. Es gibt genau 14 Treffer:

    Off. 17:16
    das wilde Tier, diese werden die Hure hassen

    Off. 2:6
    Doch das hast du, daß du die TATEN der Nikolaus-Sekte haßt, die auch ich hasse.

    Röm. 7:15
    Denn was ich wünsche, das pflege ich nicht zu tun, sondern WAS ich hasse, das tue ich.

    Joh. 7:7
    Die Welt hat keinen Grund, euch zu hassen, mich aber haßt sie, weil ich über sie Zeugnis ablege, daß ihre Werke böse sind.

    Lukas 21:16, 17
    Überdies werdet ihr sogar von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden überliefert werden, und man wird einige von euch zu Tode bringen, 17 und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Menschen sein.

    Luk. 16:13
    Kein Hausknecht kann ein Sklave zweier Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Sklaven Gottes und des Reichtums sein.

    Luk. 6:27
    Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben, denen Gutes zu tun, die euch hassen

    Luk. 6:22
    Glücklich seid ihr, wann immer die Menschen euch hassen und wann immer sie euch ausschließen und euch schmähen und euren Namen als böse verwerfen um des Menschensohnes willen.

    Luk. 1:70, 71
    so wie er durch den Mund seiner heiligen Propheten seit alters geredet hat 71 von einer Rettung vor unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen

    Mark. 13:13
    und um meines Namens willen werdet ihr Gegenstand des Hasses aller Menschen sein.

    Mat. 24:9, 10
    Dann wird man euch der Drangsal überliefern und wird euch töten, und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Nationen sein. Dann werden auch viele zum Straucheln gebracht werden und werden einander verraten und werden einander hassen

    Mat. 10:22
    Und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Leute sein.

    Mat. 6:24
    Niemand kann ein Sklave zweier Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben

    Mat. 5:43, 44
    Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.‘ 44 Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben

    Fazit:
    Kein einziges Mal werden wir im NT aufgefordert Personen zu hassen. Nicht einmal, wenn wir diese Bibelübersetzung lesen.

    Was fällt noch auf? ALLE die, die Personen statt Taten hassen stehen nicht auf der Seite Gottes! Welche Seite bleibt für Menschenhasser dann noch übrig?

    Liebe Grüße
    Boas

    1. Boas

      Noch ein Zeugnis einer eklatanten Fehlinterpretation von IC

      Zitierter Wachtturm: Wt 15. Juli 1961, Seite 420: „Wenn ein Mensch in einem schlechten Zustand bleibt, nachdem er erkannt hat, was richtig ist, wenn das Böse so tief verwurzelt ist, dass es ein untrennbarer Teil seiner Person ist, dann muss der Christ, um das Böse zu hassen, auch die Person hassen. Jesus meinte nicht, dass wir die verhärteten Feinde Jehovas lieben sollten.“

      Mat. 5:43, 44
      43 Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.‘ 44 Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben...

      Durch Interpretation wird ein Nein ohne Problem zu einem Ja. Man sollte einen Preis für die schrägsten Interpretationen der Bibel verleihen.

      LG Boas

  25. Omma@Boas

    Lieber Boas,

    nachdem ich viermal versucht habe dir auf deinen Kommentar zu schreiben, und es nicht geklappt hat, schreibe ich meine Antwort auf deinen Kommentar noch einmal und hänge sie einfach an den aktuellen Artikel an. Ich hoffe BI ist mir nicht böse!

    Ich danke dir sehr für deine offenen Worte!  Es kostet Mut, in der heutigen Zeit, über seine Gedanken und Gefühle zu sprechen.  Du hast diesen Mut aufgebracht.

    Auch ich habe mir schon länger darüber Gedanken gemacht, wer wohl diejenigen sind, die "mag ich nicht" angeklickt haben.

    Ein kleines Beispiel aus meiner Jugend, lang lang ist's her. Es ging um die Evolutionslehre. Überall wurde sie als eine Tatsache hingestellt, in der Schule, in den Medien, einfach überall.  Wenn man den Mut aufbrachte, sie anzuzweifeln und zu bekennen, dass man an einen Schöpfer aller Dinge glaube, wurde man als dumm und ungebildet hingestellt, denn schließlich war es doch das modernste, was die "Wissenschaft" zu bieten hatte.  Wer da nicht mitmachte galt als zurückgebliebener Sonderling, der nicht wusste was Sache ist.

    Ich möchte jetzt keine Diskussion über Evolution oder Schöpfung anstoßen, denn das ist ein anderes Thema.

    Es geht mir um die allgemeine Meinung, und wie wir damit umgehen, wenn wir Menschen treffen, die anders denken.

    Wir leben in einem Land, in dem viele Dinge als "Normal" hingestellt werden. Manches nehmen wir einfach so hin, andere Dinge finden wir sogar gut, aber bei anderen Dingen läuft uns sozusagen die "Galle über" (siehe KdöR, Kirchenrecht incl. Ächtungspolitik). Dann gibt es Dinge, die der Staat mit einem Gesetz versehen hat, und wer dagegen verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen, auch wenn er eine andere Meinung hat (Diskriminierungsgesetz).

    Was geschieht also mit jemand, der offen sagt, dass er Gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht mit seinem biblisch geschulten Gewissen vereinbaren kann? Dass er ungute Gefühle bekommt, wenn er mit ansehen muss, wie Gleichgeschlechtliche Paare Zärtlichkeiten austauschen? Ob real oder auf Bildern? Kann er diese Gefühle frei äußern, ohne angegriffen zu werden?

    Auch ich möchte über Niemanden zu Gericht sitzen, das wäre in meinen Augen unbiblisch, denn das Gericht haben unsere Beiden Höchsten für sich in Anspruch genommen. Es geht mir hier um Gefühle, die verletzt werden könnten. Paulus hat einen schönen Grundsatz genannt, den wir auf viele Dinge anwenden können.

    Römer 14:15   (NGÜ)
    15 Wenn du dich daher in einer Frage, die das Essen betrifft, so verhältst, dass dein Bruder oder deine Schwester in innere Not geraten, dann ist dein Verhalten nicht mehr von der Liebe bestimmt. Christus ist doch ´auch` für sie gestorben. Stürze sie nicht durch das, was du isst, ins Verderben!

    Könnte es sein, dass die Vielen, die einfach nur "mag ich nicht" angeklickt haben, diese innere Not gespürt haben, da sie das Gefühl hatten, nicht offen über ihre Gefühle sprechen zu können?

    Ich respektiere die Gefühle derer, die sich zu einem gleichgeschlechtlichen Partner hingezogen fühlen, auch ihre Gefühle sollte man nicht verletzen. Genauso sollten diese Personen aber auch auf die Gefühle derer Rücksicht nehmen, die anders empfinden. Was sie im privaten Bereich tun, das ist ihre Sache.  Genauso sehe ich es als unpassend an, wenn heterosexuelle Paare in der Öffentlichkeit (am liebsten noch an der Ampel, wo sie von allen gesehen werden), intime Zärtlichkeiten austauschen.

    Wir sollten immer und überall auf die Gefühle anderer Rücksicht nehmen, ob nun persönlich oder schriftlich.

    Matthäus 7:12   (NGÜ)

    12 »Behandelt eure Mitmenschen in allem so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt. Das ist es, was das Gesetz und die Propheten fordern.«

    Es grüßen dich und alle die Omma uns der Oppa

    1. Fox

      Guten Tag Omma,

      wenn sich zweie an der Ampel "verinnerlichen" sehen sie wenigstens nicht rot. Spaß beiseite. Wir wurden als Zeugen auf bestimmte Moralvorstellungen getrimmt und das legt man auch dann nicht ab wie ein Kleid, wenn man die Lehre der Zeugen als Lüge erkannt hat und sich dem Christus zuwendet. Eingeimpfte Moralvorstellungen gehen weitaus tiefer als geistlose Dogmen. Es ist wirklich so, dass uns während vieler Jahre des Zeugendaseins nicht nur Zeit gestohlen wurde sondern ausnahmslos alles, was ein Leben mit innerem Frieden ausmacht.

      Für mich war der Austausch von Zärtlichkeiten Homosexueller auch sehr befremdlich und jede Form übertriebener Zurschaustellung ist es noch immer. Aber so geht es mir auch bei sogenannten Normalos. Doch gibt es auch einige Fakten, die mich doch sehr nachdenklich gemacht, ja sogar beeindruckt haben.

      Dazu gehört auf jeden Fall, dass Kinder in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft wesentlich prosozialer denken und mehr Empathie entwickeln und zeigen. Das mag durchaus damit zusammenhängen, dass noch immer eine sehr niedrige Hemmschwelle für Diskriminierungen seitens der "Normalen" vorhanden ist und die schwächsten Glieder, die Kinder, das miterleben. Das soziale Empfinden Homosexueller ist oft - bitte: es gibt auch hier Ausnahmen - viel ausgeprägter, das Weltbild umfassender als im Durchschnitt. Und letztlich habe ich mich immer wieder gefragt, ob ich denn den Pharisäern nicht beigepflichtet hätte zur Zeit Jesu, die ihn dafür kritisierten, dass er mit den moralisch Verwerflichen gegessen hat. Es gab einige Gelegenheiten wo ich es als Unrecht empfand, dass Jesus den Schriftgelehrten sagte, die Huren seien ihnen voraus. Und warum er für die Ehebrecherin einstand, wo doch deren Schuld feststand und das GESETZ unbedingt die Todesstrafe forderte. Eine Erklärung dazu habe ich nie von den Ältesten bekommen, wie so oft nicht. Aber das hat sich zum Glück erledigt, die Realitäten der Zeugen haben sich zugunsten der Realtität der Bibel sehr deutlich verschoben. Irgendwann sitze ich im ewigen Leben und fasse mich an den Kopf über die Irrtümer, die ich heute Weisheit und Wahrheit nenne.

      Liebe Grüße an den Oppa und dicke Umarmung.

    2. hei-bea

      Hallo Omma,

      da Du das Austauschen von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit unpassend findest , da Deine Ge-

      fühle und die einiger anderer verletzt werden, frage ich mich, wo da Deine Grenze ist: gehören

      Umarmungen und Küsse auch schon dazu? Wenn ja, hast Du den Mut , das auch bei denen, die

      es betrifft, anzusprechen? - Ich halte des Öfteren (seit 35 Jahren) auch in der Öffentlichkeit mit

      meinem Mann "Händchen" und ein Küßchen gibts auch mal, einfach weil es ein Ausdruck un-

      serer tiefen Liebe ist! - Muß ich damit allen Ernstes aufhören, um Eure "Gefühle" nicht zu ver-

      letzen?! Solltet Ihr da nicht lieber E u r e Einstellung revidieren und toleranter werden, damit

      Ihr nicht mehr in innere "Not" geratet?! - Oder, noch besser, versuchts einfach auch mal...

      Nichts für ungut,  liebe Grüße aus dem Harz                   hei-bea

    3. Boas@Omma u. Oppa

      Liebe Omma,
      Liebrer Oppa,

      es ist manchmal eine Gradwanderung unserer Gefühle vs. biblischen Aussagen. Manchmal wünschte ich mir, es gäbe sie nicht. Und ich kann Dir versichern, bei diesen Zahlen des Votums, wirst Du keine von mir finden. Ich habe nicht geklickt.

      Mir ist das Dilemma voll bewusst, in welchem solche Menschen stecken. Ach, wüsste ich nur eine Antwort für sie auf diesen Widerspruch zwischen Körper und Bibel. Ein Wort des Trostes. Ich würde die Antwort in die Welt hinaus schreien. Aber ich sehe ihn nicht.

      Einen sehe ich jedoch: Die Liebe deckt eine menge von Sünden zu. Deshalb schließe ich meine Augen vor der inneren Qual und schaue nicht hin um zu verurteilen, wenn ich erkenne wie Menschen darum ringen ihr Leben auf der einen Seite an den Worten der Bibel auszurichten. Aber auf der anderen Seite etwas empfinden, dass sie nicht verleugnen können. Oh Gott, wüsste ich nur guten Rat für sie.

      Mir ging es in meinem Kommentar nicht um die Problematik der Betroffenen. Wie Du an meiner Antwort an Erni ersehen kannst geht es mir um den Ersteindruck, den ein ZJ beim Lesen einer Artikelüberschrift erhält. Denn ich habe den Artikel nach seinem Titel beurteilt. Bruderinfo-aktuell verzeihe mir bitte. Aber so geht es gerade denen, die wir aufrütteln möchten. Sie lesen eine Überschrift und legen uns deshalb in eine Schublade von Bibelabtrünnigen ab. Sinn verfehlt. Ein Kuckucksei bringt Schaden in die Familie. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich damit sagen.

      Ich habe die letzen Tage heftige Gefechte unter IC ausgetragen, wo ich jedes Wort auf die Goldwaage legen musste. Schreiben, lesen ändern. Lesen ändern. Lesen ändern. Dann abschicken. Beschimpfungen demütig erdulden. Bis sie dort waren, wo ich sie hinhaben wollte. Auch meine Kräfte sind begrenzt.

      Deshalb verzeiht mir meine Kommentare, falls sie jemanden in seinen Gefühlen verletzt haben. Und das gilt auch dir lieber Erni. Ich kämpfe bis zum letzten Atemzug für unsere beiden Höchsten.

      Ich hab euch lieb, liebe Omma, lieber Oppa.
      Boas

      1. Omma@Boas

        Lieber Boas,

        pass schön auf dich auf!

        Du schreibst: "Ich habe die letzen Tage heftige Gefechte unter IC ausgetragen, wo ich jedes Wort auf die Goldwaage legen musste. Schreiben, lesen ändern. Lesen ändern. Lesen ändern. Dann abschicken. Beschimpfungen demütig erdulden. Bis sie dort waren, wo ich sie hinhaben wollte. Auch meine Kräfte sind begrenzt."

        Solche Gefechte können sehr viel Kraft rauben. Auch ich habe seit dem Erscheinen des Artikels, bis zu deinem Kommentar hier, innerlich mit mir gekämpft. Bei der Omma ist es dann meistens so, dass ich mich in so einer Situation in mein Schneckenhaus zurückziehe, denn meine Nerven würden es einfach nicht aushalten hitzige Diskussionen zu führen.

        Was hat mich aus diesem Schneckenhaus hervorgeholt? Ein lieber Kommentarschreiber hatte mich bewogen, ihm persönlich eine Mail zu schreiben.  Ich hatte einfach das Gefühl, ihm kann ich sagen, wie ich denke. (Schön, dass es die Kontaktseite gibt!). Seine Antwort war zwar kurz, aber hatte es in sich. Ich brauchte dann noch einige Tage, bis dein Kommentar erschien, dann war es soweit. Ich bat unsere Beiden Höchsten mir zu helfen, dann ging es los. Als mein Kommentar sich dann einfach nicht absenden ließ, dachte ich schon, dann soll es wohl nicht sein. Aber irgendwie drängte es mich diesmal nicht aufzugeben.

        Ja, lieber Boas, so war das. Du bist so ein lieber demütiger Mensch, und ich wünsche dir viel, viel Kraft weiterhin.

        Ganz liebe Grüße senden dir und deinem Papa deine Freunde und Geschwister Omma und Oppa

         

      2. Omma@Boas@BI

        Ach, lieber Boas,

        ich glaube das Filtersystem von BI "mag mich nicht".  ;-/  Ich befürchte dass mein Kommentar an dich, den ich eben geschrieben habe,  wieder im Spam-Filter gelandet ist, warum auch immer.

        Liebes BI-Team, könntet ihr noch mal nachschauen? Danke!

        Ganz liebe Grüße von der Omma

    4. Boas@Omma u. Oppa

      Was ich noch vergessen habe : Vielen Dank für die Worte zwischen den Zeilen, die ich vernommen habe. Ihr geht den Weg der Mitte und der Liebe. Ich liebe Euch!

  26. Ingolf Mann

    Ich möchte mich in meinem Kommentar mit der Betonung des Wortes wahr und die subtile Botschaft, dass nur wahre Christen verfolgt werden beschäftigen. Zunächst die Frage, was alles zu Verfolgung zählt. Ausgrenzung, Hass, Spott. Weil man für den Namen Jesu eintritt wird man gehasst, soweit wird mir jeder zustimmen, denke ich.

    Nun meine Erfahrung:

    Ich wuchs in der DDR auf. Jeder weiß, dass bekennende Christen, keine Chance hatten, beruflich weiter zu kommen, wenn sie sich aus Gewissensgründen, nicht am Dienst an der Waffe, oder an politischen Aktivitäten beteiligten. In meiner Klasse wurden drei keine Jungpioniere. Eine davon war evangelisch. Das bedeutete für die drei Ausgrenzung. Auch für die evangelische und Druck sich den Pionieren doch anzuschließen. Eine Art der Verfolgung nach obiger Definition. Nun meine Feststellung. Laut WTG ist die evangelische Schülerin  kein wahrer Christ, wurde aber verfolgt, wegen Christus. An diesem Beispiel erkennt man folgendes:

    Die Interpretarion von Matthäus 10:22 durch Sanderson stimmt hinten und vorne nicht. Oder vielleicht doch? Jesus sagte, dass man um seines Namens verfolgt wird. Anhand meiner Erfahrung kann ich andererseits auch die Schlußfolgerung ziehen, dass uns nicht die Zugehörigkeit zu irgendeiner Organisation, die Basis für die Rettung sein kann, sondern sich zu Jesus zu bekennen.

    Für mich bedeutete bekenen, dass ich bei den Zeugen Jehovas ausgetreten bin, weil man der Führung des "Sklaven" folgt und Jesus verdrängt, was ich auch in meinem Austritt so schrieb.

    Wenn ich raus gehe, dann nur zu Zeiten, wo ich niemanden von den anderen ZJ begegne. Verachtung tut weh. Sie wissen aber nicht, bis auf die Ältesten, meiner Versammlung, was sie da tun, denn der Austritt wird nicht der Versammlung verlesen.

    Somit ist es so wie Jesus es in der Bergpredigt sagt, der Vater der im Verborgenen zusieht wird vergelten. Er weiss, dass ich mit meinen Austritt schriftlich mich zu ihm bekannt habe und seinen Sohn geehrte habe, was laut Joh. 5:22 sein Wille ist.

    Liebe Brüder, die Ihr verachtet werdet, wenn Ihr es werdet, weil Ihr Jesus ehrt und nur ihn als Führer anerkennt, ist es die Verfolgung, die Jakobus von "positiver" Art bezeichnet.

    Mir persönlich ist es, auch dank medizinischer Hilfe, die man in Anspruch nehmen muss, egal wer mich hasst, solange es die "richtigen" sind und solange ich dadurch zeigen kann, dass ich Jehovas Sohn Jesus ehre, weil ich eben nicht dulde, dass seine Führung von einem Sklaven streitig gemacht wird.

  27. Natur&Freiheit

    Und dann geht es inzwischen ja noch weiter. Meine Erfahrung der letzten Wochen ist, dass man anscheinend nun nicht mehr nur Ausgeschlossene meidet und den Kontakt abbricht, als hätten sie nie existiert sondern auch bei Leuten wie mir und meinem Mann, die wir einfach nicht mehr in die Versammlung gehen seit kurzem! Meine beste Freundin hat mir „die Gemeinschaft entzogen“ und wollte wortwörtlich einen kompletten „Cut“ machen. Meine Schwester hat den „Cut“ mit mir vor ein paar Monaten gemacht. Wohlgemerkt: Wir sind nicht ausgeschlossen und auch nicht bezeichnet.

    Ist das auch schon wieder neues Licht? Geht das anderen auch so hier?

    @Dorkas:Ich bin auch extrem dankbar für die Plattform hier. Und auch, dass ich schon mit ein paar bin hier Kontakt in Kontakt sein kann, wie mit Dir zum Beispiel :-)) Tut mir auch unwahrscheinlich gut! Danke!

    1. Butterblume

      Ihr Lieben, Natur&Freiheit

      Ich mach grad die gleiche Erfahrung wie Ihr! Man wird auch schon beiseite gestellt wenn man sich entfernt! Vielleicht ist das nur bei uns in der Schweiz so????

      Jedenfalls schauen die Brüder in meinem Dorf auch gleich wieder auf die andere Seite und grüssen mich nicht mal, wenn sie mit dem Einkaufswagen in meinen fahren???? ist doch einfach nur peinlich????

      Alles Gute Euch! Und denkt daran, dass diese Begegnungen die andern mehr stören als Euch!

      Butterblume

  28. Dieser Artikel spricht mir aus dem Herzen. Schon so oft habe ich meinem Mann genau das versucht zu übermitteln. Wenn sie könnten würden sie uns steinigen. Ich schwanke oft zwischen Mitgefühl für einige die da drin noch gefangen sind, einschließlich meines Mannes. Und dann habe ich Phasen,  da denke ich hey das ist doch so offensichtlich alles, wie kann man nur so ignorant sein.

    Gerade die letzte Woche habe ich wieder so eine "tolle" Erfahrung gemacht. War bei einer Freundin deren Mutter auch eine ZJ ist. Sie rief an während meines Besuchs. Wir kenne uns. Sie erkundigtE sich nach meinem Befinden, was ich als nett empfand. Und im nächsten Satz kommt die Frage: "Wie funktioniert das eigentlich jetzt bei dir und deinem Mann. Er als Gläubiger und du als Ungläubige? "

    Da hätte ich ihr am liebsten eine geklebt. Ich erwiderte nur, ich bin nicht ungläubig.

    Hinterher war ich so wütend und traurig zugleich wegen dieser Selbstgerechtigkeit. Sie sind die Gläubigen und wer kein Zeuge mehr ist ist Ungläubig. Es ist genauso wie im Artikel beschrieben.

    ????????????????????

    Wären hier nicht so liebe Geschwister und die Ermunterung, es ist ein Kampf.  Doch dann erinnere ich mich an die Worte Jesu:" Und weil ihr euch zu mir bekennt, werdet ihr von allen gehasst werden." Matth. 10: 22

    Ich will nicht sein wie sie, nicht hassen. Hass macht krank. Liebe hält im allem stand.

    Es ist ein Lernprozess für uns alle hier.

    Danke an dieser Stelle das ihr da seid. Das gibt mir viel Kraft.

    Dorkas

    1. Dieter

      Hallo Dorkas,

      vielen Dank für deinen Kommentar. So wie du die Reaktion der Freundin deiner Mutter beschreibst, denken leider die meisten der manipulierten ZJ.

      Es macht mir Mut, zu lesen: Ich .. will nicht hassen, Hass macht krank. Liebe hält in allem stand.

      Leider gibt es auch auf diesem Portal einige selbstgefällige Menschen, die meinen, hier ihrem Hochmut, ihrer Selbstgefälligkeit und ihrer Abneigung  gegen anderen hier freien Lauf lassen zu müssen. Das ist weder edel noch mut(h)ig, eher feige und hinterhältig. Das hat mit der Liebe, wie Jesus sie lehrte und vorlebte, soviel zu tun wie ein Pinguin mit dem Segelfliegen.

      Mir ist nicht ganz klar, warum solchen hier ein Forum wird, weil andere, die ähnlich denken, nur in ihrer Destruktivität ermuntert werden. Ich finde, solchen edelmuthigen Demagogen sollte Einhalt geboten werden. Aber es ist nicht meine Sache, das zu entscheiden.

      Lieber halte ich mich an Jesu Aussage: Liebet eure Feinde und bemühe mich, das nach besten Kräften umzusetzen, auch wenn es manchmal ganz schön schwer fällt.

      Allen einen schönen Sonntag

      1. Tommy

        Vielleicht Dieter,

        ich denke, man sollte genau diese Kommentare ebenso zulassen, wenn sie niemanden direkt verletzten, diskriminiereren etc., damit sich Menschen die hier unterwegs sind auch anhand der Antworten darauf ein Bild machen können. Mit Pruefung anhand der Schrift.

        Ist auch nur eine Meinung.

        Tommy

        1. Dieter

          Hallo Tommy,

          deine Gedanken  sind ein interessanter Ansatz. Wenn das wirklich dazu führt, dass die Mehrzahl derjenigen, die solche fragwürdigen Kommentare lesen, die Antwort in Gottes Wort und im Gebet nach seiner Leitung suchen, liegt ein Sinn im Veröffentlichen.

          Ich frage mich nur, ob sich nicht die Mehrzahl derjenigen, die ähnlich anmassend denken, sich in ihren Ansichten bestätigt sehen. Es ist immer leichter, über andere herzuziehen, als sich selber demütig zu hinterfragen. Wirklich tröstlich ist, es gibt nur einen der in letzter Instanz richtet: der allmächtige Gott. Bei ihm gibt es keinerlei Ungerechtigkeit. Sein Sohn beschrieb die Angelegenheit wunderbar: Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet.

    2. Iris

      Hallo , liebe Dorkas

      das ist natürlich schlimm , wenn jemand solche unüberlegte dummen Gedanken äußert .

      Ich kann mich erinnern , solange ich noch ,, drinnen " war , habe ich mich immer beherrschen müssen , um nicht zu einen ,, Ausgeschlossenen " hinzugehen und ihm mein Bedauern auszudrücken , wie schlimm er jetzt behandelt wird . Ich hab da immer schon ein Problem damit gehabt , diese extremen Maßnamen zu verstehen .

      Manche sind ja nur einmal im Jahr zum Abendmal gekommen . Vor Scham in der letzten Ecke gesessen , von allen ignoriert und absichtlich übersehen . Was für eine Lieblosigkeit das war . Es hat mir immer weh getan , auch so zu handeln wie die anderen . Ansonsten hätte man mich zur Seite genommen , und eine Erklärung für mein Handeln verlangt , wenn ich mit demjenigen nur ein Wort geredet hätte .

      Leider ist der Druck von den ,, Vorgesetzten " so groß , daß man auch so wie die anderen handelt , um nicht aufzufallen . Auch wenn man das nicht möchte .

      Darum Liebe Dorkas , es sind nicht alle so , auch wenn es den Anschein hat . So manche hier auf Bruderinfo , auch du , haben erkannt , daß vieles , was ihnen  eingetrichtert worden ist , Lieblosigkeit den Mitmenschen gegenüber ist .

      Die selbstlose Liebe , die Jesus gepredigt hat , wird von vornherein im Keim erstickt , durch die extremen Regeln von JWOrg .

      Jetzt gehören wir zu den Ausgeschlossenen , man kann auch sagen entflohenen , die jetzt erst die wahre Liebe , ohne Vorschriften , aber von Herzen , kennengelernt haben und darüber können wir froh sein . Diese Liebe weiterzugeben , von der Jesus gesprochen hat , ist jetzt unsere Aufgabe , sonst wird der Haß nicht weniger .

      Dann brauchen wir nur warten , mit viel Geduld , ( muß ich auch noch lernen! ) bis von höherer Stelle , dem ganzen ein Riegel vorgeschoben wird .

      Viele liebe Grüße

      Iris

  29. O.W.Schön@Arme Kinder

    KREISE ALLE EIN, DENEN WIR PREDIGEN SOLLTEN:

    Liebe Kinder,

    auf JW.Org dürft ihr derzeit auf den Mitmachseiten alle einkreisen, denen ihr predigen solltet!

    https://www.jw.org/de/bibel-und-praxis/kinder/werde-jehovas-freund/mitmachseiten/jeder-kann-freund-jehovas-werden/

    Also ich würde zuerst dem Hund predigen, denn der ist erwiesenermaßen der treueste Freund des Menschen.

    Als Nächstes würde ich dem Huhn predigen, denn es legt Eier und ernährt uns täglich mit dem so wichtigen Eiweiss.

    Zu guter Letzt würde ich dem Fisch predigen, denn nur tote Fische schwimmen mit dem Strom, dieser jedoch lebt noch und schluckt nicht alles, was man ihm als christliche Belehrung vorsetzt.

    Kinder, glaubt nicht alles!!!

    O.W.S.

  30. O.W.Schön@Verführte Eltern

    VERFÜHRUNG DER KLEINSTEN VOM FEINSTEN

    Liebe Eltern,

    bitte seht Euch auf JW.Org an, wie Eure Kinder einer perfiden Gehirnwäsche unterzogen werden, um zu WTG-Funktionären heranzureifen und eben nicht zu gesunden und eigenständigen Persönlichkeiten!

    https://www.jw.org/de/bibel-und-praxis/kinder/werde-jehovas-freund/lieder/65-dies-ist-der-weg/

    Ab Minute 02:11 wird der eigentliche Sinn und Zweck der JW.Org-Belehrung gelüftet: Ein WTG-Funktionär, ein Befehlsempfänger und ein williges Werkzeug. Bitte beachtet, dass die schnelle Bilderabfolge einer Gesetzmäßigkeit der menschlichen Wahrnehmung folgt und deshalb vom kindlichen Gehirn nicht verarbeitet werden kann. Die schnelle Bilderabfolge wird als Ganzes vom kindlichen Gehirn übernommen und damit als ungefiltertes Programm/Zwang aufgespielt. Diese Form von Gedankenkontrolle ist hoch manipulativ, in der Werbung absolut üblich und dennoch völlig unchristlich!

    Eltern wehrt Euch!!!

    O.W.S.

     

  31. O.W.Schön@Bruder

    ABERKENNUNG DER GEMEINNÜTZIGKEIT!

    Lieber Bruder,

    meiner Meinung nach reichen die Fakten in deinem Artikel aus, um der WTG ihre Gemeinnützigkeit in Deutschland zu entziehen. Die WTG ist weder gemeinnützig, noch sozial, noch christlich. Eine Organisation, die zu Hass und Intoleranz aufruft, sollte unverzüglich verboten werden; es gibt für solche mutwilligen und böswilligen geistigen Brandstifter einfach keinen Platz in einer demokratisch funktionierenden Gesellschaftsordnung.

    Vielen Dank für deine investigative Recherche!

    O.W.S.

    1. Ingolf Mann

      Liebe(r) OWS,

      ich gehe einig mit dir darin, dass die Körperschaft und Gemeinnützigkeit aberkannt werden sollte. Auch die Einnahmen sollten versteuert werden, angesichts, der Immobiliengeschäfte.

      Einem Verbot sehe ich aber skeptisch gegenüber:

      1) Das Verbot würde, wie im Artikel schön herausgestellt, sie nur befeuern, die einzig wahren zu sein.

      2) Trifft es nicht die LK. Schau dir Rußland an! Ich sage bewusst, es betrifft viele UNSERER Brüdern, die in den Kreis der hier auf dieser Website versammelten gehören.

      Ich  z.B. unterstütze jede Aktion, die die endlich den Kindesmissbrauch öffentlich macht, und zwar mit Gerichtsurteilen, bei den die LK nicht die Möglichkeit hat, sich durch Vergleich freizukaufen, und durch solche Einigung kein Prozess zustande kommt.

      1. O.W.Schön@Ingolf Mann

        "Wer die Organisation verlässt ist kein Christ"

        Lieber Ingolf Mann,

        ich habe viele Jahre als Sonderpionier und als Ältester gedient, weil ich Gott und Jesus Christus gefallen wollte. Ich war der festen Überzeugung, als Zeuge Jehovas, Gott zu dienen und es war mein Herzenswunsch Seinen Willen zu tun.

        Wie sehr erhoffe ich mir jetzt ein Verbot der WTG/JW.Org, weiß aber auch, dass Du mit deinem Kommentar richtig liegst. Ein staatliches Verbot ist derzeit aussichtslos, obwohl die Org. sowohl staats- als auch verfassungsfeindlich ist.

        Ich habe die Org. verlassen, damit ich an Jesus Christus festhalten kann, damit ich Christ sein kann! Es war nie mein Begehren 7 selbsternannten Führern zu folgen, sondern dem einzigen Führer Jesus Christus zu folgen. Mir und allen anderen aufrichtigen Menschen zu unterstellen keine Christen zu sein ist ein ungeheuerlicher Vorgang. Jehovas Zeugen versündigen sich mit ihrer Unterstützung der JW.Org jeden Tag aufs Neue schwer!

        Lieben Gruß

        O.W.S.

         

         

         

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Dieses Captcha bewahrt uns vor Spam. *

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.