Liebe und Freundschaft die abhängig macht

Der soziale Status innerhalb der „Bruderschaft von Jehovas Zeugen“ –

So etwas wie Freundschaft wird unter Jehovas Zeugen in der Regel nur innerhalb der Gruppierung gepflegt. Schaut man sich die Videos der WTG auf JW Broadcasting an, so gewinnt man den Eindruck, dass sich die Brüder alle unheimlich lieb haben. Überaus herzliche Begrüßungen und Umarmungen von Menschen die sich offensichtlich freuen den Gegenüber in der Versammlung begrüßen zu können und sich anerkennend und freudig gegenseitig auf die Schulter klopfen. Einfach schön so etwas zu sehen und zu erleben, heile Welt in den Versammlungen.

Doch diese heile Welt fällt sehr schnell in sich zusammen, solltest du den treuen und verständigen Sklaven oder auch nur einige seiner Lehren und Richtlinien in Frage stellen. Du wirst feststellen das wirkliche Freundschaften davon abhängig sind, wie du zu der Organisation stehst.

Dieser Rahmen gibt den „sozialen Status“ eines ZJ vor, denn wie jeder in dieser Gemeinschaft sehr schnell erkennt, ein ZJ ist nicht gleich ein ZJ – es gibt die „Eifrigen“ und den „schlechten Umgang“.

Und sollte ein „Eifriger“ zu dir als nicht so Eifrigen dennoch Kontakt aufnehmen um so etwas wie ein freundschaftliches Verhältnis aufzubauen, dann in der Regel nur um dich zu schulen, oder “zurechtzubringen”. Die Verabredung zum „Predigtdienst“ ist einer der üblichen Wege, um diese Art von „Freundschaft“ aufzubauen.

Dieser „Status“ macht sich durch die gegenseitige Selbstachtung und Selbstbestätigung, sowie durch Zuspruch innerhalb der Gruppierung bemerkbar, wobei man auch von dieser in Abhängigkeit geraten kann, was dem Grundbedürfnis nach der sozialen Komponente „Liebe“ angeht.

Vor allem, wenn man sich nur mit ZJ im privaten Rahmen trifft und austauscht, was ja die Regel ist, reduziert man sein Grundbedürfnis nach Anerkennung, Liebe und Freundschaft auf das, was die Wachtturmorganisation vorgibt und zulässt. Diese Reduzierung dieser Grundbedürfnisse nach Anerkennung, Liebe und Freundschaft auf die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas ist von deren Führung gewollt.

Zitat aus dem WT vom 15.06.2009, S. 28.: 

„Außerdem stehen uns in der weltweiten Bruderschaft Väter, Mütter, Brüder und Schwestern zur Seite, deren Liebe unser Leben verschönert… In jeder Versammlung gibt es Brüder und Schwestern, die sich nach Zuneigung sehnen und Freunde brauchen. Es kann ihnen sehr viel geben, wenn sie unser liebevolles Interesse spüren, und unser Bedürfnis nach Liebe wird auch gestillt.“ –

Natürlich, in jeder Versammlung gibt es Menschen die sich nach Zuneigung sehnen und Freunde brauchen. Doch dass es auch möglich ist außerhalb der Gemeinschaft echte Freunde zu gewinnen, wird gezielt verneint. Alles was sich außerhalb der Gemeinschaft bewegt ist böse, schädlich und zu meiden, weil ja die ganze Welt in der Macht dessen liegt, der böse ist. Das ist zwar richtig, bedeutet aber nicht dass es auch in der „Welt“ Menschen gibt, die sich dem Bösen widersetzen und echt Freunde werden können.

Während der Zeit in der mit dem Neuinteressierten ein sogenanntes Heimbibelstudium durchgeführt wird, wurde der „Studierende“ mit harmlos anmutenden Umschreibungen auf die Predigttätigkeit der ZJ eingestimmt. Erst später, wenn die Indoktrinierung fortgeschritten ist, wird ihm klar gemacht, dass es die Pflicht eines Zeugen Jehovas ist, zu predigen.

Zitat aus dem Studienbuch: „Was lehrt die Bibel wirklich?“, S. 162.

„Eine weitere Möglichkeit, für die wahre Anbetung einzutreten, besteht darin, mit anderen über das zu sprechen, was man beim Bibelstudium mit Jehovas Zeugen gelernt hat.“

„Wer sich mit wahren Christen versammelt und anderen von den begeisternden Wahrheiten erzählt, die er aus der Bibel gelernt hat, der wird feststellen, dass jede noch verbliebene Sehnsucht nach Bräuchen der falschen Religion mit der Zeit verschwindet.“ 

Geschickt spricht man nur von einer “Möglichkeit”. Es geht hier aber um eine Pflicht, welche mit fragwürdigen Auslegungen aus der Bibel begründet wird. Solange ein Zeuge Jehovas selber nicht erkennt, dass die sozialen Komponenten, wie Freundschaft, Anerkennung, sozialer Status und gezeigte Liebe von seiner Tätigkeit der Religionsausübung abhängig ist, wird er nur so lange glücklich sein, solange er diesen Tätigkeiten nachgeht.

Wenn ein Zeuge Jehovas mal eine Pause macht und sich ein paar Monate eine Auszeit gönnt, würde dieser erleben wie der gesellschaftliche Zusammenhalt an seiner Person abbricht und er nach und nach als isoliert dasteht. Auch wenn er dann immer noch ein ZJ ist, würde man dennoch weniger mit ihm zu tun haben wollen.

Wieso nur? Weil der Einsatz für die Theokratie mit zum besagten Rahmen gehört, den die Leitende Körperschaft vorgibt. Wann ein aufrichtiger ZJ mit wem innerhalb der Gruppierung so etwas wie eine „Freundschaft“ pflegen darf, wird unmissverständlich vorgegeben.

Zitat, WT 15.08.1985, S. 11.

„Wir werden in unseren Emotionen wie auch in unserem Verhalten großenteils von denen beeinflußt, die wir uns als Freunde erwählen. Offensichtlich sind Ungläubige nicht der beste Umgang. Aber Paulus zeigte hier, daß es sogar innerhalb der Christenversammlung Personen geben könnte, die unerwünschter Umgang sind. Nun, vielleicht macht es dir „Spaß“, mit ihnen zusammenzusein, doch ihr Einfluß wird dir niemals helfen, ‘die Begierden zu fliehen, die der Jugend eigen sind’, oder Gottergebenheit zu entwickeln. Bemühe dich um erbaulichen Umgang innerhalb der Versammlung.“ –

Und in dem Buch „Bleibt in der Liebe Jehovas“ (2008), S. 31-32.

„Sollte es uns überraschen, dass wir uns auch in der Versammlung unsere Freunde gut aussuchen müssen? Eigentlich nicht. Genauso wie an einem Baum nicht alle Früchte zur gleichen Zeit reif werden, so wachsen und reifen auch in der Versammlung nicht alle gleich schnell. Manchmal macht jemand vielleicht etwas, was nicht in Ordnung ist. Ein anderer ist verbittert oder hat ständig etwas zu kritteln. Man muss also mitunter vorsichtig sein, mit wem man sich umgibt. In der Versammlung in Korinth lehnten manche bestimmte Lehren ab. Deshalb warnte der Apostel Paulus die Versammlung: „Lasst euch nicht irreführen. Schlechte Gesellschaft verdirbt nützliche Gewohnheiten“. Und auch Timotheus machte er darauf aufmerksam, dass in der Versammlung nicht unbedingt immer alle vorbildlich sind. Mit solchen Brüdern sollte Timotheus keine Freundschaft pflegen, sondern sich von ihnen fernhalten…“ 

Auch hier gilt, ein Zeuge Jehovas wir große und vor allem positive Resonanz innerhalb der Versammlung finden je „vorbildlicher“ er ist, der viel“ macht, was das „Predigen“ und das aktive Geschehen innerhalb einer Versammlung betrifft.

Ein Zeuge Jehovas der „vorbildlich ist“, erhält auch mehr an sozialer Anerkennung innerhalb dieser Gruppierung. Er wird diese Anerkennung seiner Glaubensbrüder dem der „bösen Welt“ vorziehen. „Freundschaft mit der (vom “Sklaven“ definierten) Welt ist (eine vom „Sklaven“ definierte) Feindschaft mit Gott“.

 Zitat: WTG-Buch „Bleib in Gottes Liebe“, S. 54.

„Kann sich der Geist der Welt auch in deinen Gedanken und Gefühlen festsetzen? Wenn du nicht aufpasst, schon (Sprüche 4:23). Oft wird man unmerklich beeinflusst, zum Beispiel durch Leute, mit denen man zu tun hat und die man vielleicht ganz in Ordnung findet, die aber Jehova nicht lieben“. –

Insofern ist ein Zeuge Jehovas, was diese menschliche Grundbedürfnisse betrifft, von dem „liebevollen“ sozialen Umgang mit seiner Gruppierung in Abhängigkeit geraten.

Jahrelang hatte man das Wort „Weltmenschen“ (alle Nicht-ZJ) geprägt, wovon man zum Glück mittlerweile immer weniger Gebrauch macht, weil es in der WT-Literatur seid 1999 nicht mehr verwendet wurde. Jedoch hat auch dieser Trend seine gedanklichen Spuren hinterlassen, indem es dem gedanklich schwarz-weißen Schubladendenken einer gesamten Generation geradezu als Schmierstoff gedient hatte.

Nicht-ZJ werden jedoch weiterhin negiert und als „schlechter Umgang“, oder als „Ungläubige“ betitelt. Diese emotionalen Vorgaben erwecken dann den Wunsch, lieber nur in der Gruppierung nach „Anschluss“ zu suchen.

Diese „Liebe“ und „Achtung“ und freundschaftlichen Gefühle, welche Jehovas Zeugen untereinander aufbringen sind bedingt, denn in ihrer Praxis kommt diese „Liebe“ eher etwas Zweckgerichtetem gleich, welche selbst bei kurzzeitigem Nichtinteresse an der Religionsausübung, oder beim „Verlassen der Wahrheit“ ihre wahre Natur zeigt. Im Gegensatz dazu spricht die Bibel in Sprüche 17:17 von einer bedingungslosen Freundschaft:

„Ein Freund liebt allezeit, und als ein Bruder wird er in Not erfunden“.

Besonders in der Kontaktvermeidung mit ehemaligen Zeugen Jehovas wird dies verdeutlicht, wo selbst Familienmitglieder im Regelfall wie Tote behandelt werden, wenn diese keine ZJ mehr sein wollen, da diese ja „in Harmagedon sowieso umkommen“ werden.

Zitat: „Gottes-Liebe-Buch“, S.207

„Wir reden mit Ausgeschlossenen nicht über unseren Glauben und haben keinen sozialen Kontakt mit ihnen. Im Wachtturm vom 15. Dezember 1981 hieß es auf Seite 24, dass „ein einfacher Gruß der erste Schritt zu einer Unterhaltung und vielleicht sogar zu einer Freundschaft sein kann. Möchten wir bei einem Ausgeschlossenen diesen ersten Schritt tun?*“

*Fußnote: „Die hierbei geltenden Grundsätze aus der Bibel treffen auch zu, wenn jemand die Gemeinschaft verlässt.“  –

Hier wird erwartet, das die „Loyalität gegenüber Jehova und seiner Organisation“ noch vor die natürlichen Liebe gestellt wird, was ein Zeuge Jehovas auch tatsächlich umzusetzen hat. Im Prinzip ist es ein von der LK aufgestelltes Verbot, der natürlichen Freundschaft und Liebe. Sie sagen zwar, dass dies ein biblisches Prinzip sei, jedoch handelt es sich hier um eine unbiblische Erweiterung der ursprünglichen Verhaltensregel innerhalb einer Gemeinde. Diese auf eine Familie zu übertragen, davon ist nirgendwo in der Bibel die Rede.

Wer „Jehova liebt“ und “Respekt vor seiner Organisation hat”, der hört eben mehr auf die Vorgaben seines „Sklaven“ als auf sein Innerstes.

 

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20 Kommentare zu “Liebe und Freundschaft die abhängig macht

  1. Hubert

    Vor über 40 Jahren machte ich eine Erfahrung, die mir deutlich machte, dass Liebe und Freundschaft kein Privileg ist, das man nur unter Gläubigen findet. Ich war zum ersten Mal dienstlich auf der anderen Seite der Welt, in einem Land das ich noch nicht kannte. In meiner freien Zeit nahm ich sofort Verbindung mit der örtlichen Versammlung auf, wurde dort wie erwartet, willkommen geheißen, eingeladen, herumgereicht und lernte viele Brüder und Schwestern kennen. Ich war begeistert über diese Erfahrung und als ich nach Europa zurückkehrte,  erzählte ich meinen Arbeitskollegen davon, in der Hoffnung durch diese Erfahrung, ihr Interesse für meinen Glauben zu wecken. Eine Kollegin meinte dazu: "Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Einer unseren früheren Mitarbeiter, der zum "Esperanto-Club" gehörte, erzählte mir dasselbe. Er hatte sofort Kontakt mit völlig unbekannten Menschen und wurde eingeladen und herumgereicht."

    Dieser kurze Satz, ich erinnere mich noch sehr gut, machte bei mir "Klick!", öffnete mir die Augen für die Erkenntnis: Aha, Liebe und Freundschaft, ist also kein einzigartiges Erkennungsmerkmal für die Richtigkeit meines Glaubens. Auch mein Nachdenken darüber, machte mir deutlich, dass Liebe und Freundschaft überall in kleineren Gruppen, die sich durch gemeinsame Interessen oder den gemeinsamen Glauben identifizieren, auf natürliche Weise vorhanden sind . In den nachfolgenden Jahren und bis heute erlebte und erlebe ich, wie Liebe und Freundschaft auch in der sogenannten "Welt", reichlich vorhanden sind. Und dazu noch ohne Bedingungen!
    👍

    1. Schneeflocke@Hubert

      Lieber Hubert,

      danke für deine Erfahrung! Ich kann Deine Empfindungen absolut gut verstehen, bis heute ist diese brüderliche Aufnahme in Urlaubszeiten auch in meinem Herzen.

      Es scheint sehr besonderes ausgeprägt zu sein bei elitären und kleinen Sekten, Gruppen und Religionen. Dazu (zu der von Dir beschriebenen "brüderlichen Liebe") fühle ich mich auch hingezogen. Doch wenn ich dort nicht ICH sein kann, würde ich mich irgendwann auch wieder fremd fühlen, trotz aller Liebenswürdigkeit.

      Ich möchte auch in meinem Herzen meine Brüder weiter lieben, ich weiß sie sind beschnitten in ihren Gefühlen und in ihrer Liebe.

      Wenn ich an unsere besten Freunde denke, so wünsche ich ihnen, dass sie ihr relatives Glück genießen können und ich bin sicher, dass ihnen ein Herzensblut-Tropfen fließt, wenn sie an uns denken.

      Vor ein paar Wochen schrieben wir ihnen eine Brief. Um sie teilhaben zu lassen wir es uns geht und unseren Kindern, woran sie Interesse haben und haben aktuelle Bilder beigelegt wie sie nun schon groß geworden sind. Es war ohne jegliche Glaubensthemen, rein freundschaftlich.

      Die Freundschaft besteht seit - zig Jahren, zu unserer Hochzeit war er unser Trauzeuge. Zu ihrer Hochzeit vor 13 Jahren war mein Mann Trauzeuge und auch der Redner ihrer Hochzeits- Ansprache. Wir waren trotz Unterschiedlichkeit in der Familienplanung und anderer Themen einfach "gute und ehrliche" Freunde!!

      Natürlich kam keine Antwort aber ich weiß, sie empfinden tief in ihrem Herzen eine besondere Liebe weiterhin für uns. - Es kann nicht anders sein.

      Tja, so scheiden sich Lebenswege und Herzen müssen bluten nur aufgrund den Anweisungen einer Religion.

      Das kann nicht Christi Sinn sein!!

       

    2. M.N.

      Das Gegenteil hiervon gibt es in gleicher Weise. Ich hatte im Rahmen meiner gloriosen "Bethel"-Laufbahn diverse "Zuteilungen" von ganz oben in diverse Zweigbüros in verschiedenen Teilen der Welt (und was ich dort, innerhalb der "Häuser Gottes" erlebte, reicht für einen sehr spannenden Krimi, steht aber auf einem anderen Blatt) und hatte dadurch auch Gelegenheit, jeweils örtlichen "Versammlungen" einen Besuch abzustatten bzw. zeitweise in ihnen als "Verkündiger" zu wirken. War ich bis dato von dieser "Geistiges Paradies"-Vorstellung durchdrungen und idealistisch verklärt (wir sind ja eine solch herzliche Bruderschaft, alle ZJ mögen sich ja so sehr, die brüderliche Wärme und Liebe quillt nur so aus allen Poren und Knopflöchern, wo immer man in der Fremde ZJ begegnet, fallen einem die vor Freude um den Hals etc.), so waren diese Besuche - ausnahmslos überall - eher eine ernüchternde Kältedusche. Wenn nicht gar offenes Misstrauen bis hin zu Feindseligkeit herrschte (aus welchem Grund kann ich bis heute nicht sagen), so war von zwischenmenschlichem - geschweige denn herzlichem oder "geschwisterlichem" - Interesse keine Spur; they couldn't care less. Ich kam - machte mein Ding, so gut es ging - zwitscherte wieder ab - nix passiert. Da dämmerte es mir bereits damals schon, dass mit unserem "Geistiges Sonne Wonne Freudeparadies"-Konzept nicht unbedingt alles stimmt - hier und da wohl schon, aber nicht generell per se und automatisch überall. Wie auf einzelmenschlicher Ebene, so gibt es auch hier wohl örtlich/regional sehr große Unterschiede, und die sind völlig losgelöst vom Wohlstandsaspekt - will heißen: Nicht alle "arme Länder"-ZJ sind automatisch warm und herzlich - nicht alle "Wohlstands"-Zeugen sind zwingend gleichgültig und abgehoben. Pauschalurteile und Stereotypen - vor allem "idealistische Zuckerguss-Verklärungen" - sind hier wie anderswo also komplett fehl am Platz.

      Gruß,
      M.N.

    3. Schneeflocke

      Ich möchte noch eine Begebenheit beschreiben, die die für mich persönlich mit die emotionalste für mich war.

      Es war  nachdem wir 2014 das erste Mal frühzeitig den Regionalkongress verlassen hatten (unvergessen schlimme Ansprache Gerrit Lösch!)

      Von unseren fragenden Gedanken bezüglich manchen Themen der Org wussten unsere liebsten und langjährigen Freude zu dem Zeitpunkt bereits.

      Sie waren sehr aufrichtig und gradlinig (etwas was wir sehr schätzten ) und sie machten sich Sorgen um uns.

      So fuhren sie am Sonntag Nachmittag nach dem Programm nicht direkt nach Hause, sondern machten überraschenderweise einen Umweg zu uns.

      Unsere Freunde sind sehr, naja elegant und leicht auf Etikette bedacht, man könnte auch sagen leicht steiff im Umgang mit anderen. Wahrscheinlich hat das auch dazu beigetragen, dass ich ihre herzliche spontane Geste als eine der innigsten Begegnungen mit ihr überhaupt empfand. Sie kamen zu uns, voller Sorgen und Angst,  weil sie eine Veränderung in uns wohl bereits spürten.

      Als sie kam umarmte sie mich liebevoll und küsste unter Tränen zärtlich meine Schulter. Etwas, was sie noch nie zuvor bei mir tat. Mit keinem Wort der Welt hätte sie mehr Angst und Liebe zugleich ausdrücken können...

      So sind die (meisten) unserer Brüder und Schwestern: gefühlvolle und liebevolle Geschöpfe, die voller Sehnsucht und Liebe stecken! Es wird Ihnen nur verboten, sie bekommen ein Korsett, das sie oftmals selbst einschnürt und sie um ihr eigenes (über -) Leben kämpfen müssen.

      Bitte ihr Lieben, lasst uns nicht unsere Liebe um uns für sie vergessen. Ich war ein Teil von ihnen und bin es immer noch, in der Gnade, mit der Christus für uns alle sein Leben gab.

      Für euch, die ihr euch in einem Kampf befindet, zwischen Kopf und Herz und Geist, und Org, zwischen dem was euch gelehrt wurde und was ihr liebtet, wenn es euch ab und an zerreißt und ihr nicht wisst wohin, warum und wie...

      Es ging uns wie euch!! Wir haben gelitten, sind innerlich verbrannt, haben gekämpft und sind verwundet.

      Aber... Auch wir sind geliebt, wurden und werden gehalten, getragen. Dürfen erkennen, auch wenn es schmerzhaft ist. Die Heilung daraufhin ist erhaben, denn sie kommt von Gott.

      So, das musste gerade noch raus 😉💞

      Seid alle  von Herzen umarmt

  2. lusan

    Die W T G geht mit ihren Mitgliedern genauso um wie die Stasi mit ihren Bürgern.

    Deshalb wird über die W T G der gleiche Zusammenbruch kommen wie in der DDR.

    Intern brodelt es bereits kräftig und das hat seinen Grund.

  3. Django

    Interessant auch eine Änderung in der 2013 revidierten NWÜ: In 2.Tim.3:4 heißt es nun, gemäß dem WT-Studienartikel "Welche Liebe macht wirklich glücklich?", im WT Januar 2018, Abschnitt 2 und 15: "Sie werden das Vergnügen lieben statt Gott".

    Die bisherige Übersetzung lautete : "... die Vergnügungen mehr lieben als Gott." Zitat: "Interessanterweise heißt es in dem Vers nicht, Menschen würden das Vergnügen mehr lieben als Gott. Das würde andeuten, dass sie ihn ein wenig lieben. In dem Vers heißt es, sie würden das Vergnügen statt Gott lieben."

    Natürlich sieht niemand einen Widerspruch darin, wenn in der derzeit noch verwendeten NWÜ-Variante genau das Gegenteil davon steht als im Wachtturm. Aber es dient auf jeden Fall der gezielten Abgrenzung: NUR Zeugen Jehovas lieben Gott! Die Welt dagegen liebt NUR das Vergnügen ...

    Es ist so traurig, wie schamlos mit Gottes Wort herumargumentiert wird!

    1. Jens

      Bei allen Ideologien gibt es nur schwarz oder weiß. Diese Denkweise habe ich in 30 Jahren aktiver ZJ Zeit sehr häufig kennengelernt

  4. Petrus111

    Liebe Freunde,

    vielen Dank für den Artikel - und auch für die bisherigen Kommentare.

    Der Artikel zeigt die Handlungsweise bei JZ auf, was "Freundschaften", also Beziehungen zwischen Menschen betrifft und versucht, die theologische Herleitung der Handlungsweise darzustellen und zu widerlegen.

    Meines Erachtens wird verkannt, dass JZ/die Org/die WTG auch hier lediglich ein Element ihres sektenhaften Auftretens in ihrer als Kirche getarnten Firma theologisch herleiten; die sozialräumliche Begründung für die Verhaltensweise ist jedoch eine ganz andere, als die, die biblisch/theologisch vorgegeben wird.

    JZ behaupten von sich, dass sie die einzig wahren Christen seien; alle außer ihnen hätten keine wahre Liebe untereinander.
    Nach innen demonstrieren sie einen extrem guten Zusammenhalt; alle lieben Alle; nach außen bringen sie ihre Liebe zu ihren Mitmenschen NUR dadurch zum Ausdruck, dass sie sie auch nach "innen" ziehen wollen - alle sollen bekehrt werden, um auch JZ zu sein und dann die wunderbare Liebe der weltweiten Bruderschaft zu erfahren.

    Aber wie funktioniert das alles tatsächlich?

    a) innerhalb der Familie: sollen die Kinder "in der Wahrheit erzogen werden"; gelingt dies, kennen sie nichts anderes als den in sich geschlossenen Sozialraum der Religionsgemeinschaft. Sie erfahren nicht, wie es "draußen" ist, weil sie dort nicht hinsehen, nicht hinspüren und schon gar nicht dort hin gehen. Alles, was ihnen von außen berichtet wird, betrachten sie als Lüge. etc etc. - ich brauche dies nicht näher auszuführen, weil Insider dies wissen.

    b) jemand wird von außen über die Missionstätigkeit bekehrt:
    Im Regelfall handelt es sich bei Menschen, die sich zu JZ bekehren lassen, um Menschen, die entweder erhebliche psychische oder emotionale Defizite haben oder - was aufs Gleiche hinausläuft, aus irgendeinem Grunde Suchende sind, die in der Vergangenheit schwer enttäuscht wurden, ein Trauma zu verarbeiten haben oder dergleichen - was letztlich aufs Gleiche hinausläuft; diese Menschen haben eine temporäre Störung.

    Die Bekehrung erfolgt zunächst allmählich, behutsam, vorsichtig. Schritt für Schritt, sehr langsam wird der "Interessierte" mehr und mehr in die Gemeinschaft hinein und von einem eventuell vorhandenen Freundes- Bekannten und Familienkreis weggezogen.

    Methoden sind: die Beanspruchen von Zeit, zunächst für das "Studium", danach für die Zusammenkünfte; dann für die Vorbereitung auf Zusammenkünfte, danach für den "Predigtdienst", dann für die Vorbereitung auf den Predigtdienst; danach für die Einbeziehung in weitere Aktivitäten wie Freiwilligendienste aller Art; falls Kinder vorhanden sind: für die biblische Unterweisung der Kinder etc. etc.
    Auf diese Weise wird der Bekehrte von zunächst 1-2 Std. wöchentlich auf 20 - 30 Stunden wöchentlich kommen.

    Woher nimmt man diese Zeit?

    Man vernachlässigt seine Hobbys, Freizeitgestaltung, Entspannung. Aber: man besucht auch keine Familienfeiern, Geburtstage, Namenstage mehr. Man trennt sich mehr und mehr von allem, was nicht "JZ" ist. Diese Trennung wird um so stärker, als man seine bisherigen Bekannten nun auch bekehren will. Lassen die sich nicht darauf ein, so ist dies der Beweis dafür, dass sie der guten Sache nicht zugänglich, daher von Satans Welt sind: also sind sie zu meiden, wenn man sie nicht bekehren kann.

    Als Ersatz für alles, was man an Freunden, Bekannten, Freuden, Partys, Hobbys bisher hatte: hat man nun die Ersatzfamilie in der kleinen, überschaubaren Gemeinschaft einer Ortsversammlung.

    Es handelt sich hier um eine Zwangsgemeinschaft - ähnlich wie in einer Haftanstalt: um nicht völlig zu vereinsamen, lässt man sich mit den größten Deppen ein - denn es gibt ja nichts anderes. Was noch hinzukommt: jeder Mensch braucht Ansprache, Zuspruch, Nähe, Wärme, Anerkennung. Da man nun den Rest der Welt vergrätzt hat, bleibt einem nur der Mikro-Kosmos der Ortsversammlung.
    (Die Kongresse dienen auch und hauptsächlich dazu, der Gemeinschaft hin und wieder eine große Menge Menschen zu zeigen, um ihnen deutlich zu machen: wir sind ganz viele - Gott segnet uns - du bist nicht allein.
    Als Brautschau-Areal eignen Kongresse sich nur noch bedingt, seit die Gemeinschaftsverpflegung mit den einhergehenden Freiwilligen-Diensten entfallen ist und die Pausen relativ kurz geworden sind.)

    Also: JZ lieben nur sich selbst, weil sie eine elitäre (Zwangs-)-Gemeinschaft sind; Außenkontakte dürfen sie nach Möglichkeit auf freundschaftlicher Ebene nicht haben.

    Und dies macht dann die soziale Erpressung möglich: nachdem man aller Welt erklärt hat, dass sie der Vernichtung geweiht ist, wenn sie nicht bei JZ eintritt, will die einen ja auch nicht unbedingt wiederhaben. Nachdem man niemanden zum Geburtstag einlädt und sich beschenken lässt, aber auch zu keinem Geburtstag geht und gratuliert: gibts auch diese sozialen Kreise nicht mehr.
    Nachdem man sich aus der Familie ausgeklinkt hat und die Weihnachten, Ostern, Silvester und die Geburtstage alleine feiern können: ist man da auch nicht mehr sehr beliebt.

    WO ALSO SOLL MAN DANN NOCH HIN?

    Man muss bleiben - weil dann, wenn man geht, die, die bisher die "Freunde" waren, auch weg sind - man ist von einem Tag auf den anderen total isoliert.

    Hinzu kommt das spirituelle Defizit: das geistliche Denken, die Spiritualität, wird einem, falls man sie je hatte, bei JZ gänzlich abgewöhnt. Man ist zur Selbstfindung nicht mehr in der Lage; man hat es verlernt, seinen eigenen Weg zu gehen. Davor hat man Angst: desorientiert und allein - nun ohne jede spirituelle Grundlage dazustehen. Die wenigsten verstehen, dass sie bei JZ sowohl von der Erlösung Christi als auch von der Gnade des Höchsten in Wirklichkeit ganz weit weg sind - es kann außerhalb der Org nur besser werden.

    Und warum ziehen JZ das so durch?

    - als abschreckendes Beispiel für alle, die meinen, sie könnten sich ungestraft vom Acker machen
    - weil jeder, der sich nicht daran hält, Angst hat, das gleiche Schicksal zu erleiden

    So schließt sich der Kreis der sozialen Erpressung.

    Die pseudo-theologische Begründung ist genauso weit hergeholt wie das Verbot, Geburtstage zu feiern oder Bluttransfusionen als medizinische Behandlung zu akzeptieren - aber JZ glauben alles, was im Wachtturm steht, weil "zweifeln" auch verboten ist.

    Noch mal zusammengefasst: stimmt irgendwas von dem, was ich geschrieben habe, nicht?
    Wirkt das, was JZ mit ihren Leuten machen, so, wie von mir beschrieben?
    Welchen Zweck hat das Ganze?
    Leben JZ christlich, indem sie "dem Überfallenen am Wegesrand helfen"? Nein, das tun sie nicht, denn das wäre ja ein Beitrag zum Funktionieren von Satans Welt und daher aktiver Kampf gegen Gottes Königreich. JZ gehen nur predigen - aus Nächstenliebe - und ächten Ausgeschlossene, um sie - aus Nächstenliebe - wieder in den Schoß der Org zurückzuholen.

    Sie glauben das wirklich! Wenn sie das nicht ganz fest glauben würden, könnten sie so einen Schwachsinn nicht machen. Man muss einen ganz festen Glauben haben, um emotional so abgebrüht, menschlich widersinnig, grausam handeln zu können. JZ können das!

    beste Grüße

    Petrus111

    1. lusan

      Deine Antworten sind mehr als zutreffend. Danke.

    2. Florian

      Mein lieber Petrus 111,

      danke für deinen Kommentar. Mit deinen Ergänzungen zu diesem Artikel hast du wie immer sowas von Recht. Die Frage "wohin soll ich gehen" ist für Zeugen Jehovas existenziell, weil sie müssen einfach bleiben wenn sie nicht totale Isolation von ihren Freunden und Verwanden erlebt wollen.

      Ich selbst habe es erlebt und musste erleben welche Kursen Situationen dadurch entstehen können.

      LG

      Florian

       

    3. BenKenobi

      Petrus111, eine vortreffliche Abhandlung von dem was in der Wt-Firma abgeht. Ich bin immer wieder beeindruckt von Kommentaren die glasklar die wirklichen Sachverhalte beschreiben. Danke für die Zeit und Mühe deines Beitrages.

      LG an alle BenKenobi

    4. Sklave bräuchte Sklaven!

      In der hervorragenden Antwort von Petrus111 stellte er fest:

      JZ behaupten von sich, dass sie die einzig wahren Christen seien; alle außer ihnen hätten keine wahre Liebe untereinander.

      Diese selbstherrlichen JW.org-Leute sollten vom alten Rom lernen:

      Wenn der siegreiche Imperator im alten Rom auf seinem Streitwagen Einzug hielt und die Menschen ihm zujubelten, hatte er auf dem Wagen einen Sklaven hinter sich stehen, der ihm ins Ohr flüsterte:Bedenke, auch du bist sterblich!

      Das war sicherlich der: "...treue und verständige Sklave"

       

  5. Boas

    Jesus sagte einst, ich bin die Tür. Er sagte aber auch, dass er auch der Weg sei. Und so sehe ich, wie viele von Euch nicht nur durch diese Tür voller Hoffnung getreten sind, sondern diesen Weg, "Jesus", entlang wandern. Was wir einst mit Bestimmtheit zu wissen meinten, so hat uns dieser Weg uns eine neue Sichtweise gegeben. Und unser Ausblick durch das Wandern auf diesem Weg wird uns noch viele Offenbarungen schenken. Dem einem früher, dem anderen später.

    Ich sehe mit Freude an den Kommentaren, dass wir als einzelne und als Gemeinschaft von Christen immer mehr einem Voll erwachsenem Menschen gleichen, der keine Muttermilch mehr braucht. Mit Liebe miteinander umgehen, ohne unseren Bruder oder unsere Schwester zu verurteilen, weil sie sich auf dem Weg des Christus an ganz unterschiedlichen Wegpunkten befinden.

    Für Jesus zählt jeder einzelne Mensch, nicht eine spezielle Gruppe, Religion oder Kirche. Er möchte JEDEN retten. Seine wunderbare Zuversicht verheißt er allen, die an ihn glauben. Er ist für mich die Tür, für die ich mich entschieden habe. Und er ist mein Weg. Ein Weg bedeutet nicht Stillstand sondern Bewegung, Veränderung, Lernen und Neues entdecken. Aber auch altes Wissen, wenn es an der Zeit ist, abzulegen und durch Neues zu ersetzen. Der Weg Jesu ist für jeden Menschen anders. Kein Weg ist gleich, der zum Vater führt.

    Und alles wird auf diesem Weg verbunden durch die größte Kraft die es überhaupt gibt; Die Liebe. Und doch ist mir auch bewusst, dass Liebe töten kann. Ich denke an den Film "Green Mile". Die Liebe der beiden Geschwister zueinander wird benutzt, um den Widerstand des Einzelnen zu brechen.

    Auch bei der LK wird die Liebe zu seinen ausgestoßenen, ausgeschlossenen Verwandten, Freunden und Bekannten benutzt. Man meint durch seine Härte seine Liebe zu den Ausgeschlossenen zu demonstrieren. Und Betroffene merken nicht, wie sie die Menschen, die man am meisten liebt, zerstören und geistig getötetet werden. Und sie sich dadurch selbst zum geistigen Mörder machen. Was für ein perfides psychologisches Spiel  der LK.

    Doch nicht mein ist die Rache. Und wer verdient in meinen Augen diese Rache ? Die Liebenden, deren Liebe so scharmungslos ausgenutzt wird? Oder die, die die Liebe in etwas schlechtes verwandeln damit sie sich gegeneinander wendet?

    LG Boas

    1. Ede an BOAS

      Hallo BOAS

      Und alles wird auf diesem Weg verbunden durch die größte Kraft die es überhaupt gibt; Die Liebe.

      (Johannes 13:34-35) 34 Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe, daß auch ihr einander liebt.?35 Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt. . .

      (Galater 5:14) . . .Denn das ganze GESETZ ist in e i n e m Ausspruch erfüllt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

      (Römer 13:8) . . . wer seinen Mitmenschen liebt, hat [das] Gesetz erfüllt. . .

      Was haben sie versäumt?

      (Matthäus 7:21-23) . . .Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.?22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Däm?nen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘?23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

      Sie haben in Jesus Namen viele Machttaten vollbracht, aber sie haben es versäumt ihren Nächsten zu lieben.

      Ede

      1. M.N.

        Gerade Mat 7,21-23 wird von der pharisäerhaft/selbstgerechten WTG als DIE Totschlags-Schriftstelle gegen alle anderen, von ihr in Bausch und Bogen als "Groß-Babylon" verurteilten Religionen geschwungen, Die WTG usurpiert diese Aussage Christi in ihrem eigenen Sinn, indem sie behauptet, nur sie – ZJ – seien die einzigen, die nicht nur "Herr Herr" sagen, sondern wirklich den "Willen Gottes" tun, wobei "Wille Gottes" hier als "Wille der WTG/Wille der 'Leitenden Körperschaft' " zu dechiffrieren ist. Tatsächlich wendet sich Christi Aussage in gleicher Weise gegen die sich in impertinenter Weise ob ihrer vermeintlichen Leistungen und Verdienste selbst lobende WTG (wo 1 Finger auf andere zeigt...) , in der sie diese gegen alle anderen, "bösen falschen Religionen" gerichtet wissen möchte, indem es hier heißt: "Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan?" – "Haben wir nicht pausenlos von Haus zu Haus gepredigt und Bücher und Zeitschriften verbreitet und Königreichs- und Kongresssäle gebaut und alle Menschen dorthin eingeladen und Bethelheime errichtet und zahllose Stunden Freiwilligendienst abgeleistet und 'Höhere Bildung' sowie berufliche Karrieren als unnütz und materialistisch gegeißelt und aufgegeben oder zurückgewiesen, nur um noch mehr 'Vermehrten Dienst' zu verrichten …?"

        Grundsätzlich kann Christi Aussage gerade NICHT im Sinne eines "Beweisens durch Leistung und Werke" verwendet werden, denn Christus verurteilt das bloße, ÄUSSERLICHE Lippenbekenntnis – UNGEACHTET ÄUSSERER WERKE – ohne tatsächlich vorhandenen INNEREN Glauben, durch den ein Mensch zum Christen und damit zu einem "Glied des Leibes Christi" wird.

        Auch betreffs der WTG-seitigen Usurpierung von Joh 13,35 lässt sich so einiges sagen. Grundsätzlich gilt in WTG-Ideologie, dass "Liebe üben = preeedigen", und die WTG gibt diese rein eigenzweckdienlich Bibelverdrehung offen zu, z. B im "Wachtturm" vom 15.8.1994 S. 11 Abs. 1 und 2 - Großschreibung zur Hervorhebung hinzugefügt:

        "WIR SIND zweifellos weltweit FÜR UNSER ÖFFENTLICHES PREDIGEN BEKANNT, sei es von Haus zu Haus, auf den Straßen oder informell. Bei jeder passenden Gelegenheit geben wir uns als Zeugen Jehovas zu erkennen... Tatsächlich kann gesagt werden, daß DER PREDIGTDIENST UNSER MARKENZEICHEN IST (Kolosser 4:6). ...Nur Jehovas Zeugen erkennt man weltweit an IHREM EIFER, bei jeder passenden Gelegenheit anderen IHRE (! nicht die biblische) BOTSCHAFT ZU ÜBERMITTELN. Und sie sind für IHRE ZEITSCHRIFTEN DER WACHTTURM UND ERWACHET! bekannt (Jesaja 43:10-12; Apostelgeschichte 1:8)."

        Aha, sehr aufschlussreich. Straight from the horse's mouth. Werden also laut Jesu eigener Aussage ECHTE Christen, seine "RICHTIGEN" Nachfolger an AGAPĒ, an NT-GEMÄSSER (!) (nicht an rabulistisch umdefinierter) Liebe erkannt ("DARAN werden alle erkennen...", und was eine SOLCHE Liebe in der Praxis bedeutet, wird im NT an diversen Beispielen wie das Gleichnis vom barmherzigen Samariter, oder Aussagen wie jenen in Röm 12,10; 1Kor 13,1-8; 1Thess 4,9.10; Jak 2,15.16; 1Pet 1,22; 4,8; 1Joh 3,11-18.23; 4,12.16-21 u. a. definiert), werden ZJ - abweichend vom christlichen Maßstab - an ihrem org-durchgestylten Hochleistungs-Klinkenputz-Drückerkolonnen-Dogmen- und Produktvertrieb erkannt. Damit klagen sie sich ungewollt selbst des Abweichens vom echt biblisch/christlichen Muster an.

        Innerhalb der WTG gibt es "Liebe" nur zu Bedingungen. Welche das sind macht folgende  Aussage mehr als deutlich - "Tagestext" vom 9.4.2015:

        "Auch für Älteste und Dienstamtgehilfen hat heute Vorrang, was für die Versammlung gut (i. e. für WTG-Interessen nützlich, Anm.) ist, und sie werden DESWEGEN (!!! Nicht, weil sie etwa gute Menschen und Christen sind, Anm.) von ihren Glaubensbrüdern geschätzt."

        Hier erübrigt sich jeglicher weiterer Kommentar.

        Und so nimmt es, was die tatsächlichen Zustände innerhalb der "Einzig wahren Bruderschaft", der "Neue-Welt-Gesellschaft", dem "Geistigen Paradies" anbelangt, nicht wunder, dass es hier angesichts der traurigen Realität gehäuft zu Niedergeschlagenheit, Depressionen, psychischen Problemen u. a. bis hin zum Suizid kommt. Aus aller Welt liegen Erfahrungsberichte sowohl von "treuen" und "vorbildlichen" ZJ als auch von bösen "Aussteigern" vor, die alle übereinstimmend bezeugen: "Die schlimmsten Menschen, die mir jemals begegnet sind, waren 'Zeugen Jehovas', keine 'bösen Weltmenschen' ". Dies führt der WTG vollmundige Behauptung, nur in ihr, nur unter "Jehovas Zeugen" gebe es ein "Geistiges Paradies" und "echte Liebe" ad absurdum. Schönfärberische und die Realität verzerrende WTG-Behauptungen wie die o. a. müssen daher in den Bereich "Wunschvorstellungen und Realitätsleugnung" sowie krasses WTG-Eigenlob verwiesen werden. Es sind solche, reine Idealvorstellungen beschwörenden Behauptungen, die bei vielen ZJ aufgrund ihrer Diskrepanz zur Realität massive kognitive Dissonanzen auslösen.

        Betreffs des vollmundig in die Welt hinausposaunten Anspruches der WTG/der ZJ, die "Einzig richtige Religion" zu sein und sich in einem "Geistiges Paradies" zu befinden, da "nur sie echte Liebe" hätten, weil "nur sie" sich weigern, an Kriegen teilzunehmen und Waffen zu tragen, muss festgestellt werden, dass – neben der Tatsache, dass es auch Angehörige anderer Gemeinschaften gibt, die den Kriegsdienst verweigern – "Liebe auszuüben" sich nicht lediglich darauf bezieht, keine BUCHSTÄBLICHEN Kriegswaffen in die Hand zu nehmen, sondern dass dies auch beinhaltet, das "Schwert der Zunge" (Ps 57,5; 64,3; Spr 12,18; Jak 1,26; 3,6.8) zu beherrschen. Im Lichte des innerhalb der WTG weit verbreiteten Geschwätzes, übler Nachrede/Verleumdung von ZJ gegeneinander und häufig auftretender, heftigster Streitereien, die bereits zur Auflösung ganzer ZJ-Gemeinden führten, darf getrost bezweifelt werden, dass diesem Maßstab entsprochen wird. Darüber hinaus wurden und werden Christen ALLER Denominationen in aller Welt wegen ihres Bekenntnisses zu Jesus Christus und ihrer Friedfertigkeit verfolgt, besonders in muslimischen Ländern, in denen die WTG keinerlei Präsenz hat. Auch – und besonders – viele dieser kleineren und unbekannten Gruppen zeichnen sich durch ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl und den Geist christlicher Liebe aus, den sie allerdings nicht publik machen und "an die große Glocke hängen" wie die WTG ihre angeblichen oder fragwürdigen (d. h. in Eigeninteresse erbrachten) Leistungen und Verdienste; als Beleg hierfür siehe den im Glossar unter "Verfolgung" zitierten Auszug aus Johanna Solfs "Denkschrift über meine Haft".

        Ergo gilt, die sich selbst mit grösster Lautstärke lobhudelnden Selbstlobpreisungen der WTG/der ZJ nicht nur cum granum sale zur Kenntnis zu nehmen, sondern mit Güterzug- und Ozeandampferladungen von Salz. Soviel Salz gibt's im gesamten Universum nicht...

        Gruß,
        M.N

        1. RoKo

          Genau! ZJ sind dafür bekannt, dass sie aus purer "Liebe" lieber Jemanden ausgrenzen und verstoßen, ihn abgrundtiefen Hass zuteil werden lassen und zutiefst ächten, ihn den Tod wünschen und übergeben (den zweiten wie sie selbst sagen, den Inhalt was DAS eigentlich bedeutet muss man wirklich verstehen!), als das sie ihm bereitwillig vergeben, so wie Christus Aussage als Hauptmerkmal echter Christen kennzeichnen sollte. ZJ (wie ich sie kennen gelernt habe und meine letzte Erfahrung zu abgrundtiefer Ächtung ich dazu erst vor 2 Wochen machen musste) "vergeben" nur, wenn der Missetäter ihnen gegenüber vorab bereut. Und eine Missetat ist ein sehr weitläufiger Begriff bei den ZJ... Also Jemanden eine störende Angelegenheit im zwischenmenschlichem Zusammenleben nur dann zu vergeben, die dieser als zwingende Voraussetzung vorab bereut haben MUSS, ist doch kein bereitwilliges Vergeben. Vergeben so wie Christus es lehrte... Das kennzeichnet ebenso diese religiöse Gruppe. Ich muss sagen - leider. Weil sie einem Fanatismus erlegen sind. Rigoros, unduldsam und kompromisslos. Sie tun dies im Wahn und Eifer, um sich selbst als bewährt darzustellen. Nur ist das laut Christus der falsche Weg. LG RoKo

    2. RoKo

      Lieber Boas, und alle Mitleser, mir fiel beim lesen etwas auf was Du benannt hast. Du hast Recht, jeder Christ muss seinen eigenen Weg selbst finden, Jesu Fußstapfen nachzufolgen. Diesen Weg muss man mit eigenen Füßen gehen. Es ist ein persönlicher Weg. Ein Weg hat meist einen Rand, eine Begrenzung hüben und drüben. Es ist also egal, ob man da oder da oder mittig geht. Einer so, ein anderer so.

      Was mir aber auffiel ist das, die WTG nennt oft eine andere Fortbewegung als Jesu nachzufolgen. Sie nennt es Organistion, hebt dies auf die gleiche Stufe mit dem Wagen Jehovas und stützen sich auf Hesekiels Vision zum Wagen JHWHs mit dem "Räderwerk".  Es gibt viele Literatur dazu, ich habe mir mal eine Publikation herausgepickt. WT vom 15.03.1991 https://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1991202

       

      So habe ich mich noch einmal mit dem Wagen und den Rädern beschäftigt. Den Wortlaut der NWÜ kennt jeder. Andere Übersetzungen nennen das mit gleichem Inhalt so: https://www.bibleserver.com/text/ELB.HFA.NLB.EU.MENG/Hesekiel1.16-21

      Die Karikaturen und Vorstellungen zum Wagen selbst https://www.google.de/search?q=Jehovas+Wagen&tbm=isch&tbs=rimg:CROk_1sIXmol0IjjCgHnKV1mGYO1iVKOJBNyoYuD8iVfvCx-BHqj2svbtZp-9vMMWEP0JSkPB_1op-1Cja0-ZuSrez6SoSCcKAecpXWYZgEbdtYOW_1XI3kKhIJ7WJUo4kE3KgR_1fIbomfphu4qEgli4PyJV-8LHxG5-Sgz3lugcyoSCYEeqPay9u1mEf9eTZS_1pAreKhIJn728wxYQ_1QkRixtGAkohvb4qEglKQ8H-in7UKBFl6zaR2p2bKyoSCdrT5m5Kt7PpEcsBkN0CfIo-&tbo=u&sa=X&ved=2ahUKEwiBgsb-1eLdAhVG46QKHXJYCaIQ9C96BAgBEBg  finde ich jetzt nicht verkehrt.

       

      Die Möglichkeiten der Räder stelle ich mir so vor: https://www.youtube.com/watch?v=JshUhgZftEM

       

      Doch mich irritiert die Aussage des Sklaven und die Interpretation, dass der Wagen Jehovas hin und her also im Zick Zak fahren solle und man als Anbeter diesen Richtungsänderungen unbedingt folgen muss um mitzuhalten.

      Auszug aus w91 15. 3. S. 8-13

      5 ...Da die Felgen der Räder „voll Augen ringsum“ waren, schlugen sie nicht blindlings irgendeine Richtung ein. Und die Räder waren außergewöhnlich hoch, so hoch, daß sie mit einer einzigen Umdrehung eine große Strecke zurücklegen konnten. Sie konnten sich gleich den vier Cheruben so schnell wie Blitze fortbewegen.

      6 Noch etwas war ungewöhnlich. In jedem Rad befand sich ein anderes Rad, eines mit demselben Durchmesser, quer in das Basisrad eingefügt. Nur so konnte von den Rädern gesagt werden, daß sie „nach ihren vier entsprechenden Seiten hin“ gingen (Vers 17). Sie konnten augenblicklich die Richtung ändern, weil in jede Richtung eine Seite des Rades wies. Die Räder bewegten sich stets in die Richtung, die die vier Cherube einschlugen. Auf den vier Rädern konnte das Oberteil des Wagens Gottes durch unsichtbare Unterstützung genauso fahren wie ein starkes Fahrzeug, das auf einem Luftkissen über das Wasser gleitet.

      ...

      18 ... Wenn wir weiterhin von diesen mächtigen Dienern Gottes beschützt und geleitet werden möchten, müssen auch wir uns in völliger Harmonie mit dem symbolischen Räderwerk bewegen und mit ihm Schritt halten. Überdies müssen wir als ein Teil der sichtbaren Organisation Jehovas, die sich im Einklang mit dem himmlischen Wagen bewegt, für die Leitung des Geistes Gottes empfänglich sein. (Vergleiche Philipper 2:13.) Als Zeugen Jehovas müssen wir uns in dieselbe Richtung bewegen wie der himmlische Wagen; wir dürfen uns ihm keinesfalls widersetzen. ...

      21 ... Es ist eine feste Ordnung, zu der das persönliche Bibelstudium gehört, der Besuch der Versammlungszusammenkünfte und das regelmäßige Predigen der guten Botschaft vom Königreich; eingeschlossen ist auch, daß sie die Eigenschaften der himmlischen Organisation Gottes widerspiegeln. Diese feste Ordnung hilft ihnen, der Leitung der himmlischen, wagenähnlichen Organisation Jehovas zu folgen. Wenn wir in dieser Weise vorangehen, werden wir unser Ziel erreichen...

       

      Ich las nun noch einmal  Hes 1:17. Mir erschließt sich die Erklärung so nicht. Sind damit tatsächlich Richtungsänderungen gemeint? Wendungen die den Wagen ohne Lenkbewegungen in seiner Richtung führen, den Weg verändern? Denn so suggeriert es seit jeher die WTG (vielleicht um ihre stets wechselnden Kursrichtungen erklären zu können).

      Hes 1:17: So konnten sie sich in alle vier Himmelsrichtungen bewegen, ohne sich dabei umzudrehen.

      Ich denke nun in meinen Überlegungen nicht, dass Gottes Wagen die Richtung ändert. Warum? Seine Wegrichtung ist stets gleich. Gott ändert nie seine Werte, seine Maßstäbe, seine Ansicht, seine Richtung.

      Ich denke an etwas anderes und versuche dies mal zu erläutern. Ein solches Rad wie beschrieben hat physikalisch betrachtet besondere Eigenschaften und Funktionen, die der Mensch seit Entdeckung dieser Funktion selbst in der Schiff- und Luftfahrt verwendet und sie wichtige nautische Instrumente wurden. Was das ist kann man im Internet unter dem Stichwort Kreiselkompass, Gyroskop und künstlicher Horizont suchen.

      https://www.youtube.com/watch?v=oj7v3MXJL3M#t=1m48s

      https://www.youtube.com/watch?v=T7kbn_PLuF0

      Ich denke die Richtungsbeihaltung bei allen äußeren Einflüssen auf den Wagen Jehovas, drehen, neigen, kippen, wenden ist die bedeutendere Funktion solcher Räder. Und die Augen herum an den Rädern erfüllen ebenso die Bedeutung der Sicht um den Wagen herum zur Position und wenn man so will zur Korrektur. Der Wagen bleibt immer gerade und Linientreu, egal wie sich der Boden bewegt. Das ist meine Interpretation.

      Das ist jedoch allein Gottes Wagen. Eine wagenähnliche Organisation wie im WT benannt ist m.E. nicht gegeben. Gott würde Menschen nie dazu verleiten, einem gesteigerten Tempo Schritt halten zu müssen oder Gefahren aussetzen, dass seine Anbeter vom Wagen überrollt werden. Solche Aussagen schüren nur Angst und stehen mit den Kernaussagen der Bibel überhaupt nicht im Einklang. Sie dienen eher der Rechtfertigung im Klamauk der JW.org.

      Wollte ich mal einwerfen, fiel mir beim Lesen von Boas Kommentar zum Weg ein.

      LG RoKo

       

  6. ULLA

    Hallo Bernhard Schüler,

    Christen SIND WELTWEIT ORGANISIERT, aber nicht durch eine Kirche oder Organisation, sondern GEISTIG durch Jesus Christus und seine heiligen Engel. Sagte er nicht: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ICH MITTEN unter euch."? Oder "Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten...Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist." Mat. 28  HFA

    Noch immer läßt Jesus Weizen und Unkraut nebeneinander wachsen, Menschen sind nicht in der Lage, die enorme Aufgabe des Überblicks weltweit zu meistern...das sieht man in der Religionsgeschichte traurigerweise immer wieder..."Es steht nicht bei dem Manne, auch nur SEINEN eigenen Schritt zu richten..." Deshalb wird das Werk von einer "höheren" (buchstäblich wie übertragen) Position aus geschehen. Das ist doch prima! Dieser Verantwortung kommt allein Christus mit Hilfe seiner heiligen Engeln nach, die seinen Willen ausführen werden. Nirgens in der Bibel ist von einer Kirche oder Organisation die Rede, die Christi Werk WELTWEIT in die eigenen Hände nehmen soll!

    Nix von wegen dauerhafte Schuldgefühle haben wegen "Blutschuld" an den Händen, wenn ich jetzt eine Gelegenheit zu predigen versäumt habe (was ja für die Verlagsgesellschaft JWOrg. nur Mitgliederwerben bedeutet).

    WIR als einzelne haben schon genug zu tun unser Bekenntnis zu Christus im Alltag zu halten und unsere Hoffnung zu erklären, wenn jemand einen Grund dafür verlangt. Jeder einzelne Christ ist ein Verwalter des Glaubens.

    Kürzlich sah ich im Fernsehen, wie ein Psychologe den Weg des politischen Machtmissbrauchs erklärte: Anfangs bemühe sich der Mensch, für seine Mitmenschen zu handeln, doch je größer die Karriere und Machtbefugnis, umso mehr driftet er von der Realität ab.

    Und kann am Ende durch seine eigene Selbstverliebtheit und den Machtrausch, von dem er besessen ist, nicht mehr kontrollieren. Ja, es steht nicht bei dem Manne...auch nur seinen eigenen Schritt zu lenken....Wie wahr! Sieht man in allen Bereichen zur Genüge! Politik, Wirtschaft, Religionen...

    Heb. 12:1, 2 fordert unsere geistige Vorstellungskraft heraus, an nun schon verstorbene oder noch lebende Streiter des Glaubens zu denken: "Da wir nun so viele Zeugen des Glaubens UM UNS haben...lasst uns... nicht nach links oder rechts schauen, sondern allein auf JESUS." HFA

    LG Ulla

     

  7. Alex

    Haha, des stimmt , geh seit 12 Jahren nicht mehr in die "Versammlung" und bin regelrecht froh, daß die einen riesen Bogen um mich machen, keine Einladungen mehr, hab jetzt richtig viel Zeit für Bibelstudium

     

    Alexander Kirsch , Oberland

    1. Bernhard Schüler

      Hallo Alex,

      ideal wäre es, wenn sich alle Menschen, die die Bibel ernsthaft erforschen, weltweit organisieren und miteinander kommunizieren könnten, ohne kirchliche Diktatoren, die bestimmen wollen, wie genau die Bibel interpretiert werden muss. Denn unter kirchlichem Dogma und einer Diktatur kann es keinen Fortschritt in der biblischen Erkenntnis geben.

      Liebe Grüße von Bernhard

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