Die Gitterstäbe, aus denen der goldene Käfig ist

 

Durch welches Tor muss man gehen, um die Organisation zu verlassen?

Christen, die einer Religionsgemeinschaft angehören, benennen ihre Religionszugehörigkeit meistens mit der Nennung ihrer Kirche: „ich bin evangelisch“; „ich bin katholisch“ oder „ich bin neuapostolisch“. Zeugen Jehovas sagen auf Nachfrage: „ich bin Zeuge Jehovas“.

Die Christenheit im allgemeinen erklärt, sie gehöre dieser oder jener Kirche an; Zeugen Jehovas erklären, sie gehören „zur Organisation“. „Die Org“ ist ein Begriff und das gibt dann eine Zugehörigkeit, aber auch Treue und Loyalität „zur Organisation“.

Das wird an dieser Stelle und zuerst ausgeführt, um sich damit zu befassen, was die Menschen in der Religion der Zeugen Jehovas hält und was sie hindert, diese Religionsgemeinschaft möglicherweise zu verlassen. Ein Zeuge Jehovas wird auf Nachfrage normalerweise erklären, dass er seiner Religionsgemeinschaft nach einem ausführlichen Studium der Bibel folgt und das ihn die Liebe zu Gott motiviert, sich für „die Organisation“ einzusetzen; dies versteht ein Zeuge Jehovas als Gottesdienst, weil er sich als „Teil der von Gott geleiteten Organisation“ sieht.

Wir wollen uns dem Thema jedoch einmal von der soziologischen Seite nähern:

Nach der Theorie der „Maslowschen Bedürfnispyramide“ hat der Mensch physiologische Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken und Schlafen. Danach kommen seine Sicherheitsbedürfnisse; hier gibt es natürlich Überschneidungen: ein Schlafplatz allein ist notwendig; dieser sollte aber auch sicher sein. Dann folgen die sozialen Bedürfnisse. Hierzu gehört der Wunsch nach Freundschaften, sozialen Kontakten. Auf die sogenannten „Individualbedürfnisse“ folgt der Wunsch nach Selbstverwirklichung.

Erst in der Erweiterung dieser Theorie sah Maslow die sogenannte „Transzendenz“, also die Suche nach Gott.

Nach der Theorie müssen erstgenannten Bedürfnisse weitgehend erfüllt sein, damit der Mensch sich der jeweils höheren Stufe seiner Bedürfnisse in der „Bedürfnispyramide“ zuwenden kann. Es gibt aber natürlich Überschneidungen; das Modell soll lediglich eine Klassifizierung von Bedürfnissen erlauben und es ermöglichen, diese im Verhältnis zueinander zuzuordnen.

Nach einer anderen theoretischen Darstellung hat jeder Mensch das Bedürfnis nach eigener Integrität, also nach Schutz, Anerkennung und Zugehörigkeit. Wird eines dieser Bedürfnisse stark vernachlässigt, so führt dies zu psychischen Problemen, der Betroffene ist anfällig für radikale oder fundamentalistische Gruppen, die das Defizit beheben.

Das Bedürfnis nach „Schutz“ ist auf der zweiten Stufe der Maslowschen Bedürfnispyramide angesiedelt, das Bedürfnis nach Zugehörigkeit ist auf der dritten Stufe, den sozialen Bedürfnissen angesiedelt. Das Bedürfnis nach Anerkennung ist ein „Individualbedürfnis“; das ist auf der vierten Stufe der Bedürfnispyramide.

Man erkennt, dass die Modelle sich ergänzen: während Maslow meint, das die Bedürfnisse eine gewisse Rangfolge haben, sieht die Theorie über die „Integrität“ drei Grundbedürfnisse nebeneinander, die alle gleich wichtig sind; ist eines davon unterdurchschnittlich befriedigt, kommt es zu Störungen.

Ein Zeuge Jehovas hat jedoch auf seine Bedürfnislage eine andere Sicht: angesichts des nahe bevorstehenden Gerichtstages, so wird ihm intensiv beigebracht und vermittelt, sind die eigenen Bedürfnisse – beginnend bei den Grundbedürfnissen – hinten an zu stellen. Die Religion – eigentlich die höchste Stufe der Bedürfnispyramide – nimmt die Rolle wahr, alle natürlichen Bedürfnisse ihrer Angehörigen ad adsurdum zu führen.

Dies lassen wir ebenfalls so im Raum stehen – wir hinterfragen nicht, ob dies seine theologisch/religiöse  Berechtigung hat oder nicht. Was aber passiert, wenn ein Zeuge Jehovas deutliche Zweifel an seiner Religion hat und die Religionsgemeinschaft verlassen will?

Dafür muss man folgendes wissen: Jehovas Zeugen sehen sich selbst als die einzig wahre Religionsgemeinschaft an. Es gehört zu ihrer Doktrin, Menschen außerhalb ihrer Religionsgemeinschaft sozial zu meiden, da diese für ihre Religionsausübung hinderlich sind.  Theologisch begründen sie dies damit, dass alle Menschen außerhalb ihrer Religionsgemeinschaft zu „Satans Welt“ gehören, die „Gottes Königreich“ nicht anerkennt. Sie sehen die nahe Vernichtung aller gottlosen Menschen und halten alles außerhalb ihrer eigenen Religionsgemeinschaft für böse, satanisch, schlecht und der Vernichtung geweiht. Die Institutionen und Vereinigungen, die das menschliche Leben auf staatlicher und nichtstaatlicher Ebene strukturieren und organisieren und die kollektiven Bedürfnisse der Menschen befriedigen, wirken aus ihrer Sicht direkt gegen Gott.

Du hältst das für übertrieben und glaubst nicht, das Zeugen Jehovas so „ticken“? Wir zitieren aus dem Buch: „Frieden und Sicherheit – wie wirklich zu finden“ von 1986:

Kap 11 Abs. 26

„Einige mögen einwenden: „Aber viele Organisationen der Welt tun Gutes, arbeiten zum Schutz und für die Gesundheit, die Bildung und die Freiheit des Volkes.“ Es stimmt, daß gewisse Organisationen einige wenige Schwierigkeiten, unter denen das Volk zu leiden hat, vorübergehend beheben. Doch sie sind alle ein Teil der von Gott entfremdeten Welt. Und sie veranlassen die Menschen, ihre Aufmerksamkeit auf den Fortbestand des gegenwärtigen Systems der Dinge zu richten. Keine dieser Organisationen befürwortet Gottes Regierung über die Erde — das durch seinen Sohn regierte Königreich. Übrigens mögen selbst Kriminelle Kinder aufziehen, für sie sorgen und wohltätige Werke für ein Gemeinwesen tun. Würden aber diese Dinge es rechtfertigen, kriminelle Organisationen auf irgendeine Weise zu unterstützen? (Vergleiche 2. Korinther 6:14-16.)“

Den Mitarbeiter beim Roten Kreuz, den Feuerwehrmann, den Polizisten vergleichen Zeugen Jehovas mit „Kriminellen, die natürlich auch ihre Kinder gut behandeln, was aber ihre kriminellen Taten nicht besser macht und es nicht rechtfertigt, sie deshalb zu unterstützen“.

An dieser Stelle müssen wir konstatieren: es nützt nichts, festzustellen, dass man einen Zeugen Jehovas kennt, der ganz nett sei und mit dem man auch schon mal zusammen Kaffee getrunken hat. Denn gleichzeitig müssen Zeugen Jehovas den Spagat leisten, zum einen ihren Lebensunterhalt zu verdienen, sich also sozialen Kontakten in der Arbeitswelt auszusetzen und zum anderen, genau den Umstand, dass sie alle Andersgläubigen meiden, so zu kaschieren, dass sie diese nicht vor den Kopf stoßen und daher in der Lage sind, die Menschen im Rahmen ihrer Missionstätigkeit im „Predigtdienst“ an den Haustüren und in der Öffentlichkeit anzusprechen. Dies gelingt ihnen gut: sie mimen den netten Nachbarn von nebenan, ihr sozialer Umgang ist Privatsache und so ist für die Mehrheitsgesellschaft nicht offenkundig, dass Zeugen Jehovas innerhalb ihrer Religionsgemeinschaft eine Parallelgesellschaft aufgebaut haben.

Betrachtet werden soll hier aber die Wirkung nach innen: ein Zeuge Jehovas meidet nach Möglichkeit den gesamten Sozialraum, auch seine andersgläubigen Verwandten; er nimmt nicht an religiösen Familienfeiern teil, auch kennt er keine Geburtstagseinladungen oder gesellige Anlässe zum Jahreswechsel. Im Rahmen seiner Missionstätigkeit hat er seinen Mitmenschen erklärt, dass sie in Kürze die Vernichtung zu erwarten haben, wenn sie nicht zu der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas konvertiert, sich also „Gottes Organisation“ anschließen.

Verlässt ein Zeuge Jehovas seine Religionsgemeinschaft, so hat dies die Ächtung durch die Angehörigen der Gemeinschaft zur Folge. Ausdrücklich betrifft dies auch die Familienangehörigen.

Für alle, die diese Religionsgemeinschaft nicht kennen: „Ächtung“ bedeutet, dass es den Angehörigen der Religionsgemeinschaft verboten ist, einen ehemaligen Zeugen Jehovas auch nur zu grüßen. Der ehemalige Glaubensbruder wird behandelt wie Luft. Wer dies missachtet, läuft Gefahr, selbst ausgeschlossen und geächtet zu werden.

Bekanntschaften und Freundschaften sind von heute auf morgen auf Eis gelegt – sie existieren ab sofort nicht mehr. Kinder meiden ihre Eltern; Eltern meiden ihre Kinder. Enkel dürfen nicht mehr zu Oma und Opa, sei es, weil die Kinder bei Jehovas Zeugen ausgeschieden sind oder weil die Eltern dort exkommuniziert wurden.

Es gibt 5 Wunden der Seele, die Narben hinterlassen:

  • die Erniedrigung
  • die Enttäuschung
  • die Gleichgültigkeit
  • der Verrat
  • der Verlust

Die Erniedrigung ist eine Verletzung des Selbstwertgefühls; das Selbstwertgefühl ist auf der vierten Stufe der Bedürfnispyramide unter den „Individualbedürfnissen“ zu finden.

Die Enttäuschung ist eine Verletzung sowohl der Sicherheitsbedürfnisse, wenn jemand sich auf etwas verlassen hat und sich dementsprechend sicher fühlte; es ist aber auch eine Verletzung der sozialen Bedürfnisse, weil die Enttäuschung auf zwischenmenschlicher Ebene stattfindet.

Ebenso verhält es sich mit der Gleichgültigkeit: eben noch glaubte man, einen Stellenwert zu haben, eine Rolle zu spielen, Bedeutung im sozialen Gefüge zu haben, um festzustellen, dass all das nicht mehr der Fall ist: man ist den anderen egal.

Sich verraten zu fühlen berührt das Bedürfnis nach Sicherheit, es verletzt natürlich auch das Selbstwertgefühl als „Individualbedürfnis“.

Verliert man Liebgewonnenes oder Wertvolles, so kann dies alle Bereiche der menschlichen Bedürfnisse bis hin zu den Grundbedürfnissen betreffen.

Wir wollen uns an dieser Stelle nicht mit dem Verfahren beschäftigen, das Jehovas Zeugen im Rahmen ihres sogenannten „Rechtskomitees“ betreiben. Dieses Verfahren ist in einem Druckwerk festgelegt, welches den Mitgliedern der Glaubensgemeinschaft nicht zur Verfügung steht; es steht lediglich den „Ältesten“ der Ortsversammlungen zur Verfügung.

Man kann aber folgendes feststellen: im ersten Jahrhundert entstand die Christenheit. Aus der Urchristenversammlung entstand eine Weltreligion, die sich aufgrund von Unterschieden in den Auffassungen bald in zahlreiche Richtungen aufspaltete. Über die Evangelien und die Apostelgeschichte sowie die Apostelbriefe im neuen Testament wissen wir einiges über die ersten Christen. Die Bibel beendet ihre Beschreibung jedoch im ersten Jahrhundert.

Zeugen Jehovas sprechen allen bekennenden Christen das Christsein ab. Wer ihrer Glaubensgemeinschaft einmal beigetreten ist und sie danach wieder verlässt, gilt als „abtrünnig“, unabhängig davon, ob er sich danach als „freier Christ“ sieht, sich einer anderen christlichen Religionsgemeinschaft anschließt oder nur gegen die Regeln der Gemeinschaft so verstoßen hat, dass man ihn exkommuniziert.

Was macht das nun mit dem so Geächteten?

Bedenken wir: Als Zeuge Jehovas ist man in seiner Religionsgemeinschaft – und so weit wie möglich „kein Teil der Welt“, wie oben ausgeführt. Man hat somit – das wäre das Ideal der Gemeinschaft – keine „weltlichen Freunde“, wenig Kontakt mit „weltlichen Angehörigen“, so wenig Kontakte wie möglich außerhalb der Religionsgemeinschaft.

Alle bisherigen Freunde, Bekannten und die Verwandten innerhalb der Religionsgemeinschaft strafen den Betroffenen mit Nichtachtung. Sie grüßen ihn nicht mehr, sie meiden den Kontakt, geschweige denn helfen ihm aus einer Notlage. Ächtung ist die höchste Form der Erniedrigung: eine Person wird dadurch zur Unperson.

Das ist das, was mit dem Betroffenen passiert.

Jehovas Zeugen können das

Bedenken wir: Jehovas Zeugen können das. Sie sind emotional dazu in der Lage, in diesem Moment jemanden freundlich anzulächeln und mit ihm umzugehen, um nach einer Bekanntmachung von der Bühne die gleiche Person zu ächten.

Natürlich ist es für einen „Ausgeschlossenen“ enttäuschend, wenn Menschen, um die er sich selbst verdient gemacht hat, ihn aufgrund eines Fehlverhaltens, welches diese Menschen gar nicht direkt betrifft oder aufgrund einer geänderten Überzeugung plötzlich links liegenlassen. An Bekannte und Freunde hat man natürlicherweise Erwartungen. Man meint möglicherweise, diese würden sich dem Ächtungsgebot nach Ausschluss aus der Gemeinschaft nicht anschließen und vielleicht heimlich Kontakt halten, um einen nicht fallen zu lassen, jedoch selbst keine Nachteile zu erleiden. Man wird jedoch feststellen, dass die Meisten sich an das Ächtungsgebot halten.

Das ist das, was mit dem Betroffenen passiert.

Aber bedenken wir: Jehovas Zeugen können das. Sie sind emotional dazu in der Lage, einen Freund einfach fallen zu lassen. Das tun sie von einem Moment zum anderen – die Bekanntgabe eines Gemeinschaftsentzuges oder die Mitteilung: „Bruder xy ist kein Zeuge Jehovas mehr“ reicht dafür aus. Jehovas Zeugen müssen dafür keine Gründe oder Hintergründe kennen. Sie sind ihrer Glaubensgemeinschaft treuer als jedem noch so gutem Freund, den sie in der Gemeinschaft hatten.

Der Betroffene sieht sich somit der völligen Gleichgültigkeit seines gesamten bisherigen sozialen Umfeldes gegenüber. Wurde beispielsweise jemand wegen „Unmoral“ ausgeschlossen, weil man ihm seine Reue nicht geglaubt hat, strebt aber seine baldige Wiederaufnahme an, so wird er weiterhin die Zusammenkünfte besuchen, er wird spät kommen, sich in die letzte Reihe setzen und nach der Zusammenkunft schnell wieder gehen. Es können hundert Menschen um ihn herum sitzen und stehen: sie beachten ihn einfach nicht. Sie sehen ihn nicht an, sie grüßen ihn nicht, sie geben ihm nicht die Hand – während sie sich aber miteinander rege vor und nach dem Gottesdienst unterhalten, scherzen, plaudern und sich zu Freizeitaktivitäten verabreden.

Das ist das, was mit dem Betroffenen passiert.

Aber bedenken wir: Jehovas Zeugen können das. Sie sind emotional dazu in der Lage, einen Menschen, mit dem sie noch gestern normal umgingen, der sich mit ihnen im gleichen Raum aufhält, wie Luft zu behandeln – oder: noch weniger, denn Luft atmet man ja ein und aus und braucht sie zum Leben.

Verrat ist ein besonders schwerer Vertrauensbruch, der die angenommene Loyalität verletzt. Ein Zeuge Jehovas, der sowohl Familie als auch Freunde in der Glaubensgemeinschaft hat, vertraut natürlich auf die Freundschaft und die Loyalität dieser Menschen. Wird er aber ausgeschlossen oder tritt selbst aus der Gemeinschaft aus, wobei es weder mit seiner Familie noch seinen Freunden einen sachlichen Zusammenhang gibt, so verweigern diese Menschen ihm jegliche Loyalität – sie lassen ihn einfach fallen. In dem Moment, wo das Urteil durch das geheim tagende „Komitee“ gesprochen und am kommenden Freitag der Versammlung verkündet wurde, kennen diese Menschen ihn nicht mehr.

Das ist das, was mit dem Betroffenen passiert.

Aber bedenken wir: Jehovas Zeugen können das. Sie sind emotional dazu in der Lage, eine Freundschaft einfach aufzukündigen. Sie sind nicht persönlich betroffen; der Freund hat ihnen nichts getan. Nur aufgrund der nun fehlenden Zugehörigkeit zur eigenen Religionsgemeinschaft lösen sie nicht nur die Freundschaft, sondern lassen den Betroffenen in jeder Beziehung im Stich.

Familienangehörige, also Eltern zu Kindern, Kinder zu Eltern, Onkel und Tanten zu Nichten und Neffen verhalten sich genauso. Und das bemerkenswerteste: leben minderjährige ausgeschlossene Kinder im Haushalt ihrer Eltern, so werden diese weiter für sie sorgen, mit ihnen aber „keine geistige Gemeinschaft“ haben. Ziehen die Kinder jedoch aus dem gemeinsamen Haushalt aus, so werden sie geächtet.
Stellen wir uns vor: die 16-jährige Annika ist schwanger; sie bekommt ein Kind. Sie will sich nicht von ihrem Freund trennen; sie kann aber auch nicht mit ihm zusammenziehen. Da sie sich von ihrem Freund nicht trennt, ihn aber auch nicht heiratet, wird sie ausgeschlossen. Die Eltern – und zum Kind von Annika die Großeltern sorgen für Tochter und Enkelkind, da sie in ihrem Haushalt leben.

Annika wird nun 18 Jahre alt und zieht in eine eigene Wohnung. Ab diesem Zeitpunkt haben die Eltern weder Kontakt zu ihrer Tochter noch zu ihrem – in Sippenhaft genommenen – Enkelkind.

Der Gemeinschaftsentzug von Zeugen Jehovas führt beim Betroffenen zu größten Verlusten. Sämtliche sozialen Kontakte sind von einer Sekunde auf die andere verloren. Hilfsgemeinschaften, in denen man sich gegenseitig unterstütze, indem man beim Umzug half, beim Renovieren unterstützte, auf die Kinder aufpasste, sind von einem Tag zum anderen zerstört. Man verliert sein gesamtes soziales Umfeld.

Das ist das, was mit dem Betroffenen passiert.

Aber bedenken wir: Jehovas Zeugen können das. Sie sind emotional dazu in der Lage, einem Mitbruder oder eine Mitschwester auf Zuruf diesen Verlust zuzufügen. Sie sind aber auch in der Lage, von einem Tag auf den anderen auf einen Freund zu verzichten, weil dieser nicht mehr in ihrer Glaubensgemeinschaft ist.

Zusammenfassend stellen wir fest: jeder Mensch hat gewisse Bedürfnisse. Diese physischen und psychischen Bedürfnisse werden von Zeugen Jehovas systematisch kanalisiert; die Mitglieder werden angehalten, diese nur innerhalb der eigenen Glaubensgemeinschaft zu befriedigen. Es wird dadurch eine Abhängigkeit hergestellt, die eine Abkehr von der Gemeinschaft praktisch unmöglich macht, ohne einen totalen psychischen Kollaps zu erleiden. Zeugen Jehovas – je strenger sie ihren Glauben leben, befinden sich in einer Parallelgesellschaft, die ihr Bedürfnis nach Integrität durchaus befriedigt, aber sie sind sozial so isoliert, dass sie die Gemeinschaft nicht verlassen können, ohne ihre Integrität von einem Tag zum anderen völlig zu verlieren und allein und isoliert darzustehen.

Wir haben uns in diesem Artikel nicht mit den Glaubenslehren und den Hintergründen der Religion, irgendwelchen theologischen Herleitungen oder dergleichen befasst.

Wir haben lediglich dargestellt: als Zeuge Jehovas befindet man sich in einem geschlossenen Sozialraum – die Begrenzung erfolgt durch die Androhung des „Gemeinschaftsentzuges“, der denjenigen tief ins Mark trifft, je mehr und intensiver er mit seiner Religionsgemeinschaft verwoben ist. Spielt Familie eine Rolle, weil viele Verwandte auch zur Gemeinschaft gehören, ist es noch viel schlimmer für den Betroffenen.

Und: Jehovas Zeugen können das. Normal konditionierte Westeuropäer haben über ihre Erziehung und Bildung – ohne religiösen Hintergrund – ein Mindestmaß an Anstand und Mitmenschlichkeit, das sie daran hindert, ihre Mitmenschen emotional zu verletzen. Bei Zeugen Jehovas ist es aber anders. Sie sind so konditioniert, dass sie genau das auf Befehl können und auch tun. Sie verfahren so mit ihren besten Freunden und mit ihren liebsten Familienangehörigen.

Uns fehlt das Fachwissen, dies psychologisch zu erklären; wir haben aber die Erfahrung, dass es in der Gemeinschaft genau so ist und genau so funktioniert.

Das ist – wenn man es sich einmal klarmacht, einfach gruselig.

Diese Darstellung war theoretischer Natur. Ich habe in 30 Jahren der Zugehörigkeit zur Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas viele emotional grausame Szenen erlebt, die wirklich skurril anmuteten, wäre es nicht so traurig gewesen. Und ich habe selbst den Ausstieg hinter mir – und zwar sowohl die „schnelle Variante“ als auch einen etwa einjährigen Prozeß, so dass meine Freunde und Bekannten tatsächlich informiert waren und sich ein Bild machen konnten. ALLE kannten den im Raum stehenden theologischen Konflikt; als mein Ausschluss bekanntgegeben wurde, haben allerbeste Freunde, die mich in Kenntnis der Problematik 14 Tage vorher zum Essen eingeladen hatten, um mich in meiner Auffassung umzustimmen, mich und meine nicht vom Ausschluss betroffene Familie von einem Tag zum anderen gemieden.

Ich persönlich verstehe jeden, der aus diesem „Käfig“ nicht rauskommt, weil er die ihn erwartenden seelischen Verletzungen einfach nicht aushält.

Ich selbst habe mir allerdings nach meinem Ausstieg auch klar gemacht, dass ich in all den Jahrzehnten allein durch meine Mitgliedschaft eine Organisation unterstützt habe, die genau so mit ihren Mitgliedern umgeht, wie es oben beschrieben wird. Obwohl ich mich gegen Freunde und Bekannte nicht an das Ächtungsgebot gehalten habe und es heimlich aktiv unterlaufen habe, habe ich es doch mitgetragen als Mitglied der Glaubensgemeinschaft.

Es gibt ausführliche theologische Abhandlungen darüber, dass das Ächtungsgebot Ausgeschlossener religiös nicht zu rechtfertigen ist. Darauf geht diese Abhandlung nicht ein.

Sie benennt einfach, was Zeugen Jehovas tun, wie es wirkt und was es mit den Menschen macht.

Dies mag bereits ausreichen, Menschen dafür zu sensibilisieren, sich zu fragen, ob sie in diese Religionsgemeinschaft eintreten oder ob sie weiterhin eine Gemeinschaft tragen wollen, bei der der „Käfig“ aus Gitterstäben seelischer Grausamkeiten besteht, die die Mitglieder der Gemeinschaft daran hindern, diese zu verlassen.

 

Mag ich nicht (112)

46 Kommentare zu “Die Gitterstäbe, aus denen der goldene Käfig ist

  1. ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ

    Zu der "Frage zum Thema Diskriminierung der Frau bei ZJ" gibt es sehr gute, biblische Antworten. Dabei gilt es jedoch, die Zeichen der Zeit, in ihre beste Position einzuordnen. Notwendig ist dabei auch die Frage: "Wie würde Jesus, wenn er heute unter uns wäre, diese oder jene Situation betrachten, bzw. handhaben?"

    Ob es sich nun um Röcke, Hosen, Krawatte (oder Propeller), transparente Blusen oder die Haare handelt, muss den jeweiligen Umständen bestens angepasst werden. Diverse Bibeltexte lassen sich immer wieder "zurecht biegen" - ganz nach Zweckbestimmung des Meinungs-Halters.

    Einige Beispiele dazu:

    1. Petr. 3:3 - 5 (NGÜ)

    »Eure Schönheit soll nicht darin bestehen, dass ihr euer Haar aufwändig frisiert, Goldschmuck anlegt und kostspielige Kleider tragt. Das sind alles nur äußere Dinge.
    Sie soll vielmehr von innen kommen und ein Ausdruck eures Lebens mit Christus sein, das den Blicken der Menschen verborgen ist. Ein freundliches und ausgeglichenes Wesen ist etwas Unvergängliches und ist die Art von Schmuck, die in Gottes Augen einen unvergleichlichen Wert hat. Auch die Frauen aus früherer Zeit, die ein geheiligtes Leben führten und ihre Hoffnung auf Gott setzten, schmückten sich auf diese Weise, und dazu gehörte für sie, dass sie sich ihren Männern unterordneten.«

    "Früher gab es einen Kaiser, der hiess Wilhelm. Heute gibt es nur noch Wilhelm". Dieser Spruch ist bekannt nicht wahr? Liebe ältere Frau (ebenfalls ettliche Jüngere): wie ist das so mit euch und eurem Friseur? Das kostet sehr viel Zeit und Geld; das muss unter allen Umständen in die JW.ORG investiert werden! Und zu dem Petrus-Text kommt - oh Schreck! - das Unterordnen der Frau! Wow... Jetzt kann's weh tun, nicht wahr?

    Wie war/ist das nun mit langem, bzw. kurzem Haar? Stell dir dazu die folgende Situation aus Joh. 12:3 vor und frage dich: Wie kann das heute überhaupt praktiziert werden?

    »Da nahm Maria ein Pfund Salböl von echter, sehr kostbarer Narde und salbte die Füsse Jesu und trocknete seine Füsse mit ihren Haaren. Das Haus aber wurde von dem Geruch des Salböls erfüllt.«

    Einen sehr guten Referenztext bietet Apo-Paulus uns allen auch noch an mit 1.Kor. 11:14 - 16:

    »Und lehrt euch nicht selbst die Natur, dass, wenn ein Mann langes Haar hat, es eine Schande für ihn ist,
    wenn aber eine Frau langes Haar hat, es eine Ehre für sie ist? Denn das Haar ist ihr anstatt eines Schleiers gegeben.
    Wenn es aber jemand für gut hält, streitsüchtig zu sein, so soll er wissen: wir haben eine derartige Gewohnheit nicht, auch nicht die Gemeinden Gottes.«

    Bei der Betrachtung der Kleidung (der Mode generell) und denFrisuren, sehen wir diverse Zeitdurchläufe - in sämtlichen Ländern. Da war amoi die "Bartsache", der Minirock, der Bikini, die Freizeitgestaltung, die "68er" Jahre, etc... Manche Männer haben gar keine Haare mehr - was gilt da nur für diese lt. JW.ORG? Die haben bestimmt eine passende Regel hierfür gebastelt.

    Gab Jesus (ebenso die Apostel) wohl seine/dessen Anweisungen nur für seine/ihre Region? Kulturelle Unterschiede, Situationsanpassungen und neue Gewohnheiten haben wohl eher Regie geführt, als die "Befehle einer JW.ORG, bzw. LK.

    Paulus komplettiert diesen Kommentar von mir mit Eph. 4:23.

    »Ihr wurdet gelehrt, euch in eurem Geist und in eurem Denken erneuern zu lassen!«

    Blühende Grüsse des neuen Frühlings von
    @THALJA

  2. Johnny

    Eine Frage zum Thema Diskriminierung der Frau bei ZJ: Gibt es noch immer die Empfehlung, dass Frauen lieber Röcke statt Hosen tragen sollten? - oder ist das Schnee von gestern?

    Wie wird das aktuell gehandhabt?

    1. RoKo24

      Hallo? Hosen? Geht gar nicht! Wo denkst Du hin? Das ist Uni-Sex Kleidung! "Gottes Anweisung zeigt klar, dass ihm Kleidung missfällt, die Männer wie Frauen und Frauen wie Männer aussehen lässt oder durch die die Geschlechter kaum mehr voneinander zu unterscheiden sind."

      Mir letztbekannter Arikel dazu wurde im WT 2016-05-26 behandelt:

      3 Gottes Gesetz enthielt zum Beispiel Bestimmungen, die die Israeliten vor der offen praktizierten Unmoral der Nachbarnationen schützten. Das Gesetz ließ darauf schließen, wie sehr Jehova Kleidung verabscheut, bei der die Geschlechtergrenzen verschwimmen — was heute auch als Unisex-Mode bezeichnet wird. (Lies 5. Mose 22:5.) Gottes Anweisung zeigt klar, dass ihm Kleidung missfällt, die Männer wie Frauen und Frauen wie Männer aussehen lässt oder durch die die Geschlechter kaum mehr voneinander zu unterscheiden sind.

      ...

      20 Die Wahl unserer Kleidung sollte nie dazu führen, dass andere meinen, wir seien keine Anbeter Jehovas. Für unsere Glaubensbrüder und auch für andere sollte es offensichtlich sein, dass wir unseren gerechten Gott würdig vertreten. Er hat hohe Maßstäbe und wir strengen uns gern an, sie widerzuspiegeln. Brüder und Schwestern sind zu loben, die durch ihr Äußeres und ihr gutes Verhalten die lebensrettende Botschaft der Bibel für aufrichtige Menschen anziehend machen sowie Jehova verherrlichen und erfreuen. Wenn wir weise Entscheidungen in Bezug auf Kleidung treffen, ehren wir bestimmt weiter denjenigen, der sich selbst mit „Würde und Pracht“ kleidet (Ps. 104:1, 2).

      https://www.jw.org/de/publikationen/zeitschriften/wachtturm-studienausgabe-september-2016/ehrst-du-gott-mit-deinem-kleidungsstil/

       

      Wiederholung im Arbeitsheft: Unser Leben und Dienst als Christ im Juli 2017

      Was möchte Jehova?
       

      Unterhaltung

      Äußeres

      Miteinander

       
      Wie kann ich mich noch besser an Jehovas Maßstäbe halten?
      https://www.jw.org/de/publikationen/jw-arbeitsheft/juli-2017-mwb/programm-fuer-3-9juli/hast-du-ein-herz-von-fleisch/

      was zu beweisen war

      LG RoKo

      1. Johnny

        Danke für deine Mühe, meine Frage zu beantworten, lieber RoKo. Grüße Dich ganz herzlich, Johnny

  3. Martin

    Ergänzend zum Kommentar O.W.Schön

    Jesuiten, Iluminaten, Freimaurer - Ich halte diese geschichtliche Darstellung für hoch interessant und lassen ebenfalls erkennen, welche enormen Ähnlichkeiten zwischen RKK, Jersuiten und der JW.Org bestehen. Ist zwar etwas länger, aber es lohnt sich im Zusammenhang.

    https://youtu.be/MHDhvg0lnhA

  4. Steh auf Männchen

    "Kostenlose Publikationen" will ich dir geben  (30 Jahre Lang)

    will als Gegenleistung nur dein kleines Leben,kleines Leben,kleines Leben. Verzichte doch auf Liebe- Leben -Lachen,wozu brauchst du diese Sachen?

    Ich lehre dich wie dir das Lachen vergeht und trotz flauer Rente mit der                WTG weitergeht.

    Kommt ihr Kindlein " ALLE" ins neue Licht-glaubt den Lügnern draußen nicht.

    VERZICHT - VERZICHT - VERZICHT.

    JA - gehts noch !!

    Hör nicht zu wenn diese Geister rufen-sollen sie doch andere besuchen .

    HE DU DA wach auf !!

    mach die Ohren auf und höre wie sie euch belügen,

    mach die Augen auf und sieh wie sie euch betrügen.         (Lisa Fitz)

    Himmel - Abendbrot und Zwille leg ab die rosarote Brille,

    durch Fragen kommt ihre Lüge ans Licht.

    Wer den Ast absägt auf dem er selber sitzt bricht sich das Genick.

    Warum sehen DASS die 8 heiligen Geister das in Warwick nicht ?

    Sie sägen kräftig weiter und pfeifen das neue Kinderlied

    ooh ihr Fall wird tief -wird tief - soo tief.

    HE DU da draußen steh auf-weck deine eigenen Geister endlich auf!

    Hör auf dein Leben zu verkaufen.

    Hol dir dein Herz zurück, Stück für Stück-bevor es zerbricht.

    Die WTG braucht deine Liebe nicht.

    Biete ihnen die Stirn- " GOTTES WORT " muss in DEIN GEHIRN.

    Sei mutig und stark - es kommen bessere Tage

    NEUES FREIES LEBEN wird dir geschenkt -Jehova lenkt -Jehova lenkt

    Vertrau Jehova u. seinem Sohn im freien Fall  ALLE TAGE !

    Zweifle keinen Millimeter denkt an H E B R Ä E R    13:5

    Ist der Sumpf auch noch so tief-Jehova u. Jesus sehen ALLES u. hilft.

    Beweise ihm dein  Kraft - denn siehe ER hat DICH "SEHR GUT " gemacht.

    Jammer nicht über verlorene Tage/Jahre,

    sie waren mal gut  mal schlecht ohne Frage.

    Jetzt heißt es H E U T E  jeden Tag!

    Das wünsche ich dir und mir alle Tage meines  Lebens.

    Liebe - Lust - Leidenschaft und Lachen und tausend andere schöne Sachen

    sollen jetzt dein Begleiter sein.

    In diesem Sinne beginne jeden Tag mit lachendem Gesicht und sage

    inbrünstig überzeugt ....." IHR kriegt mich NIE mehr nicht !!!

     

  5. Omma@Angelika Hansen

    Liebes Nordlicht,

    wir sitzen hier mit vielen Fragezeichen über unseren Köpfen: "Wo mag dieses "Nordlicht" wohl sein (ihr) Licht leuchten lassen?"

    Wir, die Omma und der Oppa, sind ja auch Nordlichter, wenn du wissen willst, wo wir "leuchten", dann sieh doch mal unter persönliche Kontakte finden, nach.  Wenn du dann die Omma und den Oppa (unter Bezeichnung) gefunden hast, weißt du, wo wir wohnen, und du findest auch unsere Mail-Adresse.  Zum schnelleren finden, kannst du auch diesen Link verwenden:

    http://www.bruderinfo-aktuell.org/index.php/gleichgesinnte-finden/#map1

    Aber jetzt würde es mich interessieren, wo du dein Licht leuchten lässt (natürlich nur, wenn du es sagen möchtst), gerne kannst du es mir über Mail schreiben.

    Man glaubt es gar nicht, wer alles als Nordlichter bezeichnet wird, für uns ist es dann schon der "Süden".   😉

    Ganz liebe Grüße von den "Nordlichtern"  Omma und Oppa

    1. Horst

      Liebe Omma und Opa,

      erlaubt mir zu "Norden" und "Süden" eine kleine Anekdote am Rande: Wir sind Schwaben aus dem Süden und verbrachten einen Urlaub in der Lüneburger Heide. Nach ein paar Abenden in demselben Lokal fragte uns der Wirt, wo wir denn herkämen, da er unseren Dialekt nicht verstand. "Aus Süddeutschland", antwortete ich.  Darauf der Wirt: " Ah, Köln, die Gegend....!"

      Wir lachen heute noch darüber.

      Grüße Euch

      Horst

      1. Omma@Horst

        Lieber Horst,

        danke für deine Anekdote!

        Na dann guts Nächtle ins Schwabenländle.

        Liebe Grüße senden Omma und Oppa

  6. Aesculap

    An O.W.S, Killian und Alle.

    Dieser Gleichnis von „Der verlorene Sohn“ und wie dies bei der WTG praktiziert wird zeigt wie Herzlos, unbarmherzig und kalt vorgegangen wird wenn manche um was für Gründe auch wieder zurückkehren wollen.

    Das läßt deutlich erkennen wie fern diese Herrscher von der Sinn Christie, von Gott entfremdet und auf Abwegen geraten sind. Uneinsichtig und stolz außerdem.

    Der Beschreibung der Führung und alle welche diese folgen und unterstützen sollten doch mal Hesekiel 34 lesen müssen. Weil dar steht genau der Führungsstil diese Führung beschrieben. Auch ist dar kein oder kaum Unterschied zu erkennen mit der Führung von Gottes Organisation während der Lebzeit von Jesus (Jahuscha) auf Erde welche Jesus in ein Gleichnis beschrieben hat von der bösartige Weingärtner in Gottes Weingarten.

    Bei viele (die meisten) welche entweder aussteigen oder Exkommuniziert werden liegt kein Verhalten vor was solches Verhalten rechtfertigt oder hat es an liebevolle Aufmerksamkeit, Begleitung, Hilfe und Barmherzigkeit von Hirten gefehlt. Das in die meisten Fälle der grundläge für diese Ächtung und angebliche Abtrunnigkeit fehlt.

    Wie ging Jesus mit Abtrünnige um....????❓

    die eigentliche Abtrünnige waren eigentlich der damalige LK.  Jesus sprach Klartext zu diese LK und wurde dadurch selbst durch diese Herren und Herrscher gehaßt und als Abtrünnige betrachtet.

    Der Propheten in Alter Zeit ist dies meistens nicht anders gegangen so wie Jesus auch in sein Gleichnis von Gottes Weingarten zum Ausdruck bringt.

    Wie ging Jesus mit diejenige um welche aus der Synagoge ???? geschmissen wurde. Mitunter der von seine Blindheit ???? geheilte man ???? welche für die LK gebeten wurde Zeugnis von sein Situation zu geben. Er wurde aus de Synagoge geschmissen ...

    Wenn Jesus dies hörte suchte er ihm bis er ihm gefunden hatte und machte sich bekannt als diejenige welche ihm geheilt hat.

    Später wurde Jesus selbst durch der LK, welche damals was mehr Autorität und Befugnisse besaßen, als Abtrünnige zum Tode verurteilt in ein Scheinprozess.

    Scheinprozesse welche man auch Heute erleben kann und ich selbst auch erlebt habe bei meine Exkommunikation. Dar paßt nur eine sehr zutreffende Bibelstelle dazu welche hier sinngemäß in eure Kommentare zu entnehmen ist.

    Joh 16: 1-3 ...ich habe diese Dinge zu euch geredet, damit ihr NICHT zum straucheln gebracht werdet. Man wird euch aus der Anbetungsstätten Ausschließen❗️ Ja die Stunde kommt, dar jeder der euch (geistig) tötet, meinen wird er habe Gott ein heilige Dienst erwiesen❗️

    Dies Dinge aber werden sie tun, weil sie weder der Vater noch mich kennengelernt haben‼️

    Traurig aber war..., so läuft es immer noch ab in „Gottes Weingarten“. Natürlich finden diese heutige Winzer noch das sie der fleißige Treue Sklave sind....????

    Aber wie betrachtete Jesus diese Weingärtner welche Ihm und seine Jünger mishandeln ????, missachten demütigen und (geistig) töten und für Tod erklären.

    Mt 25:40 Und der König wird Ihnen erwidern und sagen: Wahrlich ich sage euch: In dem Maße, wie er einem der geringsten dieser meiner Brüder getan habt, habt ihr es mir getan.

    Hes 34... So spricht der souveräne Herr Jahuah: Weh euch❗️Ihr seit die Hirten meines Volkes, aber anstatt für die Herde zu sorgen, habt ihr nur an euch selbst gedacht❗️ Die Milch der Schafe habt ihr getrunken ????????, aus ihrer Wolle habt ihr euch Kleider gemacht und die beste Tiere habt ihr geschlachtet. Aber für ein gute Weideplatz habt ihr nicht gesorgt.

    war ein Tier ???????? schwach, so habt ihr ihm nicht geholfen! War eins Krank, so habt ihr es nicht gepflegt. Wenn eins ein Bein gebrochen hatte, habt ihr es nicht gepflegt.

    Die Verstreuten habt ihr nicht zurückgeholt..., die verloren gegangenen nicht gesucht....! Alle Tiere habt ihr mishandelt und unterdrückt‼️Usw, usw.....

    ☹️????????

     

     

    1. O.W.Schön@Aesculap

      "Another brick in the wall" (Pink Floyd)

      Lieber Aesculap,

      ich stimme deiner Einschätzung voll zu, dass die 8 falschen Christusse aus Warwick "auf Abwege geraten sind, von Gott entfremdet sind, stolz und uneinsichtig." Außerdem setzt du zu Recht ihre Hartherzigkeit und ihre Gefühllosigkeit mit dem Tun und Treiben der Pharisäer gleich, die Jesus Christus buchstäblich aus der Synagoge ausgeschlossen haben!

      Daher mein Fazit, indem ich den Song von Pink Floyd etwas umgetextet habe:

      "We don´t need no Org-education

      We don´t need no goverment body control

      No dark spiritism in the kingdom hall

      Bible teacher leave them believers alone

      Hey bible teacher leave them believers alone

      All in all it´s just another brick in Warwick

      All in all you´re just another brick in Warwick"

      Und vielleicht, mit etwas Übung haben wir es dann alle drauf: Niemand im ganzen Universum Gottes braucht die JW.Org oder ihre verruchte LK. NIEMAND!

      https://www.youtube.com/watch?v=YR5ApYxkU-U

      Viele Grüße

      O.W.S.

       

       

  7. Iris

    Liebes Nordlicht ,

    wenigstens hast du deinen Humor nicht verloren , auch wenn viele Jahre vergangen sind . Und du hast recht , wenn du sagst , wir sollen unsere Liebe und unser Lachen nicht an solche vergeuden , die es nicht erwiedern .

    Hier auf Bruderinfo gibt es viele liebe Freunde , die unsere Liebe verdienen , weil sie auch lange darauf verzichten mußten .

    Ich freue mich schon , auf  viele weitere Anekdoten von dir , die uns alle bestimmt aufmuntern werden . Vielen Dank !

    Liebe Grüße aus dem Süden

    Iris

  8. Eckhard

    Und genau diese Zeugen Jehovas haben das Wesen des Christentums auch nicht ansatzweise erfasst, haben den Geist Jesu auch nicht im entferntesten im Herzen und sind deshalb auch KEINE WAHREN CHRISTEN. Nie und nimmer!

    Dem stimme ich voll zu, aber ZJ haben ja auch den Sohn Gottes nicht denn sie haben den Sohn der dem Vater gleich ist degradiert als Engel Michael. Wer den Sohn hat hat den Vater wer den Sohn nicht hat hat auch den Vater nicht. ZJ haben folglich weder den Vater noch den Sohn. ZJ haben nur die Organisation die von Satan beherscht wird. Der Mittler zwischen Gott und Mensch ist JESUS CHRISTUS  und keine selbsernannten Leitende Körperschaft. Ist bei den ZJ fast so wie bei den Katholiken wo der Papst Stellverstreter Christi.

    Eckhard

     

    1. Markus1@Eckard

      Das ist sehr gut und klar geschrieben, lieber Eckard.

      Vor allem werden durch so einen Ausschluss auch die grundsätzlichen Rechte eines Menschen grob missachtet. Da werden doch tatsächlich erwachsene Menschen dafür bestraft, wenn sie aus eigener Überzeugung die Gemeinschaft der WTG verlassen. DIE OBERSTE PFLICHT DIESER ORGANISATION WÄRE, ES EINFACH HINZUNEHMEN UND SELBSTVERSTÄNDLICH ZU AKZEPTIEREN. Nein, Personen, die einfach nur gehen möchten, müssen dafür auf die übelste Art bestraft werden... man kann sich diese irrsinnige, höchst unchristliche Praktik nicht oft genug vor Augen führen.

      Weshalb muss diese Gesellschaft überhaupt andere Menschen be- und verurteilen. Ein wahrer Christ vertraut immer auf die Gerechtigkeit Gottes und nimmt sich die biblische Ermahnung "verurteilt nicht, damit ihr selbst nicht verurteilt werdet" sehr zu Herzen.

      Was meinen denn "diese hohen Herrschaften der WTG" überhaupt, wer sie eigentlich sind. Jesus sagte "wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein" ... und kein einziger traute sich den ersten Stein überhaupt zu heben.

      Ich kenne keine andere Sekte, die sich dermaaßen selbst zerlegt, noch deutlicher geht es wohl kaum - ein Antichrist, wie er schon in der Bibel beschrieben wird.

      LG Markus1

    2. O.W.Schön@Eckhard

      Comfortably Numb (Pink Floyd)

      Hallo Eckhard!

      Heute ist mein musikalischer Tag, somit zitiere ich erneut Pink Floyd und den Song der "Angenehmen Betäubung!" Ja, Jehovas Zeugen sind auf angenehme und komfortable Weise gefühllos geworden. Gleich "einem Nadelstich" bekommen sie Woche für Woche ihre  volle Dröhnung und Herz und Sinn sind vollkommen vernebelt und zugedröhnt. Der endlose Lügenstrom der selbsternannten Könige und Priester dringt nur noch wie Gemurmel aus der Ferne an ihr christliches Gewissen und tötet es nach und nach komplett ab.

      Nichts kann die Zeugen mehr erschüttern. Kein noch so großes Unrecht der LK lockt sie mehr hinterm Ofen vor: stoned vor lauter geistigem Paradies und edler Absicht der LK. Wir lieben Euch alle!!!

      http://www.songtexte.com/uebersetzung/pink-floyd/comfortably-numb-deutsch-3bd6a0e8.html

      https://www.youtube.com/watch?v=KxCKBc_scV8

      Der Letzte in der Drogenberatung mache bitte das Licht aus!

      O.W.S.

       

       

      1. Mowani

        Ein wunderbarer Song! Und eine interessante Verbindung.

        1. O.W.Schön@Mowani

          Die religiöse Geschichte wiederholt sich!

          Lieber Mowani,

          auf Phoenix lief vor kurzem ein interessanter Beitrag zum Thema Inquisition und Bücher-Index. Die Parallelen zwischen der RKK und der JW.Org sind einfach frappierend und verblüffend gleichermaßen.

          Wie der kirchenrechtlich geächtete Hans Küng berichtet, geht es vor einem Kirchenausschuss nie um die Wahrheit, sondern immer nur um die Unterwerfung unter die Lehre der Kirche. Man kann auch nicht diskutieren oder argumentieren, sondern sich nur einsichtig und demütig unterordnen.

          Auf Phoenix ausgestrahlt:

          https://www.youtube.com/watch?v=6_hC_WLONYc&list=PL8B952C7B43D05935&index=6

          Der Zeitstrahl ab Minute 03:52 könnte genauso gut eine Komitee-Sitzung der Zeugen Jehovas beschreiben. Um die Wahrheit geht es beiden Organisationen nicht im geringsten! Sie besitzen sie ja angeblich schon.

          Viele Grüße

          O.W.S.

           

           

      2. Omma@O.W.Schön

        Lieber O.W.S.,

        du beschreibst es sehr treffend: "Gleich "einem Nadelstich" bekommen sie Woche für Woche ihre  volle Dröhnung und Herz und Sinn sind vollkommen vernebelt und zugedröhnt. Der endlose Lügenstrom der selbsternannten Könige und Priester dringt nur noch wie Gemurmel aus der Ferne an ihr christliches Gewissen und tötet es nach und nach komplett ab."

        Der Oppa sagt immer, das sind geistige Angelhaken, die nicht zu unterschätzen sind. Dazu ein kurzer Auszug aus diesem Artikel:

        http://www.bruderinfo.de/allgemein/aus-einem-minenfeld-entkommen/

        Zitat:

        "Es gibt Felder voller tödlicher Landminen, und sie sind für den Tod von tausenden Menschen pro Jahr verantwortlich. Selbst Minen, die Jahrzehnte alt sind, sind immer noch genauso gefährlich wie am ersten Tag. So kann es auch sein, dass wir schon Jahrzehnte aus diesem gefährlichen „Minenfeld“ entronnen sind, und meinen, wir könnten uns ruhig wieder diesen „Minen“ schadlos nähern. So, nach dem Motto, mir passiert schon nichts. Doch Vorsicht, hier lauert immer noch tödliche Gefahr!

        Selbst Jesus hat seine Jünger vor solchen „Sprengfallen“ gewarnt.

         Matthäus 16:11+12   (NGÜ)

        11 Warum versteht ihr denn nicht, dass ich von etwas anderem als von Brot geredet habe? Vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer sollt ihr euch hüten!«

        12 Da begriffen die Jünger, dass er nicht gemeint hatte, sie sollten sich vor dem Sauerteig hüten, den man zum Brotbacken verwendet, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.

        Ja, Jesus ist für uns der sichere Pfad, ihn dürfen wir nicht verlassen, wenn wir sicher ans Ziel kommen wollen. Wenn wir uns aber wieder mit den Dingen beschäftigen, die wir aus gutem Grund hinter uns gelassen haben, kann uns das, wie eine explodierende Mine, aus unserem neu erworbenen festen Stand reißen und uns geistig verletzt zurücklassen. Ja, es könnte sogar für uns der geistige Tod sein.

        Zitat Ende.

        Ja, lieber O.W.S.,  du benutzt das Bild von Drogen, Jesus das Bild vom Sauerteig, in dem Zitat sind es Minen, aber immer gilt die Warnung:

        Korinther 10:12 (NGÜ)

        12 Wer also meint, er stehe fest und sicher, der gebe Acht, dass er nicht zu Fall kommt.

        Ja, wir müssen immer Wachsam bleiben, damit wir nicht von Satan "eingelullt" werden.

        Ganz liebe Grüße an dich und deine liebe Frau von Omma und Oppa

         

        1. O.W.Schön@Omma

          "Von geistigen Angelhaken, Minenfeldern, Sprengfallen und Nadelstichen"

          Liebe Omma,

          vielleicht bewegen Sprachbilder, Analogien und Metaphern die Herzen aufrichtiger Zeugen Jehovas leichter und schneller, damit sie erkennen, dass sie mit JW.Org auf dem Holzweg sind.

          Tatsächlich gleicht die Belehrung der JW.Org, wie Du es treffend schilderst, einem tödlichen Minenfeld, dem Tausende gläubige Menschen jedes Jahr zum Opfer fallen. Wie viele Tausende von Zeugen Jehovas sind durch die Fake News Presse JW.Org zu Agnostikern und zu Atheisten geworden, haben ihren Glauben an das Gute endgültig verloren.

          Herzlichen Dank für Eure lieben Grüße an uns!

          Euch treuen Seelen wünschen wir weiterhin den Segen unserer beiden Höchsten.

          O.W.S. + Sanna

        2. Omma@O.W.Schön

          Lieber O.W.S.,

          danke für eure lieben Wünsche!

          Zum Thema Angelhaken, hier noch eine kleine Symbolgeschichte:

          Keiner kam zurück... ?!

          Zwei Fische schwammen durchs Gewässer und sahen einen Wurm vor sich. Da sagte ein Fisch zum anderen: "Pass auf! Der Wurm ist an einem Haken aufgespiesst." "Na und?" "Der Haken ist an einer Schnur festgemacht." "Mag ja sein." "Die Schnur hängt an einer Rute." "Und was noch?" "Die Rute hält ein Mann in der Hand."
          "Kann er ja ruhig tun." "Bist Du verrückt?! Wenn einer von uns den Wurm frisst, dann bohrt sich der eiserne Haken in unseren Kopf, wir werden herausgezogen und landen in der Bratpfanne." "Haha! Dieses Märchen erzählte schon meine Oma, als ich klein war. Alles Unsinn! Es ist noch keiner von der Pfanne zurückgekommen, um das zu bestätigen. Wenn Du den leckeren Wurm links liegen lässt, dann fresse ich ihn!" Der ungläubige Fisch frass den Wurm und endete wirklich in der Bratpfanne.
          Tatsächlich: er kam nicht zurück, um das den anderen Fischen zu erzählen...

          Eine gute Nacht wünschen euch zwei Lieben,  Omma und Oppa

        3. O.W.Schön@Omma

          Der Unglaube vieler Zeugen Jehovas !

          Liebe Omma,

          wenn doch nur die Zeugen Jehovas verstehen würden, dass sich viele Aufgewachte hier auf BI deshalb die Finger wund schreiben, damit die ungläubigen Zeugen nicht "in der Bratpfanne landen". Gleich dem ungläubigen Fisch fressen sie jeden Wurm, der ihnen von der LK vorgesetzt wird, ungeachtet der fatalen Folgen für ihr ewiges Wohl.

          Oft kann ich die willentliche Selbstzerstörung der Zeugen nur mit ein wenig Ironie ertragen wie die Folgende:

          Bei einem Glas Wein Marke Pioniergeist für 9.50.- vom Gerson Versand  könntest Du und dein Mann entspannt das Gerson Video anschauen, wie man im Predigtdienst keine kalten Hände und Füsse bekommt; dank Hand- und Fusswärmer. JW.Org ist ganz einfach ein riesen Geschäft und wir sind, GOTT SEI DANK, diesem raffgierigen Weltkonzern entronnen!

          Ein gutes Glas Wein Pioniergeist

          https://gersonvogler.de/shop/GERSON-Versand/Essen-Trinken/Wein.html

          Nie mehr frieren im Predigtdienst

          https://www.youtube.com/watch?time_continue=30&v=ESTK9d3xtjQ

          Genießt den Abend!

          Schöne Grüße

          O.W.S.

           

  9. Norbert@Autor Bert

    Hallo,

    Zum Thema Freundschaft unter Zeugen Jehovas kann ich die Aussagen dieses Artikels nur bestätigen und unterstreichen.

    Wahre Freundschaft unter Zeugen Jehovas ist kaum möglich. Jede Freundschaft die entstehen mag steht und fällt in den allermeisten Fällen mit deiner Einstellung dem Sklaven gegenüber.

    Treffend sind daher für mich, und zwar auf Grund meiner eigenen Erfahrung, die Worte aus Sprüche 18:24, wo wir lesen: „So genannte Freunde können dich ruinieren; aber ein echter Freund hält fester zu dir als ein Bruder“.

    Jehovas Zeugen sehen die Basis für Freundschaften, in ihrem gemeinsamen Glauben. Doch die Basis einer Freundschaft kann für Menschen nur in der Persönlichkeit des Einzelnen begründet sein.

    Doch bei Zeugen Jehovas spielt die individuelle Persönlichkeit eine untergeordnete Rolle.

    Wie stehst du zur Organisation Jehovas? Erkennst du den Sklaven an? Stehst du eifrig im Dienst?

    Solltest du hier Probleme zeigen wird er dich als guter Freund so lange bearbeiten, bis du wieder auf Spur bist. Wenn er ihm das nicht gelingt, wird dich den Ältesten vorführen, ungeachtet der Folgen für eure Freundschaft.

    Der Begriff „Freundschaft“ wird von der WTG gnadenlos instrumentalisiert.

    Dein angeblicher Freund fühlt sich dabei als Streiter für Wahrheit und Gott, und ist überzeugt, zu deinem Wohl zu handeln.

    Der gemeinsame Glaube an Gott und Christus genügt nicht für eine Freundschaft. Der Sklave steht immer dazwischen. Unter diesen Voraussetzungen besteht kein Grund zu hoffen, dass eine echte und bedingungslose Freundschaft unter Zeugen Jehovas entstehen kann.

     

    Wer nicht bereit ist, sein Verhältnis zu Gott von einer Gruppe von Menschen abhängig zu machen - nur einer bedingten Freundschaft wegen – muss sich seine Freunde woanders suchen. Das erspart ihm viel Enttäuschung.

    Wie der Sprücheschreiber richtig sagt: Solche Freunde können dich nur ruinieren. Aber ein echter Freund hält fester zu dir wie ein Bruder.

    Liebe Grüße an alle

    Norbert

  10. Kilian

     
    Das Gleichnis vom verloren Sohn aus Org-Sicht von heute erzählt:
     

     
    Ein Vater ist so mit sich selbst beschäftigt, das er gar nicht bemerkt, als sein verloren gegangener Sohn auftaucht.
     
    Als dieser ihn anspricht und fragt ob er in die Hausgemeinschaft wieder aufgenommen werden kann, erklärt der Vater ihm, dass er erst einmal für längere Zeit im Stall leben muss.
     
    Dort wird er fern von der Familie auch allein sein Essen zu sich nehmen und sein Dasein fristen.
     
    Außerdem soll er es nicht wagen irgend einen von der Familie anzusprechen. Diese werden auch in dieser Zeit kein Wort mit ihm reden, ihn völlig ignorieren.
     

     
    Sollte dann eine längere Zeit vergangen sein, wird ein Familientribunal aus drei Familienältesten ihn fragen, wie es mit seiner Reue aussieht. Nur wenn er dies glaubhaft vermitteln kann, wird er wieder aufgenommen, was die Familie mit verhaltenem Applaus kommentieren wird.
     

     
    Jehovas Zeugen können das.
     

     
    Was Jesus kann hat er anders erzählt.
     

    1. O.W.Schön@Kilian

      Gewissenlose und herzlose Zeugen Jehovas können das!

      Lieber Kilian,

      viele gewissenlose und herzlose Zeugen Jehovas können das, was die JW.Org ihnen aufbürdet und ihnen aufdrückt. Ob christlich oder nicht ist diesen Zeugen einerlei. "Der Sklave hat gesagt" ...., was die Bibel wirklich sagt ist für sie völlig unbedeutend.

      Dann gibt es aber noch die gewissenhaften und herzlichen Zeugen Jehovas, diejenigen, die seelisch krank werden, weil sie noch ein Gewissen haben und sich zutiefst grämen über all die Unmenschlichkeiten der JW.Org. Die gewissenhaften und herzlichen Zeugen Jehovas, die in eine echte tiefe Depression verfallen, weil sie an der Ausschlusspraxis seelisch zerbrechen. Und die gewissenhaften und herzlichen Zeugen Jehovas, die ein Suizidversuch an sich selbst erfolgreich oder auch weniger erfolgreich  durchgeführt haben, weil sie "das geistige Paradies" als absurd und als pervers erleben und aufgrund der Bibelverdrehungen der JW.Org keinen Ausweg mehr sehen.

      Diese gewissenhaften und diese herzlichen Zeugen Jehovas können das von Bert beschriebene JW.Org Prozedere eben NICHT und sie sind die Zielgruppe von BI und von BI Aktuell. Danke für deine klaren Worte bezüglich dem Gleichnis vom verloren Sohn. Die Perversion der JW.Org deutlich auf den Punkt gebracht!!!

      Viele liebe Grüße

      O.W.S.

       

       

       

       

      1. O.W.Schön@Kilian

        STRAFE MUSS SEIN!

        Lieber Kilian,

        in der "neuen revidierten NWÜ" lautet das Gleichnis vom verlorenen Sohn gemäß der Zentral-Komitee- Zensur der Zeugen Jehovas (auch als LK bekannt) nun folgendermaßen:

        Kolumnen-Überschrift zu Lukas 15, 11-32: Strafe muss sein!

        "20 Er (der verlorene Sohn) machte sich also auf und ging zu seinem Vater. Als er noch weit weg war, erblickte ihn sein Vater und er wurde von großem Misstrauen erfüllt, und er ging zurück in sein Haus, sperrte die Tür ab und grollte ihm heftig. 21 Da klopfte der Sohn an die verschlossene Tür und sagte zu ihm: "Vater, ich habe gegen den Himmel und gegen dich gesündigt. Ich bin es nicht mehr würdig, dein Sohn genannt zu werden. Halte mich wie einen deiner Lohnarbeiter."

        22 Der Vater aber sagte zu seinen Sklaven: "Jetzt erst mal ganz langsam! Ein übler Sünder steht vor der Tür, behandelt meinen Sohn daher ein volles Jahr lang schlimmer und schlechter als jeden meiner Lohnarbeiter; gebt ihm weder Kleidung noch Nahrung, beachtet ihn nicht und sprecht kein einziges Wort mit ihm! 23 Und lasst uns wachsam, kritisch und misstrauisch bleiben, 24 denn dieser mein Sohn war tot und kommt so schnell nicht zum Leben, er war verloren und er will jetzt etwas von mir, vielleicht sogar meine Autorität und Stellung." Und sie fingen an, kalt, abweisend und hartherzig zu werden. (Sprung zur Essenz des Gleichnisses:)

        31 Darauf sprach er (der Vater) zu ihm (dem zweiten Sohn): "Kind, du bist immer blind gehorsam gewesen, hast mein Wort stets über das Wort Gottes gestellt und daher ist alles, was mein ist auch dein; 32 aber wir mussten gegenüber deinem Bruder einfach feindselig, unbarmherzig, hartherzig und misstrauisch sein, denn dieser war ein arger Sünder und tot und er kam schrittweise und entwürdigend wieder zu theokratischem Leben, und er war verloren und wurde wider willen gefunden."

        Lieber Kilian, viele Zeugen Jehovas würden diese Verse problemlos abnicken, dem Geist dieser Aussagen innerlich voll zustimmen und es genau so praktizieren, denn: Strafe muss sein!

        Und genau diese Zeugen Jehovas haben das Wesen des Christentums auch nicht ansatzweise erfasst, haben den Geist Jesu auch nicht im entferntesten im Herzen und sind deshalb auch KEINE WAHREN CHRISTEN. Nie und nimmer!

        Dir und deiner Frau alles Liebe

        O.W.S.

         

         

         

         

         

         

         

         

  11. Brakefrau

    Lieber Bert!

    Danke für deinen besonderen Artikel (Speise zur rechten Zeit).

    Ich befinde mich gerade in einer solchen Situation und habe die bittere Erfahrung gemacht das Freunde sich von mir abwenden, ohne auch nur ein Wort mit mir gesprochen zu haben oder zu hinterfragen was meine Beweggründe sind. Es tut so unendlich weh und macht mir Angst.

    Ich bin dankbar für meine ältesten und liebsten Freunde die mich auf diese Seite aufmerksam gemacht haben.

    Schön das ich beim letzten BI Treffen neue Kontakte und neue Hoffnung schöpfen konnte.

    LG Brakefrau

    1. querdenker

      Herzlich willkommen Brakelfrau,

      hast doch im Eifer des Gefechtes deinen Namen falsch geschrieben.

      Schön zu hören, dass die kleinen leisen Kommentare auch etwas bewirken können.

      Ich möchte hiermit, auch in Namen meiner Frau, noch einmal meinen Dank aussprechen für die Organisation des letzten Treffens.

      Wieder neue Leute kennengelernt, mit interessanten Hintergünden und Erlebnissen, neuen Überlegungen und Vorsätzen.

      Es war schön zu erfahren, dass man sich auf Anhieb verstanden hat. Keiner eine Erwartungshaltung an den anderen hat.

      Obwohl wir zeitweilig eine gemeinsame Gegenwart hatten und den einen Weg gemeinsam gegangen sind, gehen wir jetzt eigene, individuelle Wege.

      Und das ist gut so.

      Schön das wir uns darüber austauschen konnten.

      lg

      Querdenker

  12. Birgit

    Es ist ein Vergoldeter Käfig.Es ist nicht alles Gold was glänzt.

    Alle Edelsteine dieser Erde gehören unserem Schöpfer.

    Erinneret Euch an die alte Frau in Jesu Tempel.Sie hatte fast NICHTS.

    Was sagt unser König über diese Frau?Markus 12, 41-44.

    Unser barmherziger König ,Jesus Christus,lobte sie ....

    mehr als die Reichen,denn diese hatten ja genug.

    Sie wusste wer vor ihr stand und gab alles was sie hatte.

    Ich bete täglich zu Jesus Christus,um noch viele erwachen zu lassen.

    Nur Er kann das

    Birgit

     

     

     

  13. M.N.

    Was soll man auch anderes erwarten? Im "Wachtturm" vom 15.12.1985 S. 15 Abs. 18 hieß es so beredt:

    "... die Einstellung derer ..., die sich am Predigtwerk beteiligen. Gottes Königreich [Anm.: Die WTG] muß in ihrem Leben den ersten Platz einnehmen, WÄHREND PHYSISCHE BEDÜRFNISSE ZWEITRANGIG SIND." - Großschreibung hinzugefügt.

    Aha. Ob du frierst, hungerst, leidest, dich ekelst, dich fürchtest - IST UNS EGAL! Ob es dir nicht gutgeht, ob du auf dem Zahnfleisch kriechst oder krepierst - IST UNS WURSCHT! Du hast zu FUNKTIONIEREN, für uns zu MALOCHEN und LEISTUNG abzudrücken, dass die Schwarte kracht. DAS ist das Einzige, was für uns zählt - nicht deine völlig unwichtigen Befindlichkeiten, PAH, wo kämen wir denn da hin, wenn wir uns um dein Wohlergehen Gedanken machen müßten, das wäre ja noch schöner! Du bist nichts weiter als ein Nutzgegenstand, den es zu gebrauchen und auszuquetschen gilt. Und bist du einst zu Tode ausgequetscht, dann fliegst du auf den Müll - dort, wo die schmutzigen "Ausgeschlossenen" und "Abgefallenen" sind.

    Machiavelli lässt grüßen.

    Dies ist die Weisung von oben, und die Lemminge, die ihr Gehirn schon vor langer Zeit an der Garderobe abgegeben haben, folgen brav, "gehorsam" und "treu". Wie steht es mit der "Schuldfrage"? Stichwort "Schießbefehl".

    Natürlich darf man i. V. mit dieser Thematik der JW.Org akrobatische Rösselsprungeisegesen in puncto 1Kor Kap. 5; 1Tim 1,20; 2Joh 10 nicht vergessen, auf deren Grundlage sie mit großen runden Unschuldskulleraugen treudoof deklamieren: "WIR HALTEN UNS DOCH NUR AN DIE BIBEL!" Betreffs der Irrtums und der Nichtbiblischkeit der diesbezüglichen JW.Org-"Theologie" gibt es diverse Einträge im Glossar, z. B. "Ausgeschlossene", "Gemeinschaftsentzug" und "Keinen Gruß entbieten". Stimmt schon die Wurzel nicht, dann können Stamm und Krone nur noch Mist sein.

    Gruß,
    M.N.

  14. Omma@Bert

    Lieber Bert,

    ich habe lange überlegt, nach dem Lesen deines Artikels, was ich dir schreiben könnte, um meine Gefühle der Wertschätzung auszudrücken. Aber nichts kann meine Begeisterung für deine Gedanken richtig ausdrücken. Daher möchte ich dir aus tiefstem Herzen sagen: "EIN SUPER ARTIKEL!!!

    Es grüßen dich eine dankbare Omma und ihr Oppa

    1. Sandra

      Hallo erstmal!

      Seit geraumer Zeit lese ich hier viel. Heute habe ich mal Muße etwas zu schreiben.

      Ein sehr gut durchdachter Artikel. Es ist eine "Ächtung" die stattfindet, nur sehen das sehr aktive Zeugen nicht so. Ein Begriff , der in ihrer Welt nicht vorkommt! Allerdings habe ich ihn schon benutzt gehört, wenn es um Andersgläubige ging, die in einer "engen" Freikirche waren. Dann  wird von Zeugen betont, wie schwer diese Personen es haben, sich mit der "Wahrheit" zu beschäftigen, denn sie werden quasi von Familienangehörigen geächtet. Bei "Andersgläubigen" ist das dann ganz was Schreckliches, bei Zeugen nicht.

      Zeugen Jehovas können das, weil sie großteils keine Empathie haben. Es wird ihnen ja auch nicht antrainiert, vor allem nicht, wenn sie in der Gemeinschaft groß werden. Nur wenige schaffen das, Empathie zu zeigen und auch zu haben. Für die ist es dann in der Gemeinschaft nicht immer einfach. Man kann zwar überleben, aber es ist oft anstrengend.

      Einige Kirchen bzw. religiöse Organisationen praktizieren die Ächtung. Amish People, strenge Methodisten und in muslimischen Kreisen ist es auch nicht unüblich. Alle diese haben einen Anspruch auf die Wahrheit und auf alleinige richtige Auslegung von Schriften oder Prophezeiungen oder ,oder ,oder...

      Die Empathielosigkeit zeigt sich für mich auch in mangelnder Freude, denn man muss sich immer Fragen, ob ich an einer bestimmten Aktivität Spaß haben darf, oder ob es Anstoß erregt, oder man jemanden zum Straucheln bringt. Zwar macht man bestimmte Dinge oder liest Bücher, die vielleicht von Zeugen gemieden werden, aber die meisten  machen  das heimlich, so wie man heimlich noch Ausgeschlossene grüßt.

      Der Artikel war gut. Und dieses KÖNNEN der Zeugen ist wirklich gekonnt.

      Liebe Grüße an die Leser
      ????

  15. Tilo

     

    Tilo an Bert:

    Danke Bert! Du bist so schön vernünftig geblieben, obwohl das Thema alle Gefühle hochpeitschen kann. Da auch ich ein Betroffener bin, aber nicht unter diesem unmenschlichen Verhalten leide, frage ich mich, warum die das können?  Die Antwort ist für meine Begriffe einfach: Sie sind abgestorben, wenn es um Grundsätze des Christentums geht. Von der Bergpredigt halten sie anscheinend wenig, wenn es dort heißt, dass man sogar seine Feinde (!) lieben soll. Ein Mensch, der sich aufgrund einer anderen Auffassung von der Organisation trennt, ist in den Augen der Zeugen Jehovas viel schlimmer als ein Feind; er ist in ihren Augen ein Feind Gottes und ein Feind der Wahrheit. Und das - so meinen sie - würde dazu berechtigen, die einfachsten Regeln des Benehmens und des christlichen Verhaltens zu missachten. In der Bergpredigt steht auch der Satz, dass ein Mensch mit genau dem Maß gemessen wird, mit dem er selbts gemessen hat! Kommen da keine beunruhigenden Gedanken auf?

    Sie können kaum aufkommen und beunruhigen. Denn die Zeugen Jehovas leben in einer Welt der verfälschten Begriffe. "Abtrünnige" sind in der Definition der WTG "Antichristen"! Dabei spielt es keine Rolle, warum jemand die Gemeinschaft verlasen hat. Es reicht, 1914 anzuzweifeln, denn damit zweifelt man die ganze Organisation an! Wer an 1914 zweifelt, stellt den "Überrest" infrage.

    Das hat Vorbilder! Die Nazis vergifteten das Denken und Fühlen gegenüber anderen Menschen mit verfälschenden Begriffen: Russen waren "bolschewistische Untermenschen", Behinderte waren "Ballastexistenzen" und Juden waren "Parasiten am Volkskörper". Diese Begriffe lenkten die Herzen und das Denken. Natürlich, "Untermenschen", "Ballastexistenzen" und "Parasiten" waren ja gar keine Menschen, die konnte man eben wie Ungeziefer behandeln.  Und so geschah es dann ja auch in dieser unheimlichen Epoche. Später wollte es dann keiner mehr gewesen sein. Das beweist mir zumindest, dass noch ein Rest Gewissen da war. Und wie geht man damit um?

    Liebe Grüße an alle!

    Tilo

  16. Birgit

    Lieber Bert

    Dieser ganz toll ausgearbeitete Text passt wieder genau in die richtige Zeit.

    Jehovas Zeugen können das,weil sie Satan verehren.Er duldet keinen Gott neben sich.

    Liebe,Weisheit,Barmherzigkeit und Gnade hasst er wie die Pest.An Ihren Früchten werdet

    ihr sie erkennen.Jeder,der Augen und Ohren hat,kann es erkennen.Aber nur,wie wir erwachten wissen,mit der Hilfe von Jesus Christus kommt man da raus.Er ist ein mächtiges Geistwesen,man darf ihn nie unterschätzen.Diese "Art" von Dämon kann nur durch Gebet ausgetrieben werden Markus 9:28,29.

    Wie Nuknuk schreibt;wer es nicht erlebt hat,wird es kaum glauben.Ich wurde,Jesus sei Dank,nie getauft,doch trotzdem wechselt man die Strassenseite wenn man mich sieht.Das zeigt mir jedes mal,das Ich das kann.Mit dem Wissen,das Satan vor Jesus flieht.Keine Chance.Regelrechte Schweißperlen treibe ich ihnen ins Gesicht.Hier wurde ich aufgefangen in dieser Anfangszeit.

    Mögen noch viele erwachen und zu unserem König Jesus Christus finden.Nur Er hat die Macht,diese "Art"zu besiegen.

    ich drücke Euch

    Birgit

     

     

    1. Frage@Birgit

      Zitat: "Jehovas Zeugen können das,weil sie Satan verehren.Er duldet keinen Gott neben sich."

      Ähm, in den zehn Geboten Gottes heißt es: "Du sollst neben mir keine anderen Götter haben." Ist dem Moses da Satan erschien?

      Man kann Zeugen Jehovas vieles vorwerfen, aber der Satanismus ist eindeutig falsch.

      Vielleicht kannst du mir das mal deutlicher eläutern.

       

      1. Jehu@Frage

        Liebe Frage, deine Frage ist einfach zu beantworten: Satan versucht in vielen Dingen, Gott in karikierender Weise nachzuäffen. Da Gott ausschließliche Ergebenheit erwartet, will er das Gleiche auch für sich. Allerdings setzt er seinen Puppen verschiedene Masken auf, um Pluralität vorzugaukeln. Ich hoffe, Deine Frage beantwortet zu haben und verbleibe mit herzlichen Grüßen, Jehu

      2. RoKo24

        @ Frage: Muss man denn dafür Satanist sein? Selbst ZJ lehren, die ganze Welt dient dem Teufel. Sogar Polizisten und Feuerwehrmänner, Doktoren und Lehrer. (Siehe Buch: Frieden und Sicherheit) Sie, nein sie nicht... wie verhohlen! Gerade sie!

        Schon mit weniger als Satanskult dient man nicht mehr JHWH, der ausschließliche Ergebenheit fordert. Zeugen dienen Gott und seiner Organisation (siehe 2. Tauffrage und vielen WT-Artikeln), ein Wort was es biblisch gar nicht gibt. Das Wort existiert nicht in der Bibel. Lese Joh. 8:44-47 und interpretiere.

        Ich denke es geht so: Mustergebet: "vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern..." Ist nicht so einfach.  Vergeben tut man uneigennützig. Man vergibt, fertig. Zeugen Jehovas argumentieren anders. Derjenige muss erstmal vorab selbst intensiv bereuen. Dann überprüft ein Tribunal, ob die Reue auch tatsächlich in Form von Taten nachgewiesen ist. Ist das nicht der Fall oder gibt es Zweifel, wird nicht vergeben. Wie irre. Ich habe die eigene Erfahrung gemacht, dass in meinem eigenem Rechtskomitee sogar ein Komiteemitglied ausgetauscht wurde, damit wenigstens 2 gegen mich stimmen! Weil, vorab stimmten 2 für mich und nur 1 gegen mich und der Kriegstreiber hatte die Arschkarte und sein Vorhaben mich zu entfernen misslang ihm im ersten Versuch. Dann, infolge des Austausch eines Komiteemitglieds gelang sein Vorhaben. Ist das Liebe? Das widerstrebt sogar der Lehre der ZJ im Ältestenbuch, wird aber im blaken, blinden, wideren Wahn vor Ort von der Elite genau so ausgelebt... Im Wahn so Gott treu zu dienen. Ich kann mich über diese Dinge, die irren Lehren und über die frigiden Zustände in der Versammlung bis hoch nach Warwick nur noch lustig machen und mit einer Portion Galgenhumor ertragen weil sie sonst schmerzhaft die Seele krank machen. Diese Männer wollen den göttlichen Geist haben?

        Jesu machte allen deutlich, dass er für alle unsere Sünden gestorben ist. Dieses Loskaufsopfer annehmend genügt. Den Rest sollte man seinem Bruder vergeben. Ja sogar den Ungläubigen. Vergeben. Gottes Liebe reflektieren. Jeder Verkündiger kann den Lohn nicht erarbeiten. Jeder ist auf die unverdiente Güte angewiesen. Sogar Sonderpioniere. Auch ihren Dienst in Stundenanzahl kann nicht dazu dienen, einen Lohn zu verdienen. Wird uns aber anders vermittelt... nur durch große Opfer und großer Dienstbereitschaft und vielen Spenden kann man Jehovas Gunst erlangen. Quatsch!

        Echte, vor allem bedingungslose Liebe können Zeugen Jehovas tatsächlich nicht herausbilden. Die gezeigte Liebe dient nur, anzuspornen neue Höchstleistungen im Dienst zu vollbringen. Wie es M.N. schon schrieb. Schaffst Du nicht den Stundendurchschnitt, der regelrecht erwartet wird, bist Du lau. Sofort. Lau? Hallo? Was hat das mit Gottgläubigkeit und Ausbilden von Liebe zu tun? Nichts. Überhaupt nichts. ZJ leben in der puren Angst, nicht dazugehören zu können und aus Angst um ihr Leben dienen sie wie Marionetten. So meiden sie Kontakte zu Ehemaligen auch aus Angst. Stark ist das nicht.

        Lies Iris Beitrag. Da schauert doch einen... ist das Liebe? Nein. Diese Org lehrt den puren Hass und schürt so Ängste. Jeder der kein ZJ ist kann niemals Gottes unverdiente Güte empfangen, oder, jeder der kein ZJ ist, kann niemals Liebe haben - lehren sie. Derweilen sind viele Menschen gar 1000mal liebevoller als die Marionetten im Befehlsempfängerstatus. Der Böse, der Teufel hat sie alle im Sack und verblendet sie mit falschem Licht... und sie zeigen sich gar gegenseitig an, sagt jemand mal etwas kritisches. Vergeben? Keine Spur.

        Iris zählt in der Versammlung bestimmt zu den Lauen, zu den Gezeichneten, sogar zu den Abtrünnigen. Aber tief im Inneren ist sie so stark und gottgläubig, stärker und herzlicher und wärmer als so mancher Elitezeugen... Die Birgit, die Ulla und viele viele andere Schwestern ebenso.

        Ich könnte unendlich weitere Fakten anführen. Am Ende liest man in Gal 1:6 von der andersartigen Guten Botschaft. Keine schlechte. Auch eine gute. Aber nicht die biblische. Darum stammt diese Lehre vom Vater der Lüge. Vers 8, "diese seien verflucht". Warum wohl? Damit wird der Kreis rund. Kann jeder selbst prüfen. ZJ dienen so nicht dem Schöpfer. So nicht. Wem dann? Dem der die Erde beherrscht. Ist so.

        LG RoKo

        1. Iris

          Lieber ROKo ,

          du hast geschrieben : ,, Aus Angst um ihr Leben dienen sie wie Marionetten "

          Ja , sie haben Angst , Gottes unverdiente Güte zu verlieren und damit das ewige Leben . Darum gehorchen sie , auch wenn es ihnen manchmal zu hart vorkommt und sie gegen ihre Gefühle , die sie von Natur aus haben , ankämpfen müssen .  Darum wollen sie durch keinerlei Gesten an uns erinnert werden , weil es sie im Innersten schmerzt . Das weiß ich .

          Sie gehorchen aus Angst , etwas zu tun , was die Ältesten aufhorchen läßt und den Zweifler dann vor ein Komitee zitieren . Ist das in Liebe zurechtbringen ? Oder denjenigen im Namen Jehowahs mit Öl einreiben ? Fühlt sich derjenige nach der Behandlung wohl , so wie es in Jak 5:15 steht ,oder ist er wieder aufgerichtet ? Das Gegenteil ist der Fall ! Sie reißen nieder , was vorher noch stand ! Da ist keine Wärme mehr , nur noch unterdrückter Gehorsam .

          Mit dir haben sie auch ein falsches Spiel getrieben !

          JWOrg anzuzweifeln ist das allerschlimmste was man tun kann ! Ist ja absurd , aber wahr .

          Hier möchte ich noch  Gal 1:10 anfügen : Rede ich Menschen nach dem Munde , oder geht es mir darum , Gott zu gefallen ? Erwarte ich , daß die Menschen mir Beifall klatschen ? Dann würde ich nicht länger Christus dienen .

          Mit der Vorgehesweise können Sie Gott nicht gefallen , sie gefallen nur sich selbst in ihrem Hochmut . Sie klatschen sich selbst Beifall , wenn sie in Broakasting Lobesreden schwingen , wie gut sie sind und wie bescheiden sie in Warwick wohnen ! Hochmütig , wie die Pharisäer zur Zeit der Apostel . Was hat Jesus zu ihnen gesagt ?............

          Liebe Grüße

          Iris

        2. RoKo24

          Was hat Jesus zu ihnen gesagt ?............ geht mir aus den Augen, ich habe euch nie gekannt, ihr Täter der Gesetzlosigkeit. Andere Bibelübersetzungen geben diese Aussage ebenso wieder.

          Liebe Iris, Du sagst es richtig. In der Versammlung will man Menschen gefallen. Habe ich hundertfach erlebt. Das geht mit kleinen Kindern los, die vom Ältesten XY einen Bonbon erhalten und bei einer guten Antwort auch 2 (hatten wir neulich auf BI, noch gar nicht so lange her). Und hört beim Freiwilligendienst auf, den man nur dann zugeteilt bekommt, wenn man im Formular A-19-X viele Predigtdienststunden notieren kann. Ob man 2 Umzügen von älteren Brüdern tatkräftig mitgeholfen hat, beim Fassadenanstrich einer Familie EFH aktiv dabei war oder kranke, behinderte oder schwache Brüder des öfteren unterstützt hat hier kein Einfluss. Nur, wie stark reflektiert der Verkündiger seine Orgatreue im Dienst und wie eifrig antwortet er im WT-Studium. Das ist für sie Stärke. Für mich ist das Kindergarten extrem und entsprechend oft bin ich mit solchen Ältesten verbal aneinandergeraten... fast wöchentlich mind. aber monatlich. Ist dann auch klar, dass sie so einen Verkündiger nicht in der Gemeinschaft haben wollen.

          Es tut mir unendlich leid wenn ich liebe Brüder, Schwestern und manchmal auch liebevolle Älteste sehe, denen dieser Zustand so sehr an die Nieren geht, sie gar davon emotional krank werden oder privat große Entbehrungen ertragen, weil sie aus der Familie oder der Bruderschaft verstoßen werden. Das sagte Jesus uns gewissermaßen voraus. Aber letztlich wird er denen ein Belohner sein, die ihn in ihrem Leben ernsthaft suchen. Ich drück Euch alle ganz fest. RoKo

        3. RoKo24

          Was hat Jesus zu ihnen gesagt ?............ geht mir aus den Augen, ich habe euch nie gekannt, weichet von mir ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

      3. Birgit

        Birgit@Frage

        Ausser die ZJ lehnen nur Satanisten Jesu Symbole ab.Gleich am Eingang dieser Ablehnungsversammlung zum Gedächnismahl wird Interessierten gesagt;NICHT von den Symbolen nehmen!!Alles erlebt.Wen beten sie an?Jw.würg,einen oder alle dieser momentan 8 Hochaktionären in Warwick oder Jehova oder ....wen denn nun?Götzendienst,Gotteslästerung ,Kinderopfer etc.Diese Org.hat mit dem wahren Schöpfer und Jesus Christus nichts,aber auch gar nichts zu tun.

        Der Vater von Jesus ist NICHT Jehova!Sein Name ist unbekannt.Nicht mal sein Sohn Jesus Christus,unser König,sprach ihn aus.Was sagte der Dämon aus einem Menschen zu Jesus?Unser Name ist "Legion" und wir sind viele.

        Danke an Jehu und RoKo24

  17. Iris

    Lieber Bert ,

    Vielen Dank , für diesen Bericht .

    Du hast genau den Punkt getroffen . ,,  Normal konditionierte Westeuropäer haben über ihre Erziehung und Bildung ohne religiösen Hintergrund , ein Mindestmaß an Anstand und Mitmenschlichkeit , das sie daran hindert , ihre Mitmenschen emotional zu verletzen ."

    Zeugen Jehovas haben das gelernt , selbst ihre eigenen Familien zu verachten . Bei unserem ,, Austieg " , der von einem Tag auf dem anderen war , hatten wir keine Möglichkeit mehr , unsere Kinder vorher zu informieren , da sie uns nicht mal mehr die Tür geöffnet haben . Ich hatte vorher eine meiner Töchter angerufen und von unserer Absicht , wegzugehen gesprochen . Daraufhin wurden sämtliche Verwandte und Freunde informiert .

    Das , was dann folgte , war der Verlust , sämtlicher Kontakte mit unseren Kindern und Enkelkindern . Es wurde uns sogar verboten , unsere Enkelkinder zu beschenken , oder uns sonst irgendwie bemerkbar zu machen , indem wir winken oder hupen beim Vorbeifahren an ihrem Haus .

    Wir werden behandelt wie Feinde , vor denen man sich in Acht nehmen muß . Diese Vorgehensweise wird in den Zusammenkünften durch Vorträge und Artikel in den Zeitschriften noch angeheizt , so daß sie denken , das muß so sein . Mittlerweile ist fast ein Jahr vergangen . Der Schmerz ist nicht mehr so heftig wie am Anfang . Mein Mann und ich haben uns damit abgefunden , daß ein Teil unserer Familie nicht mehr für uns da ist .

    Jetzt können wir auch verstehen , warum manche zögern , aus dem Gefängnis zu fliehen , weil es mit viel emotionalen Stress verbunden ist . Trotzdem sind wir froh , es geschafft zu haben .

    Iris

    1. Birgit

      Birgit@Iris

      Wir machen das anders.Wir lieben alle Menschen.Es tut gut,jedesmal.

      Uns wurde die Liebe in unser Herz gepflanzt.

      Wahre Liebe hat keine Regeln oder Grenzen.

      Nur damit zeigen wir Jesu Widersacher,das wir das können.

      Liebe deinen nächsten wie dich selbst....schlimmer...Liebe deine Feinde.

      Wir werden ihm eine Antwort geben

      Wem?Satan

      Ich stehe zu Jesus Christus,unser König (Heul) Bitte komm

      Birgit

  18. Ulla

    Hallo Bert,

    du hast es auf den Punkt gebracht!

    Aus eigener Erfahrung möchte ich noch dazu ergänzen, dass zutrifft, was Gehirnforscher herausfanden: Ob man nun körperlichem ODER psychischem Schmerz ausgesetzt ist, ist dem Gehirn "egal":

    Denn in BEIDEN Fällen ist DASSELBE Gehirnareal aktiv!

    Wenn ich als Christ leben möchte, dann darf ich also meine Familie, meine Mitmenschen WEDER prügeln, schlagen oder hauen NOCH sie mit Verrat, Ächtung oder Ignorieren schädigen.

    Weil Jehovas Zeugen aber ächten, verraten und ignorieren, leben sie nicht nach der goldenen Regel "Alles was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, tut ihnen genauso!"

    Sie zeigen durch das Zufügen von psychischem Schmerz weder Gottes- noch Nächstenliebe!

    Deshalb wird, wenn die Seele derart kränkelt, auch oft der Körper krank, bis ins MARK hinein!

    VG Ulla

  19. maedchen

    auch ich habe ähnliches erlebt. diese ächtung geht noch weiter: selbst wenn diese besagte annika den vater ihres kindes heiraten würde, würde sie weiterhin geächtet werden, obwohl sie ihre privaten dinge in ordnung gebracht hat. sie würde weiterhin nicht zu familenfesten und damit logischerweise ihr kind und ihr ehemann auch nicht, eingeladen werden. was dies bei aussenstehenden bewirkt und in welchem licht jehova gesehen wird, darueber macht man sich keine gedanken. dies ist gotteslaesterung im hohem masse.

    1. Markus1@maedchen

      Stimmt - die ZJ verhalten sich ganz anders, als es wahre Christen tun würden. Ausgeschlossene müssen gemieden und geächtet werden, auch wenn das ehem. Mitglied bereits seit Jahrzehnten nicht mehr zur ORG gehört.

      Selbst Massenmörder werden nach jahrelanger Haftverbüßung wieder in die Gesellschaft integriert.  Ein ausgeschlossener ZJ,  der wirklich im allgemeinen nichts Schlimmes verbrochen hat, wird bis zu seinem Lebensende von der ORG und ihren Mitglieder gehasst, sofern er nicht wieder bei der WTG angekrochen kommt und diese Gesellschaft wirklich über ALLES andere setzt - Hoch lebe die WTG.

      Dieser Verein gibt mit ihrem Verhalten allen Außenstehenden ein ekelhaftes, zutiefst widerliches Zeugnis mit ihrer menschenverachtenden  Praktik.

      Unsere "weltlichen" Verwandten konnten auch nicht im geringsten nachvollziehen, weshalb meine Familie mit einem Schlag keinen Kontakt mehr mit mir haben durfte. CHRISTLICH SIEHT GANZ ANDERS AUS!!!

      Die WTG stellt sich selbst bloss - ihr sogen. Prdeigtdienst ist wie Schall und Rauch... nämlich durch ihr Fehlverhalten absolut wirkungslos.

      LG Markus1

       

  20. Nuknuk an bert

    Lieber bert

    Wunderbar geschrieben Wer es nicht erlebt hat kann es kaum glauben.

    Danke dafür lg

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