Das “Theokratische Gesetz” der Wachtturm-Gesellschaft…

…und die «Institutio religionis Christianae» des Johannes Calvin

Wie Genf unter Calvins Herrschaft geriet

Zu Beginn möchte ich ein Zitat aus der «Institutio» von Johannes Calvin wiedergeben:

“Klar möge hier umschrieben sein die Macht, mit der die Prediger der Kirche bekleidet werden sollen. Da sie als Verwalter und Verkündiger des göttlichen Wortes bestellt sind, haben sie alles zu wagen und alle Großen und Mächtigen dieser Welt zu zwingen, sich vor der Majestät Gottes zu beugen und ihm zu dienen. Sie haben allen zu befehlen vom Höchsten bis zum Niedrigsten, sie haben die Satzung Gottes aufzurichten und das Reich des Satans zu zerstören, die Lämmer zu schonen und die Wölfe auszurotten, sie haben die Folgsamen zu ermahnen und zu unterrichten, die Widerstrebenden anzuklagen und zu vernichten. Sie können binden und lösen, den Blitz und den Donner schleudern, aber all dies gemäß Gottes Wort.”

Die «Institutio» des Calvin war eine Sammlung von Regeln, Geboten, Verboten und Vorschriften zur «Kirchenzucht». Alles war verbindlich und jedes Abweichen davon wurde mit harten Strafen bis zur Todesstrafe belegt.

Die Quelle seiner Macht

Calvin war gerade einmal 26 Jahre alt, als er seine «Institutio» geschrieben hatte. Nachdem sie geschrieben und veröffentlich war, wurde er vom Genfer Rat als Prediger angestellt. Schon bald stellte sich heraus, dass er fest entschlossen war, seine «Institutio» zum eisernen Gesetz in Genf zu machen. Aber wie sollte das möglich sein, da die eigentliche Macht in den Händen des Stadtrates lag? Calvin wusste Rat. Sein mathematisch arbeitender Verstand gab ihm ein Mittel in die Hand, um die ganze Stadt unter seine Faust zu zwingen: Die Exkommunikation!

Als Prediger verweigerte er missliebigen Personen die Teilnahme am Abendmahl. Er verweigerte ihnen Brot und Wein, vor den Augen der ganzen Gemeinde. Wem das widerfuhr, der war bürgerlich erledigt, denn niemand wagte es danach, mit ihm Geschäfte zu machen oder mit ihm Umgang zu haben. Für jeden Betroffenen bedeutete dies den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ruin. Mit der Exkommunikation wuchs Calvins Macht ins Groteske und er nutzte sie geschickt und rücksichtslos aus, um sie zu erhalten und auszuweiten. Er stärkte in einem nicht zu überbietenden Ausmaß die Autorität der geistlichen Macht – seiner Macht!

Die Folgen seiner Herrschaft

Das Leben in Genf wurde unter seiner Herrschaft grau, trostlos und stickig. Alles, was irgendwie an katholische Sinneslust erinnerte, wurde ausgelöscht. Das Leben hatte aus Arbeit und Gebet zu bestehen. Religiöse Tätigkeiten, wie der Besuch der Kirchen am Sonntag, wurden zur Pflicht für jeden. An die Stelle der Freiheit eines Christen, wie sie Luther gefordert hatte, trat hier die Versklavung unter den Willen eines einzelnen Menschen. Die menschliche Freude wurde durch eine grotesk-sektiererische Gottesfurcht erstickt. Angst regierte das Leben in Genf.

Um die «Institutio» zur Geltung zu bringen, ging eine Sittenwache auf die Straßen, Plätze und in die Häuser, um jede Laxheit und Übertretung zu ahnden. Überall lauerten Spione und in Genf mehrten sich die Sykophanten. Jeder misstraute jedem, jeder belauerte jeden, jeder konnte jeden anzeigen. Und über allem thronte Johannes Calvin als unanfechtbare Autorität, die allein von Gott ausersehen war, seinen Willen, ja sogar Gut und Böse, zu erklären! So jedenfalls hatte er sich geäußert.

Der Mund Gottes

Für Calvin gab es daher nur den absoluten Gehorsam, denn er sah sich als Sprachrohr (Mitteilungskanal) Gottes. Was er sagte, war göttliches Wort und hatte Gesetzeskraft. Mit Hilfe der Exkommunikation konnte Gehorsam erzwungen werden und Calvin führte dies, ohne jede Ausnahme und ohne Skrupel, aus.

Calvin forderte, dass alles gemäß der Bibel zu entscheiden sei. Aber was die Bibel als den Willen Gottes auswies, das bestimmte er selbst! Sein Wort in Sachen Bibeldeutung war das erste und das letzte. Er gestattete niemanden, hieran zu rütteln. Kritiker ließ er verfolgen oder ermorden (Miguel Servet), indem er den Rat der Stadt zwang, seinem Willen gefügig zu sein.

Gerade Calvin bewies der ganzen Welt, wie man die Bibel missbrauchen kann und doch den Eindruck erweckt, sich treu daran zu halten. Das war schlaue Theologie, wie sie später die Jesuiten, in der Gegenreformation, zur Vollendung brachten.

Sie und Calvin waren Meister darin, die Bibel für ihre Zwecke zurechtzubiegen. Auch wenn man sich selbst widersprach und doppelzüngig argumentierte, tat das ihrer Autorität keinen Abbruch. Die Masse lebte dumpf dahin und war schon immer autoritätsgläubig, ohne wirklich gottgläubig zu sein. Furchtsam und servil ließ sie sich hin- und herschieben. Von jedem Wind der Lehre getrieben irrten sie dahin und gewöhnten sich das Gewissen und das eigene Nachdenken ab.

Calvin hatte natürlich Mittäter, einige willige und von vorauseilendem Gehorsam getriebene Menschen, die ihm alle «Schmutzarbeit» abnahmen. Er selbst war zu zart, um sie auszuführen – ein Stubenhocker, der unermüdlich an seinen Predigten und Büchern arbeitete. Das Leben sah er eigentlich nur durch das Fenster seiner Studierstube. Frau und Kinder hatte er nicht, um seinen Broterwerb musste er sich auch nicht kümmern. Er war ein Gelehrter, der aber keine Leitsterne für sein mathematisch-scharfes Denken hatte, wenn wir darunter das Gewissen, die Bibel, die Ehrlichkeit, die Barmherzigkeit, die Menschenliebe und den Geist Gottes verstehen wollen.

Unter Calvin bekam das Wort des Reformators Sebastian Franck seine volle schreckliche Bedeutung: «Der Buchstabe ist das Schwert des Antichristen!» Mit diesem Schwert herrschte Calvin in Genf! Durch seine Sonderlehren (z. B. die Prädestination) machte er das Wort Gottes teilweise ungültig, wie es schon die jüdischen Gesetzeslehrer getan hatten (Mat. 15:2–8). Dadurch entfremdete man die Menschen von Gott, statt sie zu ihm zu führen. Calvin stellte sich (er nannte es Kirche»– wir sagen «Organisation») als Heilsvermittler dar. Nur durch ihn kam man in Gottes Reich. Und ebenso krass sah es die Katholische Kirche.

Ein Beispiel aus der Neuzeit

Verlassen wir nun Calvin und wenden uns einer anderen, in diesem Zusammenhang interessanten Person zu: Fred. W. Franz. Wie viel hatte er mit Calvin gemeinsam? Schon sein äußeres Leben erinnerte an Calvin: Beide waren männlichen Geschlechts, aber auch nicht mehr. Beide sahen sich lieber in der Studierstube, als im Leben. Beide waren scharfe Denker und beide hatten, in dieser Hinsicht, eine zu hohe Meinung von sich (während sich Calvin als Verkünder des göttlichen Willens sah, meinte F. Franz der einzige zu seiner Zeit lebende Lehrer zu sein, der die Bibel richtig erklären könne.)

Beide Männer konnten ihre Gefühle je nach Bedarf ein- und abschalten, wirkten aber für viele als empathiearm. Beide bogen sich die Bibel mit Scheinargumenten nach ihrem Gutdünken zurecht und hatten keine Bedenken, sich selbst zu widersprechen und doppelzüngig und orakelnd vieldeutig zu sein. Für beide war der «Apparat» (die Kirche oder die Organisation) zu einem Götzen geworden, mit dem sie ihr persönliches Leben fest verbunden hatten. Alles wurde irgendwie mit der Bibel «begründet, am besten mit Geschichten aus dem AT, aber es handelte sich um dieselben Scheinargumente, wie sie auch die jüdischen Gesetzeslehrer verwendeten, um das Wort Gottes ungültig zu machen. Das Raffinierte daran war die teuflische Mischung aus mitunter erhebenden und großartigen Gedanken und der hässlichen Lüge!

Der äußere Schein und die Wirklichkeit

Auch Fred Franz erweckte den Anschein von Rechtschaffenheit und hoher Achtung der Moral, aber die Wirklichkeit sah mitunter recht nüchtern aus. Es machte auch Franz nichts aus, von einem Tag auf den anderen seine Meinung zu ändern (wie es sein Neffe R. Franz geschildert hat), aber im Allgemeinen gegen jede Veränderung zu sein, welche die Macht und Autorität der WTG hätte schwächen können. Man darf dabei nie übersehen, dass die WTG eigentlich das geistige Kind von Rutherford und F. W. Franz’ ist. Beide schufen die Sonderlehren, die Zeugen Jehovas noch heute kennzeichnen. Nach dem Tode Rutherfords wurde F. Franz als “das «Orakel der Gesellschaft”« bezeichnet. Die meisten Bücher wurden von ihm geschrieben. Wenn Fragen auftauchten, wurde sie an ihn weitergereicht. («Fragt Freddy, der weiß es!») Und er bastelte mitunter recht seltsame Antworten, die er scheinbar biblisch begründete. Das wurde veröffentlicht und war dann für alle Zeugen Jehovas verbindlich. Wer sich nicht danach richtete, konnte ausgeschlossen werden. Und hier sehen wir dasselbe Machtinstrument Calvins in den Händen der WTG: Dort die Exkommunikation und hier der Gemeinschaftsentzug.

Die vielen Antworten von F. Franz wurden gesammelt und veröffentlicht. Sie erschienen in Büchern für den internen Gebrauch: Die “Correspondence Guidelines” (Richtlinien für die Korrespondenz der Zweigbüros), das Buch “Hütet die Herde Gottes” (Anleitung für die Arbeit der Versammlungsältesten). Auch das Organisiert-Buch dürfen wir dazu rechnen. Hier erhielten sie Gesetzescharakter und wurden als «Theokratisches Gesetz» rechtsverbindlich für alle Zeugen Jehovas! (In dem Buch “Gebt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde”, wird gesagt, dass Christen einer neuen Rechtsordnung unterstehen. Es wird behauptet, dass das Gesetz des Christus aus einer Sammlung von Regeln für christliches Verhalten bestehe!)

Straffe Reglementierung statt christliche Freiheit

Es ist nicht zu übersehen, dass dieses «Theokratische Gesetz» sich, ebenso wie die «Institutio» des J. Calvin, in das innere, private Leben der Gläubigen einmischt und alles zu reglementieren sucht. Und es ist auch nicht zu übersehen, dass diese Regeln oft genug Themen berühren, über welche das klare Wort Gottes nichts sagt. Hier geht man ganz klar über das hinaus, was geschrieben steht. (1. Kor. 4:6) Gerade auf diesen Gebieten muss jeder Christ mit und nach seinem Gewissen entscheiden, hier muss er unter Gebet, der Wirkung des Geistes und gemäß seiner biblischen Erkenntnis selbst entscheiden. Diese Entscheidung darf ihm nicht durch ein pharisäisches Regelwerk abgenommen werden, denn jeder trägt seine eigene Verantwortung.

Die Freiheit des Christen

Nun wissen wir, dass Christen vom Gesetz Mose befreit sind; es hat für sie keine Bedeutung mehr, wenn es um ihre Rettung geht. Das soll nicht heißen, dass die Moralität des Gesetzes Moses seine Gültigkeit verloren hätte. Jesus hat das ganze Gesetz so zusammengefasst: «Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst!» Das ist übrigens auch das Gesetz den Neuen Bundes, unter dem Christen durch die Vermittlung Jesu Christi stehen! Das Gesetz der Liebe wird auch als das Gesetz des Christus» bezeichnet. (Gal. 6:2; 1. Joh. 4:21)

Das Gesetz des Christus wird auf Herzen geschrieben

Das ist ja gerade das Großartige dieses «Gesetzes des Christus: Es ist, gemäß den Worten des Neuen Bundes (Jer. 31:31–34), auf die Herzen geschrieben! Das ist das Entscheidende, was dazu führt, dass man das göttliche Gesetz verinnerlicht hat, dass es die Triebkraft des Lebens geworden ist und eben nicht aus Angst vor Strafe befolgt wird, sondern weil man es als Mensch so und nicht anders will. Es wird befolgt, weil der innere Mensch keine andere Möglichkeit weiß, als diesem göttlichen Gesetz zu folgen, weil es das wirkliche Glück für jeden bedeutet, der es so will. Und jeder, der nach diesem Gesetz des Christus leben will, erfährt an sich selbst den Segen der Gottverbundenheit. In dieser Gottverbundenheit ruht er sicher und braucht keine menschlichen Zuchtmeister mehr, die den Gehorsam mit Gewalt erzwingen wollen.  Unter dem Neuen Bund hat ein Umdenken stattgefunden! Hier lesen wir in Jeremia 31:

“Der neue Bund, den ich mit dem Volk Israel schließen werde, wird ganz anders sein [als der Gesetzesbund]», spricht Jahwe. «Ich schreibe mein Gesetz in ihr Herz, ich lege es tief in sie hinein. So werde ich ihr Gott sein und sie mein Volk. Dann muss keiner mehr den anderen belehren, niemand muss mehr zu seinem Bruder sagen: «Erkenne doch Jahwe!» Denn alle werden mich erkennen, vom Geringsten bis zum Größten», spricht Jahwe. «Denn ich werde ihre Schuld vergeben und an ihre Sünde nicht mehr denken.»

Das Gesetz des Christus braucht keine Zusätze!

Dieses «Gesetz des Christus» braucht nirgendwo neu formuliert werden, es braucht keine menschlichen Zusätze und Auslegungen, weil es durch die Bibel, das Leben Jesu und sein Vorbild schon festgelegt ist. Es braucht keine Verdeutlichungen und schon gar keine Verfälschungen, weil das Gewissen, durch dieses «Gesetz des Christus,» seine volle Macht über uns erhält! Das ist dann der Glaubensgehorsam, den Jesus gefordert hat. Aber eine Sammlung von Regeln hat damit nichts zu tun, weil sie ja auch Bereiche umfassen, die, nach Gottes Willen, dem Gewissen des einzelnen Menschen überlassen bleiben sollen. Gesetzes- und Regelsammlungen drängen das Gewissen beiseite, machen es unwirksam und manipulierbar. Sie versklaven den Menschen. Wer das für sich zulässt, lässt auch zu, dass er von Gott entfremdet wird! Wer solche Sammlungen anfertigt, macht diese selbst zu einem Kriterium für Gerechtigkeit. Und das ist gegen Christus, das ist gegen den Sinn seines Erlösertodes!

Das «Theokratische Gesetz» und auch die «Institutio» nehmen dem Menschen seine christliche Freiheit ab, die darin besteht, Gott völlig freiwillig und aus wahrhaftiger Liebe zu dienen. Das Motiv für dieses Dienen ist und bleibt die Liebe! Gerechtigkeit bekommt man nur durch den Opfertod Jesu, die Barmherzigkeit und die Gnade Gottes; man bekommt sie nicht durch das Abarbeiten von Menschengeboten, denen man aus Furcht vor Strafe gehorcht!

Die Apostel hatten kein Regelwerk nötig!

Wie erfrischend anders waren die Apostel in dieser Hinsicht! In ihren Briefen findet man nur spärliche Regelungen. Paulus ging über einen vernünftigen Rahmen nicht hinaus! Er gab z. B. Rat für die Ordnung in christlichen Zusammenkünften, erwähnt aber keine Einzelheiten. Er schrieb über Richtlinien für Ernennungen von Dienern, über die Hilfeleistungen für Bedürftige, über Spenden und die Rücksichtnahme auf das schwache Gewissen anderer. Wir finden Hinweise, wie man Rechtsstreitigkeiten unter Geschwistern beilegen soll, über die Zurechtweisung von reuelosen Sündern und das «Heiraten im Herrn.

Er beschreibt ausführlich die Pflicht, den staatlichen Gewalten zu gehorchen und warnt vor falschen Lehrern.  Damit ist der Kreis schon durchschritten! Die Apostel bewiesen einen großen Respekt vor der Freiheit ihrer Geschwister. Für sie stand obenan immer der gesunde Sinn, die Vernünftigkeit, die Liebe und die Wirkung des Geistes Gottes. Ja, sie vertrauten auf die Leitung der Versammlungen durch Jesus Christus. Kleinliche Regelungen findet man bei ihnen nicht! Und das war nur möglich, weil man den Brüdern vertraute und auf die Kraft des Heiligen Geistes baute.

Mag ich nicht (31)

69 Kommentare zu “Das “Theokratische Gesetz” der Wachtturm-Gesellschaft…

  1. M.N.

    Ihr Lieben,

    schon oft wurde hier in diesem Forum das unbiblische und nichtchristliche "Leistungsevangelium" der JW.Org ("Sich selbst erretten durch das Erbringen von Hochleistung", auch "Werkheiligung" genannt) auseinandergenommen und seines Irrtums überführt.

    Nun aber präsentieren JW.Org-Dogmatiker auf S. 6 des "Unser Leben und Dienst als Christ-Arbeitsheftes" für Okt. 2017 unter der Überschrift "Gib Jehova (i. e. der JW.Org) dein Bestes" eine graphische Illustration dieses "Leistungsevangelium" nebst zugehöriger Erläuterung, die in ihrem eklatanten Irrtum und in ihrer krassen Falschheit alles bisher diesbezüglich Dagewesene verblassen lässt:

    https://www.jw.org/de/publikationen/jw-arbeitsheft/oktober-2017-mwb/programm-fuer-23-29okt/gib-jehova-dein-bestes/

    Ein ewiger "Selbsterrettung durch Leistung bringen"-Kreislauf: Leistung führt zu Errettung führt zu noch mehr Leistung führt zu noch mehr Errettung führt zu NOCH mehr ... pchchchch

    Neben dem völligen Fehlen jeglichen Hinweises auf Jesus Christus als zentralen Faktor der Errettung wird die Irrlehre, es hinge einzig und allein vom Ausmaß an "Anstrengung", "Einsatz", Leistungs- und "Opferbereitschaft" ("Sein Bestes geben") etc. eines Menschen ab, ob er "Gottes Gunst" und "Wohlgefallen", und damit "Rettung" und "Ewiges Leben" "erlangen" könne, hier noch überboten, indem die abstruse Vorstellung vermittelt wird, durch "ewige Leistungssteigerung" in einen sich immer schneller und ewig drehenden Kreislauf des "Erhalts von immer mehr Segen von Gott" eintreten zu können, wodurch Gott sozusagen "angereizt" oder gezwungen würde, einen Menschen immer mehr zu lieben und zu "segnen". Das ist "heidnischer" Animismus in Reinform. Gottes Liebe muss sich DURCH MALOCHE, durch "Sein Bestes geben" ERARBEITET, ERDIENT, VERDIENT und ERKAUFT werden - im Klartext: Durch das angestrengte Abarbeiten ("harte Arbeit" - eine Lieblingsvokable in JW.Org-"Beleerung") des nie enden wollenden Katalogs an Anweisungen, Erlassen, Bestimmungen, Direktiven, Edikten, Regeln, Vorschriften ... der JW.Org, die als "Sprachrohr" und "Mundstück Gottes" dieselben auf die Menschheit loslässt.

    Diese Graphik verdeutlicht auf krasse Weise mehrere Grundfehler jeglicher "Werkheiligungs- und Leistungsevangelien" vom Schlage dessen der JW.Org:

    1. Nicht der MENSCH durch seine LEISTUNG, sondern GOTT durch seine LIEBE bestimmt, dass der Mensch in eine Beziehung zu Ihm gelangen kann. Nicht beim Menschen "geht es los", sondern bei Gott (die "1" in der JW.Org-Graphik ist also grundfalsch gesetzt): "Christus ist, ALS WIR NOCH KRAFTLOS WAREN, ... gestorben. ... Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, ALS WIR NOCH SÜNDER WAREN, für uns gestorben ist." - Röm 5,6.8; "ES LIEGT NICHT an dem Wollenden, auch nicht AN DEM LAUFENDEN (an dem, der sich laufend anstrengt), SONDERN AN dem sich erbarmenden GOTT." - Röm 9,16; "Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, DIE WIR IN DEN VERGEHUNGEN TOT WAREN (NWÜ hat "Als wir in Verfehlungen tot waren), mit dem Christus lebendig gemacht - DURCH GNADE seid ihr gerettet!" - Eph 2,4.5; "[Gott] rettete uns, NICHT AUS WERKEN, DIE ... WIR GETAN HÄTTEN, sondern nach seiner Barmherzigkeit." - Tit 3,5; "Hierin ist die Liebe: NICHT DASS WIR GOTT GELIEBT HABEN, SONDERN DASS ER UNS GELIEBT und seinen Sohn gesandt HAT als eine Sühnung für unsere Sünden. ... WIR LIEBEN, WEIL ER UNS ZUERST GELIEBT HAT." - 1Joh 5,10.19; Großschreibung hier und in nachfolgenden Bibelzitaten hinzugefügt.

    2. Nur durch Jesus Christus gelangt der Mensch zu Gott und bleibt in Gottes Liebe – nicht durch eigene Werke: "ICH bin der Weg ... Niemand kommt zum Vater als NUR DURCH MICH." - Joh 14,6; "Es ist IN KEINEM ANDEREN DAS HEIL (die Rettung); denn auch kein anderer Name (außer dem von Jesus Christus ) unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen." - Apg 4,12; "DAS BLUT JESU, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde." - 1Joh 1,7

    3. Nicht der Mensch steht am Anfang einer Beziehung zum Schöpfer, sondern GOTT durch Jesus Christus: ZUERST erfolgt Annahme des Menschen aufgrund göttlicher Gnade; DANN werden "Glaubenswerke" aus Dankbarkeit vollbracht. "DURCH GNADE seid ihr gerettet! ... AUS GNADE seid ihr gerettet durch Glauben, und das NICHT AUS EUCH, Gottes Gabe ist es; NICHT AUS WERKEN, DAMIT NIEMAND SICH RÜHME." (!!!) - Eph 2,5.8. Gemäß dem WTG-illustrierten "Leistungsevangelium" jedoch müssen ZUERST Werke verrichtet werden; erst dann kann der Mensch – aufgrund dieser Werke – angenommen werden. Betreffs der diesbezüglichen JW.Org-Falschauslegung von Jak 2,26 "Glaube ohne Werke ist tot" siehe den Eintrag "Glaubenswerke" im Glossar.

    4: Durch das Eintreten in eine Gottesbeziehung tritt der Mensch nicht in eine "FREUNDSCHAFT mit Gott", sondern in eine Gottes-KINDSCHAFT ein: "ALLEN aber, DIE IHN [Jesus Christus] AUFNAHMEN, denen gab er das Anrecht, KINDER GOTTES ZU WERDEN, denen, die an seinen [Jesu Christi] Namen glauben." - Joh 1,12; "ALLE, die sich von Gottes Geist leiten lassen, SIND SEINE SÖHNE ´UND TÖCHTER`." – Röm 8,14 laut NGÜ; "IHR ALLE SEID ALSO SÖHNE UND TÖCHTER GOTTES, weil ihr an Jesus Christus glaubt und mit ihm verbunden seid." - Gal 3,26 laut NGÜ. Mehr hierzu siehe unter "Kinder Gottes" im Glossar.

    Wie es scheint, erhebt sich die JW.Org zu immer neuen Höhen der Irrlehre und der Irreführung. Die Phantasie ihrer Apologeten im Ersinnen immer neuer Irrtümer zum Zwecke der Förderung rein menschlicher JW.Org-Interessen - unablässiges Antreiben und Einpeitschen der Herde zu immer größerer Leistungssteigerung ("Mehr mehr NOCH meeeeeeehr tun") - scheint wahrlich keine Grenze zu kennen.

    Gruß,
    M.N.

    1. turtle@M.N. und Alle

      Und auf der nächsten Seite mit den wilden Tieren aus der Danielprophezeiung  - was ist das für ein seltsames Wesen über dem Maul des Drachen (Alien?). Das Ding sehe ich nicht zum ersten Mal in ihren Publikationen. Fällt das denn nicht langsam auf?

      1. M.N. @ turtle

        Hallo turtle,

        Beziehst Du Dich auf die Illustration zur "Zusatzfrage" zu Dan 7,8.24 auf S. 3?

        Falls ja, dann soll dies das "andere, kleine Horn" sein, an dem "Augen wie Menschenaugen und ein Mund, der große Worte redete" sind und welches sich nach derzeit gültiger, hanebüchen/willkürlicher JW.Org-Auslegung auf die "Letzte Weltmacht der biblischen Geschichte", i.e., "Anglo-Amerika" beziehen soll (und soll gleichbedeutend mit dem zweihörnigen "Wilden Tier" aus Offb 13,11 sein.) Nix "Alien" - das in Dan geschilderte Tier ist nicht identisch mit dem Drachen aka Urschlange, welches laut Offb 12,9-Selbstauslegung den Teufel symbolisiert. Wiederum laut derzeit gültiger JW.Org-Auslegung soll dieses vierte Tier ("furchtbar und schreckenerregend und außergewöhnlich stark, und es hatte große eiserne Zähne; es fraß und zermalmte, und den Rest zertrat es mit seinen Füßen. Und es war verschieden von allen Tieren, die vor ihm waren, und es hatte zehn Hörner") das "römische Weltreich" darstellen. Betreffs dieser historisch völlig unhaltbaren Interpretation heißt es im Glossar unter "Kleines Horn":

        Heißt es in Dan 8,21 klar, der Ziegenbock stehe für Griechenland, dessen großes Horn für den "ersten König" (was sich geschichtlich durch Alexander dem Großen erfüllt hat) und im V. 22, die 4 Hörner verwiesen auf 4 nachfolgende Reiche(die den 4 Alexander nachfolgenden Diadochenreichen entsprechen könnten), so wird betreffs des neuen "kleinen Horns" außer den in den Versen 9-12 sowie 13-17 nichts gesagt, das es erlauben würde, eine exaktwissenschaftliche Zuordnung zu einer historischen Gestalt oder einem Reich vorzunehmen. WTG-Dogma jedoch will, dass sich dieses Horn auf die "Letzte Weltmacht der biblischen Geschichte", i.e., "Anglo-Amerika" bezieht (und ist gleichbedeutend mit dem zweihörnigen "Wilden Tier" aus Offb 13,11), obgleich dies – betreffs Dan Kap. 8 – einen "brutalen" Zeitsprung von 2200 Jahren bedeuten würde sowie, dass "Anglo-Amerika" aus Griechenland und den 4 Diadochenreichen entsprungen sei, was – historisch betrachtet – Unsinn ist. Betreffs Dan 7 sind es immerhin noch fast 1000 Jahre, vom Ende des römischen Reiches angerechnet. Um mit dieser "Merkwürdigkeit" zu Rande zu kommen, wird in einigen WTG-Zusatzerklärungen "Geschichtsakrobatik" betrieben, indem versucht wird, eine direkte "kulturelle Entwicklungslinie" von Griechenland zu Groß-Britannien und den U.S.A. herzustellen, unter Auslassung und Umgehung des nach Griechenland herrschenden römischen Reiches, womit – gewaltsam und historisch unkorrekt – eine Scheinkongruenz von WTG-Auslegung mit Dan 8 hergestellt werden soll. Betreffs Dan 7 beeilt sich die WTG, die kulturellen Entwicklungslinien zwischen Rom und Anglo-Amerika "nachzuweisen", gerade so, wie es eben passt.

        Ebenfalls "problematisch" in WTG-Auslegung ist die Tatsache, dass es – nur und gerade – unter dem Schutz der U.S.A. der WTG und ihrer "Religion" möglich war, sich so frei zu entfalten, wie es geschah und dies auch weiterhin tut, wenn man bedenkt, dass Daniels Beschreibung des "Kleinen Horns" als einer Entität, die ganz offensichtlich gottfeindlich agiert, in keiner Weise mit den Gegebenheiten übereinstimmt, wenn man von der kurzen und selbstverschuldeten "Verfolgung" der WTG in 1918-19 absieht (siehe "Babylonisches Exil"), die sich letztlich unter der Ägide neuer U.S.-Bundesrichter für die WTG zum Guten wendete. Die WTG "beißt" hier also "die Hand, die sie nährt".

        (Zitatende)

        JW.Org-Auslegung "Das kleine Horn stellt UK & USA dar" lässt sich geradewegs auf den allererlauchtesten ZJ-Chefideologen und-Ziehvater "Richter" Rutherford und seinen aus seiner Inhaftierung 1918/19 entspringenden Hass auf die U.S.-Regierung zurückführen: Das "Kleine Horn" ist ja soooo böse böse BÖÖÖÖÖSE - es kann ja gar nicht anders sein, als dass dies die verruchte, böse, korrupte und stolze Ami-Regierung darstellt, die es gewagt hat, Jupp und seine Mannen ob ihrer demagogischen Vitriol- und Giftgalleproduktion einzulochen. Und wegen seines "Stolzes" und seiner geschwollenen Reden (who is talking???) kriegt das "Kleine Horn" am Ende vom lieben Jeehoovaa gewaltig eins aufs Maul dafür, dass es gewagt hat, an Jupps (der WTGs) Lack zu kratzen und ihm seinen Whiskey wegzunehmen. Die Sinnhaftigkeit oder -losigkeit solcher Phantastereien erfordert keine weiteren Analysen mehr - ab in die Tonne damit!

        Gruß,
        M.N.

        1. turtle@M.N.

          Vielen Dank M.N. für deine ausführliche Erklärung. Da bin ich wohl übers Ziel hinausgeschossen.

          LG, turtle

  2. Nick

    Dann wird es auch bald kein

    Trolley mehr geben, wenn die Literatur eingestampft wird.

    Oder?

    Lg Nick

    1. Aufklärer

      Der Verwaltungsrat der Zeugen Jehovas fordert 25 Millionen Dollar. Jw.org wächst.
      El Cuerpo gobernante de los testigos de Jehová pide 25 millones de dólares. Jw.org Crecer.
      https://www.youtube.com/watch?v=x1WcX64cnGE

       
      A pesar de contar con un fondo de socorro para desastres, el cuerpo gobernante de los testigos de Jehová ha solicitado que se donen entre 20 y 25 millones de dólares. Es llanamente un robo en despoblado, además se solicita lo hagan en las cajas de los salones, para que no tener que dar parte a las autoridades sobre ese dinero.

      Trotz eines Katastrophenfonds hat der Verwaltungsrat der Zeugen Jehovas Spenden in Höhe von 20 bis 25 Millionen Dollar gefordert. Es handelt sich offensichtlich um einen Raubüberfall bei der Entvölkerung, außerdem wird dies in den Kisten der Hallen gefordert, so dass es keinen Teil der Behörden über dieses Geld geben muss.

      1. Birgit

        Birgit@Aufklärer

        Vielen Dank für den sehr interessanten Link.Habe jede Menge Antworten übersetzt aus dem Link.

        Wie ich das sehe,ist es wohl der letzte Raubzug gegen ihre Mitglieder.Wenn da nicht alle Glöckchen leuten!!!Der Verein bricht zusammen wie ein Kartenhaus.Jetzt wird mitgenommen was geht.Es wird jetzt spannend,rasend schnell kann es gehen.Wie froh ich doch bin diesen falschen Christen entkommen zu sein...Dank unserem Schöpfer,heiliger Vater und seinem liebsten Sohn Jesus Christus ...unser einziger König.

        LG Birgit

  3. O.W.Schön@Ordnungszahl 83

    RELIGIÖSE LÜGEN

    Lieber O83,

    ich möchte Dir gerne mit zwei Zitaten einen herzlichen Gruß senden, über BI Aktuell, und an unseren gemeinsamen Aufwach-Prozess erinnern, der vor knapp 2,5 Jahren seinen Anfang nahm:

    "Unser Denken steckt in eingefahrenen Bahnen fest, in einem Denkmuster, das dem Willen Gottes entgegengesetzt ist. Das Gelingen des christlichen Lebens hängt davon ab, dass wir uns aus dieser Gewohnheit lösen und eine Bahn betreten, die durch biblische Wertvorstellungen und Denkweisen gekennzeichnet ist" (Doug Moo)

    Es ist so befreiend für uns damalige BI Leser gewesen, all die JW.ORG Lügen hinter uns gelassen zu haben! "Gottes Liebe muss man sich verdienen" wollten sie uns Glauben machen. "Gott hasst die Sünde und den Sünder" wollten sie uns einreden. "All meine Probleme werden durch meine Sünden verursacht" haben sie uns ins Ohr geflüstert. "Es ist Christenpflicht alle Bedürfnisse anderer zu erfüllen" sollten wir verinnerlichen. "Ein guter Christ ist nicht zornig, besorgt oder deprimiert" wollten sie uns suggerieren. "Gott kann mich nur gebrauchen, wenn ich geistig stark bin" säuselte es von der Bühne aus zu uns hinunter.

    Nur durch die Wahrheit über die Wahrheit von jw.org wurden wir frei, unseren Weg eigenständig in Christus zu gehen und BI Aktuell war unsere kommunikative Plattform des befreienden und auch schmerzhaften Prozesses der Bewusstwerdung der religiösen Lügen mit denen wir gefüttert wurden.

    Mit den Worten von Jan Hus sage ich herzlichen Dank an dich, lieber O83, für so manche spannenden und erheiternden Kommentare und auch an BI Aktuell für deren Zeit, Geld und große Mühe!!!

    "Suche die Wahrheit, höre auf die Wahrheit, lehre die Wahrheit, liebe die Wahrheit, bleibe bei der Wahrheit und verteidige die Wahrheit bis zum Tod." (Jan Hus)

    Viele Grüße

    O.W.S.

     

     

    1. Ordnungszahl 83 (kristallin)

      Lieber O.W.Schön, ein außerordentliches Dankeschön für Deine überraschenden Grüße, ich habe mich sehr gefreut. Danke, dass Du an mich gedacht hast und auch danke für die wahrheitsliebenden Zitate, mit denen Du die Org-Lügen angreifst.

      Das Gute ist ja, dass die Wahrheit meist in der Lüge steckt, als Negstiv, als Gegenteil quasi. Eine Hälfte eines Dualismus offenbart die andere. Die Lüge offenbart über ihre Bauart die Form der Wahrheit.

      (Laut Wiktionary ist das Gegenwort zu hell "dunkel", und "trocken" ist das Gegenteil von nass. Yin und Yang und schön und gut. Aber bei der Taube steht da als Gegenwort Falke. Falke?! Das Gegenteil einer Taube ist ein Falke?! Das Gegenteil von einer Taube könnte ebenso gut eine VitaminB12-Brausetablette oder ein Flughafenchefchauffeur sein... aber Falke...Leute!)

      Gegensatzpaare sind praktisch. Nur muss man eines von Beiden benennen und erkennen, um das andere in seiner Funktion identifizieren zu können.

      WahrheitLüge
      oder
      LügeWahrheit

      "Der teure und verschwenderische, ne, der träumende und verstellte... na... also... der treue und verständige Sklave ist der einzige Kanal Gottes" verhält sich also umgekehrt zu der Aussage "Der treue und verständige Sklave ist nicht der einzige Kanal Gottes".

      Wer erkennt, dass der treue und verständige Sklave nicht der einzige Kanal Gottes ist, der hat das Selbstverständnis der LK schonmal als Lüge enttarnt.

      Auch ist die Aussage "wer sich von der Wahrheit zurückzieht, geht zugrunde" eine Lüge, die die vorhandene Wahrheit nur rumdreht; drehen wir sie richtig rum, sehen wir: wer sich von der Anführungszeichenwahrheitanführungszeichen zurückzieht, geht nicht zugrunde.
      Die Zeugen sind schädlich.
      Die permanente Lebensfeindlichkeit oder Relativierung von Lebensqualität ("Alles und Jeder da draußen ist schlechter Einfluss, verderbt, moralisch unrein, unehrlich, bösartig, vergnügungssüchtig etc - und wenn etwas oder jemand gut erscheint ist das entweder ein Köder vom Vogelfänger oder... das ist nicht 'das Königreich an die erste Stelle setzen'!") ist ein Nährmedium für Niedergeschlagenheit. Das ewige Berufen auf "Dellen in Backformen der adamischen Ursünde" führt und verführt doch dazu, dass unreife, unsensible, unfähige Menschen sich in Unverantwortlichkeit sich selbst und Unterwürfigkeit dem Sklaven gegenüber suhlen - und unglückliche, ungeliebte und unerfüllte Menschen in Unmündigkeit der "Glaubensführer" und Unakzeptanz sich selbst gegenüber getrieben und geschubst werden. "Wir sind ja unvollkommen" - die Ausrede der Unvollständigen.
      Und diese ewige Bedingtheit. "Du wirst von Jehova geliebt, UNTER DER BEDINGUNG, dass Du loyal zu ihm stehst." Die Bedingung steht über einem und grinst von oben herab. Immer steht man unter einer Bedingung, das allsehende Auge prüft grimmig und unterjocht so lange, dass man diese Widmung als Liebe versteht.
      Dadurch wird man nichtmal mit Füßen getreten, sondern zum Sohlen-mit-der-Zunge-reinigen gezwungen.
      Nein, wenn man bei den Zeugen ist, geht es einem nicht gut. Man sagt sich nur, dass es einem gut geht. So wie sich eine Schreibtischunterlage berührt und gekost fühlt, wenn man mit der Maus drüber rollt. Auch das ist eine Lüge.

      Wenn man erkannt hat, das das Gegenteil einer Lüge der Org erst die Wahrheit ist, hat man es gut.

      Das klingt so himmlisch einfach. Aber tatsächlich ist es höllisch schwer. Denn erst die Bereitschaft, eine Aussage als Lüge zu bezeichnen, gibt der Wahrheit Möglichkeit, als Sieger der Weltsichten hervorzugehen. Aber wer ist schon dazu bereit?!

      Alle Argumente sind verknüpft und aneinandergebunden.

      Der Sklave ist der auserwählte Kanal, weil er 1918/19 eingesetzt wurde, nach der Tempelinspektion von Jesus, der 1914 zu regieren begann, was man daran merkte, dass es so viele Katastrophen gibt, wie es ja schon von Gesalbten vorausgesagt wurde, wie schon der Sklave es verkündigte, und der ist ja der auserwählte Kanal, weil er 1918/19 eingesetzt wurde, nach der Tempelinspektion von Jesus, der 1914 zu regieren begann, was man daran merkte, dass es so viele Katastrophen gibt, wie es ja schon von Gesalbten vorausgesagt wurde, wie schon der Sklave es verkündigte, und der ist ja der auserwählte Kanal, weil er 1918 eingesetzt wurde, nach der Tempelinspektion von Jesus, der 1914 zu regieren begann, was man daran merkte, dass... O GOTT! EIN TEUFELSKREISLAUF! HIER KOMMT MAN JA NIE WIEDER RAUS!!! ...

      Fällt Eines, fällt Alles. Und die wenigsten Menschen (meist nur die Stärksten, weil sie sich dem stellen können und nur die Schwächsten, weil sie sonst alternativlos wären) möchten so eine Weltsichtsverschiebung, so eine kollosale Ideologie-Parralaxe ertragen müssen.

      Also halten sich die Zeugen mit Selbst(not)lügen über Wasser. "Jehova wird schon alles richtigstellen". Wenn es um Aktivität und Schaffensdrang geht, dann muss jeder ran: die Kleinen sollen Spenden, die Alten unterstützen und die Jungen in den Sonderdienst, und überhaupt ALLE sollen mitarbeiten und reichlich beschäftigt im Herrn sein. Wenn die Organisation auf den Klops kommt, über die JW-App bluetoothgesteuerte Steine mit Outdoor-Lautsprechern in Vorgärten auszulegen (Luk19,40), würden alle euphorisch mitmachen. Aber wenn es um Probleme geht.... nee. "Ach, Jehova macht das schon. Zu seiner Zeit."

      ...

      "Wenn ich es nicht wüsste, könnte ich es kaum glauben", sagte der abtrünnige mattgraue Lautsprecher-Kieselstein zum Gartenzwerg mit Spitzhacke und schlief ein.

      LG
      O83

      1. O.W.Schön@O82+1

        "FÄLLT EINES - FÄLLT ALLES!"

        Lieber O83

        einfach köstlich und ein Genuss, Deinen Kommentar zu lesen. Mit Witz und Humor und mit messerscharfer Logik .... der Org. auf den Zahn gefühlt; einfach herrlich!

        JW.Org versteht sich auf das Geschäft mit Lebenslügen, weil die Lebenslügen so wahr klingen, da sie uns seit Kindheit an bestens vertraut sind. Und was uns bestens vertraut ist, das klingt so bekannt, das klingt so logisch und das sieht irgendwie so richtig aus, das muss die Wahrheit sein!

        Und weil die JW.Org sich so gut auf das Geschäft mit Lebenslügen versteht, setzt sie stets Vertrautes mit Wahrheit gleich. Damit umgeht sie den analytischen Sachverstand und die Zensur der Ratio und der innere Autopilot der Zeugen verpackt zum Beispiel die "sich überlappende Generation" in die vertraute Schublade: Generation. Schwuppdiwupp ist die völlig unsinnige Lehre von einer sich überlappenden Generation ungefiltert durch das Ratio-Raster gerutscht und als Neues Licht in unseren Köpfen verankert.

        Kommentatoren wie Du durchdringen das Hirn-Gespinst einer von Gott auserwählten Organisation und decken mit viel Witz und auch Ironie dessen groteske und absurde Selbstherrlichkeit auf. Vielen Dank an alle Kommentatoren, die mit GEIST und WAHRHEIT den Schleier der Verblendung lüften!

        Schön von Dir zu lesen!

        O.W.S.

         

         

  4. Martin

    Habt ihr schon die neuesten Meldungen vernommen? Der Wachturm soll glaube ich nur noch alle drei Monate erscheinen. Das Buch: Was lehrt die Bibel wirklich? soll nicht mehr gedruckt werden und auch andere Publikationen sollen eingestampft werden. Viele Änderungen auf Jw.org.! Weiß jemand näheres?

    1. Boas

      Sie beseitigen ihre Spuren. Und bieten durch die Reduzierung des Lesestoffes weniger Angriffsfläche für Aufklärer. Auch sie lernen aus ihren Fehlern. Irgendwann wird es die Anweisung geben, alten Lesestoff selbst zu vernichten oder in der Versammlung zur ordnungsgemäßen Vernichtung abzugeben, weil er altem Verständnis der Bibel entsprechen würde. Und man dadurch sicherstellt, dass sich die Organisation Jehovas nur noch mit frischen geistigen Speisen beschäftigt, die dem neuesten Verständnis aus der Bibel entsprechen.

      Alle besonderen Fragen sollen, nach den neuesten Briefen an die Ältestenschaften, nur vom Zweigbüro aus beantwortet werden. Wodurch besser sicher gestellt ist, dass es keine offiziell zugänglichen Beweismittel für interne Lehren und Handhabungen mehr geben wird. So können wir als Lügner hingestellt werden, obwohl wir die Wahrheit sagen. Oder sogar als Straftäter, die das Briefgeheimnis verletzen. Schlau wie eine Schlange. Aber nicht so unschuldig wie eine Taube.

      1. Edelmuth an BOAS

        Guten Abend BOAS

        Sie gehen sogar noch weiter. Durch die Filme auf dem Smartphon werden keine Bibeltexte interpretiert oder besprochen, sondern Parabeln zur Bibel gezogen. Man kann ihnen nie etwas Falsches nachweisen, weil alles interpretierbar ist.

        Durch die Verwendung von Smartphons im Predigtdienst wird sichergestellt, dass die Lehren, so wie von ganz oben gewollt, verbreitet werden. Der Bruder predigt nicht mehr, sonder wird zum Smartphonhalter degradiert.

        Sicherlich werden seitens des Sklaven alle Auskünfte aus Gründen der Einschränkung der Nachweismöglichkeit mündlich erteilt. Aber auch hier gibt es Möglichkeiten die Aussagen beweisfähig zu machen. Mehr möchte ich dazu nicht verraten.

        Wenn alle besonderen Fragen nur noch vom Zweigbüro nach ausführlichem Nachforschen beantwortet werden, wird die Verantwortung auch an das Zweigbüro delegiert. Wenn Fehler gemacht werden war es nicht ein unbedarfter Ältester, sondern das Zweigbüro und das steht für die Leitende Körperschaft. Danach dürfen wir nur dann eine Beantwortung unserer Fragen erwarten, wenn die Antwort dem Sklaven nützt.

        Ede

        1. Boas@Ede

          Lieber Ede, eine sehr gute Erweiterung meiner Feststellung. Schon in den 90ger Jahren wurde gesagt, dass man älter Literatur (10 - 20 Jahre) nicht mehr lesen sollte, weil sie nicht mehr aktuell sei.

          Lieben Dank für Deine zusätzlichen Gedanken
          Boas

    2. Kirschblüte

      Hallo Martin,

      wo genau stehen dazu irgendwelche Info`s auf jw.org? Ich habe nichts gefunden.

      Kirschbluete

      1. Nick

        Das war ein Brief an die

        Versammlungen.

        lg Nick

    3. Hallo Martin,

      Mein Mann ist ja noch ZJ und geht ab und zu in die Versammlung.  Dort wurde es so begründet,  dass man mehr Aufmerksamkeit auf Gespräche mit den Menschen legen wollte.  Schließlich nicht mehr soviel auf Publikationen.

      Ich finde es schon  krass,  wie sie sich da jetzt wieder fein rausreden. Dann können sie ja auch die Berichtszettelchen neu drucken. Wieviel Gespräche hast du diesen Monat geführt?????

      Mir ist nur aufgefallen,  dass sie die Publikationen ständig updaten.  Da dann nichts mehr in gedruckter Form da ist, können sie ja jederzeit neues Licht leuchten lassen. Wahrscheinlich merken es die meisten dann nicht mal mehr. Echt traurig. Hoffentlich wachen noch viele auf.

      Gruß

      Dorkas

       

       

       

    4. Horst

      Lieber Martin,

      bezüglich Deiner Frage:

      Bitte scrolle mal zurück zu den Kommentaren bis zum 9. Oktober um 5:07 Uhr, da findest Du einen ausführlichen Bericht von unserem lieben Bruder M.N., der die Neuigkeiten direkt vom "annual meeting" berichtet.

      Herzl. Gruss Horst

    5. Paul.Z21

      Hallo Martin!

      Man kann nur vermuten dass es wieder mal juristische Gründe hat. Wahrscheinlich geht es sinngemäß darum, Beweismittel verschwinden zu lassen. Die Organisation muss ja schließlich rein erhalten werden und ausserdem was geht die LK schon ihr blödes Geschreibsel von gestern und vorgestern an. Längst überholt durch neues Licht aus der Dunkelkammer russelscher Pyramiden- und Wachtturm-keller! Grüße und eine schöne Woche! Paul

  5. man

    Halt ein geistiges Paradies in dem wir gut und gerne Leben!

    Na denn...........

  6. turtle

    Ich war mal wieder zu schnell:

    Fettdruck in dem WT-Auszug ist von mir

     

     

  7. Micha

    Lieber Norbert

    Zu Deinem Kommentar darüber, wie sich die WTG das Vereinfachen des Lebens (zu Gunsten der WTG versteht sich) vorstellt, hast Du als letzten Satz geschrieben.

    "Zu dieser Bibelauslegung fällt einem nichts mehr ein, oder?"

    Mir ist schon noch was eingefallen.

    Also ich würde mich von meinem Anzug und allen meinen Krawatten trennen. In dieser Uniform wird man oft verwechselt mit Bankern, Managern oder Anwälten. Ob das der Botschaft gut tut? Außerdem würde ich mir einen Bart wachsen lassen wie der Täufer. Auf die verblüfft- gequälten und strafenden Minen der Ältesten würde ich mich jetzt schon freuen.

    Gruß an alle in der Runde Micha

    1. lawmen

      Micha, auch ich habe mir meinen Teil gedacht.

      Ich habe ja inzwischen über 20 Jahre Distanz zu denen, aber bei denen schockt mich gar nichts mehr.

      Das mit dem neuen Sklavenkult kannte ich noch gar nicht. Habe es erst über diese Seite erfahren.

      Ebefalls einen Gruß an alle in diesem Forum

      lawmen

       

  8. Norbert@Alle

    Hallo ihr Lieben,
    Hier ein Auszug aus dem Arbeitsheft der Leben-und-Dienst-Zusammenkunft  Januar 2018 
    SCHÄTZE AUS GOTTES WORT Das Königreich der Himmel ist nah! Matth. 1-3

 

    Johannes stellte sein Leben komplett in den Dienst für Jehova und führte ein einfaches Leben. Das ließ auch sein Äußeres sofort erkennen. 
    Johannes hatte die Ehre, der Wegbereiter für Jesus zu sein. Das übertraf bei Weitem alles, was er aufgegeben hatte. 
    Wenn wir ein einfaches Leben führen, können wir uns mehr für Jehova einsetzen und werden zufriedener sein. Um sein Leben zu vereinfachen, könnte man . . .
    •   überlegen, was man wirklich braucht
    •   auf unnötige Ausgaben verzichten
    •   einen realistischen Haushaltsplan aufstellen
    •   sich von unnötigen Dingen trennen
    •   Schulden abzahlen
    •   seine Arbeitszeit reduzieren
    (Spenden einplanen nicht vergessen) 
    Johannes ernährte sich von Heuschrecken und wildem Honig
    Welches Ziel kannst du durch ein einfaches Leben leichter erreichen? 
    Zu dieser Bibelauslegung fällt einem nichts mehr ein, oder?

    1. turtle

      Hallo Norbert und alle Mitleser,

      das Ziel der LK ist eindeutig, haben sie selbst in der vorherigen Augabe, klar definiert:

      Wie können die anderen Schafe die Gesalbten unterstützen?

      Sie spenden von Herzen gern“

      (Leben und Dienst, Dez. 17, Seite 3), natürlich mit entsprechendem Bild, auf dem ein Spendenkasten mit Geldschein gefüttert wird.

      Wobei zu den Gesalbten ja wohl aus mehr als die 7 in Warwick gehören. Die zum Spenden Aufgerufenen könnten sich ja mal fragen: Bekommen alle Gesalbte was von den Spenden und wofür brauchen sie das Geld und wieso nur sie? Das Ganze wird dann kurz vor Weihnachten besprochen, wenn der eine oder andere vielleicht noch was von seinem Weihnachts— bzw. 13. Monatsgehalt übrig hat.

      Wer jetzt noch nicht im „Büssergewand“ herumläuft und sich nicht nur von „Heuschrecken und wildem Honig“ ernährt und sich vielleicht die Frage stellt:

      “Warum demjeniegen etwas geben, der schon alles hat?“

      Der bekommt die Antwort im Januar 2018, Studienartikel mit gleich lautendem Thema.

      LG, turtle

      1. turtle

        Korrektur....demjenigen

      2. turtle

        P.S.

        Hier ein kleiner Auszug aus dem Januar WT:

        15 Jehovas Organisation versorgt uns auf außergewöhnliche Weise. Viele ha- ben ihre Wertschätzung dafür gezeigt. Ein Ehepaar, das in einem asiatischen Land tätig ist, schrieb zum Beispiel über  JW Broadcasting: „Wir wurden gebeten, in einer kleinen Stadt zu helfen. Manch- mal fühlen wir uns abgeschottet und vergessen leicht das Ausmaß der Tätigkeit des Volkes Jehovas. Aber sobald wir uns die BeiträgeaufJWBroadcastingansehen, erinnern wir uns daran, dass wir zu ei ner internationalen Bruderschaft gehören. Unsere lieben einheimischen Brüder und Schwestern sind ganz begeistert von JW Broadcasting.  Die Brüder berichten uns  oft, wie nahe sie  sich der  leitenden Körperschaft durch das monatliche Program fühlen. Sie sind so stolz wie nie zu- vor, zu Gottes Organisation zu gehören.“

        1. M.N.

          Yep - "sich" Antmo3, one-eye-Jeff, Lett the Face, Bandleader Splane, Herd the Nerd, Papa Lösch, Sonniboy Sandy und Konsorten "nahe zu fühlen" anstatt dem auferstandenen Christus ist für jeden "eifrigen", "ergebenen", "fleißigen", "gehorsamen", "ergebenen", "loyalen", "treuen", "unterwürfigen" und "vorbildlichen" ZJ Programm, sowie "stolz" darauf zu sein, zur Drückerkolonne eines machiavellischen Vertriebskonzerns zu gehören. JW.Org ist der Götze, dessen Hohepriester die 7 von Warwick sind. So etwas, so jemandem "fühlen sich" ZJ "nahe". Von "hinschauen auf Jesus, den Urheber und Vollender des Glaubens" keine Spur. Orgvergötzung, Menschenverehrung pur. Es schüttelt mich.

    2. Edelmuth an Norbert

      Super, Norbert

      So sollte es sein!

      •   überlegen, was man wirklich braucht
      •   auf unnötige Ausgaben verzichten
      •   sich von unnötigen Dingen trennen
      •   seine Arbeitszeit reduzieren

      Eine Rolex sollte es doch schon sein, um pünktlich in den Dienst gehen zu können. Wir wollen doch niemanden warten lassen.

      Johannes stellte sein Leben komplett in den Dienst für Jehova und führte ein einfaches Leben. Das ließ auch sein Äußeres sofort erkennen.

      Das ist doch der richtige Ansporn. Da muss ich erst einmal los gehen, um mir entsprechend meinen Vorbildern in Warwick einen Stresemann mit Krawatte und Lederschuhe zu kaufen.

      •   seine Arbeitszeit reduzieren

      So weit das möglich ist, wenn noch seine teure Kleidung abbezahlen muss, gerne.

      Johannes ernährte sich von Heuschrecken und wildem Honig

      Ich bin nicht Johannes. Die glorreichen Sieben können als unsere Vorbilder die Heuschrecken mit Honig einmal probieren und uns dann erzählen wie sie schmecken.

      Ich finde es für sie beispielhaft, wenn es sich einige Herren gut gehen lassen und anderen raten ein asketisches Leben zu führen, damit das so eingesparte Geld an sie gespendet werden kann.

      Geht's noch?

      Ede

      1. Fox

        Guten Abend lieber Ede,

        "überlegen, was man wirklich braucht" - das darf ich gar nicht, weil mein Budget das gar nicht hergibt. Menschen ohne vernünftige Ausbildung dürfen sich über Tafelbeigaben freuen und sollten besser nie in Versuchung geraten, sich Medikamente, welche nicht mehr verordnet werden dürfen, kaufen zu müssen. Ganz zu schweigen für die Älteren, bei denen gewisses physisches Nachlassen bemerkbar macht und kontinuierliche finanzielle Einsätze erfordert. Überlegen, was man wirklich braucht kann man nur als Sklave, der offensichtlich einen guten Teil seines Tages damit zubringen kann.

        "auf unnötige Ausgaben verzichten" - doch, das war deutlich auf einem Kongressvideo aus Nigeria (?) zu sehen, wo die Einheimischen teils mehrere hundert Kilometer zu Fuß oder mit den einfachsten Verkehrsmitteln unterwegs waren, während die zum Internationalen Kongress Eingeladenen in den Hotels versorgt wurden, wozu auch Beutel mit Tagesverpflegung gehörten. Es war zwar nicht im Programm vorgesehen, dass die Einheimischen auch essen dürfen, auch nicht die Kinder, aber man muss löblicherweise sagen, die Gäste verzichteten dann doch auf unnötiges Essen und Trinken und teilten es mit anderen Besuchern die nichts hatten.

        "sich von unnötigen Dingen trennen" - ebay hilft, dann kann man noch was spenden. Dumm nur, wenn ohnehin nichts besonders wertvolles dabei ist und der Schrank schon mit Schrauben fixiert ist, die Wäsche nur noch darin aufzubewahren ist wenn man ihn mit Sie anspricht. Aber erkläre mal deinem Kind, dass Matchboxautos einfach nur unnützes Zeug sind auf das man besser verzichten sollte, damit die so hart überlegenden Männer aus Warwick zum Fliegenfischen können, weil sie nur dort vom Geist angehaucht werden können. Offensichtlich haben selbst diese Geister von unnötigen Dingen getrennt - früher waren sie als Schlossgespenster unterwegs.

        "seine Arbeitszeit reduzieren" - geht in vielen Ländern ganz einfach, weil es keine Arbeit gibt. Dummerweise müssen die Menschen dort wieder viel Zeit investieren um sich um solche zu kümmern, denn es gibt nicht überall Unterstützung wie in unserem Land. Und hier haben Eltern Unterhaltspflichten, deren Nichterfüllung ganz schnell die Strafrichter auf den Plan ruft und Jobcenter honorieren das Herbeiführen von Leistungsbedürftigkeit mit einer Sperre, aber die Miete sollte auch von was gezahlt werden.

        Johannes trug Fellklamotten - das kann sich heute fast nur ein enger Zirkel in der Führungsebene der Org leisten! Das mit dem Honig hätte ich auch gern in dem Umfang - leider gibt das mein Budget nicht her. Und das, obwohl die Qualität des Honigs heute längst nicht mehr der ist, wie er damals war und schon gar nicht von wildem Honig. Aber allein das daraus abgezogene Propolis ist wirklich sehr begehrenswert weil multifunktional. Und Gelee Royal heißt nicht umsonst so! Kein Vergleich zum billigen, mit Ätzkalk gebleichten Haushaltszucker. Der Verzehr von Heuschrecken und anderen Insekten nimmt stark zu und gilt als Delikatesse. Zu Johannes´ Zeiten und in seiner Umgebung war das keine Ausnahme. Ich persönlich bevorzuge da doch eher ein Fischfilet oder mal ein ganz normales Schnitzel, letzteres durfte Johannes gar nicht zu sich nehmen. Interessant ist, dass sich Rabbiner zwischenzeitlich heftig darum streiten, ob Heuschrecken überhaupt koscher sind, also als Mahlzeit zugelassen. Das haben wir den Mutanten unter ihnen zu verdanken! (https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdische_Speisegesetze) Und nun?

        Und eine goldene Rolex hat weitaus mehr Vorteile zu bieten als nur die Pünktlichkeit. Man weiß viel schneller wo rechts und links ist (lach nicht, das ist ein ernstes Thema!), wenn man mit einer Rolex ein Restaurant betritt kriegt man immer einen Platz und Bankangestellte fragen nicht nach der Kreditwürdigkeit. Das ist besonders in zunehmendem Alter wichtig - und noch viel wichtiger in Gerichtsverfahren, wo die Richter doch angetan sein sollen vom Erfolg einer Religion, die nur auf freiwilligen Spenden basiert. Siehste doch ein Ede, oder?

    3. Ömmelchen @ Norbert

      Hihi. Wer sagt, Kamelwolle wäre etwas einfaches oder billig ? Das ist was richtig gutes. Schön weich und hält besonders warm in den kalten Wüstennächten. Hat nicht jeder. Und Honig war früher auch nicht gerade ein billiges Lebensmittel für jedermann. Aber was weiß ich schon ...

  9. Noomi an Mariella

     
    Hallo Mariella
    Deine Klage tönt sehr laut – man kann sie nicht überhören. Ich frage mich was dich so sehr gequält hat, dass du hier im BI soooo ausfällig schreiben musst. Viele, die hier schreiben haben in der Org Enttäuschungen, seelische Verletzungen und vieles mehr erlitten.
    Sie und auch ich haben es teilweise oder ganz überwunden. Und was war uns eine grosse Hilfe?? Wenn du schon länger hier mit liest, wirst es bemerkt haben. Es war ein ganz grosses und tiefes Gottvertrauen!!
    Das Gottvertrauen, das du gemäss deinen Worten mit Füssen trittst. Was immer der Grund ist, dass du so sehr frustriert bist, ich wünsche mir, dass du jemanden findest, der dir zuhört, wo du deinen Kummer abladen kannst. Vielleicht kann derjenige dir auch helfen, dass du wieder grosses Vertrauen in unsern himmlischen Vater und sein Sohn Jesus Christus finden kannst. Das wünsche ich dir von Herzen. Denk daran sie sind immer da, hören und sehen uns, auch wenn es manchmal für uns nicht wahrnehmbar ist.
    Omma hat mal ein Gedicht eingestellt. Das möchte ich dir auf den Weg mitgeben.
     

    Spuren im Sand
    Eines Nachts hatte ich einen Traum:
    Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
    Vor dem dunklen Nachthimmel
    erstrahlten, Streiflichtern gleich,
    Bilder aus meinem Leben.
    Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
    meine eigene und die meines Herrn.
    Als das letzte Bild an meinen Augen
    vorübergezogen war, blickte ich zurück.
    Ich erschrak, als ich entdeckte,
    daß an vielen Stellen meines Lebensweges
    nur eine Spur zu sehen war.
    Und das waren gerade die schwersten
    Zeiten meines Lebens.
    Besorgt fragte ich den Herrn:
    "Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
    da hast du mir versprochen,
    auf allen Wegen bei mir zu sein.
    Aber jetzt entdecke ich,
    daß in den schwersten Zeiten meines Lebens
    nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
    Warum hast du mich allein gelassen,
    als ich dich am meisten brauchte?"
    Da antwortete er: "Mein liebes Kind,
    ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
    erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
    Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,
    da habe ich dich getragen."

     

    LG Noomi

     

  10. Wann ist Fred Franz, der hier von Usern als "Gottes Mann" und als "geistgesalbt" bezeichnet wird, eigentlich gestorben? Ich kann mich erinnern, dass er manchen Wachtturmartikel verfasst hat, den ein normalsterblicher ZJ nicht verstanden hat. Aber er vermittelte damit den Eindruck, dass man einer geistlich anspruchsvollen Organisation angehört.

    Andererseits hat dieses "intellektuelle" Überrestglied gerne Leserfragen erfunden, die sich mit der Sexualität in der Ehe beschäftigten. Hier hat er gern ausführlich dargelegt, was erlaubt und was verwerflich ist. Als Junggeselle natürlich mit "großer Sachkenntnis". Auch an der Erfindung von "Vorschattungen" hatte er große Freude.

    Nach seinem Tod haben die Schreiberlinge in der Schreibabteilung allerdings nicht mehr zu ihrem großen Vorbild zurückgefunden. Und heute geht es nur noch um so erbauliche Themen, wie "du sollst, du musst, du darfst, du darfst nicht, du hast das Vorrecht.........." Ständige Wiederholung inbegriffen.

  11. Sarah

    Lieber Tilo

    Deine Gedanken habe ich gerne gelesen. Unsere Entscheidungen sollten vom "Gesetz der Liebe" und von unserem feinen Gewissen getragen sein, dann machen wir immer das "Richtge". So braucht es wirklich keine zusätzlichen Regelbücher. So einfach kann christliches Leben sein und gelingen weil Gott uns an dieser Liebe und unserem Gewissen beurteilt. Mit liebem Gruss Sarah

  12. Ulla

    Hallo an alle,

    kommt euch das bekannt vor? Ich zitiere hier aus dem Buch "Die Macht der inneren Bilder" des Gehirnforschers Dr. Hüther Gerald, Göttingen: Seite 116 - 121 auszugsweise:

    "...aber alles, was formbar ist, ist auch verformbar. Die von den Mitgliedern einer Gemeinschaft überlieferten, genutzten und weitergegebenen kollektiven Bider können unter bestimmten Bedingungen eben auch immer enger und starrer werden. Das ist vor allem dann der Fall, wenn sich einzelne, meist recht einfache Vorstellungen, Überzeugungen und Haltungen über mehrere Generationen hinweg als besonders erfolgreich für das Erreichen eines bestimmten Ziels oder für die Befriedigung eines bestimmten Bedürfnisses der meisten Mitglieder dieser Gemeinschaft erweisen...die in eine solche Gemeinschaft hineinwachsenden Kinder werden dann zu immer früheren Zeitpunkten und mit zunehmend stärkerem Druck ermutigt, angehalten, erzogen oder gezwungen, ihr Hirn auf die von den Mitgliedern der Gemeinschaft für "richtig" befundene Weise zu nutzen...Langfristig haben derartige transgenerational fortschreitenden Blickverengungen katastrophale Folgen: Was von den Vorvätern einmal mit viel Mut und Engagement entworfen und in Gang gebracht wurde...wird von den Söhnen und Enkeln zunächst so lange immer stärker befestigt, wie das jeweilige Gebilde noch weiter wächst und gedeiht...Die Ideen der Gründergeneration werden dabei immer stärker idealisiert und schließlich sogar zu dogmatischen Leitbildern stilisiert...dann kommt das, was bisher wachsen konnte, zwangsläufig zum Stillstand. An die Stelle des Erfolgs tritt nun Misserfolg. Über kurz oder lang wird dann das alte Leitbild vom Sockel gestoßen...nun breitet sich eine zunehmende Verunsicherung aus, und der damit einhergehenden Angst kann nur noch durch primitivere Notfallreaktionen begegnet werden: ANGRIFF oder FLUCHT...deshalb sind manche Menschen eher bereit, ihr Leben zu opfern, als auf ihren Besitz, ihre Ideen oder ihre Liebsten zu verzichten. Fast alle geraten in solchen Situationen aber zumindest in ein Entscheidungsdilemma...Das Hab und Gut mag noch ersetzbar sein, die Freunde und Angehörigen aber - und vor allem deren Achtung - sind wohl unwiederbringlich verloren...Keine Lebensform, also keine Zelle, keine Pflanze, kein Tier, kein Mensch und auch keine Gemeinschaft kann auf Dauer so bleiben, wie sie ist...ein Leben auf KOSTEN ANDERER ist langfristig auch keine besoners tragfähige Strategie, denn sie macht das eigene Überleben von eben diesen anderen abhängig. STIRBT DER WIRT, SO STIRBT AUCH DER PARASIT!"

    ; )

    LG Ulla

     

  13. lawmen

    In seinem Brief an die Galater schrieb Paulus, ein Apostel, weder von Menschen noch durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, dem Vater - im Kapitel 1 Vers 8 und 9:

    Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte, ausser dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sein verflucht. Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich euch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt, ausser dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ich habe es selber erlebt, dass die Ältesten in den Versammlungen das wirklich glauben, was ihnen von der leitenden Körperschaft vermittelt wurde. Aber wie heißte es doch so schön in der Bibel? Wenn Blinde Blinde führen, dann fallen beide in die Grube....

    1. Uwe

      lawmen,

      "Ich habe es selber erlebt, dass die Ältesten in den Versammlungen das wirklich glauben, was ihnen von der leitenden Körperschaft vermittelt wurde."

      Ja natürlich ist es richtig, dass manche das wirklich geglaubt haben. Durch die zunehmenden Informationsmöglichkeiten wird die Berufung auf das Argument "im guten Glauben gehandelt" jedoch zunehmend schwieriger bis hin zu Unmöglichkeit.

      Die zunehmenden Möglichkeiten sich unabhängig und neutral und bei verschiedenen Quellen zu informieren, kann auch als  "Wirken Gottes" verstanden werden, die Möglichkeiten "falsches (irrig) zu glauben" immer weiter einzuschränken. Hat er nicht verheißen, sich zu erkennen zu geben? Sich (selbst) wieder zu verherrlichen?

      Und natürlich kommt hinzu, dass schließlich jeder auch das EIGENE "Quellwasser" kosten und prüfen kann, also die Informationen aus EIGENER QUELLE an Hand der Bibel zu prüfen, ob sie von Gott stammen. Nicht JEDE inspirierte Äußerung stammt von Gott wie wir wissen. Allein nur 2 Beispiele:

      Jesus sagte: "liebt euere Feinde".

      Watchtower sagt: "hasst Euere Feinde, habt Ekel vor Ihnen" (auch, oder gerade dann, wenn es Familienangehörige sind).

      Jesus sagte: "lasst die Kinderlein zu mir kommen"

      Watchtower sagt: "wenn ein missbrauchtes Kind keinen zweiten Zeugen aufrufen kann, dass ist es ein Verleumder".

      ------

      Ich kann keinem einzigen Pro-Zeugen Jehovas Argument mehr zustimmen. Und nein, es tut mir nicht leid. Schon gar keinem pauschalen mehr. Es mag noch in Afrika im Busch ohne Internetanschluss Zeugen Jehovas geben, die "aufrichtig" glauben. In den westlichen europäischen Ländern ist das kaum mehr möglich.

       

       

       

      1. Uwe

        In Wirklichkeit ist so, dass Zeugen Jehovas Christen verfolgen:

        http://thejehovahswitnesses.org/religious-persecution.php

        1. Birgit

          Birgit@Uwe

          Hallo,Danke für den Link.Leider geht die Übersetzung bei mir auf dieser Seite nicht.Liegt das an mir?

          LG Birgit

        2. Uwe

          hier der Link

          https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=en&u=http://thejehovahswitnesses.org/religious-persecution.php&prev=search

        3. Aufklärer

          Hallo Birgit, instaliere den Browser " GoogleChrom " der Übersetzt automatisch !

        4. Birgit

          Birgit@Uwe u. Aufklärer

          Herzlichen Dank an Euch und Gottes Segen an Alle hier.

          LG Birgit

      2. lawmen

        Uwe:

        Vollste Zustimmung!!!

        Die Ältesten, die ich "glaubend" kennengelernt habt, das war um 1985 herum, für die wäre auch eine Welt zusammengebrochen, wenn sie vor sich selber zugegeben hätten, dass sie ihre kostbare Zeit für die WTG verschwendet haben. Man sah ihnen förmlich ihre innere Einstellung an, die da lautete: Augen zu und da durch.....

    2. lawmen

      Nachdem ich die ZZ (Zeugen Zeit) hinter mir gelassen habe und zu den ganzen Lehren der Organistation etwas Abstand gewonnen hatte, habe ich mich aus gegebenem Anlass mit einem praktizierenden Christen über das Net augetauscht, der mir vieles erst richtig aus dem Kontext der Bibel heraus erklären konnte. In diesem Zusammenhang wurde dann von einem Aussenstehenden die Frage aufgeworfen, was denn bitteschön mit denen sei, die nie die Gelegenheit hatten, das Evangelium zu hören? Darauf schrieb mir der praktizierende Christ: Die Antwort wäre ganz einfach und verwies auf 1. Petrus 4 Vers 5 und 6:

      Ein ganz klarer Beweis, dass im Totenreich doch Bewusstsein existiert. Im Kontext wird dieses auch durch 1. Samuel Kapitel 28 Vers 8 - 20 bestätigt und Lukas Kapitel 16 Vers 22 ff zeigt ganz klar, dass selbst Jesus darauf Bezug nahm. Im Vers 26 ist sogar von einer großen Kluft zwischen diesen beiden Aufenthaltsorten im Totenreich die Rede.

      Interessant ist dabei, dass die Stelle aus 1. Petrus 4 Vers 6 von der WTG mit einem Querverweis versehen ist, der auf Matthäus 8 Vers 22 verweist, in dem Jesus sagte, Lass die Toten ihre Toten begraben. So kann die Org. ihre falschen Lehren über den Zustand der Toten im Totenreich sogar begründen.

      Auf der offiziellen Website der Org. ist zum Zustand der Toten im Totenreich also eine eklatante Falschdarstellung dokumentiert.

      In 1. Petrus 3 Vers 19 ist nochmals davon die Rede, dass Jesus im Totenreich predigte....

      Es heisst doch, dass die Bibel von treuen Zeugen einmal im Jahr komplett durchgelesen werden sollte, warum merkt dieses keiner?

       

      1. Lichtspender

        Lieber Lawmen,

         

        du schreibst, dass Jesus im Totenreich predigte.

        In 1. Petrus 3:18-20 gemäß der genaueren Elberfelder-Bibel heißt es hingegen richtig:

        "Denn auch Christus hat einmal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führte; er ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.
        19 In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis,
        20 die einst ungehorsam waren, als Gott in Geduld ausharrte zur Zeit Noahs, als man die Arche baute, in der wenige, nämlich acht Seelen, gerettet wurden durchs Wasser hindurch.
        21 Das ist ein Vorbild der Taufe, die jetzt auch euch rettet. Denn in ihr wird nicht der Schmutz vom Leib abgewaschen, sondern wir bitten Gott um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi,
        22 welcher ist zur Rechten Gottes, aufgefahren gen Himmel, und es sind ihm untertan die Engel und die Gewalten und die Mächte"

        Das deckt sich mit dem, was Petrus in seinem 2. Brief schreibt. Auch da geht es um Dämonen, die zur Zeit der Sintflut bestraft mit dem Tartarus wurden. Die Passage in 1. Petrus handelt nicht von Verstorbenen, wenngleich sie von machen Übersetzern so hingebogen wird. Der griechische Grundtext lässt dies nämlich nicht zu. Nur zur Info.

        In Liebe
        Lichtspender

        1. lawmen

          Lieber Lichtspender,

          danke für die Info.

        2. Lichtspender

          Lieber Lawmen,
          gern geschehen. Für uns, die wir gerade erst „denen entflohen sind, die im Irrtum wandeln“ (2. Petrus 2:18), ist es so wichtig, täglich Gottes Wort zu lesen (ohne Wachtturm-Brille), aber mit der Hilfe des heiligen Geistes, dem Helfer, den Christus versprach, um ein genaues Verständnis in biblischer Lehre zu erlangen.
          Sonst könnte es uns passieren, dass wir wie Unmündige „hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch die Betrügerei der Menschen, durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum“ (Epheser 4:14).
          Gerade auch in der Frage Weiterleben nach dem Tode ist das so. Was glaubten eigentlich die alten Juden damals diesbezüglich? Macht dies nicht eine sorgfältige Analyse des hebräischen Kanons klar?
          Die (ägyptische) Idee von einem Weiterleben in einem Jenseits lehnten sie offensichtlich strikt ab.
          Für Juden war Tod das Gegenteil von Leben. Sie hofften auf eine Auferstehung am „letzten Tage“.
          Im modernen Judentum mag das wieder ganz anders aussehen und sich manches glaubensmäßig stark gewandelt haben. Für Christen ist das aber nicht relevant.
          Die Bibel zeigt, das Jesus der „Erstling“ von den Toten ist zu so etwas wie einem jenseitigen Leben. Und die Schrift spricht von einer künftigen allgemeinen „ersten Auferstehung“ in der Offenbarung.  
          Dies stünde im Widerspruch, wenn das Alte Testament lehren würde, dass Tote doch leben. Was es aber nicht tut.
          Psalm 30:10 Elberfelder:
          "Was für Gewinn bringt mein Blut, mein Hinabfahren in die Grube? Wird der Staub dich preisen? Wird er deine Treue verkünden?“
          Psalm 31:18 Elberfelder:
          „HERR, lass mich nicht zuschanden werden, denn ich habe dich angerufen; mögen zuschanden werden die Gottlosen, verstummen im Scheol!“
          Psalm 88:11, 12 Elberfelder:
          „Wirst du an den Toten Wunder tun? Oder werden die Gestorbenen aufstehen, dich preisen? //
          Wird von deiner Gnade erzählt werden im Grab, im Abgrund von deiner Treue?“
          Psalm 115:17 Elberfelder:
          „Die Toten werden Jah nicht loben, noch alle, die zum Schweigen hinabgehen.“
          Prediger 9:10 Elberfelder:
          „Alles, was deine Hand zu tun findet, das tue in deiner Kraft! Denn es gibt weder Tun noch Berechnung, noch Kenntnis, noch Weisheit im Scheol, in den du gehst.“
           Die Vorstellung von einem Totenreich voller lebender Toter ist biblisch gesehen absurd.
          Und: Die Bibel unterscheidet zwischen Toten und zwischen Geistern (Engeln/Dämonen).

          In Liebe

          Lichtspender

        3. lawmen

          Lieber Lichtspender,

          Jesus selbst hat es in Lukas 16 Vers 26 zitiert und das deckt sich mit der Bibelstelle aus 1. Samuel. Es ist ein Dämmerschlaf, keine lebenden Toten. Diese Stellen aus Pediger weisen darauf hin, dass die Toten keinen Anteil mehr haben an allem, was unter der Sonne geschieht - kein Planen, keine Erkenntnis u.s.w.

          Die Aussage der WTG ist daher nicht richtig, denn es heisst in Matthäus 10 Vers 28:

          Fürchtet aber vielmehr den, der die Seele wie auch den Körper in der Gehenna (Hölle) umbringen kann.

          Dieses ewige Fuer, was in der "Hölle" brennt, ist Gottes Feuer, was nur in der Zeit der "Äonen" brennt. (Ewig = begrenzt). Wenn es keine "Äonen" mehr gibt, gibt es auch keine "Hölle" mehr.

          Entnommen der konkordanten Übersetzung.

          Die Behauptung von Russel, er habe das Höllenfeuer ausgelöscht, ist somit ebenfalls an den Haaren herbeigezogen.

          Liebe Grüße

          lawmen

           

           

           

        4. lawmen

          Lieber Lichtspender,

          danke für das "gespendete Licht" , aber da Jesus,in welchem Bereich des Totenreiches auch immer, gepredigt hat, wusste er um die Zustände dort und deshalb konnte er gem. Lukas Kapitel 16 Vers 26 auch von den Zuständen dort in seinem Gleichnis berichten. Dieses deckt sich mit dem Bericht aus 1. Samuel und es ging mir vorrangig darum, dass entgegen der dogmatischen Behauptung der Org. im Totenreich doch Bewusstsein existiert.

          In Liebe

          Lawmen

        5. M.N.

          Ihr Lieben,

          ohne eine Debatte betreffs eines "richtigen Verständnisses" von "Christus predigte den Geistern im Gefängnis" lostreten zu wollen, hier lediglich einige Anregungen zum Nachdenken und Hinterfragen des allg. üblichen Verständnisses von "Geistern im Gefängnis aka Dämonen im Tartarus". So einfach ist das nämlich (wie so vieles andere auch) nicht. Ich zitiere aus dem Glossar, Eintrag "Tartarus":

          Laut WTG das "Geistgefängnis" (ein "erniedrigter geistiger Zustand"), in welches die in den Tagen Noahs "ungehorsam gewesenen Engel" nach der Sintflut (Gen 6,2.4) und nach ihrer Entmaterialisierung und Rückkehr in den "Geistigen Bereich" ("Himmel") bis zu ihrer noch ausstehenden "endgültigen ewigen Vernichtung" "verdammt", und dadurch zu den "Dämonen" wurden.

          Das "Problem" mit dieser auf Eisegese beruhenden WTG-Auslegung besteht darin, dass die einzige Referenzstelle – 2Pet 2,4 – nicht von einem substantivischen "Tartarus" als "Ort" oder "Zustand" redet. Es heißt nicht "Gott warf sie IN DEN TARTARUS", sondern "er TARTARUIERTE (Partizip Aorist von ταρταρόω tartarōo, Verb) sie IN DUNKLE GROTTEN (σειραῖς ζόφου seiraīs zóphou) hinein" – "Tartarus" erscheint also nur in einer abgeleiteten Verbalform; allenfalls könnte man von den "dunklen Grotten", die das Ziel des "Tartaruierens" sind, als "Aufenthaltsort" reden, was aber offensichtlich angesichts der unstofflich/geistigen Natur der Engel allegorisch gemeint ist. Somit kann die WTG-Doktrin von einem "Tartarus" genannten Geistgefängnis oder Zustand, in welchem böse Engel gefangen gehalten werden, nicht gesichert aufrechterhalten werden, zumal sich böse Engel laut Luk 8,31 (und die zur Zeit Jesu "frei umherstreiften", also nicht "eingesperrt" waren) vor dem "ἄβυσσος ábyssos" – nicht aber vor einem "Tartarus" genannten Ort oder Zustand – fürchte(te)n. ...

          Laut 1Pet 3,19 befinden sich "Geister" (πνεύματα pneúmata – nicht "ἄγγελοι ággeloi, Engel" – in einem "φυλακή phylakē, "bewachter Ort" genannten "Ort" oder Zustand. Dieses "phylakē" mit dem Verb "tartarōo" zu verknüpfen ist reine Willkür. Demgemäß sagt WTG-Logik "Es LIEGT NAHE, es ERSCHEINT VERNÜNFTIG, dass x = y", aber es bleibt, wie es ist: Die WTG vermischt unterschiedslos Äpfel mit Birnen, wenn Schrifttexte, die bei näherem Hinsehen von verschiedenen Dingen reden, miteinander verknüpft und als auf ein und dasselbe Thema bezogen ausgelegt werden (Rösselsprungmethodik). Siehe auch "Dämonen". Die WTG betreibt hier genau dasselbe, wofür sie die "böse Christenheit" kritisiert, nämlich, "Scheol/Hades", "Gehenna" und "Tartarus" unterschiedslos und verwirrend mit "Hölle" zu übersetzen.

          Eine Verknüpfung von 2Pet 2,4 mit Gen 6,2.4; 1Pet 3,19.20 und Jud 6 ist also biblisch nicht gestützt, auf Eisegese beruhende Mutmaßung und an den Haaren herbeigezogen.

          (Zitatende)

          Dann noch aus "Dämonen":

          Da die in Gen 6,2 (wie auch in Hiob Kap. 1, Kap. 2 und 38,4-7) erwähnten "Söhne Gottes" (בְּנֵי אֱלֺהִים benē älohīm) nur in den Targumen sowie in der LXX als "Engel" bezeichnet werden (also nicht im Urtext, sondern nur in späteren, den Urtext interpretierenden Übertragungen), ist die Aussage, bei den "Söhnen Gottes" handele es sich um "Engel", reine Mutmaßung, denn das hebräische hat einen eigenen Terminus für "Engel" (מַלְאׇך mal'āch), der aber weder in Gen 6,2 noch in den Hiobstellen verwendet wird; "benē älohīm" ist nicht  מַלְאׇכִיםmal'āchīm (Plural von mal'āch). Da sowohl der erste Mensch Adam, als auch menschliche Richter im "Alten Israel" als "Söhne Gottes" bezeichnet werden (Luk 3,38; Ps 82,6), kann es sich bei den in Gen 6 erwähnten "benē älohīm" durchaus um Menschen, oder um andere, prädiluviale, intelligente "Personen/Geschöpfe" handeln. Diese Tatsachen werden aber in heutiger WTG-Doktrin komplett unterschlagen. ...

          In Jud 6 ist wohl von "Engeln, die ihren himmlischen Rang nicht bewahrten, sondern ihre Behausung verließen" die Rede; allerdings werden keinerlei weiteren Information und Einzelheiten gegeben und auch aus der in Jud enthaltenen Aufzählung von Ereignissen kann nichts entnommen werden, was eine genaue chronologische Einordnung erlaubt. Die zeitliche Festlegung von Jud 6 seitens der WTG als auf die Zeit vor der Sintflut bezogen entbehrt jeglicher Grundlage. Die Masse der Übersetzer und Kommentatoren fassen ἀρχή archē (in der NWÜ mit "ursprüngliche Stellung" wiedergegeben) nicht als temporal gemeinten "Anfang" auf wie die WTG (siehe die WTG-"Kingdom Interlinear Translation"), sondern als "Rang" oder "Stellung" (Prinzipat, so z. B. Robertson's NT Word Pictures). Selbst wenn "archē" "Anfang" in zeitlichem Sinne bedeutete, wäre die Frage: Welcher "Anfang"? Der Anfang der Schöpfung Gottes; das "archē " aus Joh 1,1; das "berēschit" aus Gen 1,1?

          (Zitatende)

          Zu guter Letzt noch aus "Abgrund":

          Griechisch ἄβυσσος ábyssos, Luk 8,31; Röm 10,7; mehrmals in der Offb.

          Laut Luk 8,31 fürchteten sich böse Engel, die zur Zeit Jesu "frei umherstreiften" (also nicht "im Tartarus eingesperrt" waren) vor dem "ábyssos" (nicht dem Tartarus) – laut Mat 8,29 wegen der damit verbundenen "Qual", was im Lichte der Verwandtschaft des zugrundeliegenden Begriffes βασανίζω basanízō, "quälen" mit βασανιστής basanistēs, "Gefängniswärter" (Mat 18,34) auch als "Eingesperrtsein", "Gefangensetzung" gedeutet werden kann, wie es die WTG auch tut. ...

          Röm 10,7 scheint "ábyssos" mit "Scheol/Hadēs" aus Apg 2,31 in Verbindung zu bringen, was in WTG-Doktrin völlig ignoriert wird:

          * Christus [war nicht] im Hades zurückgelassen worden
          * Wer wird in den Abgrund hinabsteigen?", das ist: Christus aus den Toten heraufführen

          Sowohl "Hades" als auch "Abgrund" erscheinen also mit ähnlichen Spezifika: Beide sind "Aufenthaltsorte/Zustände" von Toten (Menschen und laut der Offb auch von Engeln sowie von Institutionen); beide sind temporär; aus beiden kann (vermittels von Auferstehung) zurückgekehrt werden. Allerdings kann nicht gesichert festgestellt werden, ob beide Begriffe Synonyme für ein und dasselbe sind, oder lediglich unterschiedliche Aspekte ein und derselben Sache andeuten. Laut Offb. werden nur Tod und "Hades" – aber nicht der Abgrund – in den Feuersee geworfen, d.h. ausgelöscht.

          (Zitatende)

          Also:

          "phylakē" (Gefängnis) ist nicht gleich "seiraī zóphou" (Ketten der Finsternis; obiger Eintrag im Glossar "DUNKLE GROTTEN" muss berichtigt werden), und "pneúmata" ist nicht gleich "ángeloi" oder "daimónioi". Hier werden einfach so, per Hüftschnellschuss, Annahmen gemacht und per willkürlichem Verbinden von Bibeltexten gemäß der Rösselsprungmethoden X mit U gleichgesetzt. Könnten es "Dämonen" gewesen sein, denen Jesus "gepredigt" hat und die laut Luk 8,31 im "ábyssos" (Abgrund) waren? Sicherlich; der "Abgrund" könnte als "Gefängnis" gedeutet werden. Genausogut könnte es sich hierbei aber auch um "andere (Geist)Wesen" gehandelt haben. JW.Org-Doktrin betreffs des "Zustandes der Toten" verneint emphatisch, dass es sich hierbei um verstorbene prä-Flut-Menschen handeln könnte, doch wer sagt, JW.Org-Verständnis ist korrekt? Hieraus ergibt sich auch die Frage, WANN genau dieses "Geistern Predigen" stattgefunden hat: NACH Jesu Auferstehung, oder bereits davor (zwischen Tod und Auferstehung), in welchem "Reich"/welcher "Welt/Dimension/Daseinseben" auch immer? Unsere Erfahrung sollte uns gelehrt haben, uns davor zu hüten, diesbezüglich irgend etwas in Beton gießen zu wollen und felsenfeste Behauptungen à la "Genau so isses, und das wissen wir GAAAANZ genau" aufzustellen.

          Ich persönlich halte es derzeit mit folgender Aussage:

          Wie sich die Begriffe "Söhne Gottes", "Morgensterne" (כּוֹכְבֵי בֹקֶר kochwē wōqär, Hiob 38,7), "Geister" und "Sterne" zu "ángelos" sowie "daimónios" genau verhalten, kann innerhalb des biblischen Rahmens derzeit nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Wie steht es mit "Scheol/Hades", Abyssos, Phylake, Tartarus, den "Ketten der Finsternis" ... sind das alles Synonyme, beschreiben sie verschiedene "Bereiche" ein und derselben "höheren" Existenzeben, oder komplett voneinander zu unterscheidende "Reiche" oder "Welten"? Genausowenig sollte man die Möglichkeit, dass Christus zw. Tod und Auferstehung nicht "irgendwo" in welcher Form auch immer welcher Art von "Wesen" auch immer "gepredigt" hat, von vornherein ausschließen. So, wie es keine Denkverbote gibt, genausowenig können wir betreffs dieser Fragen 1000%ig wasserdichte, "allein wahre" Lehraussagen aufstellen, die keinen Raum zum Zweifel mehr bieten. Das Teleskop mit Blick in die "höheren Welten" gibt es (noch) nicht ... Ist das glaubensentscheidend, was unser Ausgerichtetsein auf den auferstandenen Christus und den Allmächtigen anbelangt? Ich denke nicht.

          Gruß,
          M.N.

        6. F&F

          Damit erweist sich wieder einmal sehr deutlich, dass Gottes Wege höher als die des Menschen sind und wir ihn Vater nennen dürfen, ihm blind vertrauen, denn er wird alles in seinem Sinne lösen und die organisierte Religion des Verleumders Beendigung.

      2. Edelmuth an lawmen

        Hallo lawmen

        Es heisst doch, dass die Bibel von treuen Zeugen einmal im Jahr komplett durchgelesen werden sollte, warum merkt dieses keiner?

        Sie merken das schon, doch sie verstehen es anders.

        Du siehst die Menschen natürlich mit deinen Augen und siehst, wer auf der Erde lebt und wer tot ist. Gott sieht das anders. ER kann jedem Menschen zu jeder Zeit neues Leben geben. Deshalb sind die Menschen in seinen Augen tot, die böse handeln, obwohl sie noch auf der Erde leben, und die Menschen lebendig, die gut gehandelt haben, obwohl sie bereits auf der Erde gestorben sind. Für Gott hat das Leben und der Tod eine andere Bedeutung als für uns Menschen.

        Wenn du die Bibelstelle mit diesem Gedanken im Kopf einmal liest, wirst du sie besser verstehen.

        Ede

    3. Edelmuth an lawmen

      Hallo lawmen

      Die erfolgreichste Tyrannei ist nicht diejenige, die Macht braucht um die Einheitlichkeit sicherzustellen, sondern diejenige, die das Bewusstsein anderer Möglichkeiten entfernt, die es scheinbar unvorstellbar macht, daß andere Wege existieren, die das Gefühl, das es ein Draußen gibt, entfernt.
      Allan Bloom
      The Closing of the American Mind

      Dass etwas mit der Organisation nicht stimmen oder sie etwas Unwahres veröffentlichen könnte, kann/darf nicht gedacht werden. Es dennoch zu tun ist Rebellion gegen Gott. Warum gegen Gott? Weil sich der Sklave in seiner Autorität aufgrund seiner selbsternannten Stellung als irdischer Teil der himmlischen Organisation Gottes Jehova gleich macht, als solle er im Auftrage Jehovas über die Menschen bestimmen (regieren).

      (Jesaja 14:12-14) 12 O wie bist du vom Himmel gefallen, du Glänzender, Sohn der Morgenröte! Wie bist du niedergehauen worden zur Erde, du, der die Nationen entkräftete! 13 Was dich betrifft, du hast in deinem Herzen gesagt: ‚ZU DEN HIMMELN WERDE ICH AUFSTEIGEN. ÜBER DIE STERNE GOTTES WERDE ICH MEINEN THRON ERHEBEN, und ich werde mich niedersetzen auf den Berg der Zusammenkunft in den entlegensten Teilen des Nordens. 14 Ich werde über die Wolkenhöhen aufsteigen; ICH WERDE MICH DEM HÖCHSTEN ÄHNLICH MACHEN.'

      Ede

  14. O.W.Schön@Autor

    Die Vermenschlichung des christlichen Glaubens

    Lieber Thilo,

    die Parallelen zwischen Calvin und Franz haben mich erstaunt und verblüfft, dachte ich doch, dass der Gottesmann F. W. Franz aus den Fehlern früherer Prediger gelernt hätte. Franz habe ich, nebenbei bemerkt, noch live erlebt sowohl auf Kongressen wie auch im Bethel Selters und ich war zutiefst bewegt von dem festen Glauben und der erhabenen Bibel-Erkenntnis dieses geistgesalbten Mannes. (Womit bewiesen wäre, dass man nur das sieht, was man zu sehen gewillt ist).

    Mit einem Zitat möchte ich Dir für deine wertvollen und wissenswerten Recherchen danken und ich will Dir sagen, dass ich über Calvin noch einiges Neues dazu lernen konnte!

    "Der wahre Zweck einer höheren Religion besteht darin, die geistigen Weisungen und Wahrheiten, die ihren Wesenskern bilden, in möglichst viele Seelen auszustrahlen, damit deren jede auf diese Weise das wahre Ziel des Menschen erreichen kann. Das wahre Ziel des Menschen ist es, Gott zu preisen und sich Seiner zu freuen." (Arnold Toynbee, Historiker)

    Der Vermenschlichung des christlichen Glaubens führt Jehovas Zeugen am wahren Wesenskern vorbei und treibt die Gläubigen direkt in die Hände einer menschlichen Organisation/Institution!

    Liebe Grüße

    O.W.S.

     

     

     

     

    1. Störtebeker

       
      Lieber Tilo,
       

       
      auch ich danke dir für deine Gute und mir zu Herzen gehende Abhandlung zu diesem Thema. Besonders berührte mich das Folgende:
       
      „Das ist ja gerade das Großartige dieses «Gesetzes des Christus: Es ist, gemäß den Worten des Neuen Bundes (Jer. 31:31–34), auf die Herzen geschrieben! Das ist das Entscheidende, was dazu führt, dass man das göttliche Gesetz verinnerlicht hat, dass es die Triebkraft des Lebens geworden ist und eben nicht aus Angst vor Strafe befolgt wird, sondern weil man es als Mensch so und nicht anders will. Es wird befolgt, weil der innere Mensch keine andere Möglichkeit weiß, als diesem göttlichen Gesetz zu folgen, weil es das wirkliche Glück für jeden bedeutet, der es so will. Und jeder, der nach diesem Gesetz des Christus leben will, erfährt an sich selbst den Segen der Gottverbundenheit.“
       
      Danke dafür! Das ist genau das, was ich in meinem Herzen und in meinem Sinn empfinde!
       
      Auch hierzu möchte ich kurz etwas sagen (Calvin / F. W. Franz):
       

      „Beide waren männlichen Geschlechts, aber auch nicht mehr. Beide sahen sich lieber in der Studierstube, als im Leben. Beide waren scharfe Denker und beide hatten, in dieser Hinsicht, eine zu hohe Meinung von sich (während sich Calvin als Verkünder des göttlichen Willens sah, meinte F. Franz der einzige zu seiner Zeit lebende Lehrer zu sein, der die Bibel richtig erklären könne.)

       

      Beide Männer konnten ihre Gefühle je nach Bedarf ein- und abschalten, wirkten aber für viele als empathiearm. Beide bogen sich die Bibel mit Scheinargumenten nach ihrem Gutdünken zurecht und hatten keine Bedenken, sich selbst zu widersprechen und doppelzüngig und orakelnd vieldeutig zu sein.“

       

      Das ist so!

       

      Hierzu muss ich jetzt den Einschub machen von deinem Kommentar mein lieber Bruder, O.W.Schön:

       
      „Franz habe ich, nebenbei bemerkt, noch live erlebt sowohl auf Kongressen wie auch im Bethel Selters und ich war zutiefst bewegt von dem festen Glauben und der erhabenen Bibel-Erkenntnis dieses geistgesalbten Mannes. (Womit bewiesen wäre, dass man nur das sieht, was man zu sehen gewillt ist).“
       

       
      Ja, mir ist es ähnlich ergangen. Ich hatte das „Vergnügen“ ihn bei der „Bestimmung Übergabe“, in Selters persönlich kennen zu lernen. Auch Albert Schröder und noch ein weiteres Glied der damaligen L.K. Damals war ich für die Missionar Dienst Schule vorgesehen. Deshalb verbrachten die, die dafür vorgesehen waren einen Abend mit diesen 3 Gliedern der LK.
       
      Es war tatsächlich ein Abend mit „Wein,Weib und Gesang“. Wobei bei „Freddy“ mit „Weib“ ja nicht viel war. Wohl aber mit „Wein“, auch mit „Gesang“. Er war kein „Kind von Traurigkeit“, und nahm auch „einen zur Brust“. Auch singen konnte er, ebenso Klavier spielen (oder spielte es an jenem Abend einer von uns? Ich weiß es nicht mehr so genau). Aber er konnte gut singen und tat es zu vorgerückter Stunde, im angenehm angeheiterten Zustand dann auch. Das war alles o.k.
       
      Es war aber eben auch so, wie es Raymond Franz in seinem Buch: „Auf der Suche nach christlicher Freiheit“ auf Seite 226, oben schrieb: „ ...er war immer der „besondere“ Gast und anders als gewöhnliche Menschen angesehen. Gespräche drehten sich, wenn überhaupt, nur selten um banale Dinge, mit denen sich Menschen beschäftigen. ...und manchmal war er Problemen und auch Tragödien gegenüber schon fast fatalistisch eingestellt.“
       
      Ja, auch das durfte ich erleben,und ich muss dabei sagen: „Ich war zu der Zeit keinen Deut besser. Ich habe an den Lippen dieses Mannes geklebt und wenn sie mir zu der Zeit gesagt hätten: „Spring in die Schlangengrube“, dann wäre ich hineingesprungen.
       
      Damit möchte ich auch sagen, dass keiner von uns das Recht hat, über die zu urteilen, die mit einem aufrichtigen Herzen noch „drin“ sind, „raus“ möchten, aber bis jetzt noch nicht wissen,wie?
       
      Über Jesus Christus wurde in Jes. 42:3 Elb. vorausgesagt: „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.“
       
      Ich bin froh darüber, dass ich aus der „Zeugens-Nummer“ raus gekommen bin. Ich weine dem allen NICHTS hinterher. Eine Menge „Kehricht“. Das wünsche ich von Herzen allen die noch „drin“ sind.
       

       
      Euer Störti
       

       

      1. Lieber Störti,

        "Damit möchte ich auch sagen, dass keiner von uns das Recht hat, über die zu urteilen, die mit einem aufrichtigen Herzen noch „drin“ sind, „raus“ möchten, aber bis jetzt noch nicht wissen,wie?"

        Da kann ich nur zustimmen.  Heute nach knapp einem Jahr  draußen  sehe ich es genauso.  Anfänglich  denkt man, dass müssen die doch blicken. Wenn wir urteilen sind wir nicht besser wie die anderen. Heute bete ich für die drinnen gefangenen.  Es ist ein Lernprozess.

        @Tilo

        Klasse Artikel.  Einiges neues dazugelernt.  Ich muss sagen, durch BI und die tollen Gedanken hier habe ich das Gefühl,  endlich geistige speise,  also feste speise zu mir zu nehmen.  Da war das die vierzig Jahre vorher wie "Fläschchen trinken".

        Danke

        Dorkas

        1. mariella

          "Damit möchte ich auch sagen, dass keiner von uns das Recht hat, über die zu urteilen, die mit einem aufrichtigen Herzen noch „drin“ sind, „raus“ möchten, aber bis jetzt noch nicht wissen,wie?"
          „Da kann ich nur zustimmen.“
          Dazu muss man wohl das ganz, ganz spezielle und eigenwillige „Bibelverständnis“ eknes Zeugen Jehovas haben um das verstehen und zustimmen zu können.

          Ich weiss nur, dass geschrieben steht, wer weiß, dass etwas verkehrt ist, und trotzdem tut, dem ist es Sünde.

          Ist das jetzt schon wieder eine Bibelumschreibung? Und eigenes Evangelium?:

          Wenn Du falsch liegst, aber nicht (genau) weißt wie es richtig geht, dann Scheiß was auf Gottvertrauen und die Meinung, dass ER Dir einen Ausweg zeigen wird, nein, nein, bleib einfach in Deiner Verkehrtheit! Auch sie ist ok und macht Dich glücklich. ????

          Die amerikanische Zeugen Jehovas „Religion“ as its best:

          2 x 3 macht 4 -widdewiddewitt und 3 macht 9e !Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt ...Hey - Pippi Langstrumpf hollahi-hollaho-holla-hopsasaHey - Pippi Langstrumpf - die macht, was ihr gefällt.Ich hab' ein Haus, ein kunterbuntes Hausein Äffchen und ein Pferd, die schauen dort zum Fenster raus.Ich hab' ein Haus, ein Äffchen und ein Pferd,und Jeder, der uns mag, kriegt unser 1x1 gelehrt.

           

        2. Iris

          Liebe Mariella ,

          du schreibst : ,, dazu muß man schon ein ganz spezielles und eigenwilliges Bibelverständnis haben , um das zu verstehen und zuzustimmen , wenn jemand aufrichtigen Herzens noch drin ist und nicht weiß , wie er rausgehen soll . "

          Ein spezielles Bibelverständnis , das hatten wir . Alle die noch drinnen sind , wurden einer Gehirnwäsche unterzogen , damit sie so ,, speziell " denken . Leider merkten sie es nicht , daß sie manipuliert wurden . Sie wissen nicht , das es verkehrt ist , darum ist es für sie keine Sünde .

          Wenn sie durch jemanden aufmerksam gemacht werden , daß etwas falsch läuft , können sie nicht sofort umschalten und anders denken . Manche haben ein Dienstamt , und große Verantwortung übernommen ,  da kann man auch nicht so schnell weg . Außerdem haben viele noch ihre Familienangehörigen drinnen . Da überlegt man schon :,, was mach ich jetzt , geh ich raus , dann sehe ich einen Teil meiner Kinder und Enkelkinder nicht mehr ." Eltern haben es da sehr schwer und manche bleiben dann um ihre Kinder nicht zu verlieren .

          Viele hoffen dann , daß alles von unserem himmlischen Vater aufgedeckt wird , damit sie dann frei werden .

          Wir haben es auch mit Hilfe unserer Tochter geschafft rauszukommen . Aber denke nur nicht , daß wir jetzt keine Probleme mehr haben . Die Hälfte unserer Kinder und auch Enkelkinder sind noch drinnen . Wir versuchen immer wieder ihnen begreiflich zu machen , wie sie von JWOrg belogen und manipuliert werden . Außer Mails , die sie vielleicht garnicht lesen , haben wir keine Möglichkeit . Sie dürfen ja nicht mit uns sprechen und das tun sie auch nicht , weil sie , wie du sagst , ein eigenwilliges Bibelverständnis haben und unsere Argumente an ihnen abprallen .

          Pippi Langstrumpf ist ein unbekümmertes Kind , das auch so in den Tag hinein lebte . Diese unbekümmerte Zeit ist längst vorbei , wenn man schwere , tränenreiche Tage hinter sich hat . Dann ist Mitleid und Liebe mit den noch Gefangenen des Wachturms angebracht , nichts anderes mehr .

          Iris

        3. Liebe Iris,

          Denke so oft an euch. An alle die ihre Familie noch da drin haben, Kinder die ihre Eltern nicht mehr sehen dürfen, Enkel die plötzlichkeine Oma und Opa mehr haben. Hass würde uns innerlich zerstören und nichts bewegen.  Liebe dagegen "...hat Geduld.  Liebe ist .....nicht taktlos  und sucht nicht sich selbst;lässt sich nicht reizen und trägt böses  nicht na h;sie freut sich nicht wenn unrecht  geschieht, sie freut sich wenn die wahrheit siegt. Sie erträgt alles,sie glaubt und hofft immer.sie hält allem stand."Bibel.heute 1. Korinther 13:4.....

          Ich drücke dich ganz fest,auch alle die hier mitschreiben und lesen.

          Ihr seid mir meine Familie geworden. Obwohl ich meine buchstäbliche Familie erst durch den Weggang wieder bekommen habe. Ich habe euch ins Herz geschlossen. Plötzlich sind da soooo viele, die gleiches erlebt haben, dieselben Gefühle durchleben. Füreinander  da sind. ????

           

          Viele von euch sind so gute Schreiber, können ihre Gedanken so toll formulieren. Ich verschlinge die Beiträge.  ????

          Dorkas

           

        4. Omma@Iris@Dorkas

          Ihr zwei Lieben,

          ihr habt so schöne Kommentare geschrieben. Bei der Omma dauert es immer ein wenig, mir gehen immer so viele Dinge durch den Kopf, die müssen dann erst einmal sortiert werden, das geht oft nicht ohne die Hilfe von oben.

          Bei euren Kommentaren musste ich an Psalm 139 denken.

          Psalm 139:1-6, 14-16, 23+24   (NGÜ)
          1  .....  Herr, du hast mich erforscht und kennst mich ´ganz genau`.
          2 Wenn ich mich setze oder aufstehe – du weißt es; meine Absichten erkennst du schon im Voraus.
          3 Ob ich gehe oder liege, du siehst es, mit all meinen Wegen bist du vertraut.
          4 Ja, noch ehe mir ein Wort über die Lippen kommt, weißt du es schon genau, Herr.
          5 Von allen Seiten umschließt du mich und legst auf mich deine Hand.
          6 Ein unfassbares Wunder ist diese Erkenntnis für mich; zu hoch, als dass ich es je begreifen könnte.

          14 Ich danke dir dafür, dass ich so wunderbar erschaffen bin, es erfüllt mich mit Ehrfurcht. Ja, das habe ich erkannt: Deine Werke sind wunderbar!
          15 Dir war ich nicht verborgen, als ich Gestalt annahm, als ich im Dunkeln erschaffen wurde, kunstvoll gebildet im tiefen Schoß der Erde.
          16 Deine Augen sahen mich schon, als mein Leben im Leib meiner Mutter entstand. Alle Tage, die noch kommen sollten, waren in deinem Buch bereits aufgeschrieben, bevor noch einer von ihnen eintraf.

          23 Erforsche mich, Gott, und erkenne, was in meinem Herzen vor sich geht; prüfe mich und erkenne meine Gedanken!
          24 Sieh, ob ich einen Weg eingeschlagen habe, der mich von dir wegführen würde, und leite mich auf dem Weg, der ewig Bestand hat!

          Ja, ihr Lieben, unser Weg der Freiheit beginnt nicht erst dann, wenn wir uns entschlossen haben, die Org. zu verlassen, sondern bereits, als wir gebildet wurden, nur wussten wir es noch nicht.  So konnte auch Paulus später folgendes an die Galater schreiben.

          Galater 1:15   (NGÜ)

          15 Doch dann hat Gott beschlossen, mir seinen Sohn zu offenbaren. Gott hatte mich ja schon ´für sich` ausgesondert, als ich noch im Leib meiner Mutter war, und hatte mich in seiner Gnade dazu bestimmt, ihm zu dienen.

          Ja, Gott kannte das gute und aufrichtige Herz von Paulus.  Das ist jetzt keine Vorherbestimmung, der wir hilflos ausgeliefert sind, wie einige sie beschreiben, wir sind keine Roboter, sondern unsere Beiden Höchsten machen von ihren unendlichen Möglichkeiten Gebrauch, und können bereits die Anlagen eines Menschen im Mutterleib erkennen, ja sie erforschen sozusagen bereits die kleinen "Herzchen" eines Ungeborenen. So, wie bei Jakob und Esau, und eben auch bei Paulus.

          Auch uns kannten sie schon lange und haben uns all die Jahre oder Jahrzehnte beobachtet und in unser Herz gesehen. Ja, sie waren immer bei uns.  Aber ihre Gedanken sind höher, als unsere Gedanken, und nur sie wissen, wann der richtige Zeitpunkt ist, dass wir aus dem Gefängnis JW.ORG. befreit werden, oder wurden.  Genau, wie bei Paulus!

          So mögen auch wir, oder andere (unsere Kinder und Enkel oder Freunde), viele Jahre, oder Jahrzehnte,  in Aufrichtigkeit das System JW.ORG. unterstützt haben.  Manche haben sogar wärend ihres Zeugen-Lebens Dinge erlebt, als sie in Aufrichtigkeit ihres Herzens gebetet hatten, die man nur als Hilfe von oben betrachten kann. Ich habe mir manchmal, nach unserer Befreiung, überlegt, ob ich mir solche Dinge vielleicht nur eingebildet habe, musste aber zu dem Schluss kommen, das war keine Einbildung.

          Irgendwann haben uns unser Beiden Höchsten an die Hand genommen, und wir spürten deutlich:  JETZT IST ES SOWEIT, JETZT GEHT'S IN DIE FREIHEIT! Viele von uns haben diesen "Augenblick", als ein Aufwachen gespürt, als ein gezogen werden, oder als ein Verschwinden der geistigen Blindheit usw.

          Nicht wir haben es zu entscheiden, wann unsere Beiden Höchsten andere in die Freiheit führen, das tun sie selbst, indem sie die Herzen aller Menschen beobachten.  Wer von uns kann in die Herzen Anderer sehen?

          Ganz liebe Grüße senden Omma und Oppa

        5. Fox

          Guten Tag mariella

          und ein ganz liebes Willkommen für dich. Beim ersten Lesen deines Kommentars an unsere liebe Dorkas hat man den Eindruck, du würdest gegen eine Einbahnstraße fahren. Beim ersten Lesen... Die Frage der "Eigenwilligkeit" ist eine sehr subjektive Auslegung, ebenso wie die Ansicht des Wissens über das, was recht ist. Bitte lass mich das an einem Beispiel veranschaulichen.

          Die meisten "christlichen" Religionen lehren eine unsterbliche Seele im Menschen. Jehovas Zeugen lehren, der Mensch habe keine unsterbliche Seele. Sie begründen dies mit 1. Mose 2:7 (NWÜ/Elb), "der Mensch WURDE eine lebende Seele". Herangezogen wird auch 3. Mose 17:11.

          Können wir uns bei diesen Texten darauf einigen, dass die Seele mit Leben und dies wiederum mit Blut gleichgesetzt wird? Das bedeutet, bei großem Blutverlust endet das Leben - und damit stirbt auch die Seele. Im Umkehrschluss würde dies aber bedeuten, dass Menschen, die eines natürlichen Todes sterben, weiterleben, denn sie verfügen immer noch über das Blut - und damit über ihre Seele, die entsprechend dieser Auslegung dann auch nicht verstorben wäre. Die Auslegung, dass die Seele im Blut liegt stützt auch den Gedanken, dass unser Gott die Ewigkeit in das Herz des Menschen gelegt hat, denn bekanntermaßen ist das Herz unerlässlich für den Blutfluß.

          Wie aber erklärt sich dann, dass die ewige Hoffnung und das Leben eben NICHT mit dem Tod enden? Oder möchte irgendjemand behaupten, Jesus habe gelogen als er sagte, Abraham sei in den Augen seines Vaters, unseres Gottes, nicht tot sondern er lebe? Und wie kommt es dann, dass Jesus nach seinem Tod mit viel Blutverlust zu einem lebendigen und Leben gebenden Geist auferweckt wurde wenn das Leben mit dem Blut(verlust) endet?

          Um es vorweg zu nehmen: Das hier ist nicht der Versuch, eine "neue Lehre" hier einzubringen, sondern aufzuzeigen, dass "richtig" sehr subjektiv ist. Und wenn Dorkas - für mich sehr vorbildlich - die Kraft aufbringt, keinen Groll zu hegen und nichts nachzutragen ist dies nicht falsch, oder worin siehst du die Erfüllung eines Gebetsversprechens, denen zu vergeben, die uns gegenüber Schuld auf sich geladen haben? Sollen wir nur denen vergeben, die uns gegenüber im Recht sind? Müssten wir uns dann zwangsläufig nicht ändern um deren Weltbild anzunehmen? Wenn du dich in der Welt umschaust - welches Weltbild ist dann "richtig"? Aber sei gewiss: Es gibt hier sehr viele - mich inbegriffen - die Zorn auf diesen WTG-Verein bestens nachvollziehen können.

           

    2. M.N.

      Auch ich kann mich noch an Freddies Ansprachen anlässlich von "Bezirkskongressen" oder anderen "Sonderveranstaltungen" erinnern, obwohl ich damals noch sehr jung war; obgleich bereits blind, gab er Vers-für-Vers-Besprechungen ganzer Kapitel prophetischer Bibelbücher zum besten, die für uns Kinder ewig dauerten. Eine der schlimmsten Erinnerungen ist an dieses ominöse Deutschlandtreffen aller ZJ in 1973 in Gelsenkirchen: "Einstimmung" auf das im Okt. 1975 erfolgende "Harmagedon"; da hat Franz stundenlang über seine Privattheorien betreffs Jesaja, Jeremia, Hesekiel ... und seine "felsenfesten Beweise für das unmittelbare Bevorstehen des Endes" referiert. Ich bezweifle nicht, dass er mit Fug und Recht als "Bibelgelehrter" bezeichnet werden kann; "Insider", die mit ihm auf Du und Du verkehrten, wollen wissen, dass er den gesamten Text des NT in Griechisch Wort für Wort im Kopf hatte, aber auch jederzeit aus dem Stegreif über welche AT-Passage auch immer eine Vers-für-Vers-Abhandlung vortragen konnte. Da war also eminent viel Wissen vorhanden, nur - es hat weder ihm noch anderen genützt, denn dieses Wissen gebar bzw. transportierte Irrlehren und führte die "Harmagedon in die Neue Welt überleben"-Hoffnungen all derer, die ihr Leben dieser Ideologie anvertrauten, zuschanden.

      Davon abgesehen, halte ich nach wie vor dafür, Rutherford (nicht Franz) als den wahren und einzigen geistigen Vater der WTG aka JW.Org zu betrachten. Das harte, kalte, herrische und unmenschliche Wesen der WTG, ihr brutales Vorgehen gegen Dissidenten und das Ersticken auch nur der leisesten "Kritik" ist nicht kennzeichnend für Franz , sondern für den Whiskey-Judge. Mehr hierzu siehe z. B. im Glossar, Eintrag "Rutherford, Richter".

      Gruß,

      M.N.

      1. ich war auch in Gelsenkirchen beim piepsenden Franz. aber war das 73 oder nicht doch 75?

        1. M.N. @ FF

          Vermutlich hast Du recht; ich habe etwas rumgegoogelt und auf http://exodus-info.de/wp-content/uploads/2016/01/Die-letzte-Generation.pdf dieses hier gefunden:

          Bei einer Sonderzusammenkunft 1975 in Gelsenkirchen (D):

          Der verstorbene WT-Präsident F. W. Franz erklärte am 30.8.1975 in Gelsenkirchen bei einer Sonderzusammenkunft der Zeugen Jehovas:

          "Nun, nach der biblischen Chronologie, die wir haben, enden 6000 Jahre Menschheitsgeschichte am Freitag, den 5. September, mit Sonnenuntergang. Das bedeutet, dass mit diesem Zeitpunkt das 7. Jahrtausend, oder Millenium, des Daseins des Menschen beginnt."

        2. Horst

          Lieber M.N.,

          danke für Deine Quellenforschung.

          Nachdem ich mich zu dieser Zeit bereits aus der Predigt- und Lehrtätigkeit verabschiedet hatte,

          bekam ich gar nicht mit, dass von Franz sogar ein genauer TAG benannt wurde. Wir gingen doch damals davon aus, dass zwischen dem 6. und dem 7. Jahrtausend dieser "Krieg des grossen Tages Gottes", genannt Harmageddon, stattfinden müsste.

          Nachdem nichts passierte, wurden doch irgendwelche "Toleranzen" benannt, z.B. die Zeit zwischen Erschaffung Adams und derjenigen Evas und ähnliche Kaugummiauslegungen.

          Diese "Ausgrabungen" sind historisch schon interessant.

          Herzl. Gruss Horst

  15. Sylvia Geiser

    Lieber Thilo

    Zu Deinem Artikel: DAS GESETZ DES CHRISTUS habe ich Dir eine ERGÄNZUNG beigefügt. Du hast dabei nicht erwähnt: WAS SCHLIESST ES MIT EIN. Ein wichtiger ASPEKT, der total fehlt. Man will offenbar die WAHRHEIT nicht hören, weil die BI MACHER ( Älteste ) nicht daran erinnert werden möchten und somit wurde es gelöscht. Wie will ein Leser wissen, um was es in WIRKLICHKEIT geht. Ich finde das VERANTWORTUNGSLOS.

    Herzliche Grüsse an Dich Sylvia

  16. pit an Autor

    Lieber Tilo.

    So ist es!

    Friede pit

  17. Sylvia Geiser

    Lieber Thilo

    Vielen Dank für Deinen Artikel. .........
    Herzliche Grüsse

    Sylvia

  18. Lichtspender

    Sehr guter und interessanter Artikel!

    Dazu passen die Worte von Paulus gemäß Römer 14:1-6 (bibel.heute):

    "Nehmt den, der im Glauben schwach ist, vorbehaltlos an, und streitet nicht über seine Ansichten mit ihm! 2 Einer glaubt zum Beispiel, er dürfe alles essen. Der Schwache jedoch ernährt sich rein vegetarisch. 3 Wer alles isst, darf den nicht verachten, der nicht alles isst! Und wer nicht alles isst, darf den nicht verurteilen, der alles isst, denn Gott hat ihn genauso angenommen wie dich. 4 Wie kommst du denn dazu, den Diener eines anderen zur Rechenschaft zu ziehen? Ob er mit seinem Tun bestehen kann oder nicht, geht nur seinen Herrn etwas an. Und er wird bestehen, denn sein Herr ist in der Lage, dafür zu sorgen.

    5 Der eine hebt bestimmte Tage hervor, für den anderen ist jeder Tag gleich. Aber jeder soll mit voller Überzeugung zu seiner Auffassung stehen! 6 Wer einen bestimmten Tag bevorzugt, tut das zur Ehre des Herrn. Genauso ist es bei dem, der alles isst. Er tut es zur Ehre des Herrn, denn er dankt Gott dafür. Und auch der, der nicht alles isst, tut das zur Ehre des Herrn und sagt Gott Dank."

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