Das Kontakt- und Umgangsverbot der Zeugen Jehovas

Wie wurde dieses, vom Zweigkomitee, Zentraleuropa gegenüber dem Oberverwaltungsgericht Berlin und dem Bundesverfassungsgericht, dargestellt?

Jehovas Zeugen sind der Auffassung, dass es sich bei dem Kontakt- und Umgangsverbot mit Ausgeschlossenen und Ausgetretenen um die Befolgung biblischer Gebote, also um einen Akt des Gehorsams und der Loyalität Jehova gegenüber, handelt. Trifft das zu?

Folgende Bibelstellen werden als theologische Grundlage angeführt:

– Sprüche 13,20:„ … wer sich aber mit den Unvernünftigen einlässt, dem wird es schlecht ergehen.“

– 1. Korinther 15,33:„Lasst euch nicht irreführen. Schlechte Gesellschaft verdirbt nützliche Gewohnheiten.“

– 1. Korinther 5,11-13:„Nun aber schreibe ich euch, keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben, der Bruder genannt wird, wenn er ein Hurer oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Erpresser ist, selbst nicht mit einem solchen zu essen“. 

– 2. Petrus 2,20-22:  22: „Der Hund ist zum eigenen Gespei zurückgekehrt und die gebadete Sau zum Wälzen im Schlamm.“

– 2. Johannes 9-11: „Jeder, der vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht. Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß“. 

Lässt sich aus diesen Texten das Kontaktverbot, wie es innerhalb der „Organisation Jehovas“ gehandhabt und umgesetzt wird, rechtfertigen?

An dieser Stelle kommt man nicht umhin, sich über die Rolle, Stellung und Funktion der Rechts- und Berufungskomitees, die in den Versammlungen, in Fällen schwerer Sünde, wie „Ehebruch, Homosexualität oder Abtrünnigkeit, eingesetzt werden, Gedanken zu machen. (Organisiert-Buch, Auflage 2015, S. 138, Absatz 21)

Diese Rechts- und Berufungskomitees entscheiden darüber, wer als “Ausgeschlossener” oder “Abtrünniger” gilt. Nach dem Statut der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas werden Rechtskomiteeverfahren, auf der Grundlage des religionsgemeinschaftlichen Rechts, durchgeführt. (§ 15 Abs. 1 Nr. 6 StRG vom 27.05.2009)

Es liegt auf der Hand, dass das „religionsgemeinschaftliche Recht“ mehr beinhaltet, als die zuvor erwähnten Bibelstellen. Nach Abs. 4 der Präambel des StRG, beinhaltet es das, von der Leitenden Körperschaft vermittelte, Verständnis der biblischen Lehre, sowie den Aufbau (Gliederung) und die Wirkungsweise der Religionsgemeinschaft (Matthäus 24:45-47).

Hierin eingeschlossen sind die, in Briefen und Publikationen veröffentlichten oder mündlich durch die Leitende Körperschaft übermittelten, Anleitungen. Werden diese Anleitungen allen Verkündigern bekannt gegeben? Die Briefe an die Ältesten und das Ältestenbuch („Hütet die Herde Gottes“) enthalten zwar die entscheidenden Regelungen, Richtlinien und Weisungen, doch über deren Inhalt werden Verkündiger, die keine Ältesten sind, offiziell nicht informiert, ja, es ist ihnen sogar verboten, diese zu besitzen oder zu lesen! Bestimmte Informationen und Briefe werden nur den Ältesten zugänglich gemacht.

Ich kann es mir hier ersparen, die umfangreiche Literatur der Wachtturm-Gesellschaft und die zuvor genannten Bibelstellen zu kommentieren, denn allein aus dem Umstand, dass straf- und disziplinarrechtliche Regelungen vor den (potentiell) Beschuldigten geheim gehalten werden, wird schon deutlich, dass das, von den Zeugen Jehovas praktizierte Umgangs- und Kontaktverbot, keine wirkliche Grundlage in der Heiligen Schrift haben kann. Vielmehr ist es eine Folge des übersteigerten Wahrheits-, Absolutheits- und Exklusivitätsanspruchs und der damit verbundenen Bibelauslegung der Leitenden Körperschaft.

Eine persönliche Entscheidung

Die Gültigkeit, der Nutzen und die Notwendigkeit der biblischen Hinweise, zu Fragen des Kontakts und Umgangs zu „Sündern“, soll hier nicht in Frage gestellt werden. Nur hat darüber der mündige Christ, nach seinem Gewissen, persönlich zu entscheiden und muss dafür auch persönlich Rechenschaft ablegen (Röm. 14,12).

Die Leitende Körperschaft, das Zweigkomitee und die Ältesten glauben  allerdings, unter Bezugnahme auf Hebräer 13:17, ein weit reichendes Umgangsbestimmungsrecht über die Verkündiger zu haben. Damit überschreiten sie jedoch bei weitem ihre Kompetenzen als Hirten und Diener.

Hinzu kommt, dass sämtliche Rechtskomiteeverhandlungen unter Ausschluss der  Öffentlichkeit durchgeführt werden. Kein Verkündiger kann also einigermaßen objektiv wissen, entscheiden oder beurteilen, ob der Ausgeschlossene oder Ausgetretene wirklich ein „Unvernünftiger“ (Sprüche 13:20), „schlechter Umgang“ (1. Korinther 15:33), „ein Hurer oder ein Habgieriger oder „ein böser [Mensch]“ (1. Korinther 5:11-13) ist. Ob er “wieder in die Befleckungen der Welt verwickelt und [davon] überwunden wurde” (2. Petrus 2:20) oder gar ein „Abtrünniger“ ist, der “nicht in der Lehre des Christus bleibt, und diese Lehre nicht bringt” (2. Johannes, Verse 9-10).

Der Grundsatz der Öffentlichkeit

Daraus wird deutlich, dass die, von den Ältesten einberufenen Rechts- und Berufungskomitees, biblischen Vorbildern nicht entsprechen, denn es gibt keinen Hinweis darauf, dass diese nicht-öffentlich tagten und verhandelten. Der Gerichtshof, unter dem Gesetzesbund, tagte und verhandelte am „Stadttor“, einem öffentlichen Platz (5Mo 16:18; 21:19; 22:15, 24; 25:7; Ru 4:1). Dass es in der christlichen Ära üblich war, Rechtsverfahren stets nicht-öffentlich durchzuführen – dafür gibt es jedenfalls keine biblischen Belege.

In der deutschen Gerichtsbarkeit gilt der Grundsatz der Öffentlichkeit, von dem es Ausnahmen gibt, z. B. wenn berechtigte Interessen von Kindern berührt sind. Die Komiteeverhandlungen genügen damit auch nicht rechtsstaatlichen Grundsätzen. Die Rechts- und Berufungskomitees sind vielmehr neuzeitliche Erscheinungsformen der mittelalterlichen Inquisitionsgerichte, einschließlich „hochnotpeinlicher Befragung“.

Dennoch fordert die Leitende Körperschaft von allen Zeugen Jehovas, persönliche Kontakte und Umgang, mit Personen, die von einem Rechtskomitee aus der Versammlung ausgeschlossen wurden, aufzugeben und einzustellen. Auf enge Freundschaften und Familienbande wird, unter Hinweis auf die „Loyalität zu Jehova“ und die „Reinerhaltung der Versammlung“, keine Rücksicht genommen.

Nur im Falle häuslicher Gemeinschaft, wenn Minderjährige betroffen sind oder dringende Familienangelegenheiten es erfordern, werden – sehr eingeschränkt – gewisse Ausnahmen zugelassen. Doch diese Ausnahmen werden sehr selten erwähnt. Meist wird nur betont, dass die Beachtung der Kontaktverbote ein zwingend zu befolgender Akt der Liebe ist. Das wurde auch auf dem Regionalkongress der Zeugen Jehovas 2018, „Sei mutig!“ nicht anders behandelt.

Regionalkongress 2018 in Frankfurt

Als Schlussredner, auf dem diesjährigen, in Frankfurt am Main, durchgeführten Kongress, fungierte diesmal Thomas Fiala, ein von der Leitenden Körperschaft ernanntes Glied des Zweigkomitees, der damit Teil der gesetzlichen Vertretung der Religionsgemeinschaft ist. Erstaunlich ist,  wie er sich, auf diesem Kongress, zu den bestehenden Kontakt- und Umgangsverboten zu Ausgeschlossenen, äußerte.

Seine Einlassung zu diesem Thema, klingt so ganz anders als das, was er als Glied des Zweigkomitees und damit als Teil der gesetzlichen Vertretung der Religionsgemeinschaft, dem Oberverwaltungsgericht Berlin, zur Beantwortung dieser Frage, mitgeteilt hat. Darauf werden wir  später noch näher eingehen.

Zunächst zu dem, was er auf dem Kongress vertrat: Am Samstag, den 04.08.2018 referierte er, in der Zeit von 16.15 bis 16.50 Uhr, zu dem Thema: „Mutig, aber nicht zu selbstsicher“. Unter Bezugnahme auf Jeremia 17:5, führte er aus, dass jemand, der auf sich selbst vertraut, verflucht ist, sich von Jehova abwendet und ein Abtrünniger ist.

Den Gedanken führte er am 05.08.2018, in der Zeit von 14.50 Uhr bis 15.50 Uhr, in der Schlussansprache, unter dem Motto: „Mit uns sind mehr als gegen uns“ , fort. Er griff auf die Geschichte um König Asa zurück und stellte die Frage, wie wahre Christen heute seinem Gehorsam nachahmen können. Dabei erwähnte er auch, dass Asas Großmutter eine Götzendienerin und somit eine Abtrünnige war. Asa habe jedoch für Jehova gestritten, seine Großmutter gemieden und keinerlei Kontakt zu ihr gepflegt.

Genauso müssten wahre Anbeter Jehovas heute handeln, auch wenn dies in der Familie zu einem Loyalitätskonflikt führe. Denn, so führte er wörtlich aus: „Die Interessen Jehovas stehen immer über den Interessen der Familie!“ Damit hat er ganz deutlich zum Ausdruck gebracht, dass es von den Kontakt- und Umgangsverboten, gegenüber Ausgeschlossenen, insbesondere bei sog. Abtrünnigen, keine Ausnahmen gibt, auch wenn dies die Familie betrifft. Er ließ diesen Satz auch so, ohne Ausnahmen, z. B. für die sogenannte Klein- oder Kernfamilie, stehen.

Hier einige Beispiele von betroffenen Zeugen Jehovas, die zeigen, dass diese Anweisungen der WTG, von den Ältesten der Versammlungen und auch von Zeugenfamilien, genauso streng angewandt und umgesetzt werden, auch wenn es zu absurden Situationen führt:

“Eine (Noch-) Zeugin Jehovas, aus der Nähe von Bremen, berichtete: “Meine Schwester Maria hat die Gemeinschaft offiziell (Brief an die Ältestenschafft) verlassen. Die Folge ist, dass sie, auf Anweisung der Versammlungsältesten, von einem Großteil meiner Familie geschnitten wird. (Gehört meine Schwester nicht auch zur Kernfamilie, liebe WTG ?)

Ich dagegen habe mich nur von der Org. „zurückgezogen“, bin also nicht offiziell ausgetreten. Aber meine Eltern wissen, dass ich die Org. und ihre Lehren ablehne. Mit mir pflegen sie weiter Kontakt.

Zur Beerdigung meiner Oma wurde meine „abtrünnige“ Schwester nicht mit eingeladen. Sie stand abseits von der Trauergemeinde. Ich stellte mich demonstrativ zu ihr und ging auch nicht zur Familientrauerfreier.”

 

Ein ungetaufter Jugendlicher aus dem Raum Münster:

“Mein Name ist Max. Mein Bruder ließ sich zur Freude meiner Oma, einer hundertprozentigen Zeugin, mit 15 Jahren taufen. Meine Oma war stolz auf meinen Bruder, er durfte nun sogar das Mikrofon herumreichen. Mit 19 Jahren lernte er ein nettes Mädchen aus “der Welt” kennen. Die Probleme begannen. Er war nicht bereit, seine Liebe aufzugeben und es kam auch zu sexuellen Kontakten. Er wurde ausgeschlossen.

Seitdem ist er für meine Oma gestorben. Sie besucht meine Eltern nicht, wenn ihr Enkel zu Hause ist.

Ich dagegen habe auch eine Freundin, bin aber nicht getauft. Ich habe keinen Stress in der Versammlung, wenn ich diese mal, meinen Eltern und meiner Oma zuliebe, besuchen sollte. Mich besucht auch meine Oma bei meinen Eltern. Ist das nicht verrückt?”

Ein Ehepaar aus dem Raum Bielefeld  Westf.:

“Mein Mann und ich haben uns schon einige Jahre von der Versammlung zurückgezogen. Mein Vater, ein Ältester, bat mich,  keinen offiziellen Austritt zu vollziehen. Er dürfte dann keinen Kontakt mehr mit mir haben und könnte sein Ältestenamt verlieren, wenn er weiter den Kontakt zu mir aufrechthielte. Ich wäre doch nur noch die Einzige aus der Familie, die ihm geblieben sei, meine Mutter ist schon verstorben. Er hat furchtbare Angst, alleine zu bleiben, ohne Kontakt zu seiner Familie.

Ab und zu versucht er, mich zu motivieren, in die Versammlung zu kommen, damit die Brüder sehen, dass seine Tochter noch nicht verloren ist. Besonders zum Gedächtnismahl und zum Sondervortrag   tue ich ihm den Gefallen.

Einmal habe ich ihn sogar mal wieder im Dienst begleitet. Wir haben einen Rückbesuch bei einer Familie gemacht, die wir schon, als ich noch Kind war, mit ihm besucht hatten (vor 40 Jahren). Es war für mich eine schlimme Erfahrung, zu hören, wie er immer noch dieselben Sprüche und Argumente verwendete und nicht merkte, dass die Leute nur aus Höflichkeit zuhörten. Solche absurden Blüten bringt die Angst vor einem Kontaktabbruch mit sich.”

Der Kampf um die Anerkennung als „Körperschaft des öffentlichen Rechts“

Doch was behauptete die Kirchenleitung der Zeugen Jehovas dreist, als sie vor Gericht darum stritt, als „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ anerkannt zu werden? Um als rechtstreu zu gelten, musste die Religionsgemeinschaft beweisen,  dass sie auf dem Boden des Grundgesetzes steht und dieses in keiner Weise in Frage stellt oder aktiv gefährdet. (Art. 6 Abs. 1 GG) (BVerwG, Urteil vom 17.05.2001 – 7 C 1.01, Orientierungssatz – nach juris)

Wie wurde nun das Kontakt- und Umgangsverbot, durch die Kirchenleitung der Zeugen Jehovas, vor Gericht dargestellt? Zur Beantwortung dieser Frage empfiehlt es sich, zuerst einmal zu lesen, was das Oberverwaltungsgericht Berlin, in seinem Urteil vom 24.03.2005 bzw. 02.12.2004 (Az.: OVG 5 B 12.01, Rd.-Nrn. 39-40 – juris), zu dem Vorbringen der Wachtturm-Gesellschaft geschrieben hat. Das Oberverwaltungsgericht Berlin hat, wie es scheint, die Darstellung der WTG, zu dieser Frage, eins zu eins übernommen, Zitat:

„Bei einem Ausschluss bleibt die Familie (gemeint ist die Kleinfamilie, also Ehegatten und minderjährige Kinder) intakt.“

„Die Klägerin (Die WTG) stellt nicht in Abrede, dass sie im Falle des Austritts/Ausschlusses eines Mitgliedes ihrer Gemeinschaft empfiehlt, dieses zu meiden und keinen Umgang mehr mit ihm zu pflegen. Für den Bereich der Familie aber, der nach Art. 6 Abs. 1 GG Gegenstand staatlichen Schutzes ist, bestreitet sie derartige Handlungsanweisungen oder Empfehlungen.

Ihren im Verlaufe des Verfahrens abgegebenen und durch eigene Literatur belegten Erklärungen entspricht es vielmehr, im Falle des Ausscheidens oder Ausschlusses eines solchen engen Familienmitglieds lediglich keine “geistige Gemeinschaft” im Sinne gemeinsamer Anbetung Jehovas mehr zu pflegen, hinsichtlich der Dinge des täglichen Lebens aber weiterhin “in Liebe loyal miteinander umzugehen”.

Nach dieser Darstellung hält sich die Klägerin auch im „Umgang mit “Abtrünnigen” in den Grenzen dessen, was ihr die Verfassung abverlangt … „“

Was wird hier also behauptet?

Die „Klägerin“, das Zweigkomitee der Zeugen Jehovas in Deutschland,  „stellt nicht in Abrede“, dass sie den Zeugen „empfiehlt“, keinen Umgang mehr mit einem Mitglied zu pflegen, wenn es ausgetreten ist oder ausgeschlossen wurde. Stimmt diese Aussage mit der Gemeindepraxis überein?

Der Duden definiert „empfehlen“ als: „ … jemandem etwas als vorteilhaft, geeignet, zuverlässig vorzuschlagen; jemandem raten, sich zu etwas zu entscheiden“. Damit ist klar, dass es sich beim Empfehlen zwar um etwas handelt, das von dem, der etwas empfiehlt, gewünscht wird, dass es aber dem, der die Empfehlung bekommt, selbst überlassen bleibt, ob er sich an diese Empfehlung hält oder nicht. Das hat ein Zweigkomitee-Mitglied sogar in der Verfassungsbeschwerde, gegen die ablehnende Entscheidung des Landes Bremen, so vorgetragen. Auch hierzu sollte man einmal lesen, was das Bundesverfassungsgericht selbst in seinem Beschluss, vom 30.06.2015 (2 BvR 1282/11, Rd.-Nrn. 49-50 – juris), zu diesem Vortrag geschrieben hat:

„Soweit eine Gefährdung von Ehe und Familie (Art. 6 Abs. 1 GG) durch angeblich von der Beschwerdeführerin ausgesprochene Kontaktverbote zu ausgeschlossenen oder ausgestiegenen Familienmitgliedern behauptet werde, habe eine Gefährdung der “Kernfamilie”,  also der Verbindung zwischen Eltern und ihren im Haushalt lebenden Kindern, im Erstverleihungsverfahren nicht festgestellt werden können. Bezüglich der weiter gefassten “Begegnungsgemeinschaft” bestehe ebenfalls kein weiterer Aufklärungsbedarf, weil die Beschwerdeführerin in den hier fraglichen Fällen unter Berufung auf ihr biblisches Selbstverständnis lediglich empfehle, die Kontakte zu ausgeschlossenen Familienmitgliedern auf das Nötigste zu beschränken.”

Dabei handele es sich um eine unverbindliche Empfehlung, über deren Umsetzung und Intensität jedes einzelne Mitglied selbst zu entscheiden habe. Sanktionen bei einem den Empfehlungen widersprechenden Verhalten seien nicht vorgesehen. 

Was hier, etwas gestelzt, im Juristen- oder Beamtendeutsch verklausuliert gesagt wird, ist folgendes: Die Empfehlung, mit Ausgeschlossenen und Ausgetretenen keinen Umgang zu haben, ist unverbindlich. Das heißt, wer sich an diese Empfehlung nicht hält, wird nicht bestraft, gerügt oder zurechtgewiesen. Bei Ausgeschlossenen oder ausgetretenen Verwandten besteht erst gar keine Empfehlung, sondern nur soweit es die Anbetung Jehovas („geistige Gemeinschaft“) betrifft. Dann dürfte es eigentlich bei  Zeugen, von denen einer austritt, ausgeschlossen oder abtrünnig wird, keine Probleme geben. Ebenso, wenn erwachsene Kinder oder Eltern ausgeschlossen werden, ändert dies dann nichts an den bestehenden Familienbanden. Bei ausgeschlossenen Freunden, mit denen man nicht verwandt ist, könnte man auch “selbst entscheiden”, ob und wieviel Umgang man mit diesen pflegt. So könnte man jedenfalls meinen!

Trifft das jedoch tatsächlich zu?

Dass dies in Praxis ganz anders gehandhabt wird, zeigen die vielen Erlebnisse von Personen, die in solch einer Situation standen. Solche Brüder sind Bespitzelung und Beobachtung ausgesetzt. Die Versammlung wird massiv unter Druck gesetzt und aufgefordert, auch “abtrünnige Familienmitglieder“ zu meiden und den Kontakt abzubrechen.

Man könnte an dieser Stelle auch eine ganze Reihe Wachtturm-Literatur anführen und zitieren, um nachzuweisen, dass dies eben gerade nicht der Fall ist. Stellvertretend für alle diese, sei nur auf zwei Zitate, aus dem eigentlichen und geheimen, schon erwähnten Gesetzbuch der Zeugen Jehovas “Hütet die Herde Gottes”, auf das normalerweise nur ernannte Älteste zugreifen können, verwiesen:

  • „6. Wenn von Brüdern oder Schwestern bekannt ist, das sie ungebührlichen Umgang mit einem Verwandten haben, der nicht bei ihnen wohnt und ausgeschlossen ist oder die Gemeinschaft verlassen hat, sollten Älteste mit ihnen reden und sie anhand der Bibel ermahnen.”
  • “Die Ältesten können mit ihnen Folgendes durchgehen: Gottes-Liebe-Buch, Seite207 bis 209, den Wachtturm vom 15. April 1988, Seite 26 bis 30 oder den Artikel „Christliche Loyalität bekunden, wenn ein Verwandter ausgeschlossen ist“ in Unserem Königreichsdienst für August 2002.”
  • “Steht fest, dass das Verhalten gegen den Zweck eines Gemeinschaftsentzugs verstößt und dass der Betreffende nicht auf die Ermahnung hört, eignet er sich nicht für Vorrechte in der Versammlung, die nur vorbildlichen Verkündigern eingeräumt werden. Gegen ihn würden keine rechtlichen Schritte unternommen, es sei denn, er hätte ständig geistige Gemeinschaft mit dem Ausgeschlossenen oder würde den Gemeinschaftsentzug offen kritisieren.“ (S. 116)
  • „Kapitel fünf „Wann ein Rechtskomitee gebildet werden sollte …“

„9. Dreistes, zügelloses Verhalten …“

„10. Bei Folgendem kann es sich um dreistes Verhalten handeln, wenn der Missetäter … Trotz wiederholter Ermahnung willentlicher, fortgesetzter, unnötiger Umgang mit einem Ausgeschlossenen, mit dem man nicht verwandt ist pflegt. (Mat. 18:17b; 1. Kor. 5:11, 13; 2. Joh. 10, 11; w8115.12.S.24-25).“ (S. 58, 60).

Und was ist, falls diese Ausgeschlossenen oder Ausgetretenen zusätzlich mit dem Makel der Abtrünnigkeit behaftet sind? Dann ist diesen mit “Hass, Ekel und Abscheu” zu begegnen und man darf mit ihnen auch nicht nur das Geringste zu tun haben (Der Wachtturm, 01.10.1993, S. 19 Abs. 14 und 15) (s. nur: Der Wachtturm, Studienartikel vom 15.04.2009, S. 6, Abs. 15).

Aus diesen in „Wachtturmdeutsch“ umschriebenen Weisungen, ergibt sich jedenfalls, dass es sich bei den Anleitungen des „treuen und verständigen Sklaven“, zum Umgang mit Ausgetretenen, Ausgeschlossenen und Abtrünnigen, auch wenn es sich um Verwandte handelt, nicht nur um „unverbindliche Empfehlungen“ oder „sanktionslose Appelle“ handelt. Es handelt sich vielmehr um verbindliche Regeln und Gesetze, vor allem, wenn Älteste ein Machtwort sprechen, ermahnen oder zu dem Ergebnis kommen, dass jemand ständige geistige Gemeinschaft mit dem Ausgeschlossenen hat oder er den Gemeinschaftsentzug offen kritisiert. Denn dann kann so jemand, von den Ältesten, als nicht vorbildlich beurteilt, öffentlich zurechtgewiesen oder sogar aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden. Bei Abtrünnigen gibt es erst gar kein Pardon und keine Ausnahmen. Das belegen jede Menge Fälle und glaubwürdige Zeugen.

Hat das Zweigkomitee dem Oberverwaltungsgericht Berlin und dem Bundesverfassungsgericht „alternative Fakten“ geliefert,

oder gar gelogen und betrogen? Das abschließend zu entscheiden oder zu beurteilen, steht verbindlich nur den zuständigen Strafverfolgungsbehörden zu. Aber es gibt in Deutschland das Recht auf die freie Meinung, nach Art. 5 Abs. 1 S. 1 des Grundgesetzes, so dass sich jeder selbst ein Urteil und eine Meinung bilden kann.

In der Literatur und Ideologie der Zeugen Jehovas gibt es eine ganze Reihe von Leit- und Schlüsselbegriffen, wie z. B. „Gehorsam“ und „Loyalität“. Ein Schlüsselwort, das in ihren Schriften immer wieder vorkommt, ist der Begriff „die Wahrheit“. Was mit Wahrheit gemeint ist, dürfte jedem klar sein. Es bedeutet, ehrlich, aufrichtig und rechtschaffen zu sein und nicht zu einer Lüge Zuflucht zu nehmen.

Deshalb kann man den Gliedern des Zweigkomitees auch etwas „empfehlen“: Sie sollten doch mal das Werk „Dichtung und Wahrheit“, von Johann Wolfgang von Goethe und die Abhandlung „Wahrheit und Methode“, von Hans-Georg Gadamer, lesen und darüber nachsinnen.

Was man abschließend sagen kann

Was soll man abschließend, von diesem zweigleisigen Verhalten der Leitenden Körperschaft und deren Helfershelfern, den Gliedern des Zweigkomitees Zentraleuropas, die als gesetzliche Vertreter der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas in Deutschland dienen, halten? Mit wem kann man sie vergleichen? Mit Janus, dem römischen Kopf, mit den zwei Gesichtern? Mit „falschen Propheten“ oder mit einem „Wolf im Schafspelz“ (Mt 7,15)?

Die angeblichen „Empfehlungen“ der WTG, zum Thema Kontaktverbot,  widersprechen eindeutig dem Grundgesetz und es ist für jeden Demokraten in Deutschland unverständlich, dass eine Religionsgemeinschaft, welche die Grundrechte der Familie derart verletzt, die Anerkennung als „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ erhalten konnte.

In ihren Publikationen und Videos fordert die WTG ihre Anhänger unverhohlen auf, volljährige Kinder des Hauses zu verweisen. Gemeinschaft durch Familienfeiern, wie Hochzeiten, Jubiläen, Beerdigungen oder auch gemeinsame Urlaube, sind nicht gestattet. Die Probleme, die sich für die Familien daraus ergeben, sind gewaltig und machen die Menschen seelisch krank. Diese Art der Kontaktsperre ist ein profanes Mittel der WTG, sich ihre Schäfchen gefügig zu machen und zu halten.

Link: Video: https://youtu.be/c7V-0KIUq88

Aufgrund dieser Tatsachen, rufen wir hiermit die Wachtturmgesellschaft auf, diese irreführende Darstellung zur Frage, ob ein Zeuge Jehovas seine Gemeinschaft offiziell beenden kann- ohne Schaden zu nehmen- zu ändern und richtigzustellen. Leider verdichten sich jedoch die Hinweise, dass sie in Zukunft diese unmenschliche Praxis der Ächtung noch verschärfen wird.

Mag ich nicht (38)

73 Kommentare zu “Das Kontakt- und Umgangsverbot der Zeugen Jehovas

  1. Schneeflocke

    Liebe Freunde und liebe Brüder und Schwestern!

    Liebt ihr auch, so wie ich, die praktischen Beispiele und Erfahrungen, die das Leben einfach schreibt?  Wie sieht die Nächstenliebe eines vorbildlichen Zeugen Jehovas praktisch aus?

    Meine Schwiegermutter ist totkrank. Ein Krebs, der nicht mehr operabel ist, und der sie zwingt sich seit Wochen einer ekligen Chemotherapie zu unterziehen. Jede Woche fährt sie zweimal mit dem Krankentaxi 25 km um sich das helfende Gift in die Venen fließen zu lassen. Sie kämpft und erträgt... Und fährt Taxi.

    Nun war heute ein Fahrer, der sie bereits das dritte Mal fuhr. Der gute Mann ist ein Zeuge aus der Nachbarversammlung, selbst bereits im Alter vorgerückt. Das erste Mal hat er sie wohl nicht erkannt, das zweite Mal wusste er bestimmt noch nicht, dass sie ausgetreten ist. Aber HEUTE platzte die menschliche Nächstenliebe-Bombe:

    Kaum hat sie es mühevoll geschafft ins Taxi zu sinken, bekommt sie um die Ohren geschlagen, sie dürften nicht mehr zusammen reden. Die Fahrt wäre "dienstlich" und ein Gespräch "privat"....

    Wie jetzt?!?? Meine Schwiegermutter ist schwerst schwerhörig und kann sich selbst kaum ausdrücken. Sie ließ es daher über sich ergehen und sagte "okay, dann reden wir nicht" - 25 km unter solchen unwillkommenen Umständen können ganz schön lang werden!

    Ich bin so empört darüber, dass dieser Zeuge nicht sehen kann, dass sein Verhalten menschlich und ethisch einfach nur unglaublich lieblos ist!!

    Wie kann man nur?! So etwas müsste man tatsächlich öffentlich machen!

    Ich habe den Taxiinhaber telefonisch nicht erreicht, ihm aber folgende Mail geschrieben:

    "Lieber Herr xxxxxxx,

    leider habe ich Sie gerade telefonisch nicht erreicht. Meine Schwiegermutter ist heute von einem Angestellten von Ihnen gefahren worden. Es war Herr xxx. Herr xxx ist Zeuge Jehovas. Meine Schwiegermutter war einmal Zeuge Jehovas und ist dort ausgetreten, da sie eine andere biblische Meinung vertritt. Herr xxx hat allen ernstes meiner totkranken Schwiegermutter auf dem Weg zur Chemotherapie gesagt, sie dürften nicht miteinander reden. So etwas menschlich abwertendes habe ich selten gehört, ich bin empört, eigentlich müsste man so ein liebloses und unethisches Verhalten öffentlich machen!

    Meine Schwiegermutter möchte nicht mehr von Herrn xxx gefahren werden. Sollte das nicht möglich sein, werden wir uns ein anderes Taxiunternehmen für Ihre Fahren suchen.

    Herzliche Grüße"

    Sieht so die wahre Nachfolge Christi aus? Eine Antwort erübrigt sich...
    👍👍

    1. Petrus111

      Liebe Schneeflocke,

      wunderst Du Dich ernsthaft?

      JZ "lieben" nur ihresgleichen.

      Die "Welt" ist satanisch, verlogen, verderbt, korrupt, schlecht, unmoralisch -... und wird daher demnächst komplett vernichtet. Und Deine Schwiegermutter  wird ja mal erst recht vernichtet - weil sie ja eine Abtrünnige ist. Wieso sollte man so jemanden lieben? Die Kontaktvermeidung dient dem Selbstschutz und ist darüber hinaus ein Zeichen von Liebe, dient sie doch dazu, den "Ausgeschlossenen" durch die Ächtung darauf hinzuweisen, dass sein Verhalten nicht toleriert werden kann und ein liebevoller Umgang erst bei reuevoller Umkehr wieder möglich ist.
      Anzumerken ist noch, dass es überhaupt keinen Sinn macht, ihr derzeitiges Leben weiter zu erhalten - wofür will sie noch leben, wo ihr doch die ewige Vernichtung bevorsteht? Sie könnte ja bereuen und umkehren - aber dafür gibt's ja wohl keine Anzeichen...

      Das ist leider keine Satire, keine Ironie, es ist die Sicht eines JZ.

      Es muss - ernsthaft - hinzugefügt werden, dass der Smaltalk genauso zu den Dienstpflichten eines Taxifahrers gehört wie es zu den Pflichten eines Kellners gehört, freundlich mit seinen Gästen zu reden, statt nur wortlos das Essen hinzustellen. Da hat der JZ, der diesen Beruf ausübt, irgendwas falsch verstanden...

      beste Grüße

      Petrus11
      👍

    2. Bruder

       

      Liebe Schneeflocke, eine schlimme Erfahrung welche deine Schwiegermutter da machen musste.

      Ja, Jehovas können das. Sie sind emotional dazu in der Lage, einen Freund einfach fallen zu lassen. Das tun sie von einem Moment zum anderen – die Bekanntgabe eines Gemeinschaftsentzuges oder die Mitteilung: „Bruder xy ist kein Zeuge Jehovas mehr“ reicht dafür aus. Jehovas Zeugen müssen dafür keine Gründe oder Hintergründe kennen. Sie sind ihrer  Glaubensgemeinschaft treuer als jedem noch so gutem Freund, den sie in der Gemeinschaft hatten.

      Sie setzen die Treue gegenüber der Organisation mit der Treue zu Gott gleich.

      LG

    3. Stachelbeere

      Meine liebe Schneeflocke,

      Es tut mir unendlich leid, wie deine liebe, kranke Schwiegermama behandelt wurde. Das kann doch einfach nicht wahr sein. Wie kann ein Mensch, der von sich behauptet an Gott zu glauben, sich so irreleiten und irreführen lassen, dass er so herzlos reagiert. Selbst wenn er der ORG.vertraut, muss doch die Liebe Gottes bewirken, wenigstens einem todkranken Mitmenschen Nächstenliebe entgegen zu bringen. Es ist beängstigend, wie die natürliche Zuneigung, die selbstverständliche und gottgegebene Nächstenliebe durch Angst und falsche Bibelauslegung einfach erstickt wird.

      Liebe Schneeflocke, bleibt  gemeinsam als Familie stark in der schweren Zeit. Ich wünsche deiner Schwiegermama und auch euch die Kraft und den Frieden unserer beiden Höchsten. Unser allmächtiger Vater ist Liebe und Menschen die ihn und Jesus wirklich im Herzen haben, leben und geben diese göttliche Eigenschaft gegenüber jeden Menschen weiter.

      Fühl dich mal ganz dolle umarmt.

      Stachelbeere

       

       

       

    4. Omma@Schneeflocke

      Ach, mein liebes Flöckchen,

      jetzt musstet ihr auch so eine herzlose, ja teuflische Erfahrung machen.  Du hast ganz toll reagiert, indem du dem Taxenunternehmer von diesem Vorfall berichtet hast, und auch den Grund dieses Verhaltens genannt hast.

      Ein ganz liebes älteres Ehepaar aus Österreich, das ich vor Jahren durch Mail-Kontakt kennenlernen durfte, und die unbeschreibliches durch die Zeugen mitmachen mussten, schrieben mir: "Die wollen uns erpressen, damit wir wieder angekrochen kommen.  Aber steht nicht in der Bibel, dass Erpresser Gottes Reich nicht ererben werden?"

      Ja, liebes Flöckchen, es ist so, wie ein ehemaliger Arbeitskollege dem Oppa mal sagte, nachdem der Oppa davon berichtete, wie wir nach unserem Austritt bei den Zeugen, behandelt werden.  Er sagte: "Wer so handelt ist kein wahrer Freund!"

      Wenn ich daran denke, wie vielen wir in der sogenannten "Bruderschaft" beigestanden haben, manchen aus größter Not geholfen haben.  Kein Opfer war uns zu groß, es waren ja unsere Brüder, die wir von Herzen liebten.  Aber nach unserem Austritt haben sich genau diese "Brüder und Schwestern" von uns abgewandt und kannten uns nicht mehr. Genau, wie "Bruder" dir schrieb:  "ZJ können das!"

      Und wie sah es in der Familie aus?  Auch da war unsere helfende Hand nicht zu kurz, und wir haben es von Herzen gern getan. Wir lebten auf dem selben Grundstück, Tür an Tür, und bekamen nach unserem Austritt nur zu hören: "Ihr denkt nur an euch!!!" Auch unsere "Kinder" taten so, als ob sie uns nicht mehr sahen.  Als wir auszogen, wir haben alles allein bewältigen müssen, gingen nur die Rollläden runter, damit sie uns nicht mehr sehen mussten.

      Aber genau, wie du, liebes Flöckchen, haben wir auch überall von diesem Verhalten berichtet, damit jeder wusste, was hinter der ach so freundlichen Fassade steckt.

      Hat Jesus dieses Verhalten nicht vorausgesagt?  Hat er nicht gesagt, dass wir diesen Hass spüren würden, wenn wir uns zu ihm bekennen, das heißt, wenn wir bekennende Christen sind?

      Johannes 15:18-27   (Hoffnung für alle)
      18 »Wenn die Menschen euch hassen, dann vergesst nicht, dass man mich schon vor euch gehasst hat.
      19 Diese Welt würde euch lieben, wenn ihr zu ihr gehören würdet. Doch ihr gehört nicht mehr dazu. Ich selbst habe euch erwählt und aus der Welt herausgerufen. Darum hasst sie euch.
      20 Erinnert euch daran, dass ich gesagt habe: ›Ein Diener steht niemals höher als sein Herr!‹ Deshalb werden sie euch verfolgen, wie sie mich verfolgt haben. Und wenn sie auf meine Worte gehört haben, werden sie auch auf eure hören.
      21 Das alles wird mit euch geschehen, weil ihr euch zu mir bekennt; denn die Welt kennt Gott nicht, der mich gesandt hat.
      22 Wäre ich nicht in diese Welt gekommen und hätte die Menschen gelehrt, wären sie nicht schuldig. Aber jetzt gibt es keine Entschuldigung mehr dafür, dass sie Gott den Rücken kehren.
      23 Denn wer mich hasst, der hasst auch meinen Vater.
      24 Wenn ich nicht vor ihren Augen Wunder vollbracht hätte, die kein anderer je getan hat, wären sie ohne Schuld. Aber nun haben sie alles miterlebt, und trotzdem hassen sie mich und auch meinen Vater.
      25 Dies geschieht, damit in Erfüllung geht, was in ihrem Gesetz steht: ›Sie hassen mich ohne jeden Grund!‹
      26 Wenn ich beim Vater bin, will ich euch den Helfer senden, von dem ich gesprochen habe, den Geist der Wahrheit. Er wird vom Vater kommen und bezeugen, wer ich bin.
      27 Und auch ihr werdet meine Zeugen sein, denn ihr seid von Anfang an bei mir gewesen.«

      Ja, unser lieber Herr Jesus hat uns persönlich zu sich gerufen, und wir haben auf seine Stimme gehört, darum werden wir genauso gehasst, wie er gehasst wurde.  Und wer ihn hasst, hasst auch seinen Vater.  Sagte Jesus nicht, wenn ich beim Vater bin, will ich euch den Helfer senden?  Bitten wir unsere Höchsten um diesen Helfer, den Heiligen Geist.

      Mein liebes Flöckchen, in Gedanken sind wir bei euch, besonders bei deiner Schwiegermutter und ihrem Salvo.  Wir drücken euch ganz fest aus der Ferne und wünschen euch ganz viel Kraft von unseren Beiden Höchsten.  Wir  beten für euch.

      Allerliebste Grüße von der Omma und ihrem Oppa

      1. Meereswoge

        Meine liebe Schneeflocke, heute viele,ganz besonders Liebe Grüße an Dich. Sie sollen voller Trost von unserem Gott A L L E N Trostes sein.Er tröstet in all unserer Not, durch den Trost, mit dem auch wir getröstet werden....durch Christus wird uns überreicher Trost zuteil...2.Kor. 1:1-6.

        Bitte sage es Deiner lieben, leidgeplagten Schwiegermutti, all die lieben Zeilen des Mitfühlens hier auf BI, sollen Ihr, aber auch Deinem lieben Mann und Eurer ganzen Familie gelten.

        Es ist so sehr traurig und unbegreiflich, daß Anbeter Jehovas so gefühllos sein können, nur weil sie nie darüber nachdenken, wie mitfühlend, helfend Jesus uns den Weg der Liebe klarmachen wollte. Durch eigenes Beispiel, durch Gleichnisse, durch gerechte Verurteilung der Heuchler usw.   "Kommt zu mir ALLE, die Ihr beladen seid..."

        Du wirst sicher all die trösten den Worte von lieben Geschwistern ihr zukommen lassen.

        Hab lieben Dank dafür.

        "Wer darf Gast sein in deinem Zelt, wer darf weilen auf deinem heiligen Berg?

        Der makellos lebt,, und das Rechte tut, der von Herzen die Wahrheit sagt, der mit seiner Zunge nicht verleumdet hat. Der seinem Nächsten nichts Böses tat, und keinen Schmach auf seinen Nachbarn gehäuft hat....Auszüge aus Psalm 15.. So sehen Gottes Gedanken aus

        Sei ganz lieb umarmt und von allen getröstet, besonders Deine Schwiegermutti.....Meereswoge

         

         

         

         

    5. Schneeflocke

      Vielen Dank, ihr Lieben, für Euren Trost und Euer Mitfühlen und auch für das Mit-wütend-sein (zb. von Dir, Petrus111).

      Meine Schwiegermutter hat mitgelesen, also haben sie all Eure lieben Kommentare und Wünsche erreicht!

      Ich möchte Euch gerne die Reaktionen des Taxiunternehmens mitteilen, welches mir heute morgen geantwortet hat.

      Hier die Mail:

      "Sehr geehrte Frau xxxxx,

      es tut uns sehr leid das zu hören. Wir möchten uns vielmals entschuldigen. Selbstverständlich wird Herr L. Ihre Schwiegermutter nicht mehr fahren. Wir haben Herrn L. darauf hingewiesen, dass solch ein Verhalten nicht in Ordnung ist und nicht im Einklang mit dem ist, wofür unsere Firma steht.

      Wir möchten uns nocheinmal entschuldigen und verbleiben mit freundlichen Grüßen,

      Xxxxxx"

       

      Ich bin angenehm überrascht und freue mich, in "der Welt" auf so verständnisvolle Ohren getroffen zu sein.

      Liebste Grüße an euch alle und habt eine erholsame, friedliche Nacht.

      Schneeflocke

      An N.M.: dein Kommentar an Bernhard (http://www.bruderinfo-aktuell.org/index.php/unser-leben-als-diener-jehovas/#comment-36056) hat mein vollsten Respekt. Danke vielmals  für so wertvolle ausgewogene Worte!!
      👍

      1. sola scriptura

        Liebe Schneeflocke, als ich deinen Taxi-Bericht las, musste ich unweigerlich an das, was Jesus erlebte denken.

        Markus 3:4-6:

        "... Sie aber schwiegen still.
        Und er sah sie ringsum an mit Zorn, betrübt über ihr erstarrtes Herz, und sprach zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und seine Hand wurde wieder gesund.
        Und die Pharisäer gingen hinaus und hielten alsbald Rat über ihn mit den Anhängern des Herodes, dass sie ihn umbrächten."

  2. Freigeist

    um es kurz zu machen.

    Meine Nichte ist vor ca. 8 Jahren als Tochter einer Ältestenfamilie über Nacht aus dieser Sekte ausgestiegen. Die "Wahrheit" hatte sie mit der Muttermilch aufgesogen. Hat aber nichts genutzt.

    Ihr Wortlaut- Mit dieser Sch...wolle sie nichts mehr zu tun haben.

    Durch den Ausstieg meiner Nichte verlor mein Schwager SOFORT sein Ältestenamt, meine Schwester ist in psychologischer Behandlung weil sie Angst hat, ihre Tochter werde in Armagedon ( neue Schreibweise ) vernichtet.

    Und jetzt wird es spannend. Ich bin an Informationen gekommen die besagen, dass  sich meine leibliche Schwester den Umgang mit ihrem Kind nicht verbieten lassen wird, mit mir, ihrem Bruder aber jeglichen Kontakt verweigert, da ich angeblich ein Abtrünniger sei. Merke an: Abtrünnigkeit ist schlimmer als "Hurerei", die meine Nichte begangen haben soll.Wie wurde ich in den Augen meiner Schwester zu diesem Abtrünnigen? Ich habe ihr erläutert, dass die Organisation weder von Gott geleitet ,noch dass sie biblisch zu begründen wäre.

     

    Sehr geehrter Herr Rudke, sicher lesen Sie hier mit. Können Sie sich überhaupt noch im Spiegel ansehen und wird Ihnen nicht schlecht bei so viel Lug und Trug in der WTG-Sekte?

    1. Hallo Freigeist,

      Genau wie Dir ergeht es mir ähnlich. Meine Tochter hat vor 12 Jahren die Organisation verlassen,  weil sie einfach nicht mehr so leben wollte und einen freund hatte.

      Ich habe letztes Jahr die Organisation verlassen, weil ich genau wie du und viele andere erkannt habe, wer hinter all dem steckt. Also bin ich "Abtrünnig ". NuN trifft meine Tochter gelegentlich beim einkaufen meine  ehemals "beste" Freundin aus der Versammlung.  Eigentlich dürfte die ja auch nicht mit meiner Tochter reden. Aber nein, da wird sich stundenlang unterhalten und alles mögliche gefragt, wie es mir denn ginge, usw. Das muss man sich mal vorstellen wie krank das ist.

      Zu mir wurde der Kontakt sofort abgebrochen und ich wurde von ihr "du bist ja jetzt des satans " bezeichnet.  Aber mit meiner ebenfalls ausgeschlossenen Tochter so reden wie wenn nichts wäre.

      Das zeigt mir, wie Menschen sich selbst etwas vormachen. "Hurerei" wird als weniger " schlimm" angesehen.  Aber die Organisation kritisieren, nein, das geht gar nicht.

      @SchneeflockE

      Ich wünsche dir und deiner Familie viel kraft. Du hast dich genau richtig verhalten.  So ein Verhalten darf man sich nicht gefallen lassen.

      Liebe Grüsse Dorkas

       

       

  3. Untätiger

    danke Nada,das vermutete ich schon. Aus einer Kirche kann man jeder zeit wieder austreten,aus einer Sekte nicht. Oder man nimmt in Kauf das die Familie zerstört wird. Das kann aber nicht jeder so ohne weiteres verkraften. Aber das Doppelleben zehrt auch an der Substanz. Schauen wir mal ...

  4. Daniel111

    @Dorkas, Hi 🙂

     

    Ich wollte dir vorhin eine E-Mail schreiben, es gab eine Rückmeldung, dass die Email Adresse nicht korrekt ist von dir, hast du vielleicht eine korrekte?

     

    LG
    Daniel111

  5. ULLA

    Liebe Omma,

    du hast meine Seele beruhigt mit deinem letzten Kommentar an Dorkas. *Snief...voll freu...Kopfnicken: "DANKE, du bist soo sanft in deiner Art!"

    Denn ich dachte schon wieder mal von mir, dass ich zu heftig oder persönlich auf Dorkas Leid reagiert hätte...und wenn sie mir nun gemailt hätte...könnte jemand meinen, ich hetze auf...? Undundund....Hab sogar letzte Nacht negativ geträumt davon...

    Ach, ich habakukke dich ganz lieb für dein Wort zur rechten Zeit!

    ULLA

    1. das Urmel@Ulla

      Liebe Ulla,

      ich lese ja hier immer mit und verfolge Eure Kommentare. Nein, mach Dir keine Selbstvorwürfe, das Du „zu heftig oder persönlich“ bist oder „ ich hetzte auf...“ Du hast Deinen Kommentar an Dorkas wirklich einfühlsam  formuliert. Du schreibst aus Deinen Herzen, wie Du Deine Situation empfunden hast.

      Sei lieb gegrüßt vom Urmel

  6. LuRa

    Ich glaube irgendwas ist schiefgegangen. Jetzt der zweite Anlauf.
    Kontaktverbot und die möglichen Auswirkungen

    Man kann sich sehr kritisch und differenziert mit dem Kontaktverbot bei den Zeugen Jehovas  auseinandersetzen. Das alles haben viele getan und bestimmt gute Gesichtspunkte herausgestellt.
    Ich möchte aber einen anderen Weg gehen, um den menschlichen Wahnsinn und die Menschenverachtung aufzuzeigen. Dazu soll eine kleine Geschichte dienen.

    Man stelle sich folgende Situation vor:

    Eine Familie der Zeugen Jehovas hat zwei Kinder. Der Vater, Werner, ist ein anerkannter und verständnisvoller Ältester. Die Jugendlichen in der Versammlung begeistert er, weil er auf der Gitarre jedes Grillfest mit einer Fröhlichkeit und Lockerheit zum Ereignis werden lässt.
    Er arbeitet im Büro und auch da ist er ein anerkannter Kollege der Firma.
    An einem Donnerstag kann er nicht so pünktlich die Firma verlassen und so spricht er mit seiner lieben Karin ab, dass sie selbst mit den beiden Jungen, Tim und Robert, in den Saal kommt. Sie ist schon LKW bei ihrem Vater im Geschäft gefahren und man kann sagen „das Lenkrad wurde ihr in die Wiege gelegt“. „Okee, wir treffen uns 18 Uhr 30 im Saal“.
    Als Werner im Saal ankommt, wird er nicht von seinen Lieben begrüßt. Sie sind wie es scheint im Stau oder Timi versucht mit allem Ernst sich seine Krawatte selbst zu binden und hat die Zeit nicht im Blick. Werner spricht noch mit einigen Ältesten über das Programm und vieles mehr und die Versammlung beginnt.
    Nach der Halbzeit geht Werner raus und ruft zu Hause und auf dem Handy an. Keiner ist zu erreichen. Komisch.
    Nach Ende der Versammlung schaut Werner erneut auf sein Handy, kein Anruf ist eingegangen. Er versucht es erneut. Keiner hebt ab.
    Nach einigen Gesprächen mit den Mitältesten kann er endlich losfahren.  
    Zuhause angekommen ist keiner da. Ihm wird langsam unheimlich. Er macht sich was zu essen, hat aber eigentlich gar keinen Appetit.
    Es klingelt, „warum machen sie nicht selbst auf“ denkt er sich. Er geht zur Tür und zwei Beamte stehen davor. Die Gesichter der Beamten sind sehr ernst. „Können wir mit ihnen im Haus sprechen“ fragt der Eine. „Ja, kommen sie herein“.
    Sie setzen sich und mit ruhiger tiefer Stimme schildert er den Sachverhalt. Werner wird kreidebleich. Auf dem Weg zum Saal ist ein Geisterfahrer mit ihrem Fahrzeug frontal zusammengeprallt.
    Alle Drei hatten keine Chance. Der Unfallfahrer ist ebenfalls sofort tot.
    Werner verlassen die Kräfte. Kein Wort verlässt seinen Mund. Stille.
    Nachdem dieser Schicksalsschlag bekannt wurde, kam eine Welle der Hilfsbereitschaft, des Mitgefühls und Verständnisses auf Werner zu.
    Nach zwei Wochen kam der größte Schmerz, die Beerdigung.
    Die Trauerhalle war voll, übervoll. Bekannte, Verwandte, Mitschüler, Lehrer und natürlich die Bruderschaft gaben Werner einen Halt in dieser unbegreiflichen Situation.
    Danach stand die Bruderschaft weiter absolut hilfreich zur Seite, aber es hatte sich etwas geändert.
    Er saß unter Tränen jeden Abend im Wohnzimmer und keine Stimme war zu hören. Wie gern würde er es hören, wenn Tim und Robert sich streiten und meine liebe Karin den Streit mit aller Liebe und Beharrlichkeit schlichten würde. Aber so, nur Stille, böse unheimliche Stille. Er las in der Bibel, bekam Anrufe und las die vielen Mut machenden Briefe.
    Eine Frage ging ihm aber nicht mehr aus dem Kopf: „Warum“. Die drei waren doch auf dem Weg, um über den Höchsten im Universum etwas zu erfahren und mit Menschen zusammen zu sein, die genauso an die wundervolle Hoffnung einer „Neuen Welt“ unter Christus hier auf Erden, glaubten. Warum ließ Gott das zu?
    Werner war nicht mehr arbeitsfähig, es ging ihm nur noch schlecht. Er fing sogar an zu zweifeln, ob es einen gerechten Gott gibt.
    Nach mehreren Wochen und den wirklich lieb gemeinten Aufmunterungsversuchen der  Bruderschaft kam er zu dem Schluss, es gibt keinen Gott und einen gerechten schon gar nicht. Sich vollends bewusst ging er zum Standesamt und ließ sich aus der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas austragen. Mit 26 € beendete er sein Glaubensleben.
    Nach 14 Tagen wird in der Versammlung bekanntgegeben, dass Werner kein Zeuge Jehovas mehr ist.
    Aber was passiert nun? Ihr ahnt es. Von heut auf morgen kennt ihn keiner mehr von seinen sogenannten Brüdern  und Schwestern. Die Liebe und Fürsorge ist abgeschaltet, nur weil er einfach nicht mehr Glauben kann. Nicht, dass er etwas Böses will oder Unrechtes getan hat, er ist einfach Opfer von Umständen, die jeden ereilen können.
    Wo ist die Liebe und das Mitgefühl geblieben? Es gibt keine Differenzierung des Ausschlusses. Das Kontaktverbot wird knallhart durchgezogen und mir soll keiner erzählen, dass das so nicht gehandhabt wird!
    Diese Brüder und Freunde sind Sekten Brüder und Sekten Freunde für eine bestimmte Sektenzeit.

    Ist das eine christliche Glaubensgemeinschaft oder eine Sekte?!

     Gruß LuRa

    1. lusan

       

      Diese Brüder und Freunde sind Sekten Brüder und Sekten Freunde für eine bestimmte Sektenzeit.

      Diesen Satz muss man sich fett hinter die Ohren schreiben.

      Dann wirkt der Abgang viel leichter.

  7. David

    Wieder mal ein Brüller zum totlachen aus der JW.ORG (Walt Disney) Pseudoreligionsfantasy-Schreiberlingen-Abteilung im Wachtturm Nr. 2/2017, auf Seite 5 links unten steht tatsächlich wörtlich:

    "Gott gab „seinen einziggezeugten Sohn“— der Einzige, den er allein erschaffen hat (Johannes 3:16)."

    Also beim berühmten Streit "gezeugt nicht geschaffen", wird von den Zeugen Jehovas Schreiberlingen (in ihrer erbärmlichen Not eines religiösen Scharlatans) schlicht keine Entscheidung getroffen. Sondern (wieder Mal) die wohl denkbar erbärmlichste Ausflucht gewählt, indem der Wachtturm das behauptet, was einzig -und sicher- nicht möglich ist, nämlich beides gleichzeitig - obwohl sich gezeugt und geschaffen zwingend gegenseitig ausschließt.

    Nun soll überhaupt nicht diskutiert oder gestritten werden was richtig/wahr ist: Arius oder seine Gegner, die sich im Glaubensbekenntnis durchgesetzt haben.

    Was aber die Zeugen Jehovas in ihrem Wachtwurm 'verkünden', das hat nichts mit 'Glauben' oder (ernstzunehmender) christlicher Religion zu tun, sondern ist einfach nur Verhöhnung und Lächerlich machen bzw. Verspottung des christlichen Glaubens (und schlechter Witz).

    Also wirklich, echt, ihr ZEUGEN JEHOVAS, insbesondere sog. t.u.v.S und "leidende Körperschaft" wie peinlich, ungeistlich, lächerlich und erbärmlich Lachhaft wollt ihr euch eigentlich noch als religiöse Scharlatane outen und kenntlich machen?

    Haben da mal wieder irgendwelche ZJ Nachkömmlinge ohne elementare Schulbildung und ohne Grundkenntnisse des  christlichen Glaubens einen Wachtturm im Schnellverfahren daher geschreibselt? Im Vertrauen darauf, dass die 'hochgebildeten' und ebenso "tief gläubigen" wie im "christlichen Glauben gefestigten und kenntnisreichen" Zeugen Jehovas eh nicht merken, wenn sie solchen Unfug lesen? Hauptsache sie sind der LK "gehorsam und loyal"? Nehmen die JW.ORG und LK als ihren 'einzigen Retter' an, statt Jesus Christus?

    Allen ein schönes Wochenende und möge Euch die Gnade unseres Heiland und Retters Jesus Christus zuteil werden und er euch den heiligen Geist senden.

    Liebe Grüße

    Ps.:

    wer sich informieren möchte, einfach "gezeugt oder geschaffen" googeln. z.B. hier:

    http://www.erf-sg.com/vortraege/vortraege/11_Geboren%20vor%20aller%20Zeit.pdf

    (der Link ist keine Werbung für den ev. Glauben oder die ev. Kirche, sondern einzig und allein betreffend dieser "Fachfrage")

    Ps.ps. wer bei seinem "Glauben" bleiben will, dem wird von Gott die Freiheit dazu eingeräumt, aber dann wisst ihr wenigstens warum 'man' euch so ungläubig anguckt (und belächelt) wenn ihr so kenntnisarmen Unsinn in die Welt redet. Wenn ihrs lest, könnt ihr wenigstens 'mitreden'.

     

     

  8. Martin:Z21

     
    An dem Anerkennungsverfahren kann man erkennen, was für hochanständige, moralisch integre, aufrichtige und ehrliche Männer die Leitende Körperschaft zu Gliedern des Zweigkomitees ernannt hat. Deshalb werden sie den Hinweis auf Goethe und Habermas sicherlich als zu weltlich und zu philosophisch zurückweisen. Doch diese Bedenken kann man leicht zerstreuen: Schließlich lesen sie ja auch die Schriften von Gegnern, Kritikern und vermeintlich Abtrünnigen (- etwa auch gerade diesen Kommentar? Dann aber ganz schnell und „Husch!“ „Husch!“ zurück ins „Wachtturmkörbchen“ an den „Tisch Jehovas“! Der Sklave duldet in dieser Hinsicht keine Rivalität! -) anders lässt es sich nämlich nicht erklären, dass sie, vor allem durch ihren Rechtsanwalt Armin Pikkl, gegen diese und deren „Erkenntnisse“ so vehement mit Strafanzeigen und Unterlassungsklagen vorgehen.
     
    Ist das etwa der Weg wahrer Christen, um für „die Wahrheit“ Zeugnis abzulegen? Früher waren die Zeugen stolz auf das Sektenstigma, befanden sie sich doch in guter Gesellschaft, nämlich mit den ersten Christen, die als „Sekte der Nazarener“ (Apg 24,5) galten. Doch heute scheinen sie das Herrenwort „Wehe, wenn alle Menschen gut von euch reden, …“ (Lk 6,26) vergessen zu haben. Hat Jesus seine Gegner und die, die ihn angeklagt haben, etwa bei Pilatus wegen „Verleumdung“, „übler Nachrede“ oder „falscher Verdächtigung“ angezeigt oder auf Unterlassung verklagt? Haben die Bibelschreiber, etwa Petrus, Paulus und Johannes, für ihre Schriften eine Art Urheberrecht in Anspruch genommen oder geltend gemacht?
     
    Was soll man abschließend von diesem zweigleisigen Verhalten der Leitenden Körperschaft und deren Helfershelfern, den Gliedern des Zweigkomitees Zentraleuropas, das als Präsidium das aufsichtsführende Organ und gesetzlicher Vertreter der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas in Deutschland ist, halten? Mit wem kann man es vergleichen? Mit Janus, dem römischen Kopf mit den zwei Gesichtern? Mit „falschen Propheten“ oder mit einem „Wolf im Schafspelz“ (Mt 7,15)? Mit dem „unbarmherzigen Sklaven“ (Schalksknecht) (Mt 18,23-35)? Wie wird Jesus das wohl bei seiner zukünftigen „Ankunft“ (Mt 24,46) beurteilen? Etwa als `treu und verständig´ (Mt 24,45)? Wird er sie als zulässige Form der theokratischen Kriegslist oder –führung (s. Einsichten-Buch S. 237) zur „gesetzlichen Befestigung und Verteidigung der guten Botschaft“ (Phil 1,7) anerkennen und gutheißen?
     
    Es steht uns zwar nicht zu, über Personen zu richten (Mt 7,1.2), allerdings können wir voller Zuversicht darauf vertrauen, dass das Richterschwert des verherrlichten Jesus Christus (Offb 19,15) nicht zu kurz sein wird, um Personen, die `nicht fest in der Wahrheit stehen´ (Joh 8,44) „zu richten“ (Offb 19,11), während er selbst dann als „König der Könige und Herr der Herren“ (Offb 19,16) in Erscheinung treten wird. „…, denn er wird nicht kommen, es sei denn, der Abfall komme zuerst und der Mensch der Gesetzlosigkeit, der Sohn der Vernichtung, werde geoffenbart. Er widersetzt sich und erhebt sich über jeden, der `Gott´ oder ein Gegenstand der Verehrung genannt wird, so daß er sich in den Tempel des Gottes niedersetzt und sich öffentlich darstellt, daß er ein Gott sei“ (2. Thess 2,3.4). Darüber zu `urteilen´ und sich eine „Meinung“ dazu bilden, was dieser „Abfall“ ist und wer sich als „Mensch der Gesetzlosigkeit“ und „Sohn der Vernichtung“ erweist, das steht uns nach 1 Kor 2,15 und nach Art. 5 Abs. 1 S. 1 SGG natürlich sehr wohl frei und zu und das kann man auch jedem gerne „empfohlen“.
     
    Für diejenigen aber, die das Kontaktverbot besonders hart trifft, noch ein Wort des Trostes: Widerfährt ihnen nicht das, was Jesus vorausgesagt hat?
     
    „ Denkt nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern ein Schwert. Denn ich bin gekommen, um zu entzweien: einen Menschen mit seinem Vater und eine Tochter mit ihrer Mutter und eine junge Ehefrau mit ihrer Schwiegermutter. In der Tat, eines Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig. Und wer seinen Marterpfahl nicht annimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. Wer seine Seele findet, wird sie verlieren, und wer seine Seele verliert um meinetwillen, wird sie finden“ (Matthäus 10,34-39).
     
    Insofern kann man nur froh sein, von den Feinden des Christus geächtet zu werden, erspart dies einem doch, von sich aus diesen „schlechten Umgang“ zu „meiden“. Wer seine Seele dann so findet, wie in Matthäus 10,39 beschrieben, erhält genügend innere Stärke und Kraft um alldiesen Anfeindungen mit Mut zu begegnen und dabei ruhig und gelassen zu bleiben. So wie es einst Hesekiel erlebte: „Wie einen Diamanten, härter als Kieselstein, habe ich deine Stirn gemacht. Du sollst dich nicht vor ihnen fürchten, und du sollst vor ihrem Angesicht nicht erschrecken, denn sie sind ein rebellisches Haus“ (Hesekiel 3,9).
     
    Wer aber nun aufgewacht ist und festgestellt hat, dass er einem Betrugssystem zum Opfer gefallen ist, der sollte keine schnellen Entscheidungen treffen, denn so sanft wie der Einstieg in diese Organisation wird der Ausstieg jedenfalls nicht. Da gilt es erst mal aufzuarbeiten, zu verarbeiten was alles geschehen ist und in sich zu gehen in die „Innenkammern“ des Herzens und zunächst Ausschau zu halten nach Gleichgesinnten und sich langsam ein soziales Umfeld außerhalb aufzubauen, was üblicherweise Zeit braucht. Natürlich hat jeder mündige Christ nach seinem persönlichen Gewissen seine eigene Verantwortung zu erkennen, ob er im Sinne von Offb 18,4 (nach früherem Verständnis) aussteigt, sich nach Jes 66,5 ausschließen lässt, möglicherweise erst Mal in die Untätigkeit flüchtet oder in einer Art Kompromiss in der Organisation verbleibt, um das Verhältnis zu engsten Familienangehörigen oder guten Freunden nicht vorschnell auf die Probe und unter einen Loyalitätskonflikt zu stellen. Hier gilt das Pauluswort „Ein jeder sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt“. Schließlich kann man die theokratische Kriegslist auch gegen die Organisation selbst anwenden, denn bei dem hier aufgezeigtem Gebahren dürfte sie kaum ein Recht auf die Wahrheit haben!
     

  9. Petrus111

     
    Liebe Freunde,
     
    ich habe mich kürzlich dazu geäußert, dass es gut und richtig ist, pseudo-christlich begründete Regelungen der WTG anhand der Schrift zu widerlegen – das man jedoch den jeweiligen sozialräumlichen Hintergrund der Regelungen ebenso hinterfragen kann, um dann zu dem Ergebnis zu kommen, dass zuerst die Regelung geschaffen wurde, um bestimmte Zwecke zu verfolgen und diese Regelung dann anschließend pseudo-christlich hergeleitet wird.
     
    Dieses System klappt bei JZ/der WTG hervorragend und die Mitglieder fallen alle darauf herein, weil es ein in sich geschlossenes System ist. Ist man einmal in diesem System verhaftet, kann man es hinsichtlich seiner Mechanismen nicht mehr durchblicken.
     
    Zum „Gemeinschaftsentzug“:
     
    JZ exkommunizieren ihre Mitglieder durch den „Gemeinschaftsentzug“; dies ist ein Verfahren unter Beteiligung des Betroffenen, das im Geheimen durchgeführt wird; die Regeln sind nicht allgemein bekannt und das Verfahren ist nicht – öffentlich. Verteidiger oder Zeugen des Beklagten sind nicht zugelassen; es gibt für den Beklagten keinerlei schriftliche Dokumente, die das Verfahren beweisen ließen.
     
    Sie exkommunizieren ihre Mitglieder aber auch mit der Behauptung: das Mitglied habe ein Verhalten an den Tag gelegt, das erkennen lässt, dass der Betroffene kein JZ mehr sein will. Dies wird u.a. bei angeblichem „neutralitätsverletzendem Verhalten“ unterstellt. In diesem Fall trifft ein Komitee die Entscheidung, dass dieser Sachverhalt vorliegt, teilt es dem Betroffenen mit und verkündet dessen Austritt bei JZ von der Bühne, ohne dass derjenige dies noch irgendwie verhindern kann.
     
    Die Wirkung ist in beiden Fällen die Gleiche: eine breite Ächtung von allen JZ.
     
    Der „Gemeinschaftsentzug“ ist aber lediglich ein Instrument von vielen, welches der sozialen Erpressung und Ausgrenzung sowie der Informationssteuerung dient.
     
    Kurz zur Erinnerung:
     
    Kinder von JZ werden systematisch vom „weltlichen“ Sozialraum ferngehalten. Soziale Kontakte zu Andersgläubigen werden auf ein Minimum begrenzt und die Jugendlichen dadurch schon zu Außenseitern gemacht. Dieses Außenseitertum wiederum wird zu einem Märtyrertum hochstilisiert: obwohl der JZ die „Weltmenschen“ meidet, wird andersherum behauptet, dass die „Weltmenschen“ die JZ meiden oder als Außenseiter behandeln.
     
    Neu Bekehrte, die im „Predigtdienst“ oder sonstwie durch ein „Bibelstudium“ zur Religion der JZ geführt werden, werden allmählich ihrem bisherigen Sozialraum entfremdet. Nach und nach geben solche Menschen es auf, ihre bisherigen Bekannten und Freunde zum Geburtstag einzuladen und zu besuchen. Sie entfremden sich von ihrer Familie durch das Aufgeben der großen Familienfeste, seien es religiöse oder hergebrachte Feste. Heimattraditionen wie Schützenfeste oder Erntefeste werden nicht mehr besucht. Dies alles wird ersetzt durch die extrem zeitfressenden religiösen Aktivitäten.
     
    Der normale „Kirchgänger“ widmet dem sonntäglichen Gottesdienst eine Stunde. Im Übrigen lebt der alltagstaugliche Christ in christlich orientierter Weise in seinem sozialen und familiären Umfeld und bringt seinen Glauben durch seine im Alltag vorherrschende Gesinnung zum Ausdruck. Ein JZ hingegen verwendet zwischen 10 – 30 Stunden wöchentlich darauf, die Versammlungen zu besuchen, sich hierauf vorzubereiten, in den „Predigtdienst“ zu gehen, sich hierauf vorzubereiten, mit den eigenen Kindern ein „Studium“ durchzuführen, Ansprachen vorzubereiten – und wenn jemand Ältester ist, dann ist das Hamsterrad viel größer und läuft viel schneller. Die Freizeit verbringt der JZ vorzugsweise mit seinen Glaubensbrüdern; andere Freunde sind verpönt und lassen sich angesichts der Tatsache, dass JZ den Rest der Welt als satanisch, weltlich, schlecht, materialistisch, eigensüchtig, gierig – einfach nur böse – stilisieren, ja auch schlecht finden. Kontaktaufnahme zu „Weltmenschen“ soll im Wesentlichen dazu dienen, sie zu bekehren.
     
    Die Taktik von JZ besteht also darin, ihre Mitglieder vom bisherigen Sozialraum zu trennen, sie im religionseigenen Sozialraum vollkommen einzubinden und ihnen dort alles zu bieten, was ein Mensch sich wünscht: Anerkennung, Zuwendung, geistige Beschäftigung, Sinngebung des Lebens.
     
    Ein JZ ist aber nicht einfach im Umfeld der Gemeinschaft verhaftet, er ist darin von der Außenwelt systematisch isoliert.
     
    Ein Weg hinaus ist also sehr schwierig.
     
    Wieso haben dann JZ so große Angst vor einem Ausschluss?
     
    Für die Taktik der Gemeinschaft ist es eine Gradwanderung – aber man muss sich für eine Linie entscheiden.
     
    JZ haben sich dafür entschieden, ihre Mitglieder total zu isolieren, Informationszugänge zu sperren und eine Parallelwelt zu schaffen. Dies hat zur Folge, dass die Mitglieder uninformiert sind und für die Welt außerhalb der Gemeinschaft lebensuntauglich sind. Daher sind sie folgsam, jedoch auch darauf bedacht, dafür zu sorgen, dass die anderen ebenfalls folgsam bleiben. Sie überwachen sich gegenseitig und achten auf die Einhaltung der Regeln innerhalb der Gemeinschaft.
     
    Halbheiten können JZ daher nicht dulden: ganz oder gar nicht lautet die Devise.
     
    Wenn sich ein Mitglied Freiheiten nimmt, so muss dieses so sanktioniert werden, dass das Verhalten nicht auf die Gruppe abfärben kann.
     
    Und dies geht nur durch Isolierung – denn nichts anderes stellt der Gemeinschaftsentzug dar: die soziale, gesellschaftliche, sozialräumliche Einzelhaft – das Abschneiden jeglicher Kommunikation.
     
    Das Ziel, die Beurteilung und die Verurteilung im Dunkeln zu lassen, wird dadurch erreicht, dass der Ausgeschlossene zwar über sein Schicksal berichten oder sich rechtfertigen würde – aber: in dem Moment, wo das Urteil von der Bühne verkündet wurde, ist derjenige Persona non Grata – es gibt ihm keiner mehr ein Stück Brot.
     
    Ich habe seit meinem Ausscheiden bei JZ vor ca 3 Jahren mit einer Vielzahl von Menschen über die Ausschlusspraxis von JZ gesprochen. Keiner wusste, dass die Praxis so krass ist. Die Ächtungspraxis der JZ ist mittelalterlich inquisitorisch; jeder JZ weiß dies auch, meint aber, es könne ihn nicht treffen und diejenigen, die es trifft, die seien dann ja auch selber schuld.
     
    Kurzum: der Gemeinschaftsentzug ist ein Element der Gemeinschaft, die Mitglieder isoliert zu halten und den Informationszugang der Gemeinschaft zu Andersdenkenden zu verhindern.
     
    Das Verbot von Geburtstagsfeiern, das Verpöntsein von Vereinsmitgliedschaften, das Verpöntsein von Feiern mit Nachbarn, zu Silvester, zu Brauchtumsfesten etc. dient allein dem Zweck, die Zeit, Kraft und das Geld der Mitglieder für die eigene Gemeinschaft zu binden.
     
    Die biblische Herleitung ist ebenso fadenscheinig und unsinnig wie so manche andere biblisch begründete Regel, an die nur JZ glauben.

     
    Soweit meine Gedanken dazu

     
    Beste Grüße

     
    Petrus111
     
    👍

    1. Daniel111

      @Petrus111 - boa heute sprecht Ihr mir alle soooo aus dem Herzen.

      Sehr gut geschrieben.

      Ich kann nur so viel sagen, sollten sich meine Umstände ändern wie auch immer.

      Ein zeuge Jehovas werde ich dann nicht mehr.

      Ich will glaub ich dann nicht mehr Heiraten.

      Naja auf jeden Fall .. Sehr gut geschrieben.

      Sonntag werd ich dann wieder hinten sitzen in der Versammlung  am Mischpult und mich langweilen ..

      LG Daniel 111

      LG Daniel111

      1. Meereswoge

        Lieber Daniel 111, wenn das Herz und der Verstand sooooo viel Information in kürzester Zeit aufnehmen,wie Du im Moment, kann ich Dich nur bitten, mach langsam. Du mußt nicht gleich Dein ganzes Leben ändern. Du bist noch jung, hast Dein Leben als Christ noch vor Dir.

        Ja, ZJ kann man bald im Herzen nicht mehr sein, trotzdem überlege bitte, was Jesus meinte, als er sagte: "Wer einen Turm bauen will, muß erst die Kosten berechen". Unser Bruder Roko verwendet dieses Beispiel auch gerne, auch mir gegenüber. Dein Turmbau fing als überzeugter ZJ an. Und nun passen die Steine nicht mehr, es wird wackelig und eine ungeahnte Flut untergräbt Dein Fundament.

        Nun sagt Jesus, das ER die Grundlage unsere Baues ist und der Haupteckstein für die ganze Gemeinde, wovon wir wieder ein Steinchen sein dürfen. Aber zurück zu DEINEM Bau. Lerne Jesus neu kennen,er ist ein so wunderbarer, barmherzig er Hirte, darauf darfst Du Deinen Turm bauen, langsam, sorgfältig. Überlege, welcher Stein, wohin paßt....usw Wenn Du unsere Höchsten einbezieht, wird es ein stabiler Turm und die Kosten werden reichen. Vielleicht ist auch ein Stein dabei, der LIEBE und HOCHZEIT heißt. Denke als freier Christ nicht an Ziele, nur unser Vater und unser Herr sind die Ziele! Niemand anderes mehr, und Du hast Zeit....

        Auch ich wollte vor 1,5 Jahren sofort raus, als ich all die Lügen erfuhr.....50 Jahre war ich drin, bin esnauch noch, ohne Herz. Aver auch ich musste lernen, Geduld zu haben, nichts zu über stürzen, sonst richtet man mehr Schaden an, besonders, wenn man eine gr Fam drinnen hat. Außerdem weiß man nicht, wie man es selbst alles verkraftet. Jesus ist Dein Weg, und er führt Dich, gemäß Deinen Umständen, Deiner Kraft, Deinem Glauben, zusammen mit seinem und Deinem Vater Jehova. Darauf kannst Du vertrauen.....

        Das neue Wissen muß wachsen, als Kind Gottes geliebt zu werden!

        Von Herzen wünsche ich Dir die Liebe unserer Höchsten, die Dich in Frieden führen.

        Jesus sagte: " MEINEN Frieden schenke ich Euch"  Allein über diese Worte nachzudenken lohnt sich, was er damit meinte

        Hab ein gutes, ruhiges WE, in herzlicher Verbundenheit, Meereswoge

        1. Daniel111

          Hallo Meereswoge, ich glaube mein letzter Kommentar wurde nicht genehmigt oder übersehen...

          Ich schreibe dir nachher auf arbeit mal.

          Hast du eine mail adresse? LG Daniel111

    2. Iris

      Lieber Petrus111

      Es ist genauso wie du sagst . Alle sind folgsam und überwachen sich gegenseitig , damit alle ,  die Regeln , die JWOrg aufgestellt hat einhalten . Das geht sogar so weit , daß ihnen die eigenen Familienmitglieder egal sind . Sie sagen zwar Jehova ist mir jetzt wichtiger als alles andere , in Wirklichkeit meinen sie aber JWOrg .

      Damit die Regeln eingehalten werden , achten sie auf alles was gesprochen wird , auch privat , sogar bei den eigenen Eltern oder Geschwistern , wenn man im Vertrauen mit ihnen spricht . Da wird jedes Wort , das Zweifel an der Führung des ,,Sklaven " erkennen läßt , sofort registriert .

      Jedenfalls ist es mir so ergangen . Meine Tochter ( allg . Pionier ) hat sofort alle Verwandten und Freunde angerufen und vor uns gewarnt . Dann hat die ,, ,,Maschinerie " von JWOrg sofort angefangen zu arbeiten . Ältestenbesuch angekündigt , Befragung und Abstempelung danach . Seitdem kein Mucks mehr .

      Wir sind jetzt auch wie du sagst ,, Persona non Grata " .

      Wir , ( mein Mann und ich ) kommen uns vor wie Verbrecher , wenn man den Kopf in die andere Richtung dreht , wenn wir ehemaligen Brüdern begegnen . Die Verachtung ist spürbar . Kürzlich beim Einkaufen , haben wir eine Schwester getroffen. Ich bin zu ihr hingegangen , habe sie begrüßt , sie hat mir nicht mal in die Augen geschaut und mit gesenktem Kopf gesagt , daß sie mit uns nicht sprechen darf .

      Es spielt auch keine Rolle , was wir dieser Alleinerziehenden Mutter alles Gutes getan haben , das ist nichts mehr wert , sobald wir eine ,, unerwünschte Person " sind . Sie sind einfach ,, hörig " ohne Kompromisse . Sie haben ein hartes Herz bekommen , durch die ,, gute Schulung des  treuen Sklaven ".  Mittlerweile wissen wir ja , wem der Sklave so treu folgt . Das hat ja Jesus den Pharisäern oft genug ins Gesicht gesagt . Diese heutigen ,, Pharisäer " haben denselben Vater wie damals , dem sie gehorchen .

      Liebe Grüße

      Iris

  10. ULLA

    Liebe Dorkas,

    ich denke oft an dich und wünsche dir viel Kraft!

    War auch in derselben Lage wie du! Konnte es nach vier Jahren aus Gewissensgründen nicht mehr mittragen, mit unterstützen. Es ist eine Gratwanderung, ein Kraftakt, den dann alle in der Familie leisten. Warum? Weil ein persönliches Gewissen nicht tragbar ist für eine Religionsdiktatur. Die unsichtbaren Ketten spürt man leider erst dann, wenn man sich bewegt (aufwacht, erschrickt, vergleicht, nachdenkt).

    Für meine kath. Mutter war es in ihren letzten Monaten eine große seelische Belastung, dass ich als ihre Tochter nicht GLEICHZEITIG mit meinen Kindern sie besuchen/treffen kann. Sie sagte damals: "Ja und wie wird das nach meiner Beerdigung sein? Sitzen meine Kinder und Enkel dann alle an weiiiiit auseinander gestellten Tischen? Das ist ja unfassbar, wie du behandelt wirst! Lass sie ruhig spinnen!"

    Die unchristlichen rigiden Forderungen machen auch viele Ehen kaputt. Denn wenn nun zB der eine Ehepartner die Gemeinschaft aus Gewissensgründen verläßt, darf er keine "geistige Gemeinschaft" mehr mit seinem Partner haben! Nur noch SMALLTALK? Wetter, Essen, Trinken?

    Das macht jede Ehe kaputt! Man will sich doch über Gott und die Welt unterhalten dürfen mit seinem Ehepartner? - Auf einmal ist alles so schwierig...leider wurden wir durch diesen seelischen Druck, den auch mein lieber Mann hatte, nach 31 Jahren geschieden.

    Ich hoffe, daß du Deinen Weg gehen kannst und vielleicht das Herz deines Mannes noch erreichen, liebe Dorkas.

    Denn auf Anstand und Menschlichkeit von dieser Org. zu warten, das bringt leider nichts. Das ICH zählt nicht, nur das WIR und "unsere Organisation". Ich kann es bis heute nicht fassen, dass ich aufwachen durfte, jeden Tag danke ich Jesus dafür, dass er mich zum Vater in seine Herde gezogen hat.

    Ja, Dorkas, schauspielern ist nichts auf Dauer, du machst dich kaputt. Wenn das Gewissen eines einzelnen nichts wert ist und man nur auf "Kollektivgewissen" geschaltet wird, dann gibts nur eins:

    "WER SICH NICHT WEHRT, LEBT VERKEHRT !"

    Du kannst mir auch gerne mal mailen, wenn dir das Herz zu schwer wird, vielleicht können wir mal am Telefon quatschen: megan.moosbach@gmail.com

    LG Deine Schwester Ulla

  11. Kontaktverbot

    "Denn, so führte er wörtlich aus: „Die Interessen Jehovas stehen immerüber den Interessen der Familie!“

    Das mag sein. Jedoch stellt sich die Frage, WER definiert und bestimmt WAS konkret im Einzelfall "die Interessen Jehovas" sind?

    Und im Falle der Zeugen Jehovas ist das weder die Bibel, noch der heilige Geist, noch Jehova, sondern die Sektenführung in ihrem Zentralorgan dem Wachtturm in Verbindung mit ihrem Hirtenbuch sowie ihren Ältestenrichtern. Aber nicht der christliche Familienangehörige auf Basis seines ihm von Gott "ins Herz und Gewissen geschriebenen Gesetzes" (Hebräer 10:16):
    »Der Bund, den ich dann mit ihnen schließen werde, wird völlig anders sein«, fährt er fort: »Ich werde ihnen meine Gesetze nicht auf Steintafeln, sondern in Herz und Gewissen schreiben,

    Also ALLEIN daran, WER "das sagen hat" bei den einzelnen Zeugen Jehovas, ALLEIN daran, ist erkennbar, dass sie weder der Bibel glauben noch tun was Gott will. Sondern ihren "Ohrenbläsern" und ihren selbstsüchtigen Paradieswünschen folgen. Schon im alten Israel gab es solche, die ihre Kinder dem Baal geopfert haben. Alles nicht neu.

  12. Noomi

     
    Hallo Dorkas
    Gab es im erste Jahrhundert Grund die Worte des Paulus zu hinterfragen??? Nein – aber die Beröer taten es trotzdem! Wie war es bei unseren älteren Brüdern und Kreisdienern in den 50er Jahren?? Sie mussten selbstständig denken; denn beim Ausarbeiten ihre Vorträge war ihr grosses Bibelwissen gefragt und es gab noch keine Dispositionen. Auch wurde ihnen nicht vorgeschrieben was sie inhaltlich sagen durften.
    Aber leider ist es heute wie du es beschrieben hast. Ich habe das auf dieselbe Art erlebt. Auch ich war in den Augen der Anderen immer kritisch. Jedoch dieses kritische Denken half mir Aufzuwachen!
    Ich kann mir vorstellen, dass es im ersten Jahrhundert ähnlich lief. Wenn man zum Glauben an Jesus Christus kam, musste man zwangläufig das jüdische System kritisch hinterfragen. Wie sonst sollte man die Ächtung und eventuelle Verfolgung von Seiten der Juden durchstehen.
     
    Sei Mutig liebe Dorkas, du hast es im Moment nicht leicht, aber die Liebe zu deinem Mann wird dir helfen geduldig abzuwarten, was noch kommt. Jesus sagt: „Meine Schafe hören meine Stimme“ Wenn er es will, so wird er, sein und unser Vaters, es so leiten, dass sie gehört wird. Alles zu seiner Zeit. Er wird auch dir die Kraft zur Geduld geben.. Philipper 4:13 (ein Lieblings text von mir) Durch den, der mich stark macht, kann ich in allem bestehen!
    LG Noomi
     

  13. Werner

    Danke für den Artikel, genau so erlebe ich es in meiner

    Versammlung. Schlimm !

    1. O.W.Schön@Werner Rudtke

      EGON PETER WÜRDE SICH IM GRAB UMDREHEN!

      Lieber Werner Rudtke,

      mit allem gebührenden Respekt möchte ich Dir meine tiefe Enttäuschung darüber zum Ausdruck bringen, in welch verheerendem Ausmaß ihr als  Zweigkomitee die deutsche Öffentlichkeit und die deutsche Gerichtsbarkeit getäuscht habt. Bis zum Lesen des Leitartikels auf BI Aktuell war es mir nicht bewusst, dass das europäische Zweigkomitee gezielt unwahre Angaben über das Kontaktverbot und dessen ruinöse Folgen für die Familie gemacht hat.

      Außerdem frage ich mich ganz persönlich, wie oft ihr am Tag als Zweigkomitee, Euer Gewissen vergewaltigen, Euren Glauben verraten, die Bibel missachten und die Moral an den Nagel hängen müsst, um die rein wirtschaftlichen Interessen des US amerikanischen Großkonzerns WTG in Europa durchzudrücken?

      Da ich sowohl Egon Peter als auch Martin Pötzinger noch persönlich kannte und keinerlei Zweifel an deren absoluter Integrität und Loyalität hege, kann ich mir unmöglich vorstellen, dass sie den juristischen Betrug am deutschen Rechtssystem auch nur im Ansatz mitgetragen hätten!!!

      Egon Peter würde sich mit Sicherheit im Grab umdrehen.

      O.W.S.

       

       

       

      1. David

        Lieber O.W.S.

        "juristischen Betrug" nennt man in der entsprechenden Terminologie "Prozessbetrug", lediglich ein Unterfall des ordinären Betrugstatbestandes.

        ________

        Zur Thematik "Anerkennungsverfahren" der ZJ sowie der Verhinderungsaktivitäten der Ex-ZJ, aber auch allgemein der "rechtlichen" Sichtweisen in diesen Kreisen erlaube ich mir -als einigermaßen rechtlich vorgebildeter, aber nicht Jurist- einige kritische Anmerkungen dazu. Das tue ich auch im Bewusstsein, dass sich gerade diesbezüglich viel zu viele als "Experten" wähnen, und einen Haufen "Mist" erzählen. (als 'Rechtsexperten' wähnt sich eigentlich jeder ZJ, weil er schon die Bibel als 'Gesetzeswerk' benutzt bzw. missbraucht und sich jeweils seine eigene Willkür zurechtbastelt und hinein- bzw. "herausliest"):

        Nun aber zum Prozessbetrug der Zeugen Jehovas im Anerkennungsverfahren:

        Die sog. 'Gegner' einer Anerkennung und Ex-ZJ waren, dass ergibt sich offenkundig, entweder gar nicht oder sehr schlecht anwaltlich vertreten. Vor allem aber viel zu wenig aggressiv - besonders im Vergleich zum hartnäckigen, aggressiven Anerkennungsbestreben der ZJ Extremisten.

        Außerdem haben die Richter ganz offensichtlich nicht die TATSÄCHLICHEN Verhältnisse und Praktiken ihren "Feststellungen" zugrunde gelegt, wozu sie gesetzlich verpflichtet sind, sondern sich bequemt, in ihren rechtstheoretischen Elfenbeintürmchen zu verbleiben. (Auch) Richter müssen zum Teil (prozessual) hart angegangen werden, damit sie ihren richterlichen und gesetzlichen Pflichten nachkommen*1).

        Zu Recht weißt der Artikelschreiber darauf hin, dass die ZJ eine "Empfehlung" als "Direktive" auffassen. Ähnliche Täuschungshandlungen bzw. rein formal anderslautende Formulierungen wird auch bei anderen Betrugsdelikten, wie z.B. Sozialbetrug, Scheinselbständigkeit, Steuerbetrug usw. praktiziert und ist keinesfalls etwas ungewöhnliches, oder etwas wogegen es keine rechtlichen Mittel, aber auch Urteile gäbe.

        ------

        Ganz allgemein möchte ich, aus Anlass einer Vortragsreihe, mit dem Titel "Verrechtlichung der Gesellschaft",  die in der Staatsanwaltschaft im Eingangsbereich neulich als Fortbildungslehrgang beworben wurde, noch anmerken:

        Die ZJ ORG geht rechtlich außergewöhnlich aggressiv vor. Was (vmtl.) einerseits auf den US-amerikanischen Ursprung zurück zu führen ist, andererseits aber auch typisch für solche aggressiven Sekten.

        Personen die Kontakt oder Probleme mit den Zeugen Jehovas haben, können (und sollten), wenn sie möchten, Zeit haben, und anwaltlich gut vertreten, weitaus häufiger in Betracht ziehen, rechtliche Schritte gegen die ORG, aber auch einzelne ZJ einzuleiten. Das können auch ganz normale Strafanzeigen sein, sogar solche, bei denen in der Regel "nicht viel bei rumkommt". Wie z.B. Beleidigung, üble Nachrede usw. Strafanzeigen sind erst mal kostenlos und bergen nicht viel Risiko - machen aber auf die Zeugen Jehovas Praktiken aufmerksam.

        Die "Bandbreite" rechtlicher Möglichkeiten ist groß.

        Rein rechtstheoretisch wären auch Strafanzeigen gegen die Richter, welche die Anerkennung "durchgewunken" haben, wegen "Beihilfe zu Kindesmissbrauch" mit Verweis auf die Feststellungen der ARC denkbar, wie mir gerade der Gedanke kommt. Ich werde mir jedenfalls mal darüber Gedanken machen. Auch wenn das viel durchdachte Schreibarbeit und gute Argumente erfordert und letztlich (vmtl.) nur ein Mittel bleibt, die Strafverfolgungsbehörden und Gerichte auf die Probleme innerhalb der ZJ, und die welche durch die Zeugen Jehovas verursacht werden, aufmerksam zu machen.

        Grundsätzlich ist es so, dass JEDER, der sich als Opfer einer Straftat sieht, BERECHTIGT ist, zur Polizei zu gehen und Strafanzeige zu erstatten. Das ist jederzeit und überall -völlig kostenfrei- möglich und mit keinerlei Risiko verbunden.

        Lg.

        Ps:

        Falls hier jemand mitliest der berichten kann, wie  Ex-ZJ im Anerkennungsverfahren ihre Gegenargumente -im wesentlichen- vorgetragen haben, und ob sie anwaltlich vertreten waren, kann ja mal einen kleinen Erfahrungsbericht hier posten. Wäre sicherlich von Interesse.

         

         

         

         

        *1) Ich selbst habe auch in einem persönlichen Verfahren schon nicht davor zurück geschreckt Strafanzeige gegen eine Richterin wegen Rechtsbeugung zu erstatten. Ein entsprechendes Verfahren der Staatsanwaltschaft gegen eine Richterin in Gang zu setzen ist -eingeräumt- nicht fahrlässig zu veranlassen, unter Umständen aber nicht zu vermeiden und durchaus sinnvoll.

  14. Omma@Admin

    Lieber Admin,

    leider weiß ich nicht, wo ich meine Frage unterbringen soll .......

    Wenn ich unter Neueste (letzte ?) Kommentare zurückblättern möchte um ältere Kommentare zu suchen, "hakt" es, dass heißt, ein flüssiges zurückblättern ist nicht möglich.  Kannst du da weiter helfen?

    Vielen Dank im voraus von der Omma

    1. Omma@Admin

      Lieber Admin,

      jetzt hat mir der Oppa auf die "Sprünge" geholfen.

      Bei mir war noch die Denkweise "zurück" wäre eine Seite davor (also die ältere), und "nächste" wäre eine Seite weiter (also die neuere).  Jetzt muss ich aber anders herum denken, und das hat mich irritiert.  Ja, das ist für eine "Omma" nicht so leicht.

      Ganz liebe Grüße  Omma

  15. Sara

     

    Wenn man bereit ist, einer Organisation so viel Macht über das eigene Denken und Handeln zu geben, dass man - völlig ohne die biblisch korrekte Begründetheit zu hinterfragen - blind Anweisungen, wie ein Kontaktverbot, ausführt (und dann auch noch stolz darauf ist, weil man damit ja absolutes Vertrauen in die Leitung des Organisation durch den heiligen Geist zeigt), dann frag ich mich, liebe Zeugen:

     

    Wo ist euer ureigener Instinkt für Anstand und Würde - der grundsätzlich einmal jedem Menschen gegenüber entgegenzubringen ist - abgeblieben? Anstand und Würde! Ich sprech noch nicht einmal vom christlichen Gebot der Nächstenliebe, das gleich nach dem obersten Gebot: "Du sollst Gott lieben" ausgesprochen wurde und das für euch als Superchristen ja besonders gelten sollte.

     

    Da bringt jeder, der einfach nur seinen gesunden Menschenverstand walten lässt, mehr Nächstenliebe auf als ihr, die ihr biblische Lehren biegt und beugt, nur um sie für eure Lehre brauchbar zu machen.

     

    Ohne zu hinterfragen agiert ihr ab der Sekunde, in der ein Ausschluss ausgesprochen wurde wie Roboter: Kontakt wird abgebrochen.

     

    Was mich einfach so sprachlos dastehen lässt:

     

    Wieso widerstrebt das „Informationsverbot von außen“ dem überwiegenden Teil der Zeugen nicht?

    Warum macht es niemanden stutzig, dass jede Information, jede Aussage, jeder  Gedanke, der nicht zu 100 % dem Gedankengut der jw.org-Publikationen entspricht, sofort als „abtrünniges Gedankengut“ gebrandmarkt wird? Von dem man sich absolut und ohne jegliche Ausnahme fern zu halten hat?
    Ist dies vielleicht deswegen so, da man gegen absolut logische und schlüssige Ansichten, die den Lehren der Organisation widersprechen würden, einfach keine Argumente hat?
    Eine sehr einfache, aber wahnsinnig wirkungsvolle Masche der Führungsriege, Überlegungen zur und Andersauslegungen der Bibel erst gar nicht an die eigenen Schäfchen heran zu lassen…

    Wieso sind die Wachtturm-Besprechung und auch jeglicher andere Part in Versammlungen, der mit Beteiligung des Publikums stattfindet, so pseudo-interaktiv?
    Es darf ausschließlich der im maximal 5 Sätze umfassenden Absatz enthaltene Inhalt reproduziert werden (und damit’s nicht offensichtlichst total unterbelichtet und dämlich wirkt: Bitte in eigenen Worten formuliert…)

    Habt ihr euch schon mal die Frage gestellt, was passieren würde, wenn jemand sich in einer Versammlung melden und einfach die eigene Meinung sagen würde? Total sachlich – ohne provokanten Unterton? Was wäre wenn jemand sich meldet und laut ins Mikrophon sagt: „Für die Lehre, Geburtstage nicht zu feiern, gibt’s für mich nicht genügend biblische Fundstellen, die das untermauern.“
    Stellt euch mal bildlich vor was da los wäre in der Versammlung. Der Redner würde stutzen, absolutes Schweigen, dann ein Raunen durch die Menge… Und wenn der Redner nicht völlig überfordert ist, leitet er galant mit einem „Das besprechen wir vielleicht besser in einem anderen Rahmen“ zum nächsten Absatz über.

    „Anderer Rahmen“ gilt als Synonym für: Mehr als ernstes Gespräch mit den Ältesten. Vermutlich wird man ermahnt und in Zukunft – wenn überhaupt – nur noch bei mehr als unkritischen Themen für einen Kommentar aufgerufen (Bibelstelle vorlesen würd vielleicht für den Anfang wieder gehen…)
    Und wehe das passiert noch einmal!

    Und die ganze Versammlung spricht natürlich über dich: Abtrünniges Gedankengut? Da müssen wir wachsam sein, eventuell den Kontakt einschränken, das ist kein guter Umgang…  Weil jedem Angst gemacht wird vor dem bösen, bösen abtrünnigen Gedankengut.

    Das kann doch in unserer heutigen Zeit nicht deren Ernst sein!? Das muss doch jeden halbwegs vernünftig denkenden Menschen stutzig und misstrauisch machen! Eine vernünftig begründete Lehre muss doch einem kritischen Beäugen Stand halten oder etwa nicht?

    Wenn mir ein Versicherungsvertreter einen Vertrag andrehen will und sagt, ich darf mich auf keinen Fall bei der Konkurrenz informieren, dann ist das Gespräch doch an diesem Punkt beendet. Das würde man in keinem Punkt mit sich machen lassen?
    Aber vernunftbegabte Individuen geben selbigen bei der Taufe ab und holen ihn sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr zurück…

    Weswegen lasst ihr euch – wenn euch dieses Vorgehen vielleicht doch  merkwürdig vorkommt – mit dem Argument abspeisen, dass ihr dadurch, dass ihr diese Regelung einfach treudoof akzeptiert, den Segen Jehovas sichert, weil ihr ja euer bedingungsloses Vertrauen gegenüber seiner Organisation beweist?
    Euer Ernst?!

    Über zahlreiche Ecken und Windungen biegt man sich seine theokratische Legitimation zurecht und versucht zu begründen, warum der treue und verständige Sklave den einzig wahren Draht nach oben hat und warum der dann auch Institutionen wie Rechtskomitees bilden darf und warum die dann wiederum die Allmacht zum Ausschluss zugesprochen bekommen…. Weil ist ja alles abgesegnet vom heiligen Geist, schon klar.

    Aber ouuups - zigfach wurden Auslegungen und Lehren schon geändert und angepasst… Doch nicht ganz so holy, der Spirit, der da fließt?
    Aber auch das ist kein Problem, weil der himmlische Wagen mit den Augen (tolles Bild davon im Offenbarungsbuch übrigens) fährt halt zickzack und auch wenn er das 100 Mal macht – passt alles.
    Und außerdem brauchts diese andauernden Kurswechsel schon fast, weil wie könnte sonst das „Licht immer heller“ werden, wenns zwischendrin nicht ab und an auch mal zappenduster werden würde – auch ne wunderbare Möglichkeit, sich alles hin zu biegen

     

    Ein Appell an all diejenigen Zeugen, die es 1) geschafft haben bis hier her zu lesen und 2) eigentlich gut meinen. An die Mitläufer, die aus Gewohnheit, aus Angst vor Harmagedon oder warum auch immer bisher nicht den Mut aufgebracht haben:

     

    Traut euch. Lasst einfach EURE EIGENEN Gedanken zu, auch wenn euch gerade davor immer gewarnt wird! Da hockt nicht im Hintergrund der Teufel, der euch vom rechten Weg abbringen will… Ihr habt von Gott den Verstand bekommen, also benutzt ihn auch!

    Seid kritisch! Vielleicht kommt ihr zu dem Schluss, dass alles gut ist und dass die Zeugen die einzig wahre Religion haben.
    Vielleicht merkt ihr aber auch, dass ihr nicht aus Glauben dabei seid, sondern weil euch Angst gemacht wurde vor der Vernichtung und wie ihr in Harmagedon untergeht, Angst vor dem Alleinsein, wenn ihr nicht mehr in der bequemen Zeugenumgebung eingebettet in die Bruderschaft leben könnt, oder Angst vor dem Neuen und der anfänglichen Orientierungslosigkeit in so viel freiem Gedankengut, weil auf einmal nicht mehr für jeden Pfurz vorgeschrieben wird, was zu glauben ihr verpflichtet seid.

    Denkt darüber nach und überlegt euch dann, ob ihr nicht lieber Respekt und Hochachtung haben solltet vor jedem Ausgeschlossenen, der diese  Ängste überwunden hat und die anfänglich schweren Zeiten in Kauf nimmt,  sich dafür aber auf immer ohne schlechtes Gewissen sondern mit Hochachtung im Spiegel anschauen kann….
    👍👍
     
     

    1. Stachelbeere

      Liebe Sara,

      Vielen Dank für den tollen Kommentar!!!

      Genauso ist es!

      Du hast sehr treffende Worte gefunden und mir aus dem Herzen gesprochen.

      Gerade mit der sachlichen,aber kritischen Antwort in der Versammlung, man traut es sich einfach nicht. Wie schlimm das doch ist, eigentlich echt nicht fassbar, aber es ist genauso so.

      Keine Meinungsfreiheit, keine Gewissensfreiheit, und Pressefreiheit auch nicht, weil das was dort geschrieben wird, alles zur bösen Welt Satans gehört. Nur JW.Org ist uneingeschränkt vertrauenswürdig, und zu 100% vom heiligen Geist "direkt" über die Lk für uns weitergeleitet worden🤦.

      Möge unser großer Herr Jesus uns die von ihm erhaltene Freiheit bewahren und noch vielen lieben Menschen schenken.

      Dir liebe Sara und auch allen anderen eine gute und gesegnete Nacht.

      Stachelbeere

    2. Daniel111

      Der ist mal richtig, richtig, wahrlich wahrlich ich sage dir richtig gut geschrieben.

      Also das ist genau das, warum ich jetzt auf der Suche bin... Hervorragend geschrieben. SUPER.   Jeder buchstabe jedes Leerzeichen könnte von meinem Herzen kommen. 1A sehr gut.

      Vielen Dank Sara.

       

      PS. : gestern wurde ich in die kammer eingeladen, ich hatte Vorschläge für den Trolley Dienst gemacht.

      Man hatte mich an einem Satz aus der Email festgenagelt und das Organisiertbuch auf dem Telefon geladen mit einem schön vorbildlichen angestrichenen Absatz über das Verhalten eines dienstamtgehilfen... Phu da muss man echt aufpassen wie ein Satz verfasst wird weil man könnte gleich als nicht mehr vorbildlich gelten...

    3. Liebe sara,

       

      Danke auch von mir für diesen klasse Kommentar. Du sprichst mir aus der Seele.  Genauso erging es mir.

      Als ich noch teil der Organisation war, jedoch meine Kommentare immer kritischer und ehrlich,  meine eigene Meinung eben, wurde ich zum ende hin gar nicht mehr dran genommen. Das war manchmal so peinlich, weil sich bei bestimmten Themen niemand melden wollte. Da war nur meine Hand oben, doch der Leiter hat krampfhaft nach einer anderen Hand gesucht.  Das ist damals sogar vielen Brüder aufgefallen.

      Doch als ich gegangen bin und mich von meinen liebsten und engsten "Freunden" verabschiedet habe, da bekam ich nur zu hören : "....Du warst ja eh schon immer so kritisch ".

      Du siehst,  selbstständiges Denken wird mit kritisch  gleichgesetzt.  So bekommen Sie es ja ständig in den Versammlungen und Publikationen beigebracht. Traurig.

      Liebe grüße

      Dorkas

    4. David

      Hallo Sara,

      m.E. super Beitrag, super geschrieben, treffsicher ins Schwarze getroffen.

      Lg.

    5. Ede an Sara

      Hallo Sara

      Habt ihr euch schon mal die Frage gestellt, was passieren würde, wenn jemand sich in einer Versammlung melden und einfach die eigene Meinung sagen würde? Total sachlich – ohne provokanten Unterton? Was wäre wenn jemand sich meldet und laut ins Mikrophon sagt: „Für die Lehre, Geburtstage nicht zu feiern, gibt’s für mich nicht genügend biblische Fundstellen, die das untermauern.“

      Was passiert, wenn nicht mit eigenen Worten, sondern durch das Vorlesen einer Bibelstelle aus der NWÜ allen Zuhörern das Gegenteil belegt wird? Dem Bruder wird als Abtrünnigen das Wort nicht mehr erteilt und allen anderen Brüdern die Meidung im Umgang mit ihm empfohlen, und alle Brüder machen ohne zu hinterfragen mit. Wenn dieser Bruder nun keine Lust mehr auf die Zusammenkünfte hat, fragen die Ältesten noch, ob er denn keine Sehnsucht nach „seinen“ Brüdern und die Versammlung hat.

      Sie nehmen die Brüder offenbar nicht mehr ernst.

      Ede

  16. Heinz

    @Untätiger,

    ich kenne aus eigener Erfahrung die beiden Großkirchen in Deutschland: evangelisch, katholisch. Ferner kenne ich die Neuapostolischen, Baptisten, Methodisten, Gemeinde Gottes (Pfingstgemeinden) und diverse  freie Gemeinden, die meistens aus der evangelischen Volkskirche hervorgegangen sind.

    Es gibt nirgends die menschenverachtende Ausschlusßpraxis der ZJ, wenn jemand die Kirche /Gemeinde verlässt. Diese Verhaltsnsweisebei der ZJ/org ist aber notwendig, um ihr diktatorisches System zu erhalten.

    Man kann es gut mit der politschen Diktatur der ehemaligen DDR vergleichen. Hier war es in den Augen der herrschenden Klasse/Partei das größte Verbrechen, wenn jemand das "Arbeiter-und Bauern - Paradies" verlassen wollte. Eine Flucht wurde mit deftigen Gefängnisstrafen geahndet. Im Gefängnis waren sie als Feinde der sozialistischen Gemeinschaft  in den Augen der Vollzugsbeamten unterste Klasse.

    Und so auch in der "theokratischen Diktatur".  Wie kann man diese verlassen! Vor allem dann als "Abtrünniger"  sie mit dem Aufdecken von peinlichen Internas auch noch gefährden. Oder ihre wichtigsten Doktrinen (Lehren) infrage stellen. Da könnte ja das Kartenhaus in sich zusammenstürzen.

     

  17. Untätiger

    hallo ihr lieben, besteht dieses Menschen verachtende Kontaktverbot nur bei den Zeugen Jehovas,oder wenden das auch andere Religionen bzw Organisationen an ?

    1. Boas

      Lieber Untätiger.

      Es ist immer das Gleiche:

      Der glaubt nicht an die Dreieinigkeit, der ist kein echter Christ.
      Der glaubt an die Dreieinigkeit, der ist kein echter Christ.
      Der glaubt nicht an das heilige Buch Mormon, der ist kein echter Christ.
      Der glaubt nicht an den Stellvertreter von Gott auf Erden, der ist kein Christ.
      Der glaub nicht an den einzigen Mitteilungskanal von Gott auf Erden, der ist kein Christ.
      Der heiligt nicht den Sabbat, der ist kein echter Christ.
      Der hat in einer absoluten Notsituation eine Bluttransfusion bekommen, der ist kein Christ.
      Der raucht, der ist kein Christ.
      Der glaubt an zwei Hoffnungen für Christen, der ist kein echter Christ.
      Der glaubt nur an eine Hoffnung für Christen, der ist kein echter Christ.
      Der glaubt an ein physisches Paradies, der ist kein echter Christ.
      Der glaubt daran, dass Jesus sichtbar wiederkommen wird, der ist kein Christ.
      Der glaubt daran, dass Jesus nur unsichtbar wiederkommen wird, der ist kein Christ.
      Der glaubt, dass Jesus der einzige jemals gezeugte Gott ist, der ist kein echter Christ.
      Der glaubt, Jesus ist ein Engel, der ist kein echter Christ.

      Immer das gleiche Beweis- und Verurteilungsmuster bei christlichen Religionen/ Kirchen/ Organisationen/ Sekten der Erde. Das Wörtchen "christlichen" hätte ich mir hier vielleicht ersparen können. Einzelne Religionen begründen ihre Existenz immer damit, alle Übrigen zu verurteilen und sie als gottlos anzuprangern. Gäbe es dieses Unfriedenselement nicht, gäbe es auch keine unterschiedlichen christlichen Religionen.

      Und dieses Muster wird sich nach meinem jetzigen Wissensstand aus der Bibel bei christlichen Religionen niemals mehr ändern. Nur bei Einzelpersonen. Wir leben bereits längst in (H)Armagedon (sechste Schale). Und nur wenige haben bemerkt, dass die, die Könige werden sollten, sich längst am Berg von Megiddo versammelt haben. Versammelt um dem Willen von himmlischen Vater und Sohn zu widerstehen wie der einst gute König Josias (2. Chronika 35, 2. Könige 23). Bis zu ihrem bitteren Ende. Nach dem Versammeln dieser Könige im Widerstand gegen Gott gibt es nur noch eine Schale auszulehren, die Siebte: Geht raus aus Babylon mein Volk, denn Babylon der Großen wird bald gedacht...

      LG Boas

      1. RoKo an Boas

        Super Boas. Super!

        Wir leben in einer Epoche, wo Christus die Schafe von den Böcken trennt.

        Darum lehrte Christus: Werft doch die Gesetze über Bord. Sicher hatten sie einst ihre Berechtigung. Aber ihr legt sie heute falsch aus... Liebt Gott, liebt Christus, liebt euren Nächsten, liebt euch selbst. Verzeiht und habt erbarmen miteinander. Damit erfüllt ihr automatisch das Gesetz. Und er machte vor, wie einfach das geht. Mehr bedarf es nicht. Denn der einzige, der das Gesetz voll erfüllt hat, ist Christus. Und selbst ihn hat das auserwählte Volk der damals wahren Religion zu Tode gebracht. Nicht die Andersgläubigen oder die der falschen Religion. Pilatus sagte, ich finde keine Schuld an ihm. Wer trachtete ihm dennoch weiter nach dem Tod? Die Gesetzeslehrer! Die Pharisäer! Er war ihnen ein Dorn im Auge, weil er ihre Gesetzeslehre auf den Kopf stellte. Christus ist als Opfer gestorben. Für wen? Für ALLE!

        Das schlimme ist aber jetzt das, dass jene Christen, die von jeher gewohnt sind, nicht über ihren Schatten springen zu können, und andere dann, die gar lieb gemeint ihnen in Engelszungen sagen, werft doch das alte Denken über Bord, gehörig vor den Kopf stoßen. Leider schmerzt es dann sehr, weil man nichts böses im Sinn hatte sondern sie einfach wach rütteln wollte. Nur das Gute fördern. So mir erst diese Woche passiert. Darum finde ich Deinen Kommentar super vorgetragen! Danke. LG RoKo

        1. Lieber Roko

          @alle anderen,

           

          Auch mir geht's ständig so. Mein lieber Mann,  den ich so sehr liebe, ist immer noch gefangen in dieser Organisation. Er selbst sieht oder empfindet es leider nicht so. Es belastet unsre Ehe sehr. Manchmal habe ich solche angst, dass sie der Belastung nicht standhält.  Er selbst hat die Einstellung, er glaubt sowieso vieles nicht wie es gelehrt wird, macht "sein Ding". Er will eigentlich nur seine Ruhe haben und keine Schwierigkeiten von der Versammlung  bekommen. Schon schlimm genug mit einer Abtrünnigen verheiratet zu sein. Er hält ja trotz allem an unserer ehe fest. Doch sein Denken "gott hat uns Gesetze und Regeln gegeben,  an die muss man sich als Christ eben auch halten" , es macht mich so unendlich traurig, dass er die liebe jesus  zu uns nicht spürt. Das für ihn das einhalten von Regeln so wichtig ist. Ich frage ihn oft, gegen welche Regel ich den verstoßen habe, weswegen mich alle meine "Freunde " wie Luft behandeln. ????

          Dann bekomme ich zur Antwort,  du hättest ja nicht die Organisation verlassen müssen. Es so wie er oder eben viele andere ( ich denke eine Vielzahl von Brüder und Schwestern leben nach dieser Devise ) machen, einfach den Mund halten. Nicht auffallen.  Nur das hat mein Gewissen nicht zugelassen.  Das hat mich ja krank gemacht.

          Sogar meine Mutter,  die nur noch gelegentlich in die Versammlung geht hat die Einstellung, :"ich glaub sowieso das meiste nicht mehr ". Es sind die "Freunde" die man nicht verlieren möchte.

          Ich frag mich dann oft, wer ist hier eigentlich der Heuchler,  der Schauspieler? ?? Diejenigen,  die ehrlich sind werden bestraft. So erzieht die Organisation ihre "Schafe". Zu Heuchlern. Bloß nicht Farbe bekennen, sonst geht es dir an den Kragen. Das macht mich sehr traurig.

           

          Dorkas

        2. Omma@Dorkas

          Meine liebe, liebe Dorkas,

          du hast so einen schönen Kommentar an RoKo geschrieben, aber auch an uns alle, daher möchte auch ich dir meine Gefühle mitteilen, die ich beim Lesen deiner Worte hatte.

          Ja, die Angst von dir ist berechtigt, wenn du schreibst: "Es belastet unsre Ehe sehr. Manchmal habe ich solche angst, dass sie der Belastung nicht standhält."  Ich musste bei diesen Worten an unsere liebe Ulla denken, die dieses Leid durchmachen musste.

          Hier ein Auszug aus ihrem Kommentar an dich: (Fett hervorgehoben von mir)

          Denn auf Anstand und Menschlichkeit von dieser Org. zu warten, das bringt leider nichts. Das ICH zählt nicht, nur das WIR und "unsere Organisation". Ich kann es bis heute nicht fassen, dass ich aufwachen durfte, jeden Tag danke ich Jesus dafür, dass er mich zum Vater in seine Herde gezogen hat.

          Ja, Dorkas, schauspielern ist nichts auf Dauer, du machst dich kaputt. Wenn das Gewissen eines einzelnen nichts wert ist und man nur auf "Kollektivgewissen" geschaltet wird, dann gibts nur eins:

          "WER SICH NICHT WEHRT, LEBT VERKEHRT !"

          Ja, ich kenne unsere liebe Ulla schon länger.  Ich weiß, wie sie gekämpft hat, doch es hat sich gelohnt.  Sie hat sich ganz fest an unsere Beiden Höchsten geklammert, und ist von ihnen nicht enttäuscht worden.  Das bedeutet nicht, dass sie uns ein Leben ohne Sorgen und Leid versprochen haben, sondern sie haben uns versprochen uns nicht im Stich zu lassen, wenn wir sie um Hilfe bitten.

          Der erste Satz an dich von unserer lieben Ulla war ja: "War auch in derselben Lage wie du! Konnte es nach vier Jahren aus Gewissensgründen nicht mehr mittragen, mit unterstützen."

          Ja, liebe Dorkas, so war es auch bei dir und auch bei uns.  Irgendwann kommt der Punkt, und man merkt, wenn ich jetzt nicht handle, kann ich mich nicht mehr selbst im Spiegel betrachten, so, wie es Sara in ihrem wunderbaren Kommentar am Schluss geschrieben hat.

          Jakobus 1:22-25   (NGÜ)
          22 Hört euch diese Botschaft nicht nur an, sondern handelt auch danach; andernfalls betrügt ihr euch selbst.
          23 Denn wer sich ´Gottes` Botschaft zwar anhört, aber nicht danach handelt, gleicht jemand, der sein Gesicht im Spiegel betrachtet
          24 und der, nachdem er sich betrachtet hat, weggeht und sofort wieder vergisst, wie er ausgesehen hat.
          25 Wer sich jedoch in das vollkommene Gesetz vertieft, das Gesetz der Freiheit, und es ständig vor Augen hat, wer also das Gehörte nicht vergisst, sondern es in die Tat umsetzt, der ist glücklich zu preisen, denn er wird gesegnet sein bei allem, was er tut.

          Meine liebe, liebe Dorkas, lass dich ganz fest umarmen, du bist nicht alleine.

          Ganz liebe Grüße senden dir  Omma und Oppa

    2. Flitz

      Meines Wissens ist es bei Scientology auch so.

      Zj wissen, dass Scientology eine Sekte ist.

      Ein Schelm wer böses dabei denkt.

    3. Nada

      Lieber untätiger,

      die Scientologen haben eine ähnliche Ausschluß Praxis.. Das muss man sich mal vorstellen: Eine Sekte, die von einem science fiction Autor gegründet wurde und die Gemeinschaft, die die " Wahrheit" hat, gemeinsam auf augenhöhe im Bereich Erpressung, um Menschen in der Organisation zu halten. Scientology nennt jemanden, der die Gemeinschaft verlassen will oder anders denkt bzw handelt, unterdrückerische Person. Bei ZJ sind es Abtrünnige.. Die Folgen für die freigeister sind in beiden Organisationen ähnlich..

      Gruß

      Nada

  18. Anton

    "Die angeblichen „Empfehlungen“ der WTG, zum Thema Kontaktverbot,  widersprechen eindeutig dem Grundgesetz und es ist für jeden Demokraten in Deutschland unverständlich, dass eine Religionsgemeinschaft, welche die Grundrechte der Familie derart verletzt, die Anerkennung als „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ erhalten konnte."

     

    Wundert mich wirklich warum keiner sich die Mühe macht um den Fall neu aufzurollen..

    1. Peter@Anton

      Lieber Anton,

      seh ich genauso, obwohl ich Gott sei Dank selbst nicht betroffen bin. Meine gesamte Familie ist katholisch und hat nach Beendigung meiner ZJ-Zeit nur gemeint: „Na endlich ist er wieder normal. Hat aber lange gedauert.“  Ich bin Jesus von Herzen dankbar, dass niemand aus meiner Familie dieser Sekte angehört und ich daher mit meiner Familie glücklich sein kann.

    2. Nachdenker an Anton

      Hallo Anton,

      genau das kann ich auch absolut nicht verstehen. Ich denke bei dieser Anerkennung ist nicht alles mit rechten Dingen abgelaufen.

      Grüße

      Nachdenker

  19. Horst

    Liebe Leser,

    summa sumarum erinnert doch auch hier die wortklauberische Bibelauslegung der WTG an die jüdischen Lehrer zur Zeit Christi und auch noch heute.- Sie machen sich Gedanken, ob sie am Sabbat ein Ei kochen dürfen oder ob das von Gott verbotene Arbeit ist. So kommen sie vom Hundertsten ins Tausendste, legen Verhaltensvorschriften fest, die weit über das in der Schrift Gesagte hinausgehen und verzetteln sich in einer Kleingeisterei, die sie in ihrer grenzenlosen Anmasserei auch noch als Absicht Gottes darstellen. Das hat doch mit der Bibel und ihren Aussagen, und vor allen Dingen mit dem, was Jesus seinen Nachfolgern mit auf den Weg gab, überhaupt nichts mehr zu tun.

    Im Detail beweisen das viele Artikel und Kommentare auf dieser Seite anhand der Schrift und anhand der Geschichte der Zeugen Jehovas, das kann man hier x-mal nachlesen. Der Vergleich mit den unsinnigen Vorschriften des Judentums, die unser Herr bereits verurteilte, wars mir wert, hier explizit erwähnt zu werden.

    Grüsse an Alle Horst

  20. Daniel111

    Hallo ihr lieben,

    ich kann die "letzten Kommentare" nicht mehr finden, diesen Button gab es doch bis gestern noch.

    Bei mir kommt die Fehlermeldung 404 Inhalt nicht auf der Seite ..

    Wäre schön wenn dies wieder funktioniert, da ich zwei mal am Tag auf BruderInfo schaue 🙂

    LG Daniel111

    ------------------------------------------------
    Sorry, ich habe das aus Versehen gelöscht. Ist wieder da, Gruss Admin

  21. Täter des Wortes

    Zeugen Jehovas wollten ihren homosexuellen Sohn in ein Heim der Zeugen Jehovas schicken, um ihn dort durch Gebete heilen zu lassen. So eine Gehirnwäsche ist aber höchst gefährlich…Doch Maxi hat Glück gehabt, denn er konnte sich gegen den Zwang seiner Eltern wehren https://www.rtl.de/cms/therapie-statt-toleranz-homo-heilung-ist-in-deutschland-erlaubt-4202801.html
    Gut das wir von ehemaligen Zeugen immer über die Zeugen Jehovas gut aufgeklärt werden

  22. ULLA

    Es waren einmal zwei unzertrennliche Freundinnen: Nele und Susi. Sie wuchsen zusammen in derselben Nachbarschaft auf, haben sich als Zeugen Jehovas taufen lassen, haben ihre Männer geheiratet.

    Nele bekam vier Kinder, die sich im Laufe der Zeit haben alle vier taufen lassen. Nele hat ihre Religion hinterfragt, geprüft, verglichen, auf ihr Gewissen gehört und diese Gruppe verlassen. Dadurch hat sie vier Kinder, und doch: KEINES, denn ein Ausscheiden aus Gewissensgründen ist ein NO GO. Nele glaubt heute noch fester an Gott und seinen Sohn, aber sie darf nicht "gehört" werden, sie gilt ja als "Abtrünnige" der Gruppe. Sollte Nele eines Tages Enkelkinder bekommen, der Kontakt würde auch dazu nicht erlaubt eine "natürliche Zuneigung" zur Familie kann nicht stattfinden. So sagen es die "Schriftgelehrten" der Neuzeit.

    Susi bekam ein Kind, das sich trotz verschiedener Anstrengungen niemals hat taufen lassen. Ihr Sohn schenkte ihr einige Enkelchen von verschiedenen Müttern und alles ist HEILE HEILE SEGEN...Sie kann von Glück reden, dass ihr Sohn nie getauft wurde und deshalb nie wegen Hurerei ausgeschlossen werden musste. Er ist somit nicht in den Fängen der ORG-Krake, wird als "Interessierter" behandelt...willkommen geheißen...

    DOPPELMORAL *** PERVERSION *** LÜGE und ERPRESSUNG eines sog. "christlichen" Systems!

    Nele wurde als "Leihoma" in eine christlichen Familie integriert und begrüßt, ist geschätzt und gebliebt. Sie hat um des Namens Christi willen ihre Familie verloren, aber hundertfach für ihren Glauben an Christus erhalten.

    SO SCHAUTS AUS !    ; )

    1. Schneeflocke@Ulla

      Liebe Ulla,

      Du hast einen hammer guten Kommentar geschrieben! Kurz und alles aussagend, ja beschämend für die jw.Org

      Liebe Zeugen Eltern:

      Um euer Kindes Wohl UND um Euer Wohl, lasst Eure Kinder nicht als Zeuge Jehovas taufen, erlaubt es ihnen nicht, selbst wenn sie wollen! Ich weiß, ab 14 kann man rechtlich nichts mehr machen, aber dann erklärt ihnen bitte eindringlich vorher, auf was sie sich einlassen und was passiert wenn sie sich anders orientieren und seid bereit sie ewig und komme was wolle zu lieben!

      Danke liebe Ulla, für deine Worte. Man erkennt deutlich die Ungerechtigkeit, aber sei sicher:

      Auch die Kinder von Nele lieben ihre Mama, sie werden allerdings von einer Menschen feindlichen Organisation davon abgehalten es ausleben zu dürfen. Wäre zu wünschen und zu hoffen, dass Neles Kinder den Wert und die Aufrichtigkeit ihrer Mom irgendwann erkennen und sich Mutter und Kinder voll Liebe wieder umarmen werden. Aller von Menschen (jw.org) verordneten Feind- oder Lieblosigkeit zum Trotz.

      Ich glaube daran, weil ich es möchte.

      Lieben Gruß

      Schneeflocke

  23. Denker

    Hallo an alle,

    was ich immer so unverständlich finde ist die Tatsache, wie mit dem Thema Ausschluss bei den Zeugen umgegangen wird. Keiner weiß warum jemand ausgeschlossen wurde aber alle halten sich daran, (nicht mehr reden mit der Person, keinen Gruß, null Kontakt ) die Person ist wie gestorben. Dann die Wende die Person wird wieder aufgenommen, knappe Ansage Er/Sie ist wieder Zeuge Jehovas und alle rennen hin und umarmen Sie oder Ihn, vorher nicht die geringste Beachtung. Habe ich selbst vor kurzem erlebt.

    Hier zeigt sich ganz klar, die Zeugen kann man aus und einschalten je nach belieben. Und das sollen selbstständige denkende Menschen sein, ich wage es zu bezweifeln.

    Danke auch an MN für die Gute Erklärung der angeführten Bibelstellen,ich sehe vieles genauso kann es nur nicht so gut erklären.

    1. Alpha

      "Ausgeschlossen" ist ein Ettiket.

      Um die Person geht es nicht. Das hat auch nichts mit Liebe zu tun. Das hat nichts mit Christus zu tun.

  24. Alpha

    Ich hatte mir heute Johannes ab Kapitel 8 angehört.

    In Vers 44 steht:

    "Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun; der war ein Menschenmörder von Anfang an und ist nicht bestanden in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben." (Schlachter 1951).

    Ich denke das trifft auch auf die LK zu. Man denke auch an die vielen Toten durch die Blutdoktrin.

     

    Lg Alpha

  25. Iris

    Lieber Tilo ,

    vielen vielen Dank , für deinen Kommentar . Du hast mir aus dem Herzen gesprochen . Genau das wollte ich die noch eingeschlossenen Brüder mal fragen . Mit uns , die wir weggegangen sind , weil wir fürchtbar enttäuscht waren , als wir merkten , wie wir belogen und betrogen worden waren , spricht ja keiner mehr und keinem interessiert es anscheinend , warum wir so plötzlich gegangen sind . Nur die beiden Ältesten , die uns besucht haben , haben uns befragt und alles notiert .

    Mich wundert auch , daß die Ältesten , die ja Bescheid wissen , sich nicht mal dafür interessieren, ob vielleicht an unseren Argumenten etwas dran sein könnte .

    Aber wie Omma schon so schön gesagt hat , wir haben einen kostbaren Schatz gefunden und alles was uns an Verachtung entgegenschlägt ertragen wir gerne , um der Liebe zu Jesus und unserem Vater im Himmel Willen .

    Viele liebe Grüße an alle

    Iris

  26. Boas

    Ein paar meiner Gedanken zu diesem Artikel:

    Die K.d.ö.R. + JW.ORG erwähnen lieber Heb. 13:17 statt Heb. 13:7. Denn im Vers 7 wird erklärt, wie man überhaupt einen Führenden für sich identifizieren kann. "...indem ihr den Ausgang ihres Wandels genau im Auge behaltet, ahmt ihren Glauben nach". Über die echte Bedeutung des von der NWÜ gebrauchten Wortes "GEHORCHT", kann uns unser lieber M.N. bestimmt Näheres erklären.

    Unöffentliche Verhandlung gab es auch zu biblischen Zeiten. Z. B. Jesu geheime Verhaftung und sein geheimes Verhör. Wahrlich ein schlechtes Beispiel für ein RK von ZJ.

    Urteil vom 24.03.2005 bzw. 02.12.2004 (Az.: OVG 5 B 12.01, Rd.-Nrn. 39-40 – juris

    Die in Klammern gesetzten Ergänzungen im Zitat wurden im Originalurteil nicht gemacht. (gemeint ist die Kleinfamilie, also Ehegatten und minderjährige Kinder) Auf die Interpretation wie ZJ eine Kleinfamilie wahrnehmen, ist die K.d.ö.R. meines Wissens im Prozess nicht näher eingegangen (Art. 6 Abs. 1 GG).

    Ausgeschlossene oder ausgetretene Personen wurden von den Richtern nicht zugelassen. Meines Wissens aus Gründen der Befangenheit. Das war eine Entscheidung der Richter, die m. E. genau so zu bewerten ist, wie wenn ein Richter Augenzeugen eines Verbrechens ablehnt, weil sie mit dem Opfer verwandt sind.

    Das Wort "empfiehlt" ist ganz wichtig in der Aussage der K.d.ö.R., weil sie, schriftlich feststellbar, keine Empfehlung ausspricht sondern ein "Verbot" mit Konsequenzen verhängt hat.

    Praktisches Beispiel: Ein rechteckiges blaues Schild auf der Autobahn mit den Ziffern 100 in der Mitte. Und nun zum Unterschied ein rundes Schild mit rotem Rand mit den Ziffern 100 in der Mitte. Das blaue Schild ist eine Empfehlung. Das runde Schild ist ein Verbot schneller als 100 zu fahren und kann zu hohen Bußgeldern, Fahrverbot und dauerhaftem Entzug der Fahrerlaubnis führen.

    Zitat:
    "Die Gültigkeit, der Nutzen und die Notwendigkeit der biblischen Hinweise, zu Fragen des Kontakts und Umgangs zu „Sündern“, soll hier nicht in Frage gestellt werden."
    Zitat Ende

    Auch wenn man hier im Artikel nicht auf diese Fragen eingehen wollte; Meines Erachtens sollte ein Christ sehr wohl die Gültigkeit biblischer Hinweise genau in Frage stellen, ob es ein Umgangsverbot oder ein skurriles Kontaktverbot von Seiten der Bibel gibt.

    Die Bezeichnung dessen, was sie nach Aussagen bei Gericht angeblich empfiehlt, ist falsch. Die K.d.ö.R. beschreibt es schriftlich als "diese zu MEIDEN und keinen UMGANG mehr mit ihm zu PFLEGEN". Hier möchte ich auf den Unterschied von MEIDEN, keinen UMGANG pflegen hinweisen und der weiter reichenden Bedeutung von "keinen KONTAKT haben", "nicht mit ihnen REDEN" oder "nichts von ihnen zu PRÜFEN".

    Praktische Beispiele: siehe Stichwortsuche im Internet

    HdHG, "Was bei Personen zu beachten ist, die keine Zeugen Jehovas mehr sind" im Zusammenhang:

    "6.
    Wenn von Brüdern oder Schwestern bekannt ist, ungebührlichen Umgang mit einem Verwandten zu haben, der nicht bei ihnen wohnt und ausgeschlossenen ist oder die Gemeinschaft verlassen hat, sollten Älteste mit ihnen reden und sie anhand der Bibel ermahnen. Die Ältesten können mit ihnen Folgendes durchgehen: Gottes-Liebe-Buch, Seite 207 bis 209, den Wachtturm vom 15. April 1988, Seite 26 bis 30 oder den Artikel „Christliche Loyalität bekunden, wenn ein Verwandter ausgeschlossen ist“ in Unserem Königreichsdienst für August 2002. Steht fest, dass das Verhalten gegen den Zweck eines Gemeinschaftsentzugs verstößt und dass der Betreffende nicht auf die Ermahnung hört, eignet er sich wahrscheinlich nicht für Vorrechte in der Versammlung, die nur vorbildlichen Verkündiger eingeräumt werden. Gegen ihn würden keine rechtlichen Schritte unternommen, es sei denn, er hätte ständig geistige Gemeinschaft mit dem Ausgeschlossenen oder würde den Gemeinschaftsentzug offen kritisieren."

    Der im Kapitel fünf „Wann ein Rechtskomitee gebildet werden sollte …Punkt 10 wird durch die obige Satzung erweitert und findet dadurch auch auf Verwandte Anwendung. Man hätte sich im Buch deshalb den Hinweis auf NICHT Verwandte sparen können, weil er für die Sachelage doch keine Rolle spielt:

    "10. Bei Folgendem kann es sich um dreistes Verhalten handeln, wenn der Missetäter … Trotz wiederholter Ermahnung willentlicher, fortgesetzter, unnötiger Umgang mit einem Ausgeschlossenen, mit dem man NICHT verwandt ist pflegt."

    LG und vielen Dank für den guten Artikel.
    Boas

    1. Boas

      Ich muss einen Fehler in meinem Kommentar richtig stellen.

      HdHG "Wann ein Rechtskomitee gebildet werden sollte" Punkt 10.
      HdHG "Was bei Personen zu beachten ist, die keine Zeugen Jehovas mehr sind" Punkt 6.

      "Wann ein Rechtskomitee gebildet werden sollte" Punkt 10 spricht von generellem Umgang mit einem Ehemaligen, mit dem man NICHT verwandt ist. Ob geistiger UND sonstiger Umgang.

      "Was bei Personen zu beachten ist, die keine Zeugen Jehovas mehr sind" Punkt 6 wird Verwandten nur eine Wegnahme oder Sperrung von Vorrechen in den Raum gestellt. Ein RK wird nicht gebildet. Das Wort "ungebührlicher Umgang" wird nicht näher erklärt, bezieht sich aber in diesem Fall auf alle ungebührlichen Umgänge, als Einziges, geistiger Umgang ausgeschlossen.

      "Ständige geistige Gemeinschaft" mit einem Verwandten, bis auf ein par Ausnahmen (Kinder) ODER auch OFFENE Kritik am Ausschluss selbst führt trotz Verwandtschaft zu einem RK. Ein Verwandter hätte also nur den Verlust von Vorrechten zu befürchten. Also weniger Arbeit und Stress in Versammlungsangelegenheiten, wenn man es positiv sehen will. Ab und an über etwas Biblisches zu reden ist also harmlos und nach den Satzungen des HdHG nicht ahndbar.

      Aaaaaber..., dass Andere mitbekommen, dass man mit einem Verwandten viel Zeit verbringt, könnte als OFFENE Kritik am Gemeinschaftsentzug hingestellt werden und dann trotzdem zu einem RK mit der Gefahr eines Ausschlusses führen. Sich häufig heimlich mit einem Verwandten zu treffen und den Anderen ZJ nichts zu sagen, ist also erlaubt und führt zu keinem RK.

      Also ist die obige Unterscheidung im HdHG sehr wohl durchdacht.

      LG
      Boas

    2. Daniel111

      Hallo Boas,

      danke für deinen Kommentar.

      Du schreibst, dass Verhandlungen damals auch geheim abgehalten wurden bei dem mit Jesus.

      Ja dann machen das die ältesten der Versammlung doch richtig oder? Ich bin irgendwie verwirrt.

       
      ++++++++++
      In der damaligen Christenversammlung gab keine geheimen Gerichte, nur die damaligen geistigen Führer haben es so gehandhabt.

      1. Butterblume

        Guten Abend an Alle

        Mal so ganz im Ernst: Ich stell mir eine öffentliche Anklage auch nicht angenehmer vor. Oder würdet Ihr gerne vor der ganzen Versammlung blossgestellt und gedemütigt werden? Ich ganz ehrlich nicht! Ich habe mir heute eine Sendung angesehen mit einem Interview über die Glaubensgemeinschaft "die zwölf Stämme". Bei denen wird das öffentlich gemacht, keine schönere Sache.... Nebst dem, dass man sich ja einen Kommiteefall auch nicht zwingend antun muss.... Ich persönlich würde mir ein solches Gespräch jedenfalls nicht antun.

        Ist eine Sache des Geschmacks....

        1. Sara

           

          Ganz ehrlich? Dann würden zahlreiche junge Schwestern perversen Befragungen durch ein notgeiles Ältestentrio entgehen, weil sie sich das nicht in der Öffentlichkeit leisten könnten!

          Kannst du dir vorstellen, wie angenehm es ist, als junges Mädel vor drei Männern haarklein deine sexuellen (Un-)taten zu gestehen? Bis ins kleinste Detail? Um genügend Stoff für die eigenen Fantasien im heimischen Kämmerlein zu haben. Von vorgeladenen Brüdern wollen sie ihre Untaten meist nicht so ausführlich geschildert bekommen ...

          Man darf als Beschuldigte(-r) zu diesem Tribunal ja nicht einmal einen Beistand mitnehmen. Man ist allein auf weiter Flur. Eine Schweinerei ist das

        2. Butterblume

          Liebe Sara,
          Es tut mir Leid, ich wollte Dich nicht treffen. Genau eine solche Fragerei stell ich mir öffentlich vor und würde das nicht lieber wollen. Ich traue dies denen eben zu, selbst wenns "nur" die Hälfte dieser Fragen wären, aber vor allen, da kann ich mir eine grössere Demütigung nicht vorstellen.
          Ein solches Gespräch würde früher oder später auch auf mich zukommen, wenn ich mich mit diesen Herren denn treffen würde wollen. Ich kann dies schon verweigern, aber ich bon auch kein Mädchen oder junge Schwester mehr, die womöglich noch von ihren Eltern abhängig ist. Es tut mir so Leid, dass Du das erfahren musstest!

        3. RoKo an Sara

          "Um genügend Stoff für die eigenen Fantasien im heimischen Kämmerlein zu haben."

          Liebe Sara. Genau daran scheint es bestimmt zu mangeln. Wenn sie schon keine Freude im Leben haben können, dann andere auch nicht...

          Das Problem entsteht doch m.E. erst durch die überhohe pingelig, minuziöse, exaltierte Moral. Diese wird ja schon lebensfeindlich...

          Wer selbst eine intakte Familie hat und im Geben und Nehmen seine Lust stillen kann ist doch ausgeglichen. Es wurde mal gesagt, starke Familien ergeben starke Versammlungen. Weil deren Familien aber schwächeln und zerbrechen, deshalb blättert auch in den Versammlungen die Farbe ab. Ist doch ganz einfach... Aber streichen hilft nicht.

           

          Meine lieben betroffenen Schwestern möchte ich mal bei aller Bedrängnis ein schmunzeln aufsetzen. Darf ich?

          Jetzt habe ich Kopfkino. Ich habe drei Männer aus meiner Versammlung vor Augen. Stellt Euch mal vor, diese drei Älteste würden eine Glaubensschwester im Stil wie die Berlinerin Désirée Nick verbal bedrängen und zusammenfalten. Ich bin nun nicht ihr Fan, aber nur mal in Gedanken vorgestellt... Was würden die Herren wohl für ein Gewittter entfachen? Sie wüssten gar nicht wo der Blitz überall einschlägt, so würden sie sie in Fahrt bringen... Diese Frau würde doch alle drei in Grund und Boden quatschen.

          Euer RoKo

           

      2. Manfred

        hallo Daniel 111

        bez. geh. prozess.

        zitat aus der ref. studienbibel.

        "jüdische prozesse mussten am tag abgehalten werden. markus deutet aber an, dass in der nacht schon eine inoffizielle anhörung im haus des hohepriesters stattgefunden hatte und der öffentlichen zusammenkunft des hohen rates vorausging".

        auch lukas spricht nicht von einer förmlichen anklage oder einem korrekten ablauf des prozesses.

        gruss

        manfred

        a

        1. Daniel111

          Vielen Dank Manfred,

          du zitierst aus der Ref.studienbibel, welche ist das genau?

          Das würde ja dann bedeuten, dass die ältesten sich bei uns offiziell verhalten, wenn sie dies in der kammer machen und dann nur kurz auf der Bühne sagen, dass jemand ausgeschlossen oder zurechtgewiesen wurde?

          Ich wurde immer am Sonntag in die kammer geholt das war tagsüber nach der Versammlung

  27. Ordnungszahl 83 (kristallin)

    Der folgende Text ist ein wörtlich wiedergegebener (und mir als Mitschnitt vorliegender) Vortrag von April 2017, der unter der Rubrik "Aktuelles" zum Besten, Verzeihung, zum Schlechtesten gegeben wurde und wtg-argumentativ State of the Art ist:

     

    »Ich möchte Euch bitten, Erster Korinther 5 mit mir aufzuschlagen. Erster Korinther 5. Doch bevor wir diesen Text lesen… eine kurze Frage: woran erinnert dich das Thema „Kämpfe gegen dein verräterisches Herz an“? Bestimmt an diesen Vers in Jeremia Kapitel 17, Vers 9. Woran kann man erkennen, dass jemand ein verräterisches Herz hat? Und wir haben im Bibelleseprogramm weiter gelesen, und Jehova hat die Frage gestellt, „warum entweiht ihr den Sabbat, warum haltet ihr nicht den Sabbat?“ Fazit: an den Handlungen konnte man erkennen, sowohl Jehova als auch Menschen, die die Israeliten beobachtet haben: er hat ein verräterisches Herz; er hat nicht den Sabbat gehalten, so wie Jehova das wünschte. Und darum hat Jehova durch Jeremia die Israeliten ermuntert, doch darüber nachzudenken.

     

    Nun Erster Korinther Kapitel 5, hier im Vers 11 finden wir folgende Anweisung Jehovas, die der Apostel Paulus niederschrieb: „Nun aber schreibe ich euch, keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben, der Bruder genannt wird, wenn er ein Hurer oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Erpresser ist, selbst nicht mit einem solchen zu essen“. In Zweiter Johannes in diesem Brief Vers 10 und 11 finden wir eine ähnliche Anweisung Jehovas, keinen Umgang mit ausgeschlossenen zu haben.

     

    Ein verräterisches Herz könnte sich einschleichen, wenn man sich von der Welt beeinflussen lässt, und sagt: „Gesetze?! Mein Vorteil ist wichtig – man darf sich nur nicht erwischen lassen“. Sieht Jehova das auch so? Auf keinen Fall. Im Wachtturm wurde zu diesem Thema Folgendes erklärt... ich möchte den Wachtturm zitieren von 2013, da heißt es, unter Anderem, in einer Leserfrage:

    „Sitzt eine ausgeschlossene Person aber für die Dauer der Zusammenkunft ruhig neben seinen Angehörigen, ist das eine ganz andere Situation, als wenn sie unnötig Kontakt zu ihm suchen und Umgang mit ihm pflegen würden. Verrät das Verhalten der treuen Familienmitglieder gegenüber dem Ausgeschlossenen eine grundsätzlich richtige Einstellung und ist ihnen wichtig, den biblischen Rat zum Thema Umgang mit ihm zu beachten, dürfte es wohl keinen Grund zur Sorge geben“. Hier ging es um den Sitzplatz – wahrscheinlich erinnern wir uns an die Leserfrage. Oder in dem Wachtturm von 2015 hieß es: „Alle in der Versammlung können grundsatztreue Liebe zu Ausdruck bringen, indem sie sich weder mit dem Ausgeschlossenen unterhalten, noch mit ihm Umgang haben. Dadurch unterstützen sie die Zuchtmaßnahme, die eigentlich von Jehova kommt.“ Bis hier hin das Zitat.

     

    Was für Gedanken mögen uns nun helfen, gegen unser verräterisches Herz zu kämpfen? Man kann über den Nutzen so einer Maßnahme nachdenken.

    • Zum Beispiel den Nutzen, dass Jehovas Name geehrt wird. Denn wir wissen: man bringt uns mit dem Namen Jehovas in Verbindung, so wie in Jesaja 43:10 die Israeliten automatisch als Zeugen Jehovas erkannt wurden und Jehovas Name dadurch in Mitleidenschaft gezogen wird.

    • Die Versammlung wird rein erhalten und

    • es ist eine Zuchtmaßnahme, die dem Ausgeschlossenen dient und ihm helfen soll. Lassen wir uns also von Jehova formen und beachten wir, dass unser Herz uns manchmal in... Dinge... oder in Richtungen drängen mag, die Jehova nicht gefallen.

    • Und denken wir an daran: es ist zum Nutzen des Ausgeschlossenen.

     

    Julian, ein Vater, sagte in diesem Artikel abschließend: „Wir brauchten den Gemeinschaftsentzug – er trägt nämlich dazu bei, Jehovas Maßstäbe hochzuhalten“… Der Sohn wurde ausgeschlossen… „trotz des Schmerzes“, schreibt er weiter, „den er verursacht, ist er auf lange Sicht zum Besten. Hätte ich das schlechte Verhalten meines Sohnes toleriert, wäre er nie zurück gekommen.“«

     

    Wie man diesem Vortrag entnehmen kann, ist es selbstverständliche Notwendigkeit, Schmerz zu erzeugen, um Gehorsam zu erpressen. Wäre die Ausschluss-Dogmatik weniger drastisch, wäre so ein harsches, manipulatives Vorgehen überflüssig.

  28. M.N.

    Wenn man sich die Aussagen der WTG und alle zur "Stützung" ihrer krass unchristlichen "Kontaktverbotes"-Direktive usurpierten Bibeltexte im Lichte ihrer rabulistischen Um- bzw. Neudefinierung von Begriffen anschaut, ergibt sich folgendes Bild:

    Sprüche 13,20: „Wer sich mit den Unvernünftigen einlässt, dem wird es schlecht ergehen.“

    "Unvernüftig" ist für die WTG jeder, der sein Gehirn nicht auf ihr Geheiß ausschaltet und es wagt, nicht mit ihr übereinzustimmen und sich ihrem totalitären Diktat nicht in kriecherisch/sklavischem, blindem Kadavergehorsam zu unterwerfen. Demgemäß lautet Spr 13,20 WTG-bedeutungsgemäß:

    „Wer sich mit UNS UNGEHORSAMEN, AUFMÜPFIGEN UND REBELLISCHEN SELBERDENKERN einlässt, dem wird es schlecht ergehen.“

    1. Korinther 15,33: „Lasst euch nicht irreführen. Schlechte Gesellschaft verdirbt nützliche Gewohnheiten.“

    "Irregeführt" und "schlecht" ist für die WTG jeder, der sein Gehirn nicht auf ihr Geheiß ausschaltet und es wagt, nicht mit ihr übereinzustimmen und sich ihren totalitären Diktat nicht in kriecherisch/sklavischem Kadavergehorsam zu unterwerfen. "Nützlich" ist für die WTG alles, was ihr nützt. Demgemäß lautet 1Kor 15,33 WTG-bedeutungsgemäß:

    „Lasst euch nicht VON UNS - der WTG - weg 'irre'-führen. NICHT VON UNS FÜR GUT BEFUNDENE Gesellschaft (Leute, die wir nicht mögen, weil sie uns 'ungehorsam' sind) verdirbt UNS nützliche Gewohnheiten, durch die unsere Orginteressen gefördert werden.“

    1. Korinther 5,11-13: „Nun aber schreibe ich euch, keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben, der Bruder genannt wird, wenn er ein Hurer oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Erpresser ist, selbst nicht mit einem solchen zu essen“.

    Betreffs der eigenmächtigen, nichtbiblischen WTG-Um- bzw. Neudefinitionen der Begriffe "Hurer(ei)", "Habgier(ige)", "Götzendien(st/er)" siehe im Glossar unter "Hurerei", "Ichsüchtige Interessen" und "Materialismus". 1Kor 5,11-13 lautet WTG-bedeutungsgemäß:

    „Nun aber schreibe ich euch, keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben, der Bruder genannt wird, wenn WIR ihn als Hurer oder als Habgierigen oder als Götzendiener (jemanden, der es wagt, uns - der WTG - nicht als das Allerwichtigste im Universum zu vergötzen) ... betrachten, selbst nicht mit einem solchen zu essen“.

    2. Petrus 2,20-22:  22: „Der Hund ist zum eigenen Gespei zurückgekehrt und die gebadete Sau zum Wälzen im Schlamm.“

    "Hunde" und "Säue" sind für die WTG und alle ihr im Kadavergehorsam ergebenen, "vorbildlichen" Orgbots all jene ZJ, die sich aufgrund eigenen (kritischen) Nachdenkens von WTG-Dogmen distanzieren, da sie deren Fehlerhaftigkeit und Willkür erkannt haben, womit sich auch hier der WTG krankhafte Megalomanie, ihre pathologische Arroganz und ihr hochaggressiver, unchristlicher Geist offenbart.

    2. Johannes 9-11: „Jeder, der vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht. Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß“.

    Der krasse Fehler von WTG-Verdrehung dieses Textes ist mehr als deutlich. Es geht hier um "DIE LEHRE DES CHRISTUS" - nicht um die menschlichen, den Rahmen von "sola scriptura" sprengenden und teils weit hinter sich lassenden WTG-Dogmen, -Regularien, -Edikte, -Befehle ... Somit lautet dieser Text in "Umschrift":

    „Jeder, der UNS vorausdrängt (der also 'schneller' als die WTG kapiert, was wirklich Sache ist) und nicht in UNSERER beschränkt/dümmlichen Lehre bleibt, hat Jeehoofaa nicht. Wenn jemand zu euch kommt und UNSERE Lehre nicht bringt, so betrachtet ihn als einen widerlichen Paria, eine persona non grata, eine (geistig) tote Unperson, die selbst der Grundbezeigungen an Höflichkeit und Anstand nicht würdig ist.“

    „Die Interessen Jehovas stehen immer über den Interessen der Familie!“

    Da sich die WTG in ihrem pathologischen Größenwahn mit Gott auf die gleiche Stufe stellt ("Gehorchst du Jeehoofaa UND SEINER ORG?" - "Wer in Jehovas Gunst stehen und von ihm gesegnet werden möchte, MUSS SEINE ORGANISATION UNTERSTÜTZEN." - "Alle, die LOYAL ZU Jehova UND SEINER ORGANISATION STEHEN, werden weiterhin gesegnet." - Mehr solcher Leckerbissen siehe im Glossar, Eintrag "Organisation, die"), lautet dieser vollmundige Ausspruch WTG-bedeutungsgemäß so:

    „Die Interessen der WTG stehen immer über den Interessen der Familie!“

    (Du bist nichts, die Org ist alles!)

    Die Selbstüberhebung der WTG im arroganten Umdefinieren allgemeiner bzw. biblischer Begriffe kennt keine Grenze. Wie war das mit der frz. Revolution und den Jakobinern? "Nivôse, Pluviôse, ... Fructidor,...". Oder in der Tääterää: "Abschnittsbevollmächtigter" (Polizist); "Agrokulturinstrument" (Spaten); "Broiler" (Brathähnchen), "Diversant" (westlicher Saboteur)... - alle totalitären Systeme erfinden ihren eigenen "Neusprech" à la Orwells "1984", und so reiht sich die WTG problemlos in den Club totalitärer Organisationen (seien sie nationalistisch/politischer, religiöser oder sonstiger Natur) ein.

  29. Tilo

     
    An alle mitlesenden Zeugen Jehovas:
    Ich bin Tilo und schreibe von Zeit zu Zeit auf dieser Seite. Ich habe mich daran gewöhnt, nicht von allen Lesern Zustimmung zu erhalten. Was ich aber ganz und gar vermisse, ist eine biblische begründete Gegendarstellung, wenn ihr einen Artikel mit „Mag ich nicht“ bewertet. Aber gut, damit kann ich leben.
    Aber darf ich euch heute ein paar Fragen stellen? Es heißt ja, dass Zeugen Jehovas gerne nachdenken und auch offen genug sind, um Fragen zu beantworten. Ich hoffe also, dass ihr einmal wahr macht, was von euch gesagt wird.
     Ich setze voraus, dass ihr auch den Aufsatz Das Kontaktverbor der Wachtturmgesellschaft und die absurden Folgen gelesen oder das Video dazu gesehen habt, um den es hier geht. Daher meine Fragen an euch:
     Gehorcht ihr der Anornung des Sklaven aus Überzeugung? Könnt ihr das Kontaktverbot mit der Bibel begründen?
    Bitte kommt mir jetzt nicht mit dem 2. Johannesbrief, um das Grußverbot zu begründen. Wenn ihr den Kontext lest, wird euch rasch klar werden, dass sich das Grußverbot nur auf den ausdrücklichen Antichristen bezieht. Aber nicht jeder, der von euch geächtet wird, ist ein Antichrist. Oder haltet ihr jemanden der die Ehe gebrochen oder geraucht hat für einen Antichristen?
     Und ich frage weiter: Seid ihr wirklich der Meinung, einen Ausgeschlossenen zurück zu gewinnen, wenn ihr seine menschliche Würde mit Füßen tretet? Sollte er nicht durch Liebe überzeugt werden? Dann würdet ihr genau so handeln, wie es der Apostel Jakobus in 5:19, 20 von jedem Christen fordert. Lest doch einmal nach, was im Kommentar zum Jakobus-Brief dazu geschrieben wurde. Und wenn dieser Text euer Maßstab wäre, dann würde euer Handeln in den Fällen, die ich hier meine, von Barmherzigkeit zeugen.
     Und ich frage weiter: Was fühlt und denkt ihr dabei, wenn ihr einen Ausgeschlossenen nicht grüßt und so tut, als sei er Luft für euch? Fühlt ihr euch wohl und sagt ihr zu euch, dass Jesus ebenso gehandelt haben würde? Macht euch das stolz, weil ihr euch einbildet, Gott einen guten Dienst erwiesen zu haben. Was will Gott? Er will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer! Seid ihr tatsächlich der Meinung, dass man gegenüber Ausgeschlossenen keinerlei Mitgefühl zeigen darf?
     Wenn das auf euch zutrifft, dann hättet ihr auch in einer früheren Zeit den Ketzerverbrennungen zugesehen und euch gefreut, zu den „Rechtgläubigen“ zu gehören. Wie hätte euch die Verbrennung von Miguel Servet in Genf durch Jean Calvin gefallen? Und wisst ihr, warum der „rechtgläubige“ Calvin, seinen ehemaligen Freund verbrennen ließ? Es sind leider heute immer noch dieselben fadenscheinigen Gründe, die oft zum Gemeinschaftsentzug führen.
     Wieviel Macht darf ein Mensch über mich ausüben? Ihr werdet mir zustimmen, wenn ich sage: Er hat nur soviel Macht über mich, wie ich ihm gestatte. Und damit bin ich an einer besonderen Stelle, die mit eurer Verantwortung zu tun hat. Wenn nämlich Menschengebote von euch so genau befolgt werden, weil ihr Angst habt, selbst ausgeschlossen zu werden, dann habt ihr es schon weit gebracht! Dann sind nicht nur jene vor ihrem Gewissen und vor Gott schuldig, die Menschengebote erlassen, sondern auch die, sie sie blind und stur befolgen. (Dass die meisten Bestimmungen zum Kontaktverbot menschlichen Ursprungs sind, ist schon oft genug auf dieser Seite behandelt worden.)
    Nehmt mich als Beispiel. In meinen Aufsätzen werdet ihr immer wieder finden, dass ich meinen Finger in die moralische Pestbeule der Gesellschaft oder Organisation stecke. Dafür wird man normalerweise von euch mit dem Gemeinschaftsentzug bestraft, denn Kritiker sind in euren Augen des Todes.  In meinem Fall war ich ein wenig schneller. Ich habe der Organisation meine Gemeinschaft entzogen.
     Natürlich wäre es nicht möglich gewesen, mich vom Gegenteil meiner Kritik zu überzeugen. Wie hätte es auch gehen sollen, wenn der normale Anstand uns schon sagt, was gut und böse ist. Und dann erst die Aussagen der Bibel, die ja in moralischen Dingen unmissverständlich sind. Ja, ihr habt richtig gelesen: Es ist eine Frage der Moral! Und ihr wisst ja auch, dass Gottes Wort Moral ist! Und da hilft auch die Lüge nicht, dass alle Kritik von „Abtrünnigen“ kommt! Nein, das stimmt schon lange nicht mehr, seit sich zum Beispiel Regierungen und Gerichte mit dem Skandal des Kindesmissbrauchs beschäftigen und alles öffentlich machen.
     Nun bin ich in euren Augen ein Abtrünniger. Das will ich auch gerne sein, denn abtrünnig zu sein bedeutet ja, von einer Sache oder Idee Abstand zu nehmen. Ich habe von der Lüge in jeder Form Abstand genommen. Und wenn ich jetzt nicht mehr von euch gegrüßt werde, dann erfüllt mich das mit Freude! Denn ich bin um des Namens Jesu willen in „Unehre geraten“. Ja, das „erachte ich für lauter Freude“!  (1. Pe. 4:13-16)
     Und nun komme ich noch einmal auf eine Frage zurück: Macht es euch nichts aus, durch Gehorsam (und mehr) Menschengeboten so eine Macht über euch zu geben? Wenn das zutrifft, dann habt ihr es im Christsein nicht weit gebracht! Ihr habt es doch gerne zitiert: „Wir müssen Gott, dem Herrscher mehr gehorchen als Menschen!“
     Setzt das doch einmal in die Tat um!
    👍

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    1. Ede an Tilo

      Guten Abend Tilo

      Ich bin Tilo und schreibe von Zeit zu Zeit auf dieser Seite. Ich habe mich daran gewöhnt, nicht von allen Lesern Zustimmung zu erhalten. Was ich aber ganz und gar vermisse, ist eine biblische begründete Gegendarstellung, wenn ihr einen Artikel mit „Mag ich nicht“ bewertet. Aber gut, damit kann ich leben.

      Das muss nicht bedeuten, dass es diese nicht gibt. Es kann auch sein, dass diese, wie so oft, nicht freigeschaltet wurde. Einige Autoren verzichten inzwischen darauf sich zu äußern, statt ständig für den Papierkorb zu schreiben. Es ähnelt sich eben alles.

      Ede

    2. Boas

      Lieber Tilo,

      da hast Du aber richtig Dampf abgelassen. Ich klicke nur selten. Und wenn, nur, wenn mir etwas sehr gut gefallen hat. Und bei meinen positiven Bewertungen bist Du bei mir ganz vorne dabei.

      Aber ich bleibe mal bei den Fakten. Ein ZJ, der hier für geschriebene Artikel eine Bewertung abgibt, ist nach den deutlichen Auslegungen der LK ein Abtrünniger. Siehe nur den obigen Artikel. Wer von diesen geheimen Abtrünnigen hat den Mut, seine Abtrünnigkeit seinen Versammlungsältesten mitzuteilen? Und auch zuzugeben, dass er willentlich ein Widerholungstäter ist?

      Also lieber Tilo, wer so feige ist wie die, was erwartest Du von so jemandem? Meinst Du, da melden sich plötzlich 40-50 ZJ und bestätigen ihre eigene Schande? Dass sie mit dem Finger auf Dich zeigen und rufen: "Du Abtrünniger, du hast die Bibel benutzt um unsere falschen Lehren bloßzustellen". Und dadurch sich selbst als Abgefallene an den Glaubenslehren der ZJ bloßstellen? Die hier heimlich Mitlesen, heimlich Bewertungen abgeben. Aber ihre Noten nicht erklären wollen (bzw. können). Was die LK, JW.ORG oder die K.d.ö.R. sagt ist denen sowieso egal. Menschen ohne Rückrad.

      Wer für den kleinen Sprung nicht genug Mut besitzt, der hat auch nicht die Eier, den großen Sprung zu wagen. Lieber Tilo, die Negativbewertungen Deiner Artikel sind in aller Regel die Rache des kleinen Mannes, der erwischt wurde. Und jetzt in Verzweiflung nach dem Polizisten tritt, der ihn verhaftet hat.

      Es würde mich sehr wundern, wenn einer von denen etwas antwortet. Biblisch antwortet, was er an Deinen Artikeln unbiblisches gefunden hat. Auf der anderen Seite würde ich sagen, wenn jemand von diesen ZJ Dir antwortet, der negative Bewertungen abgibt: Für den besteht Hoffnung.

      Nimm´s nicht tragisch, Menschen, die die Wahrheit gesagt haben, waren bei Gottes Volk, den Israeliten, auch nicht gern gehört. Stephanus haben sie mit Steinen beworfen. Dich bewerfen sie mit negativen Bewertungen. Ein Glück, dass Bewertungen, im Gegensatz zu Steinen, nicht tödlich sind. Aber wer weiß, was da noch an neuem Licht kommt. Man denke nur an den Wachtturm von 2013: "Wenn der Assyrer angreift". An das neue RK-Programm. Was da alles Unlogisches und Unbiblisches von den Einzelnen noch abverlangt wird.

      Lassen wir uns überraschen. Im Übrigen; Wegen diesem Wachtturmartikel steht bei mir im Hausflur ein 80 cm langer Baseballschläger. Nur für den Fall..., "dass der Assyrer tatsächlich angreift" 🙂

      In diesem Sinne eine geruhsame Nacht
      Boas

    3. Omma@Tilo

      Lieber Tilo,

      ja, lieber Tilo, es ist sehr schwer, die "Denkweise" der Eingeschlossenen zu verstehen, jetzt wo wir es gelernt haben ein echtes Studium der Bibel durchzuführen, ein Nachforschen und Nachsinnen.

      Bei unserem täglichen Bibellesen haben der Oppa und Ich gerade die Gleichnisse aus Matthäus 13 besprochen, wie z.B. dieses:

      Matthäus 13:44-46   (Hoffnung für alle)
      Der Schatz und die kostbare Perle
      44 »Gottes himmlisches Reich ist wie ein verborgener Schatz, den ein Mann in einem Acker entdeckte und wieder vergrub. In seiner Freude verkaufte er sein gesamtes Hab und Gut und kaufte dafür den Acker mit dem Schatz.
      45 Mit Gottes himmlischem Reich ist es auch wie mit einem Kaufmann, der auf der Suche nach kostbaren Perlen war.
      46 Als er eine von unschätzbarem Wert entdeckte, verkaufte er alles, was er hatte, und kaufte dafür die Perle.«

      Als uns die Augen geöffnet wurden, für die Wahrheit hinter der sogenannten Wahrheit, war es da nicht so, wie im Vers 44 beschrieben.  Wir hatten einen verborgenen Schatz entdeckt, waren aber auch erst einmal vorsichtig, trotz aller Freude.  So, wie der Mann, vergruben wir diesen Schatz wieder, damit ihn uns niemand stehlen konnte.  Aber wir beließen es nicht damit, denn wir erkannten den Wert, und trafen Vorbereitung, ja, dieser Schatz war uns soviel Wert, dass wir alles andere aufgaben, um diesen Schatz zu behalten.

      Andere von uns gleichen dem Kaufmann ab Vers 45, er war bereits auf der Suche.  Und tatsächlich fand er eine Perle von unschätzbarem Wert.  Auch er ließ alles hinter sich, so viel Wert war ihm diese Perle.

      Ja, lieber Tilo, auch wir haben den unschätzbaren Wert erkannt, unseren Beiden Höchsten nahe zu sein.  Dafür haben wir alles andere, oft Familie und sogenannte Freunde, hinter uns lassen müssen.  Wir standen vor der Wahl, alles aufzugeben und diesen Schatz (oder Perle) zu erwerben, oder diese einmalige Gelegenheit verstreichen zu lassen.

      Matthäus 6:19-21, 24   (Hoffnung für alle)

      19»Häuft in dieser Welt keine Reichtümer an! Sie werden nur von Motten und Rost zerfressen oder von Einbrechern gestohlen!
      20Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, die unvergänglich sind und die kein Dieb mitnehmen kann.
      21Wo nämlich euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.«
      24Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen. Wer dem einen richtig dienen will, wird sich um die Wünsche des anderen nicht kümmern können. Er wird sich für den einen einsetzen und den anderen vernachlässigen.

      Ja, lieber Tilo, hüpft unser Herz nicht vor Freude, wenn wir erkennen, die richtige Wahl getroffen zu haben?  Wir haben uns für den himmlischen Schatz entschieden!

      Es grüßen dich und deine liebe Frau, mit einer herzlichen Umarmung,  Omma und Oppa

  30. Silas

    Ein guter Artikel! Wenn man schon ein Extremist ist, soll man wenigstens in der Öffentlichkeit dazu stehen, und sich nicht hinter umständlichen Formulierungen verstecken. Aber für die LK ist das wohl mal wieder theokratische Kriegsführung (gegen Organe, denen sie laut Bibel Folge zu leisten haben).

    Das ist auch echt großartig, dass man als einfacher Fußsoldat nicht sämtliche Anweisungen und Regeln zum Ausschluss lesen darf. Stellen wir uns mal vor, Yahweh hätte zu Adam und Eva gesagt: „Ihr dürft sämtliche Früchte des Gartens essen, außer von einem Baum, die Früchte bringen euch um, aber ich verrate euch nicht, von welchem. Viel Spaß beim Raten!“ Klingt wie russisches Roulette. So etwas albernes und sadistisches können sich nur machthungrige Menschen ausdenken...

    Liebe Grüße, Silas

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