Angst vor der Freiheit

Wer Christus als sein Haupt anerkennen möchte, hat auch die Verantwortung zu unterscheiden, was wirklich von ihm als dem Haupt der Christenversammlung kommt und was nicht. Diese Verantwortung können wir niemandem übertragen; es ist unsere ureigene. Gottes Wort beruft uns zur Freiheit. Warum zögern dann aber so viele, diese Freiheit anzustreben?  Furcht vor der Freiheit?

Wer sich fürchtet, ist in der Liebe nicht vollendet, denn die Furcht rechnet mit Strafe; wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.  1. Johannes 4:18 

Wie wahr doch die Worte des Johannes sind, wenn er sagt: „denn die Furcht rechnet mit Strafe; wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe“

Die Furcht vor der Freiheit für Christus und Gott einzustehen, bedeutet eventuell, Furcht vor Repressalien zu haben, z. B. geächtet zu werden.

Jehovas Zeugen sind von ihrer Organisation dahingehend geformt, jede Anordnung, jeden Rat und alle Ermahnungen seitens ihrer Leitung ohne Widerspruch zu befolgen, denn diese sind für sie ja Gottes Anweisungen und Lehren.

Zitat aus dem Buch “Komm Jehova doch näher”, S. 224-225:   Absatz 14

„Zum Gehorchen bereit“….. Einem Gelehrten zufolge(?) wird dieser Ausdruck „oft für militärische Disziplin gebraucht“. Er vermittelt den Gedanken „leicht zu überzeugen“ und „fügsam“ zu sein. Wer sich nach der Weisheit von oben ausrichtet, fügt sich bereitwillig dem, was die Bibel sagt.

Genau diese Bereitschaft erwartet die leitende Körperschaft von uns. „Sich bereitwillig dem fügen, was die Bibel sagt“, sollte kein Problem sein. Doch wie oft stellt man fest, dass das, was uns gelehrt wird, der Bibel widerspricht. Diese Anordnungen und Lehren unterschiedslos und ohne Abwägung anzunehmen, wäre nicht nur unreif und töricht, es wäre gefährlich? Warum?

Blinder Gehorsam und Unterwürfigkeit gegenüber geistlichen Führern ist kein Zeichen von Glauben an Christus. Damit erweisen wir seiner göttlichen Stellung keine Ehre oder Achtung. Damit würden wir Jesus Christus als Haupt ablehnen.

Vielen Zeugen macht die Freiheit, Anordnungen und Lehren zu hinterfragen, Angst. Dies würde bedeuten, die Verantwortung für Schlüsse, zu denen man nach reiflicher Überlegung selbst gekommen ist, offen zu vertreten.

Man muss dann aber auch bereit sein, seine eigenen Entscheidungen zu treffen und dafür auch die Folgen zu tragen. Aus eben diesem Grund fürchtet sich ein großer Teil der Zeugen Jehovas vor dieser Freiheit.

Doch wie sagte Johannes: „Wer sich fürchtet, ist in der Liebe nicht vollendet, denn die Furcht rechnet mit Strafe; wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.  1. Johannes 4:18

Diese Angst führt zur Unterwerfung unter eine Organisation.  Wann immer wir der Verantwortung für unser Handeln aus dem Weg gehen, möchten wir sie jemand anderem, einer Organisation oder einem System, übertragen. Besonders in Glaubensfragen finden es viele Menschen bequemer, andere für sich denken oder entscheiden zu lassen. Auf materiellem Gebiet wäre man zweifellos nicht so schnell bereit dazu, aber in geistigen, ethischen oder Glaubensdingen leider sehr schnell.

Doch solch ein Glaube ist ein „geborgter Glaube”, weil man größtenteils etwas glaubt, weil es andere auch tun. Sie suchen Sicherheit durch Zugehörigkeit und Mitgliedschaft in einer Organisation. Sie suchen Zuflucht vor moralischen Problemen, indem sie sich bereitwillig einem System und einer Organisation unterwerfen, das ihnen anbietet, die Verantwortung für ihr Leben und für ihre Gewissensentscheidungen abzunehmen. Man suggeriert ihnen, ein „biblisch geschultes Gewissen“ zu erhalten, wenn sie alles übernehmen, was man ihnen als geistige Speise vorsetzt.

Die geistige Speise von JW.Org

Die „geistige Speise” jedoch, für die die Wachtturm-Organisation sorgt, ermutigt nur dazu, die eigene Verantwortung einer Organisation und seiner Führung zu übertragen. „Die werden es schon wissen, sie werden sich verantworten müssen, wenn sie uns in die Irre führen.“ Ihren Anweisungen zu folgen, ziehen die meisten einem persönlich erarbeiteten Glauben vor. Es entsteht ein Glaube durch eine lebenslange, ständige Indoktrination und eine andauernde Routine von Tätigkeiten, um für eine gewisse Zeit dem Schuldgefühl zu entgehen, das entsteht, wenn man den Forderungen der Organisation nicht nachkommt.

Die Organisation erwartet, die eigenen geistigen Fähigkeiten aufzugeben, sich nicht auf den eigenen Verstand zu verlassen. Es ist immer ein mühseliger Prozess, sich den Problemen des Lebens zu stellen, und an Ihre Lösung heranzugehen. Kein Leben ist frei von Problemen, und der seelische Druck, den sie verursachen, kann körperlichen Schmerz übersteigen. Es besteht die Neigung, den Druck zu vermeiden, indem man die Probleme nicht zur Kenntnis nimmt. Man weigert sich, sich ihnen zu stellen, oder versucht mit allen Mitteln, ihnen zu entkommen.

Doch die Neigung, Problemen und den damit verbundenen seelischen Leiden aus dem Weg zu gehen, ist die Hauptursache vieler psychischer Erkrankungen. Manche tun alles, um den Problemen und dem Druck aus dem Weg zu gehen. Für einen bequemen Ausweg sind sie bereit, das eindeutig Richtige und Vernünftige hinter sich zu lassen, indem sie höchst fragwürdige Luftschlösser bauen, in denen sie unter Ausschluss der Wirklichkeit ihr Leben lang verbringen.

Dies traf mehr oder weniger auf uns alle zu, welche die Organisation verlassen haben. Wir sind alle in unserer Zeit als Zeuge Jehovas auf der einen oder anderen Weise mehr oder weniger wir selbst gewesen. Wir haben unseren Verstand, den Gott uns gegeben hat, nicht gebraucht und uns gescheut, wo immer notwendig und bei welcher Gelegenheit, die sich ergab, die Wahrheit zu sehen und auszusprechen.

Zugegeben, nicht alle in den Versammlungen sehen sich in gleichem Maße versklavt. Sie lächeln dich mitleidig an, wenn du zum Ausdruck bringst, du fühlst dich versklavt. Einigen gelingt es, ein ansehnliches Stück ihrer persönlichen Integrität zu bewahren und für sich Freiräume zu schaffen. Sie pflegen weiter ihre „untheokratischen Hobbys“ und auch ihre berufliche Karriere geben sie nicht auf. Sie machen hin und wieder einmal „HiPi“ und versuchen, den Landes- oder Versammlungsdurchschnitt an Zeiteinsatz zu erreichen. Sie haben ein gutes Gefühl dabei. Sie machen ja, was sie können. Sie geben ihr Bestes, obwohl sie ihren Lebensumständen entsprechend mehr (für Jehova) tun könnten. Es gelingt ihnen bis zu einem gewissen Grad, dem Druck einer starren Passform zu widerstehen. Für sie ist dann alles in Ordnung in der Organisation, und so lange der Anschein gewahrt wird, ist auch für die Organisation alles in Ordnung.

Aber es ist keine Frage, selbst diese Brüder verlieren mehr oder weniger ihre persönliche Integrität, und sie spiegeln Christus weniger wieder, als sie es könnten. Mit den Worten des Apostels Paulus: „Auf ihnen bleibt ein sinnbildlicher Schleier mit neuerlichem Legalismus und geschriebenen Gesetzen“ anstelle des mosaischen Gesetzes. Die Furcht, ihren Stand vor Christus in seiner vollen Bedeutung anzunehmen, behindert ihren „Freimut der Rede” und führt oft zu Gefühlen, die verborgen werden. Es führt zu schleierhaften, dunklen Äußerungen statt zu Offenheit, Geradlinigkeit und Ehrlichkeit, die für christliche Freiheit typisch sind.

Leider hat diese Personengruppe unter den Zeugen Jehovas kaum Verständnis für diejenigen, die alles ernsthaft umsetzen wollen, sich Ziele setzen und daran zerbrechen, wenn sie nicht erreichet werden. Letztere Gruppe glaubt wirklich, ihr Leben und das Leben der Menschen hängt von ihrem Einsatz im Predigtdienst ab, oder von ihrem Einsatz in theokratischen Aktivitäten.

Angst – die Quelle von Arglist und Denunziation

„Wir halten uns fern von allen Heimlichkeiten, für die wir uns schämen müssten, wir täuschen niemanden und verdrehen auch nicht Gottes Botschaft. Im Gegenteil, wir sind Gott verantwortlich und verkünden frei und unverfälscht seine Wahrheit. Das ist unsere Selbstempfehlung! Jeder, der auf sein Gewissen hört, wird mir recht geben“. 2. Korinther 4:2, HfA.

Zweifellos wirkt hier eine gewisse Einschüchterung mit. Es herrscht eindeutig große Angst davor, Zweifel zu äußern. Du sprichst für deine Brüder eine andere Sprache, wenn du den Christus in den Vordergrund stellst. Die Reaktion deiner Brüder und Freunde, – welche ich selbst erfahren habe – steigert sich von Ablehnung, bis hin zu Feindschaft und Denunziation.  Wer es wagt, den Sklaven und seine Lehren in Frage zu stellen, wird bald keine Freunde mehr haben.

Mir warf man vor, den Namen Jehovas zu ächten, nachdem man akribisch festgehalten hatte, wie oft ich in meinen Ansprachen und Vorträgen den Namen Jehova und den Namen Christi verwendete. Wer von uns Zeugen Jehovas nicht bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit den Namen Jehova gebraucht, so wie die Organisation, macht sich verdächtig. Dieses, Jehova hier –  Jehova da, dient einzig der Verherrlichung der „Organisation Jehovas“. Jehova und seine Organisation stehen für einen Zeugen auf einer Stufe. Wer die Organisation ablehnt, lehnt Gott (Jehova) ab.

Solche Absurditäten sind dem Klima der Angst geschuldet. Es ist die Angst vor den Repressalien der WTG, sowie Ausschluss und Verlust aller sozialer Kontakte, einschließlich der Familie. Es ist die Angst vor dem Eingeständnis, ein Leben lang einer Illusion gefolgt zu sein, der Illusion, – in der „Wahrheit“ zu sein. Es ist die Angst, die ganz normale und auch liebe und ehrliche Menschen dazu veranlasst, ihre Freunde und Familienangehörigen abzulehnen, um sich voll und ganz der Organisation hinzugeben. „Nein“, werden diese Personen jetzt empört ausrufen, „nicht der Organisation, wir haben uns Jehova hingegeben, ihm sind wir treu“.

Viele nehmen den Druck erst wahr, wenn sie beginnen Fragen zu stellen. Die Organisation in ihrer Machtposition fühlt sich nicht von Personen bedroht, die sich nach ihren Anweisungen und Zielen ausrichten, sondern von denen, die nach dem „Warum“ fragen. Geistige Einschüchterung ist also eindeutig ein wichtiger Faktor, doch er beherrscht nicht unbedingt jeden Einzelnen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zahllose Zeugen sich nur deshalb fügen, weil sie meinen, es sei „die Wahrheit“, die sie auf Grund gründlicher Prüfung vor Jahren gefunden haben.

Nun sind sie bereit, alles zu akzeptieren, was die „Sklavenklasse“ an weiteren „Wahrheiten“ von sich gibt, auch wenn diese oft das Gegenteil von dem aussagen, was sie einst geprüft haben.

Ihr Argument: „aber die Grundwahrheiten“, was immer sie auch darunter verstehen mögen, „haben sich nicht geändert“. Fragt man sie, was wohl diese „Grundwahrheiten“ sind, zählen sie in der Regel auf: Die Hoffnung auf ein Leben im Paradies auf Erden, Dreieinigkeitslehre, Höllenlehre, Unsterblichkeit der Seele oder Ablehnung des Kriegsdienstes.

Ich lese nirgends in der Bibel, dass Kirchen, die diese Lehren vertreten, „in der Wahrheit sind“. Es gibt einige Kirchen, die ähnliche Lehren vertreten wie Jehovas Zeugen, ganz abgesehen davon, dass diese „Grundlehren der Wahrheit“ die Bibelforscher von anderen Kirchen übernommen haben. Auch ich war davon überzeugt und setzte einen Teil meines Lebens seit meiner Jugend im Vollzeitdienst ein und diente der Organisation in der Versammlung als Ältester.

Ich habe aus ganzem Herzen so gehandelt, weil ich dachte, dass ich „in der Wahrheit“ sei, bis mir klar wurde, dass die EINZIGE Wahrheit, Jesus Christus, uns kaum vermittelt wurde. Allen, die meine Behauptung für übertrieben halten, möchte ich die Frage stellen: „kannst du dir als Zeuge Jehovas vorstellen, öffentlich in einem Kommentar oder Vortrag zu sagen, Jesus Christus ist mein, oder unser, einziger Erlöser“. Wer das bejaht und davon überzeugt ist, den möchte ich bitten, dies wiederholt und bei jeder Gelegenheit zu tun, so wie es von einem Christen erwartet wird.

Er wird feststellen, wie schnell er als Fremdkörper in der Versammlung empfunden wird. „Man muss ja nicht immer von Jesus Christus sprechen und seinen Namen wie eine Trophäe vor sich hertragen, um zu zeigen, dass man ihn als seinen Erlöser angenommen hat“, so ihre Begründung.

Doch würden die Zeugen Jehovas sich auf Christus nur halb so viel berufen wie auf Jehova, ist dies schon verdächtig. Ich bin sicher, es gibt bestimmt viele klar denkende, intelligente Menschen in der Organisation. Doch wie kommt es dann, dass Anweisungen und Lehren des Sklaven, die offensichtlich dem christlichen Gedanken widersprechen, nicht mehr hinterfragt werden? Auch hier wirkt wieder eine gewisse Einschüchterung. Es herrscht eindeutig ein Klima der Angst. Du sprichst für sie eine andere Sprache, wenn du den Christus in den Vordergrund stellst.

In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass gerade solche „Brüder“, die für sich persönlich Freiräume geschaffen haben, es also nicht so genau nehmen mit dem, was der Sklave vorgibt und erwartet, sich bereitwillig an der Ächtung ihrer Familienangehörigen oder Freunden aus der Versammlung beteiligen, wie es der Sklave verlangt. Angst führt zur Heuchelei.

Warum stellen aber wenige Brüder Fragen an sich selbst, auch wenn sie sie nicht offen aussprechen? Angesichts der Fakten, die auf der Hand liegen, mag man kaum glauben, dass Menschen derart bereitwillig die Lehren einer so wenig verlässlichen und glaubwürdigen Organisation als „geoffenbarte Wahrheit“ akzeptieren können. Es kann nicht alleine daran liegen, dass wir als Zeugen geschult wurden, alles ohne Hinterfragen zu akzeptieren. Ich denke, das allein reicht aus, um Jahr für Jahr alles blind zu glauben.

Es wäre ein Fehler zu meinen, jeder Zeuge Jehovas glaube und befolge alles, weil er davon überzeugt ist. Das mag bei einigen der Fall sein, aber nicht bei allen. Ich bin überzeugt, dass viele Brüder sich nur deshalb einer Sache fügen, weil sie Angst haben, als abtrünnig gebrandmarkt zu werden.

Die Angst vor Abtrünnigkeit und Ächtung

Ja, die Bibel warnt Christen tatsächlich vor Abtrünnigkeit und spricht von Ächtung. Doch wie so oft wird auch dieser “biblische Lehrpunkt” kräftig vermengt und verdreht, und von der Organisation in ihrem Sinne angewendet. Also, lasst uns das bitte nachschauen, was die Bibel über diejenigen sagt, welche als wirklich böse beschrieben werden, und mit denen man nicht essen (umgehen) soll, um keinen Anteil an ihren Werken zu haben.

2.Joh. Vers 11 gibt eine klare Antwort: „Überall begegnen wir Menschen, die in der ganzen Welt ihre Irrlehren verbreiten. Sie behaupten, dass Jesus Christus nicht als Mensch aus Fleisch und Blut zu uns gekommen ist. Solche Leute sind Werkzeuge des größten Verführers und schlimmsten Feindes von Christus, des Antichristen. Seht euch vor, dass ihr nicht verliert, was wir gemeinsam erarbeitet haben. ….Wer über das hinausgeht, was Christus uns gelehrt hat, der wendet sich von Gott ab. Nur wer sich an die Lehre von Christus hält, bleibt mit dem Vater und mit dem Sohn verbunden. 

Sollte also jemand zu euch kommen, der euch etwas anderes erzählen will, den nehmt nicht bei euch auf und grüßt ihn nicht. Wer diesen Verführern auch nur Gutes wünscht, unterstützt sie und macht sich mitschuldig an all dem Bösen, was sie anrichten.

So lange du in der Lehre „des Christus“ bist, bist du kein Abtrünniger.

Worum geht es in diesen Versen? Es geht darum, dem Gebot des Herrn Jesus zu folgen und nur, wer darin folgt, ist “in der Wahrheit”. Was ist dies für ein Gebot? Vers 5 dieses Kapitels sagt es deutlich: Alle in der Gemeinde möchte ich jetzt an sein Gebot erinnern: Wir sollen einander lieben. …. Diese Liebe zeigt sich darin, dass wir nach Gottes Geboten leben, das euch von Anfang an gesagt worden ist: Liebt einander! Davon sollt ihr euer ganzes Leben bestimmen lassen“.

Diese „Liebe zur Wahrheit“ wird nicht durch Lehren definiert wie 1914, Anerkennung des Sklaven und dessen Lehren, wie die überlappende Generationslehre o. ä. Dazu gibt es keinerlei biblische Aussage, ergo, auch keine “Abtrünnigkeitserklärung”!

Das bedeutet nicht, dass es keine Definition dieser Liebe gibt. Das zeigen die weiteren Verse sehr genau, wenn davon gesprochen wird, dass: ” viele Verführer in die Welt hinausgegangen sind, die nicht Jesus Christus bekennen; dies ist der Verführer und der Antichrist….”

Die Liebe zu Gott definiert sich somit ganz klar im Bekenntnis zum Leben und Wirken Jesu Christi, ein Bekenntnis, das einem Zeugen Jehovas aberzogen wurde! Wenn du dich demnach offen zu Christus bekennst, kann der Vorwurf der Abtrünnigkeit nicht auf dich zutreffen.

Es muss dir keine Angst machen, wenn dich die WTG als „abtrünnig“ diskriminiert, solange es nur um ihre Lehren geht, die du hinterfragst und nach reiflicher Überlegung ablehnst oder offen in Frage stellst.

Mag ich nicht (34)

55 Kommentare zu “Angst vor der Freiheit

  1. Lichtspender

    ANGST vor der FREIHEIT -- ja, was mag das für Ursachen haben? Darüber haben wir uns die letzten Tage hier alle Gedanken gemacht. Und viele von uns haben auch erkannt: Viele werden dennoch ihre Angst überwinden und sich für die Freiheit entscheiden, die Freiheit, die Christus verspricht -- die Freiheit von einer versklavenden Organisation, den Fesseln der Einschüchterung, frei von falschen, unbiblischen Glaubensauffassungen.

    In 2. Tim. 3:8, 9 heißt es gemäß der Bibel.heute:

    "So wie Jannes und Jambres1 sich einst gegen Mose stellten, so widersetzen sich auch diese Verführer der Wahrheit. Es sind durch und durch verdorbene Menschen, deren Glaube keiner Prüfung standhält.
    9 Doch sie werden nicht weit damit kommen, denn ihr Unverstand wird sich allen zeigen, wie es auch bei jenen Ägyptern der Fall war."

    Heute widersetzt sich der "treue und verständige Sklave" (besser: der unverständige Sklave) dem größeren Mose, nämlich Christus. Und viele Zeugen merken dies. Man erlebt es bei jeder Zusammenkunft durch die Selbstverherrlichung des Sklaven und erkennt es durch das Lesen der WT-Schriften:
    Das Evangelium des Christus -- wie es in den christl. griech. Schriften steht -- wird praktisch vollständig ausgeklammert. Auch halten die Sonderlehren der WT-Organisation keiner Prüfung stand. Die "Wahrheit" der Zeugen ist nicht die biblische Wahrheit -- sie ist eigentlich die "Gnosis" der Tage Pauli (1. Tim. 6:20).

    Schon mancher hat sich daher dazu entschlossen  -- und hier haben wir leider wieder die Furcht --, mehr heimlich als mutig einfach wegzubleiben. Viele einst aktive Zeugen besuchen nicht mehr die Zusammenkünfte oder nur noch ganz selten.

    Doch eines sollte uns klar sein: Damit kehrt man der Organisation der ZJ nicht wirklich den Rücken. Und -- ganz ehrlich -- man macht sich selbst etwas vor. Den letzten Schritt, um Christus wirklich gehorsam zu sein, ist man noch nicht gegangen.

    Und: Wer nur wegbleibt, wird von der Zeugen-Organisation weiter als Zeuge Jehovas gezählt und erscheint in ihren Statistiken, mit denen sie so gern prahlen. Man gilt dann als "Schwacher". Man ist noch offiziell noch ein Zeuge Jehovas, wenn auch ein schwacher. Willst du das?

    Für echte Nachfolger Christi kann das eigentlich nicht in Frage kommen. Christus ermuntert uns, mutig und stark zu sein; er spornte immer zu Konsequenz an und lebte diese auch vor.

    Ich bete darum, dass noch viele Brüder und Schwester verstehen, dass man, um wirklich von Christus als heilig betrachtet werden zu können, entschieden handeln muss -- je früher desto besser. Es ist an der Zeit, für ihn entschieden Stellung zu beziehen und für die Lehre, die er wirklich vertrat. Wir dürfen keine "Feiglinge" sein (Offenbarung 21:8). Feiglinge werden nicht gerettet.

    2. Korinther 6:14 mag dir auch zu denken geben:
    "Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis?".
    Und Vers 17: "Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab".

    In Liebe
    Lichtspender

    1. Schneeflocke@Lichtspender

      Lieber Lichtspender,

      Jedem Menschen ist der freie Wille geschenkt. Von Gott! Gerade dies ist Sein Wille. Bewusst geschenkte Liebe ist kein Vergleich zu programmierter und voreingestellter. Zeugen Jehovas haben diesen, von unserem Schöpfer gewollten, freien Willen bei ihren Schäfchen und Mitgliedern unterdrückt, manipuliert und gleichgeschaltet.

      Ich denke (meine persönliche Meinung!) Sie brauchen Unterstützung auf IHREM eigenen Weg, die Freiheit aus der Org. zu gehen ODER zu bleiben. Zu erkennen was sie selbst wollen und was ihren guttut (das werden unsere Höchsten schon einem jeden zeigen der darum bittet!!)

      Druck und Erwartungen erzeugen meist das Gegenteil 😉

      Jesus versteht uns schon, lassen wir es nur auch zu...

      Ganz lieben Gruß

      Schneeflocke

  2. Ingolf Mann

    Angst kann lähmen, sogar zu Erkrankungen führen, wie dies bei mir war.

    Oft sagte ich Termine für den Dienst ab, weil ich einfach nicht über eine Brücke fahren konnte. Auf Kongressen ging ich  nicht mehr, weil ich Angst vor Autobahnfahrten und Menschenmassen hatte.

    Irgendwie wurde die Angst dann so bestimmend, dass ich gewisse medizinische Behandlungen verweigert habe. Bis es zu einem Notfall kam. Der behandelnde Arzt fragte mich, wie lange das so geht. 15 Jahre (wie sich später herausstellen sollte, trugen die 13 Jahre als Dienstamtgehilfe in meiner Versammlung, erheblich dazu bei.)

    Höchste Zeit mich einer psychologischen Therapie zu unterziehen, und der Beginn vom Ausstieg bei den Zeugen Jehovas. Ich war in einer katholischen Einrichtung. Die Info ist wichtig, weil ich mich zu meiner Persönlichkeit einen Computertest unterziehen musste. Und eine Frage und deren Antwort ging mir durch Mark und Bein, und sollte Einfluss auf meinen Behandlungsverlauf haben.

    Die Frage lautete: Glauben Sie das Gott Ihnen vergeben wird? (Damals war ich noch Zeuge Jehovas) Ich antwortet mit "Nein".  Genau dass war die Ursache. Älteste sagten, dass ich nicht den Segen Jehovas hatte. Einem Bruder, dessen Frau mich nicht mehr grüßte weil ich mein Dienstamt aufgab, musste ich fragen ob er den Unterschied zwischen Entbindung (ich wurde nicht entbunden) und Ausschluss kennt. (heute halte ich die Haltung der Zeugen gegenüber Ausgeschlossenen für menschenverachtend und unbiblisch, unbiblisch weil das Grußverbot aus dem Zusammenhang in der Bibel gerissen ist, Johannes etwas ganz anderes meinte)

    Du hast eh nicht den Segen Jehovas. Klar wenn ich sterbe ohne diesen Segen zu haben, ist es mit dem zukünftigen Leben vorbei. Kein Wunder dass ich mir ausmalte, was wo alles passieren könnte und ich sterben würde ohne mit Jehova wieder versöhnt zu sein. Und er wird mich für ALLES bestrafen, weil ich ja WISSEND bin. Kein Wunder diese Frage nach der Vergebung musste ich mit NEIN beantworten.

    Meine Seele ist nicht nur krank, sondern auch ohne Persönlichkeit. Ich habe nämlich nie eine gehabt. Wie sich herausstelle, bei einer Therapiesitzung, habe ich Persönlichkeiten immer von meinen Vorbildern geliehen!

    Etwas was mir von den Schwestern dort nahelegte, war auszusteigen, was für mich nicht in Frage kam. War das nicht meine Prüfung, diese Qual?

    Ein Ältester, dem ich mal sagte, dass Jehovas doch versprochen hat, mich nie über Vermögen zu prüfen, erklärte mir: "Das du keine Erleichterung hast, ist der Beweis, dass Jehova die mehr zutraut." Lehren wie im Mittelalter! Ein andermal sagte jener Älteste, als ich ihm sagte, dass es mir besser geht, nachdem ich mich zurückgezogen hatte, dass dies nicht verwunderlich sei. Satan habe keinen Grund mehr dich unter Druck zu setzen, wenn er plötzlich aufhören würde zu dienen würde er auch Erleichterung haben, sofort, weil Satan ihn nicht mehr unter Druck setzen müsste.

    All das war ich bereit zu ertragen! Ich fragte mich nur, ob es andern auch so ging oder nur in meiner Versammlung so war. Ich entdeckte BI und geistigen Beistand, Beistand von Personen, die mich verstehen.

    Immer wieder begegnet mir hier der Skandal über den Kindesmissbrauch! Und auch ein Brief der zur Beweismittelvernichtung die Versammlungen aufforderte. Gott sei Dank, manchmal ist das Gewissen stärker als die Angst.

    Ich hatte diesen, andere und persönliche Beweise, dass man Ihnen den Rücken kehren muss!

    Ich erkannte, dass es Jesus widerspricht, wenn man sich selbst zum Führer und Mittler macht. All diese Beweise schrieb ich in meine Austrittserkläung. Das wichtigste für mich war, dass ich dort hinein schrieb, dass ich für Jesus und Jehova einstehe . Für Jehova, weil er nicht duldet, dass man Straftaten verheimlicht. Für Jesus weil er der Führer ist und nicht ein Sklave (sagt doch eigentlich schon der Begriff Sklave)

    Jesus versprach sich zu denen zu bekennen, die sich zu ihm bekennen, dass habe ich mir der Konsequenz der Einsamkeit in meinem Brief zum Austritt getan. Ich bin wie der Bettler, der für Jesus eintrat und aus der Synagoge ausgeschlossen wurde.

    Ich habe es vor Jesus allein getan, den meine Austrittsbegründung wird den Versammlungen nach Möglichkeit verschwiegen.

    Nein, ich weiß nicht wie ich jetzt die Frage beantworten würde, von der ich eingangs sprach. Ich glaube mit einem Vielleicht.

    1. Nachdenker an Ingolf

      Hallo Ingolf,

      darf ich für dich die Frage beantworten?? Er wird dir vergeben. Er wird dir nicht nur vergeben, er wird dich belohnen, glaub mir. Du hast die wahre Wahrheit erkannt und bist dem Lügenverein entronnen. Ein neues Leben hat begonnen.

      Alles Gute

      Nachdenker

       

       

       

       

      1. Ingolf Mann

        Danke für diesen wohltuenden Trost

    2. Hupsi

      Lieber Ingolf,

       

      Du hast enorm viel durch! Diese faulen Worte der sogenannten Ältesten... Satan lässt von dir ab weil du nicht mehr so interessant für ihn bist...Jehova traut dir mehr zu..

      Diese unmöglichen Deutungen!

      Ausgeschlossene hören im letzten Gespräch noch Sachen wie:

      Du brauchst nie wieder beten, du hast das geplant...

      Das ist gegen den Geist, und damit umvergebbare Sünde.

      Du versuchst, die Versammlung zu unterwandern...

      Mit diesem Vorbild deiner Entscheidung gegen den Rat reifer Brüder lädst du die Blutschuld auf dich von allen, die dir noch folgen...

      ......

      Wer da keine psychischen Komplexe davon trägt, ich weiß ja nicht.

      Aber wie heißt es so schön

      Mt 18,6

      Wer aber einen von diesen Geringgeachteten, die an mich glauben, zu Fall bringt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins tiefe Meer geworfen würde.

      Ich hoffe, jeder kann dich hier ein bisschen aufrichten.

      Schau was Psalm 73 sagt... Über gottlose Menschen:

      8 Höhnisch und boshaft reden sie, / setzen zynisch Menschen unter Druck.
      9 Sie reißen ihr Maul bis zum Himmel hin auf, / ihre Zunge verschont nichts auf der Erde.
      10 Darum läuft selbst Gottes Volk ihnen nach / und lauscht begierig auf ihr Geschwätz.
      11 "Gott merkt ja doch nichts", sagen sie. / "Wie will der Höchste das wissen?"
      12 Ja, das sind die, die Gott verachten; / ungestört mehren sie ihre Macht.
      Ähnlichkeiten sind kein Zufall...

      Man findet die Gottlosen aber überall, es ist nicht nur ein Zeugenproblem, sondern dem Stolz einiger Menschen geschuldet, und der Gewohnheit, selbst nicht die entsprechenden vorgelegten Entscheidungen zu hinterfragen bzw. den Inhalt von Glauben und Verantwortung an andere abzugeben.

      Psalm 73, Neue evangelistische Übersetzung:
      15 Hätte ich gesagt: "Ich will ebenso reden!", / dann hätte ich deine Kinder verraten.
      16 Da dachte ich nach, um das zu begreifen. / Es war eine große Mühe für mich,
      17 bis ich in Gottes Heiligtum ging / und dort ihr Ende bedachte.

      18 Ja, du stellst sie auf rutschigen Grund / und stürzt sie in ihr Verderben.

      Sei lieb getröstet. Ein gutes Wochenende.
      Hupsi

      1. Ingolf Mann

        Auch dir liebe(r) Hupsie danke für deine Wünsche die ich gern erwidere

    3. Fox

      Guten Abend Ingolf Mann,

      ganz ähnliches habe ich auch durch, auch mir wurde gesagt, ich könne Jehova nichts wert sein da ich psychische Probleme hätte. Dass ich diese Probleme zum gehörigen Teil wegen dieses Vereinigung aller Bosheit hatte ist nahezu selbstredend. Aber ich gab mir selbst die Schuld, anderen ging es ja soooo gut, die so fest auf Jehova vertrauten - und sich doch nicht genierten, im täglichen Leben den Mitbürgern Bausparverträge, Lebensversicherungen etc. zu verkaufen und von der Bühne tönten, wie nahe doch das Ende schon ist und man ja nichts hüten und horten soll! Nun gehöre ich zur Klasse fragend-neugieriger Persönlichkeiten und es wollte mir nicht einleuchten, dass ein Gott, dessen Augen die ganze Erde durchschweifen um die Herzen der ihm zugeneigt Gläubigen zu sehen dies nur tut, damit er bei jedem Fehler einen Genickfangschlag austeilen kann. Aber da ich keine Antwort aus der Lehre der Org für dieses Problem erhielt und auch nicht finden konnte war ich bereit, aus diesem Leben zu gehen, vorher auszutreten, damit ich nur ja keine Schmach auf Jehovas Namen bringen würde. Und in dieser Situation bizzelte es mich unbeschreiblich, denen nochmal so richtig die Meinung zu geigen für ihre Menschenverachtung. Da es keine Möglichkeit mehr für Lesermeinungen in den Zeitschriften gibt und die Org noch nicht so "internetliebend" suchte ich genau dort nach dieser Möglichkeit  - und fand BI. Vor allem war dieser Artikel wirklich das, was ich dachte und es kochte in mir, dachte ich doch, da schreiben sie das Eine und tun das Andere! Frag nicht wie verquer meine Gesichtzüge wurden als ich mindestens ein Dutzend wirklich liebevoll-verständnisheischende Rückmeldungen erhielt! Ich habe das regelrecht verschlungen, auf Kassette aufgenommen und meiner schwerstpflegebedürftigen Mutter vorgespielt und sie war so unendlich dankbar, denn ihr ging es ja auch nicht anders als mir. Diesen "Erlebnisbericht" teile ich dir mit, damit dir sehr deutlich wird, dass du nicht allein bist im Ungemach erleiden, du wärst die Ausnahme wenn es anders wäre  - und dann solltest du dir wirklich Gedanken machen! Warum sage ich das so frei, obwohl ich als befreite Christin im Glauben weder im Lotto gewonnen habe noch an Gesundheit, keine reichen Erbonkel made in USA irgendwo auftauchen und um Hilfe bei der Geldausgabe bitten oder ähnliches? Weil ich mit Christus als meinem König und Bruder gelernt habe mich durchzusetzen, aber auch das Wissen in den Vordergrund treten zu lassen, dass der ganze heutige Quark sehr kurzweilig ist zu dem, was er uns in seiner Liebe in völliger Übereinstimmung mit unserem himmlischen Vater geben möchte.

      Und da bin ich auch bei einem Gedanken zu deiner Frage betreffs der Vergebung. Jesus sagte nicht, du kannst ja mal glauben und er überlegt es sich irgendwann mal, ob ihm das genug sei. Er hat alle Sorten, alle Arten Sünder geheilt OHNE zuvor eine Lebensbeichte abzunehmen, zeitlich bedingt ein Non-stop-Heimbibelstudium mit ihnen absolviert um sie dann auf eine irdische Organisation anzudocken. DEIN GLAUBE HAT DICH GEHEILT - das war die Arbeitspraxis unseres hohepriesterlichen Königs! Du meinst, wir seien WISSEND? - Wirklich? Lass es mich mal so formulieren: Ich bin ein absoluter Techniklegastheniker und für mich ist es schon "Wissen", wenn der PC mal meinen Tastendruck umsetzt wie ich das denke. Ich weiß also wie das Ding angeht und was es braucht, einen Kommentar zu schreiben. Die meisten Brüder werden jetzt vor Lachen unter dem Tisch liegen, das ist nicht böse ausgelegt, aber sowas als Wissen auszulegen ist für sie grenzwertig (mindestens). Aber frag mich doch mal nach einer Kürbis-Sahnesuppe mit Sellerie und Möhrchen..... Oder wusstest du, dass Papaya die Fähigkeit besitzt, Tumorzellen, die vom Immunsystem nicht erkannt werden, weil sie sich den körpereigenen Zellen angleichen, zu enttarnen und damit die körpereigene Abwehr in Gang bringt? Was wiederum ein bestimmtes Protein aktiviert, welches dann die Zellen "dichtmacht" und ein andocken, was wir als Metastasierung kennen, verunmöglicht? Wusstest du, dass Papayakerne, welche dummerweise in manchen Faltblättchen immer noch als "nicht essbar" bezeichnet werden, 80% aller schädlichen Bakterien im Mund- und Rachenraum vernichten, also beste Grundlage in Erkältungszeiten sind und gemahlen an Kaltspeisen als Pfefferersatz dienen? Was also ist für uns Menschlein "wissen"? Warum sagt uns die Heilige Schrift, dass die Gedanken unseres himmlischen Vaters höher sind als unsere, dass der Mensch niemals das ganze Werk Gottes wird verstehen können? Und warum bietet unser Herr Jesus uns so großzügig an, ihn als Partner beim Ziehen unserer Lasten zu nehmen, uns unter sein Joch zu begeben? Doch nicht, weil er unsern Buckel noch strapazieren will, sondern weil sein Joch für uns so hoch ist, dass die Last auf seinen Schultern ruht und wir dennoch voller Stolz sein dürfen über das, was wir geschafft haben! So sieht es aus! Und glaubst du, er würde dies anbieten, wenn er uns dafür abstrafen will? Ist das nicht eine echt satanische Denkweise? Mit der Vergebung ist das wie mit einem Glascontainer, der unsere Schuld darstellt. Da kommt immer was dazu, wird immer voller - und dann bitten wir "und vergib uns unsere Schuld" - und der Boden wird über dem LKW aufgemacht und der Container ist leer! Das System nannte man in Israel Sündenbock. Dem Vieh ist auch keiner freiwillig nachgelaufen - nur Zeugen Jehovas machen daraus eine Zucht. Was denkst du, warum Jesus Petrus beauftragte "weide meine Lämmer"? Damit er, Jesus, die kleinen, nackten, noch nicht orientierungsfähigen und so liebesbedürftigen Wesen schlagen kann? Könnte er das nicht ohne einen solchen Auftrag viel besser wenn er das wollte?

      Ich mach hier mal Sendepause und hoffe, du kannst diesen Gedanken etwas abgewinnen.

    4. Horst

      Lieber Ingolf Mann,

      Deine Erfahrung hat mich sehr beeindruckt. 15 Jahre Qual und eingeimpfte Selbstzweifel...

      Aber du bist nicht in der Einsamkeit gelandet. Auch hier sind so viele Brüder und Schwestern mit ähnlicher Geschichte und vor allen Dingen mit Liebe und Verständnis, die sie auch Dir entgegenbringen.

      Du bist bestimmt nicht der Einzige, der sich je fragte, ob Gott ihm vergeben wird.

      Aber auch das hat die WTG Dir und anderen (auch mir) eingeimpft - die Wahrheit erkannt und dann verlassen, bist du angeblich schlimmer als ein "Ungläubiger". Aber wo bitte, sind wir "ungläubig" ?

      Solche Menschen wir Dich wird unser Herr nicht vergessen.

      Gruss Horst

      1. Ingolf Mann

        Lieber Horst vielen Dank auch Dir. Gern würde ich mich arrangieren, hier so zusammen zu kommen wie es das wahre Christentum tat. laut 1. Korinther, ohne Vorgaben, ohne Kontrolle, aber mit Liebe. Kleine Gruppen in denen es auffällt wenn einer fehlt. Bei der Menge der Ratgeber ist Weisheit, also hat einer einen Kommentar, einen einen Bibeltext usw.

        Müsste mit den Kontakten hier besser funktionieren.

        Ich wünsche uns allen, dass wir im Gedächtnis unseres Herrn Jesus sind, wenn er endlich kommt und zeigt, wer sein Freund ist.

    5. Schneeflocke@Ingolf

      Lieber Ingolf,

      Mir fehlen die Worte, obwohl es so viel zu sagen gäbe...!

      Mich hat Dein Bericht bis in mein eigenes Inneres berührt. Ich habe bis heute noch nicht den Mut meine eigene Geschichte und mein Erlebtes zu erzählen...

      Du bist so mutig und du hast Charakter! Beschreibst Dich und Deine Erlebnisse so ehrlich und sympathisch. Danke!

      Ich spüre Deine gutmütige ungeteilte und aufrichtige Liebe zu Christus, unser aller Halt!!

      Solche Berichte wie Deiner sind ein Schatz für mich!!

      Deine Schwester

      Schneeflocke

      1. Ingolf Mann

        Liebe Schneeflocke  ich freue mich, dass mein Erfahrung auch Trost spenden kann. Früher habe ich immer mich gefreut, wenn bei meinem Vortrag ich mindestens das Herz eines Zuhörers erreichen konnte. Schließlich wollte ich anhand der Bibel ermuntern als Bibelhöhepunkte nur mir Vorgaben aus den Publikationen kommentieren.

        Auch bin ich froh, dass ich durch meine Erfahrung etwas zurückgeben konnte, was ich selbst in der Gemeinschaft von BI fand.

        Na dann Schneeflocke ein sonniges Wochenende, taue mir aber nicht weg.

        1. Ingolf Mann

          mir ist ein fehler unterlaufen  rs muss heißen ohne nur mit den Vorgaben des WT

    6. BenKenobi

      Lieber Ingolf!

      Jesus sagt dies zu Nikodemus in Johannes 3,16: Denn so hat Gott der Welt seine Liebe gezeigt: Er gab seinen einzigen Sohn dafür, dass jeder, der an ihn glaubt, nicht ins Verderben geht, sondern ewiges Leben hat.

      Du kennst diese Passage ganz sicher und ich meine, du erfüllst diese Bedingung die Jesus hier erwähnt. Nun meine Frage: Glaubst du dem Herrn Jesus oder dem Gequake eines irregeleiteten Sektenältesten?

      Ich wünsche dir alles Liebe auf deinem Weg in der Nachfolge!

      BenKenobi

       

      1. Ingolf Mann

        Danke für deinen Bibeltext. Das Wort Gottes ist der beste Trost, so wie es ist ohne etwas hinein zu interpretieren.

         

    7. Fanny

      Fanny@Ingolf Mann

      Lieber Ingolf,du bist nicht alleine mit deinen Erfahrungen!

      John Newton sagte einmal: Ich habe in meinen Leben zwei wichtige Dinge gelernt, da ß ich ein großer Sünder bin und das Christus ein noch größerer Retter ist!

      Wir sollten kein Sünden- Bewußtsein pflegen ( dort stehen wir im Zentrum) wir sollten ein Gnaden- Bewußtsein entwickeln ( dort steht Jesus im Zentrum).

      Wenn wir denken wir brauchen Vergebung dann legen wir alles vor Gottes Thron und wenn uns vergeben ist können wir mit unseren Leben weiter machen.

      Ich wünsche dir von Herzen,da ß du nicht auf gibst denn du bist ein wertvolles Schäfchen in Gottes Augen.????

      LG Fanny

    8. Argentum@Ingolf Mann

      Lieber Ingolf,

      danke für diesen sehr berührenden Lebensbericht. Diese falsch verstandene Interpretation der Liebe macht Menschen kaputt. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Deinen inneren Frieden findest und Dich in der Liebe unseres Gottes aufgehoben fühlst.

      Alles Liebe

      Argentum

  3. Matthew

    Hallo zusammen,

    ich verfolge die Seite, Beiträge querlesend, manche intensiver und ich kann der Kritik an der WTG durchaus unterschreiben, dennoch habe ich einige Fragen, die ich mal stellen möchte. Keine Ahnung ob das hier so richtig ist. Ich möchte keinen Streit oder Endlosdiskussion vom Zaun brechen.

    1. Ich bin der Meinung, dass eine Organisation oft der Tod der der eigentlichen Idee ist, die zu dieser Organisation geführt hat. Die Revolution frisst ihre eigenen Kinder sozusagen. Das gilt natürlich nur für menschliche Organisationen.

    Frage: Hat Gott nicht auch eine Organisation ? Was ist gemeint in der Bibel mit ...

    - gebt euer Zusammenkommen nicht auf

    - richtet ihr die, die drin sind, während ich die richte, die draußen sind

    - wer tauft .. ? wer sollte taufen, (wenn nicht eine erkennbare Organisation ?)

    Wenn jemand das Evangelium richtig versteht und bekennt, ist die Gemeinde durch den König Jesus bevollmächtigt zu sagen: „Ja, dein Glaube an Jesus ist echt“, und diese Person sollte getauft werden und sich der Gemeinde anschließen. Wenn nicht, ist die Gemeinde auch durch den König bevollmächtigt zu sagen: „Nein, du verstehst das Evangelium nicht, bekennst es nicht und lebst auch nicht danach; deswegen werden wir nicht länger bestätigen, dass du Christ bist.“ Dies ist die Schlüsselgewalt, die Jesus der Gemeinde gegeben hat. Ferner ist das Vermögen, zu bestätigen, wer das Evangelium richtig bekennt und wer nicht, der Umriss dessen, was wir unter dem Begriff „Gemeindemitgliedschaft“ verstehen.

    Ist zwar jetzt nicht von der WTG, aber die Frage bleibt doch, wenn man aus der Org raus geht .. sollte es nicht dann eine andere "bessere" Versammlung geben? Gibt es gar keine Gruppe oder Organisation ?

     

    Matthew

     

     

    1. Edelmuth an Matthew

      Guten Abend Matthew

      - wer tauft .. ? wer sollte taufen, (wenn nicht eine erkennbare Organisation ?)

      Wer hat die ersten Christen bis 1914 getauft? Wenn du meinst, dass das nur eine Organisation machen könnte...? Bis 1914 gab es nur die Kirchen der Christenheit.

      Welche Organisation taufte Jesus, unseren Herrn? Welche Organisation taufte die ersten Christen? Außer Versammlungen gab es kein Organisation und auch keine 80 Fragen, die richtig beantwortet werden mussten. Zwei Tauffragen und ein öffentliches Gelöbnis gab es auch nicht.

      Ede

      1. Matthew

        ja und wo sind diese "dezentralen" Versammlungen ?

         

      2. Horst

        Ede, Deine 1914-Theorie ist eigentlich Deine Disqualifikation auf dieser Seite.

        1. Fox

          Guten Abend Horst, guten Abend Ede,

          mein lieber Bruder Horst, da hast du den Ede wohl nicht so richtig verstanden. Der Verweis auf 1914 ist sein (bevorzugter) Verweis auf Organisationsbehauptungen, dass ab diesem Zeitpunkt die Herrschaft Christi unsichtbar begonnen haben soll, Endzeit und dergleichen. Schau, Ede hat NICHT gesagt, dass er das glaubt, vielmehr hat er diese Idee als abstrus aufgetan.

          Ede, mein Lieber, es ist wirklich nicht schön, wenn man missverstanden wird. Doch bitte bedenke, dass viele "WTG-proformulierte" Beiträge dieses missverstehen gefördert haben und wir Menschlein neigen trotz erkannter Religionsfreiheit im engsten Sinn doch zu Schubladendenken. Du weißt, dass Horst ein wirklich Guter ist und gerade heraus was auf den Punkt bringt.

          Lasst uns dieses Beispiel bitte nutzen um im Glauben und in der Liebe untereinander zu wachsen. Egal wie unsere Daumen gerade liegen, unsere Herzen haben alle die gleiche Position. Danke.

        2. Horst

          Beste Fox,

          wenn ich den konkreten Eindruck von Halb-Zeugentum im Belehrungsmodus habe, bin ich halt auch mal penetrant - Ede schrieb, bis 1914 gab es nur die Kirchen der Christenheit - ja was soll das denn heissen ??  Was gabs dann ab 1914 und warum und wie ? Mal konkret bitte und nicht nur Ede-Larifari. Bei einer 1914-Berechnung bin ich im Widerspruchsmodus --

          Eine eigene Stellungnahme von Ede fehlt ja.

          Ich grüsse Dich herzlich

          Horst

           

           

        3. Fox

          Guten Tag mein Herzensbruder,

          aus einem Zeugenblick heraus hat sich mit 1914 die religiös-christliche Landschaft verändert, es sproßten viele Kirchenableger, vor allem jedoch die Religionslosigkeit wegen des Versagens der Christenheit.

          Auf einem "Zeugenboard" wie BI können wir das bestimmt so stehen lassen, auch wenn wir wissen, dass die religiöse Fledderei schon einige Jahrzehnte zuvor im Gang war, nicht außer acht lassend, dass auch ein WTG-Gründer bereits 1876 mit den Adventisten zugange war. Dass die Evolutionisten einen guten Teil dazu beitrugen, biblische Auslegungen als Irrtümer zu entlarven, unseren Horizont zu erweitern (z. B. nicht 6 buchstäbliche Schöpfungs"tage") und ganz wesentlich den Menschen selbst, sein Entstehen, sein Wesen und Sein zu begreifen, das ist ebenso Wahrheit.

          Ein Bruder Ede schreibt in Vielem WTG-mäßig um noch gedanklich indoktrinierte dort abzuholen wo sie gedanklich stehen - an den Versammlungstüren. Zumindest kann ich viele seiner Beiträge so interpretieren. Es mag uns mehr Freiheit in Christus gewährt sein, doch ist es wichtig, den Brüdern und Schwestern nicht nur diese Freiheit vorzuführen, sondern ihnen die Leiter zu bauen um über die Wachtturm-Mauern in eben jene Freiheit zu entkommen. Mein lieber Horst, ich hoffe und bete, dass ich mich nicht in dieser Ede-Auslegung irre, ich wünsche es nicht nur für andere Leser und mich, sondern insbesondere für ihn. Ich will meinen Geschwistern in Christus vertrauen können. Das zu lernen ist für mich eine noch immer andauernde große Aufgabe.

        4. Fox

          PS Horst: im vorliegenden Fall nahm Ede auf die Frage von Matthew bezug, wer zur Taufe berechtigt sei wenn nicht eine menschliche Organisation und Ede machte klar, dass auch VOR dieser Organisation getauft wurde und Jesus ebenfalls keine Organisation benötigte um zu taufen. Der Zeitpunkt 1914 bezieht sich w. o. benannt dabei lediglich auf den Ausbruch der Zeugenorganisation, welche für sich die alleinige Richtigkeit und Legitimation zur Taufe beansprucht.

          Wenn ich Edes Kommentar richtig interpretiere lag ihm lediglich an der Erkenntnis, dass jeder an Vater, Sohn und Heiligen Geist Gläubige die Berechtigung und Fähigkeit hat, einem anderen das öffentliche Bekenntnis zur Nachfolge Jesu durch die Taufe zu gewähren.

        5. Horst

          Liebste Fox,

          ich verstehe jedes Wort von Dir und bewundere mal wieder Deine Großherzigkeit und Deine feine Rhetorik. Ich dachte immer, in Letzterem wäre ich nicht schlecht, aber bei einigen meiner Schwestern hier zolle ich da wirklich Respekt, und zwar gerne....

          Über Ede und seine Komentare sind wir zwar nicht ganz einer Meinung, aber das ist denke auch nicht das Wichtigste und nicht ausschlaggebend.

          Es gibt so viele andere hilfreiche, informative und ehrliche Meinungen auf dieser Seite, mit denen wir den "Ex" und den "Nochs" und vor allen Dingen den in meinen Augen Ärmsten, die mit der Drohung und der Angst vor dem Entzug familiären Kontaktes von Kindern, Enkeln usw. von dieser unmenschlichen Organisation eingeschüchtert werden, helfen können. Ich werde mich im Rahmen meiner Möglichkeiten lieber damit beschäftigen, diesen mal einen Trost zu geben oder es zumindest zu versuchen.

          In diesem Sinne Danke und einen herzlichen Gruss

          Horst

           

        6. Edelmuth an Fox und Horst

          Guten Morgen Fox
          Guten morgen Horst.

          Die von Matthew in guter Absicht gewählte Rhetorik, dass zur Taufe und damit zur Rettung grundsätzlich eine Organisation erforderlich sei, ist reinster ZJ-Jargon, um den Sklaven als lebensnotwenigen Bestandteil zur Rettung der Menschen in ihrer Lehre zu manifestieren.

          Um diese Lehre als eine erfundene Rhetorik der LK gegenüber den Brüdern zu entlarven ist es erforderlich den Widerspruch in ihren eigenen Lehren deutlich zu machen, denn ihre Lehren und die NWÜ kennen sie.

          Zeugen Jehovas sehen sich als die einzige legitime Organisation zur Durchführung einer biblische Taufe.

          Das würde bedeuten, dass vor 1914, als der Herr nach Lehre der ZJ seinen treuen und verständigen Sklaven in ihnen erkannt haben und durch sie zu regieren begonnen haben soll, keine Menschen gerettet werden konnten, nicht einmal Paulus, die Bibelschreiber und Apostel, auch wenn über sie der Heilige Geist ausgegossen wurde. Noch unbiblischer wird es, wenn man berücksichtigt, dass es diese Organisation bei der Taufe Jesu, die vom Vater als rechtmäßig bezeugt wurde, nicht gab.

          Auch eine Organisation als bei- oder nachgeordneter Mittler des Willens Jehovas steht im Widerspruch zur Aussage der Bibel, weil sie impliziert, dass der Heilige Geist lediglich über 7 Personen der leitenden Körperschaft ausgegossen wurde und Jehova ihnen allein das notwendige Verständnis über SEINEN vermittelt hat und die übrigen Gesalbten ohne Salbung durch den Heiligen Geist sind. Was sie dann berechtigt von den Symbolen zu nehmen, wissen nur sie allein. Immerhin wird vom Sklaven betont, dass dieser Status von den übrigen Gesalbten anerkannt wird, weil Widersprechende als Abtrünnige ausgeschlossen werden. Was übrig bleibt sehen wir.

          Eine Gemeinschaft Gleichgesinnter, in der sich Gläubige über Jehova und Jesus sowie über ihren Glauben wie auch weltlich Dinge austauschen können, ist sicherlich eine gute Sache, weil ihre Mitglieder durch gegenseitigen Erfahrungsaustausch und  Ermunterung gestärkt werden.

          Die Gemeinschaft darf aber nicht von "Hypnotiseuren" dazu missbraucht werden ihre Mitglieder aufgrund ihres Wunsches nach Anerkennung (Gruppenzwang) in eine der Leitung favorisierte Denkrichtung zu drängen. Diesen Missbrauch finden wir an fast allen Gemeinschaften, sowohl in religiösen wie auch in politischen Gemeinschaften. Das charakteristische Merkmal eines Missbauchs der Kompetenz ist die Informationsrichtung von oben nach unten und der fehlende Dialog verbunden mit einem Verbot des Widerspruches.

          Obwohl Jesus das Recht und die Kompetenz hat/hatte, wollte er nie eine derartige Glaubensgemeinschaft gründen, denn er ließ auch Widersprüche an sich heran und beantwortete sie durch Gleichnisse, die die Israeliten aus ihrem Leben kannten.

          Ein Missbrauch der Gemeinschaft dient der Disziplinierung ihrer Mitglieder. Das charakteristische Merkmal ist der Monolog durch Unterweisung von oben nach unten verbunden mir der Verbot der Widerspruches durch ein Hinterfragen ihrer Lehren.

          Ede

    2. M.N. @ Matthew

      Lieber Matthew,

      betreffs Deiner Frage "Was ist gemeint mit 'Gebt euer Zusammenkommen nicht auf'?"

      Genau diese Frage stellte ich mir anfänglich auch, bis ich - aufgrund EIGENEN (nicht WTG-fremdbestimmten) Nachforschens auf eine andere mögliche Erklärung gestoßen bin, gemäß der Devise "Think outside the box", oder "Es gibt auch eine Welt jenseits von denkbegrenzenden WTG-Stahlbetonmauern."

      Betreffs der Bedeutung des Begriffes "Zusammenkommen (episynagōgē)" findet sich in John Gill's Exposition of the Bible zu Heb 10,25 folgendes - Großschreibung zur Verdeutlichung hinzugefügt:

      Not forsaking the assembling of ourselves together

      Or the episynagogue of one another; which word is used to distinguish Christian assemblies from Jewish synagogues, ...and to express THE SAINTS' GATHERING TOGETHER TO CHRIST; see (2 Thessalonians 2:1) ...

      (Zitatende)

      Übersetzung der großgeschriebene Passage:

      Das Zusammenkommen/Versammeltwerden der Heiligen IM HINBLICK AUF CHRISTUS.

      Wenngleich er weiterführend - im Gleichklang mit anderen Kommentatoren - das "Versammeltwerden" im Sinne von "church meetings" deutet, MUSS es das nicht bedeuten, denn in 2Thess 2,1, wo der Begriff "episynagōgē" ebenfalls vorkommt, geht es klar ersichtlich nicht um "Gemeindetreffen", sondern um das VERSAMMELTWERDEN, die EINSAMMLUNG wahrer Christen IM HINBLICK AUF/IN RICHTUNG AUF Christus; ELB-Fußnote sagt "w(örtlich) unseres Sichversammelns zu ihm hin". Hier geht es um das in Röm 12, 1Kor 12 und in Eph beschriebene Werden und Wachsen des "Leibes Christi", das "Einsammeln" all derer, die Glieder dieses Leibes sein sollen, oder - um auf Jesu eigene Aussage aus Joh 10 zurückzugreifen - das Einsammeln und Führen der "Einen Herde", einschließlich des "Bringens/Leitens" der "Anderen Schafe".

      Löst man sich vom Starren auf vorgekaute und eng eingegrenzte JW.Org-Begriffsdefinitionen, dann erschließen sich neue Welten und neue Verständnismöglichkeiten.

      Ist es falsch, wenn sich Christen, Glaubensgeschwister und Glieder des weltweiten "Leibes Christi" aus freien Stücken zu Treffen zusammenfinden, um gemeinsam zu beten, Glaubensdinge zu erörtern, sich am Wort Gottes und an der christlichen Hoffnung im gemeinsamen Gespräch zu erfreuen und sich gegenseitig zu erbauen? Mit Sicherheit nicht. Was aber ABZULEHNEN ist, ist ein organisatorisch/dogmatisches Festklopfen irgendwelcher harter, unbedingt einzuhaltender Versammlungs-ANWEISUNGEN mit der frechen Behauptung "Diese Anweisungen KOMMEN VON GOTT! Jeehoovaa (oder Ahura Mazda, Manitu, der Engel Moroni ...) HAT UNS DIESE 4 (früher 5) VERSAMMLUNGSZUSAMMENKÜNFTE GEGEBEN, und auch nur eine davon zu versäumen ist eine RESPEKTLOSIGKEIT gegen Gott !!!" Hier setzt sich die WTG ganz klar "in den Tempel Gottes" und maßt sich eine Autorität an, über die weder sie, noch irgend eine andere der heutigen Kirchen, Rel-gemeinschaften, ...verfügt.

      Weiterführend ein Auszug aus dem Glossar, Eintrag "Unser Zusammenkommen nicht aufgeben":

      NWÜ-Wiedergabe von Heb 10,25, was von der WTG als göttliches Gebot zum lückenlosen Besuch aller WTG-angeordneten Gemeindezusammenkünfte ausgelegt wird; dies erscheint als WTG-tendenziös, willkürlich und stark überdehnt. "Zusammenkommen" übersetzt ἐπισυναγωγή episynagōgē, was in 2Thess 2,1 mit "Vereinigung/Versammeltwerden (mit Christus)" übersetzt wird. Dieser Begriff ist also unklar in seiner strikten Auslegung als "Gemeindetreffen/Zusammenkunft an einem bestimmten Ort". Obgleich 1Kor 11,18; 14,23.26 anzeigen, dass die ersten Christen zu Gemeindeversammlungen zusammenkam, und aus Röm 16,5; 1Kor 16,19, Kol 4,15 und Phm 2 hervorgeht, dass die Urkirche Gemeindetreffen in Privathäusern der damaligen Christen abhielt, kann nicht festgelegt werden, mit welcher Häufigkeit diese stattfanden, welcher Art sie waren, oder wie sie abgehalten wurden (Ablauf, Dauer …). Deshalb eine "eiserne Regel" bezüglich eines mandatorischen Besuchs mehrmaliger wöchentlicher Pflichtzusammenkünfte zu verhängen mit der Drohung, sich "Gottes Missfallen" zuzuziehen, wenn auch nur eine einzige davon versäumt wird ("Gott sieht dich …!"), ist ganz klar ein Fall von "Über das hinausgehen, was geschrieben steht" (1Kor 4,6 laut NWÜ). Hiervon abgesehen, kann keine heutige, von Menschen für ihre eigenen Zwecke geschaffene Organisation für die von ihr angeordneten Zusammenkünfte ein göttliches Mandat, noch göttliche Inspiration geltend machen, siehe Jer 14,14; 23,21; 27,15. Jegliche "Treffen" zum Zwecke des Betrachtens von Gottes Wort u. a. kann also nur freiwillig sein, ohne dass betreffs dieser Zusammenkünfte irgendwelche, den geoffenbarten Willen Gottes repräsentierenden "göttlichen Gebote", "biblischen Maßstäbe", oder verbindliche Regeln geltend gemacht werden könnten.

      "Der Wachturm" vom April 2016 beruft sich im dritten "Studienartikel" auf Apg 2,42.46 als Argument, alle WTG-angeordneten Zusammenkünfte müssten besucht werden:

      "Gleich nachdem die Christenversammlung gegründet worden war, waren Jesu Nachfolger „fortgesetzt einmütig im Tempel anwesend“ (Apg. 2:46). Uns ist es wahrscheinlich genauso wichtig, regelmäßig bei den Zusammenkünften anwesend zu sein." (Auf S. 21 im Abs. 16 wird auf Apg 2,42 Bezug benommen.)

      Die urgemeindlichen Gemeinschaftstreffen, von denen hier die Rede ist, waren keine allwöchentlichen "Produktpräsentations- und Verkaufstrainings". Es heißt, die Christen "verharrten in der Lehre der Apostel", also in göttlich inspirierter Wahrheit – nicht in rein menschlichen, zum Zweck der Förderung menschlicher Organisationsinteressen ersonnen Direktiven; sie "nahmen Speise mit Jubel" und "lobten Gott". Dies ist etwas völlig anderes als heutige, WTG-angeordnete "Zusammenkünfte". Diese urgemeindlichen Beisammensein der ersten Christen fanden im Rahmen eines von Gottes Heiligem Geist durchwalteten Gemeinwesens zum Zwecke der Konsolidierung der neugegründeten urchristlichen Gemeinde in ihrer Gründungsphase statt und können nicht als "Modell" für heutige, geistlos/langweilige und gleichförmig/repetitive "Zeugen Jehovas"-"Pflichtzusammenkünfte" herhalten, deren einziges Ziel es ist, die WTG-Befehlsempfängerherde zu absolutem Gehorsam und Unterordnung unter die WTG sowie zu immer größerer Leistungs- und Effizienzsteigerung im Abarbeiten des WTG-Forderungenkataloges anzutreiben.

      (Zitatende; das Glossar hat noch mehr.)

      Gruß,
      M.N.

      1. Matthew

        Danke für die ausführliche Antwort.

        Kann man so sehen, obwohl diese Argumentation sicher auch nicht jedem zugänglich sein mag.

        Ich denke oft, je komplexer die Erklärung, eigentlich eindeutiger oder einfacher Sachverhalte, desto vorsichtiger bin ich mit deren Akzeptanz. Was nicht heißt, dass alles immer einfach und naheliegend zu erklären sein muss.

        Wäre jedenfalls schön, wenn es eine "Kirche" "Gemeinde" geben würde.

        Die Verkaufsveranstaltungen amerikanischer Art sind jedenfalls eher abstoßend als anziehend.

        Vielleicht ist man ja jetzt auch "draußen" da wo Heulen und Zähneknirschen ist, weil man nichts mehr "besseres" findet...  Obwohl... so fühle ich mich dann doch nicht.

        Matthew

         

         

        1. M.N. @ Matthew

          "Wäre jedenfalls schön, wenn es eine "Kirche" "Gemeinde" geben würde."

          Die gibt es - in Form des weltweiten, alle religionsgruppengrenzenüberschreitenden "Leibes Christi", der "einen Herde", des "Weinstockes" mit seinen "Reben", der Enklesia. Überall - in allen "Kirchen", Glaubensgemeinschaften, religiösen Vereinigungen ... und auch außerhalb davon gibt es Menschen, in der ganzen Welt, die sich dem auferstandenen Jesus Christus glaubens- und vertrauensvoll zugewandt haben und durch ihn als einzigen Weg zum Vater gelangen möchten. Dieser alle Kategorien menschlichen Gruppen- und Schubladendenkens transzendierende "Leib Christi" bedarf keiner menschlichen "Organisation", da sein Ursprung laut 1Kor 12,18.24 bei Gott selbst liegt, nicht bei Menschen oder einer menschlichen Religionsorganisation: "GOTT hat den Leib zusammengefügt." Des Weiteren wächst der Leib durch Selbstgeneration aus Christus heraus: "Aus [Christus] wird der ganze Leib zusammengefügt und verbunden...; und so wirkt er das Wachstum des Leibes zu seiner Selbstauferbauung in Liebe." Keine von Menschen geschaffene Organisation wie z. B. die JW.Org führt diesen Aufbau durch, muss ihn gestalten oder an ihm mitwirken und dafür alle möglichen und unmöglichen "Organisations"-Direktiven erlassen; alles, was Menschen zu tun haben ist, Gott und Christus anzunehmen und sich ihnen zu überantworten, sie "bei sich Wohnung machen" lassen, siehe Joh 14,23, sich vom Heiligen Geist erfüllen, treiben und sich von ihm führen und leiten lassen.

          Schaut man sich um, so findet man solche Menschen, z. B. hier auf BI. Ist denn das, was wir hier tun, nichts anderes als ein "Zusammenkommen im Namen Jesu Christi", ein "Wo 2 oder 3 in meinem Namen zusammenkommen"? Und selbst wenn Unterschiede im Verständnis von Teilaspekten biblisch/christlicher Aussagen bestehen, gilt 1Kor 12,21-25 (nebst all dem anderen, was Paulus hier betreffs des "Leibes CHristi" schreibt):

          "Das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht; oder wieder das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht. ... Gott hat den Leib zusammengefügt und dabei dem Mangelhafteren größere Ehre gegeben, damit keine Spaltung im Leib sei, sondern die Glieder dieselbe Sorge füreinander hätten."

          Mir scheint: Mit solch einer Anschauung hinsichtlich dessen, was die Christenversammlung ist und wo die Enklesia heute zu finden ist, löst sich das "Problem" des "Findens" der "wahren Kirche" in Luft auf. Die "Kirche" ist überall. "Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte." - Mat 18,20. Es heißt nicht "Wenn 2 oder 3 Katholiken, Pfingstler, ZJ ... versammelt sind", sondern "WO (auch immer)... IN MEINEM (Christi) NAMEN" - da ist ER in ihrer Mitte. Das nehme ich für bare Münze, und das deckt sich für mich mit der Aussage Jesu Christi anlässlich folgender Begebenheit:

          "Johannes aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemand Dämonen austreiben in deinem Namen, und wir wehrten ihm, weil er dir nicht mit uns nachfolgt. Und Jesus sprach zu ihm: Wehrt nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, ist für euch." - Luk 9,49.50

          Genau hier erteilte unser Herr selbst jeglichem Gruppendenken ("Ihr müsst MIT UNS im Gleichschritt stampfen, sonst seid ihr auf dem falschen Dampfer") eine klare Absage.

          Gruß,
          M.N.

        2. Horst

          Lieber M.N.,

          danke für Deine diesbezügichen Kommentare. Für mich ist das sehr schlüssig und ausserdem sehr durchdacht, belegt und logisch.

          Gruss Horst

        3. Fox

          Guten Abend Matthew,

          das war dir zu ausführlich? Dann lass mich bitte kurz eine Passage aus der Antwort von M.N. aufgreifen. "

          "Der Wachturm" vom April 2016 beruft sich im dritten "Studienartikel" auf Apg 2,42.46 als Argument, alle WTG-angeordneten Zusammenkünfte müssten besucht werden:

          "Gleich nachdem die Christenversammlung gegründet worden war, waren Jesu Nachfolger „fortgesetzt einmütig im Tempel anwesend“ (Apg. 2:46). Uns ist es wahrscheinlich genauso wichtig, regelmäßig bei den Zusammenkünften anwesend zu sein." (Auf S. 21 im Abs. 16 wird auf Apg 2,42 Bezug benommen.)

          Frage an dich: Wie sollen denn die Jünger Jesu fortgesetzt einmütig im Tempel anwesend gewesen sein und trotzdem auf zig Missionsreisen? Das Eine oder das Andere - wenn nicht das, was M. N. uns so herzlich erklärt hat, wofür ich mich bei ihm bedanken möchte und bei dir für deine Frage.

          Zu deiner Frage bezüglich des Richtens seitens einer menschlich organisationsgebundenen Gemeinde: Denkst du wirklich, Jesus habe uns in die Irre führen wollen als er uns nach Matth. 7:1,2 aufforderte, NICHT zu richten? Wenn Paulus in 1. Kor. 5 die Frage an die Korinther stellt, ob sie nicht die zu richten hätten, die innerhalb der Gemeinde sind bezieht sich dies nicht auf Beurteilungen von Privatangelegenheiten, sondern wie er im V 13 ausführt (Bezug nehmend auf die Eingangsverse dieses Kapitels) sondern auf den Unterschied zwischen einem Christen und einem Nichtchristen. Der Betreffende beging eine Sünde, wie sie nicht einmal bei den Heiden üblich war. Das - und nur das allein - ist Grundlage eines "richtens". Bitte beachte, dass sich dieses Richten auch nicht auf alle Gemeindemitglieder ausdehnte und schon gar nicht in Form einer "von oben" gegebenen Anordnung, denn im 2. Brief steht ausdrücklich: "Dieser Verweis von seiten der Mehrheit..." Es ging nicht um eine Verurteilung in buchstäblicher Form, sondern um die Verweigerung der Nachahmung durch meiden des Betreffenden seitens derer, die keine moralische Verpflichtung ihm gegenüber hatten, wie z. B. enge Freunde oder Verwandte. Somit bezeichnet das Richten durch Menschen das Ausrichten nach christlichen Lebensüberzeugungen - nichts anderes. Wer solches pflegt wird trotz aller Sündhaftigkeit nicht ins Gericht Jesu kommen wie Jesus uns in Joh. 5:24 ausdrücklich zusichert.

    3. Giovanni

      Matthew, 

      „Deine“ Fragen sind das Produkt der Zeugen Jehovas Indoktrination, deshalb setze ich „Deine“ in Anführungszeichen.

      Aus meiner (christlichen) Sicht und Bibelverständnis sind sie allesamt falsch gefragt und stellen nicht im Geringsten ein (fragliches) „Problem“ für einen Christen dar. Gern begründe ich warum ich das so sehe.

      Lass mich aber -ohne irgendeine bestimmte Kirche zu bewerben oder manche Dinge zu rechtfertigen- vorab die -von Jehovas Zeugen in extremer Dummheit und Überheblichkeit gepflegte- Unsitte, die Wortwendung „Kirchen der Christenheit“ als Schimpf- und Schmähbegriff zu gebrauchen ablehnen. Mit derselben Absicht der Verleihung eines Schipmpfwortcharakter verwenden Zeugen Jehovas alle Wortwendungen die mit dem christlichen Glauben in Verbindung stehen pejorativ, d.h. als Pejorativum. Das gilt für z.B. „die Christenheit“ und „das Christentum“ usw.

      „Ekklesia“, weiß Wikipedia, kommt aus dem Griechischen bedeutet wörtlich „die Herausgerufene“ oder auch schlicht im Sinne von „Volksversammlung“ gebraucht.

      „Deine“ Fragen sind im Kern „Ekklesiologie“ (einfach Wikipedia bemühen). Über das was man darunter versteht machst Du Dir Gedanken. Da bist Du nicht der Erste und bestimmt nicht der Letzte.

      Vor dem geschichtlichen Hintergrund muss es aber einfach nur lächerlich wirken, wenn man ein (gebräuchliches) Wort durch ein anderes (weniger gebräuchlicheres [oder umgekehrt]) Wort mit dem genau selben Bedeutungsgehalt ersetzt und dann behauptet man hätte etwas ganz neues. Das ist eine typische Zeugen Jehovas Manier (oder auch Trickserei/Scharlatanerie). In Bezug auf alles was sich nach Christlichkeit, Christentum oder Christenheit anhört steckt jedoch -das ist aufgrund der Stringenz unzweifelhaft- deutliche Absicht und Botschaft dahinter. Dem steht nicht entgegen, dass sie teils vorgeben sich als Christen zu verstehen. Jeder weiß, dass sich ein Jehovas Zeuge als Jehovas Zeuge versteht und sieht - und ganz entschieden ablehnen würde als „Teil der Christenheit“ bezeichnet oder gesehen zu werden.

      Um aber auf Deine Frage nach der „Versammlung“ zurück zu kommen, frage ich Dich zurück VON WEM wird denn der Christ „herausgerufen“?

      Ferner frage ich Dich, wer (allein) beurteilt wer Christ ist und wer nicht?

      Und wie passt das zu Deiner Behauptung, die Gemeinde sei berechtigt zu beurteilen „ja Dein Glaube an Jesus ist echt“ oder nicht? Aus reinen Alibigründen (oder in vager Ahnung, dass da was „krumm ist“) hast Du ja noch (typisch JZ) eingefügt „durch den König Jesus“ bevollmächtigt.

      Nun ist mein Verständnis aber so, dass ich durch Jesus Christus befähigt (oder bevollmächtigt) bin VOR GOTT  zu treten - und nicht vor die Gemeinde oder in die Gemeinde!

      Wo aus der Bibel entnimmst Du die Behauptung die Gemeinde sei (auch noch durch den König Jesus) berechtigt zu sagen „Du verstehst das Evangelium nicht (und lebst auch nicht danach)?

      Und falls Du eine solche „biblische Grundlage“ bieten kannst, warum haben sich dann die Zeugen Jehovas Gründer nicht daran gehalten?

      Liebe Grüße

      Ps: auf die 1914 Sache gehe ich nicht ein, weil dieser Unfug einfach nur zu blöd ist um ein Wort darüber zu verlieren.

      Was ich aber noch bemerken möchte ist, obwohl meine obigen Fragen genügen sollen, ist, dass ich der Meinung bin, dass „christliches Zusammenkommen“ auch im Kaninchen oder Hundezüchterverein möglich ist - und nicht nur in einer Kirche. Das ist nämlich (fast) überall möglich. „Christliches Zusammenkommen“ pflege ich sogar an meinem Arbeitsplatz. Klar ist das dort -wie auch im Verein- nicht (dauernd) über die Bibel gesprochen wird, sondern naturgemäß andere Themen - christliche Werte schließen jedoch keinen Lebensbereich aus! Außer vielleicht den Lebenswandel und Glauben eines Jehovas Zeugen - die haben sich aber selbst -und sehr erkennbar bekennend- aus dem christlichen Glauben ausgeschlossen und entfernt. Deshalb diffamieren und beschimpfen sie ihn auch bei jeder Gelegenheit und in jedem ihrer Heftchen aufs Übelste. Sie beschimpfen auch Jesus Christus und werfen ihn täglich aus seinem eigenen „Königreich“ bzw. „Weingarten“ (aufs Neue). Schließlich sind „Deine“ Fragen auch nicht geeignet, ihn zu verherrlichen oder würden anzeigen, dass Du Deine Knie vor ihm beugst.

      Das schlimmste und übelste Beispiel in dieser Hinsicht bietet mal wieder ein gewisser H.Schröder mit seinen „gewöhnlichen“ Bemerkungen.

      Ich wünsch Dir Gottes Segen und Kraft bei Deinen weiteren Überlegungen.

       

  4. Noomi an Gerd

     
    Lieber Gerd, hilft dir das weiter?? 
     
    Auszug aus dem Buch KINDER Jahrgang (1943??)
     
    Seite 311: Sollten Männer und Frauen, die beide Jonadabe oder „andere Schafe“ den Herrn sind, nun vor Harmagedon heiraten und <kinder zur Welt bringen? Das zu tun mögen sie sich erwählen, doch scheint die Ermahnung oder der Rat der Heiligen Schrift dagegen zu sein. -----Von der Zeit an, da die „anderen Schafe“ zum Herrn hin versammelt werden, bis Harmagedon verfliessen nur noch einige wenige Jahre. 
     
    Auszug aus dem Lebensbericht von Willi Diehl - WT vom 1.11.1991
     
    Trotz Schwierigkeiten durchhalten
     
    Die Abschlußfeier der 8. Klasse der Gileadschule fand am 9. Februar 1947 statt und wurde mit großer Spannung erwartet. Wohin würden wir geschickt werden? Für mich fielen die „Meßschnüre“ auf Deutschland, die neueröffnete Druckerei der Gesellschaft in Wiesbaden (Psalm 16:6). Ich kehrte zuerst nach Bern zurück, um von dort aus die erforderlichen Papiere zu beantragen. Aber die amerikanischen Besatzungsbehörden in Deutschland erlaubten nur denen die Einreise, die schon vor dem Krieg dort gelebt hatten. Da dies auf mich nicht zutraf, benötigte ich eine neue Zuteilung von der Weltzentrale in Brooklyn. Wie es sich herausstellte, war es der Kreisdienst in der Schweiz, den ich dann in vollem Vertrauen auf Jehova aufnahm. Während ich auf die Zuteilung wartete, wurde ich eines Tages gebeten, drei Schwestern, die zu Besuch kamen, die Räumlichkeiten des Bethels zu zeigen. Eine von ihnen war eine Pionierin namens Marthe Mehl.
    Im Mai 1949 informierte ich das Büro der Gesellschaft in Bern, daß ich Marthe heiraten wollte und daß es unser Wunsch sei, im Vollzeitdienst zu bleiben. Wie war die Reaktion? Keinerlei Vorrechte außer dem allgemeinen Pionierdienst. Wir fingen damit nach unserer Hochzeit im Juni 1949 an, und zwar in Biel. Ich durfte weder Vorträge halten, noch durften wir bei der Suche nach Unterkünften für Besucher eines bevorstehenden Kreiskongresses mithelfen, wenngleich wir von unserem Kreisaufseher für dieses Vorrecht empfohlen worden waren. Viele grüßten uns nicht mehr; sie behandelten uns wie Ausgeschlossene, obwohl wir im Pionierdienst standen.
     
    Wir wußten jedoch, daß das Heiraten nicht unbiblisch war; also nahmen wir Zuflucht zum Gebet und setzten unser Vertrauen auf Jehova. Eigentlich entsprach diese Behandlung nicht der Auffassung der Gesellschaft. Es war einfach nur eine Folge von falsch angewandten organisatorischen Richtlinien.
    LG Noomi

     
     
     

    1. Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ an Noomi

      Danke Noomi,

      deine Zitate zeigen nur, wie extrem die Gesellschaft beim Heiratsverbot war.

      Maurice Fleury wird dir als Schweizerin bekannt sein. Er schimpfte immer über "die Bande" in Brooklyn die es bewirkten, dass er kinderlos war - im Bild ist Nelly seine Frau links aussen zu sehen - dann folgt der ehem. Zweigdiener Walter Voigt, seine Frau rechts aussen. In der Mitte Maurice wie er nach meiner kleinen Tochter greift. Er bedauerte immer wieder, dass er keine Kinder haben durfte...

      http://s17.photobucket.com/user/Gerdy1/media/VoigtFleury1972_zps4e6bf1e2.jpg.html

      Danke für deinen Beitrag und Grüezi!

      1. Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ an Noomi

        Ich wiederhole den Link mit anderer Adresse:

        http://s17.photobucket.com/user/Gerdy1/media/VoigtFleury1972_zps4e6bf1e2.jpg.html?sort=6&o=555

        Good luck!

  5. Paul.Z21

    An alle!

    Ich bin die Tage auf eine interessante Dissertation des Politikwissenschaftlichers Alexander Kühn mit dem Thema 'Christlicher Extremismus in Deutschland' gestoßen. Darin werden ZJ als semiextremistisch mit Tedenz zum Extremismus kategorisiert. Der Verfasser empfiehlt deshalb eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz. Ein Verbot wie in Russland ist derzeit wohl noch nicht möglich ist aber nicht mehr so fern wie man das vielleicht dachte. Die Veröffentlichung enthält auch andere interessante Aspekte und ist lesenswert!

    GRÜßE EUER Paul

  6. Timotheus

    Hallo; ich hab von einem älteren Bruder mal gehört, das man früher in der 50ern und 60ern (also vor 1975) kein Vorbild war wenn man noch geheiratet hat und dann alle Vorrechte weg genommen bekam ( Betheldienst, Pionierdienst usw.) Ein anderer ältere Bruder sagte mir aber dies war keine offizielle Linie vom (un)verständigen Sklaven sondern eine falsche Interpretation einiger Länder von einer Anweisungen des Sklaven. Kann jemand von euch älteren was dazu sagen und besonders mit schriftlichen Quellen belegen ob diese irrige Haltung das Heiraten zu verbieten direkt vom unverständigen Sklaven kam ?

    1. Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ

      Anfrage:

      Kann jemand von euch älteren was dazu sagen und besonders mit schriftlichen Quellen belegen ob diese irrige Haltung das Heiraten zu verbieten direkt vom unverständigen Sklaven kam ?

      Aus meinen Bios:

      ...Als ich noch organisationshörig war, kam ich mit Emil, er war der erste „Kreisdiener“ in Österreich, in Berührung. Nach seinem Wechsel zurück ins Berufsleben, landete er in „meiner“ Heimatversammlung. Er hatte die WTG-Bibelschule „Gilead“ besucht und plauderte gerne aus der Schule. Mit der Wirklichkeit an dem hohen Ort in Brooklyn konfrontiert, erlebte er einige Überraschungen. Ein Beispiel:

       
      Der frühere Präsident der WTG, N.H. Knorr, hielt noch an der Tradition seines Vorgängers fest, nicht zu heiraten und keine Kinder zu bekommen Eine Broschüre, die 1938 von der WTG herausgegeben wurde, trug den Titel „Schau den Tatsachen ins Auge!“. Vor über 60 Jahren, wurde ZJ mit irdischer Hoffnung – „Jonadabe“ genannt – folgender Rat gegeben: 
       
      „Jonadabe die jetzt ans Heiraten denken, würden, wie es scheinen will, besser tun, einige wenige Jahre zu warten, bis der feurige Sturm Harmagedons vorüber ist, und dann die ehelichen Beziehungen aufzunehmen und die Segnungen zu genießen, die mit einer Anteilnahme am Füllen der Erde mit gerechten und vollkommenen Kindern verbunden sind“.
       
      Seit bestehen der WTG, wurde ‑ und wird ‑ immer wieder der Krieg Gottes „Harmagedon“, als unmittelbar bevorstehend proklamiert. Deshalb wurde ab der Zeit von „Richter“ Rutherford, Heiraten und Kinderwunsch als Hemmnis für den lebensrettenden Predigtdienst angesehen. Obwohl später etwas abgeschwächt, besteht dieses Prinzip weiterhin. Als Emil in „Gilead“ war, wurde der WTG‑Präsident Knorr von anderen Zeugen in der Zentrale sanft aufmerksam gemacht: „Einige nehmen Anstoß, daß du schon so lange mit einer Glaubensschwester „gehst“, aber die Verbindung nicht ehelich legalisierst.“ Daher sprang Knorr eines Morgens über seinen eigenen Schatten. Im Anschluß an die Betrachtung des „Tagestextes“ gab er bekannt, bald Schwester „...“ zu heiraten. Das schlug wie eine Bombe ein. Emil glaubte zuerst, diese Ankündigung in der amerikanischen Sprache, mißverstanden zu haben.
       
      Zweierlei Maß ist auch ein Merkmal dieser Organisation. Beispielsweise äußert sie sich abfällig über die katholische Kirche, wegen deren Zölibatszwangs für Geistliche. Auch die ZJ haben ihren Mitläufern das Heiraten untersagt, genauso wie Paulus es vorhersagte: „sie verbieten zu heiraten“          (1.Tim.4,3).
       
      Der  ehemalige Leiter des WT-Zweigbüros von Belgien/Luxemburg, Fleury, befand sich um 1950 in der USA-Zentrale. Er erzählte mir, daß man ihm dort wegen „Unreife“ Vorhaltungen machte, als er plötzlich beschloß seine Nelly zu heiraten. Damals war noch ein Mönchsleben angesagt, mit der Heirat Knorrs, war aber der Bann gebrochen. Ein regelrechter Heiratsboom setzte unter den Zeugen ein.
      Wie die Weltgeschichte zeigt, haben immer wieder religiöse Menschen über ihre Anvertrauten geherrscht. Es wurde diesen genau erklärt, was richtig und falsch ist. Auffallend: das „falsche Prophetentum“ führt dabei meistens Regie... 

      1. Lichtspender

        Auch im Buch "Der Gewissenskonflikt" wird einiges zum Thema von Franz berichtet:

        Auszugsweise:

        "
        Der Kongress in St. Louis (Missouri) und die Freigabe des Buches „Kinder“
        Der Sommer 1941 kam, und entgegen meinen Erwartungen fand ich mich doch auf einem Kongress wieder, diesmal in St. Louis (Missouri). Ich kann mich noch entsinnen, dass die Menschen zusammenliefen, um zu erleben, wie Richter Rutherford in einem dicken Wagen auf das Kongressgelände gefahren wurde, ihm zur Seite auf den Trittbrettern Hayden Covington und Nathan Knorr, beide hochgewachsene Kerle. Am letzten Tag des Kongresses ließ Rutherford alle Kinder und Jugendlichen im Alter von fünf bis achtzehn [20] Jahren vorn beim Podium Platz nehmen. Nachdem er seine vorbereitete Ansprache beendet hatte, sprach er aus dem Stegreif zu ihnen.

        Er, der sonst ein so strenges Auftreten hatte und einen harten Ton anschlug, sprach jetzt in fast väterlichem Ton und empfahl den Kindern, das Heiraten so lange zurückzustellen, bis Abraham, Isaak, Jakob und andere Männer und Frauen des Glaubens der alten Zeit da wären, denn sie würden bald auferweckt und seien ihnen dann eine Hilfe bei der Auswahl ihrer Ehegefährten. Jeder erhielt ein kostenloses Exemplar des neuen Buches Kinder. Der Stoff in diesem Buch war eingekleidet in das Gespräch zweier fiktiver junger Leute mit Namen Johannes und Eunice, beide Zeugen Jehovas. Sie waren verlobt, hatten sich aber entschieden, mit dem Heiraten bis nach dem Hereinbrechen der Neuen Ordnung zu warten, die so nahe bevorstand. In dem Buch sagte Johannes zu Eunice:

        "Es ist unsere Hoffnung, dass in wenig Jahren unser Ehebund vollzogen werden kann und wir durch des Herrn Gnade herzige Kinder haben dürfen, die dem Herrn zur Ehre gereichen werden. Wir können unsere Heirat gut hinausschieben, bis dauernder Friede auf der Erde Einzug hält. Jetzt dürfen wir unserer Bürde nichts hinzufügen, sondern müssen frei und für den Dienst des Herrn gewappnet sein. Wenn die Theokratie in voller Wirksamkeit ist, wird es keine Last mehr sein, eine Familie zu haben." [10]

        Damals war ich neunzehn, und noch heute, mit über 70 Jahren, kann ich mich des inneren Aufruhrs entsinnen, einer seltsamen Mischung von Erregung und Niedergeschlagenheit, die diese Worte bei mir hervorriefen. Äußerungen dieser Art übten eine beunruhigende Wirkung auf mich in meinem Alter aus, wurde doch von mir die Entscheidung verlangt, mein Interesse an der Ehe auf unabsehbare Zeit hinauszuschieben. Ich konnte wahrscheinlich besser mit jungen Männern mitfühlen, die erwägen, katholische Priester zu werden. Der Präsident der Watch Tower Society allerdings hatte natürlich vor allem die Kürze der verbleibenden Zeit bis Harmagedon im Sinn gehabt.

        Im Watchtower vom 15. September 1941 hieß es später über diese Geschehnisse:
        "Nachdem die Kinder das Geschenk (das Buch "Kinder") in Empfang genommen hatten, marschierten sie durch den Saal, das Buch fest an sich gedrückt. Es war für sie kein Gegenstand, mit dem sie spielten oder achtlos umgingen, sondern es war das Werkzeug, das der Herr ihnen für ihren wirkungsvollsten Einsatz in den vor Harmagedon verbleibenden Monaten zur Verfügung gestellt hatte." [11] [21]

    2. Horst

      Lieber Timotheus,

      meine Antwort ist, nein, im Gegenteil, in den 60igern und 70igern wurde geheiratet wie verrückt, damit die sexuellen Gelüste in "geordnete" Bahnen kamen. Ich kannte genügend Älteste, Pioniere und Sonderpioniere, denen keineswegs ihr Amt und ihre Vorrechte" aberkannt wurde. weil sie heirateten.  Eine Heirat war auch unter Bethel-Dienern/ Dienerinnen möglich.

      Ich kann die Sklaven-Haltung dazu nicht mit Zitaten belegen, erinnere mich an Artikel und Kommentare, in denen die "Überlegung" empfohlen wurde , ob vor Harmageddon die Gründung einer Familie noch sinnvoll sei.   Aber vor Ort in den Versammlungen und auch auf den Kreiskongressen wurde das Thema kleingehalten. Auch die Ältesten wollten ihre Töchter unter die Haube bringen, und ich hatte in Versammlungsvorträgen und auf Kongressen keinen Vortragsstoff, der eine "irrige" Haltung oder das Verbot einer Heirat zum Inhalt hatte.  Eine "Anweisung" des Sklaven hierzu kann ich nicht bestätigen.

      Grüsse Horst

  7. Lieben Dank Bruder für diesen wunderbaren Artikel!

    Die polarisierte religiöse (aber auch politische) Welt hat enormen Einfluß auf unseren Seelenfrieden, wir kommen manchmal nicht zur Ruhe es sei denn wir machen bewußt einen Cut und entziehen uns bestimmter Informationen die uns beunruhigen.
    Dies ist ein seelischer Schutzmechanismus der uns von unserem Schöpfer mitgegeben wurde, nur dieser sollte wenn dann auch an den richtigen Stellen gebraucht werden.

    Wie im Artikel gut beschrieben ist die Maßgabe für das Verhalten eines Zeugen Jehovas die Angst.
    Angst die durch Gruppenzwang Mechanismen etabliert ist und mittels blindem Gehorsam die Knechtschaft besiegelt. Eigene verantwortungsvolle Entscheidungen sind nicht möglich und auch nicht zulässig. Die ORG sagt dir was "richtig" und was "falsch" ist und hier beginnt das entscheidende Problem.
    Der Zeuge setzt nicht seine Cuts auf Grundlage fundierter und durchdachter (ehrlicher) Informationen, sondern aufgrund einer Weltanschauungsvorgabe (Doktrin) was dazu führt das sogar die natürlichste und menschlichste Qualität abhanden kommt,... zu lieben!
    Er liebt sich nicht einmal selbst obwohl er dies als Gebot sogar kennt..."liebe Deinen Nächsten wie dich SELBST"!.. Nein seine Angst vor der Fehlbarkeit seiner eigenen Person ist größer als sein Wille die Liebe Gottes für sich und andere zu nutzen.
    Somit machen für ihn Verse wie diese keinen Sinn:

    Gal 5:13  Ihr seid ja zur Freiheit berufen, liebe Geschwister! Nur benutzt die Freiheit nicht als Freibrief für eure eigenwillige Natur, sondern dient einander in Liebe.
    Gal 5:14  Denn das ganze Gesetz ist erfüllt, wenn ihr das eine Gebot haltet: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!"

    Liebe und Freiheit gehen Hand in Hand, da die Liebe die größte Kraft im Universum ist und Gott selbst IST LIEBE!
    Eine befreundete Psychologin sagt immer:
    Es gibt nur zwei Zustände für unsere Seele, entweder ist sie in der Liebe, oder in der Angst!

    Christus aber hat uns FREI gekauft und uns mit seiner und der Liebe des Vaters überschüttet.
    Nur wenn wir uns für diese IHRE Liebe öffnen und die indoktrinierten Ängste loslassen wird auch IHR Frieden unser Herz erreichen und JEDE Angst vernichten!
    Das ist das bekennen und leben IM Christus.
    Alles Liebe!

  8. TIANDRA

    .....ein wundervoller Artikel der mich dort abholt wo ich gerade inmitten meiner tiefsten Gedanken und Gefühlen - hänge-..... Danke dafür☺ !! Ich will nicht mehr -GELEBT -werden sondern eigenständig LEBEN .ich möchte mich aus ,den mir angelegten ( meinen) Ketten, lösen- und Jesus Christus  als meinem Haupt in FREIHEIT folgen und unserem liebevollen Gott und Vater dienen und Freude berereiten...Ich  hoffe die Kraft für die einzig richtige Entscheidung zu haben um  zu gehen....und dann auf dem Weg der Freiheit sicher laufen zu lernen!In Schwesterlicher Liebe an alle ,TIANDRA

    1. Argentum@Tiandra

      Liebe Tiandra,

      herzlich Willkommen. Alles Liebe für Dich! So, wie Du schreibst, ist unser Leben gemeint: in christlicher Freiheit! Vertraue Deinem gesunden Instinkt! Aber lass Dir die Zeit, die Du brauchst. Es gibt soviele liebe Menschen, die Dir helfen werden. Ganz viele von uns haben diese Erfahrungen gemacht. Freue mich, wieder von Dir zu lesen/ hören. 🙂

       

      Ganz liebe Grüße

      Argentum

    2. Omma@TIANDRA

      Liebe Tiandra,

      schön, dass du wieder Internet hast, und dass wir wieder von dir lesen durften.  Ich hoffe, dass ihr den Umzug gut hinter euch gebracht habt.  Lasst euch mit dem, was noch vor euch liegt, ruhig Zeit.

      Alles Gute für euch, und erholt euch weiterhin.

      Wir haben uns sehr gefreut über deinen Kommentar, besonders über diesen Satz: "Ich  hoffe die Kraft für die einzig richtige Entscheidung zu haben um  zu gehen....und dann auf dem Weg der Freiheit sicher laufen zu lernen!"

      Ganz liebe Grüße und eine liebevolle Umarmung von deiner Schwester Omma und ihrem Oppa

      1. TIANDRA@Omma

        Hallo ihr lieben!  Ja dann und wann erreicht uns hier oben auf dem Berg via Funk und je nach Wetter, das Internet bzw Wlan????....ich werde versuchen dir /Euch wieder privat zu schreiben. Der Umzug hierher war eine Mega-aktion.Alles ganz allein bewältigt. Aber es hat sich gelohnt. Natur soweit das Auge reicht und keine Besuche von Brüdern oder Schwestern mehr, die nur Neugierde stillen wollten.mir Mut hicherhobenen Fingernägel warnten ( warum wir uns zurückgezogen hätten und das wir nicht mehr mit jehovas Segen rechnen könnten!!!!  ) um es dann breit zu reden  das wir  still sind und man gut auf uns aufpassen müsse - denn wer sich still zurückzieht ist suspekt und das befremdet sie zt.sodass wir dann von einigen vielen aus der Versammlung gemieden wurden.Wir gehen hier in KEINE Versammlung mehr.... Ganz bewusst. und das ist erst der 1SCHRITT auf unserem Weg in die Freiheit.Es tut mir gut Euch lieben Brüder und Schwestern in Christus hier zu treffen. Wir haben alle unsere Gründe um hier zu sein! Lasst euch alle(omma und oppa ganz feste) umarmen. TIANDRA

        1. TIANDRA@Omma

          olle Autokorrektur.... Lach...!!! .ich denke der Leser versteht trotzdem! ???? lg TIANDRA 

    3. Jesu kleiner Bruder

      Liebe Tiandra und alle Noch-Zeugen-Jehovas!
      Im Internet habe ich folgenden Bericht gefunden, der euch bestimmt eine Hilfe sein wird:
      "Ein Schafhirte im Raum Karlsruhe musste eines Tages entdecken, dass ihm in der Nacht seine gesamte Herde mit insgesamt 111 Schafen gestohlen worden war.
      Er meldete dies der Polizei, und diese machte sich auf die Suche nach den Tieren.
      Wochen später erfuhren die Behörden, dass in Köln ein Grosstransport von 5000 Schafen in die Türkei geplant war. Sie informierte den Hirten und schlug ihm vor, zu jenem Bahnhof zu kommen und herauszufinden, ob sich von seinen Schafen in der Herde befänden.
      Am entsprechenden Tag stand der Hirte mit Polizisten auf dem Güterbahnhof Köln, und eine riesige Herde Schafe zog an ihnen vorbei. In kurzen Abständen liess nun der Hirte seinen Lockruf erschallen, und siehe da - nach und nach löste sich ein Schaf nach dem andern aus den fünftausend.
      Als alle Tiere verladen waren, zählte man die kleine Herde, die sich um den Hirten gesammelt hatte. Es waren zum Erstaunen aller genau 111 Schafe.
      Selbst die Polizisten waren überwältigt und davon überzeugt, dass diese Schafe das Eigentum des Hirten sein mussten." Ende des Zitats.
      Diese wahre Begebenheit ist eine wundervolle Illustration für die Aussage Jesu:
      "Meine Schafte hören auf meine Stimme" (Johannes 10:27, 14).
      Jesus hat seinen Teil getan - er ruft nach DIR! (Lukas 14:23).
      Nun musst DU DEINEN Teil tun - JETZT / "Heute" (Hebräer 3:7, 13, 15)
      und  ihm "nachkommen" (Lukas 14:26, 27).
      Wir alle, die wir einst Katholiken oder ... waren und dann Zeugen Jehovas wurden, - wir alle sind von einer falschen Religion in eine andere falsche Religion befördert worden - von einer Gefangenschaft in ein anderes Gefängnis.
      Oder anders ausgedrückt: Der "Dieb" (die WT-Organisation) hatte uns gestohlen/geraubt. (Johannes 10:1, 8, 10, 12).
      Bitte befolgen wir doch den liebevollen Rat aus 1. Petrus 2:25 in Bezug auf unseren liebevollen Hirten Jesus:
      "Denn ihr seid wie Schafe gewesen, die irregingen, ihr habt jetzt aber zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen zurückgefunden."
      In Liebe
      Jesu kleiner Bruder
       

       

      1. Natur&Freiheit

        Wow, das ist eine tolle Geschichte und ein super Vergleich.

        Hat mich jetzt ziemlich bewegt!

        Danke dafür 🙂

      2. Nachdenker an JkB

        Hallo JkB,

        Eine super Veranschaulichung von dir, die sogar aus dem alltäglichen Leben stammt. Ja, genauso können wir uns die Liebe und Fürsorge unseres Herrn und seines Sohnes vorstellen und da brauchen wir keine anderen verzwurbelten gedanklichen Klimmzüge als Beweis.

        Grüße

        Nachdenker

         

      3. Störtebeker

        Sehr gut, genauso ist es!

        Grüße Störti

         

         

      4. O.W.Schön@JkB

        Eine bewegende Begebenheit!

        Lieber JkB,

        eine zu Herzen gehende Erfahrung von 111 Schafen und ihrem Hirten! Vielleicht darf ich diese Begebenheit noch durch eine Fußnote aus der Brockhaus Bibel ergänzen. Die Fußnote zu Vers 10-11 von Johannes Kapitel 10 führt in Verbindung mit den Schafen noch weiter aus:

        "Ein angeworbener Arbeiter hütet die Schafe nur gegen Bezahlung, während der Hirte es aus Liebe tut. Der Hirte besitzt die Schafe und tut alles für sie. Jesus erfüllt nicht einfach eine Pflicht, er liebt uns so, dass er sogar bereit ist, sein Leben für uns hinzugeben. Bei Irrlehrern und falschen Propheten findet sich diese Hingabe nicht."

        So einfach kann die Wahrheit sein! Die "angeworbene Leitende Körperschaft" hütet die Herde nur gegen Bezahlung/Spendenaufrufe (in Millionenhöhe). Sie sind nicht den Schafen "hingegeben und zugeneigt", sondern sie fordern die bedingungslose Unterordnung/Hingabe der Schafe unter eine menschliche Organisation.

        Dagegen liebt Jesus Christus seine Schafe und ruft uns aus der Org. hinaus, zurück in seine Obhut und unter seinen Schutz!

        Danke für die 111 wieder gefunden Schafe

        O.W.S.

         

  9. Jesu kleiner Bruder

    Ein sehr guter Artikel!

    Eines ist ganz offensichtlich: Der Vater, sein Sohn Jesus sowie der heilige Geist sind sehr aktiv am Wirken, um noch viele Einzelne innerhalb der Organisation der Z.J. zum Aufwachen zu bewegen!

    Immer und immer wieder klopfen sie an der Herzenstür des Einzelnen an. (Wer bereits ausgetreten ist, weiß im Rückblick (!) bei wie vielen und noch mehr Gelegenheiten des theokratischen Lebens Situationen bestanden, bei denen durch Jesus ein "Anklopfen" ein "Zwicken" und ein "Zupfen" erfolgte - sanft, aber stetig!)

    Wer auf diese freundlichen Einladungen nicht reagiert, macht sich den Ablösungsprozess für sich nur unnötig schmerzhafter, denn Jehova, Jesus und der heilige Geist werden dran bleiben, wenn sie jemand bei sich haben wollen! (Allerdings wird die Einladung auch nicht endlos ausgesprochen werden ...)

    Jeder Noch-Z.J. sollte daher in sich gehen und sich fragen: "Geben mir Jehova und Jesus sowie der heilige Geist durch das, was ich in der Organisation/in meiner Versammlung sehe, höre und erlebe nicht sehr deutlich zu verstehen, dass ich handeln muss? ... Was soll denn noch alles innerhalb der Organisation/der Versammlung passieren, bis ich bereit wäre, konsequent zu werden? ... Wie viel Schmerzen des "Gegen den Stachel-Anschlagens" will ich mir denn noch zufügen?

    Passen wir bitte auf, dass wir Jehova, Jesus und den Heiligen Geist nicht betrüben, verletzen und enttäuschen - durch unser stures Nicht-auf-sie-Eingehen wollen auf ihre deutlichen Winke mit dem Zaunpfahl!

    Wer sich in der Hand des Vater und des Sohnes befindet, hat nichts zu befürchten!

    In Liebe

    Jesus kleiner Bruder

  10. Lichtspender

    Dem Artikel kann ich zu 100 % zustimmen. Das sind genau meine gemachten Beobachtungen und Erfahrungen. Wer es nicht glaubt, der muss erst dieselben Erfahrungen machen, um Gewissheit zu haben. Der Organisation der Zeugen Jehovas geht es nicht um Einzelpersonen: Die werden wie heiße Kartoffeln fallen gelassen, sobald sie hörbar Fragen stellen und Lehren hinterfragen.
    Mit hat besonders das Lesen der Bibel den nötigen Mut gegeben.

    Auch das Buch "Gefangene einer Idee: Die Anatomie einer Illusion" von Don Cameron hat mir noch den letzten Stups gegeben, Nägel mit Köpfen zu machen und wirklich zu lieben (Jehova, Christus, die Bibel, echte lebendige Christen) -- und sich nicht zu fürchten und mehr einschüchtern zu lassen.

  11. Omma@Autor

    Lieber Bruder,

    es berührt mich sehr, dass diese Frage hier wieder aktuell betrachtet wird. Diesmal von einem erweiterten Blickwinkel aus.  Es war für mich sehr interessant, deinen Artikel zu lesen.  Denn dieses Thema war für mich von großer Bedeutung, bei meinem Austritt vor fast 3 Jahren, und ich hatte mir seinerzeit auch darüber Gedanken gemacht. Die folgenden Fragen aus deinem Artikel,

    "Warum zögern dann aber so viele, diese Freiheit anzustreben?  Furcht vor der Freiheit?"

    hatte auch ich mir persönlich gestellt.

    Zitat:
    Warum zögere ich?

     
    Ich habe also eine ganz persönliche Verantwortung, aber auch eine ganz besondere Freiheit. Aber warum habe ich dann zunächst gezögert nach dieser Freiheit zu streben?

     
    Mir war bewusst, dass ich nicht nur von etwas
    frei werden würde, ich musste auch etwas tun, und das machte mir Angst.

    Ich musste meine eigene Entscheidung treffen, und dann auch die Folgen tragen. Ich war auf meinem Weg zu meinem himmlischen Vater und seinem Sohn vor einer Weggabelung angelangt. Der eine Weg führte weiter zu meinem Herrn und meinem himmlischen Vater in die christliche Freiheit, würde aber auch zunächst Verfolgung bedeuten. – Der andere Weg würde mich in eine lebenslange Unterwerfung unter eine Macht bringen, die dann viele Entscheidungen für mich trifft, mein Gewissen spielt und in allen Lebensfragen die Richtung vorgibt. Das wäre ein Weg in die Unfreiheit und Unterdrückung.

    Zitat Ende.

    http://www.bruderinfo.de/allgemein/habe-ich-angst-vor-der-freiheit/

    Ganz liebe Grüße von Omma und Oppa

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